I have a dream

Wovon träumst DU?

Zielgedanke

Jeder Mensch hat Träume, Wünsche, Sehnsüchte, Ziele – manche dieser Träume hat uns Gott ins Herz gelegt. Sie können uns und diese Welt bewegen und verändern. Gehen wir auf Entdeckungsreise zu unseren Herzens-Träumen.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Die Rede „I have a dream“ des Baptistenpredigers und Bürgerrechtlers Martin Luther King von 1963 bewegt noch heute die Welt, wird viel zitiert und ist immer noch dabei, Realität zu werden. Es war die letzte Rede von mehreren Rednern beim sogenannten „Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit“ der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Diese Bewegung zu deren Wortführern M.L. King gehörte, setzte sich dafür ein, dass die Aufhebung der Rassentrennung auch umgesetzt wurde.

(Nachlesen kann man die ganze Rede z.B. unter https://ewigkite.de/glaubenssachen/38-angedacht/740-i-have-a-dream; Karte oder Poster mit dem deutschen Text der Rede gibt es z.B. unter https://www.kawohl.de/i-have-a-dream-44501).

Am Ende seiner Rede, die auch in Radio und Fernsehen übertragen wurde, spricht M.L. King über seinen Traum. Das ist der emotionale Höhepunkt der Rede. Hier können wir sein Herzensanliegen hören. Dieses Teilen seines Traums bewegt die Zuschauer und Zuschauerinnen, inspiriert, elekrisiert und motiviert weiter zu machen, dran zu bleiben, nicht aufzugeben.

Besonders an diesem Traum ist, dass sich M.L. King FÜR ein gemeinschaftliches Leben aller, FÜR Brüderlichkeit, FÜR Gerechtigkeit, … ausspricht und nicht GEGEN die Unterdrücker, Ausbeuter, Leugner,…

Diese Rede zeigt wunderbar einige Aspekte von Träumen: Träume zeigen unser Innerstes, um was es uns wirklich geht, was unsere Sehnsüchte, Motivation oder auch Ängste und Unsicherheiten sind. Träume haben Perspektive. Sie gehen über das Jetzt und Hier hinaus, sind manchmal auch kaum vorstellbar, ihre Realisierung in weiter Ferne und fraglich. Oft sind sie verbunden mit der Sehnsucht nach Veränderung. Träume können uns selbst und die, die wir daran teilhaben lassen, inspirieren und motivieren, in Bewegung setzen und etwas zur Realisierung des Traums beitragen. Träume kann uns Gott aufs Herz legen. Sie können ein Stück seiner Liebe, seiner Werte und seiner Gedanken für seine Menschen in diese Welt bringen.

Erlebniswelt der Kinder

Vier- bis sechs-jährige Kinder werden nachts häufig von Alpträumen geplagt. Ihre Welt, ihre Erfahrungen, ihr Blick weitet sich, wird realistischer. Sie nehmen Erlebnisse auch außerhalb ihrer Familie wahr. Sie erleben, dass die Welt nicht heil ist. Mama und Papa können nicht jedes Problem lösen und auch sie selbst sind nicht unbesiegbar. Diese Unsicherheit spiegelt sich in ihren Alpträumen wieder.

Träume im Sinne von Wünschen können bei jedem (Kind) ganz anders aussehen und haben unterschiedliche Wurzeln.

Träume können mit schwierigen Erlebnissen zusammenhängen. Ein Kind hat Verlust erlebt und träumt jetzt von Menschen, Situationen,… die ihm Sicherheit geben. Ein Kind fühlt sich verloren und erträumt sich Menschen, die ihm Geborgenheit geben, z.B. den König auf dessen Schloss es leben darf und zu dem es jederzeit kommen kann.

In Träumen verstecken sich natürlich auch kleine und große Sehnsüchte, durch Dinge, die sie sehen und hören, im realen Leben oder eben auch auf Hörspielen oder in Filmen. Dazu gehört der Traum vom eigenen Pony im Garten, einer erfolgreichen Formel-1-Karriere, der größten Geburtstagstorte überhaupt,…

Träume können aber auch bei Kindern schon auf Herzensanliegen, Begabungen, Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale hinweisen. So mancher Berufstraum von Kindern kommt dem, was sie später tun, beruflich oder in der Freizeit, erstaunlich nahe.

Es ist gut, sich mit seinen Träumen auseinaderzusetzen. Sie zeigen etwas von unserem Innersten. Sie können motivieren und uns und andere in Bewegung setzen.

Wichtig: Träume dürfen groß, verrückt, schillernd sein! Über Träume wird nicht gelacht! Und, Träume dürfen Geheimnisse sein!

Einstieg ins Thema

Jedes Kind bekommt einen Schaum- oder Schokokuss – Träume sind Schäume, oder?

Wer hat schon mal geträumt? Fragt die Kinder, tauscht euch, wer mag, über Träume aus, an die ihr euch erinnert. Worum ging es in dem Traum? Wie hast du dich beim Aufwachen gefühlt?

Es gibt noch andere Träume. Träume, die nichts mit der Nacht und dem Schlaf zu tun haben. Träume, die in Kopf und Herz entstehen. Wer von euch hat tief in sich einen Traum? (Nur fragen WER, nicht WAS!)

Erzählung

Bennett ist auf dem Heimweg von der Schule. Ein ganz schön langes Stück muss er zu Fuß gehen. Das ist anstrengend nach einem langen Tag in der Schule. Der Bus fährt nicht bis zu seinem Zuhause, dort, wo die kleinen, ärmlichen Häuser der Dunkelhäutigen stehen. Die Gegend, die kein Weißer in guter Absicht betritt. Allerdings ist er hier auch einigermaßen sicher. Keiner, der ihn hänselt, weil er schwarz und dumm ist. Keiner der einfach so einen Stein in seine Richtung kickt. Keiner, der ihn in den hinteren Teil des Busses, den Teil für die Schwarzen, schickt und keiner, der zusammenzuckt, weil er ihn ausversehen am Ärmel gestreift hat.

Zu Hause wartet nur sein Großvater, der zu alt und schwach zum Arbeiten ist, deshalb hat es Bennett nicht eilig. Er seufzt. Sein Vater ist im Gefängnis, weil er sich etwas getraut hat. Er hat mitprotestiert in seiner Fabrik, sogar angezettelt hat er den Protest mit zwei seiner Kollegen. Wofür sie sich eingesetzt haben? Für gemeinsame Toiletten für Schwarze und Weiße, so dass die Schwarzen nicht mehr diesen weiten Weg in das hinterste Kellerloch zu ihrer einzigen Toilette in der ganzen Fabrik gehen müssen. Und für einen überdachten Pausenraum für Schwarze, damit sie die Pause nicht in Regen und Kälte vor der Fabrik verbringen müssen.

Bennetts Mutter sorgt von morgens bis abends für zwei kleine, weiße Mädchen, deren Kinderzimmer größer sind als das Haus von Bennetts Familie. Und seine 14jährige Schwester putzt und kocht für ein reiches, älteres, weißes Ehepaar. Abends kommt sie müde und ausgehungert nach Hause, weil sie nur von den Resten essen darf.

Noch einmal seufzt Bennett auf – was ihn wohl erwartet? Wird er nach der Schule Arbeit in der Fabrik seines Vaters finden? Er würde so gerne Journalist werden, von den großen Sport-Events schreiben, oder von dem, was Pastor King gerade in Alabama und Washington bewegt, von den Massen, die er auf die Straße holt, um für Gerechtigkeit für die Schwarzen zu protestieren. Aber das bleibt wohl ein unrealistischer Traum für einen schwarzen Jungen.

Moment, Pastor King – heute soll doch der große „Marsch auf Washington“ stattfinden, bei dem auch Pastor King reden wird. Ein weißer Lehrer hat heute in seiner Schule für die Schwarzen darüber gespottet: „Das wir euch auch nichts nützen: schwarz und dumm kann nicht plötzlich weiß und klug sein. Und außerdem, ihr seid es schon immer gewohnt, Befehle auszuführen, wie wollt ihr denn plötzlich selbst Entscheidungen treffen können?“ Ein anderer Lehrer, der anders ist, als die traurigen, hoffnungslosen Lehrer, der glaubt, dass sie genauso gut lernen können, wie die weißen Kinder, hat sie allerdings ermutigt: „Hört euch die Reden an. Sie setzen sich für eure bessere Zukunft ein. Sie haben gute Ideen, ein großes Herz und wollen durchsetzen, was schon lange euer Recht ist.“

Zuhause angekommen, trifft Bennett seinen Opa vorgebeugt vor dem Radio sitzen. Gespannt lauscht er der knisternden Stimme von Pastor King. Bennett setzt sich zu ihm. Monoton spricht Pastor King von Freiheit und Gerechtigkeit, davon, dass sich JETZT etwas ändern muss. Er warnt vor Bitterkeit und Hass gegenüber denen, die ihnen die Freiheit und Rechte nicht zugestehen. Bennett schweift ab, es ist schwierig zu verstehen und so langweilig gesprochen.

Doch plötzlich schreckt er hoch. Die Stimme ändert sich, wird lauter, eindringlich, er spürt Begeisterung und immer wieder hört er die Worte: Ich habe einen Traum.

Ich habe einen Traum „dass frühere Söhne von Sklaven mit Söhnen früherer Sklavenhalter an einem Tisch sitzen“ – Bennett staunt: nicht nur das Recht auf Pause und einen Pausenraum, nein, gemeinsam an einem Tisch sitzen!

Ich habe einen Traum… „in dem man nicht nach Hautfarbe, sondern nach Charakter beurteilt wird“ – Bennetts Gedanken drehen Karussell: also nicht mehr schwarz=dumm und faul, sondern jeder bekommt die Chance zu zeigen, was er kann und was ihn ausmacht?

„Ich habe einen Traum… Das ist unsere Hoffnung… Mit diesem Glauben werde ich fähig sein, aus dem Berg der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung zu hauen… mit diesem Glauben werden wir fähig sein zusammen zu beten… in dem Wissen, dass wir eines Tages frei sein werden.“

Bennett hält es nicht mehr vor dem Radio aus. Er hüpft durch das kleine Zimmer. Das will er auch glauben. Das will er auch träumen. Dafür will er beten und kämpfen, an seiner Schule, mit seiner Familie. Denn dieser Traum, dass alle anerkennen, wir Menschen, egal ob schwarz oder weiß, arm oder reich, Jude, Moslem oder Christ, wir sind alle gleich wertvoll erschaffen, dieser Traum soll wahr werden!

Andacht

Martin Luther King hatte einen großen Traum und mit ihm träumten an diesem Tag 200 000 Menschen in Washington und noch viele mehr an Radio und Fernseher. Sie träumten von Gerechtigkeit und Freiheit, für Respekt und gleiche Chancen für alle. Manches ist wahr geworden. Für einige dieser Träume kämpfen noch heute, über 60 Jahre später, Menschen auf der ganzen Welt.

Seifenblasen fliegen lassen.

Manche Träume sind Schäume. Sie zerplatzen schneller als Seifenblasen. Trotzdem darf ich sie träumen. Vielleicht machen diese Träume mich fröhlich, vielleicht ermutigen sie mich, wenn sie mich allerdings nieder drücken ist es besser, ich lege sie weg.

Es gibt auch Alpträume. Du stellst dir das schlimmst Mögliche vor, malst dir schreckliche Situationen aus, träumst von peinlichen, erniedrigenden Situationen, … -Das sind schlimme Träume. Sie lähmen dich, ENTmutigen und rauben die Hoffnung. Diese Träume darfst du nicht wegdrücken. Es ist wichtig, mit einer Person, der du vertraust, darüber zu reden.

Es gibt aber auch Träume, die ermutigen, setzen dich in Bewegung, motivieren dich, etwas zu tun, zu lernen, dich für etwas oder jemanden einzusetzen. Das sind wertvolle Träume, halte sie fest!

Nicht jeder dieser Träume erfüllt sich genauso oder ganz schnell. Martin Luther King und seine Anhänger mussten lange träumen und kämpfen, viele Menschen in der Bibel auch. Trotzdem waren ihre Träume richtig und wichtig. Trotzdem war es richtig und wichtig, den Traum nicht wegzuwerfen, sondern dranzubleiben und ihn mit anderen zu teilen. So haben immer wieder Träume von einem Menschen, dessen eigenes Leben oder sogar das Leben vieler Menschen verändert und bereichert.

Auch du darfst träumen – groß, verrückt, bunt! Einfach, weil es Spaß macht, die Vorstellungskraft anregt und dich motiviert. Und du darfst auf deine Träume ganz tief in deinem Herzen hören, so wie der Traum von Pastor Martin Luther King. Auf den Traum, der dich nicht loslässt, der dir immer wieder begegnet, der dich motiviert, der wahr werden kann, weil vielleicht Gott ihn in dein Herz gelegt hat. Vielleicht wird er nicht heute oder morgen wahr, vielleicht nicht ganz genau so, wie du träumst. Aber dein Traum von heute, kann ein Hinweis für etwas sein, das an Fähigkeit oder Persönlichkeit in dir steckt. Deshalb, träume und höre auf deine Träume.

Gebet

Guter Gott, danke, dass wir träumen dürfen. Danke, dass du sogar Träume in unser Herz legst. Lass uns wachsam sein, für diese Träume, die von dir kommen, die uns motivieren und in Bewegung setzen sollen. Bitte zeige uns, wo wir durch unsere Träume etwas von deiner Liebe in diese Welt bringen können. Amen

Lieder
  • Du bist Gott, Leben pur, Einfach spitze Nr.52
  • Jesus, du bist der König meines Herzens, Einfach spitze Nr.152
  • Hier bewegt sich was, Einfach spitze Nr.127

Vertiefungsideen

Mein persönliches Träume-Heft gestalten

Besorgt für die Kinder eurer Gruppe jeweils ein einfaches DIN A5 – Heft und weißes DIN A4 – Papier, das ihr als Umschlag gestalten könnt.

Für die Gestaltung des Umschlags gibt es viele verschiedene kreative Ideen. Hier stelle ich euch ein paar Ideen vor. Vielleicht habt ihr ja auch eine eigene kreative Idee, dann setzt gerne diese um.

Foto – schön ist es, wenn ihr den Umschlag dieses persönlichen Heftes mit einem Foto gestaltet. Das Foto könnt ihr in der Jungschar machen und gleich ausdrucken oder auch bei einem Drogeriemarkt ausdrucken und in die nächste Jungschar mitbringen. Klebt das Foto auf ein etwas größeres buntes Papier, dann hat es einen Rahmen. Bringt ihr das Foto erst zur nächsten Jungschar mit, könnt ihr diesen Rahmen schon aufkleben und den Rest des Umschlags trotzdem gestalten.

Collage – gestaltet den Umschlag mit einer bunten Collage. Bringt dazu Zeitschriften, Urlaubsprospekte, alte Postkarten und Kalender, Werbung,… mit aus denen die Jungscharler Bilder ausschneiden und aufkleben können.

Murmel- oder Schwammtechnik – für diese Techniken benutzt ihr am besten dickflüssige Farbe, z.B. Cromar-Farben oder leicht verdünnte Fingerfarbe. Bei der Murmeltechnik legt ihr das Blatt in einen Schuhkarton oder Deckel eines Schuhkartons. Kleckst um das Papier herum zwei bis höchstens drei verschiedene Farben und lasst dann Murmeln durch die Farbkleckse und über das Papier rollen.

Bei der Schwammtechnik kleckst ihr Farbe auf einen alten Teller, eine Palette oder Pappteller, benutzt pro Farbe einen Schwamm, taucht den Schwamm in die Farbe und TUPFT den gefärbten Schwamm über das Blatt. Wählt auch bei dieser Technik höchsten zwei bis drei unterschidliche Farben pro Umschlag.

Die Schwammtechnik könnt ihr auch gut mit der Collage kombinieren.

Während der gestaltete Umschlag trocknet, können die Kinder sich Zeit nehmen, ein bis zwei Träume in ihr Heft zu schreiben. Vielleicht helfen ihnen dabei diese und ähnliche Fragen: Was ist mein Traum für die Zeit nach der Schule? Was erträume ich mir jetzt für/mit meine(r) Familie? Was ist ein Traum-Beruf?/-Land?/-Hobby?/-Unternehmung?/-…

Das gestaltete DIN A4 – Blatt klebt ihr mit Alleskleber um das Heft – fertig ist das persönliche Träume-Heft!

Gott spricht zu uns auf ganz unterschiedliche Weise. Mal durch Bibelworte oder im Gebet, mal durch Menschen oder die Wunder der Natur, mal in der Forschung, durch die Kunst oder: in Träumen. Träume können dabei ganz unterschiedlich aussehen. In der Bibel spricht Gott im Schlaf oder über Bildern und Visionen.

In dieser Themenreihe haben wir uns mit „Traum-Geschichten“ beschäftigt. Im Traum hat König Salomo einen Wunsch bei Gott frei, bekommt Josef klare Ansagen, werden die drei Weisen gewarnt. Martin Luther King träumt von einer besseren Welt. I have a dream…

Mit den Kindern gehen wir diesen und eigenen Träumen nach. Außerdem gibt es eine anschauliche Andacht zur Jahreslosung aus Joh. 6,37: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Und wie immer findet ihr hier weitere Ideen zur Gestaltung eurer Gruppenstunden für die letzten drei Monate des Jahres. Eine Geschenkidee für Eltern zu Weihnachten ist auch dabei.

Viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und Umsetzen und eine gesegnete Herbst- und Adventszeit,

euer Redaktionsteam Jungscharleiter online

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2021. Es geht um Josef. In insgesamt 8 Lektionen geht es um Josefs Familiengeschichte, die Hochs und Tiefs seines Lebens, Verrat, Intrige, Träume und Wunder und darum, dass Gott am Ende alles gut macht.

Ergänzend als Lektion 1 ein Stundenentwurf zur Jahreslosung Lk 6,36.

Lektion 2 1. Mose 37,1-11 Getreide und Gestirne

Lektion 3 1. Mose 37,12-36 Verraten und verkauft

Lektion 4 1. Mose 39 Abgehauen und bestraft

Lektion 5 1. Mose 40 + 41 Ähren und Kühe

Lektion 6 1. Mose 42 Angst und Bange

Lektion 7 1. Mose 43 + 44 Noch einmal Angst und Bange

Lektion 8 1. Mose 45 Versöhnung und Freude

Lektion 9 1. Mose 50,1-20 Rückblick und Ausblick

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Jeder hat Prinzipien und Regeln, nach denen er lebt. Gott will sie prägen. Nicht immer ist es einfach, das zu tun, was man als richtig erkannt hat – aber es lohnt sich!

Checker

Wenn ich eine feste Beziehung zu Gott habe, können mir Versuchungen weniger anhaben. Er steht mir treu zur Seite – darum kann auch ich zu ihm stehen.

Der Text an sich

Nach seiner Verschleppung nach Ägypten gerät Josef durch Gottes Führung und Geleit direkt an eine „hohe Adresse“: den Hofbeamten des Pharaos und Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache, Potifar genannt. Durch diesen Umstand bringt Gott ihn an den Platz, an dem er Josef haben möchte, um später durch ihn zum Pharao zu sprechen, indem Josef dessen Träume deutet (vgl. Kap. 40 ff.). Der HERR steht Josef bei und lässt ihm alles gelingen, was er unternimmt. Potifar erkennt Josefs Geschick und setzt ihn daraufhin zu seinem persönlichen Hausdiener und Verwalter ein. Auch das segnet Gott, indem er Potifars Besitz vermehrt und seine Ernten gut ausfallen lässt. So gewinnt Potifar immer größeres Vertrauen in Josef und überlässt ihm schließlich die Verwaltung seines kompletten Hausstandes – nur um seine Mahlzeiten kümmert er sich noch persönlich (V. 2-6). Auch Potifars Frau entgeht nicht, was für ein gutaussehender, erfolgreicher Mann Josef ist – so versucht sie immer wieder, ihn zu überreden, eine Nacht mit ihr zu verbringen.

Doch Josef bleibt seinem Vorgesetzten gegenüber treu – er will das große Vertrauen, das ihm von Potifar entgegengebracht wird, nicht missbrauchen. Vor allem aber möchte er JAHWE, seinem Gott, treu bleiben und nicht gegen ihn sündigen. Er bleibt standhaft und widersteht der Versuchung. Als Potifars Frau nicht bekommt, was sie will, dreht sie den Spieß um und bezichtigt Josef durch eine List der Vergewaltigung (V. 6b-18). Was für Josef so gut begann, endet für ihn zunächst im Gefängnis (V.19-20). Doch auch in dieser misslichen Lage lässt Gott ihn nicht im Stich und sorgt dafür, dass der Gefängnisaufseher ihm wohlgesonnen ist. Erneut wird Josef zu einem Mann des Vertrauens: Man ernennt ihn zum Aufseher über das gesamte Gefängnis und er wird mit wichtigen Aufgaben betraut (V. 21-23).

Auch der Gefängnisverwalter erkennt, dass Josefs Gott mit ihm ist und ihm Erfolg und Hilfe schenkt – dies ist für ihn Grund genug, ihm vollstes Vertrauen zu schenken.

Der Text für mich

Zunächst scheint es in dieser Bibelstelle um ein Thema zu gehen, mit dem die meisten Jungscharler vermutlich (noch) wenig anfangen können: die Verführung eines Mannes durch eine Frau. Doch beim genaueren Hinsehen wird deutlich, dass es hier um etwas geht, das sowohl für Erwachsene als auch Kinder im Alltag von Bedeutung sein kann: Wie kann ich standhaft bleiben, wenn ich zu schlechtem Handeln verleitet werde? Und wie gehe ich mit dem Vertrauen um, das mir jemand entgegenbringt?

Der Text zeigt mir, dass es wichtig ist, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen, unabhängig davon, ob man selbst die Schuld trägt oder der andere einen Fehler begangen hat. Darüber hinaus wird mir aber auch deutlich, dass Gott Standhaftigkeit und Treue ihm und seinen Geboten gegenüber besonders segnet. Zu Jesus zu stehen, wenn andere uns belächeln, oder die Wahrheit zu sagen, anstatt zu lügen, kann unbequem sein und mag auf den ersten Blick unangenehme Konsequenzen haben. Für die Mitarbeiter in der Jungschargruppe sehe ich jedoch gerade hier die Chance und den Auftrag, als gutes Vorbild zu handeln und den Kindern konkret nahezulegen, wie man als Christ nach Gottes (Moral)Vorstellungen leben kann. Dass dies nicht immer einfach ist und man scheitern kann, ist klar, doch ich bin überzeugt, dass auf einem authentischen Christsein und Ehrlichsein vor Gott und Menschen Gottes Segen ruht. ER möchte uns die nötige Kraft dazu schenken und in jeder Lebenslage unser treuer Begleiter sein.

Der Text für dich

Starter

Schon früh hat ein Kind Vorstellungen davon, was richtig und falsch ist. Vieles davon wird durch die Eltern und die Umwelt geprägt. Für ein Kind, das noch wenig Erfahrung mit dem Glauben gemacht hat, gilt es nun, zu entdecken, wie Gottes (Moral-)Vorstellungen sind: Was haben diese mit dem eigenen Leben zu tun, wie kann ich im Alltag danach handeln und was bedeutet es, Gott und seinen Prinzipien treu zu bleiben? Hier kann die Lektion ein erster Anstoß sein, um das Gehörte in konkrete Schritte umzusetzen und im Alltag sichtbar werden zu lassen.

Checker

Kinder, die mit dem christlichen Glauben aufwachsen, werden meist von Beginn an mit den christlichen Wertvorstellungen und den 10 Geboten vertraut gemacht. Doch im Alltag auch danach zu leben und zu handeln, gestaltet sich häufig schwieriger: Schnell lässt man sich von gut gemeinten Werten abbringen oder macht dann doch, was die Freunde gut finden. Vielleicht kommt auch die Frage nach der Notwendigkeit oder dem Sinn eines solchen Handelns auf. Hier soll das Thema die Jungscharler dafür sensibilisieren, was sie im Alltag von ihrem Weg mit Jesus ablenkt und ihnen Mut machen, nach Gottes Prinzipien zu handeln und ihm treu zu bleiben, weil er uns treu zur Seite steht. Gott segnet es, wenn wir ihm unser Vertrauen schenken.

Der Text erlebt

Material: Schokokuss, Schüssel mit Süßigkeiten, Zettel mit Aufschrift, Flipchart/Tafel, Augenbinde, Verkleidungen für Josef, Potifar, Efra und 2 Diener, Tisch und Stuhl, evtl. weitere Requisiten, Staubtuch, Overhead-Projektor, großes weißes Leintuch, gebastelte Figuren, Rahmen aus Pappe

Hinführung

Idee 1

Pyramidenraten (Galgenmännchen): Es wird das Wort „Gewissen“ gesucht. Auf einer Flipchart/Tafel etc. werden 8 Leerfelder markiert. Die Kinder nennen nun der Reihe nach einen Buchstaben. Ist dieser im Wort enthalten, wird er in das entsprechende Feld eingetragen. Ansonsten entsteht bei Fehlbuchstaben nach und nach eine 3D-Pyramide durch Zeichnen eines entsprechenden Striches. Schaffen es die Kinder, das Wort zu erraten, bevor die Pyramide fertig ist?

Idee 2

Vor der Stunde wird eine Schüssel mit Süßigkeiten auf den Tisch gestellt, mit dem Zettel „Bitte stehen lassen“. Anschließend mit den Kindern darüber reden, wie groß die Versuchung war
Alternative:
Ein Kind bekommt einen Schokokuss. Ihm wird erklärt: „Wenn du 5 Minuten wartest, bis ich wiederkomme, bekommst du danach noch einen.“
Was hat (hätte) geholfen, der Versuchung zu widerstehen?

Verkündigung

Die Geschichte wird mithilfe eines Theaterstücks dargestellt. Ort des Geschehens ist Potifars Haus – der Raum kann dementsprechend ein wenig „eingerichtet“ werden.

Erzähler: Erinnert ihr euch noch an Josef, diesen besonderen Traumdeuter aus Kanaan? Seine Brüder haben neulich etwas Schreckliches mit ihm gemacht … wisst ihr noch, was? Die Kinder erzählen lassen.

Stimmt, genau! Sie waren furchtbar neidisch auf ihren Bruder Josef, weil er der Liebling seines Vaters war. Deswegen haben sie ihn in einen Brunnen geworfen, aber dann doch wieder herausgezogen und an eine Händlergruppe verkauft. So ist Josef in Ägypten gelandet. Wollen wir doch mal sehen, wie es dort mit ihm weitergegangen ist … 

Josef kommt in den Raum geschlendert, sieht sich suchend um, putzt hier und dort mit einem Tuch den Staub fort. Dann setzt er sich erschöpft auf einen Stuhl.

J: Puh. Heute habe ich wieder besonders viel zu tun. Ganz schön viel Arbeit hier bei Potifar … Er wischt sich den Schweiß von der Stirn und stützt den Kopf in die Hände. Aber ich bin auch froh, dass ich hier gut behandelt werde. Potifar ist ein guter Herr. Ich bekomme immer genug zu essen. Und ich glaube, er ist zufrieden mit meiner Arbeit.

Potifar kommt herein. Er entdeckt Josef und geht auf ihn zu.

P: Josef! Da bist du ja! Mit dir wollte ich noch sprechen.

Josef steht auf: Ja? Was ist, mein Herr? Seid Ihr zufrieden mit meiner Arbeit?

P: Ja, Josef. Sehr zufrieden sogar. Deshalb wollte ich auch mit dir sprechen. Du bist nun schon seit ein paar Wochen bei mir und dir gelingt alles, was du anpackst. Und weil ich gemerkt habe, dass ich dir wirklich vertrauen kann, möchte ich dich als meinen persönlichen Diener und Hausverwalter einsetzen. Ich vertraue dir meinen ganzen Besitz an. Bist du bereit dazu? Bitte enttäusche mich nicht!

J: Oh, ja, mein Herr … das ist sehr großzügig von Euch. Habt vielen Dank. Ich werde euch nicht enttäuschen.

Josef verbeugt sich ehrfürchtig vor Potifar. Beide verlassen den Raum.

Erzähler: Die Händler haben Josef also an Potifar verkauft! Und der ist nicht irgendjemand – sondern der Hofbeamte des Pharaos und Oberbefehlshaber der königlichen Leibwache. Nachdem Potifar Josef zu seinem obersten Mann gemacht hat, schenkt Gott ihm Erfolg: Er bekommt eine reiche Ernte und seine Viehherden werden immer größer. Potifars Vertrauen in Josef wächst noch mehr: Er lässt ihm freie Hand in seinem Haus und kümmert sich nur noch um sein eigenes Essen. Alles läuft super – doch dann mischt sich Potifars Frau Efra ein …

Efra betritt den Raum. Sie schaut träumerisch vor sich hin und schlendert umher.

E seufzt: Ach, was hat mein Mann da für einen tollen Verwalter angeschleppt … Josef … Der Name gefällt mir. Und noch mehr gefallen mir seine schönen Augen und sein volles Haar … ob ich ihn dazu überreden kann, eine Nacht mit mir zu verbringen?

Josef kommt herein und sieht Efra auf ihrem Stuhl sitzen, wie sie sich gedanken-verloren durchs Haar kämmt.

J: Oh, verzeiht … ich wollte Euch nicht stören.

E: Josef! Wie geht es Dir? Komm, setz dich doch zu mir.

Zögernd tritt Josef näher. Efra legt ihm den Arm um die Taille.

E: Josef – wie wär´s, nur wir beide?!? Komm, leg dich doch zu mir ins Bett!

Josef tritt abrupt zurück: Nein! Verzeiht mir, aber das kommt für mich nicht infrage. Mein Herr braucht sich im Haus um nichts zu kümmern – alles hat er mir anvertraut. Nur Euch hat er mir vorenthalten, weil Ihr seine Frau seid. Wie könnte ich da ein so großes Unrecht tun und gegen Gott sündigen?

Efra schaut Josef missmutig an: Hmm …

Schnell verlässt Josef den Raum. Efra erhebt sich langsam von ihrem Stuhl.

E: Du meinst vielleicht, du kannst mir widerstehen. Aber pass nur auf. Ich werde dich schon noch überreden … verlässt den Raum

Erzähler: Von nun an lässt Potifars Frau nicht locker. Jeden Abend, wenn sie Josef zufällig über den Weg läuft, versucht sie, ihn zu überreden, eine Nacht mit ihr zu verbringen. Doch Josef will davon nichts hören. Er lässt sich nicht von ihr verführen. Bis eines Tages …

Josef kommt herein: Heute bin ich ganz alleine im Haus. Alle Sklaven sind ausgeflogen. Und nun soll ich auch noch Efras Gemächer reinigen … hoffentlich ist sie nicht da.

Efra betritt den Raum. Sie bemerkt Josef und nähert sich ihm leise von hinten. Dann packt sie ihn am Gewand.

Efra raunt ihm ins Ohr: Josef! Los, komm mit mir ins Bett!

Josef dreht sich erschrocken zu ihr um, reißt sich los und rennt davon. Sein Gewand bleibt in Efras Händen zurück.

Efra wütend: Nun gut! Wenn du dich mir nicht fügen willst, dann wirst du schon sehen, was du davon hast! Schreiend Ahh! Hilfe! So helft mir doch!

Sofort stürmen zwei Diener in den Raum.

E: Seht doch! Mein Mann hat uns einen Hebräer ins Haus gebracht, der jetzt mit uns macht, was er will! Er wollte mir Gewalt antun, aber ich habe laut geschrien. Da lief er schnell davon, doch sein Gewand hat er bei mir zurückgelassen.

Efra und die Diener stürmen aus dem Raum.

Erzähler: Das war eine böse List von Efra. Sie behielt Josefs Gewand und wartete, bis ihr Mann nach Hause kam. Dann erzählte sie ihm die gleiche Geschichte. Daraufhin wurde Potifar sehr wütend. Er ließ Josef ins Staatsgefängnis werfen. Aber Gott sorgte dafür, dass der Gefängnisverwalter Josef wohlgesonnen war. So wurde Josef zum Aufseher über die Gefangenen und alles, was im Gefängnis geschah. Der Verwalter brauchte sich um nichts mehr zu kümmern. Er vertraute Josef völlig, weil er sah, dass der Herr ihm half und ihm Erfolg schenkte.

Die andere Idee

Die Geschichte wird mithilfe eines Schattenspiels erzählt. Dies geht entweder mit der entsprechenden Mitarbeiteranzahl, wobei nur der Text vorgelesen wird, während die anderen Mitarbeiter die Geschichte als Schatten pantomimisch darstellen. Hierzu benötigt man ein großes weißes Leintuch und einen Overhead-Projektor als Lichtquelle. Alternativ kann die Geschichte mit einem Figurentheater erzählt werden (Vorlagen s. Anhang). Dazu können die Figuren entweder ausgeschnitten und angemalt oder als Schattenfiguren auf schwarzes Tonpapier abgezeichnet werden. Eine Bastelanleitung findet sich für beide Varianten unter www.dff.film/schattenspiele/ (Punkt 4: Schattentheater mit Figuren).

Der Text gelebt:

Wiederholung

In der Mitte steht ein Teller mit kleinen Schokoküssen (evtl. abgezählt nach Anzahl der Kinder). Die Kinder sollen nun versuchen, die Geschichte gemeinsam nachzuerzählen. Ein Kind oder Mitarbeiter beginnt zu erzählen und darf sich dafür einen Schokokuss nehmen. Schafft es die Gruppe gemeinsam, die Geschichte fertig zu erzählen, bis alle Schokoküsse gegessen sind? Auch hier gilt es, Rücksicht auf die Gruppe zu nehmen, sodass jeder mal drankommt. Anschließend kann gut an das Thema „Versuchung“ angeknüpft oder nochmal Bezug auf das Experiment aus der Hinführung zur Geschichte genommen werden.

Gespräch

Gespräch über das Thema: „Was ist ein Prinzip?“

Habt auch ihr feste Regeln, an denen ihr festhaltet? Warum? Wozu ist das gut?

Ihr habt etwas als richtig erkannt? Warum sagt euch das Gewissen, dass das richtig ist? Welche Rolle spielt Gott dabei? Wie schafft man es, danach zu handeln?

Was hat Josef dabei geholfen, standhaft zu bleiben und nicht nachzugeben? Er war fest mit Gott in Verbindung. Gottes Prinzipien waren ihm wichtig.

Was sind in unserem Alltag Dinge, die uns versuchen und von dem abbringen wollen, was Gott möchte? z. B. Mitlästern, Notlügen, Neid …

Wie können wir standhaft bleiben? Was kann uns helfen? z. B. Bibelverse auswendig lernen, die mir Mut machen, mit Gott über meine Ängste und Gedanken reden, jemanden für mich beten lassen (vgl. auch Matthäus 26,41).

Was bedeutet es, jemandem treu zu sein?

Was bedeutet es, Gott treu zu bleiben? Wie kann das im Alltag aussehen?

An dieser Stelle bietet sich ein persönlicher Bericht aus dem Leben eines Mitarbeiters an.

Zum Weiterdenken: Vertrauen und Treue hängen eng miteinander zusammen. Damit Beziehungen gelingen können, ist es wichtig, dem Gegenüber vertrauen zu können. Wo musst du anderen Menschen vertrauen? Wie gehst du damit um, wenn dir jemand Vertrauen schenkt? (z. B. Eltern, Freunde …) Wie ist das mit Gott? Kann man ihm bedingungslos vertrauen? Vgl. auch Jeremia 17, 7-8, Sprüche 3, 5-6; 16, 3

Merkvers

Psalm 62, 7: Nur ER ist ein schützender Fels und eine sichere Burg. Er steht mir bei, und niemand kann mich zu Fall bringen. (Hoffnung für Alle)

Lukas 16,10: Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. (Lutherbibel 2017)

Lernmethode: Mit den Kindern ein Bibelvers-Origami basteln. Dies eignet sich gut, um 2 Bibelverse parallel auswendig zu lernen. Eine einfache und ausführliche Anleitung findet sich unter https://1000ideen.kisi.org/2018/01/25/lustiges-bibelvers-auswendiglernen/.

Gebet

Das „Gummibärchengebet“: In der Mitte liegen verschiedenfarbige Gummibärchen, wahlweise mit einem Tuch abgedeckt. Reihum darf jedes Kind ein Gummibärchen ziehen/aussuchen, je nach Farbe laut beten und es dann essen, während der/die Nächste an der Reihe ist. Vorschlag: Rot = Gott danken, Orange = Fürbitte für andere Menschen, Gelb = Fürbitte für andere Länder, Grün = Thema der heutigen Jungscharstunde (s.o.), Weiß = eigene Anliegen; weitere mögliche Themen: Schule, Familie, Regierung, verfolgte Christen, die Gemeinde …

Kreatives

Mit den Kindern Steine bemalen und mit Psalm 62, 7 oder anderen passenden Worten beschriften, um sie als Erinnerung mit nach Hause zu nehmen. Am besten eignen sich Steine mit einer glatten Oberfläche sowie Acrylfarben und wasserfeste Stifte (Filzstifte, Handlettering-Stifte o.ä.).

Spielerisches

Vertrauensspiel: Ein Schiff (Mitspieler) muss sicher in den Hafen beim Leuchtturm (weiterer Mitspieler) einlaufen. Beide befinden sich in entgegengesetzten Ecken des Raums. Das Schiff bekommt zusätzlich die Augen verbunden. Die übrigen Mitspieler verteilen sich im Raum und dürfen sich, nachdem sie sich verteilt haben, nicht mehr bewegen. Sie bilden Riffe und Sandbänke, die das Schiff nicht berühren darf. Damit das Schiff dies nicht tut, geben Riffe und Sandbänke leise durchgängig Brandungs-geräusche von sich. Berührt das Schiff dennoch eines der Hindernisse, muss es von vorne beginnen. Zur Orientierung kann das Schiff immer mal wieder tuten, worauf der Leuchtturm mit einem ähnlichen Signal antwortet. Wie lange braucht das Schiff, um den Hafen sicher zu erreichen? Übertragung: Jesus ist für uns wie ein Leuchtturm, der uns sicher durch die Stürme des Lebens bringt, wenn wir auf seine Stimme hören und ihm vertrauen.

Rätselhaftes

Das Pyramidenquiz: Gemeinsam wird ein Quiz mit Rätselfragen zur Stunde gespielt. Dazu werden zwei Pyramiden auf festes Papier vorgezeichnet und in gleich große Puzzlestücke geschnitten. Für jede richtige Antwort bekommt die Gruppe ein Puzzlestück. Diejenige Gruppe, bei der die Pyramide zuerst fertig ist, hat gewonnen. Das Quiz eignet sich auch gut zur Wiederholung der Geschichte (Rätselfragen siehe Anhang).

(T)Extras

Lieder

Meinem Gott vertraue ich gerne (Absoluto guto)

Ich stehe fest auf dem Fels

Du bleibst an meiner Seite – Treu

Spiele

Reise nach Ägypten: Gespielt wie „Reise nach Jerusalem“. Zwei Stuhlreihen stehen mit dem Rücken zueinander in der Mitte des Raumes. Solange die Musik spielt (wie wäre es mit passender, orientalischer Musik?), laufen/hüpfen/tanzen … alle um die Stühle herum. Sobald sie stoppt, muss jeder einen Platz ergattern. Der/die Letzte scheidet aus. Nach jeder Runde wird ein Stuhl weggenommen, so dass immer ein Stuhl weniger in der Mitte steht, als Personen mitspielen. Wer als Letzter übrigbleibt, gewinnt.

Potifar sagt: Ein Mitarbeiter gibt Kommandos. Die Kinder müssen die Kommandos ausführen, aber nur, wenn der Mitarbeiter zuvor sagt: „Potifar sagt“. Bei „Aufstehen“ müssen sie also nichts tun, aber bei „Potifar sagt klatschen“ müssen sie es tun. Wer einen Fehler macht, scheidet aus.

Aktion

Jedes Kind erhält einen oder mehrere Steine, auf die es in kurzen Worten Dinge schreiben kann, die im Alltag Versuchungen darstellen. Anschließend geht die Gruppe gemeinsam zu einem Teich oder See in der Nähe und die Steine werden dort in Anlehnung an Micha 7,19hineingeworfen (evtl. folgt ein kurzer Impuls/Gespräch).

Weiterführende Hinweise

Weitere Spiel-Ideen zum Thema Vertrauen: www.jugendleiter-blog.de

1. Vorbemerkungen

2014 – die Welt ist im Fußballfieber und sogar ich als eher verhaltener Fußballfan kann mich kaum noch halten. Eine Bewegung geht durchs Land und alle sind dabei. Es sind unsere Jungs, es ist unser Land, Freunde und Nachbarn sitzen zusammen, grillen, liegen sich in den Armen, weinen und lachen. Fußball vereint die Nation und gute Nachrichten müssen einfach unters Volk. Einem Fußballfan brauchst du nicht sagen: „Erzähl doch mal von deiner Leidenschaft!“ Ein Fußballfan LEBT Fußball, er erzählt der Kassiererin bei Edeka, dass er noch Fußball gucken geht, er nimmt seine Freunde zum nächsten Public Viewing mit! Warum? Ganz einfach, weil er möchte, dass seine Freunde das auch sehen können, dabei sind, miterleben. Fußballfans haben eigentlich nie Probleme ihre Freunde anzuquatschen, von ihrer Begeisterung weiterzuerzählen.

Mit unserem Glauben an Jesus sieht es oft anders aus. Ja, vom Prinzip wollen wir es schon gern weitersagen und finden das auch irgendwie wichtig, aber empfinden es dann doch auch anstrengend, manche haben auch Angst davor oder haben schlechte Erfahrungen gemacht. Manche Christen stehen unter einem regelrechten Druck. Wie wäre es, so entspannt von Jesus weiterzusagen, wie wir andere Dinge, die wir toll finden auch liken und verbreiten. Wir wär’s, wenn wir mutig von dem erzählen, der liebt und heilt, der unser Leben verändert hat, der so viel Kraft und Macht hat, das er diese Erde schuf und bewegt. Wie wäre das, wenn es so normal und fröhlich wäre, wie wir von einer Leidenschaft wie Fußball erzählen? Was hindert uns daran? Was macht es uns schwer? Was könnte helfen?

2. Zielgedanke

Die Teens sollen miteinander ins Gespräch kommen über das Thema „Gutes weitergeben – von Jesus weitersagen“. Es geht darum, falsch verstandenen Druck rauszunehmen und sie zu ermutigen, einfach, fröhlich und so, wie sie es können, von Jesus weiterzusagen in dem Wissen, dass es um die beste Nachricht der Welt geht.

3. Einführung

3.1 Hinführende Ideen und Spiele

Spiel „Schokobunker“

In einem anderen Raum als dem, in dem ihr euch trefft, werden ganz viele Schokoküsse, Schokolade, sonstige Süßigkeiten, die eure Teens gern mögen, aufgebaut und schön angerichtet. Die Teilnehmer erhalten kleine Zettel, auf denen verschiedene Anweisungen stehen:

  • In der Küche ist ein Schokoladenparadies. Gehe hin und iss dort so viel du willst. Erzähle niemandem von diesem Raum.
  • In der Küche ist ein Schokoladenparadies. Es wird auf jeden Fall für alle reichen. Lade andere ein, mitzukommen. Erzähle ihnen aber nichts von dem, was dort ist.
  • In der Küche ist ein Schokoladenparadies. Gehe hin und iss so viel du willst. Entscheide selbst, ob du andere dazu einlädst.
  • Falls dich irgendjemand anspricht und zu etwas einlädt, sei skeptisch. Man weiß ja nie, was heutzutage so passiert.
  • Falls dich jemand anspricht, sprich nicht mit ihm und lass dir auf gar keinen Fall irgendetwas aufdrängen.
  • Falls dich jemand zu etwas einlädt, bedanke dich sehr herzlich und komme einfach mit und sieh dir an, wozu er/sie dich eingeladen hat.
  • In der Küche ist ein Schokoladenparadies. Versuche dich heimlich dort hinzuschleichen. Muss ja nicht jeder wissen.
  • Bleib still auf deinem Stuhl sitzen, egal was geschieht.

Die Teilnehmer sollen nun genau das tun, was auf ihrem Zettel steht. Der Gruppenleiter beobachtet die Situation. Es kann ganz unterschiedlich ausgehen. Entweder sind dann doch alle in der Küche und lassen es sich gut gehen, oder ein Teil der Leute sitzt im Raum und ein anderer ist in der Küche. Dann wird das Spiel nach einiger Zeit abgebrochen und jeder hat noch die Möglichkeit, etwas Süßes zu essen.

Danach werden die Teens in Kleingruppen aufgeteilt.

3.2 Fragen für die Kleingruppe

  • Welchen Auftrag hattest du und wie ging es dir damit?
  • Hättest du lieber einen anderen Auftrag bekommen?
  • War es schwer, anderen von dem Schokoladenparadies zu erzählen? Warum ja, warum nein?
  • Welche Gründe gäbe es, so eine gute Nachricht für sich zu behalten – ganz unabhängig von deinem Auftrag?
  • Was hätte es erleichtert, anderen etwas weiterzusagen?

4. Einstieg

Zum Einstieg können die Beispiele Fußball und Shopping gebracht werden mit einer Überleitung, vom Glauben, von Jesus, weiterzusagen. Hier kann auch eine Verbindung zum Spiel hergestellt werden.

Talkdiskussion am Boden

  • Grünes Plakat: Wenn die Leute nur wüssten, dass Jesus so ist …
    • Ich wünschte mir, dass die Leute Folgendes über Jesus wüssten …
  • Rotes Plakat: Manchmal ist es ganz schön schwer, anderen von Jesus zu erzählen, weil …
  • Grünes Plakat: Von meinem Glaube erzählen … das mache ich so …

5. Hauptteil

Matthäus 28,16-20 gemeinsam lesen.

Ein ganz besonderer Auftrag für die Jünger

Die Jünger haben total viel mit Jesus erlebt. Sie sind total fasziniert und begeistert. Sie haben erlebt, dass Jesus den Tod besiegt, Kranke geheilt, ihr eigenes Herz berührt hat und jetzt kommt der Zeitpunkt, an dem Jesus sich von ihnen verabschieden und ihnen noch ein paar wichtige Dinge sagen will.

5.1 Hallo Zweifler

Im Bibeltext steht, dass da ein paar dabei waren, die zweifelten. Sie haben zwar auch alles gesehen und erlebt, aber sie sind immer noch etwas unsicher. Jesus ermutigt sie und nimmt sie mit hinein in seinen Auftrag. Er schickt sie nicht weg, er gibt ihnen auch eine Aufgabe. Zweifel gehören zum Glauben und auch zum weitersagen von Jesus dazu. Sie sind normal und auch wichtig. Christen haben Fragen und es ist nicht alles klar. Das ist voll in Ordnung.

5.2 Wer hat die Macht und den Plan?

Jesus. Das macht er seinen Jüngern noch mal klar. Ich hab weiterhin alles im Griff, im Himmel und auf der Erde. Alles, was ihr machen müsst, ist, an mir dranzubleiben und ich zeig euch dann, wie es weitergeht.

5.3 Go, go, go

Jetzt kommt er, der große Auftrag, der vielleicht dem einen oder anderen damals etwas Angst machte. Geht los, erzählt anderen von mir. Zeigt ihnen, wer ich bin, behaltet das Gute, das ihr erlebt habt, nicht für euch. Ihr seid meine Worttransporter. Ihr seid die, die von mir weitererzählen können. Tut das – aber nicht gezwungenermaßen, sondern mit Freude und weil ich euch die Kraft dafür gebe!

5.4 Herzlich Willkommen …

… ich, Jesus, bin schon da. Ich gehe mit, ich lasse dich nicht allein, bin immer bei dir, jeden einzelnen Tag. Also hab Mut und lass dich nicht erschrecken, unter Druck setzen oder entmutigen. Ich, Jesus, bin bei dir und gebe dir die Kraft, von mir weiterzusagen. Das gilt für heute und ermutigt uns, entspannt und fröhlich mit Jesus zu leben und da, wo es sich ergibt, von ihm weiterzusagen.

6. Abschluss

An dieser Stelle bietet sich an, mit den Teens noch ganz konkret zu überlegen, wie das heute gehen kann, von Jesus weiterzusagen. Vielleicht ist auch Zeit für eine ganz konkrete Spinn-Aktion oder etwas, was ihr gemeinsam in die Tat umsetzen wollt, z. B. im Teenkreis, mit Freunden, in der Stadt.

Ganz viel Freude dabei! Und vielleicht erzählt ihr mir ja mal, was ihr so gemacht habt, oder wie es weitergegangen ist!

Altbekannte Geburtstagsspiele für ein nicht alt gewordenes Geburtstagskind

Schenkt uns Pfingsten einfach nur einen schulfreien Tag? Oder steckt doch noch mehr dahinter? Mit diesem fröhlichen Spielabend mit mehreren typischen Kindergeburtstagsspielen, könnt ihr den Jugendlichen die Bedeutung von Pfingsten spielerisch nahe bringen und mit ihnen das Geburtstagsfest der Kirche fröhlich feiern! Möglich wäre auch, diesen Abend als Einladungsaktion für neue Teilnehmende zu nutzen. Dann können zusammen mit den Jugendlichen die Einladungskarten gebastelt werden, und jeder darf „zwei neue Jugendliche“ zu dem Abend einladen und mitbringen.

Im Vorfeld

Die Mitarbeitenden verteilen in der vorherigen Gruppenstunde oder auch als Briefkasten-Überraschung Einladungskarten zum „Kindergeburtstag“. Diese können im Schreibwarenhandel oder Spielwarenladen gekauft oder auch mit typischen Kindergeburtstagsmotiven wie Luftballons, bunten Torten o. Ä. selbst gebastelt werden. Weitere Vorbereitungen für den Abend sind den jeweiligen Beschreibungen zu entnehmen.

Atmosphäre

Die Grundatmosphäre bei dieser Gruppenstunde kann durch eine gute Deko und passende Extras positiv beeinflusst werden. So lohnt es sich, den Raum wie für einen Kindergeburtstag zu schmücken, den Tisch mit Kindergeburtstagsservietten und -geschirr zu decken und im Hintergrund fröhliche Musik abspielen zu lassen (geeignet sind zum Beispiel Lieder von Rolf Zuckowski und diverse „Kinderschlager“ wie Pippi Langstrumpf, Biene Maja, Schnappi usw.).

Tipp: Dieser Abend ist absolut dafür geeignet, viele Schnappschüsse zu machen, die später verschenkt oder auf einer Bilderwand veröffentlicht werden können. Also Fotoapparat nicht vergessen.

Begrüßungsaktion

Zur Begrüßung wird jede/r Teilnehmende herzlich an der Tür willkommen geheißen und bekommt eine kleine Geburtstagströte (Spielwarenladen) – und eventuell auch einen Geburtstagshut. Um die Stimmung zu lockern und die Zeit zu überbrücken, bis alle da sind, können in typischen Kindergeburtstags-Einweg-Bechern auch Softgetränke, Kinderbowle oder alkoholfreie Cocktails serviert werden. Außerdem werden die Teilnehmenden motiviert, die Tröten immer wieder einzusetzen.

Typische Kindergeburtstagsspiele

Luftballontanz

Spielvorbereitung: Luftballons aufblasen und eine ca. 50–60 cm lange Schnur daran befestigen.

Jede/r Teilnehmende bekommt eine Schnur um den rechten Fuß gebunden, an deren anderem Ende ein aufgeblasener Luftballon befestigt ist. Sobald eine lebhafte Musik ertönt, tanzen alle durch den Raum und versuchen, ihren eigenen Luftballon zu schützen und andere Luftballons zu zertreten. Wem der Luftballon zertreten wurde, scheidet aus. Sieger ist derjenige, der bis zum Schluss noch seinen Luftballon am Fuß trägt. Er erhält eine kleine Süßigkeit.

Geburtstagslied

Eine Geburtstagsfeier ohne Lied geht gar nicht. Deshalb wird die Gruppe in zwei Untergruppen geteilt und soll nacheinander das bekannte Geburtstagslied von Rolf Zuckowski „Heute kann es regnen, stürmen oder schnei’n / Wie schön, dass du geboren bist“ singen. Die Gruppe, die es lauter und zugleich schöner vorgetragen hat, bekommen Bonbons.

Topfschlagen

Ein/e Teilnehmende/r wird vor die Tür geführt und die Augen verbunden. In der Zwischenzeit wird irgendwo im Raum ein auf den Kopf gedrehter Kochtopf aufgestellt und unter ihm eine kleine Süßigkeit verstaut. Der/ die Teilnehmende vor der Tür wird hereingeführt und mehrmals um die eigene Achse gedreht, damit er/sie die Orientierung verliert. Dann geht er/sie auf allen Vieren und bekommt einen Holzlöffel in die Hand. Nun bewegt er/sie sich krabbelnd vorwärts und schlägt immer mit dem Kochlöffel auf den Boden, auf der Suche nach dem Kochtopf. Die anderen dürfen mit „eiskalt / kalt / warm / heiß / ganz heiß“ Tipps zur Kochtopfentfernung geben. Ertönt das dumpfe Klingen des Holzlöffels auf dem Kochtopf, darf der/die Suchende die Augenbinde abnehmen, den nächsten Suchenden bestimmen und die Süßigkeit behalten.

Tipp: Man kann auch bei allen Teilnehmenden die Zeit stoppen, die für die Suche gebraucht wird und am Ende den Gesamtsieger ermitteln.

Brezel schnappen

Spielvorbereitung: Immer zehn kleine Mini-Salzbrezeln auf einer langen Schnur auffädeln. Die Anzahl der Brezelschnüre orientiert sich an der Anzahl der Teilnehmenden.

Die Brezelschnur wird entweder aufgehängt oder die beiden Enden von zwei Freiwilligen gehalten. Die Schnur sollte sich etwa in Nasen- bis Augenhöhe der Teilnehmenden befinden. Die Brezeln werden nun so angeordnet, dass nicht alle Brezeln in der Kuhle der Schnur durch- und aufeinanderhängen, sondern dass die Schnur straff gespannt ist und die Brezeln mit einem gewissen Abstand voneinander getrennt sind. Auf den Startpfiff hin muss der Spieler nun immer wieder hochhüpfen und versuchen die Brezeln mit dem Mund zu schnappen, abzubeißen und zu essen. Die Hände dürfen dabei nicht zu Hilfe genommen werden und es sollte möglichst wenig auf den Boden fallen. Am witzigsten ist es, wenn immer zwei oder drei Jugendliche parallel gegeneinander antreten und geschaut wird, wer der/die schnellste Brezelschnapper/in ist. Möglich ist auch, die Zeit zu stoppen und alle Brezelschnappenden am Ende zu vergleichen.

Schokokusswettessen

Alle setzen sich an eine lange Tafel, vor jedem steht ein Teller mit einem Schokokuss. Die Hände werden auf dem Rücken verschränkt und nach dem Startschuss versuchen alle, so schnell wie möglich den gesamten Schokokuss vom Teller zu essen, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Wer zuerst den ganzen Schokokuss aufgegessen hat, gewinnt. (Super Fotomotive!)

Murmeln schätzen

Spielvorbereitung: Im Vorfeld 50 Murmeln in eine Glasvase abfüllen.

Die Glasvase mit den Murmeln wird gezeigt. Jede/r darf auf einem Zettel seinen Namen und seine Schätzung aufschreiben, wie viele Murmeln sich in dieser Vase befinden. Die Auflösung „50“ wird bekanntgegeben und derjenige, der am nächsten dran ist, bekommt wieder eine kleine Süßigkeit.

Schokolade auspacken

Spielvorbereitung: Eine Tafel Schokolade mit einem zusammengelegten Zeitungsbogen einpacken, mit Paketschnur zubinden, evtl. mit Klebeband sichern. Dann die nächste Schicht Zeitungspapier, usw. Das Zeitungspäckchen sollte mindestens 5–6 Schichten haben.

Alle Spieler sitzen um einen Tisch, in der Mitte liegen das Zeitungs-Schokoladenpäckchen, Messer und Gabel, Wollmütze, Handschuhe, Schal und Sonnenbrille. Nun wird reihum gewürfelt. Sobald jemand eine 6 würfelt, darf dieser ans Auspacken gehen: Zuerst Handschuhe, Mütze und Schal anziehen und die Sonnenbrille aufsetzen. Dann Messer und Gabel zur Hand nehmen und beginnen, das Zeitungspäckchen und die Schnüre aufzuschneiden, um zur Schokolade zu gelangen. Ist man bei der Schokolade angekommen, darf ein Stück abgeschnitten und gegessen werden. In der Zwischenzeit allerdings kreist der Würfel weiter reihum, und sobald ein anderer Spieler eine 6 hat, muss der “Schokoladenauspackende” aufhören zu schneiden, seine Verkleidung ausziehen, die der nächste so schnell wie möglich anzieht.

Tipp: Bei größeren Gruppen bietet es sich an, in mehreren Kleingruppen an separaten Tischen zu spielen. Achtung: dann wird nicht nur die Schokolade, sondern auch die restliche Ausrüstung mehrfach benötigt.

Feuer-Wasser-Erde-Luft – Version 1

Musik wird abgespielt, zu der sich alle frei durch den Raum bewegen. Sobald die Musik gestoppt wird, ruft der/die Mitarbeitende verschiedene Kommandos:„Feuer“, „Wasser“, „Erde“ „Luft“.

Feuer = alle rennen sofort zu einem brennbaren Gegenstand und berühren diesen.

Wasser = Der Boden darf nicht mehr berührt werden, man muss irgendwo hochsteigen (Achtung, da wird auch vor schön dekorierten Tischen nicht Halt gemacht!).

Erde = so schnell wie möglich in die Hocke gehen und den Fußboden berühren.

Luft = eine Wand berühren, weil selbst Wände die Luft nicht einschließen können.

Der/die letzte, der/die sich den entsprechenden Zufluchtsplatz sichert, wird als langsamster Spieler ausgerufen – bei harten Regeln scheidet er hiermit dann auch aus, bei softeren Regeln bekommt man immer wieder eine neue Chance, nicht zu den Verlierenden zu gehören. Sobald die Musik wieder einsetzt, bewegen sich alle erneut durch den Raum bis zum nächsten Musikstopp.

Impuls

Das Spiel “Feuer-Wasser-Erde-Luft” ist ein sehr altes Spiel, das viele sicher noch aus Grundschulzeiten kennen. Eben wurde es gespielt, wahrscheinlich mit so viel Spaß und Feuereifer, wie auch die anderen typischen Kindergeburtstagsspiele. Diese vier Elemente sind eigentlich sehr unterschiedlich und passen nicht zusammen. Nicht umsonst sagt man manchmal „die beiden sind wie Feuer und Wasser“. Entweder das Feuer ist so stark, dass das Wasser verdunstet, oder es hat so viel Wasser, dass das Feuer gelöscht wird. Beides sind gewaltige Elemente. Auch Erde und Luft sind besonders – Erde ist materiell, man kann sie anfassen und spüren – Luft ist grenzenlos, nicht zu fassen, nicht richtig sichtbar.

Schon die Naturphilosophen Griechenlands, vor allem aber die großen Philosophen Platon und Aristoteles haben ihre Aufmerksamkeit den vier Elementen gewidmet. Sie haben in Feuer, Wasser, Erde und Luft die Grundbestandteile allen Seins erkannt. Sie haben sie ganz klar voneinander unterschieden und auch Göttern zugeordnet, weil sie dachten, dass dies vier zentrale Mächte sind. Aristoteles hat den vier Elementen, die er als veränderlich einordnete, dann noch ein weiteres fünftes gegenübergestellt: den himmlischen Äther jenseits des Mondes, unwandelbar und zeitlos.

Der christliche Glaube hat viel Nähe zur griechischen Philosophie, jedoch hat er diese Lehre von den vier Elementen nie zu einem zentralen Bestandteil seiner Schöpfungslehre gemacht – auch wenn Augustinus, der Kirchenlehrer der Antike, und andere die Theorien zu den vier Elementen kannten.

Vielleicht liegt die Distanz zu dieser Lehre in dem begründet, was wir heute gemacht haben: wir haben Geburtstag gefeiert. Und nicht nur irgendeinen Geburtstag, sondern eigentlich den Geburtstag, der diese vier Elemente nicht trennt, sondern zusammenbringt: den Geburtstag der Kirche. Pfingsten! Gottes Geist trennt die Elemente nicht, er führt sie zusammen.

Lies Apostelgeschichte 2,1–11 vor.

Tipp: Vorher den Text einmal üben, da die Namen der Regionen nicht einfach zu lesen sind.

Vom Himmel her kam ein Brausen – die Luft, und zugleich sieht man etwas wie züngelndes Feuer über den Köpfen der Menschen. So kommt der heilige Geist auf die Erde, zu den Menschen, die Gott geschaffen hat. Und er wird den Menschen weitergegeben im Wasser der Taufe. Pfingsten ist ein Fest der Elemente, und nicht in ihrer großen Unterschiedlichkeit, sondern in ihrer Einheit in der Schöpfung.

Bis zu diesem Zeitpunkt war die gute Nachricht von Jesus, von seinem Handeln und Wirken auf der Erde, von seinen Erklärungen und Gleichnissen, von seinem Tod und seiner Auferstehung, örtlich sehr eingegrenzt. Wenn man es global betrachtet, hat nur ein winzig kleiner Teil der Menschheit überhaupt von ihm Notiz genommen. Und weltweit betrachtet war es auch nur ein winzig kleiner Fleck, an dem er sich aufgehalten hat. Doch nun, an Pfingsten, ändert sich das. Gott möchte nicht nur für sein Volk Israel der väterliche Gott sein, dessen Name „Ich bin für dich da“ ist. Er verleiht den Menschen seinen Heiligen Geist, damit sie begreifen und verstehen, damit sie sprühen und Feuer fangen, damit sie motiviert sind, anderen von der frohen Botschaft weiterzuerzählen. Und dieser heilige Geist befähigt sie nicht nur rhetorisch, sondern schenkt auch die Gabe, in allen möglichen Sprachen zu reden, damit die Botschaft weltweit zu allen Völkern gelangt – so wie Jesus es in Matthäus 28,19 als Auftrag gegeben hat: Geht in alle Welt und erzählt von mir, lebt es ihnen vor, tauft die Menschen, damit auch sie den heiligen Geist bekommen. Dadurch wurde Pfingsten zu einem wichtigen Fest, das oft nicht den Stellenwert bekommt, den es verdient hätte. Das war der Geburtstag der christlichen Kirche, die sich weltweit verbreitet hat.

Der Name „Pfingsten“ hängt auch mit einem weiteren Spiel von vorhin zusammen – mit dem Murmeln schätzen. Denn Pfingsten heißt im Altgriechischen „fünfzigster Tag“. Seit Ostersonntag der Auferstehung sind 49 Tage vergangen, und nun, am fünfzigsten Tag, sendet Gott, nach seinem Sohn, jetzt seinen Heiligen Geist zu dem Menschen. Zum Geburtstag der Kirche. Was für ein Fest muss das damals gewesen sein!

Heute haben wir auch Geburtstag gefeiert. Eher einen Kindergeburtstag – das passt vielleicht nicht ganz für die Kirche, da die schon ganz schön in die Jahre gekommen ist. Rund 2000 Jahre alt. Sollte man da vielleicht eher einen Grufti-Geburtstag feiern? Aber es liegt an uns, dass diese Kirche jung bleibt. Nicht nur durch Kindergeburtstagsspiele – vor allem durch unseren Einsatz, unsere Meinungsäußerungen, unser Mitwirken bei verschiedensten Möglichkeiten, können wir diese Kirche weiterhin jung erhalten. Denn die Botschaft ist keine Grufti-Botschaft, sie ist nicht veraltet und wird es nie sein. Auch heute ist es noch genauso aktuell wie damals, dass Gott Mensch geworden ist, dass er uns unendlich liebt, und dass wir dies weitergeben sollen. Dabei helfen uns das Brausen und das Feuer des Heiligen Geistes, der auch nicht in die Jahre gekommen ist, sondern uns immer wieder neuen Schwung schenkt.

Pfingsten – Kindergeburtstag oder Kirchenfest? Beides. Der Geburtstag einer Kirche, die mit dem Kind in der Krippe begann und mit dem Tod von Jesus nicht zu Ende war. Der Geburtstag einer Kirche, die die Auferstehung von Jesus an Ostern feiert, und die an Pfingsten, dem fünfzigsten Tag, feiert, wie der heilige Geist uns offene Ohren und Herzen schenkt, und uns Feuer für unser Leben als Christen hier auf der Erde gibt.

Pfingsten ist also ein Geburtstagsfest, bei dem wir in den Himmel schauen und uns daran freuen dürfen, dass Gott nicht weit weg im Himmel geblieben ist, sondern auf unsere Erde kam.

Pfingsten ist ein Fest, bei dem wir nicht als Einzelne dastehen, sondern in der Gemeinschaft der Christen – hier in dieser Gruppe, aber auch in der Gemeinschaft der Christen an unserem Ort, in unserem Land und weltweit.

Pfingsten ist das Fest, an dem wir feiern, dass wir alle wie ein gemeinsamer Leib / gemeinsamer Körper sind, obwohl jede/r Einzelne doch so unterschiedlich ist. Aber genau das macht es ja aus, wie bei einem Körper jedes Körperteil und jedes Organ seine wichtige Funktion fürs Ganze hat (1. Kor. 12,12 ff.).

Deshalb soll nun noch einmal Feuer-Erde-Wasser-Luft gespielt werden, aber mit neuen Elementen.

Feuer-Wasser-Erde-Luft Version 2

Gleiches Prinzip wie Version 1, aber mit zusätzlichen „Elementen“, bei denen jedoch kein Mitspielender ausscheiden sollte:

– Himmel = auf den Rücken legen und nach oben schauen

– Gemeinschaft = alle treffen sich im Kreis und halten sich an den Händen

– Kirche viele Glieder, ein Leib = alle legen sich auf den Boden und versuchen, mit ihren Körpern gemeinsam so schnell wie möglich einen Menschen mit Kopf, Bauch, Armen, Beinen zu formen.

Mit einem dieser verbindenden neuen Elemente am besten dann das Spiel aufhören.

Geburtstagskuchen

Trotz der Süßigkeiten zwischendurch darf natürlich auch ein Geburtstagskuchen nicht fehlen. Die Kerze wird entzündet und mit “Happy Birthday” oder “Viel Glück und viel Segen” ein Ständchen für das Geburtstagskind geschmettert, bevor der Kuchen angeschnitten wird.

Geburtstagstütchen

Vorbereitung: Tütchen mit Süßigkeiten füllen und den weiteren Inhalt besorgen / kopieren.

Bei den meisten Kindergeburtstagen bleibt es nicht nur bei den schönen Spielen, sondern die Kinder bekommen am Ende des Geburtstages als Erinnerung noch etwas geschenkt. In bunt bedruckte Tütchen werden diverse kleine Süßigkeiten gesteckt, und beim Geburtstag der Kirche darf es auch etwas mehr sein – vielleicht das Programm des Jugendkreises, der Hinweis auf den nächsten Jugendgottesdienst, die Verabredung, als Jugendgruppe gemeinsam den nächsten Gemeindegottesdienst zu besuchen, ein Bibelvers zu Pfingsten oder ein Segensvers für die Jugendlichen. Das Überreichen dieses Give-aways bildet den Abschluss dieser festlichen Gruppenstunde.

Eine launige Idee für Schokokuss-Begeisterte

Um das geht´s

Wer mag nicht einmal in Süßem schwelgen und den ganzen Abend mit der herrlichen Erfindung der Schokoküsse zubringen? Ein Abend rund um den Schokokuss: Spiele, Wissenswertes und Experimente.

Dauer

Variabel durch die Anzahl der Spiele

Gruppengröße

Mindestens 9 Personen, nach oben (fast) keine Grenzen

Gruppeneinteilung mit 3-farbigen Minischokoküssen

Material

Mini-Schokoküsse in 3 verschiedenen Sorten je nach Anzahl der Jugendlichen

Beim Eintreten nehmen sich alle mit geschlossenen Augen einen Mini-Schokokuss vom Tablett. Der Mini-Schokokuss darf gleich verspeist werden, zuvor sollte sich aber jede und jeder die Farbe der Gruppenzugehörigkeit merken: Weiß, Vollmilch oder Zartbitter.

Wichtige Hinweise zum Spielabend

  • Je nach Größe der Gruppen wird entschieden, wie oft jedes Spiel durchgeführt wird und wie oft die Spielerinnen und Spieler dadurch an die Reihe kommen. Achtung: zu Beginn wollen alle die heißge- liebten süßen Schokoküsse essen, gegen Ende des Abends ist irgendwann der „süße Hunger“ gestillt. Deshalb sollte man darauf achten, dass der Magen nicht gleich zu Beginn abgefüllt wird.
  • Bei den Spielen treten immer die drei Gruppen gegeneinander an. Die Gruppe, die gewinnt, erhält jeweils 3, die zweite 2 und die dritte 1 Punkt. Diese werden ent- weder auf einer großen Punktetafel in Form von aufgemalten Schokoküssen notiert oder mit Hilfe von Mini-Schokoküssen der jeweiligen Gruppensorte an die Gruppen verteilt. Achtung: Es kann gut sein, dass am Ende des Spielabends niemand mehr die erspielten Trophäen essen will.
  • Im Folgenden werden viele Vorschläge zur Gestaltung des Abends vorgestellt. Je nach Ge- samtgruppengröße und zur Verfügung stehender Zeit sollte das Mitarbeiterteam im Vorfeld entscheiden, welche Spiele und Aktionen gemacht werden und welche nicht. Die Zeit-angaben sind stark davon abhängig, wie viele Durchgänge pro Spiel gemacht werden.

Los geht’s: Spiele – Wissenswertes – Experimente

Wettessen mit Händen auf dem Rücken

Pro Gruppe setzt sich je eine Spielerin oder ein Spieler an den Tisch. Die Hände werden auf dem Rücken verschränkt. Auf den Startpfiff der Spielleitung wird versucht, so schnell wie möglich den vor sich stehenden Schokokuss zu essen, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen.

Material : Schokoküsse

Tipp: Da dies unter Umständen eine „schmierige Angelegenheit“ werden kann, ist es sinnvoll, nasse Waschlappen bereit zu halten.

Schokokusstorte

Material: siehe Rezept, außerdem: Gabeln, Messer, Schüsseln, Teller, 3 Kuchenplatten, 3 Rührgeräte

Jede Gruppe erhält das abgedruckte Schokokuss-Kuchen-Rezept und kann in drei Kategorien Punkte abräumen:

  1. Schnelligkeit
  2. Schönheit des Kuchens
  3. Geschmack

Jury sind Mitglieder des Mitarbeiterteams oder auch willige Nachbarn. Je nachdem, wie viele Schokokuss- Spiele man an diesem Abend noch vor sich hat, können die Jugendlichen ihren Kuchen selbst verspeisen, mit nach Hause nehmen oder als Zusatzspiel mit einer netten Geste an einen netten Menschen (z.B. Nachbarn) verschenken – auch dies kann bepunktet werden.

Schokokuss pellen

Material: Schokoküsse, Digitalküchenwaage, Teller

Pro Gruppe setzt sich eine Spielerin oder ein Spieler an den Tisch. Auge in Auge mit einem Schokokuss. Aufgabe ist es, auf Startpfiff der Spielleitung die Schokoglasur vom Schokokuss wegzupellen und den Waffelboden abzumachen. Schokoladestückchen und Waffelboden werden auf einem extra Teller abgelegt. Sobald der erste Schokokuss gepellt ist, ist das Spiel zu Ende. Nun wird jeder einzelne Schokokuss gewogen. Die meisten Punkte bekommt der Schokokuss, der völlig
von der Schokolade befreit wurde und trotzdem noch am meisten Gewicht auf die Waage bringt.

Schokokuss-Kunstwerk

Material: entpellte Schokoküsse, Waffelböden und Schokoglasurteile des vorherigen Spiels

Jede Gruppe bekommt nun genau drei Minuten Zeit, um aus den Resten ihres „auseinander ge-nommenen“ Schokokusses vom vorherigen Spiel ein Schokokuss-Kunstwerk zu kreieren. Gewonnen hat das kreativste Kunstwerk mit der besten Kunstwerk-Erklärung. Die Abstimmung erfolgt durch die Jury und die anderen Jugendlichen. Jede Gruppe und jedes Jury-Mitglied darf
drei Punkte vergeben (offen oder geheim). Der eigenen Gruppe dürfen keine Punkte gegeben werden.

Eierlauf mit Schokoküssen

Material: Löffel, Schokoküsse

Es folgt ein Staffellauf. Jede Gruppe stellt sich hintereinander an der Startlinie auf. Auf den Start-pfiff der Spielleitung nehmen jeweils die vordersten Jugendlichen jeder Gruppe den bereit-liegenden Löffel in die Hand, setzen den einen Schokokuss darauf und rennen eine vorher ab-gesteckte Strecke um Stühle herum, unter Tischen durch, über Hindernisse und wieder zurück zur Startlinie. Dort wird der Löffel samt Schokokuss dem nächsten Spieler der eigenen Gruppe übergeben. Die Gruppe, die als erstes fertig ist, hat gewonnen.

Handicap: jedes Mal, wenn der Schokokuss vom Löffel fällt, muss wieder vom Startpunkt aus begonnen werden. Ein Sonderpunkt kann sich jede Gruppe verdienen, deren Schokokuss das Spiel einigermaßen unbeschadet und ohne zu großen Schokoverlust oder ohne Beulen überstanden hat.

Schokokuss-Indianerfamilie

Material: Scheren, Küchenmesser, Tonpapier, 2 große Schokoküsse und 2 Minischokoküsse pro Gruppe

Jede Gruppe erhält obiges Material und bekommt drei Minuten Zeit, um die vier erhaltenen Schokoküsse zu Indianern umzugestalten.

Tipp: Schokoguss mit dem Küchenmesser leicht einritzen, dann lässt sich die ausgeschnittene Feder o.Ä. leichter einsetzen. Wieder stimmen die anderen Gruppen zusammen mit der Jury ab. Der eigenen Gruppe dürfen keine Punkte gegeben werden. Wer hat die schönste Indianerfamilie kreiert? Auch hier  kann überlegt werden, ob  die Indianer später mitge- nommen, gegessen oder zum Beispiel am nächsten Tag an eine Jungschargrup- pe, Kindergar- tengruppe, Al- tenheim o.Ä. verschenkt werden.

Grußkärtchen kreieren

Material: Schokoküsse, Stifte, Tonpapier

Werden die Indianerfamilien verschenkt, kann man jetzt noch eine „schokokussige“ Grußkarte kreieren lassen, wieder drei Minuten Zeit. Gewonnen hat die Gruppe mit der originellsten Karte und dem schönsten Text. Abstimmung wie gehabt.

Schokokuss malen

Material: Wasserfarben, Buntstifte, Wachsmalfarben, weißer Karton, Scheren – alles jeweils in ausreichender Anzahl

Jede Gruppe erhält obiges Material und vier Minuten Zeit. Aufgabe ist es, einen möglichst echt aussehen- den Schokokuss in DIN A4-Größe zu malen – dabei entscheidet jede Gruppe selbst, mit welchen Farben sie arbeitet. Abstimmung wie gehabt.

Werbespot erfinden

Material: gemalter Schokokuss vom vorherigen Spiel, pro Gruppe 3 Schokoküsse und eine Schoko-kussschachtel

Jede Gruppe bekommt fünf Minuten Zeit, um sich einen möglichst originellen Werbespot und einen neuen Namen für Schokoküsse auszudenken. Dafür steht obiges Material zur Verfügung. Am Ende werden alle Spots nacheinander vorgeführt und wie gehabt abgestimmt, wer die Schokoküsse am besten in Szene setzte.

Tipp: Noch „echter“ wirkt das Ganze natürlich, wenn man es tatsächlich filmt und dann den Film anschaut. Außerdem bleiben die Spots der Nachwelt erhalten und können ideal weiterverwertet werden – z.B. um sie bei einem Kirchengemeinde- Mitarbeiterabend oder einer CVJM- Haupt-versammlung zu zeigen.

Schokokuss-Allgemeinbildung Teil 1

Material: Kopien des untenstehenden Textes, Zettel, Stifte

Jede Gruppe erhält für genau 90- 120 Sekunden (je nach Gruppengröße) eine Kopie des beige-fügten Schokokuss-Textes. Bevor jede Gruppe die Kopie bekommt, sollten sich die Jugendlichen absprechen, ob alle versuchen, den ganzen Text zu lesen und ihn sich zu merken, oder ob sich Einzelne einen Abschnitt merken bzw. welche Strategie sie verfolgen möchten, um später den ganzen Text wiedergeben zu können. Für die Absprache stehen ihnen sofort nach der Spiel-erklärung nur 60 Sekunden zur Verfügung.

Danach gibt es 60 Sekunden um den Text zu lesen. Dann muss die Text-Kopie abgegeben werden. Anschließend gibt es eine Fragerunde zum Thema Schokokuss. Die Antworten werden jeweils auf einem Papier notiert.

Am Ende wertet die Jury aus, welche Gruppe die meisten richtigen Antworten geben konnte.

Fragen zur Schokokuss-Allgemeinbildung Teil 1:

Schokokuss-Wanderung                                                                 

Material: pro Teilnehmerin oder Teilnehmer 1 Löffel, 3 Minischokoküsse der jeweiligen Gruppen-sorte

Jede Gruppe setzt sich in einen Kreis. Alle nehmen den Stiel ihres Löffels in den Mund. Ertönt das Startsignal, setzt jeweils ein Jugendlicher pro Gruppe den jeweiligen Minischokokuss auf den Löffel. Nun muss der Schokokuss im Uhrzeigersinn von Löffel zu Löffel weitergereicht werden – wie ist egal, er muss sich nur auf dem Löffel befinden. Fällt ein Schokokuss vom Löffel,  wird er wieder auf den Löffel des Spielers gesetzt, die oder der den Schokokuss weitergeben wollte– es muss also nicht jedes Mal ganz von vorne begonnen werden. Gewonnen hat die Gruppe, die ihren Schokokuss am schnellsten „durch“ hat.

Schokokuss-Allgemeinbildung Teil 2

Material: Papier, Stifte

Die Spielleitung stellt Fragen. Die Gruppen notieren ihre Antworten – nach kurzer Absprache – auf ihrem Blatt Papier. Die Gruppe mit den meisten richtigen Antworten hat gewonnen.

Fragen

  • Kann man Schokoküsse unbeschadet mit dem Flugzeug transportieren?
    (Dass dieses Schaumgebäck wirklich sehr sensibel ist lässt sich auch daran sehen, dass man sie nicht mit dem Flugzeug transportieren könnte, da sie durch den niedrigen Luftdruck explodieren würden.)
  • Welche Gruppe schätzt am besten? Mehr als 1 Milliarde Schaumküsse werden im Jahr von den Deutschen verspeist. Ungefähr wie viel davon isst jedes Kind?
    (ungefähr 100 Stück)
  • Warum sind Schokoküsse nicht ganz so kalorienhaltig wie man vielleicht vermuten würde? (Das liegt daran, dass sie zu einem großen Teil aus Luft sind und der größte Anteil des Zuckers Traubenzucker ist)

Schokokuss-Fütterung

Material: Schokoküsse, evtl. Servietten oder Kleinkinderlätzchen, Augenbinden

Pro Gruppe treten zwei Spieler an. Jeweils eine Person bekommt einen Latz umgebunden und verschränkt die Arme auf dem Rücken (Sehender), die andere bekommt die Augen verbunden (Blinder). Nach dem Startsignal muss der Sehende dem Blinden erklären, wo sich der Schokokuss auf dem Tisch befindet. Hat der Blinde den Schokokuss in der Hand, muss er den Sehenden füt-tern. Der Sehende darf dem Blinden nur mit Worten helfen, nicht die Hände benutzen – dies wird zunehmend schwieriger, je voller der Mund ist. Gewonnen hat die Gruppe, deren Sehender zuerst den Schokokuss verspeist hat – allerdings sollte dabei nicht die Hälfte auf dem Latz oder auf dem Boden gelandet sein.

Hinweis: Auch dieses Spiel ist nett zum Mitfilmen geeignet.

Dreibeinrennen

Material: Tücher, Schokoküsse

Pro Gruppe treten zwei Jugendliche an. Sie stellen sich nebeneinander. Mit einem Tuch wird das rechte Bein der einen Person mit dem linken Bein der anderen Person zusammengebunden
(nicht zu fest!). Beide bekommen einen Pappteller mit einem Schokokuss in die Hand. Je nach
vorhandenem Platz durchlaufen alle drei Paare gleichzeitig einen Parcours oder eben nach-einander. Welches ist das schnellste Paar? Fällt ein Schokokuss hinunter, muss das Paar drei Strafsekunden stehen bleiben, kann dann den Schokokuss wieder aufnehmen und weiter
geht´s.

Schokokuss-Schnappen

Material: präparierte „gelochte“ und aufgefädelte Schokoküsse, Schnur

Zuvor sollten einige Schokoküsse folgendermaßen präpariert sein: mit einem Schaschlikspieß werden die Schokoküsse oberhalb der Waffel durchbohrt und dann auf einer dünnen Schnur aufgefädelt. Nun wird die Schnur gespannt und im Raum aufgehängt. Pro Gruppe tritt ein Spieler an und versucht nach dem Startpfiff den Schokokuss ohne Zuhilfenahme der Hände zu essen.
Entscheidend ist hier natürlich auch die Höhe der Schnur. Wer ist und isst am schnellsten?

Schokokuss-Experiment

Material: siehe Versuchsaufbau

Man kann dieses Experiment entweder selber aufbauen und durchführen oder zur Not nur er-zählen. In jedem Fall kann vorher das Experiment kurz beschrieben werden, und jede Gruppe gibt einen Tipp ab, wie es wohl ausgehen wird. Bei richtigen Antworten gibt es wieder Punkte. Außerdem können noch Sonderpunkte ergattert werden bei besonders korrekter Versuchsdurch- führung.

Versuchsbeschreibung

Aufgeblähter Schokokuss

Die in einem Schokokuss eingeschlossene Luft dehnt sich bei Abnahme des äußeren Drucks aus.
Material: Glas mit dicht verschließbarem Plastikdeckel, z.B. ein Marmeladeglas, Schokokuss, Glasröhrchen (Durchmesser: ca. 3 mm; Länge: ca. 20 cm), Gummistopfen mit Loch für das Glasröhrchen, Alleskleber, evtl. Wasserstrahlpumpe und Gummischlauch, evtl. Nagel und Bunsenbrenner

Aufbau und Durchführung
(Hinweis: Auf der CD Freihandversuche von H. Hilscher gibt es dazu ein Video)

In die Mitte eines Plastikdeckels eines Marmeladeglases schmilzt man mit einem heißen Nagel ein rundes Loch für einen Gummistopfen. Der Gummistopfen soll das Glas (mit Ausnahme des Lochs im Gummistopfen) luftdicht verschließen. In den Stopfen steckt man ein Glasröhrchen, das nicht in das Glas ragen sollte (siehe Abbildung). Den Stopfen klebt man in das Loch im Plastikdeckel. Der Schokokuss wird in das Glas gestellt. Dieses wird verschlossen, und man saugt an dem Glasröhrchen mit dem Mund Luft an. Um Luft holen zu können, muss man das Röhrchen ab und zu mit der Zunge verschließen. Der Schokokuss bläht sich auf. Hat man eine Wasserstrahlpumpe zur Hand, so kann man diese mit einem Gummischlauch an das Glasröhrchen im Deckel  anschließen.

Erklärung

Durch das Saugen erreicht man im Glasgefäß einen Unterdruck im Vergleich zu dem Luftdruck, unter dem die Luft im Eiweißschaum des Schokokusses eingeschlossen wurde. Diese in einem Eiweißschaumbläschen eingeschlossene Luft dehnt sich aufgrund des Druckunterschiedes aus und der Druck im Bläschen sinkt infolge der Volumenzunahme. Aus der Elastizität eines Bläschens resultiert ein (relativ gesehen kleiner) Druck auf das Bläschen, der der Vol-umenausdehnung entgegengerichtet ist. Die Volumenänderung in einem einzigen Bläschen ist gering, alle Bläschen zusammengenommen ergeben eine merkliche Volumenzunahme des Schokokusses. Ist die maximale Volumenzunahme eines Bläschens erreicht, bricht aufgrund der Druckdifferenz zwischen Luft außerhalb und innerhalb des Bläschens die Bläschenwand. Da die Molekülbindungen des Eiweißes relativ leicht aufbrechen, reicht eine Unterdruck erzeugende Wasserstrahlpumpe aus, um den Schokokuss platzen zu lassen.

Literatur: Hilscher, H.: Universität Augsburg, Institut für Didaktik der Physik, CD-ROM Freihandexperimente; Bublath, J.: Das neue Knoff-Hoff Buch, Wilhelm Heyne Verlag, München 1989

Schokokuss erwürfeln

Material: Würfel, Schokoküsse, Zahnstocher

Ein Schokokuss wird in die Tischmitte gelegt und mit vielen Zahnstochern sternförmig ein-gerahmt. Nun fängt die erste Person an zu würfeln (je nach Gesamtgruppengröße können auch nur 2 Personen pro Kleingruppe mitmachen). Man darf so viele Zahnstocher vom Stern weg- nehmen, wie Augen gewürfelt wurden. Wird eine „6“ gewürfelt, müssen alle so schnell wie möglich versuchen, sich den Schokokuss in der Mitte  zu  ergattern.  Der  Schokokuss wird dann durch einen neuen ersetzt. Am Ende bekommt die Person den Schokokuss, die ganz genau die Zahl der übrig gebliebenen Zahnstocher erwürfelt.

Variation: Bei einer gewürfelten „6“ tritt eine zusätzliche Person pro Gruppe in Aktion, die dann schnell 1 x bis vor die Haustüre und zurück oder das Treppenhaus hoch und wieder runter, etc. rennen muss. Der oder die Schnellste ergattert dann den Schokokuss.

Schokokuss-Allgemeinbildung Teil 3

Material: Kopien des untenstehenden Textes, Stifte, Papier

Spielverlauf wie bei Schokokuss-Allgemeinbildung Teil 1

Fragen zur Schokokuss-Allgemeinbildung Teil 3:
  • Wie viele Hersteller von Schokoküssen gibt es bundesweit?
    (über 70)
  • Wie lautet die ursprüngliche fran- zösische Bezeichnung für den Schokokuss?
    (“tête de nègre”)
  • Was war der Unterschied von den westdeutschen Schokoküssen zu denen der damaligen DDR? Und welchen Konflikt gab es nach der Wiedervereinigung?
    (Unterschied: die in Grabow hergestellten Ostküsse hatten einen Zipfel. Konflikt: Nach der Wende versuchte die Firma auch ihre Grabower Küss- chen im westdeutschen Format (ohne Zipfel) herzustellen, worauf- hin es Protestbriefe von den ost- deutschen Käufern hagelte. Man wollte den Zipfel wieder. Der Firma blieb keine andere Wahl. Die Schokoküsse werden seitdem wieder mit Zipfel produziert.)
  • Wie viele Firmen in Deutschland produzieren auch zuckerfreie Schokoküsse?
    (nur eine)
  • Wie lange dauert die Herstellung eines Schokokusses?
    (20 Minuten)
  • Woher kommt der „Kuss“ beim Schokokuss?
    (Die Zucker-Ei-Masse wurde bei den ersten Schokoküssen getrocknet und entsprach somit einem Baiser. Baiser heißt aber im Französischen nichts anderes als “küssen”. Daher die Ableitung zum Schoko-KUSS.)
  • Bei der Herstellung der Schokoküsse ist die Temperatur der Schokolade von besonderer Be-deutung. Was passiert, wenn sie nicht richtig eingestellt ist?
    (der Überzug glänzt nicht optimal oder ist zu dick)

Liegestützen-Schokokuss- Essen

Material: Schokoküsse, Teller

Pro Gruppe legt sich ein Spieler auf den Boden. Vor ihm liegt ein Schokokuss auf einem flachen Teller. Auf das Startsignal hin gehen die Spieler in Liegestützenstellung und dürfen nur immer dann wieder einen neuen Bissen von dem vor ihnen liegenden Schokokuss nehmen, wenn sie mit ihrer Liegestütze zu Boden gehen. Wer hat zuerst den Schokokuss ganz gegessen?

Schokokuss-Schleuder

Material: Schokoküsse, Schokokussschleuder

Viele CVJM’s oder auch andere Vereine, Schulen… besitzen eine Schokokuss-Schleuder, die man ausleihen kann. Der Schokokuss wird auf die Schleuder gesetzt und abgeschossen. Die Jug-endlichen versuchen nun mit der Hand oder sogar dem Mund den fliegenden (Mini-) Schokokuss zu fangen. Mit dem Mund fangen gibt zwei Punkte, mit der Hand einen Punkt. Welche GRuppe schafft die meisten Punkte?

Alternativ kann an dieser Stelle oder beim nächsten Mal auch selbst eine Schokokussschleuder- /Katapult gebaut werden. Im Internet sind viele Bauanleitungen zu finden.

Auswertungsrunde

Der Mitarbeiter zählt die Punkte zusammen und ermittelt den 1., 2. und 3. Platz. Als ersten Preis könnte es für alle einer Gruppe einen besonderen Schokokuss geben (z.B. zur Auswahl Kokos- oder mandelüberzogene Schokoküsse…), die Zweitplatzierten bekommen einen normalen Schokokuss und die Drittplatzierten einen präparierten Schokokuss: zuvor wurde der Waffelbo- den vorsichtig abgenommen, ein bisschen Schaummasse in der Mitte entnommen und ein wenig Senf eingefüllt, dann den Waffelboden wieder fest andrücken.

Als Variante könnte den Erstplatzierten jetzt aber auch etwas Deftiges schmecken und vielleicht kommt als Siegerpreis ja ein liebevoll belegtes Brötchen noch besser an.

Schokokuss ins Gesicht klatschen

Material: Schokoküsse

Bei diesem Abschlussspiel scheiden sich die Gemüter. Wer es nicht als Missbrauch von Lebens- mitteln sieht, hat bestimmt viel Freude an diesem Spiel. Wem es wichtig ist gewisse Werte zu vermitteln, sollte besser darauf verzichten. Jeder Spieler der Gewinnermannschaft nimmt sich einen Schokokuss und kann entscheiden: Esse ich ihn selber oder drücke ihn jemanden einer anderen Mannschaft ins Gesicht (man sollte natürlich darauf achten, dass nicht einer alle ab-bekommt oder eine Mannschaft keinen).

Kurzbeschreibung

In zehn Stationen geht es um die Welt. Beliebig können die Stationen in Gruppen gemacht werden, die gegeneinander spielen oder als eine große Gruppe. Welche Gruppe schafft es, in 80 Tagen die Länder bzw. Kontinente zu bereisen?

Kreative Variante: Die Länder werden bereist; in jedem Land wird ein „Selfie“ als Beweis gemacht. Die kreativsten Selfies gewinnen. Am besten ist es, wenn es noch Verkleidung zu den Ländern gibt.

Hilfreich: Falls ihr eine Weltkarte habt, könnt ihr den Kindern zeigen, wo sie sich gerade befinden.

Europa

Am Anfang gilt es, sich zuerst über Europa einen Überblick zu verschaffen, welche Hauptstädte zu welchen Ländern gehören. Die Länder werden einzeln auf einen Zettel geschrieben und an die Wand gehängt. Ein Stuhl pro Gruppe steht vor dieser Wand mit dem Rücken zu den anderen Kindern. Einer aus der Gruppe sitzt auf dem Stuhl, bekommt eine Stadt genannt und überlegt, zu welchem Land diese Stadt gehört und berührt den entsprechenden Zettel. Ist die Antwort richtig, kommt das nächste Kind dran. Jedes Kind antwortet ohne Hilfe der Anderen.

Für jüngere Kinder können Hauptstädte genannt werden, bei Älteren auch andere Städte, um das Spiel etwas zu erschweren.

Italien

Italien ist das Land der Pasta, Pizzen, Weine und Städte mit klangvollen Namen. Es gibt vier Ecken. Eine Ecke steht für Pasta, eine für Pizza, eine für Weine und eine für Städte. Nun laufen alle durcheinander, bis der Mitarbeitende einen Begriff ruft. Dann rennen die Kinder in die jeweilige Ecke. Das Kind, das als letztes in der richtigen Ecke ist, scheidet aus.

Mögliche Begriffe:

Pasta: Bolognese, Fussili, Tortellini, Tagliatelle, Cannelloni

Pizza: Funghi, Calzone, Salami, Proscuitto, Margherita

Weine: Lambrusco, Chianti, Pinot Nero, Montepulciano

Städte: Pisa, Florenz, Livorno, Canobio, Lugano, Siena

Afrika

Bei einer Safari in Afrika kann man viele Tiere sehen. Aufgabe ist es, möglichst schön oder möglichst schnell bestimmte Tiere (z. B. Löwe, Giraffe, Elefant, Nashorn etc.) aus Zeitungspapier zu reißen. Bei „schön“ gewinnt das Tier, das am besten zu erkennen ist. Bei „schnell“ werten die anderen Gruppenmitglieder, welches Tier das sein soll. Entweder reißen alle oder nur Einzelne aus der Gruppe.

Asien

Typisch für Asien ist das Essen mit Stäbchen. Wir transportieren Reiskörner mit Stäbchen. Welche Gruppe schafft am meisten in einer Minute? Beim Spiel in einer Gruppe wird eine bestimmte Zeit und Menge festgelegt.

Variante: Man kann mit Stäbchen auch Frisuren gestalten.

Australien

Im australischen Outback ist es nachts dunkel. Da findet man nur etwas mit Hilfe von Licht. Zwei sind blind und haben jeweils eine Person, die ihr „Licht“ ist. Beide haben die Aufgabe, gleichzeitig Bonbons zu suchen. Das „Licht“ muss die Person dirigieren. Wer findet die meisten Bonbons innerhalb einer Minute?

Südpol

Eisschollen treiben am Südpol umher. Als Eisscholle dient eine Zeitung. Mit dieser Eisscholle muss man sich nun fortbewegen (auf glattem Boden kann man gut rutschen, auf rauem Boden muss man hüpfen). Innerhalb einer bestimmten Zeit muss man sich eine bestimmte Strecke vorwärts bewegen. Dies kann man auch als Staffellauf machen.

Südamerika

In Südamerika lebten einst viele verschiedene große Völker wie die Azteken, Inkas und Mayas. Noch heute kann man dort große Tempelanlagen und Pyramiden besuchen. Aufgabe ist es, mit verschiedenen Materialien (Klorollen, Klebeband, Strohhalmen, Papier, Korken, Eierschachteln usw.) innerhalb von 7-10 Minuten einen schönen Tempel bzw. eine Pyramide zu bauen.

Nordamerika

Fastfood kommt ursprünglich aus den USA. Das heißt übersetzt „schnelles Essen“ und auch jetzt soll etwas schnell gegessen werden: Schokoküsse ohne Hände.

England

Was man den Engländern nachsagt, ist, dass sie einen eigenen Humor haben. Deswegen spielen wir eine Runde „Speed-Laughing“. Zwei Gruppen stehen sich gegenüber und zwar so, dass jeder ein direktes Gegenüber hat. Jetzt hat jeder eine Minute Zeit, sein Gegenüber zum Lachen zu bringen (durch Witze erzählen, Grimassen schneiden oder Sonstiges). Wer nicht lacht, bekommt einen Punkt. Danach rutscht eine Gruppe so weiter, dass man ein neues Gegenüber bekommt und es gibt eine weitere Runde. Welche Gruppe hat am Ende die meisten Punkte?

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