Sturmstillung [5*/ Vertiefung/ Mittwoch]

Stundenentwurf

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 25-30 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder, Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Themenstellungen: Jesus und Wasser, Vertiefungen
Redaktion: 5 Sterne Sommer
Benötigte Materialien: Kreppband, Tischtennisball / -bälle, 2 Föhn (eventuell Verlängerungskabel), 2 Decke(n) (dicke Bettdecken), ausgeschnittene Bilder (pro Kind eine ausgeschnittene Welle auf Papier), Stift(e), Papierschiff (großes Schiff aus Din A3 Papier)
Bibelstelle: Markus 4,35-41

Mk.4, 35-41

Zielgedanke:

Jesus ist stärker, als alles, was uns Angst macht.

Begriffserklärungen/ Hintergründe zur Geschichte für Mitarbeitende

  • Jesus ist nach wie vor in Galiläa. Die Geschichte spielt auf dem See Genezareth.
  • Jesus bittet die Jünger, abends noch über den See zu fahren. Warum setzt er die Jünger dieser Gefahr aus? Denn er konnte als Gottes Sohn wissen, dass Fallwinde/ Stürme kommen. Ausleger dieses Textes sagen, Jesus wollte seinen Jüngern etwas beibringen, wie gute Lehrer ihren Schülern. Sie erleben, dass Jesus sie in der größten Not nicht alleine lässt. Diese Erfahrung ist prägend für sie.
  • Plötzliche Wetteränderungen („Fallwinde“) gibt es auf dem See Genezareth durch die Berge auf der einen Seite des Sees. Hier kann der Wind, der sich an den Bergen „ansammelt“ plötzlich in den See übergehen.
  • Jesus schlägt im Heck des Bootes. In den 1980-er Jahren wurde im See ein Boot gefunden, das darauf hinweist, dass es zu Jesu Zeiten kleine hölzerne Kabinen im Heck gab. Das erklärt auch, warum Jesus nicht vom Wasser geweckt wurde.
  • Das (Ruhe-)Kissen bildet einen krassen Kontrast zum lauten Sturm. Darin kann man ein Symbol sehen: Jesus ist souverän und ruhig. Er ist mächtiger als alle Bedrohung. Warum soll er also nicht schlafen? Der Spruch „in der Ruhe liegt die Kraft“ bekommt in Jesus ein Gesicht.
  • Die Angst der Jünger ist hier nicht zu verurteilen. Angst ist ein normales Gefühl bei Bedrohungen. Was die Jünger „falsch“ machen: Sie denken erst spät dran zu Jesus zu gehen und mit ihm die Situation zu durchleben. Stattdessen bauen sie auf ihre eigene Kraft. Und sie sehen nur ihre eigene Not (fragst du nicht danach, wie es UNS geht…), statt die Macht und Stärke, die Jesus hat.
  • Was tröstet: die Jünger sind hier echt menschlich. Wir können uns gut in sie hineinversetzen. Die Geschichte zeigt uns, was wir tun sollen, wenn wir Angst haben: Zu Jesus gehen, ihm ehrlich sagen was uns Angst macht und ihm „das Ruder“ darüber in die Hand geben. Er soll unser Lebensboot durch die angstmachenden Situationen führen. Weil er es kann.  

Vertiefungsideen

Falls ihr den Kindern heute eine Anti-Angst-Gedächtnishilfe mitgeben wollt, gibt es heute unten eine Anleitung (siehe unten) für Minikissen. Die sind im Vorfeld anzufertigen.

6-9 Jahre

Einstieg*:

Auf dem Boden zieht man 2 Linien mit Kreppklebeband in einer Länge von 1,80m und einem Abstand von 10 cm. Ein Kind versucht, einen Tischtennisball zwischen beiden Linien von Anfang bis Ende mit einem Teelöffel zu rollen. Zwei andere Kinder versuchen mit dem Fön von rechts und links den Ball aus den Linien zu bringen. Das Spiel sollte so enden, dass das Kind mit dem Ball das gar nicht schaffen kann.

  • Die Jünger hatten große Angst. Sie wurden hin und hergeschaukelt, wie der Ball eben. Angst ist ein ganz normales Gefühl. Jeder Mensch hat Angst. Ich habe z.B. Angst vor… (eigene wenige Dinge aufzählen).
  • Hast du auch schon mal richtig Angst gehabt? Wann? Warum?
  • Was machen die Jünger als sie Angst haben? (Sie bitten Jesus um Hilfe, aber erst ganz spät).
  • Wie handelt Jesus in dieser Geschichte? (er hilft sofort, als man ihn bittet)
  • Was hat dir geholfen, dich wieder sicher zu fühlen und keine Angst mehr zu

haben? (z.B. zugeben, dass man Angst hat; zu Mama oder Papa gehen, Beten)

  • Jesus sagt: Ich bin immer für dich da. Du kannst immer zu mir kommen und ich helfe dir. Wie können wir Jesus unsere Ängste sagen?

Gebetsaktion: Jesus Ängste sagen und abgeben:

  • Auf Wellen Angst schreiben (wer schon schreiben kann, ansonsten steht die Welle für die Angst). Gebet: Jesus, manchmal haben wir große Angst. Da gibt es Dinge, die sind so groß wie mächtige Wellen oder ein starker Sturm. Und manchmal haben wir das Gefühl, wir müssen ganz alleine durch. Aber so ist das ja gar nicht. Du bist immer für uns da, auch wenn der Sturm tobt. Jetzt bringen wir dir, was uns Angst macht und bitten dich, dass du dich um unsere hohen Wellen und den Sturm kümmerst.
  • AKTION: Angst-Wellen ins „Jesus-Boot“ (DinA3-Blatt gefaltet als Boot, evtl. liegt darin das Give-away-Kissen) in die Mitte des Raums bringen.
  • Gebet: Danke, dass du für uns da bist und uns magst. Mit dir kann uns nichts passieren, auch wenn ein Sturm tobt. Denn du bist stärker, als alles, was uns Angst macht. Gut, dass wir dich haben. Amen.

Ausstieg:

Nochmal das Spiel vom Einstieg. Jedoch liegen jetzt rechts und links Bettdecken längs gerollt hoch genug (Alternativ können auch je 2 Kinder die Bettdecken halten, so dass aber der Boden gut abgedeckt ist). Wieder versucht ein Kind, den Ball durchzubringen gegen den Fönwind. Die Winde haben nicht genug Kraft, durch die Decken zu blasen.

Give-away: Wenn du Angst hast, denke daran, Jesus ist da für dich. Als Erinnerung daran bekommst du dieses kleine Kissen. Halt es fest, wenn du wieder Angst hast und sage Jesus, er soll sich darum kümmern.

Vertiefungsideen 10-12 Jahre

Einstieg*:

Auf dem Boden zieht man 2 Linien mit Kreppklebeband in einer Länge von 1,80m und einem Abstand von 10 cm. Ein Kind versucht, einen Tischtennisball zwischen beiden Linien von Anfang bis Ende mit einem Teelöffel zu rollen. Zwei andere Kinder versuchen mit dem Fön von rechts und links den Ball aus den Linien zu bringen. Das Spiel sollte so enden, dass das Kind mit dem Ball das gar nicht schaffen kann.

  • Der Ball hatte eben wenig Chancen, ans Ziel zu kommen. Er war dem Wind ausgeliefert. Gibt es Situationen in deinem Leben, in denen du dich ausgeliefert und machtlos gefühlt hast? Welche waren das?

Die Jünger waren Sturm und Wellen ausgeliefert, sie hatten große Angst. Angst ist ein ganz normales Gefühl. Jeder Mensch hat Angst. Auch wenn du an Jesus glaubst, wirst du immer wieder Angst haben. Nicht an jedem Tag scheint die Sonne.

  • Was hilft den Jüngern in der Geschichte nicht? Was hilft ihnen?
  • Wie geht ihr mit Ängsten um? Was hilft euch?
  • Jesus bittet die Jünger über den See zu fahren. Sie kommen in Gefahr. Er schläft. Könnt ihr euch vorstellen, warum Jesus so handelt? (die Jünger sollen lernen und erleben, dass Jesus immer für sie da ist).
  • Hast du schon mal erlebt, dass Jesus dir geholfen hat, als du Angst hattest? Wie war das?
  • Jesus sagt: Warum habt ihr mir nicht vertraut, dass ich euch helfen kann? Darin liegt der Schlüssel: Angst ist menschlich. Aber wie wir damit umgehen, da sagt Jesus: Ich bin für dich da. Ich bin stärker, als alles, was dir Angst macht. Komm zu mir, ich helfe dir da durch. Wie wäre es, wenn wir das selber erleben, dass Jesus durch unsere Stürme und Wellen durchhilft?

Gebetsaktion: Jesus Ängste sagen und abgeben:

  • Auf Wellen Angst schreiben. Gebet: Jesus, manchmal haben wir große Angst. Da gibt es Dinge, die sind so groß wie mächtige Wellen oder ein starker Sturm. Und manchmal haben wir das Gefühl, wir müssen ganz alleine durch den Sturm. Manchmal sind wir auch nicht sicher, ob du wirklich da bist oder ob es dich kümmert, wie es uns geht. Aber so ist das ja gar nicht. Du bist immer für uns da, auch wenn der Sturm tobt. Jetzt bringen wir dir, was uns Angst macht und bitten dich, dass du dich um unsere hohen Wellen und den Sturm kümmerst.
  • AKTION: Angst-Wellen ins „Jesus-Boot“ (DinA3-Blatt gefaltet als Boot, evtl. liegt darin das Give-away-Kissen) in die Mitte des Raums bringen.
  • Gebet: Danke, dass du immer für uns da bist. Mit dir kann uns nichts passieren, auch wenn ein Sturm tobt. Denn du bist stärker, als alles, was uns Angst macht. Gut, dass wir dich haben. Amen.

Ausstieg:

Nochmal das Spiel vom Einstieg. Jedoch liegen jetzt rechts und links Bettdecken längs gerollt hoch genug (Alternativ können auch je 2 Kinder die Bettdecken halten, aber so, dass der Boden gut abgedeckt ist). Wieder versucht ein Kind, den Ball durchzubringen gegen den Fönwind. Die Winde haben nicht genug Kraft, durch die Decken zu blasen.

Give-away: Wenn du Angst hast, denke daran, Jesus ist da für dich. Als Erinnerung daran bekommst du dieses kleine Kissen. Halt es fest, wenn du wieder Angst hast und sage Jesus, er soll sich darum kümmern. (evtl. noch Spruch mit Stoffstift schreiben lassen: No fear – Jesus is here/ Jesus ist stärker…).

Material für beide Vertiefungsgruppen: Kreppklebeband, Tischtennisball, 2 Föhne, 2 Verlängerungskabel, 2 dicke Bettdecken, pro Kind eine ausgeschnittene Welle aus Papier, Stift, (für Give-away: Minikissen, Stoffstift).

Ein großes Papierschiff aus DinA3-Papier.

Idee: Give-away Minikissen:

Kissen im Vorfeld selbst nähen (lassen). Jedes Kind bekommt nach der Vertiefung ein kleines Kissen als Erinnerung, dass Jesus da ist in allen Bedrohungen.

Das braucht ihr für ein Kissen:

  • 2 Stoffquadrate à 13 cm (Stoffreste oder aus Stoffgeschäft)
  • Füllwatte
  • Nähmaschine

Anleitung für ein kleines Kissen:

Aus dem Stoffrest zwei Quadrate à 13 x 13 cm ausschneiden und auf links zusammennähen, eine ca. 5 cm große Öffnung lassen. Kissen wenden, mit Stopfwatte ausstopfen und zusammennähen. Fertig!

*Spielidee aus dem Buch „Ab geht die Post“, Birgit Götz, buch&musik ejw-service-GmbH Stuttgart.

  • Autor / Autorin: 5 Sterne Sommer - Kids-Team
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg