Krieg und Frieden

Aufgrund der aktuellen Situation haben wir hier ein paar Materialien zusammengestellt, die mit Krieg und Frieden zusammenhängen. Wir hoffen euch können die Einheiten und Bausteine für die Arbeit vor Ort mit der Zielgruppe helfen.

Hier kommt die zweite Themenreihe der JUMAT 1/2022. Es geht in sechs Lektionen um Geschichte von Nehemia:

Lektion 8: Nehemia 1,1-11 Schlechte Nachrichten für Nehemia

Lektion 9: Nehemia 2,1-20 Nehemia kommt nach Jerusalem

Lektion 10: Nehemia 3,1 – 4,17 Der Bau der Mauer

Lektion 11: Nehemia 5,1-13 Nehemia hilft den Armen

Lektion 12: Nehemia 6,1-19 Gott ist für mich!

Lektion 13: Nehemia 8,1-12 Das große Fest

Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:

Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.

Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott wirkt dort, wo man einander hilft und stärkt!

Checker

Vertrau darauf, dass Gott in deinem Handeln wirkt, aber handle auch!

Der Text an sich

Nehemia, nachdem dieses Buch benannt wurde hat die Erlaubnis vom Persischen Herrscher Artaxerxes I. erhalten die Mauern in Jerusalem wieder zu errichten. Der Aufbau der Mauern fand ca.445-433 v.Chr. statt und ist somit in die nachexilische Zeit einzusortieren. Beim Wiederaufbau der Mauern halfen verschiedenste Leute mit. Deshalb befasst sich auch der Großteil des Textes damit wer welches Stück der Mauer aufbaut. Dabei waren die wenigsten vom Beruf Maurer, es werden Priester (Neh. 3,1), Goldschmiede (Neh. 3,8;32), Salbenhersteller (Neh. 3,8), Tempeldiener (Neh. 3,26) und Händler (Neh. 3,32) erwähnt. Eine explizite Erwähnung erhalten die Vornehmen der Stadt, die sich weigerten „den Rücken krumm zu machen.“(Neh. 3,5).

Ab den Versen 33 im Kapitel 3 folgt ein Bericht von dem Autor Nehemia darüber wie die Feinde sich über die Juden und ihren Versuch die Mauer wieder zu errichten lustig machen. Sanballat, der Verwalter der persischen Provinz Samaria, unter deren Verwaltungsbezirk auch Jerusalem gehörte, äußert sich besorgt. Er fragt sich ob man den Bau nicht unterbinden sollte, da Jerusalem dann wieder an Stärke gewinnen würden und Gott wieder Opfer bringen. Er bezeugt, dass es für die Juden nicht möglich sei aus den alten Steinen der früheren Mauer wieder eine neue zu errichten. Tobija ein Ammoniter sagt, wenn ein Fuchs auf die Mauer springt stürzt sie ein (Neh. 3,35). Dass soll deutlich machen, dass die Mauer überhaupt nicht stabil ist und sie sich keine Sorgen machen müssen, dass Jerusalem seine ehemalige Macht zurückerlangt. Nehemia reagiert und wendet sich zuerst an Gott. Er schildert ihm seine Sorgen und bittet darum, dass jene die Gottesbauleute beleidigt haben, den Spott selbst erfahren, den sie ausgesprochen haben (Neh. 3,36 f.).

Als die Bedrohung realer wurde und Jerusalem angegriffen werden sollte reagiert Nehemia erneut, indem er sich zuerst zu Gott wendete und zudem aktiv wurde, indem er auch Wachen aufstellen ließ. Er forderte jeden auf, seine Familie, den Nächsten und ihren Besitz zu beschützen. Um gleichzeitig weiter zubauen und Schutz zu gewährleisten wurden die Aufgaben geteilt und Bauleute mit Waffen ausgerüstet (Neh. 4,1-17).

Der Text für mich

Eine der größten Spannungen in unseren Glauben ist meiner Meinung nach, die Frage: Wann lasse ich Gott wirken und wann werde ich selbst aktiv? Natürlich strebt man an Gott sein Leben gestalten zu lassen, denn er weiß was gut ist und wie er sich dein Leben vorgestellt hat. Doch würde man das zu Ende denken, komme ich zu dem was mein Dozent Jens Pracht gesagt hat: „Du putzt dir ja auch die Zähne nicht, weil Gott es dir gesagt hat, sondern weil du weißt, dass es dazu gehört, wenn man gesunde Zähne haben möchte.“ Doch ab wann sollte man Gott dann einbeziehen? In diesen Fall finde ich die Reaktion von Nehemia sehr vorbildhaft. Er reagierte auf ein Problem, einen Konflikt, dieser war vorerst nur hypothetisch und musste nicht eintreffen und trotzdem geht er damit schon zu Gott. Als diese Hypothese eines Angriffes, eines Konfliktes realer wurde reagierte er wieder zuerst mit einem Gebet (Neh. 4,3). Ab diesen Moment hätte er sagen können: „So Gott, jetzt bist du dran!“ Doch Nehemia wurde trotzdem aktiv und handelte. Er ließ Wachen aufstellen und sorgte so für Sicherheit. Durch dieses Handeln wurde der Angriff der Feinde verhindert. Dabei ist erstaunlich, dass Nehemia den Erfolg nicht sich selbst, sondern Gott zuschreibt.

Der Text für dich

Starter

In diesen Abschnitt der Bibel wird deutlich, wie sehr wir doch voneinander abhängig sind, wenn es darum geht große Projekte anzugehen. Jeder der motiviert war hat mitgeholfen, egal ob diese das dazu notwendige Wissen hatten oder nicht. Gott hat ihnen gelingen geschenkt. Du kannst Gott genau da erfahren, wo Personen bereit sind sich gegenseitig zu helfen. So wie wir es zum Beispiel auch beim Barmherzigen Samariter sehen. Zudem haben Gruppen, in denen man das erfahren darf, einen großen positiven Einfluss auf das Kind. Ist deine Jungschar so eine Gruppe?

Checker

Wer mit Gott geht weiß, dass er handelt. Gerade Kinder sehen es als eine nahezu selbstverständliche Sache, das Gott wirkt. Doch wie deutlich ist es ihnen Bewusst, dass Gott auch durch ihr Handeln wirkt? Gott wirkt durch uns, indem wir Bereitschaft zeigen, uns für Gottes Reich einzusetzen und nach seinem Willen zu leben. Dann werden wir zum Spiegel seines Handelns und seiner Liebe. Indem wir uns für den Nächsten einsetzen. Dabei wirkt Gott gelingen in uns. Wie kannst du dich für deine Gruppe gewinnbringend einsetzen?

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Flugzeugabsturz

Jedes Kind erhält eine festgeschriebene Rolle, die es ausspielen muss. Das Ziel ist, dass jedes Kind an den Rettungstreffpunkt gelangt. Wo sich der Rettungstreffpunkt im Raum befindet weiß nur ein Kind, doch welches ist unbekannt. Zu Beginn des Spieles werden sämtliche Teilnehmer im Raum verteilt.

Mögliche Rolleneigenschaften wären:

Blind: macht das Gegenteil, was der Person gesagt wird;
Taub: reagiert nur auf direkte Ansprache; schreit, wenn es eine bestimmte Person sieht; darf nur mit einer bestimmten Person reden;

Stumm: darf nicht reden, darf nur „Baum“ sagen; versucht, die Teilnehmer von einem falschen Treffpunkt zu überzeugen.

Wichtig: Eine Person braucht die Information über den richtigen Treffpunkt, diese darf ruhig blind, stumm oder taub sein.

 Mit der Frage, wie es sich angefühlt hat, das Problem mit den unterschiedlichen Rollen zu lösen, kann ein Übergang geschaffen werden. Denn auch die Juden mussten mit den verschiedenen Fähigkeiten von jedem versuchen gemeinsam an einer Sache zu arbeiten.

Idee 2: Tabu mit Lego

Jeweils ein Kind hat die Aufgabe, mit Lego den Begriff zu bauen, den es gezogen hat. Alle anderen Kinder müssen den Begriff erraten.

Mögliche Begriffe: Auto, Haus, Baum, Traktor, Pferd, Blume, Buch, Mauer, Vogel, Zug, Banane, Fluss, Elefant, Wolke, …

Mögliche Überleitung:

„Nun hat jeder von euch ein bisschen Erfahrungen sammeln können, was es heißt etwas zu bauen und gemeinsam im Team zu arbeiten. Wisst ihr, die Israeliten hatten eine sehr ähnliche Herausforderung und von der wir jetzt etwas hören werden.”

Verkündigung

Verkündigungsart: Theater mit Spielen

Hinweis zum Aufbau: Eine Person wird als Nehemia auftreten und von der Geschichte erzählen, die er erlebt hat. Um dies für die Kinder nahbar zu machen, erhalten sie von Nehemia eine Aufgabe, und dann wird dazwischen die Parallele gezogen.

Nach der Hinführung weist einer der Leitenden darauf hin, dass sie einen Gast eingeladen haben, der als einer der größten Bauleiter in der Bibel bekannt ist. Nun erscheint die als Nehemia verkleidete Person.

Nehemia: „Ich habe gehört, ihr habt ein großes Bauvorhaben! Ich glaube, dann bin ich gerade richtig gekommen. Vielleicht habt ihr schon mal von mir und dem größten Bauwerk gehört, das die Juden, zu den ich gehöre, errichtet haben. Ich rede hier von der Stadtmauer Jerusalems. Und ich … ich heiße Nehemia. (Wie heißt ihr denn? /Dies bietet sich an, wenn neue Kinder dabei sind und es zeigt etwas von Gleichheit, wenn die Kinder auch nach ihren Namen gefragt werden.)

Nehemia: „Nun wollen wir mal zu eurem Bauvorhaben kommen, von dem ich gehört habe …“

Hier erklärt Nehemia die folgende Aufgabe für die Gruppe:

Die Teilnehmenden erhalten die Aufgabe eine gemeinsame Kettenreaktion zu errichten, dazu werden sie in Teilgruppen aufgeteilt. Jede Teilgruppe erhält eine eigene Aufgabe für ihren Bauabschnitt mit spezifischen Baumaterialien. Unter den Gruppen dürfen die Materialien getauscht werden. Die Kinder dürfen sämtliche Materialien nutzen, die ihnen zusätzlich einfallen.

Gruppe 1: (mittel)

  • Material: Kugel, Klebeband, Papier.
  • Aufgabe: Befördert die Kugel durch eueren Bauabschnitt ohne dass ihr sie selbst anstoßt.

Gruppe 2: (leicht)

  • Material: Holzklötze (Bausteine), Kugel, Aufziehauto. Evtl. Material für eine ebene Fläche (für das Auto).
  • Aufgabe: Eine Kugel von der ersten Gruppe startet eure Kettenreaktion. Diese darf die Grenze zu eurem Gebiet nicht überschreiten. Das Ende eurer Reaktionskette lässt das Aufziehauto losfahren.

Gruppe 3: (schwer)

  • Material: Pappdeckel/Bierdeckel min.10, zwei Teelichter.
  • Aufgabe: Das Aufziehauto des anderen Teams startet eure Kettenreaktion. Eure Kettenreaktion teilt sich und soll jeweils die zwei Teelichter anstoßen.

Gruppe 4: (leicht)

  • Material: Luftballon, Bücher in verschiedenen Größen (mind. Ein kleines leichtes und ein großes), Becher, Würfel.
  • Aufgabe: Eure Kettenreaktion wird von einem der Teelichter der anderen Gruppe gestartet. Das Ende eurer Reaktion lässt einen aufgeblasenen Luftballon losfliegen.

Gruppe 5: (mittel)

  • Material: Bücher in verschiedenen Größen (mind. Ein kleines leichtes und ein großes), Becher, Würfel.
  • Aufgabe: Eure Kettenreaktion wird von einem der Teelichter der anderen Gruppe gestartet. Ihr endet damit, dass ein Becher mit Würfeln umgekippt wird.

Wenn die Kinder meinen, dass sie fertig sind oder die Zeit abgelaufen ist, wird die Kettenreaktion mit einem gemeinsamen Countdown gestartet. Nehemia reagiert auf ihr Bauwerk und lobt sie. Nun berichtet Nehemia von seinem Erlebnis.

Nehemia: Es ist schon beeindruckend, was ihr in dieser kurzen Zeit geschafft habt.

  • Was ist euch den leicht gefallen?
  • Wo fandet ihr etwas schwierig?
  • Wo hättet ihr noch zusätzliches Material gebraucht?
  • Hättet ihr die Aufgabe geschafft, wenn ihr überhaupt nicht miteinander kommunizieren dürftet?
  • Was wäre, wenn der Mitarbeiter die Erlaubnis erhalten hätte eure Sachen kaputt zu machen. Wie würdet reagieren?

Nehemia: Wisst ihr bei unserem Bau der Stadtmauer in Jerusalem hatten wir ähnliche Herausforderungen. Jeder Bürger hatte wie ihr seinen eigenen Bauabschnitt der Mauer. Jeder musste und hat seinen Beitrag dazu geleistet, dass die Mauer fertig wurde. Dabei war es egal, ob die Person das gelernt hat oder nicht. Jeder hat sich mit dem eingebracht was er konnte oder war bereit, etwas Neues zu lernen. Ohne jeden Einzelnen von denen wäre der Bau der Mauer nicht denkbar gewesen.

Doch so einfach blieb es nicht. Irgendwann haben unsere Feinde davon gehört, dass wir die Mauer bauen. Daraufhin haben sie große Angst bekommen und wollten uns angreifen, um den Bau der Mauer zu verhindern. Wie würdet ihr darauf reagieren? (Kinder antworten lassen)

Nehemia: Das Erste, was ich getan habe, war Gott meine und unsere Sorgen im Gebet abzugeben und ihn um seine Unterstützung zu bitten. Denn ich glaube, dass sich Gott um uns kümmern will und gerne hört, was uns beschäftigt.

Aber das hieß für mich nicht, dass ich mich zurücklehne und auf Gottes Eingreifen warte. Denn ich glaube, dass Gott durch das Handeln jedes Einzelnen wirken kann. Immer wenn du anderen hilfst oder von Gott redest, kann Gott durch dich wirken!

Und so haben wir weiter unsere Mauer gebaut und Wachen aufgestellt, um uns zu schützen. Gott hat dort gewirkt und uns Gelingen geschenkt. Ohne ihn hätten wir das nicht geschafft! Leider muss ich jetzt wieder los zur nächsten Baustelle. Ich wünsche euch Gottes Segen und dass er euch Gelingen schenkt!“

Die andere Idee

Die Kinder erhalten mind. 58 Bausteine (z.B. Lego), die sich eignen, um eine Mauer zu bauen. Zuerst wird die Bibelstelle Neh 3,1-32 vorgelesen. Die Kinder erhalten die Aufgabe aufmerksam zuzuhören und für jeden Menschen oder Gruppe von Menschen einen Stein zu der Mauer hinzuzufügen. Insgesamt werden 58 Menschen oder Gruppen von Menschen genannt, die konkret mithelfen. Doch werden noch viele andere Namen genannt, um die Abstammung deutlich zu machen.

Hätten sie es geschafft, wenn nur einer gebaut hätte? Es soll herausgestellt werden, dass eine Gemeinschaft mehr erreichen kann als eine Einzelperson.

Was ist euer gemeinsames Ziel als Gruppe? Wie wollt ihr als Gruppe sein? Was verbindet euch? Oder was kann man tun, wenn es den Einzelnen in der Gruppe schlecht geht?

Nun kann von Neh 3,32- 4,17 gelesen werden. Hier soll herausgestellt werden, dass Nehemia sagt, dass Gott ihnen Gelingen geschenkt hat.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Kinder erhalten die Frage, was hat Nehemia getan, um die Mauer bauen zu können. Was brauchte er? Für jeden Aspekt darf ein Kind einen Baustein platzieren. Gemeinsam wird so eine Mauer gebaut. Wenn die Kinder sagen, dass er andere Menschen brauchte, dürfen sie eine große Anzahl von Bausteinen platzieren. Um deutlich zu machen, dass Nehemia es nicht allein geschafft hätte.

Gespräch

Die Kinder ziehen einen Zettel mit einer Frage aus einem Korb. Das Kind darf nun entscheiden, wem es die Frage stellen will. Zuerst soll es allein die Frage beantworten, danach dürfen die anderen Kinder auch auf die Frage antworten.

  • Wo denkst du, hat Gott durch eine andere Person gewirkt?
  • Wo denkst du, hat Gott schon einmal durch dein Handeln gewirkt?
  • In welcher Situation hast du Gott gebeten etwas zu bewirken?
  • Wobei hast du anderen Leuten schon geholfen?
  • Wie denkst du, wirkt Gott in der Welt?

Merkvers

 „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.“ Matthäus 18,20

Es betont, dass Gott bei den Kindern ist. Besonders, wenn sie in Gemeinschaft sind, in der Gott eine Rolle im Leben der Menschen spielt.

Diesen Spruch kann mit Bewegungen in einem Kreis einstudieren.

Denn wo zweiRechter Arm auf die Schulter des /der rechten Nachbar/in.
oder drei versammelt sindLinker Arm auf die Schulter des/der  linken Nachbar/in.
in meinem Namen„Jesus“ in der Luft schreiben.
da bin ichMit einem Finger nach oben in den Himmel zeigen.
in ihrer Mitte.Der Finger zeigt jetzt in die Mitte des Kreises.

Gebet

Klagemauergebet:

Aus Steinen wird eine Mauer gebaut. Die Kinder können auf ein Stück Papier ihre Sorgen, ihre Bitten an Gott schreiben und in die Mauer stecken.

Kreatives

Die Geschichte wird vorgelesen, dabei sollen die Kinder mit Stiften, Papier und allen möglichen anderen Materialien darstellen, wie sie sich den Bau der Mauer vorstellen. Dazu können sie sich eine Aussage aussuchen, die ihnen zu der Geschichte einfällt. Oder man bastelt eine Mauer auf ein Blatt Papier mit einzelnen zugeschnittenen Papierstücken, auf dem die Kinder Sachen aufschreiben, die ihnen helfen Probleme zu lösen. z.B.: Die Familie, Das Internet, Gott, Freunde, Lehrer etc.

Spielerisches

Brückenwächter

In diesem Spiel gibt es zwei Parteien und ein „großes“ abgestecktes Spielfeld wie z.B. eine Wiese. In dem Spielfeld gibt es einen gekennzeichneten Bereich, der die komplette Breite des Spielfeldes einnimmt und selber eine Breite von 2-4 Metern hat (Brücke: mehr Spieler heißt breitere Brücke). Die Fängergruppe startet mit zwei Kindern. Zu Beginn stellen sich alle Kinder an ein Ende des Spielfeldes. Die Kinder müssen nun über die Brücke auf die andere Seite des Spielfeldes gelangen ohne gefangen zu werden. Die Fänger dürfen sich nur auf der Brücke bewegen und müssen die Kinder fangen. Wird ein Kind gefangen, wird es automatisch auch zum Fänger. Es wird so lange gespielt, bis einer übrig bleibt. Das Wechseln der Seiten wird durch ein Kommando der Laufpartei angesagt wie z.B. „Für Narnia! Für Aslan!“ oder „Angriff“ etc.

Rätselhaftes

Die Kinder erhalten ein gelegtes Streichholzmuster und dürfen je nach Rätsel eine gewisse Anzahl Streichhölzer bewegen, um ein neues gewünschtes Muster zulegen. Beispiele dafür findet man hier:

https://www.andinet.de/raetsel/streichholz/streichholzstreiche.html

(T)Extras

Aktionen

Falls es sich anbietet und man etwas wie eine alte Stadtmauer in der Gegend hat, kann man diese besuchen. Man könnte versuchen, diese zu erklimmen. Zuerst als Einzelperson, dann vielleicht als Gruppen. Hier sind Sicherheitsaspekte zu beachten. Zudem muss in Erfahrung gebracht werden, ob die Mauern dafür freigegeben sind.

In dieser Corona-Zeit wird es auch in Familien Tage geben, in denen Angst und Sorgen überwiegen – bei den Eltern und auch bei den Kindern: Existenzängste, Unsicherheit, Angst und Sorge sind wichtig, ernst zu nehmen, auszusprechen und zu thematisieren. Nicht alles muss mit einem frommen Mutmachspruch gleich weggewischt werden. Dennoch wollen wir Familien ermutigen, sich mit ihren Sorgen an Jesus zu wenden. Für solche Tage ist das Sorgenglas geeignet.

Wie es funktioniert: Setzt Euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas. Sprecht anschließend ein Gebet (wer Schulkinder hat, die lesen können, kann auch sie das Gebet vorlesen lassen). „Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen“
Hört Euch gemeinsam das Lied von Mike Müllerbauer an: „Spar dir deine Sorgen“

Material:

  • Vase oder Einmachglas
  • Steine
  • Teelicht
  • Streichhölzer
  • Handy oder Laptop mit Lautsprecher

Ziel

Ein Entwurf für Familien mit kreativen Aktiv-Stationen zu den einzelnen Kinderrechten. Durch das kreative Erleben der einzelnen Kinderrechte an verschiedenen Stationen werden sowohl Eltern als auch Kinder für das Thema sensibilisiert. Sie entdecken, dass sie wertvoll sind und von Gott geliebte Geschöpfe. Die Eltern bekommen die Möglichkeit das Verhalten ihren Kindern gegenüber zu reflektieren und Vergebung zu erfahren.

Willkommens-Zeit

Namensschilder

Kinder schreiben für ihre Eltern ein Namensschild und Eltern für ihre Kinder (Ideen: buntes Klebeband, beschriftete Wäscheklammer, beschriftete Tonkarton-Krone)


Aktiv-Idee Spontantheater -Was ist „wertvoll?


Ein Mitarbeitender ist in dieser Zeit unterwegs und macht mehrmals ein Spontantheater. Dazu fordert er einen Erwachsenen dazu auf ihm einen Geldschein auszuleihen (evtl. auch einen eigenen bereithalten). Der Mitarbeitende nimmt den Geldschein und zerknüllt, beschmiert, bemalt ihn oder trampelt darauf herum. Ändert sich dadurch der Wert des Geldscheins? Nein –der Geldschein behält trotz der unsanften Behandlung seinen Wert. So „behalten“ wir auch unseren Wert, wenn uns jemand weh tut oder unsanft mit uns umgeht. Unser Wert ändert sich nicht

Aktiv-Zeit

In der Aktiv-Zeit können die Besucher mehrere Stationen absolvieren. Sie suchen sich die Stationen aus, die sie am meisten ansprechen. Die Stationen dauern 5-20 Minuten und sind jeweils von einem Mitarbeitenden betreut. Wir haben außerdem gute Erfahrungen mit Stationsbeschreibungen gemacht, auf denen selbstständig die Gesprächsimpulse gelesen werden können.

Station 1: Ich bin es wert

-> Wunder-Kiste (Auch während der Willkommens-Zeit durchführbar)

Stationsbeschreibung:
Ein Mitarbeitender läuft mit dem Karton herum und fragt, wer ein Wunder sehen will. Wenn jemand möchte, dann hält er/sie den Karton direkt vor die Person und öffnet den Deckel. „Hier kannst du ein Wunder sehen!“ Dich selbst!

Gesprächsimpulse:
Jeder Mensch ist ein Wunder. Gott hat dich wunderbar geschaffen. Gott liebt dich. Jeder Mensch ist wertvoll. Kinder und Erwachsene. In welchen Momenten fühle ich mich wertvoll und geliebt? In welchen Situationen fällt es mir schwer zu glauben, dass ich ein Wunder bin?

Material:

  • Kästchen oder Schuhkarton
  • Spiegel im Inneren des Kästchens

-> Wertvoll-Kästchen (Variante B)

Stationsbeschreibung:
An dieser Station darf sich jeder ein „Wertvoll-Kästchen“ basteln. Dazu wird der Karton mit Geschenkpapier oder Farben verziert. Danach wird der Schriftzug aufgeklebt oder kann selbst geschrieben werden (mit Farbe oder Edding). Als letztes wird der Spiegel oder die Spiegelfolie in den Karton geklebt. Evtl. müssen Trockenzeiten beachtet werden. Wenn das Kästchen fertig ist, darf jeder ausprobieren (auch die Eltern), wie es funktioniert. Als erstes wird der Satz laut gelesen „So sieht ein Mensch aus, den Gott liebt“ und dann wird das Kästchen geöffnet, so dass die Person sich selbst sieht.

Gesprächsimpuls:
Jeder Mensch ist wertvoll. Wunderbar von Gott geschaffen und von Gott geliebt. Kinder und Erwachsene. Das Wertvoll-Kästchen kann uns immer wieder daran erinnern. In welchen Momenten fühle ich mich wertvoll und geliebt? In welchen Situationen fällt es mir schwer zu glauben, dass ich wertvoll bin?

Material:

  • mehrere Kästchen oder Schuhkartons
  • ausgedruckter Schriftzug „So sieht ein Mensch aus, den Gott liebt.“
  • Spiegel oder Spiegelfolie
  • Geschenkpapier
  • Kleber oder Kleister
  • Farbe
  • Pinsel
  • Eddings

-> Kinderbrille

Stationsbeschreibung:
Die Kinder basteln ihren Eltern eine „Kinderbrille“. Die Brille mit einer Schablone auf das Tonpapier zeichnen und ausschneiden (Alternativ können die Vorlagen auch auf dicken Karton gedruckt werden). Dann aus der Folie entsprechend der Löcher „Gläser“ ausschneiden und einkleben(hier können die Eltern auch gerne unterstützen). Jetzt können die Brillen mit Aufklebern und Verzierungen dekoriert werden. Dann dürfen die Kinder ihren Eltern die Brille aufsetzen.

Gesprächsimpuls:
Diese Brille lässt die Erwachsenen die Welt ganz anders sehen. Wie sehen Kinder diese Welt? Vielleicht bunter oder unschärfer oder wilder? Welchen Unterschied würde es machen, wenn wir als Eltern öfters die „Kinderbrille“ tragen? Die Brille soll die Erwachsenen daran erinnern öfters die Welt mit den Augen der Kinder sehen.

Material:

  • Tonpapier
  • Brillenschablonen für Erwachsene in verschiedenen Formen und Größen
  • Multispektral-Folie oder alternativ buntes Transparentpapier
  • Scheren (mit Spitze)
  • Kleber
  • Bleistifte
  • Aufkleber und kleine Dinge zum Dekorieren

Station 2: Ich bin es wert –Lernen zu dürfen

-> Blaukraut-Experiment

Stationsbeschreibung:
Vier Gläser mit Rotkohlwasser füllen. Alle sehen gleich aus. Nacheinander in je ein anderes Glas füllen: Zitronensaft, Essig, Waschmaschinenpulver mit Wasser, Spülmaschinenpulver mit Wasser. Die Farbe ändert sich blitzschnell. Du kannst weiter experimentieren. Ändert sich die Farbe, wenn du z.B. in das Glas mit Zitronensaft nun die Waschmittelmischung kippst? Einen Farbstoff, dessen Farbe sich je nach dem Säuregehalt einer Flüssigkeit verändert, nennt man Indikator (lateinisch „Anzeiger“). Rotkohlsaft ist also eine Indikatorlösung und zeigt den pH-Wert einer Lösung an. Dabei gilt: Ein kleiner pH-Wert bedeutet eine saure Lösung mit einer hohen Protonenkonzentration. Je grösser der pH-Wert ist, desto basischer. Der Farbwechsel des Indikators ist chemisch begründet: In einer sauren Lösung reagiert der Indikatorfarbstoff anders als in einer basischen Lösung.

Gesprächsimpuls:
Die Farbe verändert sich. Wir haben im Leben ständig Veränderungen. Wo erlebst du Veränderungen als Segen? In welchen Veränderungen deines Lebens erlebst du Gott? Lernen bedeutet auch Veränderung. Durch Lernen kann ich mich verändern. Was hast du hier gelernt?

Material:

  • Rotkohlwasser
  • Zitronensaft
  • Essig
  • Waschmittelpulver
  • Spülmaschinenpulver
  • Gläser
  • Gefäße
  • Außerdem empfohlen: Tücher zum Hände abwischen, Spüllappen, Eimer

Vorbereitung:
Einige Stunden vorher: Rotkohlwasser vorbereiten: Rotkohl in Streifen in ca. 2l warmes Wasser legen. Dann den Rotkohl ab sieben. Kann gekocht und gegessen werden.) Kurz vorher: Gläser bereitstellen, Waschmaschinenmittel mit Wasser in einem Gefäß mischen (und wenn du hast auch das Spülmaschinenmittel mit Wasser vermischen)

-> Das Distanz-Experiment

Stationsbeschreibung:
Schüssel mit Wasser füllen. Wenn das Wasser stillsteht, Pfeffer auf die Oberfläche streuen. Dann mit einem Wattestäbchen, das man vorher in Spülmittel getränkt hat, die Oberfläche berühren. Der Pfeffer, der zu Beginn ganz eng beieinander war, wird blitzschnell auseinandergetrieben. Das Spülmittel zerstört die Wasseroberflächenspannung. An der Stelle um das Spülmittel herum sinkt der Pfeffer zu Boden.

Gesprächsimpuls:
Wo erlebt ihr Nähe und Distanz? Wie könnt ihr Nähe innerhalb eurer Familie schaffen? Wo wünscht ihr euch mehr Distanz? Was verbindet euch?

boy in black t-shirt hugging girl in red and white polka dot dress

Material:

  • Schüssel
  • Pfeffer gemahlen
  • Wattestäbchen
  • Spülmittel

Station 3: Ich bin es wert – meine Stimme zu erheben

-> Wie laut ist deine Stimme?

Stationsbeschreibung:
Immer eine Person darf so laut sie kann in das Handy schreien. Der Wert wird auf einem Ranking festgehalten. Bei der Feier-Zeit wird der lauteste Schreier bekanntgegeben.

Gesprächsimpuls:
Jeder darf sich eine eigene Meinung zu bilden und sie auch vertreten. Jeder Mensch –auch Kinder dürfen ihre Stimme erheben. Das kann laut oder leise geschehen. Wie ging es dir mit dem Schreien? Schreist du (oder wirst du laut), wenn du deine Meinung vertrittst? Manchmal kann das Laut-Sein auch bedeuten nicht nach zulassen und immer wieder laut (oder leise) auf die eigene Meinung hinzuweisen.

Material:

  • Handy
  • Dezibelmess-App
man in white and blue crew neck t-shirt

Station 4: Ich bin es wert – Familie zu erleben

-> Familien-Ski fahren

Stationsbeschreibung:
Es sind zwei Parcours aufgebaut und zwei Familien treten gegeneinander an. Die Familien schlüpfen mit den Füßen in die Schlaufen und stehen dann hintereinander auf den Skiern. Nach dem Startsignal laufen die Familien los. Die Herausforderung dabei ist im Gleichschritt zu laufen und kein Familienmitglied zu verlieren. Die Schnellste Familie gewinnt. Evtl. kann nach dem Gespräch eine zweite Runde erfolgen. Es kann auch die Zeit gestoppt und ein Ranking von allen Familien gemacht werden.

Gesprächsimpuls:
Fiel es euch leicht auf einander achtzugeben? Hat einer die Führung übernommen? Habt ihr euch wohl gefühlt in eurer Rolle innerhalb der Familie? Könntet ihr etwas besser machen? Kinder brauchen eine Familie für ihr gutes Aufwachsen. Kennt ihr Kinder die keine Familie haben? Wo könnten sie Familie erleben?

Material:

  • 2×2 alte Skier oder Bretter versehen mit mehreren Lederriemen/Gurten
  • Pylonen
  • Start und Ziellinie (z.B. Seile)
  • Pfeife (o.ä.) als Startsignal

Station 5: Ich bin es wert – dass ich mitmachen darf

-> Mitmach-Plakat

Stationsbeschreibung:
Jeder darf mit Farbe und Pinsel an einem großen Bild mit malen. Entweder es ist ein vorgezeichnetes Logo, Bild oder Schriftzug. Es ist auch möglich keine Vorgabe zu machen. Bei der Feier-Zeit bekommt das Plakat einen Platz und wird in seiner Vielfalt bewundert.

Gesprächsimpuls:
Wie fühlt es sich an mit dazu zu gehören? Selbst etwas zu tun, aus dem dann ein großes Ganzes wird? Wo gibt es Bereiche in denen du mitmachen darfst? Und wo darfst du nicht mitmachen?

Material:

  • Tapetenrolle
  • altes Leintuch
  • Farbe
  • Pinsel

Station 6: Ich bin es wert – Gott kennenzulernen

-> Jesus-Memory

Stationsbeschreibung:
Die Karten werden verdeckt auf einem Tisch ausgelegt. Jetzt wird Memory gespielt. Immer die beiden gleichen Karten müssen gefunden werden. Wenn ein Spieler ein Pärchen gefunden hat, liest er den Text der Karte laut vor (z.B. Jesus, der Anstachler, Er motivierte seine Freunde, die größten Herausforderungen anzunehmen. Und zu bestehen. (Lukas 10,17)). Dann wird eine Karte vom Impuls-Karten Stapel gezogen und beantwortet. Evtl. kann am Ende jeder seine Lieblingskarte mitnehmen.

Gesprächsimpuls:
Impuls-Karten mit folgenden Fragen:
Hast du Jesus schonmal so gesehen wie auf der Karte beschrieben?
Lest den Vers in der Bibel nach und sprecht über die verschiedenen Texte.
Gefällt dir das Bild von Jesus auf der Karte?
Hast du Jesus schonmal so erlebt, wie auf der Karte steht?
Findest du gut, wie Jesus hier beschrieben wird?
Wünschst du dir Jesus so zu erleben?

Material:

Station 7: Ich bin es wert – fair behandelt zu werden

-> Mogelspiel

Stationsbeschreibung:
Bei diesem Kartenspiel geht es darum durch geschicktes Schummeln und cleveres Ablegen als erster seine Karten loszuwerden. Dabei darf man Karten einfach verschwinden lassen (z.B. unter den Tisch fallen lassen, über die Schulter werfen, in den Ärmel schieben)

Gesprächsimpuls:
Fiel es euch leicht die anderen zu beschummeln?
Wie ging es euch als Wächter-Wanze?
Seid ihr im echten Leben schonmal ungerecht behandelt worden?
Was könnt ihr gegen unfaire Behandlung tun?

Material:

  • Kartenspiel Mogelmotte (Drei Magier Verlag)

Station 8: Ich bin es wert – Spielen zu dürfen

-> Gruppenspiele

Material: verschiedenes Material für die Spiele
Stationsbeschreibung: An dieser Station können klassische Gruppenspiele wie Topfschlagen, Mehl abschneiden, Schokolade auspacken, Apfel aus Wasserschüssel essengespielt werden. Dabei darauf achten, dass auch die Eltern zum Mitspielen motiviert werden.
Gesprächsimpulse: Was macht am Spielen besonders viel Spaß? Wann spielt ihr in eurem Alltag. Wo sind Zeiträume dafür? Spielen Mama und Papa mit?

1. Mehl schneiden

Stationsbeschreibung:
Auf einem großen Teller oder in einer flachen Schüssel wird ein Haufen aus Mehl aufgeschüttet, oben drauf wird das Gummibärchen gelegt. Nun schneiden die Spieler der Reihe nach „Stücke“ vom Mehlberg ab -aber ohne, dass das Gummibärchen herunterfällt! Das geht am Anfang noch ganz leicht, wird aber von Mal zu Mal schwerer. Bei wem das Gummibärchen schließlich herunterfällt, der hat verloren und muss die Süßigkeit mit dem Mund aus dem Mehl fischen. Das gibt lustige Mehlgesichter!

Material:

  • flache Schüssel oder großer Teller
  • Mehl
  • ein stumpfes Messer
  • ein Gummibärchen
2. Topfschlagen

Stationsbeschreibung:
Ein Spieler bekommt die Augen verbunden und sucht auf den Knien nach dem Topf, indem es mit dem Löffel schlägt. Die anderen helfen mit „Heiß“-oder „Kalt“-Rufen. Hat der Sucher den Topf gefunden, gibt es zur Belohnung die Süßigkeit, die darunter liegt.

Material:

  • Kochtopf
  • Holzlöffel
  • Schal
  • kleine Süßigkeiten
3. Apfel aus der Wasserwanne essen
red apple fruit on green leaves during daytime

Stationsbeschreibung:
In eine mit Wasser gefüllte Wanne wird ein Apfel gelegt. Ein Spielermuss nun diesen Apfel essen ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Auch darf der Apfel nicht herausgeholt und auf den Boden gelegt werden. Achtung –die Spieler können dabei nass werden. Evtl. ein Handtuch bereit halten.

Material:

  • Wasserwanne
  • Apfel
  • Wasser
  • Handtuch
4. Schokolade auspacken

Stationsbeschreibung:
Für dieses Spiel wird eine Tafel Schokolade mit mehreren Schichten Zeitungspapier umwickelt und verschnürt. Nun beginnt die Runde mit dem Würfeln. Bei einer 6 darf die Person Handschuhe anziehen, einen Schal anlegen, eine Mütze aufsetzen, einen Mantel anziehen und anschließend beginnen mit Messer und Gabel das Päckchen zu öffnen. Währenddessen würfeln die anderen Gruppenmitglieder weiter. Sobald eine neue 6 gewürfelt wurde darf diese Person mit Messer und Gabel auspacken. Natürlich erst, wenn Handschuhe, Schal, Mütze und Mantel angezogen wurden. Wahrscheinlich nach einigen Runden wird endlich mal die Schokolade zum Vorschein kommen. Und nach vielen weiteren Runden ist diese mit Messer und Gabel aufgegessen.

Material:

  • Tafel Schokolade
  • Verpackungsmaterial
  • Paketschnur
  • Messer und Gabel
  • Handschuhe
  • Mütze
  • Schal
  • Mantel
  • Würfel

Station 9: Ich bin es wert – geschützt zu werden und mich geborgen zu fühlen

-> Unter dem Schirm

Stationsbeschreibung:
Einige Besucher (gerne auch eine Familie) setzen sich in das Zelt oder stellen sich unter einen Regenschirm. Mit dem Wasserschlauch wird gespritzt, so dass die Besucher nicht nass werden aber das Wasser sehen und prasseln hören.

Gesprächsimpuls:
Wie fühlt es sich an im trockenen zu sein, wenn das Wasser so prasselt. Was bedeutet Geborgenheit für euch? Wann fühlt ihr euch geborgen und beschützt? Was macht es für einen Unterschied den Schirm/das Zelt zu haben? Was ist für dich wie das Zelt/der Schirm und beschützt dich davor „nass“ zu werden. Zum Abschluss kann folgendes Gebet gesprochen werden(evtl. auf einlaminierten Kärtchen ins Zelt legen): Großer Gott, Danke, dass du mich beschützt. Danke, dass ich keine Angst haben muss, weil du bist wie der Schirm/das Zelt. Danke, dass ich bei dir geborgen bin. Amen.

Material:

  • eine Strandmuschel
  • ein Zelt
  • ein Schirm
  • eine Wiese
  • einen Wasseranschluss
  • einen Gartenschlauch mit Brause
  • evtl. Gebet auf Kärtchen

Station 10: Ich bin es wert – genug zu haben

-> Luftballon-Dank-Gebet

Stationsbeschreibung:
Für jede Familie gibt es einen Luftballon. Die Familien bläst ihn selbst auf! Dann wird er zwischen den Familienmitgliedern hin und hergeworfen. Jeder sagt abwechselnd, worüber sie/er sich freut und wofür sie/er dankbar ist! Die Familie macht so lange weiter bis ihr nichts mehr einfällt.

Gesprächsimpuls:
Wir Menschen neigen zur Vergesslichkeit. Wir vergessen schnell, mit wie viel wir von Gott beschenkt werden. Es tut uns jedoch gut, uns dankbar und bewusst an Gottes Wirken zu erinnern. Wofür kannst du Gott danken? Worüber freust du dich? Wofür möchtest du Gott Danke sagen? In Psalm 103, 1-2steht: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Material:

  • Luftballons für jede Familie
person holding white and black i love you print card

Station 11: Ich bin es wert – in Frieden zu leben

-> Sorgenglas

Material: Vase oder Einmachglas, Steine, Teelicht, Streichhölzer, evtl. Handy oder Laptop mit Lautsprecher
Stationsbeschreibung: Setzt euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas.
Gesprächsimpulse: Sprecht dann das Gebet (Schulkinder können es auch vorlesen). Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen.

Stationsbeschreibung:
Setzt euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas.

Gesprächsimpuls:
Sprecht dann das Gebet (Schulkinder können es auch vorlesen). Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen.

Material:

  • Vase oder Einmachglas
  • Steine
  • Teelicht
  • Streichhölze
  • evtl. Handy oder Laptop mit Lautsprecher

Feier-Zeit

Begrüßung/Themenhinführung

Bei der Feier-Zeit könnte die Moderation von einem Kind übernommen werden. Evtl. kann das Kind Erwachsene interviewen und fragen, was ihnen in der Aktiv-Zeit besonders gefallen hat.
„Ich bin es wert“ ist das Thema der Kirche Kunterbunt heute. Wann ist jemand wertvoll oder was ist wertvoll? Bin ich wertvoll, wenn ich etwas gut kann? (z.B. schön Malen wie auf dem Mitmach-Plakat von Station 5). Oder bin ich wertvoll, wenn ich Geld habe? (Geldschein zeigen und evtl. Spontantheater der Willkommens-Zeit einbauen oder aufgreifen). Egal was mir passiert oder wie ich mich fühle-mein Wert wird nicht vermindert. Jeder hier ist wertvoll, weil jeder eine geniale Idee Gottes ist und Gott jeden von uns genauso liebt wie wir sind.

Impuls

Wir haben an den zehn verschiedenen Stationen erlebt was es ganz praktisch bedeutet, dass jeder Mensch wertvoll ist -auch und vor allem die Kinder. Sie haben Rechte. Diese wollen wir uns heute bewusst machen und überlegen, wo und wie wir diese Rechte stärken können. Oft gehen wir Erwachsenen schnell über Kinder hinweg, nehmen sie nicht ernst, hören nicht zu, werden ihnen nicht gerecht.

Vergebungs-Aktion:

Stationsbeschreibung: Eltern bekommen ein oder mehrere Legomännchen (oder können sich variabel eines zusammenbauen). Das Legomännchen stellt ihr Kind/ihre Kinder dar. Die Kinder bringen an entsprechender Stelle die Männchen ans Kreuz. Außerdem werden Kärtchen mit Bekenntnissen verteilt, die dann an entsprechender Stelle vorgelesen werden.

Wir wollen unsere Kinder mit Gottes Augen als seine Geschöpfe sehen. Oft gelingt uns das nicht. Schaut euch euer „Lego-Kind“ an. Überlegt euch, wann ihr euren Kindern nicht gerecht geworden seid. Wann ihr sie verletzt habt und ihren Wert nicht geschätzt habt. Gebt nun eurem Kind/euren Kindern das/die Lego-Männchen. Die Kinder dürfen während dem nächsten Gebet die Männchen ans Kreuz stellen. Wir wollen jetzt vor Gott bringen, wo wir unseren Kindern nicht gerecht geworden sind. Wir wollen ihn um Verzeihung bitten und uns mit ihm versöhnen.
Gebet: Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Jetzt werden die Kärtchen vorgelesen. Zwischendurch sprechen wir gemeinsam „Herr erbarme dich über uns!
“Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. (kurze Stille) „Herr erbarme dich über uns!“

Liedvorschläge

  • Du bist wertvoll (Puzzles)
  • Bist du groß oder bist du klein (überliefert)
  • Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer)
  • Ganz schön stark (Daniel Kallauch)
  • Ich kann das, ich schaff was (Daniel Kallauch)
  • Sei du (Daniel Kallauch)

Material:

  • Legomännchen
  • Kreuz
  • je ein Bekenntnis auf einem Kärtchen

Bekenntnisse
Am besten einzeln ausdrucken.
Ich habe nicht zugehört.
Ich habe mein Versprechen nicht gehalten.
Ich war unzuverlässig.
Ich habe mich lustig gemacht.
Ich war gefangen in meinen Sorgen.
Ich habe mich von meiner Wut überwältigen lassen.
Ich habe geschrien.
Ich habe meinen Ärger nicht ausgesprochen.
Ich habe mich nicht gekümmert.
Ich habe nur an mich gedacht.
Ich war unfair.
Ich habe mein Kind ausgelacht.
Ich habe nicht für Gerechtigkeit gesorgt.
Ich bin keinen Kompromiss eingegangen.
Ich habe mich über andere erhoben.

Gebetsideen

-> Seifenblasengebet
1. Alle kommen in einem großen Kreis zusammen
2. Alle holen ihre imaginären Seifenblasen heraus und pusten gemeinsam eine riesige, imaginäre Seifenblase auf.
3. Alle treten ganz vorsichtig und leise in diese Seifenblase ein.
4. Alle senken den Kopf und richten den Blick auf den Boden. „Wir sagen Gott jetzt in unseren Gedanken, was uns traurig macht oder belastet.“
5. Alle heben den Kopf und richtenden Blick Richtung Himmel. „Wir sagen Gott jetzt in unseren Gedanken, was uns glücklich macht oder worüber wir dankbar sind.“
6. Alle treten ganz vorsichtig wieder aus der Seifenblase heraus.
7. „Amen“ – alle lassen die Seifenblase mit einem Schnalzer oder „plopp“ platzen.

-> Groß und klein Gebet
Zwischen den einzelnen Teilen immer wieder kurzeinen Moment der Stille einplanen. (Wir strecken jetzt unsere Arme so weit wie irgend möglich aus.) Danke, Gott, du Schöpfer, dass du größer bist, als wir uns das überhaupt vorstellen können. Zeige deine großartige Kraft doch auch im Leben der Leute, denen es nicht gut geht. Und in den Ländern, in denen Not und Krieg herrscht, (evtl. aktuelle Bezüge herstellen). (Legt jetzt eure Finger so zusammen, als ob ihr etwas Winziges zwischen den Fingerspitzen hättet.) Danke, Gott, dass du jedes kleine Detail an uns liebst. Und dass dir auch die alltäglichen und kleinen Dinge wichtig sind, die wir tun. Amen.

Segensideen

-> Konfetti-Segen

-> Segen mit Bewegungen
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (strecke die Hände aus, als wolltest du ein Geschenkempfangen) und die Liebe Gottes (lege deine Hände aufs Herz) und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes (den Nachbarn an den Händen fassen) sei mit uns allen, jetzt und für alle Zeit. Amen! (Hebt beim Wort «Amen» miteinander die Hände in die Höhe.)

Essens-Zeit

Kirche Kunterbunt lebt von Beziehungen und den Begegnungen beim Essen. Wenn es möglich ist, dann schafft eine schöne „Essensatmosphäre“ mit Dekoration, Getränken und vielleicht sogar einem Nachtisch. Das Essen muss nicht teuer oder aufwändig sein. Beim Thema Schöpfung bzw. Nachhaltigkeit bietet sich eine gute Gelegenheit vegetarisch zu Kochen und unseren Fleischkonsum zu thematisieren.
Mögliche Ideen: Käsespätzle, Gemüsesuppen, Nudelsuppe, Milchreis mit Apfelmus. Oft gibt es in Gemeinden Menschen die gerne Kochen und sich dadurch einbringen. Fragt doch ein Küchen-Team außerhalb eures Teams an. Gestartet wird die Essenzeit mit einem kreativen Tischgebet.

Zwei Vorschläge:


-> Tischrap

1 –2 –3 –4 –Der Tisch ist voll, der Magen ist leer und brummt und brummt und brummt wie ein Bär. Wir danken Gott für alles, was er gibt und wünschen uns einen „Guten Appetit!“

-> Tischlied

1.Miteinander essen, das kann schön sein. Froh zu Tische sitzen, lieben wir. Gaben lasst uns teilen und auch noch verweilen, schön, dass wir zusammen sind. Schön, dass wir zusammen sind.
2.Jesus gab ein Beispiel für uns alle, aß mit vielen Menschen brüderlich! Viele sind so einsam, wären gern gemeinsam, kommt wir schließen keinen aus, kommt wir schließen keinen aus.
3.Doch nicht zu vergessen, wenn wir essen, dafür auch zu danken, lehrte er. Denn die guten Gaben könnten wir nicht haben gäbe es nicht Gottes Kraft, gäbe es nicht Gottes Kraft.
4.Da wo Jesu Freunde heute leben, woll’n sie nicht vergessen, Christ, den Herrn. Bleibt lebendig immer, man vergisst ihn nimmer: Tischgemeinschaft hält man gern, Tischgemeinschaft hält man gern.
Text und Melodie: Wolfgang Longardt

Ideen für zu Hause

Das Thema der Kirche Kunterbunt soll zu Hause nachwirken. Deshalb gibt es ein Kärtchen oder Flyer zum Mitnehmen. Mit folgenden Inhalten kann dieses „Mitgebsel“ gestaltet werden.

-> Ich bin es wert – Lernen zu dürfen-Experiment für zu Hause: Rosinenaufzug

Stationsbeschreibung:
Die beiden mit Wasser und Mineralwasser gefüllten Gefäße stehen da. Die Kinder dürfen in beide Gefäße je eine Hand voll Rosinen geben. Dann beobachten und abwarten: Was passiert? Rosinen haben eine größere Dichte als Wasser. Deswegen sinken sie erstmal in beiden Gefäßen auf den Boden. Im Gefäß mit Mineralwasser heften sich die Bläschen (gelöstes Kohlendioxid) an die Oberfläche der Rosinen. Da die Bläschen leichter als Wasser sind, schwebt und tanzt die Rosine nun nach oben. Oben an der Wasseroberfläche platzen die Bläschen und die Rosine sinkt wieder herab, Das geht solange, bis sich keine Blasen mehr an den Rosinen bilden.

Gesprächsimpuls:
Was trägt die Rosinen hoch?
Was trägt dich?
Was gibt dir Aufschwung?
Was hast du hier gelernt?
Macht es dir Spaß etwas Neues zu lernen?
Haben die Erwachsenen auch etwas gelernt?

black round fruits on white background

Material:

  • Rosinen
  • Wasser
  • Mineralwasser (Sprudel)
  • 2 lange durchsichtige Gefäße

-> Die Welt mit Kinderaugen sehen – eine Aktion für Erwachsene

Es ist wichtig immer wieder die Perspektive zu wechseln und die „Kinderbrille“ aufzuziehen. Wenn ihr bei der Kirche Kunterbunt eine Kinderbrille gebastelt habt, dann zieh sie auf. Alternativ könnt ihr eine Sonnenbrille oder die Lesebrille eines anderen Menschenaufziehen.
1.Brille aufziehen.
2.Setz dich hin und betrachte dein Umfeld durch die Brille.
3.Spreche das Gebet: Großer Gott. Danke für unsere Augen. Danke, dass du mir Kinder anvertraut hast. Für sie sieht die Welt ganz anders aus. Öffne mir die Augen, damit ich die Welt mit Kinderaugen sehen kann. Gib mir Kraft ihre Perspektive zu verstehen und mich darauf einzulassen. Amen.

-> Lego-Männchen

Hier findest du mehrere Blanko-Legomännchen. Ihr dürft sie so anmalen, wie eure Familie aussieht. Gerne die Kinder die Erwachsenen und umgekehrt. Dann könnt ihr gemeinsam eure Lego-Familie zu einem Kreuz bei euch zu Hause legen. Überlegt euch, wann ihr nicht achtsam miteinander umgegangen seid. Warum habt ihr gestritten? Warum gab es Tränen? Welche Gefühle wurden verletzt? Wer war ungerecht?
Versucht darüber zu sprechen, euch zu vergeben und Ideen für verändertes Verhalten zu überlegen. Wenn ihr wollt könnt ihr dann folgendes Gebet gemeinsam sprechen: Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. Amen.

Weitere Ideen für zu Hause

  1. Schreibt euch gegenseitig einen Brief, in dem ihr euch gegenseitig für alles DANKE sagt, was im Alltag untergeht, für die kleinen Dinge, die sonst keine Aufmerksamkeit bekommen.
  2. Verbringt mindestens einmal im Monat einen Familientag, an dem alle mitentscheiden dürfen, was gemacht wird (Spaziergang, Pizza backen, Talenteabend, Eis essen, …).
  3. Erstellt gemeinsam einen Essensplan für die Woche. So darf jeder mal entscheiden, was es zu essen gibt. Positiver Nebeneffekt: die Einkaufsliste ist auch schneller geschrieben.
  4. Plant in euren Tagesablauf Meckerphasen und Dankesphasen mit ein. Eine Zeit, in der ihr euch ganz bewusst Zeit für die gegenseitigen Bedürfnisse nehmt. Das muss keine Stunde sein. Ein paar Minuten reichen aus, sich gegenseitig auszutauschen.
  5. Steckt euch morgens drei Mummelsteine in die rechte Hosentasche. Wenn es am Tag einen Moment gibt, an dem ihr für etwas dankbar seid, dann nehmt einen Mummelstein aus der rechten Tasche und steckt ihn in die linke Tasche. Beim Abendessen könnt ihr euch austauschen, wie viele Steine es heute in die linke Hosentasche geschafft haben und wofür sie stehen.

Kontakt zu Beratungsstellen
Das Leben und der Alltag als Familie ist eine Herausforderung, die häufig nicht alleine leistbar ist. Es gibt vielfältig Unterstützungsmöglichkeiten für Familien. Nutzt sie –um für euch, eure Partner und eure Kinder gute Lebensbedingungen zu schaffen. Bei verschiedenen Anbietern gibt es Erziehungs-und Familienberatung, Ehe-, Paar-und Lebensberatung, Mutter-/ Vater-Kind-Kur, Frühe Hilfen für den Familienstart oder einzelne Vorträge oder Themenabende zu diesen Themen. Einige Beispiele, bei denen Angebote zu finden sind:

Das Kleingruppen-Material beinhaltet: Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit.

Die Kleingruppen laufen nach einem Rotationsprinzip. Jeder Kleingruppe wird von mind. einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Durch ein Signal vom Zeitwächter wird den Gruppen signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen. Je ein weiterer Mitarbeitender ist bei einer der 5 Stationen die je 7 Minuten dauern:

  • Gespräch inkl. Fragen
  • Spiel
  • Kreatives
  • Bibellesen und Gebet
  • Extra/Spezial

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

Jesus ist mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Jerusalem. Auf dem Ölberg kurz vor Jerusalem, gibt Jesus zwei seiner Jünger einen merkwürdigen Auftrag: sie sollen einen Esel von einem nahegelegenen Ort holen. Der Esel ist dort an einem Pfosten angebunden und falls einer sie fragen sollte, was sie da machen, sollen sie antworten >Der Herr braucht ihn und wird ihn gleich wieder zurückbringen<. Ein etwas merkwürdiger Auftrag, oder? Und woher weiß Jesus, dass da ein Esel steht?… Aber die Jünger führen den Auftrag dennoch aus und bringen Jesus den Esel. Danach zieht Jesus auf diesem Esel in Jerusalem ein. Der Einzug gleicht dem eines Königs, aber Jesus ist kein gewöhnlicher König: Er hat keine Krone und reitet auch auf keinem schellen Pferd, sondern auf einem langsamen Esel. Die Menschen jubeln ihm aber trotzdem zu und freuen sich darüber, dass der sehnsüchtig erwartete Retter nun endlich kommt. Wir dürfen uns heute noch genauso freuen, wie die Menschen damals, denn Jesus will auch heute noch bei uns im Herzen einziehen und mit uns zusammen durch´s Leben gehen.

Zielgedanke: Jesus, der König, kommt auch zu dir

Bezug zur Altersgruppe

Die Kinder sollen wissen, dass Jesus ein besonderer König ist. Ein König, der auch heute noch zu den Menschen und zu den Kindern kommt und bei ihnen im Herzen einziehen will.

Kleingruppen Übersicht

  • Station 1: Kreatives
  • Station 2: Spezial
  • Station 3: Bibellesen und Gebet
  • Station 4: Spiel
  • Station 5: Gespräch

Hinweis: Die Kleingruppen laufen nach dem Rotationsprinzip. Jeder Kleingruppe wird von einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Gruppe 1 – startet bei Station 1, Gruppe 2 – bei Station 2 usw. Durch ein Signal vom Zeitwächter (einem Mitarbeitenden) wird den Gruppen nach 7 Minuten signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen.

Station 1: Kreatives – Slide-Esel

Wir wollen einen sogenannten ,,Slide-Esel“ basteln. Die Bastelarbeit soll den Einzug in Jerusalem darstellen. Anfangs sollte den Kindern ein Endprodukt gezeigt werden, damit sie sich vorstellen können, was sie basteln. Und man sollte auch zeigen, wie sich der Esel bewegt (indem man hinten an der Schnur zieht). Man fängt mit dem basteln des Slide-Effekts an, da die Kinder zur Not auch immer noch zuhause alles vollends fertig malen können.

Hinweis: Wenn in den Kleingruppen mehr als 6 Kinder sind, sollten 2 Mitarbeiter diese Station betreuen

Der Slide-Effekt: Als erstes werden die Löcher mit einem Locher in die dickere Pappe gemacht  (jeweils oben und unten, siehe Bild unten). Der Mitarbeiter kann währenddessen schon mal die Gaffa-Streifen vorbereiten. Als nächstes wird die ellipsenförmige Pappe für den Esel mit einem schmalen Gaffa-Streifen mittig auf die Schnur geklebt. Anschließend werden die Enden der Schnur jeweils durch die Löcher der Grundpappe gezogen und hinten wieder so zusammengeknotet, dass es nicht zu straff, aber auch nicht zu locker ist. Beim Knoten sollte ein Mitarbeiter dementsprechend helfen. Die überstehenden Enden können mit einer Schere abgeschnitten werden.

Die Kinder können nun mit dem malen des Esels anfangen. Hierfür kann man ihnen eine Vorlage zeigen (oder mehrere), wie der Esel zum Beispiel aussehen könnte. Danach können sie auf die dickere Pappe die Straße nach Jerusalem mit Zweigen und Kleidern, ein Stadttor und die jubelnde Menschenmenge malen. Hierfür sollte man auch die Vorlage wieder bereitlegen, damit die Kinder sehen, wie die Straße aussehen kann. Man sollte darauf achten, dass die Straße mittig verläuft, da der Esel darüber entlang gezogen wird. Danach ist man fertig und man kann den Esel in die Stadt einziehen lassen, indem man hinten an der Schur zieht.

Falls die Zeit um ist, können die Kinder dann zuhause das Bild vollends fertig malen.

Was der Mitarbeiter vorbereiten sollte:

  • Die dickere Pappe für den Untergrund zuschneiden (ca. 20 cm x 10 cm)
  • Die Ellipsen für den Esel aus der dünneren Pappe ausscheiden (ca. 5 cm x 3,5 cm)
  • Die Bindfäden auf ca. 45 cm zuschneiden
rot ca. 5cm
gelb ca. 3,5cm

Material:

  • Dickere Pappe (Dicke: ca. 1,5 mm) wäre sinnvoll (zur Not geht auch eine normale Pappe von einer Müsli-Verpackung). Diese sollte in ca. 20 cm x 10 cm große Stücke geschnitten werden.
  • Normale Pappe (z.B. Pappe von Müsli-Verpackung) für Esel-Ellipsen
  • Schnur jeweils ca. 45 cm lang
  • Gaffa-Tape bzw. Gewebeklebeband
  • Locher
  • Scheren
  • Buntstifte und/oder Filsstifte

Station 2: Spezial – Szene nachstellen

Die Kinder haben die Möglichkeit die Geschichte kreativ darzustellen. Sie bekommen Kostüme und Requisiten und dürfen sich passend dazu verkleiden. Einer kann den Esel, einer Jesus, einer den Besitzer und die anderen können Jünger oder Menschen, die Jesus zujubeln, darstellen. Wie die Gruppe diese Geschichte darstellen will, ist ihr selbst überlassen…der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Material:

  • Eselkostüm
  • Kpstüme

Station 3: Bibellesen und Gebet: „Markierung“

Variante für 1. und 2. Klasse:

Den Kindern wird die Geschichte versweise vorgelesen. Nach jedem Bibelvers, macht man eine Pause und die Kinder können fragen, wenn sie irgendein Wort oder sonst irgendwas nicht verstanden haben. Danach kann man die Kinder auch noch fragen, was sie cool an der Geschichte finden.

Variante für 3. bis 6. Klasse:

Die Geschichte wird von einem Mitarbeiter den Kindern vorgelesen. Die Kinder haben den Bibeltext in ausgedruckter Form vor sich liegen, um sich Verse zu markieren, welche sie nicht verstehen oder komisch finden (Bibeltext zum ausdrucken befindet sich als Datei angehängt). Anschließend sollte ein kurzer Austausch über die Geschichte erfolgen. Danach kann man die Kinder auch noch fragen, was sie cool an der Geschichte finden. Der zugeteilte Mitarbeiter sollte langsam lesen und auch entsprechend Pausen machen.

Folgendes wieder für jedes Alter:

Wenn noch Zeit ist, gibt es zum Abschluss noch ein Teelichtgebet. Hierfür setzen sich die Kinder im Kreis und es wird ein Teelicht in einem Gläschen von einem Mitarbeiter angezündet. Anschließend wird das Teelicht im Kreis herumgegeben und der, der das Teelicht gerade hat, darf etwas laut sagen, muss er aber nicht. Wenn er fertig gebetet hat, gibt er das Teelicht weiter, und der nächste ist dran. Am Ende spricht der Mitarbeiter noch ein Abschlussgebet. Während dem Gebet ist man natürlich ruhig, außer man ist gerade dran.

Der zugeteilte Mitarbeiter sollte langsam lesen und auch entsprechend Pausen machen.

Material:

  • Buntstifte
  • Die Bibelstelle als Printmedium in genügender Anzahl ausdrucken (Text befindet sich in Datei zum Download)                  
  • Teelicht + Gläschen

Station 4: Spiel – Die etwas andere Reise nach Jerusalem (auch bekannt unter ,,das menschliche Fließband“)

Wichtiger Hinweis im Vorhinein: !!!Die Kinder sollten vor dem Spiel, ihre Taschen leeren!!!

Bei diesem Spiel müssen die Kinder Jesus nach Jerusalem transportieren. Erst wird ausgemacht wer als erstes Jesus spielt. Alle anderen Kinder sind dann Esel bzw. bilden zusammen ein Fließband. Die Esel legen sich nebeneinander mit dem Rücken so auf den Boden, dass sie ein Fließband bilden (Der Mitarbeiter, der die Gruppe begleitet, darf gerne mitmachen und sich an die erste Stelle der Esel legen). Der ,,Jesus“ legt sich nun mit dem Rücken auf die ersten Kinder in Hüfthöhe. Dafür kann er sich zwischen den ersten Beiden mit den Händen abstützen. Nun müssen die Esel sich in Richtung Jerusalem (Mitarbeiter/Ziel) drehen. Dadurch bewegt sich ,,Jesus“. Wenn ,,Jesus“ von der hintersten Person runter ist, steht diese auf und legt sich an das vorderste Ende des Fließbands hin und dreht sich dort weiter. Wenn das erste Kind Jerusalem erreicht hat, fängt man von vorne an und dann darf das nächste Kind (der alte ,,Jesus“ wird nun auch zu einem Esel).

Station 5: Gespräch mit Bildern

Vorbereitung: Die Bilder in der beigefügten Datei ausdrucken und ausschneiden.

Die Kinder bekommen insgesamt 8 Bilder durcheinander vorgelegt. Diese müssen sie in die richtige Reihenfolge bringen, um die Geschichte nochmals kurz zu wiederholen. Die Kinder sollten entweder auf Stühlen um einen Tisch sitzen oder auf dem Boden sitzen. Die Reihenfolge der Bilder ist wie folgt:

  1. Titelbild mit Überschrift ,,Jesus zieht in Jeruslame ein“
  2. Jesus gibt Jüngern den Auftrag, den Esel z holen
  3. Zwei Jünger machen sich auf den Weg, den Esel zu holen
  4. Gespräch zwischen den zwei Jüngern und dem Besitzer
  5. Jünger machen sich auf mit dem Esel auf den Rückweg
  6. Jesus setzt sich auf den Esel und macht sich mit den Jüngern zusammen auf den Weg nach Jerusalem
  7. Menschen werfen Kleider und Zweige auf den Boden und Jesus zieht in Jerusalem ein
  8. Die Kernaussage der Geschichte für die Kinder ,,Jesus, der König, kommt auch zu dir“

Danach sollte die Geschichte von den Kindern kurz nacherzählt werden. Anschließend sollte ein kleiner Austausch über die Geschichte erfolgen. Hierfür gibt es zu jedem Bild eine Frage. Jedes Kind sucht sich ein Bild heraus und nimmt dieses dann in die Hand. Ein Kind kann anfangen, dem Mitarbeiter sein Bild zu zeigen und dieser liest anschließend die jeweilige Frage vor(Hinweis: Es ist egal, in welcher Reihenfolge die Fragen beantwortet werden). Die Frage kann von dem jeweiligen Kind beantwortet werden oder auch von jemand anderem, falls dieses Kind die Frage nicht beantworten will. Nachdem die Frage beantwortet wurde kann die nächste gestellt werden. (Hinweis: Es müssen nicht alle Fragen beantwortet werden)

Bei jüngeren Kindern sollte der Mitarbeiter bei den Fragen kleine Impulse geben wie z.B. bei Frage 5: „Die stehlen den Esel ja eigentlich, oder? Ist das ok?“ Es müssen am Ende nicht alle Fragen beantwortet sein.

Die Fragen zu den jeweiligen Bildern lauten:

1. Weißt du wo Jerusalem ist?

2. Was haben sich wohl die 2 Jünger gedacht, als Jesus ihnen diesen Auftrag gab?

3. Wenn du einer von den 2 Jüngern wärst, hättest du diesen Auftrag ausgeführt?

4. Wie würdest du reagieren, wenn du der Besitzer des Esels wärst?

5. Wie findest du das, dass die Jünger den Esel mitgenommen haben?

6. Was glaubst du, wie hat sich der Esel gefühlt?

7. Wie würdest du dich fühlen, wenn du damals in der Menschenmenge gewesen wärst und Jesus vor dir auf einem Esel vorbeigelaufen wäre?

8. Was bedeutet dir diese Aussage?

Material:

  • ausgeschnittene Bilder
  • oben genannte Fragen sollten in irgendeiner Form vorhanden sein

Ich bin das Licht der Welt…

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

„Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben“, so heißt es in Joh 8,12. Jesus als Stromanbieter oder wie sollen wir uns dies im heutigen Zeitalter vorstellen? Jesus bezieht sich mit seiner Aussage auf einen Brauch des Laubhüttenfestes, dem jüdischen Erntefest: Am Abend zündete man vier große Leuchter an, die das Symbol für die Feuersäule waren, durch die Gott sein Volk nachts durch die Wüste führte (2. Mose 13,21). So wie Gott sein Volk führte, so will Jesus seine Nachfolger auf dem Weg durchs Leben führen, ihnen vorangehen, selbst wenn die Zeiten dunkel erscheinen und als von Gott gesandtes Licht zum ewigen Leben führen.

Erlebniswelt für Kinder

Ein Klick auf den Lichtschalter, und vorbei ist es mit der Dunkelheit. In Großstädten wird es gar nicht mehr richtig dunkel, weil die vielfältigen Lichtquellen dies verhindern. Und dennoch: die Angst vor der Dunkelheit steckt in uns allen. Manche Stadtkinder mögen dies vielleicht erst bei einer Übernachtung auf einem Jungscharlager realisieren. Viele Kinder trauen sich bei Dunkelheit nicht außer Haus oder schlafen nur mit einer kleinen Lampe. Gut, wenn wir vermitteln können, dass uns die Dunkelheit zwar ängstigen kann – diese Angst aber nicht stärker sein kann und darf als das Vertrauen darauf, dass uns Jesus als Freund immer zur Seite steht. Er geht uns den Weg durch tatsächliche oder seelische Dunkelheiten als Licht voran.

Einstieg

Szene: Diana sitzt noch bei Johannes am Stadttor. Es dämmert schon. Johannes fragt Diana, ob sie denn nicht nach Hause müsse. Diana druckst etwas herum, bis sie damit rausrückt, dass sie jetzt eigentlich nicht heim möchte, da es ihr einerseits bereits zu dunkel ist für den Heimweg und andererseits zu Hause heute niemand wartet. Ihre Eltern sind beide bei einem Essen eingeladen und sie hat Angst, nachts alleine zu sein. Johannes versucht ihr die Angst zu nehmen, indem er von der Heilung eines Blindgeborenen berichtet (Joh 9):

Andachtsimpuls

Weißt du Diana, du brauchst in der Dunkelheit keine Angst zu haben. Wenn du Jesus liebst und ihm vertraust, hast du das Licht des Lebens, so sagt es Jesus selbst von sich. Er ist zu uns gekommen, damit er Licht in die dunklen Zeiten unseres Lebens bringt. Das hat er nicht nur so dahingesagt, nein, das hat er sogar ganz praktisch gezeigt. Du kennst doch auch den Bettler, der immer vor dem Tempel bettelt, oder? Tag für Tag sitzt er da, er ist blind und kann sich deshalb seinen Lebensunterhalt nicht anders verdienen. Bettler gibt es immer wieder.

icht nur einmal traf auch Jesus auf Bettler. Eines Tages, als Jesus mit seinen Jüngern unterwegs war und auf einen Blinden traf, fragten die Jünger, wer denn die Schuld für diese Behinderung trage: die Eltern oder er selbst, denn der Mann war blind von Geburt an. Stell dir vor: bei ihm war es immer dunkel. Noch nie hatte er die Sonne gesehen. Doch für Jesus ist nichts unmöglich. Er spuckte auf die Erde, machte einen Brei aus Speichel und Erde und strich diesen auf die Augen des Blinden. Dann sagte er zu ihm, er solle sich im Teich Siloah waschen gehen. Du ahnst es sicherlich schon – der Mann kam sehend zu Jesus zurück. Und was die Schuldfrage anbelangt, so klärte Jesus die Jünger auf, das niemand die Schuld traf. Denn in diesem Fall war das alles von Gott so geplant, damit durch die Heilung die Größe Gottes, seine wunderbaren Werke, sichtbar wurden.

Für diesen Blindgeborenen hat Jesus ganz praktisch Licht in sein Leben gebracht. Die Dunkelheit hat keine Macht mehr. So will Jesus auch uns Licht in unserem Leben sein. Wenn die Nacht kommt und wir uns ängstigen – ER ist bei uns, dass wir uns nicht fürchten brauchen. Wenn ein Problem unser Leben überschattet, wenn wir traurig sind, uns nicht mehr zu helfen wissen – Jesus hellt uns auf und zeigt uns den Weg.

Es hilft nichts, für das Problem einen Schuldigen zu suchen. Manchmal schickt uns Gott dunkle Täler, damit wir lernen, allein auf Jesu Hilfe zu vertrauen, uns ihm, dem Licht des Lebens, das uns leiten will, anzuvertrauen.

Gebet

Jesus, Du weißt, was mir Angst macht. Ob es die Dunkelheit ist oder eine Krankheit – Du kennst mich und weißt, was mich bedrückt. Du hast gesagt, dass Du das Licht der Welt bis. Du willst mir als Licht auf meinem Weg vorangehen. Jesus, daran will ich mich halten – hilf Du mir, das auch in schwierigen Situationen zu glauben und lass mich Deine Kraft und Deine Nähe spüren. Amen

Spielvorschläge/Kreatives

An Spielen eignen sich natürlich alle Licht- und Schattenspiele, was mit Kerzen zu tun hat etc. Wie wäre es mit einem Geländespiel bei Nacht – mit oder ohne Taschenlampe? Man könnte eine Fackelwanderung unternehmen oder mit Stalllaternen die Nacht erkunden.

Bastelideen: Kerzen ziehen oder Kerzen gießen; fertige Kerzen mit Wachsplatten gestalten; aus alten Marmeladegläsern Windlichter gestalten (mit Perlen oder Serviettentechnik bekleben, Sand und Teelicht hinein).

Teelichttischdeko basteln

Anleitung: Aus stabilem Karton schneiden, anmalen oder mit Tonpapier verzieren. Beim inneren Rechteck am Fuß nur die Längsseiten mit dem Cutter einschneiden, dann kann ein Teelicht eingesetzt werden.

Liedvorschlag

  • Nichts soll dich ängsten, EKG 574
  • Abend ward, Jungscharlieder Nr. 42
  • Gib mir Liebe ins Herz, Jungscharlieder 126

Geschichten von Esther und Mordechai

Die biblische Geschichte von Esther und Mordechai ist eine Geschichte von zwei mutigen Menschen. Zwei Menschen, die sich einsetzen für ein ganzes Volk, die ihre eigenen Interessen hintanstellen – zum Vorteil für viele. Zwei Menschen, die gegen Machtspiele und Intrigen kämpfen. Zwei Menschen, die an ihrem Glauben festhalten, auch unter schwierigen Bedingungen.
Esther und Mordechai, zwei Vorbilder in Sachen Mut. Zwei Vorbilder für die Kinder (und nicht nur für Kinder!). Denn oft stehen Kinder vor Situationen, die Mut fordern. Zum Beispiel Mut, sich für Schwächere in der Klasse einzusetzen. Mut, zu eigenen Fehlern zu stehen. Mut, ihre Grenzen auszuprobieren und dabei ihre Gaben zu entdecken.

Hinter dem Spitznamen „Jo“ verbirgt sich in diesem Heft der Evangelist Johannes. Mit den starken 7 sind die Ich-bin-Worte gemeint, die wir nur in diesem Evangelium finden.


Sieben bildhafte Vergleiche und tiefe Botschaften hat Jesus damit in den Raum gestellt. Dies sind starke, manchmal schwer verständliche aber lebendige Worte, die wir für Kinder umzusetzen versuchen. Im Rahmen einer Freizeit oder auch in wöchentlichen Stunden ist das sicher ein spannendes Abenteuer. Vielleicht lässt sich eine Brücke schlagen zwischen den Ich-binWorten und der diesjährigen Losung, die ebenfalls im Johannesevangelium steht.


„Ich lebe und ihr sollt auch leben!“ Johannes 14,19


Diese Worte sagt Jesus seinen Jüngern nicht nach der Auferstehung, sondern in der Zeit bevor er den schweren Kreuzweg auf sich nimmt. Da steckt so viel Vertrauen und Zuversicht in diesen Sätzen, dass es für mich und dich bis zum Jahr 2008 reicht. Belebend, Salz für die Erde, Würze im Alltag, Pfeffer in der Suppe der Gleichgültigkeit, so sollen Nachfolger Jesu sein.


Neun Frauen und Männer stehen als Redaktionskreis hinter dem Jungscharleiter. Jede und jeder von uns lebt auf seine Art, alle zusammen tanken wir Kraft und Leben von Gott. Dass dies im neuen Jahr auch in vielen Jungscharen gelingt wünschen wir euch.


In diesem Sinne mit Jesus Christus mutig voran!


Eure Beate Hofmann und das Redaktionsteam

Seid ihr fit für ein Persien-Abenteuer?

Spielideen

Wer kennt die Geschichten aus 1001 Nacht?

Eine Frau namens Scheherazade erzählt einem König aus dem Orient tausendundeine Nacht lang viele spannende Geschichten. In diesen Geschichten tauchen verschiedene Personen, Gegen-stände und Orte auf. Zu jeder Person bzw. jedem Gegenstand oder Ort gibt es ein passendes Spiel. Die Spiele können als Gesamtgruppe (je nach Größe) oder in mehreren Gruppen gegeneinander gespielt werden.
Als Anreiz kann man eine Schatzkarte gestalten und auseinander schneiden. Für jedes ge-wonnene Spiel gibt es ein Kartenstück, am Schluss sucht man gemeinsam den Schatz (mit einem kleinen Preis).

Die Spiele im Einzelnen

Fliegender Teppich

Die Gruppe spannt ein Geschirrtuch in ihrer Mitte. Auf dieses Tuch wird ein voller Becher mit Wasser gestellt. Nun muss die Gruppe einmal langsam durch den Raum gehen, ohne dass das Tuch nass wird.

Aladins Wunderlampe

Die Gruppe muss in einer vorgegebenen Zeit auf einer Untertasse ein Teelicht durch einen Parcours tragen, ohne dass das Teelicht ausgeht.

Bauchtanz

Im Orient ist der beliebteste Tanz der Bauchtanz. Die Gruppe übt sich eine Minute lang im Bauchtanz.

Die Stadtmauer von Bagdad

Die Gruppe muss versuchen, gemeinsam über ein Hindernis zu gelangen. Zwei Mitarbeitende halten einen Besenstiel so hoch, dass die Gruppe nicht einfach so darübersteigen kann. Die Kinder
müssen einander helfen, damit alle das Hindernis überqueren können (ohne andere Gegenstände zu benutzen).

Ali Baba und die 40 Räuber

Ali Baba gelangt durch List in den Besitz eines Schatzes, den 40 Räuber in einer Felsenhöhle versteckt haben. Die Gruppe soll sich zehn originelle Räubernamen überlegen.

Orientalischer Markt

Auf einem orientalischen Markt sieht für uns alles sehr fremd und vielleicht chaotisch aus. Es gibt einen Marktstand, der alles Mögliche im Angebot hat, und es gibt vier Käufer, die jeweils eine bestimmte Ware kaufen wollen.
Ein ca. 5 x 5 Meter großes Spielfeld ist markiert. An jeder Ecke liegt ein Hulahup-Reifen, der dem jeweiligen Käufer gehört. In der Mitte liegt ein Hulahup-Reifen, in den alle Gegenstände gelegt sind. Von jeder Käufer-Mannschaft darf immer nur ein Spieler in das markierte Feld, und es darf jeweils nur ein Gegenstand transportiert werden. Nun kann man sich entscheiden, ob man seinen Gegenstand aus der Mitte holt, ob man den Gegenstand einer anderen Gruppe holt, oder ob man einer anderen Gruppe den Gegenstand direkt aus ihrem Reifen klaut. Ziel des Spieles ist es, als erste Gruppe alle eigenen Gegenstände im eigenen Reifen zu haben. Damit es bei dem Spiel nicht nur um Schnelligkeit, sondern auch um Taktik geht, ist das Klauen wichtig. Gerade bei jüngeren
Kindern darauf besonders hinweisen!

Sindbad, der Seefahrer

Die Gruppe muss innerhalb von fünf bis zehn Minuten ein Schiff bauen. Dazu können Teile eventuell bereitgelegt werden (z. B. Korken und Schaschlikspieße), oder die Gruppe sucht
sich ihr Material selber zusammen.

Das gefährliche Labyrinth

Ein 5×5 Felder großes Spielfeld wird auf ein Plakat gemalt. Der Gruppenleiter denkt sich einen Weg aus (nur vor- und seitwärts), der sicher durch dieses Labyrinth führt. Die Kinder müssen den Weg erraten. Dies machen sie, indem sie auf die Felder zeigen. Immer, wenn sie auf ein falsches Feld kommen, müssen sie eine Aufgabe erfüllen (entweder komplette Gruppe oder ein Frei-williger):
Z. B. Pantomime erraten, Montagsmaler, auf einem Bein durch den Raum hüpfen, ein Lied singen, einen Elefanten nachmachen, zehn Liegestützen absolvieren, Schuhe ausziehen und alle mal riechen lassen …

Der Prinz von Persien

Der Prinz von Persien ist ein großer Schwertkämpfer, selbst blind trifft er sein Ziel. Ein Frei-williger steht mit einer Zeitungsrolle in der Mitte und bekommt die Augen verbunden. An ihm hängen Wäscheklammern. Immer ein Spieler darf nun versuchen, dem Prinzen eine Wäsche-klammer abzunehmen. Der Prinz muss dagegen versuchen, den Räuber mit der Zeitung zu treffen
und abzuschlagen.

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