Einheit: Kinderrechte „Ich bin es wert“

Enthält: 2 Bausteine
Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 156-192 Min. (Vorbereitung: 71 Min.)
Materialart: Gottesdienst-Entwurf
Zielgruppe: Familien
Einsatzgebiet: (Jugend-)Gottesdienst
Themenstellung: Kirche-Kunterbunt
Redaktion: Kirche Kunterbunt

Ziel

Ein Entwurf für Familien mit kreativen Aktiv-Stationen zu den einzelnen Kinderrechten. Durch das kreative Erleben der einzelnen Kinderrechte an verschiedenen Stationen werden sowohl Eltern als auch Kinder für das Thema sensibilisiert. Sie entdecken, dass sie wertvoll sind und von Gott geliebte Geschöpfe. Die Eltern bekommen die Möglichkeit das Verhalten ihren Kindern gegenüber zu reflektieren und Vergebung zu erfahren.

Willkommens-Zeit

Namensschilder

Kinder schreiben für ihre Eltern ein Namensschild und Eltern für ihre Kinder (Ideen: buntes Klebeband, beschriftete Wäscheklammer, beschriftete Tonkarton-Krone)


Aktiv-Idee Spontantheater -Was ist „wertvoll?


Ein Mitarbeitender ist in dieser Zeit unterwegs und macht mehrmals ein Spontantheater. Dazu fordert er einen Erwachsenen dazu auf ihm einen Geldschein auszuleihen (evtl. auch einen eigenen bereithalten). Der Mitarbeitende nimmt den Geldschein und zerknüllt, beschmiert, bemalt ihn oder trampelt darauf herum. Ändert sich dadurch der Wert des Geldscheins? Nein –der Geldschein behält trotz der unsanften Behandlung seinen Wert. So „behalten“ wir auch unseren Wert, wenn uns jemand weh tut oder unsanft mit uns umgeht. Unser Wert ändert sich nicht

Aktiv-Zeit

In der Aktiv-Zeit können die Besucher mehrere Stationen absolvieren. Sie suchen sich die Stationen aus, die sie am meisten ansprechen. Die Stationen dauern 5-20 Minuten und sind jeweils von einem Mitarbeitenden betreut. Wir haben außerdem gute Erfahrungen mit Stationsbeschreibungen gemacht, auf denen selbstständig die Gesprächsimpulse gelesen werden können.

Station 1: Ich bin es wert

-> Wunder-Kiste (Auch während der Willkommens-Zeit durchführbar)

Stationsbeschreibung:
Ein Mitarbeitender läuft mit dem Karton herum und fragt, wer ein Wunder sehen will. Wenn jemand möchte, dann hält er/sie den Karton direkt vor die Person und öffnet den Deckel. „Hier kannst du ein Wunder sehen!“ Dich selbst!

Gesprächsimpulse:
Jeder Mensch ist ein Wunder. Gott hat dich wunderbar geschaffen. Gott liebt dich. Jeder Mensch ist wertvoll. Kinder und Erwachsene. In welchen Momenten fühle ich mich wertvoll und geliebt? In welchen Situationen fällt es mir schwer zu glauben, dass ich ein Wunder bin?

Material:

  • Kästchen oder Schuhkarton
  • Spiegel im Inneren des Kästchens

-> Wertvoll-Kästchen (Variante B)

Stationsbeschreibung:
An dieser Station darf sich jeder ein „Wertvoll-Kästchen“ basteln. Dazu wird der Karton mit Geschenkpapier oder Farben verziert. Danach wird der Schriftzug aufgeklebt oder kann selbst geschrieben werden (mit Farbe oder Edding). Als letztes wird der Spiegel oder die Spiegelfolie in den Karton geklebt. Evtl. müssen Trockenzeiten beachtet werden. Wenn das Kästchen fertig ist, darf jeder ausprobieren (auch die Eltern), wie es funktioniert. Als erstes wird der Satz laut gelesen „So sieht ein Mensch aus, den Gott liebt“ und dann wird das Kästchen geöffnet, so dass die Person sich selbst sieht.

Gesprächsimpuls:
Jeder Mensch ist wertvoll. Wunderbar von Gott geschaffen und von Gott geliebt. Kinder und Erwachsene. Das Wertvoll-Kästchen kann uns immer wieder daran erinnern. In welchen Momenten fühle ich mich wertvoll und geliebt? In welchen Situationen fällt es mir schwer zu glauben, dass ich wertvoll bin?

Material:

  • mehrere Kästchen oder Schuhkartons
  • ausgedruckter Schriftzug „So sieht ein Mensch aus, den Gott liebt.“
  • Spiegel oder Spiegelfolie
  • Geschenkpapier
  • Kleber oder Kleister
  • Farbe
  • Pinsel
  • Eddings

-> Kinderbrille

Stationsbeschreibung:
Die Kinder basteln ihren Eltern eine „Kinderbrille“. Die Brille mit einer Schablone auf das Tonpapier zeichnen und ausschneiden (Alternativ können die Vorlagen auch auf dicken Karton gedruckt werden). Dann aus der Folie entsprechend der Löcher „Gläser“ ausschneiden und einkleben(hier können die Eltern auch gerne unterstützen). Jetzt können die Brillen mit Aufklebern und Verzierungen dekoriert werden. Dann dürfen die Kinder ihren Eltern die Brille aufsetzen.

Gesprächsimpuls:
Diese Brille lässt die Erwachsenen die Welt ganz anders sehen. Wie sehen Kinder diese Welt? Vielleicht bunter oder unschärfer oder wilder? Welchen Unterschied würde es machen, wenn wir als Eltern öfters die „Kinderbrille“ tragen? Die Brille soll die Erwachsenen daran erinnern öfters die Welt mit den Augen der Kinder sehen.

Material:

  • Tonpapier
  • Brillenschablonen für Erwachsene in verschiedenen Formen und Größen
  • Multispektral-Folie oder alternativ buntes Transparentpapier
  • Scheren (mit Spitze)
  • Kleber
  • Bleistifte
  • Aufkleber und kleine Dinge zum Dekorieren

Station 2: Ich bin es wert –Lernen zu dürfen

-> Blaukraut-Experiment

Stationsbeschreibung:
Vier Gläser mit Rotkohlwasser füllen. Alle sehen gleich aus. Nacheinander in je ein anderes Glas füllen: Zitronensaft, Essig, Waschmaschinenpulver mit Wasser, Spülmaschinenpulver mit Wasser. Die Farbe ändert sich blitzschnell. Du kannst weiter experimentieren. Ändert sich die Farbe, wenn du z.B. in das Glas mit Zitronensaft nun die Waschmittelmischung kippst? Einen Farbstoff, dessen Farbe sich je nach dem Säuregehalt einer Flüssigkeit verändert, nennt man Indikator (lateinisch „Anzeiger“). Rotkohlsaft ist also eine Indikatorlösung und zeigt den pH-Wert einer Lösung an. Dabei gilt: Ein kleiner pH-Wert bedeutet eine saure Lösung mit einer hohen Protonenkonzentration. Je grösser der pH-Wert ist, desto basischer. Der Farbwechsel des Indikators ist chemisch begründet: In einer sauren Lösung reagiert der Indikatorfarbstoff anders als in einer basischen Lösung.

Gesprächsimpuls:
Die Farbe verändert sich. Wir haben im Leben ständig Veränderungen. Wo erlebst du Veränderungen als Segen? In welchen Veränderungen deines Lebens erlebst du Gott? Lernen bedeutet auch Veränderung. Durch Lernen kann ich mich verändern. Was hast du hier gelernt?

Material:

  • Rotkohlwasser
  • Zitronensaft
  • Essig
  • Waschmittelpulver
  • Spülmaschinenpulver
  • Gläser
  • Gefäße
  • Außerdem empfohlen: Tücher zum Hände abwischen, Spüllappen, Eimer

Vorbereitung:
Einige Stunden vorher: Rotkohlwasser vorbereiten: Rotkohl in Streifen in ca. 2l warmes Wasser legen. Dann den Rotkohl ab sieben. Kann gekocht und gegessen werden.) Kurz vorher: Gläser bereitstellen, Waschmaschinenmittel mit Wasser in einem Gefäß mischen (und wenn du hast auch das Spülmaschinenmittel mit Wasser vermischen)

-> Das Distanz-Experiment

Stationsbeschreibung:
Schüssel mit Wasser füllen. Wenn das Wasser stillsteht, Pfeffer auf die Oberfläche streuen. Dann mit einem Wattestäbchen, das man vorher in Spülmittel getränkt hat, die Oberfläche berühren. Der Pfeffer, der zu Beginn ganz eng beieinander war, wird blitzschnell auseinandergetrieben. Das Spülmittel zerstört die Wasseroberflächenspannung. An der Stelle um das Spülmittel herum sinkt der Pfeffer zu Boden.

Gesprächsimpuls:
Wo erlebt ihr Nähe und Distanz? Wie könnt ihr Nähe innerhalb eurer Familie schaffen? Wo wünscht ihr euch mehr Distanz? Was verbindet euch?

boy in black t-shirt hugging girl in red and white polka dot dress

Material:

  • Schüssel
  • Pfeffer gemahlen
  • Wattestäbchen
  • Spülmittel

Station 3: Ich bin es wert – meine Stimme zu erheben

-> Wie laut ist deine Stimme?

Stationsbeschreibung:
Immer eine Person darf so laut sie kann in das Handy schreien. Der Wert wird auf einem Ranking festgehalten. Bei der Feier-Zeit wird der lauteste Schreier bekanntgegeben.

Gesprächsimpuls:
Jeder darf sich eine eigene Meinung zu bilden und sie auch vertreten. Jeder Mensch –auch Kinder dürfen ihre Stimme erheben. Das kann laut oder leise geschehen. Wie ging es dir mit dem Schreien? Schreist du (oder wirst du laut), wenn du deine Meinung vertrittst? Manchmal kann das Laut-Sein auch bedeuten nicht nach zulassen und immer wieder laut (oder leise) auf die eigene Meinung hinzuweisen.

Material:

  • Handy
  • Dezibelmess-App
man in white and blue crew neck t-shirt

Station 4: Ich bin es wert – Familie zu erleben

-> Familien-Ski fahren

Stationsbeschreibung:
Es sind zwei Parcours aufgebaut und zwei Familien treten gegeneinander an. Die Familien schlüpfen mit den Füßen in die Schlaufen und stehen dann hintereinander auf den Skiern. Nach dem Startsignal laufen die Familien los. Die Herausforderung dabei ist im Gleichschritt zu laufen und kein Familienmitglied zu verlieren. Die Schnellste Familie gewinnt. Evtl. kann nach dem Gespräch eine zweite Runde erfolgen. Es kann auch die Zeit gestoppt und ein Ranking von allen Familien gemacht werden.

Gesprächsimpuls:
Fiel es euch leicht auf einander achtzugeben? Hat einer die Führung übernommen? Habt ihr euch wohl gefühlt in eurer Rolle innerhalb der Familie? Könntet ihr etwas besser machen? Kinder brauchen eine Familie für ihr gutes Aufwachsen. Kennt ihr Kinder die keine Familie haben? Wo könnten sie Familie erleben?

Material:

  • 2×2 alte Skier oder Bretter versehen mit mehreren Lederriemen/Gurten
  • Pylonen
  • Start und Ziellinie (z.B. Seile)
  • Pfeife (o.ä.) als Startsignal

Station 5: Ich bin es wert – dass ich mitmachen darf

-> Mitmach-Plakat

Stationsbeschreibung:
Jeder darf mit Farbe und Pinsel an einem großen Bild mit malen. Entweder es ist ein vorgezeichnetes Logo, Bild oder Schriftzug. Es ist auch möglich keine Vorgabe zu machen. Bei der Feier-Zeit bekommt das Plakat einen Platz und wird in seiner Vielfalt bewundert.

Gesprächsimpuls:
Wie fühlt es sich an mit dazu zu gehören? Selbst etwas zu tun, aus dem dann ein großes Ganzes wird? Wo gibt es Bereiche in denen du mitmachen darfst? Und wo darfst du nicht mitmachen?

Material:

  • Tapetenrolle
  • altes Leintuch
  • Farbe
  • Pinsel

Station 6: Ich bin es wert – Gott kennenzulernen

-> Jesus-Memory

Stationsbeschreibung:
Die Karten werden verdeckt auf einem Tisch ausgelegt. Jetzt wird Memory gespielt. Immer die beiden gleichen Karten müssen gefunden werden. Wenn ein Spieler ein Pärchen gefunden hat, liest er den Text der Karte laut vor (z.B. Jesus, der Anstachler, Er motivierte seine Freunde, die größten Herausforderungen anzunehmen. Und zu bestehen. (Lukas 10,17)). Dann wird eine Karte vom Impuls-Karten Stapel gezogen und beantwortet. Evtl. kann am Ende jeder seine Lieblingskarte mitnehmen.

Gesprächsimpuls:
Impuls-Karten mit folgenden Fragen:
Hast du Jesus schonmal so gesehen wie auf der Karte beschrieben?
Lest den Vers in der Bibel nach und sprecht über die verschiedenen Texte.
Gefällt dir das Bild von Jesus auf der Karte?
Hast du Jesus schonmal so erlebt, wie auf der Karte steht?
Findest du gut, wie Jesus hier beschrieben wird?
Wünschst du dir Jesus so zu erleben?

Material:

Station 7: Ich bin es wert – fair behandelt zu werden

-> Mogelspiel

Stationsbeschreibung:
Bei diesem Kartenspiel geht es darum durch geschicktes Schummeln und cleveres Ablegen als erster seine Karten loszuwerden. Dabei darf man Karten einfach verschwinden lassen (z.B. unter den Tisch fallen lassen, über die Schulter werfen, in den Ärmel schieben)

Gesprächsimpuls:
Fiel es euch leicht die anderen zu beschummeln?
Wie ging es euch als Wächter-Wanze?
Seid ihr im echten Leben schonmal ungerecht behandelt worden?
Was könnt ihr gegen unfaire Behandlung tun?

Material:

  • Kartenspiel Mogelmotte (Drei Magier Verlag)

Station 8: Ich bin es wert – Spielen zu dürfen

-> Gruppenspiele

Material: verschiedenes Material für die Spiele
Stationsbeschreibung: An dieser Station können klassische Gruppenspiele wie Topfschlagen, Mehl abschneiden, Schokolade auspacken, Apfel aus Wasserschüssel essengespielt werden. Dabei darauf achten, dass auch die Eltern zum Mitspielen motiviert werden.
Gesprächsimpulse: Was macht am Spielen besonders viel Spaß? Wann spielt ihr in eurem Alltag. Wo sind Zeiträume dafür? Spielen Mama und Papa mit?

1. Mehl schneiden

Stationsbeschreibung:
Auf einem großen Teller oder in einer flachen Schüssel wird ein Haufen aus Mehl aufgeschüttet, oben drauf wird das Gummibärchen gelegt. Nun schneiden die Spieler der Reihe nach „Stücke“ vom Mehlberg ab -aber ohne, dass das Gummibärchen herunterfällt! Das geht am Anfang noch ganz leicht, wird aber von Mal zu Mal schwerer. Bei wem das Gummibärchen schließlich herunterfällt, der hat verloren und muss die Süßigkeit mit dem Mund aus dem Mehl fischen. Das gibt lustige Mehlgesichter!

Material:

  • flache Schüssel oder großer Teller
  • Mehl
  • ein stumpfes Messer
  • ein Gummibärchen
2. Topfschlagen

Stationsbeschreibung:
Ein Spieler bekommt die Augen verbunden und sucht auf den Knien nach dem Topf, indem es mit dem Löffel schlägt. Die anderen helfen mit „Heiß“-oder „Kalt“-Rufen. Hat der Sucher den Topf gefunden, gibt es zur Belohnung die Süßigkeit, die darunter liegt.

Material:

  • Kochtopf
  • Holzlöffel
  • Schal
  • kleine Süßigkeiten
3. Apfel aus der Wasserwanne essen
red apple fruit on green leaves during daytime

Stationsbeschreibung:
In eine mit Wasser gefüllte Wanne wird ein Apfel gelegt. Ein Spielermuss nun diesen Apfel essen ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen. Auch darf der Apfel nicht herausgeholt und auf den Boden gelegt werden. Achtung –die Spieler können dabei nass werden. Evtl. ein Handtuch bereit halten.

Material:

  • Wasserwanne
  • Apfel
  • Wasser
  • Handtuch
4. Schokolade auspacken

Stationsbeschreibung:
Für dieses Spiel wird eine Tafel Schokolade mit mehreren Schichten Zeitungspapier umwickelt und verschnürt. Nun beginnt die Runde mit dem Würfeln. Bei einer 6 darf die Person Handschuhe anziehen, einen Schal anlegen, eine Mütze aufsetzen, einen Mantel anziehen und anschließend beginnen mit Messer und Gabel das Päckchen zu öffnen. Währenddessen würfeln die anderen Gruppenmitglieder weiter. Sobald eine neue 6 gewürfelt wurde darf diese Person mit Messer und Gabel auspacken. Natürlich erst, wenn Handschuhe, Schal, Mütze und Mantel angezogen wurden. Wahrscheinlich nach einigen Runden wird endlich mal die Schokolade zum Vorschein kommen. Und nach vielen weiteren Runden ist diese mit Messer und Gabel aufgegessen.

Material:

  • Tafel Schokolade
  • Verpackungsmaterial
  • Paketschnur
  • Messer und Gabel
  • Handschuhe
  • Mütze
  • Schal
  • Mantel
  • Würfel

Station 9: Ich bin es wert – geschützt zu werden und mich geborgen zu fühlen

-> Unter dem Schirm

Stationsbeschreibung:
Einige Besucher (gerne auch eine Familie) setzen sich in das Zelt oder stellen sich unter einen Regenschirm. Mit dem Wasserschlauch wird gespritzt, so dass die Besucher nicht nass werden aber das Wasser sehen und prasseln hören.

Gesprächsimpuls:
Wie fühlt es sich an im trockenen zu sein, wenn das Wasser so prasselt. Was bedeutet Geborgenheit für euch? Wann fühlt ihr euch geborgen und beschützt? Was macht es für einen Unterschied den Schirm/das Zelt zu haben? Was ist für dich wie das Zelt/der Schirm und beschützt dich davor „nass“ zu werden. Zum Abschluss kann folgendes Gebet gesprochen werden(evtl. auf einlaminierten Kärtchen ins Zelt legen): Großer Gott, Danke, dass du mich beschützt. Danke, dass ich keine Angst haben muss, weil du bist wie der Schirm/das Zelt. Danke, dass ich bei dir geborgen bin. Amen.

Material:

  • eine Strandmuschel
  • ein Zelt
  • ein Schirm
  • eine Wiese
  • einen Wasseranschluss
  • einen Gartenschlauch mit Brause
  • evtl. Gebet auf Kärtchen

Station 10: Ich bin es wert – genug zu haben

-> Luftballon-Dank-Gebet

Stationsbeschreibung:
Für jede Familie gibt es einen Luftballon. Die Familien bläst ihn selbst auf! Dann wird er zwischen den Familienmitgliedern hin und hergeworfen. Jeder sagt abwechselnd, worüber sie/er sich freut und wofür sie/er dankbar ist! Die Familie macht so lange weiter bis ihr nichts mehr einfällt.

Gesprächsimpuls:
Wir Menschen neigen zur Vergesslichkeit. Wir vergessen schnell, mit wie viel wir von Gott beschenkt werden. Es tut uns jedoch gut, uns dankbar und bewusst an Gottes Wirken zu erinnern. Wofür kannst du Gott danken? Worüber freust du dich? Wofür möchtest du Gott Danke sagen? In Psalm 103, 1-2steht: Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.

Material:

  • Luftballons für jede Familie
person holding white and black i love you print card

Station 11: Ich bin es wert – in Frieden zu leben

-> Sorgenglas

Material: Vase oder Einmachglas, Steine, Teelicht, Streichhölzer, evtl. Handy oder Laptop mit Lautsprecher
Stationsbeschreibung: Setzt euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas.
Gesprächsimpulse: Sprecht dann das Gebet (Schulkinder können es auch vorlesen). Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen.

Stationsbeschreibung:
Setzt euch zusammen und zündet das Teelicht an. Das ist das Zeichen, dass Gott hier ist. Reihum nimmt jede/r einen oder mehrere Steine in die Hand und formuliert, was ihm/ihr heute Sorgen und Angst macht. Anschließend legt er/sie den Stein in das Glas.

Gesprächsimpuls:
Sprecht dann das Gebet (Schulkinder können es auch vorlesen). Guter Gott, danke, dass du uns zuhörst. Danke, dass wir mit allem, was uns belastet, zu dir kommen dürfen. Wir bringen dir unsere Sorgen: (hier einsetzen, was mit den Steinen ins Sorgenglas gelegt wurde). Bitte nimm sie uns ab, damit wir ruhig schlafen können. Hilf uns darauf zu vertrauen, dass du uns nicht alleine lässt und mit uns durch diese Zeit gehst. Amen.

Material:

  • Vase oder Einmachglas
  • Steine
  • Teelicht
  • Streichhölze
  • evtl. Handy oder Laptop mit Lautsprecher

Feier-Zeit

Begrüßung/Themenhinführung

Bei der Feier-Zeit könnte die Moderation von einem Kind übernommen werden. Evtl. kann das Kind Erwachsene interviewen und fragen, was ihnen in der Aktiv-Zeit besonders gefallen hat.
„Ich bin es wert“ ist das Thema der Kirche Kunterbunt heute. Wann ist jemand wertvoll oder was ist wertvoll? Bin ich wertvoll, wenn ich etwas gut kann? (z.B. schön Malen wie auf dem Mitmach-Plakat von Station 5). Oder bin ich wertvoll, wenn ich Geld habe? (Geldschein zeigen und evtl. Spontantheater der Willkommens-Zeit einbauen oder aufgreifen). Egal was mir passiert oder wie ich mich fühle-mein Wert wird nicht vermindert. Jeder hier ist wertvoll, weil jeder eine geniale Idee Gottes ist und Gott jeden von uns genauso liebt wie wir sind.

Impuls

Wir haben an den zehn verschiedenen Stationen erlebt was es ganz praktisch bedeutet, dass jeder Mensch wertvoll ist -auch und vor allem die Kinder. Sie haben Rechte. Diese wollen wir uns heute bewusst machen und überlegen, wo und wie wir diese Rechte stärken können. Oft gehen wir Erwachsenen schnell über Kinder hinweg, nehmen sie nicht ernst, hören nicht zu, werden ihnen nicht gerecht.

Vergebungs-Aktion:

Stationsbeschreibung: Eltern bekommen ein oder mehrere Legomännchen (oder können sich variabel eines zusammenbauen). Das Legomännchen stellt ihr Kind/ihre Kinder dar. Die Kinder bringen an entsprechender Stelle die Männchen ans Kreuz. Außerdem werden Kärtchen mit Bekenntnissen verteilt, die dann an entsprechender Stelle vorgelesen werden.

Wir wollen unsere Kinder mit Gottes Augen als seine Geschöpfe sehen. Oft gelingt uns das nicht. Schaut euch euer „Lego-Kind“ an. Überlegt euch, wann ihr euren Kindern nicht gerecht geworden seid. Wann ihr sie verletzt habt und ihren Wert nicht geschätzt habt. Gebt nun eurem Kind/euren Kindern das/die Lego-Männchen. Die Kinder dürfen während dem nächsten Gebet die Männchen ans Kreuz stellen. Wir wollen jetzt vor Gott bringen, wo wir unseren Kindern nicht gerecht geworden sind. Wir wollen ihn um Verzeihung bitten und uns mit ihm versöhnen.
Gebet: Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Jetzt werden die Kärtchen vorgelesen. Zwischendurch sprechen wir gemeinsam „Herr erbarme dich über uns!
“Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. (kurze Stille) „Herr erbarme dich über uns!“

Liedvorschläge

  • Du bist wertvoll (Puzzles)
  • Bist du groß oder bist du klein (überliefert)
  • Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer)
  • Ganz schön stark (Daniel Kallauch)
  • Ich kann das, ich schaff was (Daniel Kallauch)
  • Sei du (Daniel Kallauch)

Material:

  • Legomännchen
  • Kreuz
  • je ein Bekenntnis auf einem Kärtchen

Bekenntnisse
Am besten einzeln ausdrucken.
Ich habe nicht zugehört.
Ich habe mein Versprechen nicht gehalten.
Ich war unzuverlässig.
Ich habe mich lustig gemacht.
Ich war gefangen in meinen Sorgen.
Ich habe mich von meiner Wut überwältigen lassen.
Ich habe geschrien.
Ich habe meinen Ärger nicht ausgesprochen.
Ich habe mich nicht gekümmert.
Ich habe nur an mich gedacht.
Ich war unfair.
Ich habe mein Kind ausgelacht.
Ich habe nicht für Gerechtigkeit gesorgt.
Ich bin keinen Kompromiss eingegangen.
Ich habe mich über andere erhoben.

Gebetsideen

-> Seifenblasengebet
1. Alle kommen in einem großen Kreis zusammen
2. Alle holen ihre imaginären Seifenblasen heraus und pusten gemeinsam eine riesige, imaginäre Seifenblase auf.
3. Alle treten ganz vorsichtig und leise in diese Seifenblase ein.
4. Alle senken den Kopf und richten den Blick auf den Boden. „Wir sagen Gott jetzt in unseren Gedanken, was uns traurig macht oder belastet.“
5. Alle heben den Kopf und richtenden Blick Richtung Himmel. „Wir sagen Gott jetzt in unseren Gedanken, was uns glücklich macht oder worüber wir dankbar sind.“
6. Alle treten ganz vorsichtig wieder aus der Seifenblase heraus.
7. „Amen“ – alle lassen die Seifenblase mit einem Schnalzer oder „plopp“ platzen.

-> Groß und klein Gebet
Zwischen den einzelnen Teilen immer wieder kurzeinen Moment der Stille einplanen. (Wir strecken jetzt unsere Arme so weit wie irgend möglich aus.) Danke, Gott, du Schöpfer, dass du größer bist, als wir uns das überhaupt vorstellen können. Zeige deine großartige Kraft doch auch im Leben der Leute, denen es nicht gut geht. Und in den Ländern, in denen Not und Krieg herrscht, (evtl. aktuelle Bezüge herstellen). (Legt jetzt eure Finger so zusammen, als ob ihr etwas Winziges zwischen den Fingerspitzen hättet.) Danke, Gott, dass du jedes kleine Detail an uns liebst. Und dass dir auch die alltäglichen und kleinen Dinge wichtig sind, die wir tun. Amen.

Segensideen

-> Konfetti-Segen

-> Segen mit Bewegungen
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus (strecke die Hände aus, als wolltest du ein Geschenkempfangen) und die Liebe Gottes (lege deine Hände aufs Herz) und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes (den Nachbarn an den Händen fassen) sei mit uns allen, jetzt und für alle Zeit. Amen! (Hebt beim Wort «Amen» miteinander die Hände in die Höhe.)

Essens-Zeit

Kirche Kunterbunt lebt von Beziehungen und den Begegnungen beim Essen. Wenn es möglich ist, dann schafft eine schöne „Essensatmosphäre“ mit Dekoration, Getränken und vielleicht sogar einem Nachtisch. Das Essen muss nicht teuer oder aufwändig sein. Beim Thema Schöpfung bzw. Nachhaltigkeit bietet sich eine gute Gelegenheit vegetarisch zu Kochen und unseren Fleischkonsum zu thematisieren.
Mögliche Ideen: Käsespätzle, Gemüsesuppen, Nudelsuppe, Milchreis mit Apfelmus. Oft gibt es in Gemeinden Menschen die gerne Kochen und sich dadurch einbringen. Fragt doch ein Küchen-Team außerhalb eures Teams an. Gestartet wird die Essenzeit mit einem kreativen Tischgebet.

Zwei Vorschläge:


-> Tischrap

1 –2 –3 –4 –Der Tisch ist voll, der Magen ist leer und brummt und brummt und brummt wie ein Bär. Wir danken Gott für alles, was er gibt und wünschen uns einen „Guten Appetit!“

-> Tischlied

1.Miteinander essen, das kann schön sein. Froh zu Tische sitzen, lieben wir. Gaben lasst uns teilen und auch noch verweilen, schön, dass wir zusammen sind. Schön, dass wir zusammen sind.
2.Jesus gab ein Beispiel für uns alle, aß mit vielen Menschen brüderlich! Viele sind so einsam, wären gern gemeinsam, kommt wir schließen keinen aus, kommt wir schließen keinen aus.
3.Doch nicht zu vergessen, wenn wir essen, dafür auch zu danken, lehrte er. Denn die guten Gaben könnten wir nicht haben gäbe es nicht Gottes Kraft, gäbe es nicht Gottes Kraft.
4.Da wo Jesu Freunde heute leben, woll’n sie nicht vergessen, Christ, den Herrn. Bleibt lebendig immer, man vergisst ihn nimmer: Tischgemeinschaft hält man gern, Tischgemeinschaft hält man gern.
Text und Melodie: Wolfgang Longardt

Ideen für zu Hause

Das Thema der Kirche Kunterbunt soll zu Hause nachwirken. Deshalb gibt es ein Kärtchen oder Flyer zum Mitnehmen. Mit folgenden Inhalten kann dieses „Mitgebsel“ gestaltet werden.

-> Ich bin es wert – Lernen zu dürfen-Experiment für zu Hause: Rosinenaufzug

Stationsbeschreibung:
Die beiden mit Wasser und Mineralwasser gefüllten Gefäße stehen da. Die Kinder dürfen in beide Gefäße je eine Hand voll Rosinen geben. Dann beobachten und abwarten: Was passiert? Rosinen haben eine größere Dichte als Wasser. Deswegen sinken sie erstmal in beiden Gefäßen auf den Boden. Im Gefäß mit Mineralwasser heften sich die Bläschen (gelöstes Kohlendioxid) an die Oberfläche der Rosinen. Da die Bläschen leichter als Wasser sind, schwebt und tanzt die Rosine nun nach oben. Oben an der Wasseroberfläche platzen die Bläschen und die Rosine sinkt wieder herab, Das geht solange, bis sich keine Blasen mehr an den Rosinen bilden.

Gesprächsimpuls:
Was trägt die Rosinen hoch?
Was trägt dich?
Was gibt dir Aufschwung?
Was hast du hier gelernt?
Macht es dir Spaß etwas Neues zu lernen?
Haben die Erwachsenen auch etwas gelernt?

black round fruits on white background

Material:

  • Rosinen
  • Wasser
  • Mineralwasser (Sprudel)
  • 2 lange durchsichtige Gefäße

-> Die Welt mit Kinderaugen sehen – eine Aktion für Erwachsene

Es ist wichtig immer wieder die Perspektive zu wechseln und die „Kinderbrille“ aufzuziehen. Wenn ihr bei der Kirche Kunterbunt eine Kinderbrille gebastelt habt, dann zieh sie auf. Alternativ könnt ihr eine Sonnenbrille oder die Lesebrille eines anderen Menschenaufziehen.
1.Brille aufziehen.
2.Setz dich hin und betrachte dein Umfeld durch die Brille.
3.Spreche das Gebet: Großer Gott. Danke für unsere Augen. Danke, dass du mir Kinder anvertraut hast. Für sie sieht die Welt ganz anders aus. Öffne mir die Augen, damit ich die Welt mit Kinderaugen sehen kann. Gib mir Kraft ihre Perspektive zu verstehen und mich darauf einzulassen. Amen.

-> Lego-Männchen

Hier findest du mehrere Blanko-Legomännchen. Ihr dürft sie so anmalen, wie eure Familie aussieht. Gerne die Kinder die Erwachsenen und umgekehrt. Dann könnt ihr gemeinsam eure Lego-Familie zu einem Kreuz bei euch zu Hause legen. Überlegt euch, wann ihr nicht achtsam miteinander umgegangen seid. Warum habt ihr gestritten? Warum gab es Tränen? Welche Gefühle wurden verletzt? Wer war ungerecht?
Versucht darüber zu sprechen, euch zu vergeben und Ideen für verändertes Verhalten zu überlegen. Wenn ihr wollt könnt ihr dann folgendes Gebet gemeinsam sprechen: Jesus, du bist bei uns. Darüber freuen wir uns. Wenn du bei uns bist, tut es uns gut. Deshalb bitten wir dich: Nimm uns so an wie wir sind, mit unseren großen und kleinen Fehlern und Schwächen. Wir danken dir, dass du uns vergibst. Mach uns bereit, auch anderen zu vergeben. Amen.

Weitere Ideen für zu Hause

  1. Schreibt euch gegenseitig einen Brief, in dem ihr euch gegenseitig für alles DANKE sagt, was im Alltag untergeht, für die kleinen Dinge, die sonst keine Aufmerksamkeit bekommen.
  2. Verbringt mindestens einmal im Monat einen Familientag, an dem alle mitentscheiden dürfen, was gemacht wird (Spaziergang, Pizza backen, Talenteabend, Eis essen, …).
  3. Erstellt gemeinsam einen Essensplan für die Woche. So darf jeder mal entscheiden, was es zu essen gibt. Positiver Nebeneffekt: die Einkaufsliste ist auch schneller geschrieben.
  4. Plant in euren Tagesablauf Meckerphasen und Dankesphasen mit ein. Eine Zeit, in der ihr euch ganz bewusst Zeit für die gegenseitigen Bedürfnisse nehmt. Das muss keine Stunde sein. Ein paar Minuten reichen aus, sich gegenseitig auszutauschen.
  5. Steckt euch morgens drei Mummelsteine in die rechte Hosentasche. Wenn es am Tag einen Moment gibt, an dem ihr für etwas dankbar seid, dann nehmt einen Mummelstein aus der rechten Tasche und steckt ihn in die linke Tasche. Beim Abendessen könnt ihr euch austauschen, wie viele Steine es heute in die linke Hosentasche geschafft haben und wofür sie stehen.

Kontakt zu Beratungsstellen
Das Leben und der Alltag als Familie ist eine Herausforderung, die häufig nicht alleine leistbar ist. Es gibt vielfältig Unterstützungsmöglichkeiten für Familien. Nutzt sie –um für euch, eure Partner und eure Kinder gute Lebensbedingungen zu schaffen. Bei verschiedenen Anbietern gibt es Erziehungs-und Familienberatung, Ehe-, Paar-und Lebensberatung, Mutter-/ Vater-Kind-Kur, Frühe Hilfen für den Familienstart oder einzelne Vorträge oder Themenabende zu diesen Themen. Einige Beispiele, bei denen Angebote zu finden sind:

  • Autor / Autorin: Sara Bardoll
  • Autor / Autorin: Kirche Kunterbunt
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg