Kommen und Gehen

Es ist ein Kommen und Gehen in unserer Gruppenarbeit. Wie gehen wir damit um? In den Hintergrund-/Grundsatzartikeln wird das Thema »Verbindlichkeit« genauso angesprochen wie eine wertschätzende Begrüßungs- und Verabschiedungs-Kultur für TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen. Ihr findet zu »Kommen und Gehen« viele hilfreiche Anregungen und Ideen, auch für den Restart nach der Coronazeit. Dazu gibt es zu unserer neuen Themenreihe Bibelarbeiten und Stundenentwürfe für eure Gruppe, die auch online durchgeführt werden können: vom »Flügge werden«, »Unterwegsseine in Gottes Schutz«, »in sich gehen und zur Ruhe kommen« , der Heimat im Himmel, einem Filmabend und vieles mehr.

Lass mal darüber reden, wie das »erwachsen werden« so geht …

Einstieg

Krisen gehören zum Wachsen dazu. Kann eine Teamerin/Leiterin von persönlichen Krisen erzählen, aus denen sie gewachsen ist? Falls nicht, hier ein Beispiel:

In meiner Clique ging irgendwann das Rauchen los. Viele von meinen Freunden fanden das cool, wir waren ja zum Teil noch unter 15! Immer wieder trafen wir uns heimlich, um zu rauchen. Wir versuchten, es vor unseren Eltern und älteren Geschwistern zu verstecken, indem wir Kaugummi danach kauten – brachte aber eh nichts. Irgendwann sprach mich ein sehr guter Freund, der auch zu den besten Freunden meines Bruders gehört, darauf an. Er fragte vorsichtig nach, aber war dann echt schockiert, als ich ihm die Wahrheit verriet. Seine Worte trafen mich sehr: »Boah, das hätte ich nicht von dir gedacht. Du warst immer ein Vorbild für mich!«. Ich musste schlucken. Das tat mir irgendwie leid, dass ich ihn so enttäuscht hatte. Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte: Weiterhin mit meiner Clique heimlich rauchen und bloß nicht die Außenseiterin sein, oder mich für ein gesünderes Leben entscheiden, so wie mein Kumpel es auch in mir sah? Ich entschied mich für das bessere und schaffte es, »Nein« zum Rauchen zu sagen. Gott sei Dank konnten meine Freunde das verstehen, und ich war dann eben bei den Raucher-Treffen nicht mehr dabei, sonst aber schon. Das hat mein Leben geprägt und ich schaffe es immer wieder »Nein« zu sagen, wenn ich mich für das Bessere entscheiden sollte.

Sammlung

Erwachsensein – woran machen wir das eigentlich fest? Wie siehst du Erwachsene?

Im Gruppenraum: Legt ein großes Blatt (Flipchart) auf den Boden. Jede kann auf kleine (bunte) Kärtchen Begriffe schreiben, die sie mit Erwachsensein verbindet.

Online: Nutzt doch ein Jam-Board (wie ein Whiteboard online, von Google) oder ein Conceptboard (hierfür braucht man einen kostenlosen Account), auf das die Teilnehmerinnen ihre Begriffe wild sammeln können. Als Hilfestellung, sodass es eher eine Mindmap wird, kann im Vorhinein der Begriff »Erwachsen« im Zentrum stehen.

Vertiefung

Welche Erlebnisse / Schritte / Veränderungen geben dir das Gefühl, erwachsen zu werden / zu sein?

Für Teens und Jugendliche passiert es einfach so: Man hinterfragt Glaubensgrundsätze, sucht sich Vorbilder, bestimmte Freundeskreise, man will anderen gefallen – aber am besten ist es immer, seinen eigenen Weg zu gehen – Entscheidungen selbst zu treffen. Doch häufig grätschen die Eltern rein und verbieten genau das, was Spaß macht. Dabei wollen sie nicht einfach willkürlich dich deiner Freiheit berauben oder dir nichts gönnen. Sondern es ist wichtig, seinen Eltern auch in dieser Phase des Lebens zu vertrauen. Sie wissen vieles einfach besser und trotzdem darf man auch seine eigenen Erfahrungen machen.

Sprecht darüber, welche Erlebnisse oder Veränderungen den Teilnehmerinnen das Gefühl geben, erwachsen zu sein.

Jede erstellt dann ihre persönliche »Bucket-List« fürs Erwachsenwerden mit verschiedenen »Aufgaben«, die auf dem Weg dahin für sie passieren müssen. Dabei darf jede Teilnehmerin selbst entscheiden, welche Schritte/Erfahrungen für sie wichtig sind, damit sie sich erwachsener fühlt. Redet nun darüber: Ähneln sich eure Schritte? Wie hat die familiäre Geschichte Einfluss darauf?

Verabredet euch doch danach für in 5 Jahren und schaut gemeinsam darauf: Was hat geklappt, was wurde geschafft und was war am Ende doch nicht so wichtig?

Impuls

Ich möchte so gern fliegen können … Man will sich lösen und das gehört dazu

  • Vom Elternhaus: Glaubensgrundsätze hinterfragen
  • Neue Vorbilder suchen: Influencer, Jugendleiter, Pastoren, über Stadt und Landgrenzen hinweg …

Jesus verlässt in der Himmelfahrts-Geschichte (Apostelgeschichte 1) die Erde, seine Zeit ist gekommen. Jetzt sind die Jünger dran: Selbstständig, aber nicht allein, der Heilige Geist wird ihnen als Beistand gegeben (Apostelgeschichte 2). Für sie kommen jetzt einige Aufgaben auf die Tagesordnung:

  • Eigene Werte finden: Was ist uns wichtig?
  • Ziele stecken: Was machen wir jetzt?
  • Pläne schmieden: Wo treffen wir uns?
  • Entscheidungen treffen: Wer geht mit wem wohin und wie wollen wir die Gute Nachricht von Jesus verbreiten?
  • Verantwortung tragen: Wer übernimmt welche Aufgaben (Dienste/»Ministries«)?

Weißt du, das Leben passiert – »Life Happens!« Aber du kannst bereit sein! Mach dir Gedanken: Was will ich nach der Schule machen? Um diese große Frage zu beantworten können Fragen helfen:

  • Was mache ich gerne?
  • Was bringt mir eine Zufriedenheit, was macht mich innerlich ausgeglichen?
  • Was erfüllt mich mit Freude? Wo kann ich geben und wo bekomme ich etwas zurück?
  • Wenn ich alles tun könnte, was ich möchte: Was wäre das?

Sicherung

Für ganz Kreative: Bastle dir dein Vision-Board!

  • Collage-artig
  • Handlettering
  • Skizzieren
  • Worte schreiben
  • Bilder malen
  • Fotos/Bilder aufkleben, z. B. aus Zeitschriften o. ä.

Für weniger Kreative: Schreib deine Bucket-List oder sprich mit deiner Leiterin über deine Ziele. Mach dir so konkret wie möglich Gedanken – aber du brauchst dich nicht unter Druck zu setzen!

Verknüpfung »Ich« mit »Gott«

  • Welche Rolle spielt Gott in deinen Lebensträumen? Bei deinem Erwachsenwerden?
  • Sprecht darüber: Wie viel Raum gibst du Gott, um deine Erfahrungen/Schritte zu leiten?
  • Betet füreinander und/oder frag Gott ganz persönlich: »Gott, wo willst du mich haben?«

Abschluss

Was nehme ich mit, wenn ich jetzt weiß, dass Veränderungsprozesse auf mich zukommen, wenn ich weiß, dass für mich bestimmte Schritte zum Erwachsenwerden dazugehören und wenn mir bewusst ist, dass ich auch um Gottes Wege bitten darf?

  • Methoden: aus dem Unterricht, von den Mädchengruppenstunden etc.
  • Erfahrungen: Du wächst, egal ob es geil oder doof ist! Mach deine eigenen Erfahrungen und LERNE daraus! (Tagebuchschreiben oder deiner/m besten Freundin/bestem Freund davon zu erzählen ist sehr hilfreich, dann bist du mit Highs and Lows nicht alone 😉
  • Freundschaften: Freunde fürs Leben sind so wertvoll, weil man mit jemandem seine Gedanken teilen kann
  • Werte: Was ist dir wirklich wichtig? Halte daran fest, aber meißle es nicht in Stein: Sei offen für Veränderungen, Korrekturen und neue oder ungewohnte Impulse.

Rückblick auf den Anfang: Und – wann bist du jetzt erwachsen? Schon jetzt, ganz spät erst, oder auch gar nicht? Sei immer bereit zu wachsen, es passiert sowieso!

Lese-Tipp: In dem DRAN Next Magazin gibt es immer einen kurzen Artikel zu »Momente, in denen uns bewusst geworden ist: Wir sind erwachsen.«

Film-Tipp: Im Zusammenhang mit der Bucket-List (Liste mit verschiedenen »Aufgaben«, die man noch tun möchte, bevor etwas passiert) ist der Film »Das Beste kommt zum Schluss« empfehlenswert.

Die Jugendarbeit darf wieder starten? Genial! Hier findest du attraktive Events, die dir den Restart vereinfachen, da sie die Jugendlichen motivieren und die Beziehung zwischen dir und ihnen stärken.

Brauchst du ein Konzept oder einen komplett fertigen Entwurf? Klicke dich entsprechend durch die Beiträge.

„Juhu, wir dürfen uns wieder treffen!“ – doch welche Aktionen können wir überhaupt anbieten? Gruppen treffen sich. Manche Freizeiten werden durchgeführt. Dabei müssen allerdings die aktuellen Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Das fordert uns heraus.

In diesem Themen-Paket findest du Vorschläge für Spiele und Kreativangebote, die gut mit 1,5m – Abstand gespielt werden können. Bitte achte bei der Umsetzung auf die Vorgaben deines Bundeslandes oder deiner Gemeinde und verändere gegebenenfalls die Regeln des Spiels.

Bei manchen Vorschlägen, kann nicht das gesamte Konzept umgesetzt werden. Welche Einheiten das betrifft und was man ändern müsste, kannst du im Folgenden nachlesen:

Spiele:

Kreativangebote:

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu Samuel und Saul aus JUMAT 4/18. Sie beginnt mit den Geschichten aus der Kindheit von Samuel und endet damit, dass Saul König wird und Samuel sein Amt niederlegt. Weitere Abschnitte, in denen Saul eine Rolle spielt, sind in der Themenreihe David enthalten.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Gute Botschaften auf den Straßen eurer Stadt

Das tolle an Streetart ist, Botschaften in kreativer Form auf die Straßen zu bringen, die Öffentlichkeit zu erreichen und mitzugestalten. Dafür müsst ihr nicht illegale Wege wählen, sondern es macht Spaß, fernab der klassischen Formen permanenter Graffitis, Schablonen oder Tags zu denken. Ihr braucht euch auch an keine strikte Schritt-für-Schritt-Anleitung halten, denn Kreativität ist gefragt! Einige Regeln gibt es trotzdem zu beachten und kleine Anstöße sollen helfen, gleich richtig loszulegen!

Was wollt ihr sagen?

Als Streetartists macht ihr den öffentlichen Raum zu eurer Galerie und tragt dadurch auch Verantwortung. Inhaltlich ist es deshalb gut, auf positive Wirkungen abzuzielen: durch überraschende Botschaften den Alltagstrott von Passanten unterbrechen, sie zum Nachdenken bringen oder ihnen eine unverhoffte Freude bereiten. Bei kritischen Aussagen ist es wichtig, mit Provokation weise umzugehen.

Sammelt

Lieblingsverse, Zitate, Worte, Witze, Liedtexte oder eigene Ideen! Einige starke Texte findet ihr z. B. online auf der Seite von Eva Jung unter www.godnews.de/themen

Manches lässt sich besser wortlos kommunizieren. Wie wäre es, eine Blume in stehengelassene Flaschen zu stecken? Leere Rahmen so zu platzieren, dass sie den Blick auf etwas Alltägliches, aber Schönes lenken?

Der richtige Ort für die richtige Botschaft

Es ist entscheidend, an welchem Ort Streetart stattfindet. Beispielsweise anonyme, handschriftliche Post-It-Zettel platziert ihr je nach Message: Ermutigungen in den Umkleidekabinen örtlicher Bekleidungsgeschäfte oder an den Spiegeln öffentlicher Toiletten könnten sein »Du bist einmalig und sehr gut gemacht!« oder »Du siehst so gut aus heute!«. Über Post-Its an Fahrradlenkern oder Schulspinden könnt ihr Mitschüler während der Prüfungsphase überraschen mit Sätzen wie »Deine Leistung bestimmt nicht deinen Wert. Du bist wertvoll!« oder »Du packst das schon! Verlier die Hoffnung nicht!« Es gibt hingegen allgemeinere Gedichte, Zitate, Illustrationen usw., die überall gut passen.

Fragt euch

Wo überrascht unsere Botschaft? Zu welcher Umgebung passt sie? Was sind Orte, an denen Menschen verweilen oder warten müssen?

Spurlose Materialien, die Spuren hinterlassen

Beim Guerilla-Gardening werden Erdbomben geworfen, die mit Blumensamen bestückt sind, um die Städte zum Blühen zu bringen – Naturmaterialien können fast immer eingesetzt werden. Regel Nummer eins bei der Materialwahl sollte sein, nichts zu verwenden, was permanente Spuren hinterlassen könnte. Für Schablonen können Sprühkreiden statt Lacke verwendet werden. Sticker sollten wieder entfernbar sein. Werden Plakate geklebt, ist Tesa eine gute Alternative zu Leim. Ein interessantes Statement entsteht auch, wenn vorgefundene Materialien neu verarbeitet und wieder am Fundort platziert werden. Wie wäre es z. B. Abfälle an ständig vermüllten Orten farblich oder nach Größe zu sortieren? Oder aus bunten Blättern auf dem Boden ein Bild oder ein Wort zu legen? Vielleicht freuen sich Passanten, wenn ihr die festgetretenen Kaugummis zu Sternbildern oder anderen Formen verbindet?

Eine Kunstform von Format

Ihr könnt auf unterschiedliche Weise Aufmerksamkeit auf eure Botschaft lenken. Wiedererkennung ist eine gute Strategie – wenn also die Menschen auf ihrem Weg immer wieder der gleichen Sache begegnen. Das funktioniert übrigens auch, wenn die Texte wechseln, ihr aber immer z. B. schwarz auf weiß schreibt – irgendeine Sache sollte sich eben wiederholen. Eine andere Möglichkeit ist das Format. Es ist interessant, viele Menschen durch große Formate zu erreichen, aber auch Einzelne durch kleine, verstecktere Elemente. Dadurch bekommt der Finder das Gefühl, etwas Besonderes entdeckt zu haben.

Allgemeine Tipps

– Beachtet, dass es Farbkombinationen gibt, die schnell bestimmten Unternehmen oder Ideologien zugeordnet werden.

– Wenn ihr gute Sachen aufhängt, werden diese gerne von Passanten mitgenommen. Ihr könnt dezente Kontaktinformationen platzieren, um ihnen die Möglichkeit zur Rückmeldung zu geben. (Mailadresse, Jugendgruppen- oder Gottesdiensttermin …).

– Eure Streetart wird in den meisten Fällen temporär sein. Vergesst nicht, sie zu dokumentieren!

Gottes Rettung für Israel am Schilfmeer

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Endlich sind die Israeliten frei und auf dem Weg in das gelobte Land. Da stoßen sie auf das nächste Hindernis, ja, sie befinden sich sogar in einer Falle: vor ihnen das Meer, hinter ihnen die Ägypter, rechts und links die Berge. Ausweglos. Aber: Gott selbst – so erzählt es der Bibeltext – hat mit der Vorgabe der Reiseroute diese Falle geschaffen, um den Israeliten und den Ägyptern seine Macht zu zeigen. Diese Seite und die Tatsache, dass die Ägypter ertrinken, wirft Fragen auf: Warum ist Gott so brutal? Warum müssen alle Ägypter sterben? Hätte es nicht auch eine andere Lösung gegeben? Sinnvoll ist es, die Geschichte aus der Sicht der Israeliten, die sie erleben, und nichts von Gottes Absichten wissen, zu erzählen, um wenig Fragen zu provozieren. Dennoch muss den Mitarbeitenden klar sein, dass diese Geschichte Fragen mit sich bringen kann.

Erlebniswelt für Kinder

Wasser ist für uns in Mitteleuropa so selbstverständlich, dass wir uns meist wenig Gedanken darüber machen, woher es kommt. In vielen Teilen der Erde ist Wasser selten und deshalb umso kostbarer. Was die Kinder vielleicht schon erlebt haben oder aus den Nachrichten kennen, sind Überschwemmungen, die vieles zerstören. Diese beiden Seiten des Wassers können Kindern sehr gut vermittelt werden.

Die Situation der Israeliten, in einer ausweglosen Situation zu sein, kennen Kinder auch: Wenn sie von anderen Kindern in der Schule bedroht werden und nichts erzählen dürfen, wenn sie nur schwer Sachverhalte in der Schule lernen, wenn sie Aufgaben nicht allein schaffen. Hoffentlich gibt es Kinder, die sagen können, dass sie Gottes Hilfe erlebt haben, weil jemand ihnen zur Seite stand, weil die Klassenarbeit einfacher als gedacht war usw. Die Erfahrung, dass Gott in ausweglosen Situationen hilft, können wir nicht bewirken oder vermitteln. Wir können nur versuchen, den Kindern die Augen zu öffnen, auf welche Art und Weise Gott den Weg frei machen kann.

Einstieg

Mirjam geht suchend über die Bühne, seufzt; Aaron kommt dazu.

Aaron: „Mirjam, was suchst du denn? Was gibt es?“

Mirjam: „Ach Aaron, das Wasser wird knapp. Mein Krug ist fast leer, und ich suche eine Quelle, einen Tümpel; ohne Wasser geht einfach gar nichts …“

Aaron: „Ja, ohne Wasser geht nichts. Das merkt man erst hier in der Felswüste so richtig. Ohne Wasser ist alles schmutzig, man ist durstig. Wasser ist das Allerwichtigste!“

Mirjam entdeckt plötzlich ein kleines Wasserloch. Sie zeigt auf eine kleine Pfütze (Wasserschale), aus der Wasser sprudelt. Sie kniet hin, wäscht ihre Hände, trinkt, lässt das Wasser durch ihre Hände rinnen.

Mirjam: „Schau! Da! Wasser, frisches Wasser! Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich über so ein bisschen Wasser mal so freuen kann!“

Aaron: „Ja, sich über jeden Tropfen Wasser zu freuen, das hab auch ich erst hier in der Wüste gelernt. Wasser – schon unglaublich: ohne Wasser geht gar nichts – und wenn man zu viel Wasser hat, dann ist es lebensbedrohlich!“

Mirjam: „Denkst du auch gerade an den Tag, kurz nachdem wir endlich aus Ägypten gezogen waren?“

Andachtsimpuls

Aaron beginnt zu erzählen: „Ja, ein denkwürdiger Tag! Endlich, endlich waren wir unterwegs. Wochenlang hatten Mose und ich mit dem Pharao gerungen, bis er uns ziehen ließ. Jetzt waren wir unterwegs. Gott begleitete uns. Tagsüber zog er in einer Wolkensäule, nachts in einer Feuersäule vor uns her. An einem Abend sahen wir plötzlich hinter uns am Horizont eine riesige Staubwolke. „Die Ägypter kommen! Sie wollen uns zurückholen!“, schrien die Menschen. Alle waren aufgeregt, Angst, ja Panik machte sich breit. „Das ist das Ende! Hilfe, wir müssen sterben! „Mose, warum hast du uns aus Ägypten geführt, wenn wir hier in der Wüste sterben müssen? Wir können nicht mal fliehen! Da vorne ist das Meer – rechts und links sind Berge! Wir sind verloren!“ riefen alle durcheinander.

Ich frage mich heute noch, wie Mose es geschafft hat, dass die Menschen ruhig wurden und ihm zuhörten. Er rief: „Habt keine Angst! Gott ist auch jetzt mit uns! Vertraut ihm, und ihr werdet sehen, welche Macht er hat! Seid ganz ruhig – heute wird Gott für euch kämpfen!“

Alle warteten gespannt, was jetzt passieren würde. Mose hob die Hand und streckte den Stab über das Wasser. Da kam plötz- lich ein Wind, die Wassermassen teilten sich – ich sehe das noch
vor mir und kann es noch immer nicht glauben – das Wasser teilte sich. Es war, als würde es uns Platz machen. Rechts und links entstanden Mauern aus Wasser, in der Mitte ein Weg. Mose sagte: „Kommt mit! Gott ist mit uns!“ Zuerst noch zögernd, dann immer schneller liefen die Menschen los.

Endlich war ein Weg offen! Wir konnten vor den Ägyptern fliehen. Es bestand zumindest eine Chance zu entkommen. Alle gingen durch die Schlucht ans Wasser. Manch einer schaute sich ängstlich um, andere machten sich Mut: „Wenn Gott Wun- der tun kann, dann bringt er uns auch hindurch!“ Tatsächlich standen nach einer Weile alle Israeliten am anderen Ufer. Weit hinter uns sahen wir die Soldaten der Ägypter. Mit ihren Wagen kamen sie im Sand nur schlecht voran, manche blieben stecken.
Da streckte Mose wieder seinen Stab aus – der Wind hörte auf, die Wassermassen strömten zurück. Die Ägypter, die mit ihren Streitwagen schon in der Furt unterwegs waren, ertranken.“

Mirjam: „Ich konnte nicht anders, ich nahm meine Handtrommel aus dem Gepäck und begann einen Freudentanz für Gott. Er hatte seine Macht erwiesen. Nur ihm hatten wir die Rettung zu verdanken. Wir waren ein zweites Mal von den Ägyptern befreit worden. Begeistert begann ich zu singen: Gott ist groß und mächtig! Er kann große Wunder tun!“

Aaron: „Ja, da hast du genau das Richtige getan. So ist das mit dem Wasser. Wenn man keins hat, kann niemand leben, wenn es zu viel ist, dann kann es Leben zerstören.“

Mirjam: „Wie gut, dass ich jetzt diese kleine Quelle gefunden habe. Gott
macht uns den Weg frei – waren das nicht Moses Worte? Jeden Tag hoffe ich, dass er wieder zurück ins Lager zu uns kommt.“

Aaron: „Wenn du Gott vertrauen willst, dann vertrau ihm auch deinen
Bruder Mose an. Gott hat schon so viel Großes an uns getan!“

Gebet

Lieber guter Gott, danke, dass du die Israeliten vor den Ägyptern errettet hast. Danke, dass du ihnen einen Weg geöffnet hast, wo vorher keiner war. Schenk du uns das Vertrauen, dass du auch heute noch Wege für uns bereiten kannst, wo wir keine sehen. Dass du auch heute noch Macht über Wind, Wasser und unsere Ängste hast. Danke. Amen.

Spielvorschläge zum Thema Weg

Labyrinth

Variante 1: Aus den Kartons wird ein großes Labyrinth gebaut, durch das die Kinder einzeln durchkrabbeln müssen. Es werden an einigen Stellen veränderbare Wände eingezogen: Kartons werden so eingeschoben, dass sie den richtigen Weg versperren. Wenn ein Kind eine Weile gesucht hat, wird der Karton von außen entfernt, so dass der Weg frei wird. Ein solches Labyrinth kann natürlich auch aus Tischen, Stühlen und blickdichten Decken entstehen, wenn nicht genügend große Kartons aufgetrieben werden können.

Variante 2: Die Holzplatten als Quadrat mit 7 x 7 Karten aneinander legen. Eine Holzplatte bleibt übrig. Die Memory-Karten werden nach Paaren sortiert, jeweils eine Karte des Paares wird auf eine Holzplatte gelegt, die anderen Karten werden gemischt. Jede Gruppe erhält einen Kegel und setzt ihn auf ein beliebiges Feld. Eine Memory-Karte wird aufgedeckt, und jede Gruppe versucht nun, mit ihrem Kegel zuerst das Feld mit der Partnerkarte zu erreichen. Dafür darf immer zuerst geschoben und dann gezogen werden: Schieben bedeutet, die überzählige Holzplatte wird an eine Stelle hineingeschoben, so dass alle Karten dieser Reihe um einen Platz weitergeschoben werden. Es darf jede Reihe in jede Richtung geschoben werden. Einzige Ausnahme: die soeben geschobene Reihe darf nicht in die Gegenrichtung geschoben werden! (Der letzte Zug darf also nicht rückgängig gemacht werden.) Ziehen: Man darf beliebig weit und in jede beliebige Richtung ziehen – so lange einem keine Mauer den Weg versperrt! Die Gruppe, die als erstes die Partnerkarte der aufgedeckten Karte mit ihrem Kegel erreicht hat, bekommt beide Karten. Die nächste Karte wird aufgedeckt, und die Jagd beginnt von neuem. Wenn alle Paare erspielt wurden, ist das Spiel zu Ende. Gewonnen hat die Gruppe mit den meisten Paaren.

Für Bastler: Wer gern mit den Kindern bastelt, kann natürlich entweder ein großes Labyrinth mit allen Kindern, oder für jedes Kind ein kleines Spiel herstellen. Dann empfiehlt es sich, die Labyrinthkarten in der Größe 5 cm x 5 cm herzustellen.

Wasserbombenspiele

Spalier :Die Gruppe stellt sich in zwei Reihen gegenüber so auf, dass sich die beiden Reihen anschauen können. Jeder Spieler erhält mindestens zwei Wasserbomben. Einige Freiwillige laufen durch das Spalier. Die Außenstehenden versuchen, die Läufer mit den Wasserbomben zu treffen. Welcher Läufer schafft es, ohne nass zu werden? Es können auch nacheinander alle Kinder durch das Spalier laufen. Dafür laufen immer die „untersten“ los und stellen sich „oben“ wieder an.

Wasserbomben-Volleyball: Es werden Vierergruppen gebildet. Zwei Vierergruppen spielen gegeneinander. Jede erhält ein großes Badetuch, und jeder Spieler hält eine Ecke fest. Einer Gruppe wird eine Wasserbombe in das Badetuch gelegt. Sie müssen die Wasserbombe – nur mit Hilfe des Badetuchs – auf die andere Seite werfen. Die andere Mannschaft fängt die Wasserbombe mit dem Badetuch auf und wirft zurück. Lässt eine Mannschaft die Wasserbombe zu Boden fallen, erhält sie einen Minuspunkt. Es wird so lange gespielt, bis insgesamt drei Wasserbomben zerplatzt sind.

Wasserbomben-Völkerball: Zwei Gruppen werden gebildet. Jeder wird ein Feld zugewiesen. Ein Spieler jeder Gruppe begibt sich auf die Grundlinie des gegnerischen Feldes. Eine Wasserbombe wird geworfen. Ziel ist es, gegnerische Spieler abzuschießen. Wer abgeschossen wird, muss an die Außenlinie des gegnerischen Feldes. Wenn kein Spieler mehr im Feld ist, darf der erste Außenspieler ins Feld. Er hat drei Leben, d. h., die Mannschaft hat erst verloren, wenn er zum dritten Mal abgeschossen wird. Die Feldspieler dürfen selbstverständlich versuchen, die Wasserbomben zu fangen – wem sie allerdings entwischt, der gilt als abgeschossen, und muss ebenfalls das Feld verlassen.

Wasserbomben-Roulette: Alle Spieler stehen im Kreis mit etwas Abstand zwischen den Spielern. Zunächst wird einfach nur eine Wasserbombe im Kreis
zum nächsten Spieler weitergegeben. Dann kommen eine zwei- te und eine dritte ins Spiel, die ebenfalls einfach an den nächsten Spieler weitergegeben werden. Gelingt das gut, kommt der Ball ins Spiel: er wird kreuz und quer geworfen. Konzentration ist nun gefragt, auf
die Wasserbomben und auf den Ball zu achten, und jedes in die richtige Richtung zu werfen.

Liedvorschlag

  • Im Lande der Knechtschaft, Jungscharlieder, Nr. 58
  • Felsenfest und stark, Jungscharlieder 131.1
  • Herr der Herren, dir sei Lob und Ehre, Jungscharlieder Nr. 33

Eine endlos weite Straße, ein total freier Weg – so hab’ ich das im Urlaub erlebt. Es war sensationell, aber auch etwas unheimlich. Der Weg geht schnurgerade bis an den Horizont, und ich fühle mich schon ziemlich verlassen und klein auf so einem Weg. Gott macht den Weg frei!

Aber gewiss nicht so. Mein Lebensweg ist genauso wenig ein überschaubarer, geradliniger Weg, wie der Lebensweg von Mose. Er hatte eine Vielzahl von Weg-Erfahrungen. Er ging durch das Meer, durch wirkliche Wüstenzeiten, und es gab viele Gipfelerlebnisse. Wie gut, dass er nicht alles in seinem Leben so klar vor sich sehen konnte. Deshalb war er auf Gottes Führung angewiesen. Es ging bildlich gesprochen immer nur bis zur nächsten Kurve, Mose musste sich ganz auf Gottes Führung verlassen.

Im alten Testament bieten die Fünf Bücher Mose eine Fülle tiefgehender Glaubensaussagen. Wo soll man beginnen, was lassen wir aus und wo enden wir?

Folgende Themenkreise könnten mit den Kindern durchgängig in Gesprächen nach den Anspielen aufgegriffen werden:

  • Gott ist mit mir auf meinem Weg. Ich kann mich darauf verlassen und darf mich auf dem Weg auch entwickeln.
  • Was wird aus mir werden? Ich falle nicht aus Gottes Hand!
  • Gott setzt Zeichen (z. B. Feuersäule), die man erkennen kann. Welches Zeichen hat Gott für mich?

Der Redaktionskreis hat eine Auswahl von Geschichten getroffen, die gerne erweitert werden kann. Weitere Entwürfe stellen wir in Anhängen zur Verfügung.

Möge Gott euch euren Weg zeigen, und euch die nötige Kraft geben, ihn beherzt zu gehen.

Das Ziel

Starter

Die Kinder sollen erfahren, dass Gott es gut mit ihnen meint. Sie sind Königskinder.

 

Checker

Die Kinder sollen erfahren, dass Gott nicht nur Freund, sondern auch König und Herr ist. Sie sind Königskinder.

 

Der Text an sich

Nachdem das Volk Israel einiges mit Samuel als Richter erlebt hat, erzählt die Bibel eine Geschichte aus der Zeit, als Samuel alt geworden ist. Wie schon bei Eli folgen seine Söhne ihrem Vater nicht als gute Richter, sondern gehen eigene Wege – vermutlich ohne Gott. Das ist für die Ältesten des Landes Anlass dafür, bei Samuel einen König zu fordern. Sie argumentieren einerseits damit, dass sie Samuels Söhne für inkompetent halten, andererseits sehen sie, dass alle umgebenden Völker Könige haben, und nun wollen sie auch einen.

 

Könige in der Antike waren Alleinherrscher, die von einem Gott eingesetzt wurden. Sie waren für Kriegsführung, Rechtsprechung, die zentrale Verwaltung und den Gottesdienst verantwortlich. Daneben gab es „Gottkönige“, also Menschen, die als Götter angebetet wurden. Dieses war für Israel undenkbar. Dem Richter Gideon wurde die Königswürde angetragen. Er lehnte sie aber ab, weil er weiterhin Gott als König des Volks sah (Ri 8,23).

 

Samuel ist vom Wunsch des Volks erschrocken, denn er erkennt, dass damit auch Gott als König des Volkes abgesetzt werden soll und möchte das verhindern. Gott jedoch lässt dem Volk seinen Willen. Fairerweise lässt er Samuel die negativen Folgen eines Lebens unter einem König aufzählen. Doch das beeindruckt das Volk nicht. Es besteht auf der Wahl eines Königs.

Gott reagiert nicht beleidigt auf den Wunsch der Israeliten, sondern lässt die Folgen einer Entscheidung aufzeigen. Auf diese Art und Weise bleiben die Israeliten frei und es zeigt sich, dass Gott keine Marionetten, sondern Menschen mit Verstand geschaffen hat und wollte.

Trotz aller Argumente, die gegen einen König sprechen, beharrt das Volk auf seinem Willen. Eine Parallele dazu findet sich im Neuen Testament, als Pilatus dem Volk anbietet, Jesus oder Barabbas freizusprechen. Auch hier spricht rational gesehen alles für Jesus, und doch setzt der Verstand des Volkes aus und es ruft nach einer Kreuzigung des unschuldigen Jesus und nicht des Verbrechers Barabbas.

 

Der Text für mich

Israel hätte gern einen König, weil alle anderen auch einen König haben, ohne über die Folgen seines Wunsches nachzudenken. Wo habe ich Wünsche – weil es alle anderen auch haben – die aber vielleicht gar nicht gut für mich sind? Wie oft fehlt mir der Gesamtüberblick über mein Leben und ich hänge mich an etwas fest, was mir fehlt, ohne zu sehen, was Gott mir schenkt?

Gott lässt uns die Wahl. Er lässt uns nicht ins offene Messer laufen, aber er gibt uns die Freiheit, uns für oder gegen etwas zu entscheiden.

Vertrauen darauf, dass Gott es gut mit mir meint, erfordert immer wieder eine Entscheidung für ihn, gerade angesichts widriger Lebensumstände und Nöte. Es bedarf eines Festhaltens an ihm und einem Beharren auf seine Versprechen.

 

Der Text für dich

Starter

Wie Erwachsene vergleichen sich Kinder mit anderen Kindern um sie herum. Sie sehen, was andere besser können und was sie mehr haben. Beim Vergleichen schneidet man meistens schlecht ab und neigt dazu, sich selbst kleiner zu machen als man ist.

Hier gilt es, den Kindern zu vermitteln, dass wir einen Gott haben, der jeden Einzelnen sieht und liebt. Gott meint es gut mit uns, auch wenn wir es nicht glauben können, weil wir uns selbst nicht mögen oder weil es uns nicht gut geht. Dieses Vertrauen gegenüber Gott kann nicht durch reines Erzählen vermittelt, sondern muss erfahren werden.

 

Checker

Für Kinder aus christlichen Familien ist Gott oft eine Selbstverständlichkeit. In der heutigen Zeit wird zumeist das Bild eines liebenden Gottes vermittelt, der ein Freund der Kinder sein will. Wo es früher darum ging zu entscheiden, dass Jesus der Herr des Lebens sein will, wird heute davon gesprochen, dass Jesus mein Freund ist. Hierbei wird dann aber vergessen, dass Jesus eben nicht nur auf Augenhöhe ist, sondern ein souveräner König in Macht und Herrlichkeit. Die Kinder dürfen in dieser Einheit erfahren, dass Gott noch viel größer ist, als wir es uns vorstellen, dass er uns aber auch die Freiheit unserer eigenen Entscheidungen lässt.

 

Der Text erlebt

Material

Vorbereitete bzw. gezeichnete Emoticons (s. Verkündigung), Edding; genug Papier und Stifte; Bananenkarton, Holzstäbe, Geschichte auf Bildern

 

Hinführung

Idee 1: Der König befiehlt

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt und durchnummeriert. Ein Mitarbeiter ist der König. Er ruft eine Nummer auf und nennt einen Gegenstand. Die Kinder mit der dazugehörigen Nummer müssen dann den entsprechenden Gegenstand (Toilettenpapierrolle, Stein, Liederbuch usw.) holen. Das schnellere Kind bekommt einen Punkt. Anschließend werden eine neue Zahl und ein Gegenstand genannt und die entsprechenden Kinder flitzen los.

 

Idee 2: Emoticons zeichnen

Die Kinder haben die Aufgabe, Emoticons zur Geschichte zu zeichnen. Dafür bekommt jedes Kind mehrere Aufgaben, was zu zeichnen ist. Anschließend werden die Bilder in der Geschichte zum Erzählen genutzt. Die Kids erhalten einige Emoticons als Beispiel (siehe Verkündigung).

 

Verkündigung

Erzählung mit Emoticons

Für die Verkündigung benötigt man folgende Emoticons: alter Mann 2x; zwei junge Männer 2x; Daumen runter; mehrere Männer; Sprechblase (einmal klein und zweimal groß); König (einmal klein und einmal groß); Smiley unglücklich; betende Hände; zerbrochenes Herz; Krone (eine kleine und eine, die so groß ist wie die große Sprechblase); Feuer und Wolkensäule; verwirrter Smiley; junge Männer; Reiter; Bauer; Schwerter; junge Frauen; Chemiker; Suppe; Brot; Gemüse; Weinglas; Ketten; Geldscheine; Rind; Esel; Ohr; Ausrufezeichen.

 

Die Geschichte wird nun mithilfe von ausgedruckten oder selbst gezeichneten Emoticons erzählt. Diese werden an eine Pinnwand oder Tafel gehängt oder geklebt, wenn sie in der Geschichte gebraucht werden.

 

Als Samuel (alter Mann) alt geworden war, setzte er seine Söhne (zwei junge Männer) als Richter über Israel ein. Er wollte sich endlich zur Ruhe setzen, denn er hatte ja schon viel fürs ganze Land getan. Doch leider schlugen seine Söhne andere Wege ein als er. Sie betrogen die Menschen, nahmen Bestechung an und taten nicht, was Gott gefiel (Daumen runter).

Da beschlossen die leitenden Männer des Volkes, etwas gegen sie zu unternehmen und machten sich auf nach Rama zu Samuel (bei Samuel wird ein Bild mit mehreren Männern aufgehängt). Sie sagten (Sprechblase bei den Männern aufhängen): „Samuel, du bist alt geworden (alten Mann in die Sprechblase hängen) und deine Söhne sind schlecht (Söhne aufhängen und mit Edding durchstreichen). Wir wollen einen König haben (König in die Sprechblase hängen). Alle anderen Völker haben auch einen König.“

Samuel gefiel das gar nicht (Smiley mit unglücklichem Gesicht). Deshalb betete er zu Gott (betende Hände).

Gott sagte zu Samuel (große Sprechblase ganz nach oben hängen): „Samuel, tu, was das Volk sich wünscht. Dass sie sich einen König wünschen, bedeutet, dass sie mich abgewählt haben (zerbrochenes Herz in die große Sprechblase hängen). Bisher waren sie damit zufrieden, dass ich ihr König bin (Krone über das Herz hängen). Ich habe sie geführt. Ich war ihr Richter und habe ihnen das gegeben, was sie brauchten. Doch nun reicht ihnen das nicht mehr und sie wollen das haben, was alle anderen Völker haben. Seit ich sie aus Ägypten geführt habe (Feuer- und Wolkensäule), haben sie mich immer wieder verlassen (durchstreichen von Feuer- und Wolkensäule) und haben das getan, was sie wollten (verwirrter Smiley). Nun sollen sie selbst sehen, was sie davon haben. Sag ihnen genau, welche Rechte ein König hat, und dann dürfen sie selbst entscheiden.“

Und Samuel holte die Männer wieder zusammen und erklärte ihnen genau, welche Rechte ein König hat (große Sprechblase aufhängen): „Gott hat mir aufgetragen, dass ich euch erzähle, was mit euch passieren würde, wenn ihr einen König hättet:

 

  • Eure Söhne (junge Männer) würde er dafür einspannen, seine Pferde zu hüten (Reiter auf Pferd). Außerdem würde er sie dazu zwingen, seine Äcker zu bewirtschaften (Bauer) und als Soldaten (Schwerter) für ihn zu kämpfen. Und ihr könntet nichts dagegen tun.
  • Eure Töchter (junge Frauen) müssten für ihn Salben vorbereiten (Chemiker), kochen (Suppe) und backen (Brot). Und ihr könntet nichts dagegen tun.
  • Er würde sich eure Äcker (Gemüse) und Weinberge (Weinglas) und Ölgärten nehmen und ihr könntet nichts dagegen tun.
  • Er würde euch wie seine Knechte und Mägde behandeln (Ketten) und ihr könntet nichts dagegen tun.
  • Von dem, was euch bliebe, würde er einen großen Teil an seine Leute geben (Geldscheine, Rind, Esel). Und ihr könntet nichts dagegen tun.

Gott lässt euch euren Willen. Aber wenn ihr euch bei ihm beschwert, wird er euch nicht hören (Ohr durchstreichen).

 

Das Volk weigerte sich, auf Samuel zu hören und sagte wieder, dass es unbedingt einen König haben will (große Krone über die große Sprechblase von Samuel kleben).

Samuel zuckte mit den Achseln und gab das alles an Gott weiter.

Daraufhin gab Gott ihm den Auftrag: „Wenn sie unbedingt wollen, dann such ihnen einen König!“ (König und Ausrufezeichen)

 

Die andere Idee

Bilderkino

Die Geschichte wird als Bilderkino erzählt. Dafür braucht man einen Bananenkarton und Bilder (z. B. von http://www.freebibleimages.org/illustrations/samuel-saul/ oder selbst gemalt). Im Bananenkarton werden rechts und links zwei Holzstäbe befestigt. Die Bilder werden auf A3 ausgedruckt und aneinandergeklebt. Das erste Bild ist ein weißes Blatt mit dem Titel der Geschichte. Dieses wird an den linken Holzstab geklebt und die restlichen Bilder auf dem anderen Holzstab aufgerollt. Während man die Geschichte erzählt, rollt man die jeweiligen Bilder in das Loch des Bananenkartons, damit die Kinder sie sehen können.

 

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Geschichte wird anhand des Spiels „Ja-/Nein-Stuhl“ wiederholt. An zwei Stellen im Raum hängen Zettel mit den Worten JA und NEIN.

Der Mitarbeiter nennt Aussagen zur Geschichte und die Kinder müssen sich nach Aufforderung an die richtige Stelle stellen, z. B.:

  • Samuel war inzwischen alt geworden. – JA
  • Seine Söhne sollten seine Nachfolger werden und machten alles genauso wie er. – NEIN
  • Das Volk wollte gern einen neuen Richter haben. – NEIN
  • Bisher war Samuel der König von Israel gewesen. – NEIN
  • Gott war nicht damit einverstanden, dass sie einen König haben wollten. NEIN
  • Samuel erklärte dem Volk, welche Rechte ein König hat. – JA
  • Das Volk merkte, dass es falsch gelegen hatte und wollte doch keinen König mehr. – NEIN
  • Gott gab Samuel den Auftrag, einen König zu suchen. – JA

 

Gespräch

Die Israeliten haben sich einen König gewünscht.

  • Warum? Alle anderen Völker hatten auch einen König.
  • Kennt ihr das, dass man etwas haben will, was alle anderen auch haben? Warum geben Eltern einem das manchmal nicht? Eltern wollen das Beste für ihr Kind, und deshalb wollen sie Schaden von ihm abwenden.

Noch besser als Eltern weiß Gott, was das Beste für seine Kinder ist.

  • Warum war es keine gute Idee, einen König zu bekommen? Gott ist der beste König, der genau weiß, was seine Leute brauchen. Samuel hat dem Volk aufgezählt, welche Rechte ein König hat und dass ein König auch Unterdrückung bedeuten könnte.
  • Wer ist Gott für dich? Der Mitarbeiter legt dazu Zettel mit Symbolen wie einem Vater, einem Hirten, Freund, König … auf den Boden und die Kinder können sich da hinstellen, was Gott für sie ist.

Gott ist mehr als nur unser Freund, der mit uns auf Augenhöhe ist. Er ist der weiseste König, der einen genauen Überblick hat und ist gleichzeitig wie unser Vater. Also sind wir alle Königskinder. Wir sind nicht nur entfernte Verwandte, sondern seine Kinder, wenn wir zu ihm gehören wollen.

 

Merkvers

Aber du, HERR, regierst für immer und ewig, ja, du bist König für alle Zeiten.

Klagelieder 5,19 HfA

Die Wörter des Merkverses werden auf unterschiedliche Zettel in zwei Farben geschrieben und umgedreht nebeneinander vorn hingelegt. Unter den Wörtern wird mit einer Zahl die Reihenfolge der Zettel markiert.

Dann folgt ein Staffelspiel: Kind 1 aus jeder Gruppe läuft zu seinen Zetteln und beginnt beim ersten Zettel ganz links umzudrehen. Wenn es den Zettel mit der 1 gefunden hat, nimmt es den Zettel, dreht alle anderen wieder um und läuft zurück. Dann läuft Kind 2 los und sucht nach Zettel Nr. 2. Welche Gruppe hat zuerst den ganzen Bibelvers in der richtigen Reihenfolge gefunden?

 

Gebet

Die Kinder bekommen in Gruppen Bilder von Zepter, Schwert, Reichsapfel und Krone. Dann dürfen sie sich dazu überlegen, was das in Bezug auf Gott bedeuten könnte:

  • Zepter: Gott richtet weise.
  • Schwert: Gott kämpft für uns.
  • Reichsapfel: Gott hält die ganze Welt in seiner Hand.
  • Krone: Gott ist mächtig und groß und herrlich.

Dann dürfen sie Gott dafür danken.

 

Kreatives

Bretter mit dem Schriftzug „Königskind“ gestalten

Material: Holzbretter ca. 30×15 cm, Bleistifte, Farbe, Pinsel, ggf. Vorlagen

Die Kinder dürfen mit Bleistiften „Königskind“ auf ihr Brett schreiben, am besten so, dass man die Schrift hinterher mit Farbe gut ausfüllen kann, z. B. in „Kaugummischrift“. Dann wird das Schild mit Pinsel und Farbe schön gestaltet.

 

Spielerisches

Schlag den Mitarbeiter

Die Kinder werden in mehrere Gruppen aufgeteilt. Bei jedem Spiel tritt für jede Gruppe ein Mitarbeiter an.

Zunächst wird das Spiel genannt, z. B. Wetttrinken, Luftballon auf Zeit aufpusten, Bibelstellen aufschlagen, Kindertransport …

Dann dürfen sich die Mannschaften der Reihe nach ihren Lieblingsmitarbeiter auswählen. Damit es fair ist, wechselt die Reihenfolge des Aussuchens. Beim ersten Spiel darf also zunächst Gruppe 1 ihren Mitarbeiter wählen, dann Gruppe 2 usw. Beim nächsten Spiel beginnt Gruppe 2 mit der Auswahl des Mitarbeiters.

Anschließend treten die Mitarbeiter gegeneinander an. Die Siegergruppe bekommt 3 Punkte, der 2. Platz 2 Punkte und der 3. Platz einen Punkt.

Danach folgt das nächste Spiel.

Welche Mannschaft hat das beste Händchen bei der Auswahl ihres Mitarbeiters?

 

Rätselhaftes

Die Kinder bekommen ein Blatt mit einem Teil der Emoticons. Diese dürfen dann wie an der Tafel zusammengesetzt werden.

 

(T)extras

Aktionen

Heute werden die Machtverhältnisse in der Jungschar umgekehrt. Das kann schon mit der Andacht beginnen, bei der die Kinder die Geschichte erzählen. Auch Spiele oder andere Aktionen denken sich die Kinder aus und die Mitarbeiter müssen tun, was sie sagen.

 

Kreatives

Basteln einer Deko-Blechkrone

Ein Beispiel findet man unter https://www.youtube.com/watch?v=cf8gHx8ba9o

Material: leere, saubere Konservendose; Blechschere, Schablone, Folien-Stift, normale Schere, Sprühfarbe, ggf. Perlen & Heißkleber

Mit einer Schablone werden acht Zacken auf eine Blechdose gezeichnet. Dann werden die Zacken mit der Blechschere ausgeschnitten und mit der normalen Schere verfeinert. Anschließend werden die Zacken ein wenig nach vorn gebogen. Der letzte Schliff kommt mit dem Ansprühen der Krone mit Farbe.

Besonders chic wird die Krone, wenn man vorher auf die Zacken Perlen mit Heißkleber aufklebt und anschließend mit Farbe einsprüht.

Ein Spielabend, bei dem es um Strecken und Abstände geht

Die Idee

In der Regel geht es bei diesem Vorschlag um kürzeste Strecken. Die Jugendlichen werden in zwei oder drei Gruppen eingeteilt (Gruppengröße 3 bis 7 Spielende). Die Wertung erfolgt am einfachsten so, dass bei jedem Spiel die Siegergruppe einen Punkt erhält, die zweite Mannschaft zwei Punkte und (sofern nötig) die dritte Gruppe drei Punkte. Diese Punkte werden nach jedem Spiel notiert. Am Schluss hat das Team gewonnen, das den niedrigsten Punktestand besitzt.

Die Spiele wurden zwar in einer Jungengruppe (Jungenschaft) erprobt, sie können aber mit Sicherheit auch in einer gemischten Gruppe oder in einer Mädchengruppe gespielt werden.

Spiel 1: Der Ball springt gegen die Wand

An einer Wand ist ein Karton befestigt (mit Tesastreifen), oder ein großes Blatt Papier oder es wird ein Tisch hochkant gegen die Wand gelehnt. Auf dem Karton sind mit horizontalen Linien Streifen eingetragen.

Von einer Markierung aus wird ein Tischtennisball so geworfen, dass der Ball auf dem Boden aufspringt und gegen die Wand prallt. Das Ziel ist, dass der Ball auf die mittlere Zone (Zielzone) trifft. Die benachbarten Zonen werden mit Punkten versehen, z. B. 10, 20, 30 Punkte (Minuspunkte). Je weiter die Zone von der Zielzone entfernt ist, desto mehr „Strafpunkte“ erhält man. Jede Person einer Gruppe wirft ein oder zwei Mal. Pro Gruppe werden die einzelnen „Strafpunkte“ addiert. Gewonnen hat natürlich die Gruppe mit der niedrigsten Punktzahl.

Spiel 2: Einen Meter schätzen

Jede Gruppe erhält ein Stück Tapete. Auf der Tapete soll jede Gruppe mit zwei Bleistiftstrichen die Länge von einem Meter aufzeichnen. Es sind keine Hilfsmittel erlaubt. Zur Not kann jede Gruppe ihren Vorschlag mit zwei Kreidestrichen auf dem Boden aufzeichnen. Gewonnen hat das Team, dessen gezeichnete Länge am wenigsten von einem Meter abweicht. (Kontrolle mit einem Meterstab/Zollstock).

Spiel 3: Wie aus der Kanone geschossen

Die Idee bei diesem Spiel ist, dass ein Softball (oder Plastikball) mit einem Durchmesser von ungefähr 20 Zentimetern (notfalls geht auch ein Tennisball) eine schiefe Ebene hoch rollen muss und dann möglichst nahe bei der Wand zum Halten kommen sollte.

In unserer Gruppe haben wir das so gemacht, dass wir zwei etwa 2 Meter lange Bretter (alte Nut- und Federbretter von einer Holzdecke) parallel zueinander (Abstand der Bretter etwa 7 cm) vom Boden aus auf die Sitzfläche eines Stuhles laufen ließen. Das bildete die schiefe Ebene. Der Ball musste nun von einer Markierung aus in der durch die beiden Bretter gebildeten „Rinne“ hoch rollen, über die Sitzfläche hinweg und dann auf dem Boden auf die Wand zu. Gemessen wird der Abstand des ruhenden Balles zur Wand. Trifft der Ball die Wand, dann kann man bei diesem Versuch die Maximalentfernung vom Stuhl zur Wand aufschreiben. Wir haben es so gemacht, dass das geglückte Hochrollen des Balles bereits einen Pluspunkt ergab.

Wertung: Entweder man wertet den kürzesten Abstand, den jede Gruppe erreicht hat oder man addiert für alle Spieler die Entfernungen zur Wand.

Spiel 4: Von der Wand ins Ziel

Parallel zu einer Wand werden mit Kreide oder mit Tesastreifen Linien auf den Boden gezeichnet. Eine auf diese Weise gezeichnete Zone wird zum Ziel erklärt. Die Nachbarzonen ergeben dann wieder gestaffelte Minuspunkte. Von einer Markierung aus wird schräg nach vorn ein Tischtennisball an die Wand geworfen. Der Ball wird an dieser „Bande“ reflektiert und fällt danach zu Boden in eine der markierten Zonen. Jede und jeder sucht sich entlang der Markierungslinie einen Platz zum Abwurf raus, da bekanntlich der Ball wie beim Billardspiel nach dem Reflektionsgesetz („Einfallswinkel gleich Ausfallswinkel“) wieder von der Wand wegspringt.

Spiel 5: Nur nicht zusammenstoßen!

In der Mitte des Raumes werden wieder auf dem Boden durch Kreidestriche oder Tesastreifen durch parallele Linien Zonen gebildet (die Striche müssen in Längsrichtung des Raumes verlaufen). Die mittlere Zone ist wieder die Zielzone. Jeweils zwei Spielende pro Team knien in etwa drei Meter Entfernung am Boden, mit einem kleines Spielzeugauto in der Hand. Die Autos werden losgeschickt. Die Aufgabe ist, dass sie in der Zielzone aneinander vorbeifahren. Ein Zusammenstoß ergibt kräftige Minuspunkte. Gehen die Jugendlichen auf mehr Sicherheit und der Abstand der beiden aneinander vorbei fahrenden Autos ist groß, dann wird dieser Abstand (evtl. in Streifenbreiten ausgedrückt!) für jedes Paar festgehalten. Dann kommt ein anderes Paar an die Reihe.

Variationen:

  • an Stelle der Autos können natürlich kleine Bälle gerollt werden
  • es können drei (oder gar vier) Autos ins Rennen geschickt werden

Spiel 6: Der berühmte Streichholzturm

Jedes Team erhält eine leere Flasche und eine Schachtel Zündhölzer. Aufgabe ist es, innerhalb von zweieinhalb Minuten auf der Flaschenöffnung einen möglichst hohen Turm zu bauen. Wichtig: der Turm wird von allen Mitgliedern eines Teams gebaut, nicht nur von den Spezialisten. Darauf achten, dass der Turm nicht wieder durch Unachtsamkeit eingestoßen wird.

Das Gewinner-Team wird dadurch ermittelt, dass mit einem Zollstock die Turmhöhe gemessen wird (Vorsicht!).

Spiel 7: Eine Art von Boccia

Dieses Spiel ist insofern auch sehr gut geeignet, da alle Teams parallel miteinander spielen können und es können mehrere Durchgänge absolviert werden.

Für jedes Team wird am Boden mit Kreide ein Kreis gezogen (am besten so: an einem Ende eines Bindfadens wird eine Schlaufe gebildet, in die ein Stück Kreide gesteckt wird. Das andere Ende des Bindfadens wird auf den Boden gedrückt und mit der Kreide wird dann um den Mittelpunkt herum der Kreis gezogen. Bindfadenlänge = Radius des Kreises).
In den Mittelpunkt des Kreises wird ein Glas gestellt. Jede Spielerin und jeder Spieler erhält einen Mühlestein (oder eine Münze). Von der Kreislinie aus muss der Mühlestein so angestoßen werden, dass er über den Boden gleitet und möglichst nahe beim Glas zum Halten kommt. Jeder Stein, der das Glas berührt ist ungültig oder bringt Abzug.

Wertung: Am einfachsten so: für jede Gruppe wird der Minimalabstand eines Steines zum Glas gemessen (oder es wird die Summe aller Abstände gebildet).

Spiel 8: Ball springt in Eierkarton

Ein Eierkarton für 30 Eier hat etwa die Abmessungen von 30 cm mal 28 cm. Ein Platz in diesem Eierkarton, der etwa in der Mitte liegt, wird mit einem farbigen Filzstift markiert. Um diese Mitte herum werden zwei bis drei weitere Zonen eingezeichnet.

Von einer Markierung aus wird ein Tischtennisball so geworfen, dass er zuerst auf dem Boden aufspringt und dann im Ziel des Kartons landet. Landet er in der ersten benachbarten Zone, dann werden 10 Minuspunkte gezählt. Eine Landung in der übernächsten Zone bringt 20 Punkte. Dann kommt eine Spielerin oder ein Spieler des zweiten Teams an die Reihe. Ziel ist es, so wenig Punkte (Minuspunkte!) wie möglich zu erhalten.

Variationen:

  • der Ball wird direkt in den Eierkarton geworfen,
  • der Ball muss zwei Mal auf dem Boden aufspringen, ehe er im Ziel landet,
  • der Ball hüpft zuerst auf den Boden, prallt dann an die Wand und von dort in das Ziel.

Spiel 9: Glasplatte trifft Tischtennisball

Sehr gut kam folgendes Spiel an. Auf eine rechteckige Glasplatte (Abmessungen etwa 50 cm mal 30 cm) werden in Querrichtung mit einem Folienstift wiederum parallele Linien im Abstand von etwa 15 cm gezeichnet. Eine mittlere Zone wird leicht schraffiert und stellt das Ziel dar.

Die Spielerin oder der Spieler hält die Glasplatte mit beiden Händen. Eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter wirft in Richtung des Spielers einen Tischtennisball. Der Spieler muss jetzt versuchen, dass der Ball die Glasplatte in der Zielzone trifft. Die benachbarten Zonen erbringen wieder 10 bzw. 20 Minuspunkte. Der Ball darf nicht zu schnell geworfen werden, damit der Spieler mit der Glasplatte noch reagieren kann. Jeder Spieler kommt an die Reihe und es werden pro Team die Minuspunkte addiert.

Spiel 10: Der Cartesische Taucher

Ebenso ein sehr attraktives Spiel. Eine leere Glasflasche (am besten 0,7 Liter) wird bis an den äußersten Rand mit Wasser gefüllt (so auffüllen, dass das Wasser überläuft). Dann wird ein abgebrochener Zündholzkopf in das Wasser gelegt. Wenn man nun die Flasche mit dem Daumen verschließt und notfalls mit der zweiten Hand den Daumen auf das Wasser presst, dann dringt Wasser in den Schwefelkopf ein und der Schwefelkopf beginnt zu sinken. In der Mitte der Flasche ist ein Strich angebracht. Aufgabe ist es, den Streichholzkopf nach genau 15 Sekunden bei diesem Strich zu haben. Durch Verminderung des Daumendrucks kann der Schwefelkopf wieder steigen. Der Abstand von der Position des Schwefelkopfs zum Strich nach Ablauf von exakt 15 Sekunden wird gemessen.

Weitere Spielmöglichkeiten

Streichholz abbrennen

Alle Jugendlichen sitzen am Tisch und bekommen jeweils zu dritt eine Streichholzschachtel. Aufgabe ist es, das Streichholz so lange brennen zu lassen, bis der unverbrannte (also helle) Teil des Holzes genau 2 cm ausmacht. Die Länge von 2 cm wird vorher gezeigt. Auf dem Tisch liegen keine Maßstäbe. Gemessen wird der Unterschied zu den geforderten 2 cm.

Mit der Taschenlampe

Der Spielerin oder dem Spieler werden mit einem Tuch die Augen verbunden. Dann wird die Person mehrmals um die eigene Achse gedreht. Ein Mitarbeitender steht in ca. zwei Meter Entfernung an der Wand und hält einen Stab genau vor den eigenen Körper (vorher demonstrieren) und ruft „Hier“. Nun muss der Spielende mit einer Taschenlampe dorthin leuchten, wo sich der Stab befindet. Gemessen wird die Entfernung des Lichtflecks zum Stab.

Mit dem Kreisel an das Ziel

Ähnlich wie bei Spiel 7. Ein Glas am Boden bildet das Ziel. Ein Kreisel wird so gedreht, dass er sich auf das Ziel zubewegt und möglichst nahe am Glas liegen bleibt. Es kann mit mehreren Kreiseln gleichzeitig gespielt werden (als Kreisel können gedrehte Münzen dienen).

Den Turm anvisieren

Auf dem Boden steht eine Flasche als Turm. Seitlich davon ist ein Tisch so gelagert, dass die Tischfläche den Boden berührt. Ein Tischtennisball wird nun über den Boden so geworfen, dass er den Tisch als „Bande“ berührt und von dort auf das Ziel trifft.

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