Bringt eure Last – wir reisen mit dem Weltgebetstag um die Welt nach Nigeria
Wir freuen uns, wenn ihr mit eurer Kirche Kunterbunt den Weltgebetstag Nigeria feiert. Für Rückmeldungen bis 30.03.2026 sind wir dankbar. Sendet uns dazu eine Mail mit dem Stichwort „Kirche Kunterbunt Weltgebetstag Nigeria“: weltgebetstag@weltgebetstag.de. Schickt gerne ein Foto von eurer Aktion mit und erzählt, was ihr wie gut nutzen konntet. Danke!
Wir verwenden im Entwurf das „Du“ und hoffen, dass das für euch passt.
Euer ökumenisches Team, das diese Kirche Kunterbunt entworfen hat:
Martina Fuchs, Pastoralreferentin und Referentin im Fachbereich Ehe und Familie, Diözese Rottenburg-Stuttgart, Stuttgart
Manuela Gouget, Diakonin für die Arbeit mit Kindern & Familien, Evang. Kirchenbezirk Freudenstadt
Mona Kuntze, IT-Dienstleisterin und Mitglied im Vorstand des Deutschen Weltgebetstags-Komitees, Soest
Simone Schreiber, Lehrerin für Deutsch und Religion und Kirche-Kunterbunt-Begeisterte, Bad Urach

Kommt! Bringt eure Last – wir reisen mit dem Weltgebetstag um die Welt nach Nigeria
Familien lernen kennen, was Menschen in Nigeria beschäftigt und wie sie mit ihren Sorgen umgehen. Daraus entwickeln sie Ideen, was ihnen bei ihren Sorgen helfen könnte.
Der Entwurf ist entstanden für den Weltgebetstag aus Nigeria, der am 06.03.2026 gefeiert wird. Immer am ersten Freitag im März wandert das Gebet um die ganze Welt und quer durch alle Konfessionen. Jedes Jahr bereiten Frauen aus einem andern Land den Gottesdienst vor. Schon seit ca. 100 Jahren wird der Weltgebetstag weltweit gefeiert. Dabei werden oft auch Spenden gesammelt für Projekte im Weltgebetstagsland und in anderen Ländern, die das Leben von Frauen und Kindern verbessern sollen. Der Weltgebetstag ist nicht nur ein bestimmter Tag, sondern eine dynamische Bewegung von Frauen und Mädchen für alle. Deshalb kann man zum Weltgebetstag das ganze Jahr über Veranstaltungen machen. Diese Kirche Kunterbunt zum Weltgebetstag Nigeria kann man auch gut zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr feiern, z.B. vor Ferien, wenn Familien auf Reisen gehen. Denn das Thema Reisen soll der Rahmen für die Kirche Kunterbunt zum Weltgebetstag sein. Jedes Jahr kann man so mit der Kirche Kunterbunt in ein neues, aufregendes Weltgebetstagsland reisen. Dazu kann gerne ergänzend das Heft „Bausteine Kindergottesdienst“ des Weltgebetstag genutzt werden, das für ca. 2€ erworben werden kann (https://www.chrismonshop.de/weltgebetstag-der-frauen-deutsches-komitee-e.-v.-bausteine-kindergottesdienst-5269.html, alternativ auch als Download erhältlich).
Reisen kennen viele Familien: sie verreisen in den Urlaub, mal ganz weit mit dem Flugzeug, oder machen Entdeckungsreisen in der Nähe. Sie sind neugierig auf das Fremde in der anderen Kultur, auf das andere Essen, die andere Sprache, die andere Religion…
Zu jedem Weltgebetstag gibt es ein bestimmtes Motto, das aus der Bibel stammt. Für den Weltgebetstag aus Nigeria stammt das Motto „Kommt! Bringt eure Last“ aus Matthäusevangelium (Mt 11, 28-30): „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Der Glaube an Jesus Christus bewahrt uns zwar nicht vor den Lasten des Lebens, aber er kann Vertrauen schenken, dass Jesus unser Joch mitträgt, unsere Last so leichter wird und wir zur Ruhe kommen können. Diese Erfahrung kann uns ermutigen, anderen Menschen in unserer Nähe und weltweit zu helfen, ihre Last zu tragen.
Die Familien begeben sich im Rahmen des Weltgebetstags auf eine Reise durch die Welt mit dem Ziel Nigeria. Dieses Gefühl wird direkt beim Ankommen vermittelt.
Dazu einige Ideen:
Auf die Reise, fertig, los
Jemand aus dem Team spielt eine*n Flugbegleiter*in oder Rieseleiter*in und leitet die Familien an. Gerne auch mit passender Kleidung. Die Familien bekommen einen Reisepass, den sie ausfüllen (Vorlage Reisepass s. Dokument Materialsammlung). Der Reisepass enthält Platz für Stempel, die sie bei den Stationen später sammeln können, ähnlich wie Stempel bei der Einreise in ein Land.
Der Geschmack der Jackfruit
Ladet die Familien auf einen exotischen Willkommens-Drink ein: Mischt aus gleichen Teilen ein Getränk aus Papaya-, Mango- und Bananensaft. Je nach Geschmack kann auch ein Spitzer Zitrone ergänzt werden. Gekühlt und mit Eis genießen. Saft kann man zwar keinen aus der Jackfruit machen, aber diese Frucht ist vielseitig einsetzbar, z.B. auch als Fleischersatz.
Funfact zur Jackfruit
Die Jackfruit gehört zur Familie der Maulbeergewächse und wächst auch in Nigeria. „Optisch liegt die Jackfruit irgendwo zwischen Riesenlitschi und Gürteltier mit Noppen außen auf der Schale. Doch das wirklich Ungewöhnliche ist nicht ihr Aussehen. Es ist die Größe. Die Früchte des Jackfruitbaums können bis zu einen Meter lang und zwischen 40 und 50 Kilogramm schwer werden. Damit sind sie definitiv Weltrekordhalter als schwerste und größte Baumfrucht auf diesem Planeten.“
(https://www.geo.de/wissen/ernaehrung/jackfruit–was-kann-der-fleischersatz–30423700.html, 13.11.25)
Namensschilder in Form der Jackfruit
Material: Tonpapier in grün (alternativ: Moosgummi), Schere, doppelseitiges Klebeband zum Befestigen an der Rückseite, Filzstift.
Nach dem Ankommen geht es gemeinsam weiter:


Zielgedanke
Die Familien lernen die unterschiedliche Bedeutung von Begriffen in verschiedenen Dialekten kennen und lernen, dass sich verständigen mehr ist als die richtigen Vokabeln zu verwenden.
Material/Vorbereitung
Druckt das Quiz auf dickerem Papier aus und schneidet die einzelnen Dreiecke aus. Legt die Wörter in Großbuchstaben auf einem Tisch aus. Mischt die anderen Karten „päckchenweise“ und gebt sie an die Familien zum Zuordnen. Auf normalem Papier, evtl. auch kleiner ausgedruckt, haltet ihr die Lösung für die Familien bereit.
Stationsbeschreibung
In Nigeria gehören die Menschen vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen an. Innerhalb dieser Gruppen wird oft eine eigene Sprache oder ein eigener Dialekt gesprochen. Insgesamt gibt es mehr als 500 verschiedene Sprachen und Dialekte in Nigeria! Die Amtssprache ist Englisch. In der Schule lernen alle Kinder Englisch.
Auch bei uns klingt die deutsche Sprache nicht überall gleich, weil es verschiedene Dialekte gibt. Manche Wörter haben in unterschiedlichen Gegenden andere Bedeutungen. Ein Pfannkuchen ist z.B. in Berlin etwas anderes als in Süddeutschland. Und für manche Dinge gibt es mehrere Begriffe.
Um dem ein bisschen auf die Spur zu kommen, haben wir ein kleines Quiz für euch vorbereitet.
Auf dem Tisch sind Kärtchen mit Worten in Großbuchstaben verteilt. Nehmt euch ein Päckchen mit weiteren Kärtchen. Zu jedem in Großbuchstaben geschriebenen Wort gibt es drei passende Begriffe aus unterschiedlichen Dialekten. Versucht, die Begriffe zuzuordnen. Wenn ihr fertig seid, könnt ihr euer Ergebnis mit der Lösung vergleichen.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Was könnt ihr machen, wenn ihr euch irgendwo nicht so gut verständigen könnt? Und was macht ihr, wenn ihr euch trotz der gleichen Sprache nicht gut versteht?
Zielgedanke
Die Familien steigen in das Thema „Teilen“ ein und lernen die spezifischen Herausforderungen Nigerias kennen.
Material/Vorbereitung
ein großes Stück Stoff (ca. 1,5 x1,5 m), feiner Sand (z.B. Vogelsand aus Tierhandlung), schlichte Holzfiguren, ggf. kleiner Rechen, 2-3 Schafe (z.B. von Playmobil), grüne Papierstreifen als Hirse, Schokoladen-Riegel (z.B. Duplo)
Der Sand wird auf dem Tuch verteilt, so dass eine plane Fläche entsteht, dann wird die Geschichte darauf erzählt.
Stationsbeschreibung
Der Norden Nigerias besteht hauptsächlich aus Trockensavanne und ist dementsprechend karg und nur in den Regenphasen fruchtbar. Hier kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Bauern und Hirten: während die Bauern unter erschwerten Bedingungen versuchen Nahrungs- und Futtermittel anzubauen, kämpfen die Hirte auch um ihr Auskommen. Da das Nahrungsangebot auch für die Tiere der Hirten sehr begrenzt ist, kommt es immer wieder dazu, dass die Hirten ihre Tiere auf dem Feld der Bauern grasen lassen, was unrechtmäßig ist. Aus dieser existentiellen Not heraus entsteht ein Konflikt zwischen Bauern und Hirten. Die Geschichte soll die Situation im Norden Nigerias verdeutlichen. Im nächsten Schritt geht es darum, Vorschläge für mehr Gerechtigkeit zu machen. Da diese existenzielle Not für die KiKu-Familien oft sehr weit weg ist von ihrem eigenen Erfahrungsfeld, gibt es zum Abschluss noch eine konkrete Aufgabe zum Thema Teilen (Schokoriegel teilen ohne Hilfsmittel).
Der/die Erzähler*in leitet die Geschichte ein mit folgenden Worten: „Hallo und herzlich Willkommen in Nigeria! Wir schauen heute mal einem Hirsebauern und einem Hirten über die Schulter!“
Bauer: Heute soll es wieder sehr heiß werden! Gut, dass ich schon so früh aufge-standen bin. Jetzt aber einmal kurz durch den Boden geharkt und dann schnell die Hirse aussäen.
(Bauer macht sich emsig an die Arbeit und recht durch den Sand.)
So, jetzt säe ich die Hirse ein! Zum Glück braucht sie kaum Wasser und sehr viel Sonne! Und von der haben wir ja genug. (lacht)
(Bauer sät Hirse ein.)
Wenn alles gut läuft habe ich in 5 Monaten meine Hirse! Die Ernte werde ich dann auch dringend brauchen: meine Familie wächst und ich habe kaum noch etwas vom letzten Jahr. Vielleicht werde ich mir sogar etwas von meinem Nachbar leihen müssen… (geht ab)
(Papier als Hirse wird in den Sand drücken.)
Hirte: (nähert sich langsam den Hirsefeld, Schafe dazu)
Oh, ich bin so erschöpft! Schon wieder ist ein Bach eingetrocknet und die Tiere finden nichts mehr zu fressen. Es ist einfach zu trocken, es wächst nichts mehr.
(jammert) Was soll ich bloß machen? Meine Frau hat letzte Woche unser 7. Kind zur Welt gebracht. (stolz) Einen Sohn! Recht klein ist er und dünn! Ich hoffe, er kommt noch zu Kräften.
(verzweifelt) Aber um meine Frau mache ich mir Sorgen. Sie ist von der Geburt so geschwächt und wir haben kaum noch etwas zu essen zu Hause. Wenn meine Schafe so dünn und klapprig sind, kann ich sie auf dem Markt nicht verkaufen. Da gibt mir niemand etwas dafür! Oh, da wächst ja was! Ohja! (immer freudiger). (enttäuscht) Aber es ist ein Feld! Das gehört jemanden, da kann ich nicht meine Tiere drauf lassen. (Pause)
(Schafe versuchen die Hirse zu fressen)
(energisch) Geht ihr wohl da weg!
(nachdenklich) Andererseits – wenn meine Frau und meine Kinder doch auch Essen brauchen … Und wenn die Schafe doch nur ein bisschen was davon fressen, fällt es vielleicht gar nicht auf…
(Hirte gibt nach und lässt die Schafe fressen)
Bauer: (verzweifelt) Ich habe wirklich keinen Krumen Brot mehr zuhause und mei-ne Kinder schreien nach Essen. Heute muss ich nachsehen, ob die Hirse schon reif ist.
(sieht Hirten und seine Herde, schreit) Was tust du da? Was fällt dir ein! Es ist MEINE Hirse! Weg da!
Hirte: Aber ich brauche auch etwas für meine Tiere! Meine Familie ist hungrig!
Bauer: Aber du kannst dich doch nicht einfach an meinem Feld bedienen! Wo kommen wir denn da hin?
Erzähler*in: Habt ihr eine gute Idee, wie die zwei den Streit lösen könnten?
(Ideen werden genannt.)
Erzähler*in: Vielen Dank für euer Ideen! Die meisten von uns sind keine Hirten oder Bauern. Und trotzdem haben wir mindestens eine Sache gemeinsam: Wir müssen teilen.
Eure Aufgabe ist jetzt Folgende: Teilt diesen Schokoriegel (Duplo) fair und gerecht unter euch auf. Ihr habt keine Hilfsmittel. Los geht’s!
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:

Zielgedanke
Nigeria ist reich an Erdöl-Vorkommen. Erdöl wird auch „schwarzes Gold“ genannt, denn es ist eine dunkle Flüssigkeit, mit der man viel Geld verdienen kann. Aber Förderung und Verarbeitung schaden dem Ökosystem und es steht nur begrenzt zur Verfügung. Die Familien entdecken, in wie vielen Alltagsgegenständen Erdöl steckt und wie sie zu einem nachhaltigen Umgang beitragen können.
Material/Vorbereitung
Tuch oder Tischdecke, Spielzeug-Auto oder eine Tankstelle, Plastiktüte, PET-Flasche, Zahncreme, Kosmetik: Shampoo, Cremes, Duschgel, Make-Up, Jutebeutel/Brotbeutel, Farben/Lacke, Medikamente, Zahnbürste, Kaugummi, Eierkarton, Tupperdose, Badehose/anzug, Strumpfhose
Stationsbeschreibung
Die Wirtschaft in Nigeria lebt vom Verkauf von Erdöl und verarbeiteten Rohölprodukten. Erdöl wird auch „schwarzes Gold“ genannt, denn es ist eine dunkle Flüssigkeit, mit der man viel Geld verdienen kann. Für die Erwachsenen: Rund 45% des Staatshaushaltes wurden 2024 durch Erdöleinnahmen finanziert. Aber leider verschmutzen und zerstören viele Tonnen Rohöl immer wieder das Ökosystem des Nigerdeltas. Wofür braucht man Erdöl eigentlich? Erdöl wird nicht nur zum Tanken und Heizen benutzt, sondern ist auch in vielen Alltagsgegenständen. Überlegt und sortiert, in welchen Gegenständen Erdöl enthalten ist und in welchen nicht. (Die Auflösung findet ihr auf dem Blatt unter dem Tuch). Welche Alternativen könnt ihr verwenden, um Erdöl einzusparen?
| Da steckt Erdöl drin | Da steckt kein Erdöl drin |
| Strumpfhose Badehose Plastikflaschen (PET-Kunststoff) Medikamente: Aspirin, Ibuprofen Shampoo Waschmittel Seife Handy Kaugummi Matratzen, Schaumstoffe | Jutebeutel Eierkarton Glasflasche Wattestäbchen oder Zahnbürste mit Bambus |
Wir können ohne Erdöl nicht leben. Aber wir können versuchen, den Verbrauch zu reduzieren.

Kurz-Info
Erdöl kann zu ganz unterschiedlichen Produkten/Stoffen weiter verarbeitet werden. Diese heißen z.B. Polyamid, Benzol oder Polyurethan. Polyamid wird oft Bekleidungsstoffen beigemischt, weil sich die Stoffe dann auf der Haut angenehmer anfühlen. Benzol wird in der Herstellung von Medikamenten verwendet. Und aus Polyurethan kann man Schaumstoffe herstellen, die z.B. in unseren Matratzen oder Sofas verarbeitet werden.
weitere Infos:
Rund 90% unserer Alltagsgüter werden heute aus Erdöl hergestellt. Denn Erdöl ist eigentlich ein Sammelsurium aus vielen unterschiedlichen Bestandteilen. Mindestens fünfhundert verschiedene Verbindungen, hauptsächlich aus Kohlenstoff und Wasserstoff, sind darin enthalten. Auch in unserer Kleidung findet sich Erdöl bzw. seine Derivate: Denn oft wird der Baumwolle Polyamid – das ist ein Nebenprodukt aus der Erdölfraktionierung – zum angenehmeren Tragen beigemischt. In hoher Konzentration findet sich Polyamid in den elastischen Fasern von Strumpfhosen, Badesachen und in Sportkleidung.
Und selbst in der Medizin werden häufig Erdölderivate genutzt. Etwa neun von zehn Tabletten werden heute aus Erdöl-Derivaten hergestellt. So ist in einer Aspirin-Tablette zum Beispiel Benzol verarbeitet, ein aus Öl gewonnener Baustein. Und das Schmerzmittel Ibuprofen besteht zu 100% aus Erdölderivaten.
Erdöl ist aber auch in vielen Alltagsprodukten wie Shampoo, Waschmittel, Seife, Haarspray, Zahnbürste, Cremes und Make-Up. Aber auch in Kreditkarten, Fernsehern, Handys und Rechnern. Ein weiteres Nebenprodukt aus Erdöl ist Polyurethan. Es bildet den Ausgangsstoff für Schaumstoffe – zum Beispiel für Matratzen oder Sofas.
Nicht zuletzt ist Erdöl auch in fast allen modernen Kaugummis verarbeitet. Sie bestehen fast ausschließlich aus synthetischen Rohstoffen. Den „Gummi“-Anteil bilden dabei in der Regel Polymere auf Erdölbasis.
Obwohl der Erdöl-Preis im vergangenen Jahr deutlich rückläufig war, ist eines sicher: Die weltweiten Erdölreserven sind begrenzt, irgendwann wird der für das weltweite Wirtschaftsleben so wichtige Rohstoff zu Neige gehen. Darum suchen Forscher weltweit nach Alternativen zum „Schwarzen Gold“. Diese Alternativen könnten das Erdöl eines Tages verdrängen: Elektro statt Benzin, alternative Heizungen (Wärmepumpe), Milchsäure im Plastik, Plastik aus Maisstärke…
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Zielgedanke
Kinder und Erwachsenen probieren eine kunsthandwerkliche Technik aus Nigeria aus und finden heraus, was ihnen hilft, auszuruhen.
Material
Vorbereitung
Wascht die Kissenbezüge einmal vor. Schmelzt das Bienenwachs im heißen Wasserbad. Steckt in jeden Kissenbezug ein Stück Karton als „Schreibunterlage“, damit das Wachs nicht durchdrückt. Tragt auf jeden Kissenbezug mit einem dünnen Borstenpinsel den Schriftzug „Komm, ruh aus“ mit Bienenwachs auf. Achtet darauf, dass die Fläche ca. 15×15 cm groß ist. Nicht größer, damit die Familien später genügend Platz zum Knoten haben.
Bereitet am Tag der Kirche Kunterbunt die Eimer mit den Batikfarben vor, ebenso die Schnüre und die kleinen Kartonstücke für die Namenskärtchen.
Die Familien können an eurer Station die Kissenbezüge noch durch Abbinden bearbei-ten und dann färben.
Während die Farbe einwirkt, können sie an die anderen Stationen weitergehen. Mindest-Einwirkzeit ca. 30 min, gern auch länger. Ggf. könnt ihr danach die gefärbten Stücke in den Farbfixierer geben.
Wascht nach der Einwirkzeit die überschüssige Farbe grob aus.
Gebt den Familien ihre Kissenbezüge in einem Plastikbeutel mit. Zusätzlich benötigen sie noch zwei Einmalhandschuhe und das Kärtchen aus der Materialsammlung. (Es sind mit Absicht vier Seiten vorbereitet. Markiert sie für den Druckauftrag und gebt „4 Seiten pro Blatt“ an und schneidet das bedruckte Blatt auf Postkartengröße zurecht).
Alternativ können die Familien die Kissen mit Stoff-Stiften bemalen, oder ihr bereitet statt der Kissenbezüge Stoffwimpel vor, die an einem Holzstab oder einem dünnen Zweig be-festigt werden können.
Stationsbeschreibung
In Nigeria wie auch in anderen afrikanischen Ländern werden traditionell Stoffe mit kunstvollen Mustern gefärbt. Es gibt ganz viele verschiedene Muster. Teilweise deuten die Muster auf besondere Ereignisse hin, zum Beispiel dass jemand heiratet, oder die Bilder stehen für eine bestimmte Botschaft.
An dieser Station könnt ihr euch einen Kissenbezug batiken. Die Botschaft der Kirche Kunterbunt wird beim Färben sichtbar: „Komm, ruh aus!“ Bestimmt findet ihr daheim ei-nen schönen Platz, z.B. auf dem Sofa, wo euch das Kissen immer wieder zum Ausruhen einlädt.
Nehmt euch einen Kissenbezug. Bindet mit den Schnüren kleine Zipfel ab. Zieht die Schnur dazu richtig fest und verknotet sie gut. Spart dabei die mit Wachs vorbereitete Fläche aus. Nehmt für einen Zipfel eine richtig lange Schnur. Bindet an das Ende der Schnur ein Stück Karton, auf das ihr euren Familiennamen geschrieben habt.
Taucht euren Stoff kurz in das klare Wasser, damit er feucht wird.
Dann sucht euch aus, welche Farbe euer Kissenbezug haben soll und legt ihn in den entsprechenden Eimer. Lasst das Kartonstück aus dem Eimer heraushängen, damit es nicht mit eingefärbt wird.
Am Ende der Kirche Kunterbunt könnt ihr euren gefärbten Kissenbezug mit nach Hause nehmen.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:



Zielgedanke
Im Bibeltext taucht das Wort “Joch” mehrmals auf. „Joch“ gehört bei den meisten nicht zum alltäglichen Wortschatz – auch, wenn es ein mehrfaches Teekesselchen ist (Och-senjoch, Säulen- oder Brückenjoch, Glockenjoch, das Timmelsjoch oder der Jochpass, Jochbein, Tragejoch …). Zu Zeiten von Traktor, Gabelstapler und Rucksack ist uns das Bild vom (Trage-) Joch nicht mehr vertraut. In anderen Regionen der Erde sind Joche bis heute in Gebrauch – als ein Hilfsmittel, mit dem Menschen schwere Wassereimer oder Sandsäcke tragen oder Tiere schwere Wagen ziehen können.
Die Erfahrung, dass durch ein Hilfsmittel Lasten nicht einfach weg sind, diese aber bes-ser und einfacher zu tragen sind, wird an dieser Station spielerisch vermittelt.
Material/Vorbereitung

Stationsbeschreibung
Wisst ihr, was ein Tragejoch ist? Das ist eine Stange, mit der Körbe, Eimer oder ähnliche Behältnisse transportiert werden. Früher war das Tragjoch eines der wichtigsten Trans-portmittel in weiten Bereichen der Welt. Auch heute gehört es noch in einigen Ländern zum Straßenbild. Hier bei uns kennen am ehesten Kanufahrer*innen ein Tragejoch – das kann in der Mitte vom Kanu eingebaut werden, damit man das Kanu tragen kann.
An dieser Station könnt ihr ausprobieren, wie gut ihr Dinge mit und ohne Hilfsmittel tragen könnt.
Aufgaben / Challenges:
Wenn ja, wie lange/weit?
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
Zielgedanke
Die Familien erfahren, wie vielfältig die Landschaft in Nigeria ist. Im Barfußpfad erfühlen sie die Vielfalt hier bei uns.
Material/Vorbereitung
Der Barfußpfad wird draußen eingerichtet. Dazu werden zunächst mit den langen Ästen eine äußere Wegumrandung gelegt. Danach werden die einzelnen Felder voneinander abgetrennt und mit den unterschiedlichen Materialien befüllt.
Eine Person bekommt die Augen verbunden und wird von einer zweiten Person durch den Barfußpfad geführt. Dabei ist darauf zu achten, genügend Zeit zum Wahrnehmen und Fühlen zu lassen. Außerdem sollte ein Abstand von mehreren Metern zu dem nächsten Paar gehalten werden.
Alternativ können für den Herbst und Winter im Vorfeld Fühlkisten vorbereitet werden. Auch hier können die verschiedenen Materialien verwendet werden. Hier eigenen sich Schuhkartons, in die in den Deckel ein Griffloch geschnitten wurde.
Stationenbeschreibung
Nigeria ist vielfältig: Während im Norden des Landes Trockensavannen das Landschaftsbild bestimmen, findet sich im Süden die Küstenregion mit ihren Mangroven-sümpfen. Aber auch Regenwald und und ein Hochplateau (bis 1829 m) prägen die Landschaft.
„Ein markantes Merkmal des Landes sind der südwestlich verlaufende Strom Niger und sein südöstlich verlaufender Nebenfluss Benue, die in Nigeria zusammenfließen und im Nigerdelta in den Golf von Guinea münden. Das Nigerdelta gehört zu den größten Flussdeltas der Erde und dehnt sich auf einer Fläche von ca. 70.000km² aus. Das ent-spricht ungefähr der Größe Bayerns.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Nigeria 13.11.25)
Auch bei uns ist die Landschaft vielfältig. Das könnt ihr im Barfußpfad erleben. Geht immer zu zwei zusammen. Eine Person bekommt die Augen verbunden und wird von der anderen Person durch den Barfußpfad geführt. Danach kann getauscht werden.
Gesprächsimpuls/Impulsfragen
• Wie war es, über die unterschiedlichen Untergründe zu gehen, ohne etwas zu sehen?
• Was hat dir geholfen, weiterzugehen?
• Hast du immer gleich gewusst, welches Material du unter den Füßen hast?
• Welches hast du als angenehm empfunden, welches nicht? Warum?
Zielgedanke
Die Familien haben die Möglichkeit zur Ruhe kommen, Schweres und Belastendes loszulassen und zu reflektierteren, was ihnen gut tut.
Material/Vorbereitung
Station für eine ruhige Atmosphäre gestalten, z.B. mit Tüchern, Kerzen, einem Kreuz, Sitzkissen, verschiedenen Duftölen (als Riechbar), Steinen, „Spickzetteln“ (siehe Materialsammlung), Stifte für Steine und Papier, evtl. ruhiger Musik.
Stationsbeschreibung
Nicht immer ist das Leben leicht und sorgenfrei. Es gibt Dinge, die wie eine schwere Last auf unseren Schultern liegen und unsere Stimmung niederdrücken können. Das können z.B. Sorgen oder Ängste sein. Wie schön wäre es, wenn wir das einfach wie einen schweren Rucksack am Ende eines langen Tages in die Ecke stellen könnten! „Kommt! Bringt eure Last.“ Dazu lädt Jesus uns ein. „Ich trage sie mit, und ich will euch so Ruhe schenken.“ Die Last verschwindet dadurch nicht. Aber allein das Wissen, dass jemand mitträgt, entlastet.
Was ist gerade schwer für dich? Was belastet dich?
Wenn es uns gutgeht, wissen wir oft ganz genau, was uns guttut. Aber wenn es gerade eh’ schon schwer ist, scheint dieses Wissen manchmal wie vergessen.
Für diese Zeiten kannst du dir einen „Spickzettel“ schreiben. Da könnte z.B. stehen:
Vielleicht magst du gerade auch einfach gar nichts tun. Dann mach es dir gemütlich und lass die Stimmung auf dich wirken 😊.
Zielgedanke
Nigeria ist ein Land in Afrika. Viele Kinder verbinden mit Afrika eine reiche Tierwelt, die wir nur aus dem Zoo oder aus Bilderbüchern kennen. Neben den verbreiteten Nutztieren (Hühner, Rinder, Ziegen und Schafe) und einer Vielfalt an Vögeln und Schmetterlingen gibt es dort auch wilde Tiere: Löwen, Elefanten, Gorillas, Schimpansen und verschiede-ne Antilopenarten sind in Nigeria heimisch. In Flussläufen findet man auch Krokodile und Flusspferde.
Als Erinnerung an unsere Reise nach Nigeria dürfen die Kinder sich ein wildes „Klorollen-Tier“ basteln.
Material/Vorbereitung
Deckt die Tische mit Zeitungspapier oder Wachstuchtischdecken ab. Stellt Klorollen und Farben in die Mitten des Tisches. Zusätzliches Material wie Tonkarton, Wackelaugen und Scheren könnt ihr auf einen extra Tisch legen.
Stationsbeschreibung
Die Kinder entscheiden sich für ein Tier und malen die Klorolle in der Farbe des Tiers an. Es ist wichtig, nicht zu viel Farbe aufzutragen, sonst dauert die Klorolle zu lange zum Trocknen. Alternativ kann dünnes, farbiges Papier um die Klorolle geklebt werden; dann können die Kinder direkt weiterarbeiten.
Anschließend werden die Körperteile ausgeschnitten und aufgeklebt: Kopf, Ohren, Rüs-sel, Augen. Danach werden Augen und Münder mit einem schwarzen Filzstift oder Ed-ding aufgemalt.
Manche Tiere werden noch eingeschnitten (Beine bei Elefant und Nilpferd, Schlange wird rundherum geschnitten). Da sollten die Erwachsenen helfen.
Die Federn kann man mit Tesafilm ankleben (das ist einfacher als mit Heißkleber).
Gesprächsimpuls/Impulsfragen:


Zielgedanke
Der zentrale Gedanke des aktuellen Weltgebetstags „Kommt! Bringt eure Last“ wird verbunden mit einem Abendritual zum Loslassen bzw. Abgeben von dem, was am Tag belastend war. Die Familien können mit dem gebastelten Säckchen den zentralen Gedanken mit nach Hause in ihren Alltag nehmen.
Durch das Säckchen, die ätherischen Öle von Lavendel / Rosmarin und ein Abendgebet werden verschiedene Sinne angesprochen und das Abendritual kann zu einem ganzheitlichen Erleben werden.
Material / Vorbereitungen
Stationsbeschreibung
An dieser Station könnt ihr Duftsäckchen basteln.
Das Duftsäckchen kann helfen, abends zu Ruhe zu kommen. Nach einem langen Tag mit vielen Erlebnissen, Eindrücken und Entdeckungen fällt es abends oft schwer fällt, zur Ruhe zu kommen, „auf Knopfdruck“ abzuschalten und einzuschlafen. Abendrituale können dabei helfen: mit dem Duftsäckchen in der Hand könnt ihr den Tag Revue passieren lassen – überlegen, was ihr erlebt habt, was euch gefreut hat, was anstrengend war, was vielleicht auch nicht gut war, beängstigend oder worüber ihr euch Sorgen macht. Mit einem Abendgebet könnt ihr das alles Gott geben.
Nehmt ein Säckchen / ein Stück Stoff / einen Einmal-Teefilter und füllt trockenen Lavendelblüten hinein. Verschließt das Säckchen mit dem Band. Nehmt euch eine Karte mit einem Abendgebet und befestigt sie mit dem Band

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Gedanken zur Verkündigung
Herzlich Willkommen zur Feierzeit! Ihr habt euch während der Aktivzeit auf eine große Reise gemacht. Ihr habt an den Aktivstationen viel über das Land Nigeria erfahren und euch ist immer wieder das Motto des Weltgebetstags „Kommt! Bringt eure Last“ begegnet.
„Kommt! Bringt eure Last.“ Diese Einladung kommt von Jesus. Er hat gesagt: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“
Erquicken und Joch – das sind zwei ganz alte Begriffe, die wir gar nicht so gut kennen. Aber quicklebendig sein, das kennt ihr vielleicht, oder? Jesus will, dass wir quicklebendig sind.
Er bietet uns dazu sein Joch an. Das ist so ein Teil, mit dem man leichter Lasten tragen kann, und mit dem man Lasten auch gemeinsam tragen kann. Jesus sagt also: „Kommt! Bringt eure Last. Ich trage eure Last mit. Ich bin mir dafür nicht zu schade. Ich trage eure Last mit, damit ihr´s leichter habt, damit ihr quicklebendig sein könnt. Und damit ihr zur Ruhe kommt.“
Zur Ruhe kommen, das ist oft gar nicht so einfach. Wenn man so richtig angespannt ist, weil was so richtig doof war, weil man Sorgen hat oder Angst, dann ist entspannen, zur Ruhe kommen, echt eine Herausforderung. Ich vermute, manche von den Erwachsenen kennen das: dann dreht sich das Gedankenkarussell abends im Bett, wenn man endlich seine Ruhe hätte, und dann kann man ewig nicht einschlafen, weil man den Kopf nicht ausschalten kann wie die Nachttischlampe.
Aber was passieren kann, wenn man es trotzdem versucht, zur Ruhe zu kommen, auch bei Jesus, das möchte ich mit euch ausprobieren.
Spannt dazu mal eure Hände ganz fest an. Zieht die Arme fest zu euch her und macht ganz fest Fäuste. So kann es sich auch anfühlen, wenn ich was im Griff haben will.
(Pause, in der die Anspannung gehalten wird.)
Und jetzt lasst ganz bewusst wieder los.
Was ist passiert? Vielleicht ist es euch gar nicht aufgefallen, aber als ihr die Hände so angespannt hattet, habt ihr ziemlich sicher auch die Luft angehalten oder ganz flach geatmet.
Und mit dem Entspannen habt ihr automatisch eure Hände geöffnet und wieder ausgeatmet.
Ganz unbewusst habt ihr die Hände wie zu einer Schale geformt auf dem Schoß. Und ihr könnt wieder frei atmen, so richtig durchschnaufen.
So stelle ich mir das vor, wenn Jesus uns einlädt und sagt: „Kommt! Bringt eure Last.“ Bei mir könnt ihr ablegen, was euch das Leben schwer macht wie die Steine, die ihr beschriftet konntet. Bei mir könnt ihr befreit durchschnaufen. Ich fülle eure Hände und euer Herz mit neuer Kraft und mit Hoffnung. Vertraut mir: ich bin da. Ich trage eure Lasten mit. Weil ich will, dass ihr quicklebendig seid und zur Ruhe kommen könnt.
Material/Vorbereitungen:
Die Steine in einem Körbchen bereit halten, die an der Chill-Station beschriftet wurden. Diese werden später am Kreuz / auf dem Altar abgelegt. Außerdem einen (Riesen-) Luftballon aufblasen und „DANKE“ daraufschreiben.
An der Chill-Station habt ihr auf Steine geschrieben, was euch gerade belastet oder was Menschen in eurer Umgebung das Leben schwer macht. Wir lesen vor, was auf den Steinen steht und legen sie am Kreuz bei Jesus ab. Weil er auferstanden ist und an Ostern den Tod besiegt hat, dürfen wir ihn voller Vertrauen darum bitten, dass er mitträgt und von uns nimmt, was uns daran hindert, quicklebendig zu sein. Steine vorlesen und am Kreuz ablegen (übernimmt jemand aus dem Team).
Und wir wollen Jesus auch sagen, was unser Leben leicht macht, wofür wir dankbar sind. Dafür lassen wir den großen Danke-Ballon durch die Luft fliegen und wer ihn weiterstößt, darf laut oder eine leise einen Sache sagen, für die er oder sie dankbar ist. Eine*r aus dem Team beginnt: Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden Menschen, der heute hier ist.
Dann den „DANKE“-Ballon in die Luft werfen.
Am Ende den „Danke“-Ballon fangen, zur Seite legen und laut gemeinsam „AMEN“ rufen.
3-4 Lieder werden in der Willkommens- und in der Feier-Zeit zusammen gesungen.
Passend zum Weltgebetstag Nigeria findet ihr Lieder im Heft „Bausteine Kindergottesdienst“ (Bausteine Kindergottesdienst| Chrismonshop), z.B.
Daneben passen auch folgende Lieder zum Thema „Kommt! Bringt eure Last“ (zu finden im Internet. Bitte die entsprechenden Rechte beachten.):
Bevor wir am ersten Advent in eine neues Kirchenjahr starten beenden wir das alte mit dem Totensonntag, der auch Ewigkeitssonntag genannt wird (zumindest in Deutschland und in der Schweiz ist das so!). An diesem Tag erinnern wir uns an Menschen, die verstorben sind – und richten unseren Blick gleichzeitig auf die Hoffnung des ewigen Lebens. In vielen Kirchengemeinden werden am Ewigkeitssonntag im Gottesdienst die Namen der Menschen vorgelesen, die im vergangenen Kirchenjahr verstorben sind. “Tod” und “Ewigkeit” – das sind wahrscheinlich keine Schlagwörter, die uns bei der Suche nach anschlussfähigen Jugendgottesdienst-Themen als erstes einfallen. Wir wollen euch ermutigen, euch trotzdem auf dieses Thema einzulassen. Denn Tod und Trauer gehören zum Leben dazu. Und möglicherweise bringen eure Jugendlichen da schon viel mehr Erfahrungen mit, als ihr ahnt.
Wie immer gilt: nehmt auch aus diesen Gottesdienst-Bausteinen das heraus, was für euch, für euer Format und vor allem für eure Jugendlichen passt. Bei diesem Thema ist es ganz besonders wichtig, dass ihr sensibel seid dafür, wie es euren Gottesdienstbesucher*innen geht. Bietet Gespräche und Seelsorgemöglichkeiten an. Weißt schon in der Einladung auf das Thema hin und überlegt, ob ihr gezielt junge Menschen einladet, die trauern. Vielleicht habt ihr vor Ort auch eine Trauergruppe für Jugendliche, die Lust hat, mit euch zu kooperieren – so holt ihr euch echte Expert*innen mit ins Boot. Ihr solltet auf jeden Fall Menschen im Vorbereitungsteam haben, die mit dem Thema “Trauer” vertraut sind und sagen können, was ihnen gut tun würde.
Einstieg
Lest Offenbarung 21, 1-5a vor. Was für ein wunderbares Bild: ein neuer Himmel, eine neue Erde, Gott, der Mitten unter den Menschen wohnt. Kein Leiden, kein Schmerz, keine Trennung und keine Tränen. Eine Welt, in der der Tod seinen Schrecken verloren hat. Dieser Zukunftsentwurf aus der Bibel hat Kraft. Sie verheißt uns eine neue Zeit, in der vieles anders und alles gut sein wird. Wir hoffen darauf, dass Gott wahr macht, was er verspricht. Auch gegen das Leid und den Tod, die Realität in unserer Welt sind.
Weil wir darauf vertrauen, dass wir bei Gott im Leben und im Tod geborgen sind feiern wir den Ewigkeitssonntag. Wir denken dabei an die Menschen, die in unserem Leben eine wichtige Rolle gespielt haben und gestorben sind. Vielleicht liegt dieser Verlust für dich schon länger zurück. Vielleicht ist er ganz frisch. Vielleicht ist die Trauer schon ein guter alter Bekannter für dich. Vielleicht ist das Gefühl ganz neu. Hier ist heute Raum für deine Trauer und deine Hoffnung, für deine Erinnerungen und deine Wünsche.
Impuls
Möglicher Aufbau:
Stationen
Bietet verschiedene Stationen an, an denen die Jugendlichen sich mit Tod, Trauer und Ewigkeit auseinandersetzen können. Spielt leise Musik im Hintergrund, dämpft das Licht und achtet auf eine warme, einladende Atmosphäre. Alle können frei wählen, wo und wie lange sie verweilen möchten. Vereinbart ein klares Startsignal (lautere Musik) das zeigt, wenn es wieder für alle gemeinsam weitergeht. Mögliche Stationen:
Fürbitte
Ihr könnt etwas vorformulieren oder diesen Teil interaktiv gestalten und auf einer (Online-)Pinnwand mit allen die Namen derer sammeln, an die gedacht werden soll. Wenn ihr keine Teelichter-Station hattet könntet ihr auch bei jedem Namen, der im Gebet verlesen wird, eine Kerze anzünden. Das Gebet könnte so beginnen: “Gott, du siehst, wie wir heute hier sind. In unserem Leben gibt es eine Lücke. Wir trauern um Menschen, die uns wichtig waren. Im Gebet nennen wir dir ihre Namen: … Gott, wir bitten dich: lass sie alle bei dir gut aufgehoben sein. Tröste uns und lass uns spüren, dass du uns nahe bist. Du versprichst einen neuen Himmel und eine neue Erde. Gib uns Augen, die jetzt schon etwas von dieser Ewigkeitshoffnung entdecken.”
Weitere Ideen für (ausführlichere) Gebete zum Ewigkeitssonntag findet ihr hier.
Segen
Segen: Gottes Licht begleitet euch
Abschluss
Endet unbedingt auf einer hoffnungsvollen Note, auch mit einem Lied, das ermutigt. Bietet Gelegenheiten für Gespräch und Seelsorge und weist ggf. auf Hilfsangebote hin.
Lieder
Hier eine kleine Auswahl von modernen Liedern, die inhaltlich passen könnten:
Am Abend der Welt, DAS LIEDERBUCH 1, 190
Alles hat seine Zeit, DAS LIEDERBUCH 2, 217
Anker in der Zeit, DAS LIEDERBUCH 1, 214
Das letzte Wort, DAS LIEDERBUCH 1, 217
Deine Gnade reicht, DAS LIEDERBUCH 1, 228
Ewigkeit (Die Ewigkeit ist mein Zuhause), DAS LIEDERBUCH 2, 212
Ganz nah, DAS LIEDERBUCH 1, 51
Gott sieht unsre Tränen, DAS LIEDERBUCH 1, 187
Keine Macht der Welt, DAS LIEDERBUCH 1, 185
Klagemauer, DAS LIEDERBUCH 2, 46
Lebensglück, DAS LIEDERBUCH 1, 108
Lege deine Sorgen nieder, DAS LIEDERBUCH 2, 53
Mehr als genug, DAS LIEDERBUCH 2, 221
One day (when we all get to heaven) DAS LIEDERBUCH 2, 213
Psalm 42, DAS LIEDERBUCH 2, 180
Quelle des Lebens, DAS LIEDERBUCH 2,228
Trägst du mich, Herr, DAS LIEDERBUCH 1, 60
Tröste deine Menschen, DAS LIDERBUCH 2, 211
Unterwegs mit Gott, DAS LIEDERBUCH1, 123
Voller Erwartung, DAS LIEDERBUCH 2, 60
Von guten Mächten, DAS LIEDERBUCH 1, 70
Von Segen umgeben, DAS LIEDERBUCH 2, 214
Wir werden uns wiedersehn, DAS LIEDERBUCH 2, 219
Mehr Material:
Das Lied “Noch nicht” des Projekts “Monatslied” beschreibt die Hoffnung darauf, dass der Tod nicht das Ende ist. Noten und ein Musikvideo gibt’s hier.
Im Lied “Farben” singt die Sängerin von Erinnerung und Ewigkeit, von Kastanien und Farben – Motive, die ihr vielleicht auch als Aktion aufgreifen könnt? Noten und das Video findet ihr hier.
Heiko Breuning beschreibt in seinem Lied “Neuer Himmel, neue Erde”, wie er sich die neue Erde vorstellt. Ein Musikvideo findet ihr hier.
Dieser Entwurf thematisiert die Zeit der ersten Christen. Er kombiniert dabei das Thema Detektive mit dem “Geheimzeichen” Fisch der ersten Christen. Der Fokus liegt zum einen auf dem Geschenk der Freiheit, die wir in unserem Land haben unseren Glauben zu leben und zum anderen auf dem Geschenk Glauben in Gemeinschaft leben zu dürfen. Biblische Grundlage sind die Verse aus Römer 12,12-18.
Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“
Zu Beginn bekommt jede Person einen “Bogen”-Stempel auf die Hand. Während der Aktiv-Zeit muss ein Detektiv/Geheimagent gefunden werden. Dieser hat einen Stempel mit einem weiteren Bogen, so dass am Ende jede Person einen kompletten Fisch auf der Handfläche hat.


Material: Plastik-Teller mit Sand, Gelände für eine Schnitzeljagd, evtl. Musik und Segenskärtchen (z.B. hier: https://himmelimherzen.de/collections/mutmacher-fuer-kinder, https://godnews.de/produkt/neu-wertvollwort-31x-herzspaziergang-evermore-edition-xrcs/)
Stationsbeschreibung: Wie die ersten Christ:innen ist es an dieser Station eure Aufgabe das Geheimzeichen (den halben Fisch) zu suchen. Wenn ihr das Zeichen gefunden habt, dann malt den zweiten Bogen dazu, so dass ein Fisch entsteht. Sucht jetzt das nächste Geheimzeichen. So findet ihr den Weg zur christlichen Gemeinschaft. Bevor ihr Weitergeht: „Zerstört“ bitte euren Fisch und malt nur das Geheimzeichen (einen Bogen) in den Sand. Am Ende der Schatzsuche gibt es einen “Treffpunkt der Christ:innen” (evtl. eine Kerze, Musik, Kekse). Die mitarbeitende Person hält Segenskärtchen bereit und spricht den Personen jeweils den Segen zu.
Material: Fisch mit Kreide oder Pylonen auf dem Boden/Wiese
Stationsbeschreibung: Hier kannst Du Dich auf dem Fisch-Bewegungs-Parcours austoben. Siehst Du den Fisch? Den kannst Du jetzt auf ganz unterschiedlichen Arten ablaufen, hüpfen…
Hier sind einige Ideen aber vielleicht wirst Du ja auch kreativ und lässt Dir selbst was einfallen…
Versuche den Fisch auf 5 verschiedenen Arten zu erkunden – viel Spaß dabei!
Ideen:

Material: weicher Alu-Basteldraht, der etwas dicker ist (ca. 25cm pro Fisch), 8mm Holzperlen (ca. 20 pro Fisch), Bastel-/ Kombizangen
Stationsbeschreibung: Schneidet vom dem Draht ein ca. 20-25 cm Stück ab. (Das könnt ihr evtl. auch schon vorbereiten).
Biegt ein Ende des Drahts wird so um, dass die Perlen nicht mehr heraus rutschen können. Fädelt nun 10 Holzperlen auf. Fädelt dann den Anhänger ein und danach die weiteren 10 Holperlen. Biegt jetzt auch das andere Ende um.
Formt ein ovalen Fischkörper. Zählt von beiden Enden 2 Perlen ab und verdreht den Draht an dieser Stelle.
Gesprächsimpuls: Kanntet ihr das Fischzeichen als Erkennungszeichen der Christenheit schon vorher? Habt ihr so einen Fisch schonmal auf einem Auto gesehen? Wenn ihr den Schlüsselanhänger tragt, ist das auch ein Erkennungszeichen dafür, dass ihr zu Jesus Christus gehört.

Material: ausgedruckte Geheimschriften, Stifte
Stationsbeschreibung: Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten Geheimschriften zu entschlüsseln. Viel Spaß dabei?
Gesprächsimpuls: Versteht ihr manchmal Nachrichten an euch nicht richtig? Kommunikation ist eine Kunst und es ist gut immer mal wieder genau hinzuschauen, was eine Person uns mit einer Nachricht mitteilen will. Manchmal ist es mit dem Bibellesen auch ein bisschen, wie mit einer Geheimschrift. Wir müssen knobeln, was wirklich gemeint ist.

Material: Planschbecken, einlaminierte Fische (vorne mit durchsichtigem Klebeband flache Magnete anbringen), Magnete, Holzstäbe mit Schnüren und daran befestigten Magneten, Wasser
Stationsbeschreibung: Hier dürft ihr Fische angeln. Kleine Kinder haben die Aufgabe 6 verschiedene Fische zu angeln. Große Kinder oder Eltern suchen die Fische auf denen Buchstaben zu finden sind. Mit diesen Buchstaben versucht ihr dann das Wort I CH TH Y S zu legen.
Gesprächsimpuls: Was bedeuten die Buchstaben? Kennt ihr das Wort? Konntet ihr euch die griechischen Worte merken? Was heißen sie auf deutsch?
Ι = lesous = altgriechische Wort für Jesus
Χ = griechische Buchstabe
Chi = für Christus.
Θ = griechische Buchstabe
Thita = für Theou (Gott)
Υ = Yios (Sohn) Σ = das griechische Sigma – stand für Soter, welches für Erlöser steht.

Eine junge Mitarbeiterin hat einen Raum als Escape Room gestaltet. Wir haben dazu die Behindertentoilette genutzt. Es mussten Zahlen für Codes an Schlössern für Kisten herausgefunden werden. Dort befand sich dann der nächste Hinweis. Zum Schluss gab es das Codewort ICHTHYS bei dem dann die Türe wieder geöffnet wurde.

Wir haben hier das Material aus folgendem Buch verwendet: https://blessings4you.de/shop/item/9783866874015/one-paper-escape-games-2-von-wiebke-otto-autor-autorin-alexander-otto-autor-autorin
Material: dunkler Raum, Geheimstifte
Stationsbeschreibung: In einem dunklen Raum werden mit einem Geheimstift Fische aufgemalt. Die Familien bekommen dann die Aufgabe die Fische zu finden und evtl. zu zählen.
Gesprächsimpulse: Wie fühlt ihr euch im Dunkeln? Manchmal ist Dunkelheit ganz schön unheimlich. Gut, wenn wir da Hinweise auf Menschen finden, die die Dunkelheit auch schon ausgehalten haben. Und auch gut, wenn wir gemeinsam in der Dunkelheit sind.

Material: bunte Pappe, Bleistifte, Schere, Filstifte, große Schüssel, kleine Schüssel mit Spülmittel, Zahnstocher
Stationsbeschreibung:
Malt mit dem Bleistift Fische auf die Pappe und schneidet sie aus. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr sie verziehen.
Füllt Wasser in die große Schüssel. Taucht einen Zahnstocher mit der Spitze in das Spülmittel und streicht die Schwanzflosse des Fisches damit ein.
Legt eure Fische jetzt vorsichtig auf die Wasseroberfläche in der großen Schüssel.
Beobachtet wie die Fische losflitzen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch ein Wettrennen veranstalten.
Gesprächsimpulse: Durch das Spülmittel wird die Oberflächenspannung an der Schwanzflosse kurz aufgelöst und der Pappfisch wird dadurch nach vorne gedrückt.
Was gibt euch Energie, um nach vorne zu “flitzen”? Also euren Alltag zu bewältigen?
Das Theater oder ein Teil davon kann auch im Rahmen der Willkommens-Zeit vorgespielt werden.
Theater: Das Zeichen des Fisches
Personen: Esther, Salome (2 Kinder), Miriam (eine ältere Frau), Petrus
Szene 1 – Auf dem Weg in die Stadt (mit Detektiv-Feeling)
(Esther und Salome laufen eine staubige Straße entlang. Die Sonne brennt vom Himmel. Esther schaut plötzlich auf den Boden und bleibt stehen.)
Esther: Halt mal, Salome! Schau mal hier im Sand – siehst du das?
Salome: Hm… Das sieht aus wie… ein Fisch?
Esther (bückt sich): Genau! Aber nicht wie ein echter Fisch – nur zwei Bögen, die sich kreuzen. Das hat jemand absichtlich in den Sand gezeichnet!
Salome: Meinst du, das ist ein Zeichen?
Esther (verschwörerisch): Ganz bestimmt! Vielleicht gehört es zu einem Geheimclub! Oder… es ist eine Spur!
Salome (grinst): Wir sollten Detektive sein! So richtig auf Spurensuche! Fall Nummer eins: „Das Geheimnis des Fisches“!
(Die Beiden holen sich eine Sonnenbrille aus der Hosentasche und ziehen diese auf.)
Esther: Genau! Komm, wir gehen in die Stadt und folgen der Spur. Irgendwo muss eine Antwort auf uns warten.
(Sie gehen weiter, aufgeregt und suchend.)
Szene 2 – Ein halber Bogen
(Später, in der Nähe der Stadtmauer. Salome bleibt plötzlich stehen.)
Salome: Esther! Da! Schon wieder so ein Zeichen!
Esther (bückt sich): Hm… diesmal ist es nur ein halber Bogen. Fast wie… der erste Teil von dem Fisch.
Salome: Vielleicht hat der andere den Rest vergessen?
Esther: Oder jemand sollte es ergänzen. Weißt du, wie ein geheimes Erkennungszeichen. Einer macht den ersten Teil – und wenn der andere dazu gehört, macht er den zweiten!
Salome: Dann ist das nicht nur ein Symbol… es ist ein geheimes Signal!
Esther: Ganz genau. Das macht es noch spannender! Lass uns jemanden fragen, der sich hier auskennt.
Salome: Miriam?
Esther: Genau. Wenn jemand etwas über alte Zeichen weiß, dann sie!
Szene 3 – Bei der Witwe Miriam
(Miriam sitzt auf einer Bank und näht. Die Mädchen gehen auf sie zu.)
Miriam: Na, was führt euch zwei zu mir?
Esther: Wir… haben ein Zeichen gefunden. Erst war es ein Fisch, dann nur ein halber Bogen.
Salome: Wir glauben, es ist wichtig. Vielleicht sogar (flüstert) … geheim.
Miriam (lächelt wissend): Das ist es auch. Kommt, setzt euch. Ich will euch etwas zeigen.
(Die Mädchen setzen sich neben sie.)
Miriam: Das, was ihr gesehen habt, ist ein Erkennungszeichen. Ein Erkennungszeichen von den Menschen, die an Jesus glauben. In gefährlichen Zeiten zeichnete man nur einen halben Bogen in den Sand. Wenn der andere auch an Jesus glaubte, zeichnete er den zweiten Bogen dazu – und daraus wurde ein Fisch.
Esther (staunt): Also war oder eigentlich IST es tatsächlich ein Geheimcode!
Miriam: Ja, aber es ist mehr als ein Geheimcode. Es ist auch ein Zeichen der Hoffnung. Denn wenn jemand den Fisch sieht, dann weiß er: Ich bin nicht allein. Ihr Beiden, ich habe eine Idee. Kommt doch einfach jetzt gleich mit zur alten Ölgasse. Ich wollte gerade eben losgehen. Dort könnt ihr jemanden treffen, der euch noch mehr erzählen kann.
Er hat Jesus mit eigenen Augen gesehen.
Esther: Wow. Dann wird unser Fall immer spannender!
(Die drei machen sich gemeinsam auf den Weg und finden einige Menschen, die um ein Feuer (Feuerschale) sitzen.)
Szene 4 – In der Hausgemeinde
Petrus: Kommt ruhig näher. Ihr seid willkommen. Ich bin Petrus. Ich war einer von Jesu engsten Freunden.
Esther: Du warst wirklich mit Jesus zusammen?
Petrus: Ja. Ich war Fischer, bevor ich Jesus kennengelernt habe. „Folge mir, ich will dich zu einem Menschenfischer machen“, hat er damals zu mir gesagt. Ich habe erlebt, wie er Kranke heilte, wie er Sündern vergab, wie er das Reich Gottes verkündete.
Salome: Und… du hast ihn auch nach dem Tod gesehen?
Petrus: Ja. Ich war traurig, weil ich gesagt habe, dass ich ihn nicht kennen würde. Ich habe ihn verraten. Doch er kam zu mir – nicht mit Wut, sondern mit Liebe.
Er vergab mir. Und gab mir einen neuen Auftrag: Ich sollte von ihm erzählen.
Esther: Und das Fischzeichen… gehört dazu?
Petrus: Ja. Es ist unser Erkennungszeichen. Ein geheimes Symbol, aber auch ein starkes Bekenntnis.
Fisch heißt auf griechisch Ichthys – das bedeutet:
Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter.
Es erinnert uns daran, wer wir sind – und wem wir folgen.
Ihr seid herzlich eingeladen. Ihr dürft jederzeit zu uns kommen. Dann erzählen wir euch mehr von Jesus. Vielleicht wollt ja auch ihr ihm nachfolgen. Dann wird der Fisch auch für ein wichtiges Zeichen, ein Zeichen, das uns miteinander verbindet.
Szene 4 – Der Heimweg
(Esther und Salome kommen aus dem Haus, voller Eindrücke. Sie laufen gemeinsam ein Stück.)
Salome: Ich fühle mich irgendwie… neu.
Esther: Ich auch. Als hätten wir das größte Geheimnis gefunden.
Und das Beste ist: Es war kein Schatz aus Gold – sondern ein Schatz für das Herz.
(Esther geht in die Hocke und zeichnet einen halben Bogen in den Sand. Salome lächelt – und ergänzt ihn zum Fisch.)
Salome: Jetzt wissen wir: Wir gehören dazu.
Esther: Fall abgeschlossen?
Salome: Nein.
Beide: Fall weitergegeben.
(Ende.)
Material: weißes Leintuch, Farbspraydose
Fische begegnen uns normalerweise im Wasser. Salome und Ester haben den Fisch im Anspiel im Sand entdeckt. Naja, zumindest ein halber Fisch, also ein Strich. (den ersten Halbkreis auf das Leintuch sprayen) Und sie haben erfahren, dass der Fisch ein echtes Geheimzeichen ist. (zweiten Halbkreis sprayen). Zumindest damals. Das haben sie von den Freunden von Jesus erfahren. Damals wurden die Freunde von Jesus und diejenigen, die glaubten, dass Jesus wieder auferstanden ist und wirklich der Sohn Gottes ist, verfolgt. Es war verboten daran zu glauben. Und daher überlegten sie sich ein geheimes Zeichen. Das konnte man Türen oder eben auch mal im Sand entdecken. Aber warum diente ausgerechnet der Fisch als Geheimzeichen? Der Fisch war aber mehr als ein Zeichen. Er hatte auch eine Bedeutung. Fisch heißt auf Griechisch, das war die Sprache, die damals gesprochen wurde: ICHTHYS.
Auf Griechisch heißt Fisch ICHTHYS. Mit griechischen Buchstaben wurde das so geschrieben: ΙΧΘΥΣ und für die Christen hatte dieses Wort eine ganz besondere Eigenschaft: Für sie stand jeder der fünf griechischen Buchstaben für ein Wort, das etwas mit Jesus Christus zu tun hatte:
Ι = lesous = altgriechische Wort für Jesus Χ = griechische Buchstabe Chi = für Christus. Θ = griechische Buchstabe Thita = für Theou (Gott) Υ = Yios (Sohn) Σ = das griechische Sigma – stand für Soter, welches für Erlöser steht. (jeden Buchstaben einzeln sprayen und dann die Erklärung dazu abgeben)
Also kurz gesagt: Jesus Christus, Gottes Sohn und Erlöser. Damit war der Fisch zu einem Geheimcode unter den Christen geworden.
Wisst ihr, was ich mega finde? Das Zeichen, das gab es damals. Und das gibt es heute. Das Zeichen, der Fisch, verbindet uns quasi mit den Menschen damals, den ersten Christenheit, diejenigen, die von Jesus erzählt haben und warum wir heute von Jesus wissen. Und es verbindet uns nicht nur mit den Menschen damals. Und es verbindet uns mit den Menschen auf der ganzen Welt auch heute noch. Vielleicht habt ihr es schon wo gesehen. Zum Beispiel auf einem Auto als Aufkleber. Vielleicht sogar in einem anderen Land. Das finde ich mega cool. Ich bin als Christin nicht allein. Überall gibt es Menschen, die auch Christen sind. Das macht mir auch manchmal ziemlich Mut, wenn ich vielleicht das Gefühl habe, ich stehe allein da. Oder es mir schwer fällt zu sagen, dass ich an Jesus glaube. Da fühlt es sich vielleicht ein klein wenig so an, als würde man im großen Meer schwimmen und als einzige Person in eine andere Richtung schwimmen. Das kann anstrengend sein. Aber dann darf ich wissen: Da gibt es auch noch andere Fisch, die auch an Jesus glauben.

Der Fisch soll Dich immer daran erinnern – Du bist nicht allein! Als Menschen, die an Jesus glauben, als Christin und als Christ haben das Geschenk der Gemeinschaft. Wir gehören zusammen! Wir dürfen uns gegenseitig unterstützen, helfen in schweren Zeiten – vielleicht habt ihr auch schonmal gemacht oder erlebt – z.B. einer Familie ein Mittagessen oder einen Kuchen vorbei gebracht.
Wir können füreinander beten (evtl. Beispiel erzählen). Ich will euch heute Mut machen – das wir als Kirche Kunterbunt diese besondere christliche Gemeinschaft leben. Dass wir uns gegenseitig Mut zusprechen, miteinander trauern, gemeinsam Beten, Tischgemeinschaft teilen, zusammen Gott loben mit Liedern und Worten.
Was für ein Geschenk, dass wir christliche Gemeinschaft in Freiheit haben dürfen.
Amen.
Sei ein lebend’ger Fisch
Zum Segen stellen wir uns auf den Fisch. Der Segen soll unsere besondere Verbundenheit unsere Gemeinschaft miteinander deutlich machen – einander Segen zusprechen!
Person A hält die linke Hand hin. Person B klatscht darauf und spricht: “Der Herr segne dich!”
Dann hält Person B die Hand nach oben geöffnet zu Person A. Diese klatscht nun darauf und spricht: “Und behüte dich!”
So dreht der Segen die komplette Runde um den Fisch.
Insider-Tipp: Bei über 100 Besuchern macht es Sinn an 4 Stellen zu beginnen;-)

Es könnte Fischstäbchen geben und folgender Tischreim passt gut:
Viele kleine Fische schwimmen jetzt zu Tische,
reichen sich die Flossen, dann wird kurz beschlossen,
Gott im Himmel oben für alles zu loben,
und jetzt nicht mehr zu blubbern, stattdessen was zu futtern.
Guten Appetit!
Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“
Der Entwurf wurde von der Kirche Kunterbunt Düsseldorf-Gerresheim entwickelt und umgesetzt. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass es trotz nachdenklicher Momente für alle eine gute Zeit war. Es gab viel tolles Feedback, vor allem von Eltern, die sehr dankbar waren Anregungen zu bekommen, wie sie mit ihren Kindern über dieses schwere Thema ins Gespräch kommen können. Als Kooperationspartner hat die Kirche Kunterbunt mit dem örtlichen Bestattungsinstitut, sowie dem vor Ort ansässigen Kinderhospiz zusammengearbeitet.

Moderation/Liturgie:
Herzlich willkommen zu unserer Kirche Kunterbunt!
Schön, dass ihr da seid – Kinder, Erwachsene, Große, Kleine, bunte, Fröhliche und vielleicht auch Nachdenkliche.
Lied:
Heute dreht sich alles um drei große Worte:
Leben
Sterben
Hoffen
Diese drei gehören zusammen – auch, wenn sie ganz unterschiedlich klingen.
Leben: Das ist alles, was bunt ist, laut, fröhlich, aufregend
Sterben: das ist traurig, still und manchmal verstehen wir es nicht.
Hoffen: das ist das Licht, das uns hilft, weiterzugehen, wenn es dunkel ist.
Kerze anzünden
So wie dieses Licht – klein, aber warm. Es erinnert uns: Gott ist da. Immer.
Heute wollen wir zusammen entdecken, was das heißen kann- mit Basteln, spielen, Staunen, Reden, Erinnern und Feiern.
Alles darf sein: Das Lachen, das Nachdenken, das Fragen.
Gott hält das alles aus – und er freut sich, dass wir hier sind.
Also fühlt euch willkommen!
Schaut euch um …
Stationen vorstellen
Sucht euch die Stationen aus, die euch ansprechen, probiert etwas neues.
Und wenn ihr wollt, nimmt ein bisschen Hoffnung mit auf euren Weg heute.
Viel Spaß und Gottes Segen bei unserer Kirche Kunterbunt!
STATION 1: Erinnerungssteine
Material: Glatte Steine (handlich), Acrylfarben oder Lackstifte, Pinsel, Wasserbecher, Tücher
Hier darfst du einen Stein so gestalten, wie du dich erinnerst: an einen Menschen, ein Tier oder einen schönen Moment.
Erklärung:
Nimm dir einen Stein und bemale ihn mit Farben, Mustern oder Symbolen. Vielleicht schreibst du auch einen Namen oder ein Wort darauf. Du kannst den Stein mitnehmen oder hier lassen – als Zeichen, dass du an jemanden denkst.
Gesprächsimpuls:
Was macht dich traurig? Und woran erinnerst du dich gern?

STATION 2: Hoffnungslichter
Material:
Erklärung:
Nimm dir ein Windlicht-Glas und ein LED-Teelicht. Beklebe oder bemale es mit Transparentpapier und Stiften. Wenn du magst, kannst du eine Karte dazu schreiben: „Ich wünsche dir …“
Gesprächsimpuls:
Wann hast du zuletzt ein Licht gebraucht? Was macht dir Mut?

STATION 3: Konfetti-Raum – Das Leben feiern
Hier ist alles bunt, fröhlich und lebendig – weil das Leben schön ist!
Material:
Erklärung:
Du darfst Konfetti in die Luft werfen und sagen oder rufen, wofür du dankbar bist. Vielleicht magst du auch ein Konfetti-Säckchen füllen und mitnehmen – als Erinnerung an das Bunte im Leben.
Gesprächsimpuls:
Was ist das Schönste, was dir heute passiert ist? Was liebst du am Leben?

STATION 4: Brief ans Herz
Hier darfst du schreiben, was dein Herz bewegt – an jemanden, der nicht mehr da ist, oder an Gott.
Material:
Erklärung:
Schreib oder mal auf einen Zettel, was du jemandem sagen möchtest. Du darfst den Zettel falten und in die „Herzpost“ an die Schnur hängen.
Gesprächsimpuls:
Wenn du jemandem etwas sagen könntest, der nicht mehr da ist – was wäre es?
STATION 5: Lebensweg-Parcours
Das Leben ist wie ein Weg – manchmal gerade, manchmal holprig. Hier kannst du es spüren!
Material:
Erklärung:
Gehe barfuß oder langsam über den Weg. Mal ist er weich, mal hart, mal schmal oder krumm. Du darfst einen Stein mitnehmen – für deinen Weg.
Gesprächsimpuls:
Wo war dein Weg mal schwer? Und wer war da für dich?

STATION 6: Was ich loslasse – was bleibt (Schredderstation)
Manches tut weh oder ist schwer. Hier darfst du aufschreiben, was du loslassen möchtest.
Material:
Erklärung:
Schreib auf einen Zettel, was dich belastet – z. B. eine Sorge oder einen Streit. Dann schredderst du den Zettel. Die Papierstreifen darfst du in ein Säckchen füllen und mitnehmen – als Erinnerung: Du darfst loslassen.
Gesprächsimpuls:
Was macht dich traurig oder wütend? Was tut dir gut, wenn du etwas loslässt?

STATION 7: Baum der Hoffnung – gestaltet vom Kinderhospiz
Dieser Baum wächst voller bunter Blätter – jedes Blatt steht für einen Wunsch oder einen Gedanken.
Material:
Erklärung:
Gestalte ein Blatt aus Papier und schreibe oder male darauf, was du hoffst oder was dich froh macht. Hänge es an den Baum.
Gesprächsimpuls:
Was wünschst du dir für dich, für andere oder für die Welt?

STATION 8: Die Klang-Insel
Hier kannst du ausprobieren, wie Gefühle klingen. Leise. Laut. Fröhlich. Traurig.
Material:
Erklärung:
Probiere verschiedene Instrumente aus. Wie klingt dein Tag heute? Du darfst deine eigene Klanggeschichte machen oder einfach zuhören.
Gesprächsimpuls:
Wie klingt Hoffnung? Und wie klingt Abschied?
Station 9
Lese-/ Vorleseecke – Geschichten über Tod und Trauer
Material:
Bilderbücher und Kinderbücher zu Tod, Trauer, Trost, Leben & Hoffnung
(z. B. Leb wohl, lieber Dachs; Ente, Tod und Tulpe. Das gelbe vom Ei…)
Sitzkissen oder Decken
Bücherkiste oder kleines Regal
Erklärung:
Such dir ein Buch aus der Kiste oder vom Regal. Du darfst dich hinsetzen und allein darin blättern – oder jemand liest es dir vor. Manche Bücher machen traurig, manche trösten, manche sind auch lustig. Alles darf sein.
Gesprächsimpuls:
Was macht dich traurig in der Geschichte?
Was tröstet dich?
Kennst du jemanden, der gestorben ist?
Station 10 Wie sieht eine Bestattung aus? – mit dem Bestattungsinstitut
Hier erfährst du, was passiert, wenn ein Mensch gestorben ist. Du darfst dir einen Sarg oder eine Urne anschauen – und sogar selbst etwas gestalten.
Material:
Material:
Erklärung:
Hier ist ein Sarg und eine Urne zum Anschauen. Du kannst mit Holzstiften, Farben oder buntem Papier eine kleine Sarg- oder Urnenvorlage gestalten – so, wie du dir einen Abschied vorstellen würdest. Menschen dürfen bei einer Bestattung mitgestalten – vielleicht auch du.
Jemand vom Bestattungsinstitut ist da und kann kindgerechte Fragen beantworten:
Was passiert, wenn jemand stirbt? Wer kümmert sich um den Abschied?…
Gesprächsimpuls:
Wie würdest du einen Menschen verabschieden?
Was würdest du ihm auf den Weg mitgeben?


Station 11 Hoffnung pflanzen – Blumenzwiebeln setzen
Manchmal fühlt sich Trauer wie kalte Erde an. Aber: Aus der Erde kann neues Leben wachsen. Hier darfst du Hoffnung pflanzen.
Material:
Erklärung:
Du bekommst eine Blumenzwiebel – vielleicht eine Tulpe oder Krokus. Dann pflanzt du sie in die Erde draußen. Im Frühling wird sie wachsen und blühen – als Zeichen für neues Leben.
Du darfst dir auch einen Hoffnungswunsch dazu schreiben und ihn an einen kleinen Holzstab stecken. Gesprächsimpuls:
Was wünschst du dir, dass wachsen darf – in dir oder in der Welt?
Station 12 Gefühle kneten – Was in mir steckt – gestaltet vom Kinderhospiz
Material: Verschiedene Farben weiche Knete (kaufbar oder selbstgemacht), Unterlagen oder Knetbretter
Erklärung:
Du darfst dir Knete nehmen und damit dein Gefühl formen:
Bist du traurig? Dann knete eine Träne.
Bist du wütend? Dann mach einen Wirbel!
Fühlst du Hoffnung? Dann knete ein Herz oder eine Sonne.
Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Du darfst dein Gefühl auch zerdrücken, nochmal neu machen oder einfach kneten, was dir guttut.
Gesprächsimpuls:
Was fühlst du gerade?
Wie sieht deine Wut, deine Angst oder deine Freude aus?

Gestaltete Mitte mit Tuch, Kerze, bunten Blättern, Konfetti, Steinen und einem Kreuz

Moderation
Herzlich Willkommen zur Feierzeit! Heute haben wir so viel erlebt – Leben, Sterben, Hoffen.
Wir haben gebastelt, losgelassen, gefeiert, erinnert.
Jetzt wollen wir das alles noch einmal vor Gott bringen.
Eingangsritual
Wir zünden an ein kleines Licht.
Wir hören und staunen, fürchtet euch nicht.
Erzählen und singen, wie alles begann.
In Gottes Namen fangen wir an.
Votum
Unseren Gottesdienst feiern wir im Namen Gottes, der uns wie eine Mutter und wie ein Vater lieb hat.
Im Namen des Sohnes, der unser Freund ist.
Und im Namen des heiligen Geistes, der uns Mut und Kraft gibt. Amen.
Aktion
Jede*r darf etwas aus den Stationen in die Mitte legen
-ein Blatt vom Baum des Lebens, ein Licht, einen Erinnerungsstein, ein bisschen Konfetti
Schau mal, wie bunt das Leben ist!
Manche dinge tun weh- andere machen froh.
Alles, was wir heute erlebt haben, gehört zu uns und darf hier liegen – bei Gott.
Hoffnungslicht
Heute durften wir loslassen, erinnern und feiern.
Jetzt wollen wir ein Licht anzünden für alle, an die wir denken:
Für Menschen, die gestorben sind, für die, de traurig sind, und für alles, was uns Hoffnung gibt.
Jerde*r darf sein Licht in die Mitte stellen.
Schau mal, wie hell es wird, wenn viele kleine Lichter zusammen leuchten.
So ist das mit der Hoffnung: Sie wird größer, wenn wir sie teilen.
Gebet
Wir beten gemeinsam- Wer mag, darf die Hände falten oder das Licht anschauen.
Guter Gott,
danke für das Leben – so bunt, so schön, so voller Wunder.
Sei bei allen, die traurig sind, bei denen, die jemanden vermissen, und auch bei denen, die neue Hoffnung brauchen.
Lass uns nicht vergessen: Du bist da. Immer – Im Leben, Im Sterben und im Hoffen.
Amen.
Vater unser
Segen und Konfetti-Moment
Gott segne dich,
Gott halte dich,
Gott schenke dir Mut und Hoffnung.
Wenn du traurig bist, halte ein Licht fest.
Wenn du fröhlich bist streu Konfetti.
Denn Gott ist mitten in allem Leben!
Alle bekommen eine Handvoll Konfetti. Auf ein Zeichen werfen alle gemeinsam das Konfetti in die Luft.
Einladung zum Essen

Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“
Der Entwurf wurde von der Kirche Kunterbunt Coburg entwickelt und umgesetzt. Diese Kirche Kunterbunt ist derzeit die größte ihrer Art in Deutschland – rund 500 Menschen kommen dort regelmäßig zusammen. Dadurch fließen viele Ressourcen und Ideen in einen besonders vielfältigen und inspirierenden Kontext ein.
Als Redaktionsteam haben wir die Ideen aus Coburg aufgenommen und für euch angepasst. Wir wünschen euch viel Freude mit diesem Entwurf – und die Zuversicht, dass auch euch ein leises „Fürchte dich nicht“ sanft ins Herz geflüstert wird.
Material: Ausgedruckte/digitale Bibeltexte für jede Person; Highlight-Stift; Leckeres Getränk / etwas zum Naschen (weil das doch jede Teambesprechung noch einmal gemütlicher macht)
Heute beschäftigen wir uns mit der Aussage “FÜRCHTE DICH NICHT!“.
Dazu kurz ein paar Fakten:
Je nach Übersetzung und Zählweise kommt der Satz bzw. seine Varianten etwa 365-mal in der Bibel vor.
(Das wird oft symbolisch gedeutet – „einmal für jeden Tag des Jahres“ –, obwohl das eine schöne theologische Symbolik ist und keine exakte Zählung.) In der Lutherbibel oder Einheitsübersetzung liegt die tatsächliche Zahl (je nach Formulierung) bei etwa 70–100 direkten Vorkommen des Ausdrucks „Fürchte dich nicht“ bzw. „Fürchtet euch nicht“.
Zählt man alle verwandten Formen wie „Hab keine Angst“, „Sei getrost“, „Erschrick nicht“, „Zage nicht“, etc. hinzu, kommt man näher an die berühmten 365.
In dieser Kirche Kunterbunt wird auf drei biblische Erzählungen geschaut, in denen Engel die Aussage “Fürchte dich nicht” aussprechen. Lest euch als Team doch gerne die Bibeltexte durch und tauscht euch darüber aus, was euch auffällt, was euch seltsam vorkommt, was ihr besonders schön findet, woran ihr aus eurem Leben anknüpfen könnt.
Das Bedeutsamste für eure Kirche Kunterbunt-Familien ist wohl das, was ihr selbst in diesem Zuspruch “FÜRCHTE DICH NICHT” entdeckt und wo ihr es in ihrem Alltag als Hoffnungs-schenkend und tröstend erlebt. Überlegt als Team: Wovor haben Menschen in eurem Umfeld Angst? Was beschäftogt sie? Was schenkt euch persönlich Trost? Wo wird dieses “fürchte dich nicht” für euch real?
Lukas 1,13 – Engel zu Zacharias:
„Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört.“
Lukas 1,30 – Engel zu Maria:
„Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden.“
Lukas 2,10 – Engel zu den Hirten in der Weihnachtsgeschichte:
„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkünde euch große Freude.“
Gestaltet eine für euren Kontext stimmige Willkommens-Zeit. Vielleicht gibt es eine Station, bei der Namensschilder erstellt werden ( heute wären sie beispielsweise passend in Engel-Form) oder es gibt schon einmal eine Bildershow der letzten Kirche Kunterbunt Feiern oder einen kleinen Begrüßungssnack. Die Willkommenszeit ist die Chance, den Menschen eure Gastfreunschaft entgegen zu bringen und eine warme Atmosphäre zu kreieren.
Material: vorbereitete Schnitzeljagd durch das Gebäude/Garten mit kleinen Hinweisen (zum Beispiel “Flügeln”, denen man folgen muss)
Stationsbeschreibung: Jede Gruppe bekommt einen Hinweis: „Folgt den Spuren der Engel – sie führen euch zu einer himmlischen Botschaft!“
Kurzes Rätsel führt zur nächsten Station, z. B.:
„Ich bin ein Ort, an dem man still sein kann,
man spricht mit Gott – so fängt’s hier an.“
➡️ (Hinweis auf die Gebetsecke oder Kirchenbank)
Stationsbeschreibung: Wie schön, wenn wir in der Adentszeit auch unseren Reichtum teilen. Wenn ihr eine Wohltätigkeitsorganisation am Ort habt, dann fragt im Vorfeld an, was sie aktuell benötigen und informiert die Familien, was sie zu Kirche Kunterbunt mitbringen können z.B. Winterjacken, die dann gespendet werden.
Material: Leintuch, Farben (Finger-, Abtön- oder Stoff-Farben), evtl. Pinsel, Unterlage, Malerkittel
Stationsbeschreibung: Auf diesem Banner sammeln wir den Engels-Zuspruch “Fürchte dich nicht!” in verschiedenen Sprachen. Gerne dürft ihr den Satz in eurer Sprach oder eurem Dialekt auf das Banner schreiben. Oder ihr sucht euch bei den Vorlagen eine Übersetzung aus. Gerne dürft ihr auch Symbole malen, die euch die Angst nehmen.
Fürchte dich nicht in verschiedenen Sprachen:

Material: Pylonen, Tische, Stühle oder Sportgeräte
Stationsbeschreibung: Baut nach euren Ressourcen, eurem Platz einen Bewergungsparcours auf, den man nacheinander oder auch im Wettlauf gegen die Zeit laufen kann.

Material: Musikbox, Playlist mit Weihnachtsliedern, eventuell mit Kopfhörern (falls ein großer Raum)
Stationsbeschreibung: Die Engel haben schöne Lieder gesungen. Wie gut kennt ihr euch mit Weihnachtsliedern aus? Euch werden die ersten Sekunden von einem Weihnachtssong vorgespielt. Wer errät zuerst, um welchen Song es sich handelt?
Gesprächsimpuls: Wie hat sich wohl der Engelschor angehört? Welches Weihnachtslied gefällt euch am Besten und warum?

Material: dunkler Raum, Schwarzlicht, weiße Gegenstände bzw. Farbe
Stationsbeschreibung: Dekoriert einen Raum mit weißen Gegenständen, Symbolen oder Engelsbotschaften. Die Familien betreten den dunklen Raum. Die Tür wird geschlossen. Dann wird das Schwarzlicht angeknipst und die weißen Dinge können entdeckt werden.
Gesprächsimpulse: Wo erlebt ihr Dunkelheit? Was sind Botschaften oder Symbole, die uns in Angst und Dunkelheit Mut machen können?

Material:
Stationsbeschreibung:

Material: Äste, bunte Schnüre/Wolle, Scheren, Buntstifte, Weihnachtsmotive auf festem Karton
Stationsbeschreibung: Sucht euch Motive aus, malt sie an, schneidet sie aus und befestigt sie mit den Schnüren an den Ästen.
Gesprächsimpulse: Was gehört für euch zu Weihnachten dazu? Welche Personen kommen in der Weihnachtsgeschichte vor? Welche Symbole verwenden wir für Weihnachten und warum? Welche Geschichte/Personen/Tiere magst du gerne?


Material: Papier: Ein A4-Blatt oder dünnes Papier (z.B. 80g/m² oder leichter), Scheren, Kleber: Kleberoller, Bastelkleber oder Heißkleber, Kopf: Eine Holz- oder Styroporkugel, die durchlocht werden kann, um eine Aufhängung zu befestigen, Schnur/Garn: Für den Aufhänger, der durch die Kugel geführt wird.
Gesprächsimpuls: Während dem Falten könnt ihr euch über Engel unterhalten? Habt ihr zu Hause Engel aufgehängt? Kennt ihr biblische Geschichten mit Engeln?
Eine Anleitung für die Engel findet ihr hier:

Material und Vorbereitung: Eine Person ist als Engel verkeidet. Ein langes Rohr wurde im Vorfeld gebastelt.
Beschreibung: Durch das Rohr darf die Engel-Person jeder Person einzeln einen ermutigenden Vers zusprechen. (Achtung: in das Rohr darf nicht zu laut hineingesprochen werden)
Beispielsverse: Jos 1,9 // Ps 23,4 // Ps 37,5 // Ps 91,1 // Ps 121,7+8 // Mt 28,20b // 2. Tim 1,7 (hier können natürlich gerne Bibelverse ergänzt werden, den den Menschen, die dieses Station durchführen, besonders am Herzen liegen)

Material und Vorbereitung
Beschreibung: Hier bekommen Menschen ganz persönlich einen Segen zugesprochen für eine Situation, in der sie den Ausspruch “fürchte dich nicht!” brauchen.
Die Feier-Zeit besteht aus einem Dialog zwischen Moderator und einer weiteren Person, Zwischendurch werden Geschichten mit einem Schattentheater erzählt und Lieder gesungen.
Was für eine Stationenzeit. Ich habe so viel gelernt übers Fürchten. Also vor allem, dass ich mich nicht fürchten muss. Und dazu gibt es ein super Lied, dass möchte ich mit euch und der Band lernen.
Lied: Sei mutig und stark und fürchte dich nicht (Mike Müllerbauer)
Wow, ihr seid ja spitze. Oh, da kommt gerade mein Freund …, den muss ich schnell begrüßen. Wartet kurz, ich bin gleich wieder bei euch!
Hi, … Schön Dich zu sehen!
Ach, hallo … ! Wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen! Wie geht’s?
Ganz gut, und dir?
Frage lieber nicht. Ich habe gerade ein riesen Problem und weiß nicht, wie es weiter gehen soll?
Magst du darüber reden? Ich habe gerade Zeit. Manchmal hilft das.
Ja, das stimmt, vielleicht, aber ich weiß eigentlich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin so verzweifelt. Ich habe schon alles versucht, sogar beten. Aber Gott scheint komplett taub zu sein. Statt besser, wird es immer schlimmer. Ich fühle mich schon richtig alt und kraftlos!
Das ist ja interessant. Gerade heute Morgen habe ich in der Bibel etwas über einen alten Mann gelesen. Über Zacharias.
Wer ist das denn, noch nie gehört.
Ich lese es dir gerne vor:
(zum Vorlesen Schattentheaterszene)
Szene 1: Zacharias und Elisabet stehen traurig zu Hause, die Sonne geht unter.
Es war vor langer Zeit, als Herodes König von Judäa war. In einem kleinen Dorf lebte ein Priester namens Zacharias mit seiner Frau Elisabet. Beide waren gute Menschen, die immer nach Gottes Geboten lebten. Doch etwas machte sie traurig: Sie hatten keine Kinder. Sie waren schon alt, und Elisabet konnte keine Kinder bekommen.
Szene 2: Im Tempel zündet Zacharias das Räucheropfer an, dann erscheint der Engel Gabriel als große Schattenfigur.
Leise Hintergrundmusik, wenn Zacharias den Tempel betritt.
Eines Tages war Zacharias im Tempel. Es war seine Aufgabe, Gott zu dienen, und diesmal durfte er das Räucheropfer darbringen. Während er drinnen arbeitete, stand draußen eine große Menge Menschen und betete. Alles war still.
Dramatisches Licht, wenn der Engel erscheint.
Doch plötzlich – ein Licht erschien neben dem Altar! Ein Engel stand dort, hell und mächtig. Zacharias erschrak und zitterte vor Angst.
Der Engel sprach mit einer ruhigen, freundlichen Stimme:
„Fürchte dich nicht, Zacharias. Gott hat dein Gebet gehört. Deine Frau Elisabet wird einen Sohn bekommen, und du sollst ihn Johannes nennen. Er wird ein ganz besonderes Kind sein.“
Zacharias war erstaunt. Das klang so wunderbar, aber auch unglaublich. Er fragte:
„Wie kann ich sicher sein, dass das stimmt? Ich bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist alt.“
Da sagte der Engel:
„Gott hat mich mit der Botschaft zu dir geschickt. Weil du mir nicht geglaubt hast, wirst du stumm sein. Du wirst nicht sprechen können, bis alles so geschieht, wie ich es gesagt habe.“
Szene 3: Zacharias kommt aus dem Tempel, hält sich den Mund und macht stumme Zeichen.
Als Zacharias aus dem Tempel kam, warteten die Menschen schon ungeduldig auf ihn. Er wollte ihnen erzählen, was passiert war, aber kein einziges Wort kam aus seinem Mund. Stattdessen machte er Zeichen mit seinen Händen. Da verstanden die Menschen: Er hatte im Tempel etwas Großes erlebt.
Szene 4: Elisabet freut sich über ihre Schwangerschaft, eine strahlende Sonne erscheint im Hintergrund.
Zacharias ging nach Hause zurück. Und wirklich, nach einiger Zeit wurde Elisabet schwanger. Sie war voller Freude und sagte:
Sanfte Klänge, während Elisabet dankbar spricht.
„Gott hat mir Gutes getan! Jetzt sehen die Menschen nicht mehr auf mich herab. Er hat mich gesegnet!“



Gut zu wissen, dass es noch mehr Leute gibt, denen es mies geht, aber das hilft mir gerade auch nicht weiter. Ich meine, ich finde es super, dass der Engel Zacharias sogar mit Namen angesprochen hat. Also Gott ihm ganz persönlich eine Nachricht geschickt hat. Wenn Gott nur endlich auch auf mein Gebet antworten würde. Er muss ja nicht gleich einen Engel schicken!
Das kann ich verstehen. Dein Problem ist auch ziemlich groß und das kann einen ganz schön gefangen nehmen. Hast du eigentlich das Lied vorhin gehört? Das passt ziemlich gut zu deiner und auch zu Zacharias Situation.
Nein. Du hast ein Lied für meine Situation. Eines, bei dem es um Angst bei Problemen geht?
Da fällt mir noch eine Geschichte von heute früh wieder ein. Auch aus der Bibel. Magst du da auch mal reinschauen?
Schaden kanns ja nicht.
Die Übergänge können mit leiser Musik oder Glockenklängen begleitet werden, um die besondere Stimmung der Szene zu betonen.
Szene 1: Ein stiller Moment in Nazaret – Maria sitzt allein, als plötzlich ein Lichtstrahl den Engel Gabriel ankündigt.
Elisabet, die Verwandte von Maria, war schon im sechsten Monat schwanger, als etwas Wunderbares geschah. Gott schickte den Engel in die Stadt Nazaret in Galiläa. Dort lebte eine junge Frau namens Maria. Sie war verlobt mit Josef, einem Nachkommen von König David.
Plötzlich trat der Engel in ihr Haus und sprach:
„Sei gegrüßt, Maria! Gott hat dich auserwählt und dir seine Gnade geschenkt. Der Herr ist mit dir.“
Szene 2: Der Engel tritt hervor, hebt die Hände und spricht. Marias Gesichtsausdruck wechselt von Erstaunen zu Vertrauen.
Maria war überrascht und erschrak. Was sollte dieser Gruß bedeuten? Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte.
Da sagte der Engel mit sanfter Stimme:
„Fürchte dich nicht, Maria. Gott hat dich besonders erwählt. Du wirst ein Kind bekommen, einen Sohn. Du sollst ihn Jesus nennen.
Er ist etwas ganz Besonderes: Er wird der ‚Sohn des Höchsten‘ genannt werden. Gott wird ihm den Thron seines Vorfahren David geben. Er wird für immer König sein, und seine Herrschaft wird niemals aufhören.“
Maria war verwundert und fragte:
„Wie kann das sein? Ich bin doch noch gar nicht verheiratet!“
Der Engel antwortete:
„Der Heilige Geist wird auf dich kommen, und die Kraft Gottes wird dieses Wunder bewirken. Deshalb wird dein Kind heilig sein und ‚Sohn Gottes‘ genannt werden.
Szene 3: Beim Satz „Auch deine Verwandte Elisabet…“ erscheint eine schwangere Schattenfigur von Elisabet im Hintergrund.
Schau doch: Auch deine Verwandte Elisabet, die so lange kinderlos war, erwartet jetzt ein Kind. Sie ist schon im sechsten Monat schwanger, obwohl man dachte, sie könne keine Kinder bekommen. Für Gott ist nichts unmöglich.“
Szene 4: Maria kniet in Hingabe nieder und spricht: „Ich diene dem Herrn.“
Maria spürte in ihrem Herzen Vertrauen und sagte:
„Ich diene dem Herrn. Es soll geschehen, wie du gesagt hast.“
Finale: Das Licht wird weicher, der Engel verschwindet, und Maria blickt hoffnungsvoll in den Himmel.
Da verließ der Engel sie, und Maria blieb nachdenklich zurück.
Gab wohl damals zu viele Engel? Denen war langweilig, he?
Das war halt einfach eine ganz besondere Situation.
Gott hat Jesus, seinen Sohn zu uns auf die Erde geschickt, das war etwas ganz Besonderes!
Stimmt, darum feiern wir immer noch jedes Jahr Weihnachten. Und weißt du was, wenn ich Marias Problem so anschaue. Schwanger, ohne einen Mann zu haben. In der damaligen Zeit. Also wenn Josef sie nicht heiratet ist sie nicht abgesichert. Wird ausgestoßen aus der Gesellschaft. Dagegen wird mein Problem gleich ein wenig kleiner.
Ja, das war ganz schön herausfordernd. Da konnte sie das „Fürchte dich nicht!“ sicher sehr gut gebrauchen! Lied
Weißt du, was mir beim Singen gerade aufgefallen ist?
Nein, was denn?
Das ist ganz schön mutig für so ein junges Mädchen.
Es ist so herausfordernd, wenn das ganze Leben sich von jetzt auf gleich verändert. Ich wünschte mir, ich wäre genauso mutig!
Denke einfach an die Worte des Engels! „Fürchte dich nicht!“ (Kinder fragen)
Jetzt fühle ich mich schon wieder etwas leichter. Danke für diese schönen Geschichten.
Alle guten Dinge sind drei! Ich habe sogar noch eine.
Echt jetzt?
Ja. Und wieder schickt Gott einen, na, was wohl? (Frage an die Kinder)
Richtig. Einen Engel!
Sanfte Harfenklänge oder ein Engelchor könnten die Szene begleiten, und ein aufleuchtender Stern könnte die Übergänge fließend und stimmungsvoll gestalten.
Szene 1: Die Hirten sitzen an einem Lagerfeuer, der Schein des Feuers flackert. Im Hintergrund sieht man ruhig grasende Schafe.
In der Nähe von Betlehem, mitten in der Nacht, wachte eine Gruppe von Hirten über ihre Schafe. Es war still, nur das leise Blöken der Tiere war zu hören. Die Hirten saßen am Feuer und hielten sich warm, als plötzlich etwas Unglaubliches geschah.
Szene 2: Plötzlich erscheint ein Engel, hell erleuchtet, und das Licht umstrahlt die Hirten, die vor Schreck zurückweichen.
Ein Engel des Herrn erschien direkt vor ihnen, und ein helles Licht, die Herrlichkeit Gottes, leuchtete um sie herum. Die Hirten erschraken. Ihre Herzen schlugen schnell, und sie hatten große Angst.
Szene 3: Der Engel spricht mit ausgestreckten Armen, während die Hirten staunend zuhören.
Doch der Engel sprach mit einer sanften und freundlichen Stimme:
„Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch eine wunderbare Nachricht, die alle Menschen froh machen wird. Heute Nacht ist in der Stadt Davids, in Betlehem, euer Retter geboren worden. Er ist Christus, der Herr.
Dies ist das Zeichen, an dem ihr ihn erkennen werdet: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Futterkrippe liegt.“
Szene 4: Die Bühne wird von einem großen himmlischen Heer erleuchtet, das singt und Gott lobt. Der Chor der Engel füllt den Raum mit Freude.
Kaum hatte der Engel gesprochen, erschien plötzlich ein großes Heer von Engeln am Himmel. Sie strahlten hell und lobten Gott mit lauter Stimme:
„Gottes Herrlichkeit erfüllt die Himmelshöhe!
Sein Frieden kommt auf die Erde,
zu den Menschen, die er in seiner Liebe beschenkt!“
Die Hirten konnten kaum glauben, was sie sahen und hörten. Die Engel verschwanden, und die Nacht wurde wieder still. Die Hirten schauten einander an und sagten:
„Kommt, wir gehen sofort nach Betlehem! Wir wollen sehen, was dort geschehen ist, von dem der Herr uns erzählt hat.“
Finale: Die Engel verschwinden, und die Hirten machen sich auf den Weg, mit einem Stern, der den Weg nach Betlehem zeigt, als Hintergrund.
Wow, das hat sie bestimmt umgehauen, dass Gott ausgerechnet sie ausgesucht hat, um ihnen diese umwerfende Botschaft sagen.
Ja klar, aber auch hier gibt es noch eine Steigerung! Ein Engel hat nicht mehr gereicht. Auf einmal war der ganze Himmel voll mit Engel, die Gott mit Liedern gelobt haben.
Das ist ja echt unglaublich. Wie Gott sich um jeden Einzelnen kümmert, mit jedem geht er anders um. Aber jeden spricht er persönlich und zu seiner Zeit an. Meinst du mir will Gott in meinem Problem auch irgendwie begegnen?
Auf jeden Fall. Aber keine Ahnung, wie und wann und wo.
Ich habe ein richtiges Kribbeln im Bauch und werde jetzt jedes Mal, wenn ich Angst habe und mutlos bin daran denken: Lied
Material: ein Lebkuchen-Herz für jede:n
Wie ein Lebkuchenherz süß und stark zugleich ist,
so sei auch dein Herz voller Mut und Zuversicht.
Fürchte dich nicht, denn Gott ist bei dir.
Das Lebkuchenherz erinnert dich daran,
“Du bist von Gott geliebt so wie du bist!”
Mögen sein Segen dich begleiten,
an jedem Tag in Freude und in Sorgen.
Spür die Wärme von Gottes Liebe in deinem Herzen,
und geh deinen Weg – niemals allein.
Amen.

Weitere Eindrücke von der Kirche Kunterbunt in Coburg zu diesem Thema findet ihr hier:
Gottesdienst
Begrüßungslied: Das ist toll (Immer und überall. Kinderkirchenlieder 144)
Material: Rettungsdecke
Heute steht die Jahreslosung im Mittelpunkt: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5). Dazu habe ich eine Rettungsdecke mitgebracht. Sie sieht erstmal unscheinbar aus, aber sie ist wie ein kleines Wunder, das uns an Gottes Liebe erinnert.
Diese Decke hat zwei Seiten. Die goldene Seite: Diese Seite glänzt und erinnert uns daran, dass Gott alles neu macht. Wenn wir auf diese Seite schauen, dann sehen wir Gottes Licht und Liebe. Alles wird hell und schön! Die silberne Seite: Sie erinnert uns daran, dass es auch dunkle und schwierige Zeiten gibt. Aber auch in diesen Momenten ist Gott bei uns und hilft uns, weiterzumachen. Also, wenn’s golden glitzert, wissen wir: Gott macht alles neu! Er sorgt dafür, dass wir immer wieder fröhlich und voller Hoffnung in die Zukunft schauen können.

Refrain (gesungen oder gesprochen, mit Bewegungen):
Gott macht alles, Gott macht alles neu, schau!
(Gott – Arme nach oben; alles – beide Arme vor dem Oberkörper umeinander kreisen wie in einer Rollbewegung; schau! – Hand an Stirn legen)
Gott macht alles wunderbar, alles macht Gott neu – WOW!
(Gott – Arme nach oben; alles – beide Arme vor dem Oberkörper einander umkreisen wie in einer Rollbewegung; WOW! – beide Hände in die Höhe recken)
1. Ein neuer Tag – du schenkst ihn mir. Danke, Gott, dass ich heute hier bin.
2. Du gibst uns Kraft und Energie. Danke, Gott, du stärkst auch mich!
Refrain: Gott macht alles …
1. Neugierig schau ich mich um: Was wird wohl heute passieren?
2. Ich will lernen, Stück für Stück. Gott, du gehst dabei mit.
Refrain: Gott macht alles …
1. Nach einem Streit will ich verzeihen. Versöhnung tut uns allen gut.
2. Hab ich einen Fehler gemacht, hilfst du mir, neu anzufangen.
Refrain: Gott macht alles …
1. Altes und Neues – beides ist wertvoll. Danke, dass du uns beides gibst.
2. Alles, was wertlos ist, machst du neu. Halleluja – du machst uns frei!
Refrain: Gott macht alles …
Material: Rettungsdecke; Taschenlampe; blaues Tuch; grünes Tuch; Spiel-Tiere; goldene Sonne; silberne Sterne und Mond; großes rotes Herz; kleine bunte Herzen oder Blüten
Die Geschichte spannt einen heilsgeschichtlichen Bogen von der Schöpfung bis zur Vollendung der Welt. Die Kinder werden beteiligt.
(zusammengefaltete Rettungsdecke zeigen) Hier ist sie – noch unscheinbar, noch verborgen. So war das damals: Alles war noch in Gott verborgen. Aber dann … wollte Gott etwas Neues machen! Gott machte den Himmel. Und Gott machte die Erde. (langsam die Decke entfalten) Das war alles. Und alles war neu.
Doch noch war alles ein großes Durcheinander. (Decke zusammenknäulen und wie eine Kugel hinlegen) Dunkel und chaotisch. Gott sah es und dachte: „So kann das nicht bleiben. Da kann niemand leben. Ich räume auf.“ (Frage in die Runde:) Wer hilft mir, das Chaos zu glätten?“ (Kinder helfen – Decke glattstreichen, goldene Seite oben)
Gott sagte: „Es werde Licht!“ (Kind leuchtet mit Taschenlampe auf die Decke – sie strahlt golden.) Und zack – alles wurde hell. Und Gott lächelte. Das war neu! Wo kein Licht war, blieb Dunkelheit. (Decke auf silberne Seite wenden.) Gott gab ihnen Namen: Tag (goldene Seite) und Nacht (silberne Seite). Jetzt gab es Himmel und Erde, Tag und Nacht. Das war neu. Und das war gut. (Decke auf goldene Seite wenden.)
Es war noch nicht fertig. Gott trennte oben und unten: Oben der Himmel mit Wolken, unten die Erde. Jetzt gab es Himmel und Erde, Tag und Nacht, oben und unten. Das war neu. Und das war gut.
Unten war noch Wasserchaos. (Frage in die Runde:) „Wer hilft mir, Wellen zu machen?“ (Kinder machen kleine Wellen mit der Decke.) Dann beruhigte Gott das Wasser und schuf das Land. (Decke glätten) Jetzt gab es Himmel und Erde, Tag und Nacht, oben und unten, Meer und Land. Das war neu. Und das war gut.
Jetzt konnte Leben kommen. Das erste Leben, neues Leben. Gott ließ Gott Pflanzen wachsen: Bäume, Gräser, Blumen – überall wurde es grün und bunt. (Zu allen in die Runde:) „Helft mir pflanzen!“ (Kinder legen grünes Tuch auf die Decke, darauf Blumen oder andere Pflanzen.) Es fehlte noch das Licht am Himmel: Gott machte die Sonne für den Tag, den Mond und die Sterne für die Nacht. (Kinder legen blaues Tuch auf die Decke, darauf goldene Sonne und silberne Sterne und Mond.) Jetzt war die Welt bunt und hell. Jetzt sah alles viel schöner aus. Das war neu. Und das war gut.
Aber es war noch still. Also schuf Gott Vögel und Fische. (Kinder stellen Fische und Vögel auf die Decke.) Und dann noch Tiere auf dem Land. (Landtiere aufstellen.) Gott freute sich sehr. Alles war neu und wunderbar.
Halt! Etwas fehlte. Wir Menschen! Also schuf Gott Menschen. Er gab ihnen Hände zum Helfen, ein Herz zum Lieben und einen Kopf zum Denken. Und als er uns ansah, sagte er: „Sehr gut!“ (Kinder legen Hände in die Mitte. Alle rufen zusammen:) „Gott hat uns wunderbar gemacht!“ Jetzt war alles fertig. Alles war neu.
Gott hätte sich jetzt ausruhen können. Aber …
Die Menschen machten wieder Chaos. (Decke zerknüllen) Sie waren neidisch, stritten, taten einander weh. Sie vergaßen Gott. Das gefiel Gott nicht. Er wollte, dass es wieder neu wird! Er half den Menschen, Frieden zu schließen, sich zu vergeben, einander zu lieben und zu teilen. (Decke zusammen mit den Kindern wieder glätten.) Gott machte hier was neu und dort was neu. (An der ein oder anderen Stelle die Decke glattstreichen.) Das war viel Arbeit.

Gott hatte eine neue Idee: Er kam zu den Menschen – als Jesus. (Das große, rote Herz auf die Decke legen.) Jesus half, heilte, vergab. Jetzt war Gott ganz nah. Das war neu! Viele spürten: Jesus teilt Gottes Liebe aus. Doch manche konnten es nicht glauben. Sie mochten Jesus nicht. Sie blieben lieber beim Alten. Sie nagelten Jesus ans Kreuz. Alles wurde dunkel und schwer. (Die Enden der Rettungsdecke zur Mitte schlagen – silberne Seite sichtbar.)
(Kurze Stille.)
Doch dann geschah das Wunder: Jesus lebt! (Alle rufen:) „Jesus lebt!“ (Kinder schlagen Decke auf – goldene Seite sichtbar.) Das war die beste Nachricht der Welt. Das war neu. Und das war gut.
Hat sich bis heute etwas verändert? Ja und Nein. Es gibt immer noch Streit und Chaos. Aber: Gott gibt nicht auf. Jeden Tag macht Gott etwas neu: Wo Streit war, entsteht Versöhnung. Wer traurig war, bekommt neue Hoffnung. Wer allein war, findet Gemeinschaft. (Kinder legen bunte Herzen oder Blüten auf die Decke.) Und eines Tages wird Gott sagen: „Jetzt ist alles neu! Jetzt ist alles sehr gut!“ (Kinder legen ihre Hände in die Mitte und sagen zusammen:) „Gott macht alles neu!“
Lied: Gottes Liebe ist so wunderbar (Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend 484; Immer und überall. Kinderkirchenlieder 329)
Spiele und Bastelaktion rund um die Rettungsdecke sind hier möglich:
So eine Rettungsdecke glitzert ganz wunderbar, wenn wir sie bewegen. Sie soll uns daran erinnern, dass Gott immer bei uns ist – in guten Zeiten und auch, wenn wir uns unsicher oder traurig fühlen. Wenn’s golden glitzert, spüren wir, dass Gott uns umhüllt, uns warm und stark macht.
Wir halten nun die Ränder der Decke leicht gespannt (bei größeren Gruppen ggf. mehrere Decken und kleinere „Gebetszirkel“).
Wir wollen jetzt gleich beten. Jedes Mal, wenn der Satz „Wenn’s golden glitzert“ gesagt wird, heben alle die Decke langsam hoch und lassen sie dann wieder sinken (wie ein Schwungtuch).
Guter Gott, wenn’s golden glitzert, fühlen wir: Du bist ganz nah bei uns. Dich wollen wir jetzt bitten:
Wenn’s golden glitzert, wird uns warm ums Herz. Wir bitten dich: Sei bei allen, die frieren oder traurig sind. Mach sie warm mit deiner Liebe.
Wenn’s golden glitzert, wird alles ein bisschen heller. Wir bitten dich: Sei bei allen, die Angst haben. Mach ihre Herzen hell mit deinem Licht.
Wenn’s golden glitzert, freuen wir uns. Wir bitten dich: Sei bei allen, die sich freuen, und bei denen, die es schwer haben. Schenk ihnen ein Lächeln.
Wenn’s golden glitzert, wissen wir: Wir sind nicht allein. Wir bitten dich: Pass gut auf uns auf – heute und an jedem neuen Tag. Amen.
Wir legen nun die Decke wieder auf den Boden. Und wie zuvor bei der Geschichte legen wir unsere Hände auf die Decke. Dann beten wir gemeinsam das Vaterunser:
Vater unser im Himmel …
Segenslied: Immer und überall (Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend 196; Immer und überall. Kinderkirchenlieder 315)
Das Leitungsteam hält die Rettungsdecke an den Enden nach oben. Nun können die Kinder gemeinsam unter die Decke gehen (oder mehrere Decken). Die Rettungsdecke wird so zur Segensdecke.
„Gott segne euch,
er schenke euch Mut für Neues,
Freude am Leben
und ein Herz, das liebt.
Er gehe mit euch – heute, morgen und jeden Tag!“
Alle zusammen: „Amen.“
Während die Kinder noch unter der Decke stehen, rufen sie: „Gott macht alles neu!“
Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Vorschlag! Vielleicht passt manches nicht zu eurer Situation und eurem Frömmigkeitsstil. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben, selbst zu denken. Das könnt ihr mit dieser hier vorgestellten Einheit auch tun. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behalte das Gute!”
Material: Ausgedruckte/digitale Exegese für jede Person; Highlight-Stift; Leckeres Getränk / etwas zum Naschen (weil das doch jede Teambesprechung noch einmal gemütlicher macht)
Heute beschäftigen wir uns mit der Jahreslosung und ihrem Kontext. Wir empfehlen euch, dass ihr damit beginnt, die Verse um die Jahreslosung herum in einer Bibel-Übertragung zu lesen, die euch entspricht. Lest in Offenbarung 21 die Verse 1-5.
Manche Bibeltexte sind ganz schön komplex. Manchmal braucht es Hilfe, um sie einzuordnen und verstehen zu können. Eine Hilfe kann die Auslegung von Martin Grauer (Pfarrer in Friolzheim und Wimsheim) und Matthias Rumm (Landesjugendpfarrer Württemberg) im Buch “alles neu” zur Jahreslosung 2026 – © 2025 Praxisverlag buch+musik bm gGmbH, Stuttgart, aus dem diese Einheit stammt, sein. Eine gekürzte Fassung der Exegese steht unter https://download.ejw-verlag.de/books/view/alles-neu/alles-neu_Auslegung-gekuerzt.pdf als Download zur Verfügung. Unser Vorschlag ist: Nehmt euch als Kirche Kunterbunt-Vorbereitungsteam 10 Minuten, in denen jede Person für sich mit einem farbigen Stift beim Durchlesen das markiert, was sie besonders kostbar findet. Anschließend tauscht ihr euch über eure markierten Stellen aus und findet dadurch euren eigenen Weg zur Jahreslosung. Zum Nachdenken für das Team:
Wow, ganz schön intensiv. Darüber könnt ihr nachdenken, wenn ihr mögt:
Material: Kaugummi-Automat: gekauft oder selbst gebaut. Gut wäre, wenn unterschiedliche bunte Süßigkeiten aus dem Automat herauskommen.
Stationsbeschreibung: Ihr dürft den Kirche Kunterbunt-Automat ausprobieren! Betätigt den Mechanismus (oder werft Geld hinein) und dann bekommt ihr eine leckere Süßigkeit. Hast du deine Lieblingsfarbe bekommen? Nein? Dann darfst du vielleicht nochmal den Automaten betätigen!?
Gesprächsimpuls: Kommt aus einem Automaten immer das heraus, was wir mögen oder wollen? Was können wir dafür tun, dass unser „Wunsch“ erfüllt wird?

Wer hat schon einmal ein Buch gelesen?
(Hände heben lassen.)
Beugt euch doch einmal zu einer Person neben euch und erzählt, welches Buch das war.
(Raum zum Austausch geben.)
Wie war denn das Ende dieses Buches? War es fröhlich? Ist am Ende alles wieder gut gegangen? War es vielleicht eher ernst?
Wer von euch mag denn alles „Happy Ends“? Also ein Ende, bei dem wirklich alles richtig schön ist und man einmal tief seufzen kann?
(Hände heben lassen)
Bei Vielem, was in der Welt passiert und auch in unserem eigenen Leben, kann man sich auch fragen: Wenn das nun ein Buch wäre, würde das ein gutes Ende bekommen? Könnte da auch alles wieder gut werden? In dieser Kirche Kunterbunt heute geht es auch um ein Ende. Aber nicht um irgendein Ende, sondern um das Ende der Bibel. Die Bibel besteht ja aus ganz vielen verschiedenen Büchern. Das allerletzte Buch ist die Offenbarung. Was glaubt ihr wohl, was am Ende der Bibel steht?
(Eventuell Zeit für Ideen geben.)
Wir schauen uns mal einen Vers besonders an und um den soll es auch heute in dieser Kirche Kunterbunt gehen.
Der Vers heißt: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu“ (Offb 21,5).
Material: je ein Wort des Bibelverses auf bunte Blätter geschrieben
Beschreibung
Material: Kreide (oder in Räumen Klebeband), Wegweiser aus dickem Papier (alternativ Holzpfeile), Stifte
Stationsbeschreibung: Jede Familie nimmt sich eine Karte und schreibt auf diese eine Herausforderung oder eine anstehende Veränderung (z. B. Einschulung, Umzug, Geschwisterchen, Streit, Schule). Legt diese Karten an den Start des Hüpfspiels. Malt dann Hüpfkästchen auf den Boden. Schreibt hinein, was euch auf eurem Weg als Familie wichtig ist. Was braucht ihr, damit ihr den Weg gut schafft? Beispiele: Zusammenhalt, Geduld, Zeit zum Spielen, Pausen … Schreibt je eine Idee in ein Hüpfkästchen. Betet dann gemeinsam (gern auch mit einem Mitarbeitenden) das Weg-Gebet.
Weg-Gebet: Stellt euch auf den Start zu den Karten. Lest eure Karte laut vor. Wenn ihr wollt auch die Karten der anderen Familien. Immer eine Person aus der Familie hüpft auf ein Hüpfkästchen und liest das Wort vor (bei Kindern, die noch nicht lesen können, liest es ein Erwachsener und das Kind spricht nach). Danach hüpfen alle Familienmitglieder die Hüpfkästchen entlang.

Material: Lego, Duplo, Kappla-Steine
Adaption für größere Kinder und Erwachsene: Kappla-Steine, Tesa, Zettel mit Stichpunkten
Stationsbeschreibung: Hier dürft ihr nach Lust und Laune und eigener Fantasie eure Wunschwelt gestalten. Was soll sich unbedingt in ihr befinden? Was mögt ihr bauen?
Adaption für Erwachsene und größere Kinder: Auf Kappla-Steinen sind Zettel mit verschiedenen Themen aufgeklebt, die unsere aktuelle Welt beschäftigen, die sich in unserer Natur befinden, die unsere Infrastruktur ausmachen. Beispiele: Schule – Supermarkt – Bauernhof – Klimawandel – Fahrradwege – Großraumbüro – Fluss – Park – Spielplatz – Parlament
Jede Person hat 2 Minuten Zeit, aus den beschrifteten Kappla-Steinen die auszuwählen, die sich auf jeden Fall in ihrer neuen Wunschwelt befinden sollten.
Gesprächsimpuls: Was ist dir denn so wichtig, dass es unbedingt in einer Wunschwelt auftauchen sollte? Was nicht?
Material: schöne Schüssel/Schatzkiste, Abfalleimer (alternativ Schredder), Zettel, Stifte
Stationsbeschreibung: Auf dem Tisch stehen eine schöne, wertvolle Schüssel und ein Abfalleimer. Jede/jeder von euch nimmt sich zwei Zettel. Schreibt auf den einen ein Kompliment und auf den anderen eine Beleidigung, die ihr vielleicht selbst schonmal von jemandem gehört habt. Eine Person beginnt und liest einen Satz vor. Gemeinsam überlegt ihr: Ist das ein nettes Wort oder eine Beleidigung? Was fühlt ihr, wenn ihr solche Worte hört?
Wenn es ein Kompliment ist, kommt es in die schöne Schüssel. Wenn es eine Beleidigung ist, wird sie zerrissen und in den Abfalleimer geworfen. Damit zeigen wir, dass solche bösen Worte bei uns keinen Platz haben. Am Ende leert ihr den Abfalleimer, um zu zeigen, dass die schlechten Worte weg sind. Die schönen Komplimente könnt ihr aufhängen, zum Beispiel in einer Collage oder auf einer Wäscheleine.
Wenn ihr noch ein bisschen Action haben wollt, könnt ihr die Schüssel und den Abfalleimer ein Stück von eurem Tisch wegstellen und immer eine Person zum jeweiligen Gegenstand rennen lassen.
Gesprächsimpulse: Was hört ihr gern von anderen? Wie wirken schöne oder gemeine Worte auf euch?
Material: ausgedruckte Arbeitsblätter „Wie stellst du dir Gott vor“ und „Wer ist Gott für dich“ (s. Downloadbereich), Stifte
Stationsbeschreibung: Wie stellst du dir Gott vor? Wie einen Wunsch-Automaten? Oder wie einen König? Wie eine Henne, die auf ihre Küken aufpasst? Wie eine große Umarmung?
Im Downloadbereich gibt es sowohl ein Arbeitsblatt für ältere Kinder und Erwachsene als auch für kleine Kinder. Wählt die Vorlage, die euch entspricht und kreist die Bilder Gottes ein, die eurem Bild von Gott entsprechen. Gibt es ein Bild, das euch besonders wichtig ist? Die Bilder dürft ihr anschließend mit nach Hause nehmen.
Zusatzoption: Es könnte auch eine Wäscheleine gespannt werden, auf der Kinder und Erwachsene ihre Vorstellung von Gott auf Blättern aufhängen können, sodass es nach der Feier-Zeit eine kleine Ausstellung gibt.

Material: Eierkarton, farbiges Tonpapier, Blumensamen (nicht zu groß, alternativ Kräutersamen), Pürierstab, Ausstechförmchen, Backpapier oder saugfähige Lappen als Unterlage, evtl. Butterbrottüten, um sie mit nach Hause zu nehmen.
Vorbereitung: Ihr solltet bereits einen Tag vorher die Papiermasse herstellen. So funktioniert es:
Stationsbeschreibung: Das Entstehen einer Blume aus einem Samen ist ein schönes Bild dafür, dass etwas neu wird. Aus dem kleinen unscheinbaren Samen wird eine wunderschöne Blume. Manche Menschen pflanzen Blumen nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern für die Umwelt, weil sie wichtig sind für Insekten. Hier dürft ihr Samenpapier herstellen. So funktioniert es:
Hier findet ihr noch eine Video-Anleitung für die Herstellung des Samenpapiers: www.youtube.com/watch?v=QhJSaHoG0ao
Gesprächsimpulse: Wo wünsche ich mir, dass etwas Neues wächst? Was kann ich dazu beitragen, dass Dinge wachsen können? Wem könnte ich mit dem Samenherz o. Ä. Hoffnung bringen?
Kennt ihr Actionfiguren? Das sind Figuren, meist aus Kunststoff, die auf beliebten Figuren aus Filmen, Comics, Videospielen oder Fernsehsendungen basieren. Sie sind ein beliebtes Spielzeug. Häufig sammeln Menschen vor allem die Actionfiguren, die sie besonders toll finden. Jede Actionfigur zeichnet etwas Besonderes aus und häufig kommen zu den Figuren noch passende Accessoires, die zu der Actionfigur gehören.
Ob man mit Actionfiguren etwas anfangen kann oder nicht: In dieser Station geht es um die Frage, was uns denn auszeichnet. Angenommen wir sind Actionfiguren, die nicht in einem Spiel oder einem Film, sondern im richtigen Leben einen Auftrag für die Welt haben: Was wäre unser Accessoire? Was zeichnet uns denn besonders aus? Wie würden wir dargestellt werden? Um dem auf die Schliche zu kommen, haben wir verschiedene Optionen für euch:
Material: Bauteile, Karton, Papier, Schere, Kleber, bunte Stifte, ausgedruckte Actionfiguren, Fimo oder Knete
Stationsbeschreibung: Bastelt aus dem Material eine eigene Actionfigur. Was ist ihre besondere Fähigkeit? Wie kann diese Person Gutes in der Welt bewegen? Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Material: Ausgedruckten Frageblätter „Mein Beitrag in der Welt“ (s. Downloadbereich), Stifte
Stationsbeschreibung: Du bist wichtig für die Welt. Ganz genau du! Dein Zusammenspiel an Fähigkeiten, Begabungen, Persönlichkeit, deinen Vorlieben und Interessen gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Damit bist du einmalig.
Gesprächsimpulse: Weißt du, was an dir besonders ist? Vielleicht kann dir dieses Fragenblatt helfen, um über dich nachzudenken.
Diese Idee haben wir uns als Kirche Kunterbunt nicht ausgedacht, sondern sie stammt von Geolino: bumlnk.de/jugomat26_bastelanleitung-fotobox
Material: Zwei ähnlich große Pappkartons (einen flacheren und einen tieferen), Klebstoff, Klebeband, Spionfolie (aus dem Baumarkt), Schere, Deckfarben und Pinsel, Papier und Stifte
Beschreibung zum Basteln: Aus den Pappkartons wird ein Kasten gebastelt. Die obere Klappe vom flachen Karton wird dabei nach oben geklappt und in dieser Position festgeklebt. In den Karton-Boden wird ein Fenster geschnitten, durch das ein Gesicht durchschauen kann. Auf der tieferen Karton-Seite wird mit Klebeband ein Stück Spionfolie aufgeklebt. Nun könnt ihr euren Karton nach Belieben weiter schmücken: Mit einem Knopf, auf den man draufdrücken kann, mit einem Einwurf für Geldmünzen, mit Knöpfen, um Gefühle auszuwählen. Wichtig ist der Schlitz, in den dann das gemalte Bild geschoben wird.
Beschreibung zur Durchführung: Eine Person setzt sich hinter den Automaten. Eine zweite Person sitzt vor dem Automaten. Die Person, die hinten sitzt, hat Stift und Papier in der Hand. Die vordere Person darf nun die Knöpfe am Automaten bedienen und sich ein Wunschbild wünschen. Die Person hinter dem Automaten malt dieses Bild und schiebt es dann durch den Schlitz. Das wird sicher lustig, welche Bilder dabei entstehen.
Ihr könnt auch tatsächliche Fotos machen, zum Beispiel auf diese Weise:
Material: eine Person, die die Familien fotografiert; Drucker für Familienfotos oder alternativ eine Adressenliste, in die sich die Familien eintragen können, um die Fotos nach der Kirche Kunterbunt zugesendet zu bekommen; einen schönen Hintergrund; bunte Gegenstände, wie beispielsweise: Ein großes Herz, Kuscheltiere, Gießkanne, Laptop, Geschirr, Bücher, kleine Instrumente; weiße Schilder (einfarbige Pappe), die beschriftet werden können; Stifte
Stationsbeschreibung: Wenn es eine neue Welt geben würde, was wäre euch darin wichtig? Haltet das doch gerne fest und setzt euch als Gruppe hinein in diese Welt.
Wie das geht? Wählt die Gegenstände aus, die für euch wichtig sind und mit auf das Foto sollen. Wenn ihr möchtet, dürft ihr als Gruppe auch Worte aufschreiben, die euch wichtig sind. Das kann beispielsweise sein: Frieden, viel Lachen, Freundinnen und Freunde, usw. Wenn alles Wichtige zusammengeschrieben und zusammengesucht ist, platziert es vor dem Foto-Hintergrund und macht ein Bild als Gruppe.
Material: Butterkekse, Zuckerguss, saubere Pinsel, evtl. Butterbrottüten
Stationsbeschreibung: An dieser Station geht es um unsere Krankheiten, Schmerzen und Leiden. Nehmt euch einen Butterkeks und zerbrecht ihn in zwei bis drei Teile. Überlegt euch dabei:
Wer mag, darf einen Gedanken teilen. Danach sprechen wir einander (je eine der anderen Person) zu: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu.“ Nehmt anschließend den Zuckerguss und klebt die Keksteile zusammen. Gott heilt zerbrochene Herzen – er macht alles neu! Ihr könnt den Keks als Erinnerung mit nach Hause nehmen oder auch gleich aufessen.
Alternativ könnt ihr auch Kintsugi (das ist eine japanische Reparaturkunst mit Keramik) anbieten.


Material: Papiertaschentücher, Stempel (evtl. ein Jahreslosungsstempel oder ein anderer Zuspruch wie „Gott trocknet deine Tränen ab“), evtl. Klebeband, Eddings zum Papiertaschentuch-„Hülle“ gestalten
Stationsbeschreibung: In weiteren Versen aus der Offenbarung, ganz in der Nähe von unserem Anfangsvers steht: „Es wird eine Zeit kommen, in der Gotte jede Träne abwischen wird“ (Offb 21,4). Schon jetzt weiß Gott um jede Träne, die wir weinen, und tröstet uns. Damit wir das nicht vergessen, dürft ihr hier ein Papiertaschentuch bestempeln. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch eine ganze Packung stempeln und die Hülle dazu ebenfalls gestalten.
Gesprächsimpulse: In welchen Situationen hat du Trost nötig? Wann kommen dir die Tränen? Was oder wer tröstet dich?


Material: Murmeln, Flasche mit Wasser
Stationsbeschreibung: Manchmal geschehen schlimme Dinge im Leben, die einen traurig machen. Du darfst wissen, dass es ganz in Ordnung ist, wenn du dich so fühlst. Jesus war auch traurig. Gott versteht unsere Traurigkeit. In der Bibel steht, dass Gott alle deine Sorgen kennt und er unsere Tränen in einer Flasche sammelt (Ps 56,9). Was hat dich in letzter Zeit traurig gemacht? Du darfst dir eine Murmel nehmen und dabei über die Frage nachdenken. Anschließend darfst du diese „Träne“ in die große Wasserflasche fallen lassen.
Material: Kristallkugelprisma/Sonnenfänger (ca. 3 x 3 cm), Nylonfaden, Holz-, Glas- oder Filzperlen zum Auffädeln
Stationsbeschreibung: Hier dürft ihr euch einen Himmels-Glitzerkristall zum Aufhängen basteln. Er kann uns daran erinnern, dass mitten in unserem Alltag immer wieder etwas von Gottes großem Traum aufblitzt. Nehmt euch dazu einen Glitzerkristall und befestigt einen Faden daran. Fädelt weitere schöne Perlen auf und knotet am Ende eine Schlaufe. Zu Hause könnt ihr den Himmels-Glitzerkristall an ein Fenster hängen.
Gesprächsimpulse: Wo habt ihr in eurem Alltag erlebt, dass Gott eine Situation zum Guten verändert hat? Wie könntet ihr dazu beitragen, dass andere Menschen etwas von Gottes Hoffnung spüren?

Wir haben heute hier einen Kunterbunt-Automat. Habt ihr ihn schon ausprobiert? Habt ihr eine Süßigkeit in der Farbe bekommen, die ihr euch gewünscht habt? Bei mir hat es auch nicht immer geklappt! Ich wollte einmal einen grünen Kaugummi, weil der so lecker nach Apfel schmeckt. Aber was kam heraus? Ein orangener Kaugummi! Und Orange mag ich gar nicht.
Das ist manchmal so im Leben: Wir wünschen uns etwas, und manchmal bekommen wir etwas anderes.
Lasst uns das nochmal zusammen machen. Ich lade eine Person nach vorne ein. Du darfst dir eine Farbe wünschen. Dann bedienst du den Automaten hier – und Überraschung! – kommt die Wunschfarbe heraus? Manchmal klappt es, manchmal nicht.
Wir stellen uns Gott gern so vor wie einen Automaten. Wir wünschen uns manchmal ganz konkrete Dinge: Gesundheit, Glück, eine schöne Wohnung, gute Noten, Freunde. Wir beten dann zu Gott und bitten ihn darum. Manchmal denken wir auch unbewusst: „Gott meint es doch gut mit mir, er wird mir bestimmt das geben, was ich brauche.“
Aber hier ist der Unterschied: Ein Automat ist eine Maschine. Er macht immer wieder die gleichen Dinge, ohne nachzudenken. Man steckt Geld rein – und bekommt das Produkt, das programmiert ist. Er kann nichts Eigenes dazu beitragen. Er ist auf festgelegte Abläufe programmiert.
Gott ist anders. Er ist viel größer und macht Dinge auf eine ganz andere Weise möglich. Gott ist kein Automat, sondern ein lebendiger Gott, der alles neu machen kann.
Die Jahreslosung, der Bibelvers für das Jahr 2026, sagt uns das ganz deutlich. Einige von euch haben ihn auswendig gelernt. Wer will ihn sagen? (Entweder eine Person allein oder mehrere gemeinsam sprechen:) Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu“ (Off. 21,5).
Der Vers steht auf den letzten Seiten der Bibel. Es geht dabei darum, wie später einmal alles werden wird. Es ist ein Traum, von dem wir da lesen. Vor dem Vers der Jahreslosung steht: Gott wird bei den Menschen wohnen. Er wird jede Träne abwischen. Es wird kein Tod und keine Trauer geben. Keine Schmerzen mehr. Keiner wird mehr durstig sein.
Das ist Gottes Happy End, sein großer Traum! Er wird alles Schlechte in Gutes verwandeln. Er wird das, was kaputt ist, wieder heilen. Er wendet das, was nicht gut läuft, zum Positiven.
Auf der Erde ist nicht alles perfekt. Es gibt Leid, Streit und Traurigkeit. Die letzten Seiten der Bibel berichten uns von Gottes großem Happy End. Am Ende macht Gott alles neu – richtig gut. Noch ist aber nicht das Happy End – leider! Wir stecken noch mittendrin im Film oder Buch – manchmal spannend, manchmal traurig, manchmal ermüdend, manchmal lustig.
Aber so ein bisschen was von dem Happy End dürfen wir hier auf der Erde auch jetzt schon erleben! Manchmal blitzt das Neue schon durch (wie bei dem Himmels-Glitzerkristall). Oft erleben wir, dass Gott auch jetzt schon tröstet, jetzt schon Dinge gut macht.
Und wir dürfen mitmachen! Gott lädt uns ein, Teil seiner großen Veränderung zu sein. Ein bisschen Happy End jetzt schon durchblitzen zu lassen. Wie? Indem wir Gutes tun, Hoffnung verbreiten und für andere da sind.
Zurück zu unserem Bild vom Automaten: Gott ist nicht wie dieser Automat. Er erfüllt nicht alle unsere Wünsche und schon gar nicht sofort. Manche Traurigkeit, mancher Schmerz wird erst im Himmel, bei Gott, weg sein. Manche Wünsche erfüllt Gott direkt – wie ein Automat und andere Wünsche werden verändert erfüllt – vielleicht so ähnlich wie das ist, wenn wir einen Kaugummi in einer nicht gewünschten Farbe bekommen. Wir dürfen unsere Wünsche und Bitten zu ihm bringen und er wirkt auf eine Weise, die viel größer ist als unsere Vorstellungskraft. Und manchmal verändert ein Gebet auch uns selbst und wir bekommen dadurch neuen Mut oder eine neue Perspektive, obwohl wir nicht das bekommen, was wir uns gewünscht haben.
Lasst uns also vertrauen, dass Gott alles neu machen kann – in unserem Leben, in unserer Welt. Und lasst uns mithelfen, damit sein Traum Wirklichkeit wird. Denn Gott ist die Wunschmaschine, die alles neu machen kann – nur viel größer und liebevoller. Amen.
(Sollten viele Kleinkinder in der Kirche Kunterbunt sein, sollte eine Alternative zum Kaugummi gefunden werden, beispielsweise Gummibärchen. Das Gebet funktioniert aber auch ganz ohne Süßigkeit.)
Material: bunte runde Kaugummi-Kugeln
Beschreibung: Bereitet Gefäße mit den Kaugummis vor. Jetzt darf jeder einer anderen Person einen Kaugummi aussuchen und geben. Wenn jede Person einen Kaugummi hat, beten wir:
Schaut euch den Kaugummi in eurer Hand an.
Gott, wir danken dir, dass du uns gut versorgst und unsere Gebete und Wünsche hörst.
Die Hand zu einer Faust machen und die Kaugummikugel kräftig drücken.
Manchmal verzweifeln wir daran, dass du uns nicht das gibst, was wir uns wünschen.
Kaugummi in den Mund nehmen und zerkauen.
Danke, dass du es gut mit uns meinst.
Danke, dass du einen guten Traum für diese Welt hast.
Danke, dass du alles neu machen willst und mit uns die Welt verwandeln willst.
Mit dem Kaugummi eine Blase machen und zerplatzen lassen.
Wir bitten dich, sei bei uns in schwierigen Zeiten.
Den Kaugummi kräftig kauen.
Stärke uns, wenn wir gerade keine Hoffnung haben.
Tröste uns, wo wir traurig sind.
Mache uns mutig und schenke uns kreative Ideen.
Hände nach oben strecken.
Lass uns zusammen träumen und überrasche uns mit deinem Segen.
Amen.

Material: blaue und rote Murmeln für jede Person, große Glasschale oder Vase mit Wasser
Die Idee des Murmelgebets ist, mit jeder Murmel, die ins Wasserglas fallen gelassen wird, eine Bitte oder einen Dank vor Gott zu bringen. Gebt jeder Person zwei Murmeln – eine für eine Bitte und eine für einen Dank. Stellt die Vase mit Wasser bereit. Jetzt dürfen alle, die möchten, nach vorne kommen und eine Murmel in die Vase werfen und (laut oder leise) ein Wort oder einen Satz sagen, wofür sie Gott danken oder bitten wollen. Seid dabei ganz leise, so dass die Tropfen gehört werden können.
Nehmt eure Murmeln in die Hand.
Lasst nacheinander eure Murmeln in die Schale fallen.
Seid dabei ganz leise, sodass die Tropfen gehört werden können.
Wir beginnen mit den roten Murmeln.
Ihr dürft, wenn ihr eure Murmel ins Wasser geworfen habt, ein Wort oder einen kurzen Satz sprechen, wofür ihr Gott dankbar seid.
„Danke, dass du uns hörst, wenn wir jetzt mit unserem Dank zu dir kommen…“
(evtl. kann der Mitarbeitende hier mit einem Danke-Wort oder Satz starten)
Dann kommen die blauen Murmeln dran. Wenn ihr eure blaue Murmel ins Glas geworfen habt, dürft ihr ein Wort oder einen kurzen Satz sagen, wofür ihr Gott bittet.
„Großer Gott, du siehst, was uns belastet und uns das Leben schwer macht. Wir bringen dir unsere Bitten:“
(evtl. kann der Mitarbeitende hier mit einer Bitte starten)
Am Ende das Gebet mit einem kurzen Satz oder mit einem Amen abschließen.
Alternativ könnt ihr die Bitten und den Dank auch jeweils mit einem Tropfen Wasser vor Gott bringen. Nehmt einen Strohhalm und lasst Wassertropfen in ein Glas oder eine Vase fallen. Den Strohhalm taucht ihr dazu ins Wasser ein und verschließt ihn am oberen Ende mit dem Finger. Zieht ihn aus dem Wasser (das Wasser bleibt drin). Haltet jetzt den Strohhalm über euer „Tropf-Gebets-Glas“. Verringert vorsichtig den Druck eures Fingers auf den Strohhalm. Dadurch dringt oben Luft ein und das Wasser tropft langsam aus dem Halm. Lasst immer einen Tropfen fallen und sprecht dann ein Wort oder einen kurzen Satz als Dank-Gebet. Gern können auch die Familien selbst Gebete sprechen. Seid dabei ganz leise, damit die Tropfen gehört werden können. Nach der Dank-Runde kann eine zweite Runde mit Bitten gestartet werden. Dazu könnt ihr ein anderes Glas nehmen oder den Strohhalm wieder auffüllen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch zwei Gläser nehmen und das Wasser jeweils mit einer anderen Lebensmittelfarbe einfärben. Anstatt des Strohhalms könnt ihr natürlich auch Pipetten benutzen.
Material: Kratzbilder, Kratz-Utensil (Holzstift)
Beschreibung: Vor dem Segen erhält jede Person ein Kratzbild. Alternativ kann man sich als kleine Gruppe auch ein Kratzbild teilen. Wichtig ist dabei jedoch, dass jede Person ein Kratz-Utensil hat und mitmachen kann. Während dem Segen dürfen alle an bestimmten Stellen in ihrem Kratzbild hineinmalen. Die Moderation sagt, wann die Stellen sind.
Gott segne uns.
Gott segne uns damit, dass wir nicht aufhören zu träumen und an das Gute zu glauben.
(Jetzt dürft ihr einen Strich in euer Kratzbild malen).
Gott segne uns damit, dass wir mutig sind und diese Welt schöner, bunter, fröhlicher machen.
(Jetzt dürft ihr ein fröhliches Gesicht in euer Kratzbild malen).
Gott segne uns damit, dass wir sehen, wo Neues aufbricht und wir mitgestalten können.
(Jetzt dürft ihr einen Kreis in euer Kratzbild malen).
Es segne uns Gott, Vater, Sohn, und Heilige Geistkraft, Amen.
Gottesdienst-Entwurf
Dieser Gottesdienstentwurf für Kinder stellt die Frage nach dem Guten in den Mittelpunkt. Er erinnert daran, dass wir auch im Leben immer wieder neu nach dem Guten suchen und es entdecken müssen. Gerade Kinder, die einen natürlichen Forschungsdrang verspüren, sollten immer wieder darin bestärkt werden, Neues und Gutes zu entdecken. Anhand von verschiedenen Personen aus der Bibel, soll ihnen in diesem Gottesdienst deutlich werden, dass Gott es gut mit uns meint und seine Gegenwart gut ist für unser Leben. Als Bastelangebot können die Kinder eine Lupe zum Suchen basteln. So werden sie immer wieder daran erinnert, sich auf die Suche nach dem Guten zu machen.
| Begrüßungslied: | Das ist toll (Immer und überall, Kinderkirchenlieder, Nr. 144) |
| Begrüßung: | Kann vor Ort eigenständig formuliert werden |
| Wir feiern fröhlich miteinander Gottesdienst. Gott ist jetzt da – Gott ist gut wie ein guter Vater, eine gute Mutter. Von Jesus hören wir – Jesus brachte das Gute in die Welt. Gottes Geist ist in uns – Gottes Geist zeigt uns, was gut ist. Amen. | |
| Hinführung zum Thema (Gespräch mit den Kindern): | „Ich habe hier ein paar Walnüsse. Wie kann man überprüfen, ob sie gut sind? (Kinder antworten) Ob etwas gut ist, muss man testen. Was fällt euch alles ein, was man testen oder prüfen muss? (Kinder antworten) Und habt ihr Ideen, wie man etwas prüft? (Kinder antworten)“ |
| Die Jahreslosung 2025 mit Gesten: | Mit den Händen wird die Jahreslosung dargestellt: „Prüft alles“: Mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand wird ein Ring geformt. Mit einem Auge schaut man durch diesen Ring, wie durch eine Lupe, auf die Handfläche der anderen Hand. „ … und behaltet das Gute.“: Die rechte Hand legt sich wie ein Deckel auf die Handfläche der rechten Hand. Die Jahreslosung, unterstützt durch Gesten, kann während des Gottesdienstes immer wieder in Erinnerung gerufen werden |
| Ein Psalm zur Jahreslosung: | Der Psalm wird in zwei Gruppen im Wechsel gesprochen. Den Refrain sprechen / singen alle gemeinsam. Er kann auf die Melodie „Wie schön, dass du geboren bist“ gesungen werden (s. Anhang). |
| Ob etwas gut ist, muss man prüfen – Menschen der Bibel erzählen: | Folgende Materialien werden auf einem großen Tuch bereitgestellt: 1 Namenslexikon, 1 violettes Tuch, 1 Schnuller, 1 Papier-Schiffchen, 1 Fieberthermometer. Die passende biblische Geschichte (s. Anhang) wird jeweils verdeckt dazugelegt. |
| Hinführung: | „Eure Eltern haben bestimmt beim Essen schon mal zu euch gesagt: ‚Du musst erst einmal probieren!‘ Vielleicht hat es euch dann geschmeckt und es war lecker. Vielleicht hat es euch auch nicht geschmeckt. Ob etwas gut ist, muss man prüfen. Ich möchte euch ein paar Menschen vorstellen. Von ihnen erzählt die Bibel. Sie sind unterschiedlich. Männer, Frauen, ja, auch ein Kind. Aber allen ge- meinsam ist: Sie mussten etwas probieren oder prüfen oder testen oder ausprobieren. In unserer Mitte seht ihr Gegenstände liegen. Zu jedem Gegenstand gibt es eine kleine Geschichte. Womit sollen wir beginnen?“ Die Kinder suchen nacheinander eine Geschichte aus, die vorgelesen werden soll. Die Geschichten können von unterschiedlichen Mitarbeitenden gelesen werden. Aber auch Kinder oder mitfeiernde Erwachsene können einbezogen werden. Zacharias (Namenslexikon) – nach Lukas 1,5-25.57-66: Ich bin Zacharias. Ich bin schon alt. Sehr alt. In meinem Alter kriegt man keine Kinder mehr. Was soll ich euch sagen? Hättet ihr das geglaubt? Ein Engel kam. Er sagte: „Du wirst Vater.“ „Ich? Das kann nicht sein!“, sagte ich. „Doch“, antwortete der Engel, „du wirst schon sehen“. Mir hat es die Stimme verschlagen. Wirklich. Ich konnte nicht mehr sprechen. Bis unser Sohn zur Welt kam. „Er heißt Johannes!“, das schrieb ich auf eine Tafel. Und dann konnte ich es auch sagen: „Er heißt Johannes!“. Alles war wieder gut. Lydia (violettes Tuch) – nach Apostelgeschichte 16,14-15: Ich heiße Lydia. Ich bin Händlerin. Ich verkaufe wertvolle Stoffe. Die sind so richtig teuer. Meine Kundinnen und Kunden wollen nur die besten Stoffe. Sie gucken ganz genau, ob da nicht ein Webfehler ist. Oder sie schauen, ob alles gleichmäßig gefärbt ist. Ich färbe nämlich mit Purpur. Ihr kennt das unter der Farbe Violett. Einmal kam Paulus in meine Stadt. Er wollte nichts kaufen. Er erzählte von Jesus. Das hat mich sehr begeistert. Er sagte: „Jesus liebt dich, auch wenn du Fehler machst.“ Das tat mir richtig gut. Maria (Schnuller) – nach Lukas 2,1-20: Wir mussten an so viele Türen klopfen. Aber niemand nahm uns auf. Ich heiße Maria. Und ich war schwanger. Wir waren unterwegs nach Bethlehem. Doch dort hatte niemand Platz für uns. Dabei kriegte ich bald ein Kind. Aber das interessierte niemanden. Es war zum Heulen. Ein Stall war dann meine Rettung. Wenigsten ein bisschen Schutz. Dann ging alles ganz schnell. Ich brachte einen Jungen zur Welt: Jesus. Es war genauso, wie der Engel es gesagt hatte. Jetzt wusste ich: Gott macht alles gut. Petrus (Papier-Schiffchen) – nach Matthäus 14,22-33: Ich bin Petrus. Wir waren mit unserem Boot unterwegs. Ein heftiger Sturm kam. Wir hatten Angst, dass wir ertrinken. Dann kam Jesus. Ich weiß nicht, wie. Er war einfach da. Jesus lief auf dem Wasser. Er sagte zu mir: „Komm!“ „Wie soll das gehen, auf dem Wasser laufen?“, fragte ich mich. „Vertrau mir“, sagte Jesus. Ich wagte es. Ich prüfte, ob mich das Wasser trägt. Und tatsächlich. Der erste Schritt ging gut. Doch dann sah ich nur noch Wellen und Wasser. Zum Glück packte mich Jesus mit seiner Hand. Ich war gerettet. Mit Jesus an der Seite ist alles gut. Tochter des Jairus (Fieberthermometer) – nach Markus 5,22-24.35-43: Hallo! Was mir passiert ist, werdet ihr nicht glauben. Ich bin 12 Jahre alt. Mein Papa liebt mich über alles. Er heißt Jairus. Ich war krank. Fieber. Und mein Papa kümmerte sich um mich. Ich bekam nichts mehr mit. So schlecht ging es mir. Mein Papa wusste nicht mehr, was er tun sollte. Dann hat er Jesus geholt. Und Jesus kam zu uns nach Hause. Jesus sagte zu mir: „Steh auf!“ Daran kann ich mich wieder erinnern. Ich überlegte, ob ich das kann. Doch dann spürte ich eine Kraft in mir. Ich setzte mich hin. Dann stand ich auf. Jetzt hatte ich einen Bärenhunger. Ich aß. Das Leben kehrte in mich zurück. Alles wurde wieder gut. |
| Vertiefung: | Nachdem alle Geschichten erzählt sind, wird eine selbstgebastelte Lupe (s. u.) in die Mitte gelegt. Daneben wird ein Blatt Papier mit einem großen Fragezeichen gelegt. „Was könnt ihr erzählen? Wie habt ihr herausgefunden, dass etwas gut ist?“ Die Kinder antworten und erzählen eigene Geschichten. |
| Lied: | Gib uns Ohren, die hören (Kommt und Singt, Nr. 496; Immer und überall, Kinderkirchenlieder, Nr. 251) |
| Mmmh- und Bähh-Spiel (mit Gummibärchen): | Auf einen Teller in der Mitte werden 10 Gummibärchen gelegt. Ein Kind verlässt kurz den Raum (am besten mit einer mitarbeitenden Person). Die anderen Kinder wählen ein Gummibärchen aus. Dieses ist „Bähh“, also ungenießbar. Nun darf das Kind, das draußen gewartet hat, wieder reinkommen und immer ein Gummibärchen vom Teller nehmen und essen oder einstecken. Wenn es nicht das „Bähh“-Gummibärchen ist, rufen alle laut: „Mmmh“. Erwischt das Kind aber das „Baähh“-Gummibärchen, dann rufen alle „Bähhh“. Dieses und die restlichen Bärchen müssen auf dem Teller liegenbleiben. Ein anderes Kind darf eine neue Runde starten. |
| Lied: | Aufstehn, aufeinander zugehn (Kommt und singt, Nr. 286; Immer und überall, Kinderkirchenlieder, Nr. 376) |
| Post-it-Gebet und Vaterunser: | Material: schwarzer Filzstift, quadratische Post-its „Guter Gott, du bist gut. Du tust uns viel Gutes. Das Gute nehmen wir mit nach Hause. Das Gute wollen wir behalten. Aber es ist nicht alles gut. Wir sagen dir jetzt, was gut ist. Wir sagen dir auch, was gar nicht gut ist – hier und überall auf der Welt. Ihr dürft nun auf die Post-its einen lachenden und einen traurigen Smiley malen. Die Post-its klebt ihr dann um das Fragezeichen herum. Wer will, darf dazu auch sein Gebet sprechen.“ Kinder beschriften die Post-its und kleben sie um das Fragezeichen. „Guter Gott, mach du etwas Gutes daraus. Alle Kinder und alle Menschen sollen gut leben – hier und überall auf der Welt. Darum bitten wir dich durch Jesus, unseren Freund, der das Gute in die Welt brachte. Amen. |
| Segenslied: | Viele kleine Leute (Kommt und sing, Nr. 533; Immer und überall, Kinderkirchenlieder, Nr. 262) |
| Segen: | Der Segen kann eigenständig ausgesucht werden. |
| Kreativaktion im Anschluss: | Lupe mit Griff selbst machen Material: 1 Stück Pappe (alter Versandkarton oder -umschlag), 1 transparenter Deckel eines Joghurt- oder Frischkäsebechers, 1 Schere, 1 Kleber, 1 Lineal, 1 Bleistift, Pinsel, Bastelfarben, Dekomaterial, 1 Glas zum Malen der beiden Kreise |

1. Zeichne auf die Pappe einen größeren Kreis (mit Hilfe der größeren Seite des Glases) und dort hinein einen kleineren Kreis (mit Hilfe der kleineren Seite des Glases). Der innere Kreis sollte ein bisschen kleiner sein als der transparente Deckel.

2. Male nun einen Lupen-Griff an die beiden Kreise. Achtung: Nicht zu schmal machen!
3. Schneide die Lupe entlang der Bleistiftmarkierung aus, ebenfalls den inneren Kreis. Mithilfe der ersten Lupe kannst du eine zweite Lupe auf die Pappe zeichnen und diese ebenfalls ausschneiden.

4. Entferne mit der Schere den Rand des Deckels. Die Plastikscheibe klebst du nun zwischen die beiden Lupen.
5. Jetzt kannst du deine Lupe noch mit Farbe und Dekomaterial verzieren. Doch Vorsicht: Es soll keine Farbe auf die Plastikscheibe kommen.

Tipp: Wenn du mit Kindern bastelst, ist es besser, die Lupen zuerst zu bemalen und nach dem Trocknen zusammenzukleben. Das dauert dann natürlich etwas länger.
Genial: Wenn du auf deine Lupe vorsichtig einen Tropfen Wasser gibst, funktioniert sie sogar!
Stundenentwurf, Gottesdienstentwurf
Dieser Entwurf ist sowohl für Schulklassen als auch für Schülerbibelkreise (SBK) geeignet. Es geht darum, dass die guten Dinge an der Schule entdeckt und hervorgehoben werden. Oftmals spricht man ja nur über die Dinge, die nicht gut laufen. Das Ziel ist es, dass die Menschen, Dinge oder Angebote der Schule entdeckt werden, die allen dienen, die Schulgemeinschaft aufbauen und stärken oder auch Einzelnen Hilfe und Unterstützung anbieten. Frei nach dem Motto der Jahreslosung: Behaltet das Gute im Blick.
Dieser Entwurf bietet sowohl die Möglichkeit, einen Gottesdienst mit relativ geringem Vorbereitungsaufwand zu feiern, als auch die Chance, eine längere Themeneinheit inklusive eines Schulprojekts daraus zu konzipieren. Die einzelnen Ideen und Möglichkeiten werden im Text jeweils beschrieben.
Aufgabe: Nehmt zu folgenden Fragen Stellung. Positioniert euch dazu zwischen den beiden Polen.
Schule ist ein Ort, den man oftmals mit Prüfungen und Tests verbindet, mit Noten und Leistung. Aber was, wenn wir unsere Schule einmal überprüfen würden – was würden wir da finden? Würde die Schule eurer Meinung nach eher gut oder schlecht abschneiden?
Impulsfrage: Welche Kategorien gäbe es, wenn ihr eine Schule bewerten müsstet? (Die Antworten der Schülerinnen und Schüler werden gesammelt.)
Die Jahreslosung 2025 spricht auch davon, etwas zu prüfen. Und was? Alles. Doch nicht so, wie wir Menschen das oft machen: das Schlechte anprangern, Verbesserungen fordern oder motzen, sondern vielmehr auf das schauen, was gut ist.
Sie lautet: „Prüft alles und behaltet das Gute.“ Wir lesen einmal gemeinsam die Bibelstelle und dazu noch ein wenig den Kontext, in der Paulus diesen Vers schreibt. (Alle lesen gemeinsam 1. Thess 5,12-22.)
Was meint Paulus wohl mit diesem Ratschlag? Worum geht es ihm?
Paulus geht es am Ende des Thessalonicherbriefes ganz konkret um das Gemeindeleben, um das, was der Gemeinde dient und guttut. Die Jahreslosung bezieht sich dabei direkt auf den Vers davor: prophetische Rede nicht zu verbieten. Prophetisches Reden heißt unter anderem auch: Dinge sagen, die erbauen und voranbringen. Doch nicht alles, was sich gut anhört, ist auch gut und erbaulich. Deshalb soll die Gemeinde genau prüfen, was gut und erbaulich ist, und das dann auch behalten, annehmen, ausführen. Die Gemeinde soll der Sache auf den Grund gehen, mit dem Ziel, dass das Gute bei ihnen ist und wohnt. Das, was aufbaut, weiterhilft und Kraft schenkt, soll behalten und gestärkt werden, damit die Menschen in der Gemeinde als Gemeinschaft weiterwachsen und zusammenwachsen können. Was ist das Gute? Das Gute ist das, was dem Leben dient.
Als Schule sind wir auch eine Gemeinschaft. Und ich denke, dass wir die Aufforderung von Paulus auch heute noch Ernst nehmen sollen. Dort, wo wir als unterschiedliche Menschen zusammen sind und gemeinsam das Leben gestalten, da gilt auch: Schaut auf das, was euch als Gemeinschaft dient. Prüft alles und behaltet das Gute. Deshalb würde ich gern mit euch unser Schulleben und unsere Schule auf den Prüfstand stellen: Wo gibt es hier Gutes? Was erbaut uns? Wer ist für uns da? Und das wollen wir sichtbar machen für alle? Wie? Das überlegen wir gemeinsam.
Wir überlegen uns Antworten auf folgende Fragen:
Wir sammeln und halten die Antworten fest. Anschließend wandeln wir sie in passende Kategorien um. Denn wenn jemandem etwas an der Schule fehlt, kann es ja doch sein, dass es die Kategorie trotzdem gibt. Anschließend stimmen wir darüber ab, über welche der Kategorien wir abstimmen und auf welche Weise sie gewählt und präsentiert werden.
Wir machen eine Umfrage unter den Schülerinnen und Schülern zu den verschiedenen Kategorien. Je nach Schule kann das digital passieren oder über einen analogen „Briefkasten“ (hier müssen die anderen Schülerinnen und Schüler allerdings im Vorfeld informiert werden). Jede Woche kann eine andere Kategorie gewählt werden, z. B. durch eine kreative Ankündigung. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass für eine Kategorie sowohl Menschen, Orte aber auch Dinge vorgeschlagen werden können. Was am häufigsten genannt wird, gewinnt.
Es kann aber auch einfach nur in der Klasse bzw. im Schülerbibelkreis gesammelt und abgestimmt werden, wenn die Zeit zu knapp oder die Aktion zu aufwendig ist. Schließlich kann die Abstimmung auch im Gottesdienst durchgeführt werden, oder die genannten Dinge werden einfach als „Gute Dinge in unserer Schule“ ausgehängt.
Geeignete Kategorien könnten z. B. sein:
Es können selbständig noch viele weitere Kategorien ergänzt werden. Auch der Schülerbibelkreis kann hier gezielt Kategorien platzieren, wenn es darum geht, einmal offen über Fragen des Glaubens sprechen zu können. Je nach Schule gibt es noch viele weitere Möglichkeiten.
All diese Dinge können abgestimmt werden. Die meistgenannten Antworten werden am Ende auf Plakaten öffentlich ausgehängt, sodass das Gute der Schule für alle sichtbar und zugänglich ist.
Die Aktion kann auch mit einem Schulgottesdienst verbunden werden (z. B. zu Weihnachten oder auch zum Schuljahresende, wenn tatsächlich Prüfungen anstehen). Ein Vorschlag für einen Gottesdienst, in dem die guten Dinge vorgestellt werden, ist unten zu finden. Dabei kann auch über drei Vorschläge pro Kategorie abgestimmt werden und quasi live im Gottesdienst die Gewinner ausgewählt und anschließend ausgehängt werden. So wären die Schülerinnen und Schüler direkt beteiligt.
Falls kein Gottesdienst gefeiert wird, kann man den Impuls auch als Grundlage für den Abschluss im Schülerbibelkreis nehmen. Es wäre auch denkbar, anstelle einer längeren Einheit im Unterricht oder im Schülerbibelkreis die Kategorien erst im Gottesdienst zu sammeln und sichtbar zu machen. Dies könnte auch am Schulanfang durchgeführt werden, um so gemeinsam in ein gutes Schuljahr zu starten.
| Thema: | APPROVED – unsere Schule auf dem Prüfstand |
| Liedvorschläge: | Siehe Einheit „Liedpool“ |
| Vorschlag Psalmgebet: | Psalm 103 |
| Impulsvorschlag: | Schule – manche gehen gern hin, andere nicht. Für viele ist Schule der Ort, an dem man seine Freundinnen und Freunde trifft, aber gleichzeitig auch der Ort, an dem man beurteilt wird, geprüft wird und darüber entschieden wird, ob man gut oder eher weniger gut ist. Wer von euch verbindet mit Schule „geprüft werden“? Einfach mal die Hand heben. (Hand heben lassen) Und wer von euch verbindet das mit einem positiven Gefühl? (wieder Hand heben lassen) Wer mit einem negativen Gefühl? (erneut Hand heben lassen) Prüfungen sind oft deshalb nicht besonders angenehm, weil dabei nicht herausgehoben wird, was man alles konnte, wusste oder erreicht hat – sondern das Augenmerk liegt eher darauf, was man nicht wusste, wo noch was gefehlt hat oder was man alles falsch gemacht hat. Man blickt also eher auf das Negative als auf das Positive. Interessant ist aber, dass auch schon in der Bibel steht, dass man prüfen soll. „Wie bitte?“, mag da vielleicht die eine oder der andere denken. Schaut Gott etwa auch auf das, was wir nicht können oder falsch machen? Gott schaut sich an, was wir können und was wir nicht können. Er schaut auf unsere Fehler und auf unsere Gaben. Er schaut uns als ganze Menschen an – und am Ende steht aber immer das: Du bist mein geliebtes Kind. Es ist kein negatives Prüfen, sondern ein wohlwollender Blick, mit dem Ziel, uns zu stärken und aufzubauen. Er legt nicht den Finger in die Wunde und bohrt darin rum, wie wir Menschen das ja sehr gut können. Ihm ist es wichtig, dass das Gute gesehen und danach gehandelt wird. So ist auch die Jahreslosung zu verstehen. Paulus schreibt dort der Gemeinde in Thessalonich: „Prüft alles und behaltet das Gute.“ In einer Gemeinde sind sehr viele verschiedene Menschen – mit unterschiedlichen Meinungen, Ansichten, Verhaltensweisen. Das ist ziemlich herausfordernd und da kann man schon einmal aneinandergeraten. Wie kann man da gut zusammenfinden und Gemeinschaft leben? Diesen Tipp gibt Paulus der Gemeinde: Schaut nach dem, was gut ist; damit meint er, was dem Leben und dem Glauben dient. Überprüft alles. Und dann haltet euch nicht bei den Fehlern, dem Schlechten auf, sondern stellt das Gute in den Mittelpunkt. Das, was euch stärkt als Einzelne und als Gruppe, das, was gut funktioniert und euch weiterbringt. Und irgendwie muss ich dabei auch an unsere Schule denken. Wir sind eine Gemeinschaft mit ganz unterschiedlichen Menschen, mit Meinungen, Gaben, Ansichten. Und doch sind wir – zumindest unter der Woche – alle gemeinsam unterwegs. Auch da gibt es Schwierigkeiten, Reibereien und dann noch natürlich die Beurteilung nach Leistungen. Doch eigentlich ist Schule doch viel mehr. Es kann ein Ort sein, an dem unterschiedliche Menschen Freundinnen und Freunde werden. Ein Ort, an dem Gaben gefördert, Schweres getragen und Schönes gefeiert wird. Als Schule sind wir auch eine Gemeinschaft. Und ich denke, dass wir die Aufforderung von Paulus auch heute noch Ernst nehmen sollen. Dort, wo wir als unterschiedliche Menschen zusammen sind und gemeinsam das Leben gestalten, da gilt auch: Schaut auf das, was euch dient. Prüft alles und behaltet das Gute. Deshalb würde ich gern mit euch unser Schulleben und unsere Schule auf den Prüfstand stellen: Wo gibt es Gutes, was erbaut uns, wer ist für uns da? Die Ergebnisse möchte ich mit euch für alle sichtbar machen. Wie? Das schauen wir uns gleich gemeinsam an. Am Ende ist es das, was Gott sich schon immer wünscht: dass wir erleben, dass er es gut mit uns meint und uns Gutes tun will. Dass wir geliebt sind – auch wenn wir Fehler machen oder nicht alles können. Aber dass wir beschenkt und begabt sind von ihm und das auch weitergeben können, sodass andere einen Geschmack des Guten bekommen und selbst das Gute an und in ihnen entdecken. So wird unser Umfeld verändert – die Orte, an denen wir miteinander leben. Die Welt, unsere Familie und unsere Schule. Amen Im Anschluss an den Impuls können entweder die Gewinner der Kategorien vorgestellt oder ausgewählt werden. Die Abstimmung kann digital oder mit Klebepunkten auf den Vorschlägen erfolgen. |
| Fürbittengebet: | Die Schülerinnen und Schüler sollen ermutigt werden, eigene Anliegen aufzuschreiben. Dank und Bitte können sich an den gesammelten Kategorien des Guten orientieren. |
Die Kategorien des Guten können im Schulhaus aufgehängt bleiben und den Schülerinnen und Schülern somit die Möglichkeit bieten, jede einzelne Kategorie weiter mit Tipps zu füllen. An jedem Plakat sollte dann auch ein Post-it-Block bereitliegen. Auf die Zettel können dann z. B. neue Entdeckungen geschrieben und auf die Plakate geklebt werden. So bleibt das Augenmerk auf das Gute in der Schule gerichtet.
Medienliste
| Liednummer | Liedtitel |
| 9 | Show Me, Lord |
| 31 | Mehr als wir suchen |
| 54 | Ich weiß es nicht |
| 55 | Weißt du |
| 56 | I Still Haven’t Found What I’m Looking For |
| 57 | Auf dem Weg |
| 58 | Irgendwas bleibt |
| 62 | Wenn wir Gott von ganzem Herzen suchen |
| 111 | Wir alle |
| 118 | So a schöner Tag (Der Flieger) |
| 119 | Halt dich fest |
| 120 | Wenn diese Freunde nicht wären |
| 122 | Wege vor mir |
| 123 | Unterwegs mit Gott |
| 124 | Geh aus, mein Herz, und suche Freud |
| 134 | Dass mein Leben sich lohnt |
| 135 | Beautiful Things |
| 143 | Lasse redn |
| 145 | Lean On Me |
| 152 | Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens |
| 163 | The Heart Of Worship |
| 192 | Let It Be |
| 206 | Meeting, Learning, Sharing |
| 207 | Auf dem Weg der Gerechtigkeit |
| 211 | Neue Spur |
| 222 | Was uns bleibt |
| 230 | Your Love Never Fails |
| 234 | Dieser Weg |
Heinzmann, Gottfried / Eißler, Hans-Joachim (Hg.): Das Liederbuch. glauben – leben – lieben – hoffen, buch+musik, Stuttgart 32015.
| Liednummer | Liedtitel |
| 9 | Rescuer |
| 16 | Wohl denen, die da wandeln |
| 22 | Ready Or Not |
| 26 | Besser als Leben |
| 27 | Die Seligpreisungen |
| 43 | Ist da jemand |
| 53 | Lege deine Sorgen nieder |
| 56 | What About Us |
| 66 | Dafür steht das Kreuz |
| 73 | Da ist Freiheit |
| 78 | Neuer Tag, neues Glück |
| 79 | Ein neuer Morgen |
| 88 | Heilige und Sünder |
| 90 | Try |
| 97 | Ich bin bald da |
| 99 | Make Room |
| 103 | In The Light |
| 113 | You Say |
| 116 | Who You Say I Am/ Wer bin ich |
| 119 | Reckless Love/ Gewagte Liebe |
| 122 | Good Good Father |
| 124 | Let It Go |
| 126 | Chöre |
| 127 | Don’t Need To Be Perfect |
| 129 | Wie schön du bist |
| 132 | Glaubst du |
| 135 | Wie Christus mir, so ich dir |
| 136 | Build My Life |
| 144 | Größer |
| 146 | Goodness Of God |
| 148 | Noch nie |
| 150 | So Will I |
| 155 | Welt der Wunder |
| 156 | Diese Gnade |
| 161 | Vor dir |
| 171 | I Want It That Way |
| 174 | Don’t Stop Believin’ |
| 186 | Angst |
| 196 | Generation der Hoffnung |
| 201 | Warum feiern wir nicht |
| 204 | We Are Changing The World |
| 205 | Price Tag |
| 217 | Alles hat seine Zeit |
Kuttler, Cornelius / Eißler, Hans-Joachim / Krimmer, Michl / Seule, Johannes (Hg.): Das Liederbuch 2. glauben – leben – lieben – hoffen, buch+musik, Stuttgart 2021.
Hier findet ihr zwei Spotify-Playlists mit passenden Liedern zur Jahreslosung.
bumlnk.de/JL25_saekulare-songs
bumlnk.de/JL25_gemeindesongs
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