Real LIFE

Leitgedanken/Leitverse

Aussage: Angenommen durch Jesus! Deshalb will ich um jeden Preis mit Gott verbunden sein.
Sarg von Jesus, sein voller Einsatz, sein Sterben, sein Möglichmachen, seine Annahme für uns, Zeugnis: Deshalb will ich um jeden Preis mit ihm verbunden sein, Gott ist das, was dich hält, wenn alles wegbricht, …

Aussage: Jesus nachfolgen – Komme was will!

  • mit ihm unterwegs/verbunden sein
  • all in
  • voller Einsatz
  • loslassen, …

Aussage: Kraft seiner Auferstehung!
Durch einen Sarg als Tür in die Kirche gehen. Kirche als Symbol für das Anteilhaben an Gottes Kraft. Selbst der Tod kann uns nicht trennen. Wir leben mit der Perspektive Ewigkeit schon hier und jetzt.

Aussagen aus dem Philipperbrief, die dem inhaltlichen Fokus zugrundeliegen

  • Meine Gefangenschaft hat die Botschaft nicht aufgehalten. Ganz im Gegenteil: die Menschen, die Paulus gefangen gehalten haben, haben erkannt, warum Paulus gefangen wurde: Weil er an Jesus glaubt.
  • Christus ist mein Leben. Am liebsten würde ich jetzt sterben, andererseits habe ich noch eine wichtige Aufgabe, damit auch ihr fest im Glauben bleibt. (Christus ist mein Leben und Sterben mein Gewinn)
  • Lasst euch nicht von euren Gegnern einschüchtern: Jesus war Gott, gehorsam bis hin zum Tod. Er erniedrigt sich selbst.
  • Was immer geschehen mag, freut euch, weil ihr zu Gott gehört. Das ist eine tiefe Gewissheit.
  • Wir verlassen uns nicht mehr auf uns selbst, sondern verlassen uns auf Gott. Gegenüber dem Gewinn, dass Christus mein Herr ist, ist alles andere belanglos geworden! Um jeden Preis möchte ich mit Gott verbunden sein. Macht euch keine Sorgen, ihr könnt in jeder Lage zu Gott beten, sagt ihm, wie es euch geht. Und dankt ihm, denn ihr seid mit Christus verbunden!
  • Was zählt, ist dass ich von Gott angenommen bin. Wir haben unsere Heimat im Himmel, wir sind nicht darauf angewiesen, alles, was unser Leben gerade ausmacht, so wichtig zu bewerten und zwanghaft daran festzuhalten.
  • Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren!! (Aber auch sein Leid mittragen)

RealLIFE Programm

Rahmen:

Audioguide

  • per Handy der TN

Modus

  • Pro Min. geht eine Person los
  • Flexibles Losgehen und Ankommen möglich
  • Jeder geht für sich alleine / Kleine Gruppe sind aber möglich

Mitarbeitende

  • zusätzliche Personen für die Seelsorge am Ende des Weges
  • 1 Person am Checkpoint
  • 1-2 Personen am Check in
  • je Station mind. 1 Person

Stationen:

Im Downloadbereich gibt es ein Dokument mit den Texten des jeweiligen Audiotracks. Hier nur die Kurzbeschreibungen der Stationspunkte.

Station 1: Checkpoint

  • Backstein/Ziegelstein als Eintrittskarte aushändigen (Erleben eine Last zu tragen / Unangenehm) TN-Zahlen dadurch kontrollieren z. B. an jeder Station gibt es max. 60 Backsteine zum frei rausgeben
  • Wegbeschreibung zum Ankommen
  • 15-30 Min. Wegziel: Ankommen auf dem Friedhofsvorplatz / Stein ablegen

Station 2: Check in

  • Audioguide aushändigen und für technische Funktionen sorgen –> Hinweis beim Aushändigen: ihr seid solo unterwegs, macht es für euch oder maximal zu zweit, nicht in großen Gruppen.
  • Erhalten Friedhofsplan / Wegplan und Schreibzeug inkl. Unterlage / beim Schreibzeug
  • Offene Frage: Kommt jemand ohne Stein, bekommt er mit dem Audiogerät dann direkt einen ausgehändigt, den er dann auch gleich wieder ablegen kann?

Station 3: Blick auf Kreuz

  • Bei Punkt, wo Blick aufs Kreuz gut ist, stehen bleiben, dort Audio hören;
  • Der Punkt sollte markiert sein (auf dem Schild dazu sollte stehen, in welche Richtung sie blicken sollen)
  • Lediglich Erinnerung, keine extra Aktion

Station 4: Lebensinhalt

  • Stifte, Zettel, Schreibunterlage (bekommen sie schon zu Beginn mit)
  • Schreibe Sachen drauf, die dir wichtig sind.

Station 5: Loslassen

  • Vor einem der großen Mülleimer

Station 6: Alles weg? Feld namenloser Gräber 

  • Bei einem Ort von namenlosen Urnengräbern

Station 7: Grabrede

  • Ausgabe von Stiften, Zettel, Unterlage, Briefumschläge zum Mitnehmen
  • Eine eigenen Grabrede über sich selber schreiben
  • Bei finanziellen Spielraum wollen wir die Briefe zentrale ein paar Wochen später an sie versenden

Aufgrund der aktuellen Situation haben wir hier ein paar Materialien zusammengestellt, die mit Krieg und Frieden zusammenhängen. Wir hoffen euch können die Einheiten und Bausteine für die Arbeit vor Ort mit der Zielgruppe helfen.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2022. Es geht in sechs Lektionen um Geschichte von Nehemia:

Lektion 8: Nehemia 1,1-11 Schlechte Nachrichten für Nehemia

Lektion 9: Nehemia 2,1-20 Nehemia kommt nach Jerusalem

Lektion 10: Nehemia 3,1 – 4,17 Der Bau der Mauer

Lektion 11: Nehemia 5,1-13 Nehemia hilft den Armen

Lektion 12: Nehemia 6,1-19 Gott ist für mich!

Lektion 13: Nehemia 8,1-12 Das große Fest

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott freut sich sehr darüber, wenn wir versuchen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Jeder von uns kann etwas tun.

Checker

Wenn wir irgendwo ein Problem sehen, gefällt es Gott, wenn wir nach einer Lösung dafür suchen und uns bemühen, das Problem zu beheben. Er hilft uns gerne dabei.

Der Text an sich

Vor ca. 150 Jahren hatten die Babylonier die Stadt Jerusalem erobert und den Tempel zerstört. Seitdem lebten viele Juden nicht mehr in Israel, sondern im Exil. Einige Jahre vor Nehemia kehrte bereits eine Gruppe von Juden nach Jerusalem zurück und baute den Tempel wieder auf. Doch die Stadtmauer ist nach wie vor zerstört. Hier setzt unsere heutige Geschichte ein. Nehemia arbeitet als Mundschenk für den persischen König und hat dadurch direkten Kontakt mit ihm. Er ist also in der privilegierten Position, sein Anliegen direkt vor den König zu bringen. Diese Gelegenheit nutzt er. Dabei bittet er sehr konkret um die Dinge, die er für seinen Auftrag brauchen wird. Dass der König so positiv auf sein Anliegen reagiert, ist absolut nicht selbstverständlich. Doch Nehemia fühlt sich dazu berufen, Jerusalem und den Tempel wiederaufzubauen, wie es in Nehemia 1 beschrieben wird. Diese Gewissheit und der Glaube daran, dass Gott ihm helfen wird, geben ihm den nötigen Mut, seine Bitten vorzutragen. Nehemia verliert keine Zeit und macht sich auf den Weg. In Jerusalem angekommen, will er sich zunächst einen Überblick über die Lage verschaffen, bevor er den ansässigen Juden von seinem Plan erzählt. Dass Gott ihm bereits die Gunst des persischen Königs für diese Aufgabe geschenkt hat, hilft ihm mit Sicherheit auch dabei, sein Volk zu ermutigen, diese Aufgabe anzugehen.

Der ganze Auftrag ist für die Menschen damals viel emotionaler, als es heute klingt, wenn man vom Bau einer Stadtmauer redet. Die Juden, die nach Jerusalem zurückgekehrt waren, sahen Tag für Tag die Zerstörung, die die Babylonier angerichtet hatten. Der Tempel war inzwischen wiederaufgebaut, doch es gab immer noch keine Stadtmauer und viele der Häuser waren zerstört. Die Bewohner waren also ziemlich schutzlos in einer trostlosen Umgebung. Und jetzt kommt jemand, der die Menschen dazu motiviert, sich wieder aufzuraffen und die Dinge in die Hand zu nehmen. Davon ist nicht jeder begeistert, doch Nehemia lässt sich von den Stimmen, die ihn von seinem Projekt abhalten wollen, nicht aufhalten. Gleichzeitig erinnert er die Juden mit wenigen Worten an ihren Gott, wer er ist und was er tut – was sie wohl ebenfalls gebraucht haben.

Der Text für mich

Ich glaube, dass wir oft viel zu sachlich und distanziert mit vielen Themen umgehen. Dieser Text zeigt mir, dass ich mir Zeit nehmen darf, um mich emotional von einer Situation berühren zu lassen (Neh 1,4), um zu Gott zu beten und Buße zu tun (Neh 1,5-11) und dann auch aktiv zu werden (Neh 2ff).

Das Problem ist erkannt, jetzt wird gehandelt. Das kann in Bezug auf eines unserer Jungscharkinder oder auch etwas ganz Anderes sein. Welches Thema berührt mich zurzeit so, dass ich dafür Risiken auf mich nehmen würde (wie Nehemia, der seinen Forderungskatalog dem König vorträgt) und bereit bin, mich Widerständen entgegen zu stellen (Menschen wie Sanballat, Tobija oder Geschem)? Welchen Auftrag hat Gott mir gegeben? An welcher schwierigen Situation könnten wir mit Gottes Hilfe etwas verändern, wenn wir nur endlich den ersten Schritt wagen würden?

Der Text für dich

Starter

Manchmal passieren schlimme Sachen, so wie es bei Nehemia und seinem Volk war. Vielleicht kennst du jemanden, dem etwas Schlimmes passiert ist oder du selbst musstest schon viel durchmachen. Wir können nicht die ganze Welt retten (das müssen wir auch gar nicht). Aber bestimmt gibt es jemanden, dem du heute etwas Gutes tun kannst. Jemand, dem du ein liebes Wort sagen, ihm bei einer Sache helfen oder ihn in den Arm nehmen kannst. Dann los! Gott freut sich darüber, wenn du das tust.

Checker

Jeder von uns kennt irgendjemanden, dem es nicht gut geht oder eine Situation, die uns traurig macht, so wie es bei Nehemia war. Gott hat jedem von uns Fähigkeiten gegeben, um etwas an dieser Situation zu verändern. Vermutlich läuft nicht immer alles glatt oder nicht alle sind immer von dem begeistert, was du tun willst. Auch das kannte Nehemia. Aber wenn wir Gott um Weisheit und Kraft bitten, wird er sie uns auch geben. Dann liegt es nur noch an uns, ob wir bereit sind, die Sache anzugehen oder nicht. Und dafür dürfen wir dann kreativ werden, uns Hilfe von anderen holen und vielleicht auch das eine oder andere nächtliche Abenteuer erleben – eben ganz wie Nehemia.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Wenn es in deiner Gruppe Kinder oder Mitarbeiter gibt, die nicht aus dem Ort kommen, in dem ihr euch trefft, könnt ihr euch eure Heimatstädte gegenseitig vorstellen. Zum Beispiel kann jeder sagen, was er an seiner Heimatstadt am schönsten findet oder was er am meisten vermisst. Es würde sich auch anbieten, eine Landkarte (oder eine Deutschlandkarte, je nachdem, was gebraucht wird) aufzuhängen. Dann kann jeder zeigen, wo er geboren wurde.

Idee 2: Getränke raten

In Bezug auf den Beruf Nehemias (Mundschenk) bekommen die Kinder mit verbundenen Augen verschiedene Getränke serviert, die sie erraten müssen. Wenn es sich um eine kleine Gruppe handelt, können alle gleichzeitig trinken und raten. Sollten es dafür zu viele Kinder sein, kann man die Gruppe entweder in verschiedenen Räumen aufteilen oder es gibt ein paar Freiwillige, die stellvertretend für alle die Getränke probieren.

Verkündigung

Verkündigungsart: Theater

Eine Person (Nehemia) kommt aufgeregt in den Raum gestürmt und sucht alles ab. Nach einer Weile bemerkt er die Gruppe und fragt sie ganz verzweifelt: „Hat jemand hier mein Empfehlungsschreiben gesehen? Ich brauche das ganz dringend. Meine Kutsche wartet schon draußen, aber ohne das kann ich nicht los.“

Ein Mitarbeiter aus der Runde: „Wie sieht es denn aus?“

Nehemia: „Na, so ein Brief halt. Eine Schriftrolle. Der König hat sie mir gestern erst geschrieben, und jetzt ist sie weg. Wo kann die bloß hingekommen sein?“

Mitarbeiter: „Können wir dir vielleicht beim Suchen helfen? Das scheint ja was Dringendes zu sein.“

Nehemia: „Gerne. Ich kann alle Hilfe gebrauchen. Sonst spannen die die Pferde wieder ab und ich kann doch nicht fahren. Und ich kann ja schließlich nicht zum König gehen und ihn bitten, dass er mir den Brief noch mal schreibt.“

Mitarbeiter: „Okay. Dann suchen wir jetzt das ganze Haus ab.“ (Je nach Räumlichkeiten muss es hier etwas konkreter werden, wo gesucht werden soll.)

Nehemia: „Klasse! Zusammen finden wir den Brief bestimmt.“

Gruppe strömt aus. Sobald die vorher versteckte Schriftrolle von den Kindern gefunden wurde, versammelt sich die Gruppe wieder im Gruppenraum.

Nehemia bedankt sich überschwänglich beim Finder.

Mitarbeiter: „Aber bevor Sie fahren, wüssten wir doch ganz gerne, was es mit diesem Brief auf sich hat. Wieso ist der so wichtig?“

Nehemia: „Ich weiß ja nicht, ob ich das erzählen darf. Und eigentlich habe ich auch gar keine Zeit …“

Mitarbeiter: „So lange wird es ja wohl nicht dauern.“

Nehemia: „Okay. Aber nur ganz kurz: Mein Volk, die Juden, wurden vor vielen, vielen Jahren von dem Volk der Babylonier überfallen. Die haben damals das ganze Land verwüstet. Und vor allem unsere Hauptstadt Jerusalem mit dem Tempel darin. Seitdem bin ich hier auf der Burg und seit ein paar Jahren habe ich jetzt den Job, für die Getränke des Königs zu sorgen. Na ja, jedenfalls habe ich neulich gehört, dass Jerusalem, unsere geliebte Heimat, immer noch verwüstet ist. Keiner hat sie wiederaufgebaut. Als ich das gehört habe, war ich erst mal total am Boden zerstört. Dann habe ich gebetet und Gott gesagt, dass wir Israeliten viel Mist gebaut haben, dass er uns aber auch versprochen hat, dass er uns beschützen und wieder zurückholen will. Die ganze Situation hat mich so traurig gemacht, dass ich bei der Feier, die der König letzte Woche gegeben hat, Tränen in den Augen hatte. Da hat er mich natürlich gefragt, was los ist. Und ich habe ihm alles erzählt. Dann habe ich ein kurzes Stoßgebet zu Gott geschickt und dem König gesagt, dass ich gerne zurück in meine Heimat gehen und den Leuten dort helfen will, unsere Hauptstadt Jerusalem wiederaufzubauen. Aber ich kann ja nicht einfach dort hingehen und loslegen. Der Weg nach Jerusalem ist weit und an den Grenzen würden sie mich bestimmt nicht durchlassen. Deswegen habe ich den König gebeten, mir ein paar Briefe zu schreiben. Einen für jede Grenze, über die ich muss. Damit ich dort nicht unnötig aufgehalten werde. Und dann habe ich ihm gesagt, dass er mir bitte noch einen Brief an den Forstchef schreiben soll, damit ich mir ganz viel Holz aus seinem Wald nehmen kann. Denn ich brauche ja viel Holz, wenn wir die Stadtmauer von Jerusalem und ihre Tore wiederaufbauen wollen. Und dann brauche ich schließlich noch eine Hütte, in der ich wohnen kann, solange das alles dauert. Und ich weiß nicht, ob es an meinem Charme oder an meinem guten Aussehen lag, aber der König hat allem zugestimmt. Er klang fast so, als würde er sich freuen, mich zu so einem großartigen Auftrag aussenden zu können. Na ja, bestimmt hat Gott ihm klargemacht, dass er so reagieren soll. Oh, ich glaube, ich habe die Glocke draußen gehört, dass ich endlich kommen soll. Also, vielen Dank noch mal, aber ich muss jetzt wirklich los. Macht’s gut!“

Nehemia verschwindet schnell nach draußen, die Gruppe singt ein Lied oder spielt ein kleines Spiel, was die Kinder gerne mögen. Als das Lied bzw. Spiel gerade vorbei ist, klingelt das Handy eines der Mitarbeiter. Es ist Nehemia.

Mitarbeiter: „Oh, hallo! Moment, ich stellte dich auf Lautsprecher.“

Nehemia: „Seid ihr immer noch alle da?“

Mitarbeiter: „Ja. Wie geht’s dir? Bist du schon in Jerusalem?“

Nehemia: „Ja, ich bin hier vor drei Tagen angekommen. Mit den Briefen vom König habe ich auch alles bekommen, was ich wollte. Danke noch mal für eure Hilfe beim Suchen!“

Mitarbeiter: „Sehr gerne. Und, wie ist es so? Wie sieht die Stadt aus? Hast Du schon ein paar Leute aus deinem Volk getroffen?“

Nehemia: „Ja, das muss ich euch noch erzählen. Als ich hier angekommen bin, haben wir uns zuerst ein wenig umgesehen. Aber da waren immer so viele Leute dabei. Also habe ich mich letzte Nacht mit ein paar guten Freunden vom Lager weggeschlichen, um alles ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Es ist echt schlimm. So vieles ist kaputt. Und die Menschen sind alle so niedergeschlagen. Dabei hätten die das doch schon längst wiederaufbauen können. Na ja, jedenfalls wurden wir dann entdeckt, als wir zurückgekommen sind. Die Lagerwache hat ganz schön dumm geguckt. Und sie wollten natürlich wissen, wo wir waren. Aber wir haben es nicht verraten. Und heute Vormittag haben wir dann alle Leute zusammengetrommelt und ihnen gesagt:

Ihr seht selbst unser Elend: Jerusalem ist ein einziger Trümmerhaufen, die Stadttore liegen in Schutt und Asche. Kommt, lasst uns die Mauer wiederaufbauen! Ich erzählte ihnen, wie Gott mir geholfen und was der König von Persien mir versprochen hatte. Da wollten sie gleich loslegen.

Leider gab es auch ein paar Leute, die von diesem Plan nicht so überzeugt waren. Aber Gott sei Dank konnte ich die andern überzeugen, dass Gott uns dabei helfen wird.

Oh nein, was machen die denn da? Sorry, Leute, ich muss Schluss machen. Die brauchen mich dort hinten.“

Nehemia legt auf.

Die andere Idee

Wenn die Kinder schon etwas älter sind, bietet es sich an, ein Video der Geschichte anzusehen. Hier erzählt Nehemia kurz und unterhaltsam, was ihm passiert ist.

Das Video findet sich auf YouTube unter dem Titel: „Das Buch Nehemia to go (in 5,75 Minuten)“. Die heutige Geschichte geht bis Minute 2:25.

Der Text gelebt

Wiederholung

Vier Schilder zeigen Personen, denen Nehemia auf seiner Reise begegnet: „König“, „Grenzbeamte“, „Juden in Jerusalem“, „Gott“.

Die Kinder haben die Aufgabe, die Schilder in die richtige Reihenfolge zu bringen. Dann wird kurz erzählt, worum es bei den jeweiligen Begegnungen geht.

(Die Nacherzählung kann entweder mit allen gemeinsam erarbeitet werden oder bei einer großen Gruppe können sich die Kinder einer der vier Stationen zuordnen.)

Das Schild „Gott“ kann an verschiedene Positionen gesetzt werden. Hier ist ein wenig Kreativität der Kinder gefragt, denn es gibt nicht die eine richtige Lösung.

Gespräch

Die Kinder sollen sich in verschiedene Personen der Geschichte hineinversetzen und dann überlegen, wie sie an deren Stelle gehandelt hätten. Hier einige Beispiele:

„Stell dir vor, du bist der König. Was sagst du dazu, dass dein Mundschenk für mehrere Monate frei haben will, um seine Heimatstadt wiederaufzubauen?“

„Stell dir vor, du bist die Königin und siehst die Tränen in Nehemias Augen. Was tust du?“

„Stell dir vor, du bist der Nachtwächter, der sieht, wie Nehemia und seine Freunde sich zurück ins Lager schleichen. Stellst du sie zur Rede? Warum (nicht)?“

„Stell dir vor, du wohnst in Jerusalem. Auf einmal kommt da ein Fremder, der behauptet, zu deinem Volk zu gehören und die Stadt wieder aufbauen zu wollen. Was antwortest du ihm?“

Merkvers

Sprüche 13,9: „Wer Gott treu bleibt, gleicht einem hell brennenden Licht.“

Jedes Wort wird einzeln auf ein Blatt Papier geschrieben. Nun bekommt die Gruppe die Seiten und muss sie in die richtige Reihenfolge bringen. Der Vers wird laut vorgelesen. Anschließend versucht die Gruppe, für möglichst viele der Begriffe pantomimische Gesten zu finden.

Der Vers wird wieder laut gelesen, dabei wird er pantomimisch „mitgelesen“.

Gebet

Die Gruppe überlegt gemeinsam, welche Probleme es in ihrem Umfeld gibt. Anschließend bittet sie Gott um Ideen, was man dagegen tun kann. Als dritten Schritt nennen die Kinder und Mitarbeiter ihre Ideen, schreiben sie auf und überlegen, was davon sie umsetzen wollen. Am besten konzentriert man sich zunächst auf ein Problem, damit es nicht zu viel auf einmal wird.

Zuletzt wird noch ein Gebet gesprochen, in dem die Gruppe Gott für die Ideen dankt und um seine Hilfe bei der Umsetzung bittet.

Kreatives

Wir können anderen eine Freude bereiten, indem wir ihnen ein kleines Geschenk machen. Eine Idee hierfür sind Bilderrahmen. Die Kinder können entweder die Rahmen oder das Bild gestalten, das in den Rahmen kommt.

Gestaltungsideen für den Rahmen:

  • Den Rahmen aus Tonpapier selbst basteln
  • Den Rahmen aus Holz zusammenschrauben
  • Gekaufte Rahmen mit Perlen o. Ä. gestalten

Gestaltungsideen für das Bild: ein Foto, eine Collage, ein Spruch, ein Bibelvers …

Spielerisches

Nehemia und seine Freunde waren nachts unterwegs, um die Lage auszukundschaften. Wenn die Gruppenstunde spät genug stattfindet, damit es schon dunkel ist, bietet sich eine Nachtwanderung an. Doch auch wenn es noch nicht dunkel ist, kann man beispielsweise eine Schnitzeljagd machen, um die Situation, in der sich Nehemia und die Nachtwächter befanden, nachzuempfinden.

Rätselhaftes

Mithilfe einer Bibel können die Kinder das beigefügte Kreuzworträtsel lösen.

(T)Extras

Spiele

Parcours:

Nehemia musste den Weg nach Jerusalem und dann durch die Stadt finden. Um das nachzuempfinden, kann ein Parcours aufgebaut werden, den die Kinder (blind) durchlaufen müssen.

Verstecken:

Bei der nächtlichen Erkundungstour mussten sich Nehemia und seine Freunde vor den Nachtwächtern verstecken. Spielt daher eine Runde Verstecken oder Versteck-Fangen.

Kreatives

Die Kinder können den Merkvers auf einen kleinen Spiegel schreiben, um ihn mit nach Hause zu nehmen.

Eure Freizeit kann im Sommer nicht wie geplant stattfinden. Hey, mach doch eines oder mehrere dieser Alternativprogramme. Wir haben euch hier ein paar Dinge zusammengestellt, die ihr in diesem Sommer machen könnt.

Wir holen alle(s) raus

Der Frühling ist da. Die Temperaturen steigen. Zeit, rauszugehen!

Aufgrund der Pandemie verlegen wir unsere Angebote in die Natur oder auf größere Plätze. Gleichzeitig beachten wir natürlich die vorgegebenen Regeln des Landes. Unser Redaktionsteam hat für Euch und eure Kinder einige gut umsetzbare Ideen in konkrete Entwürfe umgesetzt, damit Ihr mit Euren Kindern in Kontakt bleiben könnt. Wie wäre es mit einem Treffen am Lagerfeuer, dazu Stockbrot und eine gute Geschichte? Vielleicht verteilt Ihr auch lieber Päckchen mit Briefen, Rätsel und Aktionen? Oder Ihr bereitet mehrere Stationen in eurer Ortschaft vor und lasst die Kinder von Station zu Station gehen? Vielleicht macht Ihr auch lieber ein Fitnessangebot live aus dem Garten wie die „Highland-Games“ hier aus dem Artikel „Kräftemessen im Schottenrock“?

Gerade jetzt brauchen Euch die Kinder. Sie sind die, die mit am meisten in dieser Zeit unter der Kontaktlosigkeit leiden. Hier ist es wichtig, ihnen ein guter Wegbegleiter/ eine gute Wegbegleiterin zu sein, vielleicht auch mal anzurufen oder eine Messanger-Nachricht zu schicken. Kinder merken, dass man an sie denkt. Danke für alle Zeit und Liebe, die Ihr in die Jüngsten steckt! Gott segne Euch!

In dieser Corona-Zeit wird es auch in Familien Tage geben, in denen Angst und Sorgen überwiegen – bei den Eltern und auch bei den Kindern: Existenzängste, Unsicherheit, Angst und Sorge sind wichtig, ernst zu nehmen, auszusprechen und zu thematisieren. Nicht alles muss mit einem frommen Mutmachspruch gleich weggewischt werden. Dennoch wollen wir Familien ermutigen, sich mit ihren Sorgen an Jesus zu wenden. Für solche Tage ist das Sorgenglas geeignet.

Wie es funktioniert: Setzt Euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas. Sprecht anschließend ein Gebet (wer Schulkinder hat, die lesen können, kann auch sie das Gebet vorlesen lassen). „Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen“
Hört Euch gemeinsam das Lied von Mike Müllerbauer an: „Spar dir deine Sorgen“

Material:

  • Vase oder Einmachglas
  • Steine
  • Teelicht
  • Streichhölzer
  • Handy oder Laptop mit Lautsprecher

In dieser Zeit fragen wir uns vielleicht: wer oder was uns versorgt. Ist nicht alles einfach außer Kontrolle? Wenn wir in den letzten Tagen als Eltern unser Familienleben betrachten, kam es uns vielleicht so vor, wie ein Durcheinander und manchmal wie ein „alleine kämpfen an der Front“. Vielleicht hast du auch das Gefühl, dass du dich um alles und alle kümmerst & keiner kümmert sich um dich. Als Schüler hast du vielleicht das Gefühl, mit all dem Homeschooling- Material irgendwie allein gelassen zu sein, so ohne Lehrer und Mitschülerinnen. Da ist das Bild von den Vögeln & den Blumen (lies den Vers aus der Bibel im rosa Kasten) ein kleiner Hinweis darauf, dass es doch jemanden gibt, der versorgt und genug für uns hat – auch für dich. Die Sorgen sollen uns nicht beherrschen, uns nicht unsere Lebensfreude und Gelassenheit rauben. Was kommen wird, wissen wir nicht, aber Gott wird uns geben, was wir brauchen.

Matthäus 6, 27ff.

„Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben nur um eine Stunde verlängern? Und warum macht ihr euch Sorgen, was ihr anzieht? Seht euch die Wiesenblumen an: Sie wachsen, ohne zu arbeiten und ohne sich Kleider zu machen. […] Macht euch also keine Sorgen! Fragt euch nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? […] Strebt vor allem anderen nach seinem Reich und nach seinem Willen – dann wird Gott euch auch das alles schenken.“

Material:

  • durchsichtige Handyhülle
  • transparenter Bastelkleber
  • getrocknete Blumen
  • Pinsel
  • Pinzette
pink petaled flowers on white surface

Mit der folgenden Idee, könnt ihr Euch immer wieder an diese Zusage erinnern:
eine DIY- mit Blüten verzierte Handyhülle. Das Handy habt ihr vermutlich öfter in der Hand. Jedes Mal, wenn ihr es in die Hand nehmt: denkt kurz an die Zusage.

Und so funktionierts:

  1. Macht einen gemeinsamen Spaziergang und sammelt kleine Blumen und Blütenblätter.
  2. Legt die gesammelten Blumen zwischen dicke Bücher und lasst sie dort einige Tage trocknen (am besten Küchenpapier dazwischen legen, damit nichts schmutzig wird.)
  3. Anschließend müsst ihr eure Handyhülle säubern, damit der Kleber gut haftet.
  4. Legt alle Materialien bereit und füllt dann ein wenig Klebstoff in eine kleine Schüssel.
  5. Nun müsst ihr eine dünne schicht Klebstoff auf die Innenseite der getrockneten Blumen und auf die Stiele streichen (nur ganz wenig von dem Klebstoff verwenden!). Ihr könnt zur Hilfe eine Pinzette benutzen.
  6. Die getrockneten Blumen nun auf die Innenseite der Handyhülle legen und diese vorsichtig mir den Fingerspitzen festdrücken, damit nichts absteht -> gut trocknen lassen.
  7. Tupft mit dem Pinsel vorsichtig über Ecken und Ränder der Blumen, damit alles gut hält. (nur ganz wenig von dem Klebstoff verwenden!) Lasst alles trocknen, bis nichts mehr klebt.

Fertig ist die Handyhülle, die Euch erinnert: So wie einer für diese Blumen sorgt, so sorgt ER für dich!

Ziel

Ein Entwurf für Familien mit kreativen Aktiv-Stationen zu den einzelnen Kinderrechten. Durch das kreative Erleben der einzelnen Kinderrechte an verschiedenen Stationen werden sowohl Eltern als auch Kinder für das Thema sensibilisiert. Sie entdecken, dass sie wertvoll sind und von Gott geliebte Geschöpfe. Die Eltern bekommen die Möglichkeit das Verhalten ihren Kindern gegenüber zu reflektieren und Vergebung zu erfahren.

Willkommens-Zeit

Namensschilder

Kinder schreiben für ihre Eltern ein Namensschild und Eltern für ihre Kinder (Ideen: buntes Klebeband, beschriftete Wäscheklammer, beschriftete Tonkarton-Krone)


Spontantheater -Was ist „wertvoll?


Ein Mitarbeitender ist in dieser Zeit unterwegs und macht mehrmals ein Spontantheater. Dazu fordert er einen Erwachsenen dazu auf ihm einen Geldschein auszuleihen (evtl. auch einen eigenen bereithalten). Der Mitarbeitende nimmt den Geldschein und zerknüllt, beschmiert, bemalt ihn oder trampelt darauf herum. Ändert sich dadurch der Wert des Geldscheins? Nein –der Geldschein behält trotz der unsanften Behandlung seinen Wert. So „behalten“ wir auch unseren Wert, wenn uns jemand weh tut oder unsanft mit uns umgeht. Unser Wert ändert sich nicht

Männchen gestalten

Material: Männchen Vorlage, Stifte

Stationsbeschreibung: Jeder Besucher malt ein Männchen an. Nach Möglichkeit, dass es aussieht, wie der Besucher, die Besucherin selbst. Die Erwachsenen sollen gerne auch ein Männchen gestalten. Die fertigen Männchen auf einer Leine sammeln. Diese Männchen werden für eine Version bei der Feier-Zeit wieder benötigt.

Aktiv-Zeit

In der Aktiv-Zeit können die Besucher mehrere Stationen absolvieren. Sie suchen sich die Stationen aus, die sie am meisten ansprechen. Die Stationen dauern 5-20 Minuten und sind jeweils von einem Mitarbeitenden betreut. Wir haben außerdem gute Erfahrungen mit Stationsbeschreibungen gemacht, auf denen selbstständig die Gesprächsimpulse gelesen werden können.

Station 1: Ich bin es wert

Wunder-Kiste (Auch während der Willkommens-Zeit durchführbar)

Stationsbeschreibung:
Ein Mitarbeitender läuft mit dem Karton herum und fragt, wer ein Wunder sehen will. Wenn jemand möchte, dann hält er/sie den Karton direkt vor die Person und öffnet den Deckel. „Hier kannst du ein Wunder sehen!“ Dich selbst!

Gesprächsimpulse:
Jeder Mensch ist ein Wunder. Gott hat dich wunderbar geschaffen. Gott liebt dich. Jeder Mensch ist wertvoll. Kinder und Erwachsene. In welchen Momenten fühle ich mich wertvoll und geliebt? In welchen Situationen fällt es mir schwer zu glauben, dass ich ein Wunder bin?

Material:

  • Kästchen oder Schuhkarton
  • Spiegel im Inneren des Kästchens

Wertvoll-Kästchen (Variante B)

Stationsbeschreibung:
An dieser Station darf sich jeder ein „Wertvoll-Kästchen“ basteln. Dazu wird der Karton mit Geschenkpapier oder Farben verziert. Danach wird der Schriftzug aufgeklebt oder kann selbst geschrieben werden (mit Farbe oder Edding). Als letztes wird der Spiegel oder die Spiegelfolie in den Karton geklebt. Evtl. müssen Trockenzeiten beachtet werden. Wenn das Kästchen fertig ist, darf jeder ausprobieren (auch die Eltern), wie es funktioniert. Als erstes wird der Satz laut gelesen „So sieht ein Mensch aus, den Gott liebt“ und dann wird das Kästchen geöffnet, so dass die Person sich selbst sieht.

Gesprächsimpuls:
Jeder Mensch ist wertvoll. Wunderbar von Gott geschaffen und von Gott geliebt. Kinder und Erwachsene. Das Wertvoll-Kästchen kann uns immer wieder daran erinnern. In welchen Momenten fühle ich mich wertvoll und geliebt? In welchen Situationen fällt es mir schwer zu glauben, dass ich wertvoll bin?

Material:

  • mehrere Kästchen oder Schuhkartons
  • ausgedruckter Schriftzug „So sieht ein Mensch aus, den Gott liebt.“
  • Spiegel oder Spiegelfolie
  • Geschenkpapier
  • Kleber oder Kleister
  • Farbe
  • Pinsel
  • Eddings

Kinderbrille

Stationsbeschreibung:
Die Kinder basteln ihren Eltern eine „Kinderbrille“. Die Brille mit einer Schablone auf das Tonpapier zeichnen und ausschneiden (Alternativ können die Vorlagen auch auf dicken Karton gedruckt werden). Dann aus der Folie entsprechend der Löcher „Gläser“ ausschneiden und einkleben(hier können die Eltern auch gerne unterstützen). Jetzt können die Brillen mit Aufklebern und Verzierungen dekoriert werden. Dann dürfen die Kinder ihren Eltern die Brille aufsetzen.

Gesprächsimpuls:
Diese Brille lässt die Erwachsenen die Welt ganz anders sehen. Wie sehen Kinder diese Welt? Vielleicht bunter oder unschärfer oder wilder? Welchen Unterschied würde es machen, wenn wir als Eltern öfters die „Kinderbrille“ tragen? Die Brille soll die Erwachsenen daran erinnern öfters die Welt mit den Augen der Kinder sehen.

Material:

  • Tonpapier
  • Brillenschablonen für Erwachsene in verschiedenen Formen und Größen
  • Multispektral-Folie oder alternativ buntes Transparentpapier
  • Scheren (mit Spitze)
  • Kleber
  • Bleistifte
  • Aufkleber und kleine Dinge zum Dekorieren

Station 2: Ich bin es wert –Lernen zu dürfen

-> Blaukraut-Experiment

Stationsbeschreibung:
Vier Gläser mit Rotkohlwasser füllen. Alle sehen gleich aus. Nacheinander in je ein anderes Glas füllen: Zitronensaft, Essig, Waschmaschinenpulver mit Wasser, Spülmaschinenpulver mit Wasser. Die Farbe ändert sich blitzschnell. Du kannst weiter experimentieren. Ändert sich die Farbe, wenn du z.B. in das Glas mit Zitronensaft nun die Waschmittelmischung kippst? Einen Farbstoff, dessen Farbe sich je nach dem Säuregehalt einer Flüssigkeit verändert, nennt man Indikator (lateinisch „Anzeiger“). Rotkohlsaft ist also eine Indikatorlösung und zeigt den pH-Wert einer Lösung an. Dabei gilt: Ein kleiner pH-Wert bedeutet eine saure Lösung mit einer hohen Protonenkonzentration. Je grösser der pH-Wert ist, desto basischer. Der Farbwechsel des Indikators ist chemisch begründet: In einer sauren Lösung reagiert der Indikatorfarbstoff anders als in einer basischen Lösung.

Gesprächsimpuls:
Die Farbe verändert sich. Wir haben im Leben ständig Veränderungen. Wo erlebst du Veränderungen als Segen? In welchen Veränderungen deines Lebens erlebst du Gott? Lernen bedeutet auch Veränderung. Durch Lernen kann ich mich verändern. Was hast du hier gelernt?

Material:

  • Rotkohlwasser
  • Zitronensaft
  • Essig
  • Waschmittelpulver
  • Spülmaschinenpulver
  • Gläser
  • Gefäße
  • Außerdem empfohlen: Tücher zum Hände abwischen, Spüllappen, Eimer

Vorbereitung:
Einige Stunden vorher: Rotkohlwasser vorbereiten: Rotkohl in Streifen in ca. 2l warmes Wasser legen. Dann den Rotkohl ab sieben. Kann gekocht und gegessen werden.) Kurz vorher: Gläser bereitstellen, Waschmaschinenmittel mit Wasser in einem Gefäß mischen (und wenn du hast auch das Spülmaschinenmittel mit Wasser vermischen)

-> Das Distanz-Experiment

Stationsbeschreibung:
Schüssel mit Wasser füllen. Wenn das Wasser stillsteht, Pfeffer auf die Oberfläche streuen. Dann mit einem Wattestäbchen, das man vorher in Spülmittel getränkt hat, die Oberfläche berühren. Der Pfeffer, der zu Beginn ganz eng beieinander war, wird blitzschnell auseinandergetrieben. Das Spülmittel zerstört die Wasseroberflächenspannung. An der Stelle um das Spülmittel herum sinkt der Pfeffer zu Boden.

Gesprächsimpuls:
Wo erlebt ihr Nähe und Distanz? Wie könnt ihr Nähe innerhalb eurer Familie schaffen? Wo wünscht ihr euch mehr Distanz? Was verbindet euch?

boy in black t-shirt hugging girl in red and white polka dot dress

Material:

  • Schüssel
  • Pfeffer gemahlen
  • Wattestäbchen
  • Spülmittel

Station 3: Ich bin es wert – meine Stimme zu erheben

-> Wie laut ist deine Stimme?

Stationsbeschreibung:
Immer eine Person darf so laut sie kann in das Handy schreien. Der Wert wird auf einem Ranking festgehalten. Bei der Feier-Zeit wird der lauteste Schreier bekanntgegeben.

Gesprächsimpuls:
Jeder darf sich eine eigene Meinung zu bilden und sie auch vertreten. Jeder Mensch –auch Kinder dürfen ihre Stimme erheben. Das kann laut oder leise geschehen. Wie ging es dir mit dem Schreien? Schreist du (oder wirst du laut), wenn du deine Meinung vertrittst? Manchmal kann das Laut-Sein auch bedeuten nicht nach zulassen und immer wieder laut (oder leise) auf die eigene Meinung hinzuweisen.

Material:

  • Handy
  • Dezibelmess-App

Station 4: Ich bin es wert – Familie zu erleben

-> Familien-Ski fahren

Stationsbeschreibung:
Es sind zwei Parcours aufgebaut und zwei Familien treten gegeneinander an. Die Familien schlüpfen mit den Füßen in die Schlaufen und stehen dann hintereinander auf den Skiern. Nach dem Startsignal laufen die Familien los. Die Herausforderung dabei ist im Gleichschritt zu laufen und kein Familienmitglied zu verlieren. Die Schnellste Familie gewinnt. Evtl. kann nach dem Gespräch eine zweite Runde erfolgen. Es kann auch die Zeit gestoppt und ein Ranking von allen Familien gemacht werden.

Gesprächsimpuls:
Fiel es euch leicht auf einander achtzugeben? Hat einer die Führung übernommen? Habt ihr euch wohl gefühlt in eurer Rolle innerhalb der Familie? Könntet ihr etwas besser machen? Kinder brauchen eine Familie für ihr gutes Aufwachsen. Kennt ihr Kinder die keine Familie haben? Wo könnten sie Familie erleben?

Material:

  • 2×2 alte Skier oder Bretter versehen mit mehreren Lederriemen/Gurten
  • Pylonen
  • Start und Ziellinie (z.B. Seile)
  • Pfeife (o.ä.) als Startsignal

Station 5: Ich bin es wert – dass ich mitmachen darf

-> Mitmach-Plakat

Stationsbeschreibung:
Jeder darf mit Farbe und Pinsel an einem großen Bild mit malen. Entweder es ist ein vorgezeichnetes Logo, Bild oder Schriftzug. Es ist auch möglich keine Vorgabe zu machen. Bei der Feier-Zeit bekommt das Plakat einen Platz und wird in seiner Vielfalt bewundert.

Gesprächsimpuls:
Wie fühlt es sich an mit dazu zu gehören? Selbst etwas zu tun, aus dem dann ein großes Ganzes wird? Wo gibt es Bereiche in denen du mitmachen darfst? Und wo darfst du nicht mitmachen?

Material:

  • Tapetenrolle
  • altes Leintuch
  • Farbe
  • Pinsel

Station 6: Ich bin es wert – Gott kennenzulernen

-> Jesus-Memory

Stationsbeschreibung:
Die Karten werden verdeckt auf einem Tisch ausgelegt. Jetzt wird Memory gespielt. Immer die beiden gleichen Karten müssen gefunden werden. Wenn ein Spieler ein Pärchen gefunden hat, liest er den Text der Karte laut vor (z.B. Jesus, der Anstachler, Er motivierte seine Freunde, die größten Herausforderungen anzunehmen. Und zu bestehen. (Lukas 10,17)). Dann wird eine Karte vom Impuls-Karten Stapel gezogen und beantwortet. Evtl. kann am Ende jeder seine Lieblingskarte mitnehmen.

Gesprächsimpuls:
Impuls-Karten mit folgenden Fragen:
Hast du Jesus schonmal so gesehen wie auf der Karte beschrieben?
Lest den Vers in der Bibel nach und sprecht über die verschiedenen Texte.
Gefällt dir das Bild von Jesus auf der Karte?
Hast du Jesus schonmal so erlebt, wie auf der Karte steht?
Findest du gut, wie Jesus hier beschrieben wird?
Wünschst du dir Jesus so zu erleben?

Material:

Station 7: Ich bin es wert – fair behandelt zu werden

-> Mogelspiel

Stationsbeschreibung:
Bei diesem Kartenspiel geht es darum durch geschicktes Schummeln und cleveres Ablegen als erster seine Karten loszuwerden. Dabei darf man Karten einfach verschwinden lassen (z.B. unter den Tisch fallen lassen, über die Schulter werfen, in den Ärmel schieben)

Gesprächsimpuls:
Fiel es euch leicht die anderen zu beschummeln?
Wie ging es euch als Wächter-Wanze?
Seid ihr im echten Leben schonmal ungerecht behandelt worden?
Was könnt ihr gegen unfaire Behandlung tun?

Material:

  • Kartenspiel Mogelmotte (Drei Magier Verlag)

Station 8: Ich bin es wert – Spielen zu dürfen

-> Gruppenspiele

Material: verschiedenes Material für die Spiele
Stationsbeschreibung: An dieser Station können klassische Gruppenspiele wie Topfschlagen, Mehl abschneiden, Schokolade auspacken, Apfel aus Wasserschüssel essengespielt werden. Dabei darauf achten, dass auch die Eltern zum Mitspielen motiviert werden. In den Stationsbeschreibungen gibt es weitere Ideen.
Gesprächsimpulse: Was macht am Spielen besonders viel Spaß? Wann spielt ihr in eurem Alltag. Wo sind Zeiträume dafür? Spielen Mama und Papa mit?

1. Mehl schneiden

Stationsbeschreibung:
Auf einem großen Teller oder in einer flachen Schüssel wird ein Haufen aus Mehl aufgeschüttet, oben drauf wird das Gummibärchen gelegt. Nun schneiden die Spieler der Reihe nach „Stücke“ vom Mehlberg ab -aber ohne, dass das Gummibärchen herunterfällt! Das geht am Anfang noch ganz leicht, wird aber von Mal zu Mal schwerer. Bei wem das Gummibärchen schließlich herunterfällt, der hat verloren und muss die Süßigkeit mit dem Mund aus dem Mehl fischen. Das gibt lustige Mehlgesichter!

Material:

  • flache Schüssel oder großer Teller
  • Mehl
  • ein stumpfes Messer
  • ein Gummibärchen
2. Topfschlagen

Stationsbeschreibung:
Ein Spieler bekommt die Augen verbunden und sucht auf den Knien nach dem Topf, indem es mit dem Löffel schlägt. Die anderen helfen mit „Heiß“-oder „Kalt“-Rufen. Hat der Sucher den Topf gefunden, gibt es zur Belohnung die Süßigkeit, die darunter liegt.

Material:

  • Kochtopf
  • Holzlöffel
  • Schal
  • kleine Süßigkeiten
3. Apfel aus der Wasserwanne essen
red apple fruit on green leaves during daytime

Stationsbeschreibung:
In eine mit Wasser gefüllte Wanne wird ein Apfel gelegt. Ein Spielermuss nun diesen Apfel essen ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Auch darf der Apfel nicht herausgeholt und auf den Boden gelegt werden. Achtung –die Spieler können dabei nass werden. Evtl. ein Handtuch bereit halten.

Material:

  • Wasserwanne
  • Apfel
  • Wasser
  • Handtuch
4. Schokolade auspacken

Stationsbeschreibung:
Für dieses Spiel wird eine Tafel Schokolade mit mehreren Schichten Zeitungspapier umwickelt und verschnürt. Nun beginnt die Runde mit dem Würfeln. Bei einer 6 darf die Person Handschuhe anziehen, einen Schal anlegen, eine Mütze aufsetzen, einen Mantel anziehen und anschließend beginnen mit Messer und Gabel das Päckchen zu öffnen. Währenddessen würfeln die anderen Gruppenmitglieder weiter. Sobald eine neue 6 gewürfelt wurde darf diese Person mit Messer und Gabel auspacken. Natürlich erst, wenn Handschuhe, Schal, Mütze und Mantel angezogen wurden. Wahrscheinlich nach einigen Runden wird endlich mal die Schokolade zum Vorschein kommen. Und nach vielen weiteren Runden ist diese mit Messer und Gabel aufgegessen.

Material:

  • Tafel Schokolade
  • Verpackungsmaterial
  • Paketschnur
  • Messer und Gabel
  • Handschuhe
  • Mütze
  • Schal
  • Mantel
  • Würfel

Station 9: Ich bin es wert – geschützt zu werden und mich geborgen zu fühlen

-> Unter dem Schirm

Stationsbeschreibung:
Einige Besucher (gerne auch eine Familie) setzen sich in das Zelt oder stellen sich unter einen Regenschirm. Mit dem Wasserschlauch wird gespritzt, so dass die Besucher nicht nass werden aber das Wasser sehen und prasseln hören.

Gesprächsimpuls:
Wie fühlt es sich an im trockenen zu sein, wenn das Wasser so prasselt. Was bedeutet Geborgenheit für euch? Wann fühlt ihr euch geborgen und beschützt? Was macht es für einen Unterschied den Schirm/das Zelt zu haben? Was ist für dich wie das Zelt/der Schirm und beschützt dich davor „nass“ zu werden. Zum Abschluss kann folgendes Gebet gesprochen werden(evtl. auf einlaminierten Kärtchen ins Zelt legen): Großer Gott, Danke, dass du mich beschützt. Danke, dass ich keine Angst haben muss, weil du bist wie der Schirm/das Zelt. Danke, dass ich bei dir geborgen bin. Amen.

Material:

  • eine Strandmuschel
  • ein Zelt
  • ein Schirm
  • eine Wiese
  • einen Wasseranschluss
  • einen Gartenschlauch mit Brause
  • evtl. Gebet auf Kärtchen

Station 10: Ich bin es wert – genug zu haben

-> Luftballon-Dank-Gebet

Stationsbeschreibung:
Für jede Familie gibt es einen Luftballon. Die Familien bläst ihn selbst auf! Dann wird er zwischen den Familienmitgliedern hin und hergeworfen. Jeder sagt abwechselnd, worüber sie/er sich freut und wofür sie/er dankbar ist! Die Familie macht so lange weiter bis ihr nichts mehr einfällt.

Gesprächsimpuls:
Wir Menschen neigen zur Vergesslichkeit. Wir vergessen schnell, mit wie viel wir von Gott beschenkt werden. Es tut uns jedoch gut, uns dankbar und bewusst an Gottes Wirken zu erinnern. Wofür kannst du Gott danken? Worüber freust du dich? Wofür möchtest du Gott Danke sagen? In Psalm 103, 1-2steht: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Material:

  • Luftballons für jede Familie
person holding white and black i love you print card

Station 11: Ich bin es wert – in Frieden zu leben

-> Sorgenglas

Material: Vase oder Einmachglas, Steine, Teelicht, Streichhölzer, evtl. Handy oder Laptop mit Lautsprecher
Stationsbeschreibung: Setzt euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas.
Gesprächsimpulse: Sprecht dann das Gebet (Schulkinder können es auch vorlesen). Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen.

Stationsbeschreibung:
Setzt euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas.

Gesprächsimpuls:
Sprecht dann das Gebet (Schulkinder können es auch vorlesen). Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen.

Material:

  • Vase oder Einmachglas
  • Steine
  • Teelicht
  • Streichhölze
  • evtl. Handy oder Laptop mit Lautsprecher

Feier-Zeit

Begrüßung/Themenhinführung

Bei der Feier-Zeit könnte die Moderation von einem Kind übernommen werden. Evtl. kann das Kind Erwachsene interviewen und fragen, was ihnen in der Aktiv-Zeit besonders gefallen hat.
„Ich bin es wert“ ist das Thema der Kirche Kunterbunt heute. Wann ist jemand wertvoll oder was ist wertvoll? Bin ich wertvoll, wenn ich etwas gut kann? (z.B. schön Malen wie auf dem Mitmach-Plakat von Station 5). Oder bin ich wertvoll, wenn ich Geld habe? (Geldschein zeigen und evtl. Spontantheater der Willkommens-Zeit einbauen oder aufgreifen). Egal was mir passiert oder wie ich mich fühle-mein Wert wird nicht vermindert. Jeder hier ist wertvoll, weil jeder eine geniale Idee Gottes ist und Gott jeden von uns genauso liebt wie wir sind

Vorschlag 1

Impuls
Wir haben an den zehn verschiedenen Stationen erlebt was es ganz praktisch bedeutet, dass jeder Mensch wertvoll ist -auch und vor allem die Kinder. Sie haben Rechte. Diese wollen wir uns heute bewusst machen und überlegen, wo und wie wir diese Rechte stärken können. Oft gehen wir Erwachsenen schnell über Kinder hinweg, nehmen sie nicht ernst, hören nicht zu, werden ihnen nicht gerecht.

Eltern bekommen ein oder mehrere Legomännchen (oder können sich variabel eines zusammenbauen). Das Legomännchen stellt ihr Kind/ihre Kinder dar. Die Kinder bringen an entsprechender Stelle die Männchen ans Kreuz. Außerdem werden Kärtchen mit Bekenntnissen verteilt, die dann an entsprechender Stelle vorgelesen werden.

Wir wollen unsere Kinder mit Gottes Augen als seine Geschöpfe sehen. Oft gelingt uns das nicht. Schaut euch euer „Lego-Kind“ an. Überlegt euch, wann ihr euren Kindern nicht gerecht geworden seid. Wann ihr sie verletzt habt und ihren Wert nicht geschätzt habt. Gebt nun eurem Kind/euren Kindern das/die Lego-Männchen. Die Kinder dürfen während dem nächsten Gebet die Männchen ans Kreuz stellen. Wir wollen jetzt vor Gott bringen, wo wir unseren Kindern nicht gerecht geworden sind. Wir wollen ihn um Verzeihung bitten und uns mit ihm versöhnen.
Gebet: Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Jetzt werden die Kärtchen vorgelesen. Zwischendurch sprechen wir gemeinsam „Herr erbarme dich über uns!
“Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. (kurze Stille) „Herr erbarme dich über uns!“

Vorschlag 2

Interview von einem Kind mit Erwachsenen

Verkündigung: Ich bin es wert – Wann ist jemand wertvoll?
Wenn er/sie Geld hat – etwas besonders gut kann – viele Follower auf Facebook und Instagram hat? Mein Wert hängt nicht von mir ab, meinen Gefühlen, meinen Begabungen oder vom Urteil anderer.
Mein Wert kommt von Gott !!! Von seiner Liebe.
Liebe bestimmt unseren Wert – göttliche liebe, die sich nie verändert. Aber das kennen wir ja auch auf rein menschlicher Ebene z.B. bei der Partnerwahl“ Was die/ der an dem Menschen findet weiß ich auch nicht. Oder bei Freundschaften z.B. bei unseren Kindern. Oder bei bestimmten Gegenständen wie z.B. einem Kuscheltier, das schon kaum noch als Tier erkennbar ist, aber für den Besitzer großen Wert hat, weil die Person es liebt. So ist es auch bei Gott: Er liebt uns mit all unseren Macken, Eigenarten, Special Effects und Unzulänglichkeiten – immer –  auch wenn wir uns daneben benehmen oder Fehler machen. In der Bibel steht im Johannes Evangelium 3,16 „So sehr hat Gott die Welt geliebt, hat er jeden Einzelnen geliebt, dass er seinen Sohn für uns gegeben hat.“
Jesus ist zu uns auf die Erde gekommen, um uns den Vater, den Papa im Himmel zu zeigen, der uns so sehr liebt. Und Jesus ist gekommen damit wir den Weg zu diesem Papa finden können, der zu jedem von uns sagt: „Mein Kind, du bist kostbar für mich. Ich hab dich lieb“

Aktion: Jetzt dürfen sich mal alle Familien zusammenstellen und an den Händen fassen. Auch wenn es nur 2 sind ist es egal. Ihr dürft euch jetzt reihum zusprechen: Papa, Mama, Opa, Tante…du bist kostbar für mich- ich hab dich lieb. Und die Erwachsenen genauso zum Kind und auch die Erwachsenen zueinander den gleichen Satz. Jeder sagt es jedem.

Vorschlag 3

Material:

  • Legomännchen
  • Kreuz
  • je ein Bekenntnis auf einem Kärtchen

Bekenntnisse
Am besten einzeln ausdrucken.
Ich habe nicht zugehört.
Ich habe mein Versprechen nicht gehalten.
Ich war unzuverlässig.
Ich habe mich lustig gemacht.
Ich war gefangen in meinen Sorgen.
Ich habe mich von meiner Wut überwältigen lassen.
Ich habe geschrien.
Ich habe meinen Ärger nicht ausgesprochen.
Ich habe mich nicht gekümmert.
Ich habe nur an mich gedacht.
Ich war unfair.
Ich habe mein Kind ausgelacht.
Ich habe nicht für Gerechtigkeit gesorgt.
Ich bin keinen Kompromiss eingegangen.
Ich habe mich über andere erhoben.

Vergebungsaktion

Wir wollen unsere Kinder mit Gottes Augen als seine Geschöpfe sehen. Oft gelingt uns das nicht. Ihr Großen, ihr Eltern, überlegt euch, wann ihr euren Kindern nicht gerecht geworden seid. Wann ihr sie verletzt habt und ihren Wert nicht geschätzt habt. Überlegt euch, wann ihr nicht achtsam mit ihnen umgegangen seid. Und ihr Kinder – heute geht’s ja um die Kinderrechte. Und das ist auch gut. Aber auch ihr Kinder seid manchmal ganz schön gemein zu Mama und Papa. Überlegt euch mal, warum ihr das letzte Mal gestritten habt? Warum gab es Tränen? Welche Gefühle wurden verletzt? Wann wart ihr mit Absicht gemein? Oder habt nicht auf Mama und Papa gehört? Ihr dürft jetzt eure Männchen von der Schnur holen und dabei überlegen, wo ihr euren Kindern nicht gerecht geworden seid. Und die Kinder dürfen überlegen, wann sie ungerecht zu ihren Eltern waren, andere geärgert haben oder mit Absicht einen Streit angezettelt haben. Geht nach vorne und holt euch euere Lego-Männchen von der Wäscheleine.

Gebet
Wir wollen beten und Gott um Verzeihung bitten für all das, wo wir mit Kindern oder Eltern nicht gut miteinander umgegangen sind. Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. Stärke unsere Beziehungen in der Familie. Schenke uns Kraft jeden Menschen einzigartig und wertvoll zu behandeln. Amen.

Wir alle leben in Beziehungen. Mit anderen Menschen zusammen. Und da ist es wichtig gut miteinander umzugehen. Die Rechte der anderen zu respektieren und eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen. Jetzt dürft ihr eure Lego-Männchen mit dem bunten Klebeband zusammen kleben. Nehmt diese Menschenkette mit als Erinnerung an heute.

Klebt euch als Familie (oder mit den Menschen, mit denen ihr da seid) zusammen.

Liedvorschläge

  • Du bist wertvoll (Puzzles)
  • Bist du groß oder bist du klein (überliefert)
  • Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer)
  • Ganz schön stark (Daniel Kallauch)
  • Ich kann das, ich schaff was (Daniel Kallauch)
  • Sei du (Daniel Kallauch)

Gebetsideen

close up photo of bubble

Seifenblasengebet
1. Alle kommen in einem großen Kreis zusammen
2. Alle holen ihre imaginären Seifenblasen heraus und pusten gemeinsam eine riesige, imaginäre Seifenblase auf.
3. Alle treten ganz vorsichtig und leise in diese Seifenblase ein.
4. Alle senken den Kopf und richten den Blick auf den Boden. „Wir sagen Gott jetzt in unseren Gedanken, was uns traurig macht oder belastet.“
5. Alle heben den Kopf und richtenden Blick Richtung Himmel. „Wir sagen Gott jetzt in unseren Gedanken, was uns glücklich macht oder worüber wir dankbar sind.“
6. Alle treten ganz vorsichtig wieder aus der Seifenblase heraus.
7. „Amen“ – alle lassen die Seifenblase mit einem Schnalzer oder „plopp“ platzen.

Groß und klein Gebet
Zwischen den einzelnen Teilen immer wieder kurzeinen Moment der Stille einplanen. (Wir strecken jetzt unsere Arme so weit wie irgend möglich aus.) Danke, Gott, du Schöpfer, dass du größer bist, als wir uns das überhaupt vorstellen können. Zeige deine großartige Kraft doch auch im Leben der Leute, denen es nicht gut geht. Und in den Ländern, in denen Not und Krieg herrscht, (evtl. aktuelle Bezüge herstellen). (Legt jetzt eure Finger so zusammen, als ob ihr etwas Winziges zwischen den Fingerspitzen hättet.) Danke, Gott, dass du jedes kleine Detail an uns liebst. Und dass dir auch die alltäglichen und kleinen Dinge wichtig sind, die wir tun. Amen.

Segensideen

Konfetti-Segen

Segen mit Bewegungen
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (strecke die Hände aus, als wolltest du ein Geschenkempfangen) und die Liebe Gottes (lege deine Hände aufs Herz) und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes (den Nachbarn an den Händen fassen) sei mit uns allen, jetzt und für alle Zeit. Amen! (Hebt beim Wort «Amen» miteinander die Hände in die Höhe.)

Fallschirmsegen
Der Papa im Himmel, der dich liebt – segne dich.
Der Sohn, Jesus Christus, der aus Liebe zu dir auf die Erde kam – segne dich.
Der Heilige Geist, durch den Gottes Liebe in deinem Herzen spürbar wird – Segne dich.
So segne dich der Papa, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Essens-Zeit

Kirche Kunterbunt lebt von Beziehungen und den Begegnungen beim Essen. Wenn es möglich ist, dann schafft eine schöne „Essensatmosphäre“ mit Dekoration, Getränken und vielleicht sogar einem Nachtisch. Das Essen muss nicht teuer oder aufwändig sein. Beim Thema Schöpfung bzw. Nachhaltigkeit bietet sich eine gute Gelegenheit vegetarisch zu Kochen und unseren Fleischkonsum zu thematisieren.
Mögliche Ideen: Käsespätzle, Gemüsesuppen, Nudelsuppe, Milchreis mit Apfelmus. Oft gibt es in Gemeinden Menschen die gerne Kochen und sich dadurch einbringen. Fragt doch ein Küchen-Team außerhalb eures Teams an. Gestartet wird die Essenzeit mit einem kreativen Tischgebet.

Zwei Vorschläge:


-> Tischrap

1 –2 –3 –4 –Der Tisch ist voll, der Magen ist leer und brummt und brummt und brummt wie ein Bär. Wir danken Gott für alles, was er gibt und wünschen uns einen „Guten Appetit!“

-> Tischlied
  1. Miteinander essen, das kann schön sein. Froh zu Tische sitzen, lieben wir. Gaben lasst uns teilen und auch noch verweilen, schön, dass wir zusammen sind. Schön, dass wir zusammen sind.
  2. Jesus gab ein Beispiel für uns alle, aß mit vielen Menschen brüderlich! Viele sind so einsam, wären gern gemeinsam, kommt wir schließen keinen aus, kommt wir schließen keinen aus.
  3. Doch nicht zu vergessen, wenn wir essen, dafür auch zu danken, lehrte er. Denn die guten Gaben könnten wir nicht haben gäbe es nicht Gottes Kraft, gäbe es nicht Gottes Kraft.
  4. Da wo Jesu Freunde heute leben, woll’n sie nicht vergessen, Christ, den Herrn. Bleibt lebendig immer, man vergisst ihn nimmer: Tischgemeinschaft hält man gern, Tischgemeinschaft hält man gern.
    Text und Melodie: Wolfgang Longardt

Ideen für zu Hause

Das Thema der Kirche Kunterbunt soll zu Hause nachwirken. Deshalb gibt es ein Kärtchen oder Flyer zum Mitnehmen. Mit folgenden Inhalten kann dieses „Mitgebsel“ gestaltet werden.

-> Ich bin es wert – Lernen zu dürfen-Experiment für zu Hause: Rosinenaufzug

Stationsbeschreibung:
Die beiden mit Wasser und Mineralwasser gefüllten Gefäße stehen da. Die Kinder dürfen in beide Gefäße je eine Hand voll Rosinen geben. Dann beobachten und abwarten: Was passiert? Rosinen haben eine größere Dichte als Wasser. Deswegen sinken sie erstmal in beiden Gefäßen auf den Boden. Im Gefäß mit Mineralwasser heften sich die Bläschen (gelöstes Kohlendioxid) an die Oberfläche der Rosinen. Da die Bläschen leichter als Wasser sind, schwebt und tanzt die Rosine nun nach oben. Oben an der Wasseroberfläche platzen die Bläschen und die Rosine sinkt wieder herab, Das geht solange, bis sich keine Blasen mehr an den Rosinen bilden.

Gesprächsimpuls:
Was trägt die Rosinen hoch?
Was trägt dich?
Was gibt dir Aufschwung?
Was hast du hier gelernt?
Macht es dir Spaß etwas Neues zu lernen?
Haben die Erwachsenen auch etwas gelernt?

black round fruits on white background

Material:

  • Rosinen
  • Wasser
  • Mineralwasser (Sprudel)
  • 2 lange durchsichtige Gefäße

-> Die Welt mit Kinderaugen sehen – eine Aktion für Erwachsene

Es ist wichtig immer wieder die Perspektive zu wechseln und die „Kinderbrille“ aufzuziehen. Wenn ihr bei der Kirche Kunterbunt eine Kinderbrille gebastelt habt, dann zieh sie auf. Alternativ könnt ihr eine Sonnenbrille oder die Lesebrille eines anderen Menschenaufziehen.
1.Brille aufziehen.
2.Setz dich hin und betrachte dein Umfeld durch die Brille.
3.Spreche das Gebet: Großer Gott. Danke für unsere Augen. Danke, dass du mir Kinder anvertraut hast. Für sie sieht die Welt ganz anders aus. Öffne mir die Augen, damit ich die Welt mit Kinderaugen sehen kann. Gib mir Kraft ihre Perspektive zu verstehen und mich darauf einzulassen. Amen.

-> Männchen

Hier findest du mehrere Blanko-Männchen. Ihr dürft sie so anmalen, wie eure Familie aussieht. Gerne die Kinder die Erwachsenen und umgekehrt. Dann könnt ihr gemeinsam eure Lego-Familie zu einem Kreuz bei euch zu Hause legen. Überlegt euch, wann ihr nicht achtsam miteinander umgegangen seid. Warum habt ihr gestritten? Warum gab es Tränen? Welche Gefühle wurden verletzt? Wer war ungerecht?
Versucht darüber zu sprechen, euch zu vergeben und Ideen für verändertes Verhalten zu überlegen. Wenn ihr wollt könnt ihr dann folgendes Gebet gemeinsam sprechen: Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. Amen.

Weitere Ideen für zu Hause

  1. Schreibt euch gegenseitig einen Brief, in dem ihr euch gegenseitig für alles DANKE sagt, was im Alltag untergeht, für die kleinen Dinge, die sonst keine Aufmerksamkeit bekommen.
  2. Verbringt mindestens einmal im Monat einen Familientag, an dem alle mitentscheiden dürfen, was gemacht wird (Spaziergang, Pizza backen, Talenteabend, Eis essen, …).
  3. Erstellt gemeinsam einen Essensplan für die Woche. So darf jeder mal entscheiden, was es zu essen gibt. Positiver Nebeneffekt: die Einkaufsliste ist auch schneller geschrieben.
  4. Plant in euren Tagesablauf Meckerphasen und Dankesphasen mit ein. Eine Zeit, in der ihr euch ganz bewusst Zeit für die gegenseitigen Bedürfnisse nehmt. Das muss keine Stunde sein. Ein paar Minuten reichen aus, sich gegenseitig auszutauschen.
  5. Steckt euch morgens drei Mummelsteine in die rechte Hosentasche. Wenn es am Tag einen Moment gibt, an dem ihr für etwas dankbar seid, dann nehmt einen Mummelstein aus der rechten Tasche und steckt ihn in die linke Tasche. Beim Abendessen könnt ihr euch austauschen, wie viele Steine es heute in die linke Hosentasche geschafft haben und wofür sie stehen.

Kontakt zu Beratungsstellen
Das Leben und der Alltag als Familie ist eine Herausforderung, die häufig nicht alleine leistbar ist. Es gibt vielfältig Unterstützungsmöglichkeiten für Familien. Nutzt sie –um für euch, eure Partner und eure Kinder gute Lebensbedingungen zu schaffen. Bei verschiedenen Anbietern gibt es Erziehungs-und Familienberatung, Ehe-, Paar-und Lebensberatung, Mutter-/ Vater-Kind-Kur, Frühe Hilfen für den Familienstart oder einzelne Vorträge oder Themenabende zu diesen Themen. Einige Beispiele, bei denen Angebote zu finden sind:

An Karfreitag werden in einigen Gemeinden Kreuzwege gemeinsam begangen. Wer auf einem Kreuzweg unterwegs ist, denkt an das Leiden und Sterben Jesu an verschieden Wegstationen.

Wir haben diese Idee aufgenommen und stellen euch hier eine Idee für einen Kreuzweg vor. Ihr könnt den Weg alleine oder als Familie (mit Teenkindern) gehen. Wir haben uns vier Anregungen in Form von Stationen ausgedacht. Diese lassen sich (fast) überall selbst nachvollziehen.

Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten:

  1. Der Weg kann mit den hier beschriebenen Anregungen zu einem individuellen Zeitpunkt begangen werden. Dafür bekommen alle Teilnehmenden die Informationen zum Kreuzweg als Infoblatt.
  2. Der Weg wird am Karfreitag um 15 Uhr (zur Todesstunde Jesu) gegangen. So ist jede/r (Familie) für sich unterwegs, steht aber mit den anderen (aus der Gemeinde, dem CVJM, EJW,…) im ständigen Austausch. Über eine gemeinsame Messenger- Gruppe werden die Anregungen zum Kreuzweg „live“ ab 15 Uhr mitgeteilt und die Teilnehmenden des Kreuzweges können sich miteinander austauschen. Dazu erstellst du eine Messenger – Gruppe und lädst alle Teilnehmenden dazu ein.

Für den Kreuzweg ist es hilfreich, wenn man eher durch Wald und Feld geht, als durch die Stadt. An Material zum Mitnehmen braucht jede/r: ein Papiertaschentuch, einen Filzstift oder Kugelschreiber, ein Feuerzeug oder Streichhölzer. Wer den Kreuzweg in Begleitung der Gruppe gehen möchte, muss zusätzlich in der entsprechenden Messenger-Gruppe angemeldet sein. Wer den Kreuzweg individuell gehen möchte, braucht das Infoblatt.

Hier sind die Texte so abgedruckt, wie ihr sie direkt in euer Infoblatt schreiben bzw. als Message verschicken könnt. Die Bibelzitate stammen aus der Basisbibel.

Aufbruch:

Du gehst von zu Hause los. Überleg dir einen Weg, den du gerne gehen möchtest und ungefähr eine Stunde Wegzeit bietet. Bevor du losgehst, kannst du ein Gebet sprechen: „Herr, ich mache mich auf den Weg. Ich möchte darüber dachdenken, was dein Leiden und Sterben für mich heute bedeutet. Ich bitte dich, begegne du mir auf dem Weg, dass er mir zum Segen wird. Amen.“

Nach 10 Minuten kommst du zur ersten Station.

1. Station: Simon von Zyrene

Bibeltext: Die Soldaten führten Jesus zur Hinrichtung. Unterwegs hielten sie Simon von Zyrene an, der gerade vom Feld zurückkam. Sie luden ihm das Kreuz auf, damit er es hinter Jesus her trug. (Lukas 23, 26)

Impuls: Was trägst du mit dir rum? Was belastet dich?

Aktion: Suche dir einen (schweren) Stein, der deine Last symbolisiert und trage ihn den weiteren Weg mit dir. Wenn du willst, mach ein Foto deines Steins und teile es mit den anderen.

Nach 15 Minuten kommst du zur zweiten Station.

2. Station: Die weinenden Frauen

Bibeltext: Viele Leute aus dem Volk liefen hinterher. Darunter waren Frauen, die sich auf die Brust schlugen und um ihn weinten. (Lukas 23, 27)

Impuls: Wie gehst du mit dem Leid um dich herum – dem Leid in der Nähe und dem Leid in der Ferne? Wenn du willst, schreibe den anderen deine Gedanken.

Aktion: Schreibe auf ein Papiertaschentuch (mit Filzstift oder Kuli) welches Leid dir nahegeht. Wenn du willst, mach ein Foto deines Taschentuches und teile es mit den anderen. Pack das Taschentuch ein und nimm es mit auf den nächsten Wegabschnitt.

Nach 15 Minuten kommst du zur dritten Station.

3. Station: Der Spott der Soldaten

Bibeltext: Die Soldaten verteilten seine Kleider und losten sie untereinander aus. Das Volk stand dabei und schaute zu. Die Mitglieder des jüdischen Rates verspotteten ihn. Sie sagten: „Andere hat er gerettet. Jetzt soll er sich selbst retten, wenn er der Christus ist, den Gott erwählt hat.“ Auch die Soldaten trieben ihren Spott mit ihm. Sie gingen zu Jesus und reichten ihm Essig. Dabei sagten sie: „Wenn du der König der Juden bist, rette dich selbst!“ (Lukas 23, 34b – 37)

Impuls: Wie kann Jesus diesen Spott ertragen? Warum nutzt er seine Macht nicht aus? Wenn du willst, schreibe den anderen deine Gedanken.

Aktion für mehrere Personen: Jesus vertraut sich Gott bedingungslos an. Schließt die Augen und lasst euch führen, und achtet darauf, wie oft in 5 Minuten ihr der Versuchung (nicht) widerstehen könnt, die Augen zu öffnen oder wnigsten zu blinzeln. Tauscht nach 5 Minuten die Rollen. Wenn ihr wollt, schreibt den anderen in der über den Messenger eure „Blinzelanzahl.“

Aktion für dich allein: Ein Gedankenexperiment: spinn doch mal die Geschichte Jesu und der Kirche weiter, wenn er vom Kreuz „Halt! Stopp! Aufhören!“ geschriehen hätte, und sich selbst befreit hätte. Wenn du willst, dann schreibe den anderen deine Gedanke.

Nach 15 Minuten kommst du zur nächsten Station.

4. Station: Die Grablegung

Bibeltext: Nachdem Jesus etwas von dem Essig genommen hatte, sagte er: „Jetzt ist alles vollendet.“ Er ließ den Kopf sinken und starb. Die beiden Männer (Josef von Arimathäa und Nikodemus) nahmen den Leichnam von Jesus. Zusammen mit den wohlriechenden Salben wickelten sie ihn in Leinenbinden ein. So war es bei jüdischen Begräbnissen üblich. (Johannes 19, 30 und 40)

Impuls: Als Jesus starb, nahm er all das mit in den Tod, was wir ihm abgeben wollen. Er starb, damit wir leben können. (Hier kann eine Kurzandacht zu Karfreitag folgen. Diese wird im Messenger als Audiodatei aufgenommen und die Teilnehmenden können sie sich jetzt anhören).

Aktion: Lege deinen Stein und dein Taschentuch ab. Wenn du willst, verbrenne das Taschentuch. Pflück dir eine Blume und rieche an ihr. Freue dich an ihrem Duft und nimm sie mit nach Hause. Wenn du willst, teile ein Foto von der Blume mit den anderen.

Das war die letzte Station. Gehe jetzt wieder nach Hause.

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