Team-Abend „Neue Kraft“

Die Idee

Dieser Entwurf ist für das Mitarbeitende-Team einer Kirche Kunterbunt gedacht. Wir haben einen Teil des Materials als Paket zusammen gepackt und den Mitarbeitenden-Teams geschickt sowie den Impuls als Video zur Verfügung gestellt, dass es für die KiKu Verantwortlichen mit geringem Aufwand durchführbar ist. Hier findet ihr alle Infos, um den Team-Abend selbst zu gestalten – ohne Paket.
Für den Team-Abend müsst ihr ca. 2-3 Stunden einplanen. Der Abend kann bei jemandem zu Hause oder auch im Gemeindehaus stattfinden. Ihr braucht eine Küche und einen Raum, in dem ihr gemeinsam essen könnt und die Möglichkeit habt gemeinsam ein Video anzuschauen (Smart-TV oder Beamer, Laptop und WLan). Gut wäre außerdem, wenn sich irgendwo eine Treppe befindet. Inhaltlich geht es an diesem Abend um Jes. 40,31. Es wird eine Aktiv-Zeit mit 3 Stationen zum Thema geben, dann eine kleine Feier-Zeit mit einem Impuls über ein kleines Video (oder zum selbst halten). Schön ist es, wenn ihr die Zeit für ein gemeinsames Essen einplant.

Einführung in den Team-Abend

Schön, dass ihr euch für den Team-Abend Zeit nehmt. Immer wieder eine Kirche Kunterbunt zu wuppen, erfordert viel Einsatz, Engagement, Kreativität und Liebe. Heute Abend kommt ihr in den Genuss selbst eine kleine Kirche Kunterbunt zu feiern. Sie soll euch stärken für eure Mitarbeit, neue Kraft geben und eure Gemeinschaft fördern. Dieser Team-Abend startet mit einer Aktiv-Zeit, danach gibt es eine kleine Feier-Zeit und dann eine gemeinsame Essens-Zeit. Inhaltlich geht es um folgenden Bibelvers: Aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden. (Jes. 40,31). Das dürft ihr jetzt ganz konkret erleben. Einen gesegneten Team-Abend euch!

Aktiv-Zeit

Station: NEUE KRAFT

Material: 200g weiche Datteln, 100g gemahlene Mandel, 2 EL Kakaopulver, optional: 1 Prise Salz, Kokosraspeln. Butterbrottüten, Zettel „neue Kraft“, Kleb, Wolle, Mixer, Messer, Schneidebrett

Hier dürft ihr euch Engeryballs zubereiten. Füllt die gemahlenen Mandeln, 2 EL Kakaopulver und das Salz in ein hohes Gefäß ein. Schneidet die Datteln in kleine Stückchen und gebt sie dazu. Mixt die Zutaten so lange, bis eine Art „brauner, fester, zusammenklebender Teig“ entstanden ist. Sollte die Masse nicht zusammenkleben, ein kleines bisschen Wasser hinzufügen. Entnehmt mit einem Löffel kleine Portionen und formt Bällchen mit einem Durchmesser von 1-2cm. Entweder in Kokosraspel rollen oder so verwenden. Auf die Tütchen den Zettel kleben, die Bällchen hinengeben und mit der Wolle verschließen. Die Energyballs sind ca. eine Woche haltbar.

Gesprächsimpulse
Während ihr eure Energyballs herstellt, dürft ihr euch darüber austauschen:

  • Was sind in deinem Leben Kraftquellen? Wo und bei was schöpfst du Kraft – was sind in übertragener Art deine Energyballs?
  • Welche „Zutaten“ brauchst du, um wieder Kraft zu tanken?
  • Was macht dich kräftig & energiegeladen?
  • Wen kennst du, der etwas Energie gebrauchen könnte und wie könntest du die Person dabei unterstützen wieder aufzutanken?

Station: FLÜGEL

Material: Kleiderbügel, Kombi-Zangen, Federn, Wolle, Perlen, Kärtchen, Schere, Locher, Kleb

Die letzten Monate sind und waren sehr anstrengend für die meisten von uns. Es ist fast schon überwältigend, was uns an negativen Berichten von Krieg und Corona erreicht und auf den Boden zieht. Es scheint fast so, als wären wir mitten in Leid, Aussichtslosigkeit und Krankheit gefangen. Wie schön wäre es, wenn wir einfach mal wie ein Vogel weithinaus fliegen könnten und Abstand zu unserem Alltag gewinnen könnten? Wir brauchen so dringend für viele Dinge eine andere Sicht – eine himmlische Perspektive. Gott möchte uns dies auch ermöglichen, damit wir voller neuer Einblicke in unserem Alltag landen können, um dann irgendwann wieder abzuheben.

Deshalb lassen wir uns jetzt sinnbildlich Flügel wachsen und basteln einen Flügel-Ring, der uns daran erinnert.

Nehmt euch dazu jeder einen Kleiderbügel und biegt mit der Zange einen Ring mit dem Haken oben. Nehmt euch dann ein Stück Wolle und ein Kärtchen. Locht das Kärtchen und fädelt die Wolle ein. Nehmt euch dann von den Perlen und eine Feder. Fädelt mehrere Perlen auf und steckt in eine Perle die Feder. Zum Schluss befestigt ihr die Wolle am Haken. Fertig ist eurer Flügel-Ring.

Gesprächsimpulse:

  • Von wem oder was braucht du Abstand?
  • Was denkst du, wie Gott die Dinge oder den Menschen aus seiner Perspektive sieht? Was kannst du daraus hilfreich für dich annehmen?
  • Aus der Ferne verschwimmen Einzelheiten und Proportionen. Der Vogel gleitet in der Luft. Lass dich nach „oben“ ziehen und mache in Gedanken einen Höhenflug. Was siehst du vor deinem inneren Auge? Mache ein mentales „Erinnerungsfoto“.

Station: LAUFEN UND WANDELN STATT MÜDE UND MATT

Material: Treppen-Kärtchen, Klebestreifen
Die Kärtchen solltet ihr nach Möglichkeit vor eurem Team-Treffen an einer geeigneten Treppe anbringen.

Diese Station darf jeder von euch allein durchführen. Auf der Treppe sind Kärtchen angebracht. Startet unten an der Treppe. Geht nun langsam Stufe für Stufe nach oben. Stoppt auf jeder Stufe kurz und lest die blauen Kärtchen. Wenn ihr oben seid, lest dort ebenfalls das Kärtchen und macht euch auf den Weg nach unten. Stoppt dabei wieder auf jeder Stufe und lest die gelben Kärtchen.
Am Ende der Treppe gibt es nochmal ein kleines Kärtchen.

Feier-Zeit

Bei der Feier-Zeit wäre es schön, wenn ihr eine Kerze entzündet, vielleicht ein Kreuz aufstellt und alle gemeinsam im Kreis sitzen. Die Feier-Zeit wird ca. 10-20 Minuten dauern. Mit folgenden Elementen könnt ihr diese Zeit gestalten:

Impuls zu Jesaja 40,31

Aber alle, die auf den Herrn hoffen, bekommen neue Kraft. Sie fliegen dahin wie Adler. Sie rennen und werden nicht matt, sie laufen und werden nicht müde. (Jesaja 40,31)
Dieser Vers steht heute bei diesem Team-Abend im Mittelpunkt. Weil es unsere Sehnsucht ist, nicht müde und matt zu werden, wie bei der Treppen-Aktion erlebbar, sondern neue Kraft zu bekommen, wie durch die Energyballs.
Dahin zu fliegen wie Adler.
Aber wie wachsen mir Flügel? Wie schaffe ich das? Ich habe euch eine Raupe mitgebracht – die kleine Raupe Nimmersatt. Weil ich glaube, dass diese Frage – wie wachsen mir Flügel mit dem zu tun hat, was die Raupe erlebt. Sie ist eine Raupe mit viel Hunger, sie krabbelt, robbt da am Boden entlang und ist mühsam auf der Suche nach Futter – vielleicht ist sie müde und matt. Doch dann passiert etwas mit der Raupe. Sie verpuppt sich. Sie zieht sich in den Kokon zurück und dann passiert es – diese wundervolle Metamorphose – sie wird ein wunderschöner Schmetterling. Der Raupe sind Flügel gewachsen. Sie kann dahin fliegen wie ein Adler.

Aber wie hat sie das geschafft? Diese Wandlung zu vollbringen? Wie schaffen wir diese Veränderung? Wie bekommen wir neuen Kraft? Wie ging das oben auf der Treppe? Harre auf den Herrn stand da. Das sagt uns der Bibelvers:
Aber alle, die auf den Herrn harren/hoffen, bekommen neue Kraft. Sie fliegen dahin wie Adler. Sie rennen und werden nicht matt, sie laufen und werden nicht müde. (Jesaja 40,31)
Und ich glaube diese Veränderung hat etwas mit diesem Harren zu tun. Auf den Herrn harren. Ich kann also ganz wenig tun. Wie übrigens auch die Raupe. Sie wartet in dem Kokon darauf, dass die Zeit zum Fliegen kommt. Sie verbringt Zeit in einem geschützten Raum und dort geschieht dann die Veränderung.
Und dieses Bild will ich euch heute mitgeben. Dieses Bild vom Kokon, von diesem Schutzraum. Den wir brauchen, um wieder neue Kraft zu bekommen. Den wir brauchen, damit uns Flügel wachsen. Und ich will euch Mut machen Zeit im Kokon zu verbringen. Auszuhalten, zu warten, zu hoffen, zu harren. Auf den Herrn harren, mit Zeit, in einem besonderen Schutzraum. Dafür will ich euch heute Mut machen.

Den Video-Impuls findet ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=f-QkenL0NBU

Segens-Gebet

Material: für jeden eine Feder

Steht zusammen auf und stellt euch in einen Kreis. Sprecht gemeinsam und schaut dabei auf den Boden.
Vieles verstehen wir nicht und macht uns müde, Gott.
Aber: Blick geht in die Mitte
Wir wollen uns daran festhalten, dass Gottes Kraft uns stärkt und uns mit Leichtigkeit segnet.
Jede:r nimmt eine Feder, legt sie auf die Handinnenfläche und dreht sich zu seine:r linken Nachbar:in und spricht reihum
Ich segne dich mit Gottes Kraft, dass dir Flügel wachsen und Leichtigkeit in dein Leben kommt.
Feder wegpusten
Nach der letzten Person sagen alle gemeinsam AMEN

Gebet

Plopp-Gebet oder Seifenblasen-Gebet

Lieder

  • Du bist stark (Adlerlied), Glaubenszentrum Family Worship –> auch zu finden als Video bei YouTube
  • Wie ein Adler – Gott sei mit Dir, Hans-Joachim Eckstein
  • Auf Schwingen getragen und frei, Johannes M.Roth

Ideen für zu Hause

Für jeden Mitarbeitenden gibt es die „Geschichte vom Adler, der nicht fliegen wollte“ (James Aggrey) zum Mitnehmen.

Die Geschichte findet ihr hier: Der Adler, der nicht fliegen wollte – Lehrerermutigungstreffen oder als Bilderbuch: Der Adler, der nicht fliegen wollte (ejw-buch.de)

Essens-Zeit


Genießt es gemeinsam als Team zu Essen. Kocht doch einfach gemeinsam Nudeln und reicht Pesto dazu.

Einführung

Der Entwurf eignet sich für eine Durchführung von Kirche Kunterbunt im Advent. Unter der Überschrift „Sternstunde“ dreht sich alles rund um Sterne und Licht. Biblische Bezüge sind die Erzählung von der Suche der Sterndeuter aus dem Osten nach dem neugeborenen König der Juden (siehe Matthäus 2) und die Geburt Jesu als die größte Sternstunde der Menschheit. Weitere biblische Bezüge sind Psalm 147,4 (Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.) und Offenbarung 22, 16 („Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.“)
Familien können außerdem über die Sternstunden im letzten Jahr ins Gespräch kommen.

Willkommens-Zeit

Begrüßung mit einem Stern-Namensschild

Material:
Papiersterne in unterschiedlichen Größen und Farben; Glitzerstifte; evtl. Glitzersteine (selbstklebend)

Stationsbeschreibung:
Jede Person darf sich zu Beginn einen Stern nehmen und mit Glitzerstiften den eigenen Namen aufschreiben, evtl. auch Glitzersteinchen aufkleben.
WICHTIG: Die Sterne unterscheiden sich in alle Farbe, Form und Größe, so dass jede Person einen eigenen Stern hat.

Aktiv-Zeit

Station: Sternensuche

Vorbereitung:
Im Raum werden sehr viele Papiersterneversteckt (sollten zwischendurch immer wieder neu versteckt werden).
Alternativ können auch Leuchtsterne versteckt werden, die dann im verdunkelten Raum mit Hilfe einer Taschenlampe gesucht werden.

Stationsbeschreibung:
Heute findet ihr nicht nur „oben“ am Himmel Sterne, sondern auch hier „unten“ bei Kirche Kunterbunt. Ihr habt 3 Minuten Zeit. Wie viele Sterne findet ihr? Welche Familie findet die meisten Sterne?

Gesprächsimpulse:
* Habt ihr schon einmal bei Nacht in den Sternenhimmel geschaut?
* Und habt ihr dabei schon einmal versucht die Sterne zu zählen?
Bestimmt habt ihr dann festgestellt: Es sind unzählbar viele Sterne. Kein Mensch kann sie zählen. Gott aber kennt die Anzahl der Sterne. Er hat sie alle geschaffen und sogar jeden Stern mit Namen.
Psalm 147,4: Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.
Und auch für dich gilt: Gott hat dich geschaffen und kennt jeden von uns mit Namen!

Station: Dem Stern folgen

Material:
Sterne (draußen: Straßenkreide; drinnen: Papier), Pylonen, Bänke, Tische, weitere Hindernisse

Vorbereitung:
Es wird mit Hilfe von Pylonen, Bänken und Tischen ein Parcours vorbereitet, der huckepack gegangen werden kann. Sterne auf dem Boden (Straßenkreide oder Papiersterne) markieren den Weg.

Stationsbeschreibung:
In der Bibel wird von Sterndeutern aus dem Osten erzählt, die sich auf den Weg gemacht haben und einem ganz besonderen Stern gefolgt sind, um dem neugeborenen König der Juden zu finden, Jesus. Der Weg war lang, anstrengend und gefährlich. Vermutlich waren sie mit Kamelen unterwegs, die sie auf der weiteren Strecke über Berge und Täler begleiteten.
An dieser Station darf eine Person das Kamel sein, das eine andere Person sicher durch einen Parcours über die Hindernisse bringt – bis zur Krippe. Die Sterne zeigen euch den We

Gesprächsimpulse:
Die Sterndeuter haben ganz deutlich gespürt, was ihr Auftrag ist: dem Stern folgen und den neuen König finden.
Auch wenn der Weg lang war und Kraft gekostet hat, haben sie das Ziel nicht aus den Augen verloren.
* Wo hast du schon einmal gespürt, dass du einen Auftrag hast?
* Wo hast du schon anstrengende Wege zurückgelegt, um ein Ziel zu erreichen?
Für die Sterndeuter hat sich der lange Weg gelohnt. Sie finden in einem Stall in einer Krippe das Jesuskind, das größte Licht von allen.

Station: Sternenquiz

Material:
Kopien „Sternenquiz“, Kopien „Labyrinth – Finde den Stern“, Stifte


Stationsbeschreibung:
In der Bibel wird von Sterndeutern erzählen, die dem besonderen Stern folgen und das Jesuskind in einem Stall finden. Aber was sind eigentlich Sterndeuter? Sterndeuter beobachteten damals den Himmel und kannten viele Sterne mit Namen. Sie konnten außerdem die Bewegungen der Sterne erkennen und erklären.

1. Sternen-Quiz (für Familien mit älteren Kindern):
Hier könnt ihr nun euer Wissen über Sterne und Planeten unter Beweis stellen. Nehmt ein Sternenquiz-Blatt und einen Stift und los geht’s. Auf dem Lösungsblatt könnt die Antworten überprüfen.
2. Labyrinth: Finde den Stern (für Familien mit kleineren Kindern):
Findet ihr den richtigen Stern zum Stern? Nehmt euch eine Vorlage und probiert es aus.

Labyrinth „Finde den Stern“
Sternen-Quiz

Station: Meine Sternstunde im Jahr 2022

Material:
Stellwand mit dunkelblauem Tuch, Pinnnadeln

Vorbereitung:
Stellwand mit dunklem Tuch wird aufgebaut, Platz in der Mitte wird ausgespart.

Stationsbeschreibung:
Das Jahr ist fast zu Ende. Bestimmt könnt ihr einander von vielen tollen Erlebnissen von diesem Jahr berichten. Beeindruckende Erlebnisse bleiben uns lange im Gedächtnis. Es sind Stunden, die wir nicht mehr vergessen. Wir können sie auch „Sternstunden“ nennen.
* Was ist deine Sternstunde?
* Worüber hast du dich in diesem Jahr schon sehr gefreut?
* Wann warst du sehr glücklich und musst noch oft daran denken?
Nimm dir einen Stern, schreibe oder male deine „Sternstunde“ auf, erzähle sie deiner Familie und dann hefte den Stern an die Sternstunden-Wand.
* Vielleicht gibt es auch Sternstunden, die du dir für die Zukunft wünschst?

Station: Stern basteln

Material:
für Ziehharmonikastern: Bastelfolie (Seidenpapier, Geschenkpapier, Goldfolie, Buntpapier ), Schere, Faden, Kleber, Anleitung;
für Stern aus Ästen: kleine Äste, Gartenschere, Wolle
für Nagelbild: Holzbretter (quadratisch, ca. 20 x 20 cm), Vorlage, Bleistift, Hammer und viele kleine Nägel, farbiges Garn

Stationsbeschreibung:
An dieser Station dürft ihr einen Stern basteln. Dafür gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.

Variante 1: Ziehharmonikastern (für kleinere Kinder)

  1. Schneidet von dem Papier einen Streifen von 25 x 10 cm ab.
  2. Faltet diesen langen Streifen sogfältig zu einer Ziehharmonika zusammen (Breite der Felder ca. 1 cm).
  3. Faltet nun den Ziehharmonikastreifen einmal in der Mitte.
  4. Schneidet an der offenen Seite ein Eck schräg ab. Falls nicht alle auf einmal gehen, müsst ihr immer nur ein paar Falten nacheinander schneiden.
  5. Faltet nun wieder auf, bindet um die Ziehharmonika in der Mitte einen dünnen Faden herum und knotet ihn fest.
  6. Legt nun die beiden Enden der Ziehharmonika zu einem Halbkreis und klebt die beiden Enden zusammen. Wenn ihr den Faden hier mit hineinklebt und oben herausstehen lasst, könnt ihr den Stern gut aufhängen.
  7. Jetzt noch die beiden unteren Enden zum Halbkreis zusammenkleben – fertig ist der Stern.
Faltanleitung

Variante 2: Stern aus Ästen
Nehmt euch dazu 5 etwa gleich lange Äste und legt sie zu einem Stern zusammen. Aus zwei Stöcken die Sternspitze als umgedrehtes V legen. Ein Stock kommt quer darüber. Stock vier und fünf als X auf den Stern legen, so dass fünf Spitzen entstehen. Bindet die Sternspitzen mit Wolle zusammen. Damit der Stern richtig zusammenhält, werden die Verbindungsstücke in der Mitte auch mit Wolle zusammengebunden – fertig ist euer Stern! Wer ihn aufhängen möchte, kann noch ein Stück Wolle als Aufhänger anbringen.

Anleitung

Variante 3: Nagelbild Stern
Übertragt zunächst die Papierstern-Vorlage mit Bleistift auf das Holzbrett. Schlagt dann die Nägel auf den Linien und den Spitzen ein. Wichtig sind dabei die Eckpunkte. Knotet einen Garn in eurer Wunschfarbe an einem Nagel fest und wickelt diesen dann beliebig von Nagel zu Nagel. Wenn euer Nagelbild dann die gewünschte Dichte an Fäden hat, wickelt den Faden wieder zum Ausgangspunkt zurück, schneidet ihn ab und verknotet ihn fest mit dem anderen Ende.

Station: Sternenlicht transportieren

Material: kleine Holzplatte mit Schnüren an den Enden, leuchtender Stern, Pylonen

Vorbereitung:
Benötigt wird eine kleine Holzplatte (quadratisch; 20-30cm) mit 4 Löchern. Daran werden Schnüre befestigt. Auf der Holzplatte liegt ein Leuchtstern oder ein LED-Licht auf einem Papierstern bereit. Mit Hilfe von Pylonen wird ein kleiner Parcours vorbereitet.

Stationsbeschreibung:
Legt den leuchtenden Stern auf das Holzbrett. Haltet das Holzbrett mit dem Stern an den vier Schnüren fest. Jeder hält ein Schnurende. Wenn ihr zu zweit seid, haltet ihr jeweils zwei Schnüre. Wenn ihr zu dritt seid, hält einer von euch zwei Schnüre und wenn ihr mehr als vier seid, macht ihr mehrere Durchgänge. Eure Aufgabe ist es, den Stern bis zum Ziel zu bringen – ohne dass er hinunterfällt. Entscheidet selbst, ob ihr nochmal von vorne beginnt, wenn der Stern herunterfällt. Durch die Länge der Schnüre, könnt ihr die Schwierigkeit der Aufgabe verändern.

Gesprächsimpulse:
* Wie war es für euch als Familie gemeinsam die Aufgabe zu meistern? WAs hat gut geklappt? Was hat nicht gut geklappt?
* Überlegt gemeinsam: Bei der Aktion musstet ihr gemeinsam das Licht transportieren? Wo könnt ihr anderen Menschen ein Licht bringen, vielleicht jemandem eine Freude machen und den Alltag etwas heller machen?


Station: Experiment – Leuchtende Sterne zu Hause

Material:
Briefumschlag, schwarzes Tonpapier, das in den Umschlag passt, Locher, Taschenlampe

Vorbereitung:
Diese Station sollte in einem Raum angeboten werden, der abgedunkelt werden kann.

Stationsbeschreibung:
Eigentlich können wir die Sterne am Himmel nur sehen, wenn es dunkel ist. Dann glitzern sie am Nachthimmel. An dieser Station könnt ihr euch ganz einfach den Sternenhimmel nach Hause holen.
1. Locht das Tonpapier mit dem Locher. Knickt das Tonpapier auch um, so dass ihr auch Löcher in die Mitte des Papiers machen könnt.
2. Steckt das gelochte Papier in den Umschlag. Dann nehmt euch eine Taschenlampe und leuchtet in dem hellen Raum von hinten an den Umschlag. Während eine Person leuchtet, können die anderen Umschlag von vorne anschauen. Was passiert?
3. Verdunkelt jetzt den Raum und leuchtet dann wieder von hinten an den Umschlag. Was hat sich verändert?

Gesprächsimpulse:
Bei diesem Experiment habt ihr etwas zum Leuchten gebracht.
* Habt ihr eine Idee wie ihr bei euch in der Schule, bei der Arbeit, in eurem Alltag etwas zum Leuchten bringen könnt?
* Wie könnt ihr andere Menschen zum Leuchten bringen?

silhouette of man holding flashlight

Station: Sternenlicht anzünden

Material:
Kerzen (evtl. Teelichter in einem Gläschen), vorgezeichneter Stern auf dem Boden

Stationsbeschreibung:
Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es viele Menschen, die traurig sind, weil sie jemanden vermissen, einsam sind oder Angst vor der Zukunft haben. Das können Menschen aus eurer Nachbarschaft sein oder auch Menschen, die weit weg wohnen und die ihr gar nicht kennt.
In der Ukraine, Syrien, Äthiopien und anderen Kriegsländern haben die Menschen in diesem Jahr wenige Sternstunden erlebt. Oft hat sich der Himmel verdunkelt. Nehmt eine Kerze, zündet sie an und stellt sie in den großen Stern. Wenn ihr wollt, betet leise oder laut und bittet Gott für Licht im Leben der Menschen.

Gebet:
Gott, unter deinem Sternenzelt sind wir alle deine Kinder. Du hast die Sterne geschaffen – wir können sie nicht zählen. Du hast uns geschaffen – wir können nur staunen. Niemand kann messen, was du für uns geschaffen hast. Wir kommen und staunen und loben dich. Wir kommen aber auch mit Fragen und Sorgen, haben Angst, vielleicht auch Not. Unter deinem Sternenzelt suchen wir Vertrauen und Trost. Wir zünden diese Kerze an und bitten dich um Licht.

(aus: Sterne für Brot – Ideen und Anregungen zur 51. Aktion Brot für die Welt, Pfalz 2009

Kerzen in die Sternenform stellen

Feierzeit

Impuls

Stellwand mit Sternstunden wird aufgestellt und zu Beginn einige ausgewählte Sternstunden-Karten vorgelesen.
Viele tolle Sternstunden habt ihr in diesem Jahr erlebt. Wenn ihr auf die letzten Monate zurück schaut, erinnert ihr euch an Erlebnisse mit Freunden, die Ferien, Geschenke und vieles mehr. Sternstunden – das sind kostbare und wertvolle Momente und Erlebnisse. Manchmal passiert es sogar, dass solche Sternstunden etwas in unserem Leben verändern. Ihr seht hier in der Mitte auf unserer Wand ist noch Platz für einen weiteren Stern, eine weitere Sternstunde. Es ist ein großer Stern, der hier – genau in der Mitte – noch Platz findet. Es ist die größte Sternstunde der Menschheit. Es passiert etwas Einzigartiges, das den Verlauf des gesamten Weltgeschehens verändert: Jesus wird geboren.
Vor mehr als 2000 Jahren erleben in einem kleinen Stall in Betlehem nicht nur die Eltern, Maria und Josef, eine echte Sternstunde. Auch für die Hirten auf dem Feld, die von den Engeln die Nachricht von der Geburt des Messias hören und für die Sterndeuter, die nach einem langen Weg den König finden, ist es die größte Sternstunde ihres Lebens. Dieses Erlebnis verändert alles – die Begegnung mit Jesus verändert alles – im Leben der Hirten, der Sterndeuter, aber auch im Leben der Menschen, die Jesus heilt, der Menschen, die mit ihm unterwegs sind.
Bis heute feiern wir diese Sternstunde an Weihnachten.
Gebetskerze von Station „Sternenlicht anzünden“ zeigen.
Weihnachten – das Fest der Liebe, das Fest der Familie. So wird es oft genannt. Doch leider ist für viele Menschen Weihnachten keine besondere Sternstunde. So viele Menschen sind in dieser Zeit einsam, sind traurig, weil sie vielleicht jemand vermissen oder wissen nicht wie es weitergehen soll. Für viele Familien in der Ukraine, in Syrien und anderen Ländern, in denen aktuell Krieg ist, gleicht Weihnachten dieses Jahr eher einem dunklen, wolkenverhangenen Nachthimmel, statt einer hell leuchtenden Sternstunde.
Wenn wir all das sehen oder an diese Menschen denken, bleibt uns oft nichts anderes übrig als ein Gebet zu sprechen. Wie ihr es vielleicht an der Station gemacht habt – oder es bleibt uns auch mal die Sprache weg. Da sehen wir vielleicht nur noch dunkles. Und trotzdem: Jesus ist gekommen, um Frieden zu bringen. Er ist gekommen, damit Menschen wieder Licht im Dunkeln sehen. Damit vielleicht auch wieder in uns etwas hell wird.
Holz mit Sternenlicht von Station „Licht transportieren“ zeigen
Und er lädt uns ein zu Lichtern zu werden. Du darfst ein Stern für andere sein. Du darfst leuchten und anderen Menschen ein Licht bringen. Vielleicht habt ihr an der Station vorher schon viele Ideen gesammelt wo und wie ihr anderen Menschen Licht bringen könnt. Das kann vielleicht ein kleines Geschenk für eine Nachbarin sein, die alleine lebt. Das kann ein Bild sein, das ihr jemandem schenkt, der traurig ist, das kann Zeit sein, die ihr mit jemandem teilt, der eine Person zum Zuhören braucht. Und wer weiß: vielleicht erleben genau dann andere Menschen eine Sternstunde – wenn du Ihnen Licht bringst.
Namensschild zeigen
Zu Beginn von Kirche Kunterbunt habt ihr heute einen ganz eigenen Stern erhalten. So wie eure Sterne einmalig sind, weil kein Stern die gleiche Farbe, Form und Größe hat, so seid auch ihr ganz einmalig. Jeder und jede von euch trägt etwas Einzigartiges in sich, das Gott in euch hineingelegt hat. Dieses Einmalige in euch darf leuchten. Und dieses Leuchten dürft ihr weitergeben.

Gebet

beide Arme nach oben, Hände offen
Guter Gott, du bringst das Licht in diese Welt.
beide Arme vor der Brust verschränken
Segne uns in dieser Adventszeit,
einander anfassen
wenn wir als Familie miteinander basteln, reden, singen und unterwegs sind,
Sternenfunkeln mit den Händen (Fingerspitzen zusammenführen und plötzlich die Hände öffnen)
wenn wir die Sternstunden in unserem Leben suchen, entdecken und feiern.
beide Arme vor der Brust verschränken
Segne uns, damit wir einander zu Sternen werden, die leuchten im Dunklen,
beide Arme nach oben, Hände offen
Danke, Jesus, dass du ins unsere Herzen Licht bringst.
AMEN

Segen

Material und Vorbereitung:
Für den Wunderkerzen-Segen benötigt jeder Kirche Kunterbunt Besucher eine Wunderkerze. Außerdem ist es sinnvoll mehrere Feuerzeuge zur Verfügung zu stellen, denn die Wunderkerzen sollen alle zeitgleich entzündet werden. Am besten wirkt er natürlich im Dunkeln. Ihr solltet außerdem auf die Gefahr des Verbrennens an Wunderkerzen hinweisen und in geschlossenen Räumen die Brandmelder vorab checken.

Wunderkerzen-Segen
Wie diese dünne, graue Wunderkerze kommt uns unser Leben oft fade und langweilig und unbedeutend vor. Aber Gott legt eine Bedeutung in dein Leben. Er zündet dich an! Er ist das Licht!
Jetzt die Wunderkerzen anzünden!
Gott, der Vater, segne dich, wenn du fröhlich bist und vor Freude und Energie sprühst.
Jesus, der Sohn, der als Licht in die Welt gekommen ist, segne dich. Er segne den Sternenregen, der von dir ausgeht und der Licht in das Leben anderer Menschen bringt.Gott, der heilige Geist, segne dich, wenn du abgebrannt und verkohlt bist und kein Licht mehr da ist. Er gebe dir neues Feuer und erleuchte deine Dunkelheit.So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Liedvorschläge:
  • Stern über Betlehem
  • Stern, auf den ich schaue
  • Weißt Du wieviel Sternlein stehen
  • Wir haben seinen Stern gesehen
  • Tragt in die Welt nun ein Licht
  • Komm, wir gehen nach Betlehem (Mike Müllerbauer)

Essenszeit

Sternnudeln mit Soße oder Pesto
Nachtisch: Zimtsterne

Dieses Infoblatt ist hergestellt von Lilia Freier, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Hypnosetherapie, Traumatherapie, MET, Reiki, Fachberatung f. Darmgesundheit und Hormonbalance für die Psyche in Lauf.

Je nach Altersstufe gehen Kinder sehr unterschiedlich mit Verlust um. Ihre Reaktionen verunsichern oder irritieren die Erwachsenen, da manchmal der Eindruck entsteht, die Kinder würden gar nicht trauern. Dies ist aber nicht so. Kinder trauern anders.

Sehr häufig kann man beobachten:

  • plötzlicher Wechsel von Traurigkeit zu Spiel und Spaß
  • Schlafstörungen, Alpträume
  • Rückgang von Schulleistungen
  • Gereiztheit und Launenhaftigkeit, starke Trennungsängste
  • Rückkehr von bereits abgelegten Verhaltensweisen (z.B. Daumenlutschen, Bettnässen)
  • große Angst um die noch lebenden Angehörigen
  • Übernahme der Aufgaben des Verstorbenen
  • Vorwürfe gegen sich und andere, Schuldgefühle (subjektives Schuldempfinden)

Jüngere Kinder

Für manche ist ‘tot sein’ nur ein langer Schlaf, von dem man ja irgendwann wieder aufwacht. Oder es ist nur eine lange Reise, von der man wieder zurückkommen wird. Dies führt dazu, dass die Kinder häufig den Verstorbenen suchen oder der Meinung sind, er müsse doch jetzt dann wieder aufwachen. Dies ist wichtig zu wissen, da man gerade jüngeren Kindern sehr genau erklären sollte, was ‘tot sein’ bedeutet (siehe hierzu auch unter “Kinderfragen”).

Ältere Kinder

Sie haben meist schon ein besseres Verständnis über Tod und Vergänglichkeit. Häufig glauben sie jedoch, an dem Tod in irgendeiner Weise schuld zu sein. Zu Lebzeiten des Verstorbenen aus Wut gesagte oder gedachte Aussprüche wie z.B. “Ich will Dich nie wiedersehen”, auch wenn diese schon einige Zeit zurückliegen, haben plötzlich eine ganz andere Bedeutung. Auch entwickeln die Kinder, vor allem wenn sie zu wenig Informationen erhalten, ganz eigene (und teils extreme) Phantasien über das Todesereignis oder den Tod selbst. Bei Jungen beobachtet man häufiger, dass sie ihre Gefühle zurückhalten bzw. nicht wissen, wie sie diese ausdrücken sollen.

Was Kinder brauchen:

Kinder brauchen Informationen. Dies ist der allerwichtigste und bedeutendste Punkt. Man sollte den Kindern in Ruhe und immer wieder erklären, was genau geschehen ist, und was die nächsten Schritte sind. Es ist ganz wichtig, die Kinder (sofern sie es wünschen) bei den wichtigen Dingen, die im Zusammenhang mit dem Tod bzw. dem Verstorbenen stehen, mit einzubeziehen (vor allem bei der Abschiednahme). Hierbei ist es gut, wenn eine weitere Bezugsperson oder auch ein eingeweihter „fremder“ Helfer hinzugezogen wird oder bereitsteht, damit das Kind dann da nicht alleine ist, wenn die Hauptbezugsperson selber überfordert ist.

Abschiednahme bei Kriegsopfern ist oft nicht direkt möglich! – da sind daher andere Abschiedsrituale gefragt!

  • z.B. Brief schreiben an Verstorbenen, Bild malen -> dieses danach verbrennen- damit (kann man erklären) steigt es auf an den neuen „Ort“des Toten / in den Himmel…
  • Kerze anzünden, ein besonderes Lied dem Verstorbenen / dem Zurückgebliebenem singen oder ein Gebet sprechen
  • Blumen pflücken und zur angezündeten Kerze legen oder stellen. Wenn diese verblüht bzw. vertrocknet sind, diese an einer schönen Stelle in der Natur begraben, das kann man gut stellvertretend für den Körper des Verstorbenen tun. (Dies kann man auch als Basis für Erklärungen nutzen, für das Leben, Sterben und in Erde vergehen, aber auch für die bleibende Erinnerung)
  • Oder mit Kind besprechen, ob es selber eine Idee hat, wie es Abschied nehmen möchte

So können Sie den Kindern helfen.

  • Vermitteln Sie Ruhe und Zuverlässigkeit.
  • Bewahren und fördern Sie die alltäglichen Rituale.
  • Geben Sie den Kindern die Möglichkeit, durch freies Spielen oder Malen der eigenen Trauer Ausdruck zu geben (aber bewerten Sie dies nicht).
  • Geben Sie den Kindern ganz viel Geduld, Liebe, Aufmerksamkeit und Verständnis.
  • Bewahren Sie Erinnerungen und vermeiden Sie unnötige Änderungen im Tagesablauf.
  • Signalisieren Sie den Kindern, dass sie jederzeit kommen können, wenn sie erzählen oder weinen möchten.
  • Zeigen Sie selbst auch Ihre persönlichen Trauerreaktionen vor den Kindern, denn hierdurch können sie lernen, dass es wichtig ist, die eigene Trauer nicht zu unterdrücken.
  • Oft kann es hilfreich sein, wenn Sie sich bei der Trauerbegleitung Ihrer Kinder helfen lassen, denn die Kinder können mit Außenstehenden leichter über ihre Gefühle sprechen (bzw. diese äußern), als den selbst betroffenen Angehörigen gegenüber.

Bei Kriegserfahrung oder Katastrophenbeteiligten, ist es oft für das selber traumatisierte Elternteil schwer, nicht „panisch“ zu reagieren. Es fällt schwer, zwar emotional, aber ruhiger und gefasster und zuversichtlich zu erklären oder dem Kind beizustehen. Holen Sie bitte dabei gerne eine Helferperson hinzu, der Sie vertrauen, dass sie es in Ihrem Sinne macht. Besprechen Sie es untereinander, wie Sie sich diesen Beistand teilen können, wie Sie es formulieren können, wann und wie der Helfer/die Helferin „einspringen“ kann.

Was Kinder fragen

Kinder sind von Natur aus sehr neugierig und wollen erfahren, wie die Dinge des Lebens funktionieren.
Kinder müssen sich auf uns verlassen können (das erwarten wir ja auch von ihnen). Wir müssen ihnen Sicherheit, Geborgenheit, Anerkennung, Liebe und Struktur geben. Vor allem dann, wenn Kinder erfahren (erleben), dass Menschen auch sterben können, ist es ganz wichtig, ihnen deutlich zu machen, dass Sie als Eltern bzw. Elternteil (auch als Verwandter, Freund) für die Kinder da sind.
Viele Eltern werden mit Kinderfragen konfrontiert: “Wer kümmert sich um mich, wenn Du stirbst”. Solche Fragen kommen (wie alle “unangenehmen” Kinderfragen) meist ganz unvermittelt und manchmal scheinbar ohne direkten Zusammenhang mit einem aktuellen Ereignis. Manche Eltern antworten dann (ganz überrascht) mit “…aber wir sterben doch nicht”, oder versuchen, die Frage zu übergehen. Das ist nicht unbedingt hilfreich für das Kind. Solche Fragen sind eine wunderbare Chance, mit den Kindern ins Gespräch auch zu diesem ‘schwierigen’ Thema zu kommen.

Spätestens im Kindergarten lernen die Kinder den Jahreskreis. Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Dies ist eigentlich nichts anderes als der Verlauf eines Lebens. Der Neubeginn im Frühjahr, die Entwicklung und Reifung im Sommer, das Verweilen im Herbst – und dann der Winter, in dem es zum Stillstand kommt.

Aber nach dem Winter kommt wieder der Frühling. Neues Leben beginnt. Diese Hoffnung vermittelt uns auch der Glaube – in verschiedenen Formen. Das ist das, was Sie als Eltern auch vermitteln können: die Hoffnung und das Vertrauen auf ein Wiedersehen.

Was Sie tun bzw. vermeiden sollten:

“Das verstehst Du noch nicht” , “Dafür bist Du noch zu klein” … sind Sätze, die gerade bei diesem Thema zu Verunsicherung bei den Kindern führen. Verunsicherung führt zu Ängsten und falschen Vorstellungen!

Benutzen Sie klare, eindeutige und für Kinder verständliche Worte, wenn Sie über Tod und Sterben sprechen.

“Oma ist friedlich eingeschlafen” … dies ist vor allem für kleinere Kinder keine geeignete Formulierung. So können Ängste vor dem eigenen Einschlafen entstehen.

Erklären Sie deutlich und kindgerecht den Unterschied zwischen schlafen und tot sein.

“Gott hat Opa so lieb gehabt, dass er ihn zu sich geholt hat” … auch dies vermittelt den Kindern ein falsches und teilweise Angst machendes Bild. Wenn Sie dann ein anderes Mal sagen: „Gott hat dich lieb“- könnte das Kind denken: “muss ich dann jetzt auch sterben?“, oder „lebe ich weiter, weil Gott mich nicht lieb hat?“

Versuchen Sie, innerhalb der Familie eine einheitliche Erklärung für die Kinder zu finden. Es verunsichert Kinder, wenn die Oma sagt : “Opa ist auf dem Friedhof”, während Sie Ihrem Kind vermitteln: “Opa ist im Himmel”. Es hilft Kindern, wenn man ihnen erklärt, dass der Körper (die Hülle) im Sarg auf dem Friedhof liegt, jedoch das, was einen Menschen ausmacht (viele nennen es ‘die Seele’) an einem anderen Ort ist. (siehe Abschiedsrituale). Die Vorstellung, wo dieser Ort ist und wie es dort aussieht, ist ganz individuell. Fragen Sie Ihr Kind, was es selbst darüber denkt, bevor Sie schon eine “Lösung” vorgeben.

Kindgerechte Information ist ganz wichtig, vor allem dann, wenn Kinder mit zu einer Beerdigung genommen werden.

Oder bei Fluchtrückkehr ins Kriegsgebiet/ Nachkriegsgebiet. Erklären Sie Ihrem Kind vorher (!), wie es dort aussieht, wie es sich anfühlt, was gemacht wird – und warum. Bereiten Sie sich hierfür auch auf typische Kinderfragen vor und besprechen Sie diese möglichst zuvor (!) mit Ihrem Kind.

„Was ist, wenn Oma wieder aufwacht? Friert denn Opa nicht in dem kalten Sarg? Warum werfen die Leute Erde auf den Sarg? Was passiert, wenn Oma stirbt – kommt sie dann in den Himmel? Wieso ist Opa gestorben? Kommt er niemals wieder? Kann ich / könnt ihr auch sterben?“

Am allerwichtigsten ist, dass Sie aufrichtig zu Ihren Kindern sind. Kinder spüren sehr genau, wenn wir ihnen etwas verheimlichen oder ihnen nicht die Wahrheit sagen. Es ist besser, ehrlich zuzugeben, dass man selbst keine Erklärung oder Antwort hat. Und – vergessen Sie nicht: Ihr Verhalten (als Eltern, als Bezugspersonen auch als Helfer in der Not, prägt Ihre Kinder. Wenn Sie selbst ein ‘schwieriges’ Verhältnis mit Tod und Sterben haben, wird sich das sehr deutlich auf Ihre Kinder übertragen. Nur Mut ! Sie schaffen das schon!

Material: Salzstreuer, wenn möglich für jeden (z.B. https://www.bad-reichenhaller-shop.de/speisesalze/ministreuer/10-g-ministreuer-jod-einzeln.html) oder zumindest einen Salzstreuer für jeden „greifbar“

Salz-Segen
Mit einem Salzstreuer streut sich jeder ein bisschen Salz in die Handfläche.
Schaut euch die Salzkörner in eurer Hand genau an. Jedes Salzkorn ist anders – ein ganz einzigartiges Kristall.
Gott, der Vater, der dich wunderbar und einzigartig wie jedes Salzkorn geschaffen hat, segne dich.
Befeuchtet nun einen Finger und dippt in euer Salzhäuflein. Dann schleckt euren Finger ab.
Jesus, der Sohn, der in dir und bei dir ist, gebe dir die Kraft Salz zu sein in deinem Alltag.
Gott, der Heilige Geist schenke, dass dein Leben Bedeutung bekommt und dein Salz seine Wirkung entfaltet.
Jetzt das restliche Salz von der Handfläche pusten.
So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

two condiments shakers

Material: zwei Riesenluftballons in zwei verschiedenen Farben, schwarzer wasserfester Stift zum Beschriften.

Beschreibung
Zwei (Riesen-) Luftballons in zwei unterschiedlichen Farben aufblasen.
Auf den einen Ballon „DANKE“, auf den anderen Ballon „BITTE“ schreiben.
Die Ballons werden dann beim Luftballon-Gebet in die Luft geworfen. Ziel ist, dass die Ballons immer in der Luft bleiben.

Luftballon-Gebet
Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden Menschen, der heute hier ist.

Jetzt wird der „DANKE“- Ballon in die Luft geworfen. Die Person, bei der der Ballon ankommt, darf laut oder leise eine Sache sagen, für die sie dankbar ist. Währenddessen darf sie den Ballon weiter in die Luft stoßen.

Am Ende der Danke-Runde den Ballon fangen und zur Seite legen.

Großer Gott, du siehst was uns traurig macht oder was uns auf dem Herzen liegt. Wir bitten dich für alle kranken Menschen.

Jetzt den „BITTE“- Ballon hochwerfen. Am Ende den „Bitte“-Ballon fangen und zur Seite legen.

Und laut gemeinsam „AMEN“ rufen.

Material: kein Material notwendig

Socken-Segen

Wer möchte, darf für den Socken-Segen seine Schuhe ausziehen.

Großer Gott. Wir stehen hier sockig vor dir. Ganz ungeschützt.
Vielleicht sind unsere Füße verschwitzt oder stinken sogar ein bisschen.
Danke, dass wir genauso vor dir stehen dürfen und du uns segnest.

Gott, der Vater, segnet dich. Er hat dich geschaffen. Er kennt dich.
Er weiß um deine Verletzlichkeit, deine peinlichen Momente und deine unangenehmen Situationen. Und er liebt dich.

Jesus, der Sohn, segnet dich. Er geht mit dir, wenn du schwierige und anstrengende Wege gehen musst.
Er ist an deiner Seite, wenn du durch deinen Alltag rennst. Wie eine Socke begleitet er dich bei jedem Schritt.

Gott, der Heilige Geist, segnet dich. Wie eine wärmende Wollsocke umgibt er dich und ist dir ganz nahe.
Er umhüllt dich mit seinem Segen.
So segnet dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Jetzt die Schuhe wieder anziehen.

Umgang mit Zeit und Terminen

  • Eine der DE-Tendenzen: Terminkalender; Bescheid sagen, selbst wenn man für 2-5 Min zu spät kommt
  • Eine der UA-Tendenzen:
    • Es gibt in der ukrainischen Sprache kein Äquivalent für das deutsche Wort „Termin“. Die Bedeutung des Wortes „Termin“ muss man den Ukrainern erklären.
    • Viele Ukrainer sind flexibel und spontan. Das Leben in der Ukraine ist so, dass sich die ganze Zeit etwas verändert. Oft entscheiden Menschen heute Abend, was sie morgen oder am Wochenende machen werden.
    • Man sagt einander nicht immer Bescheid, wenn man sich verspätet. Das kann jedem passieren. Ukrainer warten aufeinander.

Pünktlichkeit

  • Eine der DE-Tendenzen: Pünktlichkeit
  • Eine der UA-Tendenzen:
    • Viele Ukrainer sind pünktlich.
    • Gleichzeitig sind mehrere auch locker im Blick auf Termine.
    • Verspätung zwischen 5 und 15 Min ist für viele ok/ gewöhnlich. Man kommt langsam an. Während man aufeinander wartet, redet man und tauscht sich gerne aus.

Tipp: Wenn meine deutsche Freunde sich mit mir treffen, rechnen sie damit, dass ich manchmal bis zu 15 Minuten später kommen könnte. Die Erfahrensten von ihnen nehmen sich ein Buch oder auch Laptop mit, um vor unserem Treffen noch ein Stück zu arbeiten. ☺
Tipp: Möchte ich um 15 Uhr mit einer Gruppe der Ukrainer ausgehen? Dann sage ich: „Wir treffen uns um 14:40“. Selbst komme ich um 14:50. Wir warten auf alle bis 15:05. Um 15:06 machen wir uns als Gruppe auf den Weg

Ein Gedanke: Vielleicht ist das, was Deutsche als „Zeit für Begegnung und Austausch“ bezeichnen, das Gleiche, was Ukrainer als „Wir warten auf einander“ nennen?
Vielleicht steht dieser Punkt bei einem deutschen Programm am Ende und bei einem ukrainischen Ablauf – sowohl am Anfang, als auch am Ende.


Wie wäre es dann, wenn pünktliche deutsche Mitarbeiter die Zeit am Anfang, während die Ukrainer und Ukrainerinnen langsam zusammenkommen, nicht als eine vergeudete Zeit sehen würden, sondern als Chance, den Teil „Begegnung und Austausch“ am Anfang des Treffens durchzuführen, ohne diesen Punkt offiziell als solches zu benennen? Könnte man dadurch einige Spannungen lösen?

Wie du dich mit Ukrainern treffen möchtest

  • Statt private Termine zu planen, sagen viele Ukrainer einfach: „Kommen Sie doch einmal bei uns vorbei!“.
  • Obwohl oft kein bestimmter Tag und auch keine bestimmte Uhrzeit für den Besuch genannt wird, ist das eine offizielle Einladung.
  • „Spontane Besucher werden [bei Ukrainern] ebenso herzlich willkommen geheißen. Falls der Gastgeber etwas anderes vorhat, wird er sich den veränderten Umständen anpassen und die spontanen Gäste empfangen. Dieses typische Verhaltensmuster resultiert aus der alten ukrainischen Tradition den Reisenden zu essen und zu trinken zu geben und eine Unterkunft anzubieten.“

Wie kann man einen Termin mit jemandem ausmachen, der keine Termine plant?

Viele Deutsche würden es nicht wagen, jemanden ohne eine genauer Absprache zu besuchen. Wie kann man einen Termin mit jemandem ausmachen, der keine Termine plant?
Idee:
1) Erste Einschätzung. Frage deine ukrainische Bekannten, wann es für sie am liebsten wäre, sich mit dir zu treffen. Am ehestens bekommst du so eine Antwort wie „nachmittags“ oder „am Abend“.
2) Zweite Einschätzung. Frage: „Wann genau am Abend wäre es besser dich zu besuchen?“ Wahrscheinlich bekommst du so eine Antwort wie „Nach 14 Uhr“ oder „Zwischen 16 und 20 Uhr“.
3) Termin im eigenem Kalender trotzdem vermerken.

  • Sage Ukrainern Bescheid, dass du gerne mal am Abend vorbei kommst.
  • Plane nur für dich, wann genau du das tun möchtest.
  • Schreibe gerne mit Genuss und Erleichterung in deinen Kalender auf: 27. Mai – Spaziergang mit Ukrainern – Von 18:30 bis 19:50. ☺

Du lädst Ukrainer zu dir oder zu einem Café ein

Haben Ukrainer Gäste, schlagen sie ihnen vor, Tee oder Kaffee, schön verpackte Pralinen, Kekse mit Schokolade oder andere Delikatessen zu probieren.

Es gibt in der ukrainischen Sprache kein Äquivalent für das deutsche „Ich-lade-dich-ein“.
Tipp: Einige Ukrainer können auf deine Einladung verzichten, weil sie denken, jeder muss für sich zahlen. Erkläre ihnen bitte deine Einladung auch mit anderen Worten, so wie: „Ich würde gerne … für dich zahlen. Das heißt in Deutschland: du bist eingeladen.“ oder „Das wird für dich kostenlos“ oder „Ich schenke es dir.“

Abendessen

Richtiges Abendessen in der Ukraine sieht eher wie Mittagsessen in Deutschland aus.

Tipp: Lädst du eine ukrainische Familie zum Abendbrot ein, erwarten sie auf deinem Tisch etwas Herzhaftes zu sehen (so was, wie z.B. Lasagne oder Kartoffel mit Fleisch). Sage bitte Menschen Bescheid, dass sie bei dir belegte Brötchen mit Wurst und Käse essen werden. ☺

Du besuchst Ukrainer

Tipp: Ein höflicher Gast bringt eine Kleinigkeit mit (Schokolade, Waffeln oder leckere Kekse). In der Regel
wird das sofort ausgepackt und für alle auf den Tisch gelegt.
Tipp: Haben Ukrainer was mit sich gebracht (Kekse, Wein oder so), sind sie gewohnt die Reste oder die
halbvolle Flasche bei Gastgeber*in zu lassen und sie mit nach Hause nicht zu nehmen.
Tipp: Möchtest du dein Essen mitbringen, bespreche das bitte mit dem Gastgeber oder Gastgeberin.
Würdest du so was ohne Absprache machen, könnten einige Ukrainer daraus verstehen: „Liebe Ukrainer! Esst
euer Essen selbst. Es schmeckt mir nicht.“
Tipp: Möchtest du dein Essen trotzdem mitbringen, bringe dann Essen für alle mit.

Wenn Ukrainer sich mit dir treffen möchten

  • Sind Ukrainer in der Nähe von deinem Büro oder deinem Zuhause, würden einige von ihnen auf Idee kommen, dich spontan zu besuchen und dir „Hallo!“ zu sagen.
  • So ein Besuch bedeutet: „Hey, wir mögen dich! Und wir sind gekommen, um dich zu lieben!“ Es kann sein, dass Ukrainer eine Kleinigkeit für dich mitbringen, um deinen Tag zu
    versüßen und dich ein bisschen bei deiner Arbeit zu stärken. ☺
  • Ukrainer könnten erwarten, dass du dich über sie freust, sie rein lässt und ihnen ein (heißes) Getränk anbietest.

Achtung! Es geht hier nicht um spontane Besuche, bei welchen Menschen um Hilfe bitten oder dir eine Frage stellen möchten. Es geht um beziehungsorientierte Besuche, bei welchen man mit dir aus Freundlichkeitsgründen kurz reden möchte.

Wenn Ukrainer sich mit dir treffen möchten

Idee: Falls du keine Zeit hast:
1) Biete den Besuchern erstmal an, reinzukommen.
2) Sage so herzlich, wie du es nur kannst: „Ich freue mich sehr euch zu sehen! Schön, dass ihr bei mir vorbeikamt! Ich bin momentan sehr beschäftigt, aber 5 Minuten für euch habe ich! Nehmt gerne Platz! Also wie geht‘s? …“
3) Sage nach 15 Minuten: „Schade, dass ich jetzt weiter arbeiten muss. Aber danke, dass ihr mich kurz besucht habt! Das hat mir gut getan! Wir sehen uns noch bei… Schönen Tag euch!“

Tipp: Hast du Zeit und Möglichkeit, versuche dich bitte auf diesen spontanen Besuch einzulassen. ☺

Das Fünf-Minuten-Phänomen

Einige Ukrainer sind besonders freundlich. Auch wenn du wirklich keine Zeit sogar für ein kurzes schönes Gespräch hast, könnten sie dich trotzdem herzlich einladen:

  • kurz mal rein zu kommen
  • schnell eine halbe Tasse Kaffee zu trinken
  • nur einen frisch gemachten Pfannkuchen zu kosten…
  • Sie werden dich anlächeln und zu dir sagen: „Es wird nur 5 Minuten dauern.“ Passe auf! ☺


Du musst wissen: Ukrainische fünf Minuten dauern 10-20 Min. ☺
Info: Für fünf Minuten rein zu kommen, kann auch bedeuten, bis zu einer halben Stunde im Gespräch zu bleiben. Sagt jemand zu dir: „Ich brauche noch fünf Minuten“, könnte das auch bedeuten, dass die Person in 10-20 Min kommt/ frei wird.“

Feiern

❖ So sieht ein feierlich gedeckter Tisch in der Ukraine aus.
❖ Im Zentrum steht nicht nur Gemeinschaft, sondern auch Essen.
❖ Sind Ukrainer zu einem ukrainischen Geburtstag eingeladen, essen sie davor bewusst nichts.
❖ Als Gast musst du sicher nichts außer Geschenken mitbringen

Tipp: Erwartest du, dass deine ukrainische Gäste einen Salat oder einen Kuchen mitbringen, sprich das bitte direkt an.

Tipp: Sage bitte Ukrainern Bescheid, falls dein Tisch auf Nüsse und Chips begrenzt ist. Hungrige Ukrainer – enttäuschte Ukrainer. ☺ Hungrige ukrainische Kinder – nicht schön.

Geschenke

  • Ukrainische Frauen lieben es, Blumensträuße geschenkt zu bekommen.
  • Verbreitete Art von Geschenken in der Ukraine: Geld in einer Geburtstagskarte

Tipp: Blumen müssen unbedingt in ungerader Zahl überreicht werden. Die Blumen in gerader Zahl kauft man gezielt, wenn jemand gestorben ist, um sie zum Grab zu bringen.
Tipp: Man schenkt keine gelbe Blumen. Das ist ein Zeichen für baldige zukünftige Trennung oder Verluste.

Eine Bitte an euch: Liebe deutschsprachige Menschen! Haben Geflüchtete für euch eine Torte gebacken oder gekauft, sagt bitte nicht: „Wir essen keine Süßigkeiten“. Typisch ukrainisch ist: (Geburtstags)-Geschenke immer anzunehmen. Bedankt euch bitte höflich für die Torte und verschenkt sie später geheim an mich ☺

Nachwort: Was diese Broschüre ist, und was sie nicht ist

❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, heißt nicht gleich, zwei Gegenlager zu bilden: Deutsche und Ukrainer.
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, heißt von den Kulturbesonderheiten zu sprechen (aus Respekt vor dem Entwicklungsweg der beiden Kulturen).
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, bedeutet nicht gleich, Kulturgemeinsamkeiten zu ignorieren.
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, bedeutet, die Einzigartigkeit jeder Kultur ernst zu nehmen, ihr Raum zu geben und nicht zu versuchen, sie sofort durch die eckenausgleichenden Kulturgemeinsamkeiten zu vertuschen (aus Angst, dass jemand deinen Mut, die Schönheit die Abweichungen zu sehen und sich dabei zu erlauben, davon fasziniert zu werden, als zu platt oder zu oberflächlich finden könnte).
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, bedeutet nicht, sich von dem anderen abzugrenzen.
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, bedeutet, mein Gegenüber auch in seiner Andersartigkeit sehen zu wollen. Stellt man sich darauf ein, versucht man behutsam, eine Brücke zu dem anderen zu schlagen und ihn erstmal mit eigener kulturellen Einzigartigkeit nicht zu überfordern.
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, heißt nicht gleich, nach neuen Gründen für gegenseitige Verletzungen zu suchen.
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, bedeutet, sich um Kommunikation zu kümmern und zu versuchen, die Entstehung mindestens von einigen Verletzungen, die unausweichlich auf Grund der kulturellen Missverständnisse vorkommen werden und vorkommen müssen, zu minimisieren oder ihnen vorzubeugen.
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, bedeutet nicht gleich, Menschen in Schubladen zu stecken, stereotypes Denken zu fördern oder die ganze Kultur auf eine ihrer zahlreichen Tendenzen zu reduzieren.
❖ Von den Kulturunterschieden zu sprechen, bedeutet, sich Mühe zu geben, um sich auf die Begegnung mit dem Neuen und dem wenig Greifbaren vorzubereiten, in dem Wissen, dass die Beschreibungen nur Stereotypen sind, und nicht pauschal für alle gelten.

❖ Es stimmt, dass wir in Christus frei von einigen Grenzen und Schubladen geworden sind: „[…] Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau [weder Deutsche noch Ukrainer. – Aut.]. Denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.“ (Gal. 3, 27f).
❖ Frei sein bedeutet aber nicht unvorbereitet sein. Mensch braucht erstmal Schubladen, um neue Sachen einordnen zu können. Wichtig ist dabei, wie es schon der Pädagoge Paul Mecheril betont hat, das Wissen über diese oder jene Kultur nicht zu verallgemeinern und es auch nicht als festgelegtes Norma zu achten, [4] sondern es zu prüfen und das Gute zu behalten (1. Thess 5,21).
❖ Ich finde, wir brauchen beides: frei von und frei für Kulturkategorien zu sein. Würde Kommunikation mit den Ukrainern anders aussehen, als es in diesem Heft steht, gelob sei Gott der Schöpfer, der ein Geheimnis in einen Menschen hineingelegt hat. Passiert aber etwas in der Praxis ähnlich dem oder genau so, wie es unserem Wissen über eine bestimmte Kultur entspricht, sind wir dann für eine kultursensible und respektvolle Kommunikation vorbereitet

Weihnachtsfeier mit Tiefgang

Zielgedanke

Wir alle sind unterwegs. Gottes Ziel für uns ist, in einer Freundschafts-Beziehung mit ihm zu leben. Wie sehr er sich danach sehnt, zeigt Jesu Kommen auf die Erde.

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Eine der Sinnfragen lautet: Wohin gehe ich? Bzw. wohin bin ich unterwegs? Gottes Wunsch und Ziel für seine Menschen ist: Gott als Vater zu sehen, als Mensch die Kindschaft Gottes anzunehmen. Die Entscheidung jedes Einzelnen ist es, mit Gott, mit Jesus, unterwegs zu sein. Gott hält seine ausgestreckte Hand jedem hin. Ergreife ich sie? Ist es mir ein Anliegen, dass die mir anvertrauten Kinder diese Hand wahrnehmen und von Gottes Angebot erfahren?

Die Entscheidung als Gottes-Kind zu leben ist wie ein Etappenziel. Allerdings entscheidet das Erreichen dieses Etappenziels darüber, wie sich meine nächsten Etappen und vor allem die Wege zwischen diesen Etappen gestalten. Mit dieser Entscheidung bin ich nicht mehr allein unterwegs auf meinem Lebensweg, sondern an der Hand des dreieinigen Gottes, der gute Gedanken für mein Leben hat und ein starker, fürsorglicher Begleiter ist. Ich bin mit ihm unterwegs zu jeder Zwischen-Etappe meines Lebens: sei es ein Schulwechsel, die Berufswahl, ein Umzug, der erste Urlaub ohne Eltern,… Immer ist der dreieinige Gott an meiner Seite; in Oasen- und Wüstenzeiten, auf Umwegen,… – ER verlässt mich nicht, denn einer seiner Namen ist: Immanuel = Gott mit uns!

Um diese Entscheidung überhaupt treffen zu können, muss ich diesen wunderbaren Gott erst einmal kennenlernen. Wer ist er? Wie ist er? Was heißt es und wie kann das gehen, „mit ihm unterwegs zu sein“? Wir können diese spannende Reise der Kinder begleiten und ihnen helfen, diesen Gott kennenzulernen.

Von Gottes Seite ist die Entscheidung längst getroffen. Er wünscht sich diese Beziehung. Wie sehr er sich nach dieser Vater-Kind-Beziehung, dieser Freundschaft sehnt, zeigt das Kommen Jesu auf diese Erde, das wir an Weihnachten feiern.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder werden geführt, von Eltern, Lehrern, … Viele (große) Entscheidungen treffen sie nicht selbst. Steht ein Berufswechsel bei den Eltern an, ziehen die Kinder mit um, egal ob sie wollen oder nicht. Auch die Entscheidungen über weitere Geschwister, Hausbau, Gemeindezugehörigkeit, Trennung,… treffen die Eltern. Die Kinder sind aber unmittelbar betroffen. Das ist ihr Alltag. Mit zunehmendem Alter nimmt die Eigenverantwortung zu. Das ist herausfordernd, spannend, kann das Kind aber auch immer wieder überfordern.

Wie hilfreich ist es, wenn ich weiß, ich muss nicht alleine unterwegs sein und vor allem, wenn ich weiß, mit WEM ich unterwegs sein kann; wer ein guter Begleiter und Ratgeber ist. Gott hat so viel Interesse an mir, dass er den perfekten Himmel, die vollkommene Liebe des Vaters verlassen hat, um mich in diese Beziehung einzuladen. Wenn ich diesen Gott kenne, habe ich einen Sinn und ein Ziel im Leben für das es sich lohnt zu leben.

Einstieg

Ihr hängt ein schön gestaltetes Plakat an die Tür zu euerm Gruppenraum: „Auf dem Weg zur Weihnachts-Freude“ steht darauf. Im Raum wartet ein vorbereiteter Stuhlkreis auf die Kinder und leise Weihnachtsmusik erklingt, wenn sie in den Raum kommen. Tauscht euch darüber aus, was für den Einzelnen zu Weihnachten gehört.

Gestaltet daraufhin gemeinsam euren Raum, den Kreis und die Mitte des Kreises. Vorschläge zur Gestaltung: gestaltet die Mitte mit Tüchern in weihnachtlichen Farben, Tannenzweigen, einem Adventskranz,… bereitet einen Kinderpunsch zu oder erwärmt einen gekauften (eine ganz einfache Möglichkeit ist ein Apfelpunsch für den ihr Apfelsaft mit Zimtstangen erwärmt), bereitet kleine Plätzchen- oder Lebkuchenteller vor. Stellte kleine Tische, Hocker oder zusätzliche Stühle in den Kreis, die ihr mit weihnachtlichen Servietten schmückt und auf die ihr die Punschbecher und Plätzchenteller stellt.

Andacht

So, die Atmosphäre passt. Natürlich gehören auch Geschenke zu Weihnachten. Dazu stellt ihr ein großes Geschenk in die Mitte des Kreises. Nach und nach nähert ihr euch mit diesem Geschenk, dem Sinn von Weihnachten und somit hoffentlich auch der Weihnachtsfreude.

  • Ein Kind darf die erste Lage des Geschenkpapiers lösen. Ein Blatt Papier mit einer Frage kommt heraus: Unser Raum ist festlich geschmückt. Es gibt etwas zu trinken und zu essen. Aber warum und wen feiern wir denn an Weihnachten? Tauscht euch mit den Kindern darüber aus. Um das Besondere an seinem Kommen zu verstehen und IHN feiern zu können, müssen wir ihn erst einmal ein bisschen besser kennenlernen.
  • Die nächste Lage Papier wird gelöst. (Hinweis: jeder nächste Punkt in der Liste bedeutet, dass eine neue Lage gelöst wird) Heraus kommt folgende Austausch-Frage: Wisst ihr wo und wie Jesus gelebt hat, bevor er in Bethlehem geboren ist? (Bei Gott, dem Vater im Himmel, in absoluter Einheit und Verbundenheit mit ihm, ohne Streit, Neid, Hass,…)
  • Das Lied „Freude, Freude“ von Gaba Mertins („Einfach spitze“- Liederbuch, Nr. 22) kommt zum Vorschein. Singt den Refrain 1-2 mal zusammen. Sprecht über diesen riesigen Liebesbeweis Jesu: Vorher hat Jesus im Himmel mit dem Vater gelebt, und dann kommt er in einem Stall zur Welt?!? Warum? – Weil er ALLEN (egal ob arm oder reich, alt oder jung, Jude oder nicht-Jude,…) die Liebe des Vaters zeigen und bringen wollte und immer noch will!
  • Singt zusammen den Refrain und die 1. Strophe des Liedes „Freude, Freude“. Lasst die Kinder in Duden oder Handy nach der Definition von „Heiland“ suchen – was heißt das? Was hat das mit Jesus und mir zu tun? – Heiland heißt auch Erretter, der von Einsamkeit, Sinnlosigkeit und der Last von Schuld und schlechtem Verhalten errettet, hin zu Gottes Liebe, Vergebung und Freundschaft. So zeigt und ermöglicht er uns den WEG zu Gott dem Vater.
  • In der nächsten Lage kommen Krepp-Klebeband und Eddings hervor. Spielt eine Runde „Wer bin ich?“ Jeder Teilnehmende schreibt für einen anderen eine biblische Figur, einen Promi, eine Märchenfigur,… auf das Krepp-Klebeband. Jeder bekommt das für ihn/sie beschriftete Klebeband auf die Stirn geklebt, ohne die Beschriftung vorher gelesen zu haben. Nun bewegt ihr euch durch den Raum und stellt einander Fragen, die nur mit Ja oder Nein beantwortet werden können und die euch helfen, herauszufinden wer ihr seid. (Bin ich ein Mann? Gibt es mich real? Lebe ich noch?…).
  • Singt Refrain und 2. Strophe des Liedes „Freude, Freude“. Öffnet die Tür. Dort hängt ein Plakat oder ein Pfeil, folgendermaßen beschriftet: Richtung Freundschaft mit Gott: guter Ratgeber, immer ansprechbar, Tröster, bedingungslose Liebe,… – welche dieser Eigenschaften spricht mich gerade am meisten an? Jesus hat die Tür zu dieser Freundschaft an Weihnachten aufgemacht. Was muss ICH tun um zu dieser Freundschaft zu gelangen? Losgehen, durch die Türe gehen = Jesus sagen: „Das möchte ich! Ich schlage ein in dieses Freundschafts-Angebot von dir.“
  • Dieses Mal kommt eine Augenbinde heraus: Wir können Jesus nicht sehen und ihn trotzdem kennen. Spielt eine Runde „Blinde Kuh“ – den anderen blind erkennen. Dazu werden einem Teilnehmenden die Augen verbunden. Ein anderer Teilnehmender stellt sich leise vor ihn/sie. Durch Ertasten soll der/die Blinde herausfinden, wer vor ihm /ihr steht.
  • Singt gemeinsam Refrain und 3. Strophe des Liedes „Freude, Freude“ – Jesus das Licht, was heißt das? Wo brauche ich „Licht“ in meinem Leben? Jesus möchte Licht in den Teil deines Lebens bringen, der gerade dunkel ist. Dafür ist er gekommen.
  • Ziel, ihr seid im Innersten des Geschenkes angekommen. Heraus kommt zum Schluss Jesus in der Krippe und eine Krone, aufgemalt, von einer Krippe der Gemeinde oder von dir privat, eine Deko-Krone, aus Goldpapier gebastelt,… Fasst noch einmal kurz zusammen, wozu Jesus gekommen ist und was er uns gebracht hat, wer er für uns sein möchte. Singt noch einmal das ganze Lied „Freude, Freude“ zusammen.
  • Schließt mit einem Gebet: „Danke, guter Gott, dass wir dir so wichtig sind und du dir so sehr wünschst, dass wir in Freundschaft mit dir leben, dass du sogar Jesus, deinen Sohn zu uns auf die Erde geschickt hast. Hilf uns, ihn immer besser kennenzulernen und zu erleben, was es heißt, mit dir gemeinsam unterwegs zu sein. Amen“
  • Vielleicht gibt es zum Abschluss des inhaltlichen Teils noch ein Geschenk für jedes eurer Kinder? Vorschlag: eine Licht-Tüte in Form einer Krone oder eine Licht-Tüte, die die Kinder jetzt noch selbst gestalten können.
Vertiefung

Licht-Tüte gestalten

Gestaltet eine Licht-Tüte. Ihr könnt die Licht-Tüte oben am Rand mit Zacken als Krone gestalten und dann mit Prickel-Nadeln ein Muster in das Papier stechen. Oder ihr gestaltet die Licht-Tüte generell mit Prickel-Nadeln, in dem ihr ein Herz, eine Krone,… hineinstecht. (Dazu benötigt ihr Filz-Unterlagen o.ä.)

Licht-Tüten bekommt ihr im Internet oder bei einem Laden für Bastelmaterial. Es sind feuerfeste „Papier-Tüten“, in die man Kerzen oder Teelicht-Gläser stellen kann.

Weitere Ideen

Gestaltet den restlichen Abend mit allem, was euch Spaß macht und eurer Freude Ausdruck verleiht. Ihr kennt eure Kinder in der Hinsicht am besten.

Spiel-Ideen:

  • Ja-Nein-Stuhl zur Weihnachtsgeschichte
  • Weihnachtslieder raten
  • Lebendiges Quartett mit biblischen Personen (Jedes Kind nennt dem Spielleiter leise eine biblische Person (oder Tier, oder Promi oder Obst/Gemüse oder Automarke,…). Der Spielleiter liest die ausgewählten Personen in anderer Reihenfolge vor. Ein Kind beginnt. Es fragt ein anderes Kind: „Bist du König David?“ Antwortet das Kind mit „ja“, gehören diese beiden zusammen und dürfen weiterfragen. Bei der Antwort „nein“ darf das gefragte Kind weiterfragen. Ende: wenn nur noch ein Kind unbekannt ist.
  • Weihnachts-Geschichte mit Fehlern vorlesen. Wer einen Fehler entdeckt, stampft/klatscht/… und korrigiert den Fehler
  • Weihnachts-Geschichte in eurem Dialekt vorlesen (auf Schwäbisch gibt es das zumindest)
  • Reise nach Bethlehem (Jerusalem)
  • Schokolade auspacken

Lieder:

  • Runtergekommen, Einfach spitze, Nr.47
  • Gottes große Liebe, Einfach spitze, Nr.15

Einführung

Diesen Entwurf haben wir passend zur Jahreslosung 2023 entwickelt. Dieser Bibelvers wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) für jedes Jahr ausgewählt. Die Jahreslosung gilt vielen Christen vor allem deutscher Sprache als Leitvers für das Jahr.
Im Jahr 2023 lautet der Vers: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ 1. Mose 16,13. Mit diesem Entwurf könnt ihr die Jahreslosung in eurer Kirche Kunterbunt thematisieren. Der Entwurf eignet sich gut für die erste Jahreshälfte des Jahres.

Willkommenszeit

Begrüßung mit der Messlatte

Material: eine große Messlatte (evtl. nicht sichtbare Rückseite ist für den Feier-Zeit-Vorschlag A mit „Alle gleich wichtig“ beschriftet), Stifte

Stationsbeschreibung: Beim „Einchecken“/ zur Begrüßung jeder Person wird hier auf der Messlatte die Größe gemessen. Alle dürfen ihren Namen auf der Messlatte an der ermessenen Größe eintragen.

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Messlatte um die Größe der Besucher zu messen und dann zu vermerken.
Begrüßung mit einem Sand-Namensschild

Material: Doppelseitiges Klebeband, bunter Sand, Papier, Stifte

Stationsbeschreibung: Jede Person darf sich zu Beginn ein eigenes Namensschild gestalten. Auf Papier wird nicht nur der eigene Name geschrieben, sondern auch bunter Sand gestreut (ganz nach Vorlieben). Der Sand haftet auf dem Papier, in dem doppelseitiges Klebeband verwendet wird.

bunter Sand
dickes Papier für die Namensschilder
Klebeband aufkleben und Sand darüber streuen

Aktiv-Zeit

Station: Gott sieht dich! Bei Gott bist du wichtig!

Material: Papier, gespitzte (!) Bleistifte, Radiergummi, Spitzer, Deckel eines Plastikkästchens (kein Glas wegen der Oberflächenspannung des Wassers), „Gläserne Kugel“ von Kraul (www.spielzeug-kraul.de), Plastikspritze (zum Befüllen der Kugel), alternativ Wasserhahn in der Nähe

Stationsbeschreibung: Zeichne dich als Strichmännchen so klein, wie du nur kannst. Schreibe deinen Namen daneben – auch ganz klein, sodass du es fast nicht lesen kannst. Fülle die Glaskugel unter dem Wasserhahn oder mit der Plastikspritze und lege sie auf die kleine Schrift.
Hinweis zur Station: Was passiert mit Strichmännchen und Schrift?
Die wassergefüllte Kugel wirkt wie ein „Riesentropfen“, wie eine Lupe und vergrößert so deine Schrift. Wenn du die Kugel anhebst, wird die Vergrößerung noch stärker. Im Gegensatz zu Glaslinsen sind die Vergrößerungen am Rande aber verzerrt. So bekommt dein Name runde Ränder und wird richtig lebendig, wenn du die Kugel leicht hin- und her bewegst. Je gebogener die Tropfenoberfläche ist, desto schöner ist der Lupeneffekt!
Alternativ kann die Vergrößerung auch mit dem Boden eines Plastikdeckels hergestellt werden. Nimm den Plastikdeckel und lege ihn auf Stichmännchen und Namen. Dann tauche deinen Zeigefinger in Wasser, bis ein kleiner Tropfen an deiner Fingerkuppe hängen bleibt. Diesen Tropfen setzt du vorsichtig auf den Boden des Plastikdeckels. Der Tropfen sollte klein, aber möglichst hoch sein.

Gesprächsimpulse: Und was hat das mit uns zu tun? Bei Gott bist du im Fokus: Gott sieht dich voller Liebe an, selbst wenn du dich klein machst oder klein fühlst. Für ihn bist du ganz groß, ganz wichtig! Er schenkt dir neue Kraft und Stärke, neues Leben. So geht es auch Hagar, die wieder die Kraft hat zu ihrer Herrin Sara zurückzugehen.
Zum Weiterdenken: Wo möchte ich, dass ich mehr gesehen werde? Wo wünsche ich mir Bestätigung? Wo brauche ich neue Kraft, um durchzuhalten?
Anmerkung: Es empfiehlt sich, den Versuch vorher auszuprobieren, denn nicht jeder Plastikboden eignet sich für dieses Experiment. Auch lohnt es sich, die Gläserne Kugel anzuschaffen, da der Effekt einfach viel stärker ist. Außerdem ist das mitgelieferte Beiheft eine tolle Hilfe bei der Durchführung und ggf. Ideengeber dank der vielen unterschiedlichen Experimente für andere KiKu-Tage.

Idee und Texte teilweise entnommen aus: Beiheft „Gläserne Kugel“, Walter Kraul GmbH, Icking.

Station: Blind malen

Material: Stifte, Papier, Schal/Tuch um Augen zu verbinden, Wackelaugen

Stationsbeschreibung: Eine Person aus der Familie bekommt die Augen verbunden. Zusätzlich erhält sie einen Stift und ein Papier auf dem 2 Wackelaugen kleben (Alternative: Augen aufgezeichnet sind). Jetzt wird ausgewählt, wen die Person mit verbundenen Augen aus der Familie zeichnen soll, ohne zu sie zu sehen. Die Wackelaugen können bei der Orientierung helfen.

Gesprächsimpulse: Wie siehst du den anderen von „außen“? Was ist dir wichtig am andern?

Station: Ein Bild von dir

Material: Bilderrahmen oder ein Tonpapierblatt auf dem ein „Bilderrahmen“ aufgezeichnet ist und in der Mitte Platz ist zum Schreiben/Kleben, Symbole z.B. Emoijs oder Sportarten, Aufkleber, Kleber/Heißklebepistole, Papier, Papier, Stifte

Stationsbeschreibung: Schreibt für jede Person auf, was ihr an ihr/ihm mögt. Was die/derjenige gut kann. Ihr könnt auch Symbole ausschneiden und aufkleben (vor allem Kinder, die noch nicht schreiben können). Ihr könnt auch ein Bild von der Person malen. Gestaltet mit den Worten, Symbolen und Bildern eine Seite für den Bilderrahmen. Platziert euer Kunstwerk in den Rahmen. Ihr könnt den Rahmen auch noch verzieren oder Symbole aufkleben, die die Person auszeichnen. Jeder aus der Familie erhält dann ein Bilderrahmen der enthält, was die andern an Stärken in der Person sehen.

Gesprächsimpulse: Wie ist es für dich zu hören, was die anderen alles an dir mögen und wie sie dich sehen? Denkst du sie haben recht? Warum fällt es uns schwer Schönes über uns zu hören?

Station: Gott sieht dich im Spiegel

Material: Spiegelfliesen rund Ø20cm, Holzklötze ca. 7x7x7cm (evtl. eine Holzlatte, von der selbst abgesägt wird), evtl. Gravier-Stift, Brandmalkolben (Brennpeter), diverse Farben, Pinsel, Edding

Stationsbeschreibung: Sägt für den Holzklotz von einem Vierkantholz einen Würfel ab. Schleift diesen danach mit Schmirgelpapier. Dann wird in den Klotz mit einer Kappsäge oder Oberfräse ein ca. 1-2 cm tiefer Schlitz gesägt. Er sollte etwa 70° Neigung haben. Alternativ können die Klötze auch schon vorbereitet werden. Jetzt wird der Spiegel in den Schlitz gesteckt. Gestaltet den Spiegel mit dem Satz „Du siehst mich!“. Entweder kann die Spiegelfliese graviert werden oder es wird einfach ein durchsichtiger Kleber platziert. Die Spiegelfliese kann auch bemalt werden (Edding, Windowcolor, Glasfarbe). Alternativ kann auch der Holzklotz gestaltet werden. Entweder mit dem Lötkolben oder ebenfalls mit Farbe.

Gesprächsimpulse: Seid ihr zufrieden mit dem, was ihr im Spiegel seht? Kannst du dich in Ruhe anschauen und dich über dein Äußeres, deine Schönheit freuen? Gott sieht dich. Nicht nur äußerlich. Gott sieht dich – mit allem, was du bist. Und sein Blick ist nicht kontrollierend oder verurteilend. Dieser Blick ist liebevoll und wertschätzend. Gott sieht dich. Dein Potential, deine innere und äußere Schönheit.

Station: Erzähl-Zelt

Material: Erzählzelt oder gemütliche Ecke, Sitzkissen, ggf. Teppich, Zimmerbrunnen oder eine Schale mit Wasser, Verkleidung für Hagar, Sand auf einem Tuch, (auch Erzählbeutel genannt), 4 Erzählfiguren aus Holz (ganz bewusst keine weitere Ausstattung, damit der Blick auf das Wesentlich gelenkt wird).
Immer wenn eine kleine Gruppe von mindestens 3 Personen zusammengekommen ist, beginnt die Erzählung. Mit den Figuren erzählt der Mitarbeitende die Geschichte nach.
Aufbau des Sand-Erzähl-Teppichs: am Rand in einer kleinen Senke werden die Figuren Sarai und Abram platziert. Ungefähr in der Mitte des Sandteppichs stehen Hagar und Gott/der Engel des Herrn.

Ein:e Mitarbeiter:in erzählt mit den Figuren Hagars Geschichte:
Geschichte
„Ihr befindet euch an einem ganz besonderen Ort, denn hier ist etwas ganz Wunderbares passiert! Hier ist Gott (Figur zeigen) der Magd Hagar (Figur zeigen und zu Figur Gott stellen) begegnet, aber alles der Reihe nach! (Figur Hagar zu Figur Sarai und Figur Abram stellen) Die Magd Hagar zieht mit ihrer Herrin Sarai und ihrem Mann Abram immer dorthin, wo die Schafe und Ziegen Futter finden. Hagar hilft Sarai bei einfachen Arbeiten wie kochen, waschen, nähen und vielem mehr. Sarai und ihr Mann Abram wünschen sich schon lange Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Da Hagar noch jung ist, sagte Sarai ihrem Mann, er solle doch versuchen mit Hagar ein Kind zu bekommen. (Figur Hagar zu Abram stellen).

Das tat er dann auch und Hagar wurde schwanger. Nachdem sie das wusste, war sie ihrer Herrin Sarai gegenüber schnippisch und machte auch nicht immer gleich, was sie von ihr verlangt wurde. (Kleinen Sandhügel aufschütten und Hagar oben draufstellen; Sarai darunter platzieren) Ja, sie fühlte sich auf einmal als etwas Besseres: Denn sie war schließlich schwanger geworden und Sarai nicht. Das merkte die Herrin natürlich und das ärgerte sie, wie ihr euch vorstellen könnt! Sie gab Hagar deshalb noch mehr Arbeit, ließ sie bis in die Nacht die Zelte flicken und in aller Frühe wieder die Tiere versorgen. (Figur Sarai energisch auf den Sand klopfen und die Figur Hagar mit Sand zuschaufeln, sodass nur noch der Kopf herausschaut). Auch hatte sie kein gutes Wort mehr für ihre Magd. Es wurde ganz unerträglich! Vor drei Tagen brach Hagar beim Getreideschleppen in der Mittagshitze einfach zusammen. Als sie sich wieder ein bisschen erholt hatte, hielt sie es bei Sarai einfach nicht mehr aus und lief weg. (Figur Hagar abwandern lassen) Ohne zu wissen, wie lange wie gelaufen war und woher sie die Kraft genommen hatte.  Irgendwann muss sie einfach vor Erschöpfung eingeschlafen sein. (Figur hinlegen)
Als Hagar erwachte, fand sie sich an einer Quelle wieder (mit Finger kleines Loch in Sand graben), aber da war noch mehr, gleisendes Licht und eine Stimme, (Figur Gott dazustellen) die sie ansprach: »Hagar, du Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin? « Es war der Engel des Herrn, der sie ansprach. Es war so unglaublich, dass ein Engel von Gott mit ihr redete, aber Hagar hatte keine Angst. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie spürte: der meint es gut mit mir! Deswegen konnte sie ihm auch antworten und sagte wahrheitsgemäß: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Die Antwort kam prompt. Der Engel des Herrn sagte: »Kehre zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter und tu, was sie von dir verlangt! « Aber das war nicht alles! Außerdem sprach er: »Ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann. Denn du bist schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Ismael, ›Gott hat gehört‹, nennen. Denn der Gott hat dich gehört, als du ihm deine Not geklagt hast.
Dann war der Engel verschwunden, aber Hagar war erfüllt mit Frieden und Glück! Sie jubelte: Gott hat mein Gebet erhört! Wie gut das tut! (Figur Hagar hüpfen lassen).
Kurzerhand gab sie dem Herrn, der mit ihr geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn Hagar sprach zu sich: „Hier habe ich den gesehen, der nach mir sieht.«Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi, das heißt: Brunnen des Lebendigen, der nach mir sieht. Nun machte sich Hagar mit neuer Kraft auf den Nachhauseweg zu ihrer Herrin Sarai. (Figur Hagar läuft zu Sarai und Abram zurück und verbeugt sich vor Sarai.)

Alternativ kann die Geschichte auch aus der Perspektive von Hagar erzählt werden: Eine Mitarbeiterin ist dabei als Hagar verkleidet.

Erzählung von Hagar
„Ihr befindet euch an einem ganz besonderen Ort, denn hier ist etwas ganz Wunderbares passiert! Hier ist mir Gott begegnet, aber alles der Reihe nach! Ich bin eine Magd und ziehe mit meiner Herrin Sarai und ihrem Mann Abram immer dorthin, wo deren Schafe und Ziegen Futter finden. Ich helfe meiner Herrin Sarai bei einfachen Arbeiten wie kochen, waschen, nähen und vielem mehr. Sarai und ihr Mann Abram wünschen sich schon lange Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Da ich noch jung bin, sagte Sarai ihrem Mann, er solle doch versuchen mit mir ein Kind zu bekommen. Das tat er dann auch und ich wurde schwanger, ja ich erwarte ein Kind und freue mich, dass es mit mir geklappt hat! Nachdem ich wusste, dass ich von Abram ein Kind erwarte, kann es schon sein, dass ich meiner Herrin Sarai gegenüber etwas schnippisch war und nicht immer gleich gemacht habe, was sie von mir verlangte. Und, ja, wenn ich es mir recht überlege, hab ich mich auch als etwas Besseres gefühlt: ich bin schließlich schwanger geworden und sie nicht.

person on dessert

Das merkte meine Herrin natürlich und das ärgerte sie, wie ihr euch vorstellen könnt! Sie gab mir noch mehr Arbeit, ließ mich bis in die Nacht die Zelte flicken und in aller Frühe wieder die Tiere versorgen. Auch hatte sie kein gutes Wort mehr für mich. Es wurde ganz unerträglich! Vor drei Tagen brach ich beim Getreideschleppen in der Mittagshitze einfach zusammen. Ich hielt es einfach nicht mehr aus und floh. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich gelaufen bin und woher ich die Kraft genommen habe. Irgendwann muss ich einfach vor Erschöpfung eingeschlafen sein.
Als ich erwachte, fand ich mich an einer Quelle wieder, aber da war noch mehr, gleisendes Licht und eine Stimme, die mich ansprach: »Hagar, du Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin? « Es war der Engel des Herrn, der mich ansprach. Es war so unglaublich, dass ein Engel von Gott mit mir redete, aber ich hatte keine Angst. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich spürte: der meint es gut mit mir! Deswegen konnte ich ihm auch antworten und sagte wahrheitsgemäß: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Die Antwort kam prompt. Der Engel des Herrn sagte zu mir: »Kehre zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter und tu, was sie von dir verlangt! « Aber das war nicht alles! Außerdem sprach er zu mir: »Ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann.«11 Denn du bist schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Ismael, ›Gott hat gehört‹, nennen. Denn der Gott hat dich gehört, als du ihm deine Not geklagt hast.
Dann war der Engel verschwunden, aber ich war erfüllt mit Frieden und Glück! Gott hatte mein Gebet erhört! Wie gut das tut! Kurzerhand gab ich dem Herrn, der mit mir geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn ich sagte mir: „Hier habe ich den gesehen, der nach mir sieht. «Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi, das heißt: Brunnen des Lebendigen, der nach mir sieht. Nun konnte ich mic mit neuer Kraft auf den Nachhauseweg zu meiner Herrin Sarai machen.

Allgemeine Tipps: Wer noch mehr kreative Ideen sucht, wie Bibeltexte lebendig erzählt werden können, der wird vielleicht hier fündig:
Simone Merkel: Das Gewand des Heils, Biblische Erzählungen und andere Deutungen zum Weiterdenken. Direkt zu beziehen über die Autorin: https://simone-merkel.de/das-gewand-des-heils/
Artikel von Martina Steinkühler: https://www.bibelwissenschaft.de/wirelex/das-wissenschaftlich-religionspaedagogische-lexikon/wirelex/sachwort/anzeigen/details/erzaehlen-bibeldidaktisch/ch/71a71222bed9ab6d00121855f9fbe658/ zuletzt abgerufen am 07.07.22

Station: Steinmännchen

Wichtig: damit die Station verstanden werden kann, sollte sie nach der Station mit der  biblischen Geschichte kommen. Familien evtl. zuerst an diese Station schicken.

Material: Steine, Acrylstifte

Stationsbeschreibung: Als Erinnerung daran, dass Gott Hagar sieht, schafft sie sich ein Denkmal: sie benennt den Brunnen in der Wüste mit dem Namen „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Vielleicht habt ihr Gott auch schon einmal auf besondere Weise erlebt und möchtet diesen Moment in Erinnerung behalten? Ihr dürft euch dafür einen Stein nehmen und eine Eigenschaft, wie ihr Gott erlebt habt, auf einen Stein schreiben. Die Steine werden dann gestapelt und ergeben ein gemeinsames Denkmal.

Alternativ: es können auch Kappla-Steine (Bauklötze) beschriftet werden. Falls jede Familie sogar ihre eigenen Steine zu einem Denkmal baut, lasst die Familien doch ein Foto davon  machen zur Erinnerung für zuhause.

Zusatzidee: parallel zu dieser Station kann das Lied „Größer“ von Jonnes abgespielt werden oder als Text ausliegen.

black stacking stones on gray surface
Station: In der Wüste

Material: Sandmuschel oder Wanne mit Sand, Perlen/Murmeln, kleine Tiere (z.B. von Schleich, wenn möglich folgende Tiere: Kamel, Igel, Fuchs, Eidechse, Skorpion, Käfer)

Stationsbeschreibung: Herzlich Willkommen in der Wüste. Hier dürft ihr Sand erleben. Stellt euch dazu in den Sand (gerne auch Barfuß) und fühlt, wie sich das anfühlt oder wühlt mit den Händen im Sand. Die Wüste ist kein guter Ort. Es ist zu heiß und zu trocken. Für Lebewesen, Menschen und Tiere schwer zu überleben. Solche Wüstenzeiten gibt es auch in unserem Leben. Da knirscht es manchmal. Es gibt Streit, Traurigkeit, Probleme. Gott ist trotzdem da in diesen Wüstenzeiten. Deshalb dürft ihr jetzt auch in dem Sand wühlen und suchen, was ihr findet. Im Sand sind im Vorfeld Perlen versteckt. Alternativ oder in einer zweiten Runde können Tiere im Sand versteckt werden. Viele Tiere haben sich den Umständen in der Wüste angepasst und können trotz der Hitze und dem wenigen Wasser dort leben.

Tierinfos

Wüstenigel: Wüstenigel sehen unseren einheimischen Igeln sehr ähnlich. Sie sind jedoch an ein Leben am Rand der Wüste angepasst. Die Stacheln auf ihrem Kopf sind gescheitelt. Die Beine der Tiere sind für Igel relativ lang. Sie können mehrere Wochen ohne Essen und Trinken überleben. Die Tiere halten nur einen kurzen Winterschlaf und bei großer Hitze außerdem eine Sommerruhe.

Kamel: Das Kamel kommt wochenlang ohne frisches Wasser aus, denn es schwitzt erst bei sehr hoher Körpertemperatur und scheidet mit Kot und Urin kaum Wasser aus. Findet es Wasser, kann es über hundert Liter trinken. Bei Sandstürmen schließt das Kamel seine Nüstern, Augen und Ohren werden von langen Wimpern und Härchen geschützt. Die Schwielen an den Füßen sorgen dafür, dass das Gewicht der Tiere auf dem losen Sandboden verteilt wird und sie nicht einsinken. Anders als viele glauben, speichern Kamele in ihren Höckern kein Wasser, sondern bis zu 200 Kilogramm Fett. Das Fett kann in einem komplizierten Prozess in Wasser umgewandelt werden. Der Höcker schützt den Körper vor der Sonne.

Schwarzkäfer: Der Schwarzkäfer hat eine erstaunliche Technik in der Nebelwüste Namib entwickelt: Wenn er Durst hat, macht er einen Kopfstand und wartet, bis der Nebel sich an seinem Panzer niederschlägt und die Tropfen in seinen Mund rinnen.

Wüstenfuchs: Der Wüstenfuchs (Fennek) zeigt zahlreiche Anpassungen an die Wüste. Er ist kleiner als ein normaler Fuchs, hat behaarte Sohlen und große Ohren, die der Wärmeregulation dienen.

Skorpion: Skorpione ernähren sich vor allem von Spinnentieren und anderen Insekten. Erstaunlich: manche Skorpion-Arten können für mehr als ein Jahr ohne Nahrung auskommen!

Sandgecko: Der Sandgecko oder Namibgeckolebt nachtaktiv in der Wüste. In den Zehenzwischenräume hat er eine „Schwimmhaut“. Sie ermöglicht es den Geckos durch lockeren Sand zu laufen, ohne einzusinken. Den Tag verbringen sie in selbst gegrabenen Gängen. Sie lecken Tautropfen auf und nehmen Feuchtigkeit eventuell auch über die Haut auf.

Tierinfos aus Kindernetz.de und Wikipedia.

Gesprächsimpulse: Mitten in der Wüste begegnet mir Gott, so wie die Perlen oder die Tiere. Er hilft mir die Widrigkeit anzunehmen und auszuhalten. Wie könnt ihr eine Überlebenstechnik in euern „Wüsten“ entwickeln?

brown camel on white sand during daytime
Kamel
black and brown jumping spider on white sand
Skorpion
white and brown fox lying on ground
Fennek, Wüstenfuchs
Station: Augen-Wissen

Material: unterschiedliche Quizfragen, evtl. ein Würfel mit unterschiedlichen Symbolen (Offenes Auge, geschlossenes Auge, weinendes Auge, Auge mit Wimpern, Auge mit Spirale, Stern)

Stationsbeschreibung: Hier gibt es ein Quiz zum Thema „Sehen“. Das Quiz kann als Blatt zum Ausfüllen gestaltet werden. Alternativ kann auch ein Würfel mit unterschiedlichen Augensymbolen gestaltet werden mit Fragen zu jeweils unterschiedlichen Kategorien.

Quizfragen (Die Lösung ist jeweils fett):

  1. Wie wird der gefärbte Teil des Augapfels genannt? Beate, Iris, Susanne, Paula
  2. Wie nennt man die Öffnung der mittleren Augenhaut? Papaya, Pergament, Papillon, Pupille
  3. Wie heißt die Stelle, an der man nicht sehen kann? Schwarzes Loch, Dunkle Ecke, Blinder Fleck, Trübe Tasse
  4. Wie heißen Teile, die unser Auge schützen? Augenbraue, Augenhöhle, Augenmantel, Augenlid
  5. Was ist der größte Teil des Auges? Glastüre, Glasauge, Glasfenster, Glaskörper
  6. Welcher Teil des Auges sorgt für das scharfe Sehen? Blende, Linse, Leuchte, Fernrohr
  7. Was ist die Retina? Hornhaut, Netzhaut, Pupille, Augapfel
  8. Wofür sind die sogenannten Zapfen verantwortlich? Sie sind für die Farbwahrnehmung zuständig, Sie sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung verantwortlich, durch sie können Bewegungen wahrgenommen werden, Sie ermöglichen das räumliche Sehen
  9. Welches Tier hat einen Infrarotblick? Klapperschlange, Fliege, Schnabeltier, Katze
  10. Welchen Durchmesser hat das Auge eines Erwachsenen? Ca. 1,7 cm, Ca. 2,3 cm, Ca. 3,1 cm, Ca. 4,0 cm
  11. Woran liegt die Rot-Grün-Blindheit? Das Gehirn kann die Farbinformationen nicht richtig umwandeln, Sie wird durch einen Gendefekt auf einem X-Chromosom verursacht, Der Sehnerv t beschädigt, Es sind zu wenige Zapfen vorhanden, die für die Farbwahrnehmung zuständig sind
  12. Was passiert, wenn wir z.B. eine Kerze von Nahem anschauen? Wir sehen sie gar nicht mehr. Wir sehen sie schärfer. Alles ist so wie vorher. Wir sehen sie unscharf.
  13. Verwendet gerne Optische Täuschungen, bei denen etwas erraten werden muss (z.B. 50 Optische Täuschungen 50, Circon Verlag). Gerne könnt ihr auch „Magic eye“- Bilder benutzen.
Station: Erfrischung

Material: 0,5l Sprudelflaschen, Klebebänder, Sticker

Stationsbeschreibung: Überlegt euch, wen ihr kennt, der/dem es gerade nicht so gut geht. Schweres und Herausforderungen können uns wie eine Wüste vorkommen. In der Wüste wünscht man sich nichts mehr als eine Erfrischung durch Wasser. Gestaltet für diese Person eine Flasche mit Klebebändern und Stickern ganz bunt, so dass sie schön aussieht.

Gesprächsimpulse: Was würde der Person, die gerade wie in der „Wüste“ ist, gut tun? Was könntet ihr tun, um diese Person zu „erfrischen“? Schenkt der Person eure schön gestaltete Flasche als „Ich denke an dich“-Zeichen.

white and blue labeled disposable bottled water
Station: Mach es wie Hagar! – Setz dich an die Quelle!

Material: abgetrennter Raum oder Ort (unter einem Baum oder im Zelt), Sitzkissen, gestaltete Mitte mit einer großen, brennenden Kerze, ein/e Mitarbeiter(in), Schild mit der Aufschrift: Bitte einzeln eintreten

Stationsbeschreibung:(ein Mitarbeitende trägt langsam den Text vor) An dieser Station ist Gott der Macher. Hier darfst du einfach da sein: Mach’s wie Hagar, setzt für einen Moment ruhig hin. Schließ` die Augen. Atme einmal tief ein. Und atme wieder aus.
Hagar befindet sich in einer Wüstenzeit: es ist heiß und sie ist erschöpft, sie ist weggelaufen, weil sie Streit mit ihrer Herrin hatte und es nicht mehr ausgehalten hat. Gott sieht sie und ihr Leben, ihre Probleme und Ängste und er will Gutes für sie – es sieht Hagar! Und Gott sieht auch dich!

Zuspruch:
(Name des Gastes einsetzten), Gott sieht dich! Er sieht deine Freude und deinen Schmerz.
Dein Lachen und Dein Weinen. Deine Höhen und Deine Tiefen.
Gott sieht dich an und sagt zu dir: Ich höre deine Bitten und ich gehe mit dir:
In dein Zuhause, auf deine Arbeit, in deine Wüste.
Sei dir sicher: Ich sehe dich. Ich sehe, was du brauchst. Ich bin für dich. Amen

Feier-Zeit

Vorschlag A: Bezug zur Messlatte, für Gott bist du unabhängig von Größe und Leistung wichtig

Bezug zur Messleiste: Für Gott bist du unabhängig von Größe und Leistung wichtig

Material: Messleiste, Gläserne Kugel der Station „Gott sieht dich!

green ruler on white surface

Impuls
Manchmal wirkt es innerhalb unserer Gesellschaft so, als würden nur die Menschen gesehen werden, die bei der Leiste ganz oben stehen. Die, die ganz besonders groß sind und damit auch ganz besonders wichtig. Ihre Stimme wird gehört, ihre Stimme wird wichtig und ernst genommen. (Eine neue Messleiste hochhalten, auf der eine Skala mit der Überschrift „Leistung“ notiert ist). Manchmal wirkt es auch so, als würden in unserer Gesellschaft die gesehen werden, die besonders viel schaffen, viel können, die viel Leistung bringen.

(Bezug zur Station mit der Gläsernen Kugel). Aber bei Gott da passiert etwas, wie bei dieser Station mit dem Wassertropfen. Das, was in den Augen der Menschen ganz klein scheint, das wird ganz groß. (Bezug zur Hagar-Geschichte). In der Geschichte von Hagar, da ist es so, dass sie als weniger wichtig von ihren Herren gesehen wird. Sie wird einfach in eine Wüste geschickt. Aber Gott, übersieht sie sie nicht. Denn bei ihm zählt nicht die Größe oder die Leistung (die Messleiste mit den Größen nehmen und umdrehen: auf der Rückseite steht groß geschrieben: „ALLE GLEICH WICHTIG“). Bei ihm sind alle gleich wichtig. Deswegen nimmt auch er Hagar wichtig. Er hilft ihr, unterstützt sie, ist mit bei ihr. Auch genau in der Wüste. Ob du dich gerade groß oder klein fühlst, wichtig oder unwichtig, ob du viel leisten kannst oder nicht: FÜR GOTT BIST DU WICHTIG.

Vorschlag B: Bezug zum Sand, Gott begegnet uns in Wüstenzeiten

Material: Namensschild, Schale trockenen Sand, Wasser, Sandform (Herz, Burg, Auge)

Impuls
Am Anfang unserer Kirche Kunterbunt habt ihr alle Sand auf eure Namensschilder bekommen (Namensschild zeigen). Und ihr standet heute alle bei der Sand-Station sogar mitten in der Wüste. An einer Station habt ihr von Hagar gehört, einer Magd, die von ihren Herren alles andere als gut behandelt wird. Sogar so schlecht, dass sie als schwangere Frau in die Wüste fliehen muss. Dort ist sie ganz allein. Umgeben von lauter Sand. So viel, dass man die Körner nicht zählen kann. (In eine Schale trockenen, feinen Sand kippen). Vermutlich gibt es bei jedem von uns Zeiten, in denen Sand in unser Leben kommt. Dann fühlt es sich an, als ob wir in der Wüste wären. Dann, wenn jemand uns verletzt (Sand in die Schale kippen). Dann, wenn etwas in der Schule nicht gut geht (Sand in die Schale). Dann, wenn im Beruf etwas schiefläuft (Sand in die Schale). Dann, wenn in der Familie etwas Schreckliches passiert (Sand in die Schale). Vielleicht habt ihr schon einmal Sand in das Auge bekommen? Das kann richtig weh tun. Erst einmal beginnt das Auge zu tränen und man sieht kurz kaum noch etwas. So kann sich eine Wüstenzeit anfühlen: wir sehen kaum etwas und fühlen uns auch nicht gesehen. Wer nimmt uns mit all dem vielen schweren Sand wahr? In der Geschichte von Hagar begegnet ihr Gott ausgerechnet in dieser Wüste. Ihr habt das schon heute bei einer Station erleben dürfen. Gott sieht Hagar und er hilft ihr, in der Wüste zu überleben. Er sendet Hagar einen Brunnen. (Wasser in die Schale kippen, sodass der Sand fest und formbar wird). Und dieser Brunnen steht symbolisch dafür, dass Hagar gesehen wird und neue Lebenskraft erhält. Er steht auch dafür, dass Gott mit ihr ist. Inmitten des Schweren. (aus dem Sand ein Herz (oder eine andere symbolische Figur (z.B. Auge, Burg) formen mithilfe einer Herz-Sandform). Und das darf ich auch euch sagen: in allem, wo ihr euch in einer Wüste fühlt, ist Gott mit euch! Nicht immer kommen wir sofort aus der Wüste heraus, aber Gott sendet Brunnen, Wasser und zeigt uns (Herz hochhalten), dass er mit uns ist. Und in der Geschichte mit Hagar, gibt dieser Brunnen, dieses Wissen, dass Gott da ist, Hagar so viel Kraft, dass sie sogar zurückgehen kann. Zu dem, was schwierig ist. Weil sie jetzt spürt und weiß, dass sie nicht allein ist, wenn sie zurück geht. Und derselbe mutmachende Gott ist auch mit dir! Amen.

Vorschlag C: Bezug zum gesehen werden und Brunnen; wie können wir anderen Menschen in Wüstenzeiten einen Brunnen bauen und sie sehen?

Material: Schale mit trockenem Sand, Wasser, Sandform (Burg, Auge, Herz), Wasserflasche der Wasserflaschenstation

Impuls
Am Anfang unserer Kirche Kunterbunt habt ihr alle Sand auf eure Namensschilder bekommen (Namensschild zeigen). Und ihr standet heute alle bei einer Sand-Station sogar mitten in der Wüste. An einer Station habt ihr von Hagar gehört, einer Magd, die von ihren Herren alles andere als gut behandelt wird. Sogar so schlecht, dass sie als schwangere Frau in die Wüste fliehen muss. Ausgerechnet dort, mitten in der Wüste, begegnet ihr Gott. (Schale mit trockenem Sand zeigen). Er sendet ihr einen Brunnen (Wasser in die Schale kippen und aus dem jetzt festen Sand ein Herz oder Burg formen). Und dieser Brunnen und das Wissen, dass Gott mit Hagar ist, ist so stark für sie, dass sie aus der Wüste herausgehen kann und zurück zu ihrer Familie geht. Immer wieder passieren Dinge im Leben, durch die Menschen in Wüsten gelangen. Das können schwere Schicksalsschläge sein, schwierige Situationen in der Schule oder im Beruf. Vielleicht habt ihr schon einmal Sand in das Auge bekommen? Das kann richtig weh tun. Erst einmal beginnt das Auge zu tränen und man sieht kurz kaum noch etwas. So kann sich eine Wüstenzeit anfühlen: Wir sehen kaum etwas und fühlen uns auch nicht gesehen. Wer nimmt uns mit all dem vielen schweren Sand wahr? Wir können Menschen werden, die anderen Wasser reichen. Die sie sehen und in Blick nehmen und ihnen aus der Wüste helfen. An einer Station habt ihr Wasserflaschen für solche Wüsten-Menschen gebastelt. Gott schenkt uns Wasser und von diesem Wasser dürfen wir weitergeben. Wenn wir spüren, dass es uns selbst gerade nicht gut geht, dann dürfen wir das Wasser auch für uns nutzen. Wenn wir spüren, dass wir etwas davon abgeben können, dürfen wir es weiterverschenken.

Eventuell habt ihr als Kirchengemeinde oder Initiative ein Spendenprojekt, das ihr in diesem Zusammenhang nennen wollt oder vielleicht wollt ihr ganz praktisch eine diakonische Einrichtung unterstützen.

Sand-Gebet

Material: kleine Schälchen mit Sand, Becher/Fläschchen mit Wasser

Symbolisch dafür, dass Gott mit euch ist und euch Mut schenken möchte für eure Wüstenzeiten und Herausforderungen. Symbolisch dafür, dass er euch in dem allem sieht, erhaltet ihr Wasser und ein kleines Schälchen Sand. Ihr dürft das Wasser in die Schale kippen und aus dem feuchten Sand etwas formen. Vielleicht formt ihr einen Wunsch oder ein Symbol, das euch Kraft gibt. Nachdem jede Familie fertig geformt hat, wird gemeinsam gesprochen „Du bist ein Gott, der uns sieht. Amen.“

Sprüh-Segen

Material: Sprühflasche mit Wasser

Während der Text gelesen wird, gehen Personen mit Sprühflaschen zu den einzelnen Familien und sprühen Wasser in die Hände oder kleine Tropfen auf den Kopf.

Segen
Gott will euch erfrischen: In dem, was sandig und schwer ist. In dem, was leicht und schön ist. Er nimmt euch wahr. Er ist mit euch. Er sieht euch. Amen.

Liedvorschläge

Lieder zur Jahreslosung

Weitere Liedvorschläge passend zum Thema

  • Du siehst mich Musical Isaak (Adonia)
  • Schluss. Genug. Musical Isaak (Adonia)
  • Größer (Jonnes)
  • Zu dir hin (Lux)
  • Du bist wertvoll (Puzzles, CD: Königskind)
  • Ich bin geliebt (Puzzles, CD: Ich bin geliebt)
  • Sei du (Daniel Kallauch)
  • Bei dir kommt keiner zu kurz (Daniel Kallauch)
  • Wenn du mich brauchst (Daniel Kallauch)
  • Wenn ich dir vertrau mein Gott (Daniel Kallauch)
  • Ich bin sicher in der Hand des Vaters (Daniel Kallauch)
  • Steh auf und lauf (Daniel Kallauch)
  • Du kannst Gott vertrau’n (Daniel Kallauch)
  • Unser Gott macht keinen Unterschied (Daniel Kallauch)
  • Du bist da (Kerstin Schalles)
  • Cool, superspitzenklasse, einwandfrei (Lars Peter, Daniel Jakobi)
  • Sei einfach du (Mike Müllerbauer)
  • Ich bin platt (Mike Müllerbauer)
  • Ich schau dich an (Mike Müllerbauer)
  • Wenn ich traurig bin (Mike Müllerbauer)
  • Er hört mir zu (Dania König)
  • Einfach ungeheuerlich (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)
  • Jeder kann was (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)
  • Lässt du mich im Stich (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)

Essens-Zeit

Die gemeinsame Essens-Zeit kann mit folgendem Tischgebet gestartet werden:

Tischrap: Alle gute Gaben

Nach der „Melodie“ von „We will rock you“

Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt oh Gott von dir, wir danken dir dafür. Amen.

Tischgebet

Sonne spendest du und Regen, gibst uns Heimat, Brot und Dach und auf allen unseren Wegen, geh´n uns deine Augen nach.

Wie das gemeinsame Essen gestaltet wird, hängt von der Kapazität und den Räumlichkeiten ab. Entweder gibt es ein Küchenteam oder jeder steuert etwas zu einem kunterbunten Buffet bei. Folgende Gerichte denkbar:

Essensvorschlag
Nudeln mit Pesto und als Nachtisch Sandkuchen

Unterschriften-Bingo

Material: Ausgedrucktes Unterschriften Bingo

Während der Essensphase kann ein Unterschriften-Bingo angeboten werden. Die Besucher versuchen so schnell wie möglich eine Zeile oder Spalte mit Unterschriften der anderen Besucher voll zu bekommen. Wer als erstes fertig ist ruft laut „Bingo“. Vielleicht habt ihr noch einen kleinen Preis für den/die Schnellste/n?

Ideen für Zuhause

Damit das Thema zu Hause noch ein wenig nachklingt, haben wir ein paar Vorschläge was auf einem Kärtchen oder in einer Tüte mitgegeben werden kann.

Prickel-Segen
Für den Prickel-Segen wird ein Päckchen Brause benötigt. Das könnt ihr gerne gleich mitgeben.

Gott beschenkt dich mit allem, was du brauchst. (Brausetütchen aufreißen) Jesus macht dein Leben aufregend und prickelnd. (Mit dem Finger in die Brause dippen.) Der Heilige Geist lässt dich überschäumen und Gottes Liebe in die Welt tragen. (Brause in den Mund kippen). Amen.

Brause-Aktion
Brause ist ein Sturm im Glas. Schüttet die Brause in ein Wasserglas. So lange es blubbert könnt ihr mit Gott reden. Wenn die Brause ausgeblubbert hat, könnt ihr die Erfrischung trinken.

Sandform
Als Erinnerung könnt ihr den Familien auch ein Sandförmchen mitgeben.

Karte zur Jahreslosung
Zur Jahreslosung gibt es viele Postkarten. Ihr könnt den Familien zur Erinnerung eine mitgeben. Zum Beispiel diese hier:

https://www.praisent.de/postkarte-jl-2023

https://www.scm-shop.de/jahreslosung-2023-postkarten-12-stueck-s-w.html

https://www.bornverlag.de/produkt/jahreslosung-2023-fuer-teens-postkarten/

Der Decken-Segen kann am Ende einer Kirche Kunterbunt gesprochen werden. Dazu ist es gut, wenn jeder eine Decke zur Verfügung hat. Er kann aber auch in der Familie einander zugesprochen werden. Außerdem ist er gut bei digitalen Formaten einsetzbar.

Material

  • Eine Decke für jeden oder für jede Familie

So wird’s gemacht

  1. Nehmt euch eine Decke und breitet sie aus. Schaut sie euch in ihrer ganzen Größe an. So groß wie euch jetzt diese Decke erscheint – und noch viel größer – so ist auch Gott, der Allmächtige.
    Gott, der Vater, der Allmächtige, der den Himmel, die Erde und alles Leben darauf geschaffen hat, sieht dich.
  2. Legt euch die Decke um die Schultern.
    Und er segnet dich. Er nimmt dich in den Arm. Er schenkt dir Sicherheit und Geborgenheit.
  3. Nehmt die Decke an zwei Ecken und breitet sie aus, so wie Jesus auch mit ausgebreiteten Armen am Kreuz hing.
    Jesus, der Sohn, der für uns am Kreuz gestorben ist, der alle unsere Sorgen kennt, segne dich. Er mache deine Gedanken weit und schenke dir Offenheit für die Menschen um dich herum.
  4. Kuschelt euch in die Decke ein und rubbelt euch warm.
    Und der Heilige Geist, der immer bei dir ist, der dich inspiriert und motiviert, er segne dich. Er schenke dir Trost und Wärme an jedem Tag.
    So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
    AMEN.
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