SOS-Affenalarm, die Affen sind los! Die Affen sind ausgebrochen und müssen schnell wieder eingesammelt werden, bevor etwas Schlimmes passiert.
Die Mitarbeitenden (Affen) sind auf dem ganzen Gelände verteilt. Die Kinder sollen in Gruppen die Mitarbeitenden einsammeln und ins Lager zurückbringen. Die Mitarbeitenden wollen aber nicht! Jeder/jede Mitarbeitende kann nur auf eine bestimmte Art überzeugt werden, der Gruppe zurück ins Lager zu folgen. Gemeinsam sollen die Kinder herausfinden, wie sie den/die Mitarbeitende überzeugen können, ihnen zu folgen damit so viele wie möglich von ihnen gerettet werden können.
1. Begrüßung
2. Spielerklärung
Hungriger Affe: Dieser Affe ist hungrig und kommt nur mit, wenn man ihm etwas zu essen bringt
Sport-Affe: Dieser Affe liebt Sport und folg der Gruppe nur, wenn sie gemeinsam Sport machen.
Musik-Affe: Dieser Affe macht sehr gerne Musik und folgt den Kindern nur, wenn sie gemeinsam singen (bestenfalls tanzen sie auch).
Farb-Affe: Dieser Affe liebt Farben und wünscht sich, dass die Kinder ihm irgendetwas in einer schönen Farbe bringen, dann folgt er ihnen zurück ins Lager.
Parcours-Affe: Dieser Affe ist immer aktiv und möchte, dass die Kinder eine seiner Challenges bewältigen.
Bastel-Affe: Dieser Affe ist sehr künstlerisch und möchte von den Kindern entweder Bastelutensilien oder ein Kunstwerk bekommen, bevor er sie ins Lager begleitet.
Besties: Hier sind 2 Affen unzertrennlich und gehen nirgends getrennt mit. Hier müssen 2 Gruppen zusammenarbeiten. Jede Gruppe begleitet einen Affen zurück ins Lager.
Angst-Affe: Dieser Affe ist sehr scheu und an ängstlich. Man muss sehr ruhig und nett zu ihm sein, damit er der Gruppe ins Lager folgt.
Gelähmter Affe: Dieser Affe kann nicht mehr laufen und muss getragen/gestützt werden, um ins Lager zu kommen.
Gedicht-Affe: Dieser Affe ist sehr poetisch und kann nur durch Reime überzeugt werden, der Gruppe ins Lager zu folgen.
Blinder Affe: Dieser Affe kann nicht gut sehen und braucht Hilfe von der Gruppe, um ins Lager zu finden.
Lauf-Affe: Dieser Affe läuft so lange weg, bis die Gruppe ihn gefangen hat.
Tipp: Sagt im Lager Bescheid, welche “Macke“ ihr als nächstes nutzen wollt. Die Person im Lager behält den Überblick, damit nicht unbedingt zweimal dieselbe Fähigkeit gleichzeitig auf dem Feld ist. (nicht zwingend nötig)
Das Spiel hat kein festes Ende, wenn die Leitung keines vorgibt. Wenn es euch passend erscheint, dann beendet das Spiel und versammelt alle Gruppen an einem Ort, um die Auswertung zu verkünden. Es ist euch selbst überlassen, wie die Platzierungen verkündet werden, aber die Kinder wissen meistens gerne, welches Team die meisten Affen gesammelt hat.
Die andere Möglichkeit:
Es ist keine Pflicht, die Affengeschichte zu verwenden. Die “Macken” der Mitarbeitenden können einer Geschichte individuell angepasst werden.
Beispiel 1: Sanitöter
Es gab einen großen Unfall mit vielen orientierungslosen Verletzten. Die Verletzten müssen schnell versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden. Einige müssen beim Gehen gestützt werden, andere brauchen einen Verband oder ein Pflaster.
Beispiel 2: Kamele sind entlaufen
Die Kamele sind entlaufen und ein Wüstensturm kommt immer näher. Die Kamele müssen schnell überzeugt werden, wieder ins Lager und in Sicherheit zu kommen.
Randnotiz:
Bei diesem Spiel ist es wichtig, dass die Mitarbeitenden die Gruppendynamik im Griff behalten und bei Schwierigkeiten möglicherweise die “Macke” so anpassen, dass die Situation unauffällig geklärt werden kann.
Wir reisen in den Wilden Westen. In eine Zeit, in der die Menschen noch kein Internet und keine Telefone hatten. Wenn sie Nachrichten übermitteln wollten, mussten sie Briefe schreiben. Diese Briefe wurden von Postreitern in die entlegensten Orte gebracht. Aber die weite Prärie lauerte voller Gefahren. Banditen waren unterwegs, um die Postreiter zu überfallen und wichtige Briefe oder die manchmal kostbaren Inhalte der Briefe abzufangen.
Als Postreiter-Team so viele Briefe wie möglich richtig auszuliefern. Das Team, das die meisten Briefe richtig zustellt, gewinnt.
Die Gruppe wird in die entsprechende Zahl der Teams eingeteilt. Das Spiel wird mit folgenden Regeln erklärt:
Das Spiel endet entweder wenn ein Team alle Briefe ausgetragen hat oder wenn die festgesetzte Zeit abgelaufen ist. Anschließend wird ausgezählt, welches Team die meisten Briefe richtig ausliefern konnte.
Auf einem kleineren Gelände mit einer kleineren Gruppe ist das Spiel erfahrungsgemäß nach ca. 15 Minuten um, weil eine Gruppe alle Briefe ausgetragen hat. Dann können weitere Runden gespielt werden, bei der ggf. die Briefkästen neu verteilt werden.
Bei einem größeren Spielfeld mit weiteren Wegen verlängert sich die Spielzeit entsprechend.
Variante:
Das Spiel kann auch als einfaches Suchspiel (ohne Banditen) gespielt werden. Dann geht es nur darum möglichst schnell die richtigen Briefkästen zu finden. Diese Variante funktioniert auch im Haus und mit Vorschulkindern.
Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Vorschlag! Vielleicht passt manches nicht zu eurer Situation und eurem Frömmigkeitsstil. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben, selbst zu denken. Das könnt ihr mit dieser hier vorgestellten Einheit auch tun. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behalte das Gute!”
Bringt eure Last – wir reisen mit dem Weltgebetstag um die Welt nach Nigeria
Wir freuen uns, wenn ihr mit eurer Kirche Kunterbunt den Weltgebetstag Nigeria feiert. Für Rückmeldungen bis 30.03.2026 sind wir dankbar. Sendet uns dazu eine Mail mit dem Stichwort „Kirche Kunterbunt Weltgebetstag Nigeria“: weltgebetstag@weltgebetstag.de. Schickt gerne ein Foto von eurer Aktion mit und erzählt, was ihr wie gut nutzen konntet. Danke!
Wir verwenden im Entwurf das „Du“ und hoffen, dass das für euch passt.
Euer ökumenisches Team, das diese Kirche Kunterbunt entworfen hat:
Martina Fuchs, Pastoralreferentin und Referentin im Fachbereich Ehe und Familie, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart
Manuela Gouget, Diakonin für die Arbeit mit Kindern & Familien, Evang. Kirchenbezirk Freudenstadt
Mona Kuntze, IT-Dienstleisterin und Mitglied im Vorstand des Deutschen Weltgebetstags-Komitees, Soest
Simone Schreiber, Lehrerin für Deutsch und Religion und Kirche-Kunterbunt-Begeisterte, Bad Urach

Kommt! Bringt eure Last – wir reisen mit dem Weltgebetstag um die Welt nach Nigeria
Familien lernen kennen, was Menschen in Nigeria beschäftigt und wie sie mit ihren Sorgen umgehen. Daraus entwickeln sie Ideen, was ihnen bei ihren Sorgen helfen könnte.
Der Entwurf ist entstanden für den Weltgebetstag aus Nigeria, der am 06.03.2026 gefeiert wird. Immer am ersten Freitag im März wandert das Gebet um die ganze Welt und quer durch alle Konfessionen. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem andern Land den Gottesdienst vor. Schon seit ca. 100 Jahren wird der Weltgebetstag weltweit gefeiert. Dabei werden oft auch Spenden gesammelt für Projekte im Weltgebetstagsland und in anderen Ländern, die das Leben von Frauen und Kindern verbessern sollen. Der Weltgebetstag ist nicht nur ein bestimmter Tag, sondern eine dynamische Bewegung von Frauen und Mädchen für alle. Deshalb kann man zum Weltgebetstag das ganze Jahr über Veranstaltungen machen. Diese Kirche Kunterbunt zum Weltgebetstag Nigeria kann man auch gut zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr feiern, z.B. vor Ferien, wenn Familien auf Reisen gehen. Denn das Thema Reisen soll der Rahmen für die Kirche Kunterbunt zum Weltgebetstag sein. Jedes Jahr kann man so mit der Kirche Kunterbunt in ein neues, aufregendes Weltgebetstagsland reisen. Dazu kann gerne ergänzend das Heft „Bausteine Kindergottesdienst“ des Weltgebetstag genutzt werden, das für ca. 2€ erworben werden kann (https://www.chrismonshop.de/weltgebetstag-der-frauen-deutsches-komitee-e.-v.-bausteine-kindergottesdienst-5269.html, alternativ auch als Download erhältlich).
Reisen kennen viele Familien: sie verreisen in den Urlaub, mal ganz weit mit dem Flugzeug, oder machen Entdeckungsreisen in der Nähe. Sie sind neugierig auf das Fremde in der anderen Kultur, auf das andere Essen, die andere Sprache, die andere Religion…
Zu jedem Weltgebetstag gibt es ein bestimmtes Motto, das aus der Bibel stammt. Für den Weltgebetstag aus Nigeria stammt das Motto „Kommt! Bringt eure Last“ aus Matthäusevangelium (Mt 11, 28-30): „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Der Glaube an Jesus Christus bewahrt uns zwar nicht vor den Lasten des Lebens, aber er kann Vertrauen schenken, dass Jesus unser Joch mitträgt, unsere Last so leichter wird und wir zur Ruhe kommen können. Diese Erfahrung kann uns ermutigen, anderen Menschen in unserer Nähe und weltweit zu helfen, ihre Last zu tragen.
Die Familien begeben sich im Rahmen des Weltgebetstags auf eine Reise durch die Welt mit dem Ziel Nigeria. Dieses Gefühl wird direkt beim Ankommen vermittelt.
Dazu einige Ideen:
Auf die Reise, fertig, los
Jemand aus dem Team spielt eine*n Flugbegleiter*in oder Rieseleiter*in und leitet die Familien an. Gerne auch mit passender Kleidung. Die Familien bekommen einen Reisepass, den sie ausfüllen (Vorlage Reisepass s. Dokument Materialsammlung). Der Reisepass enthält Platz für Stempel, die sie bei den Stationen später sammeln können, ähnlich wie Stempel bei der Einreise in ein Land.
Der Geschmack der Jackfruit
Ladet die Familien auf einen exotischen Willkommens-Drink ein: Mischt aus gleichen Teilen ein Getränk aus Papaya-, Mango- und Bananensaft. Je nach Geschmack kann auch ein Spitzer Zitrone ergänzt werden. Gekühlt und mit Eis genießen. Saft kann man zwar keinen aus der Jackfruit machen, aber diese Frucht ist vielseitig einsetzbar, z.B. auch als Fleischersatz.
Funfact zur Jackfruit
Die Jackfruit gehört zur Familie der Maulbeergewächse und wächst auch in Nigeria. „Optisch liegt die Jackfruit irgendwo zwischen Riesenlitschi und Gürteltier mit Noppen außen auf der Schale. Doch das wirklich Ungewöhnliche ist nicht ihr Aussehen. Es ist die Größe. Die Früchte des Jackfruitbaums können bis zu einen Meter lang und zwischen 40 und 50 Kilogramm schwer werden. Damit sind sie definitiv Weltrekordhalter als schwerste und größte Baumfrucht auf diesem Planeten.“
(https://www.geo.de/wissen/ernaehrung/jackfruit–was-kann-der-fleischersatz–30423700.html, 13.11.25)
Namensschilder in Form der Jackfruit
Material: Tonpapier in grün (alternativ: Moosgummi), Schere, doppelseitiges Klebeband zum Befestigen an der Rückseite, Filzstift.
Nach dem Ankommen geht es gemeinsam weiter:


Zielgedanke
Die Familien lernen die unterschiedliche Bedeutung von Begriffen in verschiedenen Dialekten kennen und lernen, dass sich verständigen mehr ist als die richtigen Vokabeln zu verwenden.
Material/Vorbereitung
Druckt das Quiz auf dickerem Papier aus und schneidet die einzelnen Dreiecke aus. Legt die Wörter in Großbuchstaben auf einem Tisch aus. Mischt die anderen Karten „päckchenweise“ und gebt sie an die Familien zum Zuordnen. Auf normalem Papier, evtl. auch kleiner ausgedruckt, haltet ihr die Lösung für die Familien bereit.
Stationsbeschreibung
In Nigeria gehören die Menschen vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen an. Innerhalb dieser Gruppen wird oft eine eigene Sprache oder ein eigener Dialekt gesprochen. Insgesamt gibt es mehr als 500 verschiedene Sprachen und Dialekte in Nigeria! Die Amtssprache ist Englisch. In der Schule lernen alle Kinder Englisch.
Auch bei uns klingt die deutsche Sprache nicht überall gleich, weil es verschiedene Dialekte gibt. Manche Wörter haben in unterschiedlichen Gegenden andere Bedeutungen. Ein Pfannkuchen ist z.B. in Berlin etwas anderes als in Süddeutschland. Und für manche Dinge gibt es mehrere Begriffe.
Um dem ein bisschen auf die Spur zu kommen, haben wir ein kleines Quiz für euch vorbereitet.
Auf dem Tisch sind Kärtchen mit Worten in Großbuchstaben verteilt. Nehmt euch ein Päckchen mit weiteren Kärtchen. Zu jedem in Großbuchstaben geschriebenen Wort gibt es drei passende Begriffe aus unterschiedlichen Dialekten. Versucht, die Begriffe zuzuordnen. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr euer Ergebnis mit der Lösung vergleichen.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Was könnt ihr machen, wenn ihr euch irgendwo nicht so gut verständigen könnt? Und was macht ihr, wenn ihr euch trotz der gleichen Sprache nicht gut versteht?
Zielgedanke
Die Familien steigen in das Thema „Teilen“ ein und lernen die spezifischen Herausforderungen Nigerias kennen.
Material/Vorbereitung
ein großes Stück Stoff (ca. 1,5 x1,5 m), feiner Sand (z.B. Vogelsand aus Tierhandlung), schlichte Holzfiguren, ggf. kleiner Rechen, 2-3 Schafe (z.B. von Playmobil), grüne Papierstreifen als Hirse, Schokoladen-Riegel (z.B. Duplo)
Der Sand wird auf dem Tuch verteilt, so dass eine plane Fläche entsteht, dann wird die Geschichte darauf erzählt.
Stationsbeschreibung
Der Norden Nigerias besteht hauptsächlich aus Trockensavanne und ist dementsprechend karg und nur in den Regenphasen fruchtbar. Hier kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Bauern und Hirten: während die Bauern unter erschwerten Bedingungen versuchen Nahrungs- und Futtermittel anzubauen, kämpfen die Hirte auch um ihr Auskommen. Da das Nahrungsangebot auch für die Tiere der Hirten sehr begrenzt ist, kommt es immer wieder dazu, dass die Hirten ihre Tiere auf dem Feld der Bauern grasen lassen, was unrechtmäßig ist. Aus dieser existentiellen Not heraus entsteht ein Konflikt zwischen Bauern und Hirten. Die Geschichte soll die Situation im Norden Nigerias verdeutlichen. Im nächsten Schritt geht es darum, Vorschläge für mehr Gerechtigkeit zu machen. Da diese existenzielle Not für die KiKu-Familien oft sehr weit weg ist von ihrem eigenen Erfahrungsfeld, gibt es zum Abschluss noch eine konkrete Aufgabe zum Thema Teilen (Schokoriegel teilen ohne Hilfsmittel).
Der/die Erzähler*in leitet die Geschichte ein mit folgenden Worten: „Hallo und herzlich Willkommen in Nigeria! Wir schauen heute mal einem Hirsebauern und einem Hirten über die Schulter!“
Bauer: Heute soll es wieder sehr heiß werden! Gut, dass ich schon so früh aufge-standen bin. Jetzt aber einmal kurz durch den Boden geharkt und dann schnell die Hirse aussäen.
(Bauer macht sich emsig an die Arbeit und recht durch den Sand.)
So, jetzt säe ich die Hirse ein! Zum Glück braucht sie kaum Wasser und sehr viel Sonne! Und von der haben wir ja genug. (lacht)
(Bauer sät Hirse ein.)
Wenn alles gut läuft habe ich in 5 Monaten meine Hirse! Die Ernte werde ich dann auch dringend brauchen: meine Familie wächst und ich habe kaum noch etwas vom letzten Jahr. Vielleicht werde ich mir sogar etwas von meinem Nachbar leihen müssen… (geht ab)
(Papier als Hirse wird in den Sand drücken.)
Hirte: (nähert sich langsam den Hirsefeld, Schafe dazu)
Oh, ich bin so erschöpft! Schon wieder ist ein Bach eingetrocknet und die Tiere finden nichts mehr zu fressen. Es ist einfach zu trocken, es wächst nichts mehr.
(jammert) Was soll ich bloß machen? Meine Frau hat letzte Woche unser 7. Kind zur Welt gebracht. (stolz) Einen Sohn! Recht klein ist er und dünn! Ich hoffe, er kommt noch zu Kräften.
(verzweifelt) Aber um meine Frau mache ich mir Sorgen. Sie ist von der Geburt so geschwächt und wir haben kaum noch etwas zu essen zu Hause. Wenn meine Schafe so dünn und klapprig sind, kann ich sie auf dem Markt nicht verkaufen. Da gibt mir niemand etwas dafür! Oh, da wächst ja was! Ohja! (immer freudiger). (enttäuscht) Aber es ist ein Feld! Das gehört jemanden, da kann ich nicht meine Tiere drauf lassen. (Pause)
(Schafe versuchen die Hirse zu fressen)
(energisch) Geht ihr wohl da weg!
(nachdenklich) Andererseits – wenn meine Frau und meine Kinder doch auch Essen brauchen … Und wenn die Schafe doch nur ein bisschen was davon fressen, fällt es vielleicht gar nicht auf…
(Hirte gibt nach und lässt die Schafe fressen)
Bauer: (verzweifelt) Ich habe wirklich keinen Krumen Brot mehr zuhause und mei-ne Kinder schreien nach Essen. Heute muss ich nachsehen, ob die Hirse schon reif ist.
(sieht Hirten und seine Herde, schreit) Was tust du da? Was fällt dir ein! Es ist MEINE Hirse! Weg da!
Hirte: Aber ich brauche auch etwas für meine Tiere! Meine Familie ist hungrig!
Bauer: Aber du kannst dich doch nicht einfach an meinem Feld bedienen! Wo kommen wir denn da hin?
Erzähler*in: Habt ihr eine gute Idee, wie die zwei den Streit lösen könnten?
(Ideen werden genannt.)
Erzähler*in: Vielen Dank für euer Ideen! Die meisten von uns sind keine Hirten oder Bauern. Und trotzdem haben wir mindestens eine Sache gemeinsam: Wir müssen teilen.
Eure Aufgabe ist jetzt Folgende: Teilt diesen Schokoriegel (Duplo) fair und gerecht unter euch auf. Ihr habt keine Hilfsmittel. Los geht’s!
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:

Zielgedanke
Nigeria ist reich an Erdöl-Vorkommen. Erdöl wird auch „schwarzes Gold“ genannt, denn es ist eine dunkle Flüssigkeit, mit der man viel Geld verdienen kann. Aber Förderung und Verarbeitung schaden dem Ökosystem und es steht nur begrenzt zur Verfügung. Die Familien entdecken, in wie vielen Alltagsgegenständen Erdöl steckt und wie sie zu einem nachhaltigen Umgang beitragen können.
Material/Vorbereitung
Tuch oder Tischdecke, Spielzeug-Auto oder eine Tankstelle, Plastiktüte, PET-Flasche, Zahncreme, Kosmetik: Shampoo, Cremes, Duschgel, Make-Up, Jutebeutel/Brotbeutel, Farben/Lacke, Medikamente, Zahnbürste, Kaugummi, Eierkarton, Tupperdose, Badehose/anzug, Strumpfhose
Stationsbeschreibung
Die Wirtschaft in Nigeria lebt vom Verkauf von Erdöl und verarbeiteten Rohölprodukten. Erdöl wird auch „schwarzes Gold“ genannt, denn es ist eine dunkle Flüssigkeit, mit der man viel Geld verdienen kann. Für die Erwachsenen: Rund 45% des Staatshaushaltes wurden 2024 durch Erdöleinnahmen finanziert. Aber leider verschmutzen und zerstören viele Tonnen Rohöl immer wieder das Ökosystem des Nigerdeltas. Wofür braucht man Erdöl eigentlich? Erdöl wird nicht nur zum Tanken und Heizen benutzt, sondern ist auch in vielen Alltagsgegenständen. Überlegt und sortiert, in welchen Gegenständen Erdöl enthalten ist und in welchen nicht. (Die Auflösung findet ihr auf dem Blatt unter dem Tuch). Welche Alternativen könnt ihr verwenden, um Erdöl einzusparen?
| Da steckt Erdöl drin | Da steckt kein Erdöl drin |
| Strumpfhose Badehose Plastikflaschen (PET-Kunststoff) Medikamente: Aspirin, Ibuprofen Shampoo Waschmittel Seife Handy Kaugummi Matratzen, Schaumstoffe | Jutebeutel Eierkarton Glasflasche Wattestäbchen oder Zahnbürste mit Bambus |
Wir können ohne Erdöl nicht leben. Aber wir können versuchen, den Verbrauch zu reduzieren.

Kurz-Info
Erdöl kann zu ganz unterschiedlichen Produkten/Stoffen weiter verarbeitet werden. Diese heißen z.B. Polyamid, Benzol oder Polyurethan. Polyamid wird oft Bekleidungsstoffen beigemischt, weil sich die Stoffe dann auf der Haut angenehmer anfühlen. Benzol wird in der Herstellung von Medikamenten verwendet. Und aus Polyurethan kann man Schaumstoffe herstellen, die z.B. in unseren Matratzen oder Sofas verarbeitet werden.
weitere Infos:
Rund 90% unserer Alltagsgüter werden heute aus Erdöl hergestellt. Denn Erdöl ist eigentlich ein Sammelsurium aus vielen unterschiedlichen Bestandteilen. Mindestens fünfhundert verschiedene Verbindungen, hauptsächlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff, sind darin enthalten. Auch in unserer Kleidung findet sich Erdöl bzw. seine Derivate: Denn oft wird der Baumwolle Polyamid – das ist ein Nebenprodukt aus der Erdölfraktionierung – zum angenehmeren Tragen beigemischt. In hoher Konzentration findet sich Polyamid in den elastischen Fasern von Strumpfhosen, Badesachen und in Sportkleidung.
Und selbst in der Medizin werden häufig Erdölderivate genutzt. Etwa neun von zehn Tabletten werden heute aus Erdöl-Derivaten hergestellt. So ist in einer Aspirin-Tablette zum Beispiel Benzol verarbeitet, ein aus Öl gewonnener Baustein. Und das Schmerzmittel Ibuprofen besteht zu 100% aus Erdölderivaten.
Erdöl ist aber auch in vielen Alltagsprodukten wie Shampoo, Waschmittel, Seife, Haarspray, Zahnbürste, Cremes und Make-Up. Aber auch in Kreditkarten, Fernsehern, Handys und Rechnern. Ein weiteres Nebenprodukt aus Erdöl ist Polyurethan. Es bildet den Ausgangsstoff für Schaumstoffe – zum Beispiel für Matratzen oder Sofas.
Nicht zuletzt ist Erdöl auch in fast allen modernen Kaugummis verarbeitet. Sie bestehen fast ausschließlich aus synthetischen Rohstoffen. Den „Gummi“-Anteil bilden dabei in der Regel Polymere auf Erdölbasis.
Obwohl der Erdöl-Preis im vergangenen Jahr deutlich rückläufig war, ist eines sicher: Die weltweiten Erdölreserven sind begrenzt, irgendwann wird der für das weltweite Wirtschaftsleben so wichtige Rohstoff zu Neige gehen. Darum suchen Forscher weltweit nach Alternativen zum „Schwarzen Gold“. Diese Alternativen könnten das Erdöl eines Tages verdrängen: Elektro statt Benzin, alternative Heizungen (Wärmepumpe), Milchsäure im Plastik, Plastik aus Maisstärke…
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Zielgedanke
Kinder und Erwachsenen probieren eine kunsthandwerkliche Technik aus Nigeria aus und finden heraus, was ihnen hilft, auszuruhen.
Material
Vorbereitung
Wascht die Kissenbezüge einmal vor. Schmelzt das Bienenwachs im heißen Wasserbad. Steckt in jeden Kissenbezug ein Stück Karton als „Schreibunterlage“, damit das Wachs nicht durchdrückt. Tragt auf jeden Kissenbezug mit einem dünnen Borstenpinsel den Schriftzug „Komm, ruh aus“ mit Bienenwachs auf. Achtet darauf, dass die Fläche ca. 15×15 cm groß ist. Nicht größer, damit die Familien später genügend Platz zum Knoten haben.
Bereitet am Tag der Kirche Kunterbunt die Eimer mit den Batikfarben vor, ebenso die Schnüre und die kleinen Kartonstücke für die Namenskärtchen.
Die Familien können an eurer Station die Kissenbezüge noch durch Abbinden bearbei-ten und dann färben.
Während die Farbe einwirkt, können sie an die anderen Stationen weitergehen. Mindest-Einwirkzeit ca. 30 min, gern auch länger. Ggf. könnt ihr danach die gefärbten Stücke in den Farbfixierer geben.
Wascht nach der Einwirkzeit die überschüssige Farbe grob aus.
Gebt den Familien ihre Kissenbezüge in einem Plastikbeutel mit. Zusätzlich benötigen sie noch zwei Einmalhandschuhe und das Kärtchen aus der Materialsammlung. (Es sind mit Absicht vier Seiten vorbereitet. Markiert sie für den Druckauftrag und gebt „4 Seiten pro Blatt“ an und schneidet das bedruckte Blatt auf Postkartengröße zurecht).
Alternativ können die Familien die Kissen mit Stoff-Stiften bemalen, oder ihr bereitet statt der Kissenbezüge Stoffwimpel vor, die an einem Holzstab oder einem dünnen Zweig be-festigt werden können.
Stationsbeschreibung
In Nigeria wie auch in anderen afrikanischen Ländern werden traditionell Stoffe mit kunstvollen Mustern gefärbt. Es gibt ganz viele verschiedene Muster. Teilweise deuten die Muster auf besondere Ereignisse hin, zum Beispiel dass jemand heiratet, oder die Bilder stehen für eine bestimmte Botschaft.
An dieser Station könnt ihr euch einen Kissenbezug batiken. Die Botschaft der Kirche Kunterbunt wird beim Färben sichtbar: „Komm, ruh aus!“ Bestimmt findet ihr daheim ei-nen schönen Platz, z.B. auf dem Sofa, wo euch das Kissen immer wieder zum Ausruhen einlädt.
Nehmt euch einen Kissenbezug. Bindet mit den Schnüren kleine Zipfel ab. Zieht die Schnur dazu richtig fest und verknotet sie gut. Spart dabei die mit Wachs vorbereitete Fläche aus. Nehmt für einen Zipfel eine richtig lange Schnur. Bindet an das Ende der Schnur ein Stück Karton, auf das ihr euren Familiennamen geschrieben habt.
Taucht euren Stoff kurz in das klare Wasser, damit er feucht wird.
Dann sucht euch aus, welche Farbe euer Kissenbezug haben soll und legt ihn in den entsprechenden Eimer. Lasst das Kartonstück aus dem Eimer heraushängen, damit es nicht mit eingefärbt wird.
Am Ende der Kirche Kunterbunt könnt ihr euren gefärbten Kissenbezug mit nach Hause nehmen.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:



Zielgedanke
Im Bibeltext taucht das Wort “Joch” mehrmals auf. „Joch“ gehört bei den meisten nicht zum alltäglichen Wortschatz – auch, wenn es ein mehrfaches Teekesselchen ist (Och-senjoch, Säulen- oder Brückenjoch, Glockenjoch, das Timmelsjoch oder der Jochpass, Jochbein, Tragejoch …). Zu Zeiten von Traktor, Gabelstapler und Rucksack ist uns das Bild vom (Trage-) Joch nicht mehr vertraut. In anderen Regionen der Erde sind Joche bis heute in Gebrauch – als ein Hilfsmittel, mit dem Menschen schwere Wassereimer oder Sandsäcke tragen oder Tiere schwere Wagen ziehen können.
Die Erfahrung, dass durch ein Hilfsmittel Lasten nicht einfach weg sind, diese aber bes-ser und einfacher zu tragen sind, wird an dieser Station spielerisch vermittelt.
Material/Vorbereitung

Stationsbeschreibung
Wisst ihr, was ein Tragejoch ist? Das ist eine Stange, mit der Körbe, Eimer oder ähnliche Behältnisse transportiert werden. Früher war das Tragjoch eines der wichtigsten Trans-portmittel in weiten Bereichen der Welt. Auch heute gehört es noch in einigen Ländern zum Straßenbild. Hier bei uns kennen am ehesten Kanufahrer*innen ein Tragejoch – das kann in der Mitte vom Kanu eingebaut werden, damit man das Kanu tragen kann.
An dieser Station könnt ihr ausprobieren, wie gut ihr Dinge mit und ohne Hilfsmittel tragen könnt.
Aufgaben / Challenges:
Wenn ja, wie lange/weit?
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Zielgedanke
Die Familien erfahren, wie vielfältig die Landschaft in Nigeria ist. Im Barfußpfad erfühlen sie die Vielfalt hier bei uns.
Material/Vorbereitung
Der Barfußpfad wird draußen eingerichtet. Dazu werden zunächst mit den langen Ästen eine äußere Wegumrandung gelegt. Danach werden die einzelnen Felder voneinander abgetrennt und mit den unterschiedlichen Materialien befüllt.
Eine Person bekommt die Augen verbunden und wird von einer zweiten Person durch den Barfußpfad geführt. Dabei ist darauf zu achten, genügend Zeit zum Wahrnehmen und Fühlen zu lassen. Außerdem sollte ein Abstand von mehreren Metern zu dem nächsten Paar gehalten werden.
Alternativ können für den Herbst und Winter im Vorfeld Fühlkisten vorbereitet werden. Auch hier können die verschiedenen Materialien verwendet werden. Hier eigenen sich Schuhkartons, in die in den Deckel ein Griffloch geschnitten wurde.
Stationenbeschreibung
Nigeria ist vielfältig: Während im Norden des Landes Trockensavannen das Landschaftsbild bestimmen, findet sich im Süden die Küstenregion mit ihren Mangroven-sümpfen. Aber auch Regenwald und und ein Hochplateau (bis 1829 m) prägen die Landschaft.
„Ein markantes Merkmal des Landes sind der südwestlich verlaufende Strom Niger und sein südöstlich verlaufender Nebenfluss Benue, die in Nigeria zusammenfließen und im Nigerdelta in den Golf von Guinea münden. Das Nigerdelta gehört zu den größten Flussdeltas der Erde und dehnt sich auf einer Fläche von ca. 70.000km² aus. Das ent-spricht ungefähr der Größe Bayerns.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria 13.11.25)
Auch bei uns ist die Landschaft vielfältig. Das könnt ihr im Barfußpfad erleben. Geht immer zu zwei zusammen. Eine Person bekommt die Augen verbunden und wird von der anderen Person durch den Barfußpfad geführt. Danach kann getauscht werden.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
• Wie war es, über die unterschiedlichen Untergründe zu gehen, ohne etwas zu sehen?
• Was hat dir geholfen, weiterzugehen?
• Hast du immer gleich gewusst, welches Material du unter den Füßen hast?
• Welches hast du als angenehm empfunden, welches nicht? Warum?
Zielgedanke
Die Familien haben die Möglichkeit zur Ruhe kommen, Schweres und Belastendes loszulassen und zu reflektierteren, was ihnen gut tut.
Material/Vorbereitung
Station für eine ruhige Atmosphäre gestalten, z.B. mit Tüchern, Kerzen, einem Kreuz, Sitzkissen, verschiedenen Duftölen (als Riechbar), Steinen, „Spickzetteln“ (siehe Materialsammlung), Stifte für Steine und Papier, evtl. ruhiger Musik.
Stationsbeschreibung
Nicht immer ist das Leben leicht und sorgenfrei. Es gibt Dinge, die wie eine schwere Last auf unseren Schultern liegen und unsere Stimmung niederdrücken können. Das können z.B. Sorgen oder Ängste sein. Wie schön wäre es, wenn wir das einfach wie einen schweren Rucksack am Ende eines langen Tages in die Ecke stellen könnten! „Kommt! Bringt eure Last.“ Dazu lädt Jesus uns ein. „Ich trage sie mit, und ich will euch so Ruhe schenken.“ Die Last verschwindet dadurch nicht. Aber allein das Wissen, dass jemand mitträgt, entlastet.
Was ist gerade schwer für dich? Was belastet dich?
Wenn es uns gutgeht, wissen wir oft ganz genau, was uns guttut. Aber wenn es gerade eh’ schon schwer ist, scheint dieses Wissen manchmal wie vergessen.
Für diese Zeiten kannst du dir einen „Spickzettel“ schreiben. Da könnte z.B. stehen:
Vielleicht magst du gerade auch einfach gar nichts tun. Dann mach es dir gemütlich und lass die Stimmung auf dich wirken 😊.
Zielgedanke
Nigeria ist ein Land in Afrika. Viele Kinder verbinden mit Afrika eine reiche Tierwelt, die wir nur aus dem Zoo oder aus Bilderbüchern kennen. Neben den verbreiteten Nutztieren (Hühner, Rinder, Ziegen und Schafe) und einer Vielfalt an Vögeln und Schmetterlingen gibt es dort auch wilde Tiere: Löwen, Elefanten, Gorillas, Schimpansen und verschiede-ne Antilopenarten sind in Nigeria heimisch. In Flussläufen findet man auch Krokodile und Flusspferde.
Als Erinnerung an unsere Reise nach Nigeria dürfen die Kinder sich ein wildes „Klorollen-Tier“ basteln.
Material/Vorbereitung
Deckt die Tische mit Zeitungspapier oder Wachstuchtischdecken ab. Stellt Klorollen und Farben in die Mitten des Tisches. Zusätzliches Material wie Tonkarton, Wackelaugen und Scheren könnt ihr auf einen extra Tisch legen.
Stationsbeschreibung
Die Kinder entscheiden sich für ein Tier und malen die Klorolle in der Farbe des Tiers an. Es ist wichtig, nicht zu viel Farbe aufzutragen, sonst dauert die Klorolle zu lange zum Trocknen. Alternativ kann dünnes, farbiges Papier um die Klorolle geklebt werden; dann können die Kinder direkt weiterarbeiten.
Anschließend werden die Körperteile ausgeschnitten und aufgeklebt: Kopf, Ohren, Rüs-sel, Augen. Danach werden Augen und Münder mit einem schwarzen Filzstift oder Ed-ding aufgemalt.
Manche Tiere werden noch eingeschnitten (Beine bei Elefant und Nilpferd, Schlange wird rundherum geschnitten). Da sollten die Erwachsenen helfen.
Die Federn kann man mit Tesafilm ankleben (das ist einfacher als mit Heißkleber).
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:


Zielgedanke
Der zentrale Gedanke des aktuellen Weltgebetstags „Kommt! Bringt eure Last“ wird verbunden mit einem Abendritual zum Loslassen bzw. Abgeben von dem, was am Tag belastend war. Die Familien können mit dem gebastelten Säckchen den zentralen Gedanken mit nach Hause in ihren Alltag nehmen.
Durch das Säckchen, die ätherischen Öle von Lavendel / Rosmarin und ein Abendgebet werden verschiedene Sinne angesprochen und das Abendritual kann zu einem ganzheitlichen Erleben werden.
Material / Vorbereitungen
Stationsbeschreibung
An dieser Station könnt ihr Duftsäckchen basteln.
Das Duftsäckchen kann helfen, abends zu Ruhe zu kommen. Nach einem langen Tag mit vielen Erlebnissen, Eindrücken und Entdeckungen fällt es abends oft schwer fällt, zur Ruhe zu kommen, „auf Knopfdruck“ abzuschalten und einzuschlafen. Abendrituale können dabei helfen: mit dem Duftsäckchen in der Hand könnt ihr den Tag Revue passieren lassen – überlegen, was ihr erlebt habt, was euch gefreut hat, was anstrengend war, was vielleicht auch nicht gut war, beängstigend oder worüber ihr euch Sorgen macht. Mit einem Abendgebet könnt ihr das alles Gott geben.
Nehmt ein Säckchen / ein Stück Stoff / einen Einmal-Teefilter und füllt trockenen Lavendelblüten hinein. Verschließt das Säckchen mit dem Band. Nehmt euch eine Karte mit einem Abendgebet und befestigt sie mit dem Band

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Gedanken zur Verkündigung
Herzlich Willkommen zur Feierzeit! Ihr habt euch während der Aktivzeit auf eine große Reise gemacht. Ihr habt an den Aktivstationen viel über das Land Nigeria erfahren und euch ist immer wieder das Motto des Weltgebetstags „Kommt! Bringt eure Last“ begegnet.
„Kommt! Bringt eure Last.“ Diese Einladung kommt von Jesus. Er hat gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“
Erquicken und Joch – das sind zwei ganz alte Begriffe, die wir gar nicht so gut kennen. Aber quicklebendig sein, das kennt ihr vielleicht, oder? Jesus will, dass wir quicklebendig sind.
Er bietet uns dazu sein Joch an. Das ist so ein Teil, mit dem man leichter Lasten tragen kann, und mit dem man Lasten auch gemeinsam tragen kann. Jesus sagt also: „Kommt! Bringt eure Last. Ich trage eure Last mit. Ich bin mir dafür nicht zu schade. Ich trage eure Last mit, damit ihr´s leichter habt, damit ihr quicklebendig sein könnt. Und damit ihr zur Ruhe kommt.“
Zur Ruhe kommen, das ist oft gar nicht so einfach. Wenn man so richtig angespannt ist, weil was so richtig doof war, weil man Sorgen hat oder Angst, dann ist entspannen, zur Ruhe kommen, echt eine Herausforderung. Ich vermute, manche von den Erwachsenen kennen das: dann dreht sich das Gedankenkarussell abends im Bett, wenn man endlich seine Ruhe hätte, und dann kann man ewig nicht einschlafen, weil man den Kopf nicht ausschalten kann wie die Nachttischlampe.
Aber was passieren kann, wenn man es trotzdem versucht, zur Ruhe zu kommen, auch bei Jesus, das möchte ich mit euch ausprobieren.
Spannt dazu mal eure Hände ganz fest an. Zieht die Arme fest zu euch her und macht ganz fest Fäuste. So kann es sich auch anfühlen, wenn ich was im Griff haben will.
(Pause, in der die Anspannung gehalten wird.)
Und jetzt lasst ganz bewusst wieder los.
Was ist passiert? Vielleicht ist es euch gar nicht aufgefallen, aber als ihr die Hände so angespannt hattet, habt ihr ziemlich sicher auch die Luft angehalten oder ganz flach geatmet.
Und mit dem Entspannen habt ihr automatisch eure Hände geöffnet und wieder ausgeatmet.
Ganz unbewusst habt ihr die Hände wie zu einer Schale geformt auf dem Schoß. Und ihr könnt wieder frei atmen, so richtig durchschnaufen.
So stelle ich mir das vor, wenn Jesus uns einlädt und sagt: „Kommt! Bringt eure Last.“ Bei mir könnt ihr ablegen, was euch das Leben schwer macht wie die Steine, die ihr beschriftet konntet. Bei mir könnt ihr befreit durchschnaufen. Ich fülle eure Hände und euer Herz mit neuer Kraft und mit Hoffnung. Vertraut mir: ich bin da. Ich trage eure Lasten mit. Weil ich will, dass ihr quicklebendig seid und zur Ruhe kommen könnt.
Material/Vorbereitungen:
Die Steine in einem Körbchen bereit halten, die an der Chill-Station beschriftet wurden. Diese werden später am Kreuz / auf dem Altar abgelegt. Außerdem einen (Riesen-) Luftballon aufblasen und „DANKE“ daraufschreiben.
An der Chill-Station habt ihr auf Steine geschrieben, was euch gerade belastet oder was Menschen in eurer Umgebung das Leben schwer macht. Wir lesen vor, was auf den Steinen steht und legen sie am Kreuz bei Jesus ab. Weil er auferstanden ist und an Ostern den Tod besiegt hat, dürfen wir ihn voller Vertrauen darum bitten, dass er mitträgt und von uns nimmt, was uns daran hindert, quicklebendig zu sein. Steine vorlesen und am Kreuz ablegen (übernimmt jemand aus dem Team).
Und wir wollen Jesus auch sagen, was unser Leben leicht macht, wofür wir dankbar sind. Dafür lassen wir den großen Danke-Ballon durch die Luft fliegen und wer ihn weiterstößt, darf laut oder eine leise einen Sache sagen, für die er oder sie dankbar ist. Eine*r aus dem Team beginnt: Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden Menschen, der heute hier ist.
Dann den „DANKE“-Ballon in die Luft werfen.
Am Ende den „Danke“-Ballon fangen, zur Seite legen und laut gemeinsam „AMEN“ rufen.
3-4 Lieder werden in der Willkommens- und in der Feier-Zeit zusammen gesungen.
Passend zum Weltgebetstag Nigeria findet ihr Lieder im Heft „Bausteine Kindergottesdienst“ (Bausteine Kindergottesdienst| Chrismonshop), z.B.
Daneben passen auch folgende Lieder zum Thema „Kommt! Bringt eure Last“ (zu finden im Internet. Bitte die entsprechenden Rechte beachten.):
Hier findet ihr den Textplan der JUMAT 2/2026. Die dazugehörigen Lektionen sind voraussichtlich ab dem 01.03.2026 verfügbar.
Themenreihe: Das Alte Testament spricht über den Tod von Jesus
Themenreihe: Elisa
| 13.04. | 1. Könige 19,19-21 | 1. Elia beruft Elisa |
| 20.04. | 2. Könige 2,1-18 | 2. Gott holt Elia in den Himmel |
| 27.04. | 2. Könige 4,1-7 | 3. Die Witwe und das Öl |
| 04.05. | 2. Könige 4,8-37 | 4. Die reiche Frau aus Schunem |
| 11.05. | 2. Könige 5,1-19 | 5. Naaman wird gesund |
| 18.05. | 2. Könige 6,8-23 | 6. Elisa schlägt die Aramäer in die Flucht |
Themenreihe: 1. Petrusbrief
| 25.05. | 1. Petrus 1,3-7 | 1. Eine lebendige Hoffnung! |
| 01.06. | 1. Petrus 4,7-11 | 2. Dient einander! |
| 08.06. | 1. Petrus 5,7 | 3. Gebt eure Sorgen ab! |
Schon mal nachts in den Sternenhimmel geschaut und dabei über Lichtverschmutzung und Pslam 8 nachgedacht? Hier findest du ein Kapitel von Dr. Matthias Stracke-Bartholmai aus dem Buch “One God. One Planet. One Challenge.” von Verena Keil und Tobias Hambuch (Hrsg.), welches du direkt als vorgeschriebene Andacht verwenden kannst. Daran schließen sich zwei Challenges mit deiner Jugendgruppe an: Schreibe deinen eigenen Psalm 8 mit dem Blick nach oben und der Rolle des Menschen in der Schöpfung. Oder besuche mal einen Dark Sky Park und informiere dich über Lichtverschmutzung und was ihr dagegen tun könnt.
Du, Gott, spannst den Himmel aus wie ein Zeltdach. (Psalm 104,2 b, frei nach der NGÜ )
Schon mal nachts in den Sternenhimmel geschaut? Vermutlich schon. An den meisten Orten ist das allerdings unspektakulär. Man sieht nur wenige Sterne, selbst bei wolkenlosem Himmel. Aber manchmal klappt es dann doch. Auch in Deutschland. Im letzten Urlaub beispielsweise auf einer der Inseln hatte ich Glück. Nachts aus dem Zelt treten und die Milchstraße sehen. So groß und dreidimensional schafft das kein Bildschirm, und man kommt sich plötzlich ziemlich klein und unbedeutend vor. Der Blick nach oben ist überhaupt spannend: Wenn du einen Stern siehst, dann siehst du möglicherweise etwas, was eigentlich schon Vergangenheit ist. Manche Sterne sind schon längst erloschen, wenn ihr Licht bei uns ankommt. Das Licht des hellsten Sterns, den wir am Himmel sehen können, ist schon vor acht Jahren „losgeflogen“. Manche Lichtflecken am Himmel sind außerdem gar keine Sterne, sondern ganze Galaxien. Die Andromeda-Galaxis beispielsweise ist manchmal mit bloßem Auge erkennbar. Aber deren Licht – das, was wir sehen können – hat sich vor fast 2.537.000 Jahren auf den Weg gemacht. Und 2,5 Millionen Lichtjahre ist im Universum gar nicht mal so weit. Das Hubble-Teleskop hat einen Stern beobachtet, der 12,9 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt ist. Mir 122 Billionen Kilometer Entfernung vorzustellen, übersteigt definitiv meine Vorstellungskraft. Und dass dieser kürzlich erst gesehene Stern sehr wahrscheinlich gar nicht mehr da ist, macht es noch mal verrückter. Dass es im Universum immer noch eine Nummer größer geht, ist überhaupt schwierig für mein Gehirn. Unser Planet ist im Sonnensystem unterwegs. Unsere Sonne wiederum ist nur ein Stern in der Milchstraße (von weit über 100 Milliarden!) und die Milchstraße nur eine Galaxie in einer größeren Gruppe von Galaxien, die wiederum nur ein Teil eines noch größeren Galaxienhaufens ist …
Aber auch ohne die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Alter der Sterne und zur Struktur der Galaxien: Der Blick in den Himmel war für die Menschen schon immer faszinierend und re- spekteinflößend. Vor über 2.000 Jahren schrieb jemand: „Ja, ich betrachte deinen Himmel, die Werke deiner Finger: Mond und Sterne, die du befestigt hast – Was sind die Menschen, dass du
an sie denkst und dich um sie kümmerst?“ (siehe Psalm 8,4– 5). Vermutlich war der Blick nach oben damals noch deutlich beeindruckender als heute. Nicht so sehr, weil es da weit weniger Alternativprogramme gab, sondern weil es zu dieser Zeit noch nicht so viele Lichter, Lampen und Laternen gab – etwas, was man heute „Lichtverschmutzung“ nennt. Deshalb können wir Sterne und Galaxien, inklusive unserer Milchstraße, leider nur noch an abgelegenen Plätzen gut sehen. Momentan gibt es in Deutschland so viel künstliches Licht, dass es nur vier Regionen gibt, die Kriterien für einen Dark Sky Park erfüllen. Diesen Titel vergibt die International Dark-Sky Association, die sich für mehr Dunkelheit in der Nacht und einen schöneren Sternenhimmel engagiert. Manchmal hat man auch an anderen abgelegenen Stellen Glück, so wie ich in meinem letzten Urlaub. Ich finde, es bräuchte wieder mehr Möglichkeiten zum Staunen über das Universum. Denn der Sternenhimmel sieht von hier unten toll aus, aber einen Ersatz für unseren Planeten hat dort noch niemand gefunden.
SKY-CHALLENGE
Was siehst du beim Blick in den Nachthimmel? Vielleicht kannst du mit Freunden, mit deiner Familie oder deiner Jugendgruppe mal einen Dark Sky Park besuchen. Wenn es in eurer Umgebung Menschen gibt, die sich gegen Lichtverschmutzung engagieren, fragt doch mal nach, was ihr tun könnt. Oder schau mal auf www.lichtverschmutzung.de vorbei.
Mach es wie in Psalm 8: Schreib mal deine eigenen Gedanken über den Blick nach oben und die Rolle des Menschen in der Schöpfung auf. Warum nicht einen Poetry-Slam veranstalten mit Texten über den Nachthimmel?
Dieser Andachtsentwurf thematisiert das menschliche Eingewoben-Sein in Gottes Schöpfung und nimmt konkret Bezug zu den Versen aus Kolosser 1,16-17. Die Andacht lädt ein Gottes Schöpfung bewusst wahrzunehmen und darin auf Schatzsuche zu gehen. Die Andacht wurde von Dorea Schilling (Micha Deutschland) konzipiert und ursprünglich auf einer Tagung zum Thema Mission Schöpfung der VRK-Akademie, der CVJM-Hochschule und des SCM-Verlags gehalten. Aufgearbeitet wurde die Andacht von Studierenden der CVJM-Hochschule.
Zunächst gibt es eine kleine Einführung, die daraus besteht das weitere Vorgehen zu erörtern, zu beten und die Verse aus Kolosser 1,16-17 vorzulesen:
“Denn durch ihn wurde alles erschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, Könige und Herrscher, Mächte und Gewalten. das ganze Universum wurde durch ihn geschaffen und hat in ihm sein Ziel. Er war vor allen anderen da und alles besteht durch ihn.”
Danach bekommen alle Teilnehmenden einen “Webrahmen” aus Karton (siehe Fotos) und werden in eine stille Zeit von 15-20 Minuten geschickt. In dieser Zeit sollen sie in Stille aufmerksam auf ihre Umgebung umherlaufen und dabei kleine Schätze entdecken und sammeln (z.B. Blätter, Gräser, “Mülle” oder andere Dinge, die sie ansprechen) und diese dann in ihren Webrahmen einfädeln. Dabei können sie über folgende Fragen nachdenken:
“Was spricht mich an?” – “Worin bin ich verwoben?” – “Wo entdecke ich in mir schöpferische Kraft?”
Nach der stillen Zeit des Umher-Wandelns, Aufsammelns und Nachdenkens, trifft sich die Gruppe wieder und zeigt sich gegenseitig die Webrahmen. Außerdem kann man über die Fragen ins Gespräch kommen.
Abgeschlossen werden kann die Andacht z.B. mit einem Zitat von Dorothee Sölle: “Als ich mich Mit-Schöpferin nennen hörte, wurde ich mir der eigenen kreativen Kräfte bewusster, die wir ja alle haben, aber oft vernachlässigen und ignorieren.”
Falls mehr Zeit für die Andacht ist – zum Beispiel innerhalb einer Freizeit – könnte man die Webrahmen davor gemeinsam basteln. Je nach Alter und Größe der Gruppe, kann man sich auch in 2er-/3er-Gruppen auf den Weg machen oder bereits davor als Inspiration überlegen, was man Schönes sammeln könnte.


Weitere Informationen, praktische Ideen & Materialien zum Them Schöpfung und Gerechtigkeit bei Micha Deutschland:
Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2026. Es geht in fünf Lektionen um Daniel:
| 05.01. | Daniel 1,1-22 | 1. Daniel am Königshof |
| 12.01. | Daniel 2,1-50 | 2. Ein rätselhafter Traum |
| 19.01. | Daniel 3,1-33 | 3. Die Männer im Feuerofen |
| 26.01. | Daniel 5,1-31 | 4. Die Schrift an der Wand |
| 02.02. | Daniel 6,1-30 | 5. Daniel und die Löwen |
Alle Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut:
Der erste Teil enthält exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder.
Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.
Manchmal braucht es Mut, zu Gott zu stehen. Aber Gott sieht mich und kann mich beschützen.
Mit Gott zu leben heißt, zu ihm zu stehen – auch, wenn das Mut kostet und nicht immer leicht ist. Gott hilft uns, treu zu bleiben.
Wie die Geschichten der Wochen zuvor, spielt diese im babylonischen Exil, wobei die Babylonier mittlerweile ihrerseits von den Persern eingenommen worden waren.
Daniel selbst ist auch nicht mehr der junge Mann, als der er verschleppt worden war, sondern erwachsen und gealtert, aber noch immer standhaft im Glauben und bei dem amtierenden Herrscher angesehen und geschätzt. Er hat seinen festen Platz, trägt Verantwortung und ist aktiver Politiker. Dennoch ist er fest mit seiner Heimat und seinem Gott verbunden, bleibt seinem Glauben auch in der Fremde treu und betet regelmäßig nach Jerusalem gewandt, denn der Tempelberg in Jerusalem war der Ort, den Gott sich als Wohnsitz auf Erden gewählt hatte.
In der Geschichte von Daniel in der Löwengrube zeigt sich wiedermal, dass weder menschliche List noch Autorität eine Bedrohung für Gott sind. König Darius konnte laut persischem Recht seinen Erlass nicht widerrufen, in den er hineingetrickst worden war. Aber mitten in die Verzweiflung und die scheinbar ausweglose Situation des Königs hinein, zeigt Gott, dass er der Herr ist – auch über die Tiere. Er steht über menschlichen Gesetzen und über Weltmächten. Daniels Geschichte zeigt immer wieder: Gott lässt sein Volk zwar deportieren, aber selbst im Exil schreibt er die Geschichte weiter, lässt Weltreiche aufblühen und untergehen und lässt unterschiedliche Machthaber erkennen, dass nur er der wahre Gott ist. Am Ende erfahren alle davon, wie Gott ist und was er getan hat: Gott hält seinen Menschen die Treue, er schützt die, die ihm treu sind und ihm vertrauen. Damit zeigt er, dass ihm seine Menschen am Herzen liegen, und er kann sich Ungläubigen zu erkennen geben.
Spannenderweise ist es in Daniel 6 tatsächlich der König, nicht Daniel, von dem berichtet wird, dass er auf Gottes Rettung hofft. Der König selbst bezeichnet nur Daniel, nicht sich selbst, als Diener Gottes: Daniels Rettung ist daher für den scheinbar ungläubigen König Darius wie eine direkte Antwort Gottes, ob es ihn wirklich gibt und dass er der wahre Gott ist. Deshalb ist es nur logisch, dass der König direkt das ganze Reich informieren lässt.
Gleichzeitig ist Daniels Rettung wie ein Urteil, dass Gott fällt. Der Name Daniel bedeutet „Gott richtet“. Und Daniel legt es aus: er hatte sich nichts zu Schulden kommen lassen, daher bewahrte Gott ihn. Seine Feinde hingegen, die sich in ihrer Ablehnung gegen Daniels Beten und gegen ihn als Mann Gottes auch gegen Gott selbst richteten und mit üblen Machenschaften arbeiteten, werden vernichtet.
Bekannte Geschichten sind in der Umsetzung und Vermittlung des Themas manchmal am herausforderndsten, da die Kinder sie zum Teil schon gut kennen und daher weniger gespannt zuhören und auch mir selbst geht es oft so, dass ich erstmal denk: „Das kenne ich schon!“ Daher bieten sich Perspektivwechsel als Methode an und können hilfreich sein, nochmal etwas Neues im Altbekannten wiederzuentdecken.
Bei Bewahrungsgeschichten ist es häufig eine schmale Gratwanderung, zu betonen, dass Gott rettet und es sich lohnt, auch bei Bedrohung voll Vertrauen zu bleiben, und gleichzeitig bei abenteuerlustigen Kindern keinen Übermut im Sinne von „ich kann alles machen, Gott passt schon auf“ oder „Regeln sind egal“ zu wecken. Schließlich sagte Daniel nicht „ich geh einfach mal in die Löwengrube“ oder „ich widersetze mich allen Gesetzen“, er ließ sich nur nicht verbieten, in seinem privaten Zimmer zu beten.
Je nach Innenleben könnten Kinder fragen, ob Daniel seinetwegen oder nur für Darius gerettet wurde. Andere könnten fragen, warum nicht alle Menschen gerettet werden…
Daniel hat Gott vertraut, obwohl er wusste, dass es gefährlich werden könnte. Er hat nicht laut protestiert oder gekämpft, sondern einfach weiter zu Gott gebetet. Viele Kinder kennen das Gefühl, vor so einer Entscheidung zu stehen, z.B. wenn es darum geht, zu etwas stehen, das anderen vielleicht nicht gefällt. Wenn sie beispielsweise ehrlich sind, wenn sie etwas falsch gemacht haben – auch auf die Gefahr hin, dass es dann Ärger gibt. Oder wenn sie zu jemandem halten, den andere auslachen.
Daniels Geschichte will ihnen Mut machen, Gott zu vertrauen und richtig zu handeln, auch wenn sie Angst oder das Gefühl haben, allein dazustehen. Gott sieht, wenn wir uns trauen, gut und treu zu sein.
Was viele Kinderbibeln begründeterweise oft rauslassen, ist, dass am Ende Daniels Feinde selbst in der Löwengrube landen und zerfetzt werden. Dieser blutige Aspekt ist definitiv nicht kinderfreundlich und wirft die Frage auf, wie ein guter, alle Menschen liebender Gott so etwas tun kann. Gleichzeitig unterstreicht er aber, dass es Gottes Eingreifen bedurfte, damit Daniel nichts passierte. Zudem zeigt es, dass am Ende Gerechtigkeit hergestellt wird: Die „Bösen“ werden bestraft, der „Gute“ gerettet und belohnt.
Ob dieser Teil für die anwesenden Kinder geeignet und für sie hilfreich ist, oder ob es sie mehr verschrecken würde, kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern muss von den Mitarbeitenden nach bestem Wissen und Gewissen entschieden werden (beide Verkündigungsvarianten lassen diesen Aspekt offen).
Idee 1 – Was bisher geschah
Die Kinder werden in vier Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe bekommt einen Hinweis zu einer der letzten Stunden. In ihren Gruppen sollen die Kinder sich überlegen, wie sie die Geschichte in einem Standbild oder einer ganz kurzen Szene zusammenfassen können. Dann stellen sie der Reihe nach ihren Rückblick vor:
Als Teaser für das heutige Thema stellt sich ein Mitarbeitender/eine Mitarbeitende als fünftes Szenenbild als einen brüllenden Löwen hin.
Die Überleitung zur Verkündigung kann dann so sein: Die letzten Wochen ging es um Daniel und seine Freunde, die verschleppt worden waren, aber im fremden Land Gott treu blieben und erstaunliche Dinge erlebten. Sie gerieten in Situationen, in denen es gar nicht so einfach war, an Gott festzuhalten und treu zu ihm zu stehen. Sie erlebten Bewahrung im Feuerofen, und Daniel konnte mit Gottes Hilfe Träume deuten und seine Schrift an der Wand interpretieren. Daniel wurde ein angesehener Mann im Königreich, aber das gefiel nicht allen.
Idee 2 – Der Löwen-Rap
Material: Möglichkeit, ein Lied abzuspielen
Den Kindern wird der „Löwen-Rap“ von Daniel Kallauch vorgespielt (Löwen–Rap von Daniel Kallauch (Text: Bodo Klose, Musik: Conny Schock, cap-music), u.a. hier: https://www.youtube.com/watch?v=OuGSEu6e2TQ&list=RDOuGSEu6e2TQ&start_radio=1 (letzter Zugriff 06.10.2025)
oder hier: https://open.spotify.com/intl-de/track/5qyuGfwBlYCcCRn4nzqJpI?si=LahDECT_QpueZG6E46J0EA&nd=1&dlsi=dc2cdfb5652048bc (letzter Zugriff 06.10.2025)
oder auf verschiedenen CDs wie „Volltreffer Liederbox 2“ etc..
Danach werden sie gefragt, worum es in dem Lied geht.
[Der Rap erzählt die Geschichte aus Sicht der hungrigen Löwen: sie haben Hunger, endlich setzt ihnen jemand etwas zu essen vor, aber Daniel betet und die Löwen haben plötzlich keinen Hunger mehr. Nachdem Daniel gerettet ist, ist ihre Höhle voller Menschen.]
Achtung: Hier wird angesprochen, dass Daniels Feinde am Ende in der Löwengrube landen, wer das nicht mit den Kindern thematisieren möchte, sollte den Song nicht nutzen.
Hinweis: Wird „Idee 2“ genutzt, eignet sich „die andere Idee“ besser zur Verkündigung, um das Gehörte verständlich darzustellen.
Verkündigungsart: Theaterstück
A: Schau, das alles ist unser Herrschaftsbereich.
B: Es fühlt sich gut an, einer der wichtigsten Männer in diesem Reich zu sein,
A: Wenn da nur nicht dieser Daniel wäre. Ich verstehe nicht, wieso König Darius denkt, er wäre genauso gut wie wir
B: Dabei ist ein jüdischer Gefangener. Wie kann jemand wie er so viel Macht in unserem Reich bekommen!
A: Er ist uns allen ein Dorn im Auge – es nervt total, dass der König ihn so sehr mag.
B: Ja, und ihm vertraut er immer die wichtigsten Aufgaben an – was ist denn mit uns? Wir sind mindestens genauso fähig wie Daniel.
A: Wir sollten Daniel schnell loswerden.
B: Aber wie? Daniel macht keine Fehler. Er ist treu.
A: Das ist es! Treu, aber nicht nur unserem König, sondern auch seinem Gott.
B: Das ist nicht verboten.
A: Noch nicht. Aber dann müssen wir ein neues Gesetz machen, das es verbietet, jemand anderen als König Darius um etwas zu bitten
B: Das soll funktionieren?
A: Bestimmt. Es wird eine Regel, die niemand brechen darf. Daniel wird trotzdem zu seinem Gott beten, selbst bei Todesstrafe, zum Beispiel, den Löwen zum Fraß vorgeworfen zu werden
B: Auf, dann lass uns Darius das Gesetz vorschlagen. Und wenn der König sich darauf einlässt, dann kann selbst er Daniel nicht mehr helfen.
„etwas später…“
A schaut durchs Fernglas: Daniel ist gerade an seinem Haus angekommen.
B: Ich fände es krass, wenn er jetzt direkt betet. Er hat eben noch das neue Gesetz gehört. Er darf niemanden außer Darius um etwas bitten.
A: Aber er betet immer um diese Zeit. So, sein Fenster ist offen, jetzt geht er auf die Knie. Bingo, wir haben ihn! Er betet!
B: Bist du sicher, dass er auch bittet? Was ist, wenn er nur dankt?
A: Hast du noch nie unter seinem Fenster gestanden und gelauscht? Er dankt erst und bittet dann.
B: Super, auf zum König! Lass uns Daniel anzeigen und dann ab in die Löwengrube mit ihm. Jetzt sind wir ihn los.
„Am nächsten Tag…“
A: Was ist das für ein Lärm am frühen Morgen?
B: König Darius. Er will nach Daniel sehen.
A: Er wird nur Knochen finden, wenn überhaupt.
B: Ich bin auch überrascht, wie sehr er Daniel mag. Er hat gestern lange nach einer Möglichkeit gesucht, Daniel zu helfen
A: Niemand kann das Gesetz ändern
B: Ja, aber er wollte es gerne. Als er Daniel dann verhaften ließ, hat er geweint und gesagt, dass Daniels Gott ihn beschützen soll.
A: Was für ein Unsinn. Gegen unsere Löwen kann sein Gott auch nichts machen.
B: Anscheinend hat er es gehofft. Dafür hat er auch nichts gegessen und nicht geschlafen.
A: Sie machen wirklich die Grube auf. Als ob…Hast…hast du das gerade auch gehört?
B: Es klingt, als würde Daniel noch leben. Aber wie ist das möglich?
beide gucken ängstlich
B: Hat der König gerade gesagt, dass das ganze Land wissen soll, was hier passiert ist? Dass Daniels Gott ein großer Retter in der Not ist?
A: Ja… oh krass, da ist Daniel. Er hat nicht mal einen Kratzer!
B: Und hör mal – der König sagt etwas: „Daniel, weil du auf Gott vertraut hast, hat er dich nicht vergessen. Nur dein Gott ist in der Lage zu retten!“
B: Oh man. Unser Plan ist ganz schön nach hinten losgegangen. Oh, Darius hat uns entdeckt.
A: Schnell, wir hauen lieber ab, bevor sie uns noch den Löwen vorwerfen.
Die Geschichte wird mit Pfeifenputzer-Figuren nacherzählt.
Material: Topf und Deckel, dazu Pfeifenputzer-Personen und Löwen (nach dem Muster unter Kreatives); benötigte Personen: Daniel (in blau), König Darius (in lila = Farbe des Könighauses), zwei bis vier Statthalter/Fürsten, eine Handvoll Löwen
Grobe Zusammenfassung:
Es gibt König Darius, dem gefällt, wie Daniel seine Arbeit erledigt. Er überlegt, ihm noch mehr Verantwortung zu geben. Die anderen Statthalter und Fürsten sind neidisch, gehen zum König, überreden ihn zu dem Gesetz und spionieren dann Daniel hinterher.
Daniel geht beten (man kann das Pfeifenputzer-Männchen in eine knieende Position bringen). Die Fürsten verpetzen ihn, der König ist traurig und lässt Daniel holen.
Der Topf fungiert als Löwengrube, die Löwen werden den Kindern gezeigt und in den Topf gesetzt, Daniel wird hineingeworfen, der Deckel auf den Topf getan.
Wahrscheinlich betet Daniel wieder, der König fastet, rennt am nächsten Morgen zur Löwengrube – und Daniel kommt unversehrt raus.
Der König lässt im ganzen Reich verbreiten, was für einem großen Gott Daniel dient.
Eine Wand Im Gruppenraum wird zu „Ja“ erklärt, die gegenüberliegende zu „Nein“. Nach dem Vorlesen einer Aussage sollen die Kinder zur „richtigen“ Wand rennen, ggf. wird die Antwort erläutert. Dann sammeln die Kinder sie sich wieder in der Mitte und warten auf die nächste Aussage.
[Gott] ist ein Retter und Nothelfer, und er tut Zeichen und Wunder im Himmel und auf Erden. Er hat Daniel von den Löwen errettet. – Daniel 6,28 (Lut)
Der Vers ist der Geschichte entnommen, König Darius ließ es im ganzen Reich verkünden.
Auf 8 Haftnotizen werden folgende Worte notiert: Retter, Nothelfer (=Helfer in der Not), Zeichen, Wunder, Himmel, Erde, Daniel, Löwen.
Dann werden „Retter“ und „Nothelfer“ nebeneinander an die Wand geklebt, ebenso „Zeichen“ und „Wunder“. „Himmel“ und „Erde“ hingegen werden übereinander geklebt, ebenso „Daniel“ und „Löwen“.
Der Vers wird mehrfach mit den Kindern in variierender Lautstärke und/oder Tonlage gesprochen, wobei die jeweiligen Synonyme bzw. Gegensätze angetippt werden.
Über Daniel heißt es in Daniel 6,11: „Er fiel dreimal am Tag auf seine Knie, betete, lobte und dankte seinem Gott.“
Wer mag, darf das mit dem Hinknien heute mal gemeinsam mit mir ausprobieren (alle, die mögen, knien sich auf den Boden, falten die Hände, schließen die Augen). Nun darf jede/r sagen wofür er oder sie Gott dankbar sind. Zudem können sie in kurzen Sätzen ausdrücken, wie Gott ist, z.B. „Gott, deine Liebe ist unendlich“ oder „Du hast alles in der Hand“. Der Fokus darf darauf liegen, Gott anzubeten und ihm danke zu sagen.
Abschließend spreche ich noch ein Gebet: ‘
Lieber Gott, danke, dass du bei uns bist – immer und überall. Du hast Daniel Mut gegeben, dir treu zu bleiben. Bitte gib auch uns Mut, zu dir zu stehen, selbst wenn andere das nicht verstehen. Danke, dass du uns siehst und liebst. Danke, dass du stärker bist als alle Löwen in unserem Leben. Amen.
Löwen und betendes Männchen aus Pfeifenputzern basteln (Anleitung im Anhang).
Für einen Löwen benötigt man mindesten einen Draht. Ein Ende wird der Schwanz, dann wird eine Schlaufe nach unten gelegt, oben verdreht, der Körper gezogen, eine weitere Schlaufe gelegt, oben verdreht, eine Schnauze mit Ohr gebogen und dann der Rest um den Körper modelliert. Die beiden Schlaufen werden unten aufgeschnitten, sodass sich die vier Pfoten ergeben. Für einen nicht zu mageren Löwen kann aus einem weiteren Pfeifenputzerstück der Körper weiter umhüllt werden, für einen männlichen Löwen aus Wollstücken eine Mähne angeklebt werden.
Für eine betende Person genügt ein halber Draht, in dessen Mitte eine Holzperle gefädelt wird. Durch eine Verdrehung wird die Perle gesichert und der Hals dargestellt, aus den beiden Enden wird mit einer zusammengedrückten Schlaufe jeweils ein Arm gebogen, bevor sie als Körper wieder miteinander verschlungen werden und sich schlussendlich in die beiden Beine abspalten. Aus Stoffresten kann nach Wunsch Kleidung geschneidert und angeklebt werden, ebenso Wolle als Haar.
Verbotene Süßigkeit
Material: kleine Süßigkeiten wie Fruchtgummi, Schokolinsen o.ä., einige Teller
Die Kinder werden in Zweier-Gruppen aufgeteilt und erhalten einen Teller mit ein paar Süßigkeiten. Beide Kinder wählen jeweils ein Teil auf dem Teller als „verboten“ aus, ohne dass der/die Spielpartner/in weiß, welches. Dann dürfen sie sich abwechselnd eine Süßigkeit vom Teller nehmen und essen, nehmen sie aber das verbotene Stück, sagt der Spielpartner/die Spielpartnerin „Stopp“ und hat gewonnen. (Das Spiel basiert auf Ehrlichkeit oder benötigt pro Paar eine dritte Person als Schiedsrichter, die zu Spielbeginn gezeigt bekommt, welches die verbotenen Süßigkeiten sind.)
Bodyguard
Eine Person wird die VIP, die nicht berührt werden darf, sie darf sich zwei Bodyguards suchen und an die Hand nehmen (den Bodyguards bleibt eine freie Hand). Alle anderen versuchen, die VIP zu berühren, während die Bodyguards sie beschützen. Wer die VIP berührt, wird die nächste VIP und darf sich zwei Bodyguard auswählen.
Hinweis: bei größeren Gruppen am besten kleine Spielgruppen aus je 5-7 Personen bilden, sodass die Bodyguards auch eine Chance haben, ihre VIP zu verteidigen.
Variante: Um das Spiel an Daniel anzupassen, krabbeln alle außer Daniel und seinen Engeln als Löwen auf allen Vieren und versuchen, an Daniel zu gelangen.
Löwenmasken
An zwei gegenüberliegenden Stellen in den Rand des Papptellers ein Loch machen, ein Stück Gummiband hindurchziehen und festknoten; anschließend mit der Schere Löcher für die Augen ausschneiden. Die Kinder können ihre Löwengesichter anmalen und nach Wunsch mit Krepppapierstreifen eine Mähne an den oberen Teil der Maske kleben.
Gott wünscht sich, dass wir ihn ernst nehmen und mit Respekt behandeln – so wie wir auch selbst respektiert werden wollen.
Ich will Jesus ernst nehmen und ihm vertrauen. Wenn ich Fehler mache, darf ich mit ihm neu anfangen, weil Jesus alles zwischen mir und Gott wieder in Ordnung bringt.
In diesem Text taucht ein anderer König auf als in den vorangegangenen Geschichten: Es handelt sich um König Belschazzar, der von 553-539 v.Chr. in Babylon herrschte. Er wird als „Sohn Nebukadnezars“ bezeichnet. Damit muss allerdings nicht der leibliche Sohn gemeint sein, denn das aramäische Wort für „Sohn“ kann auch so viel wie „Thronerbe“ oder „Nachfolger“ bedeuten, ohne dass dieser auch zwangsläufig mit Nebukadnezar verwandt war.
Dieser König feiert ein großes Festmahl und lässt im betrunkenen Zustand als Höhepunkt der Feier die Gefäße holen, die Nebukadnezar einst aus dem Tempel in Jerusalem gestohlen hatte. Diese Gefäße waren heilig, Gott geweiht und für das Volk Israel und das Judentum von wichtiger Bedeutung. Daraus durfte man nicht einfach trinken. Damit missachtete Belschazzar die Gebote Gottes bewusst, auch indem er die Götzenbilder anbetete, während die Feiernden aus den gestohlenen Gefäßen tranken.
Doch Gott lässt sich nicht verspotten und sendet Belschazzar ein wundersames Zeichen: Eine Hand, die Worte an die Wand schreibt. Obwohl er die Schrift nicht deuten kann, erkennt Belschazzar, dass das nichts Positives sein kann und fordert seine Wahrsager und Sterndeuter auf, es ihm zu erklären. Die können es aber nicht. Hier findet sich eine Parallele zur Geschichte aus Daniel 2.
Nun tritt eine weitere Person in den Raum: Die Mutter des Königs. Sie erinnert sich an Daniel, spricht in freundlichen Worten von ihm und ist sich sicher, dass er die Schrift an der Wand verstehen und erklären kann. Sie bezeichnet ihn als einen Mann, in dem der Geist der heiligen Götter ist. Das zeigt, dass sie wahrnimmt und anerkennt, dass Daniel vom Heiligen Geist erfüllt ist – auch wenn sie vermutlich aufgrund des polytheistischen Denkens der Babylonier nicht vollkommen die Ansichten israelitischer Theologie teilte.
Daniel wird geholt, Belschazzar erklärt ihm die Situation und verspricht ihm wertvolle Geschenke als Belohnung. Daniel nimmt die Gelegenheit wahr und berichtet von der Größe seines Gottes (V17-21). Er macht deutlich, dass dem König all das bekannt ist und er sich trotzdem aus Stolz für die Missachtung der Gebote dieses einzigartigen und heiligen Gottes entschieden hat. Aus diesem Grund teilt Gott dem König über die Schrift an der Wand mit, dass seine Tage gezählt sind. „Mene“ bedeutet gezählt, „tekel“ gewogen und „u-parsin“ geteilt. Daniel prophezeit den Untergang des Reiches und spielt damit auf die Eroberung Babylons durch Perser unter Kyros (539 v.Chr.) an. Belschazzar erfüllt noch seine Versprechen gegenüber Daniel, aber Gottes Gericht trifft noch in derselben Nacht ein (vgl. V30).
Im ersten Moment erschrickt mich der Text, weil ich mich frage, wie Gott mich und mein Handeln beurteilt. Wenn er mein Leben auf die Waage legt, wird es zu leicht sein. Da bin ich mir sicher. Doch wenn ich die Geschichte mit der Brille des Neuen Testaments lese, beruhigt es mich. Denn Jesus wird mein „Zuleichtsein“ ausgleichen. Er ist dafür am Kreuz gestorben, dass ich Gemeinschaft mit ihm haben kann. Und Paulus betont, dass es nicht auf meine Werke ankommt, sondern darauf, dass Gott mich aus Gnade angenommen hat. Es tut gut, sich erschrecken, aber auch wieder aufbauen zu lassen, weil es mich aus meiner vermeintlichen Sicherheit nimmt. Ich möchte den Kindern vermitteln, dass keiner von uns ein perfektes Leben führt, sondern wir alle auf die Vergebung angewiesen sind. Da gilt es, offen und ehrlich zu sein.
Gott ist gut und gerecht – aber auch heilig. Er möchte, dass wir ihn ernst nehmen und ihm mit Respekt begegnen. Auch Kinder kennen diesen Wunsch mit Respekt behandelt zu werden – sie wollen ernstgenommen werden und fühlen sich schlecht, wenn andere über sie lachen.
König Belschazzar hat ignoriert, dass Gott Respekt möchte. Belschazzar wollte angeben und hat darum übermütig mit den heiligen Gefäßen gefeiert, die eigentlich Gott gehörten. Mit diesem Verhalten er gezeigt, dass ihm alles egal ist – sogar Gott.
Auch uns passiert es manchmal, dass wir uns so verhalten: Wenn wir über andere lachen, obwohl wir wissen, dass es sie verletzt, wenn wir etwas tun, von dem wir wissen, dass es nicht richtig ist, oder wenn wir so tun, als hätten wir nichts falsch gemacht. Dann merken wir, dass unser Handeln Folgen hat. Vielleicht sind andere traurig, enttäuscht oder wir bekommen Ärger.
Auch für Belschazzar hat sein Verhalten Konsequenzen. Aber Gott ist nicht nur streng. Er gibt uns immer wieder die Möglichkeit, neu anzufangen. Belschazzar bekam durch die Schrift an der Wand eine letzte Chance, sein Verhalten zu überdenken. Auch wir bekommen solche Chancen, um unser Handeln zu überdenken und zu Jesus zurückzukommen. Gott möchte, dass wir ehrlich sind und zu ihm kommen, wenn wir etwas falsch gemacht haben. Er vergibt uns gerne, wenn wir es ernst meinen.
Idee 1 – Theaterszene Respekt
Die Kinder bekommen die Aufgabe, sich in Gruppen je eine Szene zu überlegen, in der jemand respektvoll oder respektlos behandelt wird. Dann wird diese vorgespielt. Alternativ können auch die Mitarbeitenden je eine Szene, z.B. aus der Jungschar, vorspielen, in der jemand respektlos oder respektvoll behandelt wird.
Falls die Kinder keine Ideen haben, könnte man folgende Anregungen geben:
Idee 2 – Schätzen, wiegen, zählen
Die Kinder bekommen in Gruppen mehrere Aufgaben
Verkündigungsart: Erzählen der Geschichte im Dunkeln und mit einem Overheadprojektor
Der Raum wird abgedunkelt – zuerst passiert nichts, dann wird der Projektor angeschaltet und ein Mitarbeitender/eine Mitarbeitende erzählt die Geschichte. Es werden Papier-Symbole oder Figuren und Gegenstände aufgelegt. Unter allem liegt eine Folie, die mit einem non-permanent Marker beschrieben wird.
Es war eine besondere Nacht. König Nebukadnezar war schon vor einiger Zeit gestorben und nun gab sein Nachfolger König Belschazzar ein großes Fest in Babylon. Dafür hatte er die wichtigen Menschen aus seinem ganzen Volk versammelt.
König und Weinflasche auf den Projektor legen: Es wurde leckeres Essen aufgetischt und der Wein floss in Strömen. König Belschazzar kannte keine Grenze. Der Wein war so lecker, das Fest großartig und somit trank er mehr Wein als gut für ihn war. Irgendwann hatte er dann eine Idee. Seine Weingläser und Krüge, Teller und Besteck waren zwar schön, aber es ging noch mehr. Er wollte zeigen, was er hatte und was in ihm steckte. Somit rief er einen Diener zu sich und sagte: „König Nebukadnezar hatte doch vor vielen Jahren Geschirr aus dem Tempel erbeutet. Das ist so unfassbar schön, ganz aus Gold, wunderbar gearbeitet und sehr wertvoll. Mir ist es völlig egal, dass das eigentlich Geschirr für Gott war. Das benutzen wir jetzt.“
Geschirr hinlegen: Gesagt, getan, das Geschirr wurde geholt und es wurde weiter gefeiert wie verrückt.
Kuh/anderes Tier hinlegen: Nebenbei beteten sie auch noch zu ihren Göttern. Doch plötzlich passierte etwas Sonderbares. Alle wurden mucksmäuschenstill, denn an der Wand geschah etwas:
Schriftzeichen hinschreiben: Es erschien eine große Hand, die etwas an die Wand schrieb! Jetzt wurde es ganz laut. Alle diskutierten miteinander, was da nur stehen konnte. Denn lesen konnte man es nicht: Eine andere Schriftart, fremde Buchstaben. Und so schnell wie sie erschienen war, verschwand die Hand wieder. Die Schrift aber blieb dort.
Der König brach in Panik aus und rief: „Lasst alle klugen Männer, alle Wahrsager und Sterndeuter zu mir kommen. Sicher wissen sie, was dort steht und was das zu bedeuteten hat.“
Weitere Personen auflegen: Die Sterndeuter kamen so schnell sie konnten, aber keiner von ihnen konnte lesen, was dort stand.
Fragezeichen hinter die Schrift schreiben: Der König saß da, starrte in den Raum und wusste überhaupt nicht mehr, was er tun sollte. Doch nach einer Weile öffnete sich die große Tür am anderen Ende des Raums und die Mutter des Königs betrat den Festsaal
alte Frau neben dem König auflegen, die Sterndeuter wegnehmen: Sie ging zum König und sagte: „Mein Sohn! Ich hörte von der wundersamen Schrift an der Wand und dass niemand sie bisher entziffern konnte. Es gibt einen Mann, der das kann. Er wurde aus seinem Land hierher verschleppt und schon König Nebukadnezar wusste, dass er klüger war als alle anderen Männer. Lass Daniel rufen. Er wird dir alles erklären.“
Daniel hinlegen: So schnell es ging, wurde Daniel in den Saal geholt. Der König erklärte ihm die Situation und versprach: „Wenn du mir vorlesen kannst, was dort steht und es mir dann auch noch erklären kannst, werde ich dich überreich beschenken und zu einem mächtigen Mann machen.“
Geschenke hinlegen, die Mutter des Königs wegnehmen: Daniel erwiderte: „Ach, mein König, ich brauche das alles nicht, aber ich kann dir erklären, was die Schrift bedeutet.
Fragezeichen wegwischen, Ausrufezeichen hinmalen: Du hast gesehen, wie es König Nebukadnezar erging. Gott hat ihm die Macht gegeben und alle haben vor ihm gezittert. Aber er wurde sehr stolz, hielt sich für wichtiger als Gott. Da zeigte Gott ihm, dass das nicht stimmt. Nebukadnezar verlor daraufhin alles, weil er wahnsinnig wurde. Und da war klar: Gott allein hat die Macht. Du weißt das alles und hast doch nicht erkannt, wie heilig Gott ist. Du hattest keinen Respekt vor ihm. Das konnte er sich nicht gefallen lassen. Gott ist heilig, er ist etwas Besonderes. Und alles, was zu ihm gehört, soll mit Respekt behandelt werden. Und du warst respektlos, als du diese Becher einfach so benutzt hast. Aus diesem Grund ist die Schrift an der Wand erschienen. Auf ihr steht:
Beim Reden gleichzeitig hinschreiben: Mene mene tekel u-parsin. Ich will es dir gleich erklären: Mene heißt gezählt
Münzen unter das Wort mene legen: Das bedeutet, dass die Tage deiner Herrschaft gezählt sind. Gott wird dir ein Ende bereiten. Tekel bedeutete gewogen
Waage unter das Wort tekel legen: Das heißt, dass dein Leben auf eine Waage gelegt und für zu leicht befunden wurde. Niemand wird ihm in der Zukunft noch große Bedeutung beimessen. Das letzte Wort heißt u-parsin. Das bedeutet geteilt
Ein zerrissenes Stück Stoff unter das Wort u-parsin legen: Das heißt, dass dein Königreich unter den Völkern der Meder und der Perser aufgeteilt wird.“ Weiter herrschte Totenstille im Raum. Belschazzar aber nahm Gottes Nachricht nicht ernst. Er nutzte die ihm gebotene Möglichkeit zur Umkehr nicht. Man hörte nur noch die Stimme des Königs: „Gebt Daniel, was ich ihm versprochen habe.“
Figur des Königs wegnehmen: In derselben Nacht wurde König Belschazzar getötet. Das ist traurig. Schade, dass er Gottes Angebot, sein Verhalten zu ändern, nicht angenommen hatte. Gott möchte nicht, dass wir Angst haben und uns darum möglichst gut und respektvoll benehmen. Sondern er möchte, dass wir ehrlich sind und ihm vertrauen. Jesus hilft uns, dass wir immer wieder neu anfangen können.
Die Kinder dürfen ihre Taschenlampen mitbringen. Auch bei dieser Idee ist es relativ dunkel im Raum. Immer dann, wenn sie finden, dass etwas Besonderes passiert, dürfen sie die Taschenlampe leuchten lassen. Wenn sie finden, dass eine der beteiligten Personen gewarnt werden müsste, blinken die Taschenlampen auf.
Es wird vorab überlegt, welche Emotionen in der Geschichte vorkommen, z.B. Freude beim Fest – Angst beim Erscheinen der Schrift, Erleichterung, als Daniel zu Hilfe kommt – Entsetzen beim Auslegen der Schrift… Dann wird die Geschichte anhand dessen wiederholt.
Unterschiedliche Worte werden nach und nach auf ein Stück Tapetenrollw geschrieben, z.B. „Respekt“, „gezählt, gewogen, geteilt“. Die Kinder können jeweils Gedanken aufschreiben – wichtig ist, jeder darf, keiner muss. Anschließend wird laut drüber gesprochen.
Folgende Fragen können angesprochen werden:
Wichtig ist hier, dass wir den Kindern Gottes großen Rettungsplan näherbringen: Er hat dafür gesorgt, dass wir in Verbindung mit Gott bleiben können, auch wenn er uns als „zu leicht“ beurteilt.
Ein Mensch hält alles, was er tut, für gut. Aber der Herr prüft seine wahre Gesinnung. Sprüche 16,2 (BasisBibel)
Der Merkvers kann auf ein ausgedrucktes Bild einer Waage (siehe Download) geschrieben werden, und die Kinder nehmen das Bild als Erinnerung mit nach Hause.
Becher-Waagen-Gebet
An vielen Orten hängen Kreuze, einige Menschen tragen das Kreuz sogar als Kette am Hals. Das ist wie eine Geheimschrift dafür, dass wir uns an Jesus erinnern und dass er all das, was schiefläuft, für uns ausgleicht wie das Gegengewicht auf einer Waage.
Jeder kann einen leichten Gegenstand in einen leeren Becher auf eine Waagschale legen und Gott leise oder laut sagen, was gerade nicht gut läuft.
Dann wird in einen Becher auf der anderen Waagschale Wasser gegossen, bis die Waage im Gleichgewicht ist und Jesus dafür gedankt, dass er alles ausgleicht:
Gott, du bist groß und heilig. Wir wollen dich mit Respekt behandeln, aber manchmal schaffen wir das nicht. Danke, dass du uns liebst, auch wenn wir Fehler machen.
Manchmal behandeln wir dich respektlos, weil wir glauben, wir schaffen alles allein. Bitte vergib uns.
Danke, Jesus, dass du auf die Welt gekommen bist und alles wieder ins Gleichgewicht bringst. Hilf uns, dir zu vertrauen und andere mit Respekt zu behandeln. Amen.
Bau einer Waage
Beispiele findet man hier:
(letzter Zugriff auf beide Seiten am 19.08.25)
Zählen, wiegen, schätzen, teilen
An unterschiedlichen Spielständen können Spiele zum Thema „zählen, wiegen, schätzen, teilen“ gespielt werden, z.B.:
Jede Art von Rätseln mit Codes, Morsealphabet, Geheimschriften oder fremden Buchstaben sind möglich, z.B. https://schnitzeljagd-ideen.de/geheimschrift/ (zuletzt geöffnet am 19.08.25)
Rallye
Es wird eine Rallye durch den Ort veranstaltet. An Stationen gibt es Aufgaben oder Rätsel. Dazu können die Spielideen und Rätsel aus „Der Text gelebt“ verwendet werden.
Man könnte auch das Musical „Die Schrift an der Wand“ von Hella Heizmann einbauen (erhältlich zum Beispiel bei SCM: Die Schrift an der Wand (MP3-Album – Download))
Gott ist bei mir – selbst dann, wenn alle anderen gegen mich sind. Ich darf ihm vertrauen, er lässt mich nicht allein.
Gott hält immer zu mir – das will ich auch! Ich möchte treu zu Gott stehen, auch wenn es schwer ist oder andere etwas anderes sagen.
In diesem Text kommt Daniel gar nicht vor, Nebukadnezar möchte seine Macht verdeutlichen und lässt ein goldenes Standbild bauen, dass von allen angebetet werden sollen. Daniels Freunde jedoch wollen Gott ehren, wie es in den Zehn Geboten gesagt wird: Es soll niemand außer Gott allein angebetet werden. Sie lassen sich auch nicht davon abbringen, als durch die Strafe, die droht, ihr Leben in Gefahr gerät. Sie vertrauen auf Gottes Rettung. Dieses Vertrauen wird belohnt. Gott schickt seinen Engel, um die drei Freunde in den Flammen zu bewahren und Nebukadnezar zu zeigen, dass Gott treu zu seinen Freunden steht.
Bei diesem Text bin ich gedanklich immer sehr schnell bei den Männern im Feuerofen und ihrem starken Gottvertrauen. Durch ein Gespräch habe ich noch einmal einen anderen Blick auf den Text bekommen. Wenn wir den Blick am Anfang der Geschichte weg von den drei Freunden wenden und auf die Situation schauen, warum sie in den Ofen geworfen werden, sehen wir, dass der König selbst gar nicht mitbekommen hat, dass die drei nicht niedergefallen sind. Sie wurden von den anderen Männern verpetzt. Erst dadurch wird der König auf das Fehlverhalten aufmerksam. Aber was bringt es denen, die petzen? Mehr Ansehen? Mehr Macht? Die Anwesenden waren alle Männer, die gewisse Macht im Königreich hatten. Warum können sie die Situation nicht einfach so hinnehmen? Das ist schon ziemlich gehässig. Und dann die Frage an mich: wo bin ich so eine Petze und stelle Leute an den Pranger und aus welchem Grund?
Die Kinder erleben in ihrem Alltag Freundschaften als ein Geben und Nehmen. Sie erleben aber auch Ausschluss. Entweder sind sie selbst die Ausgeschlossenen oder Andere. Wie schön ist es, wenn sie wissen: sie sind nicht allein in diesen Situationen, sondern haben einen starken Gott an Ihrer Seite. Auch in Situationen, wo es schwerfällt, das Richtige zu tun. Zum Beispiel, wenn ein Kind von anderen geärgert wird, dann zu sagen: ich mache nicht mit – obwohl der Freundeskreis mitmacht.
Gott steht uns bei, wenn wir gegen den Strom schwimmen.
Idee 1 – große Figur bauen
Lasst die Kinder mit Bausteinen eine große Figur bauen, die größer ist als die Kinder selbst. Kommt mit den Kindern ins Gespräch, was der Unterschied zwischen dieser gebauten Statue und Gott ist.
Idee 2 – Fläche schätzen
Steckt ein Feld von 30m x 3m ab oder lasst die Kinder schätzen, wie viel 30m sind. Vielleicht habt ihr ein Seil, was 30m lang ist und schaut, wie oft ein Kind oder Mitarbeitender/Mitarbeitende da von der Länge her „reinpasst“, damit die Kinder eine kleine Vorstellung von der Größe der Statue bekommen.
Verkündigungsart: Emoji-Rätsel-Geschichte (siehe PDF zum Download): Lasst am Anfang jeden Abschnittes die Kinder anhand von Emojis erraten, um was es geht bzw. was dargestellt werden soll.
König Nebukadnezar hatte eine riesige goldene Statue bauen lassen. Zur Einweihung hat er nun alle Männer, die in den Städten und Provinzen seines Landes etwas zu sagen hatten, eingeladen.
Als alle da sind, erlässt der König einen Befehl: Alle sollen vor dem Standbild niederknien, sobald die Musik ertönt. Wer das nicht macht, wird in einen brennenden Ofen geworfen.
Alle Menschen – auch die, die nicht zu den Babyloniern gehören, weil sie „Kriegsgefangene“ sind – knien nieder und beten das Standbild an
Alle – bis auf drei Männer. Die Freunde von Daniel, bleiben stehen. Sie kennen Gott und wollen nur ihn anbeten.
Einige der babylonischen Männer verpetzen Schadrach, Meschach und Abed-Nego beim König. Der wird wütend und lässt die drei Freunde zu sich bringen. Er gibt ihnen noch eine letzte Chance, ihr Leben zu retten. Noch einmal wird die Musik erklingen. Wenn die drei dann vor der gebauten Statue niederfallen und sie anbeten, können sie doch noch ihr Leben retten.
Die drei Freunde erwidern dem König jedoch: „Unser Gott kann uns aus dem brennenden Ofen retten – und selbst wenn er es nicht tun wird: Wir werden auf keinen Fall ein menschengebautes Standbild anbeten. Wir halten treu zu Gott.“
Das macht den König noch wütender. Er befiehlt den Ofen 7-mal heißer zu machen, als es normalerweise der Fall ist. Seinen stärksten Männern befiehlt er, die drei Freunde zu fesseln und in den Ofen zu werfen. Da der Ofen heißer als sonst ist, können die Männer, die die drei Freunde in den Ofen werfen sollen, die Hitze gar nicht aushalten. Die Flammen, die aus dem Ofen kommen, verbrennen die Männer des Königs und sie sterben.
König Nebukadnezzar schaut in den Ofen, um zu sehen, wie die drei Freunde verbrennen. Doch, was ist denn das? Der König bekommt einen Schrecken! Plötzlich sind da vier Männer, statt nur dreien im Ofen. Die drei Freunde sind auch nicht mehr gefesselt. Ihre Kleidung und Haut sind unversehrt. Das Feuer kann ihnen nicht schaden und sie können einfach aus dem Ofen heraus gehen.
Da erkennt König Nebukadnezar, dass der Gott der drei Freunde viel mächtiger ist als seine Statue. Er erlässt einen neuen Befehl: Niemand darf mehr etwas gegen den Gott der drei Freunde sagen!
Führt ein Interview mit den Schadrach, Meschach und Abed-Nego (oder einem der der Drei) durch. Lasst sie erzählen, wie sie die Situation erlebt haben.
Lasst die Kinder anhand der Emoji-Rätsel die Geschichte nacherzählen.
Wie hat Gott die Freunde gerettet?
Bezugnehmend auf die gebaute Statue aus der Hinführung.
„Unser Gott kann uns retten!“ – Daniel 3,17 (verkürzt nach der BasisBibel)
Der Vers wird mit Bewegungen gelernt:
„Unser“ → auf sich selbst zeigen
„Gott“ → beide Hände nach oben
„kann“ → starke Muskeln zeigen
„uns retten“ → Hände schützend um sich legen
Jedes Kind bekommt eine Flamme (z.B. aus Tonkarton). Darauf schreibt es, wo es sich Mut wünscht – oder auch einen Dank für eine Situation, in der Gott Mut geschenkt hat. Die Zettel werden dann verdeckt oder offen – wie die Kinder mögen – um das gebastelte Lagerfeuer (siehe Kreatives) gelegt. Eine mitarbeitende Person spricht ein Gebet:
Lieber Gott,
Manchmal ist es schwer, das Richtige zu tun, wenn andere etwas anderes wollen. Bitte gib uns Mut, wo wir ihn brauchen. Hilf uns, zu dir zu stehen, so wie Schadrach, Meschach und Abed-Nego es getan haben. Danke, dass du uns immer wieder Mut schenken willst. Danke, dass du treu bist und uns nie verlässt. Amen.
Bastelt ein Lagerfeuer: Aus dem braunen Tonkarton werden 4-5 breitere Streifen geschnitten, die Enden abgerundet und mit dem schwarzen Filzstift Astlöcher draufgemalt. Dann werden die Äste sternförmig aufeinander geklebt.
Der Boden des Plastikbechers wird von außen mit gelbem Seidenpapier beklebt.
Aus dem bunten Seidenpapier werden Streifen gerissen, die doppelt so lang wie der Becher sind. Diese werden dann eingedreht und mit dem offenen Ende nach oben (oben ist in diesem Fall die gelb beklebte Unterseite des Bechers) seitlich an den Plastikbecher geklebt. Dann wird das elektrische Teelicht auf den „Aststern“ und der Becher darüber gestellt.
Ein Anleitungsvideo findet ihr unter diesem Link: Lagerfeuer basteln mit Kindern 🔥 Kindergeburtstag-Planen.de (letzter Zugriff 27.10.2025)
Feuer löschen
Helft den Männern im Feuerofen und löscht das Feuer:
Ihr benötigt eine feuerfeste Unterlage, auf die in einer Reihe Teelichter aufgestellt und angezündet werden. Da es auch nass wird, empfiehlt es sich, das Ganze draußen an einer etwas windgeschützten Stelle zu machen.
Mit kleinen Wasserpistolen müssen nun die Kerzen ausgeschossen werden. Dazu stehen die Kinder hinter einer Linie (markiert mit einem Seil oder Kreppband z.B.).
Das Spiel kann in Gruppen gegeneinander gespielt werden z. B. als Staffel.
Oder jeder gegen jeden – wie viele Kerzen bekommt man mit einer Wasserpistole ausgeschossen?
Nebukadnezar befiehlt
Einer ist der König und gibt Kommandos. Dabei müssen alle Kommandos, die mit den Worten „Nebukadnezar befiehlt“ beginnen, ausgeführt werden. Fehlt der Satzanfang, darf man der Befehl nicht ausgeführt werden. Wer einen Fehler macht, muss „in den Feuerofen“ (unter einen Stuhl o.ä.).
Stopptanz
Solange die Musik spielt, wird sich bewegt, sobald die Musik aufhört zu spielen, muss man stehen bleiben (Bezug zum Bibeltext: beim Abspielen der Musik musste das Standbild angebetet werden).
Macht zusammen draußen ein Lagerfeuer (am besten in einer Feuerschale, mit Wasser zum Löschen daneben). Statt wie der König Menschen ins Feuer zu stecken, könnt ihr dabei lieber Marshmallows oder Stockbrot machen.
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