Team-Abend „Neue Kraft“

Die Idee

Dieser Entwurf ist für das Mitarbeitende-Team einer Kirche Kunterbunt gedacht. Wir haben einen Teil des Materials als Paket zusammen gepackt und den Mitarbeitenden-Teams geschickt sowie den Impuls als Video zur Verfügung gestellt, dass es für die KiKu Verantwortlichen mit geringem Aufwand durchführbar ist. Hier findet ihr alle Infos, um den Team-Abend selbst zu gestalten – ohne Paket.
Für den Team-Abend müsst ihr ca. 2-3 Stunden einplanen. Der Abend kann bei jemandem zu Hause oder auch im Gemeindehaus stattfinden. Ihr braucht eine Küche und einen Raum, in dem ihr gemeinsam essen könnt und die Möglichkeit habt gemeinsam ein Video anzuschauen (Smart-TV oder Beamer, Laptop und WLan). Gut wäre außerdem, wenn sich irgendwo eine Treppe befindet. Inhaltlich geht es an diesem Abend um Jes. 40,31. Es wird eine Aktiv-Zeit mit 3 Stationen zum Thema geben, dann eine kleine Feier-Zeit mit einem Impuls über ein kleines Video (oder zum selbst halten). Schön ist es, wenn ihr die Zeit für ein gemeinsames Essen einplant.

Einführung in den Team-Abend

Schön, dass ihr euch für den Team-Abend Zeit nehmt. Immer wieder eine Kirche Kunterbunt zu wuppen, erfordert viel Einsatz, Engagement, Kreativität und Liebe. Heute Abend kommt ihr in den Genuss selbst eine kleine Kirche Kunterbunt zu feiern. Sie soll euch stärken für eure Mitarbeit, neue Kraft geben und eure Gemeinschaft fördern. Dieser Team-Abend startet mit einer Aktiv-Zeit, danach gibt es eine kleine Feier-Zeit und dann eine gemeinsame Essens-Zeit. Inhaltlich geht es um folgenden Bibelvers: Aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jes. 40,31). Das dürft ihr jetzt ganz konkret erleben. Einen gesegneten Team-Abend euch!

Aktiv-Zeit

Station: NEUE KRAFT

Material: 200g weiche Datteln, 100g gemahlene Mandel, 2 EL Kakaopulver, optional: 1 Prise Salz, Kokosraspeln. Butterbrottüten, Zettel „neue Kraft“, Kleb, Wolle, Mixer, Messer, Schneidebrett

Hier dürft ihr euch Engeryballs zubereiten. Füllt die gemahlenen Mandeln, 2 EL Kakaopulver und das Salz in ein hohes Gefäß ein. Schneidet die Datteln in kleine Stückchen und gebt sie dazu. Mixt die Zutaten so lange, bis eine Art „brauner, fester, zusammenklebender Teig“ entstanden ist. Sollte die Masse nicht zusammenkleben, ein kleines bisschen Wasser hinzufügen. Entnehmt mit einem Löffel kleine Portionen und formt Bällchen mit einem Durchmesser von 1-2cm. Entweder in Kokosraspel rollen oder so verwenden. Auf die Tütchen den Zettel kleben, die Bällchen hinengeben und mit der Wolle verschließen. Die Energyballs sind ca. eine Woche haltbar.

Gesprächsimpulse
Während ihr eure Energyballs herstellt, dürft ihr euch darüber austauschen:

  • Was sind in deinem Leben Kraftquellen? Wo und bei was schöpfst du Kraft – was sind in übertragener Art deine Energyballs?
  • Welche „Zutaten“ brauchst du, um wieder Kraft zu tanken?
  • Was macht dich kräftig & energiegeladen?
  • Wen kennst du, der etwas Energie gebrauchen könnte und wie könntest du die Person dabei unterstützen wieder aufzutanken?

Station: FLÜGEL

Material: Kleiderbügel, Kombi-Zangen, Federn, Wolle, Perlen, Kärtchen, Schere, Locher, Kleb

Die letzten Monate sind und waren sehr anstrengend für die meisten von uns. Es ist fast schon überwältigend, was uns an negativen Berichten von Krieg und Corona erreicht und auf den Boden zieht. Es scheint fast so, als wären wir mitten in Leid, Aussichtslosigkeit und Krankheit gefangen. Wie schön wäre es, wenn wir einfach mal wie ein Vogel weithinaus fliegen könnten und Abstand zu unserem Alltag gewinnen könnten? Wir brauchen so dringend für viele Dinge eine andere Sicht – eine himmlische Perspektive. Gott möchte uns dies auch ermöglichen, damit wir voller neuer Einblicke in unserem Alltag landen können, um dann irgendwann wieder abzuheben.

Deshalb lassen wir uns jetzt sinnbildlich Flügel wachsen und basteln einen Flügel-Ring, der uns daran erinnert.

Nehmt euch dazu jeder einen Kleiderbügel und biegt mit der Zange einen Ring mit dem Haken oben. Nehmt euch dann ein Stück Wolle und ein Kärtchen. Locht das Kärtchen und fädelt die Wolle ein. Nehmt euch dann von den Perlen und eine Feder. Fädelt mehrere Perlen auf und steckt in eine Perle die Feder. Zum Schluss befestigt ihr die Wolle am Haken. Fertig ist eurer Flügel-Ring.

Gesprächsimpulse:

  • Von wem oder was braucht du Abstand?
  • Was denkst du, wie Gott die Dinge oder den Menschen aus seiner Perspektive sieht? Was kannst du daraus hilfreich für dich annehmen?
  • Aus der Ferne verschwimmen Einzelheiten und Proportionen. Der Vogel gleitet in der Luft. Lass dich nach „oben“ ziehen und mache in Gedanken einen Höhenflug. Was siehst du vor deinem inneren Auge? Mache ein mentales „Erinnerungsfoto“.

Station: LAUFEN UND WANDELN STATT MÜDE UND MATT

Material: Treppen-Kärtchen, Klebestreifen
Die Kärtchen solltet ihr nach Möglichkeit vor eurem Team-Treffen an einer geeigneten Treppe anbringen.

Diese Station darf jeder von euch allein durchführen. Auf der Treppe sind Kärtchen angebracht. Startet unten an der Treppe. Geht nun langsam Stufe für Stufe nach oben. Stoppt auf jeder Stufe kurz und lest die blauen Kärtchen. Wenn ihr oben seid, lest dort ebenfalls das Kärtchen und macht euch auf den Weg nach unten. Stoppt dabei wieder auf jeder Stufe und lest die gelben Kärtchen.
Am Ende der Treppe gibt es nochmal ein kleines Kärtchen.

Feier-Zeit

Bei der Feier-Zeit wäre es schön, wenn ihr eine Kerze entzündet, vielleicht ein Kreuz aufstellt und alle gemeinsam im Kreis sitzen. Die Feier-Zeit wird ca. 10-20 Minuten dauern. Mit folgenden Elementen könnt ihr diese Zeit gestalten:

Impuls zu Jesaja 40,31

Aber alle, die auf den Herrn hoffen, bekommen neue Kraft. Sie fliegen dahin wie Adler. Sie rennen und werden nicht matt, sie laufen und werden nicht müde. (Jesaja 40,31)
Dieser Vers steht heute bei diesem Team-Abend im Mittelpunkt. Weil es unsere Sehnsucht ist, nicht müde und matt zu werden, wie bei der Treppen-Aktion erlebbar, sondern neue Kraft zu bekommen, wie durch die Energyballs.
Dahin zu fliegen wie Adler.
Aber wie wachsen mir Flügel? Wie schaffe ich das? Ich habe euch eine Raupe mitgebracht – die kleine Raupe Nimmersatt. Weil ich glaube, dass diese Frage – wie wachsen mir Flügel mit dem zu tun hat, was die Raupe erlebt. Sie ist eine Raupe mit viel Hunger, sie krabbelt, robbt da am Boden entlang und ist mühsam auf der Suche nach Futter – vielleicht ist sie müde und matt. Doch dann passiert etwas mit der Raupe. Sie verpuppt sich. Sie zieht sich in den Kokon zurück und dann passiert es – diese wundervolle Metamorphose – sie wird ein wunderschöner Schmetterling. Der Raupe sind Flügel gewachsen. Sie kann dahin fliegen wie ein Adler.

Aber wie hat sie das geschafft? Diese Wandlung zu vollbringen? Wie schaffen wir diese Veränderung? Wie bekommen wir neuen Kraft? Wie ging das oben auf der Treppe? Harre auf den Herrn stand da. Das sagt uns der Bibelvers:
Aber alle, die auf den Herrn harren/hoffen, bekommen neue Kraft. Sie fliegen dahin wie Adler. Sie rennen und werden nicht matt, sie laufen und werden nicht müde. (Jesaja 40,31)
Und ich glaube diese Veränderung hat etwas mit diesem Harren zu tun. Auf den Herrn harren. Ich kann also ganz wenig tun. Wie übrigens auch die Raupe. Sie wartet in dem Kokon darauf, dass die Zeit zum Fliegen kommt. Sie verbringt Zeit in einem geschützten Raum und dort geschieht dann die Veränderung.
Und dieses Bild will ich euch heute mitgeben. Dieses Bild vom Kokon, von diesem Schutzraum. Den wir brauchen, um wieder neue Kraft zu bekommen. Den wir brauchen, damit uns Flügel wachsen. Und ich will euch Mut machen Zeit im Kokon zu verbringen. Auszuhalten, zu warten, zu hoffen, zu harren. Auf den Herrn harren, mit Zeit, in einem besonderen Schutzraum. Dafür will ich euch heute Mut machen.

Den Video-Impuls findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=f-QkenL0NBU

Segens-Gebet

Material: für jeden eine Feder

Steht zusammen auf und stellt euch in einen Kreis. Sprecht gemeinsam und schaut dabei auf den Boden.
Vieles verstehen wir nicht und macht uns müde, Gott.
Aber: Blick geht in die Mitte
Wir wollen uns daran festhalten, dass Gottes Kraft uns stärkt und uns mit Leichtigkeit segnet.
Jede:r nimmt eine Feder, legt sie auf die Handinnenfläche und dreht sich zu seine:r linken Nachbar:in und spricht reihum
Ich segne dich mit Gottes Kraft, dass dir Flügel wachsen und Leichtigkeit in dein Leben kommt.
Feder wegpusten
Nach der letzten Person sagen alle gemeinsam AMEN

Gebet

Plopp-Gebet oder Seifenblasen-Gebet

Lieder

  • Du bist stark (Adlerlied), Glaubenszentrum Family Worship –> auch zu finden als Video bei YouTube
  • Wie ein Adler – Gott sei mit Dir, Hans-Joachim Eckstein
  • Auf Schwingen getragen und frei, Johannes M.Roth

Ideen für zu Hause

Für jeden Mitarbeitenden gibt es die „Geschichte vom Adler, der nicht fliegen wollte“ (James Aggrey) zum Mitnehmen.

Die Geschichte findet ihr hier: Der Adler, der nicht fliegen wollte – Lehrerermutigungstreffen oder als Bilderbuch: Der Adler, der nicht fliegen wollte (ejw-buch.de)

Essens-Zeit


Genießt es gemeinsam als Team zu Essen. Kocht doch einfach gemeinsam Nudeln und reicht Pesto dazu.

Einführung

Der Entwurf eignet sich für eine Durchführung von Kirche Kunterbunt im Advent. Unter der Überschrift „Sternstunde“ dreht sich alles rund um Sterne und Licht. Biblische Bezüge sind die Erzählung von der Suche der Sterndeuter aus dem Osten nach dem neugeborenen König der Juden (siehe Matthäus 2) und die Geburt Jesu als die größte Sternstunde der Menschheit. Weitere biblische Bezüge sind Psalm 147,4 (Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.) und Offenbarung 22, 16 („Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.“)
Familien können außerdem über die Sternstunden im letzten Jahr ins Gespräch kommen.

Willkommens-Zeit

Begrüßung mit einem Stern-Namensschild

Material:
Papiersterne in unterschiedlichen Größen und Farben; Glitzerstifte; evtl. Glitzersteine (selbstklebend)

Stationsbeschreibung:
Jede Person darf sich zu Beginn einen Stern nehmen und mit Glitzerstiften den eigenen Namen aufschreiben, evtl. auch Glitzersteinchen aufkleben.
WICHTIG: Die Sterne unterscheiden sich in alle Farbe, Form und Größe, so dass jede Person einen eigenen Stern hat.

Aktiv-Zeit

Station: Sternensuche

Vorbereitung:
Im Raum werden sehr viele Papiersterneversteckt (sollten zwischendurch immer wieder neu versteckt werden).
Alternativ können auch Leuchtsterne versteckt werden, die dann im verdunkelten Raum mit Hilfe einer Taschenlampe gesucht werden.

Stationsbeschreibung:
Heute findet ihr nicht nur „oben“ am Himmel Sterne, sondern auch hier „unten“ bei Kirche Kunterbunt. Ihr habt 3 Minuten Zeit. Wie viele Sterne findet ihr? Welche Familie findet die meisten Sterne?

Gesprächsimpulse:
* Habt ihr schon einmal bei Nacht in den Sternenhimmel geschaut?
* Und habt ihr dabei schon einmal versucht die Sterne zu zählen?
Bestimmt habt ihr dann festgestellt: Es sind unzählbar viele Sterne. Kein Mensch kann sie zählen. Gott aber kennt die Anzahl der Sterne. Er hat sie alle geschaffen und sogar jeden Stern mit Namen.
Psalm 147,4: Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.
Und auch für dich gilt: Gott hat dich geschaffen und kennt jeden von uns mit Namen!

Station: Dem Stern folgen

Material:
Sterne (draußen: Straßenkreide; drinnen: Papier), Pylonen, Bänke, Tische, weitere Hindernisse

Vorbereitung:
Es wird mit Hilfe von Pylonen, Bänken und Tischen ein Parcours vorbereitet, der huckepack gegangen werden kann. Sterne auf dem Boden (Straßenkreide oder Papiersterne) markieren den Weg.

Stationsbeschreibung:
In der Bibel wird von Sterndeutern aus dem Osten erzählt, die sich auf den Weg gemacht haben und einem ganz besonderen Stern gefolgt sind, um dem neugeborenen König der Juden zu finden, Jesus. Der Weg war lang, anstrengend und gefährlich. Vermutlich waren sie mit Kamelen unterwegs, die sie auf der weiteren Strecke über Berge und Täler begleiteten.
An dieser Station darf eine Person das Kamel sein, das eine andere Person sicher durch einen Parcours über die Hindernisse bringt – bis zur Krippe. Die Sterne zeigen euch den We

Gesprächsimpulse:
Die Sterndeuter haben ganz deutlich gespürt, was ihr Auftrag ist: dem Stern folgen und den neuen König finden.
Auch wenn der Weg lang war und Kraft gekostet hat, haben sie das Ziel nicht aus den Augen verloren.
* Wo hast du schon einmal gespürt, dass du einen Auftrag hast?
* Wo hast du schon anstrengende Wege zurückgelegt, um ein Ziel zu erreichen?
Für die Sterndeuter hat sich der lange Weg gelohnt. Sie finden in einem Stall in einer Krippe das Jesuskind, das größte Licht von allen.

Station: Sternenquiz

Material:
Kopien „Sternenquiz“, Kopien „Labyrinth – Finde den Stern“, Stifte


Stationsbeschreibung:
In der Bibel wird von Sterndeutern erzählen, die dem besonderen Stern folgen und das Jesuskind in einem Stall finden. Aber was sind eigentlich Sterndeuter? Sterndeuter beobachteten damals den Himmel und kannten viele Sterne mit Namen. Sie konnten außerdem die Bewegungen der Sterne erkennen und erklären.

1. Sternen-Quiz (für Familien mit älteren Kindern):
Hier könnt ihr nun euer Wissen über Sterne und Planeten unter Beweis stellen. Nehmt ein Sternenquiz-Blatt und einen Stift und los geht’s. Auf dem Lösungsblatt könnt die Antworten überprüfen.
2. Labyrinth: Finde den Stern (für Familien mit kleineren Kindern):
Findet ihr den richtigen Stern zum Stern? Nehmt euch eine Vorlage und probiert es aus.

Labyrinth „Finde den Stern“
Sternen-Quiz

Station: Meine Sternstunde im Jahr 2022

Material:
Stellwand mit dunkelblauem Tuch, Pinnnadeln

Vorbereitung:
Stellwand mit dunklem Tuch wird aufgebaut, Platz in der Mitte wird ausgespart.

Stationsbeschreibung:
Das Jahr ist fast zu Ende. Bestimmt könnt ihr einander von vielen tollen Erlebnissen von diesem Jahr berichten. Beeindruckende Erlebnisse bleiben uns lange im Gedächtnis. Es sind Stunden, die wir nicht mehr vergessen. Wir können sie auch „Sternstunden“ nennen.
* Was ist deine Sternstunde?
* Worüber hast du dich in diesem Jahr schon sehr gefreut?
* Wann warst du sehr glücklich und musst noch oft daran denken?
Nimm dir einen Stern, schreibe oder male deine „Sternstunde“ auf, erzähle sie deiner Familie und dann hefte den Stern an die Sternstunden-Wand.
* Vielleicht gibt es auch Sternstunden, die du dir für die Zukunft wünschst?

Station: Stern basteln

Material:
für Ziehharmonikastern: Bastelfolie (Seidenpapier, Geschenkpapier, Goldfolie, Buntpapier ), Schere, Faden, Kleber, Anleitung;
für Stern aus Ästen: kleine Äste, Gartenschere, Wolle
für Nagelbild: Holzbretter (quadratisch, ca. 20 x 20 cm), Vorlage, Bleistift, Hammer und viele kleine Nägel, farbiges Garn

Stationsbeschreibung:
An dieser Station dürft ihr einen Stern basteln. Dafür gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.

Variante 1: Ziehharmonikastern (für kleinere Kinder)

  1. Schneidet von dem Papier einen Streifen von 25 x 10 cm ab.
  2. Faltet diesen langen Streifen sogfältig zu einer Ziehharmonika zusammen (Breite der Felder ca. 1 cm).
  3. Faltet nun den Ziehharmonikastreifen einmal in der Mitte.
  4. Schneidet an der offenen Seite ein Eck schräg ab. Falls nicht alle auf einmal gehen, müsst ihr immer nur ein paar Falten nacheinander schneiden.
  5. Faltet nun wieder auf, bindet um die Ziehharmonika in der Mitte einen dünnen Faden herum und knotet ihn fest.
  6. Legt nun die beiden Enden der Ziehharmonika zu einem Halbkreis und klebt die beiden Enden zusammen. Wenn ihr den Faden hier mit hineinklebt und oben herausstehen lasst, könnt ihr den Stern gut aufhängen.
  7. Jetzt noch die beiden unteren Enden zum Halbkreis zusammenkleben – fertig ist der Stern.
Faltanleitung

Variante 2: Stern aus Ästen
Nehmt euch dazu 5 etwa gleich lange Äste und legt sie zu einem Stern zusammen. Aus zwei Stöcken die Sternspitze als umgedrehtes V legen. Ein Stock kommt quer darüber. Stock vier und fünf als X auf den Stern legen, so dass fünf Spitzen entstehen. Bindet die Sternspitzen mit Wolle zusammen. Damit der Stern richtig zusammenhält, werden die Verbindungsstücke in der Mitte auch mit Wolle zusammengebunden – fertig ist euer Stern! Wer ihn aufhängen möchte, kann noch ein Stück Wolle als Aufhänger anbringen.

Anleitung

Variante 3: Nagelbild Stern
Übertragt zunächst die Papierstern-Vorlage mit Bleistift auf das Holzbrett. Schlagt dann die Nägel auf den Linien und den Spitzen ein. Wichtig sind dabei die Eckpunkte. Knotet einen Garn in eurer Wunschfarbe an einem Nagel fest und wickelt diesen dann beliebig von Nagel zu Nagel. Wenn euer Nagelbild dann die gewünschte Dichte an Fäden hat, wickelt den Faden wieder zum Ausgangspunkt zurück, schneidet ihn ab und verknotet ihn fest mit dem anderen Ende.

Station: Sternenlicht transportieren

Material: kleine Holzplatte mit Schnüren an den Enden, leuchtender Stern, Pylonen

Vorbereitung:
Benötigt wird eine kleine Holzplatte (quadratisch; 20-30cm) mit 4 Löchern. Daran werden Schnüre befestigt. Auf der Holzplatte liegt ein Leuchtstern oder ein LED-Licht auf einem Papierstern bereit. Mit Hilfe von Pylonen wird ein kleiner Parcours vorbereitet.

Stationsbeschreibung:
Legt den leuchtenden Stern auf das Holzbrett. Haltet das Holzbrett mit dem Stern an den vier Schnüren fest. Jeder hält ein Schnurende. Wenn ihr zu zweit seid, haltet ihr jeweils zwei Schnüre. Wenn ihr zu dritt seid, hält einer von euch zwei Schnüre und wenn ihr mehr als vier seid, macht ihr mehrere Durchgänge. Eure Aufgabe ist es, den Stern bis zum Ziel zu bringen – ohne dass er hinunterfällt. Entscheidet selbst, ob ihr nochmal von vorne beginnt, wenn der Stern herunterfällt. Durch die Länge der Schnüre, könnt ihr die Schwierigkeit der Aufgabe verändern.

Gesprächsimpulse:
* Wie war es für euch als Familie gemeinsam die Aufgabe zu meistern? WAs hat gut geklappt? Was hat nicht gut geklappt?
* Überlegt gemeinsam: Bei der Aktion musstet ihr gemeinsam das Licht transportieren? Wo könnt ihr anderen Menschen ein Licht bringen, vielleicht jemandem eine Freude machen und den Alltag etwas heller machen?


Station: Experiment – Leuchtende Sterne zu Hause

Material:
Briefumschlag, schwarzes Tonpapier, das in den Umschlag passt, Locher, Taschenlampe

Vorbereitung:
Diese Station sollte in einem Raum angeboten werden, der abgedunkelt werden kann.

Stationsbeschreibung:
Eigentlich können wir die Sterne am Himmel nur sehen, wenn es dunkel ist. Dann glitzern sie am Nachthimmel. An dieser Station könnt ihr euch ganz einfach den Sternenhimmel nach Hause holen.
1. Locht das Tonpapier mit dem Locher. Knickt das Tonpapier auch um, so dass ihr auch Löcher in die Mitte des Papiers machen könnt.
2. Steckt das gelochte Papier in den Umschlag. Dann nehmt euch eine Taschenlampe und leuchtet in dem hellen Raum von hinten an den Umschlag. Während eine Person leuchtet, können die anderen Umschlag von vorne anschauen. Was passiert?
3. Verdunkelt jetzt den Raum und leuchtet dann wieder von hinten an den Umschlag. Was hat sich verändert?

Gesprächsimpulse:
Bei diesem Experiment habt ihr etwas zum Leuchten gebracht.
* Habt ihr eine Idee wie ihr bei euch in der Schule, bei der Arbeit, in eurem Alltag etwas zum Leuchten bringen könnt?
* Wie könnt ihr andere Menschen zum Leuchten bringen?

silhouette of man holding flashlight

Station: Sternenlicht anzünden

Material:
Kerzen (evtl. Teelichter in einem Gläschen), vorgezeichneter Stern auf dem Boden

Stationsbeschreibung:
Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es viele Menschen, die traurig sind, weil sie jemanden vermissen, einsam sind oder Angst vor der Zukunft haben. Das können Menschen aus eurer Nachbarschaft sein oder auch Menschen, die weit weg wohnen und die ihr gar nicht kennt.
In der Ukraine, Syrien, Äthiopien und anderen Kriegsländern haben die Menschen in diesem Jahr wenige Sternstunden erlebt. Oft hat sich der Himmel verdunkelt. Nehmt eine Kerze, zündet sie an und stellt sie in den großen Stern. Wenn ihr wollt, betet leise oder laut und bittet Gott für Licht im Leben der Menschen.

Gebet:
Gott, unter deinem Sternenzelt sind wir alle deine Kinder. Du hast die Sterne geschaffen – wir können sie nicht zählen. Du hast uns geschaffen – wir können nur staunen. Niemand kann messen, was du für uns geschaffen hast. Wir kommen und staunen und loben dich. Wir kommen aber auch mit Fragen und Sorgen, haben Angst, vielleicht auch Not. Unter deinem Sternenzelt suchen wir Vertrauen und Trost. Wir zünden diese Kerze an und bitten dich um Licht.

(aus: Sterne für Brot – Ideen und Anregungen zur 51. Aktion Brot für die Welt, Pfalz 2009

Kerzen in die Sternenform stellen

Feierzeit

Impuls

Stellwand mit Sternstunden wird aufgestellt und zu Beginn einige ausgewählte Sternstunden-Karten vorgelesen.
Viele tolle Sternstunden habt ihr in diesem Jahr erlebt. Wenn ihr auf die letzten Monate zurück schaut, erinnert ihr euch an Erlebnisse mit Freunden, die Ferien, Geschenke und vieles mehr. Sternstunden – das sind kostbare und wertvolle Momente und Erlebnisse. Manchmal passiert es sogar, dass solche Sternstunden etwas in unserem Leben verändern. Ihr seht hier in der Mitte auf unserer Wand ist noch Platz für einen weiteren Stern, eine weitere Sternstunde. Es ist ein großer Stern, der hier – genau in der Mitte – noch Platz findet. Es ist die größte Sternstunde der Menschheit. Es passiert etwas Einzigartiges, das den Verlauf des gesamten Weltgeschehens verändert: Jesus wird geboren.
Vor mehr als 2000 Jahren erleben in einem kleinen Stall in Betlehem nicht nur die Eltern, Maria und Josef, eine echte Sternstunde. Auch für die Hirten auf dem Feld, die von den Engeln die Nachricht von der Geburt des Messias hören und für die Sterndeuter, die nach einem langen Weg den König finden, ist es die größte Sternstunde ihres Lebens. Dieses Erlebnis verändert alles – die Begegnung mit Jesus verändert alles – im Leben der Hirten, der Sterndeuter, aber auch im Leben der Menschen, die Jesus heilt, der Menschen, die mit ihm unterwegs sind.
Bis heute feiern wir diese Sternstunde an Weihnachten.
Gebetskerze von Station „Sternenlicht anzünden“ zeigen.
Weihnachten – das Fest der Liebe, das Fest der Familie. So wird es oft genannt. Doch leider ist für viele Menschen Weihnachten keine besondere Sternstunde. So viele Menschen sind in dieser Zeit einsam, sind traurig, weil sie vielleicht jemand vermissen oder wissen nicht wie es weitergehen soll. Für viele Familien in der Ukraine, in Syrien und anderen Ländern, in denen aktuell Krieg ist, gleicht Weihnachten dieses Jahr eher einem dunklen, wolkenverhangenen Nachthimmel, statt einer hell leuchtenden Sternstunde.
Wenn wir all das sehen oder an diese Menschen denken, bleibt uns oft nichts anderes übrig als ein Gebet zu sprechen. Wie ihr es vielleicht an der Station gemacht habt – oder es bleibt uns auch mal die Sprache weg. Da sehen wir vielleicht nur noch dunkles. Und trotzdem: Jesus ist gekommen, um Frieden zu bringen. Er ist gekommen, damit Menschen wieder Licht im Dunkeln sehen. Damit vielleicht auch wieder in uns etwas hell wird.
Holz mit Sternenlicht von Station „Licht transportieren“ zeigen
Und er lädt uns ein zu Lichtern zu werden. Du darfst ein Stern für andere sein. Du darfst leuchten und anderen Menschen ein Licht bringen. Vielleicht habt ihr an der Station vorher schon viele Ideen gesammelt wo und wie ihr anderen Menschen Licht bringen könnt. Das kann vielleicht ein kleines Geschenk für eine Nachbarin sein, die alleine lebt. Das kann ein Bild sein, das ihr jemandem schenkt, der traurig ist, das kann Zeit sein, die ihr mit jemandem teilt, der eine Person zum Zuhören braucht. Und wer weiß: vielleicht erleben genau dann andere Menschen eine Sternstunde – wenn du Ihnen Licht bringst.
Namensschild zeigen
Zu Beginn von Kirche Kunterbunt habt ihr heute einen ganz eigenen Stern erhalten. So wie eure Sterne einmalig sind, weil kein Stern die gleiche Farbe, Form und Größe hat, so seid auch ihr ganz einmalig. Jeder und jede von euch trägt etwas Einzigartiges in sich, das Gott in euch hineingelegt hat. Dieses Einmalige in euch darf leuchten. Und dieses Leuchten dürft ihr weitergeben.

Gebet

beide Arme nach oben, Hände offen
Guter Gott, du bringst das Licht in diese Welt.
beide Arme vor der Brust verschränken
Segne uns in dieser Adventszeit,
einander anfassen
wenn wir als Familie miteinander basteln, reden, singen und unterwegs sind,
Sternenfunkeln mit den Händen (Fingerspitzen zusammenführen und plötzlich die Hände öffnen)
wenn wir die Sternstunden in unserem Leben suchen, entdecken und feiern.
beide Arme vor der Brust verschränken
Segne uns, damit wir einander zu Sternen werden, die leuchten im Dunklen,
beide Arme nach oben, Hände offen
Danke, Jesus, dass du ins unsere Herzen Licht bringst.
AMEN

Segen

Material und Vorbereitung:
Für den Wunderkerzen-Segen benötigt jeder Kirche Kunterbunt Besucher eine Wunderkerze. Außerdem ist es sinnvoll mehrere Feuerzeuge zur Verfügung zu stellen, denn die Wunderkerzen sollen alle zeitgleich entzündet werden. Am besten wirkt er natürlich im Dunkeln. Ihr solltet außerdem auf die Gefahr des Verbrennens an Wunderkerzen hinweisen und in geschlossenen Räumen die Brandmelder vorab checken.

Wunderkerzen-Segen
Wie diese dünne, graue Wunderkerze kommt uns unser Leben oft fade und langweilig und unbedeutend vor. Aber Gott legt eine Bedeutung in dein Leben. Er zündet dich an! Er ist das Licht!
Jetzt die Wunderkerzen anzünden!
Gott, der Vater, segne dich, wenn du fröhlich bist und vor Freude und Energie sprühst.
Jesus, der Sohn, der als Licht in die Welt gekommen ist, segne dich. Er segne den Sternenregen, der von dir ausgeht und der Licht in das Leben anderer Menschen bringt.Gott, der heilige Geist, segne dich, wenn du abgebrannt und verkohlt bist und kein Licht mehr da ist. Er gebe dir neues Feuer und erleuchte deine Dunkelheit.So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Liedvorschläge:
  • Stern über Betlehem
  • Stern, auf den ich schaue
  • Weißt Du wieviel Sternlein stehen
  • Wir haben seinen Stern gesehen
  • Tragt in die Welt nun ein Licht
  • Komm, wir gehen nach Betlehem (Mike Müllerbauer)

Essenszeit

Sternnudeln mit Soße oder Pesto
Nachtisch: Zimtsterne

Material: Salzstreuer, wenn möglich für jeden (z.B. https://www.bad-reichenhaller-shop.de/speisesalze/ministreuer/10-g-ministreuer-jod-einzeln.html) oder zumindest einen Salzstreuer für jeden „greifbar“

Salz-Segen
Mit einem Salzstreuer streut sich jeder ein bisschen Salz in die Handfläche.
Schaut euch die Salzkörner in eurer Hand genau an. Jedes Salzkorn ist anders – ein ganz einzigartiges Kristall.
Gott, der Vater, der dich wunderbar und einzigartig wie jedes Salzkorn geschaffen hat, segne dich.
Befeuchtet nun einen Finger und dippt in euer Salzhäuflein. Dann schleckt euren Finger ab.
Jesus, der Sohn, der in dir und bei dir ist, gebe dir die Kraft Salz zu sein in deinem Alltag.
Gott, der Heilige Geist schenke, dass dein Leben Bedeutung bekommt und dein Salz seine Wirkung entfaltet.
Jetzt das restliche Salz von der Handfläche pusten.
So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

two condiments shakers

Material: zwei Riesenluftballons in zwei verschiedenen Farben, schwarzer wasserfester Stift zum Beschriften.

Beschreibung
Zwei (Riesen-) Luftballons in zwei unterschiedlichen Farben aufblasen.
Auf den einen Ballon „DANKE“, auf den anderen Ballon „BITTE“ schreiben.
Die Ballons werden dann beim Luftballon-Gebet in die Luft geworfen. Ziel ist, dass die Ballons immer in der Luft bleiben.

Luftballon-Gebet
Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden Menschen, der heute hier ist.

Jetzt wird der „DANKE“- Ballon in die Luft geworfen. Die Person, bei der der Ballon ankommt, darf laut oder leise eine Sache sagen, für die sie dankbar ist. Währenddessen darf sie den Ballon weiter in die Luft stoßen.

Am Ende der Danke-Runde den Ballon fangen und zur Seite legen.

Großer Gott, du siehst was uns traurig macht oder was uns auf dem Herzen liegt. Wir bitten dich für alle kranken Menschen.

Jetzt den „BITTE“- Ballon hochwerfen. Am Ende den „Bitte“-Ballon fangen und zur Seite legen.

Und laut gemeinsam „AMEN“ rufen.

Material: kein Material notwendig

Socken-Segen

Wer möchte, darf für den Socken-Segen seine Schuhe ausziehen.

Großer Gott. Wir stehen hier sockig vor dir. Ganz ungeschützt.
Vielleicht sind unsere Füße verschwitzt oder stinken sogar ein bisschen.
Danke, dass wir genauso vor dir stehen dürfen und du uns segnest.

Gott, der Vater, segnet dich. Er hat dich geschaffen. Er kennt dich.
Er weiß um deine Verletzlichkeit, deine peinlichen Momente und deine unangenehmen Situationen. Und er liebt dich.

Jesus, der Sohn, segnet dich. Er geht mit dir, wenn du schwierige und anstrengende Wege gehen musst.
Er ist an deiner Seite, wenn du durch deinen Alltag rennst. Wie eine Socke begleitet er dich bei jedem Schritt.

Gott, der Heilige Geist, segnet dich. Wie eine wärmende Wollsocke umgibt er dich und ist dir ganz nahe.
Er umhüllt dich mit seinem Segen.
So segnet dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Jetzt die Schuhe wieder anziehen.

Weihnachtsfeier mit Tiefgang

Zielgedanke

Wir alle sind unterwegs. Gottes Ziel für uns ist, in einer Freundschafts-Beziehung mit ihm zu leben. Wie sehr er sich danach sehnt, zeigt Jesu Kommen auf die Erde.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Eine der Sinnfragen lautet: Wohin gehe ich? Bzw. wohin bin ich unterwegs? Gottes Wunsch und Ziel für seine Menschen ist: Gott als Vater zu sehen, als Mensch die Kindschaft Gottes anzunehmen. Die Entscheidung jedes Einzelnen ist es, mit Gott, mit Jesus, unterwegs zu sein. Gott hält seine ausgestreckte Hand jedem hin. Ergreife ich sie? Ist es mir ein Anliegen, dass die mir anvertrauten Kinder diese Hand wahrnehmen und von Gottes Angebot erfahren?

Die Entscheidung als Gottes-Kind zu leben ist wie ein Etappenziel. Allerdings entscheidet das Erreichen dieses Etappenziels darüber, wie sich meine nächsten Etappen und vor allem die Wege zwischen diesen Etappen gestalten. Mit dieser Entscheidung bin ich nicht mehr allein unterwegs auf meinem Lebensweg, sondern an der Hand des dreieinigen Gottes, der gute Gedanken für mein Leben hat und ein starker, fürsorglicher Begleiter ist. Ich bin mit ihm unterwegs zu jeder Zwischen-Etappe meines Lebens: sei es ein Schulwechsel, die Berufswahl, ein Umzug, der erste Urlaub ohne Eltern,… Immer ist der dreieinige Gott an meiner Seite; in Oasen- und Wüstenzeiten, auf Umwegen,… – ER verlässt mich nicht, denn einer seiner Namen ist: Immanuel = Gott mit uns!

Um diese Entscheidung überhaupt treffen zu können, muss ich diesen wunderbaren Gott erst einmal kennenlernen. Wer ist er? Wie ist er? Was heißt es und wie kann das gehen, „mit ihm unterwegs zu sein“? Wir können diese spannende Reise der Kinder begleiten und ihnen helfen, diesen Gott kennenzulernen.

Von Gottes Seite ist die Entscheidung längst getroffen. Er wünscht sich diese Beziehung. Wie sehr er sich nach dieser Vater-Kind-Beziehung, dieser Freundschaft sehnt, zeigt das Kommen Jesu auf diese Erde, das wir an Weihnachten feiern.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder werden geführt, von Eltern, Lehrern, … Viele (große) Entscheidungen treffen sie nicht selbst. Steht ein Berufswechsel bei den Eltern an, ziehen die Kinder mit um, egal ob sie wollen oder nicht. Auch die Entscheidungen über weitere Geschwister, Hausbau, Gemeindezugehörigkeit, Trennung,… treffen die Eltern. Die Kinder sind aber unmittelbar betroffen. Das ist ihr Alltag. Mit zunehmendem Alter nimmt die Eigenverantwortung zu. Das ist herausfordernd, spannend, kann das Kind aber auch immer wieder überfordern.

Wie hilfreich ist es, wenn ich weiß, ich muss nicht alleine unterwegs sein und vor allem, wenn ich weiß, mit WEM ich unterwegs sein kann; wer ein guter Begleiter und Ratgeber ist. Gott hat so viel Interesse an mir, dass er den perfekten Himmel, die vollkommene Liebe des Vaters verlassen hat, um mich in diese Beziehung einzuladen. Wenn ich diesen Gott kenne, habe ich einen Sinn und ein Ziel im Leben für das es sich lohnt zu leben.

Einstieg

Ihr hängt ein schön gestaltetes Plakat an die Tür zu euerm Gruppenraum: „Auf dem Weg zur Weihnachts-Freude“ steht darauf. Im Raum wartet ein vorbereiteter Stuhlkreis auf die Kinder und leise Weihnachtsmusik erklingt, wenn sie in den Raum kommen. Tauscht euch darüber aus, was für den Einzelnen zu Weihnachten gehört.

Gestaltet daraufhin gemeinsam euren Raum, den Kreis und die Mitte des Kreises. Vorschläge zur Gestaltung: gestaltet die Mitte mit Tüchern in weihnachtlichen Farben, Tannenzweigen, einem Adventskranz,… bereitet einen Kinderpunsch zu oder erwärmt einen gekauften (eine ganz einfache Möglichkeit ist ein Apfelpunsch für den ihr Apfelsaft mit Zimtstangen erwärmt), bereitet kleine Plätzchen- oder Lebkuchenteller vor. Stellte kleine Tische, Hocker oder zusätzliche Stühle in den Kreis, die ihr mit weihnachtlichen Servietten schmückt und auf die ihr die Punschbecher und Plätzchenteller stellt.

Andacht

So, die Atmosphäre passt. Natürlich gehören auch Geschenke zu Weihnachten. Dazu stellt ihr ein großes Geschenk in die Mitte des Kreises. Nach und nach nähert ihr euch mit diesem Geschenk, dem Sinn von Weihnachten und somit hoffentlich auch der Weihnachtsfreude.

  • Ein Kind darf die erste Lage des Geschenkpapiers lösen. Ein Blatt Papier mit einer Frage kommt heraus: Unser Raum ist festlich geschmückt. Es gibt etwas zu trinken und zu essen. Aber warum und wen feiern wir denn an Weihnachten? Tauscht euch mit den Kindern darüber aus. Um das Besondere an seinem Kommen zu verstehen und IHN feiern zu können, müssen wir ihn erst einmal ein bisschen besser kennenlernen.
  • Die nächste Lage Papier wird gelöst. (Hinweis: jeder nächste Punkt in der Liste bedeutet, dass eine neue Lage gelöst wird) Heraus kommt folgende Austausch-Frage: Wisst ihr wo und wie Jesus gelebt hat, bevor er in Bethlehem geboren ist? (Bei Gott, dem Vater im Himmel, in absoluter Einheit und Verbundenheit mit ihm, ohne Streit, Neid, Hass,…)
  • Das Lied „Freude, Freude“ von Gaba Mertins („Einfach spitze“- Liederbuch, Nr. 22) kommt zum Vorschein. Singt den Refrain 1-2 mal zusammen. Sprecht über diesen riesigen Liebesbeweis Jesu: Vorher hat Jesus im Himmel mit dem Vater gelebt, und dann kommt er in einem Stall zur Welt?!? Warum? – Weil er ALLEN (egal ob arm oder reich, alt oder jung, Jude oder nicht-Jude,…) die Liebe des Vaters zeigen und bringen wollte und immer noch will!
  • Singt zusammen den Refrain und die 1. Strophe des Liedes „Freude, Freude“. Lasst die Kinder in Duden oder Handy nach der Definition von „Heiland“ suchen – was heißt das? Was hat das mit Jesus und mir zu tun? – Heiland heißt auch Erretter, der von Einsamkeit, Sinnlosigkeit und der Last von Schuld und schlechtem Verhalten errettet, hin zu Gottes Liebe, Vergebung und Freundschaft. So zeigt und ermöglicht er uns den WEG zu Gott dem Vater.
  • In der nächsten Lage kommen Krepp-Klebeband und Eddings hervor. Spielt eine Runde „Wer bin ich?“ Jeder Teilnehmende schreibt für einen anderen eine biblische Figur, einen Promi, eine Märchenfigur,… auf das Krepp-Klebeband. Jeder bekommt das für ihn/sie beschriftete Klebeband auf die Stirn geklebt, ohne die Beschriftung vorher gelesen zu haben. Nun bewegt ihr euch durch den Raum und stellt einander Fragen, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können und die euch helfen, herauszufinden wer ihr seid. (Bin ich ein Mann? Gibt es mich real? Lebe ich noch?…).
  • Singt Refrain und 2. Strophe des Liedes „Freude, Freude“. Öffnet die Tür. Dort hängt ein Plakat oder ein Pfeil, folgendermaßen beschriftet: Richtung Freundschaft mit Gott: guter Ratgeber, immer ansprechbar, Tröster, bedingungslose Liebe,… – welche dieser Eigenschaften spricht mich gerade am meisten an? Jesus hat die Tür zu dieser Freundschaft an Weihnachten aufgemacht. Was muss ICH tun um zu dieser Freundschaft zu gelangen? Losgehen, durch die Türe gehen = Jesus sagen: „Das möchte ich! Ich schlage ein in dieses Freundschafts-Angebot von dir.“
  • Dieses Mal kommt eine Augenbinde heraus: Wir können Jesus nicht sehen und ihn trotzdem kennen. Spielt eine Runde „Blinde Kuh“ – den anderen blind erkennen. Dazu werden einem Teilnehmenden die Augen verbunden. Ein anderer Teilnehmender stellt sich leise vor ihn/sie. Durch Ertasten soll der/die Blinde herausfinden, wer vor ihm /ihr steht.
  • Singt gemeinsam Refrain und 3. Strophe des Liedes „Freude, Freude“ – Jesus das Licht, was heißt das? Wo brauche ich „Licht“ in meinem Leben? Jesus möchte Licht in den Teil deines Lebens bringen, der gerade dunkel ist. Dafür ist er gekommen.
  • Ziel, ihr seid im Innersten des Geschenkes angekommen. Heraus kommt zum Schluss Jesus in der Krippe und eine Krone, aufgemalt, von einer Krippe der Gemeinde oder von dir privat, eine Deko-Krone, aus Goldpapier gebastelt,… Fasst noch einmal kurz zusammen, wozu Jesus gekommen ist und was er uns gebracht hat, wer er für uns sein möchte. Singt noch einmal das ganze Lied „Freude, Freude“ zusammen.
  • Schließt mit einem Gebet: „Danke, guter Gott, dass wir dir so wichtig sind und du dir so sehr wünschst, dass wir in Freundschaft mit dir leben, dass du sogar Jesus, deinen Sohn zu uns auf die Erde geschickt hast. Hilf uns, ihn immer besser kennenzulernen und zu erleben, was es heißt, mit dir gemeinsam unterwegs zu sein. Amen“
  • Vielleicht gibt es zum Abschluss des inhaltlichen Teils noch ein Geschenk für jedes eurer Kinder? Vorschlag: eine Licht-Tüte in Form einer Krone oder eine Licht-Tüte, die die Kinder jetzt noch selbst gestalten können.
Vertiefung

Licht-Tüte gestalten

Gestaltet eine Licht-Tüte. Ihr könnt die Licht-Tüte oben am Rand mit Zacken als Krone gestalten und dann mit Prickel-Nadeln ein Muster in das Papier stechen. Oder ihr gestaltet die Licht-Tüte generell mit Prickel-Nadeln, in dem ihr ein Herz, eine Krone,… hineinstecht. (Dazu benötigt ihr Filz-Unterlagen o.ä.)

Licht-Tüten bekommt ihr im Internet oder bei einem Laden für Bastelmaterial. Es sind feuerfeste „Papier-Tüten“, in die man Kerzen oder Teelicht-Gläser stellen kann.

Weitere Ideen

Gestaltet den restlichen Abend mit allem, was euch Spaß macht und eurer Freude Ausdruck verleiht. Ihr kennt eure Kinder in der Hinsicht am besten.

Spiel-Ideen:

  • Ja-Nein-Stuhl zur Weihnachtsgeschichte
  • Weihnachtslieder raten
  • Lebendiges Quartett mit biblischen Personen (Jedes Kind nennt dem Spielleiter leise eine biblische Person (oder Tier, oder Promi oder Obst/Gemüse oder Automarke,…). Der Spielleiter liest die ausgewählten Personen in anderer Reihenfolge vor. Ein Kind beginnt. Es fragt ein anderes Kind: „Bist du König David?“ Antwortet das Kind mit „ja“, gehören diese beiden zusammen und dürfen weiterfragen. Bei der Antwort „nein“ darf das gefragte Kind weiterfragen. Ende: wenn nur noch ein Kind unbekannt ist.
  • Weihnachts-Geschichte mit Fehlern vorlesen. Wer einen Fehler entdeckt, stampft/klatscht/… und korrigiert den Fehler
  • Weihnachts-Geschichte in eurem Dialekt vorlesen (auf Schwäbisch gibt es das zumindest)
  • Reise nach Bethlehem (Jerusalem)
  • Schokolade auspacken

Lieder:

  • Runtergekommen, Einfach spitze, Nr.47
  • Gottes große Liebe, Einfach spitze, Nr.15

Einführung

Diesen Entwurf haben wir passend zur Jahreslosung 2023 entwickelt. Dieser Bibelvers wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) für jedes Jahr ausgewählt. Die Jahreslosung gilt vielen Christen vor allem deutscher Sprache als Leitvers für das Jahr.
Im Jahr 2023 lautet der Vers: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ 1. Mose 16,13. Mit diesem Entwurf könnt ihr die Jahreslosung in eurer Kirche Kunterbunt thematisieren. Der Entwurf eignet sich gut für die erste Jahreshälfte des Jahres.

Willkommenszeit

Begrüßung mit der Messlatte

Material: eine große Messlatte (evtl. nicht sichtbare Rückseite ist für den Feier-Zeit-Vorschlag A mit „Alle gleich wichtig“ beschriftet), Stifte

Stationsbeschreibung: Beim „Einchecken“/ zur Begrüßung jeder Person wird hier auf der Messlatte die Größe gemessen. Alle dürfen ihren Namen auf der Messlatte an der ermessenen Größe eintragen.

green ruler on white surface
Messlatte um die Größe der Besucher zu messen und dann zu vermerken.
Begrüßung mit einem Sand-Namensschild

Material: Doppelseitiges Klebeband, bunter Sand, Papier, Stifte

Stationsbeschreibung: Jede Person darf sich zu Beginn ein eigenes Namensschild gestalten. Auf Papier wird nicht nur der eigene Name geschrieben, sondern auch bunter Sand gestreut (ganz nach Vorlieben). Der Sand haftet auf dem Papier, in dem doppelseitiges Klebeband verwendet wird.

bunter Sand
dickes Papier für die Namensschilder
Klebeband aufkleben und Sand darüber streuen

Aktiv-Zeit

Station: Gott sieht dich! Bei Gott bist du wichtig!

Material: Papier, gespitzte (!) Bleistifte, Radiergummi, Spitzer, Deckel eines Plastikkästchens (kein Glas wegen der Oberflächenspannung des Wassers), „Gläserne Kugel“ von Kraul (www.spielzeug-kraul.de), Plastikspritze (zum Befüllen der Kugel), alternativ Wasserhahn in der Nähe

Stationsbeschreibung: Zeichne dich als Strichmännchen so klein, wie du nur kannst. Schreibe deinen Namen daneben – auch ganz klein, sodass du es fast nicht lesen kannst. Fülle die Glaskugel unter dem Wasserhahn oder mit der Plastikspritze und lege sie auf die kleine Schrift.
Hinweis zur Station: Was passiert mit Strichmännchen und Schrift?
Die wassergefüllte Kugel wirkt wie ein „Riesentropfen“, wie eine Lupe und vergrößert so deine Schrift. Wenn du die Kugel anhebst, wird die Vergrößerung noch stärker. Im Gegensatz zu Glaslinsen sind die Vergrößerungen am Rande aber verzerrt. So bekommt dein Name runde Ränder und wird richtig lebendig, wenn du die Kugel leicht hin- und her bewegst. Je gebogener die Tropfenoberfläche ist, desto schöner ist der Lupeneffekt!
Alternativ kann die Vergrößerung auch mit dem Boden eines Plastikdeckels hergestellt werden. Nimm den Plastikdeckel und lege ihn auf Stichmännchen und Namen. Dann tauche deinen Zeigefinger in Wasser, bis ein kleiner Tropfen an deiner Fingerkuppe hängen bleibt. Diesen Tropfen setzt du vorsichtig auf den Boden des Plastikdeckels. Der Tropfen sollte klein, aber möglichst hoch sein.

Gesprächsimpulse: Und was hat das mit uns zu tun? Bei Gott bist du im Fokus: Gott sieht dich voller Liebe an, selbst wenn du dich klein machst oder klein fühlst. Für ihn bist du ganz groß, ganz wichtig! Er schenkt dir neue Kraft und Stärke, neues Leben. So geht es auch Hagar, die wieder die Kraft hat zu ihrer Herrin Sara zurückzugehen.
Zum Weiterdenken: Wo möchte ich, dass ich mehr gesehen werde? Wo wünsche ich mir Bestätigung? Wo brauche ich neue Kraft, um durchzuhalten?
Anmerkung: Es empfiehlt sich, den Versuch vorher auszuprobieren, denn nicht jeder Plastikboden eignet sich für dieses Experiment. Auch lohnt es sich, die Gläserne Kugel anzuschaffen, da der Effekt einfach viel stärker ist. Außerdem ist das mitgelieferte Beiheft eine tolle Hilfe bei der Durchführung und ggf. Ideengeber dank der vielen unterschiedlichen Experimente für andere KiKu-Tage.

Idee und Texte teilweise entnommen aus: Beiheft „Gläserne Kugel“, Walter Kraul GmbH, Icking.

Station: Blind malen

Material: Stifte, Papier, Schal/Tuch um Augen zu verbinden, Wackelaugen

Stationsbeschreibung: Eine Person aus der Familie bekommt die Augen verbunden. Zusätzlich erhält sie einen Stift und ein Papier auf dem 2 Wackelaugen kleben (Alternative: Augen aufgezeichnet sind). Jetzt wird ausgewählt, wen die Person mit verbundenen Augen aus der Familie zeichnen soll, ohne zu sie zu sehen. Die Wackelaugen können bei der Orientierung helfen.

Gesprächsimpulse: Wie siehst du den anderen von „außen“? Was ist dir wichtig am andern?

Station: Ein Bild von dir

Material: Bilderrahmen oder ein Tonpapierblatt auf dem ein „Bilderrahmen“ aufgezeichnet ist und in der Mitte Platz ist zum Schreiben/Kleben, Symbole z.B. Emoijs oder Sportarten, Aufkleber, Kleber/Heißklebepistole, Papier, Papier, Stifte

Stationsbeschreibung: Schreibt für jede Person auf, was ihr an ihr/ihm mögt. Was die/derjenige gut kann. Ihr könnt auch Symbole ausschneiden und aufkleben (vor allem Kinder, die noch nicht schreiben können). Ihr könnt auch ein Bild von der Person malen. Gestaltet mit den Worten, Symbolen und Bildern eine Seite für den Bilderrahmen. Platziert euer Kunstwerk in den Rahmen. Ihr könnt den Rahmen auch noch verzieren oder Symbole aufkleben, die die Person auszeichnen. Jeder aus der Familie erhält dann ein Bilderrahmen der enthält, was die andern an Stärken in der Person sehen.

Gesprächsimpulse: Wie ist es für dich zu hören, was die anderen alles an dir mögen und wie sie dich sehen? Denkst du sie haben recht? Warum fällt es uns schwer Schönes über uns zu hören?

Station: Gott sieht dich im Spiegel

Material: Spiegelfliesen rund Ø20cm, Holzklötze ca. 7x7x7cm (evtl. eine Holzlatte, von der selbst abgesägt wird), evtl. Gravier-Stift, Brandmalkolben (Brennpeter), diverse Farben, Pinsel, Edding

Stationsbeschreibung: Sägt für den Holzklotz von einem Vierkantholz einen Würfel ab. Schleift diesen danach mit Schmirgelpapier. Dann wird in den Klotz mit einer Kappsäge oder Oberfräse ein ca. 1-2 cm tiefer Schlitz gesägt. Er sollte etwa 70° Neigung haben. Alternativ können die Klötze auch schon vorbereitet werden. Jetzt wird der Spiegel in den Schlitz gesteckt. Gestaltet den Spiegel mit dem Satz „Du siehst mich!“. Entweder kann die Spiegelfliese graviert werden oder es wird einfach ein durchsichtiger Kleber platziert. Die Spiegelfliese kann auch bemalt werden (Edding, Windowcolor, Glasfarbe). Alternativ kann auch der Holzklotz gestaltet werden. Entweder mit dem Lötkolben oder ebenfalls mit Farbe.

Gesprächsimpulse: Seid ihr zufrieden mit dem, was ihr im Spiegel seht? Kannst du dich in Ruhe anschauen und dich über dein Äußeres, deine Schönheit freuen? Gott sieht dich. Nicht nur äußerlich. Gott sieht dich – mit allem, was du bist. Und sein Blick ist nicht kontrollierend oder verurteilend. Dieser Blick ist liebevoll und wertschätzend. Gott sieht dich. Dein Potential, deine innere und äußere Schönheit.

Station: Erzähl-Zelt

Material: Erzählzelt oder gemütliche Ecke, Sitzkissen, ggf. Teppich, Zimmerbrunnen oder eine Schale mit Wasser, Verkleidung für Hagar, Sand auf einem Tuch, (auch Erzählbeutel genannt), 4 Erzählfiguren aus Holz (ganz bewusst keine weitere Ausstattung, damit der Blick auf das Wesentlich gelenkt wird).
Immer wenn eine kleine Gruppe von mindestens 3 Personen zusammengekommen ist, beginnt die Erzählung. Mit den Figuren erzählt der Mitarbeitende die Geschichte nach.
Aufbau des Sand-Erzähl-Teppichs: am Rand in einer kleinen Senke werden die Figuren Sarai und Abram platziert. Ungefähr in der Mitte des Sandteppichs stehen Hagar und Gott/der Engel des Herrn.

Ein:e Mitarbeiter:in erzählt mit den Figuren Hagars Geschichte:
Geschichte
„Ihr befindet euch an einem ganz besonderen Ort, denn hier ist etwas ganz Wunderbares passiert! Hier ist Gott (Figur zeigen) der Magd Hagar (Figur zeigen und zu Figur Gott stellen) begegnet, aber alles der Reihe nach! (Figur Hagar zu Figur Sarai und Figur Abram stellen) Die Magd Hagar zieht mit ihrer Herrin Sarai und ihrem Mann Abram immer dorthin, wo die Schafe und Ziegen Futter finden. Hagar hilft Sarai bei einfachen Arbeiten wie kochen, waschen, nähen und vielem mehr. Sarai und ihr Mann Abram wünschen sich schon lange Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Da Hagar noch jung ist, sagte Sarai ihrem Mann, er solle doch versuchen mit Hagar ein Kind zu bekommen. (Figur Hagar zu Abram stellen).

Das tat er dann auch und Hagar wurde schwanger. Nachdem sie das wusste, war sie ihrer Herrin Sarai gegenüber schnippisch und machte auch nicht immer gleich, was sie von ihr verlangt wurde. (Kleinen Sandhügel aufschütten und Hagar oben draufstellen; Sarai darunter platzieren) Ja, sie fühlte sich auf einmal als etwas Besseres: Denn sie war schließlich schwanger geworden und Sarai nicht. Das merkte die Herrin natürlich und das ärgerte sie, wie ihr euch vorstellen könnt! Sie gab Hagar deshalb noch mehr Arbeit, ließ sie bis in die Nacht die Zelte flicken und in aller Frühe wieder die Tiere versorgen. (Figur Sarai energisch auf den Sand klopfen und die Figur Hagar mit Sand zuschaufeln, sodass nur noch der Kopf herausschaut). Auch hatte sie kein gutes Wort mehr für ihre Magd. Es wurde ganz unerträglich! Vor drei Tagen brach Hagar beim Getreideschleppen in der Mittagshitze einfach zusammen. Als sie sich wieder ein bisschen erholt hatte, hielt sie es bei Sarai einfach nicht mehr aus und lief weg. (Figur Hagar abwandern lassen) Ohne zu wissen, wie lange wie gelaufen war und woher sie die Kraft genommen hatte.  Irgendwann muss sie einfach vor Erschöpfung eingeschlafen sein. (Figur hinlegen)
Als Hagar erwachte, fand sie sich an einer Quelle wieder (mit Finger kleines Loch in Sand graben), aber da war noch mehr, gleisendes Licht und eine Stimme, (Figur Gott dazustellen) die sie ansprach: »Hagar, du Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin? « Es war der Engel des Herrn, der sie ansprach. Es war so unglaublich, dass ein Engel von Gott mit ihr redete, aber Hagar hatte keine Angst. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie spürte: der meint es gut mit mir! Deswegen konnte sie ihm auch antworten und sagte wahrheitsgemäß: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Die Antwort kam prompt. Der Engel des Herrn sagte: »Kehre zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter und tu, was sie von dir verlangt! « Aber das war nicht alles! Außerdem sprach er: »Ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann. Denn du bist schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Ismael, ›Gott hat gehört‹, nennen. Denn der Gott hat dich gehört, als du ihm deine Not geklagt hast.
Dann war der Engel verschwunden, aber Hagar war erfüllt mit Frieden und Glück! Sie jubelte: Gott hat mein Gebet erhört! Wie gut das tut! (Figur Hagar hüpfen lassen).
Kurzerhand gab sie dem Herrn, der mit ihr geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn Hagar sprach zu sich: „Hier habe ich den gesehen, der nach mir sieht.«Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi, das heißt: Brunnen des Lebendigen, der nach mir sieht. Nun machte sich Hagar mit neuer Kraft auf den Nachhauseweg zu ihrer Herrin Sarai. (Figur Hagar läuft zu Sarai und Abram zurück und verbeugt sich vor Sarai.)

Alternativ kann die Geschichte auch aus der Perspektive von Hagar erzählt werden: Eine Mitarbeiterin ist dabei als Hagar verkleidet.

Erzählung von Hagar
„Ihr befindet euch an einem ganz besonderen Ort, denn hier ist etwas ganz Wunderbares passiert! Hier ist mir Gott begegnet, aber alles der Reihe nach! Ich bin eine Magd und ziehe mit meiner Herrin Sarai und ihrem Mann Abram immer dorthin, wo deren Schafe und Ziegen Futter finden. Ich helfe meiner Herrin Sarai bei einfachen Arbeiten wie kochen, waschen, nähen und vielem mehr. Sarai und ihr Mann Abram wünschen sich schon lange Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Da ich noch jung bin, sagte Sarai ihrem Mann, er solle doch versuchen mit mir ein Kind zu bekommen. Das tat er dann auch und ich wurde schwanger, ja ich erwarte ein Kind und freue mich, dass es mit mir geklappt hat! Nachdem ich wusste, dass ich von Abram ein Kind erwarte, kann es schon sein, dass ich meiner Herrin Sarai gegenüber etwas schnippisch war und nicht immer gleich gemacht habe, was sie von mir verlangte. Und, ja, wenn ich es mir recht überlege, hab ich mich auch als etwas Besseres gefühlt: ich bin schließlich schwanger geworden und sie nicht.

person on dessert

Das merkte meine Herrin natürlich und das ärgerte sie, wie ihr euch vorstellen könnt! Sie gab mir noch mehr Arbeit, ließ mich bis in die Nacht die Zelte flicken und in aller Frühe wieder die Tiere versorgen. Auch hatte sie kein gutes Wort mehr für mich. Es wurde ganz unerträglich! Vor drei Tagen brach ich beim Getreideschleppen in der Mittagshitze einfach zusammen. Ich hielt es einfach nicht mehr aus und floh. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich gelaufen bin und woher ich die Kraft genommen habe. Irgendwann muss ich einfach vor Erschöpfung eingeschlafen sein.
Als ich erwachte, fand ich mich an einer Quelle wieder, aber da war noch mehr, gleisendes Licht und eine Stimme, die mich ansprach: »Hagar, du Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin? « Es war der Engel des Herrn, der mich ansprach. Es war so unglaublich, dass ein Engel von Gott mit mir redete, aber ich hatte keine Angst. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich spürte: der meint es gut mit mir! Deswegen konnte ich ihm auch antworten und sagte wahrheitsgemäß: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Die Antwort kam prompt. Der Engel des Herrn sagte zu mir: »Kehre zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter und tu, was sie von dir verlangt! « Aber das war nicht alles! Außerdem sprach er zu mir: »Ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann.«11 Denn du bist schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Ismael, ›Gott hat gehört‹, nennen. Denn der Gott hat dich gehört, als du ihm deine Not geklagt hast.
Dann war der Engel verschwunden, aber ich war erfüllt mit Frieden und Glück! Gott hatte mein Gebet erhört! Wie gut das tut! Kurzerhand gab ich dem Herrn, der mit mir geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn ich sagte mir: „Hier habe ich den gesehen, der nach mir sieht. «Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi, das heißt: Brunnen des Lebendigen, der nach mir sieht. Nun konnte ich mic mit neuer Kraft auf den Nachhauseweg zu meiner Herrin Sarai machen.

Allgemeine Tipps: Wer noch mehr kreative Ideen sucht, wie Bibeltexte lebendig erzählt werden können, der wird vielleicht hier fündig:
Simone Merkel: Das Gewand des Heils, Biblische Erzählungen und andere Deutungen zum Weiterdenken. Direkt zu beziehen über die Autorin: https://simone-merkel.de/das-gewand-des-heils/
Artikel von Martina Steinkühler: https://www.bibelwissenschaft.de/wirelex/das-wissenschaftlich-religionspaedagogische-lexikon/wirelex/sachwort/anzeigen/details/erzaehlen-bibeldidaktisch/ch/71a71222bed9ab6d00121855f9fbe658/ zuletzt abgerufen am 07.07.22

Station: Steinmännchen

Wichtig: damit die Station verstanden werden kann, sollte sie nach der Station mit der  biblischen Geschichte kommen. Familien evtl. zuerst an diese Station schicken.

Material: Steine, Acrylstifte

Stationsbeschreibung: Als Erinnerung daran, dass Gott Hagar sieht, schafft sie sich ein Denkmal: sie benennt den Brunnen in der Wüste mit dem Namen „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Vielleicht habt ihr Gott auch schon einmal auf besondere Weise erlebt und möchtet diesen Moment in Erinnerung behalten? Ihr dürft euch dafür einen Stein nehmen und eine Eigenschaft, wie ihr Gott erlebt habt, auf einen Stein schreiben. Die Steine werden dann gestapelt und ergeben ein gemeinsames Denkmal.

Alternativ: es können auch Kappla-Steine (Bauklötze) beschriftet werden. Falls jede Familie sogar ihre eigenen Steine zu einem Denkmal baut, lasst die Familien doch ein Foto davon  machen zur Erinnerung für zuhause.

Zusatzidee: parallel zu dieser Station kann das Lied „Größer“ von Jonnes abgespielt werden oder als Text ausliegen.

black stacking stones on gray surface
Station: In der Wüste

Material: Sandmuschel oder Wanne mit Sand, Perlen/Murmeln, kleine Tiere (z.B. von Schleich, wenn möglich folgende Tiere: Kamel, Igel, Fuchs, Eidechse, Skorpion, Käfer)

Stationsbeschreibung: Herzlich Willkommen in der Wüste. Hier dürft ihr Sand erleben. Stellt euch dazu in den Sand (gerne auch Barfuß) und fühlt, wie sich das anfühlt oder wühlt mit den Händen im Sand. Die Wüste ist kein guter Ort. Es ist zu heiß und zu trocken. Für Lebewesen, Menschen und Tiere schwer zu überleben. Solche Wüstenzeiten gibt es auch in unserem Leben. Da knirscht es manchmal. Es gibt Streit, Traurigkeit, Probleme. Gott ist trotzdem da in diesen Wüstenzeiten. Deshalb dürft ihr jetzt auch in dem Sand wühlen und suchen, was ihr findet. Im Sand sind im Vorfeld Perlen versteckt. Alternativ oder in einer zweiten Runde können Tiere im Sand versteckt werden. Viele Tiere haben sich den Umständen in der Wüste angepasst und können trotz der Hitze und dem wenigen Wasser dort leben.

Tierinfos

Wüstenigel: Wüstenigel sehen unseren einheimischen Igeln sehr ähnlich. Sie sind jedoch an ein Leben am Rand der Wüste angepasst. Die Stacheln auf ihrem Kopf sind gescheitelt. Die Beine der Tiere sind für Igel relativ lang. Sie können mehrere Wochen ohne Essen und Trinken überleben. Die Tiere halten nur einen kurzen Winterschlaf und bei großer Hitze außerdem eine Sommerruhe.

Kamel: Das Kamel kommt wochenlang ohne frisches Wasser aus, denn es schwitzt erst bei sehr hoher Körpertemperatur und scheidet mit Kot und Urin kaum Wasser aus. Findet es Wasser, kann es über hundert Liter trinken. Bei Sandstürmen schließt das Kamel seine Nüstern, Augen und Ohren werden von langen Wimpern und Härchen geschützt. Die Schwielen an den Füßen sorgen dafür, dass das Gewicht der Tiere auf dem losen Sandboden verteilt wird und sie nicht einsinken. Anders als viele glauben, speichern Kamele in ihren Höckern kein Wasser, sondern bis zu 200 Kilogramm Fett. Das Fett kann in einem komplizierten Prozess in Wasser umgewandelt werden. Der Höcker schützt den Körper vor der Sonne.

Schwarzkäfer: Der Schwarzkäfer hat eine erstaunliche Technik in der Nebelwüste Namib entwickelt: Wenn er Durst hat, macht er einen Kopfstand und wartet, bis der Nebel sich an seinem Panzer niederschlägt und die Tropfen in seinen Mund rinnen.

Wüstenfuchs: Der Wüstenfuchs (Fennek) zeigt zahlreiche Anpassungen an die Wüste. Er ist kleiner als ein normaler Fuchs, hat behaarte Sohlen und große Ohren, die der Wärmeregulation dienen.

Skorpion: Skorpione ernähren sich vor allem von Spinnentieren und anderen Insekten. Erstaunlich: manche Skorpion-Arten können für mehr als ein Jahr ohne Nahrung auskommen!

Sandgecko: Der Sandgecko oder Namibgeckolebt nachtaktiv in der Wüste. In den Zehenzwischenräume hat er eine „Schwimmhaut“. Sie ermöglicht es den Geckos durch lockeren Sand zu laufen, ohne einzusinken. Den Tag verbringen sie in selbst gegrabenen Gängen. Sie lecken Tautropfen auf und nehmen Feuchtigkeit eventuell auch über die Haut auf.

Tierinfos aus Kindernetz.de und Wikipedia.

Gesprächsimpulse: Mitten in der Wüste begegnet mir Gott, so wie die Perlen oder die Tiere. Er hilft mir die Widrigkeit anzunehmen und auszuhalten. Wie könnt ihr eine Überlebenstechnik in euern „Wüsten“ entwickeln?

brown camel on white sand during daytime
Kamel
black and brown jumping spider on white sand
Skorpion
white and brown fox lying on ground
Fennek, Wüstenfuchs
Station: Augen-Wissen

Material: unterschiedliche Quizfragen, evtl. ein Würfel mit unterschiedlichen Symbolen (Offenes Auge, geschlossenes Auge, weinendes Auge, Auge mit Wimpern, Auge mit Spirale, Stern)

Stationsbeschreibung: Hier gibt es ein Quiz zum Thema „Sehen“. Das Quiz kann als Blatt zum Ausfüllen gestaltet werden. Alternativ kann auch ein Würfel mit unterschiedlichen Augensymbolen gestaltet werden mit Fragen zu jeweils unterschiedlichen Kategorien.

Quizfragen (Die Lösung ist jeweils fett):

  1. Wie wird der gefärbte Teil des Augapfels genannt? Beate, Iris, Susanne, Paula
  2. Wie nennt man die Öffnung der mittleren Augenhaut? Papaya, Pergament, Papillon, Pupille
  3. Wie heißt die Stelle, an der man nicht sehen kann? Schwarzes Loch, Dunkle Ecke, Blinder Fleck, Trübe Tasse
  4. Wie heißen Teile, die unser Auge schützen? Augenbraue, Augenhöhle, Augenmantel, Augenlid
  5. Was ist der größte Teil des Auges? Glastüre, Glasauge, Glasfenster, Glaskörper
  6. Welcher Teil des Auges sorgt für das scharfe Sehen? Blende, Linse, Leuchte, Fernrohr
  7. Was ist die Retina? Hornhaut, Netzhaut, Pupille, Augapfel
  8. Wofür sind die sogenannten Zapfen verantwortlich? Sie sind für die Farbwahrnehmung zuständig, Sie sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung verantwortlich, durch sie können Bewegungen wahrgenommen werden, Sie ermöglichen das räumliche Sehen
  9. Welches Tier hat einen Infrarotblick? Klapperschlange, Fliege, Schnabeltier, Katze
  10. Welchen Durchmesser hat das Auge eines Erwachsenen? Ca. 1,7 cm, Ca. 2,3 cm, Ca. 3,1 cm, Ca. 4,0 cm
  11. Woran liegt die Rot-Grün-Blindheit? Das Gehirn kann die Farbinformationen nicht richtig umwandeln, Sie wird durch einen Gendefekt auf einem X-Chromosom verursacht, Der Sehnerv t beschädigt, Es sind zu wenige Zapfen vorhanden, die für die Farbwahrnehmung zuständig sind
  12. Was passiert, wenn wir z.B. eine Kerze von Nahem anschauen? Wir sehen sie gar nicht mehr. Wir sehen sie schärfer. Alles ist so wie vorher. Wir sehen sie unscharf.
  13. Verwendet gerne Optische Täuschungen, bei denen etwas erraten werden muss (z.B. 50 Optische Täuschungen 50, Circon Verlag). Gerne könnt ihr auch „Magic eye“- Bilder benutzen.
Station: Erfrischung

Material: 0,5l Sprudelflaschen, Klebebänder, Sticker

Stationsbeschreibung: Überlegt euch, wen ihr kennt, der/dem es gerade nicht so gut geht. Schweres und Herausforderungen können uns wie eine Wüste vorkommen. In der Wüste wünscht man sich nichts mehr als eine Erfrischung durch Wasser. Gestaltet für diese Person eine Flasche mit Klebebändern und Stickern ganz bunt, so dass sie schön aussieht.

Gesprächsimpulse: Was würde der Person, die gerade wie in der „Wüste“ ist, gut tun? Was könntet ihr tun, um diese Person zu „erfrischen“? Schenkt der Person eure schön gestaltete Flasche als „Ich denke an dich“-Zeichen.

white and blue labeled disposable bottled water
Station: Mach es wie Hagar! – Setz dich an die Quelle!

Material: abgetrennter Raum oder Ort (unter einem Baum oder im Zelt), Sitzkissen, gestaltete Mitte mit einer großen, brennenden Kerze, ein/e Mitarbeiter(in), Schild mit der Aufschrift: Bitte einzeln eintreten

Stationsbeschreibung:(ein Mitarbeitende trägt langsam den Text vor) An dieser Station ist Gott der Macher. Hier darfst du einfach da sein: Mach’s wie Hagar, setzt für einen Moment ruhig hin. Schließ` die Augen. Atme einmal tief ein. Und atme wieder aus.
Hagar befindet sich in einer Wüstenzeit: es ist heiß und sie ist erschöpft, sie ist weggelaufen, weil sie Streit mit ihrer Herrin hatte und es nicht mehr ausgehalten hat. Gott sieht sie und ihr Leben, ihre Probleme und Ängste und er will Gutes für sie – es sieht Hagar! Und Gott sieht auch dich!

Zuspruch:
(Name des Gastes einsetzten), Gott sieht dich! Er sieht deine Freude und deinen Schmerz.
Dein Lachen und Dein Weinen. Deine Höhen und Deine Tiefen.
Gott sieht dich an und sagt zu dir: Ich höre deine Bitten und ich gehe mit dir:
In dein Zuhause, auf deine Arbeit, in deine Wüste.
Sei dir sicher: Ich sehe dich. Ich sehe, was du brauchst. Ich bin für dich. Amen

Feier-Zeit

Vorschlag A: Bezug zur Messlatte, für Gott bist du unabhängig von Größe und Leistung wichtig

Bezug zur Messleiste: Für Gott bist du unabhängig von Größe und Leistung wichtig

Material: Messleiste, Gläserne Kugel der Station „Gott sieht dich!

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Impuls
Manchmal wirkt es innerhalb unserer Gesellschaft so, als würden nur die Menschen gesehen werden, die bei der Leiste ganz oben stehen. Die, die ganz besonders groß sind und damit auch ganz besonders wichtig. Ihre Stimme wird gehört, ihre Stimme wird wichtig und ernst genommen. (Eine neue Messleiste hochhalten, auf der eine Skala mit der Überschrift „Leistung“ notiert ist). Manchmal wirkt es auch so, als würden in unserer Gesellschaft die gesehen werden, die besonders viel schaffen, viel können, die viel Leistung bringen.

(Bezug zur Station mit der Gläsernen Kugel). Aber bei Gott da passiert etwas, wie bei dieser Station mit dem Wassertropfen. Das, was in den Augen der Menschen ganz klein scheint, das wird ganz groß. (Bezug zur Hagar-Geschichte). In der Geschichte von Hagar, da ist es so, dass sie als weniger wichtig von ihren Herren gesehen wird. Sie wird einfach in eine Wüste geschickt. Aber Gott, übersieht sie sie nicht. Denn bei ihm zählt nicht die Größe oder die Leistung (die Messleiste mit den Größen nehmen und umdrehen: auf der Rückseite steht groß geschrieben: „ALLE GLEICH WICHTIG“). Bei ihm sind alle gleich wichtig. Deswegen nimmt auch er Hagar wichtig. Er hilft ihr, unterstützt sie, ist mit bei ihr. Auch genau in der Wüste. Ob du dich gerade groß oder klein fühlst, wichtig oder unwichtig, ob du viel leisten kannst oder nicht: FÜR GOTT BIST DU WICHTIG.

Vorschlag B: Bezug zum Sand, Gott begegnet uns in Wüstenzeiten

Material: Namensschild, Schale trockenen Sand, Wasser, Sandform (Herz, Burg, Auge)

Impuls
Am Anfang unserer Kirche Kunterbunt habt ihr alle Sand auf eure Namensschilder bekommen (Namensschild zeigen). Und ihr standet heute alle bei der Sand-Station sogar mitten in der Wüste. An einer Station habt ihr von Hagar gehört, einer Magd, die von ihren Herren alles andere als gut behandelt wird. Sogar so schlecht, dass sie als schwangere Frau in die Wüste fliehen muss. Dort ist sie ganz allein. Umgeben von lauter Sand. So viel, dass man die Körner nicht zählen kann. (In eine Schale trockenen, feinen Sand kippen). Vermutlich gibt es bei jedem von uns Zeiten, in denen Sand in unser Leben kommt. Dann fühlt es sich an, als ob wir in der Wüste wären. Dann, wenn jemand uns verletzt (Sand in die Schale kippen). Dann, wenn etwas in der Schule nicht gut geht (Sand in die Schale). Dann, wenn im Beruf etwas schiefläuft (Sand in die Schale). Dann, wenn in der Familie etwas Schreckliches passiert (Sand in die Schale). Vielleicht habt ihr schon einmal Sand in das Auge bekommen? Das kann richtig weh tun. Erst einmal beginnt das Auge zu tränen und man sieht kurz kaum noch etwas. So kann sich eine Wüstenzeit anfühlen: wir sehen kaum etwas und fühlen uns auch nicht gesehen. Wer nimmt uns mit all dem vielen schweren Sand wahr? In der Geschichte von Hagar begegnet ihr Gott ausgerechnet in dieser Wüste. Ihr habt das schon heute bei einer Station erleben dürfen. Gott sieht Hagar und er hilft ihr, in der Wüste zu überleben. Er sendet Hagar einen Brunnen. (Wasser in die Schale kippen, sodass der Sand fest und formbar wird). Und dieser Brunnen steht symbolisch dafür, dass Hagar gesehen wird und neue Lebenskraft erhält. Er steht auch dafür, dass Gott mit ihr ist. Inmitten des Schweren. (aus dem Sand ein Herz (oder eine andere symbolische Figur (z.B. Auge, Burg) formen mithilfe einer Herz-Sandform). Und das darf ich auch euch sagen: in allem, wo ihr euch in einer Wüste fühlt, ist Gott mit euch! Nicht immer kommen wir sofort aus der Wüste heraus, aber Gott sendet Brunnen, Wasser und zeigt uns (Herz hochhalten), dass er mit uns ist. Und in der Geschichte mit Hagar, gibt dieser Brunnen, dieses Wissen, dass Gott da ist, Hagar so viel Kraft, dass sie sogar zurückgehen kann. Zu dem, was schwierig ist. Weil sie jetzt spürt und weiß, dass sie nicht allein ist, wenn sie zurück geht. Und derselbe mutmachende Gott ist auch mit dir! Amen.

Vorschlag C: Bezug zum gesehen werden und Brunnen; wie können wir anderen Menschen in Wüstenzeiten einen Brunnen bauen und sie sehen?

Material: Schale mit trockenem Sand, Wasser, Sandform (Burg, Auge, Herz), Wasserflasche der Wasserflaschenstation

Impuls
Am Anfang unserer Kirche Kunterbunt habt ihr alle Sand auf eure Namensschilder bekommen (Namensschild zeigen). Und ihr standet heute alle bei einer Sand-Station sogar mitten in der Wüste. An einer Station habt ihr von Hagar gehört, einer Magd, die von ihren Herren alles andere als gut behandelt wird. Sogar so schlecht, dass sie als schwangere Frau in die Wüste fliehen muss. Ausgerechnet dort, mitten in der Wüste, begegnet ihr Gott. (Schale mit trockenem Sand zeigen). Er sendet ihr einen Brunnen (Wasser in die Schale kippen und aus dem jetzt festen Sand ein Herz oder Burg formen). Und dieser Brunnen und das Wissen, dass Gott mit Hagar ist, ist so stark für sie, dass sie aus der Wüste herausgehen kann und zurück zu ihrer Familie geht. Immer wieder passieren Dinge im Leben, durch die Menschen in Wüsten gelangen. Das können schwere Schicksalsschläge sein, schwierige Situationen in der Schule oder im Beruf. Vielleicht habt ihr schon einmal Sand in das Auge bekommen? Das kann richtig weh tun. Erst einmal beginnt das Auge zu tränen und man sieht kurz kaum noch etwas. So kann sich eine Wüstenzeit anfühlen: Wir sehen kaum etwas und fühlen uns auch nicht gesehen. Wer nimmt uns mit all dem vielen schweren Sand wahr? Wir können Menschen werden, die anderen Wasser reichen. Die sie sehen und in Blick nehmen und ihnen aus der Wüste helfen. An einer Station habt ihr Wasserflaschen für solche Wüsten-Menschen gebastelt. Gott schenkt uns Wasser und von diesem Wasser dürfen wir weitergeben. Wenn wir spüren, dass es uns selbst gerade nicht gut geht, dann dürfen wir das Wasser auch für uns nutzen. Wenn wir spüren, dass wir etwas davon abgeben können, dürfen wir es weiterverschenken.

Eventuell habt ihr als Kirchengemeinde oder Initiative ein Spendenprojekt, das ihr in diesem Zusammenhang nennen wollt oder vielleicht wollt ihr ganz praktisch eine diakonische Einrichtung unterstützen.

Sand-Gebet

Material: kleine Schälchen mit Sand, Becher/Fläschchen mit Wasser

Symbolisch dafür, dass Gott mit euch ist und euch Mut schenken möchte für eure Wüstenzeiten und Herausforderungen. Symbolisch dafür, dass er euch in dem allem sieht, erhaltet ihr Wasser und ein kleines Schälchen Sand. Ihr dürft das Wasser in die Schale kippen und aus dem feuchten Sand etwas formen. Vielleicht formt ihr einen Wunsch oder ein Symbol, das euch Kraft gibt. Nachdem jede Familie fertig geformt hat, wird gemeinsam gesprochen „Du bist ein Gott, der uns sieht. Amen.“

Sprüh-Segen

Material: Sprühflasche mit Wasser

Während der Text gelesen wird, gehen Personen mit Sprühflaschen zu den einzelnen Familien und sprühen Wasser in die Hände oder kleine Tropfen auf den Kopf.

Segen
Gott will euch erfrischen: In dem, was sandig und schwer ist. In dem, was leicht und schön ist. Er nimmt euch wahr. Er ist mit euch. Er sieht euch. Amen.

Liedvorschläge

Lieder zur Jahreslosung

Weitere Liedvorschläge passend zum Thema

  • Du siehst mich Musical Isaak (Adonia)
  • Schluss. Genug. Musical Isaak (Adonia)
  • Größer (Jonnes)
  • Zu dir hin (Lux)
  • Du bist wertvoll (Puzzles, CD: Königskind)
  • Ich bin geliebt (Puzzles, CD: Ich bin geliebt)
  • Sei du (Daniel Kallauch)
  • Bei dir kommt keiner zu kurz (Daniel Kallauch)
  • Wenn du mich brauchst (Daniel Kallauch)
  • Wenn ich dir vertrau mein Gott (Daniel Kallauch)
  • Ich bin sicher in der Hand des Vaters (Daniel Kallauch)
  • Steh auf und lauf (Daniel Kallauch)
  • Du kannst Gott vertrau’n (Daniel Kallauch)
  • Unser Gott macht keinen Unterschied (Daniel Kallauch)
  • Du bist da (Kerstin Schalles)
  • Cool, superspitzenklasse, einwandfrei (Lars Peter, Daniel Jakobi)
  • Sei einfach du (Mike Müllerbauer)
  • Ich bin platt (Mike Müllerbauer)
  • Ich schau dich an (Mike Müllerbauer)
  • Wenn ich traurig bin (Mike Müllerbauer)
  • Er hört mir zu (Dania König)
  • Einfach ungeheuerlich (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)
  • Jeder kann was (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)
  • Lässt du mich im Stich (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)

Essens-Zeit

Die gemeinsame Essens-Zeit kann mit folgendem Tischgebet gestartet werden:

Tischrap: Alle gute Gaben

Nach der „Melodie“ von „We will rock you“

Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt oh Gott von dir, wir danken dir dafür. Amen.

Tischgebet

Sonne spendest du und Regen, gibst uns Heimat, Brot und Dach und auf allen unseren Wegen, geh´n uns deine Augen nach.

Wie das gemeinsame Essen gestaltet wird, hängt von der Kapazität und den Räumlichkeiten ab. Entweder gibt es ein Küchenteam oder jeder steuert etwas zu einem kunterbunten Buffet bei. Folgende Gerichte denkbar:

Essensvorschlag
Nudeln mit Pesto und als Nachtisch Sandkuchen

Unterschriften-Bingo

Material: Ausgedrucktes Unterschriften Bingo

Während der Essensphase kann ein Unterschriften-Bingo angeboten werden. Die Besucher versuchen so schnell wie möglich eine Zeile oder Spalte mit Unterschriften der anderen Besucher voll zu bekommen. Wer als erstes fertig ist ruft laut „Bingo“. Vielleicht habt ihr noch einen kleinen Preis für den/die Schnellste/n?

Ideen für Zuhause

Damit das Thema zu Hause noch ein wenig nachklingt, haben wir ein paar Vorschläge was auf einem Kärtchen oder in einer Tüte mitgegeben werden kann.

Prickel-Segen
Für den Prickel-Segen wird ein Päckchen Brause benötigt. Das könnt ihr gerne gleich mitgeben.

Gott beschenkt dich mit allem, was du brauchst. (Brausetütchen aufreißen) Jesus macht dein Leben aufregend und prickelnd. (Mit dem Finger in die Brause dippen.) Der Heilige Geist lässt dich überschäumen und Gottes Liebe in die Welt tragen. (Brause in den Mund kippen). Amen.

Brause-Aktion
Brause ist ein Sturm im Glas. Schüttet die Brause in ein Wasserglas. So lange es blubbert könnt ihr mit Gott reden. Wenn die Brause ausgeblubbert hat, könnt ihr die Erfrischung trinken.

Sandform
Als Erinnerung könnt ihr den Familien auch ein Sandförmchen mitgeben.

Karte zur Jahreslosung
Zur Jahreslosung gibt es viele Postkarten. Ihr könnt den Familien zur Erinnerung eine mitgeben. Zum Beispiel diese hier:

https://www.praisent.de/postkarte-jl-2023

https://www.scm-shop.de/jahreslosung-2023-postkarten-12-stueck-s-w.html

https://www.bornverlag.de/produkt/jahreslosung-2023-fuer-teens-postkarten/

Der Decken-Segen kann am Ende einer Kirche Kunterbunt gesprochen werden. Dazu ist es gut, wenn jeder eine Decke zur Verfügung hat. Er kann aber auch in der Familie einander zugesprochen werden. Außerdem ist er gut bei digitalen Formaten einsetzbar.

Material

  • Eine Decke für jeden oder für jede Familie

So wird’s gemacht

  1. Nehmt euch eine Decke und breitet sie aus. Schaut sie euch in ihrer ganzen Größe an. So groß wie euch jetzt diese Decke erscheint – und noch viel größer – so ist auch Gott, der Allmächtige.
    Gott, der Vater, der Allmächtige, der den Himmel, die Erde und alles Leben darauf geschaffen hat, sieht dich.
  2. Legt euch die Decke um die Schultern.
    Und er segnet dich. Er nimmt dich in den Arm. Er schenkt dir Sicherheit und Geborgenheit.
  3. Nehmt die Decke an zwei Ecken und breitet sie aus, so wie Jesus auch mit ausgebreiteten Armen am Kreuz hing.
    Jesus, der Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, der alle unsere Sorgen kennt, segne dich. Er mache deine Gedanken weit und schenke dir Offenheit für die Menschen um dich herum.
  4. Kuschelt euch in die Decke ein und rubbelt euch warm.
    Und der Heilige Geist, der immer bei dir ist, der dich inspiriert und motiviert, er segne dich. Er schenke dir Trost und Wärme an jedem Tag.
    So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
    AMEN.

Einführung

Der Entwurf „Salz und Licht“ entstand in Kooperation mit KIRCHE UNTERWEGS und wurde als Abschluss einer Kinderbibelwoche konzipiert.
Biblischer Bezug ist die Einladung von Jesus an uns Christ:innen Salz und Licht in dieser Welt zu sein. Die gesamte Kinderbibelwoche beschäftigt sich mit den „Salzmenschen“ und behandelt die Themen der Bergpredigt. KIRCHE UNTERWEGS ist ein freies Werk innerhalb der Evangelischen Kirche in Württemberg, das anbietet, Kinderbibelwochen auf Campingplätzen oder in Gemeinden zu unterstützen. Um lokale Kirchengemeinden für eigene Kinderbibelwochen zu inspirieren, entwickeln sie regelmäßig neues Material, das hier bestellt werden kann: https://www.kircheunterwegs.de/Kinderbibelwochen-91400.html

Dieser Entwurf ist so entwickelt, dass er auch losgelöst von der Kinderbibelwoche umgesetzt werden kann. Es wird keine Vorerfahrung aus der Kinderbibelwoche benötigt.

Willkommenszeit

Ankommen und Begrüßen der Familien

Die Familien werden alle begrüßt und erhalten ein Namensschild. Ein Mitarbeitender geht mit einem Salz-Glas umher und stellt die Frage: Für wie viele Brote (je 1kg) würde das Salz reichen? (in 1 kg Brot ist 15-20g Salz). Auflösung am Ende der Feierzeit.

Aktivzeit

Station: Salzbrezeln

Stationsbeschreibung:
Krümelt das Salz von den Brezeln und checkt mit einer Waage, wie viel Salz sich auf einer Brezel befindet. Ihr könnt die Zahlen aufschreiben und einen Mittelwert ausrechnen.

Gesprächsimpulse:
Wie viel Salz magst du auf Brezeln?
Warum ist das Salz wichtig oder unwichtig

brown bread on white table

Material:
Salzbrezeln (oder normale Brezeln), Waage

Station: Samen-Herz

Stationsbeschreibung:
Hier dürft ihr ein Samen-Herz basteln. Wenn das Herz fertig gefaltet ist, dann werden Blumensamen hinein gefüllt. Ihr könnt es mit nach Hause nehmen und über einem Beet oder einem Blumentopf das Samen-Herz auseinanderreißen. Ihr dürft das Samen-Herz aber auch jemandem schenken, der euch am Herzen liegt oder mit dem ihr mitfühlt. Wenn das Herz bricht, also geteilt wird, dann wird es mehr, denn viele Blumen können daraus wachsen. Es kann etwas Schönes daraus für andere und dich selbst entstehen.

Gesprächsimpulse:
Welche Not von anderen Menschen berührt dein Herz oder lässt es brechen?
Wie könntest du mit diesen Menschen etwas teilen?
Wie kannst du deinem Mitfühlen Ausdruck verleihen?
Wem könntest du mit dem Samen-Herz Licht in die Dunkelheit bringen?

Material:
buntes Papier in Streifen 6cm breit und 21cm lang, Tesa oder Masking Tape, Blumensamen, Trichter mit kleiner Öffnung, Buntstifte, Scheren, evtl. Sticker und buntes Klebeband zum Verzieren

Gestaltetes Samen-Herz
Station: Wer kann gut teilen?

Stationsbeschreibung:
Jesus lädt uns immer wieder ein, mit anderen zu teilen. Testet euer mathematisches Können beim Dividieren: Wie gut könnt ihr teilen? Sind die Erwachsenen oder die Kinder schneller?

Gesprächsimpulse:
Fällt es dir leicht, gerecht zu teilen?
Was bedeutet es mathematisch korrekt zu teilen?
Wäre der Besitz gerechter verteilt, wenn wir ihn mathematisch auf alle aufteilen würden, so dass wirklich alle gleich viel haben?
Mit wem bist du bereit zu teilen?

Teilaufgaben mit Straßenkreide

Material:
(Schreib-)Tafel, Flipchart oder Straßenkreide, Rechenaufgaben

Station: Gemeinsam sind wir stark – Die Flussüberquerung

Aufbau der Station:
Ein Start- und Endpunkt wird mithilfe von Hütchen oder ähnlichem markiert. Zwischen diesem Start- und Endpunkt sollte ausreichend Platz sein, so dass mindestens fünf „Steine“ (Teppichfliesen o.ä.) gebraucht werden. Die „Steine“ lagern am Uferpunkt A. Je nach Schwierigkeit kann die Familie auch in einem Wettlauf gegen die Zeit den Fluss überqueren.

Stationsbeschreibung:
Hier braucht es jede Person! Denn gemeinsam als Familie darf ein reißender Fluss überquert werden. Um diesen Fluss zu überwinden, stehen „Steine“ bereit (Teppichfliesen). Diese könnt ihr nutzen, um euch eine Brücke über den Fluss zu bauen. Ziel ist es, dass die ganze Familie trocken an das andere Ufer gelangt.

Gesprächsimpulse:
Wie war es, als Familie gemeinsam den Fluss zu überqueren?
Was hat euch geholfen, um es gemeinsam zu schaffen?

Material:
Teppichfliesen (alternativ: Kartons, Zeitungen)

Station: Gemeinsam sind wir stark – Die tanzenden Bälle

Stationsbeschreibung:
Jede Person greift eine Schlaufe des Schwungtuchs. Dann darf ein Ball gemeinsam in die Luft gewirbelt werden. Schafft er es von der einen zur anderen Seite transportiert zu werden? Vielleicht kann irgendwann das Schwungtuch auch zu einem hohen Dach gezogen werden und einzelne Personen dürfen unter dem Schwungtuch herlaufen und einen neuen Schlaufen-Platz einnehmen?

Gesprächsimpulse:
Wie war es, als Familie gemeinsam den Ball tanzen zu lassen?
War es leicht oder war es schwer?
Wie fühlt es sich an, eine gemeinsame Aufgabe zu haben?

Material:
Schwungtuch, Softball oder Luftballon

Die tanzenden Bälle
Station: Schnur-Segen für Familie

Stationsbeschreibung:
Immer wieder gibt es Zeiten in der Familie, in der Herausforderungen so groß sind, dass ein Geduldsfaden reißen kann oder die Beziehung einen Bruch erlebt. Um sich immer wieder an das Gemeinsame zu erinnern und neue Knoten in zerrissene Schnüre zu binden, gibt es einen Segen für jede Familie. Die Familien nehmen sich eine Schnur und binden sie zu einem Kreis. Jedes Familienmitglied hält sich dann an dem Schnurkreis fest. Während sie die Schnur halten, wird ein Segen für die Familie entweder vorgelesen oder die Familien dürfen selbst mitsprechen.

Segen:
Gott in unserer Familie läuft nicht immer alles rund wie diese Schnur. Manchmal fällt das Miteinander schwer und die Schnur ist kurz vor dem Zerreißen. Hilf uns, uns gegenseitig festzuhalten und unsere Unterschiedlichkeit zu feiern. Und wenn wir das einmal nicht können – danke, dass du dann uns alle mit unsichtbaren Faden trägst und uns verbindest. Wir gehören alle zu deiner großen Familie. Amen.

Material:
Schnüre für jede Familie, Karte mit Segenstext zum Mitnehmen

Schnur Segen

Station: Windsack

Aufbau der Station:
Die Bänder werden gleich lang zugeschnitten (doppelt so lang, wie sie nachher sein sollen!). Die Bänder werden möglichst eng nebeneinander an den Ring geknotet, so dass beide Enden etwa gleich lang nach unten hängen. Zum Aufhängen des Windsacks werden drei gleich lange Schnüre oben am Ring befestigt und miteinander verknotet. Entweder entsteht ein gemeinsamer Windsack oder jede Familie macht sich einen eigenen. Entsprechend müsst ihr mehr oder weniger Material besorgen.

Stationsbeschreibung:
Beobachtet, wie der Wind mit den Bändern spielt. Den Wind selbst könnt ihr nicht sehen, nur seine Wirkung. So ist es auch mit dem Heiligen Geist. Gott selbst oder den Heiligen Geist können wir nicht sehen. Trotzdem ist die Bibel voller Beispiele, wie Gott Menschen bewegen und verändern kann. Nehmt euch pro Familie ein Band und knotet es an den Hula-Hoop-Reifen. So wie der Wind die Bänder bewegt, möchte auch Gottes Heiliger Geist Bewegung und Veränderung in unser Leben bringen.

Gesprächsimpulse:
Gibt es eine bestimmte Situation oder Gewohnheiten in eurer Familie, für die ihr euch Veränderung wünscht?
Wo wünscht ihr euch, wo wünschst du dir, dass Gott etwas in deinem Leben bewegt?
Was hat Gott in meinem Leben schon gemacht? Woran sehe ich, dass es Gott gibt?

Material:
Hula-Hopp Reifen, bunte Bänder (Seidenbänder, Stoffbänder oder Stoffreste in Streifen geschnitten, Geschenkbänder, dünne Kordeln), Scheren, Schnur zum Aufhängen

yellow air lantern on brown wooden post
Bänder werden an einen Ring geknotet, um dann im Wind zu wehen
Station: Seifenblasen

Stationsbeschreibung:
Hier könnt ihr erleben wie die Luft eine Seifenblase füllt. Der Heilige Geist wird oft mit der Luft oder dem Wind verglichen. Er kann uns so erfüllen, wie dein Atem oder die Luft die Seifenblasen füllt. Wenn die Seifenblasen losschweben, schaut den Seifenblasen nach bis sie zerplatzen.

Gesprächsimpulse:
Was ist der Heilige Geist? Habt ihr eine Idee?
Warum stellen wir uns ihn oft als Luft oder Wind vor?
Habt ihr den Heiligen Geist schon mal erlebt?

Material:
Riesenseifenblasen, normale Seifenblasen, evtl. Seifenblasenmaschine

Station: Trostspender

Stationsbeschreibung:
An dieser Station darf sich jede Familie einen eigenen Taschentuchspender basteln und gestalten.
Ein Video für das Basteln der Box findet ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=jMjyG318NNY

Gesprächsimpulse:
Jesus nennt den Heiligen Geist einmal den Tröster von Gott.
Wann bin ich traurig?
Wer oder was tröstet mich? Rede ich mit anderen Menschen oder mit Gott darüber, wenn ich traurig bin?

white and blue floral tissue box

Material:
Tonkarton, Schablonen für Taschentuchspender, Stifte, Scheren, Bastel-/Flüssigkleber, Material zum Gestalten (Motivlocher, Sticker, Motiv-Papier, Washi-Tape, o.ä.), evtl. kunstvoll gestaltete Verse zur Ermutigung, z.B. Gott sagt: “Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.” (Jes 66,13) oder “Du, Gott, bist allezeit meines Herzens Trost und mein Teil” (Ps 73,26)

Station: Fühlkiste

Aufbau der Station:
Die Fühlkisten werden im Voraus gebaut und befüllt. Dazu ein Griff-Loch in die Kiste schneiden. Den Stoff in mehreren Lagen mit Klebeband vor das Loch kleben und ein paar Streifen einschneiden. Zu jeder Fühlkiste gibt es eine Aufgabe. Zum Beispiel muss ein bestimmtes Tier durch Ertasten aus mehreren Tieren herausgefunden werden (Gegenstände erkennen). Ihr könnt auch in einer Kiste voller Holzkugeln eine Murmel verstecken, die gefunden werden muss (verschiedene Materialien unterscheiden) oder Zähl-Aufgaben stellen – wie viele Wäscheklammern sind in der Kiste?

Gesprächsimpulse:
Wenn das Licht fehlt, müsst ihr euch plötzlich auf eure anderen Sinne verlassen. Welche Sinne braucht ihr dann besonders?
Habt ihr schon mal eine Nachtwanderung gemacht oder wart gemeinsam in einer dunklen Höhle?
Fühlt ihr euch im Dunkeln wohl? Wer mag lieber nicht alleine im Dunkeln sein?

Material:
Schuhkartons oder Windelkartons, Cutter, doppelseitiges Klebeband, blickdichter Stoff als Vorhang; für die Füllung der Kisten: Verschiedene Gegenstände (z.B. kleine Spielsachen wie Schleichtiere)

Station: Salz schmecken

Stationsbeschreibung:
Auf einem Teller liegt eine Natur-Reiswaffel. Auf einem anderen Teller eine Reiswaffel mit Butter und Salz. Von beiden Tellern darf probiert werden.

Gesprächsimpulse:
Findet ihr heraus welche Waffel mit Salz und welche ohne Salz ist?
Wie schmeckt die Reiswaffel mit Salz und wie ohne? Was schmeckt dir besser?
Was verändert das Salz?

Material:
Teller, kleine Reiswaffeln gesalzen und ungesalzen

girl licking jar selective focus photography
Station: Salzexperiment – Münzgeld-Wäsche

Stationsbeschreibung:
Etwa 100 ml Essig und 3 TL Salz in ein Glas geben und gut verrühren, bis das Salz aufgelöst ist. Jetzt das Münzgeld (am besten Kupfer-Münzen) in das Bad geben. Etwas umrühren, herausfischen und abtrocknen. Das Geld glänzt wie neu! Aber Vorsicht: nicht zu oft wiederholen, die Münzen werden jedes Mal auch ein klein wenig dünner.

Gesprächsimpulse:
Salz hat für das Kupfer eine reinigende Wirkung.
Wo können wir helfen, dass Dinge wieder „sauber“ werden, also in Ordnung gebracht werden?

Material:
Branntweinessig, Salz, Glas, Löffel, Küchenpapier oder Geschirrtuch

Feierzeit

Impuls

Salzglas wird gezeigt (Anleitung siehe unten)

Wisst ihr, was hier passiert ist? (Familien raten lassen) Hier hat man ein bisschen Wasser mit viel Salz gemischt und tagelang abgewartet und jetzt ist ein wunderschönes Windlicht entstanden. Aber das ist nicht von heute auf morgen passiert. Das hat ganz viel Zeit gebraucht. Ganz am Anfang sah es noch so aus (ein Glas von Tag 1 zeigen). Und dann ist nach und nach das Salz hochgeklettert und hat das Glas verwandelt. Salz muss wachsen. In der gesamten Kirche Kunterbunt ging es um die Salzmenschen und wie wir selbst zu Salzmenschen werden können – zu Menschen, die Positives in diese Welt hinein streuen und diese Welt schöner, leuchtender, heiler machen. Aber das geht nicht automatisch, das geht nicht zack-zack. Das braucht Zeit. So wie die Salzkristalle nach und nach hochwachsen, so dass das Licht in dem Glas strahlen kann, so dürfen wir auch wachsen. Und wie passiert dieses Wachsen? In einigen Stationen ging es heute bei der Aktiv-Zeit um den Heiligen Geist. Wisst ihr, was der Heilige Geist auch macht? Er stupst uns an, er zeigt uns, wo etwas nicht richtig liegt. Und er kann uns motivieren, dann wie das Salz in dem Glas zu wachsen. Dieses Anstupsen kann so aussehen, dass wir feststellen: Irgendwie mag ich gar nicht, dass andere Menschen meine Sachen mitbenutzen, und irgendwie mag ich gar nicht teilen. Aber ich will das Lernen mehr zu teilen, so wie mit dem Samenherz (Samenherz zeigen). Oder man wird angestupst, wenn man gerade Streit hat und darf so wie bei der Flussüberquerung lernen, es gemeinsam zu machen und wieder eine zerrissene Schnur zusammen zu knoten (Schnur zeigen). Der Heilige Geist kann uns anstupsen, so dass wir wachsen können. So wie Salz in dem Glas. Macht doch gerne alle einmal eure Hände auf eure Herzen und hört, wie sie schlagen. Ihr spürt, dass sich da etwas bewegt. Und jetzt seid mal kurz still, hört wie euer Herz schlägt, und hört mal hin, ob es irgendetwas gibt, wo ihr angestupst werdet: wie könnt ihr zu einem Salzmenschen wachsen? Gibt es irgendetwas Kleines, was ihr dafür tun könnt? (kurze Stille) Und wenn es etwas gibt, dann dürft ihr mutig sein und es tun, weil Gott mit euch ist. Und wenn euch gerade nichts einfiel, dann ist auch das okay. So wie das Salz tagelang das Glas hochkrabbelt, so dürfen auch wir Zeit mit uns haben.  Zeit mit den Anderen haben und Gott – der hat auch Zeit und Geduld mit uns. Wenn das Salz hochgeklettert ist und ganz oben an dem Glas ist, dann kann das Licht umso heller strahlen und verbreitet sich. So passiert das mit dem Salz – es verbreitet sich, es vermehrt sich. Aus unseren kleinen wenigen Schritten wird ein helles Licht. Salz wächst und durch das Licht verbreitet es sich.

Salzglas

Salz-Pfeffer-Fürbitte

Gott, wir haben in unserem Leben Salz (hochheben und zeigen) und Pfeffer (hochheben und zeigen).
In unserer Welt gibt es Schönes, Positives, Helles wie das Salz und es gibt Dunkles, Schweres wie den Pfeffer.
Wir bitten für die einzelnen Pfefferkörner in der Welt, die uns begegnen.
(Stille lassen – jede Person überlegt, wo in der Welt negatives begegnet)
Wir bitten dich für… (Pfeffer in eine Schüssel gestreut)
Du hörst uns und kennst jedes einzelne Pfefferkorn. Wir bitten dich für das Salz, das uns begegnet.
Dass es immer mehr ist als der Pfeffer – dass das Helle, das Dunkle verdrängt.
Wir danken dir für…. (Salz in eine Schüssel gestreut)
Du schenkst uns Salz – danke dafür. Amen.

Material:
Pfeffer- und Salzstreuer oder alternativ, eine schwarze und eine weiße Karte (je nach Familie und Materialaufwand kann jede Familie Salzstreuer und Karte bekommen oder symbolisch für alle etwas in der Mitte liegen)

Salz-Segen

Mit einem Salzstreuer streut sich jeder ein bisschen Salz in die Handfläche.
Schaut euch die Salzkörner in eurer Hand genau an. Jedes Salzkorn ist anders – ein ganz einzigartiges Kristall.
Gott, der Vater, der dich wunderbar und einzigartig wie jedes Salzkorn geschaffen hat, segne dich.
Befeuchtet nun einen Finger und dippt in euer Salzhäuflein. Dann schleckt euren Finger ab.
Jesus, der Sohn, der in dir und bei dir ist, gebe dir die Kraft Salz zu sein in deinem Alltag.
Gott, der Heilige Geist schenke, dass dein Leben Bedeutung bekommt und dein Salz seine Wirkung entfaltet.
Jetzt das restliche Salz von der Handfläche pusten.
So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Material:
Salzstreuer

Liedvorschläge:
  • Salz und Licht Lied (Sebastian Cuthbert, Dania König)
  • Sei mein Licht/My Lighthouse (Rend Collective, Deutsch: Klaus Göttler)
  • Licht leuchtet auf (Worship Family – feat. Steffi Neumann & MAL ANGENOMMEN)
  • Wir glauben an Gott, den Vater (Daniel Kallauch)
  • Gottes kleine Helden (Bastian Basse, Hoffnung kommt von Hüpfen. Das Liederbuch, Luther-Verlag, Bielefeld 2019, Lied Nr. 14)
  • Jeder kann was (Sebastian Rochlitzer, Ich stell die Welt auf den Kopf. Liederheft, Gerth Medien, Asslar 2021, Lied Nr. 6)
  • Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 76)
  • Superstar (Mike Müllerbauer, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 44)
  • Volltreffer (Daniel Kallauch, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 43)
  • Tragt in die Welt nun ein Licht (Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend, S. 70)

Essens-Zeit

  • Salzkuchen: Salzkuchen ist ein dünnes, würzig belegtes Brot, ähnlich wie Flammkuchen, Zwiebelkuchen, Quiche Lorraine oder Pizza. Bei der Zubereitung gibt es regionale Unterschiede. In der einfachsten Variante wird Hefeteig dünn ausgerollt, gebacken, noch warm mit zerlassener Butter bepinselt und mit Salz und Kümmel bestreut.
  • Salzkartoffeln: Salzkartoffeln sind geschälte und in Salzwasser gekochte Kartoffeln. Die ähnlichen Pellkartoffeln werden abweichend in ihrer Schale gekocht. Sie gehören zu den traditionellen Beilagen vor allem der deutschen Küche.
  • Salzfleisch: Das Garen im Salzmantel oder in der Salzkruste ist ein traditionelles, besonders schonendes Verfahren zur Zubereitung empfindlicher Zutaten, vor allem von Fischen und Geflügel, aber auch von zartem Fleisch. So zubereitete Gerichte sind sehr saftig und mildaromatisch, die poröse Kruste erlaubt zugleich ein Bräunen der Oberfläche.

Idee für zu Hause

Salzlicht

Erklärung:
Füllt ca. 1 cm grobes Salz in das Marmeladenglas und gießt ein wenig Wasser hinzu. Verrührt das Ganze gut. Dann stellt es an einem warmen Ort. Nach ein paar Tagen könnt ihr das Hochwandern der Salzkristalle an der Glaswand beobachten. Wenn das Salzlicht vor Ort gebastelt wird, kann die Salzlösung im Glas angemischt werden. Danach wird der Deckel draufgeschraubt. Zu Hause wird das Glas dann an einen warmen Ort gestellt und nicht mehr bewegt

Material:
Marmeladenglas, Salz, Wasser, evtl. Beschreibung

Gemeinsam als Reisegruppe erlebt ihr einen interaktiver Weihnachtsweg mit den Bethlehemtours DELUXE”. Dieser kann sowohl in einem Ort an verschiedenen Stationen oder auch im Wald, Park etc. durchgeführt werden.  

Im Folgenden sind die Texte für die unterschiedlichen Stationen beschrieben. Für die Gestaltung und Dekoration der Stationen sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.  

Die Schauspieler brauchen den Text nicht auswendig lernen, es reicht, wenn der Inhalt vermittelt wird. Die eigne Persönlichkeit kann dabei gerne mit eingebaut werden.  
Eine entsprechende Verkleidung, um die Rolle etwas anschaulicher zumachen, ist hilfreich. 

  • Reiseleiter: 
  • Gerda:  
  • Gunter:  
  • Hans-Jürgen:  
  • Karl:  
  • Seitenumbruch 

Station 1: REISELEITER  

„HALLO! HALLO! Willkommen bei ,Bethlehemtours DELUXE’, dem ultimativen Reiseunternehmen mit dem gewissen Extra.  

Zuerst ein paar Sicherheitshinweise: Aufgrund behördlicher Auflagen ist es Ihnen nicht gestattet, sich einer anderen Gruppe anzuschließen. Bitte bleiben Sie in unmittelbarer Nähe zu Ihrer Gruppe. Folgen Sie den Anweisungen umgehend. Zuwiderhandlungen müssen leider sanktioniert werden. Das selbststände Überqueren von Straßen ist nicht zulässig.  

So, nach diesem unschönen, aber leider wichtigen Teil kommen wir nun zum Erfreulichen: 

Ich heiße Sie alle herzliche Willkommen bei dieser besonderen Tour durch unser beschauliches Örtchen Bethlehem. Nun ja, ganz so beschaulich ist es bei Weitem nicht mehr, seit hier vor ein paar Jahren Jesus geboren wurde. Mittlerweile kommen hier Wissenschaftler, gelehrte, Historiker, Politiker, Stars und Sternchen und andere Interessierte zu Hauf. 

Aber bei Bethlehemtours DELUXE bekommen Sie nicht nur den Zutritt zu allen historischen Orten, NEIN, bei uns erhalten Sie die einmalige Gelegenheit, direkt von Augenzeugen die ganze Geschichte zu erleben. 

Ich bitte Sie nun, mir zu folgen.  

Sie sehen hier unsere berühmte Gerda. Gerda betreibt mit ihrer Familie die Herberge „Zum störrischen Esel“, benannt nach ihrem UrUrUrgroßvater. Gerda, nun erzähl doch mal, was damals passierte!“ 

Station 2: GERDA (Wirtin) 

„Tja, also, das war so. Die Hütte war voll. Also so richtig voll. Der Kaiser hatte die Idee, dass er genau wissen wollte, wie viele Menschen in seinem Reich leben. Okay, kann man noch gerade so verstehen. ABER der, der das Ganze dann umsetzen sollte, der war als Kind definitiv mal zu heiß gebadet worden, wenn Sie mich fragen. Statt, dass jeder dort wo er wohnt zum Rathaus geht und sagt, hier bin ich, mich gibt es, musste jeder dorthin zurück, wo er geboren wurde. Mein Bruder, der wohnt jetzt z.B. 158 km entfernt von hier. Der war fast zwei Wochen mit Frau und Kindern zu Fuß unterwegs, nur um zu sagen: ,HALLO, wir leben!‘ Was bitte soll das? Wer zahlt denn bitte den Geschäftsausfall? 

Nun ja, wir Gastwirte dürfen uns da ja eigentlich nicht beschweren, schließlich mussten die Leute ja irgendwo unterkommen und schlafen. Aber ehrlich gesagt, mir hätte ein Bruchteil davon locker gereicht. Und dann kam da diese hochschwangere Frau mit ihrem Mann an. Oh Mann, die tat mir soooo leid. Aber was sollte ich denn machen? Ich hatte wirklich nicht eine einzige freie Ecke mehr im Haus frei. Der ganze Fußboden belegt. Aber sie tat mir so sehr leid. Meine Klara, die kam dann und meinte, dass sie doch in den Stall könnten. Da wäre ja noch Platz und der Gunther hätte morgens sogar ausgemistet und neu eingestreut. Ich hab´s ihnen dann angeboten und irgendwie bin ich schon echt froh, dass sie es angenommen haben. Aber geht doch mal zum Gunther, der wohnt gar nicht weit von hier, der kann euch da mehr erzählen.“ 

REISELEITER  

… führt die Gruppe weiter. 

„Und da wären wir auch schon, der gute Gunter ist hier im Städtchen bekannt wie ein bunter Hund. Wenn es irgendwas zu reparieren gibt, Gunter ist Ihr Mann. Nur mit dem Reden, da hat er´s nicht so. 
Hallo Gunter, es geht um die Sache damals, mit der schwangeren Frau im Stall, erzähl doch mal!“ 

Station 3: GUNTER (STALLKNECHT)/REISELEITER 

GUNTER: „Ja, die war schwanger, gell.“ (Schweigen) 

REISELEITER: „Ja, und weiter?“ 

GUNTER: „Ach so, soll ich mehr erzählen?“ 

REISELEITER: „Wäre schon nett!“ 

GUNTER: „Ja, also, die hat dort ihr Kind geboren.“  (Schweigen) 

REISELEITER: „JA?!“ 

GUNTER: „Der kleine Fratz hat ganz schön geschrien. War ordentlich laut.“ (Schweigen) 

REISELEITER: „Gunter, jetzt lass dir doch nicht jeden Popel einzeln aus der Nase ziehen!“ 

GUNTER: „Niedlicher Fratz war das. Hat einen angeschaut und man musste ihn lieb haben. Der Blick geht einen nicht mehr aus dem Herzen raus. Wünschte, jeder hätte ihn sehen können. Das hat einen irgendwie verändert! Aber genug geredet, fragt doch den Hans-Jürgen, der wohnt doch die Straße gerade runter.“ 

REISELEITER  

… animiert zum Weitergehen zu Hans-Jürgen 

Station 4: HANS-JÜRGEN (Hirte):  

„Ei, schau mal, wer ist denn da alles gekommen. So viele Leute. Die sehen ja fast so aus wie meine Schafherde. Ihr seid bestimmt gekommen, um zu erfahren, wie das damals war.  
Hach, schön war´s, und aufregend und komisch und völlig logisch und irgendwie alles auf einmal. Erst saßen wir wie jede Nacht auf dem Feld. Schafe hüten. Nachts geht da manchmal die Post ab. Wenn du nicht aufpasst, dann schleicht sich da ein Wolf an und zack, holt der sich nicht nur ein Schaf, ne, der reißt gleich die halbe Herde. Aber in der Nacht, war wirklich alles anders. Schwebt da doch plötzlich so nen Typ vom Himmel runter. HALLO, ich hatte so was von Angst. Ich hätte mir echt fast ins Hemd gemacht. Aber, als er den Mund aufmachte, da war´s aus mit der Angst, da war irgendwie nur noch Vorfreude. Eine Freudenbotschaft brachte er uns, Christus, der HERR und Retter ist geboren und wir Hirten sollten ihn als Erstes besuchen. Und dann ging die Post erst richtig ab. Ich sag´s euch, selbst das größte Rockkonzert kommt da nicht ran. Der ganze Himmel, ja, ich meine der GANZE Himmel war voll mit Engeln, die anfingen zu singen. WOAAAAHHHH, das war WOAAAAHHHH! 
Wir also hin nach Bethlehem, Baby suchen. War nicht schwer zu finden. Irgendwie wussten wir einfach, wo wir hinmussten. Und da lag der Kleine. Ganz genauso, wie der Engel es gesagt hatte. Und wir alle, mit unserer großen Klappe, waren plötzlich still. Wenn ich ehrlich bin, mir sind plötzlich Tränen gelaufen. Ich mein, der hat einen angeschaut und man war plötzlich wertvoll. Ja, sogar als Hirte. Nicht mehr der letzte Blödmann, der eh keine Ahnung hat und nix zu melden hat. Neeee, der wusste, wer man ist, so ganz innen drin. So klein der war, der kannte einen. Und obwohl er noch nicht reden konnte, hat er einem gesagt, dass er einen liebt und das man wertvoll ist, auch wenn man nur Hirte ist und kein Abitur gemacht hat. 
Da waren dann noch ganz viele andere gekommen im Laufe der Wochen. Sogar so nen paar Typen von ganz weit her. Aber die sind im Grand Hotel abgestiegen. Könnt ja mal meinen Schwager, den Karl fragen, der ist dort Türsteher.“ 

REISELEITER  

… animiert zum Weitergehen zu Karl 

Station 5: KARL (Türsteher) 

KARL: (spricht mit französischem Akzent) „Bonjour mesdames et messieurs! Herzlich willkommen im Grand Hotel, dem ersten Haus am Ort. Hier werden Ihnen alle Wünsche erfüllt, großzügige Zimmer, hervorragender Service, beste Gesellschaft! Nur hier im Grand Hotel. Ein gut gefüllter Geldbeutel wäre von großem Vorteil. Was kann ich für Sie tun?” 

REISELEITER: „Ähm, ja also, sind SIE Karl, der Schwager von Hans-Jürgen? Es geht um die Sache damals mit dem Baby.” 

KARL (plötzlich in normalem Deutsch): „Ja, klar, warum haben Sie das denn nicht gleich gesagt? Ja, das war damals schon ne spannende Geschichte. Ganz ehrlich, so vornehm, wie der Schuppen hier tut, ist er beileibe nicht. Beste Gesellschaft? Das ich nicht lache. Hier steigen hauptsächlich Ganoven ab, die von irgendwo auf dunklem Wege ihr Geld ergaunert haben. Da geht lieber zur Gerda vom Gasthof ,Zum störrischen Esel‘. Nicht ganz so vornehm, aber wenigstens brave Leute.  
Aber damals, da sind mal wirklich ein paar vornehme Herren abgestiegen. Kamen von weit her, lauter Gelehrte. Die waren ne ganz andere Hausnummer, als die Typen, die hier sonst kommen. Haben immer von Sternen und so gesprochen. Und hier in Bethlehem, da soll ein ganz Besonderer sein. Ja, dass da einer total hell strahlt, das haben selbst wir Bethlehemer mitbekommen, aber dass der was Besonderes sein sollte … 

Auf jeden Fall sind die hier nur ganz kurz gewesen, sie hatten so ein Schreiben von König Herodes dabei, dass der König alle Kosten übernimmt. Da hat sich unser Chef natürlich gefreut. Die Sterndeuter waren aber ehrlich gesagt nur eine einzige Nacht hier, auch wenn der Chef bestimmt zwei Wochen abgerechnet hat. Haben übernachtet und haben mich dann gefragt, ob ich von einem neugeborenen König wüsste. NÖ, wusste ich nicht. Das einzige Baby war das im Stall von der Gerda. Wobei da ein Kommen und Gehen war, und das nur wegen einem Baby. 

Ich hab sie dann hingeführt, aber was dann abging. Die kommen in den Stall, stehen kurz da und dann knien sich diese weisen Männer einfach hin. So, mitten in den Stall, ins Stroh und na ja, was da sonst noch so auf dem Boden liegt. Und dann haben sie dem Baby Geschenke gemacht, aber was für welche. Keine Ahnung, was ein Baby damit soll, aber wertvoll waren die auf jeden Fall. Und dann hat mich der kleine Fratz angeschaut. Ganz tief in die Augen, nee, eigentlich bis ganz ins Herz. Als wir raus sind aus dem Stall, haben wir uns angeschaut und keiner musste ein Wort sagen: DAS WAR DER NEUE KÖNIG! MEIN KÖNIG! Ich wollte und will keinem anderen König dienen! Kann ich euch übrigens nur empfehlen. Nen Besseren werdet ihr nämlich nirgends finden. So, muss jetzt mal wieder los zum Dienst. Macht´s gut. Ach so, ich hab gehört, da bissle weiter gibt es heute ein kleines Fest. Vielleicht habt ihr ja Lust?” 

REISELEITER 

Reiseleiter führt die Gruppe zum Ort, wo dann z.B. ein Lagerfeuer brennt oder der Raum schön hergerichtet wurde, ein bisschen Punsch, Plätzchen, Brezeln, etc. bereitsteht.  

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