Eine »Farbenflut« von Ideen findet ihr zu unserem aktuellen Sommer-Thema für eure Mädchengruppe: Kreatives, Bibelarbeiten und Stundenentwürfe, in denen Farben eine besondere Rolle spielen. Vieles davon lässt sich auch mit den geltenden Corona-Bestimmungen durchführen. In einem Artikel speziell für Mitarbeiter bekommst du Tipps, wie ihr zu einem wirklich guten Mitarbeiterteam werdet und auch mit Herausforderungen und Konflikten umgeht.
Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.
Farben prägen uns viel mehr, als uns bewusst ist. Manchmal merken wir es richtig: Nach wochenlangen Regenfällen saugen wir den blauen Himmel und das helle Licht förmlich auf. Im Herbst sehen wir die bunten Blätter an den Bäumen und genießen das warme Licht, das alles perfekt in Szene setzt.
Farben beeinflussen uns: So kann sich Blau zum Beispiel positiv auf unsere Kreativität auswirken, Rot steigert die Leistungen, die Genauigkeit erfordern. Und das ist erst der Anfang. Die Lehre der Farben und die Psychologie dahinter werden sowohl in der Wissenschaft als auch im Marketing genau beschrieben und eingesetzt. Auch in unserem christlichen Glauben spielen Farben eine Rolle. Ein spannendes, weites Feld, aus dem sich prima ein bunter Abend für die Mädchen entwickeln lässt!
Der Gruppenraum wird wie ein Regenbogen-Kreis dekoriert. In der Mitte liegen weiß und schwarz, drum herum in folgender Reihenfolge die anderen Farben im Kreis: Rot – Orange – Gelb – Grün – Blau – Lila. Lila und Rot liegen also auch nebeneinander. Stifte und Malfarben liegen in der Mitte bereit.
Jede sucht sich einen Platz im Kreis bei einer Farbe ihrer Wahl. Das kann ganz spontan sein, muss nicht unbedingt die Lieblingsfarbe sein.
»Unser Thema heute könnt ihr sicherlich leicht erraten – es geht um Farben! Alles, was wir sehen, hat eine Farbe. Oft nehmen wir das gar nicht bewusst wahr und doch beeinflussen uns die Farben in unserer Umgebung. Manchmal fällt es uns auf: Wenn der Himmel einen besonders schönen Sonnenuntergang zu bieten hat, wenn wir einen Raum in einer außergewöhnlichen Farbe betreten, oder auch, wenn ein Mensch auf der Straße einen knallroten Mantel trägt. Auch alle anderen Farben sind fester Teil unseres Alltags. Bevor wir da tiefer einsteigen, möchte ich wissen, warum ihr euch diese Farbe ausgesucht habt, wo ihr grade sitzt.«
Die Mädchen und natürlich auch die Mitarbeiterinnen erzählen, warum sie sich diese Farbe ausgesucht haben.
»Wir schreiben bestimmten Farben bestimmte Eigenschaften zu, ganz automatisch. Heute machen wir es einfach mal so, dass wir versuchen, uns gegenseitig mit Farben zu beschreiben. Das klingt vielleicht etwas seltsam, kann aber einen sehr schönen Eindruck hinterlassen.«
Jede schreibt ihren Namen jetzt zweimal auf Zettel und gibt sie der Mitarbeiterin. Die Zettel werden gemischt und neu verteilt und jede zieht nun zwei. Wer sich selbst zieht oder zweimal den gleichen Namen erwischt, muss schnell noch mal wechseln.
Jetzt malt jede drei Bilder:
Die zwei Mädchen, die ihr gezogen habt, malt auf je ein Blatt Papier. Dazu müsst ihr keine Menschen malen, sondern einfach mit Farbflächen, Farbverläufen etc. die Person beschreiben. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig: Denkt euch in das jeweilige Mädchen hinein. Welche Farbe siehst du in ihr? Warum? Wie spielen verschiedene Farben zusammen? Welche Eigenschaften möchtest du damit ausdrücken? Diese Aktion gelingt natürlich nur in einem Klima der Wertschätzung. Das dritte Bild malt dann jede mit den Farben, die sie bei sich selbst sieht. Die Tabelle kann euch eine Hilfe sein, die entsprechenden Eigenschaften durch die jeweilige Farbe auszudrücken (siehe Extra-Dokument).
Nun gibt es eine Kunstausstellung: Alle Bilder werden nebeneinander gelegt und erst einmal wahrgenommen. Natürlich darf auch spekuliert werden: Welches Bild passt zu wem?
Die Künstlerinnen stellen dann ihre Kunstwerke kurz vor und erklären, warum sie gerade diese Farben für die Mädchen gewählt haben. Jede bekommt dann »ihre« drei Bilder. Schaut sie euch an! Sind sie sehr unterschiedlich? Lässt sich etwas Gleiches erkennen? Was gefällt dir an deinen Bildern? Welche Farbe passt vielleicht doch nicht so gut?
So bunt wie eure Persönlichkeitsbilder ist auch unser Glaube:
Er liebt uns so wie wir sind. Er macht uns lebendig und erhält uns am Leben – auch durch das Leben von Jesus, denn er hat es für uns gegeben. Das feiern wir beim Abendmahl mit dem Wein, der so rot ist wie Blut – als Zeichen des Lebens.
Seine Gedanken sind größer als alles, was wir denken können. Und wenn wir in diese Welt schauen, dann sehen wir, wie kreativ er ist. Seht euch die Tierwelt an: Papageien und Koalas, Schmetterlinge, Frösche … All diese fantasievollen Geschöpfe hat er sich ausgedacht. Genauso uns Menschen: Nicht einer ist dem anderen gleich. Was für eine Kreativität!
Wir können sehen, denn Gott hat das Licht auf der Erde angeknipst. Er erleuchtet auch unsere Gedanken. Wir können unseren Glauben leben, denn wir haben ein Gegenüber. Wir glauben, dass Gott uns hört und dass er uns gute Gedanken schickt, die uns im Leben weiterhelfen. So wird es hell in unserem Leben.
Vieles in unserem Leben macht uns krank und kaputt: Streit, Eifersucht oder böse Gedanken, die wir nicht mehr loswerden. Verletzungen und Enttäuschungen, die sich in unsere Persönlichkeit einschleichen und uns verändern. Wir dürfen Gott bitten, uns zu heilen. Christen wachsen im christlichen Glauben jeden Tag. Wir müssen nicht perfekt sein. Aber wir dürfen vertrauen, dass Gott uns heil macht und unseren Glauben wachsen lässt, wie er das Gras auf der Wiese wachsen lässt.
Er ist so weit wie der Himmel und lässt uns aufatmen. Gott ist Freiheit! Nicht, was andere Menschen über uns denken, bestimmt unser Leben, sondern dass Gott uns schon lange kennt und uns genauso, wie wir sind, seine Kinder nennt.
Jesus zeigt uns den Weg zu Gott. Wir können Jesus folgen und wissen, dass wir auf einem guten Weg sind. Manchmal sehen wir den Weg nicht und müssen neu suchen. Manchmal wollen wir vielleicht andere Wege gehen und brauchen eine Weile, bis wir den Weg Jesu wiederfinden. Aber er ist da und wir können diesem Weg vertrauen. Unsere eigene christliche Spiritualität zu finden, ist Teil dieses Weges. Rituale, aber auch Unglaubliches, das wir immer noch nicht verstehen, gehören dazu.
Auch wenn wir traurig sind: Gott ist bei uns. Wir müssen Gott nichts vormachen. Auch unsere Trauer, unsere schlechte Laune, all das hat Platz bei Gott. Und Jesus selbst weiß, wie sich Trauer und Leiden anfühlen. Auf seinem Weg ans Kreuz ist ihm all das widerfahren.
Wir können immer wieder neu mit Gott anfangen. Er vergibt uns all unsere Unvollkommenheiten, unsere Schuld, unsere bösen Gedanken, unsere Streitigkeiten. Der heilige Gott ist sich dafür nicht zu schade, sondern verspricht uns: Wir sind bei ihm willkommen – und er macht uns durch seine Gnade neu.
Jedes Mädchen kann sich nun aus dem Lederband und den bunten Perlen ein eigenes Glaubensarmband machen. Dazu einfach die Farben, die für sie als Glaubensfarben stehen, auffädeln, vielleicht mit ein paar Zwischenknoten befestigen und dann zusammenknoten. Schon ist das individuelle Glaubensarmband fertig.
Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Petrus aus JUMAT 1/20. Sie beginnt mit der Berufung und endet mit drei Einheiten aus der Passionsgeschichte. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Entwurf für einen Familiengottesdienst.
Wie stehe ich zu Jesus?
Bleibe ich bei Jesus, auch wenn es mal schwierig ist?
Die Geschichte, um die es in dieser Lektion geht, steht im Neuen Testament im Markusevangelium im vierzehnten Kapitel. Das Markusevangelium ist das zweite Buch im Neuen Testament. Dort wird eine Situation von Jesus und seinen zwölf Jüngern beschrieben. Zeitlich wird sie kurz vor dem Tod von Jesus eingeordnet.
Der Lobgesang, von dem hier am Anfang die Rede ist, sind ein oder mehrere Psalmen, die von den Juden beim Passahfest gesungen werden. Die Psalmen, die dabei üblicherweise gesungen werden, sind die Psalmen 113 bis 118.
Der Ölberg, von dem danach die Rede ist, ist ein Berg in der Nähe von Jerusalem. Dorthin ist Jesus gerne mit und ohne seine Jünger gegangen.
Jesus spricht von einem Hirten mit seinen Schafen. Mit dem Hirten meinte Jesus sich selber und mit den Schafen seine Jünger. Mit den Worten, die Jesus sagt, kündigt er an, was einige Kapitel bzw. einige Zeit danach passiert. Jesus wird gefangen genommen, getötet und die Jünger laufen auseinander und zerstreuen sich. Somit fallen die Jünger von Jesus ab und lassen ihn allein. Auch das kündigt Jesus schon in diesem Text an.
In diesem Abschnitt kündigt Jesus nicht nur seinen Tod, sondern auch seine Auferstehung an und nennt den Jüngern einen Ort, wo sie ihn treffen werden. Galiläa ist ein Gebiet im Norden von Israel, welches die Heimat von Jesus war. Dort ist er aufgewachsen und dort hat auch sein Wirken auf der Erde begonnen. Außerdem ist er später dann auch von dort in den Himmel aufgefahren.
Petrus und die anderen Jünger verstehen nicht, was Jesus genau sagt und meint, deshalb sagt Petrus, dass er sich nicht ärgern wird, sowie, dass er immer zu Jesus halten wird. Mit dem Ärgern ist gemeint, dass Petrus immer zu Jesus halten möchte. Daraufhin kündigt Jesus Petrus seine Verleugnung an, das bedeutet, dass Petrus abstreiten wird, ihn zu kennen.
Der Hahn krähte zur damaligen Zeit immer, wenn die dritte Nachtwache vorbei war, das heißt um 3 Uhr in der Frühe. Damit hat Jesus einen genauen Zeitpunkt vorausgesagt, sodass Petrus sich dann später wieder daran erinnern kann.
Am Anfang dachte ich mir, dass der Text ja gar nichts mit mir zu tun hat. Ich bin ja nicht in der Situation wie Petrus. Oder? Ich würde doch Jesus niemals verleugnen! Sage ich und sagt auch Petrus. Aber ist das wirklich so? Wie ist das in der Schule oder auf der Arbeit. Was erzähle ich, wenn ich gefragt werde, was ich am Sonntag mache? Was sage ich, wenn mich jemand fragt, warum ich an einem anderen Tag nicht kann, weil dort z. B. Hauskreis ist? Sage ich, dass ich an Gott glaube und deshalb zum Gottesdienst oder in den Hauskreis gehe? Oder sag ich einfach nur, dass ich einfach keine Zeit habe?
Ich bin Petrus ähnlicher, als ich es glaube. Es ist nie einfach, mutig zu sagen, dass man an Jesus glaubt. Manchmal fällt es mir ja gar nicht auf! „Ich werde immer zu dir halten, Jesus!“ Es hört sich gut an, aber leider ist es oft nicht so. Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Versuch einfach beim nächsten Mal, wenn du gefragt wirst, offen und ehrlich zu sagen, dass du in den Gottesdienst oder den Hauskreis gehst.
Ich glaube, dass für Kinder, die nicht so viel oder gar nichts über Jesus wissen, diese Geschichte ziemlich schwierig ist. Trotzdem ist auch der Text für diese Kinder wichtig. Denn für sie stellt sich die Frage, wie sie zu Jesus stehen. Manche Kinder kennen Jesus wirklich noch nicht. Andere vielleicht nur ein bisschen. Wie geht es ihnen mit der Geschichte? Vielleicht verstehen die Kinder die Geschichte nicht richtig. Wichtig ist, dass sie merken, wer Jesus für sie ist und wie sie gerade zu ihm stehen.
Wie geht es den Kindern, wenn sie die Geschichte hören? Vielleicht fällt es den Kindern leicht zu sagen, dass sie wie Petrus reagiert hätten. Aber ist es wirklich so? Was ist, wenn die Kinder ausgelacht werden, weil sie zur Jungschar gehen? Oder die Freunde nicht mehr mit ihnen spielen wollen, weil sie an Jesus glauben? Leider ist das auch schon bei Kindern teilweise so und es fällt ihnen dann schwer, trotzdem noch wie Petrus zu sein und zu sagen, dass sie zu Jesus gehören und ihn nie im Stich lassen.
Es liegen viele unterschiedliche Materialien bereit, zum Beispiel Toilettenpapierrollen, Strohhalme, Plastikbecher, Korken, Federn, Überraschungseihüllen usw. Außerdem benötigt man noch Scheren und verschiedene Kleber. Jedes Kind hat die Aufgabe, aus den verschiedenen Materialien einen Hahn zu basteln. Wie dieser aussieht, bleibt ihrer Kreativität überlassen. Im Anschluss an die Bastelaktion stellt jeder seinen Hahn vor.
Mit den Kindern wird eine kleine Kulisse für die Verkündigung gebaut. Hier kann man Bilder von Ölbäumen ausdrucken und die Kinder können diese ausmalen und an eine Wand oder ein Tuch hängen. Sie können auch selber Bäume malen und diese dann ausschneiden. Dies kann auch gemacht werden, wenn nicht das Theater gewählt wird. Damit würde dann das Bild des Ölberges wegfallen und dafür die Bilder der Kinder gezeigt werden.
Personen: Jesus (J) und Petrus (P), Erzähler (E) (evtl. noch ein paar andere Jünger)
Kulisse/Kostüme: weißes Gewand für Jesus, braunes für Petrus bzw. die Jünger; Tuch oder Wand als Hintergrund
E: Jesus ist mit seinen Jüngern unterwegs Richtung Ölberg. Das ist ein Berg, der in der Nähe von Jerusalem liegt. Irgendwas ist komisch. Jesus ist nicht so gut drauf. Irgendwas ist anders als sonst. Psst, er sagt was. Ich möchte etwas verstehen, also leise.
Jesus unterhält sich mit Petrus und den Jüngern. Sie kommen auf die Bühne.
J: Oh Mann, ihr werdet nicht mehr lange mit mir durch die Gegend laufen. Und ihr werdet euch alle ärgern. Denn es steht geschrieben: „Ich werde den Hirten schlagen und die Schafe werden zerstreut werden!“
P: zu den anderen
Was will er den jetzt wieder mit Hirten und Schafen? Versteht ihr, was er meint?
Die anderen Jünger schütteln den Kopf.
Und ärgern? Ich? Worüber denn? Er schaut sich fragend um.
J: Nachdem ich wieder auferweckt wurde, werde ich nach Galiläa gehen, dort werden wir uns dann treffen.
E: Galiläa ist ein Gebiet im Norden Israels. Dort ist Jesus auch aufgewachsen. Aber mal hören, was Jesus und Petrus noch so sagen.
P: Ärgernis? Ich? Nein, Jesus, was redest du da. Ich verstehe dich nicht. Kannst du mal bitte Deutsch reden? Ich werde mich nicht ärgern! Ich werde immer zu dir halten und dich nie alleinlassen.
J: Petrus, ich sage dir: Heute in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du dreimal gesagt haben, dass du mich nicht kennst.
P: Jesus, was redest du da. Ich würde sogar mit dir sterben. Ich bin doch dein Jünger, wir gehen durch dick und dünn. Vielleicht meinst du die anderen. Aber mich ganz bestimmt nicht. Ich werde immer zu dir halten und dich nie alleinlassen.
FREEZE
E: Hmmm, da war ja echt was. Aber ganz verstanden habe ich auch nicht, was Jesus genau meinte. Aber sie gehen weiter. Ich muss schnell hinterher. Ich möchte alles mitbekommen, was Jesus noch so zu erzählen hat.
Alle gehen von der Bühne ab
Der geschriebene Text ist nur eine Idee. Gerne kann die Geschichte auch frei mit den Bildern erzählt werden.
Die Kinder sollen versuchen, mithilfe der Bilder aus der Verkündigung die Geschichte nachzuerzählen.
Wenn sie damit Schwierigkeiten haben, oder das Theater als Verkündigungsmethode gewählt wurde, kann die Geschichte auch mit folgenden Fragen wiederholt werden:
Folgende Fragen helfen, mit den Kindern über die Geschichte ins Gespräch zu kommen:
Jesus spricht: „Wahrlich ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal verleugnen wirst.“ Markus 14,30, Luther 17
Es werden drei Blätter mit den Zahlen 1, 2 und 3 in die Mitte gelegt. Sie sollen helfen, den Merkvers zu lernen. Die 1 steht für den ersten Teil des Verses (Wahrlich ich sage dir, dass du heute, in dieser Nacht). Die anderen beiden Zahlen stehen für die nächsten beiden Teile, in denen jeweils die entsprechende Zahl vorkommt.
Die Kinder können noch mal über die Fragen aus dem Gespräch nachdenken. Besonders die Frage „Wo habt ihr schon mal Nein oder ich nicht gesagt?“ und ob sie danach ein schlechtes Gefühl hatten. Dann können sie das im Gebet Gott erzählen. An dieser Stelle ist es hilfreich, wenn wir den Kindern Zeit geben, allein und leise zu beten, da sich nur wenige trauen, diese konkreten Dinge vor der Gruppe auszusprechen. Der Mitarbeiter spricht dann ein zusammenfassendes Gebet,
Die Alternative besteht darin, dass die Kinder Gott einen Brief schreiben. Der wird nicht vorgelesen, sondern ist nur für sie selbst und für Gott bestimmt.
Hier können die Kinder einen Hahn ausmalen und ausschneiden. Für die Kinder, die das nicht allein können, kann eine Vorlage ausgedruckt werden.
Wir können nun überlegen, wo sie vielleicht einen Hahn gebrauchen könnten, der sie daran erinnert, immer bei Jesus zu bleiben. Diese Situationen können sie dann in den Hahn schreiben.
An dieser Stelle hat man zwei Möglichkeiten. Zum einen kann der Hahn die Erinnerung sein und wir überlegen gemeinsam, wo sie den Hahn (den gemalten oder am Anfang gebastelten) zu Hause zur Erinnerung hinhängen können. Der Hahn hat aber auch eine übertragene Bedeutung und wir können gemeinsam überlegen, welcher Gegenstand die Erinnerungsfunktion des Hahnes übernehmen könnte, z. B. eine Erinnerung im Smartphone oder ein Erinnerungsstein in der Hosentasche.
Ein Kind ist der Bauer und versucht, alle Hähne (die anderen Kinder) einzufangen, indem er sie fängt. Ist ein Kind gefangen, muss es in den Stall gehen (ein vorher vorbestimmter Ort). Rennt ein anderer Hahn durch den Stall, sind alle gefangenen Hähne wieder frei. Bei vielen Kindern können auch mehrere Bauern ausgewählt werden. Ziel ist es, dass die Bauern alle Hähne in den Stall bekommen.
In dem Rätsel haben sich zwei Namen, zwei Tiere und ein Beruf versteckt.
Ein Kind wird nach draußen geschickt. Die anderen Kinder stellen sich in einen Kreis auf. Es gibt zwei Varianten, wie die Kinder ein Knotenbündel entstehen lassen können.
Die erste Variante ist, dass die Kinder die Augen schließen und mit ausgestreckten Armen aufeinander zugehen. Jedes Kind greift einfach zwei Hände, die es spürt. Dann öffnen die Kinder die Augen und können, wenn nötig, den Knoten etwas erschweren oder erleichtern.
Die zweite Variante ist, dass die Kinder sich alle an den Händen fassen und so den Knoten bilden, indem sie über die Hände der anderen drübersteigen etc. Wenn der Menschenknoten fertig ist, kommt das Kind von draußen wieder rein und muss versuchen, den Knoten wieder zu entknoten.
Bei diesem Spiel stellen sich alle in einen Kreis und halten die Hände in die Mitte. Der Kreis muss so eng sein, dass sich die Hände fast berühren. Bei „drei“ springen alle zurück und frieren dann ein (Ninja-Position). Eine festgelegte Person fängt an und versucht mit einem Zug, die Hand einer anderen zu treffen und friert dann wieder ein. Wenn eine Hand getroffen wurde, nimmt der „Verwundete“ diese auf den Rücken. Dann ist im Uhrzeigersinn der Nächste an der Reihe. Wenn jemand beide Hände verloren hat, scheidet er aus dem Spiel aus. Gewonnen hat derjenige, der am Ende noch übrig bleibt.
Das ist eine Variante des bekannten Spiels „Ich packe meinen Koffer“. Es wird nämlich immer das genannt, was nicht mitgenommen wird. Einer fängt an und sagt zum Beispiel: „Ich packe meinen Koffer und ich nehme kein Bett mit.“ Der Nächste wiederholt den Satz und fügt einen weiteren Gegenstand hinzu, der nicht in den Koffer gepackt wird.
Verse 11+12: Die Vorgeschichte. Die Chronik-Bücher haben ein großes Interesse am Tempel. Schon unter David (1. Chr 17ff) wird intensiv über den Tempelbau gesprochen, der dann von Salomo in Angriff genommen wird. 2. Chronik 5-7 schildert die Einweihung des Tempels und Salomos Dankgebet. Der vorliegende Text enthält das daran anschließende Gespräch Gottes mit Salomo.
Verse 13-16: Krise und Verheißung. Der Text rechnet mit Krisensituationen, die das Volk Gottes durchleben wird. Auch diese Krisen werden als Handlungen Gottes verstanden (V. 13). Demgegenüber steht die Verheißung der Gegenwart Gottes in seinem Tempel für alle Zeit. Auf das Gebet des Volkes, das im Vertrauen auf diese Gottesgegenwart im Tempel gesprochen wird, folgt eine besondere Verheißung: Gottes ganze Aufmerksamkeit gilt dem Volk, das sich im Tempel an ihn wendet. Sein Name ist dort, seine Augen sind dort, sein Herz ist dort (V. 16).
Verse 17+18: Verantwortung und Verheißung des Königs. An David und seine Nachfolger ergeht eine besondere Verheißung (Erwählung, Begleitung, ewiges Königtum), mit der jedoch eine besondere Verantwortung einher geht. Gott knüpft das Versprechen des ewigen Königtums (V. 18) an das Verhalten Salomos (V. 17): Nur wenn Salomo alles tut, was Gott befiehlt, wird das Königtum Bestand haben.
Verse 19–22: Gericht. Im Hinblick auf das Volk wird verkündet, dass ihnen das Gericht Gottes droht, wenn sie gegen seine Gebote verstoßen und anderen Göttern dienen (V. 19). Israel wird aus seinem Land vertrieben; es wird zum Gespött der Völker (V. 20). Der Tempel, auf dem doch die Verheißung Gottes liegt, wird dann nur noch eine stummen Bauruine sein (V. 21). Alle Welt wird sagen: “Dies ist geschehen, weil Israel seinem Gott nicht gehorcht hat” (V. 22).
Vermutlich sind die Chronik-Bücher erst nach der Zeit des babylonischen Exils verfasst worden. Die Leser wissen aus der Geschichte, dass weder die Könige noch das Volk dem Willen Gottes und der Predigt der Propheten gehorcht haben. Israel wurde erobert und zerstört, der Tempel ging in Flammen auf, das Volk wurde in die Verbannung geführt. Nach 50 Jahren durften sie einen Neuanfang wagen (vgl. 2. Chr 36; Esra 1ff). Die Leser sollen aus der Geschichte ihrer Vorväter lernen und es jetzt besser machen. Insofern stellt die Gottesrede in 2. Chronik 7 einerseits einen Geschichtsrückblick dar, und andererseits einen warnenden Ausblick auf die jeweilige Gegenwart des Lesers.
Gott redet. Unser Abschnitt ist – abgesehen vom Einleitungsvers – ein Monolog Gottes. Er gibt Anweisungen. Er kündigt Salomo an, was passieren wird, wenn er oder das Volk sich von ihm abwenden. Wie gehen wir heute mit solchen Warnungen und Gerichtsreden um? Gelten sie uns? Oder hat sich das durch Jesus alles erledigt? Dürfen wir solch einem Text der Bibel vielleicht sogar widersprechen?
Ich denke in zwei Richtungen:
a) Gottes Verheißungen gelten. Er droht uns nicht mit der Vernichtung, wenn wir sein Gebot übertreten. Wir scheitern, wie Israel gescheitert ist. Wir sind nicht ohne Sünde. Aber Jesus hat das Gericht getragen. Er ist der Eine, der allein ohne Sünde ist (Hebr 4,15). Er nimmt unsere Schuld auf sich und beschenkt uns mit seiner Gerechtigkeit (2 Kor 5,21; Kol 2,14). Wir werden gerecht vor Gott ohne Werke des Gesetzes, allein aus Glauben, allein aus Gnade, allein durch Christus (Rö. 3,21-28). Daher könnten wir sagen: 2.Chronik 7 geht uns nichts an.
Warum lesen wir dann solche Bibeltexte? Warum brauchen wir das Alte Testament? Das Alte Testament zeigt uns die Geschichte Gottes mit seinem Volk. Es berichtet von seiner leidenschaftlichen Liebe und von seinem Zorn, der die Konsequenz seiner Liebe ist. Wir sehen, wie Gott um sein Volk ringt: Er lockt, er wirbt, er mahnt, er droht, er straft und er fängt immer wieder neu mit seinem Volk an. Wenn wir diese Texte – gerade auch die Gerichtsworte – lesen, erkennen wir die Heiligkeit Gottes.
b) Auch das Neue Testament will, dass der Glaube an Gott und Jesus konkrete Auswirkungen im Leben hat. Wir stehen in der Gefahr, immer nur die “schönen” Texte der Bibel zu lesen. Wir hören gerne, dass Jesus uns liebt, dass er heilt, dass er sucht und findet, dass bei ihm jeder angenommen ist. Dabei übersehen wir schnell, dass auch das Neue Testament eine große Anzahl von Weisungen und Mahnungen für die Christen enthält (vgl. u.a. Mt 7,21.24-27).
Vielleicht können wir den Text verstehen, wenn wir angstfrei an ihn herangehen. Dies gelingt uns mit dem Wissen um Jesu Liebe für uns vom Neuen Testament her. Dann sehen wir nicht den erschreckenden Gerichtstext, sondern den Anspruch unseres Gottes, der einen gemeinsamen Weg mit uns gehen will. Des Gottes, der den ersten Schritt auf uns zu macht und immer wieder neu mit uns anfängt. Der uns aber auch auffordert, uns verändern zu lassen.
Folgende zwei Methoden möchte ich gerne für das gemeinsame Erarbeiten des Textes vorschlagen. Sie können entweder nacheinander oder einzeln durchgeführt werden, je nachdem, wie viel Zeit euch zur Verfügung steht.
Für diese Methode ist es wichtig, dass jede/r Teilnehmende einen Zettel und einen Stift vorliegen hat. Auf dem Zettel sollen die folgenden Fragen notiert werden:
Jetzt liest der Gruppenleiter den Bibeltext vor. Wichtig: Die anderen hören zu, haben den Text aber nicht vor sich liegen. Danach dürfen Notizen zu den genannten Fragen gemacht werden.
Tauscht Euch aus. Ihr werdet staunen, wie sehr sich die Eindrücke verschiedener Personen vom gleichen Text unterscheiden werden. Diese Eindrücke werden gesammelt, aber nicht kommentiert.
Nach einer ersten Lesung des Textes hat jeder Zeit für Markierungen. Zunächst teilt jeder seine hervorgehobenen Worte und Sätze, die als Verheißungen verstanden wurden, mit den anderen. Diese werden nicht kommentiert. Einer zweiten Lesung des Textes folgt die Runde mit den Warnungen. Nach einem dritten Lesen des Textes werden die verschiedenen markierten Stellen diskutiert.
Jede/r Teilnehmende bekommt den Bibeltext auf eine DIN A4-Seite vergrößert ausgedruckt. Zusätzlich erhält jeder zwei Markierungsstifte in unterschiedlichen Farben. Mit dem einen Stift sollen alle Verheißungen, mit dem anderen alle Warnungen im Text hervorgehoben werden.
Denkt darüber nach, was für Konsequenzen sich konkret für euer persönliches Glaubensleben ergeben. Was wollt ihr für euch und für eure Gruppe lernen?
Die hier aufgelisteten Fragen wurden aus dem Spiel “Slant. Der etwas andere Blickwinkel” ausgewählt, das beim Born-Verlag erschienen ist.
Solltet ihr Schwierigkeiten mit der Gerichtsaussage des Textes haben, empfehle ich dem Leiter der Gruppe, den Punkt 2 (Bedeutung für den heutigen Hörer) als Erklärung und Denkansatz weiterzugeben und zu erläutern.
Die Einheit darf mit einer Gebetsgemeinschaft beendet werden, in der eure Erkenntnisse und Fragen vor Gott gebracht werden.
Nathan überbringt David die Botschaft von Gott. Aber wie lautete die nochmal genau? Werfen wir einen Blick auf den Kontext der Textstelle.
David ist in seinen königlichen Palast eingezogen. Da bekommt er das Gefühl, dass es nicht richtig sei, dass er in einem prächtigen Palast lebt, die Bundeslade aber in einem einfachen Zelt steht.
An Davids Hof lebt der Prophet Nathan. Gott lässt David durch Nathan ausrichten, dass nicht David Gott ein Haus bauen soll, sondern dass umgekehrt Gott David ein Haus bauen wird – er verheißt ihm eine ewige Dynastie. Den Tempel – das Haus für Gott, in dem später auch die Bundeslade ihren Platz hat – wird dann ein Sohn Davids errichten. Gott erinnert außerdem daran, was er schon alles für David getan hat, wie er ihm geholfen hat und wie er auch in Zukunft David und sein ganzes Volk begleiten wird.
Hier kommt unser Bibeltext ins Spiel. Er berichtet, wie Nathan David alles genau so weitergibt, wie es ihm Gott aufgetragen hat. Daraufhin sucht David Gottes Nähe, er betet. Er fühlt sich nicht würdig, so eine große Verheißung von Gott zu erhalten – die Zusage, dass die kommenden Herrscher Israels aus Davids Familie kommen werden. Er fühlt sich dadurch geehrt und dankt Gott mit Anbetung. Dies ist kein Antwortgebet, denn David hat Gott nicht um diesen Gefallen gebeten. David weiß gar nicht, wie ihm geschieht. So preist er Gott für seine großen Taten in der Geschichte und am heutigen Tage. Ihm wird klar, dass ihm diese Zusage unverdient aus Gnade geschenkt ist. Er darf wissen, dass er gesegnet ist – schon jetzt, durch Gottes Wort. David sagt: „Wer bin ich, HERR, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?“ (Vers 16). Im Licht dieser Zusage wird ihm klar, dass Gottes Plan größer und wichtiger ist als seine eigenen Pläne. Mit der Idee, Gott ein Haus zu bauen, wollte David Gott einen Gefallen tun, doch Gott hat einen anderen Plan.
David erinnert sich an alles, was Gott in seinem Leben schon bewirkt hat und ist sich deshalb sicher, dass Gott auch zu dieser Zusage steht.
Im Neuen Testament wird klar, dass Gottes Verheißung eingetroffen ist: Nachkommen Davids saßen für eine lange Zeit auf dem Thron Israels. Jesus selbst ist ein Nachkomme Davids (nachzulesen in den Stammbäumen Jesu). Seine Macht über die Welt wird niemals aufhören und durch ihn wird auch in Ewigkeit ein Nachkomme Davids auf dem Thron Gottes sitzen.
Gott sendet David eine Botschaft, er spricht zu ihm und in seinen Alltag hinein.
Was hat Gott schon alles in deinem Leben getan? Denke darüber einen Augenblick nach. Gehe in Gedanken dein Leben durch: Wo hast du Gott in deinem Leben gehört oder bemerkt?
Vielleicht war dir ein Bibelvers wichtig. Oder ein Mensch hat etwas zu dir gesagt, wo du dachtest: „Den hat gerade der Himmel geschickt“. Oder du wurdest in einer Predigt besonders angesprochen. Oder…
Wie ist es aber, wenn man Gottes Wirken in seinem Leben nicht sieht? Es geht im christlichen Glauben nicht darum, nur das zu glauben, was man unmittelbar erlebt. Vielmehr sind Gottes Verheißungen wichtig. So sagt er z.B. in Joh 1,12: „All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ Wenn wir an ihn glauben, SIND wir Gottes Kinder.
In vielen Situationen ist Gottes Wirken erst einmal gar nicht so offensichtlich. Erst im Nachhinein wird einem klar: Hier hatte Gott seine Finger im Spiel.
Als David von Nathan Gottes Botschaft mitgeteilt bekommen hat, wendet er sich sofort an Gott. Er redet mit ihm – nicht strukturiert, sondern so, wie es ihn in seinem Herzen gerade bewegt. Er preist Gott, er lobt ihn für alles, was er in seinem Leben getan hat. Und nicht nur in seinem Leben, sondern in der ganzen Geschichte des Volkes Israel. Er preist Gott für die große Zusage, die Gott ihm gegeben hat. Denn Gott will ihm ein Haus bauen, seine Nachkommen sollen auch in Zukunft das Sagen haben. Sie sollen regieren bis an das Ende der Zeiten. – Wo hast du gerade Grund, Gott zu loben?
Manchmal ist dir vielleicht nicht zum Loben zumute. Dann tut es gut, Gott sein ganzes Leid zu klagen, z.B. mit Hilfe eines Klagepsalms aus der Bibel. Manchmal kann es auch wohltuend sein, selbst in schwierigen Situationen Gott zu loben. Sich bewusst zu werden, dass es durch Jesus eine unverbrüchliche Hoffnung im Leben gibt. Eine Hoffnung auf die Gemeinschaft mit Gott in Ewigkeit, die alles in dieser Welt in ein anderes Licht rücken kann.
David bittet Gott, dass dessen Verheißungen erfüllt werden. Er bittet, dass Gottes Wille geschehen soll. Wie geht es dir, wenn du diese Bitte im „Vater Unser“ sprichst: „Dein Wille geschehe!“?
Martin Luther sagt, dass wir vor dieser Bitte „Dein Wille geschehe“ eigentlich erschrecken müssten, da unser eigener Wille der Hauptbösewicht in unserem Leben sei. Unsere erste Frage laute immer: „Was will ich?“ und nicht „Was will Gott?“. Darf Gott wirklich in dein Leben reden? In alle Bereiche deines Lebens? Oder setzt du lieber deinen Willen durch?
Und was ist Gottes Wille überhaupt? Im ersten Timotheusbrief lesen wir, dass es Gottes Wille sei, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Gott liebt uns, er ist für uns am Kreuz gestorben – das war sein Wille.
Die Bitte „Dein Wille geschehe“ ist auch ein großes Geschenk. Wir dürfen Gott darum bitten, dass er uns hilft, in unserem Leben seinen Willen geschehen zu lassen. Und wir dürfen darauf vertrauen, dass er es auch tut. So, wie er auch seine Verheißung an David erfüllt hat.
Der Bibeltext wird vorgelesen, indem eine Person die Erklärungsverse 15- 16a liest und eine andere nachspielt, wie David vor Gott niederkniet und betet. Dazu liest die zweite Person selbst die Verse 16b-27 vor.
Nun wird der Impuls praktisch umgesetzt. So kann man beispielsweise nach dem Punkt „Lasst uns ihn loben“ Gott ein Loblied singen, z.B aus “Feiert Jesus 4”:
Die Lebenswege der Teilnehmenden werden aufgezeichnet:
Fragen zum Text für ein Gespräch in der ganzen Gruppe:
Das Gedicht „Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers kann vorgelesen werden.
Möglichkeiten für ein Dankgebet in Gruppen:
Der letzte Sonntag im Kirchenjahr wird Ewigkeitssonntag oder auch Totensonntag genannt. In der evangelischen Kirche gedenken wir an diesem Tag den Menschen, die im vergangenen Jahr gestorben sind. Gleichzeitig erinnern wir uns aber auch daran, dass für uns mit dem Tod nicht alles endet. Als Christen haben wir die Hoffnung auf ein ewiges Leben nach dem Tod! In dieser interaktiven Andacht erfahren die Jugendlichen, wie die Bibel den Himmel beschreibt.
Als wäre in unseren Breitengraden der Monat November mit seinen kurzen Tagen, seinen kahlen Bäumen und dem oft grauen Wetter nicht schon trist genug. Es häufen sich in diesen Wochen auch noch einige Gedenktage, die die Laune zumindest auf den ersten Blick ziemlich niederdrücken können: Zwei Wochen vor dem 1. Advent findet der Volkstrauertag statt, bei dem in Deutschland den Opfern der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus gedacht wird. Nur eine Woche später, am letzten Sonntag des Kirchenjahres, begehen wir in der evangelischen Kirche den Ewigkeitssonntag, auch Totensonntag genannt. An diesem Tag denken wir in besonderer Weise an die Menschen, die im Laufe des vergangenen Kirchenjahres gestorben sind. Viele Menschen, die einen Angehörigen verloren haben, gehen an diesem Tag zum Gottesdienst oder auf den Friedhof. Gleichzeitig möchte der Ewigkeitssonntag uns aber auch daran erinnern, dass mit dem Tod nicht alles aus ist. Als Christen dürfen wir uns auf ein Leben nach dem Tod freuen. Ein Leben in Gottes Gegenwart! Damit wir schon heute einen kleinen Vorgeschmack auf den Himmel bekommen, malt uns die Bibel verschiedene Bilder des Himmels vor Augen. Jesus vergleicht den Himmel mit einem Haus, in dem es viele Wohnungen gibt, die er für uns vorbereitet (Joh 14,2–3). In den beiden letzten Kapiteln der Bibel (Offb 21 und 22) wird die neue Welt Gottes sehr detailliert, farbenfroh und hoffnungsvoll beschrieben. Ein positiver Kontrast zur dunklen Jahreszeit und ein ermutigendes Thema für Jugendliche zum Ende des Kirchenjahres mit der Möglichkeit, dass die Teilnehmenden sich selbst und ihre Vorstellungen vom Himmel einbringen. Im Anschluss werden mit Hilfe von verschiedenen Gegenständen Bibelverse aus Offenbarung 21 und 22 verbildlicht.
Hinweis: Wichtig ist, im Blick zu haben, ob es Teilnehmende gibt, die gerade mit dem Verlust eines Menschen zu kämpfen haben! Für sie kann die Andacht erfahrungsgemäß sehr tröstend sein, gleichzeitig kann die Auseinandersetzung mit dem Thema Tod eine Überforderung darstellen.
Material 1:
Plakate mit den 7 Bibelversen (s. u.), Gegenstände zu den Bibelversen (s. u.), Tuch oder Tischdecke, Weißes Papier oder Karteikarten, Buntstifte
Plakate anfertigen
Die folgenden sieben Bibelverse aus der Offenbarung werden sinngemäß auf einzelne Plakate geschrieben bzw. auf großen Blättern ausgedruckt:
„Gott selbst wird bei den Menschen wohnen und alle Tränen abtrocknen.
Offenbarung 21,3–4“
„Die Stadt war aus reinem Gold und die Mauer war geschmückt mit lauter Edelsteinen. Offenbarung 21,18 ff.“
„Die Stadt hatte zwölf Tore aus Perlen. Offenbarung 21,21“
„Man wird die Pracht und den Reichtum der Völker in die Stadt bringen. Offenbarung 21,26“
„Ein Strom geht aus vom Thron Gottes, und auf beiden Seiten des Stromes stehen Bäume des Lebens, die tragen zwölfmal Früchte, jeden Monat. Offenbarung 22,1–2“
„… und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker. Offenbarung 22,2“
„Und es wird keine Nacht mehr sein und sie brauchen kein Licht und keine Sonne, denn Gott der Herr, wird leuchten. Offenbarung 22,5“
Gegenstände suchen
Zu jedem der Bibelverse wird ein passender Gegenstand gesucht, der den Vers verbildlicht.
Für Offenbarung 21,3–4: z. B. Taschentücher.
Für Offenbarung 21,18 ff.: z. B. Edelsteine oder ein goldener Gegenstand (z. B. Goldschmuck).
Für Offenbarung 21,21: z. B. eine Perlenkette oder ein Glas mit einigen schönen Perlen.
Für Offenbarung 21,26: z. B. ein Weltatlas oder ein kleiner Globus.
Für Offenbarung 22,1–2: eine Frucht, z. B. Orange.
Für Offenbarung 22,2: Ein Blatt. Zugegeben, das ist im Monat November nicht ganz einfach zu bekommen, aber mit etwas Glück findet sich auf einem kahlen Baum noch ein letztes schönes Blatt! Zur Not muss die Zimmerpflanze herhalten oder evtl. findet sich ja beim Obsthändler eine Clementine mit Blatt ;-)).
Für Offenbarung 22,5: z. B. eine Kerze, ein Teelicht oder eine Taschenlampe.
Ablauf
Zunächst werden die Jugendlichen gefragt, wie sie sich den Himmel vorstellen. Sie dürfen ihre Vorstellung entweder stichwortartig auf Karteikarten schreiben, oder ein Bild zu ihrer Vorstellung des Himmels malen. Anschließend stellen die Jugendlichen ihre Gedanken kurz vor. Die Karteikarten bzw. Bilder können z. B. an eine Pinnwand gepinnt werden und bleiben so für alle sichtbar.
Überleitung: „In der Bibel gibt es auch einige Beschreibungen des Himmels, damit wir ihn uns ein bisschen vorstellen können …“
Die Plakate mit den Bibelversen werden auf dem Tisch/Boden neben den unter der Decke versteckten Gegenständen ausgelegt. Die Jugendlichen dürfen nacheinander einen Gegenstand unter der Decke hervorholen und ihn dem passenden Bibelvers zuordnen. Das ist für sie selbstverständlich kein Problem, es geht vielmehr darum, dass der Himmel bildlich dargestellt wird. Das Tuch, unter dem die Gegenstände verborgen sind, macht das Geheimnisvolle des Himmels deutlich.
Wenn ein Jugendlicher einen Gegenstand dem entsprechenden Bibelvers zugeordnet hat, kann die Gruppe nach ihren Gedanken zu dem Vers gefragt werden und es kann ein kurzer Austausch stattfinden.
Anmerkung zu Offenbarung 21,26:
Besonders dieser Bibelvers wird von Theologen sehr unterschiedlich verstanden und ausgelegt. Einige Ausleger verstehen den Vers so, dass die verschiedenen Völker den Reichtum ihrer unterschiedlichen Kulturen in die neue Welt Gottes hineinbringen. So gesehen wäre der Himmel also ein sehr bunter und abwechslungsreicher Ort, in dem die Besonderheiten und die Individualität der Kulturen zum Ausdruck kommen würden.
Abschluss
Auch wenn besonders die Kapitel 21 und 22 der Offenbarung des Johannes ein sehr konkretes Bild vom Himmel beschreiben, ist es doch gleichzeitig wichtig, den Jugendlichen zu vermitteln, dass wir uns letzten Endes den Himmel mit unserer irdischen Vorstellungskraft in seiner vollen Realität nicht vorstellen können. Wir dürfen aber darauf vertrauen, dass Jesus, der uns jetzt schon liebevoll durch unser Leben begleitet, einen wundervollen Platz für uns vorbereitet, auf den wir uns freuen können!
Tipp: Im Anschluss an die Andacht könnte gemeinsam aus exotischen Früchten ein leckerer Smoothie oder ein Fruchtsalat hergestellt werden. Sozusagen als kleiner Vorgeschmack auf den Himmel und als Vitamin-Booster im November.
Der Inhalt des Textes begegnet in der Bibel auch in 1. Kön. 3,1-28. Vergleicht man die Texte, fällt der ähnliche Aufbau auf: Beide Texte lassen sich jeweils in drei Abschnitte gliedern, wobei die Offenbarung JHWHs (ausgesprochen: Jahwe; hebräischer Gottesname; bei Luther übersetzt mit HERR) in Gibeon und die darauffolgende Bitte Salomos um Weisheit jeweils im Mittelpunkt stehen.
Gerahmt wird dieses Zentrum von einer kurzen Einleitung zu Beginn und dem „Beweis“ für die erfüllte Bitte um Weisheit am Ende.
Kurz bevor diese Erzählung beginnt, ist Salomo als Nachfolger seines Vaters David König geworden.
Vers 1: Die Einleitung des Textes fasst zusammen, wie Salomos Herrschaft begann: JHWH war mit ihm und segnete das Werk seiner Hände – sein Reich wuchs, es wurde wohlhabend und erlebte eine Zeit der Blüte.
Verse 2-6: Gleich zu Beginn seiner Herrschaft gibt Salomo den Befehl, dass alle einflussreichen Personen mit ihm zum großen Heiligtum bei Gibeon (9 km nordwestlich von Jerusalem) kommen sollen (V.1), um dort JHWH ein Opfer darzubringen. Sein Motiv: Er und das Volk „suchten JHWH“ (V. 5), um ihm durch das Brandopfer zu danken. Die unüblich große Zahl von 1.000 Opfertieren (V. 6) macht deutlich, wie groß seine Dankbarkeit ist.
Das Heiligtum, zu dem die Versammlung zieht, besteht aus der Stiftshütte (auch „Zelt der Begegnung“ genannt, V. 4), die Mose in der Zeit der Wüstenwanderung hatte herstellen lassen und aus einem Altar im Vorhof der Zeltes (V. 5). In der Stiftshütte konnten Mose und Aaron nach dem Auszug aus Ägypten JHWHs Nähe suchen. Sie war seitdem eines der wichtigsten Heiligtümer, in ihr manifestierte sich JHWHs Nähe zu den Menschen.
Zu diesem Heiligtum bringt Salomo die Bundeslade mit, die David von den Philistern zurückerobert (1. Chr 13) und in einem anderen Zelt bei Jerusalem aufbewahren hatte.
Verse 7-13: In der Nacht nach dem Opfer erscheint JHWH Salomo im Traum und gewährt ihm einen Wunsch. Salomo wünscht sich Weisheit, damit er das Volk gerecht leiten und richten kann. Weil Salomos Wunsch nicht egoistisch ist, sondern das Wohl des Volkes im Blick hat, gewährt ihm JHWH diesen Wunsch und schenkt ihm darüber hinaus Ehre und Reichtum.
Verse 14-17: Den Schluss des Textes bildet der Bericht über die Wirtschaft, die Salomo im Reich aufbaute. Der ganze Abschnitt beschreibt, wie reich das Land und wie schlagkräftig Salomos Heer wurden und berichtet, dass Salomos Politik Wohlstand über das Land brachte.
Die Bedeutung dieses Abschnitts wird deutlich, wenn 1. Könige 3,1-28 parallel betrachtet wird (s. Tabelle): Dort schließt an die Gibeon-Erzählung unmittelbar das Urteil Salomos über die beiden Mütter an, mit dem er seine Weisheit unter Beweis stellt. Seine Hauptaufgabe besteht dort in der gerechten Herrschaft und im „Gericht über sein Volk“.
In der Chronik ist die Aufgabe Salomos hingegen die, dass er der Verheißung JHWHs an David folgt und den Tempel in Jerusalem baut. Dazu waren enorme finanzielle Mittel nötig, die er unter anderem durch die hier erläuterten Wege aufbrachte.
Der Textabschnitt sieht die Weisheit Salomos (und damit den Segen JHWHs) also nicht in seinem Handeln als Richter, sondern darin, dass er dem Land zu Wohlstand und Reichtum verhalf und dadurch den Grundstein für die Errichtung des Tempels für JHWH legte. Mit dem eigentlichen Bau des Tempels beginnt Salamo dann im darauffolgenden Kapitel.
Der Text liefert einen Einblick in den Herrschaftsantritt Salomos: Er fängt nicht einfach an zu regieren und zu richten und hofft, dass “es schon irgendwie gut wird”.
Stattdessen ist es ihm wichtig, Gottes Nähe zu suchen, bevor er sich an seine Aufgaben wagt. Er will Gott danken und ihn um seinen Segen für die Aufgaben bitten, die vor ihm liegen.
Salomo gibt ein gutes Beispiel, wie jeder von uns (große) Aufgaben anpacken sollte: Bevor wir uns in die Arbeit stürzen, dürfen wir zu Gott kommen. Wir dürfen bei ihm auftanken und ihn bitten, dass er uns mit dem ausstattet, was wir an Kraft, Weisheit oder anderen Dingen für die Aufgaben brauchen.
Eine spannende Frage, die Gott Salomo in dieser Nacht stellt.
Ich finde es beeindruckend, was Salomo antwortet. Er denkt nicht an seine eigenen Interessen und Wünsche, sondern an sein Volk und an die Prophezeiung, die Gott seinem Vater gegeben hat. Er bittet Gott nicht um Reichtum oder andere Dinge, die sein Leben angenehmer machen. Er bittet Gott auch nicht um ein langes Leben. Sein Wunsch ist es, sein Volk gerecht führen zu können.
Beim Lesen des dritten Abschnitts stellt sich mir die Frage, wie wir mit Reichtum umgehen. Israel wurde unter Salomos Politik reich und gewann an Wohlstand. Der Text sieht Reichtum als Folge der Weisheit an – es spricht also nichts dagegen, Geld zu verdienen.
Wichtig ist aber, wie wir damit umgehen. Konzentrieren wir uns zu sehr auf den Reichtum, kann es passieren, dass er unser ganzes Blickfeld und unsere Gedanken einnimmt und wir Gott und unsere Mitmenschen aus dem Blick verlieren. Genau das passierte später auch Salomo. Er setzte seinen Reichtum zunächst gut ein und insvestierte in den Tempelbau und die Politik seines Reiches. Allerdings wurden die Lebenshaltungskosten im Palast im Laufe der Jahre immer höher, was nach einigen Jahren sogar zu sozialen Konflikten im Volk führte. Salomos Reichtum und seine vielen Frauen haben dazu geführt, dass Salomo das Volk und den Tempel immer mehr aus dem Blick verlor.
Dieser Text eignet sich gut als Grundlage für ein gemeinsames Gespräch oder eine Diskussion über die im Text angeschnittenen Themen.
Denkt als Gruppe über den Text nach. Dabei kannst du die Impulse von 2.1 bis 2.3 aufnehmen und als Gesprächsleiter eine kurze Einführung zum jeweiligen Textabschnitt geben.
Diskutiert danach entweder über eure eigenen Fragen oder über die, die am Ende des jeweiligen Impulses stehen.
Betet gemeinsam für die Dinge, die euch im Gespräch wichtig geworden sind.
Der Psalm besteht aus einer Wellenbewegung. Worte voller Zuversicht schlagen in Klagen und verzweifelte Bitten um und wenden sich dann wieder ins Positive. Der Beter hat erlebt: Vertrauen auf Gott lohnt sich trotz aller Schwierigkeiten, Gott hält mein Leben in seiner Hand und führt immer wieder aus der Enge in die Weite. Gleichzeitig schildert der Verfasser seine Not schonungslos ehrlich.
Dass David als Verfasser dieses Psalms genannt wird, bedeutet nicht unbedingt, dass er im Sinne unseres heutigen Rechtsverständnisses der Urheber ist. Vielleicht hat jemand Davids Namen als Verfasser angegeben, um seinem eigenen Psalm Autorität zu verleihen. Das war damals üblich. Ich spreche aber trotzdem von David als dem Verfasser.
V. 2-7: “Herr, auf dich traue ich.” Gleich zu Beginn macht David klar: Ich weiß, wohin ich mich wenden kann, wenn es drunter und drüber geht und wo ich Schutz finde (Fels und Burg). Gott kann uns aus Netzen von Lügen und Verleumdung anderer Menschen befreien.
“In deine Hände befehle ich meinen Geist.” Das hat Jesus vor seinem Tod gebetet (Lk 23,46).
David hofft auf Gott. Andere verlassen sich auf “nichtige Götzen”, die keine Hilfe geben können. Die BasisBibel spricht von “Menschen, die sich an Nichtigkeiten klammern”.
V. 8.9: David jubelt, weil Gott seinen Kummer sieht und ihn nicht im Stich lässt. Gott schenkt neue Weite, er befreit.
V. 10-14: Der Beter wendet sich an Gott, er erzählt eindrücklich, was ihm Angst und Sorgen macht und ihm die Kraft raubt. Er schildert, wie andere ihm das Leben schwer machen. Er fühlt sich nutz- und wertlos, wie ein zerbrochenes Gefäß.
V. 15-18: Nun folgt ein Perspektivwechsel: “Ich aber, Herr…” Auch in schweren Zeiten ist Gott da. “In deiner Hand sind meine Zeiten” (Elberfelder Bibel). Alle Tage, alle Zeiten, mein ganzes Leben liegt in Gottes Hand. Mit drastischen Worten wünscht der Beter, dass seine Widersacher ins Totenreich “hinabfahren”.
V. 20-25: Wieder wechselt die Blickrichtung. David staunt über Gottes Güte. Die Hütte ist ein Bild für den Schutz vor den bösen Worte anderer, die auf jemanden “einprasseln”. Am Ende lädt David andere dazu ein, Gott zu lieben und ihm auch durch Krisen hindurch zu vertrauen.
Immer wieder kommen wir in Situationen, in denen wir uns fragen: Kann ich Gott vertrauen, auch wenn es in meinem Leben nicht glatt läuft? Wir zweifeln, ob Gott es wirklich gut mit uns und unserem Leben meint. Psalm 31 erzählt von solchen Erfahrungen. David sagt (V. 23): “Aber in meiner Angst dachte ich: Ich bin dir aus den Augen geraten!” (BasisBibel). Luther übersetzt: “Ich sprach wohl in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoßen.”
David ist ehrlich. Er verschweigt seine Not nicht, und er beschönigt nichts. Er sagt zu Gott: Hör mir zu, hilf mir eilends/schnell/rasch/bald!
In Psalm 31 finden sich viele Bilder und emotionale Beschreibungen der Klage und Traurigkeit, z.B. gestelltes Netz, zerbrochenes Gefäß, trübe, angst, matt, wie ein Toter, eine Last für die Nachbarn. Es gibt aber auch geniale Bilder der Hoffnung und Beschreibungen von Gutem: starker Fels, Burg, Füße auf weitem Raum, Hütte, meine Zeit in Gottes Händen, usw.
Gott hat dem Beter in seinem Leben Gutes getan. Dieser erinnert sich an Gottes wunderbare Güte und kann sie an einem konkreten Ort, “in einer festen Stadt” lokalisieren. Gottes Hilfe wird konkret in unserem Leben.
Gott sieht, was dich bedrückt und lässt dich nicht hängen. Er weiß, was auf dir lastet. Gott erkennt “die Bedrängnisse meiner Seele” (Elberfelder Bibel). Gott schenkt dir Weite und befreit dich von dem, was dich einengt und fesselt. Dass Gott Menschen aus der Sklaverei befreit, ist die Urerfahrung von Israel.
Legt die Scherben in die Mitte und fragt eure Gruppe: Welche Stichworte fallen euch ein, wenn ihr das seht?
Sammelt die Stichworte, schreibt jedes auf einen eigenen Zettel und legt sie in die Mitte.
Legt den Satz dazu: “Ich bin wie ein zerbrochenes Gefäß”. Wie geht es jemandem, der so etwas sagt? Was denken andere über ihn?
Sammelt weitere Stichworte schreibt sie auf das Plakat.
Um ins Gespräch zu kommen, kann es hilfreich sein, von einer entsprechenden Situation aus dem eigenen Leben zu erzählen.
“Ich bin wie ein zerbrochenes Gefäß geworden”, das ist ein Zitat aus Psalm 31. David beschreibt dort, wie es ihm geht und wieso er das sagt.
Wir lesen gemeinsam, was er erzählt.
Eine herbe Schilderung. Hier betet ein Mensch, dem es nicht gut geht. Hier klagt einer, der von anderen fertig gemacht wird. David ist ganz ehrlich, er beschönigt nichts. Manchmal ist es gar nicht so einfach, vor sich selbst oder vor anderen ehrlich zu benennen, was mich belastet.
Martin Luther hat über diesen Psalm die Überschrift gesetzt: “In Gottes Händen geborgen”. Neben den harten und schweren Worten in den Versen 10-14 gibt es in diesem Psalm auch viele Hoffnungsbilder, Vertrauensworte und Beschreibungen von Geborgenheit.
Wenn wir jetzt den gesamten Psalm lesen, achtet beim Lesen besonders darauf, was ihr an positiven Bildern entdeckt!
“Herr, auf dich traue ich.” So beginnt unser Psalm. Mein Vertrauen auf Gott ist immer wieder gefährdet. Es geschehen Dinge, die mich ins Zweifeln bringen. Etwas in meinem Leben zerbricht. Menschen enttäuschen mich. Ein nahestehender Mensch wird krank. Ich fühle mich kraftlos und belastet. (wenn möglich: konkretes Beispiel erzählen.)
In solchen Situationen ist es schwer zu sagen: „Herr, auf dich traue ich.“ Aber wenn ich es wage, Gott neu zu vertrauen, bekomme ich eine andere Perspektive – ich sehe weg von meinen Problemen, hin zu Gott. Das kann mich wieder ruhig und sicher machen.
C. H. Spurgeon sagt zu diesem Vers:
“Dies Bekenntnis des Glaubens ist der Stützpunkt, an dem er den Hebel ansetzt, um den Sorgenstein auszuheben und fortzurücken.” (Spurgeon, C. H.: Die Schatzkammer David – Eine Auslegung der Psalmen in http://www.evangeliums.net/psalmenauslegung/psalm_31.html)
Gott will mich immer wieder frei machen von Sorgen und Nöten. Er schenkt mir weiten Raum. So kann ich einen anderen Blick gewinnen und wieder glauben, dass Gott es gut meint.
Zum Schluss sollen alle überlegen, welches Bild / welcher Satzteil / welches Wort sie aus dem Psalm mitnehmen wollen und dies aufschreiben; wer kreativ ist, kann auch ein Symbol malen.
Der Psalm wird langsam vorgelesen. Wenn das eigene Wort bzw. Bild kommt, steht die Person auf und legt es in die Mitte.
Evtl. Lied „Meine Zeit steht in deinen Händen“
Es muss ein Spielplan gebaut oder gemalt werden, der aus 7 x 7 quadratischen Feldern besteht. Je größer der Plan, desto besser wirkt das Spiel. Entweder man fertigt das Spielfeld aus einem Stück (z. B. einer Abdeckplane aus dem Baumarkt), oder man klebt die einzelnen Felder auf den Boden. Die Felder des Spielplans sollen so groß sein, dass eine Person darauf stehen kann, also mindestens 30 x 30 cm. Auf dem Spielfeld befinden sich 5 Startfelder und 12 Motivfelder. (Siehe Vorlage. Die Motivfelder sind in der Vorlage schraffiert, dort müssen die 12 Motive aufgemalt werden. Wenn das nicht möglich ist, kann man auch nur die Namen der Monate auf diese Felder schreiben.)
Die Hälfte der Motivfelder ist farblich anders hinterlegt. Außerdem benötigt jede Gruppe noch zwei Platten in der Größe der einzelnen Spielfelder, am besten aus Sperrholz. Diese Platten müssen farblich unterschiedlich gestaltet sein, damit sie den einzelnen Gruppen zugeordnet werden können. Diese Platten dienen dazu, die Wege durch das Labyrinth zu legen. Auf einer Platte ist eine Wegkreuzung gekennzeichnet und auf der anderen Platte ein gerader Weg (s. Vorlage). Außerdem müssen die Kinder in fünf Gruppen eingeteilt werden, die jede aus mindestens drei Spielern bestehen muss.
Ein Mitspieler jeder Gruppe ist die Spielfigur und begibt sich auf ein Startfeld und muss mithilfe der Straßenplatten versuchen, alle Motivfelder zu erreichen und am Schluss wieder auf das Startfeld zu gelangen. Seine Gruppe darf ihn dabei unterstützen. Beim ersten Zug werden beide Platten gelegt und auf diesem entstandenen Weg gegangen. Dann ist die nächste Gruppe an der Reihe. Beim nächsten Zug nimmt der Spieler eine seiner Platten (nicht die, auf der die Spielfigur steht) und legt sie so an, dass er seinen Weg weitergehen kann. Dabei kann er natürlich durch geschicktes Taktieren die Wege der anderen Gruppen versperren und auch die Platten der anderen Gruppen mit einbeziehen.
Nach jedem Zug gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Die Figur steht auf einem Straßenteil, dann passiert gar nichts.
2. Die Figur steht auf einem Motiv, dann wird die Aktion durchgeführt, die mit diesem Motiv verbunden ist.
Bei Aktionsfeldern, die nicht farblich hinterlegt sind, wird die Aktion durchgeführt, wenn die erste Gruppe das entsprechende Feld erreicht, bei den farblich hinterlegten Feldern wird die Aktion durchgeführt, wenn die letzte Gruppe das Feld erreicht.
Der Spielleiter nennt verschiedene Gegenstände, die von den Mitspielern geholt werden müssen. Der Erste, der den Gegenstand bringt, erhält einen Punkt. Gewonnen hat die Gruppe, deren Mitspieler nach mehreren Runden die meisten Punkte erhalten haben.
Folgende Gegenstände können zum Beispiel geholt werden: Liederbuch, sauberes Taschentuch, Brille, zwei linke Schuhe, drei zusammengebundene Socken, eine 1-Euro-Münze, ein Blatt, ein Stein …
Jede Gruppe erhält 20 Blatt weißes Papier und hat die Aufgabe, daraus Schneebälle zu formen. Diese Schneebälle werden dann von einer Startlinie aus in ein Gefäß (z. B. einen Eimer) geworfen.
Jetzt fangen die Blumen wieder an zu blühen, deshalb wird ein Blumenrätsel durchgeführt. Den Teilnehmern wird ein langes Wort gezeigt, zum Beispiel Schneeglöckchengebimmel. Die Aufgabe besteht darin, aus den Buchstaben dieses Wortes so viele neue Wörter wie möglich zu bilden, zum Beispiel: Schnee, Schimmel, Bein …
Die Teilnehmer erhalten ein kleines „Ostergeschenk“, das können zum Beispiel Süßigkeiten sein. Natürlich sind diese Süßigkeiten versteckt und müssen erst gesucht werden. Es ist sinnvoll, kleine, aber viele Süßigkeiten zu verstecken. Gewonnen hat das Team, welches die meisten Süßigkeiten gefunden hat.
In diesem Monat wird das Wetter meistens so schön, dass man Wasserspiele durchführen und Baden gehen kann. Wir spielen Wassertransport. Es wird ein Hindernisparcours aufgebaut. Die Spieler stehen hintereinander an einer Startlinie. Der Erste hält einen Tischtennisschläger in der Hand, darauf steht ein Becher randvoll mit Wasser gefüllt. Er muss diesen Becher auf dem Schläger durch den Parcours transportieren. Dann ist der Nächste an der Reihe. Das geht immer so weiter. Sie haben dazu zwei Minuten Zeit. Nach Ablauf der Zeit wird gemessen, wie viel Wasser noch im Becher ist. Das Team, welches noch am meisten Wasser hat, ist das Gewinnerteam.
Es findet eine Seifenblasenrallye statt. Es wird eine Start- und eine Ziellinie festgelegt. Der erste Spieler steht an der Startlinie und macht Seifenblasen. Der nächste Spieler geht an die Stelle, an der die Seifenblase zerplatzt ist, die am weitesten geflogen ist. Dort macht er neue Seifenblasen. Auf diese Art und Weise geht die Gruppe Richtung Ziellinie. Das Team, welches am wenigsten Seifenblasen-Pusteversuche benötigt hat, ist das Gewinnerteam.
Im Sommer fliegen viele in den Urlaub, deshalb bauen wir Papierflieger. Jeder Teilnehmer erhält ein Blatt Papier und hat die Aufgabe, daraus einen Papierflieger zu falten. Danach lassen alle ihren Papierflieger von einer Startlinie aus starten. Der Flugzeugbauer, dessen Flieger am weitesten fliegt, ist der Gewinner und dessen Gruppe erhält die meisten Punkte.
In den Sommermonaten wird das Obst reif, deshalb spielen wir Kirschkernweitspucken. Jeder Teilnehmer erhält drei Kirschen und hat die Aufgabe, die Kerne so weit wie möglich von einer Startlinie aus wegzuspucken. Der mit der größten Weite ist der Gewinner und dessen Team erhält die meisten Punkte.
Man kann im Spätsommer noch gut abends am Lagerfeuer sitzen und Lieder singen. Deshalb spielen wir Liederraten. Der Spielleiter sagt eine Zeile aus einem Lied und die Teilnehmer müssen raten, aus welchem Lied diese Zeile stammt. Für jeden richtigen Tipp gibt es einen Punkt, das Team mit den meisten Punkten ist der Gewinner. Tipp: Man sollte sehr unterschiedliche Lieder nehmen, z. B. Lieder, die in der Jungschar gesungen werden, Lieder aus den aktuellen Charts, Gemeindelieder, Kinderlieder usw. Hier einige Beispiele:
Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön – (Der Mond ist aufgegangen)
Stock und Hut steht ihm gut – (Hänschen klein)
Es sind die einzigartigen tausendstel Momente – (Sekundenglück)
Da es jetzt Zeit ist, Holz für den Winter zu sammeln, wird eine Sägestaffel durchgeführt. Auf einem Sägebock liegt ein Ast von mittlerer Stärke, eine Säge liegt ebenfalls bereit. Die Teilnehmer stehen an einer Startlinie. Der Erste läuft nach einem Startsignal los und sägt eine Scheibe vom Ast ab. Er läuft zurück und der Nächste startet. Das geht so lange, bis jeder eine Scheibe abgesägt hat. Die Zeit, die das Team gebraucht hat, um diese Aufgabe zu erfüllen, wird gestoppt und das Team mit der schnellsten Zeit gewinnt.
Im November ist oft Nebel. Bei diesem Spiel versuchen wir, durch den Nebel zu schauen. Es werden kleine Figuren (z. B. aus Überraschungseiern) aufgebaut. In einer Entfernung von mindestens 25 Metern stehen die Teilnehmer und erhalten einen Feldstecher. Die Aufgabe besteht darin, innerhalb einer bestimmten Zeit (1 Minute), so viele Figuren wie möglich zu erkennen.
Es stehen viele Teelichter bereit. Die Aufgabe besteht darin, mit nur einem Streichholz so viele Kerzen wie möglich anzuzünden. Tipp: Es sollen immer Kerzen verwendet werden, die schon einmal gebrannt haben, da sie sich leichter anzünden lassen.
Wer als Erster auf ein Motivfeld kommt, erhält fünf Punkte, der Nächste vier usw. Außerdem erfolgt bei den Spielen eine Punktwertung, die Gewinnergruppe erhält fünf Punkte, die nächste vier usw. Wer als Erster wieder auf seinem Startfeld angekommen ist erhält zehn Punkte, der zweite acht usw.
Gewonnen hat natürlich die Gruppe mit den meisten Punkten.
Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.
Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.