Online-Duellparade

Für einen vielfältigen Abend per Videokonferenz

Bei der Duell-Parade treten mehrere Teams gegeneinander an. Die Duelle finden in den verschiedensten und vielfältigsten Kategorien statt, sodass Teams verschiedene Stärken und verschiedenes Wissens miteinander kombinieren und nur gemeinsam zum Sieg kommen können.

Ein Team erhält je 3 Punkte, wenn es eine Kategorie insgesamt gewonnen hat. Es geht also immer um den Sieg der gesamten Kategorie. Für den Gewinn einzelner Spiele in einer Kategorie gibt es keine finalen Punkte.

Du kannst je nach Anzahl der Teilnehmenden beliebig viele Teams einteilen. Bei Fragen gilt immer die Antwort, die zuerst von jemandem aus dem Team gerufen wurde.

1. Duell Buchstabengeschichte

Hier ist die schnelle Kreativität der Teilnehmenden gefragt. Die Spielleitung gibt eine Überschrift der Geschichte vor (z. B. „Der Kampf des Gemüses“). Dann wird ausgewürfelt, welches Team startet: Wessen gleichzeitig im Chat abgesendeter Zahlenwert liegt näher an der gewürfelten Zahl?

Dann beginnt das erste Team, die Geschichte zu erzählen. Dabei muss deren Satz mit A beginnen (z. B. Am Anfang waren Tomaten, Gurken, Bananen und Äpfel noch gute Freunde).

close up photography of brown jukebox letter keys

Das nächste Team muss die Geschichte dann mit einem mit B beginnenden Satz fortführen (z. B. Bananen aber bildeten nach und nach eine Ablehnung gegen die …) und so geht es von Team zu Team das gesamte Alphabet durch.

Gleichzeitig läuft immer eine Uhr. Jedes Team hat eine gewisse von der Spielleitung vorher vorgegebene Zeit, um seine Antwort mit dem richtigen Buchstaben anfangend zu geben. Schafft ein Team dies nicht oder bringt einen nach Gefühl der Spielleitung komplett aus dem Zusammenhang gerissenen Satz, dann ist das Team raus.

Je nach Zeit, die so eine Runde dauert, empfehlen sich 3-4 Runden der Buchstabengeschichte. Es braucht somit ca 3-4 Überschriften in der Vorbereitung.

Das Team, welches am häufigsten am Ende übrig geblieben ist, gewinnt diese Kategorie.

2. Duell Lieder und Emojii´s

Hier geht es um eine schnelle Auffassungs- und Kombinationsgabe der Teams.

Dieses Duell ist in zwei Kategorien aufgeteilt. Hier geht es in jeder Spielrunde beider Kategorien darum, Punkte zu sammeln: Pro richtige, schnellste Antwort gibt es einen Punkt. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Punkten für die gesamte Kategorie und erhält die drei Punkte.

woman wearing white headphones

In der ersten Kategorie „Lieder“ geht es darum, dass 10 Sekunden eines Liedes per Handy oder Musikbox des Leiters angespielt werden. Die Teams müssen anhand eines Reaktionstools der genutzten Videoplattform (z. B. Hand heben) schnellstmöglich anzeigen, dass sie Interpret und Liedtitel kennen. Hier kann die Spielleitung der Jugendgruppe angepasste Lieder raussuchen. Wir empfehlen 3 Lieder zu nutzen.

In der zweiten Kategorie „Emojiis“ werden Wörter anhand von Emojii´s gesucht. Dazu braucht es die PowerPoint Präsentation und die Möglichkeit für die Spielleitung, die Präsentation zu teilen. Wie in obiger Kategorie geht es hier ebenfalls darum, per Anzeigetool der Videoplattform anzuzeigen, wenn man meint, das Wort aus den Emojii´s heraus kombiniert zu haben. Für jedes richtige Wort gibt es einen Punkt.

Lösungen zu Emojii-Quiz aus der PowerPoint

Folie 2

Folie 3

Folie 4

Folie 5

Folie 6

Folie 7

Folie 8

Folie 9

Bücherwurm

Schweinegrippe

Eiszeit

Lichterkette

Kirschblütenfest

Morgenstern

Goldrausch

trojanisches Pferd

Am Ende werden die Punkte beider Kategorien zusammengefügt und das Team mit der höchsten Punktzahl gewinnt.

3. Duell Run-Aufgabe

Hier geht es um die Schnelligkeit und räumliche Orientierung der Teilnehmenden.

Es werden Dinge genannt, die die Teilnehmenden aus ihrem eigenen Haushalt schnell holen und vor die Kamera halten müssen. Am Ende geht es darum, welche Gruppe insgesamt und komplett zuerst wieder mit entsprechenden Gegenständen vor den Bildschirmen sitzt. Diese Gruppe erhält dann den Punkt der Runde. Je nach Zeit und Offenheit der Teilnehmenden empfiehlt sich hier noch eine kleine Austauschrunde, welche Geschichten hinter den jeweiligen Gegenständen stecken.

Optional lässt sich sagen, dass der Gegenstand keinesfalls aus dem Zimmer sein darf, in dem die Teilnehmenden sich gerade befinden.

Run 1

Run 2

Run 3

Ein Lebensmittel, welches du in den letzten 48 Stunden mehrfach zu dir genommen hast.

Ein Gegenstand, mit dem du in diesem Jahr schon ein lustiges Erlebnis hattest.

Drei Gegenstände, die du auf eine einsame Insel mitnehmen würdest.

4. Duell Wahrheit oder Lüge

Bei diesem Duell geht es um detektivische Fähigkeiten und Kreativität.

Die Gruppen werden für 15-20 Minuten in eine Besprechung geschickt, die sowohl über Telefonkonferenzen, als auch über Extra-Räume in den Videoplattformen stattfinden kann. Dort sollen sich die Teams drei Geschichten / Erlebnisse / Fakten überlegen, in denen am besten alle Mitglieder des Teams vorkommen. Ob zwei dieser Fakten/Geschichten wahr und eine falsch sein sollen oder andersherum, liegt im Ermessen und der Entscheidung der Spielleitung. Wir empfehlen bei sich nicht so gut kennenden Gruppen zwei wahre und eine falsche Geschichte.

Es kann sich dabei um Erlebnisse handeln, die alle aus dem Team gemeinsam gemacht haben oder um Fakten, die auf alle betreffenden Teammitglieder zutreffen (wie z. B. hatten alle denselben Englisch-und Geschichtslehrer, obwohl sie aus unterschiedlichen Klassenstufen kommen).

Nach der Besprechungszeit in Teams kommen alle wieder zusammen. Dann werden die Fakten/Geschichten nacheinander präsentiert und die anderen Teams müssen sich festlegen, was stimmt und was nicht. Dabei gibt es für jede zutreffende Antwort einen Punkt.

Das Team mit den meisten Punkten am Ende gewinnt die gesamte Kategorie.

Bei einem Stechen kann die Spielleitung etwas von sich preisgeben und dann wird nach Schnelligkeit und zutreffender Antwort der entscheidende Punkt erspielt.

white and black i am a good day print card

5. Duell Rätselraten auf Zeit

Hier braucht es Kombinations-und Auffassungsgabe der Teilnehmenden.

Die Spielleitung liest ein Rätsel vor und stellt es gleichzeitig in den Chat der Videoplattform, sodass alle es jederzeit lesen können. Wie in obigen Kategorien können Teams anhand einer Anzeigefunktion der Videoplattform (z. B. Hand heben) anzeigen, dass sie die Antwort wissen. Jedes Team hat allerdings nur eine Chance. Sollte die Antwort falsch sein, kommt automatisch das nächste Team an die Reihe.

Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt. Das Team mit den meisten erratenen Rätsel gewinnt diese Kategorie.

snowman with red knit cap and red knit cap

Rätsel 1

Ich bin kein Tannenbaum und auch kein Strauch, aber ich habe einen dicken Bauch. Ich bin auch kein Tier, das Gemüse frisst, aber ich habe eine Rübe im Gesicht. In meinem Körper fließt kein Blut, aber ich trage einen Hut. Ich mag gern Kälte und Wind. Ich lebe nur im Winter und ich mag jedes Kind.

Lösung: Ein Schneemann

3 x 3 rubiks cube

Rätsel 2:

Kennst du mich, so freut es dich;

Kennst du mich nicht, so suche mich:

Du findest mich ganz sicherlich.

Lösung: Die Lösung eines Rätsels

ripped yellow paper showing woman's nose and lips

Rätsel 3:

Zweiunddreißig Schimmel auf einem roten Hang – erst malmen sie, dann stampfen sie und warten wieder lang.

Lösung: Zähne

1 U.S. dollar banknote on white surface

Rätsel 4:

Wer es macht, der sagt es nicht.

Wer es nimmt, der weiß es nicht.

Wer es kennt, der nimmt es nicht.

Lösung: Falschgeld

Rätsel 5:

Wie viele Uhren stehen mindestens im Regal?

Ich habe vor mir in einem Regal nebeneinander Uhren in einer Reihe stehen. Zwei davon sind Kuckucksuhren. Eine Kuckucksuhr ist die sechste Uhr von links, die andere ist die achte Uhr von rechts! Zwischen den beiden Kuckucksuhren stehen genau drei andere Uhren.

Lösung: 9 Uhren

Abschließend

Am Ende werden die jeweiligen Punkte aus den Kategorien zusammengerechnet und es wird ein Sieger ermittelt. Sollte es zu einem Stechen kommen, empfiehlt sich eine Runde „Schere-Stein-Papier“ wobei die jeweiligen Duellpartner auf Kommando des Spielleiters ihren gewählten Move gleichzeitig in den Chat schreiben.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 2/2021. Es geht in fünf Lektionen um den Epheserbrief:

Lektion 4 Epheser 1,3-14 Erstmal: Gott Beifall klatschen

Lektion 5 Epheser 5,1-14 Licht leuchtet

Lektion 6 Epheser 5,15-20 Die Zeit nutzen

Lektion 7 Epheser 6,10-20 Gut ausgerüstet

Lektion 8 Epheser 4,1-6 Eins sein

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Du bist ein geliebtes Kind Gottes.

Checker

Gott hat mich gerettet, weil er Jesus, das Licht, in meine Welt gesandt hat.

Der Text an sich

Gotteslob und ihn preisen, so begann Paulus den Epheserbrief. Die Freude über Gottes Segenshandeln an den Christen ist riesig, denn er sieht Gottes Handeln als Erlösung der Glaubenden.

Doch spätestens ab Kapitel 4 beginnt er die Epheser zu ermahnen. Er ruft zur Einheit der Christen im Glauben auf. Sie sollen ihren Blick nach Jesus ausrichten und das heidnische, nicht-christliche Leben ablegen. Konkretisiert wird dies in verschiedenen Einzelmahnungen. Wie lebt ein Christ in Liebe? Was passt zu einem Christenmenschen, was sollte er unterlassen?

In Gottes Handeln sehen wir die Art Liebe, zu der wir zwar nicht vollkommen imstande sind, der wir aber mehr und mehr nacheifern sollen, an der wir uns orientieren sollen. Gott gibt uns eine Richtung vor. Paulus macht deutlich was geht und was nicht geht.

Das Bild von Licht und Dunkelheit ist dabei sehr aussagekräftig und bildhaft, wie zwei Weltprinzipien, die sich ohne Kompromisse gegenüberstehen. Paulus beschreibt etwas, das nicht nur den Ephesern gilt, sondern auch uns. Die Epheser lebten einmal in der Dunkelheit, doch weil sie erkannt haben, dass Gott sie durch seine Tat, seinen Sohn Jesus zu opfern, gerettet hat und sie ins Licht führte, leben auch sie nun im Licht.

Damit dies so bleibt, sollen sie die Dinge meiden, die Gott missfallen. Dabei sollen sie aber nicht die Menschen vermeiden, sondern nur deren Taten, wenn sie Gott nicht gefallen könnten. Das heißt für die Epheser: bei allem sollen sie immer wieder Gott fragen und sich prüfen lassen. Fokussiere ich meinen Blick noch auf Jesus? Wo stelle ich etwas vor Gott? Wo handele ich nicht mehr als geliebtes und gerettetes Kind im Lichte Gottes? Eigenes Fehlverhalten sollte nicht verheimlicht werden, sondern gilt es offenzulegen und ehrlich vor Gott zu bringen. Ein Punkt, den wir alle als schwierig empfinden, der aber durchaus befreiend sein kann und sollte.

Paulus‘ Mahnung mag uns zwar ein schlechtes Gewissen machen, aber sie führt uns auch aus unserer Dunkelheit wieder ans Licht und richtet unseren Blick wieder auf ihn und Jesus aus.

Der Text für mich

Beim ersten Lesen dieser Bibelstelle hatte ich ein unglaublich schlechtes Gefühl, das wie eine Last auf mich drückte. Ich fühlte mich ertappt. Nicht alles traf auf mich zu, aber ich hatte das Gefühl, dass der Rest schon ausreichte, nicht mehr für Gottes Reich zu genügen. Nicht mehr in seinem Licht leben zu dürfen. Ich fragte mich: „Wie kann ich da noch Gottes Kind sein? Darf ich mich überhaupt noch so nennen?“

Nachdem ich aber einige Zeit mit dem Text unterwegs und mit Menschen darüber im Gespräch war, merkte ich: „Ja, ich darf!“ Ich habe in meinem Leben einige Fehler gemacht und obwohl ich Christ bin, mache ich manche von diesen noch heute. Doch weil ich es weiß, kann ich immer wieder zu Jesus gehen, ihn darum bitten, mir zu verzeihen und mir zu helfen, es besser zu machen. Er kann mir die Last von den Schultern nehmen. Sein Licht hat mich ausgefüllt und füllt mich weiter aus. Ich darf in seinem Licht leben, ihn als Vorbild nehmen und in seinem Licht für andere, mit anderen leuchten.

Der Text für dich

Starter

Alle Kinder werden sich bei diesem Text ertappt fühlen, denn auch sie haben mal schlecht über jemanden geredet oder die Süßigkeiten nicht mit anderen geteilt. Vielleicht haben sie ihre Tat sogar vertuscht. Was sie nicht ahnten, sie wurden von Gott bemerkt.

Dieser Text bietet eine gute Gelegenheit, die Taten vor Gott offenzulegen und Gott um Verzeihung zu bitten. Dabei sollen die Kinder merken, wie entlastend es ist, die Schuld bei Gott abzulegen. Wenn man den Kindern dann auch noch zuspricht: „Gott hat deine Schuld vergeben“, werden sie sich leichter und fröhlicher fühlen. Sie werden strahlen und leuchten und merken: sie sind Gottes geliebte Kinder.

Checker

Den Kindern, die schon länger dabei sind, wird bewusstwerden, dass es nicht möglich wäre, die Schuld bei Gott abzulegen, wenn Jesus selbst nicht für unsere Schuld ans Kreuz gegangen wäre. Sie erkennen, dass sein Opfer Gott die Möglichkeit gegeben hat, unser Leben zu erleuchten. Sie merken, wenn sie mal was anstellen, was Gott nicht gefallen könnte, dass es dunkel in ihnen drinnen werden kann. Durch das Offenlegen vor Gott, kann es aber in ihnen drinnen wie draußen hell werden.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Rahmen-Bilder

Hier kann man Bilder (Porträt, Kleingruppen, Gruppen) mit Rahmen machen. Dazu wird ein Fotoapparat, ein leerer Bilderrahmen und mindestens ein Kind gebraucht. Gemeinsam kann man mit den Kindern schöne, aber auch lustige Bilder machen, indem die Kinder den Rahmen um sich halten oder sich außerhalb des Rahmens befinden. Schönheitsregeln gibt es nicht. Man darf verrückte, fröhliche, aber auch böse Bilder machen.

Idee 2

Verstecken im Dunkeln

Was gebraucht wird, ist ein Haus oder ein Raum mit guten Versteckmöglichkeiten, das / der verdunkelt werden kann und in welchem keine anderen Gruppen gestört werden. Es funktioniert wie Verstecken, nur im Dunkeln. Es gibt einen Sucher und der Rest versteckt sich. Niemand muss sich frei schlagen. Der Sucher muss die Kinder finden. Um einen besonderen Effekt zu bekommen, kann man eine Taschenlampe nutzen. Jedes Kind, das gefunden / gerettet wurde, bekommt ein Teelicht.

Verkündigung

Erzählung mit Hilfe eines Rahmens

Die Rahmengeschichte

Ein leerer Rahmen wird gut für alle Kinder sichtbar, noch ohne Beschriftung, in die Mitte gelegt. Den Kindern werden Begriffe und Herzen gegeben und kurz erklärt, dass sie nun einen Text hören werden, in dem diese Begriffe vorkommen. Was sie damit dann machen werden, wird der Mitarbeiter ihnen dann vormachen, daher sollten sie gut aufpassen. Der Mitarbeiter sollte ein Herz, einen schwarzen und einen bunten Zettel haben, ebenso die Verse 1 und 8b. Der Text wird nun vorgelesen. Dabei ergänzt sich nach und nach der Rahmen.

Der 1. Vers sollte auf den oberen Rand platziert werden.

Beim 2. Vers können Herzen mit der Aufschrift „Liebe“ links und rechts auf den Rahmen gelegt werden. Der Mitarbeiter macht es vor und deutet den Kindern an, es ihm nachzumachen. Gut wäre es, wenn so lange eine Pause eingelegt werden würde, bis alle ihre Herzen abgelegt haben und wieder aufmerksam zuhören können.

Die Begriffe, die bereits mit Worten auf schwarzem Papier geschrieben wurden und die Verse 3 und 4 können nun in die Mitte des Rahmens gelegt werden. Bis zum Vers 7 wird weiter vorgelesen

Der 8. Vers wird an die unteren Rahmenseite gesetzt. Idealerweise stoppt man hier und lässt es auf die Kinder wirken. Wenn man mag, kann man diese acht Verse noch einmal vorlesen, damit sich der Zusammenhang bei den Kindern verfestigt.

Nach einer kurzen Pause liest man nun die restlichen Verse 9 bis 14 vor. Diese positiven, auf buntem Papier geschriebenen Begriffe, werden über das, was Gott nicht gefällt, gelegt. Achtung: Auch hier kommen nochmal Dinge vor, die Gott nicht gefallen, auch die sollten in den Rahmen gelegt werden, aber nicht über die bunten Zettel. Beim letzten Vers wird eine große brennende Kerze über den Rahmen gestellt. Wie bei den ersten Versen können auch diese letzten Verse noch einmal vorgelesen werden.

Ein wichtiger Hinweis: Bei dem Begriff „Unzucht“ schrillen wahrscheinlich bei einigen die Alarmglocken. Es ist schwierig, so ein Thema mit Kindern in diesem Alter aufzugreifen, vor allem, weil es den Eltern obliegt, ihre Kinder aufzuklären. Aber auch gerade, wenn ein Kind eine negative Erfahrung gemacht haben könnte, ist dies ein seelsorgerliches Thema und sollte nicht im geschützten Rahmen einer Kindergruppe angesprochen werden. Daher ist meine Empfehlung, diesen Begriff zu überspringen. Der Text gibt genug her, womit die Kinder sich im Nachhinein identifizieren können.

Die andere Idee

Erzählen in Dunkelheit bis es Licht wird

Die Kinder liegen in einem dunklen Raum, entweder einzeln oder mit einem guten Freund zusammen, damit sie keine Angst bekommen. Der erste Teil (Vers 1- 8a) wird in dem dunklen Raum von einem Mitarbeiter vorgetragen. Wichtig sind beim Wiedergeben die Lautstärke und die Betonung, das Tragende, das Schwere und auch Verurteilende. Man kann, wenn man es nicht selbst vorträgt, alles schon vorher aufnehmen und es abspielen, dies erleichtert auch das folgende Handeln.

Ab Vers 8b zündet der Mitarbeiter eine große Kerze an, die er mitten in den Raum hineintragen kann. Das Erzählen sollte ruhiger, langsamer, mit Pausen, fröhlicher, sanfter erfolgen. Mit jedem Wort, wie z. B. Wahrheit, Güte, Gerechtigkeit, zündet er ein Teelicht an der großen Kerze an. Er geht auf eines der Kinder zu, hilft ihm in eine sitzende Position (siehe Vers 14) und überreicht ihm die Kerze, bis am Ende jedes Kind eine Kerze hat und der Raum durch sie erleuchtet wird. Sollten viele Kinder vorhanden sein, dürfen größere Kinder auch helfen und das Gleiche wie der Mitarbeiter tun.

Auch hier gilt der Hinweis wie bei der Rahmengeschichte.

Der Text gelebt

Wiederholung

Vor den Kindern liegen verschiedene Begriffe aus dem Bibeltext, die es in zwei Kategorien zu sortieren gilt: „Was sollte ich als Gottes geliebtes Kind nicht tun“ und „Was sollte ich tun?“

Je nachdem, wie man die Kinder einschätzt, können auch ohne Vorgabe der Begriffe die Kinder überlegen, welche Begriffe sie noch wissen. Diese schreiben sie auf einen Zettel und ordnen sie der jeweiligen Kategorie zu. Fehlendes kann mit Hilfe des Mitarbeiters ergänzt werden.

Gespräch

Als Allererstes sollten unbekannte Begriffe erklärt werden.

Der Schwerpunkt wird nun auf das gelegt, was Gott nicht mag. Die Begriffe werden nochmal ausgelegt: Was gefällt Gott nicht? Was davon haben die Kinder schon getan? Fällt ihnen etwas ein, nehmen sie sich einen Stein aus der Mitte und legen ihn zu dem Zettel. Sie können erzählen, was passiert ist, oder auch nicht. Sie dürfen aber gerne ermutigt werden zu erzählen.

Danach bekommen die Kinder Zeit, zu überlegen, was sie gerne ändern möchten. Haben die Kinder zuvor mehrere Dinge angesprochen, dann sollte man ihnen das Gefühl geben, nicht alles mit einem Mal ändern zu müssen, sondern schrittweise vorzugehen. An das, was ihnen wichtig ist, dürfen sie ein Teelicht stellen. Hat man nicht so viele Teelichter, können bunte Muggelsteine genutzt werden. Gemeinsam können die Kinder auch überlegen, wie sie etwas ändern möchten, bzw. wo sie möchten, dass ihnen etwas besser gelingt. Gemeinsame Ideen können das jeweilige Kind bestärken.

Zum Abschluss sollten die Kinder überlegen, was eigentlich passiert, wenn sie immer wieder die Dinge tun, die Gott nicht gefallen. Den Kindern sollte die Angst genommen werden, dass sie irgendwann nicht mehr zu Gott kommen könnten bzw. er nicht mehr verzeihen könnte und sie vielleicht nicht mehr seine geliebten Kinder sind. Der Text soll uns daran erinnern, immer wieder, z. B. vor dem Schlafengehen, Gott von unserem Tag zu erzählen. Und daran, dass wir ihm alles erzählen können. Gott ist jemand, der uns vergibt, wenn wir ehrlich sind und immer wieder versuchen, einander das Gute zu tun.

Merkvers

Jesus spricht: Ich bin das Licht dieser Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln. Er wird das Licht des Lebens haben. (Johannes 8,12 – BasisBibel)

Eine Möglichkeit ist die Kreatividee.

Eine andere Möglichkeit ist die Bewegung zum Vers:

Jesus spricht: // Auf Jesus zeigen
Ich bin das Licht dieser Welt. // Die Arme machen eine große Kreisbewegung
Wer mir folgt, // Gehbewegung
Tappt nicht mehr im Dunkeln. // Eine Hand vor die Augen, die andere suchend nach vorne strecken, leicht nach vorne tapsen
Er wird das Licht des Lebens haben. // Die Hände berühren sich und gehen von der Körpermitte schwungvoll nach oben auseinander.

Gebet

Am Ende des Gesprächs können die Kinder füreinander beten, mit kurzen Sätzen, wie z. B. „Hilf Timo, sich zu entschuldigen“, oder „Hilf Bea, nicht mehr gemein zu Anna zu sein.“, oder „Danke, dass du Linus hilfst, ehrlich zu sein“. Wie eine Art Popcorngebet, jeder betet dann, wenn ihm was einfällt.

Kreatives

Bunte Fensterlichter aus Brottüten und Lichterketten

Auf die Brottüten können bunte Bilder gemalt werden, aber auch mit Transparentpapier oder Blättern geklebt werden. Man kann aber auch den Merkvers draufschreiben. Idealerweise haben die Kinder bereits Lichterketten von Weihnachten zu Hause. An diesen kann man die Brottüten befestigen und sie an das Fenster hängen. Dies erfreut jeden, der am Fenster vorbeiläuft.

Rätselhaftes

Arbeitsblatt

Die Kinder bekommen den Bibeltext (Basisbibel) vorgelegt und dazu gibt es Fragen:

  • Wie oft kommt das Licht vor? (7x)
  • In welchen Versen kommt die Dunkelheit vor? (Verse 8 und 11)
  • Welchen Ertrag bringt das Licht? (Güte, Gerechtigkeit, Wahrheit)
  • Was soll geprüft werden? (Was dem Herrn gefällt)
  • „Wach auf … steh auf …“ Wo steht das? (Vers 14)
  • Was tut das Licht? (aufleuchten, erstrahlen)

(T)Extras

Lieder

  • Bibelentdecker
  • Jesus, dein Licht

Spiele

Ich seh‘ ein Licht, ich hab‘ ein Licht, ich geb‘ es weiter.

Normalerweise spielt man es mit Streichhölzern, aber ich würde hier auf Wunderkerzen zurückgreifen. Die Kinder stehen draußen im Kreis. Eines der Kinder hat eine brennende Wunderkerze und muss ganz schnell aufsagen: „Ich seh‘ ein Licht, ich hab‘ ein Licht, ich geb‘ es weiter.“ Dann gibt es die Wunderkerze im Uhrzeigersinn weiter. Geht die Wunderkerze aus, scheidet auch das Kind aus. Eine neue Wunderkerze muss angemacht werden und es wird so lange gespielt, bis ein Kind übrig bleibt – dementsprechend braucht es Wunderkerzen. Vorsicht: Wegen der Kleidung und möglicher Funken. Zudem könnten manche Kinder auch Angst vor den Funken haben.

Malen mit Taschenlampe

Die Kinder sitzen vor einer weißen Wand bzw. einem Tuch. Eventuell muss der Raum abgedunkelt werden. Mit dem Lichtschein einer Taschenlampe malt ein Kind ein Bild: z. B. Sonne, Kreuz … Die anderen Mitspieler müssen erraten, was es darstellt. Danach ist ein anderes Kind an der Reihe.

Im Licht sieht alles anders aus

Den Kindern werden die Augen verbunden. Mit verbunden Augen müssen sie Dinge berühren / erfühlen: z. B. Honig. Oder sie werden von Sachen berührt: z. B. mit einer Feder über die Hand streichen. Wichtig: es sollten Dinge sein, die in der Dunkelheit etwas anderes auslösen, als bei Licht betrachtet. Die Kinder müssen erraten, was sie fühlen. Liegen sie richtig? Was denken sie, wenn sie es bei Licht betrachten?

Eine Annäherung an das Gleichnis „Die Arbeiter im Weinberg“ mit selbst durchlebter Erfahrung und Erzählpantomime

Besondere Hinweise: Ergebnisse dieser Gruppenstunde können in einem Gottesdienst weiterverwendet werden. Weitere Methoden können aus dem zugehörigen Baustein entnommen werden.

Erzählpantomime

Material: große verstellbare Uhr, Geldsäckchen mit Münzen (z. B. Schokogeld), kleine Glocke oder Holzhammer/Fleischklopfer, Tisch, Stab mit Mund, Papier und Stifte, Fotokamera oder Handykamera

Erklärung zur Erzählpantomime:

Der Gruppenleiter liest den Text vor und die Teilnehmenden spielen pantomimisch ihre Rolle.

  • Variante 1: Immer, wenn der Erzähler einen Satz in direkter Rede vorliest und einen Stab hochhält, auf dem an der Spitze ein großer Mund aus Pappe angebracht ist, dann wiederholt die entsprechende Person / Personengruppe diesen Satz.
  • Variante 2: Immer, wenn der Erzähler in der Geschichte innehält und mit einer Handbewegung auf eine einzelne Person oder die gesamte Szene zeigt, dürfen diese frei improvisieren und das sagen / so agieren, wie sie es von diesen Personen vermuten. Hand des Erzählers ausgestreckt nach oben bedeutet: wieder stumm werden …

Der folgende Erzählvorschlag ist gekennzeichnet mit den Momenten, in denen der Stab hochgehalten wird. Entscheidet man sich für die freie Rede, könnten genau auch diese Stellen die Möglichkeit zum freien Spiel sein.

Ablauf:

Für die Erzählpantomime müssen zuerst die Rollen vergeben werden. Dies kann per Losverfahren geschehen, oder man nennt die Rollen und die Teilnehmenden melden sich dafür.

Es gibt – je nach Anzahl der Gruppengröße – die Möglichkeit, dass nur ein Teil der Teilnehmenden spielt und die anderen als Zuschauer fungieren. Bei vielen Teilnehmern können die „Arbeitergruppen“ entsprechend viele Teilnehmenden zugewiesen bekommen, oder aus dem „Chef“ wird eine „Chefetage“ mit 2-3 Personen, die Gewerkschaft kann auch durch mehrere vertreten werden, usw.

Rollen:

  • Arbeitergruppe 1 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 2 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 3 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 4 (2-X Personen)
  • Arbeitergruppe 5 (2-X Personen)
  • Chefetage (1-3 Personen)
  • Gewerkschaft (1-X Personen)
  • Richter (1-2 Personen)
  • Anwalt (2-4 Personen)

Tipp:

Wer möchte, kann parallel zu der Erzählpantomime Fotos machen, die z. B. in einem Gottesdienst verwendet werden können. Entweder, um das Gleichnis als Schriftlesung mit passenden Begleitfotos zu lesen, oder auch, um während der Predigt passende Bilder zu zeigen.

Erzählvorschlag für Erzählpantomime

Uhr auf 6 stellen, die Person/en der Chefetage setzen sich hinter den Tisch, das Geldsäckchen liegt auf dem Tisch

Es ist 6 Uhr. Die Chefetage sitzt am Tisch. Heute ist gute Arbeit im Angebot. Die Arbeitergruppe 1 kommt zur Chefetage und stellt sich vor dem Tisch auf. Die Lohnverhandlungen beginnen. Eine Münze für einen Tag bietet die Chefetage an. Das ist ein faires Angebot. Die Chefetage sagt: „Eine Münze für einen Tag!“ (Mund hochhalten und wiederholen lassen) Die Arbeiter schauen sich an, sind sehr zufrieden mit dem Angebot. Sie nicken und bestätigen: „Eine Münze für einen Tag!“ (Mund hochhalten und wiederholen lassen) Die Arbeiter ziehen los zu ihrem Arbeitsplatz, die Chefetage schaut zufrieden hinterher.

Uhr auf 9 stellen

Es ist 9 Uhr. Schon drei Stunden sind vergangen, die Arbeiter, die morgens eingestellt wurden, arbeiten fleißig. Aber die Chefetage hat festgestellt, dass sie noch mehr Arbeiter brauchen könnte. Sie ruft wieder auf, dass Arbeitssuchende sich gern noch bei ihnen melden können. Die Arbeitergruppe 2 kommt zur Chefetage. Die Lohnverhandlungen beginnen, die Chefetage verspricht einen gerechten und angemessenen Lohn. („Wir versprechen euch einen angemessenen Lohn!“ – Mund hochhalten) Die Arbeiter sind mit dieser Zusage einverstanden. („Ja, wir nehmen die Arbeit an. Für einen gerechten, angemessenen Lohn!“) Die Arbeitergruppe 2 macht sich auf den Weg zur Arbeit – alle sind froh, dass auch sie trotz der fortgeschrittenen Zeit doch noch einen Arbeitsplatz bekommen haben.

Uhr auf 12 stellen

Es ist 12 Uhr. Immer noch scheinen Arbeiter zu fehlen, immer noch gibt es Menschen ohne Arbeit. Die Chefetage begrüßt die Arbeitergruppe 3. Es ist nun schon Mittag. Die erste Gruppe hat schon 6 Stunden Arbeit hinter sich, die zweite Gruppe arbeitet auch schon 3 Stunden. Sie freuen sich auf ihren gerechten Lohn. (Mund hochhalten) Die Arbeitergruppe 3 kommt zum Tisch der Chefetage. Nur noch ein halber Tag liegt vor ihnen, sie schauen die Chefetage fragend an. Doch die Chefetage nickt freundlich. Auch für sie gibt es noch Arbeit. Auch für sie soll es einen angemessenen und gerechten Lohn geben. (siehe Wdh. der Sätze von 9 Uhr mit Mund hochhalten)

Uhr auf 15 stellen

Es ist 15 Uhr. Gerade noch 3 Stunden bis zum Ende des Arbeitstages. Und immer noch stellt die Chefetage neue Leute ein. Die Arbeitergruppe 4 kommt zur Chefetage und ist sichtlich erleichtert, dass auch sie noch eingestellt wird. Für einen angemessenen Lohn. Sie denken: „Besser wenig als gar nichts …“ (Mund hochhalten)

Uhr auf 17 stellen

Es ist 17 Uhr. Der Tag neigt sich dem Ende zu. Alle Arbeiter, die heute eingestellt wurden, haben hart gearbeitet, um sich ihren Lohn zu verdienen. Am meisten die, die morgens um 6 Uhr angefangen haben. Aber auch die anderen. Nur noch eine Stunde ist zu arbeiten, dann trifft man sich bei der Chefetage und der Tageslohn wird ausgezahlt. Aber halt! Da sind ja immer noch welche! Die Arbeitergruppe 5 steht noch da. Die sehen aber auch nicht grade so aus, als ob sie vor Kraft strotzen. Relativ verständlich, dass die keine Arbeit bekommen haben. – Und was passiert? Die Chefetage geht zu denen hin??! Und bietet ihnen auch noch Arbeit an? Zu einem angemessenen Lohn. Nun ja, viel kann das wohl nicht mehr sein. Für eine einzige Stunde Arbeit. Aber sie nehmen das Angebot dankbar an. (Mund hochhalten)

Uhr auf 18 stellen

Geschafft! 18 Uhr. Der Arbeitstag ist zu Ende. Die Arbeitsgruppen stellen sich im Halbkreis auf – um den Tisch der Chefetage. Sie erwarten ihren Lohn. Das Geldsäckchen liegt auf dem Tisch. Die Chefetage ruft aus: „Willkommen zur Lohnauszahlung des heutigen Tages!“ (Mund hochhalten) Alle schauen erwartungsvoll zur Chefetage. „Wir beginnen mit denen, die als letztes zu uns gestoßen sind. Mit denen, die eine Stunde gearbeitet haben! Arbeitsgruppe 5, bitte vortreten!“ Die Chefetage greift zum Geldsack und gibt jedem Arbeiter eine Münze. Dann bekommen die, die um 15 Uhr angefangen haben auch eine Münze. Und jeder, der um 12 Uhr angefangen hat, auch eine Münze. Und die, die um 9 Uhr angefangen haben, auch eine Münze. Und zuletzt die, die morgens um 6 Uhr begonnen haben, bekommen eine Münze.

Hier endet der Erzähler. Reaktionen abwarten oder noch den Satz nachschieben:

„Wir hören, was in den einzelnen Gruppen getuschelt wird …“

Am besten gruppenweise den Arbeitern Gehör geben. Entweder die Gespräche frei improvisieren lassen, oder bei zurückhaltenderen Gruppen pro Gruppe ein Statement schreiben und dann verlesen lassen.

Nun kommen noch die Anwälte und die Gewerkschaft ins Spiel. Der Unmut ist groß, die Chefetage räumt ihren Platz, nimmt das Geldsäckchen mit und der Richter (evtl. mit Beisitzern) setzt sich hinter den Tisch. Er bekommt eine kleine Glocke oder einen Holzhammer auf den Tisch, um seine richterliche Ansprache mit Klingeln/Klopfen zu eröffnen oder auch, um damit gegebenenfalls für Ruhe zu sorgen.

Es spricht der Anwalt der Arbeitergruppen 1-4. Es spricht die Gewerkschaft. Die Arbeitergruppe 5 hält sich eingeschüchtert zurück, oder man gibt auch ihnen einen Anwalt.

Ebenso spricht der Anwalt der Chefetage. Welche Argumente finden sie?!

Mit den Statements der Anwälte kann das Ganze beendet werden – oder man lässt den Richter noch einen Richterspruch fällen, ganz frei nach seinem Gerechtigkeitsempfinden (evtl. auch ermutigen, falls der Bibeltext bekannt ist, selbst zu entscheiden, was man für fair hält).

Gespräch

Mit den Teilnehmenden die verschiedenen Reaktionen/Statements besprechen. Gemeinsam den möglichen erwartbaren Ausgang dieser Geschichte überlegen. Dann den tatsächlichen Ausgang der Geschichte erzählen oder direkt den Bibeltext Matthäus 20 vorlesen.

Warum handelt „die Chefetage“ / der Weinbergbesitzer so?

Gedanken sammeln.

Was geschah eigentlich, bevor Jesus dieses Gleichnis erzählt hat?

  • Erzählung von Petrus, der nach gerechtem Lohn für die Nachfolge fragt. Wie wird es entlohnt werden, dass sie alle ihre Familien verlassen haben, ihren Arbeitsplatz? Dass sie Jesus nachfolgen, mit ihm gegangen sind, täglich bei ihm sind? Petrus fragt: Was haben wir davon?!
  • Jesus erklärt: Es wird sich für euch lohnen. Auf jeden Fall! Und er sagt den Satz: Die Letzten werden die Ersten sein, und die Ersten werden die Letzten sein. (Mt 19,30)

Wenn das die Frage war – der Lohn der Nachfolge, die Belohnung, wenn man an Jesus glaubt, was es bringt – was will Jesus dann mit dem Gleichnis sagen?

  • Diskussionsrunde

Deine Meinung

Immer zu zweit notieren die Teilnehmenden ihre Meinung zu dem Gleichnis. Das, was sie beschäftigt, was sie ärgert, was sie überzeugt, was sie überlegen … Sie notieren ihre Gedanken in zwei Kommentaren:

  • Erster Kommentar: Was will Jesus damit sagen, wenn er dieses Gleichnis / diese Rätselgeschichte erzählt?
  • Zweiter Kommentar: Noch mal zugespitzt, nicht nur das Thema Neid und Zufriedenheit sehen im „normalen Leben“. Nochmal an Petrus denken, der Jesus gefragt hat, was es ihm denn nun bringt, dass er schon so lange mit Jesus unterwegs ist. Überlegen, was man dazu sagen würde, wenn Gott auf dem Platz des Weinbergbesitzers sitzt und „den Lohn“ ausgibt. Und die einen beschweren sich, dass sie schon 80 Jahre an Gott glauben, sich für ihn einsetzen, kirchliche Gruppen geleitet haben – das muss doch mehr wert sein als bei denen, die gerade erst neu zum Glauben gekommen sind. Oder als bei denen, die zwar glauben, aber sich nirgendwo ehrenamtlich für Gott einsetzen. Oder als bei denen, die sich erst 5 Minuten bevor sie gestorben sind entschieden haben an Gott zu glauben.

Diese Statements können vorgelesen werden und damit einen Abschluss bilden. Oder sie können weiterverwendet werden, z. B. in einem Gottesdienst als Teil der Predigt.

Einige Beispiele von Jugendlichen, die sich Gedanken zum Gleichnis „Arbeiter im Weinberg“ gemacht haben

Diese Beispielsätze von „real existierenden Jugendlichen“ können auch ausgedruckt und als Diskussionsgrundlage verwendet werden. Dies ist vor allem geeignet für die Gruppen, die etwas „stiller“ sind und sich noch nicht so stark trauen, die eigene Meinung zu sagen.

  • Jesus sorgt für das Recht, das Gott für richtig hält.
  • Wir finden schon, dass die, die länger glauben, mehr belohnt werden sollten.
  • Vor Gott steht jeder gleich da, egal was er getan hat, man sollte nur sein ganzes Vertrauen auf ihn setzen. Und vor Gott ist jeder gleichberechtigt.
  • Gott findet es nicht schlimm, wenn man erst 5 Minuten glaubt oder 50 Jahre. Ihm ist es nur wichtig, dass man auf ihn sein Vertrauen setzt und man sollte seine Sünden bereuen.
  • Die Geschichte ist unfair, da die, die mehr und länger gearbeitet haben, auch mehr bekommen sollten. Man soll mit Jesus mitgehen, da man dort lernt, dass man zufrieden sein soll mit dem, was man hat (egal ob wenig oder viel).
  • Wir finden es sinnvoll und gut, da Gott ja auch alle Menschen liebt, egal, welche Leistung sie bringen.
  • Es werden irgendwann alle belohnt. Es ist egal, wie spät. Alle werden irgendwann belohnt und alle gleich. Jeder kommt mal als Erster dran, jeder bekommt das, was man versprochen bekommt.
  • Es ist ein Unterschied, wenn man als Christ glaubt oder einfach nur so sagt, dass man nur glaubt.
  • Gott sorgt für Chancengleichheit!
  • Einmal Christ, immer Christ.
  • Das Leben ist manchmal nicht gerecht.
  • Gott unterscheidet nicht, wie lange und wie stark jemand glaubt, sondern es ist nur wichtig, dass man glaubt.
  • Für uns ist es erstmal unfair. Aber alle haben das bekommen, was ihnen versprochen wurde. Gott hilft einem und liebt einen, egal was man leisten. Auch wenn man nicht materiell oder mit Geld belohnt wird, ist man immer um eine Erfahrung reicher.
  • Wir finden es sinnvoll, denn alle sollen gleich behandelt werden. Niemand darf ausgeschlossen werden, egal welche Leistung er bringt.
  • Es ist unfair. – Jesus erzählt die Geschichte, weil er will, dass jeder seine Familie ernähren kann.
  • Gott hat IMMER recht und zeigt uns den richtigen Weg?
  • Ein Pfarrer, der richtig krass ist und voll krass an Gott glaubt, bekommt bei Gott genauso viel wie ein “normaler“ Christ.
  • Ja, es ist richtig, wenn alle bei Gott gleich behandelt werden, weil Gott alle liebt und keine Unterschiede macht, auch nicht in der Länge oder der Art des Glaubens.
  • Du sollst dich nicht beschweren, was andere bekommen und wie viel, sondern du sollst glücklich darüber sein, was du bekommst, und auch froh sein, dass du überhaupt etwas bekommst. Das meinte Jesus mit der Geschichte.
  • Gottes Gerechtigkeit ist: jeder, der wirklich an ihn glaubt, wird „aufgenommen“, es ist unabhängig davon wie lange man schon glaubt und zu Gott gehört.

Zum Herbst/Winter möchten wir mit unserem neuen KON-Thema ein »Lichtblick« in der dunklen Jahreszeit für euch als Mitarbeiterinnen und eure Mädchengruppe sein. Ihr findet viele gute Ideen und Impulse für das letzte Quartal des Jahres – von der adventlichen Bibelarbeit bis zum gemütlichen Abend am Lagerfeuer.

Besonders »coronatauglich« sind zwei kreative Ideensammlungen: »Lichtblicke für euren Ort« und »PlayingArts«, viele coole und zugleich Mut machende Aktionen für euch und euer Umfeld.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Eine spielerische Art, sich mal an kleinen Kunstformen auszuprobieren – mit Worten, Bildern, Aktionen – auch wenn man sich nicht für besonders künstlerisch oder kreativ hält.

Wichtig: Es kommt nicht so sehr auf das Ergebnis an, sondern es geht um den Spaß an der Sache. Es gibt kein Richtig oder Falsch! Ganz ohne Erfolgsdruck könnt ihr hinterher trotzdem eure Kreationen und Kunstwerke miteinander teilen – entweder »live vor Ort« oder auch über WhatsApp, Instagram, Zoom oder andere digitale Plattformen.

Farben-Froh

Fotografiere einen Tag lang alles, was z. B. gelb ist (oder such dir eine andere Farbe aus). Erstelle aus den Fotos eine Collage mit einer Handy-App, oder stelle sie zusammen zu einer Insta-Story. Wenn du willst, kannst du die Fotos auch ausdrucken und sie in einem Rahmen als Collage arrangieren.

Suchst du zum Beispiel eine Woche lang jeden Tag eine andere Farbe aus, kannst du am Ende einen tollen Farbverlauf der ganzen Woche kreieren.

Black-Out Poetry

Schnapp dir eine mit Text bedruckte Seite, z. B. aus einer Zeitung, einer Fachzeitschrift oder einem aussortierten Buch. Lies dir den Text durch und achte darauf, welche einzelnen Wörter dir auffallen, krass sind, dir besonders gefallen, dich irritieren oder sich oft wiederholen.

Mit einem dicken, dunklen Filzstift/Marker streichst du nun nach und nach die übrigen Wörter, Sätze oder ganze Passagen durch (black-out), bis am Ende nur noch einzelne Wörter oder Satzfetzen übrig bleiben. Schon hast du dein eigenes Gedicht (das sich übrigens nicht reimen muss)!

Bananen-Tattoo

Du brauchst eine Banane und eine Stecknadel. Piekse mit der Nadel ein »Tattoo« in die Bananenschale: Das kann ein Bild sein, ein Gesicht, ein Logo, ein Wort oder ein kurzer Spruch, vielleicht im Handlettering-Stil. Lass deiner Fantasie freien Lauf! Viele Stiche dicht aneinander ergeben hinterher eine eher dunkle Fläche, weiter auseinander ergeben sie eine hellere »Schattierung«.

Lass die Banane nun mindestens einen Tag lang liegen. Das Tattoo wird sich dunkel färben. Dann kannst du ein Foto von deinem kleinen Kunstwerk machen und die Banane genüsslich verspeisen (ja, ja, Kunst ist vergänglich).

Ausgezeichnet!

Gehe durch dein Zimmer oder deine Wohnung und suche dir einen Gegenstand aus, den du in letzter Zeit besonders häufig benutzt hast. Schau ihn dir genau an und überlege, was ihr zusammen erlebt habt, welche Geschichte er hat, was du an ihm magst oder schätzt oder warum du ihn brauchst. Schreibe nun eine Lobeshymne, ein Liebesgedicht, ein Zeugnis, eine Urkunde oder einen Dankesbrief für diesen Gegenstand.

Things with Faces

Achte darauf, wo du in/an/auf Gegenständen ein »Gesicht« entdeckst: zum Beispiel im gemaserten Holz eines Bretterzaunes, bei einem Elektrogerät, im Muster eines Stoffes, bei Lebensmitteln, in einer Wolke etc. Zück das Handy und mach ein Foto. Wer findet die witzigsten »Gesichter«?

Kontrast-Wörter

Such dir Dinge, mit denen du schreiben kannst, die keine Stifte sind. Dann schreibe mit ihnen etwas, was im Gegensatz zu deinem Schreibmittel steht.

Ein paar Beispiele:

  • Schreibe mit einem langen roten Wollfaden das Wort »himmelblau«.
  • Lege aus kantigen Steinen das Wort »federleicht« oder »flauschig«.
  • Forme das Wort »HOT« aus Eiswürfeln.
  • Schreibe mit Ketchup »Mayonnaise« auf einen Teller
  • Bilde aus lauter Streichhölzern das Wort »Brandschutz«
  • Schreibe mit Lippenstift »ungeschminkt« auf dein Gesicht.

Dir fallen bestimmt noch 1000 andere Möglichkeiten ein. Halte sie in einem Foto fest.

Selbstportraits

Du brauchst: ein Blatt DIN A4, einen Spiegel, einen Stift.

Falte das Papier zweimal, sodass es Postkartengröße hat.

Male nun auf jeweils eines der Viertel (also in Postkartengröße) dein Gesicht:

  • wie du es im Spiegel siehst, aber ohne dabei aufs Papier zu schauen
  • aus dem Gedächtnis, ohne aufs Papier zu sehen (ja, das wird schief und lustig!)
  • aus dem Gedächtnis, aber schau dabei aufs Papier
  • mit Blick in den Spiegel und aufs Papier

Buchrücken-Lyrik

Im englischsprachigen Raum ist es fast so was wie eine eigene Sportart: Stelle dich vors Bücherregal und lass dich von den Buchtiteln inspirieren. Such dir ein paar raus, arrangiere sie neu, bis die Titel miteinander kombiniert einen Satz ergeben, ein Gedicht oder eine klitzekleine Kurzgeschichte. Mach ein Foto von den Buchrücken in dieser Reihenfolge gestapelt.

Das Ganze geht natürlich z.B. auch mit CD- oder DVD-Rücken. Inspiration und reichlich Beispiele dazu findet ihr im Internet unter dem Stichwort »book spine poetry« (Bildersuche). Viel Spaß beim spielerischen, künstlerischen Ausprobieren!

„Lohnt sich der Aufwand?”


Die Frage drängt sich den Jungscharmitarbeitenden in Musterhausen auf. Jede Woche kommen 2 bis 5 Kinder als Jungscharbesucher in das Gemeindehaus. Was nun? Die Jugendarbeitsverantwortlichen treffen sich zu einer Krisensitzung. Es wird darüber beraten, ob die Jungschararbeit eingestellt werden soll. Die Fakten werden auf den Tisch gelegt: Die Motivation der Mitarbeitenden sinkt. Der Aufwand ist für 2 Kinder genauso hoch, als würde man das Programm für 20 Kinder vorbereiten. Neue Jungscharkinder? Fehlanzeige! Schüchtern mischt sich ein neuer Mitarbeiter, Ole, 14 Jahre, in die Diskussion der Mitarbeitenden ein. Alle Augenpaare sind auf ihn gerichtet, als er sagt: „Aber ist Gott nicht jeder einzelne Mensch wichtig?”

Die Situation in Musterhausen ist für viele Orte Realität. Was tun? Die Meinung im Jungscharleiter-Redaktionsteam ist eindeutig: Jedes Kind ist Gott wichtig, jede kleine Gruppe ist Gott wichtig. Jede Jungscharstunde lohnt sich für jede einzelne Person.

In diesem Thema geht es um praktische Gestaltungsideen für kleine Jungschargruppen. Die Fix-&-Fertig-Bibelarbeiten stellen einzelne Personen in den Vordergrund. Sie zeigen: Gott sieht den Einzelnen.

Gleichzeitig muss es nicht bei kleinen Gruppen bleiben. Wir möchten euch zum Nachdenken anregen, wie ihr neue Jungscharkinder gewinnen könnt. Vielleicht startet ihr in Schulen Einladungsaktionen. Oder ihr bildet Kooperationen mit anderen Vereinen oder schließt euch mit Jungschargruppen aus Nachbarorten zusammen. Oder ihr veranstaltet einen Jungscharprojekttag, an dem ihr zur Jungschar als Folgeveranstaltung einladet.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zu Daniel aus JUMAT 2/20. Sie beginnt der Erziehung am Königshof und behandelt die wesentlichen Geschichten aus dem Leben Daniels bis hin zur bekannten Geschichte von Daniel in der Löwengrube. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe ein passendes Spielprogramm.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zum 1.Petrusbrief aus JUMAT 2/20. Die Reihe beginnt mit der Einheit zur lebendigen Auferstehungshoffnung. Es schließen sich vier Einheiten mit Zusagen und Mahnungen an, die Petrus den Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben hat und die auch heute noch für Kinder eine Relevanz haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen Entwurf für einen Familiengottesdienst zum Muttertag. Inhaltlich schließt das Thema des Gottesdienstes an die Einheit „Weggeworfen“ an, denn es geht um das Wegwerfen von Sorgen.

Das Ziel

Starter 

Gott sorgt für uns und steht uns bei. Wir können jederzeit zu ihm beten und ihn um Hilfe bitten.

Checker

Wenn wir Gott vertrauen und uns auf ihn verlassen, kann er Großes in unserem Leben bewirken. Er ist nur ein Gebet von uns entfernt.

Der Text an sich

Daniel und seine drei Freunde wurden in der Geschichte zuvor am babylonischen Königshof von Nebukadnezar eingestellt und dienten ihm als Berater. Im heutigen Text sollen nun alle Berater plötzlich umgebracht werden. Dazu zählen inzwischen auch Daniel und seine drei Freunde. Wie kommt das nun?

König Nebukadnezar hatte einen sehr beunruhigenden Traum, der ihn nicht mehr loslässt. Da ist es verständlich, dass er unbedingt herausfinden möchte, was ihm dieser Traum sagen soll. Er ruft alle seine Berater zusammen. Dazu gehören eine Menge Leute: Wahrsager, Geisterbeschwörer, Zauberer und Sterndeuter. Das sind Leute mit unterschiedlichen Schwerpunkten der Beratung und man könnte meinen, dass irgendjemand ihm weiterhelfen kann. Der König macht es ihnen jedoch auch nicht leicht, denn sie sollen nicht nur den Traum deuten, sondern zuvor erzählen, was Nebukadnezar überhaupt geträumt hat. Falls die Berater dieses nicht können, so sollen sie getötet werden. Es geht also auch um die Ehre. Dass die Berater aufgeschmissen sind, ist verständlich, denn Gedanken lesen kann schließlich keiner. Sie versuchen den König dazu zu bringen, von dem Traum zu erzählen. Dieser lässt sich jedoch nicht darauf ein, denn einen Traum auszulegen, könne jeder, sagt er.

Da die Berater Nebukadnezar nicht weiterhelfen können, steht das Todesurteil fest. Davon sind auch Daniel und seine Freunde betroffen. Diese waren jedoch überhaupt nicht dabei und hatten keine Ahnung, woher dieses Urteil so plötzlich kommt. Über Arjoch, der der Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache ist, erfährt Daniel, warum dieses Urteil gefällt wurde. Seine Reaktion ist anders als man eventuell erwartet. Er versucht nicht den König umzustimmen, sondern lässt sich von ihm Zeit geben, die Fragen des Königs beantworten zu können. Dabei verlässt er sich ganz auf Gott und bittet ihn, dass dieser Daniel den Traum und dessen Bedeutung verraten möge. Auch seine Freunde beten zu Gott. Daniel erfährt des Rätsels Lösung, lobt Gott und berichtet Nebukadnezar über dessen Traum und die Bedeutung. Dabei betont Daniel immer wieder, dass keiner den Anforderungen, die der König gestellt hat, gerecht werden kann, auch er nicht, sondern dass ihm dieses nur durch Gott möglich ist. Der König ist beeindruckt. Er erkennt den Gott Daniels als den höchsten der Götter an. Außerdem befördert er ihn und seine drei Freunde. Gott hört auf die Bitten seiner Kinder und greift wieder einmal ein.

Der Text für mich

Was für ein radikaler König. Nur weil ein paar Leute Nebukadnezar nicht sagen können, was dieser geträumt hat, sollen alle Gelehrten umgebracht werden. Daniel und seine Freunde haben gar keine Chance gehabt. Ich kenne das nur zu gut. Immer wieder im Leben kann es vorkommen, dass man für etwas verantwortlich gemacht wird, womit man überhaupt nichts zu tun hat und nicht einmal die Möglichkeit bekommt, sich dazu zu äußern, sondern gleich verurteilt wird. Wie geht man nun mit solchen Situationen um? Ich kann mir an Daniel nur ein Beispiel nehmen und Gott meine Sorgen und alles, was mich belastet, ihm überlassen. Gebet hat eine ungeheure Kraft. Das darf ich an vielen Stellen in der Bibel und in meinem eigenen Leben immer wieder erfahren. Gott weiß, was für mich gut ist und wird mich auf jedem meiner Wege begleiten. Ich darf wissen: Am Ende wird alles gut!

Der Text für dich

Starter  

Kinder kennen es, dass nicht immer alles so läuft, wie sie es gerne hätten. Schlechte Nachrichten gehören zu ihrem Leben. Schön ist es dann, zu wissen, dass Gott immer bei uns sein wird. Er weiß um uns und unsere Situation. Auch wenn wir nicht wissen, wie es weitergehen soll, so kennt Gott Wege, die uns aus diesen Situationen heraushelfen. Er ist immer für uns da. Wir müssen ihm nur vertrauen und ihn auch um die Hilfe bitten. Lasst uns den Kindern ein Vorbild sein und ihnen zeigen, wie man Gott in sein Leben einbeziehen kann.

Checker

Die Geschichte von Daniel wird vielen Jungscharlern wahrscheinlich schon bekannt sein, vor allem der Teil, in dem Daniel in die Löwengrube geworfen wird. Doch Daniel erlebt noch viel mehr mit Gott. Er erfährt Gottes Größe auch schon davor. Auch in dieser Geschichte steht die Zukunft von Daniel auf dem Spiel. Bei den Jungscharlern wird es nicht immer gleich um solche Extremsituationen gehen, doch auch sie erleben es, dass im Leben nicht immer alles rund läuft. Daher ist es gut, wenn man darum weiß, dass Gott für einen sorgt. Ihm kann man vertrauen. Im Gebet können wir Gott um alles bitten. Er wird uns geben, was gut für uns ist. Wenn wir von unseren Erlebnissen berichten, dann wird es für die Jungscharler noch greifbarer. Mit ihm kann man tolle Erfahrungen machen.

Der Text erlebt

Idee 1: Der König sagt

Ein Mitarbeiter wird zum König ernannt und erteilt seinen Untergebenen (alle anderen) Befehle, die diese ausführen müssen. Dieses kann zum Beispiel sein: „Der König sagt: Tauscht eure Plätze.“ Oder: „Der König sagt: Hinkt auf einem Bein.“ Lässt der König den Teil „Der König sagt:“ weg und sagt lediglich: „Hinkt auf einem Bein“, dann darf die Anweisung nicht ausgeführt werden. Wer den Befehl trotzdem ausführt, hat verloren und macht nicht weiter mit. Gespielt wird, bis am Ende nur noch einer übrig ist.

Dieses Spiel kann mehrere Runden gespielt werden und auch Jungscharler können den König spielen.

Überleitung zum Thema: „Einige von euch sind ziemlich schnell aus dem Spiel ausgeschieden. Sie hatten gar keine Chance, den Fehler wiedergutzumachen. In der Geschichte von Daniel heute gibt es auch so eine Situation und der König trifft sehr harte Entscheidungen. Diese Geschichte und vor allem, wie sie am Ende ausgeht, schauen wir uns heute gemeinsam an.“

Idee 2: Träume malen

Jedes Kind malt einen Traum auf, den es in letzter Zeit geträumt hat. Anschließend werden die Bilder gesammelt. Alle anderen versuchen nun zu erraten, worum es in diesem Traum ging, wie der Traum genau ausgesehen hat.

Überleitung: „Was habe ich heute Nacht geträumt?“ Die Kinder versuchen zu raten, was der Mitarbeiter in der Nacht geträumt hat. Nach kurzer Zeit bricht der Mitarbeiter ab: „Ihr wisst das nicht? Dann werdet ihr jetzt alle getötet!“ Die Kinder werden sich darüber beschweren. „Wieso darf ich das nicht? Ich kenne eine Geschichte, da entscheidet der König das auch so.“

Verkündigung

Erzählung mit Schachfiguren

Mithilfe der Schachfiguren wird die Geschichte nacherzählt.

Erzähler (E)

Schachfiguren:

Schwarzer König (SK): König Nebukadnezar

Schwarze Dame (SD): Sterndeuter

Schwarze Läufer (SL): Geisterbeschwörer

Schwarze Türme (ST): Wahrsager

Schwarze Springer (Schw. S): Zauberer

1 weißer Turm (WT): Daniel

3 weiße Bauern (WB): Daniels Freunde

(SK liegt auf dem Tisch.)

SK: Boah ich kann nicht mehr schlafen. Dieser Traum macht mich wahnsinnig. Was mag der wohl bedeuten? (SK wird aufgestellt und läuft rastlos hin und her.) Ich muss meine Berater fragen.

E: Der Pharao ruft nun also seine Berater zu sich. Die Sterndeuter kommen zum König (Die SD wird zum König gestellt.), die Geisterbeschwörer (Die SL werden zum König gestellt.), die Wahrsager (Die ST werden zum König gestellt.) und die Zauberer. (Die Schw. S werden zum König gestellt.)

SK: Ich habe etwas geträumt, was mich die ganze Zeit beschäftigt und nicht mehr loslässt. Sagt mir doch, was es damit auf sich hat.

SD: Erzähle uns, was du geträumt hast und wir werden dir sagen, was es bedeutet.

SK: Nein, auch was ich geträumt habe, sollt ihr mir sagen. Wenn ihr das nicht hinbekommt, dann lasse ich euch umbringen. Wenn ihr mir aber den Traum und die Deutung erzählen könnt, werdet ihr reich beschenkt.

E: Die Berater bitten den König noch einmal ihnen den Traum zu erzählen, sodass sie ihn deuten können, aber der König bleibt bei seiner Entscheidung.

SK: Ihr wollt ja nur mehr Zeit haben und mir nachher irgendeine gelogene Deutung erzählen.

SD: Das ist unmöglich, was du von uns verlangst. Das kann kein Mensch, nur die Götter könnten das.

E: So ordnet der König an, dass alle Gelehrten im Land getötet werden sollen. (SD, SL, ST, Schw. S werden vom Tisch genommen.)

Auch nach Daniel und seinen Freunden wird gesucht. Von dem Befehlshaber der königlichen Leibwache erfährt er, warum der König sie alle umbringen möchte. Daraufhin geht Daniel zum König. (WT wird zum König auf den Tisch gestellt.)

WT: Bitte gib mir etwas Zeit und ich werden dir erzählen, was du geträumt hast und was es bedeuten soll.

E: Nebukadnezar gibt ihm mehr Zeit und Daniel trifft sich mit seinen Freunden (SK wird vom Tisch genommen und 3 WB dazugestellt.)

WT: Betet zu Gott, dass er ihm zeigt, was der König geträumt hat und was es bedeutet.

(Die 3 WB werden wieder vom Tisch genommen.)

E: Daniel bittet Gott um Hilfe und betet zu ihm. Abends geht Daniel schlafen (WT wird schlafen gelegt.) und erfährt in einer Vision von Gott, wovon Nebukadnezar geträumt hat und was dieser Traum ihm sagen soll. Am Morgen steht Daniel auf und lobt seinen Gott. (WT wird hingestellt.)

WT: Gott ist so groß. Er ist so mächtig und weise. Ihm gehört für immer das Lob.

E: Dann geht Daniel zum König. (WT und König werden zusammen auf den Tisch gestellt.)

SK: Kannst du mir wirklich helfen?

WT: Kein Mensch kann dir sagen, was du geträumt hast und was es bedeutet. Nur mit Gottes Hilfe ist das möglich. Er hat dir im Traum gezeigt, was in Zukunft mit deinem Reich passiert. Ich kann es dir erzählen, aber nicht, weil ich klüger bin als alle anderen, sondern weil Gott es mir gezeigt hat.

E: Und so berichtet Daniel Nebukadnezar, dass dieser von einer Statue geträumt hat, deren Teile aus Gold, Silber, Bronze, Eisen und Ton hergestellt waren. Ein Stein rollte auf die Statue zu und zerbrach die Füße aus Eisen und Ton, sodass die ganze Statue zusammenfiel. Der Traum bedeutete, dass Nebukadnezar ein großer König ist und auch die Reiche nach ihm noch groß und mächtig sein werden. Doch sie werden zerstört werden und Gott wird sein Reich aufbauen, das niemals zerstört wird.

Der König ist beeindruckt und wirft sich vor Daniel nieder. (SK wird vor WT hingelegt.)

SK: Euer Gott ist der größte unter den Göttern. Ich beschenke dich reich und mache dich, Daniel, zu meinem obersten Berater und zum Statthalter über Babylon. Deine Freunde werden die Verwaltung für dich übernehmen.

Die andere Idee

Hangman

Die Geschichte wird anhand von Begriffen erzählt, die die Jungscharler zuvor erraten. Auf einer Tafel, Flipchart o. Ä. werden wie bei Hangman die Anzahl der Buchstaben als Striche dargestellt. Nun erraten die Kinder das erste Wort. Dazu wird der entsprechende Teil der Geschichte erzählt. Es folgt das zweite Wort mit dem dazugehörigen Teil der Geschichte usw. Anders als bei Hangman wird hierbei ohne den Galgen gearbeitet und die Jungscharler raten lediglich die einzusetzenden Buchstaben.

Der Text gelebt

Wiederholung

Ein Jungscharler fängt an und erzählt in einem Satz, was am Anfang der Geschichte passiert ist. Das zweite Kind erzählt in einem weiteren Satz, was als Nächstes passiert ist. So sagt jeder Jungscharler reihum je einen Satz, sodass die Geschichte in der richtigen Reihenfolge zusammengefasst wird.

Gespräch

Die Kinder nehmen sich von jeder Gummibärchen-Farbe ein Gummibärchen. Nun wird zu jedem Gummibärchen etwas erzählt:

Weiß: Das verstehe ich nicht!

Grün: Das habe ich verstanden!

Gelb: Das finde ich beeindruckend/gut!

Orange: Das finde ich doof!

Rot: Das merke ich mir!

Merkvers

Ich aber, HERR, vertraue dir. Du bist mein Gott, daran halte ich fest!

Psalm 31,5

Aus einem alten Bettlaken schneidet man für jedes Kind einen Streifen. Die Kinder schreiben darauf den Merkvers. Dieser Stoffstreifen wird zur Erinnerung ans Handgelenk oder in die Haare gebunden. Zu Hause können die Kinder den Streifen in ihrem Zimmer aufhängen.

Gebet

Mit den Kindern werden gemeinsam Anliegen gesammelt, die ihnen Sorge bereiten oder für die sie dankbar sind. Anschließend betet man zusammen in einer Gebetskette. Das heißt: Alle fassen sich an den Händen. Einer fängt an zu beten. Dieses darf laut oder leise sein. Wenn man fertig ist, drückt man die Hand seines linken Nachbarn. Der letzte der Reihe schließt das Gebet ab. Auch Kinder mögen das manchmal. Frag also danach.

Kreatives

Die Kinder werden in Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe hat die Aufgabe die Geschichte in Standbildern nachzustellen. Dazu können jegliche Requisiten genutzt werden. Die Standbilder werden fotografiert, auf einem Laptop gesammelt und in die richtige Reihenfolge gebracht.

Wenn man will, kann eine Mitarbeiter-Jury die Geschichte prämieren, die am besten dargestellt wurde.

Spielerisches

Vertrauensspiel: Schifffahrt durch Riffe

Ein Mitspieler ist das Schiff und ein anderer Mitspieler ist ein Leuchtturm. Beide Spieler befinden sich entgegengesetzten Ecken des Raumes. Dem Spieler, der das Schiff ist, werden die Augen verbunden. Alle anderen Spieler verteilen sich als Klippen im Raum. Sie dürfen sich während der Schifffahrt nicht mehr bewegen.

Das Schiff hat die Aufgabe, zum Leuchtturm zu fahren, ohne die Klippen zu berühren Damit das Schiff das nicht tut, geben die Klippen rauchende Brandungsgeräusche von sich. Berührt das Schiff eine Klippe muss es wieder von vorn beginnen. Zur Orientierung darf das Schiff in regelmäßigen Abständen tuten, worauf der Leuchtturm mit einem ähnlichen Geräusch antwortet. Schafft es das Schiff, sicher den Leuchtturm zu erreichen?

Rätselhaftes

Im Traum wurden ein paar Wörter aus der Geschichte durcheinandergebracht.

Die Kinder bringen die Buchstaben wieder in die richtige Reihenfolge. Die dick gedruckten Buchstaben ergeben das Lösungswort. Hinweis: Sie sind ebenfalls nicht in der richtigen Reihenfolge.

TEBARRE              (Berater)

MUTAR                  (Traum)

ISVNOI                  (Vision)

NETEB                   (Beten)

GÖIKN                   (König)

NAILED                 (Daniel)

ETDNUE                (Deuten)

EUTAST                (Statue)

EBNADUKZRAEN (Nebukadnezar)

Lösung: Vertrauen

(T)Extras

Lieder

Meinem Gott vertraue ich gerne

Mit meinem Gott

Sprich dich aus

Vor mir, hinter mir

Spiele

Der Säure-Fluss

Die Jungscharler erhalten zwei bis drei Zeitungsseiten weniger, als es Kinder gibt. Die Aufgabe besteht darin, den Säure-Fluss (eine bestimmte Strecke) zu überqueren. Dabei dürfen sie den Boden nicht berühren. Passiert dieses doch einmal, darf das Körperteil nicht mehr benutzt werden (z. B. rechtes Bein = Kind muss hinken). Außerdem muss das Kind an den Startpunkt zurück. Liegt eine Zeitungsseite unbenutzt auf dem Säure-Fluss, geht die Seite unter (wird weggenommen). Die Jungscharler müssen mit einer Seite weniger auskommen.

Wird die Überquerung nicht geschafft, wird von vorne angefangen. Alle Zeitungsseiten und Körperteile dürfen wieder benutzt werden.

Variationen:

1. Es wird die Zeit gemessen und die Kinder haben die Möglichkeit sich zu verbessern.

2. Die Kinder bekommen in der nächsten Runde eine Zeitungsseite weniger.

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