Der SabbatDer Sabbat

Einheit: Der Sabbat

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Theologischer Artikel
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Hesekiel 20,20

Stine Ariane erklärt hier zunächst knapp die Hintergründe des Sabbats. Anschließend hinterfragt sie den Alltag der Leser, der oft von Effizienz und wenig Zeit für Gott geprägt ist. Abschließend ermutigt sie dazu, sich mehr Zeit für sich selbst und Gott zu nehmen.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Ezechiel bedeutet „Gott möge kräftigen“. Luther übersetzte ihn mit Hesekiel. Dieser ist ein Prophet im Alten Testament. Er lebt in der sogenannten Generation der Söhne. Das sind die Menschen, die schon in der Wüste geboren wurden und nicht selbst aus Ägypten geflohen waren. Inhaltlich geht es bei Ezechiel um das Fehlverhalten des Volkes Israel und Gottes Zorn und Wut darüber. Das Volk Israel ehrt lieber Götzen und bringt ihnen Opfer, anstatt ihren Gott zu verehren. Gott versucht, das Volk mit Strenge zur Umkehr zu bewegen, er lässt sie spüren, wie schlecht ihr Götzendienst ist. Aber die Israeliten sehen das alles nicht. Stattdessen veranstalten sie ihren Götzendienst vor dem Tempel Gottes und entweihen ihn damit. Gott möchte SEIN Volk nicht vernichten, aber sie sollen bestraft werden. Die Väter dürfen deshalb nicht aus der Wüste in das Gelobte Land einziehen. Die Generation der Söhne wird unter die Nationen verstreut werden.

(…)

2. Bedeutung für heute

„Ruhetag? Was soll das denn? Dafür hab ich keine Zeit!“

eine Zeit, um sich auszuruhen, keine Zeit, Zeit mit Jesus zu verbringen oder sich Zeit für Ruhe bei und mit Gott zu nehmen. Keine Zeit, um den Alltag mal anzuhalten.

ber, was ist es, das so etwas fordert und was bedeutet das für einen selbst und vor allem für die Beziehung zu Jesus? Welchen Götzen rennen wir heutzutage hinterher?
Wir sind den ganzen Tag damit beschäftigt, Dinge zu erledigen, Termine abzuhaken und möglichst viel in kurzer Zeit zu schaffen. Zeit muss ja effektiv genutzt werden. Wir leben von Tag zu Tag und vergessen völlig, anzuhalten. Vergessen manchmal, dass es einen Gott der Ruhe gibt.
Und am Ende dieser mal wieder viel zu vollen Woche zwischen Schule/Ausbildung/Beruf, Freunden, Hobbys und Terminen steht der Sonntag. Was machen wir am Sonntag? Vielleicht geht der ein oder andere in einen Gottesdienst. Aber danach oder sogar davor, kann man ja noch produktiv sein!
Es gibt noch zu viel, das erledigt werden möchte. Achja und der Haushalt wartet auch noch, aufgeräumt wurde hier schon lange nicht mehr…

(…)

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Achtsamkeitsübung

Möglich ist eine Achtsamkeitsübung, um den Körper zur Ruhe zu bringen und bei sich selbst zu sein. Achtsamkeitsübungen helfen den Menschen auch im Alltag, das Hamsterrad der Termine und Erledigungen anzuhalten oder zu pausieren. Beispielhaft ist hier eine Atemübung:

In dieser Atemübung geht es darum, sich völlig auf den ganz eigenen Atem zu konzentrieren und Gedanken sein zu lassen. Die Übung beginnt, indem ca. 5-7 Mal tief ein- und ausgeatmet wird, die Augen dürfen gerne geschlossen werden. Dann beginnt die Atemwanderung nacheinander in die verschiedenen Körperteile bzw. -regionen. Es geht darum, seinen eigenen Atem in einer entspannten (Sitz-)position zu leiten und wahrzunehmen. Wichtig ist, dass jemand mit möglichst viel Gelassenheit und Ruhe die Übung anleitet, damit die Teilnehmenden hören, an welchem Punkt der Wanderung sich die Übung befindet. In jede Region wird 5-7 Mal ein- und ausgeatmet. Langsamkeit ist sehr wichtig bei dieser Übung.

(…)

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  • Autor / Autorin: Stine Ariane
  • © Deutscher EC-Verband

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