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Eiswürfel-Segen
Eiswürfel-Segen
| Enthält: | 1 Beitrag |
|---|---|
| Materialart: | Gottesdienst-Entwurf |
| Zielgruppe: | Familien |
| Einsatzgebiet: | Gruppenstunde |
| Kategorie: | Kirche-Kunterbunt |
| Verband: |
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| Redaktion: |
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| Zeitbedarf: | 120-180 Min. (Vorbereitung: 60-90 Min.) |
| Bibelstelle: |
Psalm 31,9 anzeigen Bibelstelle
Psalm 31,9 9Du hast mich nicht dem Feind überlassen. Du hast mir weiten Raum gegeben, wo ich mich frei bewegen kann. BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft |
| Anhänge: | |
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Dieser Entwurf zur Kirche Kunterbunt kann als Abschluss vor den Sommerferien genutzt werden. Gerade am Ende eines Schul- und Arbeitsjahres spüren viele Familien, wie gut eine Pause tut und wie sehr sie sich nach Entlastung sehnen. Gleichzeitig ist das Thema Ruhe weit mehr als ein Ferienthema. Es begleitet Kinder und Erwachsene das ganze Jahr über und berührt eine Sehnsucht, die viele Menschen kennen: einmal durchatmen, den Erwartungen entkommen und einfach sein dürfen. Deshalb lässt sich dieser Entwurf ebenso gut unabhängig von den Ferien einsetzen.
Unsere Gesellschaft ist geprägt von Tempo, Erreichbarkeit und dem Gefühl, ständig etwas leisten oder erleben zu müssen. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich, übernehmen Verantwortung in Familie, Beruf oder Gemeinde und spüren gleichzeitig ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich Zeit nur für sich selbst nehmen. „Pause machen“ wird häufig nicht als Leistung anerkannt. Stattdessen begegnen wir einem gewissen Überlastungsstolz: Wer besonders beschäftigt ist, scheint besonders wichtig zu sein.
Dabei geschieht Ruhe nur selten von allein. Sie braucht eine bewusste Entscheidung. Wir müssen uns aktiv erlauben, offline zu sein, Termine ausfallen zu lassen oder uns zurückzuziehen. Oft hilft es, wenn andere uns diese Erlaubnis ebenfalls zusprechen. Erst wenn wir den Mut haben, Grenzen zu setzen, entsteht Raum zum Auftanken.
Die Bibel betrachtet Ruhe nicht als Belohnung nach besonders harter Arbeit, sondern als festen Bestandteil eines guten Lebensrhythmus. In diesem Entwurf soll entdeckt werden, wie wir uns von göttlicher Ruhe inspirieren lassen können.
WICHTIG: Nicht alle sehnen sich nach Ruhe in Form von Stille. Die Suche nach Ruhe kann sehr unterschiedlich aussehen, sowohl für Kinder, als auch Erwachsene. Es sollte darauf geachtet werden, dass in dieser Kirche Kunterbunt Stille nicht mit Ruhe verwechselt wird (es darf also trotzdem frech, wild und wundervoll bleiben).
DEKO: Wenn ihr diesen Entwurf zum Abschluss vor den Sommerferien nutzt, kann euer Veranstaltungsort auch dementsprechend dekoriert sein: Aufgestellte Sonnenschirme, vielleicht Liegestühle, Picknickdecken, etc.
NAMENSSCHILDER:
Vielleicht gibt es Namensschilder, die ihr zu Beginn basteln wollt? Eine unkomplizierte Idee ist beispielsweise Kreise aus Pappe auszuschneiden, diese Pappe bunt zu bemalen und Wolle durch ein Loch zu fädeln, durch die man sich die Pappe umhängen kann.
WILLKOMMENSAKTION (für alle diejenigen, die schon früher da sind)
Material:
Stationsbeschreibungen: Heute geht es um das Thema Ruhe und Stress. Nimm dir eine Murmel und lass sie in das Glas werfen, das für dich am meisten Ruhe nimmt. Am Ende wollen wir schauen, was uns in unserer Kirche Kunterbunt am meisten in Stress, in Unruhe, in Hektik bringt.
Beschriftung der Gläser: Terminflut – Leistungsdruck (gute Noten haben wollen in der Schule oder im Beruf) – Streit – Nachrichten – Haushaltsaufgaben – (vielleicht findet ihr auch noch andere Ideen, die zu eurem Ort und den Menschen dort gut passen)
BEGRÜßUNGSLIED:
Vorschläge zu Willkommenszeit-Liedern findet ihr hier https://www.kirche-kunterbunt.de/gestalten/material/musik/
ANFANGSMODERATION:
(in der Anfangsmoderation geht es darum, die Menschen auf eure Weise willkommen zu heißen. Vielleicht gebt ihr einen Überblick darüber, was die Familien bei euch erwartet? Vielleicht stellt ihr das Team vor? Vielleicht habt ihr ein besonderes Votum, das zu Beginn gesprochen wird? Dafür ist hier Platz.
Zusätzlich lädt diese Anfangsmoderation auch ein, das kommende Theaterstück einzuleiten und die Menschen mit dem Thema in Verknüpfung zu bringen. Das kann zum Beispiel passieren, in dem man mit Fragen die Kirche Kunterbunt einleitet: WAS IST FÜR EUCH RUHE? (Menschen antworten lassen). WAS IST FÜR EUCH STRESS? (Menschen antworten lassen)
Wir sehen jetzt ein Theaterstück, indem es auch um Stress geht…
Theaterstück ( gespielt von zwei Kindern )
Person A (sitzt gemütlich vorne auf der Bühne in einem bequemen Stuhl)
Person A: Endlich mal entspannt rumsitzen. Und bald sind sogar Sommerferien!
Person B (rennt völlig außer Atem auf die Bühne)
Person B: Hi! Sorry, dass ich zu spät bin!
Person A: Kein Problem. Wo kommst du denn her?
Person B: Ich hab gleich Schwimmkurs und hatte meine Schwimmsachen zuhause vergessen. Dann musste ich zurück, dann wieder her, dann wieder zurück, weil ich vergessen hatte, dass ich schon zurück war.
Person A: Klingt anstrengend.
Person B: Ich bin schon müde, bevor das Schwimmen überhaupt angefangen hat.
Person A: Hey, wollen wir bald mal wieder zusammen bei uns im Pool spielen?
Person B: Ja gern! Nur … diese Woche wird das nichts.
Person A: Nächste Woche vielleicht? Montag?
Person B: Ah … montags ist immer schlecht. Da hab ich Reiten.
Person A: Stimmt. Dienstag?
Person B: Da hat meine Mama Geburtstag.
Person A: Ah ja. Mittwoch?
Person B: Forscher-Entdecker-Kurs.
Person A: Stimmt. Da hab ich ja Malkurs.
Person B: Was malt ihr eigentlich?
Person A: Meistens Stundenpläne.
Person B: Praktisch.
Person A: Donnerstag?
Person B: Da muss ich dringend für den Mathe-Test lernen.
Person A: Freitag?
Person B: Stadtfest. Und meine Oma wird 70.
Person A: Na gut. Wie wäre es danach?
Person B: Da muss ich mich vom Wochenende erholen.
Person A: Verstehe.
Person B: Und meine Eltern auch.
Person A: Sind die auch so beschäftigt?
Person B: Total! Meine Mama hat letztens einen Termin gemacht, um ihre Termine zu sortieren.
Person A: Mein Papa auch! Danach hatte er einen Termin, um sich vom Termine-Sortieren zu erholen.
Person B: Erwachsene sind komisch.
Person A: Aber Termine sind auch komisch.
Person A: Wie gut, dass bald Sommerferien sind und wir endlich Ruhe haben.
Person B: Ja! Also … nicht in den ersten drei Wochen.
Person A: Warum?
Person B: Erst Urlaub. Dann Besuch. Dann Ferienprogramm.
Person A: Klingt schön! Und danach?
Person B: Wahrscheinlich muss ich mich da von den Ferien erholen…
(Beide schauen sich an.)
Person B: Komisch, oder?
Person A: Wir wollen doch eigentlich nur spielen.
(Kurze Pause.)
Person A: Vielleicht finden wir irgendwann mal Zeit.
Person B: Aber wann?
(Beide holen einen riesigen Kalender hervor und blättern hektisch.)
Person A: Keine Ahnung.
Stationenvorstellung:
Vielleicht ist euch etwas aus dem Theaterstück vertraut vorgekommen? Wir wollen in den Stationen suchen, wie wir dieser großen Terminflut gegenübertreten können und haben dafür folgende Stationen für euch vorbereitet…
Station: So finde ich Ruhe – Plakat
Material:
Stationsbeschreibung: Was hilft dir Ruhe zu finden? Teile deine Idee hier auf der Wand. Vielleicht inspiriert sie noch eine weitere Person.


Station: Sabbat-Glas
Material:
Stationsbeschreibung: Unser Sabbat-Glas enthält verschiedene Ideen, was wir gemeinsam tun können, um als Familie Ruhe zu finden. Hier gibt es kein “richtig” und kein “falsch”, weil Ruhe so unterschiedlich aussehen kann. Vielleicht mag die eine Person lesen und die andere Musik machen oder Sport oder Backen. SO GESTALTET IHR EIN SABBAT-GLAS: Sammelt als Familie Ideen, die euch gut tun und schreibt es auf die vorbereiteten Zettel. Die Zettel dürft ihr dann in euer Glas legen und das Glas noch hübsch verzieren. Wann immer ihr Ruhe braucht, könnt ihr euch nun eine Idee aus eurem Sabbat-Glas ziehen.
Station: Stopp-Tanzen – Wenn es mal still wird
Material:
Stationsbeschreibung: Personen finden sich paarweise zusammen (Erwachsene mit Kindern, Kindern mit Kindern oder Erwachsene mit Erwachsenen). Jedes Team erhält eine aufgefaltete Zeitung als „Insel“. Die Musik startet und alle tanzen frei um ihre Zeitung herum. Sobald die Musik stoppt, muss das Paar gemeinsam möglichst schnell gemeinsam auf ihrer Zeitung stehen, ohne den Boden zu berühren. Nach jeder Runde wird die Zeitung einmal zusammengefaltet und dadurch kleiner. Mit jeder neuen Runde wird es schwieriger, gemeinsam Platz auf der Zeitung zu finden. Die Teams müssen sich absprechen, zusammenarbeiten und kreative Lösungen finden, damit beide sicher auf der immer kleiner werdenden Insel stehen können. Passt jemand nicht mehr auf die Insel oder berührt ein Team den Boden, scheidet aus. Am Ende gewinnt ein Team.
Spielvariante für ältere Kinder und Erwachsene: Um das Spiel noch inhaltsvoller zu machen, bekommen die Teams ein Blatt Papier mit 6 Feldern, auf dem sie in jedes Feld die für sie wichtigsten Termine der Woche aufschreiben. Nach jedem Musik-Stopp müssen die Teams einen Termin auswählen, der gehen muss. Welcher Termin bleibt am Ende übrig, weil er für sie am Wichtigsten ist?
Station: Gedankenglas- Schneekugel
Material:
Stationsbeschreibung: Bastelt euer eigenes Schneekugel-Glas. So geht´s:



Station: Reflektionsstation – Wie finden wir Ruhe? Was brauchen wir dafür?
Material:
Stationsbeschreibung: Jede Familie erlebt stressige Zeiten. Manchmal läuft alles entspannt, manchmal gibt es Streit, Hektik oder Überforderung. Dieser Bogen soll euch helfen, gemeinsam darüber zu sprechen und Ideen zu finden, wie ihr euch als Familie wohler fühlen könnt. Ihr könnt ihn mit nachhause nehmen oder euch hier einen Ort suchen, wo ihr ihn gemeinsam ausfüllt.
Station: Konzentrationsspiele
Bringt Konzentrationsspiele mit, die Familien hier nach Lust und Laune ausprobieren dürfen.
Station: Tangramm-Puzzle selbst herstellen
Material:
Stationsbeschreibung: Schneidet die vorbereiteten Figuren aus. Nun können die einzelnen Teile immer wieder neu zusammengesetzt werden. Ob Tiere, Menschen, Gegenstände oder Fantasiefiguren – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist dabei, dass immer alle sieben Teile verwendet werden und sie sich nicht überlappen.
Tipp: Wer das Tangram häufiger nutzen möchte, kann die Vorlage auf Tonkarton übertragen oder laminieren.


Station: Kurz mal nichts tun
Material:
Stationsbeschreibung: Kurz mal nichts tun. Das könnt ihr hier. Mischt euch aus den Fruchtsäften einen eigenen Cocktail (oder bekommt ihn von einer mitarbeitenden Person serviert). Lasst euch in den Liegestuhl fallen, hört der Musik zu und ruht euch gerne hier doch einmal kurz aus.
Gesprächsimpuls: Vielleicht ergibt sich ja beim Ausruhen die Zeit, dass ihr miteinander ins Gespräch kommt und euch fragen könnt: Wann habe ich mich das letzte Mal so richtig entspannt und frei gefühlt?
Station: Stress loswerden – Parcours
Material:
Stationsbeschreibung: Den Stress loswerden. Darum geht es hier. Manchmal fühlt sich diese Unruhe in einem wie eine große Last ein. Wir laden hier ein, die Last loszuwerden. Nehmt euch einen Stein in der Größe, der eure Unruhe heute gerade gut beschreibt. Mit diesem Stein dürft ihr den vorbereiteten Parcours laufen und ihn am Ende fallen lassen. Stattdessen dürft ihr euch ein süßes Getränk in dem vorbereiteten Becher mitnehmen.
Gesprächsimpuls: Welche Unruhe würdest du gerne eintauschen, wie einen Stein in ein süßes Getränk?
Station: Segenszelt
Material:
Stationsbeschreibung: Leben kann manchmal ganz schön wild sein. Wir möchten dir hier in dem Segenszelt einen persönlichen Segen zusprechen. Segen bedeutet, dass wir dir Gutes zusprechen. Gutes für alles das, wo es dir vielleicht gerade nicht gut geht. Wir haben verschiedene Öle, bei denen du dir deinen Lieblingsduft aussuchen darfst. Segen ist immer etwas Schönes, deswegen solltest du auch den Duft mögen. Wenn du den Duft gewählt hast, mache ich dir entweder auf deine Handfläche oder deine Stirn ein kleines Kreuz und spreche dir einen Segen zu.
(den Segen dürft ihr frei formulieren oder euch von Bibelversen inspirieren lassen)
WICHTIG BEI DIESER STATION: Es braucht viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit diesem Segenszelt. Vielleicht erzählt eine Person, was sie aktuell belastet. Vielleicht fühlt sich jemand nicht wohl mit der körperlichen Berührung? Wir empfehlen euch, das Segenszelt daher so bei der Kirche Kunterbunt zu platzieren, dass es an einem ruhigen Ort steht und Raum ist, um dort auch vertraute Gespräche zu führen.



Einleitung von Theaterstück: Wir haben ein Stück für euch, indem jemand mit Gott telefoniert. Und Gott antwortet auf seine Weise. Das ist ein ausgedachtes Theaterstück, aber einbisschen Wahrheit steckt trotzdem drin.
Impuls
Drei Gedanken dazu:
GEBET
Das hier ist ein stilles Gebet. Wir laden euch ein, Gott im Stillen das zu sagen, was euch auf der Seele liegt. Dafür darf man einander die Hand reichen. Eine Person fängt an. Still darf sie ihr Gebet an Gott formulieren. Wenn sie es für sich beendet hat, darf sie die Hand vor der Person neben sich drücken. So wandert das stille Gebet von Person zu Person.
SEGEN
Passend zum Abschluss vor den Sommerferien laden wir hier zum Eiswürfel-Segen ein.
Material: ein Eiswürfel pro Person
Segen
Gott der Vater erfrische Dich.
(Eiswürfel austeilen)
Sein Sohn Jesus Christus bringe durch seine Liebe alles zum Schmelzen, was zwischen Dir und Gott steht.
(Warten bis der Eiswürfel etwas schmilzt)
Und der Heilige Geist segne Dich mit seiner überfließenden Gnade und Frieden.
(das Schmelzwasser über die Hände laufen lassen)
Amen.
IDEE FÜR ZUHAUSE
Jede Person erhält so eine Karte, um sich an diese Ruhe-Kirche-Kunterbunt zu erinnern. Ihr könnt die Vorlage einfach als Postkarte drucken lassen.


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