Weihnachten neu erleben – Glaube als Lebensstil

– Rise up and shine –

Hinweis: Falls ihr euch für die Fackelwanderung entscheidet, plant eventuell ein bisschen mehr Zeit ein.

Einstieg

Unser letztes Gruppentreffen vor Weihnachten. Bald ist es so weit. Keine Ahnung, ob du dich drauf freust und schon neugierig bist auf das, was du geschenkt bekommst, dich auf die Familie freust und auf das leckere Essen, oder ob du eher mit Stress – vielleicht sogar in eher gedrückter Stimmung – den Weihnachtsfeiertagen entgegengehst. In der letzten Woche ging es darum, dass Jesus damals und heute Veränderung bewirken kann, wenn wir ihm begegnen. Diese Veränderung, die viele Leute erlebt haben, hat sich wie ein Lauffeuer über die ganze Erde ausgebreitet. Sie haben, um im Bild der letzten Wochen zu bleiben, etwas von dem Schatz, den sie gefunden haben, geteilt. Menschen haben das Licht von Weihnachten weitergegeben. Was ist für dich so ein Weihnachtslicht? Sind es Freunde, die für dich da sind? Ist das die Zusage von Gott, dass er dich nie alleine lässt? Ist es ein ganz besonderes Erlebnis? Was ist so ein Weihnachtslicht für dich oder was wäre es für dich?

Die Aktion

Fackelwanderung – Startet an einem Ort, an dem es dunkel ist. Ein Wanderweg außerhalb eurer Stadt oder eures Ortes zum Beispiel. Am Anfang zündet ihr nur EINE Fackel an. Nach und nach werden während der Wanderung immer mehr Fackeln an einer bereits brennenden angezündet. Versucht es in etwa so zu planen, dass ihr nicht zu viel Zeit, aber auch nicht zu wenig Abstand zwischen dem „Fackelzuwachs“ habt.

Am Ende der Tour sollten alle Fackeln brennen und ihr könnt bei einem Punsch, heißen Tee oder Kakao eine Pause einlegen, in der der Input genutzt werden kann.

Alternative zur Fackelwanderung:

Dunkelessen

Ihr bereitet in euren Räumen ein Essen vor. Lasst alle Teilnehmer gemeinsam in den Raum kommen. Wichtig ist, dass es im Raum, mit Ausnahme einer einzelnen Kerze auf dem Tisch, dunkel ist. Während des Essens werden nach und nach weitere Kerzen angezündet. Achtet darauf, dass immer ein spürbarer Abstand ist, bevor ihr der Gruppe „mehr Licht“ spendiert. Der Effekt soll sein, dass es zu Beginn des Essens nicht so einfach ist, alles zu erkennen und am Ende genügend Licht da ist.

Der Input

Licht ist für uns Menschen überlebenswichtig. Ohne Licht würden wir schlicht und einfach nicht leben können. Wie wichtig Licht ist, merken wir erst dann, wenn es fehlt. Vielleicht erinnerst du dich an einen Stromausfall und dem Versuch, die Taschenlampe, die doch irgendwo sein muss, zu finden. Oder an dein erstes Campingwochenende, an dem du nachts mal auf die Toilette musstest und kein Licht zur Orientierung da war. Ohne Licht kann es sogar gefährlich werden. Zum Beispiel, wenn in dieser Jahreszeit beim Fahrradfahren das Licht ausfällt.

Und Licht hat noch eine Eigenschaft. Da, wo es hell ist, fühlen wir uns sicherer und nachgewiesener Weise ist die helle Jahreszeit die, wo es den Menschen besser geht als in der dunklen Jahreszeit.

Licht ist wichtig, es gibt Sicherheit, Wärme, schafft einen Ort, an dem man gerne ist, gibt Orientierung.

Nicht ohne Grund zünden wir an den Adventssonntagen eine Kerze nach der anderen an. Jesus wird auch als das Licht dieser Welt bezeichnet. Warum? Weil er genau das getan hat, er hat Dunkles hell gemacht. Er hat die Schattenseiten ausgeleuchtet und bei ihm ist es, wie wenn du im Licht stehst. Jesus schenkt Orientierung, Schutz und in seiner Gegenwart wird so manche dunkle Situation hell.

[Passende Beispiele für deine Gruppe kannst du hier gerne einbauen]

In der letzten Woche ging es genau darum, was passiert, wenn Menschen Jesus begegnen. Diese Begegnung bleibt nicht folgenlos. Nicht ohne Grund ist diese Botschaft, das Licht von Weihnachten, keine Eintagsfliege geblieben. Im Gegenteil. Menschen, die Jesus begegnet sind, von ihm verändert worden sind, haben dieses Feuer weitergetragen, sodass im Laufe der letzten 2000 Jahre diese Botschaft von Weihnachten in der ganzen Welt bekannt geworden ist. Und diese Menschen haben nicht nur von diesem Jesus erzählt. Sie haben da weitergemacht, wo Jesus aufgehört hat. Sie haben Menschen geholfen, ganz praktisch im Alltag und so etwas von der Liebe, die Jesus uns schenkt, weitergegeben. Weil das auch ein Auftrag ist, den Jesus den Menschen mit auf den Weg gegeben hat, die ihm vertrauen. Rise up and shine! Mach dich auf, steh auf, geh los – werde Licht! So wie Jesus Hoffnungsschenker, Trostspender, Ermutiger, Helfer … war, so dürfen – nein sollen – wir das auch weitergeben. Jesus hat einmal gesagt: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen. Das bedeutet nicht, dass wir es tun müssen, um gut vor Jesus dazustehen. Vielmehr bedeutet es, dass wir, angezündet von dem Feuer, das Jesus uns schenkt, Fackelträger und Lichtspender sein dürfen.

Bei unserer Fackelwanderung/unserem Essen hast du es vielleicht gemerkt. Am Anfang war da ein kleines Licht, das uns ein bisschen geholfen hat, den Weg/den richtigen Platz oder Topf zu finden. Im Lauf der Zeit wurde es immer heller. Orientierung und Sicherheit haben zugenommen. Genauso kann es aussehen, wenn wir zugegebenermaßen manchmal kleinen Leuchten in unserem Umfeld Licht sind. Es kommt nicht auf die megagroße Sache an die ich tue. Wichtig ist nur, dass ich bereit bin, Licht zu sein. Denn viele kleine Lichter werden ein großes Licht. Was denkst du: Wie kannst du, wie können wir Licht sein? Der Schatz von Weihnachten, der ist so groß, er reicht nicht nur für mich sondern er darf, ja er soll geteilt werden!

[Sammelt ein paar Ideen]

Ich möchte dich heute herausfordern:

Rise up an shine! Mache dich auf und werde Licht!

Challenge

Jeder nimmt sich eine konkrete Sache vor, in der er über die Weihnachtstage ein Licht für jemand anderes sein möchte. Tausche dich darüber mit einem anderen Teilnehmer aus. Das macht das Ganze dann verbindlicher und etwas konkreter.

Alles zu 24x Weihnachten neu erleben für Teens und Jugendliche (Material, Podcast usw.) findet ihr hier: https://www.24x-weihnachten-neu-erleben.de/fuer-jugendliche/

Im Folgenden beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 4. Folge der 2. Serienstaffel von The Chosen zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen.

Essen

Ähnlich der schönen Szene in dieser Folge, könnt auch ihr gerne mit einem gemeinsamen Essen starten. Tauscht euch schon beim Essen darüber aus, was in den letzten Folgen von „The Chosen“ passiert ist und ruft es euch dadurch noch mal in Erinnerung:

  • Was ist bei euch hängen geblieben?
  • Welche Sätze/Szenen/Menschen haben euch die Woche über begleitet?
  • Was wollt ihr gerne mit der Gruppe teilen?

Start in das Thema

In der vierten Folge der zweiten Staffel geht es sehr viel um Entscheidungen. Simon, der Attentäter der Zeloten und Dreh- und Angelpunkt dieser Folge, muss sich oft und viel entscheiden. Einige Entscheidungen davon bereut er, andere versucht er rückgängig zu machen und wieder andere stößt er um.

Zum Einstieg eignet sich das Spiel „Duell der Augen“, wo blitzschnell Entscheidungen getroffen werden müssen, die eventuell auch nicht so gute Auswirkungen haben. Den genauen Spielablauf findet ihr hier:

https://www.jugendecho.de/spielesammlung/item/23-duell-der-augen

Setzt euch danach in einen Kreis und tauscht euch über eure Entscheidungen in eurem Leben aus.
– Welche bereut ihr?
– Was waren die besten Entscheidungen eures Lebens?
– Was würdet ihr heute anders machen?
Es hilft den Teilnehmenden dabei sehr, wenn ein*e Mitarbeiter*in anfängt. Das schafft Nähe und Vertrauen.

Folge 4 der 2. Staffel anschauen

Wenn ihr mögt, dann schärft den Fokus eurer Teilnehmenden auf das Motiv der Entscheidungen. Ladet sie ein, in dieser Folge besonders auf dieses Motiv zu achten. Je nach Gruppe kann das aber auch unpassend sein, da es andere Dinge evtl. ausblendet. Entscheidet das einfach für eure Gruppensituation.

Reflexion der Folge

Im Anschluss an die Folge könnt ihr euch wieder in einen Stuhlkreis setzen. Fordert eure Gruppe heraus, indem ihr nur die Frage in den Raum stellt: „Was habt ihr gesehen?“
Habt den Mut, diese Frage stehen zu lassen und zu hören und wahrzunehmen, was eure Teilnehmenden zu erzählen haben. Ganz von alleine wird ein Gespräch entstehen, bei dem verschiedene Teilnehmende von ihren Wahrnehmungen erzählen.

Nachdem alle etwas dazu gesagt haben, fragt weiter: „Was bedeutet das für dich persönlich?“
Habt auch hier den Mut, die Gruppe nachdenken zu lassen. Das kann manchmal mit einer kurzen Stille anfangen, aber dann wird sicherlich etwas kommen. Das Ziel hiervon ist, dass das Gesehene einen Unterschied machen kann/darf im Leben eurer Teilnehmenden. „Was bedeutet das für dich persönlich?“

In der Folge sind eindrückliche und intensive Dinge passiert. Brüder wurden wieder vereint, Jesus heilt einen Gelähmten, ein Attentat wurde abgebrochen, Jesus redet über das Laubhüttenfest. Doch was bedeutet das für dein Leben? Was für einen Unterschied kann das machen?

Wenn es euch passender erscheint, dann könnt ihr hierfür natürlich auch Kleingruppen bilden.

Impuls

Mein Vorschlag für einen kurzen Impuls dreht sich um Dietrich Bonhoeffer. Er hat viel und lange mit der schrecklichen Entscheidung gerungen, ob er sich in der Lage sieht, Hitler in einem Anschlag töten zu können/dürfen. Gegen seine christliche Überzeugung. Letztlich entschied er sich dazu, dass es sogar seine Pflicht sein sollte „dem Rad in die Speichen zu fallen.“ So plante er mit einer Gruppe von verschiedenen Menschen mehrere Anschläge, von denen keiner klappte.
Lest euch die Wikipedia Seite von Dietrich Bonhoeffer durch oder schaut im Internet. Es gibt viele spannende Artikel und Dokumentationen zu dem Thema. Bastelt euch daraus einen kurzen Impuls mit Bildern und Texten.

Stellt euch dann die Frage: Wie gehen wir mit unbeliebten Entscheidungen um? Mit Dingen, die wir am liebsten gar nicht erst entscheiden würden? Und wie können wir uns darauf vorbereiten, evtl. eines Tages solche Entscheidungen treffen zu müssen?
Lest hierzu auch gerne in der Bibel, holt euch Inspiration, kommt ins Gespräch und betet auch gerne miteinander.
Wichtig ist, dass das für manche Personen natürlich ein Trigger Thema sein kann. Seid daher sensibel und geht auf die Bedürfnisse und Fragen eurer Teilnehmenden ein.

Sprecht zum Abschluss ein Gebet und gebt dadurch ab, was euch beschäftigt.

Das passiert:

Im Staffelfinale geht es besonders um die Vorbereitungen auf die Bergpredigt. Die Bergpredigt ist bestimmt die bekannteste Predigt von Jesus aus dem Neuen Testament. Nachlesen kann man sie in Matthäus 5-7.

In dieser Folge sehen wir, wie die Jünger Jesu mit unterschiedlichsten Aufgaben alle die Bergpredigt mit vorbereiten. So verteilen sie beispielsweise Einladungen (Flyer) in den Dörfern, bauen eine kleine Tribüne auf oder helfen wie Matthäus Jesus beim Schreiben seiner Predigt. Durch all den Aufwand, der betrieben wird, wird deutlich, dass Jesus wollte, dass seine Predigt unter guten Umständen stattfinden kann. Die Worte der Bergpredigt gelten als erste öffentliche Worte, die Jesus vor einem großen Publikum erzählte. Im Film sieht man besonders, wie Jesus und Matthäus sich Gedanken über die ersten Worte der Bergpredigt gemacht haben. Hier sind die beiden lange unschlüssig, wie Jesus beginnen soll. Schließlich findet Jesus seinen Einstieg, er verwendet die Seligpreisungen. Hierbei nennt er jeweils eine Gruppe von Menschen die glückselig sind und erklärt dies in einem kurzen Satz. Während Jesus diese Worte in der Folge spricht, werden immer bestimmte Jünger eingeblendet, auf die die gesprochene Seligpreisung besonders zutrifft.

Gestaltung der Gruppenstunde

Die Gruppenstunde kann ähnlich wie die Folge gestaltet werden. So können alle mithelfen, dass die Folge gemeinsam geschaut werden kann. Teilt die Gruppe hierzu auf. Die einen können die Technik an einem geeigneten und vielleicht auch neuen Ort aufbauen, die anderen können bequeme Sitzgelegenheiten vorbereiten und andere können Obst schneiden, damit ein gemeinsamer Obstsalat gemacht werden kann. Den Obstsalat könnt ihr während der Folge oder anschließend genießen. Obst bietet sich für diese Folge an, da auch die Jünger im Film einmal Obst essen.
So helfen alle auf irgendeine Weise mit und vertrauen darauf, dass die anderen mit ihren Aufgaben genauso dazu beitragen. Wenn dann alles geschafft ist, bedankt ihr euch bei allen helfenden Händen und schaut gemeinsam die Folge an.

Impuls

Was Jesus in den Seligpreisungen sagt, ist schon eine krasse Zusage.

Dabei sieht Jesus, als er diese Worte spricht, immer jemanden von seinen Jüngern vor seinem inneren Auge. Seine Zusagen über die Jünger können für uns wie eine Landkarte sein. Aber was bedeutet das? Es bedeutet Folgendes: Wenn wir bei diesen Menschen suchen, dann werden wir dort Jesus finden. Die Worte von Jesus sind also eine Wegbeschreibung für uns, sie geben uns Orientierung. Das bedeutet, wenn du dem Weg auf der Landkarte folgst, kommst du auch zu dem Ziel, dass du auf der Karte siehst. Willst du dich auf den Weg machen? Willst du solche Menschen kennenlernen?

Die Eigenschaften, die Jesus nennt, hast du vielleicht auch schon in anderen Menschen erlebt. Vielleicht kennst du jemanden, der wirklich gut trösten kann oder du kennst jemanden, der sich sehr für Gerechtigkeit einsetzt. Jesus sagt, dass Menschen mit solchen Eigenschaften glücklich sind. Welche Eigenschaft, die Jesus hier nennt, wünschst du dir besonders? Barmherzig? Friedenstiftend?

Die Jünger von Jesus sind so unterschiedlich. Und doch geht jeder den Weg mit Jesus voller Freude. Das gilt auch für uns heute. Mit all unseren Unterschieden dürfen wir gemeinsam voller Freude den Weg mit Jesus gehen. Auch du bist herzlich dazu eingeladen dazu zu stoßen. Und auch du darfst dich freuen!

In dieser Themenreihe beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 2. Serienstaffel von „The Chosen“ zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen. Ideal um die Folgen gemeinsam zu schauen und danach als Gruppe zu erleben, besprechen und persönlich anzugehen.

Elemente in den Erarbeitungen sind: Spiel, Gespräch durch Fragen, eine Zeugnisandacht, der Blick in die Bibel, eine persönliche Challenge und etwas zum Essen.

Über The Chosen: „The Chosen“ ist die erste Serien-Verfilmung über das Leben von Jesus mit mehreren Staffeln, und zugleich das erfolgreichste durch Crowdfunding finanzierte Filmprojekt (über 16.000 Beteiligte) aller Zeiten. Die Serie hat sich binnen eines Jahres zu einer Weltsensation entwickelt, die zig Millionen Fans gefunden hat.

Spiele

Vier verschiedene Hauptpersonen werden in der ersten Folge vorgestellt. Passend dazu kannst du diese vier Spiele spielen.

Maria „Beim Namen rufen“

  • Zeitungschlagen

Ein:e Spieler:in steht mit einer zusammengerollten Zeitung in der Mitte. Die Spielleitung nennt zu Beginn einen Namen und die Person in der Mitte muss dieser beim Namen genannten Person mit der Zeitung auf das Knie schlagen. Die benannte Person kann jedoch vorher einen anderen Namen aus der Runde rufen. Die oder der Spieler:in in der Mitte muss nun diese Person ausfindig machen und versuchen ihr auf das Knie zu schlagen. Schafft er oder sie es, der anderen Person auf das Knie zu schlagen bevor diese einen (gültigen) Namen rufen kann, so darf er oder sie sich auf dessen Platz setzen, und die geschlagene Person muss in die Mitte wechseln.

Matthäus „Die Schuhe sind mein Eigentum, ich kann mit ihnen machen was ich will.“

  • Schuhe zuordnen

Alle Mitspieler:innen werfen ihre Schuhe auf einen Haufen. Anschließend werden die Schuhe sortiert und zugeordnet. Drei Freiwillige treten nacheinander gegeneinander im Zuordnen an. Es gewinnt, wer in der kürzesten Zeit die meisten Schuhe richtig zugeordnet hat.

Petrus „Ich werde nicht mehr mit dir kämpfen, aber mein Bruder schon.“

  • Sockencatchen

Nachdem nun sowieso niemand mehr Schuhe anhat, darf eine Runde Sockencatchen gespielt werden. Zwei Spieler:innen oder zwei Mannschaften versuchen sich gegenseitig die Socken auszuziehen. Innerhalb eines Spielfeldes laufen alle Spieler:innen in Socken herum. Auf ein Signal versucht jede:r, den anderen so viele Socken wie möglich auszuziehen und aus dem Spielfeld zu werfen. Alle Spieler:innen, die beide Socken verloren haben, müssen die Spielfläche verlassen.

Achtung! Damit dieses Spiel nicht unglücklich endet, sind Stauchen, Kratzen, Schlagen, Beißen, etc. selbstverständlich verboten! Zur Sicherheit kann gelten, dass sich die Spieler:innen nur auf Knien und krabbelnd fortbewegen, also nicht aufstehen dürfen. Das Spiel kann mit Mannschaften oder als Zweikampf ausgetragen werden. Im letzteren Fall sollten natürlich nur etwa gleich starke Spieler:innen gegeneinander antreten.

Nikodemus „Du lieferst Antworten.“

  • Was war die Frage?

Nikodemus Frau sagt in der ersten Folge „Du hast keine Fragen, du lieferst Antworten.“ Daraus könnt ihr ein kleines Quiz machen.

Dabei sollten die Antworten so formuliert sein, dass man auf den Inhalt der Frage schließen kann. Es könnte auch das Themengebiet der Frage dazu genannt werden. Wer am dichtesten am Ursprung der Frage liegt, bekommt einen Punkt. Es geht hier natürlich nicht wirklich um Wissen, sondern mehr um lustige Fragen.

Essen

In der ersten Folge geht es schon ziemlich viel ums Fischen. Deshalb gibt es einen Klassiker: Kartoffelbrei, Fischstäbchen und Gemüse. Für 10 Personen brauchst du:

  • 2 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 250 g Butter
  • 250 ml Milch
  • Muskatnuss
  • Salz und Pfeffer
  • 30 Fischstäbchen (es gibt übrigens auch vegetarische)
  • Tiefkühlgemüse deiner Wahl

Andacht

Um über das Gesehene ins Gespräch zu kommen, könnt ihr die Fragen zu Folge eins benutzen: thechosen_kleingruppenfragen.indd (steps-quest.de)

Am besten gebt ihr nach dem Schauen der Serie euren Teilnehmenden ein paar Minuten Zeit, um sich über die Fragen Gedanken zu machen. Je nachdem wie viele ihr seid, könnt ihr euch dann mit allen oder in Kleingruppen darüber austauschen.

Anschließend kannst du als Leiter/in teilen, was dir an dieser Folge besonders gut gefallen und dich berührt hat.

Lieder

  • Who am I
  • Fear not

Aktion/ Segen

Als kleines Giveaway könnt ihr die Postkarte mit dem Bibelvers (Jesaja 43,1), um den es heute ging, ausdrucken und weitergeben. Wenn es eurer Kultur im Jugendkreis entspricht, macht das gerne mit einem persönlichen Gebet.

Das passiert:

Im 5. Teil der ersten Staffel greift „The Chosen“ das Wunder der Hochzeit zu Kana auf. Die Geschichte ist bestimmt eine der bekanntesten aus dem Neuen Testament.  Nachlesen kann man sie in Johannes 2, 1-2,11.
In dieser Folge kommt, wie so oft bei „The Chosen“, wieder deutlich raus, was das Problem ist. Kein Wein bedeutete mehr als nur die Tatsache, dass kein Getränk mehr da war. Der Ruf und das Ansehen der Gastgeberfamilie wäre dahin gewesen. Im Film wird deutlich, dass hier viel auf dem Spiel stand. Das Wunder auf der Hochzeit zu Kana gilt als das erste öffentliche Wunder, das Jesus vollbringt. Auch das kommt in dieser Folge gut heraus. Er beschließt an diesem Tag, dass er „bereit“ ist. 600 Liter Wasser hat er der Bibel nach zu Wein gemacht. Und wie der Tafelmeister es ausdrückt und es auch so im Bibeltext zu finden ist, nicht zu irgendeinem Wein, sondern zu einem Premium-Produkt. Jesus rettet damit nicht nur das Fest und das Ansehen der Gastgeber, sondern ab diesem Tag beginnt er sein öffentliches Wirken als Sohn Gottes.

Gestaltung der Gruppenstunde:

Essen ist ein wichtiger Bestandteil bei Hochzeiten und auch bei dieser Gruppenstunde. Es gibt drei Gänge, die ihr nach euren Vorstellungen umsetzen könnt. Das kann ganz einfach gehalten werden (ein bisschen Salat vorneweg, Pommes als Hauptgang und am Ende ein Joghurt). Ihr könnt aber auch alle Register ziehen und euch eventuell etwas kochen lassen oder bestellen.

Zwischen der Vorspeise und dem Hauptgang schaut ihr euch zusammen die Folge 5 der ersten Staffel von „The Chosen“ an.

Wichtig: Haltet die Getränke knapp. Es sollte im Idealfall während der Folge ein Durstgefühl eintreten, das ihr nur bedingt mit Leitungswasser stillen könnt.  Nach dem Film folgen der Impuls und anschließend der Nachtisch, zu dem es richtig gute Getränke (vielleicht sogar Cocktails) gibt.

Impuls

Das ist schon ein krasses Wunder, das Jesus hier (sogar als sein erstes öffentliches) vollbringt.
In der Bibel steht, dass es nicht nur ein paar Flaschen waren. Es waren diese großen Steingefäße, aus denen man sich normalerweise das Wasser für die Waschung genommen hat. 600 Liter Wein stellt Jesus her. Premiumwein. So gut, dass es sogar dem Tafelmeister auffällt. Wenn Jesus was anpackt, dann macht er keine halben Sachen.
Krass finde ich den Teil in der Folge, wo ihn seine Mutter darum bittet, dass er eingreift. Jesus ringt richtig mit sich und dann tut er es. Er tut es für die Gastgeber und für das Brautpaar. Alles, was Jesus bewirkt an Wundern, das geschieht aus zwei Gründen. Er tut es zum einen, damit Gott groß gemacht wird. Jesus weiß, dass er alles von seinem Vater bekommt und er in der Abhängigkeit zu ihm steht. Aber er tut es auch für die Menschen. Also auch für dich und für mich. Wein herstellen, heilen, ermutigen, helfen. All das bietet Jesus uns an.
Maria hat an ihn geglaubt. Sie selbst hatte von ihm bis dahin auch noch kein Wunder gesehen. Ja, sie hat viel gehört und die Geburt von Jesus war auch schon beeindruckend anders als normale Geburten. Aber sie konnte sich nicht sicher sein, dass Jesus aus der Wein-Misere helfen kann. Trotzdem sagt sie zu den Dienern: Egal was er sagt. Tut das alles.
Wie ist das bei mir? Wie ist das bei dir? Ich habe von Jesus auch schon was gehört. Der eine hier vielleicht mehr, der andere weniger. Ich finde den Glauben von Maria, dass Jesus helfen kann (und zwar in jeder Situation) nachahmenswert. Jesus kann! Fang an ihm zu vertrauen und deine ganz persönliche Situation mit ihm zu teilen. Vertrau drauf, dass er hilft.  Rede (bete) mit ihm in genau dieser Vertrauens- und Erwartungshaltung.

Im dieser Themenreihe beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 1. Serienstaffel von „The Chosen“ zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen. Ideal um die folgen gemeinsam zu schauen und danach als Gruppe zu erleben, besprechen und persöhnlich anzugehen.

Elemente in den Erarbeitugen sind: Spiel, Gespräch durch Fragen, eine Zeugnisandacht, der Blick in die Bibel, eine persönliche Challange und etwas zu Essen.

Über The Chosen: „The Chosen“ ist die erste Serien-Verfilmung über das Leben von Jesus mit mehreren Staffeln, und zugleich das erfolgreichste durch Crowdfunding finanzierte Filmprojekt (über 16.000 Beteiligte) aller Zeiten. Die Serie hat sich binnen eines Jahres zu einer Weltsensation entwickelt, die zig Millionen Fans gefunden hat.

  • Über 315 Millionen angeschaute Folgen
  • 7 Staffeln sind geplant
  • 2. Staffel auf Deutsch ab 18. März 2022

Warm-Up-Spiel:

In dieser Folge geht es um zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Nikodemus und Matthäus. Sie beide haben etwas erlebt, was sie nicht deuten können. „Zeichen“, die ihnen widersprüchlich vorkommen.

„Signs (dt. Zeichen)“

Die Spielenden denken sich ein „Zeichen“ aus. Es sollte eine Geste/Bewegung sein, die leicht auszuführen ist, aber nicht unbeabsichtigt getan wird. Blinzeln ist zum Beispiel nicht geeignet. An die Nase fassen, durchs Haar streichen oder die Arme verschränken schon.

Eine Person muss in die Mitte, verschließt die Augen und zählt laut bis 10. Die anderen Spielenden beginnen das „Zeichen“ im Kreis umherzugeben. Das funktioniert so: Eine Person beginnt mit dem eigenen Zeichen und vollführt dann das Zeichen einer anderen Person. Dann ist diese Person dran, macht das eigene Zeichen und dann das eines Mitspielenden.
Die Person in der Mitte muss herausfinden, wer gerade das „Zeichen“ hat. Wenn sie einen Verdacht hat, spricht sie die Person mit „Hast du das Zeichen?“ an. Sollte es richtig sein, muss diese Person in die Mitte.

Folge 7 von Staffel 1 anschauen

Entweder von DVD oder über ein App-taugliches Gerät, das man an einen Beamer anschließen kann. Gut ist es, vorher ein „Was bisher geschah“-Rückblick zu machen.

Austausch über die Folge:

Dazu könnt ihr u.a. den Fragenkatalog nehmen, den ihr hier findet: https://www.jugendarbeit.online/dpf_einheit/the-chosen-reflexionsfragen-zur-1-staffel/

Hier gibt es zu jeder Folge gute Anschlussfragen, die geeignet sind, wenn die Jugendlichen noch nicht so viel mit Jesus anfangen können.

Offene Einstiegsfragen: Was hat dich besonders angesprochen an dieser Folge und warum? Was hat dich geärgert und warum? Wo sind bei dir Fragen aufgetaucht?

Wenn ihr wollt, könnt ihr die entsprechenden Stellen in der Bibel nachlesen, wobei die Serie nichts offenlässt:

Jesus und Nikodemus: Johannes 3, 1-21

Berufung von Matthäus: Lukas 5, 27-32

Am Anfang der Folge steht ein Rückblick. Weit zurück, 1300 Jahre vor Jesu Geburt. Zwei Männer unterhalten sich. Mose und Josua. Sie diskutieren, ob das, was Mose da tut, richtig ist. Am Ende steht die Aussage von Mose: „Es ist eine Sache des Glaubens nicht der Vernunft.“

Glauben vs. Vernunft:

Wer ist der Vernünftige? Wer zeigt Glauben? Wodurch macht sich das bemerkbar?

Mit wem kannst du dich eher identifizieren? Nikodemus oder Matthäus? Warum?

Was macht für dich Glauben aus? Würdest du Jesus folgen? Warum? Warum nicht? Welche „vernünftige“ Antwort fehlt dir noch?

Kurzandacht:

Nikodemus ist Pharisäer, ein Schriftgelehrter, der die Thora, den alten Teil der Bibel, studiert hat. Er kennt die Geschichten von Mose und die Ankündigungen eines Retters bei den Propheten. Seine Vernunft sagt ihm, dieser Jesus muss der angekündigte Retter sein. Er hofft, dass Jesus endlich das Land von den Römern befreit und das neue Königreich anbricht. Aber darum geht es nicht. Es geht nicht um Politik und Befreiung von den Römern. Es geht um Glauben. Glauben an den Geist Gottes, der alles neu machen wird. Nikodemus ist unentschlossen – fehlt ihm der Glaube? Es bleibt offen, ob er sich Jesus anschließt und ihm nachfolgt.

Matthäus ist ganz anders. Jesus sagt nur 3 Worte: „Komm mit mir!“, und Matthäus lässt alles stehen und liegen und geht mit Jesus mit. Er ist reich, hat Ansehen bei den Römern, ihm geht es besser als den meisten Menschen.

Aber er hat anscheinend verstanden, dass ihm etwas Entscheidendes im Leben fehlt. Er „glaubt“ diesem Jesus und schließt sich ihm an, weil er weiß, dass er bei Jesus finden wird, was ihm fehlt. Das ist Glauben?!

Ich fühle mich oft wie Nikodemus. Eigentlich habe ich verstanden, worum es geht. Genau wie er kenne ich die Geschichten von Mose über die Propheten hin zu Jesus und sogar darüber hinaus. Aber voll und ganz daran zu glauben – mich darauf zu verlassen – fällt mir schwer.

Manchmal wäre ich gerne wie Matthäus. Einfach ohne großes Nachdenken mich darauf verlassen, dass Jesus es gut mit mir meint. Jedes Mal, wenn es mir gelingt, den Verstand aus- und den Glauben anzuschalten, durfte ich bisher immer erleben, dass Jesus mir treu zur Seite stand.

Hast du schon mal erlebt, dass Jesus dir zur Seite stand? Wie war das?

Festmahl:

Jesus lädt sich und seine Jünger zu Matthäus ein und es gibt ein großes Festmahl.
Veranstaltet auch ein Festmahl. Kocht zusammen und genießt die gemeinsame Zeit. Vielleicht probiert ihr nahöstlich/orientalische Speisen aus. Hummus, Fladenbrot, Couscous-Salat und Falafel könntet ihr auftischen.

Es ist ein Kommen und Gehen in unserer Gruppenarbeit. Wie gehen wir damit um? In den Hintergrund-/Grundsatzartikeln wird das Thema »Verbindlichkeit« genauso angesprochen wie eine wertschätzende Begrüßungs- und Verabschiedungs-Kultur für TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen. Ihr findet zu »Kommen und Gehen« viele hilfreiche Anregungen und Ideen, auch für den Restart nach der Coronazeit. Dazu gibt es zu unserer neuen Themenreihe Bibelarbeiten und Stundenentwürfe für eure Gruppe, die auch online durchgeführt werden können: vom »Flügge werden«, »Unterwegsseine in Gottes Schutz«, »in sich gehen und zur Ruhe kommen« , der Heimat im Himmel, einem Filmabend und vieles mehr.

Ein Stundenentwurf zum Thema »in-sich-gehen und zu-sich-kommen«

In unserem Leben sind wir oft gestresst. Wir haben so viele Aufgaben zu erledigen, so viele Dinge zu tun: Hausaufgaben für die Schule, Referate, die wir vorbereiten müssen; wir müssen lernen für Klassenarbeiten oder das Abitur, für Prüfungen in der Ausbildung. Wir haben Deadlines, an die wir uns halten müssen, um keine schlechten Noten oder Abmahnungen zu kassieren.

In unserer Freizeit verfolgt uns der Stress oft noch zusätzlich. Wir müssen Whatsapp-Nachrichten beantworten, damit wir in gutem Kontakt mit unseren Freunden bleiben können – gerade in dieser Corona-Zeit ist das ja wichtig. Wir müssen Facebook und Instagram checken, damit wir keine wichtige Meldung verpassen. Wir müssen die neusten Serien auf Streaming-Plattformen schauen, damit wir mitreden können und nicht zu Außenseitern werden etc. Egal, wie alt wir sind, wir alle stehen oft unter ziemlichem Druck.

Wo und wann finden wir bei alle dem noch Zeit für uns? Wo und wann haben wir Ruhe und können entspannen?

Sich zu entspannen tut gut. Zur Ruhe zu kommen, Stille zu hören, kann auch sehr gut tun. Aber oft ist es schwierig, die Zeit dafür zu finden oder sie sich einfach zu nehmen – das Handy einfach mal auszuschalten und wegzulegen, egal wer schreibt oder was in Social Media währenddessen so abgeht.

Es kann auch schwer sein, Stille auszuhalten und wirklich mal abzuschalten und sich nicht so viele Gedanken über dies und das zu machen. Aber wenn wir es schaffen, können wir aus solchen Momenten viel neue Kraft schöpfen und danach wieder richtig durchstarten.

Andachtsidee

Gott wusste das auch immer schon. Und auch für ihn gilt es. Gott hat unsere Welt erschaffen. Er hat viel Arbeit in die Natur, die Pflanzen, die Tiere und in uns gesteckt, damit alles gut und schön wird.

Und dann hat er sich ausgeruht. Am 7. Tag hat auch Gott Pause gemacht, hat genossen, was er schon geschafft hatte und sonst einfach nichts gemacht. Auch er hat sich Ruhe gegönnt, um danach wieder richtig loszulegen.

Und Gott hat uns am 6. Tag geschaffen. Das heißt wir durften sogar mit dem Ruhetag beginnen! Vielleicht ist es deswegen auch oft sinnvoll, vor wichtigen und dringenden Aufgaben, zuerst einmal Pause zu machen, in sich zu gehen, zu sich zu kommen, sich zu besinnen – und dann mit der Arbeit zu starten.

Diese Gedanken kannst du zu einer Andacht für deine Gruppe formulieren. Ihr könnt sie zu Beginn oder auch zum Abschluss eurer Gruppenstunde halten, wie es für euch besser passt.

Methoden, um zur Ruhe zu kommen

Um zur Ruhe zu kommen, gibt es verschiedene Methoden, Übungen und Aktionen, die ihr ausprobieren könnt. Was bei dir und bei deiner Gruppe gut funktioniert und euch Spaß macht, gilt es herauszufinden. Wir Menschen sind da sehr unterschiedlich. Was mir gut tut, muss dir nicht auch gut tun, Ausprobieren lohnt sich auf jeden Fall.

Im Folgenden stelle ich euch einige Methoden und Übungen vor. Falls ihr euch mit diesem Thema auf einer Wochenend- oder Ferienfreizeit beschäftigen wollt, habt ihr vielleicht viel Zeit und Ruhe, um alles auszuprobieren. Für einen Gruppenabend sucht euch einfach das aus, was euch am besten gefällt. Oder ihr plant mehrere Abende mit diesem Schwerpunkt, vielleicht ja sogar nicht direkt hintereinander, sondern immer mal wieder. So kann eure Gruppenstunde ein regelmäßiger Ort der Ruhe und der Zeit für sich selbst werden. Solche Zeiten bewusst gemeinsam als Gruppe zu gestalten, kann euch auch noch einmal enger zusammenschweißen.

Bodyscan:

Alle, die mitmachen möchten, suchen sich einen Platz im Raum oder draußen auf der Wiese (je nachdem, welche Möglichkeiten ihr habt), legen sich bequem hin und schließen die Augen. Eine Teamerin leitet diese Übung an. Mit ihr spüren alle einmal durch ihren Körper und versuchen ihn ganz bewusst wahrzunehmen. Wichtig beim Anleiten dieser Übung ist, langsam zu sprechen und viele Pausen zu lassen. In seinen Körper hineinzuspüren benötigt Ruhe und Zeit. Hier ein Vorschlag, was du während dieser Übung sagen kannst. Du kannst diesen Text natürlich auch selbst noch überarbeiten und genau an dich und deine Gruppe anpassen.

»Leg dich entspannt hin und schließe die Augen. Atme ruhig ein und aus.
Und nun versuche deine Füße zu spüren. Deinen rechten Fuß und deinen Linken Fuß. Sind sie heute schon viel gelaufen? Mussten sie dich schon weit tragen? Oder sind sie noch ausgeschlafen und fit?
Spüre deine Knöchel, deine Fußgelenke und dann deine Waden. Fühlen sie sich locker und entspannt an?
Und merkst du deine Oberschenkel auch? Den linken und den rechten? Wie geht es ihnen heute?
Versuch deinen Po zu spüren und dein Becken.
Deinen unteren Rücken und deine Wirbelsäule.
Und nun deine Schultern und deine Arme.
Erst deinen linken Arm, deinen Oberarm, deinen Ellbogen, deinen Unterarm und deine Hand mit allen Fingern.
Und dann deinen rechten Arm, deinen Oberarm, deinen Ellbogen, deinen Unterarm und deine Hand mit allen Fingern.
Und jetzt versuch deinen Hals zu spüren, das Ende deiner Wirbelsäule und deinen Kopf. Wie fühlt er sich heute an?
Kannst du jetzt deinen ganzen Körper fühlen?
Versuch bewusst und ruhig zu atmen. Spüre deinen Atem in deinem Körper.
Nimm deinen Körper wahr, ganz in Ruhe.

Du hast viel Zeit.

Atme entspannt und genieße, dass du jetzt hier liegen kannst …

Und wenn du soweit bist, dann öffne langsam deine Augen.
Bleib ruhig noch etwas liegen und nimm dir Zeit, um hier wieder in diesem Tag anzukommen.«

Die Hand:

Diese Methode könnt ihr in eurer Gruppenstunde gut einsetzen, aber man kann sie auch im eigenen Alltag gut spontan und allein nutzen.

Betrachtet die Innenseiten eurer Hände. Jedem Finger wird bei dieser Methode ein Sinn zugeteilt.

Der Daumen bekommt den Hörsinn. Haltet inne, betrachtet euren Daumen und überlegt euch, was ihr gerade hört. Euer eigenes Atmen? Oder vielleicht auch das Atmen der anderen? Hört ihr Musik irgendwo in einem Nebenraum? Oder redet jemand draußen vor dem Fenster?

Schaut dann auf euren Zeigefinger und nehmt bewusst wahr, was ihr sonst noch sehen könnt. Was umgibt euch? Wo genau seid ihr?

Seht euren Mittelfinger an und konzentriert euch darauf, was ihr fühlt. Fühlt ihr euch wohl? Geht es euch gut? Fühlt ihr die Anstrengung des Tages vielleicht in euren Füßen?

Wenn ihr euren Ringfinger betrachtet, versucht herauszufinden, was ihr gerade schmeckt. Vielleicht habt ihr noch den Geschmack vom Mittagessen im Mund oder das letzte Getränke auf der Zunge?

Beim kleinen Finger versucht ihr Gerüche wahrzunehmen. Wonach riecht es? Und woher kommen diese Gerüche?

Falls ihr zwischendurch mal mit euren Gedanken abschweift, ist das nicht schlimm. Ihr könnt einfach wieder einsteigen und weitermachen.

Schaut zum Ende der Übung auf eure Handinnenfläche und erinnert euch nochmal daran, als ihr abgelenkt wart. Wo wart ihr mit euren Gedanken? Bei einem vergangenen Erlebnis? Oder bei etwas, das in Zukunft erst noch kommt?

Lasst euch auch bei dieser Übung soviel Zeit, wie ihr braucht.

Essen im Dunklen:

Bewusstes Genießen beim Essen und Trinken kann uns auch sehr gut tun und dazu beitragen, dass wir uns entspannen und uns erholen können. Ihr könnt gemeinsam kochen und anschließend im Dunklen essen. Die Dunkelheit kann es euch leichter machen, euch wirklich auf euer Essen zu konzentrieren und es ganz bewusst und langsam zu genießen. Versucht dabei alles genau zu schmecken, lasst euch Zeit und kaut langsam. Ihr könnt gerne auch zuerst einmal an eurem Essen riechen, bevor ihr es esst. Niemand stresst euch jetzt.

Eine Alternative zum gemeinsamen Essen im Dunklen, kann es sein, dass ihr Zweierteams bildet, die gemeinsam an einem Tisch sitzen. Eine Partnerin bekommt die Augen verbunden, so dass sie nicht mehr sehen kann. Die andere Partnerin ist da, um sie evtl. zu füttern oder ihr Essen und Getränke anzureichen. Nachdem die erste Partnerin aufgegessen hat, wechselt ihr dann natürlich. Auf diese Weise könnt ihr euch auch gegenseitig unbekannte Speisen vorsetzen, wenn ihr mögt.

Steine sammeln:

Diese Übung könnt ihr auch in einen gemeinsamen Spaziergang integrieren. Geht an einen Ort, an dem ihr Steine sammeln könnt, vielleicht an einen kleinen Fluss in eurer Nähe oder ihr findet im Wald so eine Stelle. Dort sammelt jede für sich verschiedene Steine und betrachtet jeden einzelnen ganz genau.

Wie sehen sie aus? Welche Farbe haben sie? Welche sind glatt? Welche haben spitze Kanten? Sind welche dreckig? Oder besonders kalt?

Fahrt mit euren Fingern über die Steine und spürt sie. Ihre Ecken und Kanten, ihre Kälte oder Wärme, falls sie in der Sonne lagen.

Riecht an ihnen. Wonach riechen sie?

Findet ihr einen Lieblingsstein unter euren Steinen?

Zum Ende der Übung legt die Steine wieder zurück in die Natur – jeden einzeln, ganz in Ruhe. Versucht dabei vielleicht ein Muster mit euren Steinen zu legen. Oder baut ihr lieben einen kleinen Turm aus ihnen?

Langsam:

Diese Übung könnt ihr ebenfalls während eines Spaziergangs machen. Ihr könnt sie aber auch in eurem Gruppenraum ausprobieren.

Geht durch den Raum, über die Waldlichtung oder die Wiese (wo auch immer ihr seid). Jede geht in ihrem eigenen Tempo. Jede geht so wie sie möchte, im Kreis, links herum oder rechts herum, oder geradeaus und dann wieder zurück. Versucht dabei auf eure eigenen Schritte zu achten. Tretet ihr fest auf oder eher leicht? Versucht eure Schritte bewusst zu setzen. Versucht auch mal, zuerst die Ferse aufzusetzen und dann eure Füße abzurollen bis zu den Zehen. Und dann werdet langsamer. Lasst euch einfach ganz bewusst mehr Zeit bei jedem Schritt. Entschleunigt euch selbst.

Dafür müsst ihr nicht zwangsläufig gehen. Diesen Teil der Übung könnt ihr auch bei jeder anderen Tätigkeit machen. Werdet einfach langsamer. Macht das, was ihr tut, ganz langsam, wie in Zeitlupe.

Nichtstun:

Versucht mal, 10 Minuten nichts zu tun. Sucht euch schöne Plätze, draußen oder drinnen und setzt oder legt euch bequem hin. Und dann tut nichts. Redet nicht mehr miteinander. Bewegt euch möglichst nicht. Sitzt oder liegt einfach da.

Vielleicht gelingt es euch (manchmal braucht das etwas Übung und man muss es öfter versuchen) dabei auch nicht viel nachzudenken, sondern einfach nur zu sein. In diesem Moment, der ganz euch gehört.

Auf Freizeiten könnt ihr auch überlegen, eine längere Stille Zeit einzulegen – vielleicht einen halben Tag. Ihr beginnt mit dem Frühstück, das ihr schweigend einnehmt und endet dann mit dem Mittagessen. Wenn ihr euch zum Mittagessen an den Tisch setzt, redet ihr wieder miteinander und erzählt euch von eurem stillen Vormittag und euren Erlebnissen.

Stille Zeiten können wirklich gut tun. Man hat Zeit für sich, zum Nachdenken über alles, worüber man sonst nicht nachdenken kann, weil man zu viel Stress und Druck hat. Vielleicht bekommt ihr neue Erkenntnisse.

Oder man hat Zeit, die Natur zu genießen, Vögeln zuzuhören, Tiere zu beobachten, spazieren zu gehen. Oder Zeit zum Beten. Laut oder leise, im Bett oder in der Natur. Einfach Zeit allein mit Gott. Ohne Störungen zwischendurch.

Zeitlos-Tag:

Wenn ihr gemeinsam auf Freizeit unterwegs seid, könnt ihr auch einen Zeitlos-Tag einlegen – einen Tag, an dem niemand eine Uhr trägt und auch nirgends eine Uhr hängt oder steht. Es gibt für euch keine Zeit an diesem Tag. Alle stehen auf, wann sie möchten, gehen schlafen, wenn sie wieder müde sind und essen, wenn sie Hunger bekommen. Versucht mal einen Tag gemeinsam zu verbringen, an dem Zeit keine Rolle spielt.

Was dir gut tut:

In sich gehen und zu sich kommen muss nicht immer gleichbedeutend sein mit Ruhe, Stille und Rumliegen. Einige Übungen finden auch in Bewegung statt, z. B. bei einem Spaziergang.

Es kann aber auch sehr gut tun, sich mal so richtig auszutoben und auszupowern. Auch das kann dafür sorgen, dass ich mich entspanne und zu mir selbst finde. Wenn ihr also eine sehr aktive Gruppe seid und Action genau das Richtige für euch ist, dann könnt ihr natürlich auch solche Programmpunkte einsetzen. Ihr könnt gemeinsam Sport treiben, ein Workout geht ja sogar gut digital. Oder ihr spielt gemeinsam Fußball, Handball, Volleyball …, bis alle sich verausgabt haben. Ihr könnt eine Radtour unternehmen, schwimmen gehen oder Kanu fahren. Euch fällt da sicher einiges ein.

Viele Menschen finden es auch entspannend, sich kreativ zu betätigen. Ihr könnt Mandalas malen oder andere Bilder, evtl. sogar auf Leinwand. Auch da sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt.

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