Siehe, ich mache alles neu! (Off 21,5)
Die Jahreslosung für 2026 berührt eine Sehnsucht: dass nicht alles beim Alten bleibt, sondern etwas neu wird – in unserem Leben, in unseren Familien und Häusern, bei der Arbeit, in unserer Kirche, in unserer Welt.
Es ist ein Versprechen, das Gott gibt: Der Tag wird kommen, an dem Gott alles neu macht und manchmal dringt schon jetzt aus Gottes Welt ein Lichtstrahl dieses neuen Lebens in unseren Alltag. Dann kann Neues aufbrechen – auch wenn wir das nie für möglich gehalten hätten.
Das Andachtssammlung soll dazu ermutigen, hinzusehen und das Neue zu entdecken, das Gott schenkt.
Hier findet ihr den Textplan zu JUMAT 3/2026. Die dazugehörigen Lektionen sind spätestens ab dem 01.06.2026 verfügbar.
Themenreihe: Königsgeschichten
| 29.06. | 2. Könige 18,1-8 + 8,37 | 1. Hiskia – Gott wird verspottet |
| 06.07. | 2. Könige 19,1-37 | 2. Hiskia – Gott rettet Jerusalem |
| 13.07. | 2. Könige 20,1-11 | 3. Hiskia – Gott schenkt Heilung |
| 20.07. | 2. Könige 22,1-20 | 4. Josia – ein König trauert |
| 27.07. | 2. Könige 23,1-25 | 5. Josia – ein König räumt auf |
Themenreihe: Paulus
| 03.08. | Apg 9,1-18 | 1. Paulus begegnet Jesus |
| 10.08. | Apg 9,19-30 | 2. Paulus muss fliehen |
| 17.08.. | Apg 13,1-3 + 14,8-20 | 3. Lystra: Göttliche Verwechslung |
| 24.08. | Apg 16,16-40 | 4. Philippi: Aufenthalt im Gefängnis |
| 31.08. | Apg 19,23-40 | 5. Ephesus: Ein Aufstand bricht los |
| 07.09. | Apg 20,7-12 | 6. Troas: Eutychus schläft ein |
| 14.09. | Apg 21,7-36 | 7. Jerusalem: Paulus wird gefangen genommen |
| 21.09. | Apg 27,1-44 + 28,11-16 | 8. Mittelmeer: Paulus erleidet Schiffbruch |
Der geniale Erfinder und Universalgelehrte Leonardo da Vinci hat u. a. verschiedene Brücken entworfen. Mit dieser Übung wird seiner Genialität nachgegangen und versucht, eine Brücke zu bauen.

Die Teilnehmenden erfahren, welche Brücken in ihrem Gruppenalltag von besonderer Bedeutung sind. Die Teilnehmenden …
| Bibelstelle | Johannes 14,6 |
| Art der Übung | Kommunikation, Kooperation, Problemlösung |
| Gruppengröße | 6 bis 12 |
| Dauer | 30 bis 45 Minuten |
| Gelände | ebene Freifläche (30 bis 40 qm) |
| Material | 28 bis 31 Vierkantholzstäbe (z. B. in der Größe 1,3 x 1,3 x 100 cm), optional Augenbinden und Gehörschutz |
Die Vierkantholzstäbe werden von der Leitung bereitgelegt.
Eure Aufgabe ist, eine sich selbst tragende Brücke mit möglichst großer Spannweite aus den Vierkantholzstäben zu bauen. Die Brücke ruht dabei auf nur vier Punkten; die Stäbe dürfen nicht flach auf dem Boden liegen, sondern nur an vier Punkten den Boden berühren. Alle Stäbe sind zu verbauen. Ich bin gespannt, ob ihr eine Lösung findet.
Zunächst versuchen die Teilnehmenden vermutlich, einzelne Stäbe aneinander zu stellen (vgl. Lagerfeueraufbau). Oftmals gehen diese Versuche ins Leere, die Stäbe fallen um. Möglich ist, dass die Gruppe schnell die Motivation verliert. Manche Teilnehmenden kennen Leonardos Brücke und legen ggf. ohne die Gruppe „mitzunehmen“ los. Hier kann zeitweise mit Handicaps wie Augenbinde und/oder Gehörschutz gearbeitet werden.
Für den Aufbau der Brücke sind alle Teilnehmenden gefragt, da die Brücke leicht einstürzen kann. So können auch zurückhaltende oder ablehnende Teilnehmende eingebunden werden, um die Brücke stabil zu halten. Gruppen, die keine Lösungsidee haben, können durch Tipps zur Lösung geleitet werden (z. B. Wie könnten einzelne Stäbe unter Spannung gesetzt werden?). Wenn die Brücke einstürzt, sind motivierende Worte hilfreich. Die Verwendung von Smartphones sollte nur erlaubt werden, wenn die Gruppe nach mehreren eigenen Versuchen keinen Lösungsansatz entwickelt.
In der Übung stecken personale und gruppenpädagogische Erfahrungsmöglichkeiten sowie Aspekte der konfessionellen Jugendverbandsarbeit. Die Teilnehmenden können erfahren, dass jedes Mitglied der Gruppe für den Erfolg/Brückenbau notwendig ist. Würde man nur einen Stab aus der Brücke weglassen, entfernen oder mit zu wenig Aufmerksamkeit versehen, würde die Brücke einstürzen. In jeder Gruppe braucht es Ideengeber, Umsetzer und Mitmacher. Mithilfe einer Selbst- und Fremdeinschätzung erfahren die Teilnehmenden mehr über ihre Rolle während der Aufgabe und ggf. im Alltag (Rollenklärung, ggf. werden Rollenkonflikte offengelegt). Jede/jeder ist wichtig, alle werden mit den jeweils eigenen Begabungen gebraucht.
Auch religionspädagogische Aspekte können mit der Übung thematisiert werden. Mit dem Bild bzw. der konkret entstandenen Brücke können vielfältige Bereiche beleuchtet und besprochen werden.
Beispiel: Welche Brücken entstehen in der Arbeit mit Gruppen? Brücken (Beziehungen) zwischen den Teilnehmenden, zwischen Mitarbeitenden und Teilnehmenden, zwischen Gott und Teilnehmenden. Im Gespräch mit den Teilnehmenden zeigt sich, wie wichtig persönliche Beziehungsbrücken untereinander für das persönliche Engagement sind. Oftmals engagieren sie sich, weil ihnen von Mitarbeitenden eine Beziehungsbrücke in die Jugendarbeit ermöglicht wurde. Diese möchten bzw. können sie selbst für andere sein.
Weitere biblische Bezüge findet die Übung in der Frage, wie ein Mensch zu Gott kommt. Theologisch betrachtet handelt Gott immer zuerst, der Mensch antwortet mit seinem Leben auf Gottes Handeln. Welche Brücken baut Jesus? Wie kann ich über diese Brücke gehen? Gibt es andere Wege zu Gott als Jesus? Jesus überwindet durch seinen Tod am Kreuz und die Auferstehung die Trennung von Gott und Mensch. Jesus überbrückt den tiefen Graben aus Sünde und Schuld, um uns einen Zugang zu Gott zu ermöglichen.
Einstieg 1: Die entstandene Brücke wird betrachtet. Die Gruppe wird danach gefragt, was zum Erfolg des Brückenbaus beigetragen hat. Wichtig ist dabei, sich nicht nur mit einzelnen Worten oder Satzfetzen zu begnügen, sondern eventuell von den Teilnehmenden genannte Stichwörter (wie z. B. Teamarbeit) genauer erläutern zu lassen. Hier können die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben der Teilnehmenden beleuchtet (Ideengeber, Umsetzer, Mitmacher usw.) sowie etwaige verteilte Handicaps reflektiert werden.
Einstieg 2: Jede/jeder Teilnehmende nimmt sich nach der Übung einen der Brückenstäbe. Alle Stäbe wurden benötigt, jeder Stab wurde von mindestens zwei weiteren Stäben gehalten. Frageimpulse:
Vertiefung/Transfer 1: ln einem gedanklichen Schritt auf die Metaebene können die genannten Zusammenhänge wie Brücken in der Jugendarbeit besprochen werden. Welche Brücken gibt es in der Jugendarbeit bzw. welche Brücken baut ihr in der Jugendarbeit? Hier wird auf die besondere Bedeutung von tragfähigen Beziehungen in der Jugendarbeit hingewiesen.
Vertiefung/Transfer 2: Ein weiterer Schritt in der Auswertung kann die Frage nach Gottes Handeln sein. In welcher Weise baut Gott oder Jesus auch Brücken zu uns? Wie sehen diese Brücken aus bzw. wie funktionieren sie?
Veränderungen der Aufgabenstellung: Die Aufgabe kann auch mit Holzdielen mit einer Stärke von > 4 cm, mit einer Länge von > 130 cm und einer Breite von > 8 cm oder mit Rundhölzern mit mind. 8 cm Durchmesser gebaut und sogar begangen werden. Entsprechend lassen sich auch echte Gewässer überbrücken.
Passendes Bauaterial findet man unter
www.metalog.de/de/leonardo-s-bridge.html (letzter Zugriff am 24.03.2026).
Die zentralen Fragen „Was hält mich?“ und „Worauf vertraue ich?“ werden für die Teilnehmenden erfahrbar, wenn sie blind auf einem zusammengeklappten Tisch stehen, der dann vermeintlich in die Höhe gehoben wird. Den Teilnehmenden wird zugesichert, dass ihnen nichts passiert. Dann werden sie gebeten, einen großen Schritt nach vorn über die Tischkante hinaus zu machen.

Die Teilnehmenden können die Zusage in Vertrauen umsetzen. Sie setzen sich mit ihrer eigenen Persönlichkeit auseinander, indem sie sich bewusst werden, wie ihr persönlicher Entscheidungsfindungsprozess verläuft. Ihre Sprach- und Dialogfähigkeit über Entscheidungsprozesse wird gefördert und gestärkt. Die Übung erweitert Entscheidungsprozesse um die Dimension des Glaubens und bietet damit an, diese im Kontext der biblischen Zusage zu erleben und zu reflektieren.
| Bibelstelle | Matthäus 8,23-27; Markus 4,37-41; Lukas 8,22-25 |
| Art der Übung | Vertrauen |
| Gruppengröße | 6 bis 20 |
| Dauer | 45 bis 60 Minuten, pro Person 4 Minuten plus Einführung und Auswertung (ca. 40 min) |
| Gelände | drinnen, zwei Räume |
| Material | 28 bis 31 VieAugenbinde, stabiler und zusammenklappbarer Tisch, Bilderkarten mit Motiven stürmischer Lebenssituationen (z. B. Klingenberger, Hubert: Bildkarten zur Biografiearbeit. Mein Weg ist mein Weg, Don Bosco, München 82016), Sticker mit Kopf und Herz, Bibelverse auf Kärtchen, Klebstoff/Klebefilm, Notizpapier und Stifte |
Ein zusammengeklappter Tisch wird mit der Tischfläche nach oben in die Mitte des Raumes gelegt, sodass im Umfeld genügend Platz ist. Die Gruppe befindet sich in einem anderen Raum. Die Leitung holt sich vier Personen (Mitarbeitende oder Teilnehmende) zur Unterstützung. Diese stellen sich jeweils an eine Ecke des Tisches.
Die Übung setzt sich aus drei Teilen zusammen: In einer Hinführung (Preloading) setzen sich die Teilnehmenden mit dem Thema „Stürme im Leben“ und mit ihrer persönlichen Entscheidungsfindung in solch stürmischen Lebenssituationen auseinander: Was hält mich? Worauf vertraue ich? Anschließend führt jede/jeder Teilnehmende die Übung allein aus. Als Abschluss erfolgt eine Auswertung des Erlebten.
Nach einer inhaltlichen Hinführung durch die Leitung bearbeiten die Teilnehmenden folgende Fragestellung (individuell oder in Partnerarbeit, evtl. mit schriftlichen Notizen):
Methodisch werden dazu von den Teilnehmenden Bilder ausgewählt, die eine stürmische Lebenssituation darstellen. Mithilfe der Sticker, auf denen entweder Kopf oder Herz abgebildet ist, wird von den Teilnehmenden gewichtet, ob sie ihre Entscheidungen in stürmischen Zeiten mehr mit dem Verstand oder mit dem Gefühl treffen.
Einer ersten Teilnehmerin / einem ersten Teilnehmer werden die Augen verbunden. Anschließend wird sie/er in den Raum mit dem Übungsaufbau geführt. Sie/er soll in der Mitte des zusammengeklappten Tisches zum Stehen kommen, sodass sie/er mit den Zehenspitzen an einer langen Tischkante steht.
Wir werden dich jetzt in die Höhe heben und dann (oben) absetzen.
Die Leitung legt die Hände der/des Teilnehmenden auf ihre Schultern. Während die vier Helferinnen/Helfer den Tisch lediglich einige Zentimeter hoch halten, daran wackeln und dann wieder absetzen, geht die Leitung in die Knie und vermittelt der/dem Teilnehmenden dadurch das Gefühl, dass sie/er sich viel höher befindet. Am Ende geht die Leitung so weit nach unten, dass der Handkontakt auf der Schulter abreißt und die/der Teilnehmende frei steht. Die Leitung spricht ab jetzt von unten zu ihr/ihm.
Vertraue mir. Dir passiert nichts. Wagst du den Schritt ins Ungewisse? Brauchst du Hilfestellungen?
Sollte eine Teilnehmerin / ein Teilnehmer trotz guter Zurede und mehrfachen Versprechen, dass ihr/ihm nichts passieren wird, den Schritt nicht wagen, kann ihr/ihm als Hilfe die Hand der Leitung angeboten werden. Diese sollte ihr/ihm „von unten“ entgegengestreckt werden. Sollte dies ebenfalls nicht funktionieren, kann man ihr/ihn „eine Stufe tiefer“ stellen, indem der Tisch nochmals kurz angehoben und wieder abgesetzt wird. Oder sie/er kann sich auf den Tisch setzen und so über die Tischkante „absteigen“.
Das „Vertraue mir!“ sollte der Teilnehmerin / dem Teilnehmer auf jeden Fall zugesprochen werden, da darauf später in der Auswertung eingegangen wird. Des Weiteren sollte die Leitung keine Falschaussage machen, z. B. zur Höhe, in der sich die/der Teilnehmende befindet, damit ihre Glaubwürdigkeit und Vertrauenszusage nicht darunter leiden.
Nach dem erfolgreichen Schritt wird der/dem Teilnehmenden die Augenbinde abgenommen, sodass sie/er realisieren kann, wie niedrig die Ausgangshöhe eigentlich war. Dann wird ihr/ihm ggf. ein Kärtchen mit einem Bibelvers gegeben (s. Auswertung) oder die Leitung wiederholt ihr Versprechen: „Ich hatte dir zugesprochen: Vertraue mir. Dir passiert nichts.“
Das Preloading sollte am besten in einem separaten Raum stattfinden, sodass der Aufbau im Vorfeld nicht sichtbar ist. Ein Austausch zwischen Teilnehmenden, die die Übung bereits erlebt haben, und denen, die sie noch vor sich haben, sollte vermieden werden. Eine weitere Aufsichtsperson kann hilfreich sein, wenn sich die Teilnehmenden in verschiedenen Räumen befinden.
Die Leitung sollte darauf achten, dass auch während der Übung weder durch die Helfenden noch durch die restliche Gruppe eine Interaktion besteht. Nachdem die Teilnehmenden die Übung beendet haben, können sie entweder den Raum verlassen und das Erlebte individuell reflektieren oder im Raum verbleiben und weitere Teilnehmende beobachten. Diese Beobachtungen können die spätere gemeinsame Auswertung unterstützen. Die Leitung sollte auf jeden Fall ein Augenmerk darauf haben, dass sich durch die Beobachtung niemand auf den Arm genommen oder bloßgestellt fühlt.
In dieser Übung wird bewusst ein Schritt anstelle eines Sprungs gewählt, da bei einem Sprung ein deutlich höheres Verletzungsrisiko für die Teilnehmenden besteht. Des Weiteren löst ein Sprung meist eher Unbehagen aus und zieht eine für die Teilnehmenden unangenehmere Landung nach sich, da die/der Teilnehmende noch nicht auf die Landung eingestellt ist, wenn sie/er auf dem Boden ankommt. Dennoch sollte auch beim Schritt der/des Teilnehmenden eine gewisse Unterstützung gegen Umknicken/Stürzen durch die Leitung erfolgen, ohne die Teilnehmende / den Teilnehmenden direkt zu halten. Konzentration auf die Bewegungen und bereit sein, bei Bedarf schnell unter die Arme zu greifen.
Die Übung lädt die Teilnehmenden ein, sich mit ihren persönlichen Verhaltensweisen und ihrem Entscheidungsprozess in Krisensituationen auseinanderzusetzen. Dabei werden Überlegungen angestellt, inwieweit jede/jeder ihre/seine Entscheidung bzw. ihr/sein Verhalten mit dem Verstand oder „aus dem Bauch“ heraus trifft und und inwieweit dies bewusst bzw. unbewusst geschieht, da es nicht möglich ist, sich nicht zu entscheiden.
In der Übung wird zudem thematisiert, dass es Lebenssituationen geben kann, in denen man sich sowohl gegen den Verstand als auch gegen das Gefühl entscheiden muss. In diesem Fall kann der Glaube hilfreich sein, um in einer solchen Situation eine Lösung zu finden oder um sie aus einer anderen Sichtweise bewerten zu können.
Dabei sollte die Tatsache nicht vernachlässigt oder verdrängt werden, dass es Situationen im Leben geben kann, in denen man sich gar nicht gehalten fühlt. Dieses Gefühl stellt sich vielleicht erst in der Rückschau ein, wenn man bemerkt, dass man gar nicht so weit gefallen ist.
Die Reflexion geschieht anhand der biblischen Geschichte der Sturmstillung (Mt 8,23-27; Mk 4,37-41; Lk 8,22-25), die die genannten Aspekte sehr bildlich aufzeigt.
Die abschließende Auswertung mit den Teilnehmenden nimmt die eingangs der Übung gemachten Gedanken zu den Stürmen des Lebens und der Entscheidungsfindung in diesen Lebenssituationen wieder auf und erweitert diese um die Dimension des Glaubens. Dies geschieht, indem den Teilnehmenden die zentrale Frage Jesu gestellt wird (Mk 4,40 GNB): „Warum habt ihr solche Angst?“, fragte Jesus. „Habt ihr denn immer noch kein Vertrauen?“
Durch Angst kann es zu einer Lähmung der Gedanken und einem Ersticken des Herzens kommen, sodass in solchen Situationen auf beides, den Verstand und das Gefühl, kein Verlass mehr ist. Dies kann meist bei sich selbst nicht wahrgenommen werden, was die Situation nur schwerer und auswegloser erscheinen lässt. Jesus jedoch kann von diesen Ängsten befreien, sodass wieder eine objektivere Sicht auf die Dinge und damit eine angstfreie Entscheidung erfolgen kann. Diejenigen, die diesen Zuspruch in Frage stellen oder noch zu tief in einer Krise stecken, sodass (noch) keine rückblickende Beurteilung der Situation möglich ist, können mit den Jüngern fragen: „Wer ist nur dieser Mann [Jesus], dass ihm sogar Wind und Wellen gehorchen“ (Mk 4,41 NGÜ)? Methodisch kann diese Reflexion entweder in der Gruppe oder einzeln direkt nach der Übung erfolgen.
Sowohl in der Übung als auch in der Auswertung wird lediglich die intrapersonelle Entscheidungsfindung (Ich höre auf mich selbst.) betrachtet. Die interpersonelle Komponente (Ich halte mich an einen Rat von einer anderen Person.) kommt nur indirekt im Zuspruch der Leitung vor.
Teil 1: Vertrauenszuspruch: Es werden Bibelverse (Zusprüche) ausgelegt oder ausgegeben und vorgelesen. Jede/jeder sucht sich denjenigen Vers aus, der für sie/ihn in der Situation am besten passt. In einer ersten Austauschrunde können die Beweggründe der Entscheidung erfragt werden.
Teil 2: Warum fällt uns das Vertrauen so schwer? Dennoch frage ich mich, warum ihr während der Übung mehr oder weniger gezögert habt. Habt ihr mir nicht vertraut, trotz der Zusage „es passiert dir nichts Schlimmes“?
Mögliche Auswertungsfragen:
Die Geschichte von der Sturmstillung wird vorgelesen bzw. erzählt. Anschließend wird der Bogen zum Preloading gespannt. Mögliche Auswertungsfragen dazu sind:
Abschließend wird die eingangs gewählte und beklebte Bildkarte mit dem ausgewählten Bibelvers (oder einem Vers aus der Sturmstillung) beklebt, und damit eine weitere Herangehensweise an solche Lebensstürme verdeutlicht.
Kein Fall ist tiefer als in Gottes Hand
Vor dem Tisch („Landefläche“) wird eine überdimensional große, aus Papier ausgeschnittene Hand gelegt, die mit einem Bibelvers bedruckt ist. Durch den Verzicht auf das Preloading und durch diese Hand lässt sich der Satz „Du kannst niemals tiefer fallen als in Gottes Hand“ erfahrbar machen. Die daran anschließende Reflexion sollte zum einen die vermeintlich hohe Fallhöhe thematisieren und zum anderen die Tatsache, dass die Hand Gottes viel näher ist als vermutet.
Zeitdimension einbeziehen: Die Teilnehmenden schätzen lassen, wie lange es gedauert hat, bis ihre Entscheidung für oder gegen den Schritt gefallen ist. Dies kann auf die Dimension des Glaubens übertragen werden: Wie lange habe ich Zweifel und/oder habe ich den Schritt schon gemacht?
Erleben wir spannendes, veränderndes, aufregendes steht für den einen die Zeit still, für den anderen rennt sie davon. Ein Blick auf die Uhr und wir staunen – so spät schon? Was, erst so wenig Zeit vergangen? Auch auf Lagern und Freizeiten rast die Zeit davon und für Heimweh-Kranke schleicht sie.
Sich selbst sortieren, Verantwortung fürs eigene Zeitmanagement übernehmen – fällt vielleicht leichter, wenn man das mit Blicken auf eine selbst hergestellte Uhr lernen kann.
Ein paar Ideen, wie man aus Keilrahmen eine eigene, individuell gestaltete, fröhlich-bunte Uhr basteln kann, darum geht es in diesem Ideen-Pool.
Es braucht einiges an Material, das aber bei vielen online-Bastel-Shops (wie opitec oder ALS-Verlag) erhältlich ist und vielleicht auch bei eurem Kreativ-Laden in eurer Stadt. Bei den online-Bastel-Shops werden oft auch Anleitungen mitgeschickt, was beim Installieren des Uhrwerks zu beachten ist und wie es überhaupt funktioniert.
Für diese Technik könnt ihr die fertigen Netz-Keilrahmen oder Quadratlogo-Keilrahmen kaufen. Diese sind mit einem Netzt bespannt, das kleine Quadrate auf dem Keilrahmen bildet. Diese werden einfach bunt angemalt. Diese Technik eignet sich auch gut für nicht so geübte Maler.Ihr sucht euch für eure Leinwand 3-4 Farben aus, z.B. rot, schwarz und weiß oder zusätzlich noch eine Farbe, die sich schön mit (in diesem Fall rot) mischen lässt, z.B. gelb oder blau. Schlecht eignet sich in diesem Fall grün, denn das gibt gemischt einfach ein unschönes braun. Jetzt werden auf einer Palette oder einem Teller die Farben einzeln als Kleckse aufgebracht und schon geht es los. Mit einem flachen Pinsel mischt ihr die Farben und malt ein Kästchen inklusive Netz-Rahmen an. Dann ein leicht anderes Mischverhältnis und das nächste Kästchen folgt und so weiter. Am Ende gibt es ein Bild mit lauter Quadraten in unterschidlichen rot-Tönen. Etwas geübtere Kinder können auch in der Mitte eine Art Kreis in dem einen Farbton, z.B. gelb-rot-Töne gestalten und drumherum die Kästchen z.B. in grün-Tönen. So entsteht das gewohntere Bild einer runden Uhr.
Bei dieser Technik könnt ihr ganz kreativ oder ganz ordentlich arbeiten. Zunächst klebt ihr mit (schmalem) Malerkrepp Linien auf ihren Keilrahmen. Das können ganz ordentlich Quadrate oder Rechtecke ergeben oder es wird schräg und schief geklebt und so entstehen krumme, größere und kleinere Vierecke. Oder ihr klebt nur längs oder quer, so dass sich Längs- oder Querstreifen ergeben. Die so entstandenen Vierecke werden jetzt mit Acrylfarbe bunt gemacht. Jedes Eck kann in einer anderen Farbe gefärbt werden oder alle immer mit der gleichen Farbe oder man nimmt einen Grundton und mischt diesen nur mit schwarz oder weiß oder einem anderen Grundton. Die Vierecke können mit einem Pinsel bemalt werden, dazu eignet sich ein flacher Pinsel oder mit einer kleinen Malerrolle (dann benötigt ihr auch ein Gitter zum Abrollen) oder man tupft die Farbe mit einem Schwamm auf den Keilrahmen. Nach dem Trocknen zieht ihr vorsichtig den Malerkrepp von der Leinwand. Fertig ist der bunte Untergrund für eure Uhr.
Für die Keilrahmen eignet sich auch gut die Serviettentechnik. Etwas zeitaufwendiger, aber sicher schön, ist es, wenn ihr den Keilrahmen vor dem Aufbringen der Servietten mit einer Farbe grundiert. Dazu ist es wichtig, dass sich das Kind vorher das Motiv seiner Serviette ausgesucht hat. Dann grundiert ihr den Keilrahmen mit einer dazu passenden Acrylfarbe. Die Farbe könnt ihr mit einem breiten, flachen Pinsel, einer Malerrolle (an das Abroll-Gitter denken) oder einem Schwamm aufbringen. Während die Farbe trocknet bereitet ihr die Serviette vor. Ihr schneidet das Motiv aus und zieht die oberste Lage der Serviette ab. Ist die Grundierung getrocknet, legt ihr die oberste Schicht des Serviettenmotivs auf den Keilrahmen und klebt es vorsichtig mit dem Art-Potch Leim fest. Dabei müsst ihr sehr vorsichtig sein, da die Serviette leicht reißt. Es eignet sich ein weicher Pinsel dafür, den ihr eher tupft, als streicht oder ihr macht es vorsichtig mit euren Fingerspitzen. Achtet darauf, dass das ganze Serviettenmotiv gleichmäßig mit dem Art-Potch Leim bestrichen ist.
Auch einer sehr einfache und wirkungsvoll bunte Technik funktioniert mit (wasserLÖSLICHEN) Filzstiften. Dazu bemalt ihr einfach mit den Filzstiften den ganzen Keilrahmen inklusive Rand mit bunten Flecken. Ein bunter Fleck neben dem anderen. Wer möchte, kann auch hier bei bestimmten Farbtönen bleiben, z.B. alles in blau- und lila-Tönen oder sich an einem einfachen leicht abstrakten Motiv versuchen, z.B. einer Blumenwiese oder einem Sonnen-Aufgang,… Ist der ganze Keilrahmen voller bunter Filzstift-Flecken, nehmt ihr einen Pinsel, taucht ihn in Wasser und betupft die Übergänge zwischen den Farben mit Wasser. Die Farben fließen so ineinander und an den Übergängen entstehen Mischungen. Ist die Vorderseite des Keilrahmen getrocknet, könnt ihr auch die Übergänge an den Rändern mit Wasser betupfen.
Jetzt habt ihr eine wunderschöne, selbst-gestaltete Grundlage für eure Uhr. Wollt ihr noch Ziffern anbringen? Dafür gibt es Ziffern-Aufkleber oder ihr nehmt wasserfeste eddings. Am einfachsten ist es, wenn ihr einfach in die Mitte der Seiten eine 3, 6, 9 und 12 anbringt oder ihr malt mit dem Zirkel einen Kreis auf und bringt dort die anderen Ziffern an. Das ist aber ziemlich kniffelig, damit es dann mit der Uhrzeit auch stimmt.
Beim Anbringen des Uhrwerks lasst ihr euch von einem Mitarbeitenden helfen. Dazu müsst ihr mit dem Zirkel oder einem Lineal den Mittelpunkt eurer Leinwand ermitteln und ein Loch für das Uhrwerk hineinschneiden. Beim Anbringen der Zeiger ist es wichtig, alle beiden oder alle drei Zeiger genau auf 12 Uhr einzustellen. Dabei nehmt ihr zuerst den Stunden-, dann den Minuten- und zum Schluss den Sekundenzeiger. Wichtig ist auch, dass ihr den Abstandhalter nicht vergesst, die Zeiger nicht verbogen sind und sich am vorwärtsgehen gegenseitig hindern und dass ihr die Zeiger nur mit dem Rädchen am Uhrwerk bewegt, dann verbiegene sie sich nicht.
Viel Spaß mit eurer eigenen Uhr!
Ziel des Spiels: Jede Gruppe erspielt sich Materialien, aus denen sie ein Tuch färben und anschließend an „Kunden“ (Mitarbeitende) verkaufen.
Die Kinder werden in Kleingruppen unterteilt (je 5-6 Kinder). Jede bekommt eine Tragetasche, um das zu erspielende Material darin zu sammeln. Dazu ein Laufzettel mit dem zu erspielenden Material.
Material:
Jeder Mitarbeitende bekommt ein Material (z.B. Gummihandschuhe) und geht los in ein vorher klar kommuniziertes Spielgebiet (z.B. Stadtteil, Waldstück, Gemeindewiese). In einerm Stadtgebiet könnten sich die Mitarbeitenden auch verkleiden, damit man sie nicht zu einfach findet. Sobald eine Kindergruppe einen Mitarbeitenden entdeckt, bekommt sie vom Mitarbeitenden eine Aufgabe. Wird sie gut gemeistert, gibt der Mitarbeitende sein Material heraus und unterschreibt auf dem Laufzettel neben seinem Material.
Aufgaben, die die Kinder bei den Mitarbeitenden machen könnten:
Sobald die Kinder alle Materialien gesammelt haben (bzw. spätestens bis zu einer bestimmten vorher festgesetzten Zeit), kommen alle Gruppen zusammen und färben ihre Tücher. Das geht folgendermaßen (unter Aufsicht der MAs):

Ein Kind zieht Schürze und Handschuhe an. Rote Beete werden klein geschnitten auf dem Boden (Zeitungspapier drunter legen!). Das Tuch wird auf den Boden gelegt und mit den rote Bette stücken gefärbt indem man sie darauf reibt. Dann werden die Tücher noch getrocknet, indem man sie fönt. Für den Fön müssen die Kinder nochmal los und jemanden suchen, der ihnen einen Fön leiht. Falls die örtlichen Gegebenheiten das nicht zulassen, werden die Tücher zum Trocknen auf eine Wäscheleine gehängt.
Jetzt überlegen sich alle Kleingruppen jeweils einen Werbeslogan für ihr Tuch, das sie ja verkaufen möchten an Kunden (Mitarbeitende). Welche Kunden greifen zu? Hoffentlich alle ;). Als Belohnung gibt es einen Preis.
SPIELERKLÄRUNG
Die Ausgangssituation
Ihr seid fünf verschiedene Städte, und jede Stadt kann nur einen einzigen Rohstoff herstellen:
Ziel: Mit diesen Rohstoffen soll am Ende eine große neue gemeinsame Stadt „Name an dem der 5-Sternesommer stattfindet“ entstehen – mit Mauern, Brücken, Häusern, Türmen, Marktständen und vielen liebevollen Details.
Wichtig: Niemand kann die Stadt alleine bauen!
Fast alle Gebäude brauchen mehrere unterschiedliche Rohstoffe. Deshalb sind Handel, Absprachen, Kooperation und Teamwork notwendig.
Grober Ablauf
Präsentation jeder Stadt
Reflexion
WIE DAS SPIEL FUNKTIONIERT
Teams & Städte
Jedes Team wird eine Stadt und erhält genau einen Rohstoff, den nur dieses Team herstellen kann:
Nur dieses Team darf diesen Rohstoff verdienen!
Auftrag erhalten
Zu Beginn erhält jede Stadt einen Bauauftrag. Sobald die benötigten Rohstoffe erhandelt wurden, darf die Stadt einen neuen Auftrag ziehen.
Rohstoffe verdienen
Für Rohstoffe müssen Aufgaben gelöst werden. Es gibt drei Grundtypen:
Für jede gelöste Aufgabe erhält die Stadt eine Einheit ihres Rohstoffs.
(z. B. 1 Holzbündel, 1 Handvoll Ton ca. 100gr, 1 Stück Schnur, 1 „Steinplatte“ z.B. Bierdeckel als Fundament eines Gebäudes, 1 Stoffstück).
Die Aufgaben erhalten die Teams an dafür eingerichteten Stationen (Empfehlung: 1 Station für jedes Team).
Zusatz-Aufgaben (laufend lösbar)
Bis zum Ende des Spiels müssen zusätzliche Aufgaben erfüllt werden: Zusatzaufgaben „Stadt“. Diese Aufgaben werden gleich zu Beginn vergeben und erklärt.
Zum Abschluss:
Handeln mit anderen Städten
Jede Stadt wählt einen Händler / eine Händlerin. Der Händler (und nur der) darf mit den zwei Nachbar-Städten kommunizieren, Rohstoffe tauschen, anbieten oder verhandeln, Absprachen treffen, Rohstoffe transportieren
Aber: Der Händler entscheidet nicht allein – das Team bestimmt gemeinsam, ob ein Handel angenommen wird.
Die Stadt bauen
Mit den erarbeiteten und getauschten Rohstoffen dürfen echte Gebäude entstehen. Beispiele:
Dächer aus Holz, Schnur und Stoff; Brücken aus Holz und Schnur; Türme aus Stein und Ton; Marktstände aus Holz, Stoff und Schnur.
Regel:
Gemeinsames Ziel
Es gewinnt kein Team allein. Das Spiel wird nur gewonnen, wenn am Ende:
Reflexionsmöglichkeiten (optional)
Kurzfassung für Kinder
Ihr seid fünf Städte. Jede Stadt kann nur einen Rohstoff herstellen. Durch Aufgaben verdient ihr euren Rohstoff. Damit ihr Gebäude bauen könnt, müsst ihr miteinander handeln. Am Ende baut ihr eine echte Stadt aus Holz, Ton, Schnur, Stein und Stoff. Nur zusammen schafft ihr das!“
Rollen der Mitarbeitenden:
Materialliste:
| Anzahl | Material |
| 200–250 | Eisstiele |
| 100 | Holzstäbe |
| 5 | Naturholz (Äste) |
| 5–7 kg | Beutel Ton |
| 30–40 m (in 20–30 cm Stücken) | Schnur |
| 2–3 kg | Kieselsteine |
| 1–2 kg | Deko-Steine |
| 2–3 m² (20×20 cm) 30–40 | Stoffreste Stoffstücke |
| 25 | Bierdeckel, Karton à Als Fundament/ Stein |
| (10×10 cm) 20–30 | Stoffstücke |
| 10 | Scheren |
| 5 | Wasser-Schalen |
| 5 | Bauunterlagen |
| 20 | Sortier-Schalen |
| 5 | Rohstoff-Kisten/Eimer |
| 5 | Tücher/Küchenrolle |
| 5 | Müllbeutel |
| 2 m² | Bodenplatte(n) |
| 2 Rollen | Kreppband |
| 5 | Kleine Sägen |
Bibelstellen: Lukas 19,1-10
Zielgedanke: Jesus sieht tief in unsere Herzen.
Wenn wir durch die Gegend laufen, sehen wir unterschiedliche Menschen. Manche fallen uns besonders auf, weil sie ein richtig tolles Leben haben. Sie scheinen auf einem regelrechten Höhenflug zu sein, sind erfolgreich, haben super Klamotten und eine tolle Frisur. Es sieht so aus, als würde ihnen alles mühelos gelingen. Manchmal kommt uns dann der Gedanke: „Wenn mein Leben doch auch nur so toll wäre …“ (rechts oben eine Figur von der Seite zeichnen; statt Beinen zwei Striche auf unterschiedlichen Höhen zeichnen)

Aber nicht alle Menschen schweben so weit oben. Es gibt einige, denen nicht alles gelingt. (unter die erste Figur eine Figur in sitzender Haltung zeichnen)

Uns begegnen Menschen, die nach Wärme und Geborgenheit suchen. Sie wollen nicht allein sein und sehnen sich nach jemanden an ihrer Seite oder nach einer Familie. (eine Figur mit Baby im Arm zeichnen)

Und dann gibt es Menschen, die sich um andere kümmern. Sie sind ihnen eine Stütze, haben ein offenes Ohr und helfen, wo Hilfe gebraucht wird. (eine Figur zeichnen, die der Figur mit Baby die Hand auf die Schulter legt)

Es gibt auch Menschen, die eher still sind, nicht auffallen wollen und sich im Hintergrund halten. Sie beobachten gern das Geschehen. (im Hintergrund eine Figur zeichnen)

Und dann gibt es noch die Leute, die gern im Vordergrund stehen und bei denen immer etwas los ist. Mit ihnen wird es nie langweilig. Sie haben viel Energie. (im Vordergrund eine hüpfende Figur zeichnen)

Bei Menschen gibt es all diese Gegensätze: oben und unten, laut und leise, suchend und helfend, Menschen im Hintergrund und im Vordergrund. Welche Figur auf diesem Bild passt am ehesten zu euch? (Pause)
Es gibt eine Geschichte, in der eine davon eine besondere Rolle spielt – die rechts oben. Es geht um einen Mann, der scheinbar ein ganz tolles Leben führte. Er hatte viel Geld, teure Klamotten, ein großes Haus und konnte sich alles kaufen. Trotzdem fehlte ihm etwas. Nach und nach merkte er, dass sein Herz trotz allem leer blieb. (der Figur rechts oben (= Zachäus) ein leeres Herz auf die Brust zeichnen)

Dieser Mann arbeitete beim Finanzamt. Er kassierte Steuern von den Menschen, die er dann an den Staat weitergab. Allerdings nahm er mehr, als der Staat verlangte und steckte sich den Rest in die eigene Tasche. Das war natürlich nicht fair. Kein Wunder also, dass dieser Mann zwar viel Geld hatte, aber von niemandem gemocht wurde. Eines Tages passierte etwas Ungewöhnliches. Ein Mann kam in die Stadt. Aber nicht irgendein Mann, sondern ein echter Promi. (für den Promi (= Jesus) in die Mitte eine Figur zeichnen)

Alle kamen aus ihren Häusern auf die Straßen, um ihn zu sehen. So auch der Finanzbeamte. Er war ganz nervös, denn er hatte schon viel von diesem Star gehört. Doch es waren einfach zu viele Menschen um ihn herum. Er konnte absolut nichts sehen. Schließlich war er nicht gerade ein Riese. Also kletterte der Finanzbeamte auf einen Baum. (einen Baum zeichnen, in dem Zachäus sitzt; die zwei Striche für den Baumstamm verwenden)

Dort saß er nun gespannt. Mit seinem Herzen, in dem ihm etwas fehlte und das vor Aufregung wild klopfte. Und mit vielen Fragen in seinem Kopf: „Wie wird es wohl sein, diesen berühmten Mann zu sehen? Wird diese Begegnung mein Leben verändern? Wird er mich überhaupt hier oben sehen? Es sind doch so viele Menschen hier.“ Da lief der Promi auch schon die Straße entlang. (vor Jesus einen Weg andeuten)

Genau vor dem Baum des Finanzbeamten blieb er plötzlich stehen. Und dann schaute er nach oben, direkt ins Gesicht des Finanzbeamten. Das war dem Mann im Baum ganz unangenehm und er wusste nicht, was er tun sollte. (Jesus ein Gesicht mit Blick nach oben zeichnen; Zachäus einen Arm zeichnen)

Und der Star sagte doch tatsächlich: „Zu dir will ich heute zum Abendessen kommen!“ (Jesus einen ausgestreckten Arm zeichnen)

Dem Finanzbeamten stockte der Atem. Damit hatte er nicht gerechnet. Der Promi wollte sein Gast sein? Das konnte er gar nicht glauben. Doch am Abend erschien er tatsächlich bei ihm zu Hause.
Vielleicht ahnt ihr es schon: Der Promi ist Jesus und der Finanzbeamte Zachäus. Das Leben von Zachäus war gar nicht so toll, wie es aussah. Jesus sah das und wandte sich ihm zu. Endlich konnte Zachäus jemandem von seinem Leben erzählen. Von seinem Beruf, seinen Wünschen, seinen Fehlern. Dass er oft allein war, sich nach Freunden sehnte und ihn all das Geld nicht glücklich machte. Und Jesus blieb. Obwohl er wusste, dass Zachäus Menschen betrog. Jesus begegnete Zachäus mit so viel Liebe, dass sich dessen Leben veränderte. Sein Herz war auf einmal voll. Von Liebe. (das Herz von Zachäus ausmalen)

Er bereute seine schlechten Taten und beschloss, den Menschen das Geld zurückzuzahlen, das er ihnen abgeknöpft hatte. Und nicht nur das: Er gab jedem, den er bestohlen hatte, mehr zurück. Er hatte gemerkt: Geld allein macht nicht glücklich. Durch die Begegnung mit Jesus fand er echtes Glück und tiefe Freude. (die Szene in ein Herz einfassen)

Jesus hat Zachäus besucht, weil er ein Herz für Menschen hat. Er beurteilt die Menschen nicht nach dem ersten Eindruck – er sieht ihnen ins Herz, in die Seele. Und dort erkennt er die versteckten Sehnsüchte, die geheimen Träume, den wahren Kern des Menschen. Jesus selbst sucht die Nähe zu uns und möchte bei uns sein, damit wir wahre Freude finden. (den restlichen Figuren fröhliche Gesichter zeichnen)

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Bibelstellen: Apostelgeschichte 9,1-22
Zielgedanke: Jesus entzündet in uns ein helles Licht.
Wart ihr schon einmal Feuer und Flamme für etwas – so richtig begeistert von einer Sache? (ein kleines Feuer zeichnen)

Es gab da mal einen Mann, dem es so ging. Er hieß Saulus. (ein Gesicht mit Augen und Mund zeichnen (= Saulus); dabei das Feuer als Haare verwenden)

Dieser Mann hieß Saulus. Er wendete seine ganze Zeit und Kraft für eine Sache auf – allerdings keine gute: Er verfolgte mit großer Leidenschaft Christen. Er hielt das alles mit Jesus für einen falschen Glauben. Deshalb ließ er Menschen einsperren oder sogar umbringen, die an ihn glaubten. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass sich dieser neue Glaube verbreitete. Eines Tages war Saulus auf dem Weg nach Damaskus. Auch dort wollte er Christen gefangen nehmen. Er war ziemlich schnell unterwegs. Doch kurz vor Damaskus wurde er geblitzt. Ein helles Licht strahlte vom Himmel herab. (quer über die Figur zwei Linien ziehen)

Er stürzte zu Boden und hörte eine Stimme: „Saulus, warum verfolgst du mich?“
„Wer bist du?“, fragte Saulus.
„Ich bin Jesus, den du verfolgst!“, antwortete die Stimme. „Steh auf und geh in die Stadt. Dort wirst du erfahren, was du tun sollst.“
Was Saulus hier noch nicht ahnte: Dieses unglaubliche Erlebnis würde sein Leben komplett auf den Kopf stellen. (das Blatt auf den Kopf drehen)

Nachdem Jesus ihm erschienen war, wurde Saulus blind. Was sollte er tun? Er versuchte sich daran zu erinnern, was Jesus zu ihm gesagt hatte. „Geh in die Stadt.“ Also gut. Vorsichtig machte er sich auf den Weg. (den Kopf von Saulus vervollständigen; dabei die Haare als Bart verwenden; Saulus einen Körper und Füße zeichnen; die Linien bilden den Weg, auf dem Saulus steht)

Saulus wich also von seinem eigentlichen Vorhaben ab. Er ging nun nicht mehr nach Damaskus, um Christen gefangen zu nehmen, sondern weil Jesus ihn dorthin geschickt hatte. Drei Tage lang war Saulus blind und wollte weder essen noch trinken. (für die drei Tage drei vertikale Striche neben Saulus machen)

Zur gleichen Zeit begegnete Jesus auch einem Mann namens Hananias und sprach zu ihm. (für Hananias links eine Figur zeichnen, die ängstlich zu Saulus hinüberschaut)

Hananias war Christ und lebte in Damaskus. Jesus trug ihm auf, in ein anderes Haus zu gehen, um dort Saulus zu treffen. Er sollte ihm die Hände auflegen, damit dieser wieder sehen konnte. Aber Hananias hatte Angst. Er hatte von Saulus gehört und wusste, was der mit Christen wie ihm machte. Doch er vertraute Jesus. Und so ging er zu der Straße, die „die Gerade“ hieß. (unter Saulus und Hananias eine horizontale Linie ziehen)

Dort war das Haus, in dem Saulus sich aufhielt. (um Saulus herum ein Haus zeichnen; dabei die drei Striche für ein Fenster verwenden)

Als Hananias dort ankam, sah er, wie Saulus betete. (Saulus Arme und gefaltete Hände zeichnen)

Trotz seiner Angst vor diesem gefährlichen Mann ging Hananias zu ihm hin und legte ihm die Hände auf, wie Jesus ihm aufgetragen hatte. „Hey, Bruder Saulus!“, sagte er zögerlich. „Jesus hat mich zu dir geschickt, damit du wieder sehen kannst. Außerdem sollst du mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.“ Im selben Moment fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen und er konnte wieder sehen. Sein Hass verschwand – Liebe erfüllte sein Herz. (Saulus und Hananias fröhliche Gesichter zeichnen)

Saulus ließ sich gleich taufen. Denn diese Begegnung hatte sein Leben komplett verändert. Er war jetzt ein neuer Mensch. Und das wollte er mit der Taufe feiern. Als Nachfolger von Jesus erzählte er vielen Menschen mutig von Jesus und gründete viele christliche Gemeinden. (das Haus zu einer Kirche erweitern; links eine Weglinie ziehen)

Saulus, der sich später Paulus nannte, war nun wieder Feuer und Flamme für eine Sache. Aber diesmal für etwas Gutes: für Jesus. Wofür seid ihr Feuer und Flamme? Gibt es etwas, das euch begeistert? (aus der Weglinie rechts unten ein entzündetes Streichholz zeichnen)

Vielleicht seid ihr – genau wie Paulus – Feuer und Flamme für Jesus. Dann legt mutig los und begeistert auch andere Menschen. Bei Paulus ist übrigens ein wahres Feuerwerk daraus geworden, das hell geleuchtet hat! Das kann Jesus auch in eurem Leben bewirken. (über das Streichholz ein Feuerwerk zeichnen)

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Bibelstellen: Markus 4,35-41
Zielgedanke: Jesus kann die Stürme in uns stillen.
Wart ihr schon einmal am Meer oder an einem See, als es windstill war? Das Wasser sieht dann aus wie ein Spiegel. (als Wasserlinie eine horizontale, nicht ganz gerade Linie ziehen)

Ab und zu sieht man vielleicht, wie sich das Wasser leicht kräuselt. Und manchmal durchbricht ein leises Plätschern die Ruhe und den Frieden. (in der Nähe der Wasserlinie kleine Wellen andeuten)

Auf einem solch ruhigen Wasser startete an einem Abend ein kleines Boot, das zum anderen Ufer steuerte. Die Sonne verschwand langsam hinter dem Horizont und tauchte alles in ein orangefarbenes Licht. (auf der Wasserlinie ein Boot zeichnen)

Neben einem leisen Plätschern hörte man noch ein paar andere Geräusche. Einer im Boot war so müde gewesen, dass er es sich bequem gemacht hatte und eingeschlafen war. (links im Boot einen Kopf zeichnen (= Jesus); durch „zzz“ ein Schnarchen verdeutlichen)

Die anderen im Boot unterhielten sich, während sie vor sich hin schipperten. (rechts im Boot drei weitere Köpfe zeichnen (= Jünger))

Doch ganz plötzlich änderte sich die Stimmung: Dunkle Wolken zogen auf. (ein paar kleine Wolken zeichnen)

Erste Windböen fegten über das Wasser. (durch Halbkreise Windböen andeuten; diese werden später zu dem Wort „still“)

Und es wurde immer schlimmer. Innerhalb weniger Minuten befand sich das Boot mitten in einem heftigen Sturm. Die Wellen schlugen ans Boot und Wasser schwappte hinein. (rechts vom Boot eine große Welle zeichnen)

Die Leute im Boot gerieten in Panik. Sie hatten Angst! Ihnen war klar: Wenn jetzt nicht schnell ein Wunder geschah, würden sie untergehen. Einer begann hektisch, mit seinen Händen Wasser aus dem Boot zu schöpfen. Ein anderer saß starr vor Schreck da und der nächste wuselte panisch von einem Ende des Bootes zum anderen. (den Jüngern panische Gesichter zeichnen)

Keiner hatte einen Plan, was zu tun war. Sie wussten nur: Sie wollten nicht sterben! Doch irgendetwas mussten sie tun – aber was nur? Sie schrien hilflos durcheinander. Alle – bis auf die Schlafmütze, die immer noch hinten im Boot lag und schnarchte. Einer weckte sie und fragte: „Wie kannst du nur schlafen? Wir werden hier noch umkommen!“ Da wachte der Mann auf und schaute die anderen an. (Jesus Augen und Mund zeichnen)

Er stellte sich hin und sprach zu dem Wind und den Wellen: „Still!“ (aus den Windböen und „zzz“ eine Sprechblase mit dem Wort „still“ zeichnen)

Und plötzlich kehrte Ruhe ein. Den anderen stand vor Staunen der Mund offen. Sie konnten es nicht fassen: Der Wind hatte sich von jetzt auf gleich gelegt. Sie waren gerettet! Das Wasser lag nun wieder vollkommen ruhig und friedlich da. (aus der Welle rechts vom Boot ein Ufer zeichnen)

In diese Stille hinein fragte der Mann die anderen: „Warum hattet ihr solche Angst? Vertraut ihr mir nicht?“ Bestimmt wisst ihr, wer er war. (Pause) Jesus! Manchmal geraten wir wie seine Jünger in Panik. Besonders, wenn unser Lebensboot von hohen Wellen umgeben ist und unsere Füße nass werden. Vielleicht fangen wir dann auch ganz hektisch an, Wasser aus dem Boot zu schöpfen.
Dabei kann Jesus auch die Stürme in uns stillen. Selbst wenn wir ihm gerade nicht vertrauen, voller Zweifel und Angst sind und nur noch den Sturm sehen. Doch unser Herz kann still werden, weil Jesus uns Ruhe und Gelassenheit schenkt. Wir dürfen wissen: Er ist da – ganz gleich, wie die Situation ausgehen mag. Bestimmt schwappt auch mal Wasser in euer Lebensboot, Wolken verdunkeln euren Horizont und der Wind haut euch fast um. Vielleicht gibt es etwas, das euch genauso lähmt wie der Sturm die Jünger. Dann lasst euch versichern: Jesus ist König über Wind und Flut – auch über die Stürme in eurem Leben. Und das Wichtigste: Jesus ist gut. Er kann und will unsere Herzen still machen. (links neben die Sprechblase „Mein Herz wird“ schreiben)

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