Thema: Freiheit

„echt. Im glauben wachsen“ – Themen für das 3. Quartal 2021 im Paket – bestehend aus einem theologischen Einstieg ins Thema, 6 Bibelarbeiten, einem Video, einem Stundenentwurf, zwei Andachten und zwei weiteren Artikeln

Leider gibt es im Leben immer mal wieder auch schlechte Zeiten. Bestimmt hast du das auch schon erlebt. Vielleicht fühlst du dich oft allein oder einsam. Vielleicht ist deine Arbeit, dein Studium oder deine Schule im Moment sehr anstrengend. Vielleicht bist du gestresster, weil du mehr Aufgaben zu erledigen hast und dich in vieles erst einarbeiten und zurechtfinden musstet. Vielleicht zweifelst du sogar manchmal an dir selbst oder fühlst dich nutzlos.

Unser Leben besteht leider nicht nur aus den schönen Seiten, sondern auch immer wieder aus schwierigen Phasen.

  • Wie gehst du damit um?
  • Was gibt dir in diesen Zeiten Hoffnung?
  • Was stärkt dich?

Darum soll es in diesem Stundenentwurf gehen.

Ablauf

1. Vorbereitung/Begrüßung

Zu Beginn eurer Gruppenstunde begrüßt ihr alle, singt auch gerne ein Lied zum Start in den Abend. Toll ist es auch, wenn ihr vorher euren Gruppenraum für den Abend schön gestaltet habt, sodass alle sich direkt wohlfühlen und eine angenehme Stimmung entstehen kann. Ihr könnt zum Beispiel Blumen aufstellen, Decken und Kissen bereitlegen, leckere Getränke und kleine Snacks zubereiten, Bilder von eindrucksvollen Naturlandschaften aufhängen, …

2. Gespräch und kreativer Austausch

In so einer positiven Umgebung und Stimmung, fällt es oft leichter auch einen Blick auf die schwereren Zeiten im Leben zu werfen. Darum geht es nun. Tauscht euch darüber aus, wie ihr euch in schwierigen Zeiten fühlt.

Gruppen, die sich bereits gut kennen und vertraut miteinander umgehen, können das im Gespräch tun. Alle können sich gegenseitig von ihren Krisen erzählen und davon, wie es ihnen in diesen Situationen ging. Natürlich auf freiwilliger Basis – alle entscheiden selbst, was und wie viel sie preisgeben möchten.

Besonders in Gruppen, die noch nicht so lange zusammenkommen, können bei diesem Schritt auch kreative Aktionen helfen. Die Teilnehmenden können zum Beispiel ein Bild malen oder eine Collage erstellen und sich auf diese Weise schwierige Situationen und Gefühle noch einmal ins Gedächtnis rufen.

Wenn ihr euch kreativ betätigen möchtet, benötigt ihr Papier, Stifte, evtl. Wasserfarbe, Wassergläser und Pinsel, Scheren, Zeitschriften und Bastelkleber.

Ca. 30 Minuten Zeit solltet ihr sowohl für die Bilder/Collagen als auch für ein gutes Gespräch einplanen. Um euch die Collagen und Bilder abschließend noch vorzustellen, benötigt ihr natürlich noch einmal Zeit – je nach Gruppengröße ca. 10–20 Minuten.

Die Bilder und Collagen könnt ihr im Raum aufhängen oder in eure Mitte legen, damit sie sichtbar bleiben.

3. Das hätte ich mir gewünscht

Nun habt ihr euch über eure negativen Erfahrungen und Situationen ausgetauscht, in denen es euch nicht so gut ging.

Was hättet ihr euch in diesen Situationen gewünscht? Was hättet ihr gebraucht?

Über diese Fragen können alle ein paar Minuten nachdenken und ihre Gedanken dazu auf Karteikarten oder kleine Zettel schreiben. Diese Karteikarten mit euren Wünschen für schlechte Zeiten werden anschließend in der Gruppe vorgelesen und zu den Bildern/Collagen gelegt bzw. gehängt.

Für diesen Schritt könnt ihr 15–20 Minuten einplanen.

4. Mut machen

Im letzten Teil des Abends stützt ihr euch gegenseitig. Macht euch Mut und schenkt euch Hoffnung. Vorschlägen dazu:

Gegenseitig Segenskarten gestalten

Sucht schöne, positive, aufbauende Sprüche aus der Bibel. Das geht auch gut online, beispielsweise auf www.konfispruch.de. Dort werden euch solche Sprüche vorgeschlagen. Die Verse schreibt ihr auf Karteikarten und gestaltet diese passend dazu.
Zum Abschluss des Abends schenkt ihr euch gegenseitig eure Segenskarten und nehmt sie mit nach Hause, damit sie euch in den nächsten schwierigen Situationen ein wenig Kraft schenken.

Fertige Segenskarten (ggf. mit QR-Code)

Eine andere Möglichkeit sind Segenskarten, die ihr bereits vor der Gruppenstunde zum Beispiel im Shop der Marburger Medien bestellt. Dort gibt es verschiedene schöne Segenskarten zur Auswahl. Besonders empfehlenswert finde ich die »Ich brauche Segen«-Karten, auf denen ein QR-Code angezeigt ist. Wenn man diesen scannt, erhält man einen biblischen Segensspruch. Diese Karten könnt ihr (auf Spendenbasis) bestellen und an eure Gruppe verschenken.

Stärkende Statements

Ihr könnt auch für jede Person einen Zettel mit dem jeweiligen Namen auslegen und dann allen eine Zeit geben, um auf diese Zettel positive Statements zu schreiben. Ihr führt den anderen auf diese Weise ihre Stärken vor Augen, könnt aufschreiben und festhalten, wo ihre Begabungen liegen, was ihr toll an ihnen findet.
Diese Zettel werden anschließend mit nach Hause genommen und können vielleicht in der nächsten schweren Phase helfen, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und den Mut nicht zu verlieren.

Hoffnungswichteln

Als weitere Alternative bietet sich die Aktion »Hoffnungswichteln« an – das müsst ihr allerdings vorher bekannt machen, damit sich alle Teilnehmenden darauf vorbereiten können.
»Hoffnungswichteln« funktioniert wie das klassische Wichteln zu Weihnachten – allerdings sollen Gegenstände, Karten, Bilder… verschenkt werden, die Hoffnung schenken können, die Mut machen können.

Legt, am besten gemeinsam mit eurer Gruppe, 1–2 Wochen vor diesem Abend ein Budget fest oder entscheidet euch dazu, dass nichts gekauft, sondern alles selbst hergestellt werden soll. Dann haben alle Zeit, sich bis zu dieser Gruppenstunde etwas Passendes einfallen zu lassen und eingepackt mitzubringen.
Einige Ideen, was das sein könnte:

  • Natürlich sind auch hier Segenskarten willkommen
  • Dinge, die Entspannung schenken können: Gesichtsmasken, Cremes, Badezusätze …
  • Gegenstände, die Mut schenken können: aufbauende kleine Bücher mit Weisheitssprüchen oder Mut-Mach-Geschichten
  • Sicher fallen euch auch eine Menge Dinge ein.

Ihr könnt in der Gruppe nun um die einzelnen Geschenke würfeln. Setzt euch dazu um einen Tisch und legt ein Geschenk vor jede von euch. Dann wird der Reihe nach gewürfelt:

1: alle Geschenke werden an die 1. Person nach rechts weiter gegeben

2: alle Geschenke werden an die 2. Person nach rechts weitergegeben

3: Die Person, de gewürfelt hat, darf sich eine andere Person aussuchen, die mit ihr das Geschenk tauscht

4: Die Person, die gewürfelt hat, darf mit der Person, die ihr gegenüber sitzt, das Geschenk tauschen

5: alle Geschenke werden an die 1. Person nach links weitergegeben

6: alle Geschenke werden an die 2. Person nach links weitergegeben

Legt vor Spielbeginn eine Zeit fest und stellt eine Stopp-Uhr. Sobald der Alarm ertönt, endet euer Spiel und alle dürfen das Geschenk, das nun vor ihnen liegt, behalten und auspacken.

Eine andere Möglichkeit ist auch, dass ihr die Geschenke nicht an diesem Abend auspackt, sondern jede ihres eingepackt mit nach Hause nimmt. Dann können alle ihre Geschenk erst auspacken, wenn sie sich wieder in einer Situation befinden, in der sie Mut und Hoffnung gebrauchen können.

Andacht

Als Andacht zum Abschluss des Abends bietet sich die Geschichte von Petrus an, der auf dem Wasser gehen möchte (Mt 14,25–33).

Lest die Geschichte gemeinsam und sing (oder hört) danach das Lied »oceans (where feet may fail)« von Hillsong. Der Liedtext erzählt davon, dass es schwere Zeiten gibt, dass man sich manchmal unsicher und bedroht fühlt und die Hoffnung verliert.

Aber es sagt auch, dass Gott trotzdem immer bei uns ist. Dass er uns hält und trägt, uns nicht ertrinken lässt und aus solchen Phasen immer wieder herausziehen möchte. So wie es Jesus mit Petrus tut.

Wenn wir hoffen und bangen, sind das Momente in unserem Leben mit einem ungewissen Ausgang. Oft müssen wir uns dabei mit Themen auseinandersetzen, die wir eigentlich eher meiden. Die Kriege in der Welt, Naturkatastrophen und auch der Tod von Philipp Mickenbecker (Real Life Guys) haben auch junge Menschen aktuell ungewöhnlich stark mit diesen Herausforderungen konfrontiert und auch sehr berührt. Darum möchten wir euch mit unserem neuen KON-Thema Anregungen geben, auch solche Themen anzugehen. In Bibelarbeiten und Stundenentwürfe findet ihr Impulse, die ins Gespräch führen und begründete Hoffnung vermitteln.

“Juhu, wir dürfen uns wieder treffen!” – doch welche Aktionen können wir überhaupt anbieten? Gruppen treffen sich. Manche Freizeiten werden durchgeführt. Dabei müssen allerdings die aktuellen Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Das fordert uns heraus.

In diesem Themen-Paket findest du Vorschläge für Spiele und Kreativangebote, die gut mit 1,5m – Abstand gespielt werden können. Bitte achte bei der Umsetzung auf die Vorgaben deines Bundeslandes oder deiner Gemeinde und verändere gegebenenfalls die Regeln des Spiels.

Bei manchen Vorschlägen, kann nicht das gesamte Konzept umgesetzt werden. Welche Einheiten das betrifft und was man ändern müsste, kannst du im Folgenden nachlesen:

Spiele:

Kreativangebote:

1. Vorbemerkungen

Jugendliche sind die Zukunft der Gemeinde. Diesen Satz hört man immer wieder. Er ist leider schrecklich einseitig und schafft in uns ein falsches Bild von den Möglichkeiten der Mitarbeit.

Natürlich hoffen wir, dass die Jugendlichen in absehbarer Zeit einen festen Stamm von Gemeindegliedern ausmachen werden. Wenn wir aber in die Welt der Bibel schauen, entdecken wir ein anderes Bild. Damals gab es keine „Jugendlichen“. Nach der Kindheit wurde man zu den Erwachsenen gezählt. Junge Menschen hatten gleiche Rechte und Pflichten wie Erwachsene. Biblische Texte wurden also für Jugendliche genauso wie für Erwachsene geschrieben. Gemeinde besteht aus verschiedenen Gliedern aller Generationen. Jugendliche sind jetzt Gemeinde, nicht erst in der Zukunft.

Da es bei diesem Thema um einen Bereich geht, der weit über die eigentliche Jugendarbeit hinausgeht, ist es unerlässlich, den Leitungskreis mit einzubeziehen und die ganze Gemeinde in den Blick zu nehmen. Vielleicht hat eine Person aus diesem Kreis Zeit, um an dem Abend dabei zu sein?

2. Zielgedanke

Jugendliche sind jetzt Gemeinde. Sie sind nicht nur eingeladen, sondern regelrecht aufgefordert, sich mit ihrer von Gott geschenkten Persönlichkeit und Begabung in die Gemeinde einzubringen.

3. Einführung inkl. Exegese

In Römer 12,1 beginnt Paulus einen neuen Abschnitt seines Briefes. Hat er zunächst die großen Taten Gottes an den Menschen in den Blick gerückt, geht es jetzt um das Leben, welches sich aus dem Wirken Gottes ergibt.

„Angesichts des Erbarmens Gottes“ (Röm 12,1) ermahnt Paulus seine Leser. Eine Ermahnung war und ist nichts grundsätzlich Negatives. Es geht Paulus vielmehr um ein dringliches Bitten, ein deutliches Vor-Augen-Führen, damit seine Leser begreifen, was er als Leben im Glauben versteht. Dieses Leben im Glauben gilt allen Gläubigen. Eine Unterscheidung in Jugendliche und Erwachsene kennt Paulus nicht. Er verweist mit dem kleinen Wort „angesichts“ auf die Vielzahl der Aussagen in den vorherigen Teilen des Briefes. Gott hat die Menschen, die allesamt gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren haben (Röm 3,23), gerecht gemacht und der Glaube wird als Gerechtigkeit angerechnet (Röm 4,5). Wir stehen nicht mehr unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade (Röm 6,14). Gott hat seinen Sohn für uns hingegeben und uns mit ihm alles geschenkt (Röm 8,31 f.). Nichts kann uns von seiner Liebe trennen (Röm 8,38 f.). Unser Handeln ist nicht Bedingung, sondern Antwort auf Gottes große Taten. Wir leben in einer neuen Dimension.

Unsere Antwort lautet: Wir stellen Gott unser ganzes Leben zur Verfügung. Das bezeichnet Paulus als wahren und angemessenen Gottesdienst (Röm 12,1). Nach Jesu Auferstehung gibt es keine kultischen Gottesdienste mehr, wie sie im AT bekannt waren. Das, was wir in der Regel sonntags feiern, wird im NT als „Versammlung“ bezeichnet. Der Besuch eines sonntäglichen Gottesdienstes ist also keine Handlung, um auf Gottes Liebe zu antworten. Durch Gottesdienste werden wir im Glauben gestärkt und wir ehren Gott – „echter“ Gottesdienst, also vernünftige Antwort auf Gottes Handeln ist aber unser Leben im Alltag, unsere Hingabe an Gott.

In den nächsten Kapiteln führt Paulus diesen Gottesdienst konkret aus. Zunächst denkt er an Gemeinde: Wir sind unterschiedlich begabt (Röm 12,6). Diese Gaben sollen wir nutzen, um in der Gemeinde aktiv zu sein und mitzuarbeiten. Hier geht es weder um körperliche Reife noch um Erfahrungsschätze. Wer begabt ist, soll diese Gabe für Gott in der Gemeinde einbringen.

4. Einstieg

Starte mit einem Spiel. Die Jugendlichen werden in Zweierteams eingeteilt. Eine Person sitzt auf einem Stuhl und hat die Hände gefesselt. Eine andere Person steht hinter dem Stuhl, hat die Augen verbunden und hält einen Joghurt und einen Teelöffel in der Hand. Nun soll die Person, die die Augen verbunden hat, die Person mit den gefesselten Händen füttern. Mit diesem oder ähnlichen Spielen wird deutlich, dass wir aufgrund unserer unterschiedlichen Fähigkeiten aufeinander angewiesen sind und gemeinsam ans Ziel kommen.

Es ist von großem Vorteil, wenn sich eine oder mehrere Personen aus dem Leitungskreis/Ältestenkreis einladen lassen. Man kann sie zu Beginn in einem Interview vorstellen und in einer solchen Vorstellung auch besonders auf Arbeitsbereiche der Gemeinde eingehen, die den jungen Leuten eventuell gar nicht bekannt sind.

5. Hauptteil

Im Hauptteil soll es zunächst darum gehen, die Arbeitsbereiche der Gemeinde, die einzelnen Aufgaben in den Arbeitsbereichen und die Möglichkeiten und Begabungen der Teenager sichtbar zu machen. Außerdem werden die Jugendlichen herausgefordert, sich mit ihren Möglichkeiten und Begabungen einzubringen. Die Methode lebt von Gesprächen zwischendurch, vom Austausch, von gegenseitigen Ergänzungen.

Zunächst werden auf großen Flipchartblättern verschiedene Arbeitsbereiche der Gemeinde notiert. In einer weiteren gemeinsamen Runde werden dann verschiedene Aufgaben aus der Gemeinde auf Karteikarten (je eine Aufgabe pro Karte) gesammelt. Was ist den Jugendlichen bekannt, welche Aufgaben nehmen sie wahr? Die einzelnen Aufgaben werden dann den verschiedenen Arbeitsbereichen zugeordnet, bei Mehrfachnennungen natürlich mit zusätzlichen Aufgabenkarten.

Ja nach Gemeindegröße kann diese Zusammenstellung nicht zu ausführlich werden. Wichtig ist, dass möglichst konkrete Aufgaben benannt werden. Für den großen Bereich Kindergottesdienst stehen am Ende beispielsweise die Aufgaben „Spiele spielen“, „Geschichten erzählen“, „Kinder betreuen“, „Basteln“, „beten“ und weitere. Für den Bereich Technik stehen eventuell die Aufgaben „Beamer bedienen“, „Homepage programmieren“, „Mikrofone einstellen“, „Mülltonnen rausstellen“ und viele andere.

Um die große Zuordnung abzuschließen, werden die Jugendlichen dann aufgefordert, sich selbst bei einzelnen Aufgaben einzuordnen. Dazu bekommen sie Klebepunkte. Diese verteilen sie auf die einzelnen Aufgabenkarten. Jede Aufgabe, die sie ihrer Meinung nach selbst ausführen könnten, bekommt einen Punkt. Am Ende liegt vor der Gruppe ein sehr plastisches Bild mit konkreten Möglichkeiten der Mitarbeit von Jugendlichen.

In einer Andacht zu Römer 12 (s. Exegese) erfahren die Jugendlichen dann, was die Motivation für Mitarbeit ist, dass sie mit ihrer eigenen von Gott geschenkten Begabung und Persönlichkeit im Reich Gottes gebraucht werden und dass ihre Begabung sie persönlich herausfordert, Schritte in der Mitarbeit zu gehen.

6. Abschluss

Gemeinsam wird dann überlegt, welche der Aufgaben von den Teenagern konkret übernommen werden können. Die Umsetzung der Erkenntnisse ins tägliche Leben wird eine große Herausforderung sein und bleiben, weil der Rahmen einer Gruppenstunde definitiv verlassen werden muss. Selbstverständlich muss eine solche Mitarbeit dann begleitet und aufgebaut werden, eine Art Supervision wäre allerdings auch in kommenden Gruppenstunden möglich. Jugendliche sind nicht nur Zukunft der Gemeinde – sie sind jetzt Gemeinde, also packen wir es an!

1. Erklärungen zum Text

Nathan überbringt David die Botschaft von Gott. Aber wie lautete die nochmal genau? Werfen wir einen Blick auf den Kontext der Textstelle.

Was bisher geschah:

David ist in seinen königlichen Palast eingezogen. Da bekommt er das Gefühl, dass es nicht richtig sei, dass er in einem prächtigen Palast lebt, die Bundeslade aber in einem einfachen Zelt steht.
An Davids Hof lebt der Prophet Nathan. Gott lässt David durch Nathan ausrichten, dass nicht David Gott ein Haus bauen soll, sondern dass umgekehrt Gott David ein Haus bauen wird – er verheißt ihm eine ewige Dynastie. Den Tempel – das Haus für Gott, in dem später auch die Bundeslade ihren Platz hat – wird dann ein Sohn Davids errichten. Gott erinnert außerdem daran, was er schon alles für David getan hat, wie er ihm geholfen hat und wie er auch in Zukunft David und sein ganzes Volk begleiten wird.

Und jetzt?

Hier kommt unser Bibeltext ins Spiel. Er berichtet, wie Nathan David alles genau so weitergibt, wie es ihm Gott aufgetragen hat. Daraufhin sucht David Gottes Nähe, er betet. Er fühlt sich nicht würdig, so eine große Verheißung von Gott zu erhalten – die Zusage, dass die kommenden Herrscher Israels aus Davids Familie kommen werden. Er fühlt sich dadurch geehrt und dankt Gott mit Anbetung. Dies ist kein Antwortgebet, denn David hat Gott nicht um diesen Gefallen gebeten. David weiß gar nicht, wie ihm geschieht. So preist er Gott für seine großen Taten in der Geschichte und am heutigen Tage. Ihm wird klar, dass ihm diese Zusage unverdient aus Gnade geschenkt ist. Er darf wissen, dass er gesegnet ist – schon jetzt, durch Gottes Wort. David sagt: „Wer bin ich, HERR, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast?“ (Vers 16). Im Licht dieser Zusage wird ihm klar, dass Gottes Plan größer und wichtiger ist als seine eigenen Pläne. Mit der Idee, Gott ein Haus zu bauen, wollte David Gott einen Gefallen tun, doch Gott hat einen anderen Plan.
David erinnert sich an alles, was Gott in seinem Leben schon bewirkt hat und ist sich deshalb sicher, dass Gott auch zu dieser Zusage steht.

Im Neuen Testament wird klar, dass Gottes Verheißung eingetroffen ist: Nachkommen Davids saßen für eine lange Zeit auf dem Thron Israels. Jesus selbst ist ein Nachkomme Davids (nachzulesen in den Stammbäumen Jesu). Seine Macht über die Welt wird niemals aufhören und durch ihn wird auch in Ewigkeit ein Nachkomme Davids auf dem Thron Gottes sitzen.

2. Bedeutung für den heutigen Hörer

2.1 Gott handelt – erkennst du es?

Gott sendet David eine Botschaft, er spricht zu ihm und in seinen Alltag hinein.

Was hat Gott schon alles in deinem Leben getan? Denke darüber einen Augenblick nach. Gehe in Gedanken dein Leben durch: Wo hast du Gott in deinem Leben gehört oder bemerkt?
Vielleicht war dir ein Bibelvers wichtig. Oder ein Mensch hat etwas zu dir gesagt, wo du dachtest: „Den hat gerade der Himmel geschickt“. Oder du wurdest in einer Predigt besonders angesprochen. Oder…

Wie ist es aber, wenn man Gottes Wirken in seinem Leben nicht sieht? Es geht im christlichen Glauben nicht darum, nur das zu glauben, was man unmittelbar erlebt. Vielmehr sind Gottes Verheißungen wichtig. So sagt er z.B. in Joh 1,12: „All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.“ Wenn wir an ihn glauben, SIND wir Gottes Kinder.

In vielen Situationen ist Gottes Wirken erst einmal gar nicht so offensichtlich. Erst im Nachhinein wird einem klar: Hier hatte Gott seine Finger im Spiel.

2.2 Gott handelt – lasst uns ihn loben!

Als David von Nathan Gottes Botschaft mitgeteilt bekommen hat, wendet er sich sofort an Gott. Er redet mit ihm – nicht strukturiert, sondern so, wie es ihn in seinem Herzen gerade bewegt. Er preist Gott, er lobt ihn für alles, was er in seinem Leben getan hat. Und nicht nur in seinem Leben, sondern in der ganzen Geschichte des Volkes Israel. Er preist Gott für die große Zusage, die Gott ihm gegeben hat. Denn Gott will ihm ein Haus bauen, seine Nachkommen sollen auch in Zukunft das Sagen haben. Sie sollen regieren bis an das Ende der Zeiten. – Wo hast du gerade Grund, Gott zu loben?

Manchmal ist dir vielleicht nicht zum Loben zumute. Dann tut es gut, Gott sein ganzes Leid zu klagen, z.B. mit Hilfe eines Klagepsalms aus der Bibel. Manchmal kann es auch wohltuend sein, selbst in schwierigen Situationen Gott zu loben. Sich bewusst zu werden, dass es durch Jesus eine unverbrüchliche Hoffnung im Leben gibt. Eine Hoffnung auf die Gemeinschaft mit Gott in Ewigkeit, die alles in dieser Welt in ein anderes Licht rücken kann.

2.3 Gott handelt – bist du bereit dafür?

David bittet Gott, dass dessen Verheißungen erfüllt werden. Er bittet, dass Gottes Wille geschehen soll. Wie geht es dir, wenn du diese Bitte im „Vater Unser“ sprichst: „Dein Wille geschehe!“?
Martin Luther sagt, dass wir vor dieser Bitte „Dein Wille geschehe“ eigentlich erschrecken müssten, da unser eigener Wille der Hauptbösewicht in unserem Leben sei. Unsere erste Frage laute immer: „Was will ich?“ und nicht „Was will Gott?“. Darf Gott wirklich in dein Leben reden? In alle Bereiche deines Lebens? Oder setzt du lieber deinen Willen durch?

Und was ist Gottes Wille überhaupt? Im ersten Timotheusbrief lesen wir, dass es Gottes Wille sei, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Gott liebt uns, er ist für uns am Kreuz gestorben – das war sein Wille.

Die Bitte „Dein Wille geschehe“ ist auch ein großes Geschenk. Wir dürfen Gott darum bitten, dass er uns hilft, in unserem Leben seinen Willen geschehen zu lassen. Und wir dürfen darauf vertrauen, dass er es auch tut. So, wie er auch seine Verheißung an David erfüllt hat.

3. Methodische Bausteine

3.1 Einstieg

Der Bibeltext wird vorgelesen, indem eine Person die Erklärungsverse 15- 16a liest und eine andere nachspielt, wie David vor Gott niederkniet und betet. Dazu liest die zweite Person selbst die Verse 16b-27 vor.

3.2 Vertiefung

Nun wird der Impuls praktisch umgesetzt. So kann man beispielsweise nach dem Punkt „Lasst uns ihn loben“ Gott ein Loblied singen, z.B aus “Feiert Jesus 4”:

  • Nr. 37 “Lobe den Herrn, meine Seele”
  • Nr. 53 “Blessed be your name”
  • Nr. 174 “Wunderbarer Hirt”

Die Lebenswege der Teilnehmenden werden aufgezeichnet:

  • Du darfst deinen Lebensweg auf Papier aufzeichnen – mit Höhen und Tiefen, Umwegen, Einschnitten, Wendungen, wichtigen Ereignissen, … Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: malen, ausschneiden, aufkleben, falten, …
  • Je nach Gruppe: Fällt dir ein Bibelspruch ein, der dich im Leben begleitet hat? Dann schreibe ihn dazu. Alternativ kann man diesen Lebensweg auch in Sand zeichnen. Nimm einfach einen Schuhkartondeckel voll Sand und los geht’s. Du kannst an bestimmte Stellen Zettel oder Gegenstände reinstecken.
  • Stellt euch euren Lebensweg in kleinen Gruppen vor. Wichtig: Gib nur so viel von dir preis, wie du möchtest. (Je nach Gruppe: Austausch über folgende Frage: Wo hast du Gottes Handeln in deinem Leben entdeckt?)
  • Dankt Gott in eurer Gruppe für all das, wofür ihr gerade dankbar geworden seid.

Fragen zum Text für ein Gespräch in der ganzen Gruppe:

  • Welcher Satz, welche Aussage des Textes ist dir am wichtigsten? Warum?
  • Wo ermutigt dich der Text zum Danken?
  • Wo hinterfragt dich der Text in deinem eigenen Verhalten?
  • Wo hast du bisher Gott in deinem Leben erlebt?
  • Bist du bereit für Gottes Handeln in deinem Leben oder möchtest du lieber selber alles in der Hand haben?

3.3 Schluss

Das Gedicht „Spuren im Sand“ von Margaret Fishback Powers kann vorgelesen werden.

Möglichkeiten für ein Dankgebet in Gruppen:

  • Schreibe auf ein Kärtchen, wofür du dankbar bist. Je Karte ein Dankesanliegen. Danach werden die Kärtchen an eine Schnur gehängt und alle Leute können, Gott dankend, darum herum laufen.
  • Jeder, der möchte, sag,t wofür er dankbar ist und zündet dafür eine Kerze an. Die Kerzen werden in die Mitte oder zum Kreuz gestellt.

1. Erklärungen zum Text

1.1 Evangelium

Vor (Röm 6,6-10) und in diesem Abschnitt geht es um das Evangelium: Das Gesetz klagt den Menschen an, aber Jesus spricht uns frei von der Anklage des Gesetzes, das unseren Tod fordert (Röm 6,14).

1.2 Missverständnis

Paulus hat gehört, dass einige in der Gemeinde der Meinung sind, dass sie aufgrund der Gnade sündigen könnten oder sogar sollten, um die Gnade noch größer zu machen. Je größer die Sünde und die Anklage, desto größer auch die Gnade (vgl. V.1 und 15). Paulus weist diese Ansicht energisch zurück, weil das bedeuten würde, die Gnade gründlich misszuverstehen (V.15).

1.3 Verändernde Gnade

Paulus zeigt auf, was es für einen Sklaven bedeutet, seinen bisherigen Herrn zu verlassen und einem neuen zu gehören. Dann ist er nur noch dem neuen Herrn unterstellt.

So ist es auch beim Evangelium: Durch Jesus sind wir mit Gott versöhnt, er wohnt in uns und wir gehören nur noch ihm. Zur Gnade gehört neben dem Freispruch von der Anklage des Gesetzes auch die Befreiung von der Herrschaft der Sünde und eine sich daraus ergebende Veränderung des Lebens. Die Gnade wäre schwach, wenn sie nur vergeben, aber den Christen heillos unter der Macht der Sünde zurücklassen würde.

Paulus entlarvt die Sünde in ihrem Unwesen, wie sie alles daran setzt, den Menschen kaputt zu machen. Im Gegensatz dazu will die Gerechtigkeit Gottes das Leben. Wer in Sünde gefangen ist, bleibt seinen Begierden ausgeliefert, er muss in Unfreiheit unter der Sünde leben – mit dem Tod als Endergebnis. Dagegen will das Evangelium gutes und befreites Leben schenken; die Begierden sollen nicht mehr den Menschen, sondern der Mensch die Begierden kontrollieren – sodass die Gnade Gottes in ihrer verändernden Kraft verherrlicht wird.

Die Leser gehören zu Christus und dadurch sind sie tot für die Sünde, weil sie mit Jesus gestorben und wieder auferstanden sind (Röm 6,3-10). Die Sünde hat kein Anrecht mehr auf sie, da sie einen neuen Herrn haben (V.17f. 21f).

1.4 Neues Leben

Wer das als Christ erkennt, der kann eigentlich nicht mehr anders, als sich radikal von der Sünde abzuwenden und stattdessen sich ganz für ein Leben im Dienst der Gerechtigkeit zu entscheiden. Genau das will Paulus bei seinen Lesern erreichen.

2. Bedeutung für heute

2.1 Gottes Gnade und die Sünde

Immer wieder hört man unter Christen Sätze wie: „Egal, was auch immer wir tun und wie viel wir auch sündigen mögen, Gott vergibt uns immer.“ Das ist ein angemessenes Lob der Gnade Gottes, wenn einer unter seiner Sünde leidet, sie bekennt und den Wunsch hat, weniger zu sündigen. Dieser Satz aber schmälert die Gnade Gottes, wenn einer resigniert denkt, dass keine Veränderung möglich bzw. nötig sei. In Christus, in der Gnade Gottes gehören Rechtfertigung und Heiligung untrennbar zusammen. Christus will unser Leben gemäß Gottes Willen erneuern. Wie sollte die Gemeinschaft mit Jesus ohne positive Wirkung auf uns bleiben, wenn schon die Liebe eines Menschen zu uns ausstrahlt auf unser Leben und Verhalten!

2.2 Neue Identität und neues Leben

Was hilft uns, weniger sündigen zu wollen und der alltäglichen Sünde nicht zu erliegen? Der Appell an sich selbst: „Jetzt kämpfe ich gegen die Sünde“ reicht nicht aus. Paulus zeigt in Kolosser 3,12 einen besseren Weg: „So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld …“. Christus spricht uns zu, wer wir sind: von ihm erwählt, ihm kostbar, seine geliebten Töchter und Söhne sind wir, vor all unserem Tun (Rechtfertigung). Aus dieser liebenden Verbindung mit Gott heraus erwächst Lust und fester Wille zum Guten (Heiligung). Durch die entschiedene Ausrichtung auf das Gute (vgl. 1Thess 5,15.22) und durch die Einsicht in die zerstörerische Wirkung der Sünde (Röm 6,12ff) können wir die Versuchung zur Sünde überwinden.

Als „alter Adam“ sind wir zu jeder Sünde fähig. Noch spüren wir den Drang zu sündigen, aber wir sind nicht mehr nur der „alte Adam“. Wir haben ihn noch, aber wir sind in Christus eine neue Kreatur. Heiligung geschieht prozesshaft, durch schmerzliche Selbsterkenntnis hindurch, durch Fallen und Aufstehen, in geschwisterlicher Ermutigung und Korrektur. Dabei sind wir auf Schwestern und Brüder angewiesen, die uns spiegeln, wie wir wirklich leben und uns anderen gegenüber verhalten. Unsere Wirklichkeit müssen wir anschauen, wenn sich etwas verändern soll. Darüber hinaus sind wir aufgefordert, uns ganz auf Jesus auszurichten.

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Lesen des Bibeltexts

Zunächst wird der Bibeltext gemeinsam laut gelesen.

Danach folgt eine Lese- und Denkzeit für jeden Einzelnen (etwa 7 Min.) in Vorbereitung auf ein anschließendes Gespräch mit mehreren Fragen (siehe 3.2 und 3.3). Die Fragen nicht alle auf einmal stellen, sondern jeweils für die Phasen genügend Zeit lassen. Die Ideen werden gesammelt und auf einzelne Zettel geschrieben und für alle sichtbar ausgelegt oder an eine Stellwand o.ä. angeheftet. Es folgt ein Gespräch zu den verschiedenen Überlegungen.

3.2 Frage- und Gesprächsphase 1

„Warum soll ich weniger sündigen? Ich bin doch erlöst!“

  • Wie sieht das Paulus in diesem Abschnitt und wie begründet er seine Sicht? Wie denkt ihr darüber?
  • Was nehmt ihr heute, in eurem Leben und Umfeld, konkret wahr: Was entsteht aus der Sünde?
  • Welche Konsequenzen hat unser Handeln?
  • Wie wirkt sich das Evangelium im Leben aus, was bewirkt es bei Glaubenden?

3.3 Frage- und Gesprächsphase 2

Paulus erwartet und verlangt, dass Christen der Sünde widerstehen und sich nicht von ihr beherrschen lassen.

  • Wie wird das möglich?
  • Was gibt Christen die Kraft, nicht zu sündigen?
  • Wie können wir weniger sündigen?
  • Was kann mir heute persönlich helfen, weniger zu sündigen, das Gute zu tun und damit gottgefälliger zu leben?

3.4 Vertiefungsphase

Ziel: Der Einzelne soll für sich überlegen, wo er weniger sündigen will, wo er konkret Gutes tun kann. Jeder Einzelne soll zu einem klaren Entschluss finden können.

In dieser Phase sollte darauf geachtet werden, dass kein Druck entsteht und dass positive Annäherungsziele formuliert werden, d.h., was ich tun will und nicht, was ich nicht mehr tun will. Eine Fixierung auf das zu Vermeidende schwächt die Kraft zum Guten.

Auch Raum für Bedenken und Zweifel lassen, weil jeder schon erlebt hat, dass er trotz eines Entschlusses, weniger zu sündigen, dennoch wieder gesündigt hat.

Wer versagt, ist, wie die anderen, weiterhin ein Sünder, der durch die Gnade Gottes gerechtfertigt ist. Wer es lernt, mehr und mehr über die Sünde zu herrschen und dem Guten nachzujagen, erfährt eine herrliche Freiheit und wird Gottes Größe und Güte immer mehr sehen.

Wichtig: Auch zu kleineren Schritten und Zielen ermutigen, gleichzeitig aber auch Mut machen, sich ruhig auch Großes zuzutrauen.

Beim Gespräch können die Zettel aus Frage- und Gesprächsphase 2 genutzt werden.

Wege der Zielfindung:

(1) Jeder schreibt die Ziele für sich auf Moderationskarten. Es wird von Anfang an klar kommuniziert, dass darüber nicht gesprochen wird, sondern jeder seinen Entschluss mit nach Hause nimmt, um sich immer wieder damit zu vergewissern.

(2) Die Ziele werden in der Gruppe ausgesprochen, und man kann für sich beten lassen.

3.5 Schlussgebet

(schriftlich allen mitgeben, so dass es regelmäßig als Abendgebet verwendet werden kann):

Lieber Gott ich danke dir, dass du in Jesus auf die Erde gekommen, gestorben und wieder auferstanden bist. In deiner Gnade hast du dich in Treue mit mir verbunden; ich gehöre zu dir und will dir gehorchen. Danke, dass deine Gnade so groß ist und du mir nicht nur vergibst, sondern mich auch von der Herrschaft der Sünde mehr und mehr befreist.

Hilf mir, Gutes zu tun und stark zu bleiben und der Versuchung zur Sünde nicht nachzugeben. Danke für die Gemeinschaft mit anderen Christen, in der andere mir und ich ihnen helfen können. Amen.

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu Abraham aus JUMAT 2/18. Sie beginnt mit der Berufung und den Aufbruch in das neue Land. Die letzte Einheit ist die Opferung seines Sohnes Isaak. Im Anschluss an die Themenreihe Abraham kann die Themenreihe Jakob durchgeführt werden.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes. Außerdem enthält die Themenreihe einen passenden Familienimpuls, um das in der Jungschar erlebte auch zu Hause umzusetzen.

1. Erklärungen zum Text

1.1 Zum Zusammenhang

Warum und wie kommt Paulus in Römer 9-11 auf Israel zu sprechen? Es geht im Evangelium von Jesus Christus um das Heilswerk des Gottes, der alle, Juden und Heiden, geschaffen hat und ihre Erlösung will (Kap 9 blickt auf die Anfänge Israels in Gottes Erwählung zurück). Nach 1,16f rettet das Evangelium „zuerst die Juden“ – kann das noch gelten, wenn damals nur wenige Juden an Jesus geglaubt haben (die erfolglose Begegnung Israels mit dem Evangelium wird in Kap 10 entfaltet)? Gott hat Israel zu seinem Eigentum und zum Heil erwählt – steht er zu seiner Verheißung, wird es für Israel eine Zukunft geben (Kap 11 blickt voraus, wie Gott in seinem Erbarmen zukünftig für Israel Heil schaffen wird)? Schon in 3,1-8 wird ein Angriff auf das gesetzesfreie Evangelium des Paulus formuliert: Er würde die Treue Gottes aufheben. Was er dort kurz zurückgewiesen hat, wird jetzt breit entfaltet.

1.2 Israel im Licht der Heiligen Schrift

Fast die Hälfte des Textes sind alttestamentliche Zitate. Paulus versucht, den Unglauben Israels von der Bibel her zu begreifen und zu erweisen, dass das zu Israel gesprochene Wort Gottes weiterhin gilt. Gott steht treu zu seinen Verheißungen, auch wenn Israel in der Mehrheit nicht dem Evangelium glaubt.

Das liegt nicht an Gott. Im Gegenteil. Der Kettenschluss in den Versen 14f zeigt, dass Gott alles getan hat – rückwärts gelesen und der sachlichen Reihenfolge entsprechend heißt das: Sendung, Verkündigung und das Hören hat Gott auf den Weg gebracht, Glaube und Anrufung Jesu fehlt erstaunlicherweise auf der Seite Israels – sie hätten sich durch das Evangelium über das Gesetz hinausführen lassen müssen (vgl. 10,4).

Vers 17 bringt die zentrale These: Glaube entsteht dort, wo das Evangelium von Jesus verkündigt wird. Aber nicht automatisch. Der Heilige Geist wirkt in und mit der Verkündigung des Evangeliums den Glauben (vgl. Gal 3,2; 1Kor 12,3).

Die Verse 18f entlasten Israel: Sie haben das Evangelium gehört und verstanden, aber nicht anerkannt. Positiv gedeutet: Gott will Israel durch die Heiden zum Glauben reizen. Gott bleibt selbst in seinem Gericht seinem ungehorsamen Volk zugewandt, um es zum Heilsglauben an Christus zu führen.

Die Verse 20f bieten Schriftzitate, die Israel belasten. Gott steht mit suchenden Händen da, aber Israel lässt sich, anders als die Heiden, nicht finden.

2. Bedeutung für heute

2.1 Einsicht und Dank

Unser Glaube lebt nicht aus sich selbst. Er verdankt sich dem, was Gott in Jesus getan hat und dass andere uns davon erzählt haben. Gott selber hat uns für sich gewonnen: „Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme.“ (Eph 2,8f). Die Christen in Rom standen vor 2000 Jahren in der Gefahr, auf Israels Unglaube hochmütig herabzuschauen.

Wir heutigen Christen sind gefährdet, wenn wir angesichts noch-nicht-Glaubender uns selbst für besser halten und die Entstehung wie auch die Bewahrung unseres Glaubens uns selbst zuschreiben. Damit aber verkennen wir, was den Glauben in Wahrheit ausmacht: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen …“ (Luther zur Erklärung des 3. Glaubensartikels im Kleinen Katechismus). Wo wir das erkennen, da werden und bleiben wir dankbar für das Geschenk des Glaubens an Christus.

2.2 Glauben und Beten

Das Evangelium zielt auf den Glauben, der dort konkret wird, wo wir uns im Gebet direkt an Gott wenden. Das Gebet ist der Ernstfall des Glaubens: im Beten zeigt sich und vollziehen wir, was wir glauben. Darum geht es in Römer 10, um die Anrufung Jesu zum Heil: „Wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden.“ (V 13, Joel 3,5 zitierend). Glauben ist ein Beziehungsgeschehen, in das wir eintreten aufgrund dessen, was Gott von sich gezeigt hat. Wir halten nicht nur für wahr, was uns im Evangelium gesagt wird, wir bekennen vielmehr unsere Sünde und vertrauen der Zusage der Vergebung. Wir klagen und loben, suchen Gott und beten ihn an, wir gehen mit ihm um.

2.3 Einsicht und Verkündigung

Wenn wir begriffen haben, dass andere uns zum Glauben gebracht haben, setzen wir alles daran, selber das Evangelium mit anderen zu teilen und das Gute nicht nur für uns zu behalten. Gott würdigt uns, indem er uns in sein Wirken einbezieht. Gott redet nicht direkt vom Himmel. Er redet durch Menschen, also auch durch uns, glücklicherweise bis heute so, dass Menschen zum Glauben finden.

3. Methodik für die Gruppe

Die Relevanz des Textes für uns heute erschließt sich erst, wenn zunächst möglichst sorgfältig erfasst wird, was Paulus damals zu sagen hatte.

3.1 Verstehen

Bei der Erarbeitung sollte von Anfang darauf geachtet werden, Römer 9-11 als Ganzes in den Blick zu nehmen. Folgende Fragen können dazu helfen:

  • Wer heutzutage das Evangelium verkündet, redet nicht von Israel. Paulus hat drei Kapitel darauf verwandt: Warum stellt sich bei der Verkündigung des Evangeliums, in dem es um Gott und Jesus geht, überhaupt die Frage nach Israel?
  • Lest kurz Römer 9,1-5; 10,1 und 11,1. Warum redet Paulus von sich selbst als Israelit und warum und wie bringt er sich selbst zur Sprache in seinem Verhältnis zu Israel? Auf welchen gegen ihn gerichteten Vorwurf könnte er damit antworten?
  • Was haben Gott und sein Handeln zum Heil in Jesus Christus mit Israels Glaube und Unglaube zu tun?

Eine kurze Übersicht zu den einzelnen Kapiteln mit ihren Fragestellungen (evtl. auf einem A3-Plakat visualisiert) könnte das Gespräch über diese Fragen gut zusammenfassen.

Römer 10,14-21 knüpft an 9,30-10,13 an, d.h. es wird von der Realität des damaligen Israels ausgegangen: Die Israeliten haben ihr Heil im Halten des Gesetzes gesucht und darum Gottes Heilshandeln in und durch Jesus verkannt. In den unserem Abschnitt unmittelbar vorausgehenden Versen 9-13 wird der Heilsglaube thematisiert und dem wird in den Versen 14-21 der Unglaube Israels gegenüber gestellt:

  • Was hat Gott getan und wofür hat er gesorgt?
  • Was wird über Israel gesagt und mit welchem Ziel?
  • Warum und wozu zitiert Paulus das Alte Testament so ausführlich?
  • Was bedeutet es, dass der Glaube von dem lebt, was gehört wird (V. 17) und eben nicht aus uns selbst kommt und von uns selbst her entsteht?

3.2 Erinnern und Erzählen

Zunächst erzählt einer, der sich darauf vorbereitet hat, kurz und anschaulich, welche Menschen ihm auf welche Weise Jesus und den Glauben nahegebracht und ihn ermutigt haben, beim Glauben zu bleiben. Damit werden Vers 17 und die Treue Gottes in der heutigen Erfahrung konkretisiert. Danach erinnert sich jeder für einige Minuten, wie das bei ihm selbst gewesen ist. Die Namen der für die eigene Glaubensgeschichte wichtigen Personen werden auf ausgegebene Moderationskarten geschrieben, die der Einzelne noch für sich behält.

Es wird dann dazu eingeladen, von sich zu erzählen, indem jeweils die notierten Namen für alle sichtbar ausgelegt werden.

3.3 Danken und Anbeten

In einer ersten Phase sollte in der Stille ausreichend Raum eröffnet werden, um Gott konkret für die Personen zu danken, denen der Einzelne menschlich gesehen seinen Glauben verdankt. Zur Einleitung kann 1. Korinther 4,7 gelesen werden: „Was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich dann, als hättest du es nicht empfangen.“.

Eine Gebetsrunde schließt sich an und zwar mit dem Dank für Menschen und wie Gott uns durch sie für den Glauben gewonnen hat. In einer zweiten Runde kann auch dazu ermutigt werden, Gott dafür zu danken, wo er einen selbst dazu gebraucht hat, dass ein anderer zum Glauben gefunden hat oder im Glauben gewachsen ist. Je nach Gruppe könnte dafür eine Gebetsstille besser geeignet sein, damit der Einzelne nicht der Gefahr erliegt, sich vor anderen zu rühmen und dadurch den Dank an Gott zu verderben.

Vier Quizvariationen

Hier möchte ich einige Quizvarianten vorstellen, die sich seit vielen Jahrenbewährt haben, doch leider ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Die Spiele sind geeignet für große und kleine Gruppen, für die Gruppenstunde oder auch für die Konfirmandenfreizeit. Nimmt man sich ein wenig Zeit, kann man die Spiele auch auf “Vorrat” vorbereiten und hat so einen schnell einsetzbaren Ersatz, wenn’s mal schnell gehen muss.

Quizklassiker Nr. 1: Haste Worte

Bei diesem Spiel geht es darum, möglichst viele Begriffe zu einemThema zu finden und klug zu taktieren.

Vorbereitungen

Die Jugendlichen bekommen je sieben Karteikarten mit den Zahlen 0 bis 6, außerdem Stift und Papier.

So wird gespielt

Die Spielleitung liest die erste Aufgabe vor und dreht die Sanduhr um. Die Jugendlichen schreiben so viele Begriffe wie möglich auf. Ist die Zeit um, überlegen sie, wie viele Begriffe sie nennen können, die noch kein anderer gesagt hat. Diese Zahl legen sie mit ihren Karteikarten verdeckt auf den Tisch. Gleichzeitig drehen alle ihre Karten um. Der Spieler mit der niedrigsten Zahl beginnt entsprechend viele Wörter – aber nicht mehr – vorzulesen. Haben auch andere diese Begriffe gewählt, müssen sie sie von ihrer Liste streichen, da jedes Wort nur einmal genannt werden darf. Gelingt es einem Spieler, die getippte Anzahl vorzulesen, bekommt er diese Punktzahl, schafft er es nicht, geht er leer aus. Dann liest der Spieler mit der zweitniedrigsten Zahl vor usw. Haben mehrere Spieler die gleihe Zahl getippt, lässt man sie würfeln, der mit dem niedrigsten Wurf beginnt.

Mögliche Themen: Was vor Regen schützt, Länder die mit A beginnen, Flüsse in Deutschland, James-Bond-Filme, Dinge mit Reißverschluss, Italienisches Restaurant, USA, Wörter mit -mm-, Wortbeginn Un-, was stinkt…

Bluffen: Geblufft werden kann, wenn man viele Karten ablegt, zum Beispiel nicht einfach nur die Karte mit der Zahl 6, stattdessen drei Karten (1+2+3). Es empfiehlt sich, Wörter vorzulesen, von denen man glaubt, dass die Anderen sie auch haben. So verringert man deren Vorrat und erhöht seine eigene Gewinnchance.

Variante

Bei dieser Variante kann es mitunter recht laut und turbulent zugehen.

Vorbereitungen

Die Spielleitung überlegt sich verschiedene Rubriken und dazu 10 Begriffe. Die Rubrik wird vorne auf die Karteikarte geschrieben, die Begriffe auf die Rückseite.

So wird gespielt

Mehrere Teams werden gebildet. Ein Team zieht eine Karte und gibt einen Tipp ab, wie viele Begriffe sie nennen können. Nun wird die Sanduhr umgedreht und das Team legt los. Die Spielleitung hakt die genannten Worte ab. Für jeden genannten Begriff gibt es 10 Punkte, kann das Team seinen Tipp nicht erfüllen, gibt es keine Punkte.

Quizklassiker Nr. 2: Die Pyramide

Ein Fernsehshow-Klassiker, den man recht einfach nachspielen kann.

Vorbereitungen

Auf die Blätter werden verschiedene Themen geschrieben, auf die Rückseite sechs Begriffe, die dazu passen. Die Zettel werden so an die Wand geklebt, dass man nur das Thema lesen kann. Gegenüber der Wand steht ein Stuhl mit Armlehne, diesem gegenüber noch ein Stuhl. An den Armlehnen werden Schals/Seile befestigt, die während des Spiels als Handschlaufen dienen.

So wird gespielt

Es werden möglichst 2er-Teams gebildet. Der Spieler, der erklärt, setzt sich auf den Stuhl gegenüber der Wand, die Spielleitung bindet ihm die Hände auf dem Rücken zusammen. Der ratende Spieler sitzt mit dem Rücken zur Wand. Nun wählt das Team eine Rubrik aus, Zettel und Sanduhr werden umgedreht. Bis zum Ablauf der Sanduhr müssen möglichst viele Begriffe erklärt und erraten werden. Beim Erklären dürfen keine Fremdwörter oder Wortteile benutzt werden, sonst ist der Begriff aus dem Spiel. Für jedes erratene Wort gibt es 10 Punkte.

Variante

Das Team bekommt nur dann Punkte, wenn alle Begriffe erraten wurden.

TIPP: Um Frust zu vermeiden gängige Themen und einfache Begriffe auswählen.

Themenvorschläge: Über den Wolken, Strand, Märchen, Kinderlieder, Stadt, Supermarkt, Spielplatz

Quizklassiker Nr. 3: Zettelspiel

Ein actionreiches Spiel, das im Haus oder auch auf einem größeen Gelände draußen gespielt werden kann.

Vorbereitungen

Die Karteikarten werden durchnummeriert von 1 bis 50 bzw. 100 (die Zahlen möglichst groß und gut leserlich schreiben). Auf die Rückseite wird ein Codewort geschrieben (beliebigesWort). Gleichzeitig wird eine entsprechende Liste angelegt. Dort stehen alle Zahlen mit dem entsprechenden Wort.

Nun werden die Karten in Haus oder Gelände versteckt, man sollte aber darauf achten, dass sie auch gefunden werden können, manche können ruhig auch offen irgendwo hängen. Die Spieler werden nun je nach Teilnehmerzahl in zwei oder mehr Teams eingeteilt. Zu Anfang würfelt jedes Team und sucht die entsprechende Karte. Dann kommen sie zurück zum Startplatz, nennen das Codewort und dürfen erneut würfeln. Diese Zahl wird aufaddiert und die Spieler suchen diese Zahl. Gewonnen hat, wer nach Ablauf der Zeit die höchste Zahl hat.

Quizvariante

Bei dieser Variante gibt es für jede Zahl eine Quizfrage oder Aufgabe. Kommt ein Team mit dem richtigen Codewort zurück, darf es erst nach Beantwortung der Frage oder Erfüllen einer Aufgabe weiterwürfeln. Gelingt dies nicht, muss das Team zwei Minuten warten, bevor es weitermachen darf.

Hinweis

Auf der Zahlenliste möglichst das Versteck notieren. Zum einen erleichtert dies die Aufräumarbeiten, zum andern hat man die Möglichkeit, zu schauen, ob ein Zettel noch an Ort und Stelle hängt oder womöglich von einer Mannschaft neu versteckt wurde.

Quizklassiker Nr. 4: Der große Preis (in drei Varianten)

Klassisch

Auf einem großen Plakat (Tonpapier, Packpapier o.Ä.) werden verschiedene Rubriken aufgezeichnet. Möglichkeiten sind: Erdkunde, Leute, Bibel, Geschichte, Sport, Kunst, Musik, VIP…Jede Rubrik wird aufgeteilt in fünf Schwierigkeitsstufen: 20, 40, 60, 80, 100. Gespielt wird in zwei Teams. Ein Team beginnt und wählt eine Kategorie, z. B.”Sport 100″. Die Spielleitung streicht dieses Feld mit einem Strich durch und nennt die Frage. Beantwortet das Team die Frage richtig, bekommt sie die entprechenden Punkte. Wird die Frage falsch beantwortet, hat das gegnerische Team die Möglichkeit zu antworten und die Punkte einzusammeln. Auf dem Spielfeld können auch drei Joker und drei Risikofelder versteckt werden. Wird das Jokerfeld gewählt, bekommt das Team die Punkte ohne eine Frage beantworten zu müssen. Bei einer Risikofrage kann das Team bisher erspielte Punkte setzen. Beantworten sie die Frage richtig, bekommen sie die doppelte Punktanzahl, beantworten sie die Frage falsch, wird die gesetzte Summe vom Punktekonto abgezogen. Risikofragen werden nicht an die gegnerischen Teams weitergegeben.

Duell-Variante

Bei dieser Variante wählt die Gruppe nicht selbst die Rubrik, sondern das gegnerische Team. Hierbei muss man den Gegner gut einschätzen und Schwachpunkte herausfinden. Falsch beantwortete Fragen werden bei dieser Variante nicht weitergegeben. Hier macht auch ein Geschlechterwettkampf viel Spaß, vor allem, wenn man entsprechend klischeebehaftete Rubriken aussucht z.B. Glamour/Stars, Technik, Jungskram, Mädchenkram, Sport, Tiere.

Action-Variante

Bei dieser Variante werden keine Fragen beantwortet und das Spielfeld auch nicht in Rubriken eingeteilt. Es gibt 16 Felder auf dem Spielplan. Dies kann man gut mit Karteikarten machen. Auf der Rückseite befindet sich die Aufgabe, auf der Vorderseite ein Motiv, das zum jeweiligen Spiel passt. Wählt eine Mannschaft eine Karte aus, wird dieses Spiel gespielt. Bei einem gewonnenen Spiel bekommt der Sieger 50 Punkte, der Verlierer geht leer aus. Die gewählte Karte wird vom Plan genommen, stattdessen wird ein Stück Papier in der Farbe der Siegermannschaft aufgeklebt. Bei dieser Variante wird ohne Joker und Risiko gespielt.

Allgemeine Tipps

Es empfiehlt sich, mit einem Teamsprecher zu spielen, da sonst alle dazwischen rufen und es sehr unruhig wird. Es gilt, was die Sprecherin oder der Sprecher sagt, egal ob es um das Wählen der Rubrik oder die Beantwortung der Frage geht.

Mögliche Quizfragen

Rubrik: Erdkunde
Nennt die BeNeLux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg)
Welche Länder gehören zum Baltikum? (Estland, Lettland, Litauen)
Welche Länder umschließen den Bodensee (Schweiz, Östereich, Deutschland)
Wie heißen die Wasserfälle an der Grenze zwischen USA und Kanada?(Niagarafälle)
Wie heißt die Hauptstadt Australiens? (Canberra)

Rubrik: Bibel
Wie heißt das letzte Buch im Neuen Testament? (Offenbarung)
Wer war der Vater von Kain und Abel? (Adam)
Wer wurde im Binsenkörbchen gefunden? (Moses)
Wie hieß der blinde Bettler vor den Toren Jerichos? (Bartimäus)
Auf welchem Berg wurde Jesus gekreuzigt? (Golgatha)

Rubrik: Sport
In welcher Sportart gibt es Rittberger und Salchow? (Eiskunstlauf)
Welche Disziplinen gehören zur Nordischen Kombination? (Skispringen, Lang auf)

Rubrik: Geschichte und Politik
Welche Krankheit führte im Mittelalter zum Massensterben in Europa? (Pest)
In welchem Jahr endete der 2. Weltkrieg? (1945)
Wer startete 1519 zur ersten Weltumsegelung? (Ferdinand Magellan)
Welcher Kaiser hat angeblich versucht, Rom niederzubrennen? (Nero)

Rubrik: Kunst und Kultur
Wer komponierte die Zauberflöte? (Mozart)
In welchem Film möchte ein Außerirdischer nach Hause telefonieren? (ET)
Wie heißt das Haus in dem Pippi Langstrumpf wohnt? (Villa Kunterbunt)
Welchen berühmten Action-Helden verkörpert Daniel Craig?(James Bond)
In welcher Stadt leben die Simpsons? (Springfield)

Weitere mögliche Rubriken: VIP, Technik, Natur und Tiere, Scherzfra en, Natur wis sen schaften, Märchen…

LITERATURTIPPS:
Stephan, Claus: Willi wills wissen. Das große Quizbuch, Kosmos 2009
Kiefer, Philip: Schlag den Raab. Das Buch, Ravensburger 2010
Pocket Quiz, Moses Verlag, verschiedene Themenbereiche erhältlich

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