Mit ohne

Irgendwie hat sich das schon lange geplante Thema für die neue KON-Ausgabe in diesen Tagen als sehr aktuell entwickelt: Schon viele Monate müssen wir mit ziemlich viel »mit ohne« klarkommen – privat aber auch in der Jugendarbeit.

Mit den Themenartikeln, Stundenentwürfen und Bibelarbeiten möchten wir Impulse geben, dass »mit ohne« nicht nur negativ sein muss. Oft findet sich gerade darin sogar eine Chance, manches wieder wertzuschätzen, Neues zu entdecken und zu erkennen, was wirklich lebensnotwendig ist.

Damit das Frühstücksei zu Ostern auch »passend gekleidet« daher kommt, haben wir hier drei verschiedene Ideen. Von der »Bastlerin mit zwei linken Händen« bis zur Kreativ-Queen finden alle das Richtige: kleben, nähen, häkeln – alles, was das Herz begehrt!

Die Einsteiger-Variante

Was du brauchst:

Vorlage, Filz, Schere, Klebstoff, Wäscheklammern

Was du machst:

Du überträgst die Vorlage auf den doppelt liegenden Stoff, schneidest den Stoff zu und klebst ihn an den Seiten zusammen. Um den Halt zu verstärken, kannst du während des Trocknens die Seiten mit Wäscheklammern zusammenhalten.

Für Fortgeschrittene

Was du brauchst:

Vorlage, Filz, Schere, Nadel, Faden

Was du machst:

Du überträgst die Vorlage auf den doppelt liegenden Stoff, schneidest den Stoff zu und nähst ihn dann entsprechend zusammen. Wichtig ist dabei, dass der Faden immer hinter der Nadel herläuft und du ihn nicht zu stramm ziehst! Auf den Bildern ist das sehr gut zu erkennen.

Für Profis

Was du brauchst:

Wolle, Häkelnadel, Experten vor Ort bzw. Häkel-Anleitung aus dem Netz

Was du machst:

Hier habe ich persönlich am meisten gelernt, ich kann nämlich gar nicht häkeln. Aber ich hatte beim Ausprobieren wirklich viel Spaß und habe sogar ein Ergebnis produziert.

Was ich dir an dieser Stelle empfehlen möchte:

Ladet für die Kreativstunde ein bis zwei Damen in eure Gruppe ein, die bereits viel Häkel-Erfahrung haben. Es ist viel leichter, sich etwas direkt erklären zu lassen, als es alleine über YouTube oder nach schriftlichen Beschreibungen zu lernen. Im Grunde ist es wirklich nicht so schwer, wie es im ersten Moment aussieht.

Und mit einem »Live-Tutorial« vor Ort stärkt ihr nicht nur euer Gruppen-Gefühl, sondern tut gleich noch etwas für den Generationen-Dialog bei euch im CVJM bzw. in der Gemeinde.

Andachtsidee

Gott behütet uns – so steht es in der Bibel, z. B. in Psalm 121. Er schläft nicht, sondern passt auf uns auf. Manchmal ist es für uns deutlich zu merken und vielleicht sogar auch zu sehen und manchmal bemerken wir es überhaupt gar nicht. Das ändert aber nichts daran, dass er da ist und dass er immer da sein wird – bis in alle Ewigkeit.

Dabei geht es nicht immer nur alleine um eine »körperliche Unversehrtheit«, sondern vor allem auch darum, dass Gott unsere Seele, also unser Innerstes, schützen möchte. Denn das, was unsere »innere Welt« stark macht (z. B. das Wissen geliebt zu sein, in Gott Hoffnung zu finden …), hilft uns auch dabei, gegen alles zu bestehen, was von außen (Umfeld, Freunde, Schule …) an Schwerem auf uns zukommt.

Es ist ein Kommen und Gehen in unserer Gruppenarbeit. Wie gehen wir damit um? In den Hintergrund-/Grundsatzartikeln wird das Thema »Verbindlichkeit« genauso angesprochen wie eine wertschätzende Begrüßungs- und Verabschiedungs-Kultur für TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen. Ihr findet zu »Kommen und Gehen« viele hilfreiche Anregungen und Ideen, auch für den Restart nach der Coronazeit. Dazu gibt es zu unserer neuen Themenreihe Bibelarbeiten und Stundenentwürfe für eure Gruppe, die auch online durchgeführt werden können: vom »Flügge werden«, »Unterwegsseine in Gottes Schutz«, »in sich gehen und zur Ruhe kommen« , der Heimat im Himmel, einem Filmabend und vieles mehr.

Die Jugendarbeit lebt von der Veränderung – immer wieder kommen neue Mädchen in unsere Gruppen und Kreise, und ältere Jugendliche wachsen aus unseren Angeboten heraus. Sie werden vielleicht selbst Teamerin und unterstützen unsere Arbeit so weiter. Oder sie suchen sich etwas Neues, weil sie die Jugendarbeit vielleicht zu Gunsten von Ausbildung und Studium verlassen müssen. Jugendarbeit ist ein ständiges Kommen und Gehen.

Uns liegt daran, den Teilnehmerinnen und Teamerinnen ihre Zeit bei uns in der Jugendarbeit, wie lange sie auch sein mag, schön zu gestalten und ihnen wertschätzend zu begegnen. Sie sollen sich bei uns immer wohl und willkommen fühlen. Deswegen ist es so wichtig, das Kommen und Gehen als Gruppenleiterin bewusst zu gestalten. Dafür gibt es unzählige Möglichkeiten und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

In diesem Artikel werden einige unterschiedliche Möglichkeiten vorgestellt, Teilnehmerinnen und Teamerinnen willkommen zu heißen oder sie gebührend zu verabschieden. Such dir das heraus, was für dich und deine Gruppe am besten passt. Denk die Ideen gerne weiter und passe sie für euch und eure Gegebenheiten an – oder probiere mehreres aus. Du könntest zum Beispiel jedes Jahr nach den Sommerferien eine andere Willkommens-Aktion für neue Mädchen machen und jedes Jahr vor den Sommerferien vielleicht eine Abschiedsparty für Mädchen und Teamerinnen, die euch verlassen werden.

Willkommensparty

Wenn neue Mädchen in die Gruppen kommen, ist das doch immer ein Grund zum Feiern, oder?

Eine Willkommens-Party für alle, die neu zu euch stoßen, kann eine tolle Aktion sein, die ihr auch in jedem Jahr wiederholen könnt, wenn ihr mögt.

Zu einer guten Party gehört natürlich gute Musik. Vielleicht gibt es ein paar eurer Teilnehmerinnen, die sich darum kümmern können: eine Playlist mit den Songs erstellen, die die Mädchen gerade gerne hören und eine Box mitbringen, falls ihr keine in eurem Jugendraum habt.

Wichtig für eine gute Party ist natürlich auch die Deko. Ihr könnt euren Raum (auch gemeinsam mit den Mädchen) für die Party schmücken: mit Luftballons, Luftschlangen, Girlanden, … Lasst eurer Kreativität freien Lauf!

Außerdem lebt eine tolle Party von ihrer Stimmung. Gerade wenn einige Mädchen das erste Mal dabei sind und eure Gruppe noch nicht kennen, entsteht die wahrscheinlich nicht von allein. Deswegen kann es sehr hilfreich sein, wenn ihr euch als Teamerinnen und Gruppenleitung vorher ein kleines Rahmenprogramm für euren Party-Abend überlegt.

Begrüßt doch am Anfang des Abend alle Mädchen, die zum ersten Mal bei euch sind und macht dabei auch eine Vorstellungsrunde, damit die Mädchen sich gegenseitig ein wenig kennenlernen können. Vielleicht fällt euch ja auch eine lustige Kategorie ein, mit der die Mädchen sich vorstellen können, damit nicht jede einfach nur ihren Namen sagt. Zum Beispiel könnten die Mädchen zusätzlich erzählen, was ihre Hobbys sind oder wie lange sie schon in der Gruppe dabei sind, was ihre schönste Erinnerung an oder mit eurer Gruppe ist oder was ihr Lieblings-Partyspiel ist. Je nachdem wie viele ihr seid, können auch Namensschilder für diesen Abend sinnvoll sein.

Snacks und Getränke

Ein paar leckere Snack und Getränke sollte es auch geben – klar! Vielleicht Popcorn, Chips, Kekse und Limonade? Oder möchtet ihr lieber Eistee oder alkoholfreie Cocktails? Und dazu vielleicht ein kleines kaltes Buffet mit Pizzabrötchen?

Pizzabrötchen sind schnell gemacht, ihr braucht dafür:

  • Brötchen
  • Pizzakäse (also geraspelt)
  • Salz, Pfeffer & Oregano
  • Schmand
  • Und je nach Geschmack:
  • Kochschinken oder
  • Salami oder
  • Pilze oder
  • Thunfisch
  • Evtl. rote Zwiebeln

Zuerst schneidet ihr Pilze, Schinken, Salami und Zwiebeln klein und gebt alles in eine Schüssel. Dazu kommen Schmand und Käse. Gut verrühren und würzen.

Dann schneidet ihr die Brötchen auf, bestreicht sie mit der Masse und legt sie auf ein Backblech. Im Backofen brauchen eure Pizzabrötchen ca. 10–15 Minuten bei 200 Grad. Pizzabrötchen schmecken auch vegetarisch lecker. Ihr könnt Schinken und Salami weglassen und dafür z. B. Tomate dazu nehmen.

Auch Hot-Dogs oder Burger können super Party-Snacks sein. Wenn ihr die machen wollt, könnt ihr alle Zutaten besorgen und auf Tischen bereitstellen. Dann können sich die Mädchen auf der Party selbst bedienen, und jede kann sich ihren HotDog oder ihren Burger so belegen, wie sie ihn gerne isst. Hot-Dogs und Burger lassen sich übrigens auch vegetarisch machen, es gibt mittlerweile ja viele gute und leckere Alternativen zu Fleisch. Ihr wisst ja selbst am besten, was ihr und eure Mädchen mögen und ob ihr Vegetarierinnen in eurer Gruppe habt.

Alkoholfreie Cocktails gibt es viele. Sehr einfach und trotzdem extrem lecker ist natürlich der KiBa. Dafür braucht ihr nur Kirsch- und Bananensaft. Gießt den Bananensaft am besten zuerst ins Glas und nehmt etwas weniger Kirsch- als Bananensaft.

Auch einfach zu mixen ist der Ipanema. Dafür benötigt ihr Rohrzucker, Limetten, Maracuja-Nektar und Ginger Ale, also Ingwer Limonade (und Crushed Ice ist bei Cocktails ja sowieso immer gut). Schneidet die Limette in Viertel und gebt sie zusammen mit 2 Teelöffeln Zucker ins Glas. Mit einem Löffel oder noch besser mit einem Stößel drückt ihr dann die Limette kräftig aus. Anschließend 2 cl Maracuja-Nektar und Crushed Ice dazu geben und mit Ginger Ale auffüllen.

Als Ersatz für Plastik-Strohalme könnt ihr z. B. lange Makkaroni verwenden. Ihr könnt eure Gläser mit Zuckerrand gestalten, wenn ihr mögt. Das macht optisch nochmal was her. Weitere Rezepte für alkoholfreie Cocktails findet ihr leicht, im Internet.

Partyspiele

Plant für eure Party verschiedene Aktionen, verschiedene Spiele, die ihr im Laufe des Abends zusammen durchführt. Dazwischen kann es auch immer wieder Phasen ohne Programm geben, in denen die Mädchen in Ruhe essen und miteinander ins Gespräch kommen oder zur Musik tanzen können.

Wählt bei den Partyspielen, die ihr plant, gut aus, welche für euch und eure Mädchen am besten passen. Welche Spielen machen euch wohl am meisten Spaß?

Stopptanzen

Alle tanzen und bewegen sich durch den Raum. Wenn die Musik stoppt, müssen alle sofort in ihrer Bewegung verharren. Wer sich bewegt, scheidet aus.

Zeitungstanzen

Jedes Mädchen (evtl. auch immer 2 Mädchen gemeinsam) bekommt eine Zeitungsseite, auf der es tanzt. Jedes Mal, wenn die Musik stoppt, muss die Zeitungsseite einmal in der Mitte gefaltet werden, sodass sie immer kleiner wird. Wer beim Tanzen den Boden und nicht mehr seine Zeitung berührt, scheidet aus.

Schokokuss-Wettessen

Alle Mädchen (oder Freiwillige) bekommen jeweils einen Schokokuss auf einem Teller. Den müssen sie möglichst schnell komplett aufessen, jedoch ohne dabei ihre Hände zu benutzen.

Süßigkeiten-Kette

Hängt Süßigkeiten an ein Band und spannt das Band durch den Raum. Jedes Mädchen darf nun versuchen sich mit dem Mund eine Süßigkeit von der Kette zu schnappen.

Süßigkeiten schnappen

Hängt ein Band durch euren Raum so auf, dass die Mädchen auf der einen Seite des Bandes stehen und unter ihm durch auf die andere Seite gehen können. Jedes Mädchen bekommt dann ein paar Gummibärchen oder ähnliches und darf versuchen, diese auf die andere Seite des Bandes hochzuwerfen und dort mit dem Mund wieder aufzufangen.

Limbo

Ein ganz beliebtes Partyspiel zur Musik ist Limbo. Haltet einen Besen oder einen langen Stock mit 2 Teamerinnen hoch. Die Mädchen versuchen dann der Reihe nach zur Musik unter dem Stock hindurch zu tanzen ohne den Stock dabei zu berühren und ohne sich nach vorn zu lehnen.

Luftballon-Lose

Für dieses Spiel bereitet ihr Luftballons für alle Mädchen (und am besten auch für alle Teamerinnen vor). In jeden Luftballon steckt ihr einen kleinen Zettel, auf dem eine nette Aufgabe notiert ist. Diese Aufgaben können z.B. sein:

  • Bringe einem Mädchen etwas zu trinken/mixe ihr einen leckeren Cocktail
  • Sage einem Mädchen ein Lob.

Es geht darum, dass die Mädchen über diese Aktionen noch einmal auf eine schöne Art und Weise miteinander ins Gespräch kommen.

Bestimmt kennt ihr noch weitere Spiele, die sich super für so einen Abend eignen. Ziel ist es einfach, miteinander in Kontakt zu kommen und gemeinsam Spaß zu haben.

Abschiedsparty

Natürlich könnt ihr auch eine Abschiedsparty feiern, wenn euch Mädchen oder Teamerinnen verlassen werden. Neben all den bereits genannten Party-Ideen ist es bei einer Abschiedsparty schön, auch ein paar etwas ruhigere Momente zu schaffen.

Ihr könnt zum Beispiel, vielleicht gegen Ende des Abends, die Musik mal ausstellen oder leise drehen und eine Runde machen, in der ihr euch erzählt, was eure schönsten Erinnerungen sind, die ihr gemeinsam teilt.

Außerdem könnt ihr diejenigen, die das letzte Mal bei euch sein können, noch einmal besonders wertschätzen, in dem ihr ihnen eine Honigdusche gönnt. Das heißt, ihr legt für jedes Mädchen ein Blatt Papier aus, auf dem ihr Name steht. Darauf dürfen dann im Laufe des Abends alle anderen Mädchen Lob, schöne Erinnerungen, Dank, Komplimente usw. schreiben. Am Ende des Abends verleiht ihr diese Blätter feierlich. Diese Aktion geht auch mündlich: Ein Mädchen setzt sich in eure Mitte und alle anderen Mädchen sagen ihr schöne Dinge.

Die Honigdusche könnt ihr natürlich auch als schönes Verabschiedungsritual einführen ohne eine Abschiedsparty zu feiern.

Gottesdienst für Teamerinnen

Besonders wenn ihr Teamerinnen begrüßen oder verabschieden möchtet, eignet sich natürlich auch ein Gottesdienst. Den könnt ihr mit euren Mädchen gemeinsam mit Pastorin oder Pastor gestalten und dort dann euren Teamerinnen für ihren Einsatz danken und sie segnen. Das ist gut in einem Gottesdienst am Sonntagmorgen möglich, denn dann bekommt auch die Gemeinde mit, dass ihr tolle Teamerinnen habt. Ihr könnt natürlich auch einen eigenen Jugendgottesdienst zu einer anderen Zeit planen.

Geschenke

Geschenke zur Begrüßung und zum Abschied sind auch immer eine gute Idee.

Teilnehmerinnen könnt ihr zur Begrüßung neben einem tollen ersten Abend auch etwas schenken, das für euch und eure Gruppe steht. Vielleicht habt ihr ein Gruppenlogo, das ihr den Mädchen in einem schönen Bilderrahmen schenken könnt – als Zeichen, dass ihr euch freut, dass sie jetzt zu euch gehören.

Oder ihr bastelt mit eurer Gruppe Begrüßungskarten für alle Neuen und überreicht diese am ersten Abend.

Wenn im Laufe des Jahres immer wieder neue Mädchen zu eurer Gruppe dazu stoßen, könnt ihr überlegen, ob ihr immer einen Vorrat kleiner Geschenke habt, die ihr direkt überreichen könnt, wenn jemand neu dazu kommt.

Zum Abschied ist es schön, mit der Gruppe gemeinsam Geschenke zu gestalten. So könnt ihr für alle Mädchen, die eure Gruppe verlassen, Bücher vorbereiten, in die alle anderen Mädchen nochmal eine persönliche Grußbotschaft oder Erinnerungen an die gemeinsame Zeit hineinschreiben.

Besonders für Teamerinnen eignen sich T-Shirts oder Pullis eurer Gemeinde/eurer Jugendarbeit gut als Willkommensgeschenk, damit sie sich gleich zugehörig fühlen.

Wenn ihr eure Teamerinnen in einem Gottesdienst einführt, freuen sie sich sicher auch über eine Segenskarte. Gibt es zum Beispiel bei Marburger Medien.

Zum Abschied könnt ihr Teamerinnen gut Andenken schenken: eine Foto-Collage mit den besten Bildern aus euren Gruppenstunden oder ein T-Shirt, das ihr selbst bemalt und auf dem alle Mädchen unterschrieben haben.

Besondere Abende

Eine andere Idee ist, dass ihr ein bis zwei mal im Jahr ganz besondere Abende für alle Neuen und alle, die euch verlassen, gestaltet. Überlegt euch ein tolles Programm, das auch viel Aufwand machen darf. Wie wär‘s mit einem Casinoabend mit vielen verschiedenen Spielen, bei denen man seine Einsätze (vielleicht kleine Bonbons) setzen kann und mit einer Cocktailbar …?

Oder ein Escape Room in eurer Kirche, den ihr als Gruppe gemeinsam spielt?

Eine Vorlage für einen Escape Room findet ihr auch hier bei Jugendarbeit.online:

https://www.jugendarbeit.online/dpf_einheit/escaperoom-ein-spannender-ausbruchsabend/

Dem Kommen und Gehen in der Jugendarbeit bewusst Raum und Zeit zu geben, ist sinnvoll, um den Mädchen Wertschätzung zu geben und ihnen das Ankommen und auch das Verabschieden zu erleichtern. Einige Ideen für Aktionen habt ihr in diesem Artikel gelesen. Lasst euch davon nicht einschränken, es gibt so viele Möglichkeiten. Sucht euch das aus, was für euch am besten passt.

Wir alle sind auf unserem Weg nicht allein. Wir werden begleitet von unseren Eltern, Geschwistern, Freunden und vielleicht noch ganz anderen Menschen, die sich mit uns auf den Weg machen. Wie gut tut das! Eine Freundin zu haben, die für uns da ist, wenn wir Liebeskummer haben … oder mit der wir einfach mal fröhlich shoppen gehen können. Erwachsene zu haben, die wir um Rat fragen können und die uns mit ihrer Lebensweisheit zur Seite stehen, wenn wir mit unserem Latein am Ende sind – oder aber die nächste Lateinklausur ansteht und wir eigentlich noch nie so richtig begriffen haben, was Latein eigentlich ist und wenn ja wie viele.

Wir sind in guter Gesellschaft, denn auch in der Bibel sind Menschen nicht einfach starke Männer und Frauen, die mit Gott allein ihr Ding machen. Mose geht den schweren Weg aus Ägypten zusammen mit seinem Bruder Aaron und seiner Schwester Mirjam. Abraham hat seine Frau Sara und seinen Neffen Lot, um wichtige Entscheidungen zu treffen und die Jünger sind zu zwölft gemeinsam unterwegs.

Aber wie ist das eigentlich mit Jesus? Braucht Jesus einen Wegbegleiter? Ist er nicht als Sohn Gottes einfach so stark und großartig, dass er diese Phase auf der Erde im Alleingang schafft? Na ja, natürlich: Seine Jünger sind mit ihm unterwegs, allerdings nennen wir sie ja nicht umsonst Nachfolger. Doch da gibt es einen, der für Jesus eine große Bedeutung hat. Er ist – wie so oft in guten Freundschaften – in ziemlich vielen Dingen das Gegenteil von Jesus. Ihr habt gewiss schon von ihm gehört: Johannes der Täufer ist ein enger Wegbegleiter Jesu. Auch wenn beide nicht immer gemeinsam unterwegs waren, waren sie eng verbunden. In dieser Gruppenstunde schauen wir uns diesen Johannes mal genauer an und beschäftigen uns mit unseren Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern.

Einstieg:

Einiges über Johannes ist vielleicht schon bekannt, andere Dinge wissen die Mädchen eher nicht. Deshalb gibt es zum Einstieg ein kleines Johannes-Quiz. Die Mädchen werden in Gruppen zu 3–4 Personen aufgeteilt. Die Fragen werden reihum gestellt. Jede Gruppe hat Nummern von 1 bis 4 in je einer Farbe. Wenn die Frage vorgelesen wurde, berät sich jede Gruppe und bringt dann die Zahl nach vorn. Für jede beantwortete Frage gibt es entweder einfach einen Punkt oder, wenn ihr es schon thematisch angehen wollt, eine Schippe Sand in einen Eimer.

Anmoderation: Heute geht es um Johannes, den Täufer. Vielleicht habt ihr schon mal von ihm gehört – er hat zu Zeiten Jesu gelebt und immer wieder zu Buße und Umkehr aufgerufen. Außerdem kommt sein Name wohl auch daher, dass er Jesus getauft hat. Mal sehen, was ihr schon über ihn wisst.

Quiz

Woher kennen sich Jesus und Johannes?
  1. Aus der Schule
  2. Sie sind sich beim Fischen begegnet und Jesus hat Johannes berufen
  3. Sie sind sich schon als Babys in den Bäuchen ihrer Mütter begegnet*
  4. Johannes hat Jesus das Leben gerettet, als der auf einen hohen Berg geklettert ist und fast abgestürzt wäre

* Maria, die Mutter von Jesus, wurde kurz nach ihrer Cousine Elisabeth schwanger. Maria war sehr jung und wurde von der Schwangerschaft überrascht, Elisabeth war schon sehr alt und hatte ihr Leben lang darauf gehofft, schwanger zu werden. Als Maria erfährt, dass sie mit Jesus schwanger ist, geht sie für mehrere Monate zu Elisabeth. In dem Moment, in dem die beiden sich sehen, hüpft Johannes in Elisabeths Bauch (nach Lukas 1).

Was sind die Markenzeichen von Johannes?
  1. Wein, Manna und Wachteln
  2. Kamelhaar, Heuschrecken und Honig*
  3. Fische, Brot und Muscheln
  4. Pommes, Currywurst und Mayo

*Johannes trug ein aus Kamelhaar gewebtes Gewand, das von einem Ledergürtel zusammengehalten wurde. Er ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig. (Markus 1,6)

Welchen Beruf hatte Johannes’ Vater?
  1. Kameltreiber
  2. Priester*
  3. Zimmermann
  4. Fischer

*Lukas 1,5ff

Wo wohnte Johannes?
  1. In der Wüste*
  2. In einer kleinen Hütte am See Genezareth
  3. Neben dem Tempel
  4. Das steht nicht in der Bibel

*Lukas 3,2

Was war seine wichtigste Botschaft?
  1. Jesus ist Gottes Sohn
  2. Heuschrecken für alle
  3. Kehrt um zu Gott*
  4. Seid fruchtbar und mehret euch

*Lukas 3,3

Wie starb Johannes, der Täufer?
  1. Er ertrank auf tragische und ungeklärte Weise im Jordan
  2. Er wurde gekreuzigt
  3. Er wurde sehr alt und dann war seine Zeit gekommen
  4. Er wurde geköpft*

*Johannes wurde verhaftet, weil er angeprangert hatte, dass Herodes seinem Halbbruder die Frau ausgespannt hatte. Herodias, die Frau, um die es hier geht, war so sauer auf Johannes, dass sie Johannes unbedingt tot sehen wollte. Eine unglaubliche Geschichte, die jedenfalls damit endet, dass Johannes durch eine ziemlich miese Manipulationsnummer geköpft wurde. Nachzulesen in Markus 6,14–29.

Input:

Diese Schlaglichter aus dem Quiz zeigen schon: Johannes ist ein ziemlich harter Kerl! Als Sohn eines Priesters begleitet ihn schon sein Leben lang die Prophetie (Voraussage), dass er dem Herrn, also Jesus, den Weg bereitet. Und das tut er! Als Erwachsener zieht er sich in die Wüste zurück. Vor meinem inneren Auge entsteht dabei immer das Bild von einem »harten Kerl«, der kein Problem mit den extremen Wetterbedingungen in der Wüste hat. Johannes trägt einen zotteligen Kamelhaarmantel, in meiner Vorstellung hat er einen dicken Bart und verfilzte Haare. Dazu erfahren wir, dass er sich von wildem Honig und Heuschrecken ernährt hat und tatsächlich in der Wüste wohnt. Ein Eigenbrötler und ein Einsiedler, der nicht allzu viel Wert auf menschliche Gesellschaft legt.

Und doch: Die Menschen kommen zu ihm mit dem Wunsch, sich von ihm taufen zu lassen. Denn er hat etwas zu sagen, und er kann durch die Taufe diesen Worten Nachdruck verleihen. Er fordert die Menschen auf, ihr Leben zu ändern und umzukehren. »Zeigt durch euer Verhalten, dass ihr euer Leben wirklich ändern wollt!« (Matthäus 3,8) Das ist seine Botschaft. Und die Menschen kommen zu ihm, um neu zu beginnen.

Was hat dieser Wilde im Kamelzottelhaarmantel, dass die Menschen sich auf den Weg in die Wüste zu ihm machen? Dass sie sich nicht gerade die nette »Gott liebt dich«-Predigt anhören, sondern sich auch mal ganz schön krass in ihr Leben reinreden lassen? – Er ist von Gott beauftragt. Nicht er hat sich diesen Wüstentyp-Job ausgesucht, sondern Gott hat ihn schon vor seiner Geburt dazu bestimmt und ihm sogar schon als Baby im Bauch seiner Mutter den Heiligen Geist geschickt. Denn er hat eine wichtige Aufgabe: Er ist der Wegbereiter für Jesus. Und das weiß er auch. Er ist nicht beleidigt, dass er »nur« die Nummer zwei ist. Er versteht, dass er für Jesus vieles in die Wege leitet und das Jesus aber mehr ist, als er je sein kann. So sagt er es auch: »Ich taufe euch mit Wasser. Aber es kommt einer, der ist mächtiger als ich. Ich bin nicht einmal wert, ihm die Riemen seiner Sandalen aufzuschnüren. Er wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen.« (Lukas 3,16) Und er weiß ganz sicher: »Seine Bedeutung wird zunehmen, aber meine wird abnehmen« (Johannes 3,30)

Aber was verbindet Johannes und Jesus? Sie kennen sich ja schon seit »vor der Geburt«. Vielleicht haben sie als Kinder miteinander gespielt? Das ist allerdings reine Spekulation, davon wird nichts berichtet. Jedenfalls haben sie eine tiefe Verbindung, die über eine Verwandtschaft hinausgeht. Sie sind Vertraute. Wieso sonst sollte Jesus von Nazareth einen so weiten Weg in Kauf nehmen? Bevor Jesus anfängt zu predigen, zu heilen und zu helfen, sucht er Johannes in der Wüste und lässt sich von ihm taufen. Johannes ist mehr als ein Wegbereiter. Johannes ist für Jesus auch ein Wegbegleiter. Er ist es, der mitbekommt, wie Jesus zur Taufe den Heiligen Geist empfängt. Johannes steht neben Jesus, als Gottes Stimme aus dem Himmel erklingt mit den Worten: »Das ist mein Sohn, an ihm habe ich Freude.« (Matthäus 3,17)

Vielleicht ist niemand Jesus so »ebenbürtig« wie Johannes. Jesus braucht Johannes. Er kann sich nicht selbst taufen. Selbst Jesus, der Sohn Gottes, der sein Leben für alle Menschen der Welt gegeben hat, braucht einen Menschen. Und dieser Mensch ist ihm nicht mal besonders ähnlich. Klar, sie haben die gleiche Botschaft und sind beide erfüllt vom heiligen Geist. Sie leben für Gott und für ihre Mission. Aber stellt euch mal Jesus und Johannes nebeneinander vor:

Jesus: Der feingeistige, rhetorisch schlagfertige Zimmermann, der sich auf den Weg zu den Menschen macht. Er nimmt gerne Einladungen zum Essen an, verbringt Zeit mit den Menschen und diskutiert gerne. Er hat keinen festen Wohnsitz, sondern zieht von Ort zu Ort.

Johannes: Sein Ort ist die Wüste. Hier lebt er und die Menschen kommen zu ihm. Seine Botschaft ist einfach: »Lasst euch taufen! Ändert euer Leben! Gott will euch eure Schuld vergeben!« (Markus 1,4). Er ist eher rustikal und würde wohl eher nicht in eine Tischgemeinschaft in der Stadt passen.

Ist das nicht genau das, was oftmals eine gute Freundschaft ausmacht? Was einen Wegbegleiter so wertvoll werden lässt: Eine gemeinsame Basis, aber viele Unterschiede, die das Miteinander auch interessant machen. Ich bin sicher: So einen Menschen hatte Jesus in Johannes.

Aktionen

Je nach Wetter, Möglichkeiten (und aktuellen Corona-Regelungen) findet ihr hier zwei Aktionen für eure Mädels. Bei gutem Wetter und erlaubten Begegnungen draußen könnt ihr einfach ein Johannes-Geburtstags-Fest mit Lagerfeuer und Stockbrot feiern. Wenn das nicht möglich ist, könnt ihr mit euren Mädels noch etwas intensiver über ihre Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter nachdenken. Das geht auch per Videochat.

Aktion: Wegbegleiter:innen

Material: große Plakate, Postkarten, Briefmarken

Die Mädchen gestalten ein Plakat (bei einer kleinen Gruppe gerne gemeinsam, bei mehr als 6 Mädchen teilt die Gruppe in Kleingruppen zu 3–4 Personen auf). Dazu malen sie einen menschlichen Umriss auf das Plakat und schreiben und malen dann die verschiedenen Dinge und Symbole auf.

  • Was macht eine gute Wegbegleiterin, einen guten Wegbegleiter aus? (z. B.: Zeit haben, für mich da sein, zuhören, aufmerksam sein, auch mal kritisch nachfragen)
  • Was geht gar nicht? (z. B.: persönliche Dinge weitererzählen, Vertrauen missbrauchen, aufgesetzt sein, wenig Empathie …)
  • Wer kann ein Wegbegleiter sein? (Freunde, Oma, Papa, Geschwister …)
  • Wer sind deine Wegbegleiter:innen? (hier können alle einfach dort, wo Platz ist, Namen nennen)

Im Anschluss gibt es einen Austausch. Wer mag, kann zu seiner Wegbegleiterin oder seinem Wegbegleiter noch etwas mehr erzählen: Warum ist diese Person wichtig? In welcher Situation war es besonders wichtig, jemanden zu haben? Hat jemand vielleicht auch schon mal eine Wegbegleiterin verloren? – Hier könnt ihr einfach sehen, was kommt und wie tief das Gespräch wird.

Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter freuen sich, wenn sie einfach mal gesagt bekommen, wie wichtig sie für euch sind. Deshalb könnt ihr heute einfach mal eine Postkarte schreiben. Sucht euch eine aus und schreibt fröhlich drauf los. Dann machen wir gleich noch einen Ausflug zum Briefkasten und werfen sie gemeinsam mit einem kleinen Segensgebet ein.

Gebet am Briefkasten: Lieber Gott, vielen Dank für die Menschen, die für uns da sind. Wir senden ihnen nicht nur Postkarten mit unseren Worten, sondern bitten dich, dass du deinen Segen mitschickst. Amen!

Aktion: Johannisfeuer

Ebenso wie Jesus hat auch Johannes ein Geburtsdatum, an dem wir besonders an ihn denken: den 24. Juni. Das ist nicht nur genau sechs Monate vor Weihnachten, sondern auch in der Zeit der Sonnenwende. Vorher werden die Tage länger, es bleibt also jeden Tag etwas länger hell. Nach der Sommersonnenwende werden die Tage immer kürzer bis – ja genau, bis zur Wintersonnenwende. Und jetzt ratet mal, wann die ist? Genau – immer um die Zeit an Weihnachten! Nicht exakt am 24. Dezember, aber so ungefähr. Die Sommersonnenwende, wenn also die Tage kürzer werden, ist mit Johannes Geburtstag verknüpft und die Wintersonnenwende, wenn die Tage wieder länger werden, mit Jesu Geburt. Johannes Gedanken darüber, dass seine eigene Bedeutung abnehmen muss, aber Jesu Bedeutung zunehmen wird, kann hier symbolisch gesehen werden.

Wenn ihr eine Grillstelle in der Nähe habt, könntet ihr zur Sommersonnenwende ein Johannis-Wegbegleiter-Fest feiern. Ihr könnt das Quiz und die Andacht am Lagerfeuer machen und dabei die besondere Atmosphäre genießen.

Dazu braucht ihr natürlich etwas Vorbereitung:

  • Einladungen und Infos an die Eltern
  • Eine sichere Feuerstelle, Feuerholz, Anzünder und ein Feuerzeug
  • Etwas zu Essen (Stockbrot bietet sich an, dazu Würstchen oder Salat, Marshmallows als Nachspeise)
  • Gitarre und Liedblätter mit den vier bekanntesten Liedern eures Kreises
  • Und dann verlegt die Gruppenstunde ans Lagerfeuer. Feiert Johannes’ Geburtstag mit Feuer, Liedern und einem schönen Beisammensein!

Die Osternacht fordert zu einer besonderen »Nachtschicht« heraus und hat die KON-Redaktion zu diesem Thema inspiriert. Stundenentwürfe für eine Gethsemane-Nacht und die Osternacht, für eine Pyjamaparty und Nachtgeländespiele gehören ebenso zu diesem Paket wie der Hintergrundartikel über »Eulen« und »Lerchen« (die Schlaftypen), Bibelarbeiten über nächtliche Geschichten von Nikodemus und Petrus auf dem Meer und den Todesengel in der Nacht vor dem Auszug des Volkes Israel. Zwei Kreativangebote für selbstgemachte Fackeln und einen beruhigenden Tee beenden die »Nachtschicht«.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Die Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag wird meditativ und mit Kreativ-Angeboten für Jugendliche gestaltet. Eine Übernachtung in der Kirche gehört dazu.

Die Nacht vor seiner Verhaftung verbrachte Jesus mit seinen Jüngern im Garten Gethsemane in Jerusalem. Jesus mochte diesen Ort. Er wollte die Stille der Nacht nutzen, um in Ruhe mit Gott zu reden – er wollte beten. Er hatte es im Gefühl, er wusste, dass ihm eine schwere Zeit bevor stand. Seinen Jüngerinnen und Jüngern hatte er das schon mehrmals angedeutet, um auch sie darauf vorzubereiten.

Jetzt wollte er diese Nacht noch einmal nutzen, um Kraft zu sammeln – um nach einem langen Gespräch mit Gott gestärkt und mutig in diese harte Zeit zu gehen. Jesus wollte beten. Allein. Ganz für sich. In Ruhe. In der Stille. Seinen Jüngerinnen und Jüngern riet er ebenfalls dazu. Er sagte zu ihnen: »Wachet und betet. Bleibt bei mir, bleibt mit mir wach und betet wie ich.« Dann zog er sich zurück und betete, bis die Soldaten erschienen und ihn verhafteten.

Wir wollen diese Nacht mit Jugendlichen gestalten und nachempfinden. Dieser Stundenentwurf geht über die Gethsemane-Nacht hinaus und befasst sich auch mit der Auferstehung Jesu.

Für die Vorbereitung dieser Aktion wird ein Team benötigt, das während eines Vorbereitungstreffens die Aufgaben bespricht und unter sich aufteilt. Die einzelnen Angebote können beliebig geändert, abgewandelt, weggelassen oder ersetzt werden. So wie der Ablauf im Folgenden vorgestellt wird, nimmt die Vorbereitung und Materialbesorgung 2–3 Stunden in Anspruch.

Material:

  • Lebensmittel zum Abendessen (wichtig: Traubensaft und Fladenbrot) und Frühstück
  • Kelch für Traubensaft
  • Tische und Stühle für die Abendmahlstafel
  • Evtl. Tischdecken
  • Geschirr und Besteck für alle Personen
  • Liedzettel oder Liederbücher
  • Gitarre/Klavier (evtl. sogar Band)
  • Bibel(texte)
  • Zettel und Stifte
  • Teelichter und Feuerzeug oder Streichhölzer
  • Evtl. CD-Player und Worship-CD oder Ähnliches, um Musik im Hintergrund laufen zu lassen
  • Holz für Kreuze
  • Hammer und Nägel
  • Farben um Holzkreuze zu gestalten
  • Holzleim
  • Weiteres Material zum Gestalten der Kreuze
  • Osterkerze

Ablauf:

18 Uhr: Ankommen & Betten bauen

(30 Minuten)

Abends um 18 Uhr treffen die Jugendlichen in der Kirche ein. Sie werden begrüßt und bauen dann als erstes aus Schlafsack und Isomatten ihre Betten in einem Teil der Kirche. Falls diese Nacht in der Kirche nicht durchgeführt werden kann, kann natürlich auch auf einen Gemeindesaal ausgewichen werden.

18.30 Uhr: Agapemahl – letztes Abendmahl

(60 Minuten)

Jesus feierte das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern in dieser Nacht. So wollen auch wir mit den Jugendlichen beginnen.

In der Kirche ist bereits eine Tafel vorbereitet mit Brot, Traubensaft und weiterem Essen (Dips, Fingerfood, Gemüsesticks, …). Gemeinsam setzen sich alle um die Tafel und eine Mitarbeiterin spricht zu Beginn des Mahls ein Gebet. Anschließend wird gegessen.

Zum Ende des Essens liest eine Mitarbeiterin den passenden Bibeltext vor (Mk 14,12–25) und die Gruppe singt das Lied »Du bist heilig, du bringst Heil«.

12 Und am ersten Tage der Ungesäuerten Brote, da man das Passahlamm opferte, sprachen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, dass wir hingehen und das Passahlamm bereiten, damit du es essen kannst? 13 Und er sandte zwei seiner Jünger und sprach zu ihnen: Geht hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Krug mit Wasser; folgt ihm, 14 und wo er hineingeht, da sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister lässt dir sagen: Wo ist die Herberge für mich, in der ich das Passahlamm essen kann mit meinen Jüngern? 15 Und er wird euch einen großen Saal zeigen, der schön ausgelegt und vorbereitet ist; und dort richtet für uns zu. 16 Und die Jünger gingen hin und kamen in die Stadt und fanden’s, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passahlamm. 17 Und am Abend kam er mit den Zwölfen. 18 Und als sie bei Tisch waren und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch, der mit mir isst, wird mich verraten. 19 Da wurden sie traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich’s? 20 Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir seinen Bissen in die Schüssel taucht. 21 Der Menschensohn geht zwar hin, wie von ihm geschrieben steht; weh aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre. 22 Und als sie aßen, nahm er das Brot, dankte und brach’s und gab’s ihnen und sprach: Nehmet; das ist mein Leib. 23 Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus. 24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. 25 Wahrlich, ich sage euch, dass ich nicht mehr trinken werde vom Gewächs des Weinstocks bis an den Tag, an dem ich aufs Neue davon trinke im Reich Gottes. 26 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.

Danach werden Fladenbrot und Traubensaft in einem Kelch reihum gereicht. Dabei sprechen alle folgende Worte:
Brot: »Brot des Lebens für dich«
Saft: »Kelch des Heils für dich«

Wer hat es nicht geliebt? Fackelwanderungen mit der Jugendgruppe! Es ist erstaunlich was das Herumlaufen in der Dunkelheit mit einer riesigen »Kerze« in der Hand für Potential hat, um ein echt cooles Event zu werden. Vor allem an richtig dunklen Orten, die nicht von künstlichem Licht beschienen werden, macht eine Fackelwanderung noch mehr Spaß. Also ab aufs nächste große Feld oder zumindest raus aus der Stadt!

Wer außerdem Lust auf DIY hat, kann allerdings nicht nur die Fackelwanderung planen, sondern in einer Gruppenstunde vorher auch die Fackeln mit den Jugendlichen selbst gestalten. Eine Anleitung, die schnell und mit wenigen Arbeitsschritten funktioniert, findet ihr im Folgenden. Viel Spaß!

Anleitung:

Fackeln selbst herzustellen ist eigentlich gar nicht so schwer und folgt schon jahrhundertelang dem immer gleichen Vorgang: Es braucht vor allem lange Stöcke und in Wachs getränkten Stoff! Die folgenden Schritte bieten euch eine sinnvolle Reihenfolge. Wer zu Hause schon vorarbeitet und Material zuschneidet, hat dabei in der Gruppenstunde weniger Stress.

  1. Jedes Mädchen bekommt einen Holzstab und ein Stück vorgeschnittenes Ton- oder Zeitungspapier. Dieses Papier wird nun komplett um den Stab herum gewickelt, bis etwa 3 oder 4 Lagen Papier übereinander liegen. Dabei bleiben allerdings am unteren Ende des Stabes die 10 cm frei, um dort nachher die Fackel halten zu können. Das Papier wird am Wickelende mit Tesafilm oder Reißnägeln befestigt, damit es sich nicht wieder abrollt.
  2. Nun werden die alten Kerzenreste im Topf geschmolzen. Das kann eine Zeit lang dauern und kann deshalb auch schon gut vorbereitet werden. Sobald das Wachs komplett (!) flüssig ist, können die Jugendlichen Handschuhe anziehen und damit beginnen, die zugeschnittenen Leinen-Stoffstreifen in das Wachs einzutauchen. Nach dem Eintauchen muss das Wachs kurz antrocknen und der Stoffstreifen dann zügig um die Fackel gewickelt werden. Das geht am besten zu zweit.
  3. Beim Wickeln müsst ihr am oberen Ende der Fackel den Docht mit einarbeiten, damit ihr die Fackel nachher auch anzünden könnt.
  4. Nachdem ihr alle Fackeln mit jeweils zwei Stoffstreifen komplett umwickelt habt, können die Mädchen mit einer Schöpfkelle noch das restliche Wachs vorsichtig über ihre Fackeln gießen. Das verlängert die Brenndauer. Lasst die Fackeln nun richtig fest werden!
  5. In der Zwischenzeit könnt ihr noch die Tropfschutzscheiben herstellen und dazu aus Tonpapier Kreise mit 15–20 cm Durchmesser ausschneiden. Stecht in der Mitte dann ein Loch aus und schiebt den Tropfschutz von unten auf den Stab unter eure Fackel. Jetzt sind die Fackeln fertig und sofort einsatzbereit!
  6. Bitte denkt dran: DIY-Produkte sind keine gesicherte Qualitätsware! Selbstgemachte Fackeln unterliegen keiner Qualitätsprüfung oder gar einer Normierung und können daher immer fehlerhaft sein, beispielsweise nicht fest genug gewickelt oder zu wenig mit Wachs getränkt. Seid deshalb zu eurer eigenen (rechtlichen) Sicherheit bei allen Arbeitsschritten dabei und begleitet auch die Fackelwanderung aufmerksam und mit genügend MitarbeiterInnen. Nur so wird die Aktion für alle zu einem entspannten und sicheren Erlebnis!

Weitere Tipps zur Gefahrenvermeidung:

  • Seid genügend MitarbeiterInnen! Wer mit Feuer und brennbaren Materialien arbeitet, muss sich im Klaren sein, dass immer ein gewisses Gefahrenpotential besteht. Seid daher, je nach Gruppengröße, mit ausreichend (!) MitarbeiterInnen vor Ort oder fragt notfalls bei den Eltern der Mädchen an, ob jemand bereit ist, zusätzlich dabei zu sein! Nur so könnt ihr im Ernstfall rechtlich abgesichert handeln!
  • Wasser marsch! Stellt Wasser bereit und nehmt auch auf die Wanderung ein paar Portionen Wasser in 1,5-l-Flaschen mit! Ebenso ein Erste-Hilfe-Set! Zu aller Sicherheit habt ihr damit etwas in der Hand! Aber Achtung in der Vorbereitung: Flüssiges Wachs und Wasser vertragen sich gar nicht!
  • Meidet den Wald! Nur zu schnell haben sich tiefhängende Äste an kopfhoch getragenen Fackeln entzündet und nach euch entsteht ein Feuer, von dem ihr gar nichts mehr mitbekommt. Seid also aufmerksam und informiert auch die Mädchen entsprechend.

Tipps on top:

  • Nicht ziellos laufen! Lasst die Wanderung nicht unbedingt wieder am Gemeindehaus enden. Cool wäre es nämlich, wenn die Mädchen am Ende noch ein Lagerfeuer machen könnten oder die Wanderung ein anderes, vielleicht auch warm beheiztes Ziel hat und dort neben leckeren Getränken noch ein bisschen Zeit für Gedankenaustausch oder eine Andacht bleibt!

Biblisches zum Thema / Bibelstellen für eine Andacht

… findet ihr zum Beispiel bei Matthäus 5,14 oder Johannes 8,12.

Material:

Holzstäbe (Durchmesser min. 4 cm, Länge 50 cm), Ton- oder Zeitungspapier (40 x 20 cm lang), sowie Tonpapier zur Herstellung des Tropfschutzes, Leinen-Stoffstreifen (1 m x 10 cm, 2 Stück pro Fackel), Tesafilm oder Reißnägel, viel(!) Wachs aus alten Kerzenresten, einen Docht pro Fackel, einen oder mehrere alte, tiefe Töpfe zum Wachsschmelzen, einen Außenkocher oder eine mobile Heizplatte, Arbeitshandschuhe für die Jugendlichen, eine Schöpfkelle, Feuerzeug

Man braucht:

  • Fimo in unterschiedlichen Farben
  • Feste Unterlage z. B. ein Brett
  • Lederbänder oder Kordeln
  • Evtl. Schlüsselring
  • Messer, Zahnstocher o.ä. für das Loch
  • Evtl. Vorlagen für Kreuzformen
  • Backpapier und Backofen

Und so geht’s:

1. Zunächst ein Stück vom Fimo abschneiden, in der Hand erwärmen und eine ca. 5 mm dicke Rolle formen. Insgesamt benötigt man 5 Rollen. Werden mehr Rollen gemacht, rollt man die Stränge etwas dünner aus.

2. Dann werden die 5 Rollen zu einer Kordel verdreht.

3. Von dieser Kordel ein walnussgroßes Stück abschneiden und mit der Handfläche auf der Unterlage oder dem Tisch unter leichtem Druck kreisen lassen. Dadurch entsteht eine Art Kegel und die Marmorierung im Fimo. Je nach Druck und Dauer der kreisenden Bewegung entstehen unterschiedlich feine Muster im Fimo.

4. Wenn das Muster gefällt, muss die Kugel etwas flach gedrückt werden und ein Kreuz wird ausgeschnitten.

5. Nun müssen noch die entstandenen Kanten etwas abgerundet und ein Loch für das Band (nicht zu klein!) gemacht werden.

6. Ab aufs Backpapier und die gesammelten Werke später im Ofen fest werden lassen. (TIPP: Name neben das Schmuckstück auf das Backpapier schreiben. )

7. Aus den Resten können kleine Perlen geformt werden. Auch hier das Loch nicht vergessen.

8. Zum Schluss das Kreuz auf ein Lederband auffädeln und ein sichtbares Zeichen sein.

Eine nette Alternative zur Kette ist es, ein Kreuz als Schlüsselanhänger zu gestalten!

KON 02.2019 »wunderbar«: Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Wunderbar ist nicht nur Gottes Schöpfung, die Natur, sondern auch das, was Gott bis heute tut. Manches ist auch ver»wunder«lich. – Diese Themenreihe will helfen, all das in der Bibel, in der Schöpfung und der eigenen Umgebung zu entdecken.

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