2. Jesus wird abgelehnt

Das Ziel

Starter

Es ist okay, wenn du Zweifel hast und dich vielleicht nicht sofort zu 100% auf Jesus einlassen kannst. Jesus liebt dich trotzdem unendlich und ist für dich da.

Checker

Es ist okay, Zweifel zu haben. In der Jungschar hast du die Möglichkeit, deine Fragen und Zweifel loszuwerden. Auch wenn du vielleicht noch gar nicht genau weißt, wie du zu Jesus stehst, er interessiert sich für dich!

Der Text an sich

Nachdem Jesus viele Wunder vollbracht hat, kehrt er in Markus 6 mit seinen Jüngern in seine Heimatstadt Nazareth zurück. Die Stadt, in der er aufgewachsen ist und als Zimmermann gearbeitet hat. Wie auch sonst, geht er am Sabbat in die Synagoge, um zu lehren. Viele seiner Zuhörer sind erstaunt über seine Weisheit und die Wunder, die er tut. Aber anstatt herauszufinden und zu erkennen, wer er wirklich ist, äußern sie nun Kritik gegen die Person, die ihnen doch eigentlich bekannt war. Sie nennen ihn den „Zimmermann“. Als Zimmermann gehörte Jesus damals zu der gehobenen Mittelschicht. Er ist kein Schriftgelehrter und stammt aus keinem Priestergeschlecht. Hinter der Betonung seines Berufs steckt möglicherweise, dass die Leute nicht glauben konnten, wozu Jesus nun gekommen ist, denn sie kannten ihn noch von früher. Sie zählen dann die Mutter von Jesus und seine Geschwister auf. In der jüdischen Welt ist es eher ungewöhnlich, dass die Mutter benannt wird, doch lässt sich das am einfachsten damit erklären, dass Josef bereits gestorben ist.   

Dann heißt es, dass die Leute Jesus ablehnen. Sie waren wohl nicht bereit, ihn als Sohn Gottes anzuerkennen. Vielleicht hätten sie ihn eher angenommen, wenn er als mächtiger Held nach Nazareth zurückgekommen wäre? Vielleicht sind sie ihm aber auch einfach nur mit größter Vorsicht begegnet und haben sich gefragt, was wäre, wenn er ein falscher Prophet ist?

Jesus hat bestimmt gedacht, dass er in seiner Heimat gehört werden würde. Sonst würde es in Vers 6 nicht heißen: „Und er wunderte sich über ihren Unglauben.“

Davor heißt es aber noch im Text, dass Jesus aufgrund des Unglaubens der Leute dort auch keine Wunder tun konnte. Die Frage, die sich hier stellt, ist: Warum hat er keine Wundertaten getan? Wollte er es nicht? Oder konnte er es nicht?
Letzteres würde seine Vollmacht infrage stellen. Erst zuvor hat Jesus verschiedene Wunder vollbracht: Dämonen ausgetrieben, einen Sturm gestillt, eine Frau geheilt und sogar ein Mädchen vom Tod auferweckt. Dass er keine Wunder tat, hat also nichts damit zu tun, dass seine Heilskraft an den Glauben der Menschen gebunden wäre.

Jesus legt im weiteren Vers ja dann trotzdem einigen Kranken die Hände auf und heilt sie. Das Hindernis liegt also nicht bei Jesus, sondern bei den Menschen. Er selbst ist immer bereit, Wunder zu vollbringen, zu helfen und in Liebe zu dienen. Doch da, wo sich Herzen vor seiner Liebe verschließen, will er nicht einfach wirken.

Der Text für mich

Bevor man sich mit den Kindern darüber austauscht, wie sie zu Jesus stehen, ist es hilfreich, sich selbst Gedanken darüber zu machen. Als Mitarbeitende sind wir für die Kinder Vorbilder. Sie merken, ob wir authentisch sind und ob wir das, was wir erzählen, auch glauben. Das heißt nicht, dass wir keine Zweifel haben dürfen oder alles wissen müssen.

Wie sieht es denn gerade bei dir persönlich aus? Bist du offen für Jesus und sein Wirken? Oder zweifelst du an ihm wie die Leute aus der Geschichte?

Manchmal wird unser Denken sehr von der Meinung anderer beeinflusst. Wir werden vielleicht verunsichert, wenn unsere Freunde Jesus ablehnen. Doch sollte das keinen Einfluss darauf haben, wie wir persönlich zu Jesus stehen.

Ich finde eine Beobachtung aus dem Text besonders wertvoll. Jesus tritt hier nicht als jemand auf, der keine Rücksicht auf die jeweilige Situation nimmt. Der sein Programm einfach nur abspult, als wären wir als sein Gegenüber einfach Objekt seines Handels. Wir sehen dadurch, dass unsere Einstellung für sein Handeln eine entscheidende Bedeutung hat. Jesus lädt uns damit quasi ein, mit ihm in Beziehung zu treten. Unsere Reaktion auf seine Einladung bestimmt mit darüber, wie es zwischen Jesus und uns weitergeht.

Was wir auf jeden Fall wissen dürfen, ist, dass Jesus uns liebt. Ganz unabhängig davon, ob wir zweifeln oder gerade eine Phase haben, in der wir für ihn nicht so offen sind. Ein Gedicht von Lothar Zenetti bringt das schön auf den Punkt:

Was Jesus für mich ist? – Einer, der für mich ist!

Was ich von Jesus halte? – Dass er mich hält!

Der Text für dich

Starter

Kinder, die Jesus nicht oder kaum kennen, haben möglicherweise Schwierigkeiten, sich auf Jesus einzulassen. Sie waren vielleicht bisher nur in einem Umfeld, in dem Jesus und seine Wundergeschichten abgelehnt wurden. Da das Nachdenken darüber, was andere von einem denken, dass Selbstbild der Kinder in dem Alter zunehmend beeinflusst, kann es schwer sein, sich trotz der Ablehnung anderer auf Jesus einzulassen. Es ist wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass es ok ist, Zweifel zu haben und sie sich nicht sofort auf alles einlassen müssen. Macht ihnen deutlich, dass Jesus sie trotz Zweifel liebt.

Checker

Auch wenn Kinder schon viele Geschichten von Jesus kennen und bereits Erfahrungen im Glauben gemacht haben, sind sie vielleicht manchmal unsicher, wie sie zu Jesus stehen. Kinder begegnen in der Schule möglicherweise ersten Kommentaren, wie bspw.: „Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Jesus solche Wunder gemacht hat.“

Es ist gar nicht so leicht, trotz Ablehnung von anderen, zu Jesus zu stehen. Die Jungschar kann ein Ort sein, wo sie Ermutigung erleben, zu Jesus zu stehen. Aber auch ein Ort, an dem sie ehrlich sein dürfen, falls sie selber Zweifel haben. Es ist wichtig, die Kinder, da wo sie stehen, zu sehen und zu unterstützen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Quiz – Wie viel weißt du über deine Heimat

Jesus kehrt in Mk 6 in seine Heimat zurück. Für die meisten Kinder aus der Jungschar ist das Dorf/die Stadt, wo ihr euch trefft, wahrscheinlich auch ihre Heimat. Aber wie viel wissen sie eigentlich darüber?

Gestaltet ein Quiz, in dem ihr den Kindern Fragen zu eurem Ort stellt. Dafür könnt ihr euch eine Quiz-Form eurer Wahl aussuchen. Beispielsweise eignet sich „Jeopardy – Der große Preis“ gut. Dabei gibt es mehrere Kategorien (Einwohner, Geschichte, Sehenswürdigkeiten o.Ä.) mit je fünf Fragen. Die Fragen sind mit einer Punktzahl versehen (z.B. 20, 40, 60, 80, 100), wobei die schwierigen Fragen mehr Punkte ergeben als die leichten Fragen. Die Kinder werden in zwei oder mehr Gruppen eingeteilt, dürfen sich nacheinander eine Frage aussuchen und müssen diese beantworten. Für jede richtige Antwort gibt es die entsprechende Punktzahl. Die Gruppe mit den meisten Punkten gewinnt das Quiz.

Idee 2

Spiel – Wer ist der beste Zimmermann?

Als Zimmermann, so wie Jesus es früher in Nazareth war, muss man handwerklich begabt und geschickt sein. Baut etwas mit den Kindern, entweder zusammen oder in Gruppen getrennt. Beispielsweise könnt ihr mit Bauklötzen einen hohen Turm oder aus Schuhkartons das „schönste Haus“ bauen. Eine weitere Idee ist eine Murmelbahn aus Klopapier- und Küchenrollen. Dabei könnt ihr Gegenstände mit einbeziehen, damit die Murmelbahn von einem hohen Startpunkt immer weiter nach unten verläuft (z.B. mithilfe einer Leiter).

Verkündigung

Verkündigungsart:

Erzählung mit einem Sketchboard (Vorlage siehe Anhang)

MalenErzählen
Geheimschrift Jesus + Bild aufkleben    Heute geht es um eine Person, die ihr sicher alle kennt = Jesus. Nachdem er viele Wunder getan hat, ging er zusammen mit seinen Jüngern zurück in seine Heimatstadt.
Kinder fragen   Geheimschrift NazarethWisst ihr, wie die Heimatstadt von Jesus heißt? Nazareth = Die Stadt, in der er aufgewachsen ist und als Zimmermann gearbeitet hat. 
    Kinder fragenWie auch sonst, ging er am Sabbat in die Synagoge, um zu lehren. Das heißt, dass er dort aus dem Alten Testament, der Bibel vorlas und den Menschen erklärte, was Gott ihnen damit sagen möchte. Wisst ihr denn was Sabbat ist? (= Der Sabbat gilt im Judentum als ein Feiertag, an dem nicht gearbeitet werden darf).  
Menschen malen       Geheimschrift ZweifelIn der Synagoge waren viele Menschen, die ihm zuhörten. Viele von ihnen waren erstaunt darüber, dass er so klug ist und so viele Wunder tun kann. Aber einige hatten Zweifel an Jesus. Ggf.: Wisst ihr was Zweifel sind? Die Leute stellten Jesus viele Fragen: „Weshalb kann er so gut reden? Von wem hat er das gelernt, was er da von sich gibt? Und wie kriegt er diese Wunder überhaupt hin? Ist das nicht dieser Zimmermann, einer der Söhne von Maria? Und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Wohnen nicht seine Schwestern hier um die Ecke?“  
Daumen runterDie Menschen dort ärgerten sich echt total über Jesus und lehnten ihn ab. Sie wollten nichts mehr von Jesus hören und glaubten nicht an seine Wunder.
 Daraufhin ging Jesus weg und heilte andere Menschen.
 
      Kinder fragenDie Menschen in der Geschichte waren nicht offen für Jesus und hatten Zweifel.   Kennst du das auch?
Fragezeigen in 1. GedankenblaseFragst du dich auch manchmal, ob das alles wahr ist, was wir hier in der Jungschar von Jesus erzählen?  
Nein in 2. GedankenblaseVielleicht verunsichern dich deine Freunde, die nichts von Jesus halten und ihn auch ablehnen, wie die Leute in der Geschichte?
Bibel + Fragezeichen in 3. GedankenblaseVielleicht verstehst du auch nicht immer alles, was in der Bibel steht und hast Fragezeichen?
 Vielleicht geht es dir manchmal so. Vielleicht aber auch nicht. Ich selbst kenne alle drei Gedanken. Vor allem hat es mich schon öfter verunsichert, wenn Freunde von mir gesagt haben, dass sie nichts von Jesus halten. Ich habe mich auch schon manchmal gefragt, ob das alles, was ich glaube, richtig ist.
Geheimschrift „liebt mich trotz“Wenn ich so was erlebe, versuche ich mich immer an eine ganz wichtige Sache zu erinnern: „Jesus liebt mich trotz Zweifel.“   Und das gilt auch für dich. Egal, ob du manchmal zweifelst oder nicht. Jesus liebt dich unendlich. Und wenn du vielleicht noch gar nicht genau weißt, wie du zu Jesus stehst, er interessiert sich für dich!

Die andere Idee

Erzählung als Nachrichtensprecher

Erzählt die Geschichte in Form eines Nachrichtensprechers. Der Titel dafür könnte lauten: „Jesus kommt zurück in seine Heimatstadt.“ Ein Mitarbeiter spricht dafür im Nachrichtensprecher-Stil, was passiert. Währenddessen können andere Mitarbeitende die Inhalte schauspielerisch darstellen.

Der Text gelebt

Gespräch

Bei diesem Text bietet es sich gut an, in kleineren Gruppen über Fragen zu sprechen. Folgende Fragen können bei der Vertiefung des Textes helfen:

  • Was glaubt ihr, warum lehnen die Leute in der Geschichte Jesus ab?
  • Habt ihr Freunde oder Verwandte, die Jesus auch ablehnen? Wenn ja, wie findet ihr das?
  • Hattet ihr auch selber schon mal Zweifel an Jesus und an den Geschichten über ihn? Wenn ja, was tut ihr dann?
  • Welche Fragen würdet ihr Jesus gerne mal stellen wollen?

Gebet

Zweifel ans Kreuz nageln

Schreibt gemeinsam mit den Kindern eure Zweifel auf Zettel (jeder für sich) und nagelt sie anschließend an ein Holzkreuz (oder pinnt sie an). Macht dabei deutlich, dass es nicht schlimm ist, Zweifel und Fragen zu haben und wir sie immer und zu jederzeit zu Jesus bringen können. Betet dann gemeinsam.

Kreatives

Stammbaum malen

In der Geschichte werden die Mutter und Geschwister von Jesus erwähnt. Es geht darum, wo Jesus herkommt. Gestaltet mit den Kindern zusammen Stammbäume, bei denen sie sich auch überlegen, wo sie herkommen. Dafür können sie den Stammbaum ganz frei gestalten oder ihr gebt ihnen eine Vorlage, wo sie die Namen ihrer Familie einzeichnen.

Spielerisches

Stadt/Dorf-Rallye

Erstellt eine Rallye zu eurer Stadt/eurem Dorf. Dazu könnt ihr euch Fragen und Aufgaben passend zu eurem Ort überlegen (z.B. Wie viele Stufen hat die Rathaustreppe; Welche Farbe hat das Haus im Musterweg 3; Wann schließt am Samstag Rossmann; Bringt Blätter von 10 unterschiedlichen Bäumen mit …).

Schickt die Kinder dann entweder zusammen oder in einzelnen Gruppen los und überlegt euch einen Preis für die beste Gruppe oder für die ganze Jungschar.  Vereinbart im Vorfeld Regeln, die ihr den Kindern mit auf den Weg geben wollt, damit Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

(T)Extras

Lieder

  • Spar dir deine Sorgen (Mike Müllerbauer)
  • Ich geh mit Gott durch dick und dünn (Dorothea Gisler-Kreiß)
  • Schenk mir dein Herz (Marion & Gilbrecht Schäl)

Spiele

Wahr oder Falsch mit allgemeinen Aussagen

Jedes Kind erhält zwei Zettel: eins mit einem grünen Haken und eins mit einem roten Kreuz. Nun liest ein Mitarbeitender von euch Aussagen zu verschiedenen Themen aus der Lebenswelt der Kinder vor. Die Kinder halten nach jeder Aussage einen Zettel in die Höhe, je nachdem, ob sie die Aussage als wahr oder falsch erachten. Fragt die Kinder zwischendurch, warum sie sich so entschieden haben („Was hat euch dabei geholfen, euch so zu entscheiden?“, „Warum fällt es manchmal schwer, etwas zu glauben?“). Aussagen zu diesem Spiel könnt ihr euch selber ausdenken oder findet ihr im Internet.

Wahr oder Falsch mit persönlichen Aussagen

Jedes Kind kann etwas aus seinem Leben erzählen, das auch gerne etwas ungewöhnlicher sein darf. Die anderen müssen dann erraten, ob es wahr oder falsch ist.

Ein Adventsweg, der im Freien, in Räumen oder auch digital durchgeführt werden kann. Während dieser Kirche Kunterbunt entsteht ein Weg, der zur Krippe führt. Es gibt immer ein Teil der Weihnachtsgeschichte, die mit Figuren, dem Stall und einem Tuch erzählt wird. Darauf folgt eine passende Aktion und Gesprächsimpulse zum Thema. Bei einer digitalen Kirche Kunterbunt können auch alle Aktiv-Stationen zeitgleich zur Auswahl angeboten werden.

Start/Begrüßung

Advent, was heißt das eigentlich? Es heißt Ankunft. Wir warten darauf, dass Jesus ankommt. Wir warten auf Weihnachten, da feiern wir das (aus braunem Stoff einen Weg legen, ans Ende den leeren Stall stellen). Wir warten dass Jesus geboren wird (leere Krippe in den Stall stellen). Im Lauf des Nachmittags sehen wir wer noch alles dazu kommt. Wer sich noch auf den Weg zur Krippe macht. Wir werden etwas über die Personen hören und es gibt nach jedem Teil der Geschichte wieder Aktivstationen, die dazu passen. Ihr habt viermal die Gelegenheit eine Aktion zu machen. Es gibt auch wieder ein paar Fragen und Gedanken, über die ihr ins Gespräch kommen könnt. Das alles findet in den sogenannten Breakout Gruppen (alternativ an Stationen) statt. Natürlich singen wir auch zwischendurch auch. Bevor wir jetzt loslegen wäre es toll zu wissen, wer alles dabei ist. Ich hatte euch ja geschrieben, dass jeder einen Stern vorbereiten soll auf dem eure Namen stehen. Wir zeigen dann jede Familie mal im Vollbild mit Stern und Namen (alternativ: Stern zum Start an eine Wäscheleine hängen). Toll dass Ihr dabei seid. Jetzt wünschen wir euch einen wirklichen Sternstunden-Nachmittag.

Material

  • braunes Tuch
  • Stall
  • Krippe mit Krippenfiguren (dies kommen später zum Einsatz)
  • evtl. Stern, Stifte, Schnur, Wäscheklammern
Adventsweg

Feier-Zeit Teil 1: Maria und Josef

Erzählung

Maria war eine junge Frau, die in Nazareth lebte. Sie war mit Josef verlobt und die beiden wollten bald heiraten. Eines Tages, als sie alleine zu Hause war bekam sie Besuch von einem Engel, dem Engel Gabriel. Gott hatte Gabriel mit einer ganz besonderen Botschaft zu Maria geschickt: „ Gott hat dich ausgesucht Maria, du wirst einen Sohn bekommen. Gottes Sohn.“ „Was?“ sagte Maria, „wie soll das denn gehen?“ „Das wird Gott machen“ sagte der Engel. „Gott ist nichts unmöglich.“ Ganz aufgeregt erzählte Maria Josef von dem Engel und dass sie ein Kind bekommen würde. Aber Josef dachte sich: „ Wer glaubt denn sowas? Maria hat bestimmt einen anderen Mann.“ Aber Josef hatte Maria sehr lieb. Ein Kind zu bekommen ohne verheiratet zu sein war damals sehr schlimm. „ Sie werden alle mit dem Finger auf Maria zeigen und schlecht von ihr reden. Das will ich nicht. Ich verlasse sie heimlich, dann reden alle schlecht von mir und nicht von Maria.“ Aber Gott schickte auch zu Josef einen Engel – im Traum. Der Engel sagte: „Du kannst Maria glauben, sie hat nichts Unrechtes getan. Das Kind das sie bekommt ist Gottes Sohn. Gott hat ein Wunder getan. Du sollst das Kind Jesus nennen. Er wird das Volk von aller Schuld und Sünde befreien. Gott hat das schon vor ganz langer Zeit versprochen. Die alten Propheten haben es erzählt. Jetzt löst Gott sein Versprechen ein.“ Als Josef erwachte beschloss er Maria schnell zu heiraten.

Aktiv-Zeit Teil 1

Stall bauen

Josef war Zimmermann. Vielleicht hat er ein Bett oder so für Jesus gebaut. Wir wollen heute einen Stall bauen. Nehmt dazu einen Schuhkarton, schneidet ein Seitenteil heraus und schneidet euch aus dem Karton passende Dachstücke. Diese befestigt ihr dann mit Kleber. Danach könnt ihr den Karton noch anmalen. Wenn es schnell gehen soll, könnt ihr den Karton auch nur anmalen.

selbst gestalteter Stall

Material

  • Schuhkarton
  • Pappe z.B. von Aldi Zwischenablage bei Margarine Kartons, kostenlos
  • Kleber
  • braune Tusche oder Plakafarbe
  • Pinsel
  • Wasserglas

Haselnussfreuden backen

Vielleicht war Maria gerade in der Küche, als der Engel kam und hat gebacken. Wir wollen heute Kekse backen. Haselnussfreuden, die gehen ganz schnell und sind super lecker.
Zuerst Eier und Zucker verrühren, dann Haselnüsse dazu geben und gut   durchrühren. Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig mit Hilfe von zwei Teelöffeln auf dem Blech mit genügend Abstand verteilen (Teig zerläuft). Auf jedes Plätzchen noch eine ganze Haselnuss setzen. Im Ofen bei Umluft 170° ca. 15-20 Minuten backen, je nach Bräunung.
Anmerkung: Für Allergiker Mandeln statt Haselnüsse. Eiersatz statt Eier, bei Lidl erhältlich.

Material

  • 3 Eier
  • 150 g Zucker
  • 250g gemahlene Haselnüsse
  • ganze Haselnüsse zum Verzieren


Gesprächsimpulse Engel im Alltag

Der Engel ist Maria mitten in ihrem Alltag begegnet. Hattest du schon mal besondere Momente im Alltag. Ist dir schon mal ein „Engel“ im Alltag begegnet?
Maria und Josef haben Gott vertraut, naja, die hatten ja auch eine Begegnung mit einem Engel….Kann man auch heute noch sein Vertrauen auf Gott setzen? Warum? Warum ist es oft schwer Gott zu vertrauen?

Feier-Zeit Teil 2: Auf den Weg machen

Erzählung

Das Baby in Marias Bauch war schon ziemlich groß. Es dauerte  gar nicht mehr lange, dann sollte es zur Welt kommen. Der Weg war sehr weit – fast 200 Kilometer und alles zu Fuß. Sie nahmen einen Esel (Playmobile Esel, Maria und Josef auf den Weg setzen) mit, der Maria immer mal wieder trug. Der Weg war sehr schwierig. Sie kamen auch nicht so schnell voran, da es für Maria sehr anstrengend war. Oft mussten sie Pause machen. Sie mussten teilweise draußen schlafen und sich jeden Tag wieder auf den Weg machen und weiter laufen. In einer anderen Stadt sahen drei sternenkundige Männer, manchmal werden sie auch Könige genannt, einen hellen Stern am Himmel aufgehen (Schweifstern an den Stall heften).

Material

  • Esel, Maria und Josef (Playmobil, Krippenfiguren)
  • Schweif-Stern
  • 3 Weise mit Kamel, Pferd, Elefant

Dieser Stern war etwas ganz Besonderes. Es stand schon in den alten Büchern, dort hatten die sternkundigen Männer es gelesen. Wenn dieser Stern zu sehen ist, dann wird ein neuer König geboren werden. Als die Männer ihn entdeckten, waren sie ganz aufgeregt. Sie beobachteten den Stern eine Weile und überprüften immer wieder, ob es wirklich der Stern war, von dem die alten Schriften berichteten. Als sie ganz sicher waren, packten sie ihre Sachen. „Wir machen uns auf den Weg. Wir wollen den König finden, für den dieser Stern am Himmel steht,“ sagten sie sich und machten sich auf einen noch viel längeren weg als Maria und Josef. (Kamel, 3 Könige auf den Weg setzen) Aber wohin? Das wussten sie auch nicht so genau. Sie folgten einfach dem Stern. Einfach? Nicht ganz! Denn Sterne kann man ja nur nachts sehen. Also reisten sie in der Nacht, wenn die Sterne zu sehen waren und ruhten sich am Tag aus. Das war eine ganz besondere Reise.

Aktiv-Zeit Teil 2

Einen Stern aus Ästen binden

Stationsbeschreibung: Die Stöcke auf gleiche Länge bringen.
Den Stern legen: Aus zwei Stöcken die Sternspitze als umgedrehtes V legen. Ein Stock kommt quer darüber. Stock vier und fünf als X auf den Stern legen, so dass fünf Spitzen entstehen.

Stern mit Hilfe der 10 Schnüre zusammenbinden. Zunächst die Sterninnenpunkte miteinander verknoten, dann die Spitzen. Fertig!

Sternenanleitung

Material

  • 5 etwa gleich dicke Stöcke (ca. 1 cm dick)
  • 10 Schnüre je ca. 15 cm lang
  • Gartenschere

Gesprächsimpulse

„Das steht in den Sternen“ ist eine bekannte Redewendung. Gott hat mit den Sterndeutern so geredet wie sie es verstehen konnten – durch die Sterne.
Wie sollte Gott mit dir reden, damit du ihn verstehst?
Gott kann zu uns heute auch durch die Bibel, das Wort Gottes sprechen. Was bedeutet die Bibel für dein Leben?

Feier-Zeit Teil 3: Die Hirten machen sich auf

Erzählung

Maria und Josef sind mittlerweile in Bethlehem angekommen. Aber auch ganz viele andere Leute sind da wegen der Volkszählung. Maria muss sich unbedingt ausruhen, aber nirgends ist ein Zimmer frei. „Josef, das Kind kommt, tu was!“ sagt Maria. Schließlich finden sie im letzten Moment einen Stall (Figuren an den Stall stellen) und dort wird das Baby geboren. Maria wickelt es fest ein und legt es in den Futtertrog (Baby in die Krippe legen) der Tiere, denn ein Kinderbett hatten sie nicht.

In der Gegend waren auch Hirten unterwegs mit ihren Schafen. Hirten waren gar nicht beliebt damals. Man hielt sie für Betrügern und Räuber. Man beschimpfte sie als Gesindel, Pack, Gauner. Die Hirten übernachteten bei ihren Schafen auf dem Feld. Vielleicht saßen sie am Lagerfeuer. Sie wechselten sich ab mit wachen und schlafen. Da stand plötzlich ein Engel, ein Bote Gottes, vor ihnen. (Engel neben die Hirten stellen) Der Engel leuchtete so hell, dass alles um sie herum  hell wurde. Das ganze Feld, wie mit einer Flutlichtanlage beleuchtet.
Die Hirten waren total erschrocken:“ Was ist denn jetzt los?“ fragten sie sich und sie fürchteten sich sehr.
Der Engel sagte: „Habt keine Angst. Ich bringe euch eine wunderbare Nachricht, über die sich alle Menschen freuen können. Heute ist für euch der Weltenretter geboren, der Heiland, der alles wieder heile macht. Er ist in Bethlehem geboren. Ihr könnt  ihn daran erkennen, dass er eingewickelt in Windeln in einem Futtertrog liegt.“ Plötzlich war der eine Engel von den himmlischen Heerscharen, von ganz vielen Engeln umgeben. Am ganzen Nachthimmel waren Engel zu sehen. Sie lobten Gott und sagen: Gott gehört alle Ehre. Sein Frieden kommt zu den Menschen. Zu allen Menschen, die seinen Frieden auch annehmen. Als die Engel wieder in den Himmel zurückkehrten und es außer dem Lagerfeuer wieder dunkel war sagten die Hirten: „Los, lasst uns nach Bethlehem gehen. Wir wollen das, was der Engel gesagt hat mit eigenen Augen sehen.“
So zogen sie nach Bethlehem mit ihren Schafen (Hirten und Schafe auf den Weg nahe am Stall setzen) und tatsächlich fanden sie alles so wie der Engel gesagt hatte: Maria und Josef und das Baby in der Futterkrippe. Die Hirten erzählten allen was geschehen war und was der Engel ihnen gesagt hatte. Dann gingen sie wieder zurück. Sie lobten Gott für alles, was in dieser Nacht geschehen war. Auch dafür, dass sie alles genau so vorgefunden hatten, wie es der Engel gesagt hatte.

Material

  • Baby für die Krippe
  • Hirten
  • Schafe
  • Engel
Hirte mit Engel

Aktiv-Zeit Teil 3

Spiel: Engel unterwegs

Die vier Spielfiguren sind Engel. Jede Farbe/Engelgruppe hat einen Auftrag/Ziel. Engel arbeiten immer zusammen, deshalb gibt es bei den verschiedenen Würfelergebnissen Sonderregeln:

  • 1 = Du darfst einen Engel anderer Farbe 6 Felder vorsetzen
  • 2 = Alle Engel gehen 2 Felder vor
  • 3 = Derjenige der gewürfelt hat darf 3 Felder vorrücken
  • 4 = Kurze Pause: Engel singen und loben Gott. Singt zusammen einen Refrain z.B. Hallelu, Hallelu oder „Alle Ehre Gott im Himmel“(Uwe Lal)
  • 5 = derjenige, der gewürfelt hat darf 5 Felder mit allen seinen Engeln, die unterwegs sind vorrücken.
  • 6= Such dir einen Partner-Engel aus mit dem du 6 Felder vorrückst

Natürlich schmeißen Engel sich nicht gegenseitig raus. Wer zufällig auf dasselbe Feld vorrücken darf, bleibt einfach auf dem Feld direkt hinter dem anderen Engel stehen. Wer zuerst alle seine Engel am Zielort hat, würfelt und zieht für den Engel mit, der am weitesten zurück ist. Wenn alle Engel ihr Ziel erreicht haben, gibt es für alle einen Engelsbonbon oder ähnliches.

Material

  • Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Spiel
yellow red and green plastic toy
Mensch-Ärgere-Dich-Nicht als „Engel unterwegs“ Version

Gesprächsimpulse Engel

Engel, die Boten Gottes werden zu den Hirten geschickt. Ausgerechnet zu denen. Ob sie wohl mit Gott diskutiert haben, um ihm andere Leute vorzuschlagen?
Musstest du schon mal jemand anderem eine Botschaft bringen? Wie war das für dich? Was ist das Besondere an einem Boten?

Feier-Zeit Teil 4: Die Sterndeuter

Erzählung

Wer hatte sich noch auf den Weg zur Krippe gemacht? Richtig, die Sterndeuter. Sie waren dem Stern gefolgt, der die Geburt eines neuen Königs ankündigt. Lange waren sie unterwegs und endlich kamen sie in Israel an. Wo findet man wohl einen König oder ein Königskind? Na klar im Palast. So dachten die Sterndeuter und machten sich auf nach Jerusalem in den Palast des König Herodes. Der bekam einen fürchterlichen Schrecken, als er von dem neuen König erfuhr und dass die Sterndeuter ihn anbeten wollten. „Ein neuer König, davon weiß ich nichts. Ich bin doch König. Wer will mir den Thron streitig machen?“ so fragte er sich.

Dann  erinnerte er sich daran, dass Gott schon vor sehr langer Zeit einen Retter versprochen hatte
Er ließ die Priester und Schriftgelehrten rufen: “Wo soll der neue König geboren werden, von dem schon die Propheten erzählt haben?“ fragte er sie. „In Bethlehem“ sagten die Schriftgelehrten. Daraufhin schickte Herodes den Sterndeutern eine geheime Botschaft: Der neue König soll in Bethlehem geboren werden. Wenn ihr ihn gefunden habt kommt doch zurück und sagt mir Bescheid. Ich will ihn nämlich auch anbeten. So zogen die Sterndeuter weiter nach Bethlehem. Dort sahen sie auch den Stern wieder, der sie direkt  zu dem Kind führte. Sie freuten sich sehr und hatten auch kostbare Geschenke dabei: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Kurz bevor sie sich wieder auf den Rückweg machten, hatten sie einen Traum. Gott warnte sie davor zurück zu Herodes zu gehen. Herodes meinte es nicht gut mit dem Kind. So nahmen sie einen anderen Weg zurück nach Hause.

Material

  • 3 Sterndeuter, Kamel, Elefant, Pferd

Aktiv-Zeit Teil 4

Sternen-Quiz

An dieser Station könnt ihr gemeinsam das Sternen-Quiz lösen. Ihr findet die Vorlage und die Auflösung unter dem Material.

Material

  • Sternen-Quiz ausgedruckt oder eingeblendet

Gesprächsimpulse Serndeuter

Die Sterndeuter kamen aus einer völlig anderen Kultur. Sie gehörten nicht zum Volk Gottes und doch wollte Gott sie dabei haben. Jesus ist für ALLE Menschen gekommen, egal welcher Nationalität, Herkunft, Hautfarbe….
Was müsste passieren, damit du dich auf den Weg zur Krippe / zu Jesus machst?

Abschluss

Das war jetzt ein ganz schön langer Weg. Ein langer Weg für Maria und Josef nach Bethlehem. Ein nicht ganz so langer Weg für die Hirten und Schafe. Ein sehr langer Weg für die Sterndeuter. Aber den längsten Weg hat Jesus auf sich genommen. Er ist umgezogen vom Himmel auf die Erde zu uns Menschen. Warum hat er das gemacht? Maria und Josef mussten den Weg machen wegen der Volkszählung. Die Hirten wollten wissen, ob die Engel auch wirklich die Wahrheit gesagt haben. Die Sterndeuter waren neugierig wer der neue König sein sollte. Aber warum kam Jesus auf diese Welt?
Weil Gott die Menschen unendlich lieb hat!
Gott will uns Menschen nah sein und er möchte, dass wir nah zu ihm kommen können. Deshalb hat er Jesus, seinen Sohn, geschickt. Jesus zeigt uns den Weg zum Vater. In der Bibel sagt Jesus: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das leben. Es gibt keinen anderen Weg zum Vater als mich. (Joh. 14,6)
Wow Jesus ist selbst der Weg. Machen wir uns doch auf diesen Adventsweg hin zu Jesus in der Krippe und dann mit Jesus zum Vater.

Lieder

Je nach Format sind verschiedene Lieder, evtl. auch als YouTube Link möglich.

  • Alle Ehre Gott im Himmel (Uwe Lal)
  • Einfach Spitze (Daniel Kallauch)
  • Heute, Leute ist Advent (auf die Melodie von Lady in Black)
  • Freude, Freude (Gaba Mertins)
  • Gottes große Liebe (Daniel Kallauch)
  • Runtergekommen (Daniel Kallauch)
  • Weihnachten ist Party für Jesus (Daniel Kallauch)
  • Weihnachtsstern (Kramer, Rieger)

YouTube-Links

Segen

Als Segen verwenden wir die Konfetti-Segen-Kanone. Anleitung und Text im Baustein „Konfettisegenkanone“.

Essens-Zeit

Eine Feuerschale aufstellen und wie die Hirten ums Feuer sitzen oder stehen. Man kann Würstchen am Stock braten oder einen Grill aufstellen und wintergrillen. Warm eingepackt am Grill stehen und mit Punsch darauf warten, dass die Würstchen fertig sind. Alternativ können auch Folienkartoffeln, Stockbrot oder Marshmellows (s’Mores) gegrillt werden.

Ideen für zu Hause

Als Idee für zu Hause kann der Baustein „Ein Plätzchen in Gottes Herz“ verwendet werden.

Ziel

Die Familien sollen die Möglichkeit bekommen, zumindest digital, Gemeinschaft zu erleben. Durch die Geschichte von Nehemia sollen sie neue Hoffnung bekommen und gestärkt werden für ihren Alltag.

Biblischer Hintergrund

Nach der völligen Zerstörung Jerusalems im Jahr 587 v. Chr. und der Wegführung der Oberschicht ins ferne Babylon, bleibt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in Jerusalem zurück. Eine ziemlich hoffnungslose Situation. Nehemia lebt am Hof des Königs und lässt sich berühren von der Hoffnungslosigkeit seiner Landsleute in Jerusalem. In ihm wächst der Traum, die Stadt wiederaufzubauen. Nehemia darf nach Jerusalem reisen und wird in seinem Vorhaben von König Artaxerxes unterstützt. In Jerusalem angekommen sieht er die Zerstörung der Stadt (äußerlich) und den Ungehorsam der Menschen Gott gegenüber (Zerstörung innerlich). Er schafft es, viele Menschen zu motivieren gemeinsam die Stadtmauer wiederaufzubauen und Jerusalem zu einer sicheren Stadt zu machen, so dass darin wieder das Volk Israel leben kann. Durch die Worte des Propheten Esra erkennen die Menschen ihre Schuld, bitten um Vergebung und finden Gnade vor Gott. Zentraler Vers der Einheit: Seid nicht mehr traurig und bekümmert. Die Freude an Gott gibt euch Kraft. (Nehemia 8,10)

Hinweise zur Durchführung

Dieser Entwurf bietet die Möglichkeit, trotz Versammlungsverbot eine Kirche Kunterbunt zu feiern. Die Familien melden sich im Vorfeld per Mail an und bekommen dann einen Link zu einer Video-Konferenz zugeschickt. (Wir haben es über das Tool Zoom gemacht.) Außerdem bekommen die Familien vorab eine Material-Tüte. Diese kann nach Hause geliefert werden oder an einem zentralen Punkt abgeholt werden.

Material-Tüte für die Familien

Inhalt der Material-Tüte

Willkommens-Zeit

Begrüßung

Hallo! Herzlich Willkommen zur ersten digitalen Kirche Kunterbunt. Es freut uns so sehr, euch alle mal wieder hier live zu sehen. Auf euch wartet ein kunterbuntes Programm. Mit euch gemeinsam machen wir uns auf den Weg – gemeinsam mit einem Mann, der hunderte Kilometer reiste, weil er einen Traum hatte. Den Traum etwas Neues zu wagen, etwas aufzubauen – Hoffnung zu bringen. Wie es immer bei Kirche Kunterbunt, werden wir singen, gibt einen Impuls und Aktionen, in denen ihr aktiv werden dürft.

Vorstellung

Damit wir aber auch wissen, wer heute alles dabei ist, seid ihr jetzt dran. In euren Material-Tüten findet ihr zwei Luftballons. Nehmt euch bitte EINEN Luftballon, pustet diesen auf und schreibt mit einem Edding eure Namen auf den Luftballon. Ihr habt Zeit bis das Lied „Hallo, Ciao“ zu Ende ist. Dann beginn das Lied zum zweiten Mal und jetzt müsst ihr euch bereithalten. Denn euer Bildschirm beginnt zu switchen. Wenn ihr auf dem Bildschirm erscheint, dann zeigt uns euren Luftballons und winkt ganz fleißig. So ist jeder von euch mal groß zu sehen.

Material

  • Luftballon
  • Edding

Ankommen

Was erwartet euch heute Nachmittag? Jetzt gleich geht es los und wir lernen Nehemia kennen. Dann gibt es eine Aktion, passend zu dem, was Nehemia erlebt hat. Wir erklären, welches Material ihr braucht und was zu tun ist. Außerdem gibt es zu jeder Aktion ein paar Fragen, über die ihr euch unterhalten könnt. Die Infos werden über eine Folie in der Zeit eingeblendet. Während der Aktion gibt es hier in der Konferenz nur ein bisschen Musik und einen Mitarbeiter für Rückfragen. Aber ansonsten ist das eure ganz persönliche Familien-Zeit in der ihr euer Video auch gerne ausmachen dürft! Wenn ihr das Lied „Sei mutig und stark“ hört, dann geht es weiter und ihr dürft euer Video wieder anmachen. Dann gibt es wieder einen Teil von Nehemia und danach kommt die nächste Aktion mit Material und Zeit für euch zum aktiv werden. Viermal gibt es einen digitalen Teil von uns und eine analoge Aktion für euch zu Hause. Wichtig ist, dass ihr immer bei dem Lied „Sei mutig und stark“ alle wieder vor den Bildschirm kommt, damit ihr mitkriegt wie es weitergeht.

Feier-Zeit und Aktiv-Zeit

Im Folgenden gibt es einen Wechsel von einem Teil der Nehemia Geschichte und einer passenden Aktion zum Thema.


Geschichte Teil 1, Szene 1 – in der zerstörten Stadt Jerusalem

Das zerstörte Jerusalem

Material

  • Bauklötze
  • evtl. Verkleidung

(Ein Mitarbeitender sitzt in einem wilden Chaos von Bauklötzen und erzählt von dort)
Ein Bewohner aus Jerusalem erzählt: „Alles ist kaputt, alles ist zerstört. Nur noch ein Trümmerhaufen. Kein Stein steht mehr auf dem anderen. Nichts ist mehr wie es einmal war. Dabei war es hier einmal so herrlich, wunderschön und alles so prächtig. Hier bei uns in Jerusalem. Die Häuser, die Stadtmauer und erst der Tempel. Der war so unglaublich schön und prächtig. Riesig und alles vergoldet. Ihr könnt es euch nicht vorstellen. Überall war unsere wunderschöne Stadt, Jerusalem bekannt. Und jetzt? Absolut gar nicht mehr ist von dieser wunderschönen Stadt zu erkennen. Alles liegt in Trümmern. Viele leben im Elend. Eine Stadtmauer, die uns schützt, gibt es nicht mehr und alle Tore sind vom Feuer verbrannt. Wir leben in ständiger Angst. Schutzlos sind wir den Räuberbanden ausgeliefert. Vielleicht war es ein Fehler hierher zurückzukehren. Der persische König hat es einigen von uns erlaubt wieder heimkehren zu dürfen. Zurück in unsere Heimat. Jerusalem. Aber es ist einfach nichts mehr wie es war. Wie soll es denn nur weitergehen? Wir sind verloren. Wir haben keine Hoffnung mehr – es ist hoffnungslos.“

Geschichte Teil 1, Szene 2 – im Palast

Nehemia im Palast von König Artarxerxes

Material

  • Verkleidete*r Mitarbeiter*in
  • virtueller Hintergrund (Palast)

(Ein Mitarbeitender als Nehemia verkleidet in einem Palast (wir hatten einen virtuellen Hintergrund).
Nehemia erzählt: „Wunderschön, prächtig, alles vergoldet. Es gibt die schönsten Stoffe und Kleider, das beste Essen sowieso. Bis weit über die Grenzen hinaus ist der Reichtum unseres Landes bekannt. So gut geht es uns hier in Susa, einer Stadt in Persien. Und ich darf sogar hier im Palast leben und arbeiten. Jeden Tag habe ich mit dem König zu tun und hier eine wirklich gute und vor allem wichtige Aufgabe. Denn ich – Nehemia – bin der persönliche Mundschenk von König Artarxerxes. Das ist eine sehr, sehr wichtige Aufgabe. Alles, was der König zu essen bekommt, wird von mir erst getestet. Ich probiere, ob es dem König schmeckt. Aber noch viel wichtiger: Ich bin dafür verantwortlich, dass der König nicht vergiftet wird. Mein König vertraut mir voll und ganz. Und ich bin so dankbar in seinen Diensten zu stehen, hier im Palast. Aber seit einigen Wochen ist mir das alles nicht mehr wichtig. Von dem köstlichen Essen bekomme ich nicht mehr herunter. Alles erscheint mit so trostlos und hoffnungslos. Vor ca. 4 Monaten habe ich Besuch von meinem Bruder Hanani bekommen. Er ist einer der Leute aus meinem Volk, die schon vor längerer Zeit in unsere ehemalige Hauptstadt, nach Jerusalem, aus der Gefangenschaft zurückkehren durften. Ich war noch nie in Jerusalem. So viel habe ich schon über diese wunderschöne Stadt gehört. Ich hatte Hanani eine Ewigkeit nicht mehr gesehen und ich freute mich so sehr auf ihn. Endlich konnte ich hören, wie es ihnen in der alten Heimat ergangen ist. Aber es war einfach so furchtbar, was er erzählte: Die Stadt ist wohl teilweise noch immer ein Trümmerhaufen. Unsere geliebte Stadt- alles noch immer in Schutt und Asche?! Er erzählte mir, dass sie den Räuberbanden schutzlos ausgeliefert seien, weil die Stadtmauer zerstört sei und sie auch keine neue Mauer aufbauen dürften. Furchtbar! Ich konnte nächtelang nicht schlafen, nichts mehr essen und musste so viel weinen. Mir ging es so richtig furchtbar. Jeden Tag und jede Nacht bin ich auf die Knie gegangen, und habe Gottes Hilfe angefleht. Dann, ganz langsam, wuchs in mir eine Idee, ein Wunsch heran. Ich begann zu träumen: Warum könnte ich nicht der sein, der den Menschen in Jerusalem Hoffnung bringt? Vielleicht könnte ich doch derjenige sein, der nach Jerusalem reist und die Mauer um Jerusalem wiederaufbaut. Eine total verrückte Idee!! Ihr müsst wissen, ich bin kein freier Mann. Ich habe zwar den tollen Job als Mundschenk beim König, aber eigentlich bin ich noch immer ein Sklave. Aber der Traum, die Stadtmauer von Jerusalem wiederaufzubauen und den Menschen wieder Hoffnung zu geben, setzt sich immer tiefer in mir fest. Und jetzt kann ich an nichts anderes mehr denken als an diesen Traum ein Hoffnungsbringer zu sein und die Stadtmauer wiederaufzubauen.“

Aktiv-Zeit 1 – Hoffnung wächst

Einpflanzen der Samen

Stationsbeschreibung
Manchmal sind wir frustriert, traurig, wütend, wie Nehemia, z.B weil etwas anders läuft, als wir es uns vorgestellt hatten oder weil wir erfahren, dass es Menschen, die uns nahe stehen nicht gut geht. Dann sehnen wir uns nach neuer Hoffnung und Zuversicht, dass sich bald etwas an der aktuellen Situation ändern wird. Wir wünschen uns, dass etwas Neues entsteht. Deshalb wollen wir jetzt als Symbol dafür Samen sähen, um zu sehen, wie Gott aus etwas sehr sehr Kleinem etwas sehr Schönes entstehen lassen kann. Ihr dürft dafür folgende Gegenstände aus eurer Material-Tüte nehmen: Die Karte mit der Aufschrift „Damit die Hoffnung wieder blüht“ (darin ist eine kleine Tüte mit den Samen), das Tütchen mit der Erde, das Anzuchttöpfchen. Setzt eure Samen in die Erde, sucht euch einen warmen und hellen Ort, wo ihr das Töpfchen hinstellen könnt und vergesst das Gießen nicht.

Gesprächsimpulse

  • Welche Hoffnung möchtest du mit dem Samen einpflanzen?
  • Was wünscht ihr euch? Was soll sich verändern oder neu wachsen?
  • Wann und in welchen Bereichen eures Lebens seid ihr voller Hoffnung und Zuversicht?
  • Wann oder wo seid ihr ohne Hoffnung?

Geschichte Teil 2 – Nehemia auf dem Weg nach Jerusalem

Nehemia macht sich auf den Weg nach Jerusalem

Material

  • Playmobil-Männchen, Pferde, Kutsche mit Holzstämmen
  • Bauklotz-Stadt
  • Bauklötze beschriftet mit „Gottes Regeln“, „Tempel“, „Treue“, „Gebet“, „Frieden“

(Die Szene wird mit Playmobil-Männchen nachgespielt)
Und als der König Nehemia so traurig sieht, da spricht er ihn an: Warum bist du so traurig? Erst druckst Nehemia herum, dann spricht er ein Gebet und erzählt dem König die ganze Geschichte vom zerstörten Jerusalem. Der König fragt: „Und was willst du jetzt von mir?“ „Schicke mich nach Jerusalem und lass mich die Stadt wiederaufbauen!“ (Nehemia auf dem Pferd, Reiter, Holzwagen) Und Nehemia darf tatsächlich gehen. Der König findet seine Idee gut und gibt ihm Holz zum Aufbau der Mauer, Soldaten und Reiter und sogar eine Durchreise-Erlaubnis für die Grenzen, die er überqueren muss. Und nach dieser langen Reise kommt Nehemia in Jerusalem an. (Reiter kommen in zerstörte Stadt an)
Als erstes ruht er sich drei Tage aus – das muss eine ganz schön anstrengende Reise gewesen sein! Aber dann legt Nehemia mitten in der Nacht los. Er setzt sich auf sein Pferd und reitet um die Stadtmauer von Jerusalem. (Nehemia auf dem Pferd reitet um die zerstörte Bauklotz-Stadt). Er schaut sich alles genau an. Puh – da sind Lücken in der Mauer, Stadttore sind niedergebrannt – Jerusalem ist keine sichere Stadt mehr. Aber nicht nur die Stadtmauer ist zerstört. Auch bei den Menschen in Jerusalem ist einiges in ihrem Leben zerstört und kaputt. Sie haben sich nicht mehr an Gottes Regeln gehalten. Sie waren Gott nicht mehr treu (Treue). Sie haben nicht mehr gebetet (Gebet), kein Gottesdienst gefeiert, denn der Tempel war kaputt. Außerdem haben sich die anderen Völker über die zerstörte Stadt lustig gemacht. Der Frieden war zerbrochen.
Steine mit Begriffen, was alles zerbrochen ist: Gottes Regeln, Tempel, Treue, Gebet, Frieden

Aktiv-Zeit 2 – Scherben-Mosaik

Und so wie es den Menschen in Jerusalem damals ging, so geht es mir heute in (deinen Ort einsetzen) auch manchmal. Es gibt Dinge, die zerbrochen, zerstört und kaputt sind. Manches ganz äußerlich, wie unser neuer Teller, der im Päckchen schon zerbrochen ist oder unser Sandeleimer, der den harten Winter nicht überlebt hat. Aber auch manche Beziehungen sind zerbrochen. Streit in der Familie oder unter Freunden, wegen unterschiedlichem Umgang mit Kontaktbeschränkungen oder anderen Themen. Gefühle die verletzt wurden. Träume, die durchkreuzt wurden. Beziehungen die durch Streit belastet sind. Einiges in meinem Leben ist zerbrochen.

Scherben-Mosaik

Material

  • zwei Fliesen
  • Joghurteimer (1l) mit Gartenbeton (ca. 220g)
  • Wasser (ca. 5cl)
  • Umrührstab
  • Hammer
  • altes Handtuch

Stationsbeschreibung
Aber so wie der Nehemia für Jerusalem einen Traum hatte, die Stadtmauer wiederaufzubauen, so kann auch bei uns in allem Zerbrochenen, aus den Trümmern, dem Kaputten etwas Neues, Schönes entstehen. Und dafür habt ihr die nächsten 20 Minuten Zeit.
Ihr braucht dafür: die beiden Fliesen, den Joghurteimer (da ist Gartenbeton drin), ein bisschen Wasser, einen Umrührstab, einen Hammer und ein altes Handtuch.
Als erstes dürft ihr die Fliesen in das alte Handtuch wickeln und mit dem Hammer zerschlagen. Ganz Mutige können die Fliesen auch draußen auf den Boden werfen. Aber bei beiden Techniken – seid vorsichtig mit den Scherben, damit ihr euch nicht schneidet!


Gesprächsimpulse

  • Wo gibt es Dinge in unserem Leben, die kaputt sind?
  • Was kann zerbrechen, was kann kaputt gehen?
  • Wann streiten wir und warum?
  • Was wurde in der Corona-Zeit zertrümmert?

Als zweiten Schritt nehmt ihr den Joghurt-Eimer und rührt ca. 5 cl Wasser hinein. Das sollten nur größere Kinder oder Erwachsene machen. Wenn die Masse ein schöner Brei ist, dann dürft ihr vorsichtig eure Fliesen-Scherben schön darauf platzieren. Drückt sie ein bisschen in den Beton hinein und klopft mit dem Becher ein paar Mal, dass alles schön glatt wird und festsitzt. Das fertige Scherben-Mosaik muss 1-2 Tage trocknen. Dann könnt ihr es vorsichtig aus dem Eimer herausholen. Ihr könnt es als Untersetzer benutzen oder auch einfach als Deko irgendwo platzieren.

Gesprächsimpulse

  • Wie kann ich aus Kaputtem etwas Schönes machen?
  • Wie können wir uns wieder versöhnen?
  • Wo sehe ich etwas Zerbrochenes und kann es wiederaufbauen?

Geschichte Teil 3 – Gemeinsam bauen

Gemeinsames Bauen an der Stadtmauer

Material

  • Kirchentagshocker beschriftet mit den Buchstaben GEMEINSAM

Mitten in der Nacht haben sich Nehemia und seine Freunde aufgemacht. Sie haben sich alles ganz genau angeschaut und festgestellt: Es sieht schlimm aus. Viele Lücken in der Mauer, keine Stadttore – schutzlos sind sie den Feinden ausgeliefert. Und Nehemia fragt sich: Kann er das wirklich schaffen? Ist das nicht ein zu großer Traum? – Dann erinnert Nehemia sich aber daran, wie Gott ihm beim König geholfen hat und er weiß: Gott hat mir diese Aufgabe gegeben. Somit hat Gott auch die Verantwortung, dass die Arbeit ausgeführt wird. Ich selber bringe das nicht fertig, aber mit Gottes Kraft gehe ich einen Schritt nach dem anderen. Am nächsten Tag weiht Nehemia das ganze Volk in den Traum ein die Stadtmauer wiederaufzubauen. Er sagt: „Kommt, wir bauen die Stadtmauer wieder auf. Dann werden wir nicht mehr ausgelacht.“ Die Nachbarvölker lachten nämlich über das Volk Israel, weil die Stadtmauer verfallen dalag. Um ihnen Mut zu machen, erzählt Nehemia ihnen wie Gott ihm bei König Axtarxerxes geholfen hat. Und er sagt: „Lasst uns bauen, wir wollen gemeinsam ans Werk gehen.“ Alle gemeinsam, nicht nur Nehemia und seine Freunde; nicht nur die großen und starken Männer, sondern alle werden gebraucht.
Nehemia wartet gespannt. Was werden die Leute sagen? Werden sie mithelfen? Werden sie gemeinsam mit ihm den Traum leben die Stadtmauer wiederaufzubauen?
“Ja, wir wollen die Mauer bauen!” Alle sind sich einig! Und alle beginnen mit Nehemia den Traum zu leben und die Stadtmauer wiederaufzubauen. Und so machen sie sich an die Arbeit (Mauer aus Kirchentagshocker wird aufgebaut). Die Stadtmauer soll wiederaufgebaut werden. Es wird einige Zeit dauern. Und es wird auch mal Probleme geben. Aber alle helfen mit und arbeiten gemeinsam, um die Mauer wiederaufzubauen. Die Großen und Starken, aber auch die kleinen und Unscheinbaren, große Hände, kleine Hände. Jeder kann sich einbringen. Jeder hat seine Stärken. Jeder kann etwas besonders gut. GEMEINSAM schaffen sie es die Mauer wiederaufzubauen.
(Am Ende erscheint das Wort „GEMEINSAM“ auf der Mauer.)

Aktiv-Zeit 3 – Bauwerk

Stationsbeschreibung
Die Menschen in Jerusalem haben gemeinsam die Stadtmauer, den Tempel, die Stadttore und Häuser wiederaufgebaut. Jetzt dürft ihr aktiv werden und auch ein Bauwerk bauen. Baut ein Gebäude für unsere gemeinsame Kirche Kunterbunt Stadt. Wenn ihr fertig seid, dann macht ein Foto von eurem Bauwerk und schickt es an unsere Mailadresse. Daraus macht das Team eine Collage, die wir später zeigen und auch veröffentlichen wollen. Ihr könnt also selbst entscheiden, ob ihr auf dem Foto mit abgebildet sein wollt oder nicht.

Gesprächsimpulse

  • Schafft ihr es gemeinsam zu bauen? Auch die Erwachsenen sollen mit bauen.
  • Könnt ihr euch auf ein Gebäude einigen?
  • Warum baut ihr genau dieses Gebäude?
  • Was glaubt ihr warum haben so viele Menschen beim Aufbau von Jerusalem mitgeholfen?

Geschichte Teil 4 – Wiederaufbau und Feiern

Das wiederaufgebaute Jerusalem

Material

  • aufgebaute Bauklotz-Stadt
  • viele Playmobil-Männchen

Der Verwalter der Provinz Israel (Sanballat) und die umliegenden Völker waren nicht begeistert davon, dass die Mauer von Jerusalem wiederaufgebaut wurde. Sie wollen Jerusalem angreifen und für Streit und Verwirrung sorgen. Und was machen Nehemia und seine Leute? Sie beten. Sie beten zu Gott. Und sie stellen Wachen auf, bei Tag und bei Nacht. Die Hälfte der Leute arbeiteten an der Mauer und die andere Hälfte steht schwer bewaffnet bereit und hält Wache. Sogar die Arbeiter an der Mauer haben immer ein Schwert bei sich, falls die Feinde angreifen.
Aber sie halten durch und Gott beschützt die Arbeiten an der Mauer. Nach 52 Tagen ist es endlich soweit! Die Stadtmauer ist fertig! (fertig gebaute Stadt zeigen) Die Torflügel der Stadttore werden eingesetzt. Der Tempel kann wieder benutzt werden. Die Menschen können wieder Gottesdienst feiern. Aber es gibt gar nicht so viele Menschen in Jerusalem. Es war ja bis jetzt keine sichere Stadt gewesen. Die Häuser sind noch nicht wiederaufgebaut. Da hatte Nehemia eine Idee – eine Idee, die von Gott kam. Alle Israeliten sollen wieder nach Jerusalem zurückkommen!
Viele waren nämlich verschleppt worden oder geflüchtet. Aber jetzt ist ja Jerusalem wieder eine sichere Stadt und sie können heimkommen! Und die Menschen kommen! Ganz schön viele – insgesamt etwa 43.000 Menschen. (Viele Männchen auf Platz stellen)
Auf einem großen Platz trifft sich das ganze Volk Israel und der Schriftgelehrte Esra liest aus der Bibel vor. Die Gesetze Gottes. Die Menschen hörten ganz gespannt zu und fangen an zu weinen. Denn sie merken – wir haben uns nicht für Gott interessiert. Wir haben nicht nach seinem Willen gelebt. Aber Esra, der Mann Gottes sagt zu ihnen: „Heute ist ein heiliger Tag. Die Stadt Jerusalem ist wieder sicher! Seid nicht traurig, hört auf zu weinen! Geht und esst leckeres Essen und trinkt süße Getränke! Gebt denen, die nichts haben etwas davon ab.
Seid nicht mehr traurig und bekümmert. Die Freude an Gott gibt euch Kraft. (Nehemia 8,10)
Und dann feiern sie ein großes Freudenfest in Jerusalem! Gott hat den Menschen ihr schlechtes Verhalten vergeben. Sie dürfen neu mit Gott anfangen. Die Freude an Gott gibt ihnen Kraft, um Jerusalem fertig aufzubauen.

Aktiv-Zeit 4 – Feiern

Und so wollen wir auch ein Fest feiern. Weil wir nicht traurig und hoffnungslos sein müssen. Gott sieht uns und interessiert sich für uns. Gott baut das Kaputte wieder auf. Gott vergibt uns, dass wir uns nicht für ihr interessiert haben. Die Freude an Gott gibt uns Kraft und das ist ein Grund zum Feiern. In der nächsten Aktiv-Zeit gibt es zwei Aktionen:

Konfetti-Segen-Kanone im Einsatz

Material

  • Popcorn-Mais
  • Öl, Topf mit Deckel
  • Klorolle, Luftballon, Schere, Klebeband, schöne Bänder (Washi-Tape) oder Stifte
  • Konfetti (für die Konfetti-Kanone später)

Stationsbeschreibung
Popcorn machen: Popcorn mit etwas Öl in einen Topf mit Deckel geben, langsam erhitzen, über das „Plopp-Geräusch“ freuen, Zucker darüber streuen, Riechen und genießen

Konfetti-Kanone basteln: Schneidet die Spitze des Ballons ab und macht einen Knoten in das Ballonende. Stülpt nun den Ballon mit der offenen Seite über die Papierrolle und fixiert ihn mit einem Klebeband. Nun verziert die Rolle nach Lust und Laune.

Gesprächsimpulse

  • Worüber freut ihr euch? Was ist ein Grund zum Feiern?
  • Habt ihr schon mal Gottes Freude im Herz gespürt?
  • Was macht ihr, wenn ihr traurig seid?
  • Was gehört für euch zu einem Fest dazu? Was ist das nächste Fest, dass ihr feiern könnt?

Abschluss
Wir haben sind jetzt viermal aktiv geworden und haben die Geschichte von Nehemia ganz praktisch nacherlebt. Was ist euch hängen geblieben? Wie geht es dir gerade? Sitzt du so wie ich ganz am Anfang hoffnungslos in den Trümmern und wartest auf deinen Nehemia, der dir neue Hoffnung bringt? Wer könnte das sein? Was kann dir wieder Hoffnung machen? Wem könntest du Hoffnung bringen oder ein Nehemia sein? Wo stehst du vor einem Scherbenhaufen? Und wie könnte es gelingen aus den Scherben etwas Schönes zu zaubern wie bei unserem Mosaik? Oder vielleicht bist du gerade ganz „schaffig“ und würdest am liebsten gleich mit bauen und ausbessern beginnen? Was oder wen brauchst du um aktiv werden zu können? Oder du bist gerade einfach glücklich und kannst dich an deinem Leben und an Gott freuen! So wie am Ende der Geschichte. Wir hoffen, dass euch die Geschichte von Nehemia ein bisschen Mut und Hoffnung gemacht hat. Gott sagt zu uns allen:
„Seid nicht traurig, denn die Freude am HERRN gibt euch Kraft!“ (Nehemia 8,10)

Und wir wollen uns jetzt auch freuen über eure Fotos und all das, was an neuen Bauwerken entstanden ist. Wir haben ein tolles Gemeinschaftsbild daraus gemacht. Und über uns allen und unseren Bauwerken, da ist der Regenbogen. (Bild einblenden) Ein Zeichen dafür, dass Gott uns nicht vergessen hat. Dass Gott uns sieht in unserer Hoffnungslosigkeit und uns die Kraft, die Hoffnung und den Mut gibt Neues, Schönes zu schaffen. Jeder von uns kann dazu beitragen!

Jetzt sind wir fast am Ende, aber – eigentlich gehört zu Kirche Kunterbunt ja auch das gemeinsame Essen. Und deshalb haben wir uns überlegt, dass wir heute Abend in Gedanken miteinander essen.
Ein Päckchen müsste noch in eurem Material-Paket sein. Ihr dürft es jetzt auspacken – es ist eine Packung Spaghetti und unsere Idee ist, dass wir heute Abend alle Spaghetti essen. Zwar nicht gemeinsam an einem Tisch, aber doch irgendwie verbunden. Und vielleicht können wir ja alle unser gemeinsames Spaghetti-Essen mit dem gleichen Gebet starten. „Lieber Gott, segne flott! Amen.“

Konfetti-Segen

Und jetzt kommen wir wirklich zum Schluss – zum Konfetti-Segen. Ihr dürft alle eure Konfetti-Kanone nehmen mit den Konfettis füllen. (Und schonmal den Staubsauger bereitstellen😉).
Ich spreche jetzt den Segen. Ich sage immer einen Satz und dann dürft ihr die Kanone abschießen, dann sage ich wieder einen Satz und ihr dürft wieder schießen und noch ein drittes Mal. Wenn ihr genug Konfetti eingefüllt habt, dann reicht es eigentlich auch für 3x schießen!

Eine*r sagt: Gott, der Vater, der dich geschaffen hat, lasse seine Liebe über dich regnen. (Jetzt schießt ihr einmal los)
Jesus, der Sohn, der dir immer nahe ist, mache dein Leben bunt. (jetzt nochmal losschießen)
Gott, der Heilige Geist, schenke dir Kreativität und Hoffnung. (jetzt nochmal losschießen)
So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. AMEN.

Segen ist etwas Wunderbares. Und tut richtig gut- gerade in besonderen Zeiten. Beim Segnen wird einem zugesprochen, dass Gott mitgeht, dass er tröstet, dass er uns nicht alleine lässt, dass er hilft und vieles mehr. Das Wort „segnen“ kommt vom lateinischen Wort: bene dicere. Das heißt wörtlich übersetzt: gutes sagen. Wenn wir also jemanden segnen, sprechen wir Gutes über einer anderen Person aus. Das tun wir, weil Gott selbst über jedem Menschen Gutes ausspricht. Segnen kann jede*r. Wir tun das nicht in unserem eigenen Namen, sondern wir segnen im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.

Vielleicht wollt ihr in Eurer Familie ein kleines Segens-Ritual einführen, z.B. vormittags, kurz bevor es für die Kinder ans Home-Schooling und die Erwachsenen ins Home-Office geht. Hier kommt eine Idee, wir ihr das mithilfe einer Konfettisegenkanone machen könnt.

Material:
Leere Klopapierrollen, Konfetti (gekauft oder selbst hergestellt), Malstifte, Schere, evtl. Washitape oder farbiges Papier zum Bekleben

So geht´s:

Sucht euch die Materialien zusammen.
Schneidet die Spitze des Ballons ab und macht einen Knoten in das Ballonende.
Stülpt nun den Ballon mit der offenen Seite über die Papierrolle.

Fixiert ihn mit einem Klebeband.
Nun verziert die Rolle nach Lust und Laune
Zum Schluss nur noch mit Konfetti befüllen.
Fertig!

Und so funktioniert der Konfettisegen:

  1. Nehmt euch eure Konfettisegenkanone zur Hand und zieht den Luftballon lang.
  2. Stellt euch alle zusammen in einen Kreis.
  3. Eine*r sagt: „Gott, der Vater der dich geschaffen hat, lasse seine Liebe über dich regnen. (Jetzt schießt ihr einmal los) Jesus, der Sohn, der dir immer nahe ist, mache dein Leben bunt. (jetzt nochmal losschießen) Gott, der Heilige Geist, schenke dir Kreativität und konzentriertes Arbeiten.(jetzt nochmal losschießen) So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“

Ziel

Ein Entwurf für Familien mit kreativen Aktiv-Stationen zu den einzelnen Kinderrechten. Durch das kreative Erleben der einzelnen Kinderrechte an verschiedenen Stationen werden sowohl Eltern als auch Kinder für das Thema sensibilisiert. Sie entdecken, dass sie wertvoll sind und von Gott geliebte Geschöpfe. Die Eltern bekommen die Möglichkeit das Verhalten ihren Kindern gegenüber zu reflektieren und Vergebung zu erfahren.

Willkommens-Zeit

Namensschilder

Kinder schreiben für ihre Eltern ein Namensschild und Eltern für ihre Kinder (Ideen: buntes Klebeband, beschriftete Wäscheklammer, beschriftete Tonkarton-Krone)


Aktiv-Idee Spontantheater -Was ist „wertvoll?


Ein Mitarbeitender ist in dieser Zeit unterwegs und macht mehrmals ein Spontantheater. Dazu fordert er einen Erwachsenen dazu auf ihm einen Geldschein auszuleihen (evtl. auch einen eigenen bereithalten). Der Mitarbeitende nimmt den Geldschein und zerknüllt, beschmiert, bemalt ihn oder trampelt darauf herum. Ändert sich dadurch der Wert des Geldscheins? Nein –der Geldschein behält trotz der unsanften Behandlung seinen Wert. So „behalten“ wir auch unseren Wert, wenn uns jemand weh tut oder unsanft mit uns umgeht. Unser Wert ändert sich nicht

Aktiv-Zeit

In der Aktiv-Zeit können die Besucher mehrere Stationen absolvieren. Sie suchen sich die Stationen aus, die sie am meisten ansprechen. Die Stationen dauern 5-20 Minuten und sind jeweils von einem Mitarbeitenden betreut. Wir haben außerdem gute Erfahrungen mit Stationsbeschreibungen gemacht, auf denen selbstständig die Gesprächsimpulse gelesen werden können.

Station 1: Ich bin es wert

-> Wunder-Kiste (Auch während der Willkommens-Zeit durchführbar)

Stationsbeschreibung:
Ein Mitarbeitender läuft mit dem Karton herum und fragt, wer ein Wunder sehen will. Wenn jemand möchte, dann hält er/sie den Karton direkt vor die Person und öffnet den Deckel. „Hier kannst du ein Wunder sehen!“ Dich selbst!

Gesprächsimpulse:
Jeder Mensch ist ein Wunder. Gott hat dich wunderbar geschaffen. Gott liebt dich. Jeder Mensch ist wertvoll. Kinder und Erwachsene. In welchen Momenten fühle ich mich wertvoll und geliebt? In welchen Situationen fällt es mir schwer zu glauben, dass ich ein Wunder bin?

Material:

  • Kästchen oder Schuhkarton
  • Spiegel im Inneren des Kästchens

-> Wertvoll-Kästchen (Variante B)

Stationsbeschreibung:
An dieser Station darf sich jeder ein „Wertvoll-Kästchen“ basteln. Dazu wird der Karton mit Geschenkpapier oder Farben verziert. Danach wird der Schriftzug aufgeklebt oder kann selbst geschrieben werden (mit Farbe oder Edding). Als letztes wird der Spiegel oder die Spiegelfolie in den Karton geklebt. Evtl. müssen Trockenzeiten beachtet werden. Wenn das Kästchen fertig ist, darf jeder ausprobieren (auch die Eltern), wie es funktioniert. Als erstes wird der Satz laut gelesen „So sieht ein Mensch aus, den Gott liebt“ und dann wird das Kästchen geöffnet, so dass die Person sich selbst sieht.

Gesprächsimpuls:
Jeder Mensch ist wertvoll. Wunderbar von Gott geschaffen und von Gott geliebt. Kinder und Erwachsene. Das Wertvoll-Kästchen kann uns immer wieder daran erinnern. In welchen Momenten fühle ich mich wertvoll und geliebt? In welchen Situationen fällt es mir schwer zu glauben, dass ich wertvoll bin?

Material:

  • mehrere Kästchen oder Schuhkartons
  • ausgedruckter Schriftzug „So sieht ein Mensch aus, den Gott liebt.“
  • Spiegel oder Spiegelfolie
  • Geschenkpapier
  • Kleber oder Kleister
  • Farbe
  • Pinsel
  • Eddings

-> Kinderbrille

Stationsbeschreibung:
Die Kinder basteln ihren Eltern eine „Kinderbrille“. Die Brille mit einer Schablone auf das Tonpapier zeichnen und ausschneiden (Alternativ können die Vorlagen auch auf dicken Karton gedruckt werden). Dann aus der Folie entsprechend der Löcher „Gläser“ ausschneiden und einkleben(hier können die Eltern auch gerne unterstützen). Jetzt können die Brillen mit Aufklebern und Verzierungen dekoriert werden. Dann dürfen die Kinder ihren Eltern die Brille aufsetzen.

Gesprächsimpuls:
Diese Brille lässt die Erwachsenen die Welt ganz anders sehen. Wie sehen Kinder diese Welt? Vielleicht bunter oder unschärfer oder wilder? Welchen Unterschied würde es machen, wenn wir als Eltern öfters die „Kinderbrille“ tragen? Die Brille soll die Erwachsenen daran erinnern öfters die Welt mit den Augen der Kinder sehen.

Material:

  • Tonpapier
  • Brillenschablonen für Erwachsene in verschiedenen Formen und Größen
  • Multispektral-Folie oder alternativ buntes Transparentpapier
  • Scheren (mit Spitze)
  • Kleber
  • Bleistifte
  • Aufkleber und kleine Dinge zum Dekorieren

Station 2: Ich bin es wert –Lernen zu dürfen

-> Blaukraut-Experiment

Stationsbeschreibung:
Vier Gläser mit Rotkohlwasser füllen. Alle sehen gleich aus. Nacheinander in je ein anderes Glas füllen: Zitronensaft, Essig, Waschmaschinenpulver mit Wasser, Spülmaschinenpulver mit Wasser. Die Farbe ändert sich blitzschnell. Du kannst weiter experimentieren. Ändert sich die Farbe, wenn du z.B. in das Glas mit Zitronensaft nun die Waschmittelmischung kippst? Einen Farbstoff, dessen Farbe sich je nach dem Säuregehalt einer Flüssigkeit verändert, nennt man Indikator (lateinisch „Anzeiger“). Rotkohlsaft ist also eine Indikatorlösung und zeigt den pH-Wert einer Lösung an. Dabei gilt: Ein kleiner pH-Wert bedeutet eine saure Lösung mit einer hohen Protonenkonzentration. Je grösser der pH-Wert ist, desto basischer. Der Farbwechsel des Indikators ist chemisch begründet: In einer sauren Lösung reagiert der Indikatorfarbstoff anders als in einer basischen Lösung.

Gesprächsimpuls:
Die Farbe verändert sich. Wir haben im Leben ständig Veränderungen. Wo erlebst du Veränderungen als Segen? In welchen Veränderungen deines Lebens erlebst du Gott? Lernen bedeutet auch Veränderung. Durch Lernen kann ich mich verändern. Was hast du hier gelernt?

Material:

  • Rotkohlwasser
  • Zitronensaft
  • Essig
  • Waschmittelpulver
  • Spülmaschinenpulver
  • Gläser
  • Gefäße
  • Außerdem empfohlen: Tücher zum Hände abwischen, Spüllappen, Eimer

Vorbereitung:
Einige Stunden vorher: Rotkohlwasser vorbereiten: Rotkohl in Streifen in ca. 2l warmes Wasser legen. Dann den Rotkohl ab sieben. Kann gekocht und gegessen werden.) Kurz vorher: Gläser bereitstellen, Waschmaschinenmittel mit Wasser in einem Gefäß mischen (und wenn du hast auch das Spülmaschinenmittel mit Wasser vermischen)

-> Das Distanz-Experiment

Stationsbeschreibung:
Schüssel mit Wasser füllen. Wenn das Wasser stillsteht, Pfeffer auf die Oberfläche streuen. Dann mit einem Wattestäbchen, das man vorher in Spülmittel getränkt hat, die Oberfläche berühren. Der Pfeffer, der zu Beginn ganz eng beieinander war, wird blitzschnell auseinandergetrieben. Das Spülmittel zerstört die Wasseroberflächenspannung. An der Stelle um das Spülmittel herum sinkt der Pfeffer zu Boden.

Gesprächsimpuls:
Wo erlebt ihr Nähe und Distanz? Wie könnt ihr Nähe innerhalb eurer Familie schaffen? Wo wünscht ihr euch mehr Distanz? Was verbindet euch?

boy in black t-shirt hugging girl in red and white polka dot dress

Material:

  • Schüssel
  • Pfeffer gemahlen
  • Wattestäbchen
  • Spülmittel

Station 3: Ich bin es wert – meine Stimme zu erheben

-> Wie laut ist deine Stimme?

Stationsbeschreibung:
Immer eine Person darf so laut sie kann in das Handy schreien. Der Wert wird auf einem Ranking festgehalten. Bei der Feier-Zeit wird der lauteste Schreier bekanntgegeben.

Gesprächsimpuls:
Jeder darf sich eine eigene Meinung zu bilden und sie auch vertreten. Jeder Mensch –auch Kinder dürfen ihre Stimme erheben. Das kann laut oder leise geschehen. Wie ging es dir mit dem Schreien? Schreist du (oder wirst du laut), wenn du deine Meinung vertrittst? Manchmal kann das Laut-Sein auch bedeuten nicht nach zulassen und immer wieder laut (oder leise) auf die eigene Meinung hinzuweisen.

Material:

  • Handy
  • Dezibelmess-App
man in white and blue crew neck t-shirt

Station 4: Ich bin es wert – Familie zu erleben

-> Familien-Ski fahren

Stationsbeschreibung:
Es sind zwei Parcours aufgebaut und zwei Familien treten gegeneinander an. Die Familien schlüpfen mit den Füßen in die Schlaufen und stehen dann hintereinander auf den Skiern. Nach dem Startsignal laufen die Familien los. Die Herausforderung dabei ist im Gleichschritt zu laufen und kein Familienmitglied zu verlieren. Die Schnellste Familie gewinnt. Evtl. kann nach dem Gespräch eine zweite Runde erfolgen. Es kann auch die Zeit gestoppt und ein Ranking von allen Familien gemacht werden.

Gesprächsimpuls:
Fiel es euch leicht auf einander achtzugeben? Hat einer die Führung übernommen? Habt ihr euch wohl gefühlt in eurer Rolle innerhalb der Familie? Könntet ihr etwas besser machen? Kinder brauchen eine Familie für ihr gutes Aufwachsen. Kennt ihr Kinder die keine Familie haben? Wo könnten sie Familie erleben?

Material:

  • 2×2 alte Skier oder Bretter versehen mit mehreren Lederriemen/Gurten
  • Pylonen
  • Start und Ziellinie (z.B. Seile)
  • Pfeife (o.ä.) als Startsignal

Station 5: Ich bin es wert – dass ich mitmachen darf

-> Mitmach-Plakat

Stationsbeschreibung:
Jeder darf mit Farbe und Pinsel an einem großen Bild mit malen. Entweder es ist ein vorgezeichnetes Logo, Bild oder Schriftzug. Es ist auch möglich keine Vorgabe zu machen. Bei der Feier-Zeit bekommt das Plakat einen Platz und wird in seiner Vielfalt bewundert.

Gesprächsimpuls:
Wie fühlt es sich an mit dazu zu gehören? Selbst etwas zu tun, aus dem dann ein großes Ganzes wird? Wo gibt es Bereiche in denen du mitmachen darfst? Und wo darfst du nicht mitmachen?

Material:

  • Tapetenrolle
  • altes Leintuch
  • Farbe
  • Pinsel

Station 6: Ich bin es wert – Gott kennenzulernen

-> Jesus-Memory

Stationsbeschreibung:
Die Karten werden verdeckt auf einem Tisch ausgelegt. Jetzt wird Memory gespielt. Immer die beiden gleichen Karten müssen gefunden werden. Wenn ein Spieler ein Pärchen gefunden hat, liest er den Text der Karte laut vor (z.B. Jesus, der Anstachler, Er motivierte seine Freunde, die größten Herausforderungen anzunehmen. Und zu bestehen. (Lukas 10,17)). Dann wird eine Karte vom Impuls-Karten Stapel gezogen und beantwortet. Evtl. kann am Ende jeder seine Lieblingskarte mitnehmen.

Gesprächsimpuls:
Impuls-Karten mit folgenden Fragen:
Hast du Jesus schonmal so gesehen wie auf der Karte beschrieben?
Lest den Vers in der Bibel nach und sprecht über die verschiedenen Texte.
Gefällt dir das Bild von Jesus auf der Karte?
Hast du Jesus schonmal so erlebt, wie auf der Karte steht?
Findest du gut, wie Jesus hier beschrieben wird?
Wünschst du dir Jesus so zu erleben?

Material:

Station 7: Ich bin es wert – fair behandelt zu werden

-> Mogelspiel

Stationsbeschreibung:
Bei diesem Kartenspiel geht es darum durch geschicktes Schummeln und cleveres Ablegen als erster seine Karten loszuwerden. Dabei darf man Karten einfach verschwinden lassen (z.B. unter den Tisch fallen lassen, über die Schulter werfen, in den Ärmel schieben)

Gesprächsimpuls:
Fiel es euch leicht die anderen zu beschummeln?
Wie ging es euch als Wächter-Wanze?
Seid ihr im echten Leben schonmal ungerecht behandelt worden?
Was könnt ihr gegen unfaire Behandlung tun?

Material:

  • Kartenspiel Mogelmotte (Drei Magier Verlag)

Station 8: Ich bin es wert – Spielen zu dürfen

-> Gruppenspiele

Material: verschiedenes Material für die Spiele
Stationsbeschreibung: An dieser Station können klassische Gruppenspiele wie Topfschlagen, Mehl abschneiden, Schokolade auspacken, Apfel aus Wasserschüssel essengespielt werden. Dabei darauf achten, dass auch die Eltern zum Mitspielen motiviert werden.
Gesprächsimpulse: Was macht am Spielen besonders viel Spaß? Wann spielt ihr in eurem Alltag. Wo sind Zeiträume dafür? Spielen Mama und Papa mit?

1. Mehl schneiden

Stationsbeschreibung:
Auf einem großen Teller oder in einer flachen Schüssel wird ein Haufen aus Mehl aufgeschüttet, oben drauf wird das Gummibärchen gelegt. Nun schneiden die Spieler der Reihe nach „Stücke“ vom Mehlberg ab -aber ohne, dass das Gummibärchen herunterfällt! Das geht am Anfang noch ganz leicht, wird aber von Mal zu Mal schwerer. Bei wem das Gummibärchen schließlich herunterfällt, der hat verloren und muss die Süßigkeit mit dem Mund aus dem Mehl fischen. Das gibt lustige Mehlgesichter!

Material:

  • flache Schüssel oder großer Teller
  • Mehl
  • ein stumpfes Messer
  • ein Gummibärchen
2. Topfschlagen

Stationsbeschreibung:
Ein Spieler bekommt die Augen verbunden und sucht auf den Knien nach dem Topf, indem es mit dem Löffel schlägt. Die anderen helfen mit „Heiß“-oder „Kalt“-Rufen. Hat der Sucher den Topf gefunden, gibt es zur Belohnung die Süßigkeit, die darunter liegt.

Material:

  • Kochtopf
  • Holzlöffel
  • Schal
  • kleine Süßigkeiten
3. Apfel aus der Wasserwanne essen
red apple fruit on green leaves during daytime

Stationsbeschreibung:
In eine mit Wasser gefüllte Wanne wird ein Apfel gelegt. Ein Spielermuss nun diesen Apfel essen ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Auch darf der Apfel nicht herausgeholt und auf den Boden gelegt werden. Achtung –die Spieler können dabei nass werden. Evtl. ein Handtuch bereit halten.

Material:

  • Wasserwanne
  • Apfel
  • Wasser
  • Handtuch
4. Schokolade auspacken

Stationsbeschreibung:
Für dieses Spiel wird eine Tafel Schokolade mit mehreren Schichten Zeitungspapier umwickelt und verschnürt. Nun beginnt die Runde mit dem Würfeln. Bei einer 6 darf die Person Handschuhe anziehen, einen Schal anlegen, eine Mütze aufsetzen, einen Mantel anziehen und anschließend beginnen mit Messer und Gabel das Päckchen zu öffnen. Währenddessen würfeln die anderen Gruppenmitglieder weiter. Sobald eine neue 6 gewürfelt wurde darf diese Person mit Messer und Gabel auspacken. Natürlich erst, wenn Handschuhe, Schal, Mütze und Mantel angezogen wurden. Wahrscheinlich nach einigen Runden wird endlich mal die Schokolade zum Vorschein kommen. Und nach vielen weiteren Runden ist diese mit Messer und Gabel aufgegessen.

Material:

  • Tafel Schokolade
  • Verpackungsmaterial
  • Paketschnur
  • Messer und Gabel
  • Handschuhe
  • Mütze
  • Schal
  • Mantel
  • Würfel

Station 9: Ich bin es wert – geschützt zu werden und mich geborgen zu fühlen

-> Unter dem Schirm

Stationsbeschreibung:
Einige Besucher (gerne auch eine Familie) setzen sich in das Zelt oder stellen sich unter einen Regenschirm. Mit dem Wasserschlauch wird gespritzt, so dass die Besucher nicht nass werden aber das Wasser sehen und prasseln hören.

Gesprächsimpuls:
Wie fühlt es sich an im trockenen zu sein, wenn das Wasser so prasselt. Was bedeutet Geborgenheit für euch? Wann fühlt ihr euch geborgen und beschützt? Was macht es für einen Unterschied den Schirm/das Zelt zu haben? Was ist für dich wie das Zelt/der Schirm und beschützt dich davor „nass“ zu werden. Zum Abschluss kann folgendes Gebet gesprochen werden(evtl. auf einlaminierten Kärtchen ins Zelt legen): Großer Gott, Danke, dass du mich beschützt. Danke, dass ich keine Angst haben muss, weil du bist wie der Schirm/das Zelt. Danke, dass ich bei dir geborgen bin. Amen.

Material:

  • eine Strandmuschel
  • ein Zelt
  • ein Schirm
  • eine Wiese
  • einen Wasseranschluss
  • einen Gartenschlauch mit Brause
  • evtl. Gebet auf Kärtchen

Station 10: Ich bin es wert – genug zu haben

-> Luftballon-Dank-Gebet

Stationsbeschreibung:
Für jede Familie gibt es einen Luftballon. Die Familien bläst ihn selbst auf! Dann wird er zwischen den Familienmitgliedern hin und hergeworfen. Jeder sagt abwechselnd, worüber sie/er sich freut und wofür sie/er dankbar ist! Die Familie macht so lange weiter bis ihr nichts mehr einfällt.

Gesprächsimpuls:
Wir Menschen neigen zur Vergesslichkeit. Wir vergessen schnell, mit wie viel wir von Gott beschenkt werden. Es tut uns jedoch gut, uns dankbar und bewusst an Gottes Wirken zu erinnern. Wofür kannst du Gott danken? Worüber freust du dich? Wofür möchtest du Gott Danke sagen? In Psalm 103, 1-2steht: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Material:

  • Luftballons für jede Familie
person holding white and black i love you print card

Station 11: Ich bin es wert – in Frieden zu leben

-> Sorgenglas

Material: Vase oder Einmachglas, Steine, Teelicht, Streichhölzer, evtl. Handy oder Laptop mit Lautsprecher
Stationsbeschreibung: Setzt euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas.
Gesprächsimpulse: Sprecht dann das Gebet (Schulkinder können es auch vorlesen). Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen.

Stationsbeschreibung:
Setzt euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas.

Gesprächsimpuls:
Sprecht dann das Gebet (Schulkinder können es auch vorlesen). Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen.

Material:

  • Vase oder Einmachglas
  • Steine
  • Teelicht
  • Streichhölze
  • evtl. Handy oder Laptop mit Lautsprecher

Feier-Zeit

Begrüßung/Themenhinführung

Bei der Feier-Zeit könnte die Moderation von einem Kind übernommen werden. Evtl. kann das Kind Erwachsene interviewen und fragen, was ihnen in der Aktiv-Zeit besonders gefallen hat.
„Ich bin es wert“ ist das Thema der Kirche Kunterbunt heute. Wann ist jemand wertvoll oder was ist wertvoll? Bin ich wertvoll, wenn ich etwas gut kann? (z.B. schön Malen wie auf dem Mitmach-Plakat von Station 5). Oder bin ich wertvoll, wenn ich Geld habe? (Geldschein zeigen und evtl. Spontantheater der Willkommens-Zeit einbauen oder aufgreifen). Egal was mir passiert oder wie ich mich fühle-mein Wert wird nicht vermindert. Jeder hier ist wertvoll, weil jeder eine geniale Idee Gottes ist und Gott jeden von uns genauso liebt wie wir sind.

Impuls

Wir haben an den zehn verschiedenen Stationen erlebt was es ganz praktisch bedeutet, dass jeder Mensch wertvoll ist -auch und vor allem die Kinder. Sie haben Rechte. Diese wollen wir uns heute bewusst machen und überlegen, wo und wie wir diese Rechte stärken können. Oft gehen wir Erwachsenen schnell über Kinder hinweg, nehmen sie nicht ernst, hören nicht zu, werden ihnen nicht gerecht.

Vergebungs-Aktion:

Stationsbeschreibung: Eltern bekommen ein oder mehrere Legomännchen (oder können sich variabel eines zusammenbauen). Das Legomännchen stellt ihr Kind/ihre Kinder dar. Die Kinder bringen an entsprechender Stelle die Männchen ans Kreuz. Außerdem werden Kärtchen mit Bekenntnissen verteilt, die dann an entsprechender Stelle vorgelesen werden.

Wir wollen unsere Kinder mit Gottes Augen als seine Geschöpfe sehen. Oft gelingt uns das nicht. Schaut euch euer „Lego-Kind“ an. Überlegt euch, wann ihr euren Kindern nicht gerecht geworden seid. Wann ihr sie verletzt habt und ihren Wert nicht geschätzt habt. Gebt nun eurem Kind/euren Kindern das/die Lego-Männchen. Die Kinder dürfen während dem nächsten Gebet die Männchen ans Kreuz stellen. Wir wollen jetzt vor Gott bringen, wo wir unseren Kindern nicht gerecht geworden sind. Wir wollen ihn um Verzeihung bitten und uns mit ihm versöhnen.
Gebet: Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Jetzt werden die Kärtchen vorgelesen. Zwischendurch sprechen wir gemeinsam „Herr erbarme dich über uns!
“Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. (kurze Stille) „Herr erbarme dich über uns!“

Liedvorschläge

  • Du bist wertvoll (Puzzles)
  • Bist du groß oder bist du klein (überliefert)
  • Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer)
  • Ganz schön stark (Daniel Kallauch)
  • Ich kann das, ich schaff was (Daniel Kallauch)
  • Sei du (Daniel Kallauch)

Material:

  • Legomännchen
  • Kreuz
  • je ein Bekenntnis auf einem Kärtchen

Bekenntnisse
Am besten einzeln ausdrucken.
Ich habe nicht zugehört.
Ich habe mein Versprechen nicht gehalten.
Ich war unzuverlässig.
Ich habe mich lustig gemacht.
Ich war gefangen in meinen Sorgen.
Ich habe mich von meiner Wut überwältigen lassen.
Ich habe geschrien.
Ich habe meinen Ärger nicht ausgesprochen.
Ich habe mich nicht gekümmert.
Ich habe nur an mich gedacht.
Ich war unfair.
Ich habe mein Kind ausgelacht.
Ich habe nicht für Gerechtigkeit gesorgt.
Ich bin keinen Kompromiss eingegangen.
Ich habe mich über andere erhoben.

Gebetsideen

-> Seifenblasengebet
1. Alle kommen in einem großen Kreis zusammen
2. Alle holen ihre imaginären Seifenblasen heraus und pusten gemeinsam eine riesige, imaginäre Seifenblase auf.
3. Alle treten ganz vorsichtig und leise in diese Seifenblase ein.
4. Alle senken den Kopf und richten den Blick auf den Boden. „Wir sagen Gott jetzt in unseren Gedanken, was uns traurig macht oder belastet.“
5. Alle heben den Kopf und richtenden Blick Richtung Himmel. „Wir sagen Gott jetzt in unseren Gedanken, was uns glücklich macht oder worüber wir dankbar sind.“
6. Alle treten ganz vorsichtig wieder aus der Seifenblase heraus.
7. „Amen“ – alle lassen die Seifenblase mit einem Schnalzer oder „plopp“ platzen.

-> Groß und klein Gebet
Zwischen den einzelnen Teilen immer wieder kurzeinen Moment der Stille einplanen. (Wir strecken jetzt unsere Arme so weit wie irgend möglich aus.) Danke, Gott, du Schöpfer, dass du größer bist, als wir uns das überhaupt vorstellen können. Zeige deine großartige Kraft doch auch im Leben der Leute, denen es nicht gut geht. Und in den Ländern, in denen Not und Krieg herrscht, (evtl. aktuelle Bezüge herstellen). (Legt jetzt eure Finger so zusammen, als ob ihr etwas Winziges zwischen den Fingerspitzen hättet.) Danke, Gott, dass du jedes kleine Detail an uns liebst. Und dass dir auch die alltäglichen und kleinen Dinge wichtig sind, die wir tun. Amen.

Segensideen

-> Konfetti-Segen

-> Segen mit Bewegungen
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (strecke die Hände aus, als wolltest du ein Geschenkempfangen) und die Liebe Gottes (lege deine Hände aufs Herz) und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes (den Nachbarn an den Händen fassen) sei mit uns allen, jetzt und für alle Zeit. Amen! (Hebt beim Wort «Amen» miteinander die Hände in die Höhe.)

Essens-Zeit

Kirche Kunterbunt lebt von Beziehungen und den Begegnungen beim Essen. Wenn es möglich ist, dann schafft eine schöne „Essensatmosphäre“ mit Dekoration, Getränken und vielleicht sogar einem Nachtisch. Das Essen muss nicht teuer oder aufwändig sein. Beim Thema Schöpfung bzw. Nachhaltigkeit bietet sich eine gute Gelegenheit vegetarisch zu Kochen und unseren Fleischkonsum zu thematisieren.
Mögliche Ideen: Käsespätzle, Gemüsesuppen, Nudelsuppe, Milchreis mit Apfelmus. Oft gibt es in Gemeinden Menschen die gerne Kochen und sich dadurch einbringen. Fragt doch ein Küchen-Team außerhalb eures Teams an. Gestartet wird die Essenzeit mit einem kreativen Tischgebet.

Zwei Vorschläge:


-> Tischrap

1 –2 –3 –4 –Der Tisch ist voll, der Magen ist leer und brummt und brummt und brummt wie ein Bär. Wir danken Gott für alles, was er gibt und wünschen uns einen „Guten Appetit!“

-> Tischlied

1.Miteinander essen, das kann schön sein. Froh zu Tische sitzen, lieben wir. Gaben lasst uns teilen und auch noch verweilen, schön, dass wir zusammen sind. Schön, dass wir zusammen sind.
2.Jesus gab ein Beispiel für uns alle, aß mit vielen Menschen brüderlich! Viele sind so einsam, wären gern gemeinsam, kommt wir schließen keinen aus, kommt wir schließen keinen aus.
3.Doch nicht zu vergessen, wenn wir essen, dafür auch zu danken, lehrte er. Denn die guten Gaben könnten wir nicht haben gäbe es nicht Gottes Kraft, gäbe es nicht Gottes Kraft.
4.Da wo Jesu Freunde heute leben, woll’n sie nicht vergessen, Christ, den Herrn. Bleibt lebendig immer, man vergisst ihn nimmer: Tischgemeinschaft hält man gern, Tischgemeinschaft hält man gern.
Text und Melodie: Wolfgang Longardt

Ideen für zu Hause

Das Thema der Kirche Kunterbunt soll zu Hause nachwirken. Deshalb gibt es ein Kärtchen oder Flyer zum Mitnehmen. Mit folgenden Inhalten kann dieses „Mitgebsel“ gestaltet werden.

-> Ich bin es wert – Lernen zu dürfen-Experiment für zu Hause: Rosinenaufzug

Stationsbeschreibung:
Die beiden mit Wasser und Mineralwasser gefüllten Gefäße stehen da. Die Kinder dürfen in beide Gefäße je eine Hand voll Rosinen geben. Dann beobachten und abwarten: Was passiert? Rosinen haben eine größere Dichte als Wasser. Deswegen sinken sie erstmal in beiden Gefäßen auf den Boden. Im Gefäß mit Mineralwasser heften sich die Bläschen (gelöstes Kohlendioxid) an die Oberfläche der Rosinen. Da die Bläschen leichter als Wasser sind, schwebt und tanzt die Rosine nun nach oben. Oben an der Wasseroberfläche platzen die Bläschen und die Rosine sinkt wieder herab, Das geht solange, bis sich keine Blasen mehr an den Rosinen bilden.

Gesprächsimpuls:
Was trägt die Rosinen hoch?
Was trägt dich?
Was gibt dir Aufschwung?
Was hast du hier gelernt?
Macht es dir Spaß etwas Neues zu lernen?
Haben die Erwachsenen auch etwas gelernt?

black round fruits on white background

Material:

  • Rosinen
  • Wasser
  • Mineralwasser (Sprudel)
  • 2 lange durchsichtige Gefäße

-> Die Welt mit Kinderaugen sehen – eine Aktion für Erwachsene

Es ist wichtig immer wieder die Perspektive zu wechseln und die „Kinderbrille“ aufzuziehen. Wenn ihr bei der Kirche Kunterbunt eine Kinderbrille gebastelt habt, dann zieh sie auf. Alternativ könnt ihr eine Sonnenbrille oder die Lesebrille eines anderen Menschenaufziehen.
1.Brille aufziehen.
2.Setz dich hin und betrachte dein Umfeld durch die Brille.
3.Spreche das Gebet: Großer Gott. Danke für unsere Augen. Danke, dass du mir Kinder anvertraut hast. Für sie sieht die Welt ganz anders aus. Öffne mir die Augen, damit ich die Welt mit Kinderaugen sehen kann. Gib mir Kraft ihre Perspektive zu verstehen und mich darauf einzulassen. Amen.

-> Lego-Männchen

Hier findest du mehrere Blanko-Legomännchen. Ihr dürft sie so anmalen, wie eure Familie aussieht. Gerne die Kinder die Erwachsenen und umgekehrt. Dann könnt ihr gemeinsam eure Lego-Familie zu einem Kreuz bei euch zu Hause legen. Überlegt euch, wann ihr nicht achtsam miteinander umgegangen seid. Warum habt ihr gestritten? Warum gab es Tränen? Welche Gefühle wurden verletzt? Wer war ungerecht?
Versucht darüber zu sprechen, euch zu vergeben und Ideen für verändertes Verhalten zu überlegen. Wenn ihr wollt könnt ihr dann folgendes Gebet gemeinsam sprechen: Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. Amen.

Weitere Ideen für zu Hause

  1. Schreibt euch gegenseitig einen Brief, in dem ihr euch gegenseitig für alles DANKE sagt, was im Alltag untergeht, für die kleinen Dinge, die sonst keine Aufmerksamkeit bekommen.
  2. Verbringt mindestens einmal im Monat einen Familientag, an dem alle mitentscheiden dürfen, was gemacht wird (Spaziergang, Pizza backen, Talenteabend, Eis essen, …).
  3. Erstellt gemeinsam einen Essensplan für die Woche. So darf jeder mal entscheiden, was es zu essen gibt. Positiver Nebeneffekt: die Einkaufsliste ist auch schneller geschrieben.
  4. Plant in euren Tagesablauf Meckerphasen und Dankesphasen mit ein. Eine Zeit, in der ihr euch ganz bewusst Zeit für die gegenseitigen Bedürfnisse nehmt. Das muss keine Stunde sein. Ein paar Minuten reichen aus, sich gegenseitig auszutauschen.
  5. Steckt euch morgens drei Mummelsteine in die rechte Hosentasche. Wenn es am Tag einen Moment gibt, an dem ihr für etwas dankbar seid, dann nehmt einen Mummelstein aus der rechten Tasche und steckt ihn in die linke Tasche. Beim Abendessen könnt ihr euch austauschen, wie viele Steine es heute in die linke Hosentasche geschafft haben und wofür sie stehen.

Kontakt zu Beratungsstellen
Das Leben und der Alltag als Familie ist eine Herausforderung, die häufig nicht alleine leistbar ist. Es gibt vielfältig Unterstützungsmöglichkeiten für Familien. Nutzt sie –um für euch, eure Partner und eure Kinder gute Lebensbedingungen zu schaffen. Bei verschiedenen Anbietern gibt es Erziehungs-und Familienberatung, Ehe-, Paar-und Lebensberatung, Mutter-/ Vater-Kind-Kur, Frühe Hilfen für den Familienstart oder einzelne Vorträge oder Themenabende zu diesen Themen. Einige Beispiele, bei denen Angebote zu finden sind:

Das Ziel

Starter

Für die Jungscharler soll es verständlich werden, warum Jesus gesucht und gefangen genommen wird.

Checker

Die Jungscharler sollen verstehen, dass Jesu Gegner keine Macht über ihn haben, sondern dass er auch in dieser Situation der Handelnde bleibt.

Der Text an sich

Mit seinen Jüngern macht sich Jesus auf den Weg. Dabei überqueren sie den Kidronbach. Dieser lag im Kidrontal an der Ostseite Jerusalems und trennte die Stadt vom Ölberg. Dort gab es viele Gärten, die von Mauern umgeben waren und in denen Olivenbäume standen. Jesus führt seine Jünger in einen dieser Gärten. In Vers 2 gibt Johannes einen Hinweis darauf, warum Jesus diesen Ort aufsuchte. Denn auch Judas kannte diesen Ort, da Jesus ihn schon mehrmals mit seinen Jüngern aufgesucht hatte. Diese Aussage ist entscheidend, denn Judas Rolle beschränkt sich nicht darauf, den Ort zu nennen, an dem Jesus sich aufhalten könnte. Er ist es, der die Gegner Jesu gezielt in den richtigen Garten führt und damit sicherstellt, dass Jesus gefangengenommen werden kann. Begleitet wird Judas von einigen Gerichtsdienern und einer Truppe römischer Soldaten. Die Gerichtsdiener waren von der führenden religiösen Oberschicht mitgeschickt worden und sollten dafür sorgen, dass Jesus zu ihnen gebracht wird und nicht in die Hand der Besatzungsmacht fiel. Nur so war es ihnen möglich, einen religiösen Prozess gegen ihn zu führen. Wie wichtig es ihnen war, dass die Gefangennahme gelingt, zeigt die Erwähnung, dass die Männer bewaffnet waren. In Vers 4 wird deutlich, dass Jesus von Anfang an wusste, was auf ihn zukommt. Durch sein Wissen hat er einen Vorteil gegenüber seinen Gesprächspartnern. Er handelt, bevor sie überhaupt zu Wort kommen. Er geht ihnen entgegen und spricht sie direkt an: „Wen sucht ihr?“ Mit dieser Frage gibt er ihnen die Möglichkeit, ihr Anliegen zu nennen. Jesus versteckt sich nicht. Nachdem sein Name genannt wurde, gibt er sich klar zu erkennen: „Ich bin es!“ Mit diesen wenigen Worten tritt Jesus den Männern machtvoll entgegen. Er lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie denjenigen gefunden haben, nach dem sie gesucht haben. Vers 6 verdeutlicht, wie machtvoll diese drei Worte sind. Seine Gegner wichen zurück und fielen auf den Boden. Diejenigen, die in der Überzahl und zudem bewaffnet vor Jesus stehen, haben ihm nichts entgegen zu setzen. Jesus wiederholt seine Frage: „Wen sucht ihr?“ Und wieder fällt sein Name. Und auch beim zweiten Mal antwortet er ihnen: „Ich bin es!“ Durch das wiederholte Nachfragen, wer gesucht wird, stellt sich Jesus vor seine Jünger. Er ist bereit, sich verhaften zu lassen. Seine Jünger sollen gehen dürfen. Petrus traut sich beherzt einzugreifen, zückt sein Schwert und haut dem Sklaven Malchus das Ohr ab. Welchen Zweck er damit verfolgt bleibt unklar. Zu diesem Zeitpunkt hat Jesus bereits alles geklärt. Petrus hatte somit keinen Grund mit Waffengewalt gegen die Verhaftung anzugehen. Vielleicht möchte Johannes an dieser Stelle noch einmal deutlich machen, dass Jesus freiwillig mitgeht und sich somit dem Willen seines Vaters beugt. Hier wird deutlich, wie eng das Verhältnis zum Vater ist.

Der Text für mich

Mich fasziniert an dieser Geschichte vor allem, mit welcher Ruhe und Gelassenheit Jesus sich der gesamten Situation stellt. Kurz vorher hat er noch im Gebet darum gerungen, diesen Weg nicht gehen zu müssen. Aber jetzt steht für ihn fest – es gibt keine andere Möglichkeit. Er unternimmt keinen Versuch, sich der Verhaftung zu entziehen. Mutig geht er seinen Verfolgern entgegen und gibt sich klar zu erkennen. Er steht für seine Jünger ein. Sorgt dafür, dass ihnen nichts passiert. Leistet keinen Widerstand. Er ist derjenige, der handelt, der spricht und bestimmt, wie es weitergeht. Genau dies entspricht dem Willen des Vaters. Damit haben seine Verfolger keine Macht über ihn. Er wird verhaftet und abgeführt. Aber nicht, weil seine Verfolger ihn mit ihren Waffen überwältigen und ihn zwingen, mitzukommen, sondern weil er sich freiwillig in die Hände seiner Verfolger gibt. Ich wünsche mir, in schwierigen und undurchsichtigen Situationen genauso ruhig und gelassen zu bleiben. Und mein Vertrauen auf Jesus zu setzen, der in jeder Lage der Handelnde bleibt.

Der Text für dich

StarterKinder lieben Geschichten, in denen es „Helden“ und „Bösewichte“ gibt. Sie erkennen sehr schnell, ob jemand ungerecht behandelt wird und empfinden Empathie mit demjenigen. Dies liegt an ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitsempfinden. So wird es ihnen nicht schwerfallen, sich in den Text hineinzudenken. Auch hier gibt es Bösewichte, die einen finsteren Plan aushecken, um einen unliebsamen Gegner loszuwerden. Dabei scheuen sie sich nicht davor, mit einer Übermacht und im Schutz der Dunkelheit Jesus gegenüber zu treten. Die Spannung der Geschichte liegt darin, wie Jesus zum Helden wird. Es muss für sie deutlich werden, dass Jesus sich freiwillig verhaften lässt und sich bewusst darauf einlässt, dass man ihm den Prozess macht. Nur so können wir ihnen das Kreuz und die Auferstehung verständlich machen.

Checker

Viele Jungscharler kennen die Geschichten von Jesu Leidensweg bis hin zu seinem Tod am Kreuz. Die Herausforderung ihnen gegenüber liegt darin, nicht zu klären, warum Jesus festgenommen werden muss, sondern den Fokus auf das „Wie“ zu legen. Wie sind die äußeren Umstände gewesen? Wie hat sich Jesus bei seiner Gefangennahme verhalten? Hier gibt es einige sehr spannende Entdeckungen zu machen. Jesus, der nicht Opfer einer Intrige ist, sondern der die Situation durchschaut und voll im Griff hat. Der in jeder Sekunde der Handelnde bleibt. Und der damit ganz nach dem Willen Gottes handelt. Es ist nicht einfach, sich manchen schwierigen Situationen zu stellen. Das kennen die Jungscharler aus ihrem eigenen Alltag. Hier kann es Mut machen, zu sehen, wie Jesus sich in solch einer Situation verhält.

Der Text erlebt

Material (Hinführung)

Für Idee 1: Zettel, Stifte, Klebeband

Für Idee 2: Stühle, Glas, ausreichend Bonbons, Papier, Stift, Flipchart o.ä.

Hinführung

Spiel Wer bin ich?

Idee 1

Es spielen immer zwei Jungscharler zusammen. Jeder der beiden Jungscharler bekommt einen Zettel, auf dem ein prominenter Name steht (z. B. ein bekannter Politiker, Sänger, Schauspieler, Sportler, Comicfiguren etc.). Von einem Mitarbeiter bekommen sie den Zettel an die Stirn geklebt, so dass sie ihren eigenen prominenten Namen nicht sehen können. Durch Fragen, die mit Ja/Nein beantwortet werden können, versucht nun jeder herauszufinden, wer er ist (z. B. Bin ich eine Frau? Habe ich blonde Haare? Bin ich groß?)

Achtet darauf, dass die „Prominenten“ möglichst von allen Jungscharlern gekannt werden (keine You-Tube-Sternchen, die evtl. nicht von jedem gekannt werden)!

Idee 2

In der Spielshow „Wer bin ich?“ versucht ein Rateteam von drei Jungscharlern herauszufinden, wer der prominente Gast ist. Der Moderator der Spielshow gibt ihnen einen kleinen Hinweis in Form eines „Schlagwortes“. Das Rateteam darf abwechselnd eine Frage stellen, auf die der Gast mit „Ja“ oder „Nein“ antwortet (z. B. Kennen wir Sie aus dem Fernsehen?; Sind Sie ein Schauspieler? etc.). Antwortet der Gast auf die Frage mit „Ja“, darf die Person 1 aus dem Rateteam weitere Fragen stellen. Antwortet der Gast auf die Frage mit „Nein“, ist der Nächste aus dem Rateteam dran. Für jede Frage, die der Gast mit „Nein“ beantwortet, bekommt er einen Bonbon in ein Glas (diese darf er am Ende behalten). Gelingt es dem Rateteam nicht, den Prominenten zu erraten, bevor dieser 10 Bonbons im Glas hat, darf sich der Gast zu erkennen geben. Das Rateteam muss sich gut überlegen, wie es die Fragen stellt und aufpassen, was ein anderer bereits gefragt hat.

Die restlichen Jungscharkinder bilden das Publikum. Sie erfahren am Anfang, um welchen prominenten Gast es sich handelt. Dieser kann z. B. beim Hereinkommen seinen Namen an eine Tafel o. ä. schreiben, die nur das Publikum sieht. Hinweise an das Rateteam sind strengstens verboten! Nach einer Spielrunde können die Jungscharler neu gemischt werden, so dass jeder einmal eine aktive und eine passive Rolle hatte.

Verkündigung

Bildergeschichte

Während der Andacht malt ein Mitarbeiter an einer großen Malfläche (Flipchart oder eine große Tapetenbahn) passende Bilder, um die Geschichte bildlich darzustellen. So prägt sie sich bei den Jungscharlern besser ein.

Die Gefangennahme

Jesus war ein ungewöhnlicher Typ! Nachdem er viel Zeit investiert hat, um mit seinen Jüngern über die Zukunft zu sprechen und sich noch mehr Zeit genommen hat, um mit Gott zu klären, wie es für ihn weitergehen soll – macht er sich mit seinen Jüngern auf den Weg.

Bild 1:

Er führt seine Jünger nicht in eine Kirche, sondern in einen Garten mit vielen alten Olivenbäumen. Diesen Ort kannte auch Judas, ein ehemaliger Jünger von Jesus. Denn er war selbst schon oft, in Begleitung von Jesus, dort.

Bild 2:

Die religiösen Anführer Israels, zu denen der oberste Priester sowie einige sehr kluge Männer gehörten, hatten einen finsteren Plan ausgeheckt. Sie wollten Jesus ein für alle Mal loswerden. Denn es passte ihnen nicht, was er und seine Jünger erzählten und taten. Deswegen gingen sie zu Judas und boten ihm Geld dafür an, dass er ihnen verrät, wo Jesus sich aufhält.

Bild 3:

Judas lässt sich darauf ein und begleitet die Gerichtsdiener und einen Trupp römischer Soldaten. Er zeigt ihnen, wo sie Jesus finden können. Weil sie Jesus für außerordentlich gefährlich halten, haben sie ihre Schwerter und Lanzen dabei.

Bild 4:

Jesus ist kein bisschen überrascht, als er die Männer kommen sieht. Warum auch? Er weiß, dass sie auf der Suche nach ihm sind. Trotzdem fragt er sie: „Wen sucht ihr?“ Völlig überrascht antworten sie ihm: „Jesus aus Nazareth.“ „Ich bin es.“ – Bähm! Jetzt ist es raus. Jesus gibt sich seinen Verfolgern zu erkennen. Sie haben den Richtigen gefunden.

Bild 5:

Vor lauter Schreck über diese drei mächtigen Worte fallen die Männer zu Boden. Damit haben sie nicht gerechnet. Gegenwehr? Ja. Fluchtversuch? Ja. Aber nicht, dass sich jemand so klar zu erkennen gibt. Und sich freiwillig verhaften lässt. Dreimal wiederholt Jesus das „Ich bin es.“ Damit stellt er klar: Es geht um mich! Ich bin es, den ihr sucht. Lasst meine Jünger gehen. Tut ihnen nichts!

Bild 6:

Simon Petrus aber schätzt die Situation völlig falsch ein. In einem Anflug von kurzfristigem Tatendrang zückt er sein Schwert und haut dem Bevollmächtigten des Hohenpriesters das rechte Ohr ab. Und was macht Jesus? Er fordert ihn auf, sein Schwert wieder wegzustecken. Das hätte auch ganz anders enden können. Jesus lässt sich ohne Widerstand abführen. Für ihn ist es der Anfang eines langen Leidenswegs.

Es müssen keine sechs einzelnen Bilder gemalt werden. Gerne darf das Bild während des Erzählens um die einzelnen Szenen ergänzt werden, so dass ein gesamtes Bild entsteht.

Die andere Idee

Material

Lego (Platten, Steine, Figuren) oder Playmobil (Figuren, Bäume, Sträucher o.ä.); Bastel- bzw. Naturmaterialien (Steine, Moos, kleine Stöckchen)

Verkündigung

Die Jungscharler bekommen die Aufgabe, verschiedene Szenen der Geschichte nachzubauen. Dazu werden sie vorher in Gruppen von maximal 2-3 Kindern eingeteilt. Jede Gruppe hat 20 Minuten Zeit, aus verschiedenen Materialien ihre Szene möglichst detailgenau nachzubauen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und es darf gerne ein Materialmix verwendet werden. Die Jungscharler bekommen ihre Szene vorab, als vollständigen Text, auf einem kleinen Zettel (z. B. Joh 18 Vers 1) aufgeschrieben. So kennt jede Gruppe nur ihre eigene Szene, aber keiner kennt die gesamte Geschichte. Vorab sollte gut überlegt werden, wie die Geschichte unterteilt wird. Bei einer kleineren Gruppengröße können die Verse thematisch zusammengefasst werden.

Und so könnten die einzelnen Szenen aussehen:

Gruppe 1: Vers 1 Jesus macht sich mit seinen Jüngern auf den Weg
Gruppe 2: Vers 2+3 Jesus steht seinen Verfolgern gegenüber
Gruppe 3: Vers 4-9 Jesus gibt sich zu erkennen
Gruppe 4: Vers 10+11 Jesus gehorcht Gott

Bei jüngeren Jungscharkindern können die Jungscharmitarbeiter Gestaltungstipps geben. Und bei der kreativen Umsetzung behilflich sein.

Die fertigen Szenen werden gut sichtbar aufgestellt. Anhand der dargestellten Szenen erzählt ein Mitarbeiter die Geschichte aus Johannes 18,1-11.

Der Text gelebt

Wiederholung

Jeder Jungscharler bekommt Zettel mit jeweils einem der folgenden Symbole darauf:

Lachender Smiley -> Das finde ich gut!
Weinender Smiley -> Das macht mich traurig!
Wütender Smiley -> Das ärgert mich!
? -> Das verstehe ich nicht.
! -> Das will ich mir merken.

Die Geschichte wird nun noch einmal langsam vorgelesen. Die Jungscharler haben nach jedem Vers die Möglichkeit, einen ihrer Zettel in die Mitte zu legen. So können sie die Geschichte kommentieren (Smileys oder !) oder Textabschnitte hinterfragen (?).

Leichter ist es, wenn ihr die Verse vorher einzeln kopiert und in die Mitte legt. Die Jungscharler können ihre Zettel dann zum passenden Vers legen.

Gespräch

In der anschließenden Gesprächsrunde könnt ihr euch gemeinsam anschauen, wie die einzelnen Verse kommentiert wurden. Wer sich traut, darf sagen, was ihn angesprochen hat oder warum ihn etwas wütend macht. Dort, wo ein Fragezeichen liegt, sollten die offenen Fragen in der Gruppe geklärt werden.

Merkvers

Ihr seid jetzt traurig. Doch ich werde euch wiedersehen. Dann wird euer Herz voll Freude sein und diese Freude kann euch niemand mehr nehmen.
(Joh 16,22 Basisbibel)

Schaut euch mit den Jungscharlern den Merkvers an. Denkt euch gemeinsam passende Bewegungen zum Vers aus (z. B. traurig = mit den Händen die Tränen aus den Augen wischen oder Herz = Hand auf das Herz legen; mit den Fingern ein Herz formen). Probiert diese zusammen beim Sprechen des Verses aus!

Statt Bewegungen zu machen, könnt ihr euch auch Symbole ausdenken und auf ein Blatt Papier malen. Das Symbol wird passend zum Versabschnitt hochgehalten.

Kreatives

Gebetskreuz

Material: Sechs quadratische Kartons, 30 Toilettenpapierrollen, bunte Zettel, Stifte, Kleber, evtl. Farbe, Pinsel

Für die Osterzeit könnt ihr euch ein Gebetskreuz basteln (gesehen bei Pinterest unter Prayer Cross). Die Kartons werden in Form eines Kreuzes an der Wand befestigt. Jeweils fünf Toilettenpapierrollen werden in einem Quadrat befestigt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr die Kartons vorher mit Farbe anmalen. Oder kreativ bekleben.

Während des Gebetsteils eurer Jungscharstunde haben die Jungscharler die Möglichkeit, ihre Gebetsanliegen auf einen farbigen Zettel zu schreiben und in eine der vorhandenen Toilettenpapierrollen zu stecken. Einige davon können vor der Gebetsrunde herausgenommen und vorgelesen werden.

Das Gebetskreuz kann während der gesamten Osterzeit genutzt werden.

Tipp: Ihr könnt die Toilettenpapierrollen auch nach und nach ergänzen. So habt ihr Zeit, die Rollen, z. B. gemeinsam mit der Gemeinde, zu sammeln.

Spielerisches

Schwarz/Weiß

Bei diesem Spiel stehen zu Beginn an einer Mittellinie jeweils zwei Jungscharler Rücken an Rücken. Die eine Seite bekommt die Farbe Weiß zugeordnet, die andere Seite die Farbe Schwarz. Ein Mitarbeiter erzählt eine Geschichte, in der die Begriffe „schwarz“ und „weiß“ vorkommen. Fällt das Wort „schwarz“, müssen die Jungscharler von der schwarzen Seite die von der weißen fangen. Fällt das Wort „weiß“, ist es umgekehrt. Vorab sollte mit einer Markierung (z. B. Hütchen, Kreide, Sägespäne) eine Linie auf beiden Seiten gezogen werden. Wer vor der Linie gefangen genommen wird, muss zum Gegner wechseln. Es wird so lange gespielt, bis eine Seite komplett gefangen wurde.

Spielvariante:

Wie gut funktioniert das Starten aus dem Sitzen, aus der Bauchlage, aus der Rückenlage oder aus der Liegestützenposition? Probiert es aus!

Gefangener

Auf einem Tisch liegen verschiedene Süßigkeiten. Ein Jungscharler wird aus dem Raum geschickt. Die anderen einigen sich auf einen „Gefangenen“ (eine Süßigkeit). Der Jungscharler wird hereingerufen und muss den Gefangenen suchen. Er hat dazu drei Versuche. Nach dem ersten Versuch darf die Gruppe Hinweise geben, z. B. oben oder unten, links oder rechts, groß oder klein etc. Findet er den Gefangenen, darf er ihn behalten. Nach den drei Versuchen ist der nächste Jungscharler dran.

Rätselhaftes

Hier ist einiges durcheinander geraten. Bringe die Buchstaben in die richtige Reihenfolge. Gesucht werden sechs Wörter aus unserer heutigen Geschichte.

AIDKOHRCNB (Kidronbach)
ERHSIGNENRITDE (Gerichtsdienern)
SCMLHAU (Malchus)
WSETCRH (Schwert)
TANERLEN (Laternen)
TGAENR (Garten)

(T) Extras

Lieder

Hier bist du richtig
Sei mutig und stark
Superstar

Spiele

Auf der Suche nach Mr. X (Ein Stadtspiel)

Scotland Yard schickt seine besten Agenten los, um Mister X zu finden. Auf der Jagd nach Mister X bekommen die Agenten immer wieder Hinweise auf den Aufenthaltsort von Mister X. Die Hinweise können über ein Handy gesendet werden (z. B. in Form von Bildern, Rätselaufgaben etc.). Es können aber auch Hinweise an bestimmten Orten versteckt sein, die die Agenten auf die richtige Spur bringen. Wer möchte, kann das Spiel noch um einige Personen ergänzen, die als Informanten im Ort verteilt werden. Diese geben zum richtigen Zeitpunkt weitere Hinweise auf den Aufenthaltsort von Mister X.

Für jüngere Jungscharler kann es eine Hilfe sein, wenn sie zu Anfang einen Spielplan bekommen und feste Stationen aufsuchen müssen, an denen sie ihre Informationen erhalten. Markante Orte, wie z. B. das Rathaus, eine Kirche etc. geben ihnen Orientierungshilfe. Von Mitarbeitern erhalten sie dort weitere Hinweise.

Für eine größere Jungschargruppe:

Gefängnisball

Gespielt wird in einem abgegrenzten Feld mit zwei Mannschaften zu je 7 (oder mehr) Spielern. Eine abgegrenzte Fläche, das „Gefängnis“ (z. B. durch Hütchen, Kreide etc.), wird in der Mitte aufgebaut. Eine Mannschaft, die \“Gefängniswärter\“, postiert sich um das Gefängnis und hat zum einen die Aufgabe, \“das Gefängnis\“ zu verteidigen und zum anderen, die gegnerischen Spieler, die \“Flüchtigen\“, abzuschlagen. Die abgeschlagenen Spieler begeben sich sofort ins Gefängnis, in der Hoffnung, von ihren noch freien Mitspielern freigeschlagen zu werden, die ihrerseits aufpassen müssen, nicht von den Gefängniswärtern gefangengenommen zu werden.

Variante: Das Gefängnis darf nur von drei Spielern bewacht werden. Der Rest der Mannschaft muss zum Gefängnis einen größeren Abstand halten.

Krakenspiel

Alle Jungscharler bewegen sich frei in einem Raum oder einem abgegrenzten Spielfeld. Je nach Gruppengröße gibt es einen oder zwei Fänger, die versuchen, die anderen abzuschlagen. Wer abgeschlagen wurde, setzt sich direkt auf den Boden und darf die Jungschaler, die er aus dieser Position mit den Armen erreichen kann, auch abschlagen.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2021. Es geht um Jesu Leidensgeschichte im Johannesevangelium. In insgesamt 4 Lektionen erleben wir den Weg Jesu an’s Kreuz mit:

Lektion 10 Johannes 13,1-20 Was habe ich getan?

Lektion 11 Johannes 18,1-11 Wen sucht ihr?

Lektion 12 Johannes 18,28-40 Jesus, König der Juden?

Lektion 13 Johannes 19,16b-24 Warum?

Außerdem enthalten: Ein Familiengottesdienst zur Passionszeit.

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Jesus ist der beste König, den es gibt. Er würde alles für dich tun, willst du das?

Checker

Jesus will der König in meinem Leben sein. Steh ich zu ihm, auch wenn es manchmal nicht so leicht ist?

Der Text an sich

Diese Textpassage ist mitten im Jesus-Verhörprozess drin. Davor hat Jesus zum letzten Mal mit allen seinen Jüngern gegessen, er hat ihnen erklärt was bald geschehen wird. Im Garten Gethsemane betet und ringt Jesus mit seinem Vater, er hat Todesängste, wird aber durch das Gebet gestärkt für die kommenden Stunden.

Einer seiner engsten Begleiter verrät ihn und Jesus wird festgenommen, nachdem er einem Soldaten noch ein abgeschnittenes Ohr geheilt hat.

Jesus wird vor den obersten Priester geführt, der die Entscheidungsmacht hatte. Bei diesem Verhör kommt nicht viel heraus, außer ein ins Gesicht geschlagener Jesus und eine aufgebrachte Menge. Bevor Jesus in den frühen Morgenstunden zu Pilatus gebracht wird, verleugnet einer seiner treuen Jünger ihn.

All dies passiert in einer Nacht ohne Schlaf; all diese Kämpfe, unangenehmen Situationen und Momente, in denen Jesus allein dasteht – zumindest ohne weltliche Unterstützung.

Dann wird Jesus zu Pilatus gebracht, der von den Römern eingesetzte Gouverneur für die Region von Jerusalem und Umgebung. Er hat die Entscheidungsgewalt.

Indem die Juden Jesus zu ihm bringen, ist klar, was sie eigentlich wollen – sie hätten einige Urteile selbst fällen dürfen, jedoch nicht das Todesurteil.

Auch hier ist Jesus nachher mit Pilatus alleine. Im Gespräch zwischen Pilatus und Jesus wird Pilatus durch die Fragen und Antworten Jesu herausgefordert. Jesus erklärt in Kürze und Klarheit, wer er ist und warum er auf dieser Welt ist – er will die Wahrheit bezeugen.

Theoretisch erkennt Pilatus teilweise „die Wahrheit“ – dass Jesus ein König und unschuldig ist. Aber diese Erkenntnis praktisch umzusetzen und den Juden zu verbieten, Jesus zu töten, traut sich Pilatus nicht. Er will keinen Aufstand in seinem Gebiet, er will keine aufgehetzten Juden. Also gibt er ihnen die Wahl – er zieht sich raus aus dem Dilemma und übernimmt keine Verantwortung.

Die Juden bekommen ihren Willen durchgesetzt. Sie nehmen alles in Kauf, sogar die Freilassung eines Verbrechers, um Jesus loszuwerden.

Der Text für mich

Pilatus fragt Jesus: Bist du der König der Juden? Was für eine faszinierende und verwirrende Antwort Jesus darauf gibt. Er ist ein König, aber was für ein König?

Jesus ist der König des Himmels und der König jedes Menschen, der die Wahrheit glauben will.

Dazu ist Jesus auf die Welt gekommen, um jedem die Möglichkeit zu geben, die Wahrheit (die einzige Wahrheit) zu erkennen.

Pilatus‘ Frage ist genial: „Wahrheit – was ist das?“

In dem Moment wusste Pilatus nicht, dass die Wahrheit vor ihm steht. Jesus. Wir haben die Bibel und somit auch vieles, was Jesus weitergegeben hat. Da sagt er auch einmal „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich.“ Johannes 14, 6. Wenn wir Jesus kennenlernen, verstehen wir auch mehr und mehr, was wahr ist. Manchmal heißt das ganz praktische Veränderung in meinem Leben, die vielleicht auch mal schmerzhaft ist.

Darf Jesus in allen Bereichen Wahrheit reinsprechen – oder soll er doch lieber aus manchen Situationen „verschwinden“, nicht so viel Aufruhr machen?

Der Text für dich

Starter

Wie Pilatus lernen die Kids Jesus gerade erst kennen. Sie haben vielleicht schon vieles von ihm gehört, können das alles aber noch nicht wirklich einschätzen, oder was er mit ihrem Leben zu tun hat.

Die Kinder kennen es wahrscheinlich alle selbst, dass sie manchmal allein vor anderen dastehen. Die anderen lachen sie aus, erzählen „Lügen“ über sie oder lachen über „Wahrheiten“ aus dem Leben der Kinder, die diese dann als negativ wahrnehmen.

Genauso bei Jesus. Er steht allein da, gefühlt hält niemand zu ihm. Und doch ist er mutig und weiß, dass er nicht allein ist. Denn er hat ja ein Königreich in einer „anderen Welt“. So sind wir und die Kinder auch nie allein und dürfen in Momenten, in denen wir ausgelacht werden / nicht dazugehören, wissen, dass Jesus da ist.

Checker

Die Kinder haben schon oft von der Kreuzigung Jesu gehört. Wie er verhört, ausgepeitscht, geschlagen, verurteilt und hingerichtet wurde. Die Kinder können herausgefordert werden, sich zu überlegen, wie die Situation aus der Sicht der Juden war, die Jesus eigentlich gut fanden. Ein paar von ihnen standen vielleicht auch in der Menge vor dem Palast. Was haben sie wohl gesagt oder nicht gesagt? Sie wussten, dass Jesus nichts Schlimmes tat und nur das Beste wollte. Dass das, was er sagte oder tat, wahr und richtig war. Und jetzt sollte ihr bester Freund, ihr Begleiter, Helfer, sterben und sie konnten nichts dagegen tun. Das fühlt sich nicht so gut an. Wie geht es den Kids, wenn sie zu Jesus stehen wollen vor anderen? Wie geht es ihnen, wenn sie für andere einstehen wollen und es nicht können? Trotzdem sie ermutigen, es weiter zu tun – was wir auf jeden Fall tun können, ist, füreinander beten.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Fragen in der Gruppe stellen:

  • Wie stellt ihr euch einen König vor? Was muss der alles können / wie muss er aussehen?
  • Wenn er der König ist, kennen die Leute vor Ort ihn dann auch?

Idee 2

Wahr oder Falsch – Spiel

  • Die Teilnehmer werden in zwei Gruppen geteilt
  • Die Gruppen stellen sich gegenüber mit ca. 2-3m Abstand auf.
  • Die Teilnehmer der Gruppen werden durchnummeriert. So, dass es in jeder Gruppe eine 1, eine 2, eine 3 usw. gibt. Die Kinder mit den gleichen Zahlen stehen sich gegenüber.
  • Am Ende des Raumes wird ein Stuhl mit dem Zettel „Wahr“ hingestellt, am anderen Ende steht der zweite Stuhl mit dem Zettel „Falsch“
  • Der Spielleiter liest eine Aussage vor, ruft eine der vorhandenen Zahlen und die zwei Kinder müssen zu dem Stuhl rennen, je nachdem, ob sie glauben, dass die Antwort „Wahr“ oder „Falsch“ ist.

Mögliche Aussagen:

Eine Raupe hat genauso viele Muskeln, wie ein Mensch
FALSCH – sie hat etwa 3x so viel Muskeln

Krokodile können ihre Zunge nicht herausstrecken
WAHR

Raupen werden später einmal Fliegen
FALSCH

Die Bibel wurde von vielen Menschen mitgeschrieben
WAHR

Die Lieblingsfarbe von _______(Name des Mitarbeiters) ist _____
Die Antwort solltest du dann wissen 😉

Verkündigung

Mitmachtheater

  • Die Teilnehmer der Gruppenstunde bekommen verschiedene Rollen und müssen diese nachspielen
  • Dies ist mit Verkleidung natürlich witziger

Erzähler: Eine große Menschenmenge steht vor den Toren des Palastes. Und Jesus, er steht etwas abseits, geschlagen, gebunden und von einem Soldaten bewacht. Die Menge schreit, während Jesus ganz ruhig ist.

Menge: Pilatus, Pilatus, komm heraus. Pilatus

Erzähler: Pilatus kommt aus seinem Haus raus und fragt

Pilatus: Mit was beschuldigt ihr diesen Mann? Was hat er denn getan?

Aus der Menge: Wir würden ihn doch nicht extra zu dir bringen, wenn er nicht einer Sache wirklich schuldig wäre.

Erzähler: Pilatus ist davon nicht überzeugt und sagt einfach

Pilatus: Verurteilt ihr ihn doch. Ihr habt auch ein jüdisches Gericht und könnt Urteile aussprechen. Es ist eure Sache, nehmt ihn wieder mit.

Erzähler: Sofort antwortet ein wichtiger jüdischer Entscheidungsträger

Pharisäer: Aber wir dürfen in unserem Gericht niemanden zum Tode verurteilen, das dürft hier nur ihr Römer.

Erzähler: Jesus stand die ganze Zeit stillschweigend an seinem Platz. Hörte zwar alles, sagte aber nichts dazu.Pilatus war das alles zu viel, was sollte er denn jetzt machen? Die Juden wollten doch nur, dass er, Pilatus, ihre Meinung bestätigte und diesen Mann zum Tode verurteilte.

Pilatus ging nochmal rein, lies alle draußen stehen und rief Jesus zu sich. Der wurde von einem der Soldaten reingeführt.

Pilatus schaute Jesus genau an und fragte dann

Pilatus: Bist du der König der Juden?

Jesus: Wie kommst du auf diese Frage? Hast du dir diese selbst gestellt oder haben andere dir diese Frage eingetrichtert?

Pilatus: Bin ich etwa ein Jude, dass ich eine Antwort darauf habe, wer der König der Juden ist? Dein eigenes Volk, die führenden Männer deines Volkes haben dich zu mir gebracht. Irgendwas musst du getan haben. Aber was?

Jesus: Ja, ich bin ein König. Aber nicht nur der König der Juden, denn mein Königreich ist nicht von dieser Welt.

Pilatus verwirrt: Dann bist du also doch ein König!?

Jesus gelassen: Genau richtig. Ich bin ein König. Darum bin ich hier auf diese Welt gekommen, um für die Wahrheit in dieser Welt einzutreten. Dass alle Menschen die Chance haben, zu verstehen, was die Wahrheit ist. Weißt du, Pilatus, jeder der die Wahrheit wirklich will und wenigstens etwas davon verstehen möchte, der hört auf das, was ich sage.

Pilatus: Wahrheit? Was ist denn Wahrheit?

Erzähler: Nach diesem kurzen Gespräch mit Jesus war Pilatus noch etwas verwirrt, sah aber keine Schuld bei Jesus.

Also ging er raus. Er dachte, bei dem Angebot, dass ich den Juden jetzt mache, werden sie sicher Jesus wählen, dann muss ich ihn nicht verurteilen. So kann ich mich leicht aus dieser Situation rausmogeln.

Pilatus: Liebe Volksmenge, ich halte Jesus für unschuldig. Aber es soll eure Entscheidung sein. Bald ist das Passahfest und bei diesem Fest ist es die Tradition, dass ich euch einen Gefangenen wieder freigebe. Wollt ihr, dass ich euch Jesus, den König der Juden, dieses Mal freilasse?

Volksmenge: Nein, nein, nein, nein, nein….Wir wollen Barabbas, wir wollen Barabbas. …

Erzähler: Aber Barabbas war doch ein Verbrecher.

Mitarbeiter: Was hat euch in der Rolle Spaß gemacht? Was fandet ihr nicht so toll? Habt ihr euch wohlgefühlt in eurer Rolle?

Die andere Idee

Marker-Erzählung

  • Die Textmarker bekommen ein Gesicht auf den Deckel gemalt oder darauf geklebt.

Das hier sind Markus und Justus (zwei kleine Marker), sie sind zwei römische Kinder, die in dem Palast von Pilatus (ein großer Marker), dem römischen Gouverneur in Jerusalem, leben. Sie sehen, wie eine große Menschenmenge (Stiftebox) zum Tor kommt.

Da fragt Justus: „Hey Markus, was ist denn heute eigentlich los? So viel ist doch sonst nicht kurz vor dem Passahfest hier los, oder?“

Markus ist auch etwas verwundert „Ja ich versteh es auch nicht so richtig, aber sieh mal hin, da drüben ist ein gefesselter Mann (auch großer Marker), den sie mit hierherschleppen. Es könnte spannend werden. Komm, wir gehen mal etwas näher hin.“

Die Jungs gehen in die Richtung der Volksmenge, bleiben dann aber in einer gewissen Entfernung stehen. Da kommt Pilatus – der Chef – raus und redet mit der Menge. Die Jungs hören genau hin, haben aber immer diesen Mann an der Seite im Blick.

Die Jungs verstehen nicht alles, außer, dass die Juden meinen, sie würden niemanden ohne Grund zu Pilatus bringen und, dass sie bei sich niemanden zum Tode verurteilen dürfen.

Markus flüstert zu Justus: „Hast du das gehört? Die wollen den Mann umbringen.“ „Ja, der muss was richtig Schlimmes gemacht haben, wenn sie ihn töten wollen. Und es stimmt, die Juden dürfen in ihrem Gericht niemanden zum Tode verurteilen, dass dürfen nur wir Römer. Ich bin gespannt, was Pilatus macht.“

Markus sagt „Schau mal, Pilatus geht rein und lässt diesen Mann, alle nennen ihn Jesus, zu sich bringen. Komm, wir gehen hinterher.“ Markus läuft schon los, aber Justus will nicht so richtig. „Oh Markus, du hast mich schon in manche Schwierigkeiten gebracht, aber okay.“

Die Jungs hören, wie Pilatus mit Jesus redet: „Bist du der König der Juden?“ Justus denkt: „Ein jüdischer König wäre für uns Römer nicht gut, die warten schon lange auf ihren ,Retter‘, der sie von uns Römern befreien soll. Aber der sieht nicht wirklich wie ein König aus…“.

Zum ersten Mal hören die Jungs die Stimme dieses Mannes. Er hört sich überhaupt nicht ängstlich an, sondern ruhig, mutig und voller Sicherheit. Wie kann das sein, bei einem Verhör?

Jesus sagt: „Ja ich bin ein König, aber mein Königreich ist nicht von dieser Welt. Ich bin auf diese Welt gekommen, um allen die Wahrheit zu zeigen. Jeder soll mitbekommen dürfen, was wahr ist.“

Markus ist verwirrt, er schleicht sich zu Justus… „Hast du das gehört? Was bedeutet das denn, ein König von einer anderen Welt?“ „Pssssst, ich will hören, wie es weiter geht“

Pilatus schaut Jesus direkt in die Augen und fragt „Wahrheit, was ist Wahrheit eigentlich?“, dann läuft Pilatus zur Tür. Die Jungs müssen schauen, dass sie wegkommen und nicht entdeckt werden.

Justus fragt: „Markus, hat Pilatus wirklich jetzt schon eine Entscheidung getroffen? Ich sehe überhaupt keinen Grund, diesen Jesus umzubringen?“

Markus zuckt nur mit den Schultern, er weiß auch nicht so recht. Jetzt fängt Pilatus an zu reden: „Ich sehe keine Schuld bei diesem Mann.“ Markus lächelt, das hätte er auch gesagt. Dann redet Pilatus weiter „Jedes Jahr gebe ich euch zum Passahfest einen Gefangenen frei. Wollt ihr dieses Jahr diesen ,Jesus, den König der Juden‘ freihaben?“

Justus lächelt schon zu Markus rüber: „Pilatus ist schon schlau, er hat einen Weg gefunden, wie er Jesus freilassen kann.“ Markus meint: „Ja das war echt gut, dann gibt es schon keinen Aufstand, weil sie nicht einig mit seiner Meinung sind.“

Aber die Volksmenge schreit: „Nein, nein, wir wollen Barabbas. Wir wollen Barabbas wieder frei haben.“

Justus ist schockiert. Wie konnte das sein? Justus schaut nochmal in die Menge, ein paar wenige schreien nicht mit, aber die meisten sind wirklich gegen diesen Jesus.

Er versteht nichts mehr, traurig läuft er weg. Markus läuft ihm schweigend hinterher. So hatten sie sich diesen Tag nicht vorgestellt.

Der Text gelebt

Wiederholung

Quiz:

Wer brachte Jesus zu Pilatus? Das jüdische Volk

Was wollten sie, dass Pilatus tut? Jesus zum Tode verurteilen

Zu welchem Volk gehörte Pilatus? Römer

Was fragte Pilatus Jesus? Ob er der König der Juden ist?

Ist Jesus ein König? Ja

Von wo ist Jesus der König? Von allem 😊

Warum ist Jesus auf die Welt gekommen? Um die Wahrheit zu bringen

Warum gab Pilatus einen Gefangenen frei?Es war Tradition, dass ein jüdischer Gefangener zum Passahfest freigelassen wird.

  • Krone
  • Eine Krone wird aufgezeichnet und ausgeschnitten
  • Auf diese Krone wird geschrieben, was Jesus als König macht, von wo / wem er König ist und warum Jesus auf die Erde kam.

Gespräch

Fokus auf: Was für ein König ist Jesus?

Pilatus musste eine ziemlich schwere Entscheidung treffen. Sollte er dem Volk glauben, was sie über Jesus sagten, oder sollte er seinem eigenen Instinkt glauben?

Jesus selbst hat sich nie verteidigt, sondern gesagt, dass er immer für die Wahrheit eintreten wird und dass er ein König ist. Aber nicht ein König von dieser Welt… Was meint ihr: Was könnte das bedeuten? Von wo ist Jesus dann ein König?

Jesus ist Gott und somit König der ganzen Welt. Er ist auch der König im Himmel und er möchte auch der König, der Herrscher, in deinem und meinem Leben sein. Er ist der beste König überhaupt. Er meint es wirklich gut mit dir und mir. Er möchte gerne immer bei uns sein und uns verteidigen.

Willst du, dass Jesus dein König ist?

Fokus auf: Was ist Wahrheit?

Fällt es euch leicht, immer die Wahrheit zu sagen? Ist es manchmal einfacher, zu lügen oder sowas Halbwahres zu sagen?

Wie ist es für dich, zu Jesus zu stehen, wenn in der Schule oder bei Freunden mal über Gott, die Jungschar, Jesus oder die Bibel geredet wird?

Ist es da leicht die Wahrheit zu sagen und zu Jesus zu stehen oder eher schwer?

Das Schöne ist, Jesus steht immer zu uns. Deswegen hat er sich auch von den Juden auslachen und von Pilatus verurteilen lassen. Weil er auch sie so liebhatte und wusste, dass sein Tod der einzige Weg ist, damit sie die Wahrheit ein wenig verstehen. Hört sich verrückt an, aber dazu mehr in der nächsten Jungschar.

Merkvers

Jesus sagt von sich selbst: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.“ (Johannes 14,6 Luther)

Wenn wir Jesus kennenlernen, verstehen wir besser, was Wahrheit ist.

Methode:

  • Der Bibelvers wird auf ein großes Plakat geschrieben und dreimal mit den Kindern gemeinsam gelesen.
  • Dann werden passende Bilder über die Worte: Weg, Wahrheit (z. B. eine Waage, Ausrufezeichen, Richterhammer, …), Leben (z. B. Herz, Frequenzen, Blüte, (Tier)Baby…), niemand, Vater und mich (z. B. Finger, der auf sich zeigt…) gehängt. Diese Bilder werden kurz erklärt, warum sie zu diesem Wort passen. Danach wird der Vers noch ein paarmal wiederholt.

Gebet

Stellt euch als komplette Gruppe in einem Huddel (Teamkreis) auf. In die Mitte könnt ihr die Krone legen, als Zeichen dafür, dass Jesus der König in eurer Mitte ist.

  • Wer will, darf laut oder leise einen Satz beten
  • Bevor „Amen“ gesagt wird, dankt ein Mitarbeiter, dass Jesus unser König sein will.
  • Nach dem Amen kann in Siegesjubel übergegangen werden 😊

Kreatives

Blech-Kronen

(Material: Blechdosen, Papier, Stifte, Eddings, Blechschere, Farbe, Pinsel, Heißkleber, Perlen)

  • Nur mit älteren Kindern basten
  • In die Blechkronen können Stifte, Pflanzen, Süßes usw. gestellt werden

Einfach diesen Links folgen:

Kronen aus Klopapierrollen

(Material: Klopapierrollen, Scheren, Stifte, Farbe, Material zum Verzieren, Kleber)

Anleitung:

Jeder bekommt eine Klopapierrolle und zeichnet sich am oberen Rand die Zacken einer Krone ein.

Diese werden dann mit einer Schere ausgeschnitten. Danach kann die Klopapierrolle mit Farben, Sticker, Perlen usw. verschönert werden.

Darauf können die Kinder die Frage scheiben „Wer ist dein König?“.

Die Klorollen-Krone kann dann als Stifthalter oder ähnliches verwendet werden.

Spielerisches

Bodyguard (benötigt einen Ball)

Alle stehen im Kreis. 2 TN sind im Kreis: 1x der König & 1x der Bodyguard. Die Kids außerhalb versuchen, den König abzuwerfen. Der Bodyguard verhindert das. Wurde der König getroffen, wird der Bodyguard zum König und der Werfer zum Bodyguard.

Eigentlich wird ein König ja bewacht und gut auf ihn aufgepasst. Versucht mal, eure „Könige“ zu schützen und für sie einzustehen

Jesus ist ein etwas anderer König, er braucht es nicht, dass wir ihn beschützen, er steht für uns ein. Er nimmt alles auf sich, um uns zu beschützen.

Rätselhaftes

Ein Buchstaben-Rätsel ist beigefügt, in dem Wörter zu finden sind, die mit der heutigen Geschichte zu tun haben.

(T)Extras

Spiele

König sagt

Einer ist der König, der das Kommando gibt (angelehnt an Kommando-Bimberle):

„Der König sagt, umdrehen“ – alle drehen sich um; „Der König sagt, hüpfen“ alle hüpfen… aber die anderen dürfen der Anweisung nur folgen, wenn der König zu Beginn des Satzes auch „Der König sagt“ sagt. Sonst müssen die anderen die vorherige Aktion wiederholen. Wer es falsch macht, fliegt raus. Die Aktionen können sehr kreativ werden.

Ziel des Königs ist es, die anderen aus dem Spiel zu bekommen.

 

Die Mehrheit gewinnt

(Material: Markierung für die Mittellinie, viele leichte Gegenstände)

Dieses Spiel kann drinnen (in einem großen Raum) oder draußen gespielt werden.

Das Spielfeld wird in zwei Bereiche geteilt (die Mittellinie wird gekennzeichnet), die Kinder in zwei Gruppen.

Auf jede Spielseite werden etwa gleich viele Gegenstände (Pappdeckel, Becher, Papierkronen…) gelegt.

Ziel des Spieles ist es, nach Ablauf der Zeit (erstmal 10 min, kann wesentlich länger gespielt werden) am meisten Gegenstände auf seiner Spielseite zu haben.

Solange ein Spieler auf seiner Seite ist, kann er nicht gefangen werden, ist er aber auf der gegnerischen Seite und wird gefangen, muss er in die Hocke gehen und dort an dem Platz warten, bis er von einem seiner Team-Kollegen befreit wird.

Die Gegenstände auf der eigenen Seite dürfen nicht verschoben werden.

Wenn man gefangen wird und einen Gegenstand gerade in der Hand hält, muss dieser fallengelassen werden. Die Gegenstände dürfen nicht zur eigenen Seite geworfen werden und man darf immer nur einen Gegenstand mitnehmen.

=> Die Juden wollten so viele Leute wie möglich, vor allem aber Pilatus, von ihrer Meinung (ihrer Sicht / Seite) überzeugen. Haben alles dafür gemacht.

Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen

Diese Themenreihe enthält die Entwürfe für Gruppenstunden zu Texten aus Apostelgeschichte 9-12. Sie beginnt mit der Bekehrung von Paulus und begleitet den weiteren Weg der ersten Christen und der ersten Gemeinden. Dabei stehen vor allem Paulus und Petrus im Mittelpunkt. Durch ihr Wirken und den Einsatz von weiteren Menschen breitet sich das Evangelium weit über Jerusalem hinaus aus.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.

Das Ziel

Starter

Viele unterschiedliche Meinungsmacher sind Irrlichter und verblenden uns. Jesus ist das wahre Licht, das den Durchblick schenkt.

Checker

Wer immer im Licht lebt, gewöhnt sich daran. Aber es leuchtet in immer neuen Facetten, die es zu entdecken gilt.

Der Text an sich

Vers 1: Saulus taucht in Apostelgeschichte 7,58 im Zusammenhang mit der Steinigung des Stephanus erstmalig auf. In Kapitel 22,3ff erzählt er später selbst seinen Lebenslauf.

Saulus ist ein hebräischer Name (Kurzform Saul), der im römischen Sprachgebrauch Paulus (heutige Kurzform Paul) heißt (vergleichbar mit Christa – Krista als skandinavische Variante). In den Kapiteln 9 bis 12 wird er mit dem hebräischen Namen betitelt. Ab Kapitel 13,9 wird im Zusammenhang mit dem Aufbruch zur ersten Missionsreise, also Jahre später, die lateinische Namensvariante verwendet. Das sprichwörtliche „vom Saulus zum Paulus“ hat keine biblische Grundlage.

Dieser Saulus ist zunächst ein leidenschaftlicher, ein glühender Gegner der Anhänger Jesu, weil er überzeugt ist, dass Jesus ein Gotteslästerer ist. Diese Leidenschaft drückt der Vers 1 in der Lutherübersetzung sehr deutlich aus.

Saulus kann nicht einfach losziehen, um die Christen gefangen zu nehmen. Er braucht dafür die Genehmigung des Hohepriesters, dem Oberhaupt der Juden. Vergleichbar ist diese Genehmigung mit einem Haftbefehl, der auch nur vom Staatsanwalt ausgestellt werden darf. Auch nur mit einer solchen Genehmigung dürfen heute Menschen verhaftet werden.

Wir merken daran, dass die Christenverfolgung nicht einfach eine fanatische Idee eines Einzelnen war, sondern von offizieller Seite genehmigt war.

Vers 2: Die Christen wurden anfänglich „Anhänger des neuen Weges“ genannt. Die GNB übersetzt das mit „Anhänger des neuen Glaubens.“

Vers 3-6: Jesus ist das Licht der Welt. Lies dazu Johannes 1,4+5+9; 3,19; 8,12; 12,46

Von diesem Licht wird Paulus „von seinem hohen Ross“ gestürzt, auf den Boden der Realität Jesu geworfen. Nachdem sich Jesus dem Saulus unmissverständlich vorgestellt hat, lässt er ihn da aber nicht als Abgestrafter liegen, sondern ermuntert ihn, wieder aufzustehen und den ersten Schritt unter seiner Regie zu machen.

Vers 7-8: Dieses Erlebnis ist keinesfalls als Hirngespinst eines Einzelnen misszuverstehen. Alle nehmen die Gegenwart Jesu wahr. Saulus sieht und hört, die Gefährten hören eindeutig eine Stimme. Alle sind überwältigt von der Gegenwart dieses Jesus, dessen Existenz sie ja noch bis gerade eben vehement abgelehnt haben. Saulus, der meinte, den Durchblick zu haben, ist blind, die anderen sprachlos. Ihr gesamtes Lebenskonzept ist auf den Kopf gestellt.

Vers 9: Jesus gibt Saulus Zeit, diese rigorose Veränderung zu verarbeiten. Das Essen und Trinken hat er eingestellt und auch das Sehen ist ausgeschaltet. So kann sich Saulus nun auf Jesus konzentrieren, auf ihn hören, sein Leben neu orientieren, auf ihn ausrichten.

Der Text für mich

Wenn man von einer Sache hundertprozentig überzeugt ist und sich sehr intensiv und auch noch öffentlich dafür einsetzt, ist es unheimlich schwer, sich radikal neu zu orientieren. Das kann nur durch eine noch stärkere Macht, wie durch Jesus, geschehen. Es fordert die felsenfeste innere Überzeugung, um auch vor anderen zuzugeben, bisher falschgelegen zu haben und nun anders zu denken. Es könnte ja als wankelmütig, unzuverlässig eingestuft werden. Kann man einem solchen Menschen noch trauen? Konrad Adenauer sagte jedoch einen für mich vorbildlichen Satz: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden.“ Das zeugt von Größe. Diese Größe hatte auch Saulus.

Der Text für dich

Starter

Viele Menschen haben dir klargemacht, dass dieses Christliche, dieser Jesus nichts Richtiges sei. Das sei was für alte Leute und außerdem sind die Christen auch nicht besser. Und überhaupt ist doch sowieso alles einerlei. Davon bist du überzeugt und sagst das auch laut. Nun hörst du von Jesus. Das, was du jetzt hörst, ist neu, ganz anders, faszinierend. Du findest Jesus prima, du möchtest gerne zu ihm gehören. Aber was sollen denn jetzt deine Kumpels denken? Bisher hast du darüber gefrotzelt und nun glaubst du es selbst? Trau dich! Jesus hilft dir dabei.

Checker

Du bist schon immer in der Gemeinde, gehst jeden Sonntag zum Kindergottesdienst, gehst zur Jungschar. Das ist manchmal langweilig, nichts Besonderes. Dein Kopf ist voller Wissen über Gott, du kennst alle biblischen Geschichten auswendig. Aber es hat ansonsten nichts mit deinem Leben zu tun. Dein Herz bleibt kalt. Dir wünsche ich eine persönliche Begegnung mit Jesus, ein Erlebnis, das dich, wie den Saulus, so richtig umhaut. Ich wünsche dir einen Lichtstrahl von Jesus, der dein Herz aufrüttelt. Du kannst Jesus darum bitten und abwarten. Manchmal trifft es total überraschend ein.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Wörter erklären

Ein Mitarbeiter schlägt wahllos ein Lexikon auf und nennt willkürlich das erste Wort, das ihm auf der Seite in die Augen fällt. Z. B. „Preta“. Jeder schreibt nun eine Definition, eine Erklärung dieses Wortes auf. Z. B. „Karl Friedrich von Preta, lebte von 1879 bis 1950, langjähriger Geschäftsführer der Pretawerke in Königsberg.“ Einer nach dem anderen liest dann selbstbewusst und überzeugend seine Definition vor und behauptet, das sei die einzig richtige. Der Mitarbeiter liest dann die richtige Definition aus dem Lexikon vor. Wer von den Jungscharlern war am nächsten an der Wahrheit?

Auch falsche Lehren können so überzeugend dargestellt werden, dass andere sie glauben.

Idee 2: Impuls Leuchtturm

Per Beamer werden Bilder von Leuchttürmen an die Wand projiziert.

In der Zeit, als es für die Schifffahrt noch keine Navigationsgeräte gab, sollten Leuchttürme den Seefahrern den Weg weisen. Sie waren Leuchtfeuer und dienten der Positionsbestimmung und der Warnung vor Untiefen. Manchmal nutzten jedoch Piraten und Inselbewohner der Nordseeinseln den Leuchtturm, um Schiffe in die Irre zu führen. Wenn Schiffe dann auf Grund liefen und Schiffbruch erlitten, plünderten sie das Wrack.

So kann man auch durch falsche Meinungsmacher in die Irre geführt werden, von etwas überzeugt sein, das falsch ist.

Verkündigung


Theaterstück

Die Fenster des Jungscharraumes sind verdunkelt, die Bühne ist zunächst mit gelbem Licht erhellt.

Zwei Mitarbeitende gehen zusammen auf der Bühne herum und unterhalten sich, ein Mitarbeitender steht verborgen, spricht später (evtl. über ein Mikrofon) die Stimme von Jesus.

Rufus: Saulus, heute so in Gedanken? Gute Laune hast du ja nicht gerade?

Saulus: Ist es denn zu fassen?! Wie soll ich gute Laune haben, solange diese Christen noch ihr Unwesen treiben? Die werden immer frecher. Wie können sie sich erlauben, solche Irrlehren zu verbreiten? Immer mehr Leute glauben diesen Unsinn. Jesus sei der Sohn von Gott?!? Dieser dahergelaufene Zimmermann aus Nazareth sei der verheißene Messias?!? Der hat die Leute ganz schön hinters Licht geführt. Wie soll so einer DER Messias sein? Wie kann so einer der Messias sein, wenn er sich einfach so von den Römern ans Kreuz nageln lässt und kläglich stirbt?! Dieser Jesus ist tot und damit Ende! Und jetzt sagen die auch noch (äfft die Christen nach) „nur, wer an diesen Jesus glaubt, kann vor Gott gerecht sein“! Die sind total verblendet! Aber ich habe den Durchblick. Ich lass mich nicht in die Irre führen. Und ich weiß, dass das, was die erzählen, Gotteslästerung ist! Diesem Theater werde ich heute ein Ende bereiten. Denen werde ich das Licht ausblasen. Hier in meiner Tasche habe ich die Erlaubnis vom Hohepriester, dass ich in Damaskus dieses Nest der Anhänger des neuen Weges ausräuchern darf. Ab heute ist Schl…

Der Strahler blendet grelles, weißes Licht – Saulus reißt die Hände vor die Augen und fällt um, behält die Hände vor den Augen. Rufus bleibt wie versteinert stehen.

Jesus aus dem Off: Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

Saulus: Herr, wer bist du?

Jesus: Ich bin Jesus, den du verfolgst! Aber steh auf und geh in die Stadt! Dort wirst du erfahren, was du tun sollst.

Saulus: Rufus, hast du das gerade auch gehört?

Rufus: Ja, was war das denn? Wie kann dieser Jesus, den du „dahergelaufenen Zimmermann aus Nazareth“ nennst und der tot ist, aus dem Himmel reden? Das ist ein Ding! Und warum hältst du dir die Augen zu? Komm, steh auf. Wir wollen lieber tun, was dieser Jesus gesagt hat. Und nimm endlich die Hände von den Augen.

Rufus hilft Saulus beim Aufstehen. Saulus nimmt die Hände von den Augen.

Das Licht erlischt. Es ist dunkel im Raum.

Saulus: Aah! Ich kann nichts mehr sehen! Meine Augen! (Er hält die Hände wieder schützend vor die Augen.)

Rufus: Komm, ich bringe dich jetzt nach Damaskus. Dann werden wir sehen, wie es weitergeht.

Das Licht wird grün, Saulus und Rufus gehen weiter.

Saulus: Wie konnte ich mich so irren? Aber es ist nicht zu widerlegen. Jesus lebt. Er hat mit mir gesprochen. Du hast es doch auch gehört?

Rufus: Ja, ganz deutlich. Unüberhörbar.

Saulus: Ich war total auf dem Holzweg, bin einem völlig falschen Denken gefolgt. Und die, die es richtig wussten, habe ich verfolgt. Ich wollte sie auslöschen. Aber sie hatten recht. Jetzt hat Jesus mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Es gibt ihn wirklich und er ist Gottes Sohn.

Rufus: Wir sind angekommen. Hier kannst du dich ausruhen.

Saulus hockt sich auf den Boden, die Hände vor den Augen. Rufus geht weg.

Die andere Idee

Die Geschichte wird in der Bibel gelesen. Es sind 6 Abschnitte zu erkennen:

1. Saulus und seine Begleiter reiten auf Pferden durch die Landschaft.

2. Das grelle Licht wirft Saulus vom Pferd.

3. Jesus spricht mit Saulus.

4. Saulus stellt fest, dass er blind ist.

5. Saulus wird von seinen Begleitern nach Damaskus geführt.

6. Saulus sitzt in einem Raum in Damaskus und grübelt.

Jeder bekommt ein Blatt Papier, das in vier Felder aufgeteilt ist. Dazu liegen Bleistifte und Buntstifte bereit.

Alle malen nun eine Bildergeschichte mit Sprechblasen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Jungscharler versuchen, die Geschichte, die in der Verkündigung von Mitarbeitern gespielt wurde, nachzuspielen.

Wird „die andere Idee“ angewendet, werden die Bildergeschichten nachgespielt.

Gespräch

Ein großes Licht hat Saulus überwunden. Die Gruppe forscht in der Bibel nach, wer dieses Licht ist. Jesus selbst sagt es in Johannes 8,12.

Aus einer Konkordanz werden nun Bibelstellen aus dem Alten und Neuen Testament aufgeschlagen, die von diesem Licht sprechen, z.B. 2.Samuel 22,29; Psalm 27,1; 119,105; Jesaja 2,9; 9,1; 60,1-3+20, Micha 7,8; Matthäus 4,16; Lukas 1,78+79; 2,32; 11,36; 1,4-9; Johannes 3,19; 8,12; 12,46; Apostelgeschichte 9,3; 26,18+23; Römer 2,19; 1.Johannes 1,5+7; 2,8

Die Bibelverse können im Spiel: „Bibel hoch“ aufgeschlagen werden:

Alle bekommen eine Bibel. Der Mitarbeitende hat eine Liste mit den Bibelstellen, die er zuvor aufgeschlagen und kurz notiert hat.

Alle schließen die Bibel, nehmen sie in die Hand und recken sie beim Kommando „Bibel hoch“ hoch. Der Mitarbeitende nennt eine Bibelstelle. Alle schlagen sie so schnell wie möglich auf. Wer sie gefunden hat, meldet sich. Der Erste liest die Stelle vor. (Wenn es immer der Gleiche ist, kann es auch der Letzte oder jemand sonst vorlesen.)

Dann wird kurz über den Inhalt des Verses gesprochen. Es wird deutlich, dass jeweils von Jesus die Rede ist, wenn vom „Licht“ gesprochen wird.

Merkvers

Jesus sprach zu den Leuten: „Ich bin das Licht für die Welt. Wer mir folgt, tappt nicht mehr im Dunkeln, sondern hat das Licht und mit ihm das Leben“ (Johannes 8,12).

Der Bibelvers wurde schon vor der Jungscharstunde großflächig auf ein Plakat oder eine Tapetenrolle geschrieben. Der Raum ist dunkel. Das Plakat wird auf der Bühne entrollt, indem zwei Personen die Rolle an den Seiten festhalten und hochhalten.

Die Jungscharler lesen nun mithilfe ihrer Lampen (siehe Kreatives) den Bibelvers.

Gebet

Danke, Jesus, dass du Wirklichkeit bist. Du bist nicht tot, sondern du lebst. Du hast dich damals dem Saulus ganz deutlich gezeigt. Wir bitten dich, dass wir dich auch echt erleben und erfahren können. Wir wollen so gerne auch dein Licht erleben, damit wir nicht mehr an dir zweifeln. Räume du bitte alles weg, was dein Licht von uns abhält. Und dann gib uns den Mut, umzukehren und das Leben mit dir zu wagen.

Kreatives

Leuchtzeichen

Material: leere Klorollen, bunte Papiere, Klebestifte, Scheren, Bleistifte, Frischhaltefolie, kleine Gummiringe, kleine Taschenlampen

Anleitung: Zuerst wird mit der Klorolle als Schablone ein Kreis auf ein dunkles Papier gezeichnet. Innerhalb dieses Kreises wird eine Form, eine Figur aufgezeichnet und ausgeschnitten. (Wenn das Leuchtzeichen bei „Spielerisches“ eingesetzt werden soll, muss jeder eine andere Form zeichnen.) Aus der Frischhaltefolie wird ein Kreis geschnitten mit ca. 10 cm Durchmesser. Die ausgeschnittene Form wird in die Mitte der Folie geklebt. Mit dieser Folie wird eine Öffnung der Klorolle abgedeckt und mit einem Gummiring befestigt. Die Form liegt also vor der Öffnung. Nun kann die ganze Papprolle mit buntem Papier gestaltet werden.

Diese bunten Rollen werden vor die Lampe gehalten. Die Form vor der Rolle wird im Lichtstrahl sichtbar sein.

Spielerisches

Immer zwei Jungscharler tun sich zusammen.

Einer ihrer beiden „Leuchtzeichen“ kommt zum Einsatz. Beide betrachten das Zeichen, das die Form dieses Leuchtzeichens aussendet und prägen es sich ein. Dafür wird das Licht an die Wand geworfen. Ein Jungscharler leitet, der andere folgt dem Licht.

Der Raum ist verdunkelt. Alle schalten ihre Lampen ein und strahlen damit an die Wand, bewegen das Leuchtzeichen an den Wänden entlang. Ein Mitspieler folgt dem Zeichen seines Partners.

Rätselhaftes

„Ich habe nur ein Angesicht. Es wird erhellt von fremdem Licht. Erhellt’s mich nicht, das fremde Licht, sieht man mich nicht.“                                                 
(Der Mond)

„Was ist der Unterschied zwischen Planeten und Sternen?“
(Planeten scheinen nur, wenn sie von der Sonne beschienen werden, Sterne leuchten aus sich heraus.)

(T)Extras

Lieder

  • Du bist das Licht der Welt, du bist der Glanz, der uns unseren Tag erhellt
  • Weihnachtsstern
  • Walking in the Light of God
  • Das will ich von Paulus lernen

Spiele

Wer schafft es, den anderen zu überzeugen?

Die Jungschar teilt sich in zwei Parteien auf. Einer ist der Moderator, der auf die Zeit und auf eine gepflegte Streitkultur achtet.

Die 1. Partei ist überzeugt davon, dass Rechtschreibung wichtig ist.

Die 2. Partei ist überzeugt davon, dass es egal ist, wie man schreibt.

Die Parteien sitzen sich in Gruppen gegenüber. Zunächst denken sich die Parteien intern in ihre Überzeugung hinein. Dann wirft der Moderator ein Geldstück um auszuknobeln, welche Partei beginnen und die erste Behauptung sagen darf. Dann hat jede Partei höchstens eine Minute Redezeit, in der sie ihre Meinung sagen darf. Danach kommt die Gegnerpartei zu Wort.

Wenn einer seine Meinung ändert, also die Meinung der anderen Partei annimmt, wechselt er den Sitzplatz, setzt sich zur Gegnerpartei.

Welche Partei schafft es in der gegebenen Zeit, die meisten zu überzeugen?

Kreatives

Paillettenkugeln

Material: Styroporkugeln, kurze Stecknadeln, bunte Pailletten, Faden, Nähnadel, lange Stecknadeln mit rundem Kopf
Die Pailletten werden mit den kleinen Stecknadeln dicht an dicht rund um die Styroporkugel gesteckt. Zum Schluss wird ein langer Faden auf die Nähnadel gefädelt. Damit werden viele Pailletten aufgefädelt. Dieser bunte Faden wird nun an eine lange Stecknadel gebunden. Diese wird tief in die Styroporkugel eingesteckt.

Wenn man diese Kugel an dem Faden an ein Fenster hängt, durch das die Sonne scheint, wird sich das Sonnenlicht in den Pailletten brechen und bunte Punkte ins Zimmer schicken.

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