heldenhaft

Ein Kirche Kunterbunt Entwurf zum Thema Superheldinnen und Superhelden.

Willkommenszeit

Bereits beim Einladen wird Werbung gemacht, dass die Kinder als Superheld:in verkleidet zu Kirche Kunterbunt kommen dürfen. Zu Beginn darf jeder unter der Überschrift „Superheld:in“ seinen Namen auf eine runde Vorlage schreiben. Im Anschluss daran wird aus der Vorlage ein Namens-Button gemacht.

Aktiv-Zeit

Station 1a: Feuerwehrmann Sam – Schlauch ausrollen

Material:
(alte) Feuerwehrschläuche, Kegel

Vorbereitung:
Alte Feuerwehrschläuche können oft bei der Feuerwehr ausgeliehen werden. Kegel in ca. 3 m Entfernung von den Schläuchen aufstellen. Mitarbeiter:in an der Station zum Aufrollen der Schläuche nötig.

Stationsbeschreibung:
Feuerwehrmann Sam arbeitet als Retter in der Not in dem kleinen Ort Pontypandy. Wenn es brennt, die Katze nicht mehr vom Haus kommt oder auch bei anderen kleinen Unfällen werden Feuerwehrmann Sam und sein Team von der kleinen Feuerwache zur Hilfe gerufen.
An dieser Station dürft ihr wie Feuerwehrmann Sam und echte Feuerwehrmänner und -frauen die Wasserschläuche ausrollen und Kegel umwerfen.
Wie viel Versuche benötigt ihr, um alle Schläuche umzuwerfen?

Gesprächsimpulse:
– Habt ihr schon einmal einen Einsatz der Feuerwehr miterlebt?
– Wo konntet ihr schon einmal wie der Feuerwehr jemandem weiterhelfen, der schnell Hilfe gebraucht hat?

Übrigens:
Manchmal werden Feuerwehrleute auch Floriansjünger genannt und der übliche Funkrufname für Feuerwehr-Fahrzeuge lautet „Florian“. Das kommt daher, da in der katholischen Kirche Sankt Florian der Schutzpatron der Feuerwehr ist.
Florian wurde im 3.Jahrhundert in Österreich geboren und war römischer Soldat. Er fand zum Glauben an Jesus und trat zum christlichen Glauben über. Wie die Feuerwehrleute heute, setzte er mehrmals sein Leben auf´s Spiel, um anderen Menschen zu helfen. So wird zum Beispiel erzählt, dass einmal ein Haus lichterloh brannte und Florian einfach einen der Holzeimer, wie sie bei ihm zu Hause im Stall hingen, mit Wasser füllte und das Feuer in wenigen Minuten löschte.

Station 1b: Feuerwehrmann Sam –
Feuer löschen

Material:
Spritzpistolen, Eimer, Wasser, Teelichter (ausreichend), Feuerzeuge

Vorbereitung:
Pro Familienmitglied eine angezündete Teelichtkerze. Mitarbeiter:in sollte Wasser in den Eimer nachfüllen und Kerzen jedes Mal neu entzünden.

Stationsbeschreibung:
Feuerwehrmann Sam arbeitet als Retter in der Not in dem kleinen Ort Pontypandy. Wenn es brennt, die Katze nicht mehr vom Haus kommt oder auch bei anderen kleinen Unfällen werden Feuerwehrmann Sam und sein Team von der kleinen Feuerwache zur Hilfe gerufen.
An dieser Station seid ihr als Feuerlöscher gefragt. Auf dem Weg zum Einsatzort müssen die Feuerwehrleute schnell sein und teilweise auch Hindernisse überwunden. Lauft so schnell wie möglich durch den Parcours, füllt eure Wasserpistolen am Eimer und löscht das Wasser.
ACHTUNG: Pro Familienmitglied ein Feuer (Teelichtkerze).

Gesprächsimpulse:
siehe oben

Feuerwehrschlauch ausrollen
Feuerwehrschlauch ausrollen
Feuer löschen
Station 2: Asterix und Obelix

Material:
Baum, Klettergurte, Seile

Vorbereitung:
Klettergurte werden an Kletterseil an einem Baum befestigt.

Stationsbeschreibung:
Asterix und Obelix sind zwei Superhelden. Asterix ist clever, schlau und hat immer gute Ideen. Obelix ist als Kind in den Zaubertrank gefallen und deshalb sehr stark.
Schafft ihr es mit eurer Kraft und dem schlauen Seilzug ein anderes Kind in die Höhe zu heben?

Gesprächsimpulse:
Asterix und Obelix sind eine super Team. Der eine ist schlau und hat gute Ideen, der andere ist sehr stark. So hat jeder der Beide ganz besondere Fähigkeiten.
Überlegt gemeinsam:
– Wer aus eurer Familie kann was ganz besonders gut?
– Was macht euch als Familie zu einem guten Team?


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Klettern mit Seilzug
Station 3: Prinzessin Lillifee

Material:
Wachstischdecken, Kugelschreiber, Schere, Kleber, buntes Tonpapier, ca. 35 cm lange und runde Holzstäbe, Seidensterne, Glitzersteinchen;
Plakat mit Ideen zum Schutz von Tieren und Pflanzen; Post Its, Stifte

Stationsbeschreibung:
Prinzessin Lillifee ist eine kleine Blütenfee. Sie kann zaubern und fliegen und kümmert sich um alle in ihrem Feenreich – ob Tiere, Blumen oder andere magische Wesen.
Bastelt hier einen Zauberstab, der euch daran erinnert, dass auch ihr eine gute Fee sein könnt.

Gesprächsimpulse:
Prinzessin Lillifee hilft Tieren und Pflanzen. Lest euch die Ideen von anderen Kindern durch, wie sie Tiere und Pflanzen schützen. Habt ihr vielleicht eine eigene Idee? Schreibt sie auf ein Notizzettel und heftet sie an das Plakat.

Ideen, um Pflanzen und Tiere zu schützen
Station 4: Wickie

Material:
ca. 15 lange und 5 cm breite Holstücke (pro Spiel werden zwei Stückbenötigt) , Schleifpapier, Perlen, Schnüre, Bohrer, Bastelanleitung (siehe unten)

Vorbereitung:
Um zu zeigen wie das Ergebnis aussehen soll, habt ihr am besten ein Beispiel da (Bastelanleitung siehe unten).

Stationsbeschreibung:
Wickie ist ein kleiner Wikingerjunge. Er ist sehr ängstlich, was eher untypisch für Wikinger ist. Jedoch ist er schlauer als all die anderen Wikinger und findet so immer die perfekte Lösung bei Problemen. An dieser Station könnt ihr euch (pro Familie) ein Knobelspiel bauen und testen, ob ihr auch so schlau seid wie Wickie.

Anleitung:
• Ihr benötigt: 2 Hölzer, 4 Perlen, 2 Schnüre
• Schleift eure Hölzer ab
• Bohrt in jedes Holz zwei Löcher (siehe Beispiel)
• Fädelt in ein Holz die Schnur und befestigt sie jeweils mit einer Perle und einem Knoten
• Bei dem anderen Holz verfahrt ihr genau gleich, außer dass ihr es noch durch die Schnur des ersten Holzes fädelt, bevor ihr die letzte Perle befestigt.

Aufgabe:
Versucht die zwei Teile, ohne die Knoten zu lösen, voneinander zu trennen.
GEMEINSAM schafft ihr es bestimmt.

Station 5: Spiderman

Material:
großes Seil

Vorbereitung:
Seil wird mehrmals zwischen zwei Bäume oder ähnliches gespannt, so dass ein Netz mit verschieden großen Lücken entsteht.

Stationsbeschreibung:
Spiderman kann Spinnenfäden aus den Handgelenken schießen. Er hat die Geschwindigkeit und Wendigkeit einer Spinne. Und er kann wie eine Spinne Wände erklimmen.
Superaufgabe für euch als Familie:
Vor euch seht ihr ein riesiges Spinnennetz. Schafft ihr es als komplette Familie durch das Netz auf die andere Seite zu kommen? Möglichst ohne die Spinnennetzseile zu berühren.
Besondere Herausforderung: Jede Lücke darf nur einmal benutzt werden.

Durch das Spinnennetz

Spiderman-Figur
Station 6: Paw Patrol

Material:
falls vorhanden: kleine Rutsche
für Mission 1: Paw Pad mit Aufgabenbeschreibung (siehe unten), Laufrad, Spielzeug-Hubschrauber (z.B. Playmobil oder Duplo), Spielzeug-Katze (Playmobil oder Duplo), kleiner Rucksack, Schnur
für Mission 2: Paw Pad mit Aufgabenbeschreibung (siehe unten), rotes Bobby-Car, weiteres Bobby-Car (falls vorhanden: blau-grau), Wasserpistole, Pylonen, Megafon, Kerzen, Feuerzeug

Vorbereitung:
An der Station können die Familien zwischen zwei Missionen wählen. Für Mission 1 muss die Spielzeugkatze nach jedem Durchgang neu auf einen Baum oder an eine andere erhöhter Stelle platziert werden. Für Mission 2 müssen nach jedem Durchgang die Kerzen wieder neu angezündet werden. An der Paw Patrol-Zentrale stehen die Bobby-Cars, das Laufrad und die anderen Materialien zur Verfügung. An dieser Station während der gesamten Dauer ein/e Mitarbeiterin auf die Materialien achten und für Rückfragen bereit stehen.

Stationsbeschreibung:
Paw Patrol (Welpenwache) ist eine Serie, die von dem Jungen Ryder und der Paw Patrol handelt. Die PAW Patrol besteht aus sechs Hunden, von Ryder Fellfreunde genannt.
Diese 6 Helden auf vier Pfoten lösen mit Herz und Köpfchen in jeder Folge knifflige Probleme und helfen den Menschen und Tieren in Adventure Bay (Abenteuerbucht) aus so manch verzwickter Lage. Die einzelnen Missionen verkündet Ryder den Hunden immer in ihrer Zentrale, oft mit dem Paw Pad. Die Hunde der Paw Patrol haben in der Serie jeweils verschiedene Ausrüstungen.

Ihr dürft heute Paw Patrol spielen. Es gibt zwei verschiedene Missionen, die es zu
lösen gibt. Auf dem jeweiligen Paw Pad findet ihr die genauen
Missionsanweisungen. Bitte schlüpft in die Rollen, die es bei der
jeweiligen Mission gibt. Ryder liest in der Zentrale (sucht Euch ein Plätzchen hier in der
Nähe) die Mission vor. Jeweils 2 Hunde ziehen sich ihre Ausrüstung an und fahren dann mit
Ihren Fahrzeugen zu der Mission. Zuvor rutschen alle die Rutsche runter. Falls ihr mehrere
Leute seid, könnt ihr schauspielerisch noch die weiteren Rollen spielen. Falls ihr weniger Personen seid, spielt einfach einer mehrere Rollen.
Und nun auf geht´s: Kein Einsatz zu groß, keine Pfote zu klein!

Mission 1 – Katzi retten
Ryder: „Paw Patrol zur Zentrale!“ Alle anwesenden Hunde: „Ryder braucht uns“
Ryder: „Bäuerin Yumi hat mich angerufen, ihre Katze ist ausgebüchst. Sie hat sie bereits wieder gefunden. Sie ist auf einen Baum geklettert und kommt nun nicht mehr runter. Bäuerin Yumi und Katzi brauchen uns. Skye flieg Du schon mal mit Deinem Hubschrauber los und beruhige Katzi. Vielleicht kannst Du ja auch Dein Seil an Katzi befestigen und sie so runter holen. Rocky nimm Deinen Rucksack und fahr mit Deinem Laufrad los. Vielleicht brauchen wir Dein Tuch als Sprungtuch- mal schauen wie wir Katzi gerettet bekommen.
Kein Einsatz zu groß, keine Pfote zu klein!

Mission 2 – Feuer
Ryder: „Paw Patrol zur Zentrale!“ Alle anwesenden Hunde: „Ryder braucht uns“
Ryder:“ Mich hat gerade ein Bewohner von Adventure Bay angerufen. Sein Haus brennt. Er konnte sich schon retten aber die Feuerwehr hat schon wo anders einen Einsatz und kann nicht zum Löschen kommen. Paw Patrol – wir werden gebraucht. Marshall, schnapp Dir dein rotes Feuerwehr-Bobbycar und nimm Deine Wasserpistole mit, damit kannst Du das Feuer ausspritzen. Chase, fahr Du mit Deinem Polizei-Bobbycar und nimm Deine Warnhütchen und das Megafon mit. Sperre das Haus rundherum ab und warne mit dem Megafon, dass niemand zu nah herankommt und sich verletzt.
Kein Einsatz zu groß, keine Pfote zu klein!

Paw Patrol – Figuren

Station 7: Pippi Langstrumpf

Material:
Spielzeug Pferd (z.B. Kuscheltier), Nylon-Fäden, evtl. Schreibtafel, evtl. Foto-Drucker

Vorbereitung:
Ein Spielzeugpferd (z.B. Stofftier) wird in die Luft gehängt, so dass es aussieht als würde es frei schweben (falls das nicht möglich ist, kann das Pferd auch gehalten werden). Vorab muss ein Punkt auf dem Boden markiert werden (einige Meter hinter dem Spielzeug-Pferd). An diesem Punkt positieren sich die Kinder und Erwachsenen, damit es aussieht, als würden sie das Pferd in die Luft halten. Auf einer Schreibtafel, könnt ihr den Bibelvers aus Markus 10, 27 ( „Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich“ ) notieren. Falls vorhanden, könnt ihr die Bilder direkt an der Station mit einem Foto-Drucker ausdrucken oder aber ein:e Fotograf:in macht die Bilder und ihr bringt die ausgedruckten Bilder zur nächsten Kirche Kunterbunt mit.

Stationsbeschreibung:
Das Mädchen Pippi Langstrumpf wohnt mit ihrem Pferd und dem kleinen Affen Herr Nilsson in der Villa Kunterbunt. Pippi ist so stark, dass sie sogar ihr Pferd „Kleiner Onkel“ tragen kann.
An dieser Station kannst du Unmögliches wahr machen:
Du kannst genauso stark sein wie Pippi Langstrumpf und ihr Pferd „Kleiner Onkel“
tragen. Positioniere dich so, dass es aussieht als würdest du den „Kleinen Onkel“ in die Luft
stemmen!
Das Bild kann dich daran erinnern:
Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.
(Die Bibel, Markus 10, 27)

Gesprächsimpulse:
– Hast du schon einmal erlebt, dass Gott etwas gemacht hat, von dem du dachtest, dass es unmöglich ist?

Stark wie Pippi Langstrumpf

Station 8: SuperheldIn-Parcours

Vorbereitung:
Der Parcours besteht aus drei Teilstationen. Nach jeder erfolgreichen Teilstation erhalten die Familien eine Zahl oder ein Symbol. Mit Hilfe der Zahlen oder Symbole kann am Ende ein Schloss geöffnet und eine Schatztruhe gefunden werden. In der Schatztruhe gibt es als Belohnung für jeden eine Kleinigkeit (z.B. Gummibärchen-Packung). Sollten die drei Stationen zu viel und umfangreich sein, könnt ihr auch eine oder zwei der Teilstationen auswählen.
Teilstation 1: Slackline und Seile zum Festhalten werden zwei zwei Bäume gespannt; Symbol oder Zahl befindet sich am Ende der Slackline.
Teilstation 2: Schokokussschleuder, bei der statt eines Schokokusses ein Tennisball zurückkommt, auf dem die zweite Zahl bzw. das zweite Symbol markiert ist.
Teilstation 3: Parcours, durch den die Kinder von den Eltern / Großeltern.. auf einer Schubkarre transportiert werden muss. Am Ende des Parcours befindet sich die dritte Zahl bzw. das dritte Symbol.

Material:
Slackline, Seil, Schokokuss-Schleuder, Tennisbälle, Schubkarre, Pylonen, Zahlenschloss, Zahlen bzy. Symbole zum Knacken des Schlosses, Schatztruhe, kleine Schätze (z.B. Gummibärchen-Packungen)

Stationsbeschreibung:
Hier dürfen alle Superheldinnen und Superhelden ihre Geschicklichkeit im Balancieren, der
Zielgenauigkeit und in ihrer Schnelligkeit ausprobieren. Durchlauft den Parcours so schnell ihr könnt. Wichtig ist, dass ihr die Reihenfolge genau einhaltet und Euch am Ende der jeweiligen Station (3 Stationen) die gefundene Zahl merkt. Nur so könnt ihr am Schluss den dreistelligen Zahlencode knacken und die Schatztruhe öffnen.
Und los geht’s.

Prüfung 1: Balance
Unter Deinen Füßen ist heiße Lava. Hier musst Du als Superheldin / Superheld die Gefahr überqueren. Am Baum findest Du die erste Zahl um das Schloss zu knacken.

Prüfung 2: Zielgenauigkeit
Superhelden und Superheldinnen müssen gut zielen können. Nimm Dir einen Tennisball und versuche gemeinsam mit Mama / Papa das Katapult zu treffen. Auf der Kugel, die zu dir zurückfliegt, findest Du die zweite Zahl.

Prüfung 3: Superhelden-Mobil
Hier bist du als Superheldin und Superheld mit deinem Fahrzeug unterwegs. Mama / Papa sind dein Motor und fahren dich schnellstmöglich durch den Parcours zum Ziel. Am Ziel findest du die dritte Zahl.

Balancieren
Schubkarre mit Karton-Verkleidung als Superhelden-Fahrzeug
Station 9: Du bist mein Held – Urkunde

Stationsbeschreibung:
Jede Person von uns ist ein Superheld oder eine Superhelin und kann etwas ganz besonders gut. Manchmal kann es echt gut tun, dass wir uns gegenseitig auch mal sagen, was denn die tollen Eigenschaften sind, die wir aneinander entdecken und warum wir alle für andere eine heldenhafte Person sind. Stellt euch gegenseitig in der Familie „Du-bist-heldenhaft-für-mich-Urkunden“ aus. Dazu dürft ihr euch entweder selbst eine Urkunde erstellen oder eine der Vorlage nehmen und diese beschriften.

Feierzeit

Impuls

Material:
Stuhl als Thron, Krone, Steinschleuder, Speer, Freundschaftsband, Herz aus Tonpapier, Trommel

(Insgesamt sieben Papas, Onkels und Großväter werden gebeten nach vorne zu kommen und sich nebeneinander aufzustellen (können vorab auch gefragt werden).
Ein neuer Superheld – das wird auch in der Geschichte gesucht. Einer, der stark ist (wie Pippi Langstrumpf), der kämpfen kann (wie Asterix und Obelix), der schlau ist (wie Wickie), der viel weiß und gebildet ist, einer, der im Team arbeiten kann (wie die Paw Patrol) einer, der andere anführen kann und sogar ein ganzes Land führen kann. Gesucht wird ein echter Superheld. Gesucht wird der neue König von Israel.
Der Prophet Samuel erhält von Gott den Auftrag nach Betlehem zu gehen. Er soll zu Isai, einem Mann, der acht Söhne hat. Einer von diesen Söhnen, so sage Gott, soll der neue König von Israel werden.
Und so ist Samuel richtig gespannt und neugierig, als er in Betlehem bei der großen Familie von Isai ankommt. Was für Männer ihm da wohl vorgestellt werden? Der neue König, denkt sich Samuel, muss wohl ein Mann mit echten Superhelden-Kräften sein.
Und da kommt der erste (erster Vater / Großvater wird „präsentiert“). Er ist der größte und älteste von allen – Eliab, der Erstgeborene. Er hat diese meiste Lebenserfahrung, er hat schon früh Verantwortung für die Familie übernommen. Samuel ist sich sicher: Eliab wird der neue König sein.
Umso erstaunter ist er, als Gott sagt: Nein, der ist es nicht!
Da kommt der nächste Sohn (Väter / Großväter werden nacheinander vorgestellt). Der ist extrem stark. Gegen Löwen hat er schon gekämpft und gesiegt. Ein Kämpfer als neuer Anführer – das muss doch passen. Doch auch hier sagt Gott: Nein, der ist es nicht.
Der dritte Sohn kommt. Er übertrifft die anderen mit seinem Wissen. Er ist schlau – auch das macht einen Superhelden, einen echten König doch aus. Doch auch hier sagt: Gott, das ist nicht der richtige!
Der nächste, der an der Reihe ist, ist schnell und sportlich. Er besiegt die anderen in jedem Wettkampf. Ist das der richtige? Nein, sagt Gott. Auch er ist nicht der Superheld, den ich suche und der der neue König werden soll. Die nächsten kommen. Und immer wieder denkt sich Samuel: Der muss es sein. Muskulös, freundlich und kann gut reden, sich sprachlich ausdrücken. Doch jedes Mal sagt Gott: Nein, keiner von denen soll neuer König in Israel werden.
Und dann… kommt keiner mehr. Das Casting scheint vorbei zu sein. Bis Samuel Isai fragt:
Hast du vielleicht noch einen weiteren Sohn? Fehlt vielleicht noch jemand? Es muss doch noch einen geben.
Isai zögert, es scheint ihm fast schon fast unangenehm zu sein. Doch dann sagt er: Ja, ich habe tatsächlich noch einen Sohn. Aber der ist noch so jung und sehr klein und schmächtig. Unvorstellbar, dass das der neue König sein soll.
Und trotzdem: Der kleinste der Brüder soll kommen.
(kleiner Junge oder Mädchen wird vorgestellt)
David erscheint – ein kleiner, schmächtiger Junge – direkt vom Feld, wo er bis gerade auf die Schafe aufgepasst hat.
Und als dieser kleine David vor Samuel steht, geschieht das Unfassbare. Gott sagt:
„Ja, genau der ist es. ER soll der neue König werden. Auch wenn er noch so klein und schwach ist, auch wenn er nicht so groß und stark ist wie die anderen, – dieser David hat das richtige Herz. Er ist mein SUPERHELD.“
Und so wird der Kleinste zum König gesalbt.

Lied: Superstar

(auf einem Thron sitzt der kleine Junge oder das kleine Mädchen –> siehe oben)
Einige Jahre später: aus dem kleinen, schmächtigen Jungen wird der große und mächtige König David (Krone wird aufgesetzt). Ein König, der über ein großes Volk regiert. Er ist ein besonderer König.
Noch bevor er König wurde, ist er schon bekannt. Er besiegt nur mit einer Steinschleuder bewaffnet den großen Goliath (Steinschleuder wird zum Thron gelegt). Dies gelingt ihm, weil er weiß: Gott ist auf meiner Seite. Und weil er das weiß und immer wieder Gott um Hilfe bittet und Rat fragt, gelingen ihm Siege bei vielen Kriegen (Speer wird vor den Thron gelegt). Aber David ist als König nicht nur mächtig und erfolgreich. Noch etwas zeichnet ihn aus und macht ihn zu einem echten Superheld: David ist ein guter Freund (Freundschaftsband wird vor den Thron gelegt). Ein so guter Freund, dass andere sogar ihr Leben für ihn lassen. Nicht, weil er so stark ist und der König ist, sondern weil er ein gutes Herz hat (Herz aus Tonkarton wird vor den Thron gelegt).
König David macht nicht alles richtig. Auch er handelte manchmal ungerecht und macht Fehler.
Aber er erinnert sich immer wieder: Zu Gott kann ich immer wieder kommen, auch wenn ich Fehler mache. Von ihm bekomme ich die Kraft. In Liedern schreibt er immer wieder davon wie Gott für ihn da ist und wie sehr er dafür dankbar ist (Musikinstrument (z.B. Trommel) wird vor den Thron gelegt).
Das Leben von David zeigt: Gott übersieht nicht die Kleinen, die Unscheinbaren. Er sieht nicht nur das, was Menschen sehen – ob jemand groß und stark ist, von anderen gefeiert wird, beliebt ist. Gott sieht das Herz an. Das ist ihm das Wichtigste. Er sieht in dem kleinen, unscheinbaren David den Superhelden. Und David erlebt: Gott ist bei mir. Mit ihm bin ich ein Superheld und mit seinen Superkräften kann ich Großes und Gutes bewirken.

Vielleicht geht es dir manchmal wie David: Du fühlst dich klein und schwach. Aber du darfst dir sicher sein: Für Gott bist du heldenhaft!

Plopp-Gebet

vorab:
Die Familien stellen sich im Kreis auf. Jede Familie erhält ein Glass mit Wasser und eine Murmel pro Person. Hinweis, dass jede und jeder sich eine Sache für das Familienmitglied, das rechts von ihm oder ihr steht, überlegen soll, was dieser oder diese besonders gut kann
Wir danken dir, Gott, dass du jeden und jede von uns ganz besonders geschaffen hast und jede und jeder von uns etwas ganz besonders gut kann.
Danke, dass ….

(Jedes Familienmitglied sagt etwas für das von ihm rechts stehende Familienmitglied, wofür er dankbar ist und / oder was sie oder er besonders gut kann; dabei wird die Murmel ins Glas fallen gelassen.)
Wir sind heldenhaft und du willst uns immer wieder Superkräfte geben, wenn wir selbst das Gefühl haben, schwach zu sein und keine Kraft zu haben. Dafür danken wir dir.
AMEN.

Segenszuspruch

Gemeinsam wird der Liedtext gesprochen:
Sei mutig und stark und fürchte dich nicht,
denn der Herr, dein Gott ist mit dir.
(dazu werden Bewegungen gemacht)

Es segne dich Gott, der Vater, der dich einzigartig geschaffen hat und so viel Einmaliges und Wundervolles in dich hineingelegt hat.
Du bist sein Superheld.
Es segne dich Jesus, der größte Superheld der Welt, der dein Freund sein möchte.
Es segne dich der Heilige Geist, durch den du Superkräfte hast und Großes bewirken kannst.

So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
AMEN

Alternativ: Prickel-Segen

Liedvorschläge
  • Jeder kann was (Sebastian Rochlitzer, Ich stell die Welt auf den Kopf. Liederheft, Gerth Medien, Asslar 2021, Lied Nr. 6)
  • Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 76)
  • Superstar (Mike Müllerbauer, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 44)
  • Volltreffer (Daniel Kallauch, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 43)
  • Gottes kleine Helden (Bastian Basse, Hoffnung kommt von Hüpfen. Das Liederbuch, Luther-Verlag, Bielefeld 2019, Lied Nr. 14)
  • Gott ist stark, stärker noch als Superman (Ute Spengler, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler Holzgerlingen 2030, Lied Nr. 40
  • Ich bin bei dir (Birgit Dörnen und Daniel L. Burgess 1978, Feiert Jesus 3, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2016, Lied Nr. 87)

Essenszeit

Idee: Buntes Mitbring-Buffet (so bunt wie die Superhelden)

Idee für zu Hause

Held:innen finden wir überall. Das können Leute sein, die in den Krankenhäusern, in Supermärkten, bei der Müllabfuhr, in der Landwirtschaft, bei der Polizei arbeiten. Das kann aber auch der Opa, die Nachbarin oder ein Freund sein.
Sucht euch jemand aus, dem ihr Danke sagen wollt und stellt ihm/ihr oder ihnen eine Du-bist-ein-Held-für-mich-Urkunde aus.
Ihr könnte die Vorlage mitnehmen oder auch selbst etwas gestalten.

Bastelanleitung siehe unten

Einführung

Der Entwurf eignet sich für eine Durchführung von Kirche Kunterbunt im Advent. Unter der Überschrift „Sternstunde“ dreht sich alles rund um Sterne und Licht. Biblische Bezüge sind die Erzählung von der Suche der Sterndeuter aus dem Osten nach dem neugeborenen König der Juden (siehe Matthäus 2) und die Geburt Jesu als die größte Sternstunde der Menschheit. Weitere biblische Bezüge sind Psalm 147,4 (Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.) und Offenbarung 22, 16 („Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.“)
Familien können außerdem über die Sternstunden im letzten Jahr ins Gespräch kommen.

Willkommens-Zeit

Begrüßung mit einem Stern-Namensschild

Material:
Papiersterne in unterschiedlichen Größen und Farben; Glitzerstifte; evtl. Glitzersteine (selbstklebend)

Stationsbeschreibung:
Jede Person darf sich zu Beginn einen Stern nehmen und mit Glitzerstiften den eigenen Namen aufschreiben, evtl. auch Glitzersteinchen aufkleben.
WICHTIG: Die Sterne unterscheiden sich in alle Farbe, Form und Größe, so dass jede Person einen eigenen Stern hat.

Aktiv-Zeit

Station: Sternensuche

Vorbereitung:
Im Raum werden sehr viele Papiersterneversteckt (sollten zwischendurch immer wieder neu versteckt werden).
Alternativ können auch Leuchtsterne versteckt werden, die dann im verdunkelten Raum mit Hilfe einer Taschenlampe gesucht werden.

Stationsbeschreibung:
Heute findet ihr nicht nur „oben“ am Himmel Sterne, sondern auch hier „unten“ bei Kirche Kunterbunt. Ihr habt 3 Minuten Zeit. Wie viele Sterne findet ihr? Welche Familie findet die meisten Sterne?

Gesprächsimpulse:
* Habt ihr schon einmal bei Nacht in den Sternenhimmel geschaut?
* Und habt ihr dabei schon einmal versucht die Sterne zu zählen?
Bestimmt habt ihr dann festgestellt: Es sind unzählbar viele Sterne. Kein Mensch kann sie zählen. Gott aber kennt die Anzahl der Sterne. Er hat sie alle geschaffen und sogar jeden Stern mit Namen.
Psalm 147,4: Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.
Und auch für dich gilt: Gott hat dich geschaffen und kennt jeden von uns mit Namen!

Station: Dem Stern folgen

Material:
Sterne (draußen: Straßenkreide; drinnen: Papier), Pylonen, Bänke, Tische, weitere Hindernisse

Vorbereitung:
Es wird mit Hilfe von Pylonen, Bänken und Tischen ein Parcours vorbereitet, der huckepack gegangen werden kann. Sterne auf dem Boden (Straßenkreide oder Papiersterne) markieren den Weg.

Stationsbeschreibung:
In der Bibel wird von Sterndeutern aus dem Osten erzählt, die sich auf den Weg gemacht haben und einem ganz besonderen Stern gefolgt sind, um dem neugeborenen König der Juden zu finden, Jesus. Der Weg war lang, anstrengend und gefährlich. Vermutlich waren sie mit Kamelen unterwegs, die sie auf der weiteren Strecke über Berge und Täler begleiteten.
An dieser Station darf eine Person das Kamel sein, das eine andere Person sicher durch einen Parcours über die Hindernisse bringt – bis zur Krippe. Die Sterne zeigen euch den We

Gesprächsimpulse:
Die Sterndeuter haben ganz deutlich gespürt, was ihr Auftrag ist: dem Stern folgen und den neuen König finden.
Auch wenn der Weg lang war und Kraft gekostet hat, haben sie das Ziel nicht aus den Augen verloren.
* Wo hast du schon einmal gespürt, dass du einen Auftrag hast?
* Wo hast du schon anstrengende Wege zurückgelegt, um ein Ziel zu erreichen?
Für die Sterndeuter hat sich der lange Weg gelohnt. Sie finden in einem Stall in einer Krippe das Jesuskind, das größte Licht von allen.

Station: Sternenquiz

Material:
Kopien „Sternenquiz“, Kopien „Labyrinth – Finde den Stern“, Stifte


Stationsbeschreibung:
In der Bibel wird von Sterndeutern erzählen, die dem besonderen Stern folgen und das Jesuskind in einem Stall finden. Aber was sind eigentlich Sterndeuter? Sterndeuter beobachteten damals den Himmel und kannten viele Sterne mit Namen. Sie konnten außerdem die Bewegungen der Sterne erkennen und erklären.

1. Sternen-Quiz (für Familien mit älteren Kindern):
Hier könnt ihr nun euer Wissen über Sterne und Planeten unter Beweis stellen. Nehmt ein Sternenquiz-Blatt und einen Stift und los geht’s. Auf dem Lösungsblatt könnt die Antworten überprüfen.
2. Labyrinth: Finde den Stern (für Familien mit kleineren Kindern):
Findet ihr den richtigen Stern zum Stern? Nehmt euch eine Vorlage und probiert es aus.

Labyrinth „Finde den Stern“
Sternen-Quiz

Station: Meine Sternstunde im Jahr 2022

Material:
Stellwand mit dunkelblauem Tuch, Pinnnadeln

Vorbereitung:
Stellwand mit dunklem Tuch wird aufgebaut, Platz in der Mitte wird ausgespart.

Stationsbeschreibung:
Das Jahr ist fast zu Ende. Bestimmt könnt ihr einander von vielen tollen Erlebnissen von diesem Jahr berichten. Beeindruckende Erlebnisse bleiben uns lange im Gedächtnis. Es sind Stunden, die wir nicht mehr vergessen. Wir können sie auch „Sternstunden“ nennen.
* Was ist deine Sternstunde?
* Worüber hast du dich in diesem Jahr schon sehr gefreut?
* Wann warst du sehr glücklich und musst noch oft daran denken?
Nimm dir einen Stern, schreibe oder male deine „Sternstunde“ auf, erzähle sie deiner Familie und dann hefte den Stern an die Sternstunden-Wand.
* Vielleicht gibt es auch Sternstunden, die du dir für die Zukunft wünschst?

Station: Stern basteln

Material:
für Ziehharmonikastern: Bastelfolie (Seidenpapier, Geschenkpapier, Goldfolie, Buntpapier ), Schere, Faden, Kleber, Anleitung;
für Stern aus Ästen: kleine Äste, Gartenschere, Wolle
für Nagelbild: Holzbretter (quadratisch, ca. 20 x 20 cm), Vorlage, Bleistift, Hammer und viele kleine Nägel, farbiges Garn

Stationsbeschreibung:
An dieser Station dürft ihr einen Stern basteln. Dafür gibt es drei verschiedene Möglichkeiten.

Variante 1: Ziehharmonikastern (für kleinere Kinder)

  1. Schneidet von dem Papier einen Streifen von 25 x 10 cm ab.
  2. Faltet diesen langen Streifen sogfältig zu einer Ziehharmonika zusammen (Breite der Felder ca. 1 cm).
  3. Faltet nun den Ziehharmonikastreifen einmal in der Mitte.
  4. Schneidet an der offenen Seite ein Eck schräg ab. Falls nicht alle auf einmal gehen, müsst ihr immer nur ein paar Falten nacheinander schneiden.
  5. Faltet nun wieder auf, bindet um die Ziehharmonika in der Mitte einen dünnen Faden herum und knotet ihn fest.
  6. Legt nun die beiden Enden der Ziehharmonika zu einem Halbkreis und klebt die beiden Enden zusammen. Wenn ihr den Faden hier mit hineinklebt und oben herausstehen lasst, könnt ihr den Stern gut aufhängen.
  7. Jetzt noch die beiden unteren Enden zum Halbkreis zusammenkleben – fertig ist der Stern.
Faltanleitung

Variante 2: Stern aus Ästen
Nehmt euch dazu 5 etwa gleich lange Äste und legt sie zu einem Stern zusammen. Aus zwei Stöcken die Sternspitze als umgedrehtes V legen. Ein Stock kommt quer darüber. Stock vier und fünf als X auf den Stern legen, so dass fünf Spitzen entstehen. Bindet die Sternspitzen mit Wolle zusammen. Damit der Stern richtig zusammenhält, werden die Verbindungsstücke in der Mitte auch mit Wolle zusammengebunden – fertig ist euer Stern! Wer ihn aufhängen möchte, kann noch ein Stück Wolle als Aufhänger anbringen.

Anleitung

Variante 3: Nagelbild Stern
Übertragt zunächst die Papierstern-Vorlage mit Bleistift auf das Holzbrett. Schlagt dann die Nägel auf den Linien und den Spitzen ein. Wichtig sind dabei die Eckpunkte. Knotet einen Garn in eurer Wunschfarbe an einem Nagel fest und wickelt diesen dann beliebig von Nagel zu Nagel. Wenn euer Nagelbild dann die gewünschte Dichte an Fäden hat, wickelt den Faden wieder zum Ausgangspunkt zurück, schneidet ihn ab und verknotet ihn fest mit dem anderen Ende.

Station: Sternenlicht transportieren

Material: kleine Holzplatte mit Schnüren an den Enden, leuchtender Stern, Pylonen

Vorbereitung:
Benötigt wird eine kleine Holzplatte (quadratisch; 20-30cm) mit 4 Löchern. Daran werden Schnüre befestigt. Auf der Holzplatte liegt ein Leuchtstern oder ein LED-Licht auf einem Papierstern bereit. Mit Hilfe von Pylonen wird ein kleiner Parcours vorbereitet.

Stationsbeschreibung:
Legt den leuchtenden Stern auf das Holzbrett. Haltet das Holzbrett mit dem Stern an den vier Schnüren fest. Jeder hält ein Schnurende. Wenn ihr zu zweit seid, haltet ihr jeweils zwei Schnüre. Wenn ihr zu dritt seid, hält einer von euch zwei Schnüre und wenn ihr mehr als vier seid, macht ihr mehrere Durchgänge. Eure Aufgabe ist es, den Stern bis zum Ziel zu bringen – ohne dass er hinunterfällt. Entscheidet selbst, ob ihr nochmal von vorne beginnt, wenn der Stern herunterfällt. Durch die Länge der Schnüre, könnt ihr die Schwierigkeit der Aufgabe verändern.

Gesprächsimpulse:
* Wie war es für euch als Familie gemeinsam die Aufgabe zu meistern? WAs hat gut geklappt? Was hat nicht gut geklappt?
* Überlegt gemeinsam: Bei der Aktion musstet ihr gemeinsam das Licht transportieren? Wo könnt ihr anderen Menschen ein Licht bringen, vielleicht jemandem eine Freude machen und den Alltag etwas heller machen?


Station: Experiment – Leuchtende Sterne zu Hause

Material:
Briefumschlag, schwarzes Tonpapier, das in den Umschlag passt, Locher, Taschenlampe

Vorbereitung:
Diese Station sollte in einem Raum angeboten werden, der abgedunkelt werden kann.

Stationsbeschreibung:
Eigentlich können wir die Sterne am Himmel nur sehen, wenn es dunkel ist. Dann glitzern sie am Nachthimmel. An dieser Station könnt ihr euch ganz einfach den Sternenhimmel nach Hause holen.
1. Locht das Tonpapier mit dem Locher. Knickt das Tonpapier auch um, so dass ihr auch Löcher in die Mitte des Papiers machen könnt.
2. Steckt das gelochte Papier in den Umschlag. Dann nehmt euch eine Taschenlampe und leuchtet in dem hellen Raum von hinten an den Umschlag. Während eine Person leuchtet, können die anderen Umschlag von vorne anschauen. Was passiert?
3. Verdunkelt jetzt den Raum und leuchtet dann wieder von hinten an den Umschlag. Was hat sich verändert?

Gesprächsimpulse:
Bei diesem Experiment habt ihr etwas zum Leuchten gebracht.
* Habt ihr eine Idee wie ihr bei euch in der Schule, bei der Arbeit, in eurem Alltag etwas zum Leuchten bringen könnt?
* Wie könnt ihr andere Menschen zum Leuchten bringen?

silhouette of man holding flashlight

Station: Sternenlicht anzünden

Material:
Kerzen (evtl. Teelichter in einem Gläschen), vorgezeichneter Stern auf dem Boden

Stationsbeschreibung:
Gerade in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es viele Menschen, die traurig sind, weil sie jemanden vermissen, einsam sind oder Angst vor der Zukunft haben. Das können Menschen aus eurer Nachbarschaft sein oder auch Menschen, die weit weg wohnen und die ihr gar nicht kennt.
In der Ukraine, Syrien, Äthiopien und anderen Kriegsländern haben die Menschen in diesem Jahr wenige Sternstunden erlebt. Oft hat sich der Himmel verdunkelt. Nehmt eine Kerze, zündet sie an und stellt sie in den großen Stern. Wenn ihr wollt, betet leise oder laut und bittet Gott für Licht im Leben der Menschen.

Gebet:
Gott, unter deinem Sternenzelt sind wir alle deine Kinder. Du hast die Sterne geschaffen – wir können sie nicht zählen. Du hast uns geschaffen – wir können nur staunen. Niemand kann messen, was du für uns geschaffen hast. Wir kommen und staunen und loben dich. Wir kommen aber auch mit Fragen und Sorgen, haben Angst, vielleicht auch Not. Unter deinem Sternenzelt suchen wir Vertrauen und Trost. Wir zünden diese Kerze an und bitten dich um Licht.

(aus: Sterne für Brot – Ideen und Anregungen zur 51. Aktion Brot für die Welt, Pfalz 2009

Kerzen in die Sternenform stellen

Feierzeit

Impuls

Stellwand mit Sternstunden wird aufgestellt und zu Beginn einige ausgewählte Sternstunden-Karten vorgelesen.
Viele tolle Sternstunden habt ihr in diesem Jahr erlebt. Wenn ihr auf die letzten Monate zurück schaut, erinnert ihr euch an Erlebnisse mit Freunden, die Ferien, Geschenke und vieles mehr. Sternstunden – das sind kostbare und wertvolle Momente und Erlebnisse. Manchmal passiert es sogar, dass solche Sternstunden etwas in unserem Leben verändern. Ihr seht hier in der Mitte auf unserer Wand ist noch Platz für einen weiteren Stern, eine weitere Sternstunde. Es ist ein großer Stern, der hier – genau in der Mitte – noch Platz findet. Es ist die größte Sternstunde der Menschheit. Es passiert etwas Einzigartiges, das den Verlauf des gesamten Weltgeschehens verändert: Jesus wird geboren.
Vor mehr als 2000 Jahren erleben in einem kleinen Stall in Betlehem nicht nur die Eltern, Maria und Josef, eine echte Sternstunde. Auch für die Hirten auf dem Feld, die von den Engeln die Nachricht von der Geburt des Messias hören und für die Sterndeuter, die nach einem langen Weg den König finden, ist es die größte Sternstunde ihres Lebens. Dieses Erlebnis verändert alles – die Begegnung mit Jesus verändert alles – im Leben der Hirten, der Sterndeuter, aber auch im Leben der Menschen, die Jesus heilt, der Menschen, die mit ihm unterwegs sind.
Bis heute feiern wir diese Sternstunde an Weihnachten.
Gebetskerze von Station „Sternenlicht anzünden“ zeigen.
Weihnachten – das Fest der Liebe, das Fest der Familie. So wird es oft genannt. Doch leider ist für viele Menschen Weihnachten keine besondere Sternstunde. So viele Menschen sind in dieser Zeit einsam, sind traurig, weil sie vielleicht jemand vermissen oder wissen nicht wie es weitergehen soll. Für viele Familien in der Ukraine, in Syrien und anderen Ländern, in denen aktuell Krieg ist, gleicht Weihnachten dieses Jahr eher einem dunklen, wolkenverhangenen Nachthimmel, statt einer hell leuchtenden Sternstunde.
Wenn wir all das sehen oder an diese Menschen denken, bleibt uns oft nichts anderes übrig als ein Gebet zu sprechen. Wie ihr es vielleicht an der Station gemacht habt – oder es bleibt uns auch mal die Sprache weg. Da sehen wir vielleicht nur noch dunkles. Und trotzdem: Jesus ist gekommen, um Frieden zu bringen. Er ist gekommen, damit Menschen wieder Licht im Dunkeln sehen. Damit vielleicht auch wieder in uns etwas hell wird.
Holz mit Sternenlicht von Station „Licht transportieren“ zeigen
Und er lädt uns ein zu Lichtern zu werden. Du darfst ein Stern für andere sein. Du darfst leuchten und anderen Menschen ein Licht bringen. Vielleicht habt ihr an der Station vorher schon viele Ideen gesammelt wo und wie ihr anderen Menschen Licht bringen könnt. Das kann vielleicht ein kleines Geschenk für eine Nachbarin sein, die alleine lebt. Das kann ein Bild sein, das ihr jemandem schenkt, der traurig ist, das kann Zeit sein, die ihr mit jemandem teilt, der eine Person zum Zuhören braucht. Und wer weiß: vielleicht erleben genau dann andere Menschen eine Sternstunde – wenn du Ihnen Licht bringst.
Namensschild zeigen
Zu Beginn von Kirche Kunterbunt habt ihr heute einen ganz eigenen Stern erhalten. So wie eure Sterne einmalig sind, weil kein Stern die gleiche Farbe, Form und Größe hat, so seid auch ihr ganz einmalig. Jeder und jede von euch trägt etwas Einzigartiges in sich, das Gott in euch hineingelegt hat. Dieses Einmalige in euch darf leuchten. Und dieses Leuchten dürft ihr weitergeben.

Gebet

beide Arme nach oben, Hände offen
Guter Gott, du bringst das Licht in diese Welt.
beide Arme vor der Brust verschränken
Segne uns in dieser Adventszeit,
einander anfassen
wenn wir als Familie miteinander basteln, reden, singen und unterwegs sind,
Sternenfunkeln mit den Händen (Fingerspitzen zusammenführen und plötzlich die Hände öffnen)
wenn wir die Sternstunden in unserem Leben suchen, entdecken und feiern.
beide Arme vor der Brust verschränken
Segne uns, damit wir einander zu Sternen werden, die leuchten im Dunklen,
beide Arme nach oben, Hände offen
Danke, Jesus, dass du ins unsere Herzen Licht bringst.
AMEN

Segen

Material und Vorbereitung:
Für den Wunderkerzen-Segen benötigt jeder Kirche Kunterbunt Besucher eine Wunderkerze. Außerdem ist es sinnvoll mehrere Feuerzeuge zur Verfügung zu stellen, denn die Wunderkerzen sollen alle zeitgleich entzündet werden. Am besten wirkt er natürlich im Dunkeln. Ihr solltet außerdem auf die Gefahr des Verbrennens an Wunderkerzen hinweisen und in geschlossenen Räumen die Brandmelder vorab checken.

Wunderkerzen-Segen
Wie diese dünne, graue Wunderkerze kommt uns unser Leben oft fade und langweilig und unbedeutend vor. Aber Gott legt eine Bedeutung in dein Leben. Er zündet dich an! Er ist das Licht!
Jetzt die Wunderkerzen anzünden!
Gott, der Vater, segne dich, wenn du fröhlich bist und vor Freude und Energie sprühst.
Jesus, der Sohn, der als Licht in die Welt gekommen ist, segne dich. Er segne den Sternenregen, der von dir ausgeht und der Licht in das Leben anderer Menschen bringt.Gott, der heilige Geist, segne dich, wenn du abgebrannt und verkohlt bist und kein Licht mehr da ist. Er gebe dir neues Feuer und erleuchte deine Dunkelheit.So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Liedvorschläge:
  • Stern über Betlehem
  • Stern, auf den ich schaue
  • Weißt Du wieviel Sternlein stehen
  • Wir haben seinen Stern gesehen
  • Tragt in die Welt nun ein Licht
  • Komm, wir gehen nach Betlehem (Mike Müllerbauer)

Essenszeit

Sternnudeln mit Soße oder Pesto
Nachtisch: Zimtsterne

Einführung

Diesen Entwurf haben wir passend zur Jahreslosung 2023 entwickelt. Dieser Bibelvers wird von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) für jedes Jahr ausgewählt. Die Jahreslosung gilt vielen Christen vor allem deutscher Sprache als Leitvers für das Jahr.
Im Jahr 2023 lautet der Vers: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ 1. Mose 16,13. Mit diesem Entwurf könnt ihr die Jahreslosung in eurer Kirche Kunterbunt thematisieren. Der Entwurf eignet sich gut für die erste Jahreshälfte des Jahres.

Willkommenszeit

Begrüßung mit der Messlatte

Material: eine große Messlatte (evtl. nicht sichtbare Rückseite ist für den Feier-Zeit-Vorschlag A mit „Alle gleich wichtig“ beschriftet), Stifte

Stationsbeschreibung: Beim „Einchecken“/ zur Begrüßung jeder Person wird hier auf der Messlatte die Größe gemessen. Alle dürfen ihren Namen auf der Messlatte an der ermessenen Größe eintragen.

green ruler on white surface
Messlatte um die Größe der Besucher zu messen und dann zu vermerken.
Begrüßung mit einem Sand-Namensschild

Material: Doppelseitiges Klebeband, bunter Sand, Papier, Stifte

Stationsbeschreibung: Jede Person darf sich zu Beginn ein eigenes Namensschild gestalten. Auf Papier wird nicht nur der eigene Name geschrieben, sondern auch bunter Sand gestreut (ganz nach Vorlieben). Der Sand haftet auf dem Papier, in dem doppelseitiges Klebeband verwendet wird.

bunter Sand
dickes Papier für die Namensschilder
Klebeband aufkleben und Sand darüber streuen

Aktiv-Zeit

Station: Gott sieht dich! Bei Gott bist du wichtig!

Material: Papier, gespitzte (!) Bleistifte, Radiergummi, Spitzer, Deckel eines Plastikkästchens (kein Glas wegen der Oberflächenspannung des Wassers), „Gläserne Kugel“ von Kraul (www.spielzeug-kraul.de), Plastikspritze (zum Befüllen der Kugel), alternativ Wasserhahn in der Nähe

Stationsbeschreibung: Zeichne dich als Strichmännchen so klein, wie du nur kannst. Schreibe deinen Namen daneben – auch ganz klein, sodass du es fast nicht lesen kannst. Fülle die Glaskugel unter dem Wasserhahn oder mit der Plastikspritze und lege sie auf die kleine Schrift.
Hinweis zur Station: Was passiert mit Strichmännchen und Schrift?
Die wassergefüllte Kugel wirkt wie ein „Riesentropfen“, wie eine Lupe und vergrößert so deine Schrift. Wenn du die Kugel anhebst, wird die Vergrößerung noch stärker. Im Gegensatz zu Glaslinsen sind die Vergrößerungen am Rande aber verzerrt. So bekommt dein Name runde Ränder und wird richtig lebendig, wenn du die Kugel leicht hin- und her bewegst. Je gebogener die Tropfenoberfläche ist, desto schöner ist der Lupeneffekt!
Alternativ kann die Vergrößerung auch mit dem Boden eines Plastikdeckels hergestellt werden. Nimm den Plastikdeckel und lege ihn auf Stichmännchen und Namen. Dann tauche deinen Zeigefinger in Wasser, bis ein kleiner Tropfen an deiner Fingerkuppe hängen bleibt. Diesen Tropfen setzt du vorsichtig auf den Boden des Plastikdeckels. Der Tropfen sollte klein, aber möglichst hoch sein.

Gesprächsimpulse: Und was hat das mit uns zu tun? Bei Gott bist du im Fokus: Gott sieht dich voller Liebe an, selbst wenn du dich klein machst oder klein fühlst. Für ihn bist du ganz groß, ganz wichtig! Er schenkt dir neue Kraft und Stärke, neues Leben. So geht es auch Hagar, die wieder die Kraft hat zu ihrer Herrin Sara zurückzugehen.
Zum Weiterdenken: Wo möchte ich, dass ich mehr gesehen werde? Wo wünsche ich mir Bestätigung? Wo brauche ich neue Kraft, um durchzuhalten?
Anmerkung: Es empfiehlt sich, den Versuch vorher auszuprobieren, denn nicht jeder Plastikboden eignet sich für dieses Experiment. Auch lohnt es sich, die Gläserne Kugel anzuschaffen, da der Effekt einfach viel stärker ist. Außerdem ist das mitgelieferte Beiheft eine tolle Hilfe bei der Durchführung und ggf. Ideengeber dank der vielen unterschiedlichen Experimente für andere KiKu-Tage.

Idee und Texte teilweise entnommen aus: Beiheft „Gläserne Kugel“, Walter Kraul GmbH, Icking.

Station: Blind malen

Material: Stifte, Papier, Schal/Tuch um Augen zu verbinden, Wackelaugen

Stationsbeschreibung: Eine Person aus der Familie bekommt die Augen verbunden. Zusätzlich erhält sie einen Stift und ein Papier auf dem 2 Wackelaugen kleben (Alternative: Augen aufgezeichnet sind). Jetzt wird ausgewählt, wen die Person mit verbundenen Augen aus der Familie zeichnen soll, ohne zu sie zu sehen. Die Wackelaugen können bei der Orientierung helfen.

Gesprächsimpulse: Wie siehst du den anderen von „außen“? Was ist dir wichtig am andern?

Station: Ein Bild von dir

Material: Bilderrahmen oder ein Tonpapierblatt auf dem ein „Bilderrahmen“ aufgezeichnet ist und in der Mitte Platz ist zum Schreiben/Kleben, Symbole z.B. Emoijs oder Sportarten, Aufkleber, Kleber/Heißklebepistole, Papier, Papier, Stifte

Stationsbeschreibung: Schreibt für jede Person auf, was ihr an ihr/ihm mögt. Was die/derjenige gut kann. Ihr könnt auch Symbole ausschneiden und aufkleben (vor allem Kinder, die noch nicht schreiben können). Ihr könnt auch ein Bild von der Person malen. Gestaltet mit den Worten, Symbolen und Bildern eine Seite für den Bilderrahmen. Platziert euer Kunstwerk in den Rahmen. Ihr könnt den Rahmen auch noch verzieren oder Symbole aufkleben, die die Person auszeichnen. Jeder aus der Familie erhält dann ein Bilderrahmen der enthält, was die andern an Stärken in der Person sehen.

Gesprächsimpulse: Wie ist es für dich zu hören, was die anderen alles an dir mögen und wie sie dich sehen? Denkst du sie haben recht? Warum fällt es uns schwer Schönes über uns zu hören?

Station: Gott sieht dich im Spiegel

Material: Spiegelfliesen rund Ø20cm, Holzklötze ca. 7x7x7cm (evtl. eine Holzlatte, von der selbst abgesägt wird), evtl. Gravier-Stift, Brandmalkolben (Brennpeter), diverse Farben, Pinsel, Edding

Stationsbeschreibung: Sägt für den Holzklotz von einem Vierkantholz einen Würfel ab. Schleift diesen danach mit Schmirgelpapier. Dann wird in den Klotz mit einer Kappsäge oder Oberfräse ein ca. 1-2 cm tiefer Schlitz gesägt. Er sollte etwa 70° Neigung haben. Alternativ können die Klötze auch schon vorbereitet werden. Jetzt wird der Spiegel in den Schlitz gesteckt. Gestaltet den Spiegel mit dem Satz „Du siehst mich!“. Entweder kann die Spiegelfliese graviert werden oder es wird einfach ein durchsichtiger Kleber platziert. Die Spiegelfliese kann auch bemalt werden (Edding, Windowcolor, Glasfarbe). Alternativ kann auch der Holzklotz gestaltet werden. Entweder mit dem Lötkolben oder ebenfalls mit Farbe.

Gesprächsimpulse: Seid ihr zufrieden mit dem, was ihr im Spiegel seht? Kannst du dich in Ruhe anschauen und dich über dein Äußeres, deine Schönheit freuen? Gott sieht dich. Nicht nur äußerlich. Gott sieht dich – mit allem, was du bist. Und sein Blick ist nicht kontrollierend oder verurteilend. Dieser Blick ist liebevoll und wertschätzend. Gott sieht dich. Dein Potential, deine innere und äußere Schönheit.

Station: Erzähl-Zelt

Material: Erzählzelt oder gemütliche Ecke, Sitzkissen, ggf. Teppich, Zimmerbrunnen oder eine Schale mit Wasser, Verkleidung für Hagar, Sand auf einem Tuch, (auch Erzählbeutel genannt), 4 Erzählfiguren aus Holz (ganz bewusst keine weitere Ausstattung, damit der Blick auf das Wesentlich gelenkt wird).
Immer wenn eine kleine Gruppe von mindestens 3 Personen zusammengekommen ist, beginnt die Erzählung. Mit den Figuren erzählt der Mitarbeitende die Geschichte nach.
Aufbau des Sand-Erzähl-Teppichs: am Rand in einer kleinen Senke werden die Figuren Sarai und Abram platziert. Ungefähr in der Mitte des Sandteppichs stehen Hagar und Gott/der Engel des Herrn.

Ein:e Mitarbeiter:in erzählt mit den Figuren Hagars Geschichte:
Geschichte
„Ihr befindet euch an einem ganz besonderen Ort, denn hier ist etwas ganz Wunderbares passiert! Hier ist Gott (Figur zeigen) der Magd Hagar (Figur zeigen und zu Figur Gott stellen) begegnet, aber alles der Reihe nach! (Figur Hagar zu Figur Sarai und Figur Abram stellen) Die Magd Hagar zieht mit ihrer Herrin Sarai und ihrem Mann Abram immer dorthin, wo die Schafe und Ziegen Futter finden. Hagar hilft Sarai bei einfachen Arbeiten wie kochen, waschen, nähen und vielem mehr. Sarai und ihr Mann Abram wünschen sich schon lange Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Da Hagar noch jung ist, sagte Sarai ihrem Mann, er solle doch versuchen mit Hagar ein Kind zu bekommen. (Figur Hagar zu Abram stellen).

Das tat er dann auch und Hagar wurde schwanger. Nachdem sie das wusste, war sie ihrer Herrin Sarai gegenüber schnippisch und machte auch nicht immer gleich, was sie von ihr verlangt wurde. (Kleinen Sandhügel aufschütten und Hagar oben draufstellen; Sarai darunter platzieren) Ja, sie fühlte sich auf einmal als etwas Besseres: Denn sie war schließlich schwanger geworden und Sarai nicht. Das merkte die Herrin natürlich und das ärgerte sie, wie ihr euch vorstellen könnt! Sie gab Hagar deshalb noch mehr Arbeit, ließ sie bis in die Nacht die Zelte flicken und in aller Frühe wieder die Tiere versorgen. (Figur Sarai energisch auf den Sand klopfen und die Figur Hagar mit Sand zuschaufeln, sodass nur noch der Kopf herausschaut). Auch hatte sie kein gutes Wort mehr für ihre Magd. Es wurde ganz unerträglich! Vor drei Tagen brach Hagar beim Getreideschleppen in der Mittagshitze einfach zusammen. Als sie sich wieder ein bisschen erholt hatte, hielt sie es bei Sarai einfach nicht mehr aus und lief weg. (Figur Hagar abwandern lassen) Ohne zu wissen, wie lange wie gelaufen war und woher sie die Kraft genommen hatte.  Irgendwann muss sie einfach vor Erschöpfung eingeschlafen sein. (Figur hinlegen)
Als Hagar erwachte, fand sie sich an einer Quelle wieder (mit Finger kleines Loch in Sand graben), aber da war noch mehr, gleisendes Licht und eine Stimme, (Figur Gott dazustellen) die sie ansprach: »Hagar, du Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin? « Es war der Engel des Herrn, der sie ansprach. Es war so unglaublich, dass ein Engel von Gott mit ihr redete, aber Hagar hatte keine Angst. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie spürte: der meint es gut mit mir! Deswegen konnte sie ihm auch antworten und sagte wahrheitsgemäß: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Die Antwort kam prompt. Der Engel des Herrn sagte: »Kehre zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter und tu, was sie von dir verlangt! « Aber das war nicht alles! Außerdem sprach er: »Ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann. Denn du bist schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Ismael, ›Gott hat gehört‹, nennen. Denn der Gott hat dich gehört, als du ihm deine Not geklagt hast.
Dann war der Engel verschwunden, aber Hagar war erfüllt mit Frieden und Glück! Sie jubelte: Gott hat mein Gebet erhört! Wie gut das tut! (Figur Hagar hüpfen lassen).
Kurzerhand gab sie dem Herrn, der mit ihr geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn Hagar sprach zu sich: „Hier habe ich den gesehen, der nach mir sieht.«Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi, das heißt: Brunnen des Lebendigen, der nach mir sieht. Nun machte sich Hagar mit neuer Kraft auf den Nachhauseweg zu ihrer Herrin Sarai. (Figur Hagar läuft zu Sarai und Abram zurück und verbeugt sich vor Sarai.)

Alternativ kann die Geschichte auch aus der Perspektive von Hagar erzählt werden: Eine Mitarbeiterin ist dabei als Hagar verkleidet.

Erzählung von Hagar
„Ihr befindet euch an einem ganz besonderen Ort, denn hier ist etwas ganz Wunderbares passiert! Hier ist mir Gott begegnet, aber alles der Reihe nach! Ich bin eine Magd und ziehe mit meiner Herrin Sarai und ihrem Mann Abram immer dorthin, wo deren Schafe und Ziegen Futter finden. Ich helfe meiner Herrin Sarai bei einfachen Arbeiten wie kochen, waschen, nähen und vielem mehr. Sarai und ihr Mann Abram wünschen sich schon lange Kinder, aber bisher hat es noch nicht geklappt. Da ich noch jung bin, sagte Sarai ihrem Mann, er solle doch versuchen mit mir ein Kind zu bekommen. Das tat er dann auch und ich wurde schwanger, ja ich erwarte ein Kind und freue mich, dass es mit mir geklappt hat! Nachdem ich wusste, dass ich von Abram ein Kind erwarte, kann es schon sein, dass ich meiner Herrin Sarai gegenüber etwas schnippisch war und nicht immer gleich gemacht habe, was sie von mir verlangte. Und, ja, wenn ich es mir recht überlege, hab ich mich auch als etwas Besseres gefühlt: ich bin schließlich schwanger geworden und sie nicht.

person on dessert

Das merkte meine Herrin natürlich und das ärgerte sie, wie ihr euch vorstellen könnt! Sie gab mir noch mehr Arbeit, ließ mich bis in die Nacht die Zelte flicken und in aller Frühe wieder die Tiere versorgen. Auch hatte sie kein gutes Wort mehr für mich. Es wurde ganz unerträglich! Vor drei Tagen brach ich beim Getreideschleppen in der Mittagshitze einfach zusammen. Ich hielt es einfach nicht mehr aus und floh. Ich habe keine Ahnung, wie lange ich gelaufen bin und woher ich die Kraft genommen habe. Irgendwann muss ich einfach vor Erschöpfung eingeschlafen sein.
Als ich erwachte, fand ich mich an einer Quelle wieder, aber da war noch mehr, gleisendes Licht und eine Stimme, die mich ansprach: »Hagar, du Magd Sarais, wo kommst du her und wo gehst du hin? « Es war der Engel des Herrn, der mich ansprach. Es war so unglaublich, dass ein Engel von Gott mit mir redete, aber ich hatte keine Angst. Wahrscheinlich lag es daran, dass ich spürte: der meint es gut mit mir! Deswegen konnte ich ihm auch antworten und sagte wahrheitsgemäß: „Ich bin auf der Flucht vor meiner Herrin Sarai.“ Die Antwort kam prompt. Der Engel des Herrn sagte zu mir: »Kehre zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter und tu, was sie von dir verlangt! « Aber das war nicht alles! Außerdem sprach er zu mir: »Ich werde deine Nachkommen so zahlreich machen, dass man sie nicht zählen kann.«11 Denn du bist schwanger und wirst einen Sohn zur Welt bringen. Den sollst du Ismael, ›Gott hat gehört‹, nennen. Denn der Gott hat dich gehört, als du ihm deine Not geklagt hast.
Dann war der Engel verschwunden, aber ich war erfüllt mit Frieden und Glück! Gott hatte mein Gebet erhört! Wie gut das tut! Kurzerhand gab ich dem Herrn, der mit mir geredet hatte, den Namen El-Roi, das heißt: Gott sieht nach mir. Denn ich sagte mir: „Hier habe ich den gesehen, der nach mir sieht. «Darum nannte man den Brunnen Beer-Lahai-Roi, das heißt: Brunnen des Lebendigen, der nach mir sieht. Nun konnte ich mic mit neuer Kraft auf den Nachhauseweg zu meiner Herrin Sarai machen.

Allgemeine Tipps: Wer noch mehr kreative Ideen sucht, wie Bibeltexte lebendig erzählt werden können, der wird vielleicht hier fündig:
Simone Merkel: Das Gewand des Heils, Biblische Erzählungen und andere Deutungen zum Weiterdenken. Direkt zu beziehen über die Autorin: https://simone-merkel.de/das-gewand-des-heils/
Artikel von Martina Steinkühler: https://www.bibelwissenschaft.de/wirelex/das-wissenschaftlich-religionspaedagogische-lexikon/wirelex/sachwort/anzeigen/details/erzaehlen-bibeldidaktisch/ch/71a71222bed9ab6d00121855f9fbe658/ zuletzt abgerufen am 07.07.22

Station: Steinmännchen

Wichtig: damit die Station verstanden werden kann, sollte sie nach der Station mit der  biblischen Geschichte kommen. Familien evtl. zuerst an diese Station schicken.

Material: Steine, Acrylstifte

Stationsbeschreibung: Als Erinnerung daran, dass Gott Hagar sieht, schafft sie sich ein Denkmal: sie benennt den Brunnen in der Wüste mit dem Namen „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Vielleicht habt ihr Gott auch schon einmal auf besondere Weise erlebt und möchtet diesen Moment in Erinnerung behalten? Ihr dürft euch dafür einen Stein nehmen und eine Eigenschaft, wie ihr Gott erlebt habt, auf einen Stein schreiben. Die Steine werden dann gestapelt und ergeben ein gemeinsames Denkmal.

Alternativ: es können auch Kappla-Steine (Bauklötze) beschriftet werden. Falls jede Familie sogar ihre eigenen Steine zu einem Denkmal baut, lasst die Familien doch ein Foto davon  machen zur Erinnerung für zuhause.

Zusatzidee: parallel zu dieser Station kann das Lied „Größer“ von Jonnes abgespielt werden oder als Text ausliegen.

black stacking stones on gray surface
Station: In der Wüste

Material: Sandmuschel oder Wanne mit Sand, Perlen/Murmeln, kleine Tiere (z.B. von Schleich, wenn möglich folgende Tiere: Kamel, Igel, Fuchs, Eidechse, Skorpion, Käfer)

Stationsbeschreibung: Herzlich Willkommen in der Wüste. Hier dürft ihr Sand erleben. Stellt euch dazu in den Sand (gerne auch Barfuß) und fühlt, wie sich das anfühlt oder wühlt mit den Händen im Sand. Die Wüste ist kein guter Ort. Es ist zu heiß und zu trocken. Für Lebewesen, Menschen und Tiere schwer zu überleben. Solche Wüstenzeiten gibt es auch in unserem Leben. Da knirscht es manchmal. Es gibt Streit, Traurigkeit, Probleme. Gott ist trotzdem da in diesen Wüstenzeiten. Deshalb dürft ihr jetzt auch in dem Sand wühlen und suchen, was ihr findet. Im Sand sind im Vorfeld Perlen versteckt. Alternativ oder in einer zweiten Runde können Tiere im Sand versteckt werden. Viele Tiere haben sich den Umständen in der Wüste angepasst und können trotz der Hitze und dem wenigen Wasser dort leben.

Tierinfos

Wüstenigel: Wüstenigel sehen unseren einheimischen Igeln sehr ähnlich. Sie sind jedoch an ein Leben am Rand der Wüste angepasst. Die Stacheln auf ihrem Kopf sind gescheitelt. Die Beine der Tiere sind für Igel relativ lang. Sie können mehrere Wochen ohne Essen und Trinken überleben. Die Tiere halten nur einen kurzen Winterschlaf und bei großer Hitze außerdem eine Sommerruhe.

Kamel: Das Kamel kommt wochenlang ohne frisches Wasser aus, denn es schwitzt erst bei sehr hoher Körpertemperatur und scheidet mit Kot und Urin kaum Wasser aus. Findet es Wasser, kann es über hundert Liter trinken. Bei Sandstürmen schließt das Kamel seine Nüstern, Augen und Ohren werden von langen Wimpern und Härchen geschützt. Die Schwielen an den Füßen sorgen dafür, dass das Gewicht der Tiere auf dem losen Sandboden verteilt wird und sie nicht einsinken. Anders als viele glauben, speichern Kamele in ihren Höckern kein Wasser, sondern bis zu 200 Kilogramm Fett. Das Fett kann in einem komplizierten Prozess in Wasser umgewandelt werden. Der Höcker schützt den Körper vor der Sonne.

Schwarzkäfer: Der Schwarzkäfer hat eine erstaunliche Technik in der Nebelwüste Namib entwickelt: Wenn er Durst hat, macht er einen Kopfstand und wartet, bis der Nebel sich an seinem Panzer niederschlägt und die Tropfen in seinen Mund rinnen.

Wüstenfuchs: Der Wüstenfuchs (Fennek) zeigt zahlreiche Anpassungen an die Wüste. Er ist kleiner als ein normaler Fuchs, hat behaarte Sohlen und große Ohren, die der Wärmeregulation dienen.

Skorpion: Skorpione ernähren sich vor allem von Spinnentieren und anderen Insekten. Erstaunlich: manche Skorpion-Arten können für mehr als ein Jahr ohne Nahrung auskommen!

Sandgecko: Der Sandgecko oder Namibgeckolebt nachtaktiv in der Wüste. In den Zehenzwischenräume hat er eine „Schwimmhaut“. Sie ermöglicht es den Geckos durch lockeren Sand zu laufen, ohne einzusinken. Den Tag verbringen sie in selbst gegrabenen Gängen. Sie lecken Tautropfen auf und nehmen Feuchtigkeit eventuell auch über die Haut auf.

Tierinfos aus Kindernetz.de und Wikipedia.

Gesprächsimpulse: Mitten in der Wüste begegnet mir Gott, so wie die Perlen oder die Tiere. Er hilft mir die Widrigkeit anzunehmen und auszuhalten. Wie könnt ihr eine Überlebenstechnik in euern „Wüsten“ entwickeln?

brown camel on white sand during daytime
Kamel
black and brown jumping spider on white sand
Skorpion
white and brown fox lying on ground
Fennek, Wüstenfuchs
Station: Augen-Wissen

Material: unterschiedliche Quizfragen, evtl. ein Würfel mit unterschiedlichen Symbolen (Offenes Auge, geschlossenes Auge, weinendes Auge, Auge mit Wimpern, Auge mit Spirale, Stern)

Stationsbeschreibung: Hier gibt es ein Quiz zum Thema „Sehen“. Das Quiz kann als Blatt zum Ausfüllen gestaltet werden. Alternativ kann auch ein Würfel mit unterschiedlichen Augensymbolen gestaltet werden mit Fragen zu jeweils unterschiedlichen Kategorien.

Quizfragen (Die Lösung ist jeweils fett):

  1. Wie wird der gefärbte Teil des Augapfels genannt? Beate, Iris, Susanne, Paula
  2. Wie nennt man die Öffnung der mittleren Augenhaut? Papaya, Pergament, Papillon, Pupille
  3. Wie heißt die Stelle, an der man nicht sehen kann? Schwarzes Loch, Dunkle Ecke, Blinder Fleck, Trübe Tasse
  4. Wie heißen Teile, die unser Auge schützen? Augenbraue, Augenhöhle, Augenmantel, Augenlid
  5. Was ist der größte Teil des Auges? Glastüre, Glasauge, Glasfenster, Glaskörper
  6. Welcher Teil des Auges sorgt für das scharfe Sehen? Blende, Linse, Leuchte, Fernrohr
  7. Was ist die Retina? Hornhaut, Netzhaut, Pupille, Augapfel
  8. Wofür sind die sogenannten Zapfen verantwortlich? Sie sind für die Farbwahrnehmung zuständig, Sie sind für die Hell-Dunkel-Wahrnehmung verantwortlich, durch sie können Bewegungen wahrgenommen werden, Sie ermöglichen das räumliche Sehen
  9. Welches Tier hat einen Infrarotblick? Klapperschlange, Fliege, Schnabeltier, Katze
  10. Welchen Durchmesser hat das Auge eines Erwachsenen? Ca. 1,7 cm, Ca. 2,3 cm, Ca. 3,1 cm, Ca. 4,0 cm
  11. Woran liegt die Rot-Grün-Blindheit? Das Gehirn kann die Farbinformationen nicht richtig umwandeln, Sie wird durch einen Gendefekt auf einem X-Chromosom verursacht, Der Sehnerv t beschädigt, Es sind zu wenige Zapfen vorhanden, die für die Farbwahrnehmung zuständig sind
  12. Was passiert, wenn wir z.B. eine Kerze von Nahem anschauen? Wir sehen sie gar nicht mehr. Wir sehen sie schärfer. Alles ist so wie vorher. Wir sehen sie unscharf.
  13. Verwendet gerne Optische Täuschungen, bei denen etwas erraten werden muss (z.B. 50 Optische Täuschungen 50, Circon Verlag). Gerne könnt ihr auch „Magic eye“- Bilder benutzen.
Station: Erfrischung

Material: 0,5l Sprudelflaschen, Klebebänder, Sticker

Stationsbeschreibung: Überlegt euch, wen ihr kennt, der/dem es gerade nicht so gut geht. Schweres und Herausforderungen können uns wie eine Wüste vorkommen. In der Wüste wünscht man sich nichts mehr als eine Erfrischung durch Wasser. Gestaltet für diese Person eine Flasche mit Klebebändern und Stickern ganz bunt, so dass sie schön aussieht.

Gesprächsimpulse: Was würde der Person, die gerade wie in der „Wüste“ ist, gut tun? Was könntet ihr tun, um diese Person zu „erfrischen“? Schenkt der Person eure schön gestaltete Flasche als „Ich denke an dich“-Zeichen.

white and blue labeled disposable bottled water
Station: Mach es wie Hagar! – Setz dich an die Quelle!

Material: abgetrennter Raum oder Ort (unter einem Baum oder im Zelt), Sitzkissen, gestaltete Mitte mit einer großen, brennenden Kerze, ein/e Mitarbeiter(in), Schild mit der Aufschrift: Bitte einzeln eintreten

Stationsbeschreibung:(ein Mitarbeitende trägt langsam den Text vor) An dieser Station ist Gott der Macher. Hier darfst du einfach da sein: Mach’s wie Hagar, setzt für einen Moment ruhig hin. Schließ` die Augen. Atme einmal tief ein. Und atme wieder aus.
Hagar befindet sich in einer Wüstenzeit: es ist heiß und sie ist erschöpft, sie ist weggelaufen, weil sie Streit mit ihrer Herrin hatte und es nicht mehr ausgehalten hat. Gott sieht sie und ihr Leben, ihre Probleme und Ängste und er will Gutes für sie – es sieht Hagar! Und Gott sieht auch dich!

Zuspruch:
(Name des Gastes einsetzten), Gott sieht dich! Er sieht deine Freude und deinen Schmerz.
Dein Lachen und Dein Weinen. Deine Höhen und Deine Tiefen.
Gott sieht dich an und sagt zu dir: Ich höre deine Bitten und ich gehe mit dir:
In dein Zuhause, auf deine Arbeit, in deine Wüste.
Sei dir sicher: Ich sehe dich. Ich sehe, was du brauchst. Ich bin für dich. Amen

Feier-Zeit

Vorschlag A: Bezug zur Messlatte, für Gott bist du unabhängig von Größe und Leistung wichtig

Bezug zur Messleiste: Für Gott bist du unabhängig von Größe und Leistung wichtig

Material: Messleiste, Gläserne Kugel der Station „Gott sieht dich!

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Impuls
Manchmal wirkt es innerhalb unserer Gesellschaft so, als würden nur die Menschen gesehen werden, die bei der Leiste ganz oben stehen. Die, die ganz besonders groß sind und damit auch ganz besonders wichtig. Ihre Stimme wird gehört, ihre Stimme wird wichtig und ernst genommen. (Eine neue Messleiste hochhalten, auf der eine Skala mit der Überschrift „Leistung“ notiert ist). Manchmal wirkt es auch so, als würden in unserer Gesellschaft die gesehen werden, die besonders viel schaffen, viel können, die viel Leistung bringen.

(Bezug zur Station mit der Gläsernen Kugel). Aber bei Gott da passiert etwas, wie bei dieser Station mit dem Wassertropfen. Das, was in den Augen der Menschen ganz klein scheint, das wird ganz groß. (Bezug zur Hagar-Geschichte). In der Geschichte von Hagar, da ist es so, dass sie als weniger wichtig von ihren Herren gesehen wird. Sie wird einfach in eine Wüste geschickt. Aber Gott, übersieht sie sie nicht. Denn bei ihm zählt nicht die Größe oder die Leistung (die Messleiste mit den Größen nehmen und umdrehen: auf der Rückseite steht groß geschrieben: „ALLE GLEICH WICHTIG“). Bei ihm sind alle gleich wichtig. Deswegen nimmt auch er Hagar wichtig. Er hilft ihr, unterstützt sie, ist mit bei ihr. Auch genau in der Wüste. Ob du dich gerade groß oder klein fühlst, wichtig oder unwichtig, ob du viel leisten kannst oder nicht: FÜR GOTT BIST DU WICHTIG.

Vorschlag B: Bezug zum Sand, Gott begegnet uns in Wüstenzeiten

Material: Namensschild, Schale trockenen Sand, Wasser, Sandform (Herz, Burg, Auge)

Impuls
Am Anfang unserer Kirche Kunterbunt habt ihr alle Sand auf eure Namensschilder bekommen (Namensschild zeigen). Und ihr standet heute alle bei der Sand-Station sogar mitten in der Wüste. An einer Station habt ihr von Hagar gehört, einer Magd, die von ihren Herren alles andere als gut behandelt wird. Sogar so schlecht, dass sie als schwangere Frau in die Wüste fliehen muss. Dort ist sie ganz allein. Umgeben von lauter Sand. So viel, dass man die Körner nicht zählen kann. (In eine Schale trockenen, feinen Sand kippen). Vermutlich gibt es bei jedem von uns Zeiten, in denen Sand in unser Leben kommt. Dann fühlt es sich an, als ob wir in der Wüste wären. Dann, wenn jemand uns verletzt (Sand in die Schale kippen). Dann, wenn etwas in der Schule nicht gut geht (Sand in die Schale). Dann, wenn im Beruf etwas schiefläuft (Sand in die Schale). Dann, wenn in der Familie etwas Schreckliches passiert (Sand in die Schale). Vielleicht habt ihr schon einmal Sand in das Auge bekommen? Das kann richtig weh tun. Erst einmal beginnt das Auge zu tränen und man sieht kurz kaum noch etwas. So kann sich eine Wüstenzeit anfühlen: wir sehen kaum etwas und fühlen uns auch nicht gesehen. Wer nimmt uns mit all dem vielen schweren Sand wahr? In der Geschichte von Hagar begegnet ihr Gott ausgerechnet in dieser Wüste. Ihr habt das schon heute bei einer Station erleben dürfen. Gott sieht Hagar und er hilft ihr, in der Wüste zu überleben. Er sendet Hagar einen Brunnen. (Wasser in die Schale kippen, sodass der Sand fest und formbar wird). Und dieser Brunnen steht symbolisch dafür, dass Hagar gesehen wird und neue Lebenskraft erhält. Er steht auch dafür, dass Gott mit ihr ist. Inmitten des Schweren. (aus dem Sand ein Herz (oder eine andere symbolische Figur (z.B. Auge, Burg) formen mithilfe einer Herz-Sandform). Und das darf ich auch euch sagen: in allem, wo ihr euch in einer Wüste fühlt, ist Gott mit euch! Nicht immer kommen wir sofort aus der Wüste heraus, aber Gott sendet Brunnen, Wasser und zeigt uns (Herz hochhalten), dass er mit uns ist. Und in der Geschichte mit Hagar, gibt dieser Brunnen, dieses Wissen, dass Gott da ist, Hagar so viel Kraft, dass sie sogar zurückgehen kann. Zu dem, was schwierig ist. Weil sie jetzt spürt und weiß, dass sie nicht allein ist, wenn sie zurück geht. Und derselbe mutmachende Gott ist auch mit dir! Amen.

Vorschlag C: Bezug zum gesehen werden und Brunnen; wie können wir anderen Menschen in Wüstenzeiten einen Brunnen bauen und sie sehen?

Material: Schale mit trockenem Sand, Wasser, Sandform (Burg, Auge, Herz), Wasserflasche der Wasserflaschenstation

Impuls
Am Anfang unserer Kirche Kunterbunt habt ihr alle Sand auf eure Namensschilder bekommen (Namensschild zeigen). Und ihr standet heute alle bei einer Sand-Station sogar mitten in der Wüste. An einer Station habt ihr von Hagar gehört, einer Magd, die von ihren Herren alles andere als gut behandelt wird. Sogar so schlecht, dass sie als schwangere Frau in die Wüste fliehen muss. Ausgerechnet dort, mitten in der Wüste, begegnet ihr Gott. (Schale mit trockenem Sand zeigen). Er sendet ihr einen Brunnen (Wasser in die Schale kippen und aus dem jetzt festen Sand ein Herz oder Burg formen). Und dieser Brunnen und das Wissen, dass Gott mit Hagar ist, ist so stark für sie, dass sie aus der Wüste herausgehen kann und zurück zu ihrer Familie geht. Immer wieder passieren Dinge im Leben, durch die Menschen in Wüsten gelangen. Das können schwere Schicksalsschläge sein, schwierige Situationen in der Schule oder im Beruf. Vielleicht habt ihr schon einmal Sand in das Auge bekommen? Das kann richtig weh tun. Erst einmal beginnt das Auge zu tränen und man sieht kurz kaum noch etwas. So kann sich eine Wüstenzeit anfühlen: Wir sehen kaum etwas und fühlen uns auch nicht gesehen. Wer nimmt uns mit all dem vielen schweren Sand wahr? Wir können Menschen werden, die anderen Wasser reichen. Die sie sehen und in Blick nehmen und ihnen aus der Wüste helfen. An einer Station habt ihr Wasserflaschen für solche Wüsten-Menschen gebastelt. Gott schenkt uns Wasser und von diesem Wasser dürfen wir weitergeben. Wenn wir spüren, dass es uns selbst gerade nicht gut geht, dann dürfen wir das Wasser auch für uns nutzen. Wenn wir spüren, dass wir etwas davon abgeben können, dürfen wir es weiterverschenken.

Eventuell habt ihr als Kirchengemeinde oder Initiative ein Spendenprojekt, das ihr in diesem Zusammenhang nennen wollt oder vielleicht wollt ihr ganz praktisch eine diakonische Einrichtung unterstützen.

Sand-Gebet

Material: kleine Schälchen mit Sand, Becher/Fläschchen mit Wasser

Symbolisch dafür, dass Gott mit euch ist und euch Mut schenken möchte für eure Wüstenzeiten und Herausforderungen. Symbolisch dafür, dass er euch in dem allem sieht, erhaltet ihr Wasser und ein kleines Schälchen Sand. Ihr dürft das Wasser in die Schale kippen und aus dem feuchten Sand etwas formen. Vielleicht formt ihr einen Wunsch oder ein Symbol, das euch Kraft gibt. Nachdem jede Familie fertig geformt hat, wird gemeinsam gesprochen „Du bist ein Gott, der uns sieht. Amen.“

Sprüh-Segen

Material: Sprühflasche mit Wasser

Während der Text gelesen wird, gehen Personen mit Sprühflaschen zu den einzelnen Familien und sprühen Wasser in die Hände oder kleine Tropfen auf den Kopf.

Segen
Gott will euch erfrischen: In dem, was sandig und schwer ist. In dem, was leicht und schön ist. Er nimmt euch wahr. Er ist mit euch. Er sieht euch. Amen.

Liedvorschläge

Lieder zur Jahreslosung

Weitere Liedvorschläge passend zum Thema

  • Du siehst mich Musical Isaak (Adonia)
  • Schluss. Genug. Musical Isaak (Adonia)
  • Größer (Jonnes)
  • Zu dir hin (Lux)
  • Du bist wertvoll (Puzzles, CD: Königskind)
  • Ich bin geliebt (Puzzles, CD: Ich bin geliebt)
  • Sei du (Daniel Kallauch)
  • Bei dir kommt keiner zu kurz (Daniel Kallauch)
  • Wenn du mich brauchst (Daniel Kallauch)
  • Wenn ich dir vertrau mein Gott (Daniel Kallauch)
  • Ich bin sicher in der Hand des Vaters (Daniel Kallauch)
  • Steh auf und lauf (Daniel Kallauch)
  • Du kannst Gott vertrau’n (Daniel Kallauch)
  • Unser Gott macht keinen Unterschied (Daniel Kallauch)
  • Du bist da (Kerstin Schalles)
  • Cool, superspitzenklasse, einwandfrei (Lars Peter, Daniel Jakobi)
  • Sei einfach du (Mike Müllerbauer)
  • Ich bin platt (Mike Müllerbauer)
  • Ich schau dich an (Mike Müllerbauer)
  • Wenn ich traurig bin (Mike Müllerbauer)
  • Er hört mir zu (Dania König)
  • Einfach ungeheuerlich (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)
  • Jeder kann was (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)
  • Lässt du mich im Stich (Sebastian Rochlitzer, CD: Ich stell die Welt auf den Kopf)

Essens-Zeit

Die gemeinsame Essens-Zeit kann mit folgendem Tischgebet gestartet werden:

Tischrap: Alle gute Gaben

Nach der „Melodie“ von „We will rock you“

Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt oh Gott von dir, wir danken dir dafür. Amen.

Tischgebet

Sonne spendest du und Regen, gibst uns Heimat, Brot und Dach und auf allen unseren Wegen, geh´n uns deine Augen nach.

Wie das gemeinsame Essen gestaltet wird, hängt von der Kapazität und den Räumlichkeiten ab. Entweder gibt es ein Küchenteam oder jeder steuert etwas zu einem kunterbunten Buffet bei. Folgende Gerichte denkbar:

Essensvorschlag
Nudeln mit Pesto und als Nachtisch Sandkuchen

Unterschriften-Bingo

Material: Ausgedrucktes Unterschriften Bingo

Während der Essensphase kann ein Unterschriften-Bingo angeboten werden. Die Besucher versuchen so schnell wie möglich eine Zeile oder Spalte mit Unterschriften der anderen Besucher voll zu bekommen. Wer als erstes fertig ist ruft laut „Bingo“. Vielleicht habt ihr noch einen kleinen Preis für den/die Schnellste/n?

Ideen für Zuhause

Damit das Thema zu Hause noch ein wenig nachklingt, haben wir ein paar Vorschläge was auf einem Kärtchen oder in einer Tüte mitgegeben werden kann.

Prickel-Segen
Für den Prickel-Segen wird ein Päckchen Brause benötigt. Das könnt ihr gerne gleich mitgeben.

Gott beschenkt dich mit allem, was du brauchst. (Brausetütchen aufreißen) Jesus macht dein Leben aufregend und prickelnd. (Mit dem Finger in die Brause dippen.) Der Heilige Geist lässt dich überschäumen und Gottes Liebe in die Welt tragen. (Brause in den Mund kippen). Amen.

Brause-Aktion
Brause ist ein Sturm im Glas. Schüttet die Brause in ein Wasserglas. So lange es blubbert könnt ihr mit Gott reden. Wenn die Brause ausgeblubbert hat, könnt ihr die Erfrischung trinken.

Sandform
Als Erinnerung könnt ihr den Familien auch ein Sandförmchen mitgeben.

Karte zur Jahreslosung
Zur Jahreslosung gibt es viele Postkarten. Ihr könnt den Familien zur Erinnerung eine mitgeben. Zum Beispiel diese hier:

https://www.praisent.de/postkarte-jl-2023

https://www.scm-shop.de/jahreslosung-2023-postkarten-12-stueck-s-w.html

https://www.bornverlag.de/produkt/jahreslosung-2023-fuer-teens-postkarten/

Einführung

Der Entwurf „Salz und Licht“ entstand in Kooperation mit KIRCHE UNTERWEGS und wurde als Abschluss einer Kinderbibelwoche konzipiert.
Biblischer Bezug ist die Einladung von Jesus an uns Christ:innen Salz und Licht in dieser Welt zu sein. Die gesamte Kinderbibelwoche beschäftigt sich mit den „Salzmenschen“ und behandelt die Themen der Bergpredigt. KIRCHE UNTERWEGS ist ein freies Werk innerhalb der Evangelischen Kirche in Württemberg, das anbietet, Kinderbibelwochen auf Campingplätzen oder in Gemeinden zu unterstützen. Um lokale Kirchengemeinden für eigene Kinderbibelwochen zu inspirieren, entwickeln sie regelmäßig neues Material, das hier bestellt werden kann: https://www.kircheunterwegs.de/Kinderbibelwochen-91400.html

Dieser Entwurf ist so entwickelt, dass er auch losgelöst von der Kinderbibelwoche umgesetzt werden kann. Es wird keine Vorerfahrung aus der Kinderbibelwoche benötigt.

Willkommenszeit

Ankommen und Begrüßen der Familien

Die Familien werden alle begrüßt und erhalten ein Namensschild. Ein Mitarbeitender geht mit einem Salz-Glas umher und stellt die Frage: Für wie viele Brote (je 1kg) würde das Salz reichen? (in 1 kg Brot ist 15-20g Salz). Auflösung am Ende der Feierzeit.

Aktivzeit

Station: Salzbrezeln

Stationsbeschreibung:
Krümelt das Salz von den Brezeln und checkt mit einer Waage, wie viel Salz sich auf einer Brezel befindet. Ihr könnt die Zahlen aufschreiben und einen Mittelwert ausrechnen.

Gesprächsimpulse:
Wie viel Salz magst du auf Brezeln?
Warum ist das Salz wichtig oder unwichtig

brown bread on white table

Material:
Salzbrezeln (oder normale Brezeln), Waage

Station: Samen-Herz

Stationsbeschreibung:
Hier dürft ihr ein Samen-Herz basteln. Wenn das Herz fertig gefaltet ist, dann werden Blumensamen hinein gefüllt. Ihr könnt es mit nach Hause nehmen und über einem Beet oder einem Blumentopf das Samen-Herz auseinanderreißen. Ihr dürft das Samen-Herz aber auch jemandem schenken, der euch am Herzen liegt oder mit dem ihr mitfühlt. Wenn das Herz bricht, also geteilt wird, dann wird es mehr, denn viele Blumen können daraus wachsen. Es kann etwas Schönes daraus für andere und dich selbst entstehen.

Gesprächsimpulse:
Welche Not von anderen Menschen berührt dein Herz oder lässt es brechen?
Wie könntest du mit diesen Menschen etwas teilen?
Wie kannst du deinem Mitfühlen Ausdruck verleihen?
Wem könntest du mit dem Samen-Herz Licht in die Dunkelheit bringen?

Material:
buntes Papier in Streifen 6cm breit und 21cm lang, Tesa oder Masking Tape, Blumensamen, Trichter mit kleiner Öffnung, Buntstifte, Scheren, evtl. Sticker und buntes Klebeband zum Verzieren

Gestaltetes Samen-Herz
Station: Wer kann gut teilen?

Stationsbeschreibung:
Jesus lädt uns immer wieder ein, mit anderen zu teilen. Testet euer mathematisches Können beim Dividieren: Wie gut könnt ihr teilen? Sind die Erwachsenen oder die Kinder schneller?

Gesprächsimpulse:
Fällt es dir leicht, gerecht zu teilen?
Was bedeutet es mathematisch korrekt zu teilen?
Wäre der Besitz gerechter verteilt, wenn wir ihn mathematisch auf alle aufteilen würden, so dass wirklich alle gleich viel haben?
Mit wem bist du bereit zu teilen?

Teilaufgaben mit Straßenkreide

Material:
(Schreib-)Tafel, Flipchart oder Straßenkreide, Rechenaufgaben

Station: Gemeinsam sind wir stark – Die Flussüberquerung

Aufbau der Station:
Ein Start- und Endpunkt wird mithilfe von Hütchen oder ähnlichem markiert. Zwischen diesem Start- und Endpunkt sollte ausreichend Platz sein, so dass mindestens fünf „Steine“ (Teppichfliesen o.ä.) gebraucht werden. Die „Steine“ lagern am Uferpunkt A. Je nach Schwierigkeit kann die Familie auch in einem Wettlauf gegen die Zeit den Fluss überqueren.

Stationsbeschreibung:
Hier braucht es jede Person! Denn gemeinsam als Familie darf ein reißender Fluss überquert werden. Um diesen Fluss zu überwinden, stehen „Steine“ bereit (Teppichfliesen). Diese könnt ihr nutzen, um euch eine Brücke über den Fluss zu bauen. Ziel ist es, dass die ganze Familie trocken an das andere Ufer gelangt.

Gesprächsimpulse:
Wie war es, als Familie gemeinsam den Fluss zu überqueren?
Was hat euch geholfen, um es gemeinsam zu schaffen?

Material:
Teppichfliesen (alternativ: Kartons, Zeitungen)

Station: Gemeinsam sind wir stark – Die tanzenden Bälle

Stationsbeschreibung:
Jede Person greift eine Schlaufe des Schwungtuchs. Dann darf ein Ball gemeinsam in die Luft gewirbelt werden. Schafft er es von der einen zur anderen Seite transportiert zu werden? Vielleicht kann irgendwann das Schwungtuch auch zu einem hohen Dach gezogen werden und einzelne Personen dürfen unter dem Schwungtuch herlaufen und einen neuen Schlaufen-Platz einnehmen?

Gesprächsimpulse:
Wie war es, als Familie gemeinsam den Ball tanzen zu lassen?
War es leicht oder war es schwer?
Wie fühlt es sich an, eine gemeinsame Aufgabe zu haben?

Material:
Schwungtuch, Softball oder Luftballon

Die tanzenden Bälle
Station: Schnur-Segen für Familie

Stationsbeschreibung:
Immer wieder gibt es Zeiten in der Familie, in der Herausforderungen so groß sind, dass ein Geduldsfaden reißen kann oder die Beziehung einen Bruch erlebt. Um sich immer wieder an das Gemeinsame zu erinnern und neue Knoten in zerrissene Schnüre zu binden, gibt es einen Segen für jede Familie. Die Familien nehmen sich eine Schnur und binden sie zu einem Kreis. Jedes Familienmitglied hält sich dann an dem Schnurkreis fest. Während sie die Schnur halten, wird ein Segen für die Familie entweder vorgelesen oder die Familien dürfen selbst mitsprechen.

Segen:
Gott in unserer Familie läuft nicht immer alles rund wie diese Schnur. Manchmal fällt das Miteinander schwer und die Schnur ist kurz vor dem Zerreißen. Hilf uns, uns gegenseitig festzuhalten und unsere Unterschiedlichkeit zu feiern. Und wenn wir das einmal nicht können – danke, dass du dann uns alle mit unsichtbaren Faden trägst und uns verbindest. Wir gehören alle zu deiner großen Familie. Amen.

Material:
Schnüre für jede Familie, Karte mit Segenstext zum Mitnehmen

Schnur Segen

Station: Windsack

Aufbau der Station:
Die Bänder werden gleich lang zugeschnitten (doppelt so lang, wie sie nachher sein sollen!). Die Bänder werden möglichst eng nebeneinander an den Ring geknotet, so dass beide Enden etwa gleich lang nach unten hängen. Zum Aufhängen des Windsacks werden drei gleich lange Schnüre oben am Ring befestigt und miteinander verknotet. Entweder entsteht ein gemeinsamer Windsack oder jede Familie macht sich einen eigenen. Entsprechend müsst ihr mehr oder weniger Material besorgen.

Stationsbeschreibung:
Beobachtet, wie der Wind mit den Bändern spielt. Den Wind selbst könnt ihr nicht sehen, nur seine Wirkung. So ist es auch mit dem Heiligen Geist. Gott selbst oder den Heiligen Geist können wir nicht sehen. Trotzdem ist die Bibel voller Beispiele, wie Gott Menschen bewegen und verändern kann. Nehmt euch pro Familie ein Band und knotet es an den Hula-Hoop-Reifen. So wie der Wind die Bänder bewegt, möchte auch Gottes Heiliger Geist Bewegung und Veränderung in unser Leben bringen.

Gesprächsimpulse:
Gibt es eine bestimmte Situation oder Gewohnheiten in eurer Familie, für die ihr euch Veränderung wünscht?
Wo wünscht ihr euch, wo wünschst du dir, dass Gott etwas in deinem Leben bewegt?
Was hat Gott in meinem Leben schon gemacht? Woran sehe ich, dass es Gott gibt?

Material:
Hula-Hopp Reifen, bunte Bänder (Seidenbänder, Stoffbänder oder Stoffreste in Streifen geschnitten, Geschenkbänder, dünne Kordeln), Scheren, Schnur zum Aufhängen

yellow air lantern on brown wooden post
Bänder werden an einen Ring geknotet, um dann im Wind zu wehen
Station: Seifenblasen

Stationsbeschreibung:
Hier könnt ihr erleben wie die Luft eine Seifenblase füllt. Der Heilige Geist wird oft mit der Luft oder dem Wind verglichen. Er kann uns so erfüllen, wie dein Atem oder die Luft die Seifenblasen füllt. Wenn die Seifenblasen losschweben, schaut den Seifenblasen nach bis sie zerplatzen.

Gesprächsimpulse:
Was ist der Heilige Geist? Habt ihr eine Idee?
Warum stellen wir uns ihn oft als Luft oder Wind vor?
Habt ihr den Heiligen Geist schon mal erlebt?

Material:
Riesenseifenblasen, normale Seifenblasen, evtl. Seifenblasenmaschine

Station: Trostspender

Stationsbeschreibung:
An dieser Station darf sich jede Familie einen eigenen Taschentuchspender basteln und gestalten.
Ein Video für das Basteln der Box findet ihr hier:

https://www.youtube.com/watch?v=jMjyG318NNY

Gesprächsimpulse:
Jesus nennt den Heiligen Geist einmal den Tröster von Gott.
Wann bin ich traurig?
Wer oder was tröstet mich? Rede ich mit anderen Menschen oder mit Gott darüber, wenn ich traurig bin?

white and blue floral tissue box

Material:
Tonkarton, Schablonen für Taschentuchspender, Stifte, Scheren, Bastel-/Flüssigkleber, Material zum Gestalten (Motivlocher, Sticker, Motiv-Papier, Washi-Tape, o.ä.), evtl. kunstvoll gestaltete Verse zur Ermutigung, z.B. Gott sagt: “Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.” (Jes 66,13) oder “Du, Gott, bist allezeit meines Herzens Trost und mein Teil” (Ps 73,26)

Station: Fühlkiste

Aufbau der Station:
Die Fühlkisten werden im Voraus gebaut und befüllt. Dazu ein Griff-Loch in die Kiste schneiden. Den Stoff in mehreren Lagen mit Klebeband vor das Loch kleben und ein paar Streifen einschneiden. Zu jeder Fühlkiste gibt es eine Aufgabe. Zum Beispiel muss ein bestimmtes Tier durch Ertasten aus mehreren Tieren herausgefunden werden (Gegenstände erkennen). Ihr könnt auch in einer Kiste voller Holzkugeln eine Murmel verstecken, die gefunden werden muss (verschiedene Materialien unterscheiden) oder Zähl-Aufgaben stellen – wie viele Wäscheklammern sind in der Kiste?

Gesprächsimpulse:
Wenn das Licht fehlt, müsst ihr euch plötzlich auf eure anderen Sinne verlassen. Welche Sinne braucht ihr dann besonders?
Habt ihr schon mal eine Nachtwanderung gemacht oder wart gemeinsam in einer dunklen Höhle?
Fühlt ihr euch im Dunkeln wohl? Wer mag lieber nicht alleine im Dunkeln sein?

Material:
Schuhkartons oder Windelkartons, Cutter, doppelseitiges Klebeband, blickdichter Stoff als Vorhang; für die Füllung der Kisten: Verschiedene Gegenstände (z.B. kleine Spielsachen wie Schleichtiere)

Station: Salz schmecken

Stationsbeschreibung:
Auf einem Teller liegt eine Natur-Reiswaffel. Auf einem anderen Teller eine Reiswaffel mit Butter und Salz. Von beiden Tellern darf probiert werden.

Gesprächsimpulse:
Findet ihr heraus welche Waffel mit Salz und welche ohne Salz ist?
Wie schmeckt die Reiswaffel mit Salz und wie ohne? Was schmeckt dir besser?
Was verändert das Salz?

Material:
Teller, kleine Reiswaffeln gesalzen und ungesalzen

girl licking jar selective focus photography
Station: Salzexperiment – Münzgeld-Wäsche

Stationsbeschreibung:
Etwa 100 ml Essig und 3 TL Salz in ein Glas geben und gut verrühren, bis das Salz aufgelöst ist. Jetzt das Münzgeld (am besten Kupfer-Münzen) in das Bad geben. Etwas umrühren, herausfischen und abtrocknen. Das Geld glänzt wie neu! Aber Vorsicht: nicht zu oft wiederholen, die Münzen werden jedes Mal auch ein klein wenig dünner.

Gesprächsimpulse:
Salz hat für das Kupfer eine reinigende Wirkung.
Wo können wir helfen, dass Dinge wieder „sauber“ werden, also in Ordnung gebracht werden?

Material:
Branntweinessig, Salz, Glas, Löffel, Küchenpapier oder Geschirrtuch

Feierzeit

Impuls

Salzglas wird gezeigt (Anleitung siehe unten)

Wisst ihr, was hier passiert ist? (Familien raten lassen) Hier hat man ein bisschen Wasser mit viel Salz gemischt und tagelang abgewartet und jetzt ist ein wunderschönes Windlicht entstanden. Aber das ist nicht von heute auf morgen passiert. Das hat ganz viel Zeit gebraucht. Ganz am Anfang sah es noch so aus (ein Glas von Tag 1 zeigen). Und dann ist nach und nach das Salz hochgeklettert und hat das Glas verwandelt. Salz muss wachsen. In der gesamten Kirche Kunterbunt ging es um die Salzmenschen und wie wir selbst zu Salzmenschen werden können – zu Menschen, die Positives in diese Welt hinein streuen und diese Welt schöner, leuchtender, heiler machen. Aber das geht nicht automatisch, das geht nicht zack-zack. Das braucht Zeit. So wie die Salzkristalle nach und nach hochwachsen, so dass das Licht in dem Glas strahlen kann, so dürfen wir auch wachsen. Und wie passiert dieses Wachsen? In einigen Stationen ging es heute bei der Aktiv-Zeit um den Heiligen Geist. Wisst ihr, was der Heilige Geist auch macht? Er stupst uns an, er zeigt uns, wo etwas nicht richtig liegt. Und er kann uns motivieren, dann wie das Salz in dem Glas zu wachsen. Dieses Anstupsen kann so aussehen, dass wir feststellen: Irgendwie mag ich gar nicht, dass andere Menschen meine Sachen mitbenutzen, und irgendwie mag ich gar nicht teilen. Aber ich will das Lernen mehr zu teilen, so wie mit dem Samenherz (Samenherz zeigen). Oder man wird angestupst, wenn man gerade Streit hat und darf so wie bei der Flussüberquerung lernen, es gemeinsam zu machen und wieder eine zerrissene Schnur zusammen zu knoten (Schnur zeigen). Der Heilige Geist kann uns anstupsen, so dass wir wachsen können. So wie Salz in dem Glas. Macht doch gerne alle einmal eure Hände auf eure Herzen und hört, wie sie schlagen. Ihr spürt, dass sich da etwas bewegt. Und jetzt seid mal kurz still, hört wie euer Herz schlägt, und hört mal hin, ob es irgendetwas gibt, wo ihr angestupst werdet: wie könnt ihr zu einem Salzmenschen wachsen? Gibt es irgendetwas Kleines, was ihr dafür tun könnt? (kurze Stille) Und wenn es etwas gibt, dann dürft ihr mutig sein und es tun, weil Gott mit euch ist. Und wenn euch gerade nichts einfiel, dann ist auch das okay. So wie das Salz tagelang das Glas hochkrabbelt, so dürfen auch wir Zeit mit uns haben.  Zeit mit den Anderen haben und Gott – der hat auch Zeit und Geduld mit uns. Wenn das Salz hochgeklettert ist und ganz oben an dem Glas ist, dann kann das Licht umso heller strahlen und verbreitet sich. So passiert das mit dem Salz – es verbreitet sich, es vermehrt sich. Aus unseren kleinen wenigen Schritten wird ein helles Licht. Salz wächst und durch das Licht verbreitet es sich.

Salzglas

Salz-Pfeffer-Fürbitte

Gott, wir haben in unserem Leben Salz (hochheben und zeigen) und Pfeffer (hochheben und zeigen).
In unserer Welt gibt es Schönes, Positives, Helles wie das Salz und es gibt Dunkles, Schweres wie den Pfeffer.
Wir bitten für die einzelnen Pfefferkörner in der Welt, die uns begegnen.
(Stille lassen – jede Person überlegt, wo in der Welt negatives begegnet)
Wir bitten dich für… (Pfeffer in eine Schüssel gestreut)
Du hörst uns und kennst jedes einzelne Pfefferkorn. Wir bitten dich für das Salz, das uns begegnet.
Dass es immer mehr ist als der Pfeffer – dass das Helle, das Dunkle verdrängt.
Wir danken dir für…. (Salz in eine Schüssel gestreut)
Du schenkst uns Salz – danke dafür. Amen.

Material:
Pfeffer- und Salzstreuer oder alternativ, eine schwarze und eine weiße Karte (je nach Familie und Materialaufwand kann jede Familie Salzstreuer und Karte bekommen oder symbolisch für alle etwas in der Mitte liegen)

Salz-Segen

Mit einem Salzstreuer streut sich jeder ein bisschen Salz in die Handfläche.
Schaut euch die Salzkörner in eurer Hand genau an. Jedes Salzkorn ist anders – ein ganz einzigartiges Kristall.
Gott, der Vater, der dich wunderbar und einzigartig wie jedes Salzkorn geschaffen hat, segne dich.
Befeuchtet nun einen Finger und dippt in euer Salzhäuflein. Dann schleckt euren Finger ab.
Jesus, der Sohn, der in dir und bei dir ist, gebe dir die Kraft Salz zu sein in deinem Alltag.
Gott, der Heilige Geist schenke, dass dein Leben Bedeutung bekommt und dein Salz seine Wirkung entfaltet.
Jetzt das restliche Salz von der Handfläche pusten.
So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Material:
Salzstreuer

Liedvorschläge:
  • Salz und Licht Lied (Sebastian Cuthbert, Dania König)
  • Sei mein Licht/My Lighthouse (Rend Collective, Deutsch: Klaus Göttler)
  • Licht leuchtet auf (Worship Family – feat. Steffi Neumann & MAL ANGENOMMEN)
  • Wir glauben an Gott, den Vater (Daniel Kallauch)
  • Gottes kleine Helden (Bastian Basse, Hoffnung kommt von Hüpfen. Das Liederbuch, Luther-Verlag, Bielefeld 2019, Lied Nr. 14)
  • Jeder kann was (Sebastian Rochlitzer, Ich stell die Welt auf den Kopf. Liederheft, Gerth Medien, Asslar 2021, Lied Nr. 6)
  • Sei mutig und stark (Mike Müllerbauer, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 76)
  • Superstar (Mike Müllerbauer, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 44)
  • Volltreffer (Daniel Kallauch, Feiert Jesus Kids, SCM Hänssler, Holzgerlingen 2015, Lied Nr. 43)
  • Tragt in die Welt nun ein Licht (Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend, S. 70)

Essens-Zeit

  • Salzkuchen: Salzkuchen ist ein dünnes, würzig belegtes Brot, ähnlich wie Flammkuchen, Zwiebelkuchen, Quiche Lorraine oder Pizza. Bei der Zubereitung gibt es regionale Unterschiede. In der einfachsten Variante wird Hefeteig dünn ausgerollt, gebacken, noch warm mit zerlassener Butter bepinselt und mit Salz und Kümmel bestreut.
  • Salzkartoffeln: Salzkartoffeln sind geschälte und in Salzwasser gekochte Kartoffeln. Die ähnlichen Pellkartoffeln werden abweichend in ihrer Schale gekocht. Sie gehören zu den traditionellen Beilagen vor allem der deutschen Küche.
  • Salzfleisch: Das Garen im Salzmantel oder in der Salzkruste ist ein traditionelles, besonders schonendes Verfahren zur Zubereitung empfindlicher Zutaten, vor allem von Fischen und Geflügel, aber auch von zartem Fleisch. So zubereitete Gerichte sind sehr saftig und mildaromatisch, die poröse Kruste erlaubt zugleich ein Bräunen der Oberfläche.

Idee für zu Hause

Salzlicht

Erklärung:
Füllt ca. 1 cm grobes Salz in das Marmeladenglas und gießt ein wenig Wasser hinzu. Verrührt das Ganze gut. Dann stellt es an einem warmen Ort. Nach ein paar Tagen könnt ihr das Hochwandern der Salzkristalle an der Glaswand beobachten. Wenn das Salzlicht vor Ort gebastelt wird, kann die Salzlösung im Glas angemischt werden. Danach wird der Deckel draufgeschraubt. Zu Hause wird das Glas dann an einen warmen Ort gestellt und nicht mehr bewegt

Material:
Marmeladenglas, Salz, Wasser, evtl. Beschreibung

Dieser Entwurf ist für den Katholikentag 2022 in Stuttgart mit dem Motto „Leben teilen“ entstanden. Entwickelt hat ihn ein Ökumenisches Team aus Württemberg und Baden. Er eignet sich sehr gut zur Feier des Gedenktags des Heiligen Martins. Dabei kann der Entwurf mit dem klassischen Martinsumzug kombiniert werden oder auch als separate Veranstaltung angeboten werden. Inhaltlich wird neben der Lebensgeschichte des Heiligen Martin das Thema „teilen“ aufgegriffen unter anderem anhand von Lukas 3,11.

Willkommens-Zeit

Zur Begrüßung bekommt jede Person ein Kitkat-Riegel mit dem Hinweis ihn doch bitte zu teilen. Außerdem gibt es Namensschilder für alle. Als Hintergrundmusik können Laternenlieder gespielt werden.

Aktiv-Zeit

Station: BARMHERZIGKEITS-RAD

Material: Glücksrad, Süßis mit einem Barmherzigkeits-Zettel in den Farben des Glücksrads

Stationsbeschreibung:
Barmherzigkeit hat immer auch etwas damit zu tun, sich mitfühlend seinen Mitmenschen zuzuwenden. Ganz besonders denen, die es schwer haben, die krank, einsam oder traurig sind. Und ihnen ganz praktisch Gutes zu tun. Überlegt gemeinsam: Gibt es eine oder mehrere Personen in eurem Umfeld, auf die das zutrifft?
Jede:r aus eurer Familie darf nun einmal am Barmherzigkeits-Rad drehen. Zieht euch dann ein farblich passendes Kärtchen. Darauf steht eine Barmherzigkeits-Idee, mit der ihr aktiv werden dürft. Vielleicht könnt ihr damit der Person/den Personen, über die ihr vorher gesprochen habt, etwas Gutes tun?
(Ihr könnt die Barmherzigkeits-Ideen natürlich auch tauschen, wenn sie zu jemand anderem besser passen. Die Süßigkeit dürft ihr entweder selbst naschen oder an jemanden verschenken.)

Das Barmherzigkeitsrad

Station: HERZ-DOMINO

Material: Dominosteine oder Bauklötze, Steine beschriftet mit „Gottes Herz“ und „Stolpersteine“

Stationsbeschreibung:
Durch das Handeln von St. Martin wurde Gottes Barmherzigkeit deutlich. Diese Barmherzigkeit kann einen Domino-Effekt in uns anstoßen und uns in Bewegung bringen. Das könnt ihr hier beim Herz-Domino erleben.
1. Runde: Stellt die Dominosteine in Herzform auf. Sucht euch den ersten Stein. Auf ihm steht „Gottes Herz“. Gottes Barmherzigkeit stößt in euch Barmherzigkeit an und ihr werdet in Bewegung gesetzt. Ihr dürft jetzt den ersten Stein anstupsen und beobachten, wie sich Gottes Barmherzigkeit ausbreitet.
Gesprächsimpuls:
Was löst Gottes Barmherzigkeit in euch aus? In welchem Bereich wollt ihr euch davon in Bewegung setzen lassen? Was wäre ein erster Schritt, um aktiv zu werden?
2. Runde: Es gibt aber auch „Stolpersteine“, die uns davon abhalten barmherzig zu sein. Dann bleibt das Herz-Domino nicht in Bewegung.
Stellt die Steine nochmal in Herzform auf. Natürlich ist der Stein „Gottes Herz“ wieder der Startstein. Platziert jetzt die Stolpersteine zwischen den Dominosteinen und startet das Domino nochmal. Breitet sich die Barmherzigkeit genauso aus wie in der ersten Runde?
Gesprächsimpuls: Was hindert uns daran barmherzig zu sein? Was sind unsere Stolpersteine?

Das Domino-Herz entsteht
gekipptes Domino

Station: LATERNE

Material: leere Marmeladen-Gläser, Schnur, Scheren, Klebeband, Teelichter

Stationsbeschreibung: St. Martin hat dem armen Bettler Licht und Wärme gebracht. Wie er dürfen auch wir Menschen in Not Licht und Wärme bringen. Hier dürft ihr ein Windlicht oder eine Laterne basteln. Dazu das Glas mit der Schnur und den Knoten verschönern.
Pro Glas benötigt ihr 8 Schnüre, die jeweils die dreifache Glashöhe haben sollten. Halbiert die 8 Schnüre und knotet sie zusammen so dass 16 Schnüre von der Mitte abgehen. Knotet jetzt immer zwei Schnüre mit einem einfachen Knoten zusammen. Lasst dabei ca. 2 cm Abstand zum Mittelknoten. Klebt dieses runde Netz nun auf dem Glasboden fest. Nehmt jetzt je eine Schnur der vorherigen Knoten und verknotet sie mit ca. 2 cm Abstand. Verfahrt so mit allen Schüren, so dass ein Netz um das Glas herum entsteht. Dann geht es mit der nächsten Reihe weiter bis ihr beim Glas oben angekommen seid. Dann das Klebeband lösen und die restlichen Fäden als Aufhängung zusammenknoten. (eine ausführlichere Anleitung gibt es im YouTube-Link)
Wenn ihr wollt, dürft ihr zu Hause auch ein zweites Licht basteln. Dann könnt ihr eines selbst behalten und das andere weiterschenken.

Gesprächsimpuls: Wem könnte ich Licht und Wärme bringen? Was könnte das konkret sein?

das Windlicht entsteht
Anleitung für die Laterne


Station: WER KANN GUT TEILEN?

Material: Tafel, Kreide, Rechenaufgaben

Stationsbeschreibung:
Martin hat seinen Mantel geteilt und so dem frierenden Bettler geholfen. Jesus fordert auch uns auf mit anderen zu teilen. Teste dein Können: Wie gut kannst du teilen? Es wird immer eine Divisionsaufgabe gestellt. Die Lösungen werden auf die Tafel geschrieben. Es kann auch ein Wettbewerb zwischen Eltern oder Eltern und Kinder geben.

Gesprächsimpulse: Wäre der Besitz gerechter verteilt, wenn wir ihn mathematisch auf alle aufteilen würden, so dass wirklich alle gleich viel haben? Mit wem bist du bereit zu teilen?


Station: NOT ENTDECKEN

Material: Wimmelbücher, Post-it-Zettel in Pfeilform

Stationsbeschreibung:
An der Station liegen 2-3 riesige Wimmelbücher. Nehmt euch ein Wimmelbuch und macht euch wie St. Martin auf die Suche nach Menschen, die in Not geraten sind. Oder die sich in einer Situation befinden, in der sie Hilfe gebrauchen könnten. Markiert die Situationen mit einem Klebezettel und zeigt euch gegenseitig eure Entdeckungen.

Gesprächsimpulse: Wie könnte man den Personen helfen, die Ihr entdeckt habt? Hast du so eine Situation schon einmal selbst erlebt? Wer hat Dir geholfen? Wie hast du dich dabei gefühlt? Hast du selbst schon einmal jemandem geholfen, der oder die in Not war?

Not im Wimmelbuch entdecken


Station: SPORT-GESCHICHTE

Material: „Drehbuch“ Workout, viel Platz, evtl. Musik

Stationsbeschreibung: Hier gibt es einen Text für einen St-Martins-Workout. Für diese Station braucht ihr am besten einen abgeschlossenen Raum, in dem Musik laufen kann und dadurch niemand gestört ist. Ein Mitarbeitender liest sich die Geschichte im Vorfeld gut durch und lernt sie nach Möglichkeit auswendig (der Text darf gerne angepasst und verändert werden!). Außerdem sollte er/sie die Bewegungen vorher gut geübt haben, um sie dann flüssig vormachen zu können. Wer Lust hat, kann auch im Sport-Outfit die Geschichte vormachen. Während der Aktiv-Zeit wird die Sport-Geschichte mehrfach immer mit 2-5 Familien durchgeführt. Gerne die Wiederholungen mitzählen und motivieren durchzuhalten. Hier wird die Legende vom Heiligen Martin gemeinsam erlebt und ihr kommt dabei in Bewegung.

Gesprächsimpuls: Braucht Teilen Bewegung? Wie kann ich in Bewegung kommen und beim Teilen aktiv werden?

Station: KALLIGRAPHIE

Material: Gänsefeder, Tintenfass, Transparentpapier, Bilderrahmen, Schreibvorlage (Leben teilen), Geschichte

Stationsbeschreibung: In der Zeit, als Martin von Tours lebte, gab es noch keinen Computer und keine Kugelschreiber. Damals haben die Menschen mit Gänsefedern und Tinte geschrieben .Hier könnt Ihr einmal ausprobieren, wie das funktioniert. Nehmt eine Feder, eine Schreibvorlage (Leben teilen), ein Transparentpapier und die Tinte zur Hand. Legt das Transparentpapier über die Vorlage und schreibt mit Tinte und Feder die Vorlage ab. Lasst die Tinte kurz trocken und legt das Transparentpapier anschließend in einen Bilderrahmen.
Überlegt gemeinsam: Was bedeutet es für Euch als Familie, Leben zu teilen? Mit wem teilt Ihr Euer Leben? Während die Tinte trocknet, könnt ihr Ihr Euch eine Geschichte vom Heiligen Martin durchlesen, die auch mit Gänsen zu tun hat.

Mit einer Gänsefeder schreiben

Die Legende von St. Martin und den Gänsen
Eine Legende berichtet davon, wie Martin von Tours zum Bischof wurde. Martin, der zu dieser Zeit – um 371/372 – im Kloster lebte, wollte eigentlich gar nicht Bischof werden. Aber er war bei vielen Menschen im Volk sehr beliebt. Sie wollten unbedingt, dass Martin Bischof wurde und so überlegten sie sich einen Trick. Ein Mann, der Rusticus hieß, warf sich Martin vor die Füße und gab vor, seine Frau sei krank. Martin müsse mitkommen, denn nur er könne ihr Leben retten.
Die Bürger von Tours begleiteten Martin in die Stadt. Viele meinten, Martin sei der Würdigste für das Bischofsamt. Aber es gab auch ein paar wenige Menschen und einige Bischöfe, die meinten, dass Martin nicht würdig wäre, Bischof zu werden.  Weil er so schmutzige Kleider und ungekämmte Haare hatte.
Martin wollte bei dieser Diskussion nicht dabei sein und wollte sich vor den Menschen verstecken. Da er keinen besseren Ort fand, versteckte er sich in einem Gänsestall. Als die Menschen ihn suchten, fanden sie ihn schließlich in diesem Stall, weil die Gänse durch lautes Geschrei auf den heiligen Mann aufmerksam machten. Martin deutete das als Zeichen Gottes, die Aufgabe des Bischofs zu übernehmen und willigte ein.

Station: WÄRME

Material: Eiswürfel mit eingefrorenem Gegenstand (z.B. Glasnugget, Glasherz), Wanne, evtl. Handtuch

St. Martin hat durch das Teilen seines Mantels dazu beigetragen, dass es einem anderen nicht mehr kalt war. Nehmt euch einen Eiswürfel. Versucht, ihn mit den Händen durch eure Körperwärme zum Schmelzen zu bringen. Damit nicht einer alleine kalte Hände bekommt, gebt den Eiswürfel weiter. Wie lange braucht ihr, bis ihr den Gegenstand, der im Eiswürfel festgefroren ist, in Händen halten könnt?

Gesprächsimpulse: Wie fühlt sich Kälte an? Wie können wir können wir Wärme teilen? Wie hat sich das angefühlt, als du jemandem geholfen hast-eher warm oder eher kalt? Warum?

Station: Casino-Tisch

Material: Glücksspiel, Roulette

Stationsbeschreibung: Es wird das Glücksspiel Roulette gespielt. Die Spieler bekommen Chips oder alternativ Süßigkeiten. Wenn ein Spieler gewinnt, bekommt er einen riesigen Haufen Süßigkeiten. Was er/sie mit diesen macht, bleibt ihm/ihr überlassen.

Gesprächsimpulse: Ist die Aufteilung der Süßigkeiten gerecht? Hat der Gewinner das verdient? Das Leben teilt den Besitz nicht gerecht auf. Reichtum ist auf der Welt ungerecht verteilt. Manche haben mehr Glück als die anderen. Wie fühlt man sich als „Verlierer“. Was könnte der Gewinner tun, um etwas daran zu ändern?

Station: St. Martins Memory

Material: ausgedruckte Memory-Karten

Stationsbeschreibung: Ein tolles Memory zur Martins-Geschichte findet ihr hier: https://www.familien234.de/313/das-fest/st-martin/basteln-und-kochen/martins-memory/. Ihr könnt das Memory ausdrucken und die Familien können es wie ein Memory spielen. Alternativ kann man es auch als „Klatsch-Memory“ spielen. Dazu wird nur ein „Set“ offen ausgelegt. Das andere kommt auf einen Stapel. Dann wird jeweils eine Karte umgedreht. Die Spieler müssen nun so schnell wie möglich auf das selbe Bild klatschen. Wer am Schnellsten war, bekommt die Karte. Es wird gespielt bis alle Karten aufgeteilt sind. Während dem Spielen kann anhand der Fotos die Geschichte vom Hl. Martin erzählt werden.
Wer will kann zu den Bildern einen kleinen Text schreiben und zusammen mit dem verkleinertem Bild auf die eine Memorykarte drucken. Die andere bleibt wie in der Vorlage. Beim Spiel müssen dann wie beim normalen Memory die passenden Bilder gefunden werden und durch die Texte erfahren die Familien mehr über das Leben des Hl. Martin.
Redaktioneller Hinweis: Wenn jemand Texte zu den Memory-Karten entwickelt – dann schickt sie uns gerne und wir veröffentlichen sie hier!

Gesprächsimpulse: Welches der Bilder gefällt dir am besten? Und Warum? Welches Bild findest du nicht passend zur Martins-Geschichte? Welches Bild könnte es auch noch geben? Was findest du an dem Hl. Martin besonders interessant?

Station: St. Martin Quiz

Feier-Zeit

Impuls
Material: Pinata-Herz, Schwert, Brausetütchen

Direkt vor dem Impuls wird das Lied „Wir teilen miteinander“ gesungen. Evtl. zum Start eine Strophe wiederholen.
Teilen – für manche Ohren hört sich das schön an. Wenn wir meine Töchter fragen würden, dann würden sie sagen: Teilen ist total doof! Weil es für sie bedeutet, etwas abgeben zu müssen, selbst weniger zu bekommen. Wir haben ja in der letzten Stunde ganz unterschiedliche Sachen zu „Teilen“ erlebt. Wir haben verschiedene Erfahrungen gemacht – hoffentlich auch positive. Ich wünsche mir, dass wie hier heute rausgehen mit dem Gedanken, dass Teilen etwas Schönes ist, etwas Positives – etwas, dass Gott sich wünscht. Denn wenn wir gut leben wollen, so wie es Gott gefällt, dann gehört teilen dazu. Johannes der Täufer wird einmal gefragt wie das „gut leben“ geht. Wie man gut lebt. Und er antwortet darauf: „Wer zwei Hemden hat, soll dem eins abgeben, der keines hat.“ Und das Problem beim Teilen ist doch, dass wir das Gefühl haben – wenn ich etwas teile wird es weniger. Wenn ich zwei Hemden oder T-Shirts habe und eines abgebe, dann habe ich ja nur noch eins. Mathematisches materielles Teilen. Aber vielleicht reicht mir ja ein Hemd? Und ich brauche gar keine zwei? Und vielleicht bekomme ich ja etwas ganz anderes geschenkt, wenn ich ein Hemd abgebe, wenn ich teile? Und das mathematisch Richtige „Ich habe jetzt effektiv weniger (nämlich nur noch ein Hemd) wird verändert, dadurch das ich etwas anderes bekomme. Zwar kein Hemd, vielleicht auch nichts Sichtbares oder Messbares. Vielleicht aber Liebe, Frieden oder Segen.
Ich sage euch heute etwas verrücktes – nämlich: Wenn wir etwas teilen, dann wird es mehr. Ihr glaubt es nicht? Ich habe euch dieses Herz mitgebracht. Es ist ein Herz. Und ich werde es jetzt teilen. Und wir schauen mal, ob aus diesem einen Herz durch das Teilen mehr wird. In Erinnerung an den Heiligen Martin habe ich zum Teilen ein Schwert mitgebracht. (Das Pinata-Herz wird geteilt und es kommen viele Brausetütchen heraus).

Die Herz-Pinata wird mit dem Schwert geteilt


Es ist mehr geworden. Aus einem Herz wurden viele Brausetütchen – so viele, dass es für uns alle reicht. Und natürlich bekommt ihr nachher auch alle eins. Ich habe bewusst ein Herz ausgesucht, das ich geteilt habe. Denn ich glaube zum guten Teilen gehört, dass wir unser Herz aufmachen. Dass wir es öffnen. Uns berühren lassen von der Not Anderer. Und das abgeben, was uns möglich ist. Und vielleicht ein bisschen mehr. Nicht nur den alten Schrott, den sowieso keiner mehr will. Durch das Teilen tun wir Gottes Willen. Das Schönste daran ist, dass Gottes Liebe sich dadurch in der Welt zeigt. Durch uns! Jeden einzelnen von uns. Dadurch, dass wir teilen, unser Herz berühren lassen, zeigt sich Gottes Liebe. AMEN.

Luftballon-Gebet
Zwei (Riesen-) Luftballons in zwei unterschiedlichen Farben aufblasen. Auf den einen Ballon „DANKE“, auf den anderen Ballon „BITTE“ schreiben. Die Ballons werden dann beim Luftballon-Gebet in die Luft geworfen. Ziel ist, dass die Ballons immer in der Luft bleiben.

EineR: Großer Gott, wir wollen dir Danke sagen. Danke für jeden, der heute hier ist.

Jetzt wird der „DANKE“- Ballon in die Luft geworfen. Die Person, bei der der Ballon ankommt, darf laut oder leise eine Sache sagen, für die sie dankbar ist. Währenddessen darf sie den Ballon weiter in die Luft stoßen. Am Ende der Danke-Runde den Ballon fangen und zur Seite legen.

Großer Gott, du siehst was uns traurig macht oder was uns auf dem Herzen liegt. Wir bitten dich für alle kranken Menschen.

Jetzt den „BITTE“- Ballon hochwerfen.  Am Ende den „Bitte“-Ballon fangen und zur Seite legen. Und laut gemeinsam AMEN“ rufen. 

Das zerbrochene Herz und die Riesenluftballons

Prickel-Segen
Jeder Besucher bekommt ein Brause-Tütchen. Dann wird der Prickel-Segen gesprochen:

Gott beschenkt dich mit allem, was du brauchst.
Brause aufreißen
Jesus macht dein Leben aufregend und prickelnd.
Mit dem Finger in die Brause dippen.
Der Heilige Geist lässt dich überschäumen und Gottes Liebe in die Welt tragen.
Brause in den Mund kippen
Amen.

Lieder

Wir teilen Miteinander – Lied für den Katholikentag 2022 (Bastian Basse, Liederpfarrer)

Essens-Zeit

Klassisch könnten bei der Essens-Zeit gebackene Gänse verteilt werden. Beim Katholikentag gab es ein Konfetti-Brot für alle. Wer „richtiges“ Essen anbieten möchte könnte im Vorfeld mehrere Köche:innen um einen Topf Kürbissuppe bitten. So kann dann ein gemeinsames Suppe-Essen der Abschluss sein.

Ideen für zu Hause

Als Idee für zu Hause kann ein Bastel-Set für eine weitere Laterne mitgegeben werden oder auch zwei Luftballons, um das Luftballon-Gebet zu Hause wiederholen zu können. Ebenso möglich wäre ein Brausepäckchen mit dem Prickel-Segen oder ein KitKat Riegel zum Teilen üben.

1. Vorüberlegungen

Für viele Jugendliche ist Stille ungewohnt. Unser Leben ist eher laut als leise. Bei vielen läuft immer Musik, wir quatschen im Freundeskreis und auch beim Jugo wollen wir fetten Sound anstatt peinlicher Stille. Doch eben weil unser Leben eher zu laut ist, macht ein Jugo mit leisen Tönen durchaus Sinn.

Die lectio divina (lateinisch, wörtlich „göttliche Lesung“) ist eine alte Methode, die Bibel zu lesen. Dabei wird der Text nicht studiert und mit dem Kopf auseinandergenommen, sondern meditiert und im Herzen bewegt. Die Worte werden langsam gelesen und nach jedem Halbsatz ist eine Pause. Sie lässt Platz für all das, was der Text in einem auslöst. Dabei kann es zu einem richtigen Kopfkino kommen: mit Bildern, Gerüchen und Geräuschen. Das kann sogar so weit gehen, dass man in die Szene einsteigt und Teil der Geschichte wird.  

Miteinander still sein kann dabei so ungewohnt sein, dass es nur mit Jugendlichen möglich ist, die sich als Gruppe schon vertraut sind. Wie auch immer sich euer Gottesdienst zusammensetzt, Ruhe muss vorbereitet und angeleitet werden. Dazu der nächste Punkt.

2. So könnte es gehen: von laut zu leise

Einstieg

Um die Jugendlichen in diese ungewohnte Stille zu begleiten, braucht es zu Beginn eine Brücke zwischen laut und leise. Ihr könntet z.B. einmal euren Sound voll aufdrehen, euch zwei Minuten beschallen lassen oder ihr brüllt und schreit miteinander. Mit einem vereinbarten Signal werden dann alle auf einmal still. Wenn ihr euch für das gemeinsame Brüllen entscheidet, könnt ihr die Übung auch mehrmals hintereinander machen: Volle Lautstärke und dann Stille. Stellt dazu ein paar Fragen: „Wie fühlt sich das an für dich?“ „Was geht dir durch den Kopf?“

Im Ablauf würdet ihr zuvor wohl ein paar einführende Worte sagen zum Thema laut und leise. Die Frage „Ist dein Leben zu laut?“ eignet sich gut für einen solchen ersten Teaser. Dann lasst ihr es laut und leise werden, bis hoffentlich alle gut in der Ruhe angekommen sind.

Runterkommen und ruhig werden: Atemübung

Wenn ihr still geworden seid, könnt ihr eine kleine Atemübung anschießen. Damit die Jugendlichen wissen, was passiert und sich nicht verloren fühlen, solltet ihr an dieser Stelle erklären, was im Folgenden geschieht: Atemübung und Bibeltext, der mit vielen und langen Pausen gelesen wird. In diesen Pausen sollen sich die Jugendlichen ganz in den Text einfühlen: Was für Bilder tauchen auf? Kannst du etwas riechen? Was hörst du? Wo stehst du in dieser Geschichte – irgendwo am Rand oder mittendrin, gar in der ersten Reihe?

Jetzt aber erst einmal die Atemübung. Eine Person leitet die Übung an:

Setzt euch aufrecht hin.

Nehmt ein paar tiefe Atemzüge.

Schließt die Augen.

Der Atem kommt und geht. Ganz von allein. Ohne, dass du etwas tun musst. Es atmet in dir.

Wir achten auf unser Ausatmen.

Im Ausatmen geben wir her. Wir lassen los.

Was willst du gerade loslassen?

Als nächstes achten wir auf einen geheimnisvollen Augenblick. Es ist der Augenblick, wenn das Ausatmen zu Ende ist und das Einatmen noch nicht begonnen hat.

Nie ist der Mensch so ruhig wie in diesem kleinen Augenblick.

Schließlich achten wir auf unser Einatmen.

Im Einatmen kommt Neues in uns hinein.

Ich lese aus der Bibel: [Bibeltext]

Der Bibeltext

Eine Person, die eine möglichst angenehme und tragende Stimme hat, liest den Text. Dabei sind die Pausen entscheidend: Nach jedem Halbsatz wartet sie ab und lässt eine großzügige Lücke (60-90 Sekunden). Das ist sicherlich ungewohnt und doch entscheidend für diese Form, die Bibel zu lesen. Je nach Länge des Textes, könnt ihr ihn nochmals lesen.

Bei der Auswahl des Textes seid ihr frei. Damit in den Jugendlichen Bilder, Gerüche und Geräusche aufsteigen, eigenen sich Geschichten, aber auch Psalmen sind denkbar: Ps 23 oder eine Jesusgeschichte wie die Sturmstillung, Speisung der 5000 usw.

Was in den einzelnen Personen bewegt und wachgeküsst wird, wissen wir nicht. Je nach Vertrautheit der Gruppe, kann es am Ende des Textes unterschiedlich weitergehen.

Sich ausdrücken

Spannt im Gottesdienstraum eine Wäscheleine und habt Wäscheklammern bereit, ebenso Papier und Stifte. Wer möchte, kann ein Wort, einen Satz, ein Bild, einen Gedanken, eine Frage, ein Gefühl, was eben in der Meditation aufgepoppt ist, auf das Papier bringen und an die Wäscheleine hängen. Nach dem Gottesdienst können die Jugendlichen alles ansehen und so miteinander teilen, was ihnen wichtig wurde an dem Text und jetzt oben aufliegt.

Falls ihr es mit einer sehr vertrauten Gruppe zu tun habt, sind natürlich auch Gespräche in Murmelgruppen denkbar.

Abschluss: Gebet und Segen

Wie ihr abschließt und den Jugo zu Ende bringt, ist euch überlassen: ob ihr leise und ruhig mit einem Gebet und Segen enden wollt oder zum Beispiel nochmals gemeinsam singen möchtet.

3. Möglicher Ablauf in Kurzform

Ankommen mit Singen (laut)

Von laut zu leise

Atemübung (leise)

Meditative Predigt

Wäscheleine

Gebet

Segen

Eine Bibel liegt aufgeschlagen auf dem Altar. Die Augen sind nach vorne gerichtet. Die Jugendlichen, die den Jugendgottesdienst besuchen, nehmen sie wahr. Aber ist das schon alles?! Wie gelingt es, dass junge Menschen mündig werden im Umgang mit der Bibel? Wie können sie im Rahmen von Jugendarbeit und Jugendgottesdiensten die Bibel für sich entdecken? Dazu gibt es verschiedene Bausteine und Einheiten.

Willkommens-Zeit

Diese Kirche Kunterbunt Einheit geht am Disney- Film: „Die Eiskönigin- völlig unverfroren“ entlang. Als kurze Einführung (und für alle, die den Film nicht kennen) kann die Handlung des Films kurz anhand der folgenden Nacherzählung erzählt werden:

Nacherzählung des Disney- Films: Die Eiskönigin – völlig unverfroren
Das Königreich Arendelle war ein geschäftiger, friedlicher Ort. Er lag verborgen in den Bergen des hohen Nordens und in manchen Nächsten zauberten die Nordlichter wunderschöne Farben an den Himmel. Arendelle wurde von einem König und einer Königin regiert. Ihre beiden Töchter Elsa und Anna waren die Freude ihres Herzens. Jedoch besaß Elsa besondere Kräfte: sie konnte Dinge gefrieren lassen und mit ihren bloßen Händen Schnee herstellen. Die zwei Schwestern waren unzertrennlich. Als aber Elsa einmal beim Spielen ihre jüngere Schwester versehentlich mit einem Eisstrahl trag, fiel Anna verletzte zu Boden und hatte von da an eine weiße Strähne im Haar. Das Königspaar suchte daraufhin Hilfe bei den Trollen, die besondere Heilkräfte hatten, Anna retteten und ihre Erinnerung an den Unfall auslöschten. Wieder zuhause verriegelten der König und die Königin alle Schlosstüren und lehrten Elsa, ihre Kräfte zu kontrollieren, damit niemand davon erfahren konnte. Nur immer dann, wenn Elsa wütend wurde, brachen ihre Kräfte wieder aus ihr hervor. Von da an mied Elsa ihre Schwester Anna aus Angst, sie noch einmal zu verletzen. Als Elsa alt genug, und das Königspaar bereits gestorben war, wurde sie zur neuen Königin gekrönt. Für einen einzigen Tag wurden die Tore des Schlosses geöffnet, um die Krönung zu feiern. Während Anna sich unheimlich freute, viele Menschen zu treffen, hoffte Elsa, den Tag zu überstehen, ohne dass jemand etwas von ihren Kräften merkte. An diesem Tag trag Anna den Prinzen Hans, in den sie sich verliebte und von dem sie dachte, er sei perfekt für sie. Am gleichen Abend noch wollten sie ihre Verlobung bekannt geben. Elsa war jedoch so entsetzt über die voreilige Entscheidung, dass sie die Verlobung verbot. Daraufhin gerieten die Schwestern in Streit miteinander und völlig außer sich schoss Elsa einen Eisstrahl, der den ganzen Saal mit Eiskristallen bedeckte. Verzweifelt darüber, dass ihr Geheimnis entdeckt worden war, floh Elsa aus dem Schloss während ganz Arendelle in Schnee und Eis versank. Auf dem Gipel des Nordbergs erschuf sich Elsa einen Eispalast, wo sie ihren Kräften freien Lauf lassen konnte. Anna wollte Elsa finden, weil sie ihre Schwester vermisste und nur Elsa Arendelle vom Eis befreien konnte. Auf der Suche durch den Schnee lernte Anna Kristoff und sein Rentier Sven kennen. Mit Kristoffs und Svens Hilfe brach Anna zum Nordberg auf. Nach einigen Abenteuern auf der Reise begegnete ihnen Olaf, der Schneemann, der ihnen bei der Suche nach Elsa behilflich sein wollte. Als sie Elsa in ihrem Eispalast fanden, wollte die sich nicht überzeugen lassen, zurück nach Arendelle zu kommen. Sie war so voller Angst weil sie nicht wusste, wie sie ihre Kräfte bezwingen konnte. Als sie erneut von ihren Gefühlen übermannt wurde, traf sie Anna mit einem Eisstrahl mitten ins Herz. Elsa jagte Anna und ihre Freunde davon. Auch die Trolle, zu denen Kristoff Anna brachte um ihr zu helfen, waren machtlos. Sie erklärten Anna, dass sie für immer zu Eis gefrieren würde, wenn der Zauber nicht innerhalb eines Tages aufgehoben würde. Allerdings konnte nur ein Akt der wahren Liebe ihr gefrorenes Herz auftauen. In der Hoffnung, dass die Liebe von Prinz Hans Anna retten könnte, brachte Kristoff sie zurück nach Arendelle. Prinz Hans stellte sich jedoch als Betrüger heraus, der immer nur die Absicht hatte, in Arendelle zu herrschen und nur vorgegeben hatte, Anna wirklich zu lieben. Stattdessen hatte er Elsa gewaltsam aus ihrem Eispalast geholt und siein Arendelle eingesperrt. Elsa konnte jedoch fliehen. Als Prinz Hans dies bemerkte, jagte er ihr hinterher und wollte sie mit seinem Schwert töten. In letzter Sekunde konnte Olaf Anna zu Elsa bringen und mit letzter Kraft warf sich Anna vor Elsa bevor sie vollständig zu Eis gefror. Das Schwertzersplitterte mit lautem Klirren. Daraufhin geschah etwas Seltsames. Anna begann wieder aufzutauen. Durch ihr Opfer hatte Anna ihrer Schwester gezeigt, dass Liebe stärker ist als Angst. Durch ihren wahren Akt der Liebe, konnte ihr gefrorenes Herz auftauen. Elsa erkannte, dass sie ihre Kräfte nur durch Liebe beherrschen konnte. So schmolzen Schnee und Eis in Arendelle und der Sommer kehrte zurück. Das Königreich Arendelle war von nun an wieder ein fröhlicher Ort und Anna und Elsa wussten, dass nie wieder etwas zwischen ihnen stehen würde.

Aktiv-Zeit

1. Schneeflockenzauberstab

Stationsbeschreibung:
Eislandschaften sind wunderschön und jede Schneeflocke ganz besonders. Aber auch jeder von uns ist von Gott ganz wunderbar und einzigartig gemacht.
„Gott erschuf jeden von uns unterschiedlich und einzigartig.“ (Psalm 139, 13)
1. Schneeflockenvorlage auf festes Papier ausdrucken und grob ausschneiden.
2. Die Schneeflocke gern verzieren oder anmalen.
3. Anschließend verschiedene Bänder zusammenbinden und mit Tesa o.ä. am Strohhalm befestigen.
5. Den Eiskristall daran befestigen – fertig!
Gesprächsimpuls:
Sprecht darüber, dass jeder von uns einzigartig und besonders ist. Wie zauberhaft ist das?

Material:

  • Schneeflockenvorlage
  • weiße Pappe
  • weiße Bändel
  • Pailletten
  • Strohhalme
  • Scheren
  • Klebstoff

2. Schneemann Olaf aus Salzteig

Stationsbeschreibung:
Olaf ist ganz aus Schnee. Schön weiß.
So spricht der Herr: „Kommt, wir wollen miteinander verhandeln, wer von uns im Recht ist, ihr oder ich. Selbst wenn eure Sünden blutrot sind, soll ihr doch schneeweiß werden.“ (Jesaja 1,18)
Gesprächsimpuls:
Sprecht darüber, dass Farben manchmal Dinge symbolisieren. Die Farbe Weiß symbolisiert Reinheit und Unschuld. Welche Farben symbolisieren noch andere Dinge?

Material:

3. „völlig unverfroren“ Kopfschmuck (Elsas Krone, Svens Geweih)

Stationsbeschreibung:
1. Die Papierstreifen auf die Größe eures Kopfes zuschneiden
2. Anschließend die Vorlagen auf Karton drucken, ausschneiden, verziehren und am Papierstreifen befestigen.
3. Fertig ist die Krone oder das Geweih
Elsa verhält sich, obwohl sie es eigentlich gar nicht möchte, Anna gegenüber gemein und verletzt sie damit sehr. Dennoch gibt Anna sie nicht auf.
„Aber euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen; segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch Böses tun.“ (Lukas 6, 27+ 28)
Gesprächsimpuls:
Sprecht darüber, wann es euch leicht, und wann es euch schwerfällt, andere lieb zu haben. Wenn Jesus sagt, wir sollen sogar unsere Feinde lieben, ist das ganz schön schwierig. Aber mit Gottes Hilfe ist es möglich. Mit Gottes Hilfe ist alles möglich. Trage ein Stirnband, um zu zeigen, dass du mit Gottes Hilfe so stark wie Elsa sein kannst, so liebevoll wie Anna, so selbstlos wie das Rentier Sven oder so helfend, wie die Steintrolle.

Material:

  • Papierstreifen für Bänder um den Kopf
  • Sticker
  • Karton
  • Geweihvorlagen
  • Farben
  • klebende Juwelen, etc.

4. Schneebild

Stationsbeschreibung:
Mixe zu gleichen Teilen Rasierschaum und Klebstoff, um weiße Schneeflocken zu malen.
Am Ende der Geschichte finden Anna und Elsa wieder zusammen, obwohl Elsa sich oft falsch verhalten hat.
Gesprächsimpuls:
Niemand von uns ist ohne Fehler, bis wir Gott um Vergebung bitten. Dann werden wir rein von unseren Fehlern- sogar weißer als Schnee. (nach Psalm 51,7)

5. „völlig unverfroren“ – Schneekugel

Stationsbeschreibung:
1. Zuerst einmal muss überprüft werden, wie hoch der Behälter ist, dementsprechend hoch können auch die Aufkleber sein.
2. Nun benutzen wir durchsichtiges Klebeband um die Aufkleber vor Feuchtigkeit zu schützen. Überlappt 2 Klebebandstreifen und klebt eure Aufkleber darauf. Anschließend mit einer weiteren Klebebandschicht abdecken.
3. Überschuss abschneiden und einen Ring formen, der in das Gefäß passt.
4. Fügt nun Glitzer in das Gefäß.
5. Die Schneekugel muss jetzt nur noch vollständig mit Mineralöl gefüllt werden (Öl bewirkt, dass der Glitzer sich langsamer bewegt und man somit den Schneefall beobachten kann.
6. Fixiert den Deckel noch etwas mit Klebstoff, damit nicht ausversehen eine riesige Ölsauerei entstehen kann. Fertig ist die Frozen-Schneekugel.
Anna, Elsa, Sven und Kristoff müssen durch einen schweren Schneesturm.
In der Bibel steht, dass Jesus durch seine Macht einen Sturm gestillt hat. (Matthäus 8, 23-27)
Gesprächsimpuls:
Sprecht darüber, ob und wann ihr schon einmal stürmische Zeiten in eurem Leben erlebt habt. Wenn Situationen in unserem Leben schwierig sind, dürfen wir Jesus bitten, mit uns zu sein. Er kann auch unsere Stürme stillen.

Material:

  • kleiner Plastik- oder Glasbehälter mit Deckel
  • Glitzerstaub
  • durchsichtiges Klebeband
  • Eiskönigin- völlig unverfroren- Aufkleber
  • Mineralöl
  • Klebstoff

6. Eispalast (Experiment!)

Stationsbeschreibung:
Platziert die „Eis-Ziegelsteine“ auf einem Tablett. Streut Salz über das Eis und schaut beim Schmelzen zu. Mit Pipetten könnt ihr Lebensmittelfarbe in die Eisspalten tropfen. Das sieht toll aus!
Elsa zieht sich nach ihrem Streit mit Anna in ihren Eispalast auf den Nordberg zurück. Sie trifft Anna aus Versehen mit einem Eisblitz mitten ins Herz.
„Die Liebe kann ein gefrorenes Herz schmelzen.“ (1. Joh. 4,18)
Gesprächsimpuls:
Sprecht darüber, ob es so etwas wie gefrorene Herzen auch in Wirklichkeit gibt. Was denkt ihr, wie das passieren kann, dass Herzen hart wie Eis werden? Unser Herz kann durch Jesu Liebe verändert werden.

Material:

  • große Eisblöcke (in großen Behältern eingefrorenes Wasser)
  • Salz
  • evtl. Lebensmittelfarbe

7. Liebesbox

Stationsbeschreibung:
Anna wirft sich auf Elsa, um ihr das Leben zu retten und opfert sich für sie. Dadurch werden Elsa und Anna erlöst.
„Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, weil Gott ist Liebe.“ (1. Joh. 4,8)
Gesprächsimpuls:
Sprecht darüber, was echte Liebe ist. Jesus hat sich für uns geopfert weil er uns liebt. Bastle eine Herz- Box und schreibe deinen Namen rein. So kannst du dich immer wieder daran erinnern, dass Jesus dich in seinem Herzen hat und dich liebt.

Material:

  • Papier (16cm x 16cm)
  • Buntstifte
  • Pailletten zur Deko

8. Kartoffeltroll

Stationsbeschreibung:
Schnitzt aus dem Gemüse kleine Fantasie- Figuren (ACHTUNG: hier müssen auf jeden Fall die Eltern den Kindern mit den Messern helfen) und verziert sie mit Zahnstochern z.B. als Arme und Beine (das Gemüse kann später auch in einem Eintopf für die Essens- Zeit noch einmal Verwendung finden)
Die Steintrolle sind Kristoffs Freunde und Helfer in der Not.
„Gott ist unsere Zuflucht und Stärke, ein bewährter Helfer in aller Not.“ (Psalm 46,1)
Gesprächsimpuls:
Sprecht darüber, wer für euch wichtige Freunde und Helfer in der Not sind. Wem vertraust du in schwierigen Zeiten? Wer ist immer für dich da?

Material:

  • verschiedene Gemüsesorten
  • Kartoffeln
  • Zahnstocher
  • Bretter
  • Messer

9. Olaf aus Socken

Stationsbeschreibung:
Stopfe einen weißen Socken mit Watte aus, benutze elastische Bänder/Wolle um den Körper zu formen. Winde einen Draht um den Körper für die Arme. Benutze Filzstifte zum Dekorieren.
Olaf, der Schneemann ist ein lustiger Geselle und kennt eigentlich keine Angst.
„Die Liebe kennt keine Angst. Wahre Liebe vertreibt die Angst.“ (1. Joh. 4,18)
Gesprächsimpuls:
Sprecht darüber, wann ihr besonders fröhlich seid. Ist es möglich, fröhlich zu sein, wenn man Angst hat? Wie fühlt man sich, wenn man Angst hat?

Material:

  • weißer Socken
  • Watte
  • elastische Bänder/ Wolle
  • um den Körper zu formen, dünnen Draht
  • Filzstifte oder Permanentmarker

10. Rentier Sven- Kekse

Stationsbeschreibung:
Gestaltet miteinander Sven- Kekse.
Sven, das Rentier, ist freundlich, hilfsbereit, und selbstlos.
Stecht runde Kekse aus dem Teig aus, packt ein Smartie als Nase in dei Mitte, Brezeln dienen als Geweih.
„Behandelt die Menschen so, wie ihr selbst von ihnen behandelt werden wollt…“ (Matthäus 7,12)
Gesprächsimpuls:
Sprecht über eine freundliche Tat, die ihr erlebt habt.

Material:

  • Keksteig
  • runde Keksausstecher
  • Smarties
  • Salzbrezeln oder Schokolade

Feier-Zeit

(Der Film „Die Eiskönigin- völlig unverfreoen“ bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Feier- Zeit. Wir stellen euch hier vier unterschiedliche Anknüpfungspunkte vor. Entscheidet selbst, welcher für Euch am besten passt und welchen ihr weiterführen wollt.)

1. Anknüpfungspunkt: Angst + Sorgen
Einmal haben wir Elsa mit besonderen Kräften, die alles gefrieren kann – aber sie hat Angst. Angst, irgendetwas anzufassen. Sie ist eingesperrt und will nicht mehr mit ihrer Schwester Anna spielen, aus Angst sie könnte Anna weh tun. Ich frage mich, wie sich das anfühlt. Ich frage mich auch, ob ihr euch vor irgendetwas fürchtet, so wie Elsa? Vielleicht hast du auch Angst, vielleicht sogar Angst, etwas Falsches zu tun? Zu Jesus darfst du kommen mit all deiner Angst. Jesus sagt: Gib mir all deine Sorgen, ich werde mich um dich kümmern. Und bei Jesus darfst du Fehler machen. Das entlastet.

2. Anknüpfungspunkt: Einsamkeit
Dann ist da Anna. Sie ist verspielt, sie will Spaßhaben, ist voller Abenteuerideen, aber sie ist einsam – sie hat keine Freunde zum Spielen. Ich frage mich, ob du dich schon jemals einsam gefühlt hast? Vielleicht haben dich Menschen verlassen, die dir einmal sehr wichtig waren. Einsamkeit ist ein bitteres Gefühl. Jesus möchte dein Freund sein. Er ist mit dir und lässt dich nicht allein.

3. Anknüpfungspunkt: Wut
Anna trifft Hans und sie wollen heiraten, aber als sie Elsa das erzählen, wird Elsa wütend. Sie verliert die Kontrolle und gefriert den Boden – jeder schaute Elsa an: Ist sie verhext? Ist sie verrückt? Letztendlich verliert sie ganz die Kontrolle über sich und rennt weg. Ich frage mich, ob du dich jemals wie Elsa gefühlt hast: wütend, so dass du die Kontrolle über dich verloren hast, einfach laut rausgeschrien hast und am liebsten einfach wegrennen wolltest. Jesus sagt: Komm zu mir – renne zu mir. Bei mir kannst du ausruhen und inneren Frieden finden.

Schneeballgebet:
Schreibe oder zeichne deine Angst, deine Wut oder deine Einsamkeit auf ein Blatt Papier. Wenn alle fertig sind, knüllt das Papier zu einem Ball und, nach einem 1,2,3-Countdown, werfen alle ihre Schneeball-Gebete auf ein Ziel (z.B. ein Holzkreuz)

Anwendungsmöglichkeit für die Corona-Zeit:
Der Entwurf kann als Stationenlauf rund um Gemeindehaus / Kirche oder auch als Schnitzeljagd umgesetzt werden. Dann können Familien alleine oder in kleinen Gruppen zu den Stationen und diese eigenhändig durchführen. Evtl. kann ein Mitarbeitender am Start begrüßen und die Aktion erklären oder auch einzelne Stationen können durch einen Mitarbeitenden besetzt werden. Als Einladung kann ein Start-Paket mit Material im Vorfeld an die Kirche Kunterbunt Familien verteilt werden. Dann ist nicht so viel Material vor Ort notwendig. Die Elemente der Feier-Zeit können an Stationen eingebaut werden (z.B. Aktion zum Lied „Gott dein guter Segen“, Impuls oder Fallschirm-Segen).

Ziel:
Durch das Thema Regen bekommen Familien einen Zugang zu dem schwer greifbaren Thema Segen. Auf vielfältige Weise erleben sie die Ähnlichkeiten und Unterschiede von Regen und Segen. Familien werden motiviert im Alltag Räume für Segen zu schaffen und auch selbst zu segnen.

Biblischer Hintergrund:
In 1. Mose 12,1-4 berichtet uns die Bibel davon, dass Gott Abraham den Auftrag gibt sein Land zu verlassen, weil er ihm ein neues Land zeigen will. Ein großer Schritt für Abraham. Aber er muss diesen Schritt nicht allein gehen, denn Gott segnet ihm und verspricht ihn, dass er selbst zum Segen werden wird.

Aktiv-Zeit

1. Segensstation

Stationsbeschreibung:
Familien kommen unter den Regenschirm. Dort können sie für sich beten lassen und werden gesegnet.
Gesprächsimpuls:
Hier könnt ihr euch als Familie segnen lassen. Gerne dürft ihr ein Anliegen nennen oder eine Herausforderung benennen. Wir beten für euch als Familie und segnen euch. Denn Gott will euch als Familie segnen!
Für die Corona-Zeit können Segenskärtchen und ein Schirm bereitgelegt werden und die Familien dürfen sich den Segen gegenseitig zusprechen.

Material:

  • Schirm
  • Segenskärtchen
Schirm

2. Buttons

Stationsbeschreibung:
Button mit Name, Tropfen und „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“. Alternativ können auch runde Papierkreise laminiert werden und mit einer Sicherheitsnadel zum Anstecker werden.
Gesprächsimpuls:
Hier dürft ihr euren einen Button mit eurem eigenen Namen produzieren. Er soll euch immer daran erinnern, was in 1.Mose 12,2 steht: „Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein.“ Das gilt für Kinder UND für Erwachsene!

Material:

  • Buttonmaschine
  • Vordrucke
  • Scheren
  • Stifte

3. Segenmacher

Stationsbeschreibung:
Ähnlich wie ein Regenmacher werden in Pappröhren, Nägel gehämmert oder Draht eingeführt. Dann wird die Röhre mit Reis, Sand oder Bohnen gefüllt und auf beiden Seiten verschlossen. Die Röhre kann verziert werden z.B. mit dem Spruch „Der Herr segne dich“ oder anderen Segensversen.
Gesprächsimpuls:
Hier könnt ihr euch einen „Segenmacher“ basteln. Der Segenmacher macht sanfte Geräusche wenn ihr ihn umdreht. Während dem Drehen könnt ihr euren Kindern, eurer Mama, eurem Papa, eurem Opa oder der Nachbarin den Segen Gottes zusprechen.

Material:

  • Pappröhren
  • Nägel
  • Reis
  • Sand

4. Gummistiefel einpflanzen

Stationsbeschreibung:
Alte Gummistiefel werden im Vorfeld gesammelt. Die Stiefel werden mit Erde befüllt und Samen werden eingesät oder Blumen eingepflanzt.
Gesprächsimpuls:
Diese Station macht deutlich Regen ist Segen. Denn wo der Segen Gottes wirkt, da kann man wachsen und gedeihen. Hier wächst in dem alten Gummistiefel etwas Neues. Die Pflanze soll euch daran erinnern, dass ihr mit Gottes Segen wachsen und gedeihen dürft.

Gummistiefel einpflanzen

Material:

  • alte Gummistiefel
  • Erde
  • Samen
  • Knollen
  • Blumen

5. Familienfoto

Stationsbeschreibung:
Familienfoto unter dem Regenschirm evtl. mit selbstgemachtem Regen (Wasserschlauch). Diese Station kann auch Teil der Willkommens-Zeit sein.
Gesprächsimpuls:
Hier könnt ihr ein Foto von euch unter dem Regenschirm machen. Denn im Psalm 91,1 steht: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.“
In der Corona-Zeit können ein Schirm und weitere Regen-Materialien (Regenmantel, Gummistiefel, Regenhut) bereitgestellt werden und die Familien können einen Selfi machen.

Material:

  • Schirm
  • Foto
  • Liste für Mailadressen
pink umbrella

6. Wasser-Aktion

Stationsbeschreibung:
Ein Rasensprenger oder eine Wasserrutsche werden angeschlossen. Je nach Wetter Regenklamotten anziehen und durchrennen oder auch einen Schirm benutzen!

Gesprächsimpuls:
Hier dürft ihr Regen live erleben! Stellt euch vor Gott beregnet euch so mit seinem Segen – was für ein Gefühl!

Material:

  • Rasensprenger
  • Matschhosen
  • Regenjacken
  • Schirme

7. Regenbild

Stationsbeschreibung:
Bild mit Wasserfarben malen und danach drauf regnen lassen. Falls es nicht regnet mit einer Gießkanne oder Wasserzerstäuber nachhelfen. Alternativ können Wasserfarben verpustet werden.
Gesprächsimpuls:
Was Regen alles bewirken kann? Manches wird ganz undeutlich, neue Formen entstehen, Veränderung geschieht. Vielleicht eine weitere Assoziation zu Segen?

Material:

  • Papier
  • Farbe
  • Wasser
  • Strohhalme

8. Regen im Glas

Stationsbeschreibung:
Das Wasser erhitzen und wenn es fast kocht wird es in ein Einmachglas gegossen bis es darin etwa 2cm hoch steht. Achtung – das Glas ist nun sehr heiß – nicht anfassen! Stellt jetzt eine Schale auf die Glasöffnung (die sollte die Öffnung komplett bedecken, aber nicht luft-dicht abschließen) und gebt die Eiswürfel hinein. Lasst euch Zeit und beobachtet, was im Glas geschieht – es beginnt zu regnen!
Gesprächsimpuls:
Wie entsteht eigentlich Regen? Hier kannst du erleben wie Regen entsteht. Wie entsteht eigentlich Segen? Darf den nur ein Pfarrer sprechen? Bekommen den nur manche Menschen? Unterhaltet euch doch mal darüber!

Material:

  • Glas
  • Eiswürfel
  • Schale
  • heißes Wasser
Regen im Glas

9. Gummistiefel Parcours

Stationsbeschreibung:
Wassertransport-Parcours mit Minigummistiefel (Kinder) und Gummistiefel mit Löchern (Erwachsene). Die beste Familie gewinnt einen Preis!
Gesprächsimpuls:
Hier dürft ihr als Familie antreten und Wasser transportieren. Wer schafft es mehr Wasser zu sammeln? Wie kommt ihr zu Segen? Wie viel Segen sammelt ihr ein? Überlegt doch mal wo und wie oft ihr gesegnet werdet.

Material:

  • Gummistiefel (klein und groß)
  • Eimer

10. Enten spritzen

yellow and red plastic toy

Stationsbeschreibung:
Mehrere Quietsche-Enten befinden sich in einem mit Wasser gefüllten Zuber. Ziel ist eine oder mehrere Enten auf die andere Seite zu spritzen.
Gesprächsimpuls:
Hier könnt ihr beweisen wie gut ihr mit Wasser umgehen könnt. Wer schafft es als erstes die Enten ans andere Ende zu spritzen? So viel Kraft hat Wasser! Aber Gottes Segen auch!

Material:

  • Zuber mit Wasser
  • Spritzen
  • Quietesche-Eenten

11. Spontancomedy

Stationsbeschreibung:
Ein Mitarbeitender geht mit einem Becher in der Hand umher und will damit Regen sammeln. Er verteilt Becher und motiviert andere mit zu sammeln (egal, ob es regnet oder nicht).
Gesprächsimpuls:
Das Gespräch kann darauf gelenkt werden, dass Regen bzw. Wasser sehr kostbar ist.

Material:

  • ein schauspielbegabten Mitarbeitenden

Feier-Zeit

Dialog-Gespräch zwischen einem Kind (K) und einem Erwachsenen (E).
E: Unser Thema ist heute „Regen – ab in die Pfütze“.
K: Nein Mama (oder Papa oder Name) – unser Thema ist „Regen und Segen – ab in die Pfütze“. Du hast den Segen vergessen.
E: Ja stimmt du hast Recht. Regen UND Segen. Aber warum heißt das Thema heute so? Ich weiß gar nicht mehr, wer auf die Idee kam. Nur Regen würde doch auch reichen und zum Herbst passen.
K: Regen und Segen – das reimt sich! Und ist gleich bis auf einen Buchstaben!
E: Stimmt – dann war das wahrscheinlich der Grund warum wir das Kunterbunt heute
Regen und Segen genannt haben.

(evt. Begrüßungslied singen)
K: Mama – ich hab nochmal ein bisschen überlegt. Regen und Segen – das klingt doch nicht nur ähnlich, das ist doch auch fast das gleiche!
E: Wie meinst du das? Regen und Segen ist das gleiche? Regen ist das Wasser vom Himmel, bei dem ihr eure Regenjacken und Gummistiefel anziehen müsst und du deinen neuen Knirps benutzen darfst. Aber was hat das bitte mit Segen zu tun?
K: Also pass mal auf. Wenn es regnet, dann kann alles wachsen. Also Blumen, Gras, unsere Tomaten und so. Und so ist es doch auch mit dem Segen. Den Menschen, die Gott segnet geht es gut. Sie haben Freunde und sind glücklich.
E: Interessanter Gedanke… vielleicht hast du recht und es gibt wirklich einen Zusammenhang zwischen Regen und Segen. Mir fällt grad ein – in der Wüste, da gibt’s ja ganz wenig Regen und wenig Leben. Dort entsteht nur Leben, wenn es regnet. Und dann ist das ein Segen für die Menschen und Tiere. Denn dann gibt es wieder was zu Essen und Trinken und alles kann aufblühen und leben. Das ist für die Menschen in der Wüste bestimmt ein Gefühl von Gottes Segen.
K: Regen und Segen – also was beide können ist: neues und gutes Leben wachsen lassen. Und wenn kein Regen fällt und wir nicht gesegnet werden?
E: Gute Frage – also dieses Jahr hat es mal wieder zu wenig geregnet. Und deshalb hatten wir auch ganz wenige Äpfel auf unserem Apfelbaum. Also kein Regen heißt auch kein Obst.
K: Und kein Segen? Kein Leben? Das reimt sich ja auch fast! Und was ist wenn zu viel
Regen fällt oder wir zu viel Segen bekommen?

E: Also wenn zu viel Regen kommt, kann das ganz schön gefährlich sein. Dann gibt es Überschwemmungen, große Fluten und es wird gefährlich für das Leben von Mensch und Tier. Also ich würde sagen zu viel Regen schafft kein neues, gutes Leben!
K: Und zu viel Segen?
E: Was glaubst du?
K: Ich glaube zu viel Segen gibt es gar nicht!
E: Das glaube ich auch!
K: Aber es gibt noch einen Unterschied zwischen Regen und Segen: Regen kann man sehen und spüren und mit dem Mund auffangen. Und Segen nicht!
E: Das stimmt Segen kann man nicht sehen! Aber ich würde sagen, dass ich Segen schonmal gespürt habe. Wenn ich gesegnet werde bekomme ich oft so ein ganz warmes Gefühl in meinem Körper oder es fängt an zu kribbeln. Kennst du / ihr das auch?
K: Jetzt haben wir so viel über Segen gesprochen. Aber was ist das eigentlich SEGEN?
E: Lasst uns doch mal sammeln. Woher kennt ihr Segen? Wo gibt’s das?
(KiKu Besucher mit einbeziehen)
• Beim Geburtstag „Viel Glück und viel Segen“
• Am Ende vom Gottesdienst spricht der Pfarrer den Segen / Ende Kinderkirche?
• Abends segnet Mama
• Kindersegnung
• Jeder kann segnen. Auch Kinder!
• Einschulungsgottesdienst – Schulstart Gottesdienst – Segen fürs neue Schuljahr
• Ehepaar wird eingesegnet bei der Hochzeit

E: Okay – jetzt haben wir gehört wo es Segen überall gibt und haben schon ein bisschen eine Idee davon was Segen ist. Wo Segen ist, da wächst etwas, entsteht Leben. Segen heißt – ich erlebe Gutes. Segen heißt – Gott ist mit mir. Segen heißt – Gott passt auf mich auf – im neuen Lebensjahr, in der Schule, im neuen Leben, in der Ehe, am neuen Tag. Segen ist kein Wunsch. Segen ist kein Gebet. Segen heißt: Gott geht mit.

Impuls
In der Corona-Zeit kann es eine Station mit dem Bibeltext und ein paar Gedanken dazu zum Selbstlesen geben. Wir haben in der Bibel nachgelesen und wollen euch einen kleinen Teil aus 1. Mose vorlesen: Bibeltext 1. Mose 12,1-4 (Einsteigerbibel)
Der Herr sagte zu Abraham: „Verlass dein Land! Verlass deine Verwandtschaft und dein Elternhaus! Geh in das Land, in das ich dich führen werde! Ich werde dich zum Vater eines großen Volkes machen. Du wirst sehr berühmt werden! Ich werde dich segnen und du selbst wirst ein Segen für andere sein! Ich werde allen Gutes tun, die dir Gutes tun. Wer aber möchte, dass es dir schlecht geht, der bekommt es mit mir zu tun. Alle Völker auf der ganzen Welt werden durch dich Segen erleben.“
Gott spricht hier mit Abraham und segnet ihn. Für Abraham beginnt ein großes Abenteuer. Er startet einen neuen Weg. Und dafür segnet Gott ihn. Und so ist das auch bei uns heute. Wir segnen oft, wenn etwas Neues beginnt. Ein neues Leben, ein neuer Tag, eine neue Woche, ein neues Leben zu Zweit (bei einer Ehe), ein neues Lebensjahr, ein neues Schuljahr. Und Abraham ist ja in ein fernes Land gezogen mit allen seinen Leuten. Und dann hat Gott Abraham für diesen Weg gesegnet. Gott sagt zu Abraham: Ich will dich segnen UND du sollst ein Segen sein! Aber wie kann ein Mensch ein Segen sein? Kann jeder von uns ein Segen sein? Ja – jeder kann ein Segen sein. Indem wir Gutes tun, anderen Menschen helfen z.B. einer alten Nachbarin eine Brezel mitbringen, indem du eine gute Freundin bist. Oder wir können auch ein Segen sein, wenn wir anderen eine Freude machen. Vielleicht könnten wir sagen passend zum Thema „Du kannst ein Segen sein, indem du der Regen für andere bist.“ Jetzt haben wir so viel über Segen gesprochen, jetzt wollen wir ihn auch spüren und uns gegenseitig zusingen. Denn auch ein gesungener Segen ist ein Segen und…ihr könnt ja mal fühlen, ob ihr den Segen Gottes beim Singen spürt!

Aktion zum Lied: Gott dein guter Segen
In der Corona-Zeit können die Begriffe als Bilder einlaminiert an eine Station gelegt werden. Die Familien bekommen den Liedtext und können das Lied singen und bei dem jeweiligen Gegenstand das entsprechende Bild hochhalten. Wie erlebe ich Gottes Segen? Die Begriffe aus dem Lied „Gott dein guter Segen“ werden als Bilder ausgedruckt, verteilt und währen der jeweiligen Strophe hochgehalten.
Begriffe: Zelt, Licht (z.B. Taschenlampe), Hand, Nest

Fallschirm-Segen
Ein großer Fallschirm wird in die Mitte gelegt und alle halten sich daran fest. Der Fallschirm wird gemeinsam nach oben geschwungen.
Gott, der Vater, der dich geschaffen hat, segne dich.
Der Fallschirm wird nochmal nach oben geschwungen.
Jesus Christus, der Sohn, segne dich.
Der Fallschirm wird nochmal nach oben geschwungen, aber dieses Mal dürfen alle darunter schlüpfen.
Gott, der Heilige Geist segne dich. So segne dich Gott der Vater, der Sohn und der Heilige
Geist. Amen.

Fallschirm-Segen

Liedvorschläge
• Komm, wir machen Gotte jetzt eine Freude (Mike Müllerbauer)
• Ich schicke meinen Dank (Mike Müllerbauer)
• Vielen Dank (Mike Müllerbauer)
• Der Vater im Himmel segne dich (Mike Müllerbauer)
• Gott dein guter Segen (Detlev Jöcker)

Essens-Zeit

  • Spaghetti mit Tomatensoße
  • Maultaschen
  • Evtl. Paradiescreme zum Nachtisch

Anwendungsmöglichkeit für die Corona-Zeit:
Der Entwurf kann als Stationenlauf rund um Gemeindehaus / Kirche oder auch als Schnitzeljagd umgesetzt werden. Dann können Familien alleine oder in kleinen Gruppen zu den Stationen und diese eigenhändig durchführen. Evtl. kann ein Mitarbeitender am Start begrüßen und die Aktion erklären oder auch einzelne Stationen können durch einen Mitarbeitenden besetzt werden. Als Einladung kann ein Start-Paket mit Material im Vorfeld an die Kirche Kunterbunt Familien verteilt werden. Dann ist nicht so viel Material vor Ort notwendig. Die Elemente der Feier-Zeit können an Stationen eingebaut werden (z.B. das Bodenbild, das Dank-Gebet oder Lieder)

Ziel:
Das Thema Fairliebt in Gottes Welt soll unsere Liebe zu dieser Erde in den Fokus rücken. Die Besucher sollen für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert werden. Gott hat uns den Auftrag zur Bewahrung seiner Schöpfung gegeben. Was das bedeutet und wie wir diesem Auftrag ein bisschen besser gerecht werden können, soll bei dieser Kirche Kunterbunt im Mittelpunkt stehen.

Biblischer Hintergrund:
Anhand des ersten Schöpfungsberichtes, im speziellen den beiden Versen aus Gen. 1, 27-28 soll deutlich werden, dass Gott diese Welt geschaffen hat. Wir Menschen sind nach seinem Bild geschaffen und Gott beauftragt uns die Erde zu bewahren und zu beherrschen.

Aktiv-Zeit

1. Ökologischer Fußabdruck

Stationsbeschreibung:
Hüpfspiel mit Fragen zum ökologischen Handeln, entsprechend der Antwort weiter oder weniger weit hüpfen
Gesprächsimpuls:
Hier geht es um euren ökologischen Fußabdruck. Dabei geht es darum wie wir in unserem Alltag dazu beitragen können unsere Welt in Gottes Sinne zu bewahren. Wie oft esst ihr Fleisch, Fisch und Wurst? Wie oft fahrt ihr mit dem Auto? Wo kauft ihr euer Obst und Gemüse? Diese und ähnliche Fragen dürft ihr hier beantworten und dann entsprechend weiterhüpfen. Der Fragebogen kann gleich im Start-Paket sein, dann müsst ihr nichts auslegen.

Material:

  • Kreide
  • Fragen

einen Test um eueren persönlichen Fußabdruck zu berechnen findet ihr hier: Fußabdrucktest (fussabdruck.de)

2. Insektenhotel

Stationsbeschreibung:
Aus einer leeren Konservendose wird ein Insektenhotel gebaut. Dazu je nach gewünschten Bewohnern verschiedene Materialien in der Dose platzieren. Ein Draht zum Aufhängen befestigen. Zur Verschönerung bunte Wolle um die Dosen wickeln.
Gesprächsimpuls:
Gott hat sich eine Vielzahl von Insekten ausgedacht. Damit es weiterhin viele verschiedene Insekten gibt, brauchen sie Lebensräume. Mit dem Insektenhotel können in eurem Garten oder auf eurem Balkon ein paar Insekten Heimat finden:

Insektenhotel

• Wildbienen mögen Röhren, z.B. Röllchen aus Papier oder Wellpappe
• Florfliegen und Marienkäfer mögen Holzwolle
• Ohrenkneifer mögen Stroh
• Schmetterlinge mögen dünne Zweige

Material:

  • Dosen
  • Holzwolle
  • Papier
  • Wellpappe
  • Stroh
  • Zweige
  • Gummis
  • Wolle für die Verzierung

3. Bienenwachstücher

Stationsbeschreibung:
Stoffreste mit der Zick-Zack Schere zuschneiden. Dann Backpapier unter und über den Stoff legen und Bienenwachsplatten mit dem Bügeleisen einbügeln. Die Tücher können dann anstatt Frischhaltefolie oder Alufolie genutzt werden.
Gesprächsimpuls:
Eine wirkliche Alternative zu Frischhaltefolie und Alufolie könnt ihr euch hier aus Stoffresten und Bienenwachs selbst zuschneiden und bügeln. Die Tücher können zum Abdecken von Joghurt, Obst und Gemüse oder auch Schüsseln verwendet werden. Durch die Körperwärme passen sich die Tücher dem jeweiligen Gegenstand an. Und das Beste – es entsteht weniger Müll! Unterhaltet euch darüber, wo ihr im Alltag weggeworfenen Müll findet und warum das für Gottes Schöpfung ein Problem ist.

Material:

  • Baumwollstoffreste
  • Bienenwachsplatten
  • Zick-Zack Scheren
  • Bügelbrett und -eisen
Bienenwachstücher

4. Verpackungs-Quiz

Stationsbeschreibung:
Verschiedene Fragen zum Thema Ökologische Verpackungen auf einem Quizblatt. Dieses kann ausgefüllt werden. Am Ende der Aktiv-Zeit gibt es die Auflösung und ein Gewinner-Kind und einen Gewinner-Erwachsenen.

Material:

5. Grillanzünder

Stationsbeschreibung:
Aus Wegwerf-Material entsteht ein Grillanzünder. Über dem Feuer oder auf einem Herd die Wachsreste schmelzen. Trocknerflusen in die Eierkartons legen und das Wachs darüber gießen. Trocknen lassen und danach die Eierkartonabteile auseinanderschneiden. Fertig sind die Grillanzünder.
Gesprächsimpuls:
Eigentlich würden wir die Eierkartons, die Kerzenreste und die Trocknerflusen wegwerfen. Heute entsteht daraus etwas Neues – Grillanzünder. Ein kleiner Beitrag zu weniger Müll und der Verwertung von Materialien. Habt ihr weitere Ideen, wie Wegwerfartikel wiederverwendet werden können?

Material:

  • Eierkartons
  • Wachsreste
  • Trocknerflusen
  • Topf zum Schmelzen
  • Messer
Grillanzünder

6. Ideentausch

Stationsbeschreibung:
Auf ausgeschnittene Fußabdrücke aus Karton werden mit Ideen oder Vorhaben zur Nachhaltigkeit aufgeschrieben. Auf einer Weltkarte wird damit ein Herz gestaltet. Am Ende darf sich jeder einen Fußabdruck zur Erinnerung mitnehmen. Es gibt so viele Ideen zur Steigerung unserer Nachhaltigkeit. Jede Idee ist wertvoll. Hier wollen wir sie teilen. Schreibt eure Idee auf einen Fußabdruck und hängt ihn an die Wand.
Gesprächsimpuls:
Lasst euch von anderen inspirieren, sprecht darüber, diskutiert und überlegt, was ihr im Alltag umsetzen könnt. Denn wir wollen gemeinsam den Auftrag von Gott ernst nehmen die Erde zu bewahren.

Material:

  • Fußabdrücke aus buntem Karton (oder Post it’s)
  • Stifte
  • großes Plakat
  • Karton
Ideentausch

7. Energieerzeugung

Stationsbeschreibung:
Ein bis zwei Fahrräder werden auf einen Rollentrainer montiert und ein Licht über einen Dynamo angeschlossen. Das Licht sollte für den Radfahrer sichtbar sein (evt. das Fahrradlicht nach hinten drehen).
Gesprächsimpuls:
Mit den Fahrrädern könnt ihr selbst Energie erzeugen.
• Wie können wir im Alltag „Energie“ erzeugen und andere für etwas begeistern?
• Wie können wir etwas von Gottes Liebe weitergeben? So wie unsere Energie an das Fahrradlicht weitergegeben wird?

Material:

  • Fahrräder
  • Rollentrainer
  • Dynamo
  • Lampe

8. Energiespeicher

Stationsbeschreibung:
Eine Solar-Lichterkette wird in einem Karton untergebracht (evtl. auch als Rätsel). Die Sonne erzeugt am Tag, wenn Sonne auf das Solarpanel fällt Strom, den man in einem Akku speichert. Nachts wird dann das Licht mit diesem Strom versorgt. Das ist das Konzept für eine moderne Solaranlage mit Batteriespeicher.
Gesprächsimpuls:

Die Sonne erzeugt am Tag Strom, den man in einem Akku speichert und der dann nachts das Licht mit Strom versorgt.
• Wo können wir ein Licht in die Finsternis bringen?

Material:

  • Solarlichterkette
  • Karton

9. Treibhauseffekt

Stationsbeschreibung:
Ein Langzeitexperiment (30-60 Min): Treibhauseffekt in zwei Flaschen deutlich machen. Eine Flasche wird mit Luft gefüllt, die andere mit CO2. In den Flaschen befindet sich jeweils ein Thermometer. Die Temperatur in der CO2-Flasche ist höher. Mit diesem Experiment kann man schön erklären was das CO2 in unserer Atmosphäre macht und warum wir es vermeiden sollten (evtl. Hinweis auf andere Stationen).
Gesprächsimpuls:
Hier kann man schön verstehen, was das CO2 in unserer Atmosphäre macht und warum wir es vermeiden sollten.
• Was denkt Gott wohl, wenn er sieht wie wir mit der Erde umgehen, die er erschaffen hat?

Material:

  • zwei Flaschen
  • Thermometer
Treibhaus-Experiment

10. Spielzeug aus Schrott

Stationsbeschreibung:
Auf eine alte CD wird ein Schnellverschluss (z.B. von einer Spülmittelflasche) mit der Klebepistole befestigen. Auf das Ventil wird ein Luftballon gestülpt. Durch das CD-Loch wird der Luftballon aufgeblasen. Ventil öffnen und das Boot auf einer glatten Oberfläche leicht anstoßen. Die CD kann noch mit Washi-Tape verziert werden.

Anleitung für das Luftkissenboot


Gesprächsimpuls:
Wie wird aus einer CD und einem Getränkeverschluss ein Luftkissenboot? Das könnt ihr hier erleben.
• Vielleicht fallen euch noch mehr Dinge ein, die ihr aus Alltagsgegenständen basteln könnt?
• Zum Nachdenken: Wie viele Spielsachen stehen bei euch ungenutzt herum? Wer würde sich darüber freuen? Wie könnten zukünftig nachhaltige Geschenke für Kinder aussehen?

Material:

  • CD
  • Schnellverschlüsse
  • Heißklebepistole
  • Luftballon
  • Verzierung (WashiTape)

11. Repaircafé

Stationsbeschreibung:
Toll ist, wenn es vor Ort ein Repaircafé gibt und Mitarbeitende zu Besuch kommen, ihre Arbeit vorstellen und diese Station anbieten können. Ansonsten können auch fitte Näherinnen angefragt werden, die dann bei Kirche Kunterbunt mit ihrer Nähmaschine kommen und die kaputten Kleidungsstücke nähen. Im Vorfeld muss den Familien kommuniziert werden, dass sie ihre reparaturbedürftigen Kleidungsstücke mitbringen dürfen. Evtl. kann diese Station auch auf andere Gegenstände (Fahrräder, Elektronikartikel) erweitert werden.
Gesprächsimpuls:
Kleidung wird oft unter menschen-unwürdigen Bedingungen hergestellt. Das Repair-Café zeigt uns, dass kaputte Kleidung nicht weggeschmissen werden muss. Sie kann geflickt werden und dann müssen weniger neue Klamotten gekauft werden.
• Könnten wir auf neue Kleidung verzichten? Wie kann ich meinen Kleidungskonsum verringern?
• Wer würde sich über meine ungenutzten oder zu kleinen Kleidungsstücke freuen?

Material:

  • Mitarbeiterinnen des Repair-Cafés mit Nähmaschine
white sewing machine on table

12. Obst- und Gemüse Parcours

Stationsbeschreibung:
Verschiedenes Obst und Gemüse muss der Erntezeit entsprechend den vier Jahreszeiten zugeordnet werden. Pro Jahreszeit gibt es einen Eimer. Jede Frucht muss durch einen Parcours zum richtigen Ziel gebracht werden. Am Ende gibt es die Auflösung.
Gesprächsimpuls:
Welche Frucht wächst zu welcher Jahreszeit bei uns? Hier könnt ihr euer Wissen zeigen!
• Früchte die lange Transportwege hinter sich haben, sind nicht gut für unsere Welt.
• Zum Nachdenken: Welche Früchte essen wir zu welcher Jahreszeit?

Material:

  • Früchte und Gemüse (echt oder aus Holz/Filz)
  • Eimer
  • evt. Hütchen für den Parcours

13. Beten für die Welt

Stationsbeschreibung:
Durch Plakate und Bilder werden vom Klimawandel betroffene Menschen und Tiere gezeigt. Die Besucher dürfen für ein stilles Gebet sprechen und eine Kerze entzünden.
Gesprächsimpuls:
Viele Menschen, Tiere und Pflanzen leiden unter den Veränderungen durch den Klimawandel. Hier kannst du eine Kerze anzünden und für die betroffenen Menschen und Tiere beten. Du kannst aber auch für unsere Welt, für die verantwortlichen Personen und uns selbst beten, dass wir unsere Verantwortung der Welt gegenüber ernst nehmen. Hier könnte auch eine Gebetsstation mit Fürbitten Rund um
Corona angeboten werden. Evtl. auch mit Fürbitten auf kleinen Zettel, die an eine Wäscheleine gehängt oder gerollt an ein Kreuz gesteckt werden.

Material:

  • Kerzen
  • Gläschen
  • Kreuz
  • Streichhölzer
  • Plakate und Bilder mit vom Klimawandel betroffenen Menschen und Tieren

Feier-Zeit

Mini-Theater zu fairliebt
Der Moderator (M) und ein Lauch (Lauchi), bei dem die Wurzeln die Haare sind und zwei
Augen befestigt wurden, unterhalten sich.

M: Herzlich Willkommen zu Kunterbunt. Schön, dass ihr alle da seid. Heute ist unser
Thema „fairliebt in Gottes Welt“.

Lauchi: Hihi – (M) … ist verliebt. (M)… ist verliebt. Ist es noch geheim oder dürfen es alle
wissen?

M: Ja ich bin tatsächlich verliebt.
Lauchi: In deinen Mann (Frau), stimmt’s?
M: Na klar. In den auch. Sonst hätte ich ihn ja nicht geheiratet! Aber ich bin auch
verliebt in meine Kinder.
Lauchi: Und ich bin verliebt in meine Mami und meinen Papi-Lauch.
M: Ja und man kann auch verliebt sein in Schnee (das wünschen wir uns ja echt), in den
Wald oder die schöne Natur oder in leckeres Essen.
Lauchi: Aber nicht in Lauchsuppe!
M: Ich bin aber auch noch in was anderes verliebt.
Lauchi: In was anderes?
M: Ja – ich bin verliebt in Gottes Welt. (hält das Schild hoch)
Lauchi: Das sagst du doch jetzt nur, weil es das Thema von Kunterbunt ist!
M: Nein – ich finde die Welt, die Gott geschaffen hat wirklich toll und deshalb bin ich in
sie verliebt!

Lauchi: M ist verliebt! M ist verliebt! Er/Sie ist verliebt in Gottes Welt. Trallallalalala! Aber
halt – M kannst du nicht richtig schreiben? FAIR-LIEBT – das schreibt man doch
anders! (streicht mit rot FAIR durch und schreibt VER hin)

M: Das weiß ich doch! Aber ich habe es mit Absicht falsch geschrieben.
Lauchi: Mit Absicht falsch geschrieben? Du bist ja verrückt! Da ist deine Deutschlehrerin
bestimmt nicht begeistert!

M: Ich habe es falsch geschrieben, weil ich nicht nur VER-liebt in Gottes Welt bin,
sondern weil ich mir wünsche, dass wir FAIR mit Gottes Welt umgehen.
Lauchi: (schaut irritiert) Häh? Was soll denn FAIR bedeuten?
M: fair sein heißt sich gut verhalten. Ehrlich sein dem anderen gegenüber. Vielleicht
kennst du das Wort vom Sport. Zum Beispiel beim Fußball – ein fairer Spieler hält
sich an die Spielregeln, ist ehrlich und geht mit seinen Gegnern gut um.
Lauchi: Und du willst jetzt mit Gottes Welt Fußball spielen?
M: Nein – natürlich nicht! Ich will fair mit Gottes Welt umgehen. Ich will mich gut
verhalten, mich an die Spielregeln halten und dafür sorgen, dass es der Natur und
der ganzen Welt gut geht.
Lauchi: Dann bist du also ganz fair zu Gottes Welt?
M: Genau! Weil ich verliebt bin in Gottes Welt!

Bodenbild Schöpfung
Für die Corona-Zeit kann das Bodenbild mit einem gekürzten Text zum Selbstlesen und vielen
Naturmaterialien aufgebaut werden.

Bodenbild zur Schöpfung

Den Kindern und Erwachsenen werden verschiedene Tiere (Lego-Duplo, Holztiere,
Schleich-Tiere), Pflanzen, Blumen, Steine, Erde gegeben, diese werden während des Impulses zum
Einsatz kommen.
Weißes Tuch in die Mitte legen.

Ganz, ganz am Anfang, als noch nichts war, gar nichts, keine Welt und nichts und nichts – das
kann man sich gar nicht vorstellen – war doch schon Gott da.
Kerze in einem Glas wird in die Mitte gestellt.
(Vielleicht gibt es ja auch Menschen, die sagen: Das stimmt gar nicht. Die Erde ist einfach so
entstanden, ganz ohne Gott. Dann sieht es so aus:
Die große Kerze in der Mitte wird entfernt und bei Seite gestellt.
Nein, das gefällt mir nicht. Ich will die Kerze dabei haben. Ich glaube, dass Gott die Erde
geschaffen hat, zusammen mit allem, was lebt.)
Als Gott dann das Weltall machte und die Erde, sprach er in das Nichts hinein: Licht!
Und da wurde es – wie bei einem Blitz – ganz hell.
Gelbes Tuch wird oberhalb der Kerze hingelegt, dunkles Tuch wird unterhalb der Kerze
hingelegt.

Damit es bei uns am Tag hell wird, welches Licht scheint da für uns? Die Sonne.
Sonnenstrahlen werden ausgelegt.
Und damit es auch in der Finsternis, im Dunkeln in der Nacht, nicht ganz so dunkel ist, hat
Gott auch dafür Lichter erschaffen. Welche Lichter leuchten für uns in der Nacht? Der Mond
und die Sterne.
Mond und Sterne werden auf das dunkle Tuch gelegt.
Und dann kam zuerst das, was kein Leben hat: Wasser und Land, Erde und Sand, Steine.
Blaues Tuch (= Wasser), Erde, Sand und Steine werden in die Mitte gelegt.
Das hat ganz schön lange gedauert, bis das alles entstanden war, nicht nur unsere Erde,
sondern das ganze Weltall. Vielleicht waren es sogar Millionen Jahre. Aber für Gott sind das
nur ein paar Tage.
Aber was dann kam, das war besonders großartig. Gott brachte das Leben auf die Erde. Erst
einmal die Pflanzen, Gras, schöne, bunte Blumen, Büsche, Sträucher, Bäume.
Kinder bringen Blumen und kleine Pflanzen mit Wurzeln, die in die Erde gesteckt werden.
Danach machte Gott die Tiere, die ganz Kleinen – Regenwürmer, Tausendfüßler, Ameisen,
Käfer und dann auch die Größeren. Pflanzen und Tiere überall.
Kinder bringen Tiere und platzieren sie auf dem Wasser oder dem Land.
Das Beste, was Gott machte, hat er sich bis zum Schluss aufgehoben.
Ein Spiegel, in ein braunes Tuch gewickelt, wird in die Mitte gelegt. Ein oder mehrere Kinder
kommen in die Mitte und decken es auf.

Zum Schluss machte Gott den Menschen, dich und mich und alle anderen. In der Bibel steht
dazu:
Wortkarte Genesis 1, 27 wird zum Spiegel gelegt und von einem Kind vorgelesen.
Gott hat uns nach seinem Bild geschaffen. Er liebt uns so sehr. Er wollte mit uns ein
Gegenüber. Und er wünscht sich, dass auch wir einander als Gegenüber wahrnehmen und
fair miteinander umgehen.
Und er hat uns einen Auftrag gegeben.
Wortkarte Genesis 1, 28 wird in die Mitte gelegt und von einem Kind vorgelesen.
Unser Auftrag ist es diese Erde zu bebauen und zu bewahren, das heißt auf sie zu achten, auf
sie aufzupassen, dafür zu sorgen, dass es der Natur, den Pflanzen, die Tieren gut geht.
Wir alle betreten diese Erde, gehen über die Erde und hinterlassen unsere Fußspuren auf der
Welt.
Weil nicht jeder Platz auf unserem Bodenbild hat, werden einige Fußspuren symbolisch
hingelegt.

Vielleicht können wir etwas mehr darauf achten welche Spuren wir hier auf dieser Welt, in
Gottes Schöpfung hinterlassen. Wir sollen verliebt sein in Gottes Welt. In seinem Sinne
sollen wir die Erde bebauen und fair miteinander umgehen.

Gebet
Gott hat diese Erde mit uns und allem anderen so wunderschön gemacht. Dafür wollen wir
Danke sagen. Das machen wir heute ein bisschen wilder – mit dem Schlachtruf-Gebet. Ein
„Vorschreier“ ruft: „Gebt mir ein D!“ Alle anderen rufen: „D!“ „Gebt mir ein A!“ „A“ und so
weiter N – K – E. Und dann alle zusammen: „DANKE, DANKE, DANKE!“

Liedvorschläge:

  • Gott hält die ganze Welt in seiner Hand (Spiritual)
  • Wir sind stolz auf Gott (Armin Jans)
  • Komm, wir machen Gotte jetzt eine Freude (Mike Müllerbauer)
  • Ich schicke meinen Dank (Mike Müllerbauer)
  • Vielen Dank (Mike Müllerbauer)

Essens-Zeit

Beim Thema Nachhaltigkeit bietet sich eine gute Gelegenheit vegetarisch zu Kochen und unseren Fleischkonsum zu thematisieren.
Mögliche Ideen:

  • Käsespätzle
  • Gemüsesuppe
  • Nudelsuppe
  • Milchreis mit Apfelmus

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