Begegnung mit dem Auferstandenen

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 2/2021. Es geht in drei Lektionen um die Begegnungen mit Jesus nach seiner Auferstehung:

Lektion 1 Johannes 20,11-18 Am Morgen

Lektion 2 Johannes 20,19-23 Am Abend

Lektion 3 Johannes 20,24-29 1 Woche später

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Jesus lebt und gibt Hoffnung! Du kannst ihm vertrauen!

Checker

Jesus ist auferstanden und lebt! Auch wenn dein Verstand mal anders denkt, vertraue auf Jesus!

Der Text an sich

Maria aus Magdala hat ziemlich emotionale Tage hinter sich. Zwei Tage zuvor, am Freitag, wurde Jesus gekreuzigt. Nachdem Jesus gestorben war, wurde sein Leichnam noch vor dem Sabbat in ein Felsengrab gelegt und ein großer Stein davor gerollt. Und nun, am Sonntag, in aller Frühe, kommt Maria aus Magdala zum Grab und stellt fest, dass der Stein weg und das Grab leer ist.

Maria kommt aus dem Ort Magdala und folgt Jesus als eine der treuesten Jüngerinnen, seit er sieben böse Geister aus ihr ausgetrieben hat. Sie und ein paar andere Frauen haben Jesus und seine Jünger zudem versorgt (Lk 8,2-3).

An der Stelle, wo der Leichnam Jesu lag, sitzen zwei Engel. Gott schickt seine Boten in genau diese Situation, ins leere Grab. Und nicht nur das. Jesus gibt sich Maria zu erkennen und gibt ihr einen Auftrag. Das gibt ihr neuen Mut und vor allem Freude in ihrer Trauer um Jesus. Denn nun weiß sie, dass Jesus lebt und dass all das, was Jesus ihnen in der Vergangenheit erzählt hat, wahr geworden ist und so zutrifft.

Der Text für mich

Ich finde diesen Teil der Passionsgeschichte super spannend. Maria kommt total traurig zum Grab, mit dem Wissen, dass Jesus tot ist. Am Grab angekommen, stellt sie erschrocken fest, dass der Leichnam verschwunden ist und weint. Aber Gott sorgt vor und setzt zwei Engel in das Grab. Doch noch bevor die beiden auf Marias Frage antworten, steht da Jesus hinter ihr, den sie mit dem Gärtner verwechselt. Allein diese Tatsache finde ich total abgefahren. Sie war auf der Suche nach Jesus und erkennt ihn nicht. Es kommt ihr gar nicht in den Sinn, dass das Jesus sein könnte. Erst als Jesus ihren Namen sagt, fällt’s ihr wie Schuppen von den Augen und ihr ist klar: Das ist Jesus, Rabbuni! Ihr Lehrer. Und Jesus gibt ihr gleich den Auftrag, den Jüngern von der Begegnung zu erzählen – Zeugnis zu geben.

Dabei frage ich mich selbst, wie oft ich Jesus suche und nicht erkenne, dass er schon da ist. Dass ich nicht verstehe, dass er bereits handelt. Mit meinem Verstand komme ich dabei nicht weiter. Und dann darf ich aber auch erleben, wie Jesus mich gebrauchen will, indem ich z. B. von ihm erzähle. Ob es die Geschichten aus der Bibel sind oder das, was ich persönlich mit ihm in meinem Leben erlebe. Dabei darf ich erleben, wie wunderbar es ist, Jesus einfach zu vertrauen und mich nicht nur auf meinen Verstand zu verlassen.

Der Text für dich

Starter

Einige Kinder haben sicherlich schon erlebt, wie es ist, wenn jemand stirbt, den sie liebhatten, wie z. B. Großeltern oder auch ein Haustier. Manche Kinder wurden bereits mit dem Tod eines Elternteils oder auch eines Freundes konfrontiert. Kinder trauern dabei anders als Erwachsene. Sie kennen vor allem das Gefühl, traurig zu sein über etwas. Über dieses Gefühl können sie sich mit der Situation von Maria identifizieren. Wie ist es für die Kinder, wenn sie traurig sind? Was wünschen sie sich?

Maria war auch traurig. Aber Jesus selbst verwandelt ihre Traurigkeit in Freude. Und das, obwohl ihr Verstand das erstmal nicht begreifen konnte. Aber in ihrem Herzen vertraut sie Jesus. Jesus hilft ihr.

Checker

Neben dem Gefühl der Traurigkeit, kennen „Checker“-Kinder bestimmt auch einige Geschichten, in denen Jesus seinen Tod und die Auferstehung ankündigt. Maria erlebt, dass sie Jesus vertrauen kann, auch wenn zunächst erstmal alles dagegen zu sprechen scheint. So wie Maria die Vorhersagen von Jesus gehört hat und plötzlich erlebt, dass all das so eingetroffen ist, können vor allem die älteren Kinder auch solche Zusammenhänge immer mehr verstehen.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1

Schaut zusammen mit den Kindern Grabanlagen in Israel zur Zeit von Jesus an. Zum Beispiel hier: http://www.allesumdiekinderkirche.de/textsuche/joh20_11ff.pdf So ein Felsengrab sieht ganz anders aus als die Gräber auf unseren Friedhöfen heute. Nehmt zum Vergleich auch ein Bild von einem heutigen, mit Blumen bepflanzten, Grab.

Kommt mit den Kindern ins Gespräch:

  • Was seht ihr?
  • Wart ihr schonmal auf einem Friedhof? Was ist euch dort aufgefallen?
  • Welche Unterschiede fallen euch auf zwischen dem Felsengrab und heutigen Gräbern?

Das Grab hatte Josef von Arimathäa gehört. Er war ein ziemlich reicher Mann und hat sein Familiengrab, das noch ganz neu war, für Jesus zur Verfügung gestellt.

Idee 2

Spiel: Gegenstände suchen

Je ein freiwilliges Kind geht kurz vor die Tür, während im Raum ein Gegenstand versteckt wird. Das Kind kommt wieder in den Raum und sucht den Gegenstand. Die anderen Kinder können mit „heiß“ (wenn es in die Nähe kommt) oder „kalt“ (wenn es sich davon entfernt) helfen.

So wie Maria den scheinbar verschwundenen Jesus suchen wollte, können die Kinder je einen Gegenstand suchen. Statt Gegenständen können z. B. auch abgepackte Süßigkeiten verwendet werden.

Verkündigung

Die Geschichte wird aus der Perspektive von Maria mit ihren Gefühlen und Gedanken erzählt. Verkleide dich dabei mit eher dunkleren Tüchern, denn sie war ja in Trauer.

„Hey, ich muss euch unbedingt erzählen, was ich Krasses erlebt hab! Das war so abgefahren! Mit meinem Verstand konnte ich das erstmal gar nicht richtig glauben.
Ach ja, ich bin übrigens die Maria und komme aus dem kleinen Ort Magdala. Das liegt in Israel am See Genezareth. Aber nun bin ich in Jerusalem. Ich war nämlich mit Jesus unterwegs. Ja, genau! Dem Jesus aus Nazareth.

Aber jetzt erstmal von vorne.
Ich war nämlich total traurig, weil Jesus, der Jesus, mit dem ich unterwegs war, gekreuzigt wurde. Am Kreuz ist er gestorben. Sein Leichnam wurde dann in das Grab von Josef aus Arimathäa, einem reichen Mann, gelegt. Eingewickelt in Leinentücher. Das ist so üblich. Dass Jesus gestorben ist, ist jetzt zwei Tage her. Und das hat mich schon ziemlich traurig gemacht … In dem Moment hab‘ ich ihn auch sehr vermisst. Er war ja auch ein Freund von mir! Und wir haben so viel erlebt.
Ich bin dann heute Morgen in aller Früh – es war sogar noch dunkel – aufgestanden und zu seinem Grab gelaufen. Ich konnte einfach nicht mehr schlafen und musste raus.

Ihr glaubt nicht, was ich da erlebt hab! Meine Augen waren noch total verheult, als ich vor der Stadtmauer von Jerusalem zum Grab von Jesus gekommen bin. Und dann – ich habe die Welt nicht mehr verstanden – der große, schwere Grabstein [mit den Armen riesige Bewegungen machen, um die Größe anzudeuten] war weg! Das Grab war offen!!! Ich war völlig verwirrt und hab nur noch mehr geweint.

Das kann doch gar nicht wahr sein! Er ist doch tot und kann nicht einfach weglaufen! Oder hat ihn etwa jemand geklaut? Der Stein ist doch so mega schwer! Den kann man nicht einfach so wegrollen. Das konnte doch alles gar nicht möglich sein.
Mir sind tausend Gedanken durch den Kopf gegangen.
Schließlich habe ich in das Grab geschaut! Jesus war tatsächlich weg! Stattdessen habe ich zwei Männer dort sitzen sehen, die leuchtend weiße Gewänder anhatten! Das müssen Engel sein, also Boten Gottes, dachte ich mir! Sie haben mich gefragt, warum ich weine!
Komische Frage, dachte ich mir. Jeder weiß doch, was die Tage Trauriges passiert ist und jetzt ist Jesus auch noch ganz verschwunden!

Aber ich habe ihnen geantwortet und gesagt: „Ich will zu Jesus! Hier hat er doch gelegen! Aber jetzt ist er weg! Und ich weiß nicht, wo er jetzt ist!“
Bevor die beiden Engel mir antworten konnten, habe ich mich umgedreht und bin erstmal kurz erschrocken: Da stand plötzlich der Gärtner!
War ja nicht schon krass genug, die ganze Sache. Auch er hat mich gefragt, warum ich weine und wen ich suche.
Anscheinend hat er meinen letzten Satz zu den Engeln mitbekommen. Vielleicht weiß er ja, wo Jesus hingebracht wurde? Immerhin pflegt der Gärtner ja die ganze Grabanlage und bekommt dadurch ziemlich viel mit und hat alles im Überblick. Oder hat er sogar etwas mit dem Verschwinden von Jesus zu tun?

Also habe ich zu ihm gesagt: „Wenn du ihn weggetragen hast, dann sag mir, wo du ihn hingelegt hast. Dann geh ich hin und hole ihn wieder zurück.“

Und dann: So krass! Dann hat dieser Typ, von dem ich dachte, dass es der Gärtner sei, doch einfach meinen Namen gesagt! „Maria“, hat er gesagt.

Mir ist’s plötzlich wie Schuppen von den Augen gefallen! Ich habe ihn mit großen Augen angeschaut, die letzten Tränen aus dem Gesicht gewischt. Die Stimme kenne ich doch! Das ist nicht der Gärtner! Das ist Jesus!

„Rabbuni“, habe ich zu ihm gesagt. Das ist hebräisch und heißt Lehrer. So haben wir ihn oft genannt.

Das war wirklich Jesus! Ich habe ihn wiedergefunden! Er lebt! Wie abgefahren ist das denn!
Aber als ich meine Hände nach Jesus ausgestreckt hab, hat er zu mir gesagt:
„Halte mich nicht fest. Ich bin noch nicht beim Vater gewesen. Aber ich habe einen wichtigen Auftrag für dich: Geh zurück zu meinen Jüngern und sage ihnen, dass ich zurück zu Gott, meinem Vater und eurem Vater, gehe! Erzähle ihnen die frohe Botschaft, dass ich den Tod besiegt habe und lebe.“
Das habe ich natürlich gleich gemacht! Und bin sofort wieder in die Stadt Jerusalem gerannt und habe den Jüngern von meinem Erlebnis mit Jesus berichtet.

Nach der Traurigkeit, die ich in mir hatte, war ich jetzt wieder voller Freude! Jesus lebt und er hat mir sogar höchstpersönlich noch den Auftrag gegeben, seinen Jüngern davon zu berichten!
Aber jetzt muss ich wieder zurück zu den anderen! Wir feiern nämlich gerade, dass Jesus den Tod besiegt hat und auferstanden ist! Jesus lebt! Das müsst ihr euch merken! Auch wenn ich‘s zuerst mit meinem Verstand gar nicht glauben konnte! Aber ich vertraue Jesus voll und ganz und das ist das Allerbeste!“

Die andere Idee

Erzähle die Geschichte mit Hilfe von Spielfiguren (Playmobil, Duplo, Egli-Figuren o. Ä.). Dabei kannst du als neutraler Erzähler fungieren oder auch aus der Perspektive von Maria erzählen (s. o.). Gestalte deine Spielfläche mit einem Felsengrab aus Steinen und einem etwas runderen Stein, der weggerollt ist. Als Untergrund kannst du Moos oder auch einfach ein grünes Tuch nehmen.

Diese Idee ist besonders geeignet, um die Geschichte online zu erzählen, aber natürlich auch in Präsenz-Gruppenstunden. Für die Erzählung online eignet sich in einem Videocall z. B. ein zweites Handy, das zugeschaltet ist. Vielleicht hat auch jemand aus deinem Umfeld eine Dokumentenkamera – Lehrer haben das oftmals für den Online-Unterricht angeschafft.

Der Text gelebt

Wiederholung

Wiederholt die Geschichte anhand der Gefühle von Maria. Frag die Kinder, an welche Gefühle sie sich noch erinnern können. Was hat Maria erlebt? Wie ging es ihr?

Als Unterstützung könnt ihr auf Papierkreise entsprechende Smileys aufmalen und in die Mitte legen.

Gespräch

Maria war anfangs sehr traurig.

  • Kennt ihr das Gefühl?
  • In welchen Momenten oder Situationen seid ihr traurig?

Wie hat Jesus Maria geholfen?

  • Er hat ihr zugehört
  • Er hat sie beim Namen genannt
  • Er hat ihr gezeigt, dass er da ist
  • Er hat ihr einen Auftrag gegeben

Wie tröstet Jesus uns heute?

  • Er hört uns zu, wir können jederzeit mit ihm reden – beten
  • Durch andere Menschen, die er schickt
  • Durch Aufgaben, mit denen er uns ablenkt
  • Durch Träume und gute Gedanken, die er schenkt

Oft können wir mit unserem Verstand gar nicht begreifen, was Jesus für uns tut und wie er uns hilft. Maria hat Jesus voll und ganz vertraut und dadurch erlebt, wie er ihre Trauer in Freude umwandelt. Vom Verstand allein wäre diese Situation total unwirklich gewesen. Aber ihr Vertrauen auf Jesus hat ihr geholfen.

Merkvers

Verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern setze dein Vertrauen ungeteilt auf den HERRN! (Sprüche 3,5 Gute Nachricht)

Um den Merkvers mit den Kindern zu lernen, denke dir passende Bewegungen aus. Gemeinsam könnt ihr den Vers nun auswendig lernen.

Gebet

Das Gebet kann langsam gesprochen werden, so dass die Kinder die Möglichkeit bekommen, selbst mitzubeten:

Danke, Jesus, dass du Maria begegnet bist und ihr in ihrer Trauer geholfen hast. Danke, dass du den Tod besiegt hast und auferstanden bist. Mit meinem Verstand kann ich das manchmal gar nicht richtig begreifen. Aber ich will dir immer mehr vertrauen. Danke, dass du lebst, für mich da bist und mir zuhörst, Jesus. AMEN.

Kreatives

Ostereier bemalen

Ihr braucht: mind. 1 ausgeblasenes Ei pro Kind (alternativ könnt ihr auch Plastikeier aus dem Bastelgeschäft nehmen), Zahnstocher, Farbe, Pinsel, Faden / Bänder

So geht’s:
Zum Bemalen wird ein Zahnstocher durch die ausgeblasenen Eier gesteckt. Dann können die Kinder das Ei nach Belieben bemalen. Zum weiteren Verzieren könnt ihr auch leichte Materialien, Glitzer oder Anderes zum Aufkleben verwenden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wenn die Farbe getrocknet ist, kann der Zahnstocher entfernt und stattdessen ein Faden oder Band durch die Löcher gezogen werden. An der Unterseite wird ein Knoten gemacht. Oberhalb des Eis macht ihr eine Schlaufe, um das Ei aufhängen zu können.

Übrigens: Das Osterei ist ein Symbol für die Auferstehung von Jesus. Von außen wirkt das Ei kalt und tot, aber im Inneren eines Eis wächst neues Leben – ein Küken. So wie das Grab von Jesus von außen kalt und tot erscheint, aber durch die Auferstehung von Jesus wieder voller Leben ist.

Spielerisches

„Geh und erzähl“
Spielt Flüsterpost, so wie Maria von ihrer Begegnung mit Jesus freudig weitererzählt hat. Dabei könnt ihr Worte oder Satzteile vom Merkvers oder aus der Geschichte verwenden. Insgesamt passen natürlich auch sämtliche Worte rund um Ostern. Ihr flüstert der ersten Person im Kreis ein Wort ins Ohr. Die Person flüstert‘s der nächsten Person ins Ohr usw. bis es die letzte Person erreicht hat. Die Person sagt laut, was angekommen ist.

Abstandsalternative: Telefonkette mit Dosentelefonen
Bastelt im Vorfeld Dosentelefone – es eignen sich auch wunderbar Pappbecher dazu – und spielt das Spiel trotz Abstands- und Hygieneregeln! Dabei hat letztendlich jedes Kind zwei Becher in der Hand – einen zum Hören und einen zum Sprechen.

Rätselhaftes

Die Kinder bekommen das Blatt zum Rätselspaß mit dem Buchstabengitter. Darin sollen sie die folgenden 10 Worte suchen: Jesus, Auferstehung, Felsengrab, Engel, Gärtner, Maria, Auftrag, Freude, Erzählen, Vertrauen

Mit der Druckfunktion „2 Seiten pro Blatt“ kannst du das Rätsel in DIN A5 Format ausdrucken.

(T)Extras

Lieder

  • Jesus lebt! (Er ist mitten unter uns)
  • Vorwärts (Ich vertraue dir)
  • Gott hat der Nacht die schwarze Farbe geklaut
  • Jesus, wir heißen dich willkommen

Spiele

„Ich sehe was, was du nicht siehst“
Einer fängt an und sagt „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist grün“ und nennt dabei immer die Farbe eines Gegenstandes im Raum. Die anderen Mitspieler raten nun, welchen Gegenstand er meint. Wer den richtigen Gegenstand errät, ist als nächstes dran.

Online-Variante: „Ich suche was, und das ist …“
In einem Videocall könnt ihr das Spiel nach dem gleichen Prinzip wie „Ich sehe was, was du nicht siehst“ spielen. Der Unterschied ist, dass ihr konkret Gegenstände benennt, die ihr „sucht“. Den genannten Gegenstand müssen nun die Mitspieler holen.
Der Schnellste darf den nächsten Gegenstand ansagen.

Kreatives

Bastelt gemeinsam schöne Osterpostkarten. So können die Kinder die frohe Osterbotschaft, dass Jesus lebt, per Postkarte weitererzählen.

Hier kommt die erste Themenreihe der JUMAT 1/2021. Es geht um Josef. In insgesamt 8 Lektionen geht es um Josefs Familiengeschichte, die Hochs und Tiefs seines Lebens, Verrat, Intrige, Träume und Wunder und darum, dass Gott am Ende alles gut macht.

Ergänzend als Lektion 1 ein Stundenentwurf zur Jahreslosung Lk 6,36.

Lektion 2 1. Mose 37,1-11 Getreide und Gestirne

Lektion 3 1. Mose 37,12-36 Verraten und verkauft

Lektion 4 1. Mose 39 Abgehauen und bestraft

Lektion 5 1. Mose 40 + 41 Ähren und Kühe

Lektion 6 1. Mose 42 Angst und Bange

Lektion 7 1. Mose 43 + 44 Noch einmal Angst und Bange

Lektion 8 1. Mose 45 Versöhnung und Freude

Lektion 9 1. Mose 50,1-20 Rückblick und Ausblick

Die einzelnen Lektionen sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Das Ziel

Starter

Gott ist auch in schwierigen Zeiten für uns da.

Checker

Gott kann auch blöde Situationen dafür benutzen, etwas Gutes daraus zu machen.

Der Text an sich

Am Anfang der Geschichte sitzt Josef im Gefängnis. Sein Talent hat ihm bisher scheinbar kein Glück gebracht. Im Verlaufe der Geschichte kann er es aber richtig einsetzen, da er jetzt weiß, woher es kommt und dass er Gott damit ehren kann. Obwohl er wieder einmal in einer ausweglosen Situation zu sein scheint, sorgt Gott für einige Privilegien im Gefängnis und für Möglichkeiten, von ihm zu erzählen und sein Wesen zu zeigen. Am Ende ist Josef durch Gottes Hilfe und das Vertrauen darauf in einer höheren Position, als er sie vorher je hätte erreichen können. Um ihn in die Stellung direkt unter dem Pharao zu bringen, nutzt Gott ausgerechnet den erniedrigenden Weg über das Gefängnis.

Zu 40,1: Der Mundschenk (arbeitete ähnlich wie ein Kellner) und der Bäcker waren beide sehr hohe und wichtige Ämter, die aus hohen gesellschaftlichen Schichten kamen und viele Bedienstete unter sich hatten. (vgl. *1)

Der Mundschenk war außerdem ein Leibwächter und Vorkoster, um der Gefahr einer Vergiftung des Pharaos durch Feinde vorzubeugen. Auch sie hatten also einen sehr tiefen Fall erlebt.

Zu 40, 17: Es kam im alten Ägypten oft vor, dass Raubvögel, die als heilig galten und deshalb nicht getötet werden durften, Essen aus den Körben stahlen, die auf dem Kopf aufeinandergestapelt von der Küche in die Speiseräume transportiert wurden (vgl. *1).

So wie bei Josefs Träumen schickt Gott also Träume mit Situationen, die die Träumenden kennen und die mit ihrem Alltag und Lebensumfeld zu tun haben.

So auch beim Pharao in Kap. 41, der den Nil als Fruchtbarkeitsgrundlage des ganzen Landes kennt, aus dem also Freud oder Leid für das Land kommen kann (vgl. *1). So wie die mageren und fetten Kühe kommen also auch die mageren und fetten Jahre aus dem Wasser des Nils.

Was Josef voraussagt, passiert auch immer genau so. Josef ist dabei immer nur der Überbringer der Botschaften und hat keinen Einfluss auf das, was passiert (vgl. *1).

Quellen:

*1: Jamieson Fausset Brown Bible Commentary, unter https://www.bibleserver.com/commentary/JFB/6449 , zuletzt aufgerufen: 28.09.20

Der Text für mich

Ich bewundere Josefs Geduld in dieser Zeit. Er hat zwar auch im Gefängnis Privilegien und das Vertrauen des Verwalters, aber nichtsdestotrotz ist er ohne eigene Schuld gefangen. Anhand seiner Bitte an den Mundschenk (V.14-15) kann man ahnen, wie schwer die Gefangenschaft für ihn ist und wie groß sein Wunsch, dort rauszukommen. Und trotzdem macht er das Beste aus seiner Situation und vertraut auf Gottes Plan!

Nachdem seine Gabe und Sensibilität ihm bisher eher Ärger gebracht zu haben scheint, setzt er sie trotzdem weiter und in der richtigen Situation ein. Er merkt direkt, wie niedergeschlagen seine beiden Mitgefangenen sind und weiß, wie er hier helfen kann. Und nicht nur das: Es ist ihm wichtig, zu betonen, dass die Deutung der Träume Gottes Sache ist. Er hätte sicher viele Gründe, sauer auf Gott zu sein und sein Talent ohne Quellenangabe für sich zu beanspruchen, doch er gibt Gott die Ehre. Genauso macht er es beim Pharao, nachdem er nochmal zwei Jahre im Gefängnis warten musste, ohne den Grund zu kennen.

Dieses Vertrauen möchte ich mir in schwierigen Situationen zum Vorbild nehmen. Die Geschichte kann mich daran erinnern, dass manchmal auch schlimme Erlebnisse zu Wegen mit Gott gehören und er sie für etwas viel Besseres, als wir uns vorstellen können, nutzen kann. Auch wenn wir sie gerade überhaupt nicht verstehen.

Der Text für dich

Starter

Josef ist allein, er hat viel Zurückweisung und Unrecht erlebt und scheint ganz unten zu sein. Solche Situationen werden den Kindern auch bekannt vorkommen. Sich von aller Welt verlassen zu fühlen oder ungerecht behandelt zu werden, ist total entmutigend. Doch Gott sieht Josef und als der richtige Zeitpunkt da ist, hilft Gott ihm und er bekommt eine riesige Chance. Auch wenn wir es manchmal nicht merken und unser Unglück nicht verstehen, ist Gott da und sieht uns und er kann uns helfen und dabei auch überraschen. Manchmal brauchen wir dafür aber Geduld und das Vertrauen, dass er die Situation in der Hand hat, das ist oft nicht einfach.

Checker

Auch wenn man es eigentlich weiß, dass Gott uns in jeder Lage sieht und trägt, kann es manchmal schwer sein, geduldig zu sein und zu vertrauen. Daher können wir es in schwierigen Lebensphasen gar nicht oft genug hören. Die Geschichte zeigt aber auch, dass ein schlechtes Erlebnis Teil eines größeren Plans von Gott sein kann und er dieses nutzen kann, um uns fett zu beschenken oder uns für eine größere Aufgabe vorzubereiten. Nicht immer dauert es so lange wie bei Josef, bis wir Gottes Hilfe sehen. Aber seine Geschichte verbildlicht uns, wie Gottes roter Faden sich durch unser Leben ziehen kann und wir viele Sachen erst viel später im Rückblick verstehen. Auch Kinder können vielleicht schon ein paar Spuren in ihrem Leben entdecken. Aber auch wenn nicht, dürfen sie glauben, dass Gott immer bei ihnen ist.

Der Text erlebt

Material

Hinführung 1: Blätter und Stifte

Hinführung 2: Stühle, Tische, Hürden, usw.

Verkündigung 1: Flipchart / Tafel & passende Stifte / Kreide

Verkündigung 2: z. B. Karton, Handschellen, Weinkelch, Brotkorb, Trauben, schwarzes Tuch, Krone/Haarreif/Schmuck, Spielzeugkuh, Getreideähre/ Bild davon, Buch, Bilder von Feldern, Siegelring/Stempel, Kalender

Hinführung

Idee 1 Traum-Raten

Alle schreiben einen Traum auf, den sie in der letzten Zeit hatten, ohne ihren Namen dazu zu schreiben. Dann werden die Blätter gemischt und neu verteilt. Nun muss erraten werden, welcher Traum zu wem gehört.

Falls wegen Corona-Maßnahmen keine Stifte verwendet werden dürfen: Alle erzählen von einem Traum, den sie schon mal hatten und einem, den sie sich ausgedacht haben. Dann müssen die anderen erraten, welcher der wirkliche und welcher der ausgedachte ist.

Idee 2 Vertrauens-Parcours

Aus Stühlen, Tischen usw. wird ein Parcours aufgebaut. Die Kinder tun sich zu zweit oder dritt zusammen. Jeweils ein Kind bekommt die Augen verbunden und muss den Parcours durchqueren. Dabei wird es nur durch Zurufe des anderen Kindes gesteuert und muss auf dessen Anweisungen vertrauen, um den Parcours zu bewältigen.

Verkündigung

Verkündigungsart: interaktives Theaterstück

Zwei Diener/Innen des Pharaos erzählen die Geschichte, wobei sie sich gegenseitig unterbrechen und ergänzen.

Zwei MA verkleiden sich mit einfachen Mitteln (z.B. Haarreif, Schmuck) und besuchen die Kinder aus der Geschichte heraus mithilfe von Zeichnungen:

N: Hallo! Ich bin Nafi und ich arbeite am Hof des Pharaos. Dort, wo der Wein für den Pharao hergestellt wird. Wisst ihr, wie man Wein macht? (Es soll deutlich werden, dass Wein aus Trauben gepresst wird). Jedenfalls muss ich euch etwas total Krasses erzählen, was bei uns grade so abgeht!

A: kommt dazu, unterbricht: Hey! Ich muss euch unbedingt erzählen, was bei uns Spannendes passiert! Ich heiße Anwar und arbeite am Hof des Pharaos, dort, wo die Brote für den Pharao gebacken werden…

N: Moment mal, ich wollte zuerst erzählen! Also, mein Chef, der persönliche Mundschenk / Kellner des Pharaos, hatte vor einigen Jahren Mist gebaut und kam ins Gefängnis.

A: Hey, so fängt meine Geschichte auch an! Der oberste Bäcker des Pharaos hatte auch was verbockt und kam zur gleichen Zeit ins Gefängnis. Dort traf er dann auch auf…

N+A gleichzeitig: … Josef!

N: Dann war er zur gleichen Zeit wie der Mundschenk da! Josef war ein Hebräer, der auch dort im Gefängnis war. Doch der Gefängniswärter merkte, dass er Josef vertrauen konnte und gab ihm viel Verantwortung über andere Gefangene. Habt ihr vielleicht schon mal von ihm gehört? (hier kann die bisherige Geschichte von Josef wiederholt werden) Jedenfalls hatte der Mundschenk in einer Nacht plötzlich einen seltsamen Traum. Und er merkte, dass er etwas zu bedeuten hatte, wusste aber nicht, was.

A: In der gleichen Nacht hatte auch der Bäcker einen besonderen Traum. Und niemand konnte ihm den Traum erklären!

Aber Josef hat gleich gespürt, wie sie die Träume beschäftigt haben und hat nachgefragt! Und da haben sie die Träume erzählt.

N: zeichnet währenddessen das Erzählte mit einfachen Symbolen, wie Trauben, Kelch usw. auf die Flipchart / Tafel: Der Mundschenk träumte von einem Weinstock mit drei Ranken. Er blühte sofort und reife Weintrauben wuchsen. Der Mundschenk hielt den Weinbecher des Pharao in der Hand, presste den Saft der Weintrauben in den Becher und gab diesen dem König zu trinken.

A: Und konnte Josef den Traum erklären?

N: Naja, er betonte, dass nur sein Gott die Träume erklären kann. Aber Gott gab die Erklärung an Josef weiter und Josef verstand ihn. Der Traum bedeutete, dass der Mundschenk in drei Tagen aus dem Gefängnis entlassen wird und wieder arbeiten darf! Und das passierte dann auch. Und durch den Traum konnte er es vorher schon erfahren!

A: Wow, krasse Geschichte. Jetzt will ich aber vom Bäcker erzählen (nimmt den Stift und zeichnet an die Flipchart): Er träumte von drei Brotkörben, die er gestapelt auf dem Kopf trug. Im oberen lag viel besonderes Gebäck für den Pharao. Doch dann kamen Greifvögel und fraßen alles aus dem oberen Korb leer!

N: Seltsam! Und konnte Josef ihm da auch weiterhelfen?

A: Ja, aber es war leider keine schöne Nachricht. Er erklärte ihm, dass der Traum bedeutete, dass er in drei Tagen aus dem Gefängnis geholt und hingerichtet werden würde. Und so kam es dann auch. (Die Todesstrafe kann hier noch weiter thematisiert werden, z. B. dass es diese heute nicht mehr im deutschsprachigen Raum gibt)

N: Oh, das ist ja traurig…

A: Ja… Aber jetzt sollten wir noch erzählen, wie es danach mit Josef weitergegangen ist!

N: Ja stimmt, der krasseste Teil der Geschichte kommt ja noch! Denn 2 Jahre später hatte der Pharao einen seltsamen Traum, den niemand deuten konnte (zeichnet an die Flipchart): Er träumte von sieben schönen, vollgefutterten Kühen, die aus dem Nil kamen. Dann kamen auch noch sieben magere, hungrige Kühe aus dem Fluss. Und plötzlich fraßen die mageren Kühe die anderen auf!

A: Oha!

N: Dann hatte er noch einen Traum: Er träumte von einem Getreidehalm, an dem sieben reife Ähren wuchsen. Darunter wuchsen aber noch sieben mickrige vertrocknete Ähren. Und die vertrockneten fraßen die gesunden Ähren auf!

A: Spooky. Und wie kam Josef dann ins Spiel?

N: Als der Mundschenk freigelassen wurde, hatte er Josef ganz vergessen. Bis jetzt! Nun fiel ihm Josef wieder ein und er erzählte dem Pharao von ihm. Und der ließ Josef holen, um ihn nach der Bedeutung des Traumes zu fragen.

A: Und Josef konnte ihm helfen?

N: Ja, er erklärte ihm, dass beide Träume die Zukunft zeigten: Es würde sieben Jahre lang gutes Wetter für gute Ernten und dadurch viel zu essen geben. Danach würde es aber sieben Jahre lang eine schlechte Ernte geben und niemand hätte mehr zu essen. Deshalb gab er dem Pharao gleich einen Rat: Von dem vielen Korn aus den guten Jahren sollte immer ein Teil gespart werden, damit für die nächsten sieben Jahre noch etwas zu essen übrig ist und die Menschen nicht verhungern.

A: Ach ja, ich erinnere mich! Der Pharao machte Josef dann gleich zu seinem Stellvertreter, und plötzlich war er der zweite Chef unter dem Pharao und hatte Verantwortung über das ganze Land! Er nahm seine Aufgabe ernst und passte während der erntereichen Jahre gut auf, dass immer etwas aufgehoben und in riesigen Scheunen gelagert wurde. Und jetzt wo es kaum noch regnet und nichts mehr wächst, kümmert er sich um die Verteilung des Korns an die hungrigen Menschen.

N: Ja, das macht er echt gut! Ich bin gespannt, was noch aus ihm wird.

A: Ich auch. Was ist zum Beispiel mit seiner Familie? Aber jetzt sollte ich mal wieder zurück an die Arbeit.

N: Oh, ich auch! Es war schön euch kennengelernt zu haben! Tschüss!

A: Wiedersehen!

Die andere Idee

Die Geschichte wird mit Hilfe von Gegenständen erzählt. Diese werden nacheinander aus einem Karton geholt, der auf einer Seite mit einem aufgemalten Gitterfenster als Gefängnis gestaltet ist und auf einer zweiten Seite als Palast des Pharaos. Am Anfang ist die Gefängnisseite den Kindern zugewandt und beim Erzählen werden die Gegenstände gezeigt, z.B. Handschellen (Gefangenschaft), Weinkelch (Mundschenk), Brotkorb (Bäcker), Trauben (Traum Mundschenk), Brotkorb (Traum Bäcker), Weinkelch wird nach draußen gestellt (Beförderung Mundschenk), Brotkorb wird mit schwarzem Tuch verdeckt (Hinrichtung Bäcker). Dann wird die andere Seite gezeigt und z.B. folgende Gegenstände: Krone / Haarreif / Schmuck (Pharao), Spielzeugkuh (Traum Pharao), Kornähre / Bild davon (Traum Pharao), Buch (Wahrsager), Handschellen (Josef), Bilder von ertragreichen und dürren Kornfeldern (Traumdeutung), Siegelring / Stempel (Verantwortungsübertragung), Kalender (Jahre).

Der Text gelebt

Wiederholung

Version 1: Die Bilder auf der Flipchart werden vor die Kinder hingelegt und die Geschichte mit ihrer Hilfe von den Kindern wiederholt. Wenn Corona-Maßnahmen es zulassen, können die Kinder die Geschichte mit ihren eigenen Bildern ergänzen und sie so noch besser behalten.

Version 2: Die Gegenstände werden aus den Kartons geholt und von den Kindern in der richtigen Reihenfolge sortiert. Dabei wird die Geschichte wiederholt.

Gespräch

Wie hättet ihr euch an Josefs Stelle gefühlt – im Gefängnis / beim Pharao / mit so viel Verantwortung?

Musstet ihr auch schon mal sehr lange auf etwas warten, zum Beispiel einen Ausweg aus einer schwierigen Situation? Wie habt ihr euch dabei gefühlt? Konntet ihr auf Gottes Hilfe vertrauen? Was fiel euch dabei schwer? Habt ihr Gottes Hilfe in der Situation erfahren?

Gott hat einen ungewöhnlichen Weg gewählt, um Josef an diese hohe Position zu bringen. Was denkt ihr über diesen Weg? Habt ihr auch schon mal erlebt, dass Gott euch über komische Umwege in eine coole Situation gebracht hat?

So wie Josef kann Gott auch uns aus jeder ungünstigen Lage befreien und uns helfen. Manchmal brauchen wir aber auch Geduld. Seid ihr geduldig? In welchen Situationen fällt es euch besonders schwer, geduldig zu sein?

Merkvers

Psalm 46,12 (GNB): „Der Herr der Welt ist bei uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz!“

Schreibt den Vers in eine Gedankenblase. Ihr könnt auch noch den träumenden Josef oder euch selbst dazu malen. Den Vers könnt ihr über euer Bett hängen, so dass ihr ihn abends sehen könnt.

Gebet

Josef hatte während seiner Gefangenschaft sicher viele Fragen und Wünsche zu seiner Situation an Gott. Welche Fragen habt ihr an Gott? Wo wartet ihr auf Antworten zu Dingen, die ihr nicht versteht? Wo wünscht ihr euch, dass Gott euch einen Ausweg zeigt?

Schreibt eure Fragen und Bitten an Gott auf und macht eine Gebetsrunde, in der jeder sein Gebet laut oder leise an Gott richten kann. Die Zettel könnt ihr dann mitnehmen, um später nochmal darauf gucken zu können. Oder ihr werft sie in eine Gebetsbox und die Mitarbeitenden nehmen sie mit, um für die Kinder zu beten.

Kreatives

Körbe aus Tellern basteln.

Material: Pappteller, Lineal, Stifte, Schere, Kleber

Zeichnet auf einen Pappteller in gleichmäßigen Abständen vier Striche an den Rand, so dass ein Rechteck und vier Ecken entstehen. Schneidet an zwei parallelen Linien bis zur Ecke ein.

Klappt dann die Ränder nach oben und klebt sie aneinander fest, so dass ein Korb entsteht. Dieser kann dann noch angemalt werden, zum Beispiel mit Szenen aus der Geschichte, oder mit dem Merkvers oder einem anderen Vers beschriftet werden. Im Internet gibt es viele genaue Anleitungen und Gestaltungsideen dazu.

Spielerisches

Körbe werfen

Die Kinder tun sich zu zweit oder zu dritt zusammen. Ein Kind steht jeweils hinter einer Ziellinie und hält einen Korb (z.B. Brotkorb). Für einen erhöhten Schwierigkeitsgrad können auch drei Brotkörbe übereinandergestapelt werden, die dann balanciert werden müssen. Ein anderes Kind muss nun versuchen, einen Ball oder ähnlichen Werfgegenstand aus einer Entfernung von 2-3 Metern in den Korb zu treffen und das Kind mit dem Korb versucht entsprechend, diesen Gegenstand mit dem Korb zu fangen.

Rätselhaftes

Geheime Botschaft

Die Kinder werden in zwei Gruppe aufgeteilt. Jede Gruppe denkt sich eine Geheimschrift oder einen Code aus und verfasst in dieser eine Nachricht für die andere Gruppe. Die Botschaften werden ausgetauscht und die Gruppen müssen die Texte der anderen entschlüsseln.

(T)Extras

Spiele

Montagsmalen

Es werden Kärtchen mit Begriffen vorbereitet oder aus einem „Activity“-Spiel mitgebracht oder von den Kindern aufgeschrieben. Es werden zwei Gruppen eingeteilt. Auf einer Flipchart malt ein Kind einen Begriff und dessen Gruppe muss diesen erraten. Für jeden erratenen Begriff gibt es einen Punkt. Dann ist die andere Gruppe dran und so weiter.

Aktionen

Größere Aktion: Bald ist Fasching / Karneval. Plant gemeinsam eine Verkleidungsparty mit dem Thema „Altes Ägypten“. Recherchiert in (Schul-)Büchern und im Internet, wie die Menschen in der Geschichte gelebt haben und gekleidet waren. Denkt euch Spiele aus, bastelt Kostüme, überlegt passende Snacks, Dekoration und stellt eine Playlist mit Musik zusammen. Beachtet bei Spielen und Snacks die Corona-Situation.

Kreatives

Die verschiedenen Stationen der Geschichte werden von den Kindern gemalt, ausgeschnitten und an Äste oder Stäbe gehängt und so ein gemeinsames Mobile gestaltet. Im Laufe der Themenreihe kann das noch mit weiteren Bildern ergänzt werden.

Das brauchst du:

  • alte Zeitungen oder alte Zeitschriften
  • Scheren
  • Klebestifte
  • Zahnstocher oder Schaschlikspieße
  • Faden
  • durchsichtigen Nagellack

Und so geht’s:

Als erstes werden aus den Zeitschriften Streifen ausgeschnitten. Jeder Papierstreifen ergibt nachher eine Perle. Beim Ausschneiden der Streifen gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder man schneidet die Streifen als lange Rechtecke aus oder als langgezogene Dreiecke. Bei den Dreiecken kann dann noch variiert werden ob die Spitze in der Mitte oder am Rand ist. Je nachdem was man beim Ausschneiden für eine Form wählt, werden die Perlen nachher unterschiedlich aussehen.

Danach werden die Papierstreifen um einen Zahnstocher geklebt und dann aufgewickelt. Wenn der Streifen ganz aufgewickelt ist, wird das lose Ende festgeklebt und die Perle ist fertig. Jetzt kann sie vom Zahnstocher weggeschoben werden. 

Damit die Perle in ihrer Form bleibt und ein bisschen vor Wasser und Dreck geschützt wird, kann man sie noch mit durchsichtigem Nagellack anmalen und dann anschließend trocknen lassen. Ja nachdem wie lange das Armband werden soll, desto mehr oder weniger Papierperlen braucht man.

Damit das Armband dann fertig ist, müssen die Perlen nur noch auf einen Faden aufgefädelt werden. Dabei eignet sich ein Nylonfaden oder gewachste Baumwolle am besten, damit nicht wie bei einem Wollknäuel ein Großteil des Fadens hängen bleibt. Dann ist das stylische Papierarmband auch schon fertig und ist ein absoluter Hingucker.

„Juhu, wir dürfen uns wieder treffen!“ – doch welche Aktionen können wir überhaupt anbieten? Gruppen treffen sich. Manche Freizeiten werden durchgeführt. Dabei müssen allerdings die aktuellen Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Das fordert uns heraus.

In diesem Themen-Paket findest du Vorschläge für Spiele und Kreativangebote, die gut mit 1,5m – Abstand gespielt werden können. Bitte achte bei der Umsetzung auf die Vorgaben deines Bundeslandes oder deiner Gemeinde und verändere gegebenenfalls die Regeln des Spiels.

Bei manchen Vorschlägen, kann nicht das gesamte Konzept umgesetzt werden. Welche Einheiten das betrifft und was man ändern müsste, kannst du im Folgenden nachlesen:

Spiele:

Kreativangebote:

In den Detektivbüros in Bethlehem, Jerusalem und Kapernaum geht es rund! Junge Detektive von 8 bis 12 Jahren untersuchen in 15 spannenden Fällen rund um Jesus Tatorte, Schriftstücke, befragen Zeugen und begeben sich vielfältig auf Spurensuche.
Es ist wichtig, dass die Detektive dabei alle ihre Sinne nutzen und im Team zusammenarbeiten. Jedes Kind ist mit seinen Begabungen wichtig. Auf diese Weise tauchen sie gemeinsam interaktiv in Geschichten und Berichte des Neuen Testaments ein. Den Kindern werden so Zusammenhänge nicht nur theoretisch klar – da sie die Aussagen selbst erarbeiten, können sie sich leichter merken, was sie über Jesus erfahren. Auch die Spiel-, Bastel- und Backideen helfen, dass Gedanken und Erlebtes nicht vergessen werden.

Die 15 praxiserprobten Fälle eignen sich für Jungschar, Kinderbibeltage, Freizeiten, Projekttage, Schul-AGs u. v. m.
Sie können fortlaufend oder einzeln gelöst werden.
Ein Fall dauert ca. 90 Minuten.
Je nach Auswahl der Spiel-, Bastel- und Backideen kann die Zeit verlängert oder gekürzt werden.
Es ist kein Vorwissen der Detektive nötig. Kinder mit und ohne christliche Prägung können die Fälle lösen.
Die Umsetzung ist bereits mit 1-2 Mitarbeitenden möglich.
Es stehen PDF-Vorlagen zum Download zur Verfügung, die an die eigenen Örtlichkeiten angepasst werden können.
Die Einleitung gibt viele praktische Tipps zur Umsetzung sowie Hinweise für christliche Kindergruppen an der Schule.

Petrus – Verleugnung und Versöhnung (Fall 13)

Schwerpunkte

  • Zivilcourage: für einen Freund einstehen
  • Umgang mit eigenem Versagen
  • Vergebung: Jesus vergibt uns unsere Schuld

Besonderheit

Alternative für jüngere Kinder möglich, dafür werden weitere Mitarbeitende benötigt.

Situation

Petrus ist sehr impulsiv, lässt sich schnell begeistern und überschätzt dabei seine eigene Kraft. Er will wie Jesus auf dem Wasser laufen (Mt 14,22-31) und verspricht, zu Jesus zu halten, für ihn zu kämpfen und für ihn zu sterben (Mt 26,31 ff.). Als es dann praktisch wird, versagt Petrus und sinkt ein (Mt 14,30) bzw. verrät Jesus (Mt 26,69 f.). Es ist so tröstlich zu sehen, dass Petrus kein perfekter Mensch ist, der all das, was er will, auch kann, sondern immer wieder die Hilfe Jesu braucht. Besonders tröstlich aber ist die Reaktion von Jesus auf das Versagen von Petrus: Jesus verachtet Petrus nicht, er gibt ihn nicht auf oder wirft ihn raus – wie es in unserer Gesellschaft oft üblich ist. Im Gegenteil, Jesus beruft Petrus neu und gibt ihm die Verantwortung für die Menschen, die an Jesus glauben. Petrus soll diese weiden – geistlich betreuen und versorgen, sie lehren und hüten –, führen und schützen bzw. auf die Lehre aufpassen.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder lassen sich schnell für etwas begeistern und sind von ihrem eigenen guten Verhalten überzeugt. Sie haben gute Vorsätze und sind sich sicher, sie auch zu schaffen. Sie wollen lieb sein und stellen (wie auch oft die Erwachsenen) fest, dass das gar nicht so leicht ist. Im geschützten Rahmen der Kindergruppe, der Familie oder der Gemeinde ist es zum Beispiel auch leicht, seinen Glauben als Christ zu leben, doch es wird zunehmend schwerer, wenn man dabei ausgelacht und ausgegrenzt wird. Gerade in der Schule ist der ganze Mut gefordert. Es ist für die Kinder wichtig zu wissen, dass sie mit dieser Situation nicht allein sind. Auch Petrus hatte Angst, auch er hat versagt und Jesus hatte ihn trotzdem lieb. Nicht nur Kinder müssen wissen, dass sie immer wieder zu Jesus kommen dürfen – auch wenn sie versagt haben. Sie dürfen wissen, dass Jesus immer bei ihnen ist.

Die Kinder können sich bestimmt die Aufgaben eines Hirten vorstellen. Allerdings werden sie diese Aufgaben nicht sofort vor Augen haben. Um den Auftrag Jesu für Petrus zu verstehen, ist es hilfreich, im Vorfeld mit den Kindern die Aufgaben eines Hirten zu erarbeiten.

Einstieg

Spiel: Den Mund voll genommen

Material: Flasche Wasser, pro Person ein Becher, Messbecher, Papier und Stift
Heute geht es um einen Mann, der den Mund ziemlich voll genommen hat. Er hat gesagt, dass er bereit ist, für seinen Freund zu sterben.

Die Kinder schauen sich den Messbecher an. Jedes Kind versucht einzuschätzen, wie viele Milliliter in den eigenen Mund gehen. Dann wird getestet. Welches Kind kommt am nächsten an seinen Wert heran bzw. kann den „Mund am vollsten nehmen“?

Gespräch

Seid ihr schon mal von Freunden enttäuscht worden? Stellt euch vor, ihr habt einen besten Freund / eine beste Freundin. Ihr habt euch große Freundschaft und Treue geschworen. Plötzlich kommt das stärkste und coolste Mädchen / der stärkste und coolste Junge der Gruppe und macht sich über euren Freund / eure Freundin lustig und bedrängt ihn/sie.

  • Was tut ihr?
  • Was könnte euch passieren, wenn ihr ihn/sie unterstützt? (Ihr werdet auch ausgegrenzt/gemobbt.)
  • Wie fühlt ihr euch, wenn ihr ihm/ihr nicht helft?
  • Wie fühlt sich der Freund / die Freundin, wenn ihr ihm/ihr nicht helft?
  • Wenn ihr dem Freund / der Freundin nicht geholfen habt, wird er/sie euch weiterhin vertrauen? Würdet ihr an seiner/ihrer Stelle weiterhin euch selbst vertrauen?
  • Was ist Jesus bisher passiert? Wie haben sich seine Freunde verhalten? (Seine Freunde schlafen, als er sie braucht. Judas verrät ihn an seine Feinde.)

Hinweis: Noch nicht behandeln, da es heute erst erarbeitet wird: Petrus sagt, dass er Jesus nicht kennt.

Standbild

Wie fühlt sich Jesus? Wie fühlen sich seine Freunde? Zu zweit stellen die Kinder als Standbild dar, wie sich die Betroffenen fühlen.

Welche Aufgaben hat ein Hirte? Gemeinsam mit den Kindern Aufgaben sammeln.

TIPP: Bilder zeigen: Schafe auf der Weide, Tiere zur Tränke führen, vor Feinden beschützen …

Aktion

Vorbereitung für den Detektivauftrag

Material pro Gruppe

  • Beutel für die Gegenstände
  • Maßband
  • Lupe
  • Stift
  • Lageplan vom Ort mit den Bezeichnungen: See Genezareth, Tiberias, Kapernaum, Jerusalem Via Dolorosa 12 (siehe „Ablauf der Detektivfälle“)
  • Detektivauftrag
  • Gipsabdruck von einem Schuh (pro Gruppe ein anderer Schuh), siehe Detektivspiele im Anhang (Wichtig: Einen Tag vorher anfertigen, damit der Abdruck trocken ist.)
  • Schuhe, mit denen die Gipsabdrücke gemacht wurden
  • weitere Schuhe
  • weißes Papier, um den Schuhabdruck abzuzeichnen

Material allgemein

  • Stempelkissen
  • Tesafilm
  • Becher mit Fingerabdruck von „Petrus“ (mit Tesafilm gesichert)
  • Briefe
  • Dose für Versteck des Hinweises in „Kapernaum“
  • Belohnung/Schatz (wird am betreffenden Ort – siehe Lösung unten – versteckt.)

Alternative zu den Briefen bei jüngeren Kindern, die noch nicht so gut lesen können: Es müssen Menschen in Kapernaum gesucht werden, die in letzter Zeit Post aus Jerusalem bekommen haben. Sie berichten das, was in den Briefen steht. Anschließend bekommt jede Gruppe, die einen Briefempfänger findet, den Brief mit Fingerabdruck, läuft zurück zum Detektivbüro und vergleicht die Fingerabdrücke. Da die Schwiegermutter zwei Briefe erhält, gibt es beim zweiten Brief einen Mitschnitt auf Tonträger.

Hinweis: Der Auftrag für Detektive muss dann verändert werden und man braucht drei weitere Mitarbeiter / Mitarbeiterinnen.

Brief 1

Liebste Schwiegermama!
Jesus lebt! Zuerst haben uns Frauen verwirrt, die das gesagt haben. Ich bin dann selbst hingegangen und habe das leere Grab gesehen. Es fehlte nicht nur die Leiche, sondern es waren auch die Tücher sauber zusammengerollt, mit denen Jesus eingewickelt gewesen war. So viel Mühe machen sich Grabräuber nicht, habe ich mir gedacht. Doch dann ist Jesus uns selbst erschienen und hat uns seine Wunden gezeigt. Es ist mir so peinlich, dass ich erst so groß gesagt habe, ich würde mit ihm sterben und dann geschworen habe, dass ich ihn nicht kenne. Ich weiß nicht, ob er mir das vergeben hat.
Ich weiß noch nicht so recht, wie es weitergehen soll. Ich will auf alle Fälle fischen gehen. Wir kommen nach Kapernaum.
Dein Petrus

Ein Mitarbeiter / Eine Mitarbeiterin macht sowohl auf Brief 1 (Petrus) als auch auf einen Becher mit einem Stempelkissen einen Fingerabdruck.

Brief 2

Sehr geehrter Herr Zebedäus,
Ich habe gehört, dass Sie den besten Fisch am See Genezareth verkaufen. Hiermit bestelle ich für mein Restaurant in Jerusalem 5 Kilo Fisch pro Woche. Bitte liefern Sie ihn in die Via Dolorosa Nr. 12. Bitte sagen Sie Bescheid, sollten Sie die Lieferung nicht ausführen können.
Mit freundlichen Grüßen
Nikodemus, Mitglied im Sanhedrin

Brief 3

Liebe Omi,
hier in Jerusalem ist es cool. Es ist ja mein erstes Pessachfest, das wir hier im Tempel gefeiert haben. So viele Menschen! Der Tempel ist unbeschreiblich schön und prächtig. So etwas habe ich noch nie gesehen!
Papa macht noch ein paar Einkäufe und dann kommen wir nach Hause nach Tiberias.
Dein Enkel Markus

Brief 2 und 3 werden mit Fingerabdrücken (Stempelkissen) von weiteren Personen versehen.

Liebste Schwiegermama!
es tut mir Leid, doch ich kann nicht in Kapernaum bleiben! Stell dir vor: Jesus hat mir meine Feigheit und mein Versagen vergeben! Er hat mir nicht nur vergeben, er hat mir einen neuen Auftrag gegeben! Er hat mich als Nachfolger eingesetzt. Ich wollte es zuerst nicht glauben. Ich traf ihn am See Genezareth nach einem erfolglosen Fischfang. Wie am Anfang, als wir uns kennenlernten, sagte er uns, wo wir Fische finden würden. Der Fang war wieder überwältigend! Er lud uns zum Frühstück ein. Dann passierte es, er fragte mich zweimal: „Hast du mich lieb?“ Ich antwortete jedes Mal, dass ich ihn liebe. Seine Antwort war jedes Mal, ich solle seine Schafe bzw. Lämmer hüten und füttern. Als er das dritte Mal fragte, war ich sehr traurig. Es erinnerte mich daran, dass ich ja auch dreimal gesagt hatte, ich würde ihn nicht kennen. Doch auf die Antwort „Herr, du weißt alles, du weißt auch, dass ich dich liebe!“ sagte er wieder, dass ich seine Schafe hüten solle. Das bedeutet, dass ich an seiner Stelle handeln und für die Menschen da sein soll. Ich denke, das kann ich am besten in Jerusalem.
Liebe Grüße
Dein Petrus

Chefdetektiv

„Tja, dieser Jesus ist gestorben. Nun gibt es Gerüchte, dass er wieder lebt. Fakt ist, dass seine Leiche verschwunden ist. Doch wie geht es mit seinen Nachfolgern weiter? Wird die Gruppe sich auflösen, jetzt, wo der Anführer fehlt, oder macht sie weiter? Wenn ja, wer wird ihr Anführer sein? Eine Magd ist zu uns ins Detektivbüro gekommen. Sie arbeitet beim Hohepriester. Sie hat gesagt, dass bei der Verhaftung Jesu ein verdächtiger Mann auf den Hof gekommen sei. Der könnte ein Nachfolger Jesu sein und vielleicht Ärger machen. Sie habe ihn auf Jesus angesprochen, aber er habe geschworen, dass er Jesus nicht kennt. Er habe sich sogar selbst verflucht (Joh 18,17).

Ein weiterer Zeuge, ein Freund des Mannes, dem bei der Verhaftung das Ohr abgehauen wurde, hat auch ausgesagt. Er hat diesen Mann erkannt als einen, der mit Jesus unterwegs war (Joh 18,10). Das würde uns nicht viel helfen. Aber beide haben zwei Beweismittel sichergestellt: Die Magd hat einen Becher aufbewahrt, aus dem der Verdächtige getrunken hat, und der Mann hat einen Fußabdruck gesichert. Außerdem haben sie eine Beschreibung abgegeben: Der Verdächtige ist männlich und spricht einen Dialekt, wie er in Galiläa, also auch am See Genezareth, gesprochen wird. Von dem Becher habe ich schon einmal die Fingerabdrücke sichergestellt. Dann habe ich veranlasst, dass Briefe kontrolliert werden, die in Richtung Galiläa gehen. Ich habe aber keine Zeit gehabt, die Fingerabdrücke auf den Briefen mit dem vom Becher zu vergleichen und eine Skizze von dem Fußabdruck zu machen. Ihr bekommt von mir:

  • einen Lageplan
  • den Gipsabdruck von einem Schuh
  • einen Becher mit einem Fingerabdruck
  • Briefe, die in Richtung See Genezareth abgeschickt wurden, mit gesicherten Fingerabdrücken.

Schaut ihr, was ihr herausfinden könnt!“

Detektivauftrag für das Detektivbüro in Kapernaum

1. Zeichnet den Fußabdruck ab. Achtet dabei auf Größe und Profil der Sohle. Es liegen nämlich auch falsche Schuhe herum!
2. Untersucht die Fingerabdrücke von den Briefen und vom Becher: Wer ist der Verdächtige?

3. Lest den Brief des Verdächtigen. Wo könnte er hingegangen sein?

4. Schaut euch den Lageplan an. Geht dorthin, wo ihr den Verdächtigen vermutet und sucht nach einem Schuh, der zu dem Schuhabdruck passt. Achtung: Unterwegs liegen auch falsche Schuhe herum. Jede Gruppe findet dort einen eigenen Schuh. Wenn für alle Gruppen der gleiche Schuhabdruck und Schuh gilt, muss das geändert werden.
5. Wenn ihr den richtigen Schuh gefunden habt: Sucht im Umkreis von 2 m nach dem nächsten Hinweis.
6. Lest den Hinweis und findet heraus: Steht der Verdächtige in Gefahr, gewalttätig zu werden?

7. Was soll der Verdächtige im Auftrag von Jesus tun? und Lämmer weiden und hüten.
8. Wenn ihr die Buchstaben der hervorgehobenen Kästchen einfügt, erfahrt ihr, wo die Belohnung ist.

Hinweis: Aufgabe 6: I = X, Aufgabe 7: S = Y, A = Z
X, Y, Z werden vor Ort definiert, es können Zahlen oder Silben sein, die den richtigen Ort angeben. (Lösung hier: Raum 109)

Hinweis: Gruppe 1 löst zuerst Aufgabe 1. Gruppe 2 fängt mit Aufgabe 2 an und löst dann erst Aufgabe 1.

Vertiefung

Spiel „Lagerfeuer“

Material: Musikabspielgerät, Bratpfanne, Holz für Lagerfeuer, Marshmallows, Gummibärchen (oder eine andere Süßigkeit, die sich „aufspießen“ lässt), Stock oder Spieß

Die Kinder sitzen im Kreis um das „Lagerfeuer“. Die Marshmallows/Gummibärchen werden auf einen Stock aufgespießt oder in eine Pfanne gelegt. Der Stock bzw. die Pfanne wird so lange im Kreis herumgereicht, wie die Musik spielt. Wenn sie aufhört, muss das Kind, bei dem gerade der Stock oder die Pfanne ist, eine Frage beantworten. Weiß es die Antwort, darf es einen Marshmallow oder ein Gummibärchen essen.

Fragen zur Geschichte

  1. Warum denkt Petrus, dass Jesus nicht von Grabräubern gestohlen wurde? (Die Leinentücher waren ordentlich aufgerollt – so viel Mühe macht sich ein Grabräuber nicht.)
  2. Was ist das Besondere an dem Tipp, den Jesus am Morgen gibt? (Er weiß, wo Fische sind.)
  3. Woran erinnert Petrus der außergewöhnliche Fischfang nach der Auferstehung Jesu? (an die ersten Begegnungen mit Jesus)
  4. Wie oft hat Petrus gesagt, dass er Jesus nicht kennt? (dreimal)
  5. Wie oft hat Jesus ihn gefragt, ob Petrus ihn liebt? (dreimal)
  6. Hat Jesus Petrus seine Feigheit vergeben? (Ja)
  7. Was soll Petrus nun hüten und beschützen?

a. Schafe
b. Flöhe
c. Fische

8. Was meint Jesus mit Schafen?

a. Tiere
b. Menschen, die ihm vertrauen
c. Juden

9. Was bedeutet das Hüten und Beschützen praktisch? Nenne zwei Beispiele. (den Menschen helfen, den Weg zu Jesus zeigen)
10. Wie sieht Jesus uns? (Er hat uns lieb, vergibt uns auch immer wieder neu.)

Liedandacht

Material: Liedzettel, Musikabspielgerät, Lied „Du bleibst an meiner Seite“ und „Wo ich auch stehe, du warst schon da“

  • Worum geht es in dem Lied?
  • Wer sind die Personen (Jesus und „ich“)?

Gespräch über verfolgte Christen heute

Informationen siehe z. B. www.opendoors.de

Für jüngere Kinder: „Schwammdrüber-Blues“

Text von Rainer Schnebel (Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors) mit der Melodie von „Eine Insel mit zwei Bergen“.
Ref: Wenn ein Schwamm als Schwamm ganz langsam über alles drüber fährt, ist was da war nicht mehr da und das ist dann auch nicht verkehrt.
1. Doch zuerst will ich mich fragen, wo ist meine Schuld dabei, und dann will ich ehrlich sagen, bitte du und du verzeih!
Ref: Wenn ein Schwamm als Schwamm ganz langsam über alles drüber fährt, ist was da war nicht mehr da und das ist dann auch nicht verkehrt.
2. Ich kann selber gut verzeihen, wenn auch mir verziehen wird, Gott kennt alle meine Schuld und verzeiht ganz unbeirrt.

Gebet

Wir sollen anderen vergeben, so wie Jesus uns immer wieder vergibt. Überlegt euch, wem ihr vergeben wollt. Ich mache während des Gebetes eine Pause und dann könnt ihr in Gedanken den Namen einfügen.

Lieber Herr Jesus, du bleibst an meiner Seite, du schämst dich nicht für mich, egal wie peinlich ich mich benehme. Vielen Dank für deine Liebe! Vielen Dank, dass du mir immer wieder meine Fehler vergibst. Hilf mir, auch anderen zu vergeben, wenn sie an mir schuldig geworden sind. Hilf mir, meinen Freunden, meinen Feinden, meinen Eltern, meinen Lehrern, meinen Klassenkameraden immer wieder neu zu vergeben, so wie du mir vergibst! (Hier können Kinder in Gedanken Namen einfügen.) Amen.

(siehe auch Gebet um Vergebung, Fall 7.)

Bastel- und Spielideen

Spiele

Tabu zum Thema Spuren

siehe Detektivspiele im Anhang

Petrus-Olympiade

1. Petrus heißt auf Deutsch „Fels“

Material: große Steine oder Kieselsteine
Welche Gruppe stapelt die Steine am höchsten?

2. Petrus war Fischer

  • Wettfischen
    Material: Kiste, Papierfische mit Büroklammer, Angel bzw. Stöcke mit Schnur und Magnet Welche Gruppe fischt die meisten Fische?
  • Netz knüpfen
    Material: Fäden
    Welche Gruppe hat am schnellsten das größte, dichteste Netz geknüpft?

3. Ausreden: Petrus sagt, dass er Jesus nicht kennt

Ausreden erkennen, siehe Spiel „Sag die Wahrheit“, Detektivspiele im Anhang

4. Petrus folgt den Soldaten in den Hof des Hohepriesters

Material: Taschenlampe, Augenbinde, Schatz
Im verdunkelten Raum sitzt der Wächter eines Schatzes. Ein Kind muss sich anschleichen, um den Schatz zu stehlen. Wenn der Wächter etwas hört, zielt er mit der Taschenlampe auf das Geräusch. Trifft er, muss der „Dieb“ zurück und das nächste Kind ist dran. Der Wärter muss gezielt leuchten und darf nicht einfach mit der Taschenlampe umherscheinen. Welche Gruppe hat die leisesten „Diebe“?

5. Petrus wird als Hirte oder Leiter der Gemeinde eingesetzt

siehe Hirtenspiele bei Fall 1

Bastelideen

Fischmobile

Material: feste durchsichtige Folie, Window Color, durchsichtiger Faden, Nadel, kurze Stöcke, Schere

Fische werden aus der Folie ausgeschnitten und mit Window Color bemalt. Trocknen lassen. In der nächsten Stunde werden die „Fische“ mit Hilfe von Nadel und Faden an Stöcken befestigt und aufgehängt.

Blumenstecker: Hahn

Material: Moosgummi in verschiedenen Farben, Federn, Holzspieß, Flüssigkleber, Hahnschablone, Stift, Schere

Der Hahn krähte, als Petrus Jesus verriet. Deshalb sieht man auf vielen Kirchtürmen einen Hahn als Mahnung, Jesus treu zu bleiben.
Es wird ein Hahn aus Moosgummi ausgeschnitten. Der Kamm wird rot aufgeklebt. Der Schwanz wird mit Federn oder gebogen geschnittenem Moosgummi angeklebt. Der Hahn wird dann auf den Holzspieß geklebt. Zuhause kann er in den Blumentopf gesteckt werden.

Käsefüße backen

Petrus hat immer wieder Angst und kommt ins Schwitzen.
TIPP: Da bei der Teigzubereitung nur einer beschäftigt ist, kann man den fertigen Teig zu Hause vorbereiten und mitbringen.

Zutaten/Hilfsmittel

  • 2 Eier
  • 250 g Butter
  • 250 ml Sahne
  • 2 Prisen Salz
  • 2 Messerspitzen Paprika edelsüß
  • 2 gestrichene Teelöffel Backpulver
  • 500 g Mehl
  • 400 g Emmentaler oder Gouda gerieben
  • 2 Eigelb
  • Sesam, Mohn, Kümmel
  • Wellholz
  • Brettchen
  • Backpapier
  • Ausstecher oder Schablone
  • Messer

Eier und Butter zusammen verkneten. Sahne, Salz, Paprika, Backpulver, Mehl und Käse zu einem Teig verkneten. Den Teig mindestens 15 Minuten kalt stellen. Den Teig einen halben Zentimeter dick ausrollen, mit Fußausstecher ausstechen oder Fußschablone auflegen und umfahren. Mit Eigelb bestreichen und mit Sesam, Mohn oder Kümmel verzieren. Bei 180 °C 12-15 Minuten backen.

Das Kleingruppen-Material beinhaltet: Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit. Mk. 14, 27-31+66-72; Joh. 21, 15-19

Gedanken und Hintergrundinformationen zum Text

Petrus hat mit Jesus schon so einiges erlebt. Jesus hat beispielweise Petrus und seinen Bruder Andreas als erste zu seinen Jüngern berufen. Petrus war bei der Sturmstillung dabei und konnte auf dem Wasser Jesus entgegen gehen. Somit weiß Petrus von einigen Abenteuern zu berichten. Jesus ist sein bester Freund. Petrus hat aber auch selbst erfahren können, dass er selbst kein guter Freund ist. Jesus hat Petrus vorausgesagt: „Heute, in dieser Nacht, bevor der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen und behaupten, dass du mich nicht kennst!“ Petrus streitet das als bester Freund natürlich ab. An diesem Abend erfährt er selbst, was es heißt, kein guter Freund zu sein und seinen besten Freund zu verraten. Jesus stellt Petrus einige Zeit später die Frage: „Petrus, hast du mich lieb?“ Petrus wird bewusst: Auch, wenn er selbst kein guter Freund für Jesus war, möchte Jesus trotzdem mit ihm befreundet sein. Somit ist und bleibt Jesus der Freund von Petrus und auch von jedem Einzelnen.

Zielgedanke: Jesus ist und bleibt dein Freund!

Bezug zur Altersgruppe

Die Kinder sollen erfahren, dass Jesus ihr Freund sein will und dass er es auch bleibt – auch dann, wenn die Kinder kein guter Freund für Jesus sind (beispielsweise erzählen sie nicht anderen Kindern, dass sie gerne in die Jungschar gehen).

Kleingruppen

Übersicht

  • Station 1: Kreatives
  • Station 2: Spezial
  • Station 3: Bibellesen und Gebet
  • Station 4: Spiel
  • Station 5: Gespräch

Hinweis: Die Kleingruppen laufen nach dem Rotationsprinzip. Jeder Kleingruppe wird von einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Gruppe 1 – startet bei Station 1, Gruppe 2 – bei Station 2 usw. Durch ein Signal vom Zeitwächter (einem Mitarbeitenden) wird den Gruppen nach 7 Minuten signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen.

Station 1: Kreatives „Freundschaftskette basteln“

Idee: Federn erinnern an die Geschichte von Petrus mit dem Hahn. Die Kette soll die Freundschaft zu Jesus symbolisieren. Obwohl Petrus kein guter Freund für Jesus war, ist Jesus mit ihm „verbunden“. Trotzdem gehört das „Versagen“ von Petrus zu ihm.

Bastelanleitung:

Jedes Kind benötigt zwei bis drei Federn, eine Perle, ein Stück Draht und eine Schnur, die als Halskette dient. Der Mitarbeiter erklärt Schritt für Schritt die „Arbeitsschritte“, während die Kinder die Kette basteln.

Bild1: Die Kinder stecken die Federn durch die Perle.

Bild 2: Der Draht wird mittig zwei bis drei Mal um die Federkiele direkt hinter die Perle  gewickelt.

Bild 3: Eins der Drahtende wird auf der anderen Seite der Perle ganz um die Federkiele gewickelt.

Bild 4: Aus dem übrigen Draht wird eine Öse gebogen. Dazu wird das Drahtende in eine Schlaufe gelegt, das untere Ende der Schlaufe festgehalten und durch Drehen der Schlaufe das Ende verzwirbelt.

Bild 5: Durch die Öse wird der Faden gefädelt und zusammengeknotet. Damit der Anhänger an der Kette gerade hängt, muss man teilweise noch die Öse zur Perle hinbiegen.

Variante für 1.-2. Klasse

Alle Kinder basteln die gleiche Kette. Die jüngeren Kinder benötigen eventuell mehr Unterstützung durch den Mitarbeiter.

Material:

  • 2-3 Federn pro Kind
  • 15-20cm dünner Draht pro Kind
  • Eine Perle pro Kind (mit größerer Öffnung),
  • Ca. 50 cm Band bzw. Wollfaden pro Kind (dient als Kette)
  • Seitenschneider

Station 2: Spezial „Staffelfreundschaftsmemory“

Das Ziel des Spiels ist es, so viele Pärchen wie möglich umgedreht zu haben. Hierbei bestehen die Pärchen nicht aus zwei gleichen Karten wie beim klassischen Memory, sondern aus zwei zusammengehörenden Freunden (Beispiel: Biene Maya und Willi). Dabei helfen sich die Kinder, denn sie spielen alle zusammen. Das Memory wird gut sortiert (4er_Reihen) verdeckt auf den Boden oder einen Tisch gelegt, sodass alle Kinder sich darum stellen können. Wichtig ist, dass die Kinder beim Umdrehen alle mitschauen. Die Kinder legen eine Spielreihenfolge fest in der sie laufen und dann aufdecken. Um zwei Karten aufdecken zu können, muss der jeweilige Spieler zunächst bis zu einem vorher festgelegten Punkt rennen („Punkt“ sollte ca. 7-10m entfernt sein). Je nach Alter kannst du durch die Entfernung das Spiel beeinflussen. Jüngere Kinder sollten eine kürzere Entfernung haben. Erst dann darf der Spieler zurück zum Memory rennen und dort zwei Karten umdrehen. Wenn ein Kind ein Pärchen aufgedeckt hat, darf es noch einmal zwei Karten aufdecken und so weiter. Der Zug wird dadurch beendet, dass das Kind, wie auch beim klassischen Memory, beide Karten wieder umdreht. Erst dann läuft das nächste Kind los.

Sollte noch Zeit sein, kann der Mitarbeiter mit den Kindern zusammen überlegen, welche Freunde auf dem Memory zusehen sind und das Memory für die nächste Gruppe vorbereiten.

Material:

  • Memory mit Freunden

Station 3: Bibellesen und Gebet „Bibelstellen und Gebet“

Diese Station besteht aus Bibelstellen lesen, Fragen und Gebet. Es gibt drei Bibelstellen, die die Kinder, oder je nach Alter, du nacheinander vorlesen. Zu jeder Bibelstelle sollen sie einschätzen, wie sich Petrus dabei gefühlt hat. Dafür bekommt jedes Kind drei Smileys (traurig, wütend, fröhlich).

  1. Bibelstelle: Mk. 14, 30+31 – Wie ging es Petrus dabei?
  2. Bibelstelle: Mk. 14,66-68 – Wie hat sich Petrus gefühlt?
  3. Bibelstelle: Joh. 21,16 – Wie erging es Petrus dabei?

Anschließend dürfen die Kinder beten (Luftballongebet). Dafür sollen die Kinder sich überlegen, was zwischen ihnen und der Freundschaft mit Jesus oder einem anderen Freund/in steht. Das dürfen die Kinder zerplatzen lassen, so wie das „Versagen“ von Petrus auch nicht mehr zwischen seiner und Jesu Freundschaft stand. Die Kinder blasen einen Luftballon auf und bringen ihn mit einer Nadel zum Platzen.

Sollte noch Zeit sein bereiten die Kinder für die nächste Gruppe die Station vor.

Material:

  • Kopiervorlage mit Bibelversen
  • 1 Luftballon pro Kind (die Luftballons sollten leicht aufzubusten sein)
  • ca. 5 Nadeln
  • 10x Smiley-Sets

Station 4: Spiel „Puzzle“

In der Mitte liegt, mit dem Bild nach unten, ein Puzzle, auf dem Petrus und Jesus abgebildet sind. Die Idee ist, dass das Puzzle die Freundschaft zwischen Jesus und Petrus symbolisiert: Durch den Verrat von Petrus ist die Freundschaft „zerrissen“, wird aber durch Jesu Frage: „Hast du mich lieb?“ wieder zusammengefügt. So ist es auch mit dem Bild, das von den Kindern zusammengelegt, also gepuzzelt wird. Auf der Vorderseite des Puzzles steht die Nachricht: Jesus sagt: „Ich bin und bleibe dein Freund. Bist du mein Freund?“

Bei jüngeren Kindern kannst du das Puzzle schon mit der Oberseite aufgedeckt hinlegen. Bei ganz kleinen sogar die Puzzleteile in Gruppen sortieren (alle blauben, gelben und alle Schrift, alle Randteile,…)

Wenn die Zeit knapp wird, kann der begleitende Mitarbeitende helfen. Wenn noch Zeit ist, sollen die Kinder zusammen mit dem Mitarbeiter auf folgende Fragen eingehen:

  • Woher kennt ihr das Bild?
  • Warum nimmt Petrus das Bild überall hin mit?
  • Was hat Petrus schon mit Jesus erlebt?  Bzw. welche Gegenstände hatte Petrus zu seinen Erlebnissen dabei?

Material:

  • Puzzle

Station 5: Gespräch „Gegenstände“

Zwei der Gegenstände aus der Verkündigung sollen aufgegriffen werden. Dazu verwenden die Mitarbeiter einen Hahn und eine Herz. Der Mitarbeiter stellt die Fragen an die Kinder.

Bevor die Kinder die Frage beantworten, überlegen sie sich, welchen Gegenstand (Hahn oder Herz) sie mit der Frage verbinden und nehmen diesen an sich. Die Gegenstände werden umher gegeben, immer dem Kind, das zu einer Frage etwas sagen möchte. Hat das Kind die Frage fertig beantwortet, wirft es den Gegenstand dem Nächsten zu, der zur Frage antworten möchte oder legt es zurück in die Mitte.

Frage:

  • An welches Erlebnis mit Jesus erinnert Petrus das Herz? (Herz)
  • Welches Abenteuer hat Petrus mit Jesus erlebt, an den ihn der Hahn erinnert? (Hahn)
  • Warum war Petrus kein guter Freund? (Hahn)
  • Wie hat Jesus darauf reagiert, dass Petrus gesagt hat: „Ich kenne Jesus nicht?“ Was hat Jesus gesagt? (Herz)
  • Wann warst du mal kein guter Freund/Freundin? Warum? (Hahn)
  • Wie hat dein Freund/Freundin reagiert, als du kein guter Freund/Freundin gewesen bist? (Herz) (bezogen auf die vorletzte Frage vom „Hahn“)
  • Wann warst du kein guter Freund für Jesus? Gibt es Situationen, wo du sagst, dass du nicht zu den Kindertagen kommst? /Jesus nicht kennt? / in die Jungschar gehst? (Hahn)
  • Wie würde Jesus in deiner Situation reagieren? (bezogen auf die letzte Frage vom „Hahn“) (Herz)

Material:

  • Hahn (Bild oder Plüschtier)
  • Herz (Bild oder Gegenstand)

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Rut – Geschichte

Sie war noch nie hier. Diese Umgebung ist ihr fremd. Den einzigen Menschen, den sie kennt, ist mit ihr hierher gekommen. Wie wohl die anderen so ticken? Werden sie sie mögen? Wird sie sich alleine fühlen? Was kommt wohl auf sie zu? Und was ist dran an diesem Gott, von dem hier alle reden?

Wenn Kinder mit Mitarbeitenden in eine Freizeit starten, betreten sie Neuland. Nicht jeder kennt jeden. Nicht jeder war schon mal hier. Nicht jeder kennt das typische Freizeitprogramm. Und nicht jeder kennt Gott. Kinder und Mitarbeitende, die solches Neuland betreten, finden in Rut eine „Komplizin“. Sie erleben in 6 biblischen Geschichten, welche Abenteuer Rut in ihrer neuen Heimatstadt Bethehem erlebt: Vom mutigen Aufbruch ins Ungewisse, der lohnenden Treue zu Gott und Menschen, von einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte bis hin zu dem einen Gott, der mit jedem seine eigene Geschichte schreibt.

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in das Buch Rut, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Stadtkind verbringt Ferien auf dem Bauernhof), Geschichten, Spiele, eine Interview-Idee und weitere kreative Ideen rund um das Freizeitprogramm, sowie ein weiterer pädagogisch wertvoller Artikel. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

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