Was steckt hinter Preseason?

Eine Idee, mit der Evangelische Jugendarbeit neu durchstarten kann.

Irgendwann in den kommenden Wochen wird es soweit sein. Wir werden uns wieder treffen können und langsam wieder in die kontinuierlichen Formen der Jugendarbeit einsteigen. Aber wie brechen wir auf? Und in was hinein? Ist ein Zurück in das, was vor Corona war, der richtige Weg?

Die nächsten Wochen bieten eine riesige Chance. Nach dem größten Abbruch kontinuierlicher Jugendarbeit seit dem zweiten Weltkrieg ergibt sich die Möglichkeit, Jugendarbeit – ähnlich wie bei einem Sport-Team – bewusst auf eine neue „Saison“ auszurichten. Zentrale Fragen stehen im Raum:

  • Was machen wir so weiter, wie früher?
  • Was werden wir lassen?
  • Was wollen wir neu beginnen?
  • Mit wem könnten wir kooperieren?
  • Und… wie starten wir?

Das kann an unterschiedlichen Orten natürlich unterschiedlich aussehen. Es wird kein Konzept geben, das alle Herausforderungen an allen Orten gleichermaßen bedient. Ein Schlüsselmoment jedoch wird fast überall die Mitarbeitenden-Situation sein. Viele Orte signalisieren, dass sie über die Pandemiezeit aus mancherlei Gründen Mitarbeitende verloren haben. Ein heikler Punkt. Denn die ehrenamtlich Mitarbeitenden sind der Schlüssel für die kontinuierliche Jugendarbeit.

Was braucht Jugendarbeit jetzt?

Ein Blick in den Sport könnte weiterhelfen. Kaum eine Teamsportart startet unvorbereitet in die Saison. In der sogenannten Preseason – einer Vorsaison – wird eine Art konzentriertes Aufbautraining dem Saisonstart vorgeschoben. Die Preseason legt das Fitness-Fundament, hilft die Spieler zu sammeln, zum Team zu formen und richtet den Blick gemeinsam aus auf die Zukunft. Denn für einen starken Auftritt braucht es zuerst ein starkes Team.

Der auferstandene Jesus macht kurz nach Ostern erstaunlicherweise etwas ganz Ähnliches (Apg. 1,3). Wie in einer Preseason sammelt er sein Team. Die ersten 40 Tage nach der Auferstehung gehören seinen Mitarbeitenden. Dann erst sendet er sie aus und die allererste Saison der Jugendarbeits-Geschichte beginnt.

Preseason – 40 Tage für ein starkes Team

Wenn Jugendarbeit in den nächsten Wochen wieder durchstartet, könnte sie in so einer Preseason eine zündende Idee finden. Wie Jesus in Apg. 1,3 könnten Verantwortliche vor Ort und in den Bezirken die ersten 40 Tage, an denen man sich wieder treffen kann, bewusst in junge, zukünftige Mitarbeitende investieren – also genau in die Personen, die die nächste „Jugendarbeits-Saison bespielen werden“. Das entlastet, konzentriert und hilft zielorientiert zu gestalten.

Mit einem Fest starten

Auftakt könnte ein Fest nach Ostern oder an Pfingsten im Rahmen der dann gegebenen Möglichkeiten sein. Wir lassen die letzten Monate hinter uns und feiern mit den bisherigen und den zukünftigen Mitarbeitenden, was in dieser Zeit gelungen ist und dass es wieder losgeht.

In den 40 Tagen danach liegt die Konzentration auf der Preseason-Strategie. Daneben gibt es zunächst nur zwei andere Praxis-Aktivitäten: Der Start in Kinder-Angebote und die Vorbereitung der Sommerferienzeit. Für letzteres könnten die Unterstützungsangebote des 5-Sterne-Sommers 2021 hilfreich sein (www.ejw-sommer.de). Erst nach so einer 40tägigen Preseason würde die Jugendarbeit dann wieder in die ganze Breite ihrer vielen kontinuierlichen Angebote einsteigen.  

Die Preseason legt das Fundament für die Zukunft

Sie ist ein beziehungsorientiertes und geistliches Aufbautraining. Sie ist variantenreich, lässt Raum für Kreativität und wird den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten vor Ort angepasst.

Los geht’s! Entdecke hier unsere Preseason!