Outdoor-Stadtspiel

Dieses Outdoor-Stadtspiel motiviert Jugendliche rauszugehen, Aufgaben zu erledigen und miteinander zu interagieren, ohne sich dabei viel zu begegnen.

So geht’s

Die Jugendlichen ziehen in 2er-Teams in einem zuvor klar abgegrenzten Gebiet los und haben eine Stunde Zeit, verschiedene Challenges zu erfüllen:

  • Aufgabenzettel (2 Punkte pro gelöste Aufgabe)
  • Fotos der anderen Gruppen machen (5 Punkte, falls noch kein anderes Team diese Gruppe fotografiert hat)
  • Mitarbeitende finden (10 Punkte pro Mitarbeitender)
  • Strecke von Startpunkt bis Zielpunkt innerhalb der Spielzeit absolvieren (5 Punkte)

Tipps für die Umsetzung

Um das Spiel den Jugendlichen zu erklären, könnt ihr vorab entweder ein Erklär-Video drehen und ihnen zur Verfügung stellen. Oder ihr startet gemeinsam in einer Zoom-Konferenz und danach ziehen die Teams los. Jedes Team bekommt einen Start- und Zielpunkt zugeteilt, damit die Teams sich nicht gleich am Anfang begegnen. Sobald jedes Team an seinem Punkt ist, startet ihr das Spiel via Messenger.

Damit die Team-Findung nicht zu lange dauert, können sich die Jugendlichen schon vorab als Team für das Spiel anmelden.

Kreiert möglichst viele verschiedene Aufgaben, damit sich die Jugendlichen gleichmäßig auf die vier Challenges konzentrieren. Hier findet ihr Beispiele für Aufgaben. Kreiert aber auf jeden Fall mehr Aufgaben als in diesem Beispiel.

Sobald ein Team eine Challenge erledigt hat, schickt es ein Beweisfoto per Messenger. Ihr braucht deshalb zwei Mitarbeitende, die sich auf den Messenger konzentrieren und den Punktestand notieren.

„Juhu, wir dürfen uns wieder treffen!“ – doch welche Aktionen können wir überhaupt anbieten? Gruppen treffen sich. Manche Freizeiten werden durchgeführt. Dabei müssen allerdings die aktuellen Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Das fordert uns heraus.

In diesem Themen-Paket findest du Vorschläge für Spiele und Kreativangebote, die gut mit 1,5m – Abstand gespielt werden können. Bitte achte bei der Umsetzung auf die Vorgaben deines Bundeslandes oder deiner Gemeinde und verändere gegebenenfalls die Regeln des Spiels.

Bei manchen Vorschlägen, kann nicht das gesamte Konzept umgesetzt werden. Welche Einheiten das betrifft und was man ändern müsste, kannst du im Folgenden nachlesen:

Spiele:

Kreativangebote:

Diese Themenreihe bietet dir Ideen, Stundenentwürfe und Elemente, um mit den Kids und Jugendlichen deiner Gruppe digital in Verbindung zu bleiben. Gerade in Zeiten wie Corona können sie dir helfen, an deinen Teilnehmenden dran zu bleiben.

Zusätzlich wollen wir dir ein paar Ideen und Überlegungen anbieten, die du für deine eigene Jugendgruppe weiter entwickeln kannst.

Viel Gesundheit, Kreativität, Mut und Segen dazu!

Das Ziel

Starter

Glaube an Gott ist ein Wagnis, das sich lohnt.

Checker

Enttäuschungen im Glauben sind kein Hinweis für Gottes Schwäche. Vielmehr wollen sie ermutigen zu einem tieferen Vertrauen zu ihm.

Der Text an sich

Der Vers der Jahreslosung ist sehr herausfordernd. Er beleuchtet einen vordergründigen Widerspruch in der Beziehung zu Gott: Glaube und Unglaube. Ein Blick in das griechische Wörterbuch (das Neue Testament ist ursprünglich in Griechisch verfasst) zeigt zu dem Wort, das in mehreren Übersetzungen mit „Glaube“ bzw. „Unglaube“ wiedergegeben wird, einen größeren Bedeutungshorizont: „Treue, Zuverlässigkeit, Vertrauen, Glaube, glaubwürdig“. Bemerkenswert ist, dass in einigen Bibelübertragungen statt „Glaube“ tatsächlich „Vertrauen“ steht. Der Textzusammenhang zeigt, wie spannungsvoll es oft ist, Glauben zu wagen und dann erst einmal enttäuscht zu werden. Die Jünger Jesu, die nicht mit auf dem Berg waren, konnten dem kranken Sohn des bittenden Vaters nicht helfen. V. 29 legt nahe, dass sie es von sich aus versuchten, z.B. durch irgendeinen magischen Spruch. Jedenfalls wurde die Erwartung des Vaters enttäuscht. Erst einmal. Glaube/Vertrauen hat nicht immer (sofort) das erhoffte Ergebnis zur Folge. Aber in dem Vers direkt vor unserem Text macht Jesus deutlich, dass alle Dinge dem möglich sind, der glaubt = vertraut. Diese Aussage gewinnt im gesamtbiblischen Zusammenhang eine erstaunliche Weite: Dem Herrn ist nichts unmöglich (vgl. 1. Mose 18,14; Jer 32,17. 27; Sach 8,6; Mk 10, 27 dazu Parallelstellen). Der Glaube und das Vertrauen ist keine eigene Leistung, sondern ein sich Verlassen auf Gottes Möglichkeiten. Die Bibel ist voll von Beispielen, wie Menschen sich darauf eingelassen haben, was Gott gesagt hat, ganz entgegen aller menschlichen Logik (Noah, Abraham, Gideon, David – um nur einige zu nennen). Das Zugeben eigener Schwachheit ist dabei kein Hinderungsgrund in der Beziehung zu Gott, sondern man könnte es sogar als eine Voraussetzung bezeichnen. Immerhin hatten die zurückgebliebenen Jünger offensichtlich Interesse zu erfahren, warum sie nicht helfen konnten (V. 28). In vertrauter Runde („als er heimkam“) weist Jesus auf das Gebet und damit auf die Abhängigkeit von Gott hin. Damit wird das Grundprinzip des Glaubens deutlich: Nicht ich, sondern Gott.

Der Text für mich

Als Christ ist das ja eigentlich keine Frage: natürlich glaube ich an Gott. Ich glaube, dass er Himmel und Erde gemacht hat. Ich glaube, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der für unsere Schuld am Kreuz gestorben ist. Und ich glaube, dass er auferstanden und zum Vater in den Himmel aufgefahren ist. Ja, die großen Tatsachen des Glaubens unterstreiche ich. Aber wie ist das mit dem Vertrauen auf Gottes Handeln und seiner Gegenwart im Alltag? Wo warst du, Gott, als ich dem Streit nicht ausweichen konnte – oder wollte? Ich verstehe nicht, warum die Krankheit bei meinem Freund nicht geheilt wird. Ich habe es nicht geschafft, den schlechten Film abzustellen … Auf einmal merke ich, dass der zweite Satzteil auch mir gilt: „Hilf meinem Unglauben! – Hilf mir, dir zu vertrauen!“ Ob es deswegen gut ist, dass Christen nicht allein unterwegs sind, sondern in einer Gemeinde?! Danke, dass du den nicht hinausstößt, der zu dir kommt (Joh 6,37). Danke, dass das auch für mich gilt.

Der Text für dich

Starter

Wie kann ich an etwas oder jemanden glauben, was oder den ich gar nicht sehe? Das ist doch verrückt. Aber andererseits: warum glauben so viele Menschen an Gott? Gibt es den doch? Nun ja, es gibt wirklich Dinge, die man nicht sehen kann: Luft, Strom (nur die Auswirkungen kann man sehen), Schmerz, die Radiowellen und Mikrowellen. Stimmen kann man hören – aber nicht sehen. Viele Christen nehmen ihren Glauben und Gott nicht ernst. Ist das deswegen so komisch in vielen Gemeinden? Aber was manche Christen mit ihrem Gott erleben, das ist schon krass – wenn es denn stimmt. Ob ich mal zu Gott reden kann: „Ich kann noch nicht glauben. Hilf meinem Unglauben!“

Checker

Nicht selten kann man in Gemeinden den Eindruck bekommen, als ob das mit dem Glauben an Gott ganz einfach sei. Man muss nur das Richtige tun oder sagen – und schon läuft alles. Aber das stimmt nicht. Das ist oft nur „Theater“. Es klappt deswegen nicht, weil wir keine Maschinen sind, sondern Menschen. Immer wieder kommt uns etwas dazwischen. Immer wieder vergessen wir, dass Gott da ist – auch wenn wir ihn nicht sehen. Der ehrliche Satz des Vaters „Hilf meinem Unglauben!“ bringt Jesus erst dazu, dem kranken Jungen zu helfen. Der Glaube an Gott ist eben nicht „Leistung“, sondern „Vertrauen“. Egal in welcher Situation. Verlass dich darauf!

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Aufgabenzettel

Die Teilnehmer werden in kleine Gruppen von zwei bis drei Kindern eingeteilt. Sie bekommen Aufgabenzettel, auf denen Folgendes steht: „Gegen Abgabe dieses Zettels bekommst du an dieser Adresse … ausgehändigt.“  Das kann sein: Handy, Kuchen, 20 Euro, Laptop, Eisbecher, … Diese Aktion muss natürlich vorab mit einzelnen Personen abgesprochen sein!

Ziel der Aktion ist es, dass die Kinder ausprobieren, ob das stimmt, was angekündigt wird. Die Kinder haben die Wahl zwischen mehreren Aktionen bzw. Zetteln. Wichtig ist dabei Folgendes: Die angekündigten Dinge sollen zum Teil unglaublich großartig sein – und manche stimmen einfach nicht (falsche Adresse, falscher Name). Zu einer vereinbarten Zeit trifft sich die Gruppe wieder im Gruppenraum. Danach erfolgt ein Gespräch über die Erfahrungen, die die Kinder bei der Aktion gemacht haben.

Idee 2: Vertrauensspiel

Ein Mitarbeiter bietet an, ein Kind aufzufangen, das sich rückwärts steif wie ein Brett fallen lässt. Dabei breitet es die Arme seitlich aus, damit der Mitarbeiter das Kind unter den Armen fassen kann. Man kann es noch spannender machen indem man das Kind bittet, die Augen zu schließen und die Aktion damit „besser zu genießen“. Wichtig: Das macht nur der Mitarbeiter, der sich das auch zutraut. Beobachtung: Meistens machen Kinder einen Ausfallschritt nach hinten, weil das Fallen, ohne den Fänger zu sehen, zu unsicher ist. Lacher der Zuschauer sollten unterbunden werden und dem Kind sollte ein zweiter Versuch angeboten werden, mit dem Kommentar: „Vertrauen kann man nicht befehlen, sondern muss es ausprobieren.“

Verkündigung

Vorlesen einer Geschichte  

Vor vielen Jahren war Anne nach Afrika ausgewandert. Sie wollte Menschen durch ihre Hilfe zeigen, dass Gott sie lieb hat und dass man sich auf ihn verlassen kann. Anne kümmerte sich schon seit Jahren um Waisenkinder und unterstützte Frauen bei der Geburt in ihrem spärlich eingerichteten „Krankenhaus“ ohne jegliche Form von Elektrizität. So auch an diesem Tag. Eine hochschwangere Frau mit einem zweijährigen Mädchen tauchte gegen Mittag mit Wehen bei ihr auf. Anne konnte gemeinsam mit der Krankenschwester das kleine Kind zur Welt bringen, die Mutter überlebte die Geburt jedoch nicht. Sofort schickte Anne die Krankenschwester los, die einzige vorhandene Wärmflasche in diesem Krankenhaus zu holen, denn obwohl man sich sehr nahe am Äquator befand, wurde es nachts doch sehr kalt. Die Krankenschwester kam mit schlechten Nachrichten zurück. Die Wärmflasche hatte ein Loch … Die Hoffnung von Anne schwand. Sie forderte die Krankenschwester auf, die ganze Nacht mit dem Neugeborenen so nah wie möglich am Feuer zu sitzen und es warm zu halten. Am nächsten Morgen hatte Anne wie immer ihr Gebetstreffen mit den Waisenkindern, um die sie sich kümmerte. Sie erzählte den Kindern von dem kleinen Mädchen und seinem kleinen Geschwisterchen. Danach betete ein zehnjähriges Mädchen für die beiden mit einer Direktheit, wie es nur Kinder können: „Bitte, Herr Jesus, schick uns eine Wärmflasche für das Baby. Du weißt, dass es morgen zu spät ist, also musst du sie heute Nachmittag schicken. Ach ja, und wenn du schon dabei bist, dann schick doch bitte noch eine Puppe für das kleine Mädchen mit, damit sie weiß, dass du sie lieb hast.“ Anne konnte nicht so ganz daran glauben, dass Gott diese Art von Gebet beantworten würde, denn sie hatte schon seit vier Jahren keine Pakete mehr aus der Heimat bekommen. Also ging sie an die Arbeit. Gegen Abend kam sie erschöpft nach Hause zurück. Sie hatte keine große Hoffnung, dass das kleine Baby die nächste Nacht überleben würde. Kurz bevor sie zu Hause ankam, hörte sie ein Auto wegfahren und fand auf ihrer Veranda ein Paket stehen. Sofort rief sie die Waisenkinder, um ihr beim Auspacken behilflich zu sein. Das Paket enthielt Kleidung für die Waisenkinder und – sie konnte es kaum glauben – eine Wärmflasche. Das Paket war vor fünf Monaten von einer Kindergruppe nach Afrika geschickt worden. Die Gruppenleiterin war so gehorsam gewesen, dass sie eine Wärmflasche an den Äquator geschickt hatte und gerade an diesem Nachmittag war das Paket hier angekommen. Anne sah die entzückten Augen des zehnjährigen Mädchens, dessen Gebet beantwortet worden war. Eben dieses Mädchen ging jetzt zum Paket und fing an zu wühlen. Nach kurzer Zeit zog sie eine Puppe heraus. Sie strahlte Anne an und sagte: „Ich wusste, dass Gott mein Gebet erhören würde. Können wir zu dem kleinen Mädchen gehen und ihm sagen, dass Jesus es echt sehr, sehr lieb hat?“

Die andere Idee

Der Mitarbeiter tauscht sich mit den Kindern über unglaubliche Dinge/Situationen aus: Was haben die Kinder schon erlebt? Man kann selbst einige Beispiele bereithalten: „Der Eiffelturm ist im Sommer 30 cm höher als im Winter.“ (Ja, durch die Ausdehnung von Metall bei Wärme). „Weil es draußen zu kalt ist, holt der Zoo in Calgary (Kanada) seine Pinguine rein ins Warme.“ (Königspinguine sind Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht gewohnt – im Gegensatz zu anderen Arten.) Was hat der Mitarbeiter für eine besondere Erfahrung mit dem Glauben an Gott bzw. Vertrauen zu Gott gemacht? Ziel ist es, deutlich zu machen, dass bei Gott nichts unmöglich ist.

Der Text gelebt

Wiederholung

Mit den Kindern schaut man einzelne Texte in der Bibel an, wo es ganz überraschende Ergebnisse gab, weil Menschen auf Gott vertraut haben. Das können folgende Texte sein: Jos 10,12–15 (Die Sonne bleibt während eines Kampfes stehen. So wurde klar: Gott hat für sein Volk gestritten.); Dan 6,17–24 (Daniel hat zu Gott gebetet und wurde deswegen zu den Löwen geworfen. Aber er überlebte, „denn er hatte Gott vertraut“.); 2.Kön 4,1–7 (Das Öl einer Witwe wird vermehrt.); 2.Kön 5,10-15 (Naaman wird gesund, als er sich siebenmal im Jordan untertaucht.)

Gespräch

Die Kinder werden gefragt, was sie schon mal mit Gott erlebt haben. Dabei darf sich der Mitarbeiter nicht wundern, wenn es zu keinem Beitrag kommt. Andererseits ist das eine gute Gelegenheit für den Mitarbeiter, aus dem eigenen Leben zu erzählen. Das wird meist gerne und mit großem Interesse von den Kindern gehört und angenommen. Gut ist aber sicher auch der Hinweis, dass es nicht nur um großartige Wunder geht, sondern um „tägliche Wunder“ (passend zum Thema: „Und der Herr war nicht im Sturm …“ – Aus dem Buch „Chillen mit Jesus. Wahre Storys für Teens“, Gerth Medien). Man kann vereinbaren, dass man in der nächsten Woche bzw. im nächsten Monat bewusst auf Gottes Handeln achtet. Nach Ablauf der vereinbarten Zeit wird noch einmal auf das Thema eingegangen.

Merkvers

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! Markus 9,24b (Luther 17)

Die Worte sind großgeschrieben und liegen einzeln vor den Kindern. Die werden nun von ihnen sortiert. Da der Vers sehr einfach und kurz ist, kann man auch einen Wettbewerb machen: Jede Kleingruppe bekommt den Text in jeweils einzelnen Buchstaben in einem Briefumschlag. Auf Kommando „schreiben“ die Kids den Merkvers vor sich auf. Welche Gruppe gewinnt?

Gebet

Notiert Dinge, für die ihr Gott bewusst „DANKE“ sagen könnt. Betet auch für Situationen, wo Menschen unsicher sind und wo gerade kein großartiger Glaube zu erleben ist. Betet für Menschen aus eurer Umgebung, dass sie Gott erleben. Jeder darf im Kreis herum einen Satz sagen.

Kreatives

Ein „Gott tut“ – Buch gestalten: Das ist ziemlich einfach, denn ein solches Buch ist ein leeres Schreibheft, am besten mit festem Einband. Auf der ersten Innenseite schreiben die Kinder den Vers aus Psalm 103,2: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“ Das Buch kann dann so etwas wie ein Tagebuch von Gottes großen und kleinen Taten im eigenen Leben werden.

Spielerisches

Blind-Kick

Blind-Kick ist Fußball spielen mit verbundenen Augen. Dazu bekommen je zwei Personen pro Mannschaft die Augen verbunden; je zwei weitere rufen „ihren“ Spielern zu, wohin sie gerade gehen müssen, um zum Ball zu kommen. Es besteht auch die Möglichkeit, mit nur je einem „blinden“ und sehenden Spieler zu spielen.

Rätselhaftes

Es gibt viele Bücher mit „Optischen Täuschungen“. Diese schaut man an und entdeckt viele Dinge zum Staunen.

Optischen Täuschungen findet man auch auf folgenden Seiten: www.raetseldino.de/optische-taeuschungen.html; www.sehtestbilder.de/optische-taeuschungen-illusionen

(T)Extras

Lieder

Unserm Gott ist alles möglich / Sollte unserm großen Gott etwas unmöglich sein? (Daniel Kallauch)

Jesus tut Wunder (Zehendner/Nitsch)

Es gibt einen Gott

Spiele

Lebende Brücke

Für größere Gruppen (mindestens 20) eignet sich folgendes Spiel besser: Die Kinder stellen sich im Spalier auf, sodass immer zwei sich an den Unterarmen festhalten. Die einzelnen Paare stehen eng nebeneinander. Nun krabbelt ein weiterer Spieler über diese „lebende Brücke“. Alternativ können die Paare auch stabile Rundhölzer (Besenstiele) festhalten. Übrigens hält diese Brücke auch einen stabilen Mitarbeiter. Wichtig ist nur, dass die Kinder eng zusammenstehen.

Möglich oder unmöglich

Der Raum wird in zwei Hälften geteilt: „möglich“ und „unmöglich“. Dann werden Fragen gestellt, die entsprechend nur mit „möglich“ bzw. „unmöglich“ beantwortet werden können. Fragen kann man u.a. aus dem Guinnessbuch der Rekorde zusammenstellen. (Beispiel: Ist es möglich, einen Kirschkern über 20 Meter weit zu spucken? – Antwort: Es ist möglich, denn der Rekord liegt bei über 24 Metern.)

Einstieg

Jeder Mensch tut immer wieder Dinge, die Gott oder unsere Mitmenschen verletzen. Durch das, was wir sagen, wie wir handeln und sogar was wir denken. Und manchmal auch durch das, was wir nicht sagen, was wir nicht machen. Keiner von uns kommt ohne solches Fehlverhalten durchs Leben. Aber wie geht es dann weiter? Verzeihen? Vergeben?

Ganz persönlich: Jeder Teen bekommt eine Folie und einen Stift. Ihr müsst unbedingt darauf achten, dass es wasserlösliche Stifte sind (also nicht die Stifte selbst, aber die Tinte/Farbe in den Stiften ). Jeder Teen soll dann aufschreiben, wo Menschen aus seinem Umfeld ihm Unrecht getan hat, ihn verletzt, wo sie schuldig an ihm geworden sind.

Das ist eine „Einzelaufgabe“. Keiner muss etwas vorlesen, vielleicht gibt es aber Freiwillige. Fragt daher in die Runde, ob jemand etwas erzählen möchte, was er aufgeschrieben hat? Achtet darauf, dass sie daraus keine „Show“ machen oder andere Anwesende „schlechtgemacht“ werden. Achtet auch darauf, dass die anderen sich über die gesagten Dinge nicht lustig machen. Einer der Mitarbeitenden könnte am Anfang exemplarisch eine eigene Geschichte erzählen.

Die Folien werden am Ende der Einheit noch einmal gebraucht, überlegt euch daher, wo und wie die Teens ihre Folien „lagern“ können.

Vergebung in der Bibel

Schaut euch als Nächstes gemeinsam an, was Jesus zu Vergebung gesagt hat. Petrus hat Jesus eine Frage gestellt, die ihn brennend interessierte. Lest Matthäus 18,21 (idealerweise hat jeder Teen eine eigene Bibel zum mitlesen). Petrus wusste, dass Vergebung wichtig ist. Aber, wie sollte das konkret aussehen? Wie oft muss man jemandem vergeben? Kennt ihr Menschen, die euch oder anderen gegenüber immer wieder verletzend sind oder schuldig werden?

Jesus gibt Petrus eine krasse Antwort!

Lest Matthäus 18,22. Jeder Jugendliche bekommt nun eine grüne JA-Karte und eine rote NEIN-Karte. Stelle ihnen die folgenden Fragen – jeder soll mit seinen Karten deutlich zeigen, was er ganz persönlich dazu denkt. Nicht beim Nachbarn abgucken, nicht überlegen, was der Leiter gern hören würde und nicht ständig JEIN. Kommt über die einzelnen Antworten ins Gespräch! Fragt die Teens, warum sie so oder so denken.

Fragen an die Gruppe

  1. Meinst du, dass Petrus diese Antwort von Jesus erwartet hat?
  2. Findest du die Antwort von Jesus gut?
  3. Ist es schwer, bestimmten Personen immer wieder zu vergeben?
  4. Würdest du auch jemandem vergeben, dem es gar nicht leidtut?
  5. Hat dir schon mal jemand etwas vergeben?
  6. Hat sich dadurch für dich etwas verändert?
  7. Gibt es Dinge, die man gar nicht vergeben kann?

Bibeltext

Bisher habt ihr euch nur mit zwei Versen beschäftigt – das Gespräch zwischen Petrus und Jesus geht aber noch weiter. Jesus erklärt seine Antwort mit einem Gleichnis. Lest Matthäus 18,23-35.

Gibt es Verständnisfragen zu Begriffen o. Ä.?

Evtl. lieferst du ein paar Hintergrundinfos:

  1. V.24: 10 000 Zentner Silber (Luther) unermesslich hoher Schuldbetrag! König Herodes (Herodes Antipas) zur Zeit Jesu verdiente im Jahr vergleichsweise 200 Zentner Silber!
  2. V.28: 100 Silbergroschen (Luther) sehr geringer Betrag im Vergleich zu der Schuld in Vers 24 1 Silbergroschen war der Tageslohn eines einfachen Arbeiters.
  3. Israelische Gesetze zum Umgang mit Schuldnern findet man hier: 2. Mose 21,2; 22,2.

Man kann die Charaktere aus dem Beispiel auf reale Personen übertragen. Lege die Zettel mit den Personen aus. Bestimme einen „Moderator“ und halte dich aus der Diskussion heraus. Die Teens sollen nun auf die leeren Zettel die jeweils richtigen Erklärungen zu den Personen aufschreiben.

Der springende Punkt: Jeder Einzelne von uns ist der Knecht mit der unendlich hohen Schuld (24)! Es geht um die riesige Schuld, die jeder einzelne Mensch vor Gott hat, weil wir ihm nicht von ganzem Herzen vertrauen, uns von ihm entfernen und immer wieder Dinge tun, die ihm nicht gefallen. Römer 3,23 fasst das sehr gut zusammen!

Fällt es euch leicht, diese Aussage zu akzeptieren, oder wehrt sich in euch etwas dagegen?

Vertiefen

Ihr habt euch nun schon viel mit Vergebung beschäftigt – deutlich wurde, dass Vergebung gar nicht mal so einfach ist, und dass es einen manchmal viel kostet, einem anderen Menschen zu vergeben, vielleicht sogar immer wieder.

Könnte man da nicht sagen, dass es leichter wäre, wenn wir uns das ganze Vergebungs-Zeug sparen, uns gar nicht erst den Aufwand machen? Warum will Gott eigentlich Vergebung?

In Vierer-Gruppen sollen die Teens folgende Aufgabe lösen:
Stellt euch vor, ihr müsstet eine kurze Rede halten, die auf allen Fernsehsendern der Welt ausgestrahlt würde und möglichst viele Menschen erreichen soll – welch ein Privileg! In dieser Rede sollt ihr den Menschen erklären, warum es wichtig ist, dass sie bereit sind, anderen Menschen zu vergeben, und warum Gott sich das Konzept der Vergebung „ausgedacht“ hat!

Anregungen gibt es hier: 2. Mose 18,23; 4. Mose 6,24-26; Jeremia 29,11; Römer 5,1; Epheser 2,14; Offenbarung 21,3-4

Nach der Gruppenarbeit trägt jede Gruppe ihre Rede vor!

Gemeinschaft mit Gott, gute Gemeinschaft untereinander, Lebensqualität, Frieden, „Shalom“

Abschluss

Fasse noch mal kurz zusammen, worum es bisher ging: Alle werden schuldig / Gott schenkt Vergebung – obwohl unsere Schuld unendlich hoch ist / er möchte Gemeinschaft mit uns / er fordert uns auf, unseren Mitmenschen auch immer wieder zu vergeben.

Jetzt wird’s konkret! Holt die OHP-Folien noch einmal hervor.

Frage deine Teens: Seid ihr bereit, diesen Menschen zu vergeben? So, wie es Gott auch bei euch getan hat? Oder gibt es Dinge, die ihr nicht vergeben könnt oder vergeben möchtet?

Sprich mit deinen Teens darüber, dass Vergebung auch bedeutet, dass wir bereit sind, einen Weg zu gehen, der zur Vergebung führt – auch wenn wir zum jetzigen Zeitpunkt etwas noch nicht von Herzen vergeben können.

Es gibt die Redewendung: „Schwamm drüber!“ In welchen Situationen sagt man das? Was ist der Unterschied zwischen einem läppischen „Ach, ist egal!“ und einem ernsten und tiefen Verzeihen, wo man die Schuld eines anderen wirklich „wegwischt“?

Jetzt haben die Teens die Möglichkeit, das „Schwamm drüber!“ symbolisch umzusetzen – im Sinne des ernsten und tiefen Vergebens, wo eine Sache bereinigt ist und nicht wieder hervorgeholt wird. Sie können nun alles (oder Teile) der aufgeschriebenen Dinge von der Folie wischen.

Betet zum Abschluss noch gemeinsam, gern auch mit Vaterunser!

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zur Weihnachtsgeschichte aus dem Matthäusevangelium aus JUMAT 4/16. Im Mittelpunkt stehen dabei die Weisen aus dem Morgenlande, aber auch die Träume von Josef und die Flucht nach Ägypten werden thematisiert.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält das Thema noch einen Vorschlag mit vielen Bastel- und Backideen, wie man mit der Jungschargruppe einen Weihnachtsbasar gestalten kann.

KON 02.2019 »wunderbar«: Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Wunderbar ist nicht nur Gottes Schöpfung, die Natur, sondern auch das, was Gott bis heute tut. Manches ist auch ver»wunder«lich. – Diese Themenreihe will helfen, all das in der Bibel, in der Schöpfung und der eigenen Umgebung zu entdecken.

Eine spielerische Umsetzung der Jahreslosung 2018

Durch die Jahreslosung inspiriert, wählten wir das Freizeitmotto „ALL YOU NEED“. In der Vorbereitung zum Spiel stand die Frage im Raum, was Menschen meinen alles zu brauchen (Glück, Wissen, Besitz, usw.) oder versuchen selbst zu beeinflussen (Lebensstrategien).
Dies in Verbindung mit der Zusage, dass Gott (Joker) uns von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst gibt, sollte handlungsleitend sein. Wir haben diesen Spielvorschlag auf einer Freizeit mit ca. 60 Teilnehmenden in sechs Gruppen gespielt.

Den Mittelpunkt des Spiels bildet ein Brunnen (Quelle). Nicht nur von touristischen Sehens-würdigkeiten kennen wir das Phänomen, dass viele Menschen eine Münze ins Wasser werfen und sich so Glück oder andere Dinge erhoffen.
Im Spiel stellen mehrere eng aneinander gestellte Becher, eingefasst in einem Rahmen aus festen Gegenständen (z. B. umgekippte Tische), den Brunnen dar. In jedem Becher befindet sich ein zusammengefalteter Zettel auf dem die Spielkategorie steht. In etwa 1,5 m Entfernung ist mit Klebeband eine Linie markiert.
Ist eine Gruppe an der Reihe, kommt ein Spieler nach vorne, stellt sich an die Markierung und wirft die Münze in den Brunnen. Trifft der Spieler in einen Becher mit einem Zettel, nimmt der Spielleiter diesen Zettel und erklärt das weitere Vorgehen.

Es gibt folgende Kategorien:

Wissen

Eine Punktzahl 20, 40, 60, 80 oder 100.
Erklärung: Unabhängig von der Punktzahl wird eine vorbereitete Frage gestellt. Ist die Antwort richtig, gibt es die angegebene Punktzahl.
ACHTUNG: Sind Strategiekarten im Umlauf, vor der Beantwortung die Erklärungen zu den Strategiekarten beachten.

Glück

Der Spielleiter mischt das Kartenset. Die Gruppe muss darauf wetten, welche Karte die Assistenz zieht. Diese muss vom Wert her gleich oder höher als die gezogene Karte sein. Die Reihenfolge der Karte und die möglichen gewonnenen Punkte

Besitz/Fähigkeiten

Die Gruppe muss dem Spielleiter innerhalb einer bestimmten Zeit vorgegebene Dinge bringen oder den anderen Gruppen etwas vorführen.

Strategie/Lebensstrategie

Die Strategiekarte ist vergleichbar mit einer Jokerkarte und kann von der Gruppe im Laufe des Spiels einmal eingesetzt werden. Ist das Spiel zu Ende, dürfen keine Strategiekarten mehr eingesetzt werden.

1. Eine andere Gruppe aussetzen lassen.
Erklärung: Muss, bevor die betreffende Gruppe zum Münzwurf geht, eingesetzt werden. Anschließend kommt die nächste Gruppe in der normalen Reihenfolge dran.

2. Wissensfrage übernehmen.
Erklärung: Mit dieser Strategiekarte kann einer anderen Gruppe eine Wissensfrage geklaut werden. Dies muss spätestens nach dem Stellen der Frage an die betreffende Gruppe geschehen. Ist die Karte im Umlauf, sollte der Spielleiter deshalb vor dem Abfragen der Antwort diese Möglichkeit des Einsatzes nochmals ansprechen. Wird die Karte eingesetzt und von der Gruppe richtig beantwortet, bekommt sie die Punkte. Ist die Frage falsch beantwortet, geht es in der ursprünglichen Reihenfolge weiter und die nächste Gruppe wirft die Münze.

3. Einer Gruppe 20 Punkte klauen.
Erklärung: Die Gruppe kann die Karte einsetzen, um einer anderen Gruppe 20 Punkte zu klauen und auf das eigene Konto zu bekommen.

4. Verdopplung einer Wissenspunktzahl.
Erklärung: Bekommt die Gruppe in den nächsten Runden eine Frage gestellt und geht davon aus, dass sie diese richtig beantworten wird, kann sie die Karte einsetzen. Ist die Antwort richtig, bekommt sie die doppelte Punktzahl. Ist sie falsch, gibt es keine Punkte.

5. Dranhängen.
Erklärung: Wetten auf die richtige Antwort einer anderen Gruppe. Bekommt eine andere Gruppe eine Frage gestellt und die Besitzer dieser Karte gehen davon aus, dass die Antwort richtig sein dürfte, setzen sie die Karte ein. Ist die Antwort der anderen Gruppe richtig, bekommt auch die Gruppe mit der Karte dieselbe Punktzahl. Ist die Antwort falsch bekommt keine der beiden Gruppen Punkte.

6. Joker
Erklärung: Die Gruppe bekommt sofort 100 Punkte

Unsere gespielte Variante war mit 36 Zetteln und Becher:
WISSEN: 15
GLÜCK: 8
BESITZ: 5
STRATEGIE: 5
JOKER: 3

Das Ziel

Starter

Gott ist nichts unmöglich.

Checker

Gott hat einen Plan für das Leben der Menschen.

Der Text an sich

Es gibt nicht sehr viele Begegnungen mit Engeln in der Bibel. Aber wenn es eine gibt, dann sind sie ganz besonders und haben meist einen Auftrag oder eine göttliche Zusage für die betreffende Person.

In der Begegnung zwischen dem Engel Gabriel und Maria gibt es beides: Der Zuspruch – Maria erhält ihn als die Begnadete, als die besonders erwählte Person von Gott. Die Aufgabe – Maria soll den Messias der Welt, den Erlöser für die Menschen, zur Welt zu bringen.

Maria erschrickt jedoch über die Zusage des Engels. Sie äußert auch ihre Bedenken. Einerseits ist sie nur mit Josef verlobt, war noch Jungfrau und konnte sich deswegen nicht vorstellen, jetzt ein Kind zu bekommen. Andererseits war es für sie nicht vorstellbar, dass ausgerechnet sie die Auserwählte und Begnadete sein sollte. Der Engel verweist auf die Größe und Souveränität Gottes. Gott hat Maria als Begnadete ausgesucht – sie und keine andere.

Für Gott ist nichts unmöglich, das kann Maria an ihrer Verwandten Elisabeth erkennen, denn diese ist trotz der Tatsache, dass alle glauben, dass sie kein Kind bekommen kann, schwanger geworden. In der Zwischenzeit ist sie im 6. Monat. Dieses Wunder wurde auch von dem Engel verkündete. Gabriel nimmt im Gespräch mit Maria Bezug auf eine aktuelle wunderbare Begebenheit und nicht auf eines der vielen Wunder in der Geschichte Israels, die Maria auch kennt. Maria wird deutlich, dass Gott auch in ihrer Zeit am Wirken ist, auch wenn es vielen Israeliten zu ihrer Zeit vielleicht nicht so vorkam.

Der Vers 35 erklärt die Zeugung von Jesus, was für uns aber schwer zu erklären ist. Klar wird aber, dass Jesus als „heilig“ (Luther) geboren wird, weil es so Gottes Plan war.

Die Jungfrauengeburt, wie sie hier beschrieben ist, ist bis heute unvorstellbar. Jede menschlich logische Erklärung wird wahrscheinlich scheitern und doch ist sie eines der großen Wunder in der Bibel.

Auch wenn Maria wahrscheinlich noch gar nicht überblicken kann, was das für sie bedeutet, gibt sie sich Gott ganz als Magd, als Dienende hin. Sie weiß, dass Gottes Wege aus menschlicher Sicht nicht immer logisch sind. Doch Gott sieht und weiß um das große Ganze. Er ist der Herr über die Welt, sein Volk Israel und Maria.

Der Text für mich

Eine Botschaft von einem Engel – das wäre es doch mal. Endlich würde Gott durch einen seiner Engel direkt zu mir sprechen. Also ich fände diese Begegnung sehr aufregend. Obwohl – wenn ich recht überlege – fast immer sagen die Engel als erstes: „Fürchte dich nicht!“ Warum eigentlich? Ist ihre Erscheinung so plötzlich, dass man vor Angst erstarrt? Oder sehen sie so aus, dass man vor ihnen Angst haben muss?

Und wenn es eine Begegnung geben würde, was würde der Engel mir sagen? Zacharias und Maria verkündete er die Geburt eines Kindes, Jakob sah die Himmelsleiter mit vielen Engeln und Gott bestätigt ihm seine große Verheißung, Elia wird durch den Engel Essen gebracht zur Stärkung und wandert danach 40 Tage ohne Essen und Trinken durch die Wüste. So könnte man viele Engelsbegegnungen aus der Bibel aufzählen. Aber alle haben eins gemeinsam, dass sie den Menschen, denen sie begegnet sind, auf besondere Weise mit Gott verbunden haben. Wie würde meine Engelsbegegnung aussehen? Was wäre meine Verheißung?

Der Text für dich

Starter

Wir feiern Weihnachten, aber warum eigentlich? Viele Kinder kennen die biblische Weihnachtsgeschichte nur wenig oder gar nicht und dass diese Begegnung mit Maria und dem Engel Gabriel ebenfalls dazu gehört, wissen noch weniger. Sie wird auch in den meisten klassischen Krippenspielen nicht erwähnt, und doch ist sie der erste Akt der Weihnachtsgeschichte bei Lukas und ein sehr bedeutender: Hier wird die Herkunft von Jesus und sein Herrschaftsanspruch deutlich. Er ist der Sohn des Höchsten, der Sohn Gottes und Maria ist die Frau, die auserwählt und von Gott begnadet ist. Maria hatte nichts Besonderes gemacht, sie wird nicht als besonders fromm beschrieben. – Nein Gott erwählt sie und schenkt ihr seine Gnade. Einfach so.

Checker

Maria wird von dem Engel mit einem Titel angesprochen, der in der Bibel sehr selten vorkommt: Du mit Gnade beschenkte, du Begnadete. Damit hat Maria in Gottes Augen eine ganz besondere Stellung. Gott hat einen Plan für sie – und sie kann oder will nicht wirklich widersprechen. Gabriel zeigt ihr Gottes Plan auf. Und sie ist sprachlos und verwundert, warum gerade sie? Maria lässt sich darauf ein, sie sieht sich als Magd, als Dienerin Gottes. Sie stellt sich ihm ganz zur Verfügung, weil sie weiß, dass Gottes Pläne gut für sie sind. Sie ist damit ein Vorbild für uns, denn wir können uns auch auf Gottes Pläne einlassen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Was gehört zur Weihnachtsgeschichte

Die Kinder werden gefragt, was alles zur Weihnachtsgeschichte gehört und was sie darüber wissen. Je nach Hintergrund werden die Kinder die Weihnachtsgeschichte nach Lukas erzählen. Maria und Josef sind auf dem Weg nach Bethlehem, sie finden keinen Platz in den Herbergen und so wird Jesus in einem Stall geboren. Es kommen verschiedene Personen zu Jesus und seinen Eltern. Hirten, die die Botschaft der Geburt von Engeln erfahren haben, und Könige, die einem Stern gefolgt sind. Diese Hinführung kann man gut mit Krippenfiguren gestalten. Diese Figuren werden in einen Karton gelegt und nach und nach ausgepackt. Bei jeder Figur, die man aus dem Karton nimmt, wird erzählt, welche Rolle sie in der Weihnachtsgeschichte hat.

Idee 2: Aufträge für alle

Die Kinder bekommen von den Mitarbeitenden der Reihe nach verschiedene Aufträge. Dazu bekommen die Kinder einen Zettel, auf dem die Aufgabe steht (z. B.: Geh in die Küche und mache den Wasserkocher an. Geh in den Flur und hole den Stoffbeutel. Laufe zum Auto von xy und hole die Pappteller). Wenn alle Aufträge erledigt sind, gibt es für alle ein gemeinsames Keksessen und Teetrinken. Dies kann aber nur gelingen, wenn jeder seinen Auftrag erfüllt.

Wenn man vorher die Gruppengröße nicht abschätzen kann, ist es möglich, bei großen Gruppen auch zwei Kindern gemeinsam einen Auftrag zu geben oder die Kinder bei kleinen Gruppen mehrere Aufgaben zu geben. Wichtig ist, dass wirklich jedes Kind eine Aufgabe erledigen kann.

Verkündigung

Theaterstück

Die Szene von der Ankündigung der Geburt Jesu wird den Kindern von zwei Personen vorgespielt. Es besteht auch die Möglichkeit, die Szene vorher als Film zu drehen. Wählt man die zweite Variante, kann man den Raum wie in einem Kino vorbereiten und die Kinder zu einem unglaublichen Film einladen.

Spielt man die Begegnung zwischen Maria und Gabriel live, kann man den Raum zu einem Theater umbauen. Wie in einem richtigen Theater kann man den Raum ein wenig abdunkeln und so für eine besondere Atmosphäre sorgen. Das Auftreten von Gabriel kann man mit Licht verstärken, aber in der Bibel wird nicht erwähnt, dass Gabriel Maria in einem besonderen Licht begegnet.

Ein Mitarbeitender, verkleidet als Maria (M), geht auf die Bühne und erzählt aus dem Alltag.

M: Während Maria redet, erscheint Gabriel (G) auf der Bühne – Maria ist so vertieft in ihre Gedanken, dass sie ihn nicht bemerkt.

Ach ja, wieder ist ein Tag vorbei. Und draußen wird es schon dunkel. Hoffentlich wird es heute Nacht nicht wieder so kalt. Trotz drei Decken habe ich letzte Nacht wirklich gefroren. Am liebsten würde ich noch mal zu Josef gehen. Ach, der ist soooo ein toller Mann. So groß und stark. Mein Papa meinte, er wäre ein guter Mann für mich. Seit einiger Zeit sind wir sogar verlobt. Das ist soooo schön. Jetzt dauert es nicht einmal mehr ein jahr und wir werden heiraten. Dann bin ich die Frau von Josef. Meine Freundinnen sind echt neidisch, weil ich den Josef heirate.

So, genug geträumt, jetzt muss ich alles fertig machen, bevor es ganz dunkel wird und man nichts mehr sieht und dann ab ins Bett und geträumt von der Hochzeit. Ach das wird…

G: (taucht plötzlich auf) Gegrüßt seist du Maria, du begnadete von Gott. Gott ist mit dir.

M: (erschrocken) Wer bist du? Und wieso begrüßt du mich so?

G: Fürchte dich nicht Maria. Du hast Gnade vor Gott gefunden. Er hat dich auserwählt von allen Frauen in Israel. Du wirst schwanger werden und einen Sohn bekommen und dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird der Sohn Gottes sein und der König über ganz Israel und darüber hinaus. Und sein Königreich wird niemals enden.

M: Wie kann ich schwanger werden? Ich bin erst verlobt. Und …

G: Gott wird den Heiligen Geist schicken und du wirst schwanger, aber Josef ist nicht der Vater. Deswegen wird man Jesus auch den Sohn Gottes nennen. Und glaube mir, für Gott ist das möglich. Gott ist größer als alles, was sich Menschen vorstellen können. Denke nur an Elisabeth, deine Verwandte, sie ist auch schwanger geworden. Niemand konnte sich das vorstellen – aber bei Gott ist nichts unmöglich.

M: Ich verstehe es nicht ganz. Aber ich will Gott dienen. Es soll alles so passieren, wie du gesagt hast.

G: (verlässt den Raum)

M: Mmh, das war irgendwie seltsam. Was soll das heißen, dass ich die Mutter von Gottes Sohn werde. Ich bin noch so jung? Und wie soll ich das Josef erklären? Vielleicht wird er wütend deswegen?

Aber es war ein Engel, der mir diese Botschaft gebracht hat. Ich bin mir sicher, die Nachricht kommt von Gott. Sas klingt so unglaublich! Wird es wirklich alles so geschehen wie der Engel es gesagt hat? Bin ich dir wirklich so wichtig? Bin ich deine Auserwählte?

Die andere Idee

Bilderausstellung

Die Kinder werden in Gruppen zu drei bis vier Kindern aufgeteilt. Ihnen wird der Bibeltext zum Lesen gegeben und sie bekommen die Aufgabe, nur einen Teil der Begegnung zwischen Maria und dem Engel Gabriel zu malen.

Danach stellen die Gruppen ihre Werke vor und erzählen, welchen Teil sie gemalt haben und was man auf ihrem Bild sieht. Die Mitarbeitenden können nach der Präsentation der selbst erstellten Kunstwerke die biblische Geschichte noch einmal erzählen.

Der Text gelebt

Wiederholung

Zur Wiederholung werden folgende Fragen gestellt:

  • Was ist in der Geschichte passiert?
  • Welchen Auftrag hat Maria bekommen?
  • Was habt ihr in der Geschichte nicht verstanden?

Gespräch

Die Fragen zum Gespräch haben den Themenschwerpunkt: Aufträge von Gott

Maria ist von Gott auserwählt, eine ganz besondere Aufgabe zu übernehmen. Diese wird ihr von Gabriel erzählt. Vermutlich hat keines der Kinder bereits so einen klaren Auftrag von Gott bekommen. Aber kleine und große Aufgaben bekommen sie trotzdem fast täglich.

Fragen für die Kinder: (Tipp: Bitte aufpassen, dass die Kinder sich nicht gegenseitig schlecht machen mit Sätzen wie „Das kann doch jeder!“; „Das ist doch babyleicht!“ usw.)

  • Welche Aufgabe habt ihr schon mal bekommen?
  • Wer gibt euch den Aufgaben?
  • Welches war für euch die schwerste Aufgabe, die ihr geschafft habt?
  • Welche Aufgaben machen euch am meisten Spaß?
  • Welche Aufgaben fallen euch schwer?

Maria hatte eine sehr schwere Aufgabe bekommen. Am Anfang hatte sie bestimmt Angst, weil sie nicht wusste, wie es wird. Aber sie wusste, dass sie von Gott auserwählt war, er ihr zur Seite stehen würde und immer bei ihr sein wird. Mit Gott an ihrer Seite wusste sie, ist nichts unmöglich und sie würde den Auftrag schaffen.

Hier ist ein Zeugnis eines Mitarbeitenden sehr gut, um den Kindern zu veranschaulichen, dass Gott auch heute noch Aufgaben und Aufträge gibt.

Fragen zum Themaschwerpunkt: Bei Gott ist nichts unmöglich.

Maria hat am Anfang bestimmt daran gezweifelt, dass alles so sein wird, wie es der Engel Gabriel ihr erzählt hat. Und doch ist bei Gott nichts unmöglich. Der Engel nennt Elisabeth als ein weiteres Wunder, um Gottes Größe zu verdeutlichen.

  • Welche Geschichten aus der Bibel fallen euch noch ein, in denen Gott etwas gemacht hat, was unmöglich war?
  • Habt ihr schon einmal etwas erlebt, was eigentlich unmöglich ist?

Auch hier wäre es sehr gut, wenn einer der Mitarbeitenden aus seinem eigenen Leben etwas erzählen könnte, was er mit Gott erlebt hat, was eigentlich unmöglich gewesen ist.

Gott ist so groß und mächtig, dass bei ihm nichts unmöglich ist. Das zeigt nicht nur die Begegnung zwischen Gabriel und Maria, sondern noch ganz viele andere Bibelgeschichten.

Merkvers

Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Lukas 1,37; Luther84

Jeder hat die Aufgabe den Satz in einer unmöglichen Form aufzuschreiben, einer schreibt ihn rückwärts auf, einer in Spiegelschrift und ein anderer mit so kleiner Schrift, dass er nur mit einer Lupe zu lesen ist. Natürlich kann man sich auch noch viel mehr unmögliche Schreibweisen ausdenken.

Gebet

Maria stimmte später, als sie Elisabeth besuchte, einen Lobgesang auf das an, was Gott in ihrem Leben getan hat. Gemeinsam mit den Kindern kann man genauso beten und Gott für verschiedene Sachen und Erlebnisse danken.

Wenn die Kinder von besonderen Geschichten erzählt haben, kann man diese (und die des Mitarbeitenden) im Gebet noch einmal benennen und Gott für seine Größe danken.

Kreatives

Der Eierfall

Eigentlich ist es unmöglich, dass ein rohes Ei aus einem Fenster im ersten Stock eines Hauses fällt und dabei nicht kaputt geht. Wir wollen probieren, ob es doch möglich ist. Dazu werden die Kinder in kleine Gruppen von ca. 4 Teilnehmern eingeteilt. Jede Gruppe bekommt ein rohes Ei, 25 Trinkröhrchen und eine Rolle Klebeband. Sie darf keine weiteren Materialien verwenden und hat die Aufgabe das Ei so zu verpacken, dass es beim Fall nicht kaputt geht.

Spielerisches

Es werden 4 Teams benötigt. Immer zwei Kinder bilden ein Team. Einer ist der Chef der andere der Sekretär. Die Chefs erhalten Texte, die etwa gleich lang sind. Sie stehen in den vier Ecken des Raumes. Vor jedem Chef sitzt der Sekretär des gegenüberliegenden Chefs. Auf ein Zeichen hin, fangen die Chefs an, die Texte zu diktieren. Die Sekretäre müssen die Texte fehlerfrei aufschreiben. Gewonnen hat das Team, welches am schnellsten den Text ohne Fehler aufgeschrieben hat. Ist das überhaupt möglich?

Rätselhaftes

Es werden Rätselfragen zu unmöglichen Dingen gestellt. Dazu teilt man den Raum in zwei Hälften, die Jahälfte und die Neinhälfte. Nachdem die Frage gestellt wurde müssen sich alle entscheiden, in welche Hälfte sie gehen. Beispiele für Fragen:

  • Ist es möglich, dass ein Mensch 250 kg bis über den Kopf heben kann? (Ja, der Weltrekord liegt bei 263 kg)
  • Ist es möglich, dass man 2 Wochen hintereinander wach bleiben kann? (Nein.)
  • Ist es möglich dass unsere Jungschar 3 Minuten lang ganz leise sein kann? (Man muss ausprobieren, ob das geht.)
  • Ist es möglich, dass ein Strauß 50 km/h schnell laufen kann? (Ja, sogar bis zu 70 km/h.)
  • Ist es möglich, dass ein Mensch zwei Daumen an einer Hand hat? (Ja.)
  • Ist es möglich, dass Gott auch heute noch Aufträge gibt? (Ja.)

(T)Extras

Lieder

  • Ich will nicht mehr sagen, ich kann das nicht
  • Absoluto guto

Spiele

Russischer Farbfernseher

Material: Farbige Blätter (Rot, Grün, Gelb, Blau, jeweils dreimal)

Es werden mindestens 8 Personen benötigt.

Die Kinder werden in zwei Gruppen geteilt und hintereinander hingesetzt und schauen alle in dieselbe Richtung. Nur die letzte Person setzt sich anders herum, um zu sehen, welche Farben gezeigt werden. Ein Mitarbeiter sitzt hinten und zeigt den Kindern am Ende der Reihe ein, zwei oder drei Farben. Diese müssen sie ohne etwas zu sagen an die Person ganz vorne weitergeben. Dazu nutzen sie „Klopfzeichen“. Jede Farbe bekommt ein

„Klopfzeichen“ (z. B. Rot – rechte Schulter, Grün – Kopf, Blau – Linke Schulter, Gelb – Rücken). Das Kind ganz vorn nimmt je nach „Klopfzeichen“ die farbigen Blätter und hält sie in die Luft. Kommt die Botschaft an?

Aktion

Man könnte in der Stunde zuvor den Kindern eine Aufgabe mit nach Hause geben (ähnlich der Idee 2). Dafür bekommen die Kinder einen Zettel in der vorhergehenden Stunde in die Hand auf dem steht:

Liebe/r…

Du bist auserwählt, für die nächste … (Name eurer Gruppe) eine … (Saft, Tee, Kekse usw.) mitzubringen.

Dein/e …

Mit den mitgebrachten Sachen kann man dann zu einem passenden Zeitpunkt ein gemeinsames Teetrinken und Plätzchenessen machen. Und fast jeder hat seinen Teil dazu beigetragen

… das ist ein geniales Spiel! Auf ganz einfache Weise schärft es die Wahrnehmung. Es lässt uns Einzelheiten entdecken, die im alltäglichen Getriebe in der Regel unbeachtet bleiben.

„Ich sehe was, was du nicht siehst” – so könnte Gott bei sich gedacht haben, als Samuel glaubte, in Eliab den neuen König Israels zu sehen. Eliab – ein stattlicher Mann, der dem äußeren Anschein nach sicherlich allen Erwartungen an einen König entsprach. Aber Gott bremst den Propheten:

„Ein Mensch sieht, was vor Augen ist,
Gott aber sieht das Herz an.”

(1. Samuel 16,7b)

Nicht Eliab, sondern der jüngere, unscheinbare Bruder David wird zum König Israels gesalbt. Für Gott kommt es nicht darauf an, ob jemand stark, beliebt oder erfolgreich ist. Gott sieht ins Innere eines Menschen, und was er dort sieht, zählt mehr als alle Äußerlichkeiten.

„Ich sehe was, was du nicht siehst” kann auch ein Ansporn
für die Jugendarbeit sein. Macht euch gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach dem, was in ihnen steckt, und fördert ihre unentdeckten Stärken und Begabungen zutage!

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