1. Anders als erwartet

Das Ziel

Starter

Ich kann mich in jeder Situation vertrauensvoll an Jesus wenden. Weil er mich niemals hängen lässt, muss ich keine Angst haben.

Checker

Manchmal wird unser Glaube sehr auf die Probe gestellt. Doch Jesus ermutigt und belohnt dich, wenn du trotz allem ihm vertraust.

Der Text an sich

Kontext: Jesus heilte im nicht-jüdischen Gebiet der Gerasener einen Besessenen, wurde aber trotz Wunder von den Menschen dort abgelehnt. Nun kommt er in „seine“ Umgebung bei Kapernaum zurück. Hier ist er sehr „fame“ und wird gleich von einer Menschenmasse umringt – von Leuten, die an ihn glauben, solchen die auf dem Weg zum Glauben sind und auch Skeptikern.

Ereignisse: Innerhalb von kurzer Zeit ereignet sich hier eine unglaubliche Szene nach der anderen:

Jairus, ein Synagogenvorsteher, der zur respektierten geistlichen Elite gehört, demütigt sich in aller Öffentlichkeit vor dem „Wanderprediger“ Jesus, indem er ihm zu Füßen fällt. Normalerweise werfen sich Männer dieses Ranges nur vor Gott nieder. Entweder glaubte er bereits, dass Jesus Gottes Sohn war oder es zeigt einfach, wie verzweifelt er war, sodass er in Jesus den einzigen Ausweg und die einzige Hoffnung sah. Er hat eine genaue Bitte, wie Jesus seiner Tochter helfen soll. Spannend, dass Jesus sich auf diese Vorstellungen von Jairus tatsächlich später einlässt (V 41), obwohl er sich dadurch verunreinigt, weil er eine Leiche anfasst.

Doch bis dahin muss Jairus eine Gefühlsachterbahn durchleben. Sein Vertrauen wird sehr auf die Probe gestellt, denn es gibt ein Zwischenfall, der zu großen Verzögerungen führt. Eine blutflüssige Frau wird heimlich geheilt und Jesus „übergeht“ das nicht, sondern rollt diesen Vorgang öffentlich auf. Einerseits wird dadurch die Größe Gottes für die Umstehenden deutlich und der Glaube der Frau gestärkt, doch andererseits stirbt genau in dieser Zeit das Mädchen. Es war die einzige Tochter und mit ihren 12 Jahren nach jüdischer Sitte an der Schwelle zum Erwachsen werden und Heiraten.

Hier übergeht Jesus die Nachricht. Entgegen den hoffnungsvernichtenden Worten der Todesnachricht, ermutigt Jesus Jairus weiterzuglauben. Er wählt wenige Zeugen (die Jünger Petrus, Johannes und Jakobus sowie die Eltern des Mädchens) für das bevorstehende Wunder aus. Jesus will kein live-Auferstehungs-Spektakel performen, sondern es geht ihm um die göttliche Antwort auf den festen Glauben eines Menschen.

Die Verwandten und Nachbarn weinen. Dieses Klagen ist ein Brauch im Orient, in dem man durch lautes Heulen seinen Schmerz offenkundig zeigt. Jesus fordert auch die Heul-Klage-Gruppe durch seine Schlaf-Aussage zum Glauben auf. Doch sie reagieren mit Unglauben und lachen ihn aus. Sie dürfen nicht Zeuge von der Auferweckung werden.

Jesus weckt nun ganz schlicht das Mädchen zum Leben auf und entwaffnet den Tod. Er stärkt nicht nur das Mädchen mit Essen, sondern auch den Glauben der ganzen Familie.

Der Text für mich

Echt krass, wie Glauben und Unglauben hier thematisiert werden. Mich beeindruckt, was Jairus aus seinem Glauben zu Jesus alles tut. Ihm ist dabei sein Stolz und das, was andere über ihn denken, egal. Er ist auf Jesus und seine Hilfe fokussiert. Und trotzdem wird dieses Vertrauen im Laufe der Geschichte immer wieder erschüttert, zum Beispiel als sich Jesus trotz Notfallsituation aufhalten lässt, als die Todesnachricht eintrifft oder bei der „Schlaf-Aussage“ (V39) von Jesus. Was muss das für ein inneres Ringen zwischen Verzweiflung und Hoffnung und um den Glauben an Gottes Macht, trotz der dagegensprechenden Faktenlage, gewesen sein.

Es tröstet mich, dass Jesus um meine inneren Kämpfe weiß und mich ermutigt an ihm dranzubleiben. Denn täglich gibt es genug Situationen, in denen ich mich entscheiden muss, ob ich Gott tatsächlich mehr glaube als allem anderen. Das ist nicht leicht, aber es lohnt sich! Und – by the way: dadurch werde ich auch ein authentisches Glaubensvorbild für andere sein.

Der Text für dich

Jedes Kind kennt Situationen, in denen man sich völlig hilflos fühlt und verzweifelt ist, weil niemand helfen kann: schlechte Noten, Mobbing, Streit oder Scheidung der Eltern, schwere Krankheiten in der Familie, Tod in der Verwandtschaft, Kriege, Corona, Klimawandel bzw. ungewisse Zukunft. Hier kann eine gute Identifikation mit Jairus stattfinden. In der existenziell bedrohlichen Lage wendet er sich voll Vertrauen an Jesus, der alle Macht besitzt und dem nichts unmöglich ist. Er KANN helfen, selbst wenn alles gegen ihn spricht. WIE er eingreift, entspricht nicht immer unseren Vorstellungen. Aber er ist der Herr der Lage und immer bei uns.  Das gibt wirklich Hoffnung und Mut seinen Glauben nicht aufzugeben!

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Spiel: Finde den Schlüsselcode im Kot

Vorbereitung: Ein oder mehrere Hundehaufen mit feuchter Erde nachbilden und da hinein einen Karton mit einem Schlüsselcode verstecken. Einen Karton in dem der echte Schlüssel liegt mit einem Codeschloss versehen. Den/Die Hundehaufen vor dem Gemeindehaus unauffällig hinlegen. Je nachdem, ob man nur ein Kind oder mehrere Kinder einspannen möchte, verändert sich die Anzahl der Hundehaufen und der Codes.

Aufgabe: Die Tür zum Gemeindehaus ist abgeschlossen. Die Kinder müssen den richtigen Schlüsselcode finden, um den Karton mit dem Schlüssel darin zu öffnen und hineinzukommen. Innen wartet eine Überraschung (Erfrischungsgetränk) auf sie.

Schwerpunkt: Die Schwierigkeit ist, dass der Schlüsselcode in dem nachgebildeten Hundkot versteckt ist. Um diesen zu finden, brauchen die Kinder Hilfe des Mitarbeiters (Tipp: „der Code ist im Kot“) und Vertrauen in die Aussage des Mitarbeiters, dass es wirklich kein echter Hundekot ist, in den sie reinfassen müssen, um den Schlüsselcode herauszuholen. Da müssen sie mit sich Ringen, ob sie glauben und es wagen oder nicht …

Idee 2

Experiment: Vertrauens-Fall

Entweder wird das Experiment von einem freiwilligen Kind (Person A) mit dem Mitarbeiter (Person B) oder von allen Kindern in Zweiergruppen gemacht.

Die Experiment-Anweisung lautet:

Person A macht sich so steif wie ein Brett und lässt sich rückwärts auf den Boden fallen, ohne sich zu verletzen. Sie darf dabei nicht ihre Knie beugen oder einen Ausfallschritt nach hinten machen. Es dürfen keine Hilfsgegenstände (Kissen, Decken oder Sofas) verwendet werden. Finde heraus wie das klappen kann!

Lösung: Person B stellt sich hinter Person A und fängt sie auf, wenn diese sich fallen lässt. Dabei müssen die Kinder zwei Hürden überwinden: 1. Sie müssen Person B um Hilfe bitten. 2. Sie müssen vertrauen, dass sie aufgefangen werden, wenn sie sich fallen lassen.

Verkündigung

Verkündigungsart: Mitmachgeschichte

Im Stuhlkreis:

  • Wie schwer fällt es dir, andere um Hilfe zu bitten? Wie ging es dir gerade beim Spiel/Experiment? (Teilnehmer antworten)

Mir geht es so, dass ich erst mal probiere allein klar zu kommen. Erst, wenn ich echt nicht mehr weiterweiß, komme ich auf die Idee jemanden um Hilfe zu bitten. Meistens bereue ich, dass ich so lange gewartet habe, weil ich bereits viel Zeit, Mühe und Kraft verschwendet habe*. Außerdem hätte mir zum früheren Zeitpunkt leichter geholfen werden können.

  • Kennst du das? (evtl. Das Spiel/Experiment wäre viel schneller fertig gewesen, wenn du gleich gefragt hättest.)

In diesem Zusammenhang ist noch eine Frage zu klären: nämlich WEN ich um Hilfe bitte.

  • Wie entscheidest du, wer der richtige Helfer für dich ist? (Teilnehmer antworten)
  • (Kompetenz, Beziehung stimmt, Anwesenheit der Person etc – wenn wenig kommt, kann man auch noch Beispiele geben: Wenn du Zahnschmerzen hast, fragst du sicher nicht den Schornsteinfeger um Hilfe, sondern …?)

Jairus braucht auch dringend Hilfe – das heißt nicht ER, sondern sein einziges Kind. Ob er da den Richtigen fragt und welch spannende Wende das Ganze nimmt, erleben wir am besten gemeinsam. Ich lese die Geschichte vor und bitte euch, euch die Situation vorzustellen und meine Gesten nachzumachen. Noch Fragen? Okay, dann begeben wir uns jetzt rund 2000 Jahre zurück nach Israel an den See Genezareth, wo Jesus gerade mit seinen Jüngern im Boot unterwegs ist.

Mitmachgeschichte vorlesen und Gesten vormachen (siehe Downloadbereich)

Was für eine Geschichte! Ihr dürft euch alle wieder setzten. Vielen Dank fürs Mitmachen. Wie ging es euch denn dabei? Was fandet ihr eindrücklich? Teilnehmer antworten

Jairus holt sich für sein todkrankes Mädchen Hilfe bei Jesus.

  • Ist er die richtige Adresse? Warum kniet sich ein angesehener Synagogenvorsteher vor Jesus hin? Wie habt ihr euch kniend gefühlt? Teilnehmer antworten

Jairus muss sehr verzweifelt gewesen sein. Wahrscheinlich konnte bislang kein Arzt helfen. Er sah in Jesus die letzte Hoffnung. Der Einzige, der seiner Tochter noch helfen kann. Jesus ist sofort bereit zu helfen. Doch auf dem Weg ereignet sich ein Zwischenfall, eine Verzögerung – und dann erreicht Jairus die Nachricht, dass seine Tochter gestorben ist.

  • Wie hat sich wohl Jairus gefühlt? Teilnehmer antworten

In so einer Situation trotzdem zu glauben ist ganz schön schwierig. Ähnlich wie bei unserm Eingangsspiel. Da musstest du auch, entgegen allen innerlichen Einwänden, dich dazu entscheiden zu vertrauen, dass es nur Erde ist, nicht wahr? Wie cool, dass Jesus weiß, wie Jairus sich fühlt und ihn ermutigt. Er sagt: „Erschrick nicht, hab nur Vertrauen!” (Hand aufs Herz). Genau das, macht Jairus. Obwohl es so aussieht, als ob alles verloren ist, vertraut er Jesus. Und dann geschieht das Unglaubliche – Jesus weckt das Mädchen wieder auf – so wie wenn man einen Schlafenden aufweckt. Obwohl sie tot war! Das können alle bestätigen. Deshalb hatten ja die Verwandten und Nachbarn so laut geklagt und geweint. Stell dir das mal vor! Sowas kann nur Jesus – er ist sogar stärker als der Tod!

  • Was haben die Trauernden wohl für Gesichter gemacht, als sie plötzlich das Mädchen lebend und etwas essend sahen? (Teilnehmer zeigen Gesichtsausdruck)
  • Und wie haben sich die Leute gefühlt, die vorher Jesus ausgelacht haben? (Teilnehmer antworten)
  • Und was hat wohl Jairus am Abend über dieses Ereignis in sein Tagebuch geschrieben? (Teilnehmer antworten)

Das war ein Gefühlsachterbahntag … Jairus war verzweifelt und wandte sich vertrauensvoll an Jesus. Die Todesnachricht schien das Ende zu sein, aber Jairus hatte keine Angst und glaubte trotzdem, dass Jesus irgendwie helfen wird. Und Jairus durfte als „Belohnung“ tatsächlich miterleben, wie seine Tochter wieder lebendig wurde. Wie Jesus eingreift ist ganz unterschiedlich, aber DASS er unser Bitten hört, in der schwierigen Situation mit uns ist und uns hilft, ist ganz sicher.

Das war sicher einer der schrecklichsten, schwierigsten und zugleich wundervollsten Tage im Leben von Jairus!

* Das kann man auch allgemeiner formulieren: „Viele probieren erst mal allein klar zu kommen …“

Die andere Idee

Bilder zu dieser Geschichte ausdrucken und bunt gemischt auf den Boden legen.

Teilnehmer müssen die Bilder in der Reihenfolge hinlegen, wie sie denken, dass die Geschichte sich ereignet hat. Teilnehmer begründen ihre Version der Geschichte.

Manchmal würden wir die Geschichte „glatter“ oder anders ablaufen lassen, aber Jesus weiß, was er tut. Jairus Vertrauen wird auf die Probe gestellt und im Endeffekt gestärkt und belohnt.

Der Text gelebt

Gespräch

In Kleingruppen aufteilen und gemeinsam bei einer Erfrischung (Eis, Getränk, Snacks) oder während dem Gestalten des Merkverses über folgende Fragen nachdenken:

  • Was mache ich, wenn ich in Schwierigkeiten bin? Wen frage ich um Hilfe?
  • Warum ist Jesus eine gute Adresse, um Hilfe zu bekommen?
  • In welcher alltäglichen Situation muss ich vertrauen, damit ich belohnt werde? (Ich vertraue, dass der Bus kommt, obwohl er weit und breit nicht zu sehen ist und dafür nimmt er mich mit. Strom, Wasserhahn, Samen einsäen etc.)
  • Wann fällt es mir besonders schwer Gott zu vertrauen? Was bezweifle ich?
  • Was verändert sich, wenn ich trotzdem Gott vertraue?

In diesem Gespräch wäre es sehr wichtig, dass der Mitarbeiter persönliche Vertrauens-Erlebnisse mit Gott als Beispiel erzählt. Vorbilder und Erfahrungsberichte helfen den Teilnehmern sehr.

Merkvers  

Jesus sagt: „Erschrick nicht, hab nur Vertrauen!“ Markus 5,36

Diesen Vers kann man sehr gut mit Gebärden unterstreichen.

Nachzuschauen auf der Homepage: https://signdict.org

Jesus  Nägelmale andeuten: mit Mittelfinger der rechten Hand in die Mitte der Handfläche der linken Hand deuten und danach mit dem linken Mittelfinger dasselbe in der rechten Handfläche machen
sagtMit Zeigefinger ein Wort andeuten, das aus dem Mund herauskommt: Zeigefinger an Mund legen und nach vorne bewegen
erschrickHände offen vor dem Körper ruckartig zu dem Körper hinbewegen
nichtZeigefinger vor Körper von rechts nach links bewegen
habflache Hand auf Brust legen
nurmit Zeigefinger Nasespitze berühren und Finger nach vorne bewegen
Vertrauenbeide Hände als Faust auf das Herz legen und dann die Hände öffnend nach vorne vor den Körper bewegen, sodass die Handflächen nach oben offen sind (das Herz geben)

Gebet

Überlege dir eine Sache, in der du Jesus um seine Hilfe bitten möchtest. Wenn alle ihre Bitte haben, lassen wir sie als Gebetsrakete zu Jesus starten.

Gebetsrakete: Während der Zeit zum Überlegen, wird ein Stehkreis gebildet. Der Reihe nach darf ein Kind seine Faust mit Daumen hoch in die Mitte des Kreises strecken, während es eine Bitte an Jesus laut oder leise ausspricht. Der Nächste dockt auf dem Daumen des Vorgängers an, nimmt ihn in die Faust und streckt den eigenen Daumen nach oben, dass der Nächste darauf andocken kann. So entsteht eine lange Rakete aus Händen. Wenn alle fertig sind, zählt man von 10 runter bis 0, und ruft „Amen“, indem man alle Hände nach oben in die Luft fliegen lässt.

Kreatives

Alle Teilnehmer bekommen ein Papier und einen weißen Wachsmalstift. Mit diesem Stift schreiben sie den Merkvers auf das Blatt. Es ist noch nichts sichtbar.

Aber wenn sie mit der Hilfe von Wasserfarben über die Schrift malen, wird die Schrift deutlich lesbar. Wieviel Vertrauen oder Glauben jemand hat, kann man wie die weiße Schrift auf weißem Papier nicht sehen. Aber in schwierigen Situationen (Wasserfarben) kommt zum Vorschein, wenn wir wirklich Jesus vertrauen. Dieser Vers soll als Erinnerung und Ermutigung dienen. 

Spielerisches

Kicke die Dose!

Ein Fänger bekommt eine leere Dose, die er in der Zeit, in der sich alle anderen verstecken, an einen Ort stellt. Nachdem er auf 40 gezählt hat, beginnt das Spiel.

Das Ziel ist, dass die Versteckten unbemerkt vom Fänger sich heranschleichen und die Dose umkicken. Der Fänger versucht dies zu verhindern, indem er achtsam nach den Versteckten sucht. Sobald er jemanden ausfindig gemacht hat, rennt er zur Dose, stellt den Fuß auf die Dose und sagt den Namen des Gefundenen. Falls der Gefundene schneller an der Dose ist und diese umkickt, ist er wieder frei und kann sich erneut verstecken. Wer gefangen ist, muss bei der Dose bleiben. Er muss auf die Hilfe der Nichtgefangenen hoffen. Sobald diese die Dose umgekickt haben, sind alle Gefangenen wieder frei und eine neue Runde beginnt. Wenn der Fänger alle Versteckten fängt, ohne dass die Dose umgekickt wird, hat er gewonnen.

(T)Extras

Lieder

  • Jesus, dir kann ich vertraun
  • Spar dir deine Sorgen

Spiele

Fake oder Real? Was ist glaubenswürdig und was nicht?

Jedes Kind hat Zeit sich eine Geschichte zu überlegen. Es dürfen Ereignisse sein, die echt stattgefunden haben (Real) oder ausgedachte Geschichten (Fake). Jedes Kind erzählt seine Geschichte und die anderen raten, ob es sich um eine Real oder Fake Geschichte handelt. Wer richtig geraten hat, bekommt einen Punkt.

Weiterführende Hinweise

Bilder für die Geschichte können unter https://freebibleimages.org kostenlos heruntergeladen werden.

Gebärden können unter https://signdict.org angeschaut werden.

Ein Spieleabend, der nicht nur süß und lecker, sondern auch informativ ist

Kurzbeschreibung

Einen ganzen Abend dreht sich alles um Süßigkeiten und das entsprechende Wissen dazu. Zum einen spielt jeder Spieler mit eigenem Süßigkeitenvorrat für sich allein, gleichzeitig aber auch innerhalb seiner Gruppe. Wer geschickt taktiert, muss keine Süßigkeitenkredite aufnehmen. Allerdings kommen auch unvorhergesehene Ereignisse, wie das Öffnen eines Süßigkeitenschranks, die gut oder schlecht ausgehen können. Da es sehr unterschiedliche Sichtweisen im Blick auf Süßigkeiten gibt, sind die einzelnen Spielkategorien entsprechend aufgeteilt, wie z. B. die Rubriken Kinder, Zahnärzte, Lehrer oder auch der Bund der deutschen Süßwarenindustrie. Die große Frage ist, was am Ende des Abends winkt – das Genießen leckerer Süßigkeiten oder ein Zuwachs an Karies …

Anzahl der Teilnehmenden

12 bis 36 Teilnehmende, diese werden in vier Untergruppen eingeteilt. Sollten es mehr sein, ist das möglich, aber nicht mehr alle bekommen die Chance auf eine eigene Frage oder Aufgabe.

Spielleitung

Möglich mit einer Person, die dann Spielleitung und Jury in Personalunion ist. Idealerweise sind es mindestens 2 bis 4 Personen, so kann jemand die Spielleitung übernehmen und die anderen sind Jury und helfen beim Zuteilen der erspielten Süßigkeiten.


Spielvorbereitung

  1. Spielplan erstellen
KinderElternLehrerZahnarztBDSIAllgemeinwissen
rund um Süßis
5 5
10 1010 10 10 10 
15 1515 15 15 15 
20 2020 20 20 20 
25 25 25 2525 25 
30 3030 30 30 30 
Spielplan
  1. Punkteplakat erstellen
  2. Stühle stellen im Raum – mit Abstand alle nach vorne ausgerichtet
  3. Für die Gruppeneinteilung und Sitzplatzverteilung doppelt so viele Maoam-Kaubonbons (vier verschiedene Sorten) abzählen wie Mitspielende. Die Hälfte der Kaubonbons in einem Körbchen lagern. Die andere Hälfte wird auf den Stühlen verteilt (in identischer Menge und Geschmacksverteilung wie die Gruppeneinteilungs-Maoam), und zwar so, dass die Geschmacksrichtungen bunt verteilt sind und Gruppenmitglieder einer Gruppe nicht in der Nähe sitzen. Die Anzahl der vier Sorten sollte gleich sein, um eine gleichmäßige Gruppeneinteilung zu gewährleisten.
  4. Unter jeden Stuhl der Teilnehmenden kommen noch der persönliche „Süßigkeiten-Grundstock“ jedes Spielers (2 Mini-Schokoriegel, 3 Mini-Gummibärchentüten, 4 verpackte Kaugummistreifen, 8 Bonbons), 1 Jokerblatt und ein Stift, außerdem ein Einmalhandschuh bei strengen Corona-Hygieneregeln
  5. Gruppenaufgaben ausdrucken
  6. Fragen und Aufgaben der einzelnen Rubriken ausdrucken

Spielregeln

Einteilung

Beim Eintreten in den Raum greifen sich die Teilnehmenden jeweils ein Maoam-Kaubonbon aus einem Körbchen – durch die verschiedenen Geschmacksrichtungen ergeben sich die vier Untergruppen. Dann stellen sich alle in ihren Untergruppen zusammen, merken sich ihre Mitspieler und bekommen dann auch als Gruppenname den entsprechenden Titel wie z. B. Zitrone / Kirsche / Erdbeere / Cola.

Anschließend sucht sich jeder und jede gemäß seiner Geschmacksrichtung einen Sitzplatz – also nur einen Stuhl mit der identisch gleichen Geschmacksrichtung. Dadurch sitzen die einzelnen Gruppenmitglieder nicht zusammen, sondern „versprengt“ im Raum.

Die Süßigkeiten

Es gibt kaum jemanden, der keine Süßigkeiten mag. Und doch gibt es sehr unterschiedliche Personengruppen mit verschiedenen Einstellungen zu Süßigkeiten. Deshalb gibt es auf dem Spielplan die Personengruppe Kinder, Eltern, Lehrer, Zahnärzte, und aus der Gruppe der Süßigkeitenindustrie noch den BDSI – den Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie. Zusätzlich gibt es noch die Sparte „Allgemeinwissen rund um Süßigkeiten“.

Die Süßigkeiten haben einen Wert:

SüßigkeitSüßigkeitenpunkte
Schokoriegel7
Minigummibärchentüte5
Kaugummistreifen (verpackt)2
Bonbon1

Diese Süßigkeiten dürfen während des Spiels nicht gegessen werden, sie sind „Zahlungsmittel“. Sollten strenge Corona-Hygieneregeln herrschen, so zieht jeder Mitspielende während des ganzen Spiels einen Einmalhandschuh an, um beim Setzen der einzelnen Süßigkeiten die direkte Berührung zu vermeiden.

Es wird in den vier Untergruppen gespielt, und zwar für diese Untergruppe und gleichzeitig auch für sich allein. Jeder Spieler darf sich vom Spielplan diverse Felder aussuchen, die er bespielt – das bedeutet konkret, dass er eine zum Thema und zu dieser Personengruppe passende Frage beantworten muss – oder in manchen Fällen auch mit der gesamten Gruppe agiert, weil es eine spezielle Gruppenaufgabe ist. Bei der Gruppenaufgabe dürfen die Spieler sich in ihren Gruppen zusammensetzen / zusammenstellen, dazu werden am besten immer die vier Raumecken genutzt. Gelten noch die Corona-Abstände, ist auf den entsprechenden Abstand und/oder das Tragen einer Maske zu achten. Verbirgt sich hinter einer gewählten Rubrik (z. B. Zahnarzt 20) eine Gruppenaufgabe, so kann der Spieler keine Punkte für sich selbst sammeln – Pech gehabt. Es bleibt die Hoffnung auf den Gruppensieg.

Sieg

Am Ende gibt es zwei Siegmöglichkeiten. Zum einen der Einzelsieg des Spielers, der am meisten „Süßigkeitenpunkte“ gesammelt hat. Außerdem noch die Gruppe, die insgesamt am meisten Süßigkeitenpunkte erspielt hat. Sowohl dem Einzelsieger wie auch der Siegergruppe winkt ein besonderer Preis.

Joker

Die Zugehörigkeit zu einer Gruppe bringt auch den Vorteil, dass man bei einer schwierigen Frage ein Gruppenmitglied fragen kann. Dafür hat jeder Spieler einen Joker, den er einlösen kann, aber nicht muss. Will man den Joker nutzen, schreibt man entweder die Frage auf ein Jokerblatt, oder die vermutete Antwort mit einem Fragezeichen, oder auch zwei vermutete Antwortmöglichkeiten und ein Fragezeichen, damit der Empfänger des Jokerblatts versteht, was man wissen möchte. Es ist in diesem Moment keine Unterhaltung / direktes Fragen erlaubt, nur über das Jokerblatt. Dieses Blatt wird als Papierflieger gefaltet und nur, wenn der Papierflieger auch bei der Zielperson ankommt, darf eine Antwort gegeben werden. Ausnahme: wenn der Flieger statt bei Wunschperson A dann bei Person B landet, diese Person aber auch in der eigenen Gruppe ist, so ist das kein Problem.

Spielablauf

Die Spielleitung geht nun nach der Reihenfolge der Stühle vor. Sie ruft einen Spieler nach dem anderen aus der letzten Reihe auf, dann die Spieler der vorletzten Reihe, usw. So dürfen auch mal die als erstes starten, die die hinteren Plätze erwischt haben. Je nach Anzahl der Mitspielenden geht es genau mit den Kategorien auf dem Spielplan auf, oder es bleiben am Ende noch Fragen übrig. Die Spielleitung muss darauf achten, dass die Anzahl der Aufgaben pro Gruppe gerecht verteilt wird:

  • Sollten in einer Gruppe mehr Mitspielende als in einer anderen sitzen, muss dies bei dem Aufrufen berücksichtigt werden (hat eine Gruppe z. B. eine Person weniger, darf ein Mitspieler dann eben doppelt drankommen – allerdings wird in dem Fall die Quizfrage auch immer als Gruppenaufgabe gewertet und auch so vorgegangen beim Setzen + beim „Auszahlen“ in den Süßi-Eimer der Gruppe).
  • Sind es genau 36 Spieler, darf jeder genau 1 Mal wählen, sind es 18 kommt jeder genau 2 Mal dran.
  • Sind es weniger Spieler, verteilen sich die Aufgaben eben auf diese Anzahl in der Gruppe (trotzdem gibt es nicht mehr Jokerblätter).
  • Sind es mehr als 36 Spieler, spielt keiner für sich allein, sondern es geht nur ums Ansammeln von Süßigkeiten(punkten) innerhalb der Gruppe. Wer eine Kategorie aussucht und die jeweilige Frage beantworten darf, kann man auslosen oder die Gruppe entscheidet es selbst.

Aufgaben

Nachdem die Kategorie und die Zahl auf dem Spielplan gewählt wurden, streicht die Spielleitung dies auf dem Spielplan durch. Bevor die Frage oder Aufgabe genannt wird, muss vom entsprechenden Mitspieler ein Süßigkeiten-Grundstock gesetzt und vor dem eigenen Stuhl abgelegt werden. Gewinnt er die Aufgabe, bekommt er die Süßigkeiten verdoppelt, verliert er die Aufgabe, muss er die gesetzten Süßigkeiten abgeben.

Gruppenaufgaben

Ist es eine Gruppenaufgabe, so darf sich die Gesamtgruppe einigen, wie viel sie gemeinsam setzt, und alle legen dies in die vier bereitstehenden Gruppenkörbe. Gruppenaufgabe bedeutet: nicht die einzelnen Personen sind gefragt, sondern die Gesamtgruppe. Alle vier Gruppen spielen gegeneinander. D.h. es gibt einen Gewinner und drei Verlierer.

Es gilt: Jedes Gruppenmitglied muss etwas zum Setzen beitragen, man kann sich dem nicht entziehen. Es ist aber auch ok, wenn z. B. Spieler A nur ein Bonbon beiträgt und Spieler B 3 Bonbons oder einen Schokoriegel. Wie die Gruppe dies löst, muss sie selbst entscheiden, ob sie Vereinbarungen trifft oder jeder selbst entscheidet. Auf jeden Fall MUSS jeder etwas setzen und dementsprechend auch weise mit seinem Süßigkeiten-Vorrat umgehen. Ist ein Mitspieler pleite, so muss er einen Kredit aufnehmen – entweder innerhalb der eigenen Gruppe oder bei einer Gegnergruppe, ganz nach seiner Wahl oder nach Bereitschaft der Mitspielenden.

Gewinnt die Gruppe die Aufgabe, so wird der gesetzte Einsatz verdoppelt und in den Gruppeneimer geleert (evtl. abzüglich des aufgenommenen Kredits samt Zinsen). Verliert die Gruppe, wird der Einsatz aus dem Gruppenkorb in den Süßivorrat der Spielleitung gekippt und evtl. aufgenommene Kredite und Zinsen werden aus dem Süßivorrats-Eimer der Gruppe bezahlt. Ist dort nichts mehr drin, geschieht die Auszahlung über Punkte vom Punkteplakat, die dann abgezogen werden und dem Kreditgeber in Form von Süßigkeitenpunkten ausgezahlt werden.

Bei der Gesamtgruppenaufgabe muss man meist etwas aufschreiben, aufmalen o. Ä. Dafür bekommt jede Gruppe ein vorbereitetes Blatt. Der Gruppenname soll NICHT draufgeschrieben werden, damit die Jury unabhängig urteilen und bewerten kann. Es wird hier auf Ehrlichkeit gesetzt, dass die entsprechenden Aufgabenblätter später wieder zuzuordnen sind und keine Gegengruppe schummelt. Sollte dies nicht möglich sein, kann jede Gruppe vor Spielstart eine Spielkarte ziehen und verdeckt vor sich ablegen, und malt dann das Symbol der Spielkarte (Pik, Herz, Kreuz, Karo) auf ihr Blatt. Da in jeder Runde neue Karten gezogen werden, ist die Anonymität gewährleistet.

„Süßigkeitenschrank öffnen“

In jeder Kategorie ist auch jeweils ein Mal „Süßigkeitenschrank öffnen“ versteckt. Hier weiß man nie, was einem blüht. Es darf gewürfelt werden und die Augenzahl verrät, wie es im Süßigkeitenschrank aussieht:

  • 1: Hurra! Volltreffer! Oma und Opa waren da und der Süßigkeitenschrank ist gut gefüllt. Du bekommst deine gesetzten Süßigkeiten verdoppelt und erhältst zusätzlich 2 Schokoriegel, 2 Gummibärchentüten und 5 Bonbons.
  • 2: Pech gehabt. Dein Vater achtet sehr auf gesunde Ernährung, hat den Schrank leergeräumt und zieht auch noch deine gesetzten Süßigkeiten ein, weil sie schlecht für deine Zähne und deine Gesundheit sind.
  • 3: Volltreffer! Mama und Papa sind nicht da und haben dir die Erlaubnis gegeben, dich völlig frei am gut gefüllten Süßigkeitenschrank zu bedienen. Du bekommst deinen Einsatz verdreifacht.
  • 4: Pech gehabt, die kleinen Geschwister haben den Süßigkeitenschrank geplündert. Nur noch ein einziges Bonbon ist übrig, das bekommst du. Deine gesetzten Süßigkeiten darfst du behalten.
  • 5: Pech gehabt. Deine Mutter war auf einem Vortrag für gute Kindererziehung. Neben ernährungswissenschaftlichen und zahnmedizinischen Tipps hat sie auch zweifelhafte pädagogische Tipps bekommen. Sie will auch bei deinen Kumpels hart durchgreifen, damit du nicht zu stark in Kontakt mit Süßigkeiten kommst. Du musst eine Person aus deiner Gruppe und eine aus einer Gegnergruppe nennen, denen jeweils 5 Süßipunkte abgenommen werden.
  • 6: Was für ein Glück! Der Süßigkeitenschrank ist gut gefüllt – allerdings passen deine Eltern extrem gut auf. Wenn du beweist, dass du schnell bist und deine Eltern dich nicht erwischen und dir auf die Finger hauen, bekommst du Süßigkeiten im Wert von 20 Süßigkeitenpunkten. Das geht so: Du stehst der Spielleitung oder einem von der Jury gegenüber. Die Hände sind gestreckt vor der Brust zusammengelegt, die Fingerspitzen zeigen auf die Brust des Gegenübers und berühren die Fingerspitzen des anderen. In dieser Wartestellung stehen beide, bis die Spielleitung plötzlich versucht, mit der linken oder rechten Hand dem Spieler auf die Hände zu schlagen. Der andere darf aber reagieren und die Hände ganz schnell wegziehen. Hat die Spielleitung den Spieler getroffen, verliert er seinen Einsatz – die Eltern haben ihn erwischt. Hat er schnell genug reagiert, winkt eine große Süßi-Ausbeute. In Zeiten von Corona: Maske aufziehen fürs Spiel und anschließend Hände waschen.

Kredit

Ein Kredit wird auf dem Punkteplakat der Gruppe im unteren Bereich notiert – wer den Kredit aufnimmt und wer den Kredit gegeben hat. Sobald möglich muss der Kredit zurückgezahlt werden – und zwar bei Verlieren das Doppelte des Wertes, bei Gewinnen gibt man den Kredit ohne Zinsen zurück. Es gilt immer: Eigenleistung vor Gruppenhaftung. Das bedeutet:

  • Spielt der Spieler für sich selbst und gewinnt etwas, zahlt er den Kredit an den Kreditgeber zurück -> in dem Wert, wie er den Kredit erhalten hat.
  • Verliert er die Aufgabe (und gewinnt somit nichts dazu, er ist dann ja immer noch pleite) oder spielt die Gruppe, so muss aus dem Gruppenvermögen der Kredit samt Zinsen zurückgezahlt werden. – Somit ist auch eine Kontrolle durch die Gruppenmitglieder gewährleistet, und man muss abwägen, was man setzt und verliert, was man aber auch evtl. an Süßigkeitenpunkten auf dem Punkteplakat dazuverdient, ob man lieber innerhalb der eigenen Gruppe Kredite vergibt oder eben lieber jeder nach seinem eigenen Vermögen schaut.

Will keiner dem Spieler einen Kredit gewähren, so muss zwingend innerhalb der Gruppe eine Lösung gefunden werden – durch Gespräche, Auslosung, Auszählen oder wie auch immer. Kredite können nur bei Einzelpersonen aufgenommen werden, nicht beim Gruppen-Süßigkeiten-Eimer. Dies tritt nur in Kraft, falls alle Spieler einer Gruppe pleite sind.

Ein Tauschen der Währungseinheiten ist möglich, falls nötig, kann z. B. ein Schokoriegel in 7 Bonbons getauscht werden, solange es möglich ist.

Spielende

Wenn am Ende alle Wahlmöglichkeiten auf dem Spielplan durchgestrichen sind, kommt die Endauswertung. Es wird ermittelt, welcher Spieler am meisten Süßigkeiten-Siegpunkte erspielt hat. Dieser bekommt als Preis zusätzlich eine Tafel Schokolade und eine Zahnbürste, um vor Schäden durch die vielen Süßigkeiten zu bewahren. Sollten es mehrere Spieler sein, wird aus dem Süßigkeitenvorrat der Spielleitung entsprechend ein gleicher Preis für alle Sieger ausgewählt und die Tafel Schokolade wird bei der Siegergruppe dazugelegt. Die Zahnbürste wird ausgelost. Der Gruppensieger wird dadurch ermittelt, dass die erspielten Süßigkeitenpunkte aus dem Gruppeneimer gezählt werden, addiert mit den erspielten Punkten auf dem Punkteplakat. Der Gruppensieger erhält entweder sämtliche Reste, die sich noch im Süßigkeitenvorrat der Spielleitung befinden, oder zusätzlich ein Pack Schokoküsse o. Ä. (Eine ideale zusätzliche Preisidee wäre auch für jeden eine kleine Zahnpasta oder ein Zahnputzset.)

„Lohnt sich der Aufwand?”


Die Frage drängt sich den Jungscharmitarbeitenden in Musterhausen auf. Jede Woche kommen 2 bis 5 Kinder als Jungscharbesucher in das Gemeindehaus. Was nun? Die Jugendarbeitsverantwortlichen treffen sich zu einer Krisensitzung. Es wird darüber beraten, ob die Jungschararbeit eingestellt werden soll. Die Fakten werden auf den Tisch gelegt: Die Motivation der Mitarbeitenden sinkt. Der Aufwand ist für 2 Kinder genauso hoch, als würde man das Programm für 20 Kinder vorbereiten. Neue Jungscharkinder? Fehlanzeige! Schüchtern mischt sich ein neuer Mitarbeiter, Ole, 14 Jahre, in die Diskussion der Mitarbeitenden ein. Alle Augenpaare sind auf ihn gerichtet, als er sagt: „Aber ist Gott nicht jeder einzelne Mensch wichtig?”

Die Situation in Musterhausen ist für viele Orte Realität. Was tun? Die Meinung im Jungscharleiter-Redaktionsteam ist eindeutig: Jedes Kind ist Gott wichtig, jede kleine Gruppe ist Gott wichtig. Jede Jungscharstunde lohnt sich für jede einzelne Person.

In diesem Thema geht es um praktische Gestaltungsideen für kleine Jungschargruppen. Die Fix-&-Fertig-Bibelarbeiten stellen einzelne Personen in den Vordergrund. Sie zeigen: Gott sieht den Einzelnen.

Gleichzeitig muss es nicht bei kleinen Gruppen bleiben. Wir möchten euch zum Nachdenken anregen, wie ihr neue Jungscharkinder gewinnen könnt. Vielleicht startet ihr in Schulen Einladungsaktionen. Oder ihr bildet Kooperationen mit anderen Vereinen oder schließt euch mit Jungschargruppen aus Nachbarorten zusammen. Oder ihr veranstaltet einen Jungscharprojekttag, an dem ihr zur Jungschar als Folgeveranstaltung einladet.

Eine »Farbenflut« von Ideen findet ihr zu unserem aktuellen Sommer-Thema für eure Mädchengruppe: Kreatives, Bibelarbeiten und Stundenentwürfe, in denen Farben eine besondere Rolle spielen. Vieles davon lässt sich auch mit den geltenden Corona-Bestimmungen durchführen. In einem Artikel speziell für Mitarbeiter bekommst du Tipps, wie ihr zu einem wirklich guten Mitarbeiterteam werdet und auch mit Herausforderungen und Konflikten umgeht.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Zugegeben, die Idee, Wachsmalstifte auf eine Leinwand zu kleben und diese dann zu fönen, klingt ein bisschen abgefahren! Aber was einer vorgemacht hat, haben mittlerweile einige nachgemacht und man entdeckt: es ist ein Trend, der wirklich seine Berechtigung hat. Diese Kreativ-Arbeit ist nämlich nicht nur ungeheuer witzig und spannend, sondern ermöglicht auch ziemlich zuverlässig ein schönes und gelungenes Ergebnis, denn: Den Job macht der Fön! Niemand muss mit Pinsel oder Stift hantieren, sondern kann den Dingen, die da auf der Leinwand passieren, wortwörtlich »ihren Lauf lassen«! Im Folgenden gibt es neben einer Anleitung deshalb auch ein paar Tipps und Tricks, damit die ganze Aktion gut und einigermaßen »sauber« über die Bühne geht!

Tipp Nr. 1 lautet deshalb auch direkt: Lasst das »Farbspektakel« am besten draußen stattfinden, denn heißes und dazu noch buntes Wachs hinterlässt unschöne und teilweise hartnäckige Flecken auf Wänden, Möbeln, Textilien, Kleidern … Falls ihr es doch drinnen im Gemeindehaus macht, legt den größten Raum mit dicker Malerplane aus. Die Mädels kommen am besten auch direkt in alter Kleidung und Schuhen, damit es nachher keine bunte Überraschung (für die Eltern) gibt!

Anleitung:

  1. Jedes Kind erhält eine Leinwand oder ihr macht ein Gemeinschaftsprojekt und gestaltet eine Leinwand gemeinsam. Egal, wie ihr euch entscheidet: Zunächst müssen die Wachsmaler »präpariert« werden. Meistens haben diese eine schützende Banderole aus Papier. Es lohnt sich, diese mühevoll und sorgfältig »abzuknibbeln« (hochdeutsch: entfernen), bevor ihr mit der eigentlichen Arbeit beginnt. Das wertet das Bild nachher ungemein auf und verstärkt den Regenbogeneffekt deutlich!
  2. Jetzt kann geklebt werden! Dazu nehmt ihr die Wachsmaler und ordnet sie entsprechend den Farben des Regenbogens an (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett). Dann könnt ihr damit beginnen, sie mit der Heißklebepistole an die obere Kante des Bildes zu kleben, und zwar so, dass die angespitzte Seite nach unten in die Bildmitte zeigt. Vorsicht ist geboten, wenn die Heißklebe »sehr« heiß wird, denn dann können die Wachsmaler so schnell schmelzen, dass ihr gar nicht mehr zum Kleben kommt. Das ist nicht nur unschön, sondern auch ein bisschen gefährlich! Deshalb ist es gut, wenn bei der »Kleberei« eine Mitarbeiterin vor Ort ist, die ein Auge auf die Temperatur der Klebe-Pistolen hat.
  3. Wenn ihr alle Wachsmaler aufgeklebt habt, könnt ihr euch ans Dekorieren machen! Heißt: Ihr könnt den weißen Teil eures Bildes noch gestalten! Besonders schön sieht es aus, wenn ihr mit schwarzem Edding einen schönen Bibelspruch auf die Leinwand schreibt oder ein Symbol oder ein Bild zeichnet. Inspirationen gibt es hierzu in Unmengen auf Pinterest! Wichtig: Lasst genügend Platz zum unteren Ende der Wachsmaler, damit die Farbverläufe nachher nicht einfach über das Kunstwerk laufen, sondern Platz haben, um sich zu verteilen!
  4. Wenn ihr fertig gekünstlert habt, könnt ihr euer Gemälde oder euer Geschriebenes abdecken, damit das flüssige Wachs nachher nicht darüber läuft. Ihr könnt dazu einfach mit Krepp-Klebeband arbeiten oder, um weniger Müll zu produzieren, einfach eine Schale oder eine Schüssel in der entsprechenden Größe auf den entsprechenden Bereich kleben und diese auch mit Kreppband befestigen.
  5. Nun geht’s ans Fönen! Es wird bunt! Am besten arbeitet ihr bei diesem Teilschritt zu zweit und helft euch gegenseitig. Es ist gut, wenn ein Mädchen die Leinwand schräg bzw. senkrecht hält und das andere Mädchen föhnt! Nehmt dazu den Föhn und beginnt damit, die Wachsmaler von oben nach unten zu erwärmen. Je nach Föhn kann man dabei von »weiter weg« arbeiten oder man muss extrem nah an die Wachsmaler herangehen. Probiert hier einfach aus, was am besten klappt! Keine Angst, das Ganze kann eine Zeit lang dauern. Je nach Wachsgehalt der Stifte gehen auch 3 bis 5 Minuten ins Land, bevor die Wachsmaler sich verflüssigen. Sobald ihr merkt, dass die Stifte schmelzen, haltet den Fön unbedingt senkrecht und föhnt von oben nach unten auf die Wachsmaler drauf. Dann beginnen sie an der angeschärften Spitze zu tropfen und bilden nach unten einen Film aus flüssigem Wachs, das seine Farbverläufe weit in euer Bild hineinzieht. Wie weit? Das bestimmt ihr! Je nachdem wie ihr den Föhn dreht und wendet oder auch wie lange ihr föhnt, ergeben sich unterschiedliche Effekte. Probiert euch aus und traut euch!
    Vorsicht: Das Wachs kann teilweise sehr weit spritzen oder tropfen, deshalb haltet Abstand und/oder tragt, wenn es geht, eine Schutzbrille (geht auch mit Sonnenbrillen), damit ihr kein heißes Wachs in die Augen bekommt!
  6. Wenn euch die Farbverläufe auf eurem Bild gefallen, schaltet den Fön aus und legt euer Bild flach auf den Boden zum Trocknen. (Bitte nirgendwo anlehnen, denn dann könnten die Wachsstreifen noch weiter »laufen«). Je nachdem wie stark ihr geföhnt habt und wie flüssig eure Stifte sind, müsst ihr bis zu 20 Minuten trocknen lassen. Diese Zeit eignet sich zum Beispiel prima für eine Andacht! Wichtig: Hebt euer Bild erst dann vom Boden auf, wenn alles ganz trocken ist! Es wäre schade, wenn ihr mit euren Fingern auf das Wachs kommt und die Verläufe verschmiert.
  7. Wenn ihr euer Bild problemlos hochheben könnt, könnt ihr auch das Kreppband wieder abziehen. Seid dabei vorsichtig und arbeitet eher langsam als schnell, damit ihr nicht aus Versehen benachbarte Wachsverläufe mit abzieht. Wenn alles »frei liegt«, könnt ihr euer Bild bestaunen!

Wer mag, kann sein Bild noch mit Fixierspray oder Haarspray besprühen. Das gibt nicht nur einen schönen Glanz sondern sorgt auch dafür, dass nichts mehr rutscht oder verwischt. Aber: Mit Haarspray bitte nur aus mindestens 20 cm Entfernung sprühen. Ansonsten kann das Spray schnell Schlieren ziehen oder unschöne »Läufe« auf der Leinwand ziehen, die man nach dem Trocknen sieht. Das wäre schade um die Kunstwerke!

Material

  • Wachsmalstifte in bunten Farben (je nach Dicke der Stifte etwa 10–20 Stück pro Bild)
  • entsprechend viele Leinwände (die eigentlich zum Acrylmalen gedacht sind) in Maßen eurer Wahl (der Artikel plant mit 30 x 30 cm)
  • Heißklebepistolen und -kleber
  • schwarze Eddings und Bleistifte zum Vormalen
  • Haarföhn(e)
  • Maler-Kreppband zum Abdichten
  • Malerplane zum Auslegen
  • Schutzbrillen/Sonnenbrillen für die Augen

Gott sieht tiefer

Zielgedanke

Gott sieht, was in dir (und in dem anderen) steckt.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Eine heikle Mission, in der Samuel unterwegs ist: der amtierende König Saul ahnt nicht, dass Gott ihn schon entthront hat. Er regiert immer noch. Sauls Söhne machen sich Hoffnung, den Königs-thron eines Tages zu erben. Aber Gott hat nach Sauls Fehlverhalten ihn und seine Nachkommen als Könige, als seine Stellvertreter im Volk Israel verworfen. Deshalb beauftragt Gott Samuel, einen Sohn des Isai in Betlehem auszusuchen und diesen zum König zu salben. Schon jetzt, solange Saul noch lebt. Auf dieser heiklen Mission muss Samuel lernen: Gott sieht nicht nur das Äußere, sondern auch das Herz des Menschen. Darum entscheidet er anders, als Samuel es er-wartet. Samuel sucht den neuen König nach den sichtbaren Merkmalen aus – Gott sucht nach dem Herzen, nach der inneren Einstellung, den nächsten König aus!
Im Nachhinein hat sich gezeigt, dass es eine gute Wahl Gottes war. David war ein guter, weiser und gläubiger König. Wir können mit Samuel lernen, dass es gut ist, Menschen nicht nach ihrem Äußeren zu beurteilen. Wir hören zwar nicht die Stimme Gottes, aber wir können darum bitten, dass Gott uns und den Kindern die Augen für die Menschen um uns herum öffnet, damit wir sie nicht nur nach ihrem ersten Schein beurteilen, sondern nach ihrem wahren Sein.

Erlebniswelt der Kinder

Jedes Kind kennt die Situation, dass man jemanden neu kennen lernt und sofort eine Meinung über ihn hat. Es fällt oft schwer, diese erste Meinung über einen anderen wieder zu ändern.
Genauso gut kennt jeder die andere Seite: wenn jemand eine Meinung über mich hat, ist es schwer, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. Überhaupt ist es schwierig, die „Innenseite” eines Menschen zu sehen, die Wünsche, die Fähigkeiten, die Ängste. Aber genau das macht einen Menschen aus. Und wenn man diese „Innenseite” kennt und mag, verliert das Äußere an Bedeutung.
Wie gut, dass Gott unsere Innenseite, unsere wahren Werte kennt!

Einstieg

In der Mitte eines Stuhlkreises stehen z.B.:

  • eine Margarine-Verpackung, in der sich eine Kette mit „Ich-liebe-Dich”-Anhänger befindet,
  • eine schöne Teebüchse mit Salz gefüllt,
  • eine Schmuckschatulle mit Sand,
  • eine Pralinenschachtel mit schönen Steinen,
  • ein Filmdöschen (o. ä.) mit einem Geldschein,
  • eine Cremedose mit Creme (oder anderes Behältnis mit mehr oder weniger passenden oder überraschenden Inhalten).

Zunächst die Behältnisse gemeinsam mit den Kindern anschauen und überlegen, was sich wohl darin befindet. Die Kinder fragen, welches Behältnis sie gerne haben würden.
Dann erst öffnen die Kinder diese und sehen nach, was sich darin befindet. Es wird so manches überraschte, vielleicht auch enttäuschte Gesicht zu sehen sein.

Andachtsimpuls

Manchmal erlebt man schöne Überraschungen, wenn man eine Schachtel, Dose oder Schatulle öffnet. Das Äußere weckt bei uns so manche Idee, was sich darin befinden könnte – und danach suchen wir aus, welches Behältnis wir gerne hätten.
Ab und zu ist wirklich das drin, was man so denkt – z. B. bei der Cremedose. Manchmal ist etwas ganz anderes drin: eine Kette in der Margarine- Verpackung, Geld in der Filmdose, Sand in der „Schatzkiste”.
Vielleicht kennt ihr etwas Ähnliches, wenn ihr jemandem zum ersten Mal begegnet. Vom Aussehen her sagt euer Gefühl ziemlich schnell: sympathisch oder unsympathisch. Wenn man den anderen besser kennen lernt, wird dieses Gefühl manchmal bestätigt, und manchmal ist man völlig überrascht, dass der Mensch ganz anders ist, als man zuerst dachte. Viel netter, viel witziger, viel schlauer oder was auch immer. Das Tolle ist, dass Gott uns alle kennt. Und nicht nur von außen, sondern auch das, was in uns steckt. Das hat auch Samuel erlebt: Samuel, der Prophet, bekam von Gott den Auftrag, nach Betlehem zu Isai zu gehen und einen seiner Söhne zum König zu salben. Samuel nimmt seinen Ölkrug und geht nach Betlehem zu Isai. Isai stellt Samuel alle seine Söhne vor. Zuerst den Ältesten: Eliab. Und Samuel denkt: „Wow, das muss der neue König sein: groß und kräftig.” Aber Gott sagt zu Samuel: „Nein, Samuel, der ist es nicht. Er sieht zwar gut aus und ist groß und kräftig. Aber ich sehe mehr als du. Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, aber Gott sieht das Herz an. Eliab ist nicht der neue König!” Dann schaut Samuel sich den zweiten Sohn an: Abinadab. Der sieht auch nicht schlecht aus – aber Gott sagt nein!
Isai stellt Samuel alle seine Söhne vor. Schließlich steht auch der jüngste Sohn, der eigentlich noch ein Junge und kein erwachsener Mann ist, in einfacher Hirtenkleidung vor Samuel. Erst bei ihm sagt Gott: „Der ist es. David ist der neue König!
Wundere dich nicht, Samuel. Du siehst nur das, was du mit den Augen sehen kannst. Ich habe sein Herz angesehen. Salbe David zum König!”
Wenn ihr demnächst jemanden neu kennen lernt, könnt ihr vielleicht dran denken: ihr seht nur das, was man mit den Augen sehen kann und ordnet den Menschen danach ein. Aber Gott sieht sein Herz. Versucht doch mal, den Menschen richtig kennen zu lernen und erst dann zu urteilen. Nicht nur nach dem, was ihr seht. Das ist schwierig, aber es lohnt sich! Wenn andere dich schief anschauen oder gar nicht beachten, dann denk dran: Gott sieht dich und kennt deinen Wert. Auch wenn Menschen diesen Wert nicht sehen oder erst sehr spät.

Gebet

Lieber Gott,
danke, dass du jeden von uns kennst
und seine Fähigkeiten und Interessen,
seine innersten Wünsche und Ängste siehst.
Danke, dass du uns genauso liebst.
Öffne uns die Augen, dass wir andere
mit deinen Augen sehen können und sie nicht nach ihrem Äußeren beurteilen.
Amen.

Ideen zur Vertiefung

Spiel (für Kinder ab 10 Jahren)

Vorbereitung: Für jedes Kind vier kleine Karten mit den Buchstaben A, B, C und D (ein Buchstabe pro Karte) erstellen. Für die Mitte vier größere Karten mit diesen Buchstaben. Jeweils eine Viererzahl Bilder einer Kategorie (je nach Fragen) vorbereiten: z. B. Berufe, Urlaubsziele, Hobbys, Sportarten, Tiere, Länder/Flaggen, Häuser usw.

Ziel des Spieles ist, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und über die Wünsche oder Träume der Einzelnen ins Gespräch zu kommen.

Durchführung: Jedes Kind erhält vier Karten mit den Buchstaben A, B, C und D. In die Mitte des Kreises oder Tisches werden die etwas größeren Karten mit den Buchstaben A, B, C und D gelegt. Reihum wird einem Kind eine Frage gestellt und vier zur Frage passende Bilder zu den Buch-staben in der Mitte gelegt. Dieses Kind beantwortet die Frage für sich und legt die entsprechende Karte vor sich verdeckt ab. Alle anderen Kinder überlegen, wie das Kind, dem die Frage gestellt wurde, wohl antwortet und legen die entsprechende Karte verdeckt vor sich hin.

Beispiel:
Die Frage lautet: „Welchen dieser Berufe würdest du am ehesten ausüben?” Folgende Bilder liegen bei den Buchstaben: A – Arzt; B – Feuerwehrmann; C – Lehrer; D – Astronaut.
Das Kind, das an der Reihe ist, entscheidet sich für „Arzt” und legt seine Karte mit dem Buch-staben „A” verdeckt vor sich. Die drei anderen Karten hält es natürlich auch verdeckt! Alle anderen Kinder überlegen und legen jeweils auch eine ihrer Karten vor sich. Wenn alle Kinder eine Karte gelegt haben, deckt das befragte Kind seine Karte auf. Alle anderen ebenfalls. Wer in diesem Beispiel auch die Karte „A” gelegt hat, bekommt einen Punkt. Das eigentlich Spannende an diesem Spiel ist nicht unbedingt, wer die richtige Antwort getroffen hat, sondern warum das Kind so entschieden hat oder warum die anderen das Kind so oder so eingeschätzt haben. Je kleiner die Gruppe ist, umso eher kann man in spannende Gespräche kommen.

Mögliche Fragen:

  • Welche Sportart würdest du gern ausprobieren?
  • Welchen dieser Berufe würdest du am ehesten ausüben?
  • Welches Hobby auf den Karten gefällt dir am besten?
  • Welchen Politiker/Musiker würdest du gern treffen?
  • Wo würdest du lieber Urlaub machen?
  • In welchem Haus würdest du gern wohnen?
  • Welches Tier hättest du gern als Haustier?
  • In welchem Land würdest du gern für einige Zeit leben?
  • Welches Essen würdest du gern probieren?
  • Mit wem würdest du gern in Urlaub fahren?

Die möglichen Antwortbilder dürfen exotisch sein. Das macht die Sache interessanter. Es empfiehlt sich, jedem Kind eine andere Frage zu stellen, damit es nicht langweilig wird. Wenn alle Fragen durch sind, kann man von vorne anfangen. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass jedes Kind eine andere Frage bekommt als in der ersten Runde. Wenn es jeweils andere Bilder als Antwortmöglichkeiten für dieselbe Frage gibt, erhöht das den Reiz des Spiels.

Bastelei „Männchen”

Jedes Kind erhält einen Streifen Papier, der etwas höher ist als das fertige Männchen – am einfachsten ist es, hierfür DIN A4-Blätter in der Mitte zu halbieren (10,5 cm x 29,7 cm). Es faltet eine Ziehharmonika exakt in der Breite des Männchens. So entstehen vier „Männchenseiten”. Auf die Oberseite das Männchen zeichnen.
Hinweis: Besonders bei jüngeren Kindern ist es ratsam, die Blätter gefaltet vorzubereiten!

Die Kinder schneiden das Männchen aus, ohne die Ziehharmonika zu öffnen. So entsteht eine „Menschenkette”. Das erste bzw. obere Männchen anmalen, so dass man das Kind selbst erkennt. Eventuell den Namen des entsprechenden Kindes auf den „Pullover” schreiben. Die anderen Männchen mit Eigenschaften und Interessen des Kindes beschriften, also mit „Dingen”, die man nicht auf den ersten Blick sieht.

Am besten Vorgaben machen: „Auf das erste Männchen schreibst du alles, was du gerne isst oder Menschen, die du magst. Auf das zweite was du gerne spielst (einschließlich Sportarten). Auf das dritte Männchen Eigenschaften, die andere an dir mögen. Auf das vierte Männchen Dinge, die du gar nicht magst …“

Wenn man die Männchen zusammenfaltet, sieht man nur das Kind, so wie man es auf den ersten Blick sieht. Erst wenn man die Ziehharmonika auseinanderfaltet, sieht man, was in seinem Herzen ist.

Liedvorschläge

  • Bist du groß oder bist du klein, Einfach spitze Nr. 29
  • So einen Käse, Einfach spitze Nr. 33
  • Nicht 5, nicht 4, nicht 3, nicht 2, wir sind einmalig,
  • Einfach spitze Nr. 93

Ablauf der längeren Version (ca. 130 Minuten)

Element 1 Abschalten, Bilder kommen lassen, Ankommen für das Bibliorama (ca. 8 Minuten)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer suchen sich eine gemütliche Ecke/eine bequeme Sitz- oder Liegeposition. Die Jugendlichen schließen die Augen und lassen die Bilder des vergangenen Tages/der vergangenen Woche vor ihrem inneren Auge Revue passieren. Währenddessen erklingt eine meditative Musik. Nach einigen Minuten werden sie von der Mitarbeiterin/vom Mitarbeiter aufgefordert, eines dieser inneren Bilder festzuhalten. Anschließend setzen sich immer zwei Jugendliche zusammen und erzählen sich von ihrem „Bild“ und von dem Erlebnis, welches hinter diesem Bild steht. Wenn die Zeit eher kurz bemessen ist, ist es auch möglich, das gegenseitige Erzählen wegzulassen.

Element 2 Text hören (ca. 5 Minuten)

Noch einmal machen es sich die Teilnehmenden bequem, schließen die Augen und hören auf den Bibeltext, der nun von der Mitarbeiterin/vom Mitarbeiter zweimal langsam vorgelesen wird. Vor dem inneren Auge soll der Text lebendig werden. Die Hörenden sollen sich ausmalen, wie die Personen des Textes ausgesehen haben: ihre Mimik, Körperhaltung, die Umgebung, Ablauf des Geschehens.

Element 3 Tagebucheintrag (ca. 5 Minuten)

Nun erhalten alle Teilnehmenden ein „Tagebuch“. In das Tagebuch sollen die Bilder eingetragen werden, die man sich besonders gut vorstellen konnte und was spontan und was den Betreffenden jetzt in diesem Moment zum Bibeltext einfällt. Keine Nacherzählung, sondern ein Meinungsbild zum Text sowie die Bilder, die hier und heute persönlich wichtig waren. Im Hintergrund läuft leise meditative Musik.

Element 4 Gehen im Raum mit Leitungsimpulsen (ca. 5 Minuten)

Die Jugendlichen bewegen sich zu etwas lebhafterer Musik (ohne Text) im Raum. Nun erfolgen Impulse durch die Mitarbeiterin/den Mitarbeiter: gehe „normal“ durch den Raum – drücke in deiner Gangart, Körperhaltung und Mimik Traurigkeit aus (aber jede/r ganz für sich) – nachdenklich stehen bleiben – losgehen und aufbrechen, zuerst langsam, dann schneller gehen, ein interessantes Ziel liegt vor dir – Erschrecken mit Körperhaltung und Mimik ausdrücken – zuerst erschrecken, dann schnell zu einem bestimmten Punkt laufen – beruhigend nach links und rechts schauen, beschwichtigend mit den Händen gestikulieren, dabei langsam weitergehen – eine bestimmte Person zuerst mit den Augen fixieren, dann schnell auf diese Person zugehen – vor der Person stehen bleiben, genau anschauen, dann wieder abwenden und zurückgehen – dies mehrmals hintereinander mit verschiedenen Personen machen… – zuletzt wieder eine bestimmte Person fixieren, auf sie zugehen, genau anschauen, dann umarmen – jubelnd und beschwingt weiterlaufen, hüpfen, freuen (langsam dann die Musik ausblenden)

Element 5 Text bearbeiten (ca. 5-7 Minuten)

Nun erhalten alle den Bibeltext (hochkopiert auf DIN A3-Größe) und viele verschiedene Farbstifte oder Wachsfarben. Jede/r kann nun den Bibeltext bunt bearbeiten: Fragezeichen oder Ausrufezeichen in den Text malen, bestimmte Worte oder Sätze hervorheben, Strichmännchen in oder neben den Text zeichnen, farblich jeweils die Stimungen des Textes/der Personen hervorheben, etc. Dadurch vertiefen sich die Jugendlichen in den Text und der Text wird zum „eigenen Text“.

Element 6 Handlungsworte heraussuchen (ca. 5-7 Minuten)

Mit einem Stift sollen nun alle Handlungsworte in dem Text umkreist werden und jede/r sucht sich für sich ein Handlungswort heraus, das sie/ihn jetzt im Moment am meisten anspricht.

Element 7 Wort gestalten (ca. 10 Minuten)

Auf einem DIN A3-Blatt (alternativ: Plakat) haben die Einzelnen nun die Möglichkeit, „ihr“ Handlungswort zu gestalten. Dazu werden Wachsmalfarben benutzt. Das Wort kann als Bild gestaltet werden, es ist aber auch möglich, das betreffende Wort in einer angemessenen Farbe, Schriftart oder in unterschiedlichen Größen zu schreiben (z.B. könnte „Angst“ ganz klein, zittrig und schwarz umrandet in eine Ecke geschrieben werden, „warm“ mit vielen warmen Farben und fließenden Formen…).

Element 8 Bibeltext auslegen (ca. 7-10 Minuten)

In der Raummitte wird viel Platz geschaffen, alle setzen sich mit ihrem gestalteten Wort um die noch leere Mitte im Kreis. Die Mitarbeiterin/derMitarbeiter liest noch einmal langsam den Bibeltext vor. Wenn das Wort, das gestaltet wurde, genannt wird, wird das gestaltete Blatt von der betreffenden Person in die Mitte gelegt. Bewusst einen Platz wählen, der zum Wort passt (z.B. eher an den Rand des Kreises, oder genau in die Mitte, oder neben ein anderes Wort, auf das es Bezug nimmt, erhöht auf einen Stuhl, o.ä.). Wichtig ist, dass die Worte nicht ausschließlich in der Reihenfolge abgelegt werden, sondern dass sie bewusst in Beziehung zu dem Platz und den anderen Worten gesetzt werden. So geschieht eine eindrückliche Textauslegung der besonderen Art…Danach Zeit lassen, damit alle sich die ausgelegten Wörter anschauen können.

Element 9 Worte finden sich (ca. 10 Minuten)

Immer 3-5 Personen (je nach Gesamtgruppengröße) bilden eine Kleingruppe. Die Kleingruppen finden sich dadurch, dass sich die Einzelnen mit denjenigen zusammenfinden, deren Bild besonders interessiert. Sinnvoll ist, wenn sich Personen mit unterschiedlichen Worten zusammenfinden. In der Kleingruppe berichten die Einzelnen nun, warum sie gerade dieses Wort angesprochen hat, was sie damit verbindet und warum sie es gerade so gestaltet haben. Die anderen können gerne nachfragen. Im Hintergrund läuft leise Musik, damit niemand das Gefühl hat, die anderen Gruppen hören der Erzählung in der eigenen Kleingruppe zu.

Element 10 Tagebuch (ca. 5 Minuten)

Der bearbeitete Bibeltext wird ins Tagebuch eingeklebt. Danach bekommen die Jugendlichen kurz Zeit, um mit wenigen Sätzen aufzuschreiben, warum gerade dieses Wort gewählt wurde. Das gestaltete Wort wird ebenfalls eingeklebt.

Element 11 Bewegungseinheit erarbeiten (ca. 10-12 Minuten)

Nun überlegen die Einzelnen, wie sie ihr Wort in einer kurzen Bewegung darstellen könnten. Anschließend stellen die Teilnehmenden ihre Bewegung in der Kleingruppe vor. Diese gibt Tipps, wie die Bewegung evtl. noch klarer darzustellen wäre. Nun werden die einzelnen Bewegungen der Kleingruppe zu einer Bewegungseinheit zusammengebaut: eine Bewegung geht in die nächste über, so, dass es einen fließenden Übergang gibt –auch vom Sinn passend (passt auf jeden Fall, schließlich sind alle „Handlungs-Bewegungen“ aus dem gleichen Bibeltext…). Alle Mitglieder einer Kleingruppe stellen sich in eine Reihe nebeneinander. Der/die erste Jugendliche beginnt mit der ersten Bewegung (z.B. suchend hin- und herschauen), dann wird diese Bewegung „eingefroren“, die zweite Person schließt ihre Bewegung an (z.B. etwas entdecken und aufspringen), diese wird wieder eingefroren, etc. Impuls an die Kleingruppen: überlegt euch, was ihr darstellen wollt – worauf kommt es euch an? Anschließend treffen sich die Kleingruppen im Plenum. Jede Kleinruppe führt den anderen ihre Bewegungseinheit vor und nennt die zugehörigen Handlungsworte aus dem Bibeltext. Gerade diese Phase ist sehr eindrücklich und hebt nochmals auf besondere Art und Weise die einzelnen Stellen des Bibeltextes auf ganz neue Weise hervor!

Element 12 Austausch über den Bibeltext (ca. 5 Minuten)

Anschließend wird der Bibeltext noch einmal vorgelesen. Danach wird im Plenum oder in den Kleingruppen noch einmal über den Bibeltext und die dargestellten Handlungsworte geredet. Was sagt mir der Text jetzt? Was ist mir in der näheren Auseinandersetzung mit dem Bibeltext aufgefallen? Welche Worte/Handlungen beschäftigen mich besonders?

Element 13 Tagebuch (ca. 5 Minuten)

Nun werden nochmals die Tagebücher gebraucht. Impulse für den Tagebucheintrag könnten sein (müssen nicht alle „bearbeitet“ werden, jede/r kann wählen, zu welchem Impuls sie/er etwas aufschreiben möchte):
Welche Handlungsworte aus dem Text sprechen mich besonders an?
Was ärgert mich an dem Text?
Was gefällt mir an dem Text?
Wo sehe ich Parallelen zu meinem Leben?
Was sagt mir der Text jetzt?

Element 14 Bemerkungen zum Text (ca. 5 Minuten)

Es folgen einige exegetische Anmerkungen zu dem Bibeltext, die von der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter vorgetragen werden. Wer möchte, kann sich Notizen im Tagebuch machen.

Geschehen vor 1.Sam. 16: Das Volk Israel hat manche Höhen und Tiefen erlebt. Sie wünschen sich einen König, weil auch alle Nachbarvölker einen solchen König haben. Saul wird von Gott ausgewählt und durch Samuel, der in Gottes Auftrag handelt, zum König über Israel gesalbt. Saul herrscht als König, doch mit der Zeit gehorcht er Gott nicht mehr. Samuel ist darüber traurig. Daran schließt der Text 1.Sam. 16 an.
Vers 1-3: Gott lenkt Samuels trauernden Blick in eine hoffnungsvolle Zukunft. Der neue Auftrag an Samuel eröffnet einen neuen Abschnitt in der Geschichte mit dem Volk Israel. Die Erwählung von David soll noch ein Geheimnis bleiben, seine offizielle Salbung vor dem Volk folgt erst viel später. Damit die Salbung verborgen bleibt – vor allem vor Saul – bildet ein Opferfest einen unverfänglichen Anlass.
Vers 4-5: Da die Propheten Israels oft Unheil vorherzusagen hatten, fragen die Ältesten ängstlich nach dem Grund seines Kommens.
Vers 6-7: Die Söhne Isais werden vorgeführt, bevor man sich zum Opfermahl setzt. Da Eliab sehr groß ist, erinnert er an Saul (vgl. 9,2; 10,23). Aber Gottes Wahl folgt einem anderen Maßstab. Das Herz ist die unsichtbare Mitte des Menschen, der Ort, wo er sich für oder gegen Gott entscheidet.
Vers 8-13: David ist gar nicht da. Einer, an den keiner gedacht hat, ist der Erwählte. Auch wenn Gott das Herz ansieht, muss es nicht heißen, dass seine auserwählten Menschen nicht auch optisch etwas hermachen – aber es ist für Gott nicht die Voraussetzung, er lässt sich dadurch nicht beeindrucken oder blenden, wie es bei uns Menschen oft geschieht. David wird als Gesalbter Gottes dauerhaft zum Träger des Geistes Gottes (vgl. 2.Sam. 23,2) – so, wie es dann noch im gesteigerten Sinne von dem Davidsnachkommen Jesus gesagt wird (Mk 1, 10;Lk 4, 1; 14, 18). Nachdem Samuel seinen Auftrag erfüllt hat, geht er wieder. Immer wieder geht es in diesem Text um das Sehen, um die Wahrnehmung. Samuel hat zuerst immer noch Saul vor Augen. Dann werden ihm die optisch vor Kraft strotzenden und schönen älteren Söhne Isais vorgeführt. Sie symbolisieren Macht und Stärke – das, was man sich von einem künftigen König wünscht. Samuel (und wir auch!) hätte bestimmt einen dieser Männer ausgewählt. Gott hat aber eine andere Wahrnehmung. Er macht uns vor, was wirklich zählt. Er kennt jeden Menschen. Sein Blick fällt auf einen einfachen Hirtenjungen. Wie schwierig ist oft die richtige Deutung dessen, was vor Augen ist. Und doch wäre manches zu erkennen, wenn wir genauer hinschauten und uns nicht nur vom Äußeren blenden ließen.

Element 15 Fragen- und Meinungskörbchen (ca. 5-10 Minuten)

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen eine Karteikarte und notieren darauf eine Meinung oder eine Frage zum Bibeltext, die sie jetzt gerade bewegt. Je nach Gesamtgruppengröße werden alle Kärtchen der Reihe nach gezogen und Antworten gesucht oder Meinungen darüber ausgetauscht. Bei größeren Gruppen ist es sinnvoll an dieser Stelle wieder Kleingruppen zu bilden. Ähnliche Kärtchen werden zusammen genommen. Es ist eine sehr interessante Runde, sie sollte aber nicht extrem in die Länge gezogen werden. Wer möchte, kann sich wiederum Notizen im eigenen Tagebuch machen. Wichtig sollte aber das Gespräch und der Austausch sein, nicht ein stures Mitschreiben wie in der Schule…

Element 16 Die verschiedenen Rollen in mir selbst suchen (ca. 5-7 Minuten)

Der Bibeltext wird nochmals gelesen. Dabei wird besonders auf die Personen geachtet, die evtl. mit einer besonderen Farbe markiert werden. Anschließend suchen die Teilnehmenden die verschiedenen Rollen in sich selbst (evtl. Notizen im Tagebuch machen).

Als Anregung: Bei Samuel: wo habe ich um altes getrauert und Gott öffnete mir den Blick für neues? Bei der Auswahlszene: wann habe ich ein Auswählen erlebt (Schule/Beruf/Partnerschaft/Geschwister…)? In welcher Rolle war ich? Wie habe ich mich gefühlt, wenn ich nicht gewählt wurde, wie, als ich ausgewählt wurde? In welchen Situationen geht es auch mir so, dass ich nur das sehe, was „vor Augen ist“? Wann war es für mich wichtig, einen neuen Aufbruch gewagt zu haben? Und wann war es wichtig, ein „Eliab“ zu sein, der in der alten Umgebung bleibt und auch dort wirkt und wichtig ist? Wie kann ich merken, was jeweils für mich richtig ist? Was hilft mir dabei?

Diese Impulse sind auf Tageslichtprojektor oder Flip Chart nachzulesen. Jeder hat wieder sein Tagebuch zur Hand und macht sich Notizen zu seinen Gedanken. Wichtig: Genügend Zeit lassen!!

Element 17 Austauschrunde – was mich bewegt (ca. 10 Minuten)

Da es in dieser Phase sehr tief gehen kann, sollten nun die Kleingruppen selbst gewählt werden können. Nun wird sich über die letzte Phase ausgetauscht. Mögliche Fragestellungen: Was beschäftigt mich gerade besonders von den Impulsen? In welcher Rolle/welchen Rollen habe ich mich wiedergefunden, was hat mich am meisten bewegt? Was sagt mir der Bibeltext dazu?

Element 18 Brief an mich (ca. 7 Minuten):

Jede/r nimmt zum Abschluss noch einmal das Tagebuch und stellt sich vor, dass Gott selbst einen Brief an sie/ihn persönlich schreibt (so auch ins Tagebuch formulieren: Liebe/r XY, Dich bewegt im Moment …. Ich möchte Dir … Eine Hilfe ist, sich vorzustellen, was Gott mir im Moment zusprechen würde).

Element 19 Abschluss (ca. 2 Minuten)

Zum Abschluss treffen sich alle noch einmal im Plenum. Die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter spricht der Gruppe einen Segen zu und schenkt allen zur Erinnerung die Jahreslosung, die im neu erarbeiteten und sehr persönlich gewordenen Zusammenhang nun eine ganz neue Bedeutung und Tiefe gewonnen hat. Das Tagebuch dürfen alle als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Als Anregung für die Jugendlichen: Das Tagebuch zu Hause für sich alleine weiterführen (Bilder malen, Texte schreiben, aufschreiben, was bewegt,… Eine besondere Hilfe wäre es, wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter bereits eine kleine Auswahl an Texten erstellt hat, welche dann von den Jugendlichen mitgenommen werden können.

Anmerkungen

Je nach Gruppengröße, Vertrautheit untereinander und Offenheit/Redelust der Jugendlichen, kann die Dauer der einzelnen Einheiten sehr unterschiedlich ausfallen. Die Zeitangaben sind daher nur Richtwerte und sind je nach Gruppe zu überprüfen. Um eine kleine Hilfe zu geben, stellen wir in Kurzform einen Vorschlag für einen kürzeren Abend vor (ca. 90 Minuten). Bibliodrama ist eine Form der intensiven persönlichen Bibelbegegnung. Ich befasse mich nicht nur kognitiv mit einem Bibeltext, sondern setze mich sehr persönlich damit auseinander und versuche, herauszufinden, wo ich mich selbst im Text wieder finde. Dies kann sehr in die Tiefe gehen und muss berücksichtigt werden.

Es ist sinnvoll, wenn nicht nur eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter diesen Abend gestaltet. Falls eine Teilnehmerin/ein Teilnehmer besonders berührt werden sollte, kann hier durch Gespräch und Begleitung vieles aufgefangen werden. Aber keine Angst, die einzelnen Formen sind so ausgewählt, dass man nicht psychologisch geschult sein muss… Nur Mut, was kann es schöneres geben, als dass Bibeltexte neu entdeckt und persönlich relevant werden!!

Ablauf kürzere Version (ca. 90 Minuten):

• Text hören

• Tagebuch

• Gehen im Raum mit Spielleiterimpulsen

• Handlungsworte heraussuchen

• Wort gestalten

• Bibeltext auslegen

• Worte finden sich

• Bewegungseinheit erarbeiten

• Tagebuch

• Austausch über den Bibeltext

• Bemerkungen zum Text

• Brief an mich

• Abschluss

Entwurf 1 Zum Neubeginn herausgefordert

Das Bibliodrama zu Josua 1,1-11. Dieser Textabschnitt berichtet von der Berufung Josuas. Er soll die Führung des Volkes Israel übernehmen.

Anmerkungen

Zeitumfang: 2 Stunden Wer weniger Zeit hat, kann auch Teile rauskürzen. Wie das gehen kann, steht unter „Kürzungsempfehlungen“. Es lohnt sich auf jeden Fall, den ganzen Vorschlag durchzuführen, da alles aufeinander aufbaut.

Bibeltext

Der HERR sprach zu Josua:

„Mein Diener Mose ist tot. Nun wirst du Israel führen! Befiehl dem Volk, sich für den Aufbruch fertig zu machen. Ihr werdet den Jordan überqueren und in ein Land ziehen, das ich euch gebe. Jedes Gebiet, in das ihr vordringt, gehört euch. Das habe ich schon Mose versprochen.

Dein Leben lang wird dich niemand besiegen können. Denn ich bin mit dir, so wie ich mit Mose gewesen bin. Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab.

Ja, ich sage es noch einmal: Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!“

Und Josua schickte die führenden Männer des Volkes durch das Lager und ließ sie überall ausrufen: „Macht euch zum Aufbruch fertig! Nehmt genug Vorräte mit! In drei Tagen werdet ihr den Jordan überqueren, um das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, geben wird!“

Josua 1, 1-11

Ablauf

Warming up

Material: Ruhige und lebhafte Musik

Zeitumfang: ca. 20 Minuten

• Bilder kommen lassen (ca. 5 Minuten)

Im Hintergrund läuft ruhige Musik. Alle setzen oder legen sich bequem hin, schließen die Augen und lassen vor dem inneren Auge die Bilder der vergangenen Woche kommen. Was habe ich alles erlebt? Was ist in der vergangenen Woche alles passiert? Was hat mir Freude gemacht, was hat mich betrübt? Bei einzelnen Bildern verweile ich länger. Was ist wirklich geschehen? Eines nehme ich mit. Nach einer Phase der Stille blendet die Musik langsam aus.

• Das „ausgewählte“ Bild mitteilen (ca. 5 Minuten)

Nun bilden sich Zweiergruppen. Gegenseitig werden die „Bilder“ vorgestellt.

• In Bewegung kommen (ca. 10 Minuten)

Jetzt verteilt sich die Gruppe im Raum. Zu lebhafter Musik gehen alle kreuz und quer durch den Raum, in verschiedenen Richtungen, auch die Ecken werden genutzt. Langsam wird das Tempo gesteigert, bis alle durch den Raum rennen. Dann erfolgt der Übergang ins Hüpfen, seitwärts laufen, rückwärts, vorwärts, dann auf den Zehenspitzen, auf den Fußaußenkanten, auf den Fußinnenkanten. Dann folgen weitere Anweisungen:

Geht so, als ob ihr
– über spitze Steine gehen würdet
– über heißen Asphalt
– über weiches Moos
– durch ein Moor
– durch eine Wiese mit hohem Gras.

Geht
– wie ein frischverliebter Mensch
– wie ein Popstar
– wie ein braves wohlerzogenes Schulkind
– frech, selbstbewusst und aufmüpfig
– wie ihr selbst.
Dann schlendern alle langsam aus und suchen sich einen Platz irgendwo im Raum. Die lebhafte Musik wird dabei langsam ausgeblendet.

Textbegegnung Phase 1 (Zeitumfang: 25 Minuten)

Drei x Hören (ca. 10 Minuten)
Alle setzen sich bequem hin und HÖREN (Augen schließen, wenn möglich). Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter liest den Bibeltext einmal langsam vor. Anschließend trägt die Gruppe zusammen, was die Einzelnen über Josua wissen. Dann wird der Text nochmals vorgelesen und alle versuchen, sich vorzustellen, sie wären dieser Mann. Welche Gedanken kommen den Einzelnen dabei? Angst, Sorge, Vorfreude, Zuversicht, Was sagt das Volk? Dann fällt der Fokus auf das eigene Leben: Welche Aufbruchssituationen fallen mir ein? Privat, in der Schule, im Beruf? Neu oder schon vergangen? Nach einer kurzen Zeit der Stille wird der Bibeltext noch einmal vorgelesen und auf dem Hintergrund der eigenen Aufbruchserfahrungen gehört.

Tagebucheintrag/persönliche Betroffenheit (ca. 10-15 Minut
In verschiedenen Entwürfen in den letzten Nummern des Steigbügels haben wir das “Tagebuch” für persönliche Eintragungen vorgestellt, die auch in diesem Entwurf ergänzt werden können.
Wieder läuft im Hintergrund leise Musik. Alle suchen sich ihren eigenen Platz im Raum und haben Zeit für Tagebucheintragungen: Was geht mir im Moment durch den Kopf? Was habe ich für mich im Text gehört? Was hat mich „als Josua“ bewegt und angesprochen? Dann soll Zeit sein, Kommentare zum Bibeltext aufzuschreiben. Diese Phase endet in einer kleinen Pause.
Zur Stärkung gibt es Schokoriegel. Das hilft zur Konzentration.

Textbegegnung Phase 2 (Zeitumfang: ca. 15 Minuten)

Bibeltext bearbeiten (ca. 10 Minuten)
Alle bekommen den Bibeltext auf einem DIN-A3-Blatt, dazu verschiedene Farben. Im Text darf man jetzt herummalen, markieren, Kommentare anbringen…Anregung: Wörter oder Sätze, die mich ansprechen, dunkle und helle Markierungen, passende Farben zu einzelnen Wörtern und Sätzen verwenden, Strichmännchen danebenmalen…

Überschrift finden (ca. 2 Minuten)
Jede und jeder soll eine passend erscheinende Überschrift für den Text finden und sie auf einen Papierstreifen schreiben. Die Papierstreifen werden in die Mitte des Raumes gelegt.

Mit dem Text „umher gehen“ (ca. 2-3 Minuten)
Wieder gehen alle bei Musik kreuz und quer, langsam oder schnell durch den Raum, ohne auf die anderen zu achten. Jede und jeder hat den bearbeiteten Text in der Hand. Beim Gehen wird der Text leise oder laut gelesen. So wirkt der Text nochmals ganz anders. Bei jedem Musikstop wird ein Wort, ein Satzfragment, das jede und jeden beschäftigt, markiert.

Wort und Gestalt: Statue und Bewegung erfinden Zeitumfang: 10 Minuten

Statue (ca. 5 Minuten)
Alle schließen die Augen und stellen sich ein gefundenes Wort vor. Nun soll man zu diesem Wort eine Haltung finden. Diese wird mit dem ganzen Körper ausgedrückt, man stellt das Wort mit seinem eigenen Körper als Statue dar.

Bewegungsablauf finden (ca. 5 Minuten)
Jetzt heißt die Aufgabe, einen Bewegungsablauf zu finden, wie man in diese Haltung hinein- und herauskommt, passend zum Text (Beispiele: Haltung: verzweifelt am Boden liegend: dann vom Stand fallen lassen, verzweifelt am Boden, wieder langsam aufschauen, Hand ausstrecken).

Bewegungschoreographie Zeitumfang: 30 Minuten

Bewegungschoreographie erstellen (ca. 7-10 Minuten)
Immer 3-4 Personen bilden eine Gruppe. Alle stellen ihren Bewegungsablauf vor, die anderen machen es nach. Dann soll aus allen Bewegungsabläufen der Gruppenmitglieder eine Choreographie zuammengesetzt werden, passend vom Bibeltextablauf. Entweder spielen alle genau das Gleiche, d.h. den Bewegungsablauf von Person A, nach einem Schnipszeichen den Abauf von Person B … Oder Person A spielt „ihren“ Bewegungsablauf und die anderen spielen pantomimisch außen herum Personen, Orte, Gefühle, die damit im Zusammenhang stehen. Dann werden die Choreographien vorgestellt. Als“Bühne“ eignen sich die Textüberschriften, die dazu auf den Boden gelegt werden.

Doppeln (ca. 10 Minuten)
Noch einmal spielt jede Kleingruppe ihre Choreographie auf der „Bühne“ vor. Am Ende bleiben aber alle in den Haltungen „ihrer“ Worte „eingefroren“ stehen. Dann „doppeln“ die Zuschauer im Anschluss die gespielten Personen. Doppeln funktioniert folgendermaßen: Immer ein Zuschauer oder eine Zuschauerin kommt nach vorne auf die Bühne, stellt sich hinter eine der Personen und sagt einen Satz, den diese Person jetzt sagen würde. Ein Beispiel: Es wurde die obige Beispielsequenz vorgeführt: Person X lässt sich fallen, liegt verzweifelt am Boden, steht wieder langsam auf und streckt die Hand aus. Beim Doppeln könnte man sich jetzt hinter diese Person stellen und sagen: „Jetzt geht es weiter!“ oder „Danke für dein Aufrichten, Herr!“ oder „Mir ging’s ganz schön schlecht, aber jetzt sehe ich wieder einen Lichtblick!“ oder „Wer wird mir helfen und mir jetzt die Hand reichen?“

Es ist wichtig, dass ganz klar die Regel eingehalten wird und dass keiner vom Publikum diese „Dopplungssätze“ kommentiert. Damit das Doppeln wirkt und keine Verwirrung entsteht, wer wann nach vorne auf die Bühne geht zum Doppeln, wird vorher vereinbart, dass man im Reißverschlusssystem nach vorne geht, immer abwechselnd eine Person von links, dann von rechts. Man steht erst auf, wenn der vorherige „Doppler“ sich gesetzt hat. Außerdem gilt auch die Regel, dass man sich die Person aussuchen darf, die man doppeln möchte. Deshalb kann es sein, dass bei einer Kleingruppe Person A viel häufiger gedoppelt wird als Person B. Dies hat aber nichts mit den Personen zu tun, sondern damit, in welcher Situation der „Doppler“ gerade steckt und was ihn gerade am meisten anspricht in seiner Lebenssituation. Wenn auch dies zuvor erklärt wird, kommt sich später keiner benachteiligt vor.

Tipp: Wenn der Gruppenleiter oder die Gruppenleiterin sich aus dem Reißverschlusssystem herausnimmt und immer als letzte nach vorne geht, kann er oder sie versuchen, die Person zu doppeln, die noch nicht oder nur wenig gedoppelt wurde. Anschließend ist Zeit, sich Gedanken aus dieser Phase im Tagebuch einzutragen.

Abschlussrunde Zeitumfang: 5-10 Minuten

Alle setzen sich in einen Kreis. In der Mitte liegt ein schönes Tuch und darauf ein „unbearbeitetes“ DINA3-Blatt mit dem Bibeltext und rundherum die Papierstreifen mit den Überschriften.

Alle können in der Runde nun sagen, was sie mitnehmen, was die Einzelnen bewegt, gestört, gewundert hat und was sie zum Abschluss der Gruppe noch sagen möchten. Zum Abschluss singen wir ein Segenslied.

Entwurf 2 Neubeginn und Eigen-Verantwortung – Weil Gott mich begleitet

Andacht zu Josua 1,10 – Josua 6

Figuren ausreißen

Alle bekommen ein Stück Papier (ca. 6×5 cm) und reißen eine Figur aus.

Rückblick

Josua 1,1-9 wird als Rückblick auf das Bibliodrama vorgelesen. Wenn das so nicht durchgeführt wurde, wird die Geschichte erzählt.

Josua und das Volk Israel

Die Ereignisse aus Josua 1, 10 bis Josua 6 werden mit den Papierfiguren erzählt. Sie werden jeweils passend auf den Tageslichtprojektor gelegt und werden so als großes Schattenbild an einer weißen Wand sichtbar.

Szenen
• Vorbereitung zum Aufbruch
• Josua schickt Kundschafter nach Jericho. Sie werden durch Rahab gerettet.
• Israel überquert trockenen Fußes den Jordan
• Josua errichtet zwei Denkmäler
• Passahfeier, kein Manna mehr, richtiges Brot vom neuen Land
• Israel erobert Jericho und Ai, die Ammoniter

Gedanken zum Bibeltext

Jeweils kurz noch mal die Erzählung von eben anreißen und dazu jeweils wieder ein Bild mit den Figuren hinlegen.

Die Vorbereitung zum Aufbruch

Etwas neues beginnt, es ist Aufbruchzeit. Die Israeliten haben verschiedene längere Lebensabschnitte hinter sich: Die Zeit der Bedrängnis, Sklaverei, Unterdrückung in Ägypten. Die Zeit des Schwankens zwischen Hoffnung und Ausblick und doch auch wieder Verzagen in der Zeit, als Mose immer wieder vor dem Pharao auftauchte. Dann die 40 Jahre Wüstenwanderung, ein Beginn mit einem gewaltigen Erlebnis (Auszug, Durchzug durch Schilfmeer) und viel Enthusiasmus, doch auch schnelle Ernüchterung. Hitze, Kälte in der Wüste, Streit, plötzlich auf sich alleine gestellt sein, sie waren das ja nicht mehr gewöhnt in der Sklaverei. Selbst Entscheidungen treffen müssen und dazu stehen. Oft ließen sie den Unmut an Mose raus, er war der gefeierte Held und im nächsten Moment wieder der Sündenbock. Dann die lange Zeit in völliger Abhängigkeit von Gott (Wasser, Manna, Bedrohung durch andere Völker).

Impulse zum Nachdenken
• Welche Aufbrüche waren oder sind bei mir dran?
• An welche Gefühle und Erlebnisse kann ich mich erinnern?
• Wo bin ich abhängig von Gott?

Und jetzt endlich stehen sie am Ufer des Jordans. Etwas neues beginnt. Das wird auch deutlich an einem neuen Führer und daran, dass das verheißene Land endlich sichtbar, fast greifbar ist. Doch die Israeliten sind nicht einfach losgerannt. Sie haben sich vorbereitet, überall Durchsagen gemacht und Regeln aufgestellt, die eine Hilfe sein sollen.

Impulse zum Nachdenken
• Deutliche Zeichen von Neubeginn – welche fallen mir ein?
• Habe ich Regeln oder Hilfen für diese Zeit?

Die Geschichte mit den Kundschaftern

Josua schickt Kundschafter nach Jericho aus. Was muss das für ein Gefühl sein, mit eigenen Augen die neue Heimat zu betrachten? Schon wieder sind sie in Bedrängnis, werden verfolgt, aber Gott sorgt auch hier für sie. Es „flutscht“ nicht einfach so, aber sie erfahren Gottes Begleitung und seinen Schutz. Sie bekommen sogar Hilfe von Menschen, von denen sie es nicht erwaren würden.

Impulse zum Nachdenken
• Kundschafter – wo habe ich eine Ahnung, einen kleinen Einblick von dem Neuen bekommen?
• Welche unerwarteten Hilfen (Menschen, Ereignisse…) fallen mir ein?

Dann kommen die Kundschafter zurück und erzählen von ihren Eindrücken. Auf diese beiden Männer und auf Josua kommt es an. Sie müssen die anderen überzeugen, mitreißen, ihnen vor Augen malen, wie das Neue aussieht, Lust, Motivation und Vertrauen wecken.

Impulse zum Nachdenken
• Eindrücke weitergeben, andere begeistern – wie kann ich das, wo liegen da meine Gaben und meine Möglichkeiten?
• Traue ich mich, andere in etwas neues mitzunehmen, oder lasse ich das lieber andere machen?

Der Gang über den Jordan

Endlich ist es dann soweit. Das Volk Israel überquert den Jordan. Die Bundeslade, Zeichen der Anwesenheit des unsichtbaren Gottes, hilft ihnen dabei. Ein Wunder? Ein Zufall, dass gerade zu diesem Zeitpunkt sich das Wasser an einer anderen Stelle staut? Gott sorgt wieder für sein Volk. Loslaufen müssen sie selber, das braucht Mut. Er befördert sie nicht per Zauberhand hinüber. Sie müssen selber die Schritte wagen und loslaufen, als das Wasser noch fließt. Auch als es sich staut, wissen sie ja nicht mit Sicherheit, dass es nicht plötzlich wieder über sie hereinbricht. Sie werden von Gott begleitet und geführt, aber die Schritte dazu müssen sie selber tun.

Impulse zum Nachdenken
• Endlich. Die entscheidenden Schritte. Wo war ich unsicher, zögerlich?
• Vor was hatte oder habe ich noch Bedenken?
• Wie stark vertraue ich in solchen Situationen auf Gott?
• Welche Menschen fallen mir ein, die mich da mitgenommen und Wege geebnet haben? Oder wo war ich so eine Person? Würde ich mir so etwas wünschen?

Vergesst nicht, was ihr erfahren habt

Als sie drüben sind, ist die Erleichterung bestimmt erst einmal groß. Doch mischt sich auch die Angst vor dem, was kommt hinein. Der momentan erlebte Erfolg heißt noch nichts. Was ist mit den Völkern, die hier leben, die sie bestimmt nicht mit offenen Armen empfangen? Aber trotzdem vergessen sie eines nicht in ihrem Gefühlswirrwarr von Begeisterung und neuer Unsicherheit: Einzuhalten und Gott zu danken. Sie errichten zwei Denkmäler. Ein Denkmal mitten im Jordan, wo die Bundeslade war – für andere ist das später nicht mehr sichtbar, weil da dann ja das Wasser fließt. Aber diese Menschen bekommen es mit, die dabei sind, und sie können davon weitererzählen. Das andere Denkmal wird da errichtet, wo alle übernachten. Damit in der Begeisterung nicht vergessen wird, dass nicht sie Großes geleistet haben, sondern ihr Gott.

Impulse zum Nachdenken
• Gefühlswirrwarr, und dann Gott nicht vergessen. Wo habe ich Gott schon vergessen in so einem Hin und Her der Gefühle?
• Welche „Denkmäler“ fallen mir ein, die ich schon errichtet habe, oder die andere errichtet haben?
• Wie hilfreich sind solche Erinneungshilfen für mich und mein Glaubensleben?

Und noch ein Zeichen kommt dazu, ein persönliches Zeichen bei jedem Einzelnen. Bei den Israeliten ist es die Beschneidung. Ein Zeichen, das jeden Einzelnen immer wieder erinnern soll.

Impulse zum Nachdenken
• Habe ich auch solche ganz persönlichen Zeichen oder Rituale, die mich erinnern?
• Welche Zeichen würden bei mir passen, zum Erlebnis und zu meinem Alltag?
• Würde mir so ein Zeichen helfen für mein Glaubensleben?

Das Passahfest

Jetzt ist ein Fest angesagt. Die Israeliten feiern das Passahfest. Die Erinnerung an den Auszug aus Ägypen. Und am nächsten Tag ist dann wieder ein Lebensabschnitt zu Ende. Ab jetzt gibt es kein Manna mehr. Es bleibt einfach aus, was 40 Jahre lang da war und sie ernährt hat. Denn jetzt hatten sie Erträge aus dem Land Kanaan, konnten selber Brot backen und geröstetes Getreide essen. Gott hat sie so lange versorgt, wie es nötig war. Aber jetzt nimmt er sie auch hier wieder in die Eigenverantwortung. Sie müssen auch selbst wieder etwas tun, hier können sie selber für sich sorgen.

Impulse zum Nachdenken
• Welche Situationen fallen mir ein, wo ich wieder ganz stark selbst gefragt war und Gott mich herausgefordert hat?
• Was ist unbequem daran, dass Gott auch mich in die Eigenverantwortung nimmt?
• Was fasziniert mich daran?

Das Land gehört Euch

Am Ende kommt es wie im Happy End. Jericho wird erobert und danach auch weitere Städte und Gebiete. Gott hat sein Versprechen eingelöst. Wir wissen, dass Gottes Geschichte mit dem Volk Israel nicht hier mit diesem Happy End endet, sondern dass es noch viele neue Erlebnisse gab. Aber es ist ganz deutlich, dass Gott seine Versprechen wahr gemacht hat und dabei war. Und dass die Geschichte mit ihm nie aufhört, sondern immer wieder etwas neues beginnt. Es flutscht nicht immer. Es wird unbequeme Zeiten in der Nachfolge geben, aber dass Gott immer dabei ist, das steht fest.

Impulse zum Nachdenken
• Welche Erlebnisse mit Gott fallen mir ein, wenn ich mein Leben im Rückblick betrachte?
• Was erwarte ich noch von Gott?
• In welcher „Geschichte“ stecke ich im Moment drin?

Zusammenfassung

Was nehme ich mit? Alle bekommen ein DIN-A5-Blatt, auf dessen einer Seite der Bibeltext Josua 1,9 steht. Zur Erinnerung wird hier eine ausgerissene Figur darunter geklebt. Auf der anderen Seite stehen die Impulse zum Nachdenken.

Eine Spielidee zu Frankreich, bei der alle Teilnehmenden gleichzeitig viele Aufgaben erledigen. Ideal für große Gruppen auf Freizeiten (erprobt bei einer Familienfreizeit mit 60 Mitspielern, gemischtes Alter). Gespielt wird in Gruppen mit je 6 bis 12 Personen. Es gibt 3 Spielrunden mit jeweiliger Auswertung – eine Spielrunde dauert ca. 10 Minuten. Gewonnen hat das Team, das am Ende die meisten Punkte zusammen hat.

Es werden 6 Gruppen gebildet mit jeweils max. 10 Personen.

Ablauf einer Spielrunde

  • Austeilen der Aufgaben an jede Gruppe.
  • 2 Minuten Zeit um die Aufgaben zu lesen und zu überlegen, wer aus der Gruppe welche Aufgabe erledigen möchte.
  • Dann, nach dem Startsignal wird 10 Min. lang gespielt – d.h., die Gruppen haben 10 Min. lang Zeit, möglichst viele ihrer Aufgaben möglichst gut zu lösen.
  • Auswertung der Spielrunde

Auswertung

  • Bei allen Aufgaben steht die max. Punktzahl dabei. Sonst gelten folgende Punkte: 1. Platz: 10, 2. Platz: 8, 3. Platz: 6, 4. Platz: 5, 6. Platz: 3.
  • Zusatzpunkte: Wenn nur 2 Teams eine Aufgabe erledigen, bekommt jedes Team weitere 5 Zusatzpunkte. Wenn nur 1 Team eine Aufgabe erledigt, beommt dieses 10 Zusatzpunkte.
  • Gewonnen hat das Team, das am Ende die meisten Punkte erreicht hat.

Achtung: Vor allem bei großen Gruppen empfiehlt es sich, pro Spielgruppe eine Mitrbeiterin oder einen Mitarbeiter für die Auswertung zu haben. Das kann sich sonst ganz schön lange ziehen. Vor allem die „Bau-Aufgaben“ brauchen ein klares Schiedsgericht und einiges an Zeit zum Auswerten. Um den Überblick bei dieser „Materialschlacht“ zu behalten, sollte das Material am besten für jede Gruppe und Spielrunde sortiert und bereitgestellt sein. Wenn ihr mit größeren Gruppen spielt, könnt ihr entweder die Zeit pro Spielrunde auf z. B. 8 Minuten reduzieren. Oder ihr macht nochmal ein paar Aufgaben dazu – dass dann auch alle Mitspieler gut beschäftigt sind.

SPIELRUNDE NUMMER 1: „PARIS“

A) Bauprojekt (Punkte nach Tabelle)

Baut mit folgendem Material einen möglichst hohen Turm: 50 Trinkhalme, 1 Schere, 1 Bastelmesser, 1 Rolle Tesafilm, 5 DIN A4 Papierbögen.
Wichtig: Es darf kein anderes Material verwendet werden. Der Turm muss nachher frei stehen (ohne festgehalten zu werden und ohne Hilfsmittel wie Stühle etc.) Gemessen wird die Höhe.

B) Schätzfrage (Punkte nach Tabelle)

Wer kann schon die Gesamtlänge der Straßen in Paris schätzen – das wolen wir NICHT von euch wissen. Sondern: Wie lang ist das Geschenk-Band in dem Glas vorne bei der Spielleitung –das Glas darf NICHT geöffnet werden! _ cm

C) Kreativ-Aktion (Punkte nach Tabelle)

In Paris gibt es jeden Tag kilometerlange Autoschlangen. Macht mit eurem Knet die längste Knetschlange. Die Knetschlange muss ohne Unterbrechung sein.

D) Gedicht (Punkte: Je eingebautes Wort 1 Punkt)

Macht ein Endreim-Gedicht (also immer zwei Zeilen sind ein Vers, davon müssen sich jeweils die letzten Worte reimen, z.B. Haus-Maus), bei dem möglichst viele der folgenden Wörter vorkommen. Es müssen sinnvolle Sätze sein.
Metro Spaß Eiffelturm Zeitung Baguette Frühling Café Sturm Paris Auto

E) Rätsel (Je gelöstes Rätsel 5 Punkte)

Lege 3 Streichhölzer dazu, so dass 5 gleichseitige Dreiecke entstehen(unterschiedlicher Größe)

F) Wissen (je richtige Antwort 2 Punkte)

Löst die folgenden 4 Aufgaben.

Wie viele Einwohner hat Paris?
a) 6 Millionen b) 9 Millionen c) 11 Millionen

Wie heißen die „falschen Taxis“, mit denen Paris–Touristen gerne abgezockt werden?
a) Juste au But b) Voiture de Place c) Taxi Maladie

Wie läuft das in Paris mit dem Trinkgeld in Restaurants?
a) 15% werden bereits automatisch verrechnet b) mind. 5% sollte der Gast auf dem Tisch liegen lassen c) Es sind keinerlei Trinkgelder üblich

Wo gibt es Tickets für die Metro?
a) nur in den Metro-Stationen b) in den Stationen und in Zeitungskiosken c) in den Stationen und in Tabac-Shops

SPIELRUNDE NUMMER 2: „KÜSTE“

A) Aktion (Punkte nach Tabelle)

Knackt diese 20 Walnüsse möglichst geschickt, dass es viele Schiffchen (halbe Nussschale) gibt. Nach der Spielrunde wird gezählt, wie viele Nuss-Schiffchen in eurem Teller schwimmen.

B) Schätzfrage (Punkte nach Tabelle)

Verleihnix hat mal wieder viele Fische gefangen und sie alle in ein großes Glas zur Aufbewahrung gesteckt.Wie viele Fische befinden sich in dem Glas vorne bei der Spielleitung – das Glas darf NICHT geöffnet werden! ___ Fische

C) Kreativ-Aktion (Punkte nach Tabelle)

Viele Urlauber fliegen mit dem Flugzeug im Sommer ans Meer. Ihr bekommt pro Person ein Papier. Damit faltet jede und jeder einen Paierflieger. Welche Gruppe hat den weitesten Flug?

D) Gedicht (Punkte: Je eingebautes Wort 1 Punkt)

Macht ein Endreim-Gedicht (also immer zwei Zeilen sind ein Vers, davon müssen sich jeweils die letzten Worte reimen, z.B. Haus-Maus), bei dem möglichst viele der folgenden Wörter vorkommen. Es müssen sinnvolle Sätze sein.
Sand Käse Wohnwagen Disco Wein Muschel Boule Schnee Meer Buch

E) Rätsel (Je gelöstes Rätsel 5 Punkte)

Löst das folgende Sudoku

F) Wissen (je richtige Antwort 2 Punkte)

Löst die folgenden 5 Aufgaben.

An welches Land grenzt Frankreich NICHT?
a) Luxemburg b) Niederlanden c) Andorra

Wie viele Einwohner hat Frankreich ungefähr?
a) 70,0 Millionen b) 60,7 Millionen c) 83,5 Millionen

Wie heißt die französische Nationalhymne?
a) Marsaillaise b) Plutodaise c) Marseillaise

Aus wie vielen Regionen besteht Frankreich? (Es gibt auch Überseeregionen)
a) 16 Regionen b) 26 Regionen c) 20 Regionen

Wann wurde in Frankreich die Todesstrafe abgeschafft?
a) 1961 b) 1981 c) 1973

SPIELRUNDE NUMMER 3: „BERGE“

A) Bauprojekt (Punkte nach Tabelle)

Baut mit folgendem Material eine möglichst lange Brücke und/oder Tunnel.
Klopapierrollen, 1 Rolle Tesafilm, 1 Schere, 1 Bastelmesser, 5 Din A 4 Papierbögen, 1 Testmurmel, eure Gruppenstühle (max. 10 Stück)
Wichtig: Es darf kein anderes Material verwendet werden. Starthöhe bei 2 m über dem Boden. Es wird eine Murmel eingelegt, diese muss selbstständig durchlaufen. Gemessen wird die Luftlinie vom Startpunkt (A) bis zum Punkt, an dem die Murmel den Boden berührt (B). Läuft die Murmel nicht durch bzw. berührt am Ende nicht den Boden, wird gar nicht gemessen.

B) Schätzfrage (Punkte nach Tabelle)

Wie schwer ist der Stein bei der Spielleitung? ___ Gramm

C) Kreativ-Aktion (Je Gegenstand 2 Punkte + max. 2 Punkte Gesamteindruck)

Malt mit euren Wachskreiden ein Bergbild. Folgendes muss darauf enthalten sein: Berghütte, Kuh, Gipfelkreuz, Seilbahn-Gondel

D) Gedicht (Punkte: Je eingebautes Wort 1 Punkt)

Macht ein Endreim-Gedicht (also immer zwei Zeilen sind ein Vers, davon müssen sich jeweils die letzten Worte reimen, z.B. Haus-Maus), bei dem möglichst viele der folgenden Wörter vorkommen. Es müssen sinnvolle Sätze sein.
Wandern Hütte Gletscher Bergbach Bike Rucksack Gondel Foto Kreuz Salami

E) Rätsel (Je gelöstes Rätsel 5 Punkte)

F) Wissen (je richtige Antwort 2 Punkte)

Löst die folgenden 5 Aufgaben.

Wie lange war die Tour de France 2005 insgesamt?
a) 1507 km b) 2807 km c) 3607 km

Wann wurde das Gelbe Trikot zum ersten Mal in der Tour-Geschichte verliehen?
a) 1903 b) 1919 c)1923

In welchen deutschen Städten gastierte die Tour 2005?
a) Karlsruhe und Pforzheim b) Karlsruhe und Freiburg c) Karlsruhe und Saarbrücken

Wie hoch war 2005 das Preisgeld für den Gewinner der Tour de France?
a) 250 000 Euro b) 400 000 Euro c) 500 000 Euro

Wer war der erste Deutsche, der die Tour de France gewann?
a) Rudi Altig (1966) b) Didi Thurau (1977) c) Jan Ullrich (1997)

Station 1: Kreatives „Steine malen“

An dieser Station dürfen die Kinder Steine bunt bemalen (sie können die Steine bemalen wie sie wollen) und diese dann mit nach Hause nehmen als Erinnerung. Diese Station sollte in der Nähe eines Waschbeckens durchgeführt werden. Die Steine sollten anschließend auf eine Pappe mit dem Namen des Kindes gelegt werden, damit die Kinder ihren Stein wiederfinden, wenn er getrocknet ist.

Station 2: Spezial „Hausquiz“

Auf einem Arbeitsblatt (siehe Dokument) ist ein Haus abgebildet. Zu jedem Teil des Hauses gibt es eine Frage und drei Antwortmöglichkeiten. Die Antworten sind jeweils einer Farbe zugeordnet. Die Kinder sollen nun die richtige Antwort auswählen und dann das Hausteil, welches der Frage zugeordnet ist, in der Farbe der richtigen Antwort anmalen. Damit alle gleich weit sind können die Fragen auch von einem Mitarbeiter vorgelesen werden.

Vorbereitung: Die Buntstifte sollten schon Mal farblich vorsortiert sein.

Station 3: Bibellesen und Gebet „Tischdecke“

Der Bibeltext soll vorher von einem Mitarbeiter in die Mitte einer weißen Papiertischdecke geschrieben werden. Der Text wird noch einmal laut vorgelesen. Die Kinder können dann ihre Gedanken und Gebetsanliegen zu dem Text oder dem Thema Vertrauen auf die Tischdecke schreiben (kleinere Kinder können auch malen). Danach soll mit einem gemeinsamen Gebet abgeschlossen werden.

Station 4: Spiel „Decke“

Ein Kind legt sich auf die Decke, die anderen halten die Decke und tragen das Kind auf der Decke vorsichtig durch den Raum (es kann auch ein bisschen hin und hergeschaukelt werden), danach legt sich ein anders Kind auf die Decke (sollten die Kinder das alleine nicht schaffen kann ein Mitarbeiter mithelfen). Bei diesem Spiel geht es um das Thema Vertrauen, das Kind auf der Decke muss den Anderen vertrauen, getragen zu werden.  Wer noch Zeit hat kann Kinder nochmal auf die Decke lassen und sie ein zweites Mal tragen oder sie leicht hochwerfen.

Station 5: Gespräch „Karten ziehen“

Auf Karteikarten stehen Fragen. Die Kinder ziehen nacheinander eine Karteikarte und beantworten dann zusammen als Gruppe die Frage.

  • Habt ihr schon einmal eine Anweisung missachtet und habt dann gemerkt, dass das nicht gut war?
  • Wem vertraut ihr in eurem Alltag?
  • Warum vertraut ihr einer Person?
  • Wann sollte man besonders auf andere vertrauen?
  • Wart ihr schon mal froh darüber, dass ihr jemanden oder auch Gott vertraut habt?
  • Gibt es Situationen in denen man sich auf etwas verlassen muss, also keine andere Wahl hat als zu vertrauen?
  • Auf was kann man bei sich selbst vertrauen?
  • Habt ihr schon mal etwas gebaut? Wie findet ihr es, wenn ihr euch Mühe gebt und es dann zusammenfällt?
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