Ein interaktiver Weihnachtsweg 

Gemeinsam als Reisegruppe erlebt ihr einen interaktiver Weihnachtsweg mit den Bethlehemtours DELUXE”. Dieser kann sowohl in einem Ort an verschiedenen Stationen oder auch im Wald, Park etc. durchgeführt werden.  

Im Folgenden sind die Texte für die unterschiedlichen Stationen beschrieben. Für die Gestaltung und Dekoration der Stationen sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.  

Die Schauspieler brauchen den Text nicht auswendig lernen, es reicht, wenn der Inhalt vermittelt wird. Die eigne Persönlichkeit kann dabei gerne mit eingebaut werden.  
Eine entsprechende Verkleidung, um die Rolle etwas anschaulicher zumachen, ist hilfreich. 

  • Reiseleiter: 
  • Gerda:  
  • Gunter:  
  • Hans-Jürgen:  
  • Karl:  
  • Seitenumbruch 

Station 1: REISELEITER  

„HALLO! HALLO! Willkommen bei ,Bethlehemtours DELUXE’, dem ultimativen Reiseunternehmen mit dem gewissen Extra.  

Zuerst ein paar Sicherheitshinweise: Aufgrund behördlicher Auflagen ist es Ihnen nicht gestattet, sich einer anderen Gruppe anzuschließen. Bitte bleiben Sie in unmittelbarer Nähe zu Ihrer Gruppe. Folgen Sie den Anweisungen umgehend. Zuwiderhandlungen müssen leider sanktioniert werden. Das selbststände Überqueren von Straßen ist nicht zulässig.  

So, nach diesem unschönen, aber leider wichtigen Teil kommen wir nun zum Erfreulichen: 

Ich heiße Sie alle herzliche Willkommen bei dieser besonderen Tour durch unser beschauliches Örtchen Bethlehem. Nun ja, ganz so beschaulich ist es bei Weitem nicht mehr, seit hier vor ein paar Jahren Jesus geboren wurde. Mittlerweile kommen hier Wissenschaftler, gelehrte, Historiker, Politiker, Stars und Sternchen und andere Interessierte zu Hauf. 

Aber bei Bethlehemtours DELUXE bekommen Sie nicht nur den Zutritt zu allen historischen Orten, NEIN, bei uns erhalten Sie die einmalige Gelegenheit, direkt von Augenzeugen die ganze Geschichte zu erleben. 

Ich bitte Sie nun, mir zu folgen.  

Sie sehen hier unsere berühmte Gerda. Gerda betreibt mit ihrer Familie die Herberge „Zum störrischen Esel“, benannt nach ihrem UrUrUrgroßvater. Gerda, nun erzähl doch mal, was damals passierte!“ 

Station 2: GERDA (Wirtin) 

„Tja, also, das war so. Die Hütte war voll. Also so richtig voll. Der Kaiser hatte die Idee, dass er genau wissen wollte, wie viele Menschen in seinem Reich leben. Okay, kann man noch gerade so verstehen. ABER der, der das Ganze dann umsetzen sollte, der war als Kind definitiv mal zu heiß gebadet worden, wenn Sie mich fragen. Statt, dass jeder dort wo er wohnt zum Rathaus geht und sagt, hier bin ich, mich gibt es, musste jeder dorthin zurück, wo er geboren wurde. Mein Bruder, der wohnt jetzt z.B. 158 km entfernt von hier. Der war fast zwei Wochen mit Frau und Kindern zu Fuß unterwegs, nur um zu sagen: ,HALLO, wir leben!‘ Was bitte soll das? Wer zahlt denn bitte den Geschäftsausfall? 

Nun ja, wir Gastwirte dürfen uns da ja eigentlich nicht beschweren, schließlich mussten die Leute ja irgendwo unterkommen und schlafen. Aber ehrlich gesagt, mir hätte ein Bruchteil davon locker gereicht. Und dann kam da diese hochschwangere Frau mit ihrem Mann an. Oh Mann, die tat mir soooo leid. Aber was sollte ich denn machen? Ich hatte wirklich nicht eine einzige freie Ecke mehr im Haus frei. Der ganze Fußboden belegt. Aber sie tat mir so sehr leid. Meine Klara, die kam dann und meinte, dass sie doch in den Stall könnten. Da wäre ja noch Platz und der Gunther hätte morgens sogar ausgemistet und neu eingestreut. Ich hab´s ihnen dann angeboten und irgendwie bin ich schon echt froh, dass sie es angenommen haben. Aber geht doch mal zum Gunther, der wohnt gar nicht weit von hier, der kann euch da mehr erzählen.“ 

REISELEITER  

… führt die Gruppe weiter. 

„Und da wären wir auch schon, der gute Gunter ist hier im Städtchen bekannt wie ein bunter Hund. Wenn es irgendwas zu reparieren gibt, Gunter ist Ihr Mann. Nur mit dem Reden, da hat er´s nicht so. 
Hallo Gunter, es geht um die Sache damals, mit der schwangeren Frau im Stall, erzähl doch mal!“ 

Station 3: GUNTER (STALLKNECHT)/REISELEITER 

GUNTER: „Ja, die war schwanger, gell.“ (Schweigen) 

REISELEITER: „Ja, und weiter?“ 

GUNTER: „Ach so, soll ich mehr erzählen?“ 

REISELEITER: „Wäre schon nett!“ 

GUNTER: „Ja, also, die hat dort ihr Kind geboren.“  (Schweigen) 

REISELEITER: „JA?!“ 

GUNTER: „Der kleine Fratz hat ganz schön geschrien. War ordentlich laut.“ (Schweigen) 

REISELEITER: „Gunter, jetzt lass dir doch nicht jeden Popel einzeln aus der Nase ziehen!“ 

GUNTER: „Niedlicher Fratz war das. Hat einen angeschaut und man musste ihn lieb haben. Der Blick geht einen nicht mehr aus dem Herzen raus. Wünschte, jeder hätte ihn sehen können. Das hat einen irgendwie verändert! Aber genug geredet, fragt doch den Hans-Jürgen, der wohnt doch die Straße gerade runter.“ 

REISELEITER  

… animiert zum Weitergehen zu Hans-Jürgen 

Station 4: HANS-JÜRGEN (Hirte):  

„Ei, schau mal, wer ist denn da alles gekommen. So viele Leute. Die sehen ja fast so aus wie meine Schafherde. Ihr seid bestimmt gekommen, um zu erfahren, wie das damals war.  
Hach, schön war´s, und aufregend und komisch und völlig logisch und irgendwie alles auf einmal. Erst saßen wir wie jede Nacht auf dem Feld. Schafe hüten. Nachts geht da manchmal die Post ab. Wenn du nicht aufpasst, dann schleicht sich da ein Wolf an und zack, holt der sich nicht nur ein Schaf, ne, der reißt gleich die halbe Herde. Aber in der Nacht, war wirklich alles anders. Schwebt da doch plötzlich so nen Typ vom Himmel runter. HALLO, ich hatte so was von Angst. Ich hätte mir echt fast ins Hemd gemacht. Aber, als er den Mund aufmachte, da war´s aus mit der Angst, da war irgendwie nur noch Vorfreude. Eine Freudenbotschaft brachte er uns, Christus, der HERR und Retter ist geboren und wir Hirten sollten ihn als Erstes besuchen. Und dann ging die Post erst richtig ab. Ich sag´s euch, selbst das größte Rockkonzert kommt da nicht ran. Der ganze Himmel, ja, ich meine der GANZE Himmel war voll mit Engeln, die anfingen zu singen. WOAAAAHHHH, das war WOAAAAHHHH! 
Wir also hin nach Bethlehem, Baby suchen. War nicht schwer zu finden. Irgendwie wussten wir einfach, wo wir hinmussten. Und da lag der Kleine. Ganz genauso, wie der Engel es gesagt hatte. Und wir alle, mit unserer großen Klappe, waren plötzlich still. Wenn ich ehrlich bin, mir sind plötzlich Tränen gelaufen. Ich mein, der hat einen angeschaut und man war plötzlich wertvoll. Ja, sogar als Hirte. Nicht mehr der letzte Blödmann, der eh keine Ahnung hat und nix zu melden hat. Neeee, der wusste, wer man ist, so ganz innen drin. So klein der war, der kannte einen. Und obwohl er noch nicht reden konnte, hat er einem gesagt, dass er einen liebt und das man wertvoll ist, auch wenn man nur Hirte ist und kein Abitur gemacht hat. 
Da waren dann noch ganz viele andere gekommen im Laufe der Wochen. Sogar so nen paar Typen von ganz weit her. Aber die sind im Grand Hotel abgestiegen. Könnt ja mal meinen Schwager, den Karl fragen, der ist dort Türsteher.“ 

REISELEITER  

… animiert zum Weitergehen zu Karl 

Station 5: KARL (Türsteher) 

KARL: (spricht mit französischem Akzent) „Bonjour mesdames et messieurs! Herzlich willkommen im Grand Hotel, dem ersten Haus am Ort. Hier werden Ihnen alle Wünsche erfüllt, großzügige Zimmer, hervorragender Service, beste Gesellschaft! Nur hier im Grand Hotel. Ein gut gefüllter Geldbeutel wäre von großem Vorteil. Was kann ich für Sie tun?” 

REISELEITER: „Ähm, ja also, sind SIE Karl, der Schwager von Hans-Jürgen? Es geht um die Sache damals mit dem Baby.” 

KARL (plötzlich in normalem Deutsch): „Ja, klar, warum haben Sie das denn nicht gleich gesagt? Ja, das war damals schon ne spannende Geschichte. Ganz ehrlich, so vornehm, wie der Schuppen hier tut, ist er beileibe nicht. Beste Gesellschaft? Das ich nicht lache. Hier steigen hauptsächlich Ganoven ab, die von irgendwo auf dunklem Wege ihr Geld ergaunert haben. Da geht lieber zur Gerda vom Gasthof ,Zum störrischen Esel‘. Nicht ganz so vornehm, aber wenigstens brave Leute.  
Aber damals, da sind mal wirklich ein paar vornehme Herren abgestiegen. Kamen von weit her, lauter Gelehrte. Die waren ne ganz andere Hausnummer, als die Typen, die hier sonst kommen. Haben immer von Sternen und so gesprochen. Und hier in Bethlehem, da soll ein ganz Besonderer sein. Ja, dass da einer total hell strahlt, das haben selbst wir Bethlehemer mitbekommen, aber dass der was Besonderes sein sollte … 

Auf jeden Fall sind die hier nur ganz kurz gewesen, sie hatten so ein Schreiben von König Herodes dabei, dass der König alle Kosten übernimmt. Da hat sich unser Chef natürlich gefreut. Die Sterndeuter waren aber ehrlich gesagt nur eine einzige Nacht hier, auch wenn der Chef bestimmt zwei Wochen abgerechnet hat. Haben übernachtet und haben mich dann gefragt, ob ich von einem neugeborenen König wüsste. NÖ, wusste ich nicht. Das einzige Baby war das im Stall von der Gerda. Wobei da ein Kommen und Gehen war, und das nur wegen einem Baby. 

Ich hab sie dann hingeführt, aber was dann abging. Die kommen in den Stall, stehen kurz da und dann knien sich diese weisen Männer einfach hin. So, mitten in den Stall, ins Stroh und na ja, was da sonst noch so auf dem Boden liegt. Und dann haben sie dem Baby Geschenke gemacht, aber was für welche. Keine Ahnung, was ein Baby damit soll, aber wertvoll waren die auf jeden Fall. Und dann hat mich der kleine Fratz angeschaut. Ganz tief in die Augen, nee, eigentlich bis ganz ins Herz. Als wir raus sind aus dem Stall, haben wir uns angeschaut und keiner musste ein Wort sagen: DAS WAR DER NEUE KÖNIG! MEIN KÖNIG! Ich wollte und will keinem anderen König dienen! Kann ich euch übrigens nur empfehlen. Nen Besseren werdet ihr nämlich nirgends finden. So, muss jetzt mal wieder los zum Dienst. Macht´s gut. Ach so, ich hab gehört, da bissle weiter gibt es heute ein kleines Fest. Vielleicht habt ihr ja Lust?” 

REISELEITER 

Reiseleiter führt die Gruppe zum Ort, wo dann z.B. ein Lagerfeuer brennt oder der Raum schön hergerichtet wurde, ein bisschen Punsch, Plätzchen, Brezeln, etc. bereitsteht.  

Das Ziel  

Starter

Die Kinder sollen verstehen, dass Gott einen guten Plan für jedes einzelne Leben hat.  

Checker 

Manchmal gib es Situationen in unserem Leben, die wir nicht verstehen und wir fragen uns, warum Gott das zulassen kann. Gott wünscht sich, dass wir ihm auch dann vertrauen und glauben, dass er einen guten Plan für uns hat.   

Der Text an sich  

Der Text schließt unmittelbar an die Ereignisse der Geburt im Stall und dem Besuch der Weisen aus dem Morgenland an. Die Sterndeuter, die auf ihrer Suche nach dem neugeborenen König bei Herodes im Palast ankamen und versprachen, ihm später zu berichten, wo dieser neue König zu finden ist, kehrten nicht zu Herodes zurück. Trotzdem ist das Leben von Jesus und seine Familie bedroht.  

Herodes ist weithin als brutaler Herrscher bekannt, der im Laufe seiner Regierungszeit nicht davor zurückgeschreckt ist, selbst seine eigenen Verwandten aus dem Weg zur räumen, um seine Herrschaft zu sichern. Einen Bruchteil seiner unglaublichen Brutalität sehen wir in dieser Geschichte. Herodes nimmt den Mord an den Kleinkindern Bethlehems in Kauf, um das eine Kind aus dem Weg zu räumen, das ihm seinen Thron streitig machen könnte. Bethlehem war ein kleiner Ort, in dem die Anzahl der männlichen Kinder unter zwei Jahren überschaubar war und nicht so zahllos wie häufig überliefert. Das schmälert nicht das Leid und die Brutalität, gibt uns aber dennoch ein realistischeres Bild. Darüber hinaus zeigt diese Geschichte, wie von Anfang an ein Kampf um die Person Jesu stattgefunden hat und er in dieser Welt nicht von allen willkommen geheißen wurde.  

Doch Gott hat vorgesorgt. Auf wunderbare Weise sehen wir, wie Gott in dieser Geschichte immer wieder durch Träume zu Josef spricht. So auch direkt nach dem Abschied der Sterndeuter. Wir wissen aus den biblischen Berichten nicht viel über Josef als Person. Doch wie er in diesen ersten Kapiteln immer wieder auf Gottes Reden hört und selbst unbegreiflichen Anweisungen Gottes ohne zu zögern folgt, ist sehr zu bewundern. So erkennt er auch hier, wie schnell alles gehen muss und bricht vermutlich noch in der gleichen Nacht auf, nachdem die Sterndeuter zurückkehrten.  

Schon als Kleinkind ist das Leben von Jesus bedroht und er wird zum Flüchtling. Ihm bleibt keiner der Abgründe erspart, die viele Menschen erleben müssen und es wird deutlich: Jesus ist ganz Menschen und kommt ganz in unserer Lebenswirklichkeit hinein.  

Das Gold und die Geschenke der Sterndeuter versorgen Josef und seine Familie vermutlich während dieser Zeit in Ägypten, bis Gott erneut spricht und Josef nach Israel zurückruft. Herodes ist gestorben doch sein Reich wurde unter seinen Söhnen aufgeteilt und Archelaus, der in dem Gebiet um Bethlehem herrscht, steht Herodes in seiner Grausamkeit keineswegs nach. So führt Gott Josef und seine Familie zurück nach Nazareth in Galiläa, wo Josef vor der Volkszählung wohnte.  

Der Text für mich 

Alle Kinder, die euch begegnen, kommen mit Hintergründen und Geschichten. Oftmals kennen wir nur einen kleinen Teil dieser Geschichten. Sie verstehen schnell, dass Gott auf unserer Seite ist. Unser Freund sein möchte, er einen Plan für unser Leben hat und immer für uns ist. Umso unbegreiflicher ist es, wenn diese Pläne dann anders laufen, beziehungsweise schlimm und entmutigend sind. Wir dürfen den Kindern einen Ort zum Erzählen schaffen. Wir dürfen sie dazu ermutigen, uns an ihren Lebensgeschichten teilhaben zu lassen. Wir dürfen ihnen erklären, dass Gottes Pläne unerklärlich anders sind als unsere. Oft hilft es Kindern, wenn sie hören, dass Ihre Mitarbeiter ähnliche Geschichten in ihrem Leben erlebt haben. Es spiegelt ein Gefühl von Verständnis und die dadurch gewonnene Sicherheit.  

Der Text für dich 

Wie bereits erwähnt fällt es und leicht Geschichten zu erzählen, in denen Schönes passiert und Gott zeigt, wie stark er ist. Bei Geschichten wie dem Kindermord in Bethlehem und einem Kleinkind, das zum Flüchtling wird, fällt es uns viel schwerer zu verstehen, warum Gott so einen Weg geht. Trotzdem liegt auch deine große Chance darin, den Kindern von diesen schweren Situationen zu erzählen, denn auch in ihrem Leben geht nicht alles glatt und viele der Kinder erleben einen schwierigen Schulwechsel, Streit in der Familie, Verlust von geliebten Menschen, Ungerechtigkeit, Hilflosigkeit und Einsamkeit. Wichtig dazu zu sagen ist, jedes Kind empfindet anders und einzigartig. Manchmal geht Gott diesen Weg mit uns, um später etwas viel Besseres daraus zu machen. Oft verstehen wir aber auch nicht, warum Gott all das zulässt. Hier dürfen wir ehrlich zu den Kindern sein und zugeben, dass wir nicht alles verstehen. Der Bibeltext soll zeigen, dass trotz Herausforderungen Gottes Wege und Pläne immer gut sind. Wir dürfen vertrauen, dass er auch in unserem Leben noch viel mit uns vorhat!  

Der Text erlebt 

Hinführung:  

Idee 1: Vertraust du mir? 

In dieser Hinführung wird ein Hindernisparcours für die Kinder aufgebaut. Dieser soll von den Kindern paarweise bestritten werden. Dem einen Kind werden die Augen verbunden. Dieses darf darauf vertrauen, dass der jeweilige Partner ihn VERBAL richtig durch den Parcours führt. Wichtig ist, dass eine Distanz zwischen den zwei Kindern ist. Die anderen Kinder, die in der Zeit nicht den Hindernisparcours bestreiten, dürfen das Kind in die Irre führen. Mit falschen Ansagen versuchen sie das spielende Paar zu behindern. Ziel ist es, dass das spielende Paar sich aufeinander fokussiert und sicher den Parcours schafft. 

Idee 2: Schatzsuche 

Die Kinder werden auf eine „kleine“ Schatzsuche geschickt. Vorgegeben wird eine Schatzkarte, die jedoch mit verschiedenen irreführenden Orten ausgestattet ist. Schaut einfach, welche Räumlichkeiten/ Orte euch zur Verfügung stehen. Und werdet kreativ! Die Kinder sollen trotz einiger Umwege den Schatz finden und lernen, dass Wege und Pläne abweichend und anders aussehen können. Wenn ihr bemerkt, dass eure Schatzsuche zu schwer ist, dann helft den Kindern ein wenig. Im Anhang befindet sich ein Beispiel einer Schatzkarte. (Wichtig ist: Hört nicht auf bevor der Schatz gefunden ist, dass kann schnell zu wenig Motivation und schlechter Laune führen.) 

Verkündigung:  

Verkündigungsart: Sketchboard mit Impuls 

Bei einem Sketchboard ist deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Anhand von Bildern und der beiliegenden Erzählung gelingt es den Kindern besser die Verkündigung zu verstehen beziehungsweise zu vertiefen. Im Folgenden werde ich die einzelnen Punkte mit jeweils ein bis zwei Skizzen verknüpfen, damit das Erzählen der Geschichte so einfach wie möglich ist.   

  1. Tannenbaum, Geschenke, Futterkrippe: Erinnert ihr euch noch an die Weihnachtsgeschichte?  Jesus wurde in einem Stall von seiner Mama Maria geboren. Das ist der Grund, warum wir heute Weihnachten feiern.  
  2. Engel: Nach der Geburt ging es aber sofort weiter für die junge Familie. Denn in der Nacht, als die Hirten und Sterndeuter schon weg waren, sprach erneut ein Engel zu Josef. Dieser sagte ihm: „Steh schnell auf und flieh mit dem Kind und seiner Mutter nach Ägypten! Bleibt so lange dort, bis ich dir etwas anderes sage, denn Herodes lässt das Kind suchen und will es umbringen.“ 
  3. Maria, Josef und Baby Jesus: Josef zögerte nicht und machte sich sofort auf die Reise. Sie flüchteten weit weg von König Herodes.  (Hier kannst du auf die Situationen von geflüchteten Menschen in eurem Umfeld eingehen, wenn du möchtest! )
  4. Pyramiden: Angekommen in Ägypten. In einem fremden Land. Mit einer neuen Familiensituation. Sie blieben in Ägypten, bis König Herodes verstorben ist. So geschah genau das, was der Engel Ihnen gesagt hat.  
  5. Krone, König Herodes: Als König Herodes aus Erzählungen der Sterndeuter mitbekam, dass ein neuer „König“ Israels geboren war wurde er zornig. Jesus war für ihn eine Bedrohung! 
  6. Jesus, Krone, Babys: Also entwickelte Herodes einen schrecklichen Plan. Er ließ in Bethlehem und Umgebung alle Jungen, die zwei Jahre oder jünger waren, umbringen. Denn nach den Angaben der Sterndeuter musste der neue König (Jesus) in diesem Alter sein. 
  7. Träne, trauriger Smiley: Für ganz Bethlehem und alle Städte drumherum war dies eine grausame und traurige Zeit. Doch Jesus wurde nicht gefunden! 
  8. König Herodes, Kreuz: Als König Herodes gestorben war … 
  9. Engel, Josef am Schlafen: … sprach in der Nacht wieder ein Engel zu Josef. Dieser teilte ihm mit, dass König Herodes gestorben war und sie nun ohne Gefahr nach Israel heimkehren können/sollen.  
  10. Maria, Josef und Jesus, langer Weg: Josef gehorchte dem Engel erneut und machte sich mit seiner kleinen Familie auf den Weg nach Israel zurück.   
  11. Weg durchgekreuzt: Doch auf dem Weg erfuhr Josef, dass nun der Sohn von König Herrodes, sein Name war Archelaus, in Israel als König herrschte.  
  12. Ängstlicher Smiley: Josef bekam Angst. Er wollt sich und seine Familie nicht erneut dieser Gefahr aussetzen.   
  13. Engel: Wieder sprach Gott durch einen Engel zu Josef. Dieser sagte ihm, dass er in das Gebiet nach Galiläa gehen soll.  
  14. Zelt, Haus: Angekommen in Gebiet Galiläa, genauer gesagt in der Stadt Nazareth, ließen sie sich nieder. Und bauten sich ein sicheres Zuhause auf.  

Impuls:  Was für eine Geschichte, oder? Kurz nach einem so schönen Erlebnis wie einer Geburt muss die kleine Familie fliehen. Sie wissen zwar noch nichts von der schlimmen Bedrohung, aber Gott redet zu Josef und deshalb gehorcht er und macht sich auf den Weg in ein Land, das sie kaum kennen. Josef hatte sich für seine Familie bestimmt andere Pläne ausgedacht. Kennt ihr das auch? Eure Mama und/oder euer Papa haben immer voll den Plan. Sie wissen, wann ihr wo sein müsst. Wann die Schule beginnt, wann ihr einen Arzttermin habt, aber auch wann ihr euch mit euren Freunden verabredet habt. Sie haben einen guten Plan!  

Aber nicht immer läuft es in unserem Leben so, wie wir es uns vorgestellt haben. Manchmal da machen wir, oder unsere Eltern einen Plan, aber am Ende ist alles ganz anders. Vielleicht kennst du das ja. Du stehst vor einer Entscheidung, zum Beispiel: Wie entscheide ich mich im Streit mit meinen Freunden, auf welche Schule gehe ich oder auch ob ich erzählen soll, dass ich gelogen habe. Das kann uns ganz schön herausfordern und wir wissen nicht, wie am Ende alles ausgeht. Und manchmal passieren auch Dinge, die wir vorher überhaupt gar nicht planen können und die uns richtig traurig machen. Zum Beispiel, wenn jemand den wir sehr gerne haben, krank wird oder sogar stirbt. Das ist schwierig zu verstehen und wir fragen uns, warum Gott zulässt, dass so etwas schlimmes passiert.  

Mit unserem Denken können wir nicht verstehen, warum das passiert. Warum Gott Krieg zulässt, warum Menschen nichts zu essen oder zu trinken haben. Aber was wir durch die Bibel wissen ist, dass Gott es immer gut mit uns meint. Noch bevor wir geboren waren, hatte Gott schon einen guten Plan für unser Leben. Er liebt uns unendlich! Wir sind seine geliebten Kinder. Er liebt es zu sehen, wie du und ich nach seinem Plan leben und vor allem mit ihm leben. Und er wünscht sich, dass wir ihm auch dann vertrauen, wenn es schwierige Situationen gibt. So wie bei Josef, der nicht genau wusste was passieren wird, aber der losgegangen ist, weil Gott es ihm gesagt hat.  

Wenn du in der nächsten Situation, die nicht so läuft wie du es geplant hast und nicht weißt, was du machen sollst, dann frag Gott. Sprich mit ihm und erzähl ihm davon. Er wird dir eine Antwort geben und dich auf dem Weg begleiten, egal wie dieser Weg dann aussieht. 

Die andere Idee 

Mitmachgeschichte: Diese Verkündigungsart ist eher geeignet für die jüngeren Kinder. Vereinbart für folgende Begriffe Bewegungen mit den Kindern: Josef, Maria, Jesus, Engel, König Herodes, Ägypten. Nun erzählt die Geschichte wie in der ersten Verkündigungsart geschrieben. Die Kinder müssen genau aufpassen, wann welcher Begriff genannt wird. Denn dann werden die besprochenen Bewegungen ausgeübt. Wenn du in deiner Geschichte einen Begriff erwähnst, versuch die Kinder zu den Bewegungen zu animieren. So verstehen sie das Prinzip schneller und scheuen nicht vor Unannehmlichkeiten.  

Der Text gelebt  

Wiederholung 

Druckt die Bilder die ihr auf dem Sketchboard genutzt habt aus und legt sie verdeckt in die Mitte. Nun kann jedes Kind ein Bild ziehen und kurz erzählen, was dabei in der Geschichte passiert ist. Anschließend könnt ihr die Bilder gemeinsam in die richtige Reihenfolge bringen.  

Gespräch

Der Bibeltext löst möglicherweise Fragen in den Kindern aus, warum Gott manche Dinge zulässt. Kommt mit den Kindern über folgende Fragen ins Gespräch, um ihnen den Raum zu geben, das auszusprechen, was sie beschäftigt: 

  • Hast du schon mal etwas erlebt, wo du nicht verstehen konntest, warum es passiert? Möchtest du davon erzählen? 
  • Wie ging es dir damit? Konntest du trotzdem glauben, dass Gott einen guten Plan für dich hat? 

Es gibt viele Dinge, wo wir Gott nicht verstehen und nicht wissen, warum er etwas bestimmtes zugelassen hat. Das dürfen wir den Kindern ehrlich sagen. Ermutige die Kinder Gott zu sagen, was sie nicht verstehen oder wo sie ärgerlich sind, dass es so passiert ist. Nicht immer gibt uns Gott eine Antwort auf die Fragen, aber er hört uns immer zu und er wünscht sich, dass wir ihm auch dann vertrauen.  

Merkvers 

“Alle, die dich kennen, Herr, setzen auf dich ihr Vertrauen. Du lässt niemand im Stich, der deine Nähe sucht.” Psalm 9,11 (Gute Nachricht) 

Gestaltet Bilderrahmen, in denen der Bibelvers vermerkt ist. Diesen können sich die Kinder aufstellen und immer in Erinnerung rufen. 

Gebet

Teilt euch je nach Gruppengröße in mehrere Kleingruppen auf. Geht kurz mit den Kindern ins Gespräch.  

  • Was beschäftigt sie? 
  • Was erwartet sie in der kommenden Woche? 
  • Wofür kann gebetet werden? 

Danach bietet den Kindern Raum zum Beten in einer Gebetsgemeinschaft. Wichtig dabei: Jedes Kind darf, keiner muss! 

Spielerisches 

Verstecken im Dunkeln: Die Räumlichkeiten werden zunächst abgegrenzt und gemeinsam mit den Kindern abgegangen. Danach wird alles abgedunkelt und die Lichter werden ausgemacht. Ein Fänger/ Sucher wird ausgewählt. Nun zählt das ausgewählte Kind bis 30. In der Zeit verstecken sich alle anderen Kinder und Mitarbeiter. Wenn alle gefunden wurden, beginnt das Spiel von Neuem oder es endet.  

(T)Extras  

Lieder  

  • Dein Plan für mich (Glaubenszentrum, Tabea Hirt) 
  • Du bist stark (Glaubenszentrum, Simon Wilhelm) 

Spiele  

Wasser, Ägypter, Herodes: Angelehnt an das Spiel Feuer, Wasser, Blitz. Bei dem Spiel heißt es kreativ sein, denkt euch in der Vorbereitung oder auch gemeinsam mit den Kindern Bewegungen zu den folgenden Begriffen aus: Ägypter, Herodes, Maria, Josef, Engel, Soldaten. So werden die Begriffe der Geschichte spielerisch vertieft.  

Das Spiel beginnt, in dem alle Kinder im Raum herumlaufen. Nun ruft ein Mitarbeiter einen der Begriffe. Die Kinder machen nun so schnell es geht die besprochene Bewegung. Wer als letzter die Bewegung macht beziehungsweise zu langsam ist, darf eine Runde Pause machen. Das Spiel endet, wenn nur noch ein Kind übrig ist.  

Das Ziel 

Starter  

Jesus werden Geschenke mitgebracht. Auch wir beschenken uns an Weihnachten und können uns dabei an Jesus Geburt erinnern.  

Checker  

Dass Jesus geboren wird, sollen alle erfahren. Deswegen findet Gott Wege, es den Menschen passend zu zeigen. 

Der Text an sich  

An dieser Stelle sollen einige Begriffe des Textes tiefergehend erläutert werden: 

Weise: Das im Text stehende Wort wird von Luther mit „Weise“ übersetzt, andere Übersetzungen bieten auch „Sterndeuter“ oder „Magier“. Gemeint sind babylonische Gelehrte, die astronomisch-astrologische Erkenntnisse haben. 

Sterndeutung: Die Astrologie war weitverbreitet in der Antike. Hierbei wurden die astronomischen Erkenntnisse über den Lauf der Sterne umgedeutet auf menschliche Ereignisse. Es wurde davon ausgegangen, dass das Weltall und die menschliche Geschichte eine übernatürliche Bindung haben. Deswegen hat man anhand der Sterne die Zukunft der Menschen bestimmen wollen. Der Bibeltext macht aber deutlich, dass diese Vorhersagen nur in einem bestimmten Maß Orientierung geben, indem er zeigt, dass zu der eindeutigen Bestimmung des Geburtsortes eine Aussage von Gottes Prophet notwendig ist. Erst durch diese wird die Mehrdeutigkeit und der anfangs falsche Zielort umgewandelt in den Ort, wo Jesus tatsächlich geboren wurde. 

König Herodes: Herodes der Große regierte von 37-4 v.Chr. Er wurde von den Römern über die Juden eingesetzt. Er war sehr machtbesessen und dafür bekannt, dass er diese gewaltvoll durchsetzte und aufrechterhielt. Auch in Lk 2,5 wird erwähnt, dass Jesus unter der Herrschaft von Herodes geboren wurde. 

König der Juden: Diese Bezeichnung für Jesus wird von Herodes als direkte Konkurrenz zu seiner eigenen Herrschaft verstanden. Jedoch wird in den Evangelien deutlich, dass mit diesem Begriff nicht weltlich Macht verbunden ist, was auch daran deutlich wird, dass Jesus nicht im Palast aufzufinden ist. Bei Matthäus wird dieser Begriff auch am Ende des Evangeliums bei der Kreuzigung wieder aufgegriffen (Mt 27,37). 

Gold, Weihrauch und Myrre: Diese drei Gaben sind teure Geschenke, die eines Königs würdig sind. Weihrauch und Myrre sind wohlriechende Harze, die auch in der Medizin Verwendung fanden. Dass es sich um drei Geschenke handelt, hat in der Mythenbildung dazu beigetragen, dass von drei Weisen ausgegangen wurde. 

(Quelle: Grundmann, Walter: Das Evangelium nach Matthäus, in Theologischer Handkommentar zum Neuen Testament, 1968. )

Der Text für mich  

Der Text kann uns als Mitarbeiter vor einige theologische Herausforderungen stellen: Gott benutzt, um Menschen zu sich zu führen, das Mittel der Sterndeutung, welches uns doch sehr fremd ist. Dieser Fremdheit dürfen wir uns aussetzen. Wir dürfen daran lernen, dass auch durch Dinge, die uns fremd sind, Gott wirken kann. Dies kann uns ermutigen, genauer auf das zu hören, was die Kinder aus ihrer eigenen Lebenswelt mitbringen, ohne es durch unser Weltbild direkt infrage zu stellen. Dennoch macht der Text auch deutlich, dass es Gottes Wort braucht. Hierdurch können wir uns sicher sein, dass dieses auch in für uns fremden Lebensrealitäten etwas zu sagen hat und den Menschen in unserem Umfeld und den Kindern in unserer Gruppe weiterhelfen wird, ihr Ziel zu finden. 

Der Text für dich  

Die Starter-Kinder erleben vielleicht zum ersten Mal Weihnachten auch in einem christlichen Umfeld. Sie lernen gerade, welche Bedeutung Weihnachten haben kann und warum wir es feiern. Ihnen soll vermittelt werden, dass auch schon das Schenken an Weihnachten in der Bibel veranlagt ist. Sie können ermutigt werden, dieses Wissen während der Bescherung an ihre Familien weiterzugeben. 

Die Checker-Kinder erleben vielleicht in ihrem Umfeld, dass MitschülerInnen anders glauben, als sie selbst es in Jungschar, Gemeinde und im Elternhaus erlebt haben. Vielleicht gehen sie zwar in den Reliunterricht, aber nicht in einen Gottesdienst. Diese Kinder dürfen lernen, dass Gott sich auf verschiedene Arten zeigen kann und viele Möglichkeiten hat, zu uns Menschen zu reden. 

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1: Bibel oder Mythos? 

Alle Kinder stehen gemeinsam in der Mitte des Raumes. An der Wand auf der einen Seite des Raums wird ein Zettel mit dem Wort „Bibel“ aufgehängt, an der Wand auf der anderen Seite des Raumes ein Zettel mit dem Wort „Mythos“. Nacheinander werden nun verschiedene Thesen durch einen Mitarbeitenden vorgelesen. Die Kinder müssen dann jeweils entscheiden, ob es sich bei der Aussage um einen Mythos oder um eine biblische Aussage handelt und sich dann auf die entsprechende Seite des Raumes begeben. 

Thesen: 

  1. Jesus besuchten drei Weise aus dem Morgenland. – Mythos, es wird nicht benannt, wie viele Weisen zu Besuch kamen. 
  2. Zu Jesu Geburt regierte König Herodes. – Bibel 
  3. Der Stern, den die Weisen gesehen haben, bedeutet, dass ein König geboren wurde. – Bibel 
  4. Die Weisen heißen Caspar, Melchior und Baltasar. – Mythos 
  5. Die Weisen bringen als Geschenke Gold, Windeln und Myrre. – Mythos, sie bringen statt Windeln Weihrauch 
  6. Gott kommuniziert mit den Weisen durch einen Stern, durch einen Propheten und durch einen Traum. – Bibel 
  7. Die Weisen sehen bei ihrer Ankunft Jesus, Maria und Joseph. – Mythos, denn Josef wird bei Matthäus an dieser Stelle nicht erwähnt.  
  8. Die Weisen halten sich nicht an ihren Deal mit Herodes. – Bibel 

Idee 2: Topfschlagen 

In Vorbereitung auf Weihnachten und weil Jesus Geburtstag hat, wird ein typisches Kindergeburtstagsspiel gespielt, bei dem alle Kinder Geschenke bekommen: 

Einem Kind werden die Augen verbunden und es bekommt einen Kochlöffel in die Hand. Anschließend wird ein umgedrehter Topf, unter dem eine Süßigkeit liegt, irgendwo im Raum aufgestellt. Das Kind wird einige Male um die eigene Achse gedreht und muss dann über den Boden krabbeln und dabei versuchen, den Topf zu finden und mit dem Löffel auf diesen draufzuschlagen. Alle anderen Kinder geben durch Rufen von „heiß“ oder „kalt“ Hinweise darauf, ob das suchende Kind in die richtige Richtung krabbelt. Wenn das Kind den Topf gefunden hat, erhält es als Belohnung und Geschenk die darunterliegende Süßigkeit. 

Verkündigung  

Verkündigungsart: 

In der Geschichte kommen verschiedene Stationen und Situationen vor. Um diese alle zu verbildlichen, werden die Kinder in bis zu 7 Gruppen geteilt, in denen sie jeweils eine Szene bekommen, die sie dann gemeinsam auf einem großen Plakat malen. Wenn es wenige Kinder sind, können entweder Szenen zusammengefasst werden oder jedes Kind malt alleine. 

Szene 1: Eine Gruppe von Gelehrten beobachtet die Sterne und entdecket dabei einen Stern mit besonderer Bedeutung. 

Szene 2: Eine Gruppe von Gelehrten trifft auf König Herodes und fragt ihn: „Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten.“ 

Szene 3: König Herodes ist erschrocken und beauftragt seine Angestellten Informationen über die Geburt eines Königs herauszusuchen. Diese finden Informationen in dem Text des Propheten Micha. 

Szene 4: König Herodes sagt der Gruppe von Gelehrten, dass sie nach Bethlehem gehen sollen, da sie dort den neugeborenen König finden werden. 

Szene 5: Die Gruppe von Gelehrten folgt dem Stern, der sie bis zu einem Haus in Bethlehem führt. 

Szene 6: Die Gruppe von Gelehrten kommt in ein Haus, wo sie Jesus und seine Mutter sehen und Jesus Geschenke mitbringen. 

Szene 7: Die Gruppe von Gelehrten bekommen von Gott in einem Traum gesagt, dass sie nicht zu Herodes gehen sollen, sondern direkt nach Hause. 

Wenn alle Gruppen fertig sind, zeigen sie sich ihre Bilder. Hierzu werden alle Bilder in die Mitte gelegt und es gibt eine Zeit, wo alle sich stumm die Bilder anschauen können. Dann kann man gemeinsam sammeln, was man alles gesehen hat mit Sätzen wie: „Ich habe auf mehreren Bildern einen König gesehen.“ 

Anschließend wird gemeinsam überlegt, in welche Reihenfolge die Bilder gehören und die Geschichte noch mal im Ganzen anhand der Bilder von einem Mitarbeiter oder den Kindern (falls diese die Geschichte kennen) nacherzählt: 

„Eine Gruppe von Gelehrten beobachtete regelmäßig die Sterne. Sie wollten dadurch Informationen über die Zukunft oder weit entfernte Ereignisse erhalten. Eines Tages sahen sie einen besonderen Stern. Sie wussten, dass dieser bedeutete, dass ein neuer König der Juden geboren war. Um vor diesem niederzuknien und ihm Geschenke zu bringen, machten sie sich auf den Weg in den Palast des Königs Herodes und fragten ihn: ,Wo ist der neugeborene König der Juden?‘ Doch Herodes wusste nichts von einem neuen König und ließ seine klügsten Angestellten nach mehr Informationen suchen. Diese fanden heraus, dass vor vielen Jahren ein Mann, der mit Gottes Hilfe über besonderes Wissen verfügte, gesagt hatte, dass der König in Bethlehem geboren werden sollte. Also sandte Herodes die Gelehrten nach Bethlehem und bat sie, ihm später alles zu berichten. Der Stern, den die Gelehrten am Anfang gesehen hatten, führte sie zu einem bestimmten Haus. In diesem fanden sie Jesus und seine Mutter Maria. Sie beten Jesus an und gaben ihm teure Geschenke. Als sie wieder auf dem Heimweg waren, sagte Gott ihnen in einem Traum, dass sie Herodes nicht berichten, sondern direkt wieder zurück in die Heimat gehen sollten.“ 

Die andere Idee 

Statt die Szenen zu malen, kann man sie auch szenisch darstellen, während ein Mitarbeiter sie Stück für Stück vorliest. Dies ermöglicht es den Kindern, sich zu bewegen und die Geschichte hautnah mitzuerleben. 

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Die Kinder werden gefragt, an welches Bild sie sich am besten erinnern. Warum ist ihnen dieses Bild besonders wichtig geworden? 

Gespräch  

Für die Starter: 

  • Habt ihr schon eine Wunschliste geschrieben? Was steht darauf? 
  • Auch Jesus hat zu seiner Geburt, die wir an Weihnachten feiern, Geschenke bekommen. 
  • Was hättet ihr Jesus geschenkt? 
  • Die Gelehrten haben ihm Gold, Weihrauch und Myrre mitgebracht. Das sind sehr teure Geschenke, die zu einem König passen. Denn Jesus ist der Sohn von Gott, der die ganze Welt regiert. An Weihnachten denken wir an Jesus und seine Geburt. Auch wir können Kinder Gottes sein, wenn wir das wollen. Und wenn wir an Weihnachten unsere Geschenke kriegen, dann können wir daran denken. 

Für die Checker: 

  • Wie hat Gott in der Geschichte mit den Weisen kommuniziert? – durch den Stern, den Propheten, andere Menschen, einen Traum 
  • Welche Wege kennt ihr noch, wie Gott mit Menschen redet? 
  • Wie redet Gott mit euch? – hier kann der Mitarbeiter erzählen, wie Gott mit ihm/ihr kommuniziert 
  • Habt ihr Freunde, die ganz anders mit Gott in Kontakt stehen, als ihr es kennt? – z. B. wenn sie in eine andere Gemeinde/ Kirche gehen 
  • Der Mitarbeiter kann dann ermutigen, einerseits die anderen Kinder in ihrem Ausdruck von Glauben zu respektieren und anderseits dazu, auch mal neue Wege auszuprobieren, wie man Gott entdecken kann. 

Gebet  

Gemeinsam wird gesammelt, wofür Kinder heute bitten und danken wollen. Dabei kann auch noch mal nachgehakt werden, welche Kommunikation sie sich von Gott wünschen und wo sie ihm dankbar sind, dass er mit ihnen geredet hat; bzw. wofür sie für die Weihnachtszeit bitten. 

Der Mitarbeiter fasst dann alles in einem Gebet zusammen. 

Kreatives  

Gemeinsam werden kleine Schatzkisten gefaltet und mit Sternen gefüllt, um sich an die Geschenke und dem Nachgehen des Sternes zu erinnern. Eine Anleitung für die Kisten findet ihr z.B. hier: 

https://ynas-design.blogspot.com/2017/10/origami-schachtel-alles-hubsch.html

Eine Anleitung für kleine Sterne aus Papierstreifen hier: 

Spielerisches  

Manchmal hat man einen langen Weg, bis man sein Ziel erreicht, wie auch die Weisen diesen hatten. Aber am Ende wartet etwas wundervolles. Deswegen kann „Schokolade auspacken“ gespielt werden. 

Vor der Gruppenstunde wird von dem Mitarbeiter eine Tafel Schokolade in mehrere Schichten Zeitungspapier und Tesafilm eingewickelt und gut verpackt. Diese wird in die Mitte zwischen die Kinder gelegt. Dann wird reihum gewürfelt. Wer eine 6 würfelt zieht sich die bereitgelegten Sachen (Mütze, Schal, Handschuh) an und versucht, mithilfe von Messer und Gabel die Schokolade auszupacken. Wer die Schokolade erreicht hat, darf sich ein Stück von dieser abschneiden und es essen. Während das eine Kind mit auspacken beschäftigt ist, würfeln die anderen Kinder weiter reihum. Würfelt ein Kind wieder eine 6, muss das auspackende Kind schnell alles ausziehen und weitergeben, das nächste Kind zieht alles an und versucht auch, an die Schokolade zu kommen. 

(T)Extras  

Lieder 

  • Stern über Bethlehem 

Spiele 

Reise nach Bethlehem: Statt Reise nach Jerusalem, unter welchem Namen das Spiel bekannt ist, wird Reise nach Bethlehem gespielt. Dafür werden Stühle mit den Rückenlehnen aneinandergestellt, aber genau einer weniger als es Kinder sind, die mitspielen (z.B. bei 10 Kindern werden 9 Stühle zusammengestellt). Dann wird Musik abgespielt. Während die Musik läuft, laufen alle Kinder im Kreis um die Stühle herum. Sobald die Musik stoppt, müssen sich alle schnell hinsetzen. Wer keinen Platz abbekommen hat, ist für diese Runde ausgeschieden. Anschließend wird ein Stuhl entfernt (sodass es wieder weniger Stühle als Kinder sind) und eine neue Runde wird gestartet. 

Wer bleibt am Ende als letztes übrig? 

Aktionen 

Sowohl Weihrauch als auch Myrre gibt es online für unter 10 € zu kaufen. Somit können die Kinder die Harze anfassen und auch riechen und sich dadurch besser etwas unter den Begriffen vorstellen. 

Das Ziel 

Starter  

Jesus wurde geboren, weil Gott die Menschen so sehr liebt. Er macht wahr, was Gott den Menschen versprochen hat. 

Checker  

Die Bibel ist voller Menschen mit Fehlern, aber Gott bezieht sie in seinen großen Plan ein und erfüllt seine Verheißungen. 

Der Text an sich  

Matthäus war ein Jünger Jesu und schrieb an jüdische Leser. Daher beginnt er typisch jüdisch mit den Vorfahren, um deutlich zu machen, über wen er schreibt. Die aufgezählten Personen sind bekannt. 

Gleich im ersten Vers benennt Matthäus Jesus als Sohn Davids und Nachkomme Abrahams. Damit knüpft er an zwei Prophezeiungen an: 1) Abraham wurde versprochen, dass er unzählige Nachkommen haben und zum Segen für alle Völker werden soll (vgl. 1.Mose 12, 2-3). Im weiteren Verlauf des Evangeliums zeigt Matthäus dann auf, wie Jesus Rettung für alle Menschen bringt. 2) David wurde zugesagt, dass sein Nachkomme ein ewiges Königreich haben werde (vgl. 2.Sam 7, 16). Daraus entwickelte  sich im jüdischen Volk eine Hoffnung auf Errettung. Wenn die Menschen Jesus „Sohn Davids“ nannten, brachten sie zum Ausdruck, dass er der von Gott gesandte Retter ist, dessen Königreich ewig ist – und so kommt es auch. 

Mit dem Stammbaum macht Matthäus also bereits deutlich, um was für einen besonderen Menschen es geht, und auch, dass er eben das ist: ein Mensch, der seine Wurzeln zurückverfolgen kann in eine lange Reihe bekannter Personen. Jesus war eingebettet in Gottes Volk, mit dem er seit Jahrhunderten Geschichte schrieb.  
Auffallend ist, dass Matthäus untypischerweise auch Frauen erwähnt. Sie tauchen im Alten Testament auf und hatten zu Lebzeiten nicht immer den besten Ruf (Vorwurf der Hurerei, Ehebruch …). Zudem wurden sie als Ausländerinnen teils skeptisch betrachtet und mussten um die Legitimation ihrer Söhne kämpfen. Aber selbst diese Frauen mit all den Vorwürfen, sind Teil der großen Geschichte Gottes und haben ihren Platz in Jesu Ahnenlinie. Sie werden nicht totgeschwiegen, sondern explizit erwähnt.  

Auch Maria wird als Mutter Jesu erwähnt und gezeigt, dass Josef nicht der biologische Vater ist. Eine uneheliche Schwangerschaft war damals ein absolutes No-Go. Josef, als betrogener Mann hätte Marias Tod einfordern können. Aber dann greift Gott ein, erklärt ihm die Lage, erinnert ihn an die alten Verheißungen und gibt ihm einen Auftrag. Da Josef Maria als Ehefrau annimmt, wird er rechtlich zu Jesu Vater, sodass sein Stammbaum Jesu Stammbaum wird. Dennoch bleibt klar, dass seine Geburt etwas Besonderes ist. Das zeigt auch der Name, den er tragen soll: Jesus heißt „Gott hilft“. Mit ihm erfüllt Gott seine Zusagen an sein Volk – ein außergewöhnliches Ereignis mitten unter ganz normalen Menschen. 

Der Text für mich  

Was mich an diesem Text fasziniert ist: Da sind Menschen mit Fehlern und Versagen und mit Verheißungen. Gott hält das alles zusammen, führt eine rote Linie vom Weltbeginn bis zur Ewigkeit. Mit der expliziten Nennung der Frauen wird deutlich, dass Gott Leben verändern kann und dass er auch trotz aller Herausforderungen auf „krummen Linien gerade“ schreibt. In seinem Volk ist für jeden Platz. Es geht Gott darum, zu retten. All seine Verheißungen laufen bei Jesus zusammen und werden wahr, das wird bei Matthäus deutlich. Mich bringt das immer wieder zum Staunen über diesen wunderbaren dreieinen Gott.  
Gleichzeitig fordert es mich heraus, Jesus nicht nur als Gott zu sehen, sondern ihn so menschlich sein zu lassen, wie er sein wollte – nämlich 100%. Ich sehe es als meine Aufgabe, Kindern beides vor Augen zu halten: wie besonders und göttlich Jesus ist und auch wie menschlich und dadurch auch so vertraut mit unserem Alltag.  

Der Text für dich  

Der Stammbaum ist für Kinder eher langweilig. Selbst bei den genannten Frauen ist für Kinder oft nicht klar, was es mit ihnen auf sich hat, da ihr sexueller Hintergrund in vielen Geschichten für Kinder ausgelassen wird.  

Im Zweifel ist es daher hilfreich, wenn grob zusammengefasst wird, dass erwachsene Bibelleser wissen, wer diese Personen sind und dass sie auch Dinge taten, die Gott nicht gefielen. Zudem kann auf die Personen eingegangen werden, die die Kinder kennen, z.B. Abraham und David, sodass sie sehen, dass die Bibelgeschichten alle miteinander verbunden sind.  

Viele Kinder werden die Weihnachtsgeschichte kennen, allerdings oft in der Version nach Lukas. In Kinderbüchern oder Krippenspielen wird oft Maria betont, während Josef eher als Randfigur agiert. Durch Matthäus wird deutlich, dass auch Josef eine übernatürliche Begegnung mit Gott hatte und gehorsam und voll Vertrauen war.  

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 : Pantomime 
Die Kinder tun sich in kleinen Gruppen zusammen und haben 5 Min Zeit, sich zu besprechen. Dann führen sie pantomimisch vor, was ihnen zu Weihnachten besonders wichtig ist. 

Idee 2 : Montagsmaler 
Material: großes Papier und 1 Stift 
Einem Kind wird ein Begriff zugeflüstert, den es ohne etwas zu sagen, auf das Papier malt. Die anderen müssen ihn erraten; wer ihn zuerst richtig hat, darf den nächsten malen. Malt die Begriffe ruhig zu Ende, sodass ein buntes Bild entsteht mit Dingen, die typisch für Weihnachten sind. Später kann dann darauf Bezug genommen werden, was wirklich zählt. 

Begriffe: Weihnachtsbaum, Festessen, Glocke, Plätzchen, Familie, Geschenke, Lieder, Schaf, Rentier, Stern, Weihnachtsmann, Krippe, Schnee, Engel, Kerze, Jesus  

Verkündigung  

Verkündigungsart: Theater  

Maria: Liebster Josef, schön, dass ich dich sehe! 
Josef: Hallo Maria, ich bin gerade an den Hochzeitsvorbereitungen. Wie geht es dir? 
M: Ich muss dir etwas sagen. Ich bin schwanger … 
J: Was?! Das glaub ich nicht! Du hast mich betrogen! 
M: Jetzt hör mir doch erst mal zu.  
J: Ich soll dir zuhören? Du weißt genau so gut wie ich, dass man nicht schwanger werden soll, bevor man verheiratet ist. Wir wollten heiraten. Aber jetzt bist du schwanger und definitiv nicht von mir! Du hast mich betrogen, Maria. Du bist echt das Letzte. Du bist eine Schande für das ganze Volk. Es wäre besser, du wärst tot! 
Maria entsetzt: Josef! 
J: Ach Maria … ich werde es keinem erzählen, aber ich will auch nichts damit zu tun haben. Geh mir einfach aus den Augen.  
Maria geht ab 
J: Oh Mann. Das muss ich erst mal verdauen.  
Josef legt sich schlafen, schreckt plötzlich hoch 
J: Ich muss zu Maria!  
Josef läuft einmal quer durch den Raum, Maria ebenfalls, sie treffen sich 
J: Maria, ich muss mit dir reden. Du wirst mich für total verrückt halten, aber ich muss dir was erzählen! Gott hat heute Nacht zu mir gesprochen. Er hat gesagt, dass ich dich heiraten soll, weil … 
M (umarmt ihn) Josef! Gott sei Dank! 
J: Lass mich doch erst mal ausreden. Also, ich hab geträumt und dann war da ein Engel und er hat gesagt, das Baby in deinem Bauch ist von Gott und sein Name ist … 
M: Jesus. Das heißt „Gott hilft“.  
J: Genau das hat der Engel gesagt.  
M: Mir auch. Und auch, dass er etwas ganz Besonderes ist.  
J: Ja – Erinnerst du dich an die alte Verheißung? Eine Jungfrau wird schwanger werden und ihr Sohn wird Gott mit den Menschen sein.  
M: Ja, richtig. Und sein Königreich wird ewig sein und er wird die Menschen retten.  
J: Wow. Wer hätte gedacht, dass der von Gott versprochene Retter ausgerechnet in meiner Familie geboren wird. Wir sind doch so normale Menschen. 
M: Sag mal, ist dein Vorfahre nicht der große König David? Das passt doch! Sein Nachkomme soll ein ewiges Königreich haben. Gottes Königreich! 
J: Das ist sowieso unglaublich, wenn man bedenkt, dass David auch viel falsch gemacht hat. Und seine Söhne erst: ständig alle miteinander zerstritten und Gott hatten sie auch vergessen. Aber Gott ist treu.  
M: Ja, so, wie er es immer gesagt hat.  
J: Absolut! Und das, obwohl wir Menschen echt schräge Typen sind. Wirklich, in meiner Familie lief so viel falsch, es ist ein Wunder, dass Gott ausgerechnet mit uns Geschichte schreiben will.  
M: was soll ich da erst sagen? Ich bin ein ganz normales Mädchen und plötzlich habe ich Gottes Sohn im Bauch. Das glauben die Leute nie, die werden reden und lästern und wer weiß was über mich erzählen.  
J: In meiner Familie gab es schon immer Frauen, die einen extrem schlechten Ruf hatten. Und irgendwie hat Gott sie trotzdem gebrauchen können. Ohne sie gäbe es uns heute gar nicht. Ich glaube, Gott liebt uns Menschen wirklich. Er will das Beste für uns, er will uns retten, alle Menschen, so, wie er es meinem Urvorfahre Abraham versprochen hat. 
M: Und das passiert jetzt, durch unser Kind! Oh Josef, ist das aufregend.  
J: Gottes große Verheißungen erfüllen sich bei uns. In unserem kleinen Dorf, in unserm Haus, in unserer Familie.  
M: Das ist echt ein Wunder. Gott wird Mensch.  
J: Das müssen wir feiern. Und unsere Hochzeit auch, komm. 

Die andere Idee 

Material von Playmobil: 42 Männer, 5 Frauen, 1 Baby, 1 Engel, 1 Zelt, 1 Schaf, 1 Krone, 1 Schwert, 1 Schaufel, 1 Schriftrolle 
Anhand des Stammbaums wird ein Überblick über die Geschichte Gottes mit seinem Volk dargestellt, der je nach Gruppe unterschiedlich detailliert erfolgen kann. U.a. können auch auf Geschichten eigegangen werden, die die Kinder kennen. Anschließend wird die Geschichte von Josef näher beleuchtet. 
Zunächst werden 14 Männer und 3 Frauen zusammen auf den Tisch/ in die Kreismitte gestellt, zu ihnen wird das Zelt und das Schaf gestellt. Diese Gruppe steht für die Anfänge von Gottes Volk, als sie in Zelten durch die Gegend zogen, von Gott Versprechen bekamen, ihre Tiere hüteten und erst allmählich im gelobten Land sesshaft wurden. In diese Zeit fallen u.a. Abraham, Mose, etc. aber auch mutige Frauen, die sich nicht immer an das Gesetz hielten, aber doch das richtige für Gott taten.  
Die nächste Gruppe bilden wieder 14 Männer und 1 Frau, dazu Krone und Schwert. Das ist die Zeit von König David und seinen Nachkommen, aber selbst er hatte Fehler, aber auch er bekam eine Verheißung von Gott. Das Volk Israel lebte mittlerweile fest im Land, sie hatten ein Königtum. Später allerdings gab es viel Streit im Land und auch Kriege mit den Nachbarn. Dabei wurde viel zerstört und Menschen mussten ihre Heimat verlassen. 
Die letzten 14 Männer, die Schaufel und die Schriftrolle stehen für die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg. Gleichzeitig begannen die Menschen auch wieder, die alten Geschichten und Verheißungen zu lesen und hofften, dass endlich der versprochene Retter kommt.  
Eine der männlichen Personen wird etwas abgerückt, das ist Josef. Der Engel wird neben ihn gestellt, die letzte Frau mit dem Baby auf die andere Seite des Engels. Mit diesen Figuren können die Verse 18-25 nachgespielt werden.  

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Ja oder nein? (Bewegen zum Beantworten) 
Die Kinder stellen sich in der Raummitte auf. Eine Wand wird zu „Ja“, die andere zu „Nein“ erklärt. Es wird immer eine Frage zur Geschichte gestellt, und die Kinder sollen an die entsprechende Wand laufen. Dann wird die Antwort aufgelöst bzw. korrigiert und ggf. Rückfragen beantwortet.  
Beispiele für Fragen:  

  • Feiern wir an Weihnachten, dass Jesus geboren ist? (j) 
  • War Jesus ein richtiger Mensch? (j) 
  • Waren Maria und Josef schon verheiratet, als Maria schwanger wurde? (n) 
  • Haben sie danach geheiratet? (j) 
  • War Maria von Josef schwanger? (n) 
  • Wusste Josef, wer seine Vorfahren sind? (j) 
  • Waren Josefs Vorfahren alle perfekt? (n) 
  • Hatte Gott den Menschen Verheißungen gegeben? (j) 
  • Will Gott nur perfekte Menschen? (n) 
  • Hieß die Mutter von Jesus Rut? (n) 
  • War David ein König? (j) 
  • Hält Gott seine Versprechen? (j) 
  • Ist Jesus gekommen, um die Menschen zu retten? (j) 
  • … 

Gespräch  

Kommt über die wahre Bedeutung von Weihnachten ins Gespräch (Geburt Jesu, Gott wird Mensch, Gott erfüllt seine Verheißungen); greift dabei gerne die Aspekte aus der Hinführung wieder auf.  

  • Was ist euch zu Weihnachten besonders wichtig?  
  • Kannst du dir vorstellen, dass Gott ein Baby wurde? Wie findest du das? 
  • Wie hat Jesus in eurer Weihnachtsfeier Platz? 
  • Glaubst du, dass Gott auch dich in seiner Geschichte haben will?  
    (Gott will mit jedem Menschen Beziehung haben, alle dürfen Teil seiner Geschichte sein) 

Merkvers  

Der Vers wird gemeinsam wiederholt und bei den einzelnen Passagen die in Klammern angegebene Bewegung ausgeführt:  

Die Jungfrau wird schwanger werden (dicker Bauch)  
und einen Sohn zur Welt bringen (Babybewegungen).  
Dem werden sie den Namen Immanuel geben (nach oben zeigen),  
das heißt: Gott ist mit uns (Hände aufs Herz) 
Mt 1, 23 BB; nach Jes 7, 14 

Gebet  

Mit Bewegungen beten 

  • Stellt euch in einen Kreis und streckt die Hände von euch, mit den Handflächen nach unten. Sagt Gott laut oder leise, was gerade gar nicht gut läuft bei euch. 
  • Dreht nun eure Handflächen nach oben. Sagt Gott, was ihr euch tief im Herzen von ihm wünscht. 
  • Schaut jetzt nach oben. Gott ist da. Sagt ihm Danke für alles.  

Kreatives  

Babyjesus 
Material pro Kind: 1 leere Rolle Klopapier, 1 quadratisches Stück Küchenpapier, 1 Styroporball mit 5 cm Durchmesser.  
Außerdem: Flüssigkleber, helle hellbraune Farbe, Pinsel, Filzstift in rot und schwarz 
Die Styroporkugel hellbraun anmalen und auf ein Ende der Klorolle kleben. 
Das Küchenpapier wie eine Raute vor sich legen und die Klorolle in die Mitte legen, das Küchenpapier wie eine Windel um die Klorolle wickeln (unteres Ende hochschlagen, dann die Seiten übereinander schlagen und festkleben. Papier am oberen Ende so knautschen, dass der Kopf frei bleibt. Mit dem Filzstift auf dem getrockneten Styroporball ein Gesicht auftragen – fertig. 

Spielerisches  

Wettwickeln 
Material: 2 gleich große Puppen, 4 kleine Windeln, 2 Babystrampler, 1 Tisch 
2 Windeln werden auf den Tisch gelegt, in einiger Entfernung wird die Startlinie markiert. Die Kinder teilen sich in 2 Gruppen auf und stellen sich hinter der Startlinie an. Jeweils das erste Kind beider Gruppen bekommt eine Puppe in die Hand, die einen Strampler und darunter eine Windel trägt. Auf das Startzeichen laufen sie zum Tisch, ziehen die Puppe aus, tauschen die aktuelle Windel gegen eine andere, ziehen die Puppe wieder an, laufen zurück und übergeben sie an den nächsten in ihrem Team. Welches Team zuerst einmal durch ist, hat gewonnen.  

Rätselhaftes 

Folgender Buchstabenwurm wird ausgedruckt, die Kinder können allein oder in Gruppen die einzelnen Worte herausfinden. Die Anfangsbuchstaben der einzelnen Worte ergeben zusammen dann einen Satz.  

GEBURTOFFENBARUNGTRAUMTREUWEIHNACHTENIMMANUELRETTENDAVIDMARIAENGELNACHKOMMESCHWANGERCHRISTUSHEILIG 

Lösung:  

  • Geburt Offenbarung Traum Treu Weihnachten Immanuel Retten David Maria Engel Nachkomme Schwanger Christus Heilig 
  • Die Anfangsbuchstaben ergeben: GOTT WIRD MENSCH 

(T)Extras  

Lieder 

  • Runtergekommen (D. Kallauch) 
  • Du lieber Himmel (D. Kallauch) 
  • Oh du fröhliche 

Spiele 

Stille Post: In einer Reihe stehend, müssen die Kinder einen Satz nur durch ins Ohr flüstern von vorne bis hinten durchgeben. Das letzte Kind sagt ihn laut. Dann wechselt die Reihenfolge.  
Beispiele: „Hast du schon von Weihnachten gehört?“ – „Euch ist heute der Retter geboren“ – „Jesus war ein Mensch wie wir“ – „Die Plätzchen krümeln sehr“  
Die Kinder können sich auch selbst Sätze ausdenken. 

Wer bin ich: Im Kreis schreibt jedes Kind eine bekannte Person auf ein Post-it und klebt es der Person rechts von sich auf die Stirn. Reihum müssen die Kinder nun versuchen, herauszufinden, wer sie sind. Dafür dürfen sie nur Ja/Nein-Fragen stellen. Wurde ihre Frage mit Ja beantwortet, dürfen sie eine weiter stellen usw. Ist die Antwort nein, ist das nächste Kind dran. Wer zuerst erraten hat, wer er ist, hat gewonnen. 

Aktionen 

Plätzchen backen 

Kreatives 

Engel aus Papier falten  
Pro Engel: 2 Blatt Papier, Kugel aus Styropor, Faden, Kleber, ggf. Heißklebepistole 
Die Blätter werden nacheinander quer vor sich gelegt und von unten nach oben abwechselnd nach vorne und hinten gefaltet.  
Das Ergebnis wird hochkant parallel vor sich gelegt und bei beiden Streifen jeweils das oberste Drittel nach außen unten umgeklappt und an der Kante angeklebt. Anschließend werden die beiden Teile in der Mitte zusammengeklebt. 
Durch die Kugel wird ein Faden gezogen oder an dieser befestigt; dann wird sie als Kopf oben in der Mitte auf den Körper geklebt. 


Maria und Josef als Becherfiguren 
Material: einfarbig helle Pappbecher, Kugeln aus Styropor, bunte Pappe, Schere, Papierkleber, Stifte, Farbe, Pinsel, Wolle, Stoffreste, Heißklebepistole 
Die Kugeln werden als Köpfe auf den Becherboden geklebt; mit Wolle oder Stoff Haare und Kopfbedeckungen angefertigt. Aus Pappe werden Arme ausgeschnitten und angeklebt; der Becher wird mit den Farben bemalt.  

Das Ziel 

Starter  

Du musst nicht alles alleine schaffen. Du darfst andere um Hilfe bitten.  

Checker  

Du kannst andere um Hilfe bitten, wenn eine Aufgabe für dich zu groß ist. Und genauso kannst du für jemand anderes eine wichtige Hilfe sein. 

Der Text an sich   

Das Volk Israel ist unter der Führung von Mose aus Ägypten ausgezogen und ist unterwegs in der Wüste, nahe dem Berg Sinai. Auf diesem Berg, auch Gottes Berg genannt, erscheint später Gott Mose und gibt ihm die Zehn Gebote. Mose lagerte in der Nähe des Berges und bekommt Besuch von Jithro, seinem Schwiegervater. Jithro war ein Priester in Midian, ein Teil des heutigen Saudi-Arabien. Von dort war er zusammen mit seiner Tochter, der Frau von Mose, und seinen Enkeln zu Mose gereist. Mose hatte seine Frau und seine Kinder vorher zu Jithro geschickt. Zu Beginn erzählt Mose seinem Schwiegervater von den Wundern Gottes, die sie auf dem Weg aus Ägypten und in der Wüste erlebt haben (Auszug aus Ägypten, Durchzug durch das Schilfmeer, Versorgung durch das Manna, …). Jithro ist von diesen Taten Gottes so beeindruckt, dass er beginnt Gott zu loben. Erst mit Worten und dann durch die dargebrachten Opfer. Doch während Jithro am einen Tag die Größe Gottes bestaunt, ist er am nächsten erstaunt über die Organisation und Leitung des Volkes durch Mose. Mose ist im wahrsten Sinne des Wortes der Dreh- und Angelpunkt für alles. Die Menschen stehen in nicht enden wollenden Schlangen an, um ihre Rechtsstreitigkeiten aber auch gewöhnliche Probleme des Alltags von Mose klären zu lassen. Jithro erkennt sofort: Nicht nur Mose ist am Ende seiner Kräfte, sondern auch das Volk. Für Mose ist klar, nur er kann diese Aufgabe ausführen, denn das Volk kennt die Weisungen und Gebote Gottes nicht. Wie sollten sie da nach seinem Willen handeln oder ihn befragen? Diese Aufgabe kann nur Mose, der in enger Verbindung mit Gott steht, ausführen. Damit mag Mose auch recht haben, doch Jithro hat einen besseren Rat. Er weiß, dass die Last nicht allein auf Moses Schultern liegen kann. So sieht weder eine gesunde noch eine kluge Leitung aus und zudem, kann Mose der Fülle der Anliegen niemals gerecht werden. Es führt kein Weg an einer Arbeitsteilung vorbei. Doch bevor das möglich ist, müssen die Menschen die Weisungen und Gebote Gottes kennenlernen. Der erste Schritt ist also die Unterweisung des Volkes in den Ordnungen Gottes. Zu diesem Zeitpunkt sind dem Volk zwar noch nicht die Zehn Gebote gegeben, aber dennoch gab es gültige Ordnungen, an denen sich die Menschen orientieren sollten. Darüber hinaus muss Mose lernen zu delegieren und Verantwortung abzugeben. Dabei geht es nicht in erster Linie darum Menschen zu finden, die einen hohen Intellekt vorweisen, sondern solche, die sich aus moralischer Sicht als gut und gerecht erweisen. Diese Männer betraut Mose nun mit den alltäglichen Angelegenheiten der Menschen und nur die schwierigen Fälle, für die es noch keine Musterbeispiele gibt, werden an Mose weitergeleitet. So einsteht ein System, durch das junge Leiter heranwachsen können und geschult werden und durch das die führenden Personen Freiraum für die großen Aufgaben erhalten. Das spätere Rechtswesen Israels gründet auf diesem simplen Prinzip. Aber nicht nur das, auch wir können heute noch viel von diesem weißen Rat Jithros lernen.  

Der Text für mich   

Eine coole und interessante Geschichte, die mich aber auch an eine meiner Schwächen erinnert. Ich mache gerne viel alleine oder selber. Mir fällt es schwer Nein zu sagen oder Aufgaben an andere abzugeben. Dabei ist das so wichtig, dass die Aufgaben auch gut erledigt werden können. Ein kleines Beispiel: In meinem Jugendkreis hatte ich einen Abend mit vorbereitet und bin beim Aufbauen von A nach B gelaufen, um alles aufzubauen und zu erledigen. Am Besten hätte ich mich teilen müssen und das hat mich gestresst. Bis dann jemand zu mit gesagt hat: „Salome, geh zu den Leuten hin, die schon da sind und gib ihnen eine Aufgabe! Du musst nicht alles alleine machen!“ Dieser Rat tat mir unglaublich gut und nachdem ich die Aufgabe abgeben habe, hatte ich noch genug zu tun, aber ich war ein wenig entspannter.  

Kennst du auch solche Situationen? Wo ist es besser, wenn du dir mal einen Rat geben lässt? Wo solltest du vielleicht Aufgaben abgeben? Oder wo solltest du anderen einen Rat geben, um sie zu unterstützen? Gott fordert nicht von uns, alles alleine zu machen. Es ist so gut wie immer eine andere Person vor Ort. Und wenn nicht, hast du dich dann schon an Gott gewandt? 

Der Text für dich  

Jedes unserer Kinder erlebt Situationen, die es überfordern. Das kann das Lernen für eine schwere Klassenarbeit, ein Streit mit einem Freund, aber auch die Vielzahl an Wahlmöglichkeiten, angefangen bei Sportvereinen bis hin zur fast grenzenlosen Auswahl an Spielzeug sein. Jedes unserer Kinder erlebt Situationen, in denen es auf die Hilfe andere angewiesen ist. Doch nicht immer ist es leicht, die eigene Schwäche einzugestehen und um Hilfe zu bitten. Hier können wir die Kinder ermutigen, dass jeder – egal ob groß oder klein  – immer wieder um Hilfe bitten muss.  

Die Geschichte zeigt aber auch, dass wir für andere Menschen eine Hilfe sein können. Dazu müssen die Kinder keine besonderen Fähigkeiten besitzen. Mit einem offenen Blick erkennen wir viele Gelegenheiten im Alltag, wo wir anderen eine Hilfe sein können. Z.B. einem anderen bei den Hausaufgaben helfen, einem kleineren Kind etwas reichen, … Gleichzeitig macht es Kinder unglaublich stolz und stark, wenn sie erkennen, dass eine wertvolle Hilfe für andere sind. 

Lasst uns als Mitarbeiter Ausschau halten, welche Fähigkeiten die Kinder haben und welche Kinder wir schon jetzt durch kleine Aufgaben in die Mitarbeit einbeziehen können. Denn davon profitieren die Kinder und ebenso wir! 

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 

Das folgende Spiel wird in mehreren Runden gespielt. In der ersten Runde erhält ein Kind die Aufgabe vier Luftballons eine Minute lang in der Luft zu halten. Berührt ein Ballon den Boden, hat das Kind verloren. Es können auch mehrere Kinder diese Aufgabe nacheinander versuchen. Das Spiel ist so ausgelegt, dass die Kinder die Aufgabe nicht schaffen. 

In der zweiten Runde erhält der Spieler durch eine andere Person Verstärkung. Nun geht es schon leichter. Wenn der Ballon immer noch auf den Boden fällt, kann in der nächsten Runde ein drittes Kind dazukommen. 

Anschließend könnt ihr noch eine Runde als gesamte Gruppe spielen. Entweder ihr stoppt die Zeit, wie lange ihr die Luftballons gemeinsam in der Luft halten könnt oder probiert aus, wie viele Luftballons ihr in einer Minute in der Luft halten könnt. 

Manche Aufgaben sind für uns alleine viel zu schwer. Doch mit Unterstützung von anderen wird es auf einmal machbar. 

Idee 2 

Bei dieser Aufgabe geht es darum, dass sich die Kinder gegenseitig helfen und vertrauen. Im Raum wird z.B. zwischen zwei Säulen, Stühlen, Tischen o.Ä. ein Seil gespannt.  Es sollte nicht zu hoch sein, dass die Kinder noch irgendwie drüberkommen, aber auch nicht zu niedrig, dass sie zu leicht darüberkommen. Die Kinder haben die Aufgabe, als Gruppe das Seil zu überqueren. Dafür erhalten die Kinder ein bis zwei Hilfsmittel (z.B. einen Stuhl) die jedoch nur einmal verwendet werden dürfen. Die Kinder können springen, andere drüberheben, eine Räuberleiter machen oder Ähnliches.  

Verkündigung  

Verkündigungsart: Interview 

Die Geschichte wird als Interview mit Mose dargestellt. Ihr braucht zwei Personen (Interviewer und Mose) und für die Bühne zwei Stühle und einen Tisch oder zwei bequeme Sessel mit Couchtisch, außerdem zwei Getränke oder Gläser, evtl. Tischdeko. Das Interview wird wie in einer Art „Talk-Show“ aufgezogen werden.  

Wenn die Bühne schon die ganze Zeit über aufgebaut ist, sind die Kinder gespannt, was dort noch passiert. 

Interviewer: Hallo und herzlich Willkommen zu Israel aktuell. Ich habe heute einen ganz besonderen Gast im Studio mit einer sehr schönen Geschichte. Einen großen Applaus für Mose. (klatscht ein wenig und wartet bis wieder Ruhe einkehrt) 

Hallo Mose, wie geht es dir heute? (stockt kurz) Ich darf doch du sagen, oder?  

Mose: (lacht) Ja, kannst du. Mir geht es blendend. Ich bin so viel entspannter als sonst und schon alle meine Aufgaben für heute erledigt. Da hab ich sogar früher Feierabend gemacht. 

Interviewer: Das klingt doch gut, aber wie kommt das? Du hattest doch bisher immer so viel zu tun und bist mit der Arbeit gar nicht fertig geworden! 

Mose: Das ist eine sehr lange Geschichte …  

Interviewer: Wir haben Zeit. Erzähl! (Nimmt sich ein Getränk vom Tisch und lehnt sich zurück) 

Mose: Vor ein paar Tagen kam mein Schwiegervater Jithro mit meiner Frau und meinen Kindern vorbei. Das war eine Wiedersehensfreude. Habe sie ja sehr lange nicht gesehen. Aber das ist eine andere Geschichte.  

Interviewer: Das glaube ich. Die Geschichte kannst du ein anderes Mal erzählen. Wie ging es dann weiter? 

Mose: Ich habe ihm erst mal alles erzählt, was ich die letzten Jahre so erlebt habe. Den Auszug aus Ägypten. Den Notlagen in der Wüste und wie Gott uns da gerettet hat. Der hat nicht schlecht gestaunt, kann ich dir sagen! 

Interviewer: Ach, du meinst die Geschichte mit den zehn Plagen und dem Weg durch das Schilfmeer? 

Mose: Ja genau, das war echt krass. (Pause) Aber auch eine andere Geschichte.  

Interviewer: Du hast echt viele Geschichten zu erzählen. (schaut zu den Kindern) Wen es interessiert, der kann zu Hause mal in seiner Kinderbibel nach den Geschichten suchen! (dreht sich wieder zu Mose) Aber jetzt erzähl weiter …  

Mose: Na ja, am nächsten Tag musste ich wieder arbeiten. Das kennst du ja. Jedenfalls kamen mal wieder alle Israeliten mit Anliegen und Problemen zu mir. „Der hat das von mir genommen“, „der war gemein zu dem”, „der kann seine Schulden nicht bezahlen” und so weiter. Du glaubst gar nicht, was das für eine lange Schlange war. Einer nach dem anderen kommt und will, dass ich mich um sein Problem kümmere. Und das geht jeden Tag so! 

Interviewer: Oh ja, das klingt anstrengend. Aber warum machst du das ganz alleine? 

Mose: Es gibt viele Anliegen, wo ich Gott fragen muss. Und aktuell bin ich der Einzige, der den Kontakt zu Gott hat. Die Israeliten kennen sich mit den Weisungen und Geboten von Gott noch nicht so aus. 

Interviewer: Und was hat sich jetzt geändert? 

Mose: Meine Schwiegervater Jithro hat mir einen echt guten Rat gegeben. Er meinte ich soll mir Hilfe holen. Erst dachte ich, dass mich das ja auch nicht weiterbringt. Wie soll ich mir denn Hilfe holen, wenn keiner die Gebote Gottes kennt? Aber er meinte, ich soll zuerst das ganze Volk  über die Weisungen und Gesetze Gottes aufklären. Und wenn sie alle gehört haben, was Gott möchte, dann soll ich Männer aussuchen, mir helfen und die leichteren Problemfällen der Menschen klären können. Das habe ich dann gemacht. Manche der Männer waren für tausend Leute zuständig, andere für hundert, fünfzig oder zehn. Je nachdem was sie so konnten. Und nur wenn es richtig große Probleme gibt, kommen sie dann zu mir. Ja und dadurch habe ich wieder richtig viel Zeit und kann mich auch mal zurücklehnen. (Nimmt sich ein Getränk und lehnt sich zurück) 

Interviewer: Das ist echt ein schlauer Rat gewesen. (dreht sich zu den Kindern) Manchmal ist es besser, Hilfe von anderen anzunehmen oder andere zu unterstützen, wenn sei Hilfe brauchen. (dreht sich wieder zu Mose) Danke für deine Geschichte! (Schaut zu den Kindern) Das wars auch schon wieder mit Israel aktuell für heute. Wir sehen uns in der nächsten Sendung mit einem neuen Gast. Seid wieder dabei! (Mose und der Interviewer gehen von der Bühne)  

Die andere Idee 

Die Geschichte eignet sich gut, um sie mit Playmobil oder Legofiguren nachzuspielen. Ihr braucht einen Mose, Jithro, Moses Frau und Kinder und viele Israeliten.  

Die Grundlage für die Erzählung ist der Bibeltext. Als Hilfestellung kann man dafür das Interview aus Verkündigung wählen oder eine Bibel mit einer gut verständlichen Sprache.  

Der Text gelebt   

Wiederholung  

Wenn die Geschichte mit Playmobilfiguren erzählt wurde, können an den Figuren verschiedene Fragen befestigt werden. Die Kinder dürfen eine Figur auswählen und die entsprechende Frage beantworten. 

  • Wie hießen die beiden Hauptcharaktere in der Geschichte? (Mose und Jihtro) 
  • Was hat Mose Jithro erzählt? (Vom Auszug aus Ägypten und den Wundern Gottes)  
  • Warum hatte Mose so viel zu tun? (Musste die Anliegen der Israeliten klären) 
  • Warum konnte nur Mose die Anliegen der Israeliten klären? (Nur Mose kannte Gottes Gebote)  
  • Was hat Moses Situation verändert? (Der Rat von Jithro) 
  • Was war der Rat von Jithro? (Er soll sich Hilfe suchen, andere Leute schulen, dass sie auch Anliegen bearbeiten und somit Mose entlasten können)  
  • … 

Gespräch  

  • Wo hast du in deinem Leben schon mal Hilfe gebraucht? 
  • Wie hat es sich angefühlt Hilfe zu bekommen? 
  • Konntest du anderen Menschen/Kindern schon mal mit einem Rat oder einer Tat helfen? 
  • Wie hat es sich angefühlt Hilfe zu geben? 
  • Traust du dich andere um Rat/Hilfe zu fragen, wenn du etwas alleine nicht schaffst? Warum traust du dich manchmal nicht?  

Gott möchte nicht, dass wir alles alleine schaffen müssen und uns wie Mose abmühen, bis wir nicht mehr können. Er hat uns andere Menschen an die Seite gestellt, die uns helfen können.  

Merkvers  

Einer kann leicht überwältigt werden, doch zwei sind dem Angriff gewachsen. Man sagt ja auch: Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell! Prediger 4,12 (Hoffnung für alle) 

Lest den Bibelvers gemeinsam in der Bibel nach. Dann bekommen die Kinder ein Stück Wolle und sollen versuchen es zu zerreißen. Das funktioniert sehr leicht. Dann bekommen sie zwei Wollfäden und sollen es nochmal versuchen, anschließend drei usw. Schon bald wird klar, dass mehrere Fäden viel stärker sind als einer allein. So ist es auch bei uns Menschen.  

Gebet  

Die Kinder überlegen, ob es etwas gibt, wo sie aktuell Hilfe oder einen Rat brauchen und schreiben oder malen diese Sache auf. Danach können die Kinder, wenn sie wollen, erzählen was es ist. Anschließend wird gemeinsam dafür gebetet. Dabei soll für alle genannten Anliegen gebetet und keiner vergessen werden. Es kann den Kindern die Möglichkeit gegeben werden selber zu beten oder ein Mitarbeiter betet.  

Kreatives  

„helfende Hände“ : Die Kinder bekommen ein Blatt Papier und einen Stift. Jedes Kind kann nun seine beiden Hände abwechselnd auf das Blatt Papier legen und einmal drum herum zeichnen. Anschließend können die Kinder in eine Hand schreiben, wo sie hilfe brauchen und in die andere, wie sie anderen helfen könnten.  

Spielerisches  

Alle Kinder und Mitarbeiter stehen im Kreis und halten sich an den Händen. Der Mitarbeiter hat einen Reifen (Hula-Hoop) auf der Schulter. Der Reifen muss einmal im Kreis transportiert werden, ohne dass die Kinder die Hände lösen müssen.  Es geht auch ohne Mitarbeiter. Dann den Reifen zwischen zwei Kindern einhängen.  

Rätselhaftes  

Gitterrätsel (siehe Downloadbereich) 

(T)Extras  

Lieder 

  • „Hallo Ciao, Ciao“ 
  • „Einfach spitze das du da bist“ 
  • „Sei mutig und stark“  

Spiele 

Der Teppich-Weg oder „Der Boden ist Lava“: Alle Kinder bekommen einen Teppich, ein Stück Papier oder Ähnliches. Jetzt müssen sie damit eine bestimmte Strecke überwinden. Die Strecke muss länger sein, als die Kinderschlange. Die Kinder sind „sicher“, wenn sie auf dem Teppich o.Ä. stehen. Sobald ein Kind den Boden berührt, werden ihm die Augen verbunden, er darf nur noch mit einem Bein spielen, o.Ä.! Wird eine „Unterlage“ von keinem Kind berührt, wird diese weggenommen.  

Aktionen 

Praktisch anderen helfen. Die Kinder können überlegen wie das aussehen könnte. Zum Beispiel den Geschwistern bei den Hausaufgaben oder den Eltern in der Küche helfen o.Ä.! Dies können sie sich aufschreiben um sich daran zu erinnern. Am besten legen sie einen konkreten Tag, eine konkrete Situation fest, damit es ihnen leichterfällt.  

Das Ziel 

Starter  

Gott ist es, der für uns kämpft – auch wenn wir nicht mehr können. Im Gebet dürfen wir Gott um seine Hilfe bitten. 

Checker  

Es kann anstrengend sein, in schweren Zeiten weiterzubeten. Doch gerade dann ist es gut, wenn wir nicht alleine sind, sondern Menschen um uns haben, die mit uns beten. 

Der Text an sich  

Israel wurde gerade aus Ägypten herausgeführt. Gott möchte es nun ins Gelobte Land führen – ein Land, das Gott für sie vorbereitet hat und das reich an Nahrung und Wohnfläche ist. Zuvor sind sie aber auf dem Weg zum Berg Sinai, weil sie dort Gebote und Lebensratschläge von Gott erhalten sollen. Bevor sie jedoch am Berg Sinai ankommen, greift das Volk Amalek sie in Refidim an. Amelek ist mit Israel verwandt, denn Amelek ist der Enkel von Esau, dem Bruder des Stammvater Israels namens Jakob.  

Josua bekommt daraufhin von Mose den Auftrag, geeignete Männer auszuwählen und zu kämpfen. Mose hingegen will während des Kampfes auf den Berg steigen mit dem Stab Gottes. Dieser Stab ist der Hirtenstab Moses, den er schon immer bei sich trug. Gott hatte ihn bereits oft genutzt, um seine Wunder zu zeigen.  

Josua gegenüber erwähnt Mose nicht, was er auf dem Berg machen wird. Das zeigt das große Vertrauen von Josua Mose gegenüber, denn völlig egal, was Mose dort oben tun wird, es würde schon im Kampf gegen den Feind helfen.  

Die nächste Szene ist sehr interessant. Wir lesen weder von einem Gespräch zwischen Gott und Mose, noch von einer Anweisung Gottes. Mose streckt einfach die Arme aus. Es ist klar: Wenn Mose die Arme nach oben hält, gewinnt Israel, und wenn er sie runternimmt, gewinnt Amalek. 

Aaron und Hur unterstützen ihren Freund Mose, indem sie seine Hände stützen. So gewinnt Israel. Sie gewinnen aber nicht, weil Israel so gut gekämpft hat. Der eigentliche Kampf findet auf dem Berg bei Mose statt. Der, der kämpft, ist nicht Israel, sondern Gott. Gott hat sich für sein Volk eingesetzt und hat für es gekämpft. Gott ist Israel in ihrer ausweglosen Situation beigestanden und hat sie gerettet. 

Wahrscheinlich ist diese Geschichte ein Sinnbild für das Gebet. Hände in die Luft zu heben, war damals eine gängige Gebetshaltung. Solange Mose im Gebet kämpft, werden die Feinde schwach und haben keine Chance. Die Geschichte möchte aber nicht aussagen, dass wir das bekommen, was wir möchten, wenn wir beten. Genauso wenig geht es darum, dass das Gebet nicht erhört wird, wenn wir nicht beten. Es soll eigentlich aufzeigen, dass wir Gott in unser Leben integrieren sollen. Denn er möchte uns erretten aus unserer schweren Situation. Das Gebet hierfür kann aber sehr schwer werden, vor allem, wenn der Kampf wie bei Mose, lange dauert oder wir das Gefühl haben, dass sich nichts ändert. Gott möchte darum, dass wir hartnäckig bleiben und für das beten, was uns wichtig ist. Und dass wir Hilfe von anderen Menschen annehmen, die mit uns und für uns beten. Gebet hat Kraft. Je mehr wir für die eine Sache beten, desto mächtiger kann das Gebet sein.  

Der Text für mich  

In der Geschichte geht es für mich darum, dass wir Gott in unser Leben mit hineinnehmen können. Wir dürfen uns eingestehen, dass wir nicht alles allein schaffen. Denn vieles in unserem Leben haben wir nicht in der Hand. Gott möchte uns genau dann, in unseren scheinbar ausweglosen Situationen, beistehen und helfen. Aber es ist manchmal sehr schwer, zu beten und Gott um Hilfe zu bitten. Vor allem, wenn wir in einer sehr herausfordernden Situation drinstecken oder wenn wir merken, dass sich nichts ändert. Da sind wir auf andere Menschen angewiesen, die mit uns und manchmal auch für uns beten. Denn Gott begegnet uns auch durch unsere Mitmenschen.  

Wir müssen unsere Probleme nicht alleine bewältigen. Wir dürfen gemeinsam unsere Anliegen vor Gott bringen und gemeinsam beten. Hast du so jemanden, mit dem du beten kannst? Hast du einen Ort oder eine Gemeinschaft, wo du deine Anliegen teilen kannst?  

Gemeinde bedeutet gemeinsam glauben. Manchmal muss man sich jemanden suchen oder sich jemandem anbieten. Egal, ob in der Gemeinde, in der Jungschar oder im Familien- oder Freundeskreis. Gemeinsam betet es sich leichter. 

Der Text für dich  

Egal, ob es Ausgrenzung in der Schule, der Streit der Eltern oder das verstorbene Haustier ist. Viele Kinder haben eine ähnliche schwere Situation bereits erlebt. Die Frage ist nur, wie die Kinder damit umgehen. Haben die Kinder einen Raum, wo sie beten können? Geschieht das in unseren Gruppenstunden?  

Es ist wichtig, zu verstehen, dass da jemand ist, der sie kennt und annimmt, wie sie sind und für sie da sein möchte. Niemand muss mit seinem Problem allein bleiben. Wir dürfen Gott unsere Probleme im Gebet sagen. Er verspricht uns, dass er uns nicht allein lässt.  

Je nachdem, aus welchen Lebensumständen die Kinder kommen, kennen sie Gebet vielleicht nur aus der Jungschar. Umso wichtiger ist es, dass wir ihnen dort einen Raum ermöglichen, wo die Kinder lernen zu beten. Aber nicht nur das: In der Jungschar kann gemeinsam für die Probleme jedes Einzelnen gebetet werden und füreinander einstehen. Wir können Woche für Woche gemeinsam beten und uns gegenseitig tragen. Vielleicht dürfen wir gemeinsam erleben, was Gott im Leben der Kinder verändert.  

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1: Flaschenwettheben  

Zwei freiwillige Kinder treten gegeneinander an. Beide bekommen zwei volle Wasserflaschen in die Hand. Diese sollen sie mit ausgestreckten Armen vor sich halten. Die anderen Kinder feuern sie an. Wer kann die Flasche länger halten?  

Die Hinführung kann dann lauten: „Gar nicht so leicht das auszuhalten, oder? Manche Dinge in unserem Leben sind anstrengend. Darum wollen wir heute von jemandem hören, der auch echt was aushalten musste …“ 

Idee 2: Stemmt den Mitarbeiter 

Wie viele Kinder braucht man, um einen Mitarbeiter zu tragen? (Tragen bedeutet hierbei, dass kein Körperteil den Boden mehr berühren darf.) Der Mitarbeiter legt sich auf eine Decke auf dem Boden und wehrt sich nicht. Ein Kind fängt an und versucht den Mitarbeiter an der Decke hochzuheben. Allein wird das dem Kind bestimmt nicht gelingen. Also kommt ein weiteres Kind dazu. Solange bis der Mitarbeiter für 10 Sekunden angehoben werden kann. Das sollte vielleicht nicht der schwerste Mitarbeiter machen. Die Hinführung könnte lauten: „Das war ganz schön schwer. Allein hätte man das gar nicht geschafft. Es gibt immer wieder Situationen, die man allein gar nicht schaffen kann. Da braucht man Hilfe. Mose hat auch mal wirklich Hilfe gebraucht …“ 

Verkündigung  

Verkündigungsart: Mitmachtheater 

Während eine Mitarbeiter die Geschichte vorliest, spielen die Kinder nach, was dort passiert. Zu Beginn werden die unterschiedlichen Rollen an die Kinder verteilt: Mose, Josua, Bote, Aaron und Hur. Der Rest der Kinder wird in Israeliten und Aamlekiter aufgeteilt. Bei kleinen Gruppen, können die Kinder auch mehrere Rollen spielen oder es gibt nur einen Israeliten und einen Amalekiter. Anschließend wird erklärt, dass sie immer das nachspielen sollen, was in der Geschichte gerade passiert. Der Kampf wird dabei durch Schere, Stein, Papier spielen dargestellt. Möglicherweise muss beim Vorlesen immer wieder eine Pause gemacht werden.  

„Mose und das ganze Volk Israel sind versammelt. Doch plötzlich kommt ein Bote auf Mose zugelaufen und ruft aufgeregt: ,Mose, Mose, wir werden von den Amalekitern angegriffen.‘ Das ganze Volk ist entsetzt. ,Was passiert jetzt?‘, fragen sie sich. Doch Mose reagiert schnell und sagt zu Josua: „Josua, such unter den Israeliten Männer aus, die Kämpfen können und dann und kämpfe gegen die Amalekiter. Ich werde hier auf den Berg gehen und für euch beten.“ Josua tat, was Mose gesagt hat und schon bald begann der Kampf. Auf der einen Seite standen die Amalekiter und auf der anderen Seite standen die Israeliten. Während ein Mann gegen den anderen kämpfte, stand Mose auf dem Berg und betete zu Gott. Und immer wenn Mose beim Gebet die Hände hoch erhoben hatte, waren die Israeliten stärker und jubelten laut. Aber wenn Mose müde wurde und seine Arme nach unten sanken, waren die Amalekiter stärker und dann jubelten sie laut. So ging es hin und her. Mal waren die Amalekiter stärker, und jubelten. Und mal waren die Israeliten stärker und jubelten. Es dauert nicht lange, da wurden Mose die Arme schwer und er konnte sie nicht mehr in der Luft halten. Doch zum Glück war Mose nicht allein. Seine Freunde Hur und Aaron kamen ihm zu Hilfe. Als Moses Arme wieder sanken und die Amalekiter laut jubelten, schleppten sie einen großen Stein herbei, sodass Mose sich daraufsetzen konnte. Und dann nahm jeder von ihnen einen Arm von Mose und hielt ihn hoch in die Luft. So schaffen sie es, die Arme lang genug oben zu halten und das Jubeln der Israeliten wurde immer lauter, bis Josua und die Israeliten gegen die Amalekiter gewonnen hatten.”  


Impuls 

Eine sehr coole Geschichte. Josua kämpft gegen Amalek und gewinnt. Aber warum? Weil Josua so stark war? Oder weil Mose die Arme in die Luft gehalten hat?  Nein, Josua gewinnt nicht, weil er und seine Männer so stark waren, sondern weil Gott für sie gekämpft hat. Denn während Josua mit dem Schwert gegen die Feinde kämpft, bittet Mose Gott die ganze Zeit im Gebet um Hilfe. Der Kampf war eine sehr schwere Situation. Josua hätte nicht gewonnen, wenn Gott nicht geholfen hätte. Und Mose wusste ganz genau, dass Josua das allein nicht schafft und nur Gott helfen kann. Deshalb stand Mose auf dem Berg und hob die Arme in die Luft. Denn so wie wir heute oft die Hände falten, um zu beten, war das eine ganz normale Haltung, um mit Gott zu reden. Aber auch das Beten war sehr schwer für Mose und immer wieder sind ihm die Arme schwer geworden. Es war auch für Mose ein richtiger Kampf. Deshalb brauchte auch Mose Hilfe. Und nur weil Moses Freunde Aaron und Hur ihm die ganze Zeit über beigestanden sind, konnte Mose weiterbeten und die Arme nach oben heben.   

Vielleicht kennst du das. Du betest und bittest Gott um Hilfe. Du hast ein Problem, du bist traurig wegen etwas und brauchst Hilfe. Du betest, aber es ändert sich irgendwie nichts. Du hast nicht das Gefühl, dass es besser wird. Das kann sehr frustrierend sein. Manchmal ist das einfach so. Ich kann dir nicht sagen, warum. Auch bei Mose hat es ganz schön lange gedauert, bis Gott das Gebet erhört den Sieg geschenkt hat. Aber ich kann dir sagen, dass Gott unbedingt möchte, dass du weiterbetest. Und vielleicht möchte Gott auch, dass du mit jemand anderem betest. Wir können nicht alles allein schaffen. Manchmal brauchen wir andere Menschen, die uns zu Seite stehen und mit uns beten. So wie Aaron und Hur die ganze Zeit bei Mose waren und ihn unterstützt haben. Manchmal brauchen wir andere Menschen, die mit uns zusammen beten, weil wir es alleine nicht schaffen. Und manchmal ist es auch andersherum. Da brauchen andere Menschen uns, damit wir ihnen helfen zu beten und Gott um Hilfe zu bitten. Wir dürfen auch wie Aaron sein und jemand anderem die Arme stützen.  

Zum Schluss sind wir jetzt eine Minute still und jeder kann überlegen, mit wem er gemeinsam beten könnte. Egal, ob du für deine Situation beten möchtest oder jemandem einfach mal helfen willst. Wer könnte in deinem Umfeld deine Hilfe brauchen?  

Die andere Idee 

Die Geschichte kann so erzählt werden, als wärt ihr selbst dabei. Von ihrem Platz aus machen die Kinder alles mit, was gerade passiert. Wenn Josua gegen Amalek kämpft, dann spielen alle gegeneinander Schere, Stein, Papier. Wenn Mose die Hände hochstreckt, dann machen das alle gemeinsam. Wenn Aaron und Hur Mose unterstützen, dann läuft jeder zu jemandem hin und hebt seine Hand hoch. Wenn Israel gewinnt, dann jubeln alle.  

Der Impuls wird mehr darauf konzentriert, dass wir alle Hilfe nötig haben. Mose und Josua brauchten Unterstützung. Auch wir brauchen sie. Egal, ob es andere Menschen sind oder Gott. Wichtig ist nur, dass wir Gott um Hilfe bitten. Wir brauchen und können nicht alles allein schaffen. Gott möchte uns helfen. Wir dürfen ihn an unserem Leben teilhaben lassen. Wenn Gott Anteil an unserem Leben hat, kann sich unser Leben zum Besseren wenden. Wenn wir Probleme haben, dann kann uns Gott da raus helfen. Wir dürfen uns trauen, Gott um Hilfe zu bitten. Er möchte das.  

Der Text gelebt  

Gespräch 

Der Raum wird abgedunkelt. Es werden mehrere Kerzen angezündet, damit man Licht hat. Wenn ein Kind oder Mitarbeiter etwas erzählen möchte, dann kann man sich eine Kerze nehmen und reden. Alle anderen sind still. Wenn man fertig ist, stellt man die Kerze wieder zurück. Mögliche Fragen: 

  • Was ist gerade schwer in deinem Leben, wovon du erzählen willst? 
  • Hast du jemanden, mit dem du beten kannst? 
  • Hast du schon mal für eine andere Person gebetet? 
  • Hast du schon mal zu Gott gebetet, dass er dir hilft? Wie war es? 
  • Hast du ein Anliegen, wofür du gebet hast und sich trotzdem nichts geändert hat? 

Gebet  

Popcorngebet: Hier ploppen kurze Gebete, wie der Mais in einer Popcornmaschine auf. Jedes Kind darf (ohne Reihenfolge) laut einen Satz sagen. Es darf auch mehrfach gebetet werden. Entweder sammelt man zuvor Gebetsanliegen oder jeder betet für sich einfach drauf los. 

Alternativ: Jedes Kind darf ein Gebetsanliegen anonym aufschreiben. Das wird dann zusammen in eine Kiste oder in einen Hut geworfen. Im Anschluss zieht jedes Kind einen Zettel. Dann darf jedes Kind für das Anliegen auf dem Zettel beten. Die Zettel werden im Anschluss wieder eingesammelt.  

Kreatives  

Sammelt in der Gruppe verschiedene Gebetsanliegen von Kindern, die heute nicht da sind, Freunden, Mitarbeitern, Menschen aus der Gemeinde, … (z.B. jemand der krank ist, eine Klassenarbeit schreiben muss, neu in der Klasse ist, …) und betet für sie. Bastelt anschließend Postkarten, auf dem ihr diesen Menschen einen kleinen Gruß zur Ermutigung schreibt. Darauf können alle Kinder aus der Gruppe unterschreiben.   

Spielerisches  

UNO-Fangen: Es werden zweit Teams eingeteilt. Jedes Team erhält eine UNO-Farbe als Teamfarbe (bei großen Gruppen, erhält jedes Team zwei Farben). Außerdem hat jedes Team einen Stützpunkt, an dem eine Fahne versteckt wird. Diese soll nicht so leicht zu finden sein, aber so, dass man sie sehen kann. Nun erhält jeder aus der Gruppe eine Karte. Von null bis neun ist alles dabei. (Die anderen Karten werden nicht benötigt.) Die Zahl der Karte gibt die Stärke des Spielers an. Eine Acht besiegt eine Sieben. Die einzige Besonderheit ist, dass die Null von allen Karten von eins bis acht besiegt wird, aber die einzige Zahl ist, die die Neun besiegen kann. Das Team kann sich untereinander besprechen, welche Zahlen es hat, sollte aber dem gegnerischen Team nichts sagen. Das Ziel des Spiels ist es, entweder die Fahne zu finden und in den eigenen Stützpunkt zu bringen oder die Gegner solange zu besiegen, bis das Gegnerteam keine Karten mehr hat.  

Ein Kampf funktioniert so: Spieler aus Team eins fängt Spieler aus Team zwei. Beide müssen sich gegenseitig die Zahl der Karten zeigen. Die Person mit der geringeren Zahl verliert und muss seine Karte dem Gewinner geben. Diese Karte kann im eigenen Stützpunkt abgegeben werden und zählt als Punkt. Eine gewonnene Karte kann wieder verloren werden, wenn man direkt wieder gefangen wird und dann verliert. Dann gibt man die eigene, aber auch die erbeutete Karte ab. Die erbeutete Karte ist nur sicher, wenn sie im Stützpunkt hingelegt wurde. Wenn zwei gleiche Karten aufeinandertreffen dann wird Schere, Stein, Papier gespielt. Der Gewinner bekommt die Karte. Der Verlierer kann sich bei einem Mitarbeiter im eigenen Stützpunkt eine neue Karte abholen. Allerdings nur solange noch welche vorhanden sind.  

Das Spiel kann auch nach einer bestimmten Zeit abgebrochen werden. Dann werden die erbeuteten Karten gewertet. Bei diesem Spiel muss man taktisch zusammen mit seinem Team spielen, um das Gegnerteam zu besiegen. 

(T)Extras  

Aktion  

Die Kinder schreiben oder malen ihre Situation oder ihr Problem auf einen Zettel. Dieser Zettel wird, wenn alle fertig sind, entweder mittels einer Kerze oder in einer Feuerschale verbrannt. Symbolisch soll das zeigen, dass dieses Problem Gott abgegeben wurde und Gott sich darum kümmert. Hier muss man gut abschätzen können, ob man das mit seinen Kindern machen kann oder nicht. 

Spiele 

Teamspiele, bei denen das ganze Team oder einzelne gegeneinander antreten. 

Oma, Wolf, Jäger: Ähnlich wie Schere, Stein, Papier. Die beiden Teams entscheiden sich für eine „Person“ (Oma, Wolf oder Jäger). Dann stellen sich die beiden Teams an einer Linie gegenüber voneinander auf. Es wird von drei runtergezählt. Bei null zeigen die Teams sich gegenseitig ihre Person. Die Oma wird wie eine alte Frau mit einem Gehstock dargestellt. Der Wolf hebt die Hände hoch und brüllt und der Jäger zieht sein Jagdgewehr zum Schießen. Dann läuft es wie bei Schere, Stein, Papier. Der Wolf frisst die Oma. Der Jäger erschießt den Wolf und die Oma verkloppt den Jäger. Wenn sich die Teams ihre Person gezeigt haben, gibt es ein Gewinnerteam und ein Verliererteam. Das Gewinnerteam muss das Verliererteam fangen. Die Verlierer rennen weg bis sie eine bestimmte Wegmarkierung erreicht haben. Alle, die gefangen wurden, wechseln das Team. Dann wird wieder besprochen und wieder gespielt. Teammitglieder werden hin und her wechseln. Nach einer bestimmten Zeit wird das Spiel gestoppt. Das Team mit den meisten Mitgliedern gewinnt.  

Gegenstandsrennen: Zwei spielen gegeneinander. Es wird Runde für Runde ein Gegenstand genannt, der geholt werden muss. Beispiel: Socke, Trinkflasche, Klopapier usw. Wer den Gegenstand zuerst gebracht hat, gewinnt. Das Team darf helfen, den Gegenstand zu besorgen. Nach jeder Runde kann auch der Spieler gewechselt werden.  

Putzlappenhockey: Zwei Teams sitzen sich auf Stühlen gegenüber. Jede Person bekommt eine Zahl. Von eins bis X (X ist entsprechend der Teilnehmerzahl). In der Mitte liegt ein Lappen und zwei Besen/Wischmopps oder Holzstiele. Rechts und links von den Teams steht jeweils ein Stuhl. Jetzt wird nach und nach eine Zahl aufgerufen. Die entsprechende Person aus jedem Team, steht schnell auf, greift sich einen Besen aus der Mitte und muss den Lappen zwischen den Stuhlbeinen (dem Tor) des gegnerischen Teams durchschieben. Es darf sich nicht geschlagen oder weggedrückt werden. Den Lappen mit dem Fuß zu halten, ist auch nicht erlaubt. Gewonnen hat das Team, welches nach einer bestimmen Zeit mehr Tore erzielt hat. 

Das Ziel 

Starter  

Gott möchte uns mit allem versorgen, was wir brauchen.  

Checker 

Gott kennt uns und weiß genau, was wir für diesen Tag brauchen. Er möchte, dass wir ihm vertrauen, dass er jeden Tag neu für uns sorgt.    

Der Text an sich  

Nachdem das Volk Israel bereits mehrere Stationen durchwandert hat, erreichen sie die Wüste Sin. Diese liegt zwischen Elim, dem Ort, an dem das Volk eine üppige Oase vorgefunden hat und dem Berg Sinai, an dem sie später die Zehn Gebote empfangen würden. Fünfzehn Tage nach dem Auszug aus Ägypten sind die Lebensmittelvorräte aufgebraucht und die Menschen haben Hunger. 

Obwohl das Volk bereits erlebt hat, wie Gott sie aus Ägypten geführt, das Schilfmeer geteilt und bitteres Wasser genießbar gemacht hat, beginnen sie erneut (vgl. 2. Mose 14,11; 15,24) zu „murren”. In diesem „murren” steckt einerseits die ganz offene Anklage gegenüber Mose und Aron, gleichzeitig wendet sie sich aber auch gegen Gott, denn es stellt das Befreiungshandeln Gottes als ein Verhängnis und Unglück dar und wünscht es rückgängig zu machen. Dieses „murren” verachtet also Gottes Rettung und ist deshalb Sünde.  

Doch obwohl sie sich an Mose und Aron wenden, hört Gott die Klagen seines Volkes und offenbart er seinen Plan zunächst Mose und Aron und dann auch dem Volk. Interessant sind dabei die unterschiedlichen Begründungen, die Gott für diese Art von Versorgung anführt. Anstatt einer großen Menge an Lebensmitteln, die für einen längeren Zeitraum ausreichen, will Gott genau so viel geben, wie es für jeden Tag braucht. Das tut er ganz bewusst, um das Volk auf die Probe zu stellen, „ob es nach meinen Gesetzen leben will oder nicht” (V.4). Gegenüber dem Volk wird betont, dass sie durch dieses Handeln erkennen werden, „dass ich der Herr, euer Gott bin” (V.12), denn er ist derjenige der sie aus Ägypten geführt hat – nicht Mose oder Aron – und er ist derjenige, der sein Volk versorgen kann, auch wenn sie es selbst nicht glauben. 

Während das Volk dem Brot und Fleisch Ägyptens nachtrauert, beweist Gott, dass er sein Volk versorgen kann und das im Überfluss. Denn noch am Abend lassen sich Wachteln im Lager nieder, sodass Fleisch vorhanden ist und ab dem nächsten Tag schenkt Gott jeden Morgen Manna, solange das Volk in der Wüste lebt. Manna bedeutet „Was ist das?” und wird als kleine, feste, weiße Kügelchen beschrieben, die einen süßen Geschmack haben.  

Obwohl Gott klare Anweisungen für diese Manna gibt, zeigt sich auch hier das mangelnde Vertrauen in Gottes Versorgung. Denn einige versuchen für den nächsten Tag vorzusorgen oder am Sabbat Nahrung zu sammeln. Doch Gott macht deutlich, dass er der Versorger ist, der ganz genau weiß wie viel sein Volk an jedem Tag braucht und macht es unmöglich zu denken, sie könnten für sich selbst sorgen.  

Der Text für mich  

Mich bringt diese Geschichte ins Staunen über Gott! Die Undankbarkeit und der Unglaube des Volkes sind förmlich greifbar und doch lässt Gott sich ganz auf sein Volk ein und zeigt, dass er versorgen kann. Als Mensch geht es mir immer wieder wie diesem Volk. Ich möchte vorausplanen, Vorräte anlegen und absichern, dass am Ende genug da ist. Doch Gott sieht das anders. Er wünscht sich, dass wir ganz von ihm abhängig sind und jeden Tag neu bitten und vertrauen, dass er uns mit allem versorgt, was wir brauchen.  

Wie ist mein Bild von Gott? Halte ich ihn für knauserig, einen der mir nur das Allernötigste zugesteht oder staune ich darüber, wie großzügig er ist und wie reich er mich beschenken möchte? Bei Gott kommen wir nicht zu kurz! 

Der Text für dich  

Die Kinder in unseren Gruppen mussten im Normalfall noch nie wirklichen Hunger erleiden. Was ihnen jedoch gut bekannt ist das „Murren” oder auch nörgeln, jammern und sich beschweren, das wir bei den Israeliten sehen. Auch Fragen wie „Habe ich genug abbekommen?” oder „Ist später noch genug für mich da?” tauchen im Alltag der Kinder, z.B. bei der Verteilung von Süßigkeiten, immer wieder auf. Vertrauen, dass (später) genug da ist, ist nicht immer einfach. Kinder erleben oft früh, dass ihr Vertrauen auch enttäuscht werden kann und Versprechen nicht immer eingehalten werden. Das macht uns als Menschen vorsichtig und wir entwickeln Strategien, um selber für „genug” zu sorgen. Doch bei Gott ist das anders. Auf ihn können sich die Kinder ganz verlassen.  

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1: Manna sammeln 

Auf dem Boden oder einem Tuch wird „Manna” ausgestreut. Dafür kann z.B. Popcornmais, Reis, Linsen o.Ä. verwendet werden. Aufgeteilt in zwei Gruppen sollen die Kinder innerhalb von zwei Minuten so viel Manna wie möglich in einer Schüssel einsammeln.  

Die Schüsseln werden anschließend zur Seite gestellt. Die Auswertung erfolgt in der Verkündigung.  

Idee 2: Verhaltens-Experiment 

Zu Beginn der Gruppenstunde wird eine Packung oder Schale mit Süßigkeiten aufgestellt (z.B. Kaubonbons, Salzbrezeln o.Ä.). Die Kinder dürfen sich während der ganzen Gruppenstunde frei bedienen und so viel essen, wie sie möchten. Allerdings dürfen sie immer nur ein Stück herausnehmen und erst nachdem es gegessen ist, das nächste nehmen – also immer nur so viel, wie sie jetzt im Moment essen. Bei größeren Gruppen wird versprochen, dass die Schüssel wieder aufgefüllt wird, sollte sie leer werden.  

Erfahrungsgemäß stürzen sich die Kinder auf die Süßigkeiten und versuchen in ihren Taschen einen Vorrat anzulegen oder tun sich zumindest schwer, nur ein Teil zu nehmen. Bei dieser Aktion geht es um das Vertrauen, dass später noch genug da sein wird und ggf. eine neue Packung geöffnet wird. Das kann uns ziemlich schwerfallen, doch genau dieses Vertrauen wünscht sich Gott von uns.  

Verkündigung  

Verkündigungsart: Erzählung mit Bildern 

Die Geschichte wird mit Hilfe von Bildern erzählt. Passende Bilder zur Geschichte findet man z.B. hier: FreeBibleimages :: Finde eine Geschichte oder in vielen Kinderbibeln.  

Das Volk Israel war jetzt schon seit fünfzehn Tagen unterwegs und inzwischen waren sie mitten in der Wüste Sin. Die Sonne schien heiß vom Himmel herab und alle ihre Essensvorräte waren aufgebraucht. Die Menschen hatten Hunger! 

  • Hattet ihr schonmal richtig Hunger? Was passiert, wenn man hungrig ist? 

Unter dem ganzen Volk breitete sich richtig schlechte Stimmung aus und schon bald fingen sie an sich bei Mose und Aaron zu beklagen. Aber sie waren nicht nur ein bisschen am meckern, sondern unter dem Volk gab es einen richtigen Aufruhr und alle waren gegen Mose und Aaron. „Es wäre besser gewesen, in Ägypten zu bleiben und dort zu sterben. Dort hatten wir Töpfe voller Fleisch und genug Brot, um uns satt zu essen! Aber ihr habt uns in diese Wüste gebracht, nur damit wir hier alle verhungern.” – „Wären wir doch lieber in Ägypten geblieben”, beschwerten sie sich.  

  • Stimmt das, was die Israeliten sagen? Ging es ihnen wirklich so gut? 
  • Und stimmt es, dass Mose und Aaron die Israeliten aus Ägypten herausgeführt haben? 

Obwohl die Menschen sich bei Mose und Aaron beschwerten, hörte Gott was sie sagten. Und Gott war ziemlich traurig über das Verhalten der Israeliten. Sie vertrauten ihm nicht, dass er sie versorgen wird.  

  • Wisst ihr noch, was die Israeliten schon erlebt hatten, seit sie Ägypten verlassen haben? (Gott hat sie aus Ägypten befreit, er hat das Schilfmeer vor ihnen geteilt und er hat ungenießbares Wasser in Trinkwasser verwandelt) 

Die Israeliten waren gerade mal seit zwei Wochen von der Sklaverei befreit und immer wieder hat Gott gezeigt, dass er sie beschützt und versorgt. Aber sobald eine kleine Schwierigkeit auftauchte, vertrauten sie Gott nicht mehr. Gott hatte die Vorwürfe der Israeliten gehört und sagte zu Mose: „Ich werde die Israeliten versorgen und Brot vom Himmel regnen lassen. Und jeden Tag sollen sie so viel einsammeln, wie sie für einen Tag brauchen. Ich werde sie auf die Probe stellen, ob sie mir vertrauen wollen oder nicht.” 

Als Mose und Aaron diese Botschaft hörten, riefen sie das ganze Volk zusammen und sagten: „Gott hat eine Botschaft für euch. Ihr habt euch bei uns beschwert, aber nicht wir haben euch aus Ägypten geführt, sondern Gott.” Und während Aaron zu den Menschen sprach, sahen sie wie in der Wüste eine große Wolke erschien. Die gleiche Wolke, die immer vor dem Volk herzog, wenn sie durch die Wüste wanderten. Und alle wussten, in dieser Wolke zeigt sich Gott der Herr. „Ich habe gehört, wie ihr euch beschwert. Noch heute Abend gebe ich euch Fleisch zu essen und morgens werdet ihr Brot bekommen.” Das sagte Gott durch Mose zu den Menschen. 

Niemand wusste, wo mitten in der Wüste Essen für ein ganzes Volk herkommen sollte. Aber dann passierte etwas Merkwürdiges. Als es Abend wurde flog ein riesiger Schwarm mit Wachteln, das sind kleine Vögel, über die Wüste und landete mitten im Lager der Israeliten. Die Vögel waren vom Fliegen so erschöpft, dass die Menschen sie nur noch einsammeln mussten. Gott hatte sein Versprechen gehalten und ihnen Fleisch zu essen gegeben. 

Aber das war noch nicht alles. Als die Menschen am nächsten Morgen aufstanden, war der Boden von Tau bedeckt. Und als die Sonne den Tau weggetrocknet hatte, lagen überall kleine weiße Kügelchen auf dem Boden. Die Menschen waren verwundert. Sie schauten sich an und sagten zueinander „Was ist das?” Doch da erklärte Mose: „Das ist Brot vom Himmel. Gott hat es euch gegeben. Jeder soll einen Krug voll einsammeln und ihr sollt alles aufessen und nichts bis zum nächsten Tag aufheben.” 

Die Menschen fingen an das Manna aufzusammeln. Genau wie bei euch vorhin haben die einen weniger gesammelt und die anderen mehr.  Aber egal wie viel sie gesammelt hatten, am Ende war es für alle genug und niemand hatte zu viel (Gesammeltes Manna aus der Hinführung zeigen. Egal ob viel oder wenig, es reicht für alle). Gott versorgte die Menschen mit genau so viel, wie sie für einen Tag brauchten.  

Aber manche dachten sich „Wer weiß, vielleicht gibt es morgen ja kein Manna.” und hoben etwas aus ihrem Krug für den nächsten Tag auf. Doch am nächsten Tag war das Manna voller Würmer und stank ekelhaft. Als Mose das sah, wurde er ganz schön wütend. Gott hätte den Israeliten auch ganz viel essen auf einmal geben können, sodass es für viele Tage reicht. Aber Gott wollte, dass die Menschen ihm vertrauen und glauben, dass er sie jeden Tag versorgt.  

So sammelten die Israeliten jeden Tag das Manna ein. Immer so viel wie sie für einen Tag brauchten. Doch am sechsten Tag, sagte Mose, „heute sollt ihr doppelt so viel einsammeln”. 

  • Komisch oder? Die Israeliten sollen doch immer nur für einen Tag einsammeln. Warum denn jetzt doch für zwei Tage? Was denkt ihr? 

Am sechsten Tag sollten sie doppelt so viel sammeln, weil am siebten Tag Sabbat war. Und Gott wollte, dass die Menschen am Sabbat nichts arbeiten müssen. Manche Israeliten glaubten nicht, was Mose ihnen sagte, denn an allen anderen Tagen war das Manna ja schlecht geworden. Aber als sie am nächsten Tag losgingen um Manna einzusammeln, war nicht ein einziges Körnchen zu finden.  

Gott hat die Israeliten 40 Jahre lang in der Wüste mit Essen versorgt – obwohl die Israeliten am Anfang nicht glaubten, dass Gott das wirklich kann. Aber Gott hat gezeigt, dass er ganz genau weiß, was seine Menschen brauchen. Wann sie viel brauchen und wann sie weniger brauchen. Und dass er sie wirklich versorgen kann. 

Und das gilt auch für uns. Gott kennt jeden von uns ganz genau und weiß was wir jeden Tag brauchen. Nicht nur, was wir an Essen brauchen, sondern z.B. auch ob wir einsam sind und einen Freund brauchen oder Mut für eine schwierige Situation. Nicht immer gibt uns die Dinge genauso, wie wir uns das vorgestellt haben. Die Israeliten haben am Anfang auch nicht erwartet, dass Gott ihnen auf diese Weise zu essen gibt. Aber Gott weiß ganz genau, was wir brauchen und er wünscht sich, dass wir ihm vertrauen, dass er uns jeden Tag das gibt, was wir gerade brauchen. 

Die andere Idee 

Die Geschichte wird mit Hilfe eines Skatkartensatzes erzählt (diese gibt es auch in Großformt als A5 oder A4 Karten). Die unterschiedlichen Karten bilden die Personen der Geschichte:  

  • Gott: Joker – für ihn ist nichts unmöglich 
  • Mose und Aaron: ein roter Bube und ein schwarzer Bube 
  • Israeliten: alle Karten von 2 bis 10 

Immer wenn eine neue Person in der Geschichte auftaucht, wird die Person kurz in Verbindung mit der Karte gebracht und anschließend in die Mitte gelegt. Während der Erzählung werden die Karten hin und her geschoben. Z.B. Die Israeliten beklagen sich bei Aaron und Mose (Aaron und Mose weiter oben, unterhalb davon die Israeliten) doch es wird klar, dass Gott verantwortlich ist (Gott oberhalb von Mose ablegen), Aaron spricht zum Volk (Aaron neben das Volk legen), … 

Der Text gelebt  

Gespräch  

Bezug zu Hinführung Idee 2 

  • Wie ging es euch mit den Süßigkeiten? Hat jeder genug bekommen? 
  • Wem ist es schwergefallen, immer nur 1 Bonbon zu nehmen? Warum? Was hättest du stattdessen lieber gemacht? 
  • Den Israeliten ging es ganz ähnlich. Sie hätten am liebsten ganz viel Manna eingesammelt und einen Vorrat angelegt, damit sie immer genug haben. Ihnen viel es schwer Gott zu vertrauen. Heute fällt es uns manchmal auch noch schwer, Gott zu vertrauen. Gott wünscht sich, dass wir ihm ganz vertrauen und glauben, dass er uns jeden Tag alles gibt, was wir brauchen.  
  • Habt ihr schon mal erlebt, dass Gott euch versorgt hat? 

Gebet  

Im Vaterunser taucht unter anderem genau diese Bitte auf, dass Gott uns gibt, was wir für diesen Tag brauchen („unser täglich Brot gib uns heute”). Erklärt den Kindern diese Bitte und sammelt mit den Kindern welche Dinge sie im Moment von Gott brauchen. Sprecht anschließend gemeinsam das Vaterunser.  

Kreatives  

Manna wird als keine, weiße Kügelchen beschrieben, die süß schmecken. Sie konnten zu verschiedenen Dingen verarbeitet werden. Wenn die Kinder in der Hinführung Popcornmais gesammelt haben, könnt ihr diesen jetzt verarbeiten und Popcorn herstellen. 

Spielerisches  

Wachteln jagen: In der Mitte des Raumes werden kleine Bälle (Tischtennisbälle, Tennisbälle o.Ä.) ausgekippt. Das sind die Wachteln. Jedem Team wird eine Ecke des Raumes zugewiesen. Die Teams bekommen die Aufgabe, so viele Wachteln wie möglich einzufangen und in das eigene Lager zu bringen. Allerdings darf dürfen dafür weder Hände noch Füße benutzt werden, sondern nur die eigene Nase. Alternativ können Wattebällchen als Wachteln benutzt werden. Dann müssen die Wachteln durch Pusten ins eigene Lager gebracht werden.  

Rätselhaftes  

Was ist das? Jedem Kind wird ein Zettel auf die Stirn geklebt, auf dem der Name eines Gerichtes steht. Ziel des Spiels ist es herauszufinden, welches Gericht auf der eigenen Stirn steht. Dazu bewegen sich die Kinder durch den Raum und dürfen anderen Personen Fragen stellen, die mit Ja oder Nein zu beantworten sind. Eine Person darf allerdings nur so lange befragt werden, bis das Kind eine „Nein”-Antwort erhält. Dann muss sie eine andere Person ansprechen.   

(T)Extras  

Lieder 

  • Meinem Gott vertraue ich gerne/Absoluto guto (Mike Müllerbauer) 
  • Ich bin sicher (Daniel Kallauch) 
  • Ich geh mit Gott durch dick und dünn (Dorothea Gisler-Kreiß) 
  • Nie, nie, nie vergess ich (Daniel Kallauch) 

Das Ziel 

Starter  

Gott hat alles, was wir brauchen. Er wünscht sich aber, dass wir mit ihm sprechen. 

Checker  

Gott hat alles, was wir brauchen. Er wünscht sich aber, dass wir ihn konkret um etwas bitten und ihm vertrauen. 

Der Text an sich  

Mose: Er ist der von Gott bestimmte Anführer für das Volk Israel. Mose steht vor Gott immer wieder für die Israeliten ein und gibt ihnen das weiter, was Gott ihnen zu sagen hat oder wo er sie hinführt.  

Volk Israel: Das ist das von Gott erwählte Volk. Gott hat SEIN Volk aus der Sklaverei in Ägypten befreit und führt sie nun den Weg in das von ihm versprochene Land. Da das Volk aber, im Gegensatz zu Gott, ihm nicht immer treu ist, und sich auch während der gesamten Reise öfter gegen Gott stellt, bringt Gott sie durch Mose und dessen Bruder Aaron immer wieder zur Vernunft. Gott gibt den Israeliten dabei klare Ansagen und auch Regeln wie in V25b – 26.  

Gott hat das Volk Israel vor seinen Verfolgern, den Ägyptern gerettet, indem er das Schilfmeer für sie geteilt hat. Die Reise für die Israeliten geht nach dem Schilfmeer direkt in die Wüste Schur. Erst nach drei Tagen Wanderung kamen sie an einen Ort mit Wasser. Allerdings war das Wasser bitter und somit ungenießbar. Wegen des bitteren Wassers hieß der Ort „Mara“ (Bitterwasser).  

Die Israeliten waren darüber sehr verärgert und entmutigt. Sie haben sich gegen Mose zusammengerottet und ihn zur Rede gestellt und gefragt, was sie denn nun trinken sollen. Die Frage nach trinkbarem Wasser ist total verständlich und der Ärger über das bittere Wasser auch. Die Art und Weise, wie sie Mose in diesem Zusammenhang verantwortlich für diese Misere machen, lässt aber zu wünschen übrig. Mose ging damit zu Gott und schrie um Hilfe. Dass er schrie, zeigt, wie erbost das Volk gewesen sein muss und wie dringlich es um das benötigte Wasser stand!  Gott hörte den Hilferuf und zeigte Mose die Lösung: ein Stück Holz. Das Holz warf Mose in das Wasser und die Israeliten konnten trinken. Gott zeigt den Israeliten erneut seine Macht und dass er für sie sorgt. Gott erhört das Gebet und hilft. 

Im letzten großen Absatz in V25b-27 gibt Gott den Israeliten Gesetze. Gott kennt die Israeliten ganz genau und stellt mit den Gesetzen ihren Gehorsam auf die Probe. Er will sehen, ob sie nicht nur meckern und sich beschweren können, sondern ob sie sich auch an seine Gesetze halten und ihm treu sind. Als „Belohnung“ für ihren Gehorsam verspricht Gott dafür, dass er keine der Krankheiten schicken wird, mit denen er die Ägypter in Form der Plagen bestrafte, weil sie die Israeliten nicht ziehen lassen wollten. Gott verwendet hier das für uns gut vorstellbare Bild des Arztes. Wenn es uns Menschen schlecht geht und uns etwas fehlt oder wir gar krank sind, gehen wir zum Arzt, um Hilfe zu bekommen.  

Gott fordert den Gehorsam dabei nicht, um die Menschen zu ärgern oder zu gängeln, sondern weil es gut ist für die Menschen. Denn Gott weiß am besten, was für sein Volk das Beste ist. So wie ein Arzt ja auch sagt, was gut für unseren Körper ist und was schlecht. Auch sagt er, was wir tun oder lassen sollten, um gesund zu bleiben oder gesund zu werden. Wenn wir uns daran halten, was der Arzt zu uns sagt, ist das auch wie Gehorsam. Nur nennen wir es nicht so. Wir vertrauen ihm. 

Gott sagt in V26: „Ich, der HERR, bin euer Arzt“. Es kann also jeder, dem es an etwas mangelt, zu Gott kommen und ihn um Hilfe bitten. Das wünscht sich Gott, so wie wir zu einem Arzt gehen, ihn um Hilfe bitten und ihm vertrauen. Bei Gott ist nichts unmöglich, auch wenn es für uns Menschen manchmal so scheint. 

Der Text für mich  

Wenn ich mir die Textpassage so durchlese, habe ich bei den ersten beiden Versen Mitleid mit den Israeliten. Drei Tage wandern und nichts zu trinken zu haben, ist schon ziemlich hart, zumal es in der Wüste tagsüber sehr heiß ist. Und dann auch noch an einen Ort kommen, dessen Wasser ungenießbar bitter ist. Das ist schon ziemlich bitter … Dass dabei deutlicher Unmut aufsteigt – verständlich. Aber mehr, als dass die Israeliten wieder nur meckern und sich gegen Mose stellen, anstatt selbst mal zu überlegen, wer ihnen bei diesem Wasserproblem helfen könnte, fällt ihnen nicht ein. Scheinbar haben sie all die krassen Ereignisse rund um den Auszug aus Ägypten und die wundersame Rettung im Schilfmeer schon wieder vergessen. Scheinbar haben sie Gott dabei vergessen.  

Wie geht es mir damit? Was mache ich in schwierigen Situationen oder bei Problemen? Rege ich mich auf und mache andere dafür verantwortlich? Suche ich die Lösung für mein Problem einfach selbst? Oder wende ich mich an Gott und bitte ihn um Hilfe? Gott hat alles und kann alles! Und das dürfen wir für uns selbst immer wieder erkennen und den Kindern weitergeben. 

Der Text für dich  

Auch Kinder kennen Situationen, die „doof“ sind. Situationen, in denen es ihnen nicht gut geht oder es ihnen sogar an etwas mangelt. Dabei kann es sich um materielle Dinge oder auch um Zwischenmenschliches, wie z.B. Liebe, Annahme oder Wertschätzung, handeln. In (hoffentlich) seltenen Fällen womöglich auch um tägliche bzw. auch gesunde Lebensmittel.  

Den Kindern zu erklären, dass da jemand ist, für den nichts unmöglich ist und der alles hat, kann ein fester Anker in deren Leben werden. Wichtig ist aber, auch zu betonen, dass Gott kein Wunschautomat ist. Wir können ihn dennoch um alles bitten und am aller besten: über alles reden. Das wünscht sich Gott. Gott hört unser Gebet und hilft. 

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1 : Rennspiel und bitteres Wasser 

Spielt ein einfaches Rennspiel wie z.B. „Hundehüttenfangen“.  

Es gibt 2 Fänger, deren Aufgabe es ist, alle Kinder zu fangen. Wer gefangen wurde, stellt sich als Hundehütte mit mehr als hüftbreiten Beinen und zur Seite ausgestreckten Armen auf der Stelle hin. Noch nicht gefangene Kinder können die Hundehütten wieder befreien, indem sie zwischen den Beinen hindurchkrabbeln. Wird gerade eine Hundehütte befreit, dürfen die beiden Kinder nicht gefangen werden. Je nach Gruppengröße und Schnelligkeit der Fänger kann die Anzahl verringert oder erhöht werden. Wenn als Abschlussrunde alle Mitarbeiter die Kinder fangen, ist das auch ein riesiger Spaß.  

Nachdem sich alle ausgepowert und nun sicherlich Durst haben, bietet den Kindern im Anschluss Wasser zu trinken an. Allerdings ist das kein normales Wasser, sondern „bitteres Wasser“, in das ihr Salz gemischt und es somit ungenießbar gemacht habt. Seid dabei vorsichtig in der Dosierung des Salzes.  

So oder so ähnlich müssen sich die Israeliten nach der 3-tägigen Wanderung ohne Wasser gefühlt haben. Sie hatten ziemlichen Durst und das Wasser war ungenießbar.  

Idee 2: Schokoladenauspacken 

Vorbereitung: Anstelle einer Schokolade wird eine kleine ungeschälte Zwiebel eingepackt. Mit geschickter Wickeltechnik kann man die Form gut kaschieren. Eine Abweichung zur Form einer normalen Schokoladentafel schadet nicht, es wächst eher noch die Spannung auf eine außergewöhnliche Süßigkeit.  

Durchführung: Die Gruppe braucht Messer, Gabel, Mütze, Schal, Handschuhe und einen Würfel. Gewürfelt wird reihum. Wer eine 6 würfelt, zieht sich Mütze, Schal und Handschuhe an und versucht mithilfe von Messer und Gabel das Päckchen auszupacken. Wichtig: Das Päckchen darf nur mit dem Besteck und nicht mit den Händen gehalten werden.  

Je nach Größe der Gruppe könnt ihr auch in zwei oder mehr kleineren Gruppen mit je dem gleichen Material spielen. Gewonnen hat dann die Gruppe, die als Erste bis zur Zwiebel gekommen ist.  

Zu Beginn haben sich die Kinder sicherlich auf die Schokolade gefreut, da die meisten das Spiel an sich vermutlich kennen. Umso größer wird die Verärgerung sein, wenn statt der Schokolade eine Zwiebel zum Vorschein kommt.  

Verkündigung  

Verkündigungsart: Ein-Personen-Theater 

Verkleide dich als einer der Israeliten mit einem Gewand und einem Wanderstock und erzähle die Geschichte aus deren Perspektive. Wenn möglich, hänge dir einen alten Wasserbeutel um, oder hab einen Wasserkrug aus Ton dabei. Je nach Mitarbeiteranzahl kann die Person auch von einem anderen Mitarbeiter gespielt werden.  

„Hallo, ich grüße euch! Schön, euch hier anzutreffen mitten hier in der Oase Elim in der großen Wüste Schur. Hier haben wir Israeliten gerade unser Lager aufgeschlagen zwischen den 12 Quellen und den 70 Palmbäumen. Ich sag euch: Wir haben gerade einiges erlebt! Mannomann war das krass!  

Soll ich euch davon berichten?  

Also, passt auf:  

Wie ihr ja bestimmt schon mitbekommen habt, hat Gott uns aus der Sklaverei aus Ägypten befreit. Allen voran Mose, unser Anführer. Nachdem Gott uns durch das geteilte Schilfmeer vor den Ägyptern gerettet hat, führte uns Mose in die Wüste Schur. Dort wanderten wir drei lange Tage durch die Wüste. Auf der ganzen Strecke fanden wir aber kein Wasser! Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie anstrengend das ist. Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, als wir an einen Ort kamen. Dort gab es Wasser! Halleluja! Endlich Wasser! Oh Mann, hatte ich vielleicht einen Durst!  

Ich hab meine Wasserflasche/meinen Wasserkrug auch direkt ausgepackt und mit Wasser gefüllt. Aber wuähhhh, igitt! Was war das denn??? Ich und auch die anderen um mich herum spuckten das Wasser wieder aus! Das war ja vollkommen ungenießbar! Das Wasser war bitter! Deswegen heißt der Ort auch Mara. Das heißt nämlich so viel wie Bitterwasser! 

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr wir uns über dieses bittere Wasser geärgert haben! Wisst ihr, nach den drei langen Tagen hatten wir endlich Wasser gefunden und nun war das ungenießbar! Was hat Mose uns da nur wieder eingebrockt!  

Etliche von uns hatten sich tatsächlich gegen Mose zusammengeschlossen und ihn voll angemeckert. Das war schon irgendwie ein bisschen gemein, aber was sollten wir machen … 

Ich hab Mose dann ein bisschen beobachtet. Er hat zu Gott gebetet. Viel mehr noch: er hat bei Gott regelrecht um Hilfe geschrien. Wir waren alle auch echt in einer richtig doofen Lage … Und wisst ihr, was Gott gemacht hat? Der hat Mose ein Stück Holz gezeigt. Und das Holz warf Mose dann in das Wasser!  

Ihr glaubt nicht, was dann passiert ist: Wir konnten das Wasser wieder trinken! Es war wieder ganz normales Trinkwasser! Mose und Gott, die haben schon echt ’ne krasse Beziehung!  

An dem Ort in Mara hat Gott uns durch Mose auch Gesetze gegeben, an die wir uns halten sollen. Aber vielmehr noch hat Gott auch gesagt, dass er unser Arzt ist.  

Also bestimmt meint er damit, dass er uns hilft wie ein Arzt. Zu dem geht man ja, wenn es einem nicht gut geht und man bittet ihn, einem zu helfen, oder? Das muss ich noch ein bisschen genauer herausfinden. Vielleicht weiß ja einer meiner Verwandten da mehr.  

Es war mir eine Ehre, euch kennenzulernen!  

Tschüss, machts gut!“ 

[auf die Seite treten und Verkleidung ablegen/Person tritt ab] 

Das ist ja ein Ding, was die Israeliten da erlebt haben. Und der arme Mose erst! Alle gehen sie gegen ihn. Aber er macht genau das Richtige! Er geht damit zu Gott und schreit sogar um Hilfe bei ihm. Und Gott hört sein Gebet. Gott hilft!  

Wisst ihr noch wie?  

Genau, er zeigt Mose ein Stück Holz, das er ins Wasser wirft.  

Das finde ich ja das Obercoolste! Gott hat alles und kann alles!  

Und dann sagt Gott auch noch, dass er unser Arzt ist! Wie unser Gast vom Volk Israel vorhin schon vermutet hat, gehen wir ja zum Arzt, wenn uns zum Beispiel etwas fehlt, wir krank sind oder es uns einfach schlecht geht. Und unser Arzt hilft uns. Darum bitten wir ihn ja auch.  

Aber wir gehen manchmal auch zum Arzt wenn wir nicht krank sind. Als Kind geht’s ja immer wieder zu den Vorsorgeuntersuchungen – den U-Untersuchungen. Da seid ihr nicht krank. Der Arzt schaut aber, ob alles in Ordnung ist und gibt den Eltern Tipps, damit die Kinder gesund bleiben und nicht krank werden. Ähnlich wie diese Tipps sind die Regeln, die Gott uns gibt. Es ist klug, sie zu befolgen und zeigt, dass wir Gott ernst nehmen und ihm vertrauen, dass er nur das Beste für uns will. 

Bei Gott ist das genauso! Gott hat alles, was wir brauchen, aber er wünscht sich, dass wir ihn darum bitten! Gott hört unser Gebet! Ob Dank oder Bitte – er freut sich und möchte uns helfen! 

Die andere Idee 

Erzähle die Geschichte mithilfe von Playmobil-Figuren. Du brauchst einen Mose und etliche Figuren für das Volk Israel. Suche dir blauen und gelben Stoff für das zurückliegende Schilfmeer, die Wüste und das Wasser in Mara. Außerdem ein kleines Stück Holz und etwas Deko für Mara an sich. Außerdem noch blau für die Quellen und Bäume für die Lagerstätte in Elim. 

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Wiederholungsquiz: Die Gruppe bekommt für jede richtige Antwort eine Flasche Wasser. 

  1. In welcher Wüste wanderten die Israeliten umher? (Wüste Schur)  
  1. Von welchem Meer aus zog Mose mit dem Volk Israel in die Wüste? (Schilfmeer) 
  1. An welchem Ort machten die Israeliten Rast, um zu trinken? (Mara) 
  1. Was fanden die Israeliten in Mara? (bitteres Wasser) 
  1. Wie reagierten die Israeliten auf das bittere Wasser? (verärgert, gingen gegen Mose) 
  1. Was tat Mose? (Beten, schrie zu Gott) 
  1. Gott hörte Moses Gebet. Wie half er? (zeigte Mose ein Stück Holz) 
  1. Was machte Mose mit dem Holz? (warf es ins Wasser) 
  1. Was gab Gott dem Volk, nachdem der Durst gestillt war? (Gesetze) 
  1. Mit wem oder was verglich sich Gott selbst? (Arzt) 
  1. Was fanden die Israeliten, als sie an der Oase in Elim ankamen? (12 Quellen, 70 Palmbäume).  
  1. Gott hat alles, was wünscht er sich von uns? (dass wir mit Gott reden und ihn darum bitten, was wir brauchen; Vertrauen) 

Merkvers  

“Rufe mich an in der Not” Psalm 50,15a (Luth) 

Um den kurzen Merkvers mit den Kindern zu lernen, könnt ihr die einzelnen Worte auf Zettel schreiben. Die Gruppe bekommt nun die Aufgabe, aus den Worten einen Satz zu bilden. Als Eselsbrücke können die Kinder sich die Kapitel- und Versangabe als „Telefonnummer Gottes 5015“ merken.  

Gebet  

Gott liebt es, wenn wir mit ihm reden. Im Gebet können wir ihm danken, ihn loben, ihn um etwas Bitten, für andere Menschen beten oder sogar klagen. Um diese Vielschichtigkeit den Kindern zu zeigen, können Farben helfen. 

Lege verschiedenfarbige Papiere auf den Boden. Auf die Papiere legst du jeweils farbig passende Süßigkeiten wie beispielsweise Maoam o.ä. Jede Farbe steht dabei für eine andere Art von Gebet. Die Kinder überlegen sich, was sie beten wollen und nehmen sich im Anschluss die Süßigkeit vom entsprechenden Blatt. Damit zwischendurch keine Verwirrung aufkommt, beschrifte die Blätter entsprechend. 

Die Gebetsarten können wie folgt auf die Farben verteilt werden: 

Grün: DANKE Gott, …  

Orange: Gott, ich BITTE dich, … 

Gelb: FÜRBITTE: Ich bete für … (Freunde, Familie, Lehrer, Politiker …) 

Rot: KLAGE: Gott, ich habe mich geärgert, weil/über … 

Silber: Ich LOBE dich, Gott, … 

Kreatives  

Bastelt eine Postkarte passend zum Merkvers, das die Kinder sich zuhause z.B. an den Kleiderschrank oder Spiegel hängen können. So werden sie immer wieder daran erinnert, mit Gott zu reden und die Dinge, die sie beschäftigen mit Gott und nicht alleine auszumachen.  

Für die Postkarte könnt ihr Tonkarten im Format A6 besorgen oder euch zurechtschneiden. Lasst den Kindern bei der Gestaltung freie Hand. Stellt Stifte, Farbe, ggf. WashiTapes, Aufkleber, Bastelpapier und sonstige Bastelutensilien bereit. Gestalte im Vorfeld eine oder mehrere fertige Postkarten, die den Kindern als Inspiration dienen können. 

Spielerisches  

Geschmacksspiel  
Um den verschiedenen Geschmacksrichtungen auf die Spur zu kommen, braucht ihr verschiedene Lebensmittel, die süß, sauer, bitter und salzig schmecken. Dafür könnt ihr zum Beispiel, Vollmilchschokolade, Marzipan, Nougat, Käse, saure Gurken, Paprika, Radieschen, Bananen, Tomaten, Weintrauben, salzige Brezen, salzige Heringe/ Lakritz, Zitronen, Clementinen, Feigen, salzige Erdnüsse, Mehrkornbrot, Weißbrot etc. Nehmt auch gerne unbekannte Lebensmittel wie exotisches Obst dazu. 

Für die Durchführung gibt es zwei Varianten: 

Variante 1: Ihr spielt verdeckt (Kim-Spiel), d.h. die Kinder bekommen mit geschlossenen oder verbundenen Augen auf einem Löffel ein Lebensmittel zum Probieren und müssen durch Riechen und Probieren sagen, welche Geschmacksrichtung das ist. Wichtig: Wenn ein Kind etwas nicht probieren möchte, dann ist das ok!  Für diese Variante eignen sich besonders Lebensmittel, die eine ähnliche Konsistenz haben wie z.B. Senf, Majo, Ketchup, Öl, Essig, Butter, Margarine, Honig, Marmeladen, Apfelmus, Smoothies, Kartoffelbrei, püriertes Gemüse, Babygläschen 

Variante 2: Ihr spielt offen, d.h. ihr drapiert die Lebensmittel auf einer Platte und überlegt mit den Kindern gemeinsam, welches Lebensmittel wohl welche Geschmacksrichtung hat. Um eine Vermutung zu bestätigen darf jedes Kind etwas davon probieren.  

Wassermemory 

In identische Flaschen, die alle mit verschiedenen Zahlen versehen sind, wird unterschiedliches Wasser gefüllt, jeweils in 2 Flaschen das gleiche Wasser: einfaches Leitungswasser, gefiltertes Wasser, Wasser mit Zucker, Wasser mit Salz, Wasser mit Schuss klarem Essig, Wasser mit Schuss Zitrone (vorher Fruchtfleisch rausfiltern), verschiedene Mineralwässer unterschiedlicher Marken von still bis spritzig, Zitronenlimonade, Ingwerwasser etc. Alles Trinkbare, was komplett farblos und alkoholfrei ist, eignet sich. Jedes Kind bekommt  ein eigenes Glas, einen Zettel und einen Stift. Nacheinander schenkt der Spielleiter jedem Kind einen Schluck ein. Die Kinder probieren vorsichtig und wenn sie eine Übereinstimmung erkennen, notieren sie es sich. Erst am Ende kommt die Auflösung. Wer die meisten Übereinstimmungen erkannt  hat, ist der Wasserexperte.  

Evtl. einen Krug klares Wasser und einen Eimer bereitstellen, um die Gläser zwischendurch ausschwanken zu können, um den Geschmack wieder zu neutralisieren, z.B. nach dem Essig-, Salz- oder Zuckerwasser.   

(T)Extras  

Lieder 

  • Unserm Gott ist alles möglich 
  • Wer bittet, dem wird gegeben 

Spiele 

Lieder gurgeln: Ein Spieler nimmt einen Schluck Wasser in den Mund. Der Spielleiter zeigt ihm einen Liedtitel. Dieses Lied wird nun gegurgelt. Die Gruppe muss den Liedtitel erraten. Wer das Lied erraten hat, ist als nächstes an der Reihe. Haltet Handtücher und für jeden Spieler ein eigenes Glas bereit.  

Lehmann sagt alias Mose sagt: Der Spielleiter gibt den Kindern Kommandos wie „Mose sagt: Hampelmann“ oder „Mose sagt: rechte Hand ans linke Ohr“. Die Gruppe befolgt die Anweisungen solange der Spielleiter „Mose sagt“ davor sagt. Wird nur eine Anweisung ohne „Mose sagt“ ausgesprochen, macht zwar der Spielleiter die Bewegung, die Gruppe darf die Bewegung jedoch nicht machen. Um etwas Spannung ins Spiel zu bringen, stellen sich zu Beginn des Spiels alle Kinder hin und setzen sich wieder, wenn sie einmal fälschlich eine Bewegung ausgeführt haben. 

Das Ziel 

Starter  

Auch wenn du keinen Ausweg siehst – bei Gott ist nichts unmöglich! Trau dich, mit ihm zu sprechen.  

Checker  

Auch wenn du keinen Ausweg siehst – erinnere dich, wie Gott schon mal geholfen hat, sprich mit ihm darüber und gehe mutig voran, ihm ist nichts unmöglich! 

Der Text an sich  

Das Volk Israel erlebt eine große Veränderung. Nachdem der Pharao es zulässt, verlassen sie unter Anleitung von Mose das Land. Gott führt das Volk nicht auf der kürzesten Route, sondern einen Umweg. Er ist der Fremdenführer und weist den Weg tagsüber durch die Wolkensäule und nachts durch die Feuersäule. Als das Volk Israel die herannahenden Streitwagen der Ägypter sieht, bekommen sie Angst und sie beginnen zu murren. Im Verlauf der 40-jährigen Wüstenwanderung wird dies noch einige Male geschehen, doch hier lesen wir das erste Mal davon. Sie wünschen sich zurück nach Ägypten und beschönigen die Lebensverhältnisse dort. Sie wollen lieber als Sklaven unterdrückt werden, anstatt dem Tod hilflos in die Augen zu blicken.  

Auf das Klagen hin versucht Mose das Volk zu beruhigen: „Ihr seid nicht hilflos: Der Herr wird für euch kämpfen, ihr müsst nichts tun.“ Mose scheint Gott gegenüber nicht so ruhig gewesen zu sein, wie er dem Volk Israel gegenüber vorgibt zu sein. Er schreit zu Gott. Zumindest reagiert Gott in 2.Mo 14,15 auf das Schreien Moses. Alle menschlichen Auswege sind versperrt und Mose wendet sich an seine einzige Rettung: Gott. Dieser befiehlt den Aufbruch und dass Mose seinen Stab über das Meer strecken soll. Die Geste des ausgestreckten Armes/Stabes kennen wir bereits aus Moses Leben: 

2. Mose 4,2-5: Mose bekommt den Auftrag von Gott, nach Ägypten zu gehen. Er zweifelt daran, dass die Israeliten ihm Glauben schenken. Daraufhin zeigt Gott ihm durch die Verwandlung seines Hirtenstabes in eine Schlange und zurück, dass Gott selbst Mose geschickt hat. Der Stab wird zum Zeichen Gottes (s. 2.Mose 4,20). Auch die Heuschrecken-Plage und Finsternis über Ägypten geschieht durch Moses ausgestreckten Stab (2.Mose 10,12&21). 

Der Anblick des ausgestreckten Stabes muss bei Mose einige Erinnerungen hervorrufen. Durchweg sind es Erinnerungen an das machtvolle Eingreifen Gottes. Gott lässt ihn diese Geste wiederholen, vielleicht gerade darum, damit Mose sich und dem Volk vor Augen führt, dass sie einen Gott an ihrer Seite haben, dessen Hilfe sie bereits erfahren haben und nun erneut erfahren können. Der Stab kommt auch nach dem Durchzug durchs Schilfmeer wieder zum Einsatz. Mit seiner Hilfe sprudelt Wasser aus einem Felsen und mit erhobenem Stab kann Israel den Kampf gegen die Amalekiter gewinnen.  

Das Unglaubliche geschieht: Während die Ägypter durch die Wolkensäule nicht mehr vorankommen, drückt ein Ostwind das Wasser zurück, sodass das ganze Volk Israel einen Ausweg vor sich sieht. Das Meer teilt sich und das Volk zieht hindurch. Die Ägypter werden in ihrem Vorankommen so gestört, dass sie aus Furcht vor Gott umkehren wollen. Doch im Morgengrauen lässt Gott das Wasser zurückfließen und die mächtigen ägyptischen Verfolger sterben. Das Volk Israel ist gerettet. 

Rotes Meer: Auch Schilfmeer, Teil des indischen Ozeans, reicht vom Golf von Suez und vom Golf von Akaba im Norden bis zur Südspitze der Arabischen Halbinsel (Bab-al-Mandab, Saudi-Arabien). (aus: Jahnke, Michael (Hrsg.): Mein Bibellexikon, Bibellesebund, Marienheide2, 2013 S.231).

Der Text für mich  

Die Art und Weise, wie Gott mit seinem Volk umgeht, fasziniert mich: 

  1. Gott führt nicht den geraden und schnellsten Weg. Er verfolgt damit das Ziel, ein für alle Mal die ägyptische Verfolgung einzudämmen. Wie sieht es in deinem Leben aus? Verstehst du manchmal nicht, weshalb Gott bestimmte Wege für dich wählt oder Dinge zulässt?  
  1. Gott hat die Möglichkeit seinen Weg durch die Wolken- und Feuersäule ganz klar zu zeigen. Hast du manchmal das Gefühl, Gott kann seinen Weg gar nicht sichtbar für dich machen? 
  1. Gott hat Möglichkeiten, auch wenn das Volk menschlich keinen Ausweg sieht. Siehst du an manchen Punkten deines Lebens keinen Ausweg? 
  1. Gott nutzt den Stab als Erinnerung für das Volk. Er hätte das Rote Meer auch einfach ohne den Stab teilen können. Gibt es für dich einen Gegenstand, Lied, Geruch, … der dich an Erlebnisse mit Gottes Größe erinnert? 

Der Text für dich  

Das Gefühl, einer Situation ausgeliefert zu sein, kennen Kinder gut. Wer zu klein ist, wird von manchem ausgeschlossen. Sie kommen an den Rand ihrer Fähigkeiten, wenn sie Probleme ihrer Eltern oder Mitschüler lösen wollen. Es soll betont werden, was Gott alles möglich ist – auch in ihrer ausweglosen Situation. Die Kinder sollen ermutigt werden, mit Gott zu sprechen. 

Kinder, die schon länger mit Gott unterwegs sind, haben unter Umständen schon einmal erlebt, wie sie von Gott bewahrt wurden oder er ihnen in ausweglosen Situationen geholfen hat. Bei der Klassenarbeit, die so groß erschien, beim Finden eines Freundes, wenn man sich völlig allein dachte. Wenn sie eine Erinnerungsstütze wie Moses Stab finden, sind sie auf weitere Herausforderungen vorbereitet. Auch diese Kinder sollen ermutigt werden, sich an Gott zu wenden und mit ihm zu sprechen. 

Der Text erlebt  

Hinführung 

Idee 1: Das ausweglose Labyrinth 

Mit einem langen Seil wird ein Labyrinth auf dem Boden gelegt. Alternativ kann ein Labyrinth mit Kreide gemalt oder mithilfe von Tischen und Stühlen errichtet werden. Das Labyrinth führt nur in eine Sackgasse, ohne Aussicht auf einen Ausweg. Die Kinder setzen sich an der ausweglosen Stelle und hören dort die Geschichte. Nach der Geschichte wird ein Weg in die Freiheit geöffnet, indem man einen Sock über eine Absperrung legt und darüber balanciert werden kann. 

Idee 2: Der Stab des Moses 

Die Kinder bilden einen Kreis mit ca. 2,5 m Abstand zueinander. Jedes Kind hält einen Stock senkrecht vor sich, sodass ein Ende den Boden berührt. Sobald die Spielleitung „Wechsel“ ruft, lässt jedes Kind seinen senkrecht stehenden Stock los und läuft zum Stock des rechten Kindes und muss versuchen, den Stock zu fassen, bevor dieser umfällt. Wer den Stock nicht rechtzeitig fängt, scheidet aus. Wer durch einen Schubs den Stock bewusst zum Umfallen bringt, scheidet ebenfalls aus. Es wird so lange gespielt, bis nur noch ein Kind übrig ist, dieses ist Spielsieger.  

Das Spiel kann auch als Teamspiel gespielt werden, bei dem alle Kinder eine komplette Runde schaffen müssen, ohne dass ein Stock zu Boden fällt. Im Anschluss wird die Geschichte mithilfe eines der Stöcke als Stab Mose erzählt. 

Verkündigung  

Verkündigungsart: Interview 

Interviewer (I): Wie gut, dass wir jemanden unter uns haben, der so eine ausweglose Situation schon mal erlebt hat. Mose, bist du da? 

Mose (M): Ja hallo, ich hab mich ganz unauffällig unter euch gemischt. Aber diese Situation erinnert mich schon an damals … 

I: Wobei du vermutlich nicht mit einer Gruppe Kinder in einem Labyrinth unterwegs warst? 

M: (lacht auf) Nein, das nicht. Wir waren auch etwas mehr Menschen als ihr hier. Ich war mit dem ganzen Volk Israel unterwegs. Und nicht in einem Labyrinth, sondern wir waren auf dem Weg in ein anderes Land. 

I: Ja krass, warum das denn? 

M: Das ist eine lange Geschichte. Aber um es für euch kurz zu fassen: Unsere Vorfahren waren aus Israel nach Ägypten gekommen. Dort hatten sie es zunächst gut, aber irgendwann wurde das Volk Israel als Gefahr angesehen und die Israeliten wurden zu Sklaven in Ägypten. 

I: Oh, von Sklaven haben wir schon mal gehört. Wenn ich ein Sklave bin, bestimmen andere über mein Leben und ich bekomme kein Geld für meine Arbeit. 

M: Ja und manchmal wird man sogar geschlagen oder schlimmer. Jetzt hat das Volk Israel aber etwas Tolles: Wir haben jemanden, der auf uns aufpasst! 

I: Und zwar? 

M: Der Gott Israels hat gesehen, wie sein Volk unterdrückt wurde. Er hat beschlossen, dass das nicht so weitergehen kann. Er hat mir den Auftrag gegeben, zum Pharao zu gehen und ihn zu bitten, dass ich mit meinem Volk wegziehen darf. 

I: Ah und er hat euch einfach gehen lassen und deshalb seid ihr unterwegs gewesen in ein neues Land? 

M: Einfach war das nicht. Da musste Gott erst noch die 10 Plagen schicken. Dann durften wir endlich gehen. Aber das war erst der Anfang unserer langen Geschichte. 

I: Stimmt, wir wollten ja eigentlich von dir hören, wann du mal in so einer aussichtslosen Situation warst, bei der kein Weg mehr frei schien. So wie in unserem Labyrinth hier. 

M: Ja seht ihr, ihr könntet ja zumindest rückwärts wieder hier raus aus dem Labyrinth. Aber wir, wir waren mit allem Gepäck und richtig vielen Menschen unterwegs. Wir haben uns nicht verlaufen, weil Gott selbst hat uns den Weg gezeigt. 

I: Wie das denn? 

M: Tagsüber ging er vor uns her in einer Wolkensäule, da brauchten wir einfach immer zu folgen. Und nachts wurde sie zu einer Feuersäule, damit wir weiterhin sahen, wo wir hinmussten. 

I: Und wo wart ihr dann in der Sackgasse? 

M: Wir waren vor dem Schilfmeer. Mit allem Gepäck und allen Kindern war klar: Durchschwimmen geht nicht. Wir hätten umdrehen und einen neuen Weg gehen müssen. Aber auf einmal kam die aufgeregte Nachricht von Ende unseres Zuges. Sie hatten eine große Staubwolke hinter uns gesehen. Das waren die Ägypter, die mit 600 Streitwägen auf uns zugerast kamen. Mann, hatten da alle Angst. Und alle haben angefangen zu schreien: „Wir werden sterben! Warum sind wir nicht in Ägypten geblieben? Da hatten wir es so viel besser!“ 

I: Aber da wart ihr doch Sklaven. 

M: Ja, aber jetzt hatten alle Angst und es gab keinen Ausweg mehr. Da habe ich zu Gott geschrien und dem ganzen Volk gesagt, sie sollen ruhig sein, der Herr wird für sie kämpfen. 

I: Aber wie ist das denn passiert? Ist er mit einem riesigen Schwert gekommen und hat euch beschützt? 

M: Nein, er hat mir gesagt, ich soll meinen Stab nehmen. Den hatte ich schon oft dabei, und immer hat Gott uns dann geholfen. Dieses Mal sagte Gott, ich solle meinen Stab über das Wasser halten und das Volk soll sich zum Aufbruch bereitmachen. 

I: Wohin solltet ihr denn aufbrechen? Ihr konntet ja nicht vor und zurück. 

M: Ja, so wie ihr hier. Aber ich wusste: Gott wird sich etwas einfallen lassen. Während ich den Stock hochgehalten habe, kam ein richtig starker Ostwind. Alles wurde wild in der Gegend herumgewirbelt. Und dann haben wir es gesehen … 

I: Was gesehen? 

M: Das Meer vor uns begann sich zu teilen. Das habe ich noch nie gesehen. Es bäumte sich zu zwei großen Wänden auf und alle von uns konnten trockenen Fußes über den Meerboden auf die andere Seite laufen. 

I: Das ist ja verrückt. Da hat Gott sich ja etwas Krasses ausgedacht. 

M: Ja und nachdem alle durch waren, sollte ich meinen Arm noch mal über das Meer ausstrecken, da kehrte das Wasser wieder zurück. 

I: Und die Ägypter, die euch verfolgt haben?  

M: Die wurden vom Wasser weggespült und konnten uns nie wieder verfolgen.  

I: Wow, Gott hat euch also aus der Sackgasse gerettet! Wie genial! Danke für deinen Bericht Mose. Wir sind mal gespannt, ob wir hier auch noch einen Ausweg finden. 

Die andere Idee 

Erzählung mithilfe des Stocks von Mose. Während der Erzählung wird mit ihm gewandert, in die Luft gehalten, … 

Der Text gelebt  

Wiederholung  

Die Kinder versuchen in Gruppen einen möglichst langen Stab zu erspielen. Für jede richtige Antwort bekommen sie ein Streichholz und legen diese zu einem langen Stock (später können die erspielten Streichhölzer als Startkapital für Streichholzspiele genutzt werden). Im Raum steht eine Wand für „Falsch“ und eine Seite für „Richtig“ und die Kinder laufen bei jeder Frage zur entsprechenden Wand. 

  1. Mose war mit dem Volk der Ägypter unterwegs. (Falsch, mit dem Volk Israel)  
  1. Mose und das Volk Israel waren Sklaven in Ägypten. (Richtig)  
  1. Gott befreite das Volk Israel mithilfe von 8 Plagen. (Falsch, er schickte 10 Plagen, damit der Pharao die Israeliten ziehen ließ.)  
  1. Gott zeigte den Weg tagsüber durch eine Feuersäule und nachts durch eine Wolkensäule. (Falsch, tagsüber zeigte er den Weg durch die Wolkensäule, nachts im Dunkeln durch die Feuersäule.)  
  1. Die Israeliten murrten, weil sie wieder Sklaven werden wollten. (Falsch, sie hatten Angst vor den Ägyptern und wollten nicht sterben.)  
  1. Gott kämpft für die Israeliten. (Richtig, zwar nicht mit einem Schwertkampf, aber auf seine Weise.)  
  1. Gott sagte Mose, er soll ein langes Brot aus ihrem Proviant über das Wasser halten. (Falsch, er sollte seinen Stock ausstrecken, mit dem er schon viele Erlebnisse mit Gottes Hilfe hatte.)  
  1. Das Wasser teile sich und das Volk Israel konnte sicher auf die andere Seite kommen. (Richtig)  

Gespräch  

Überlegt gemeinsam, welche ausweglosen Situationen die Kinder schon erlebt haben. 

Mit den Checkern kann überlegt werden, was für sie ein vergleichbares Zeichen für den Stab wäre. Was erinnert sie daran, wie Gott schon mal in ihrem Leben eingegriffen hat? 

Merkvers  

„Der HERR wird für euch kämpfen. Ihr aber sollt still sein.“ 2.Mose 14,14 

Die zwei Sätze, mit denen Mose das Volk beruhigt, gelten auch für uns. Begleitet das Sprechen mit Ninja-Kampf-wedelnden-Armen für den ersten Satz. Beim zweiten Satz lehnt ihr euch entspannt mit verschränkten Armen nach hinten. 

Wiederholt den Vers öfters mit den Bewegungen oder gebt den Vers weiter, indem die erste Person startet, den Vers ihrem Nebensitzer zuspricht, diese dem Nächsten usw.  

Gebet  

Sammelt gemeinsam, in welchen Situationen die Kinder keinen Ausweg sehen. Dann betet gemeinsam dafür. 

Wenn die Gruppe zu groß oder unbekannt ist, sprecht ein Startgebet und lasst einen Stille-Part, in dem die Kinder Gott in der Stille ihre Herausforderungen sagen können. 

Rätselhaftes  

Druckt ein Labyrinth aus dem Internet aus und lasst es von den Kindern lösen. 

Zum Beispiel von dieser Seite: Labyrinth Rätsel für Kinder als PDF – kostenlos (raetseldino.de) 

Eventuell einen Wettbewerb veranstalten, bei dem die Kinder als Staffellauf zu einem Tisch rennen, das Labyrinth lösen, zurückrennen und das nächste Kind losrennt. Auf Schnelligkeit die Teams gegeneinander antreten lassen. 

(T)Extras  

Lieder 

  • Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen 
  • Meinem Gott vertraue ich gerne (Absoluto Guto) 

Spiele 

Ninja: Die Kinder stehen im Kreis und strecken die Arme in die Mitte. Mit einem großen Satz springen alle nach hinten, rufen dabei gemeinsam „Ninja“ und bleiben in der Position eingefroren stehen. Ein Ninja-Spieler startet nun das Spiel, indem er versucht, die Hand einer seiner beiden Nachbarn zu berühren. Dafür darf er sich nur ein einziges Mal bewegen. Der Ninja-Spieler, der angegriffen wird, darf mit einer Bewegung ausweichen. Beide müssen direkt danach wieder einfrieren.  

Im Uhrzeigersinn greift nun die nächste Person mit einer Attacke an. Wird eine Hand berührt, muss diese auf den Rücken gelegt werden und scheidet aus dem Spiel aus. Wer beide Hände verloren hat, scheidet aus der Runde aus. Das Spiel geht so lange, bis nur noch ein Kind übrig bleibt. 

Streichholzspiele: 

1. Stapeln: Jeder Spieler erhält 5 Streichhölzer. Ein Spieler beginnt und legt sein Streichholz auf einen Flaschenhals. Der zweite Spieler legt seines darauf, dann wieder der Erste usw. Herunterfliegenden Streichhölzer muss derjenige nehmen, der zuletzt den Turm berührt hat. Wer zuerst seine Streichhölzer verbaut hat, hat gewonnen.  

2. Schätzen: Jeder Spieler erhält 5 Streichhölzer. Jeder nimmt eine bestimmte Anzahl in die geschlossene Hand und legt die Hand in die Mitte. Alle Teilnehmer geben eine Schätzung ab, wie viele Streichhölzer sich in der Mitte befinden. Wer am nächsten an der richtigen Antwort ist, bekommt von jedem Spieler ein Streichholz. Wer kein Streichholz mehr hat scheidet aus. Am Ende gibt es einen Gewinner. 

3. Rollen: Jeder Spieler bekommt eine Streichholzschachtel und drei Streichhölzer. Die Schachtel wird auf zwei Streichhölzer gelegt, das dritte Streichholz wird davorgelegt und die Schachtel weitergeschoben. Das hinter Streichholz, dass nun freiliegt wird wiederum nach vorn gelegt und die Schachtel so weitergeschoben. Wer zuerst am Ziel ankommt, hat gewonnen. 

4. Wenden: Jeder Spieler hat eine volle Streichholzschachtel vor sich. Auf ein Kommando müssen sie die Streichhölzer drehen, so dass alle Streichholz-Köpfe danach in die andere Richtung zeigen. Gewonnen hat der schnellste Spieler. 

5. Zusammenarbeit: Zwei Spieler bekommen gemeinsam eine Streichholzschachtel und ein Streichholz. Sie versuchen das Streichholz anzuzünden, jeder darf dabei nur eine Hand benutzen. Es können mehrere Teams gegeneinander antreten. Als erhöhte Schwierigkeit kann die Regeln eingeführt werden, das Streichholz ruhig zu halten und nur die Schachtel zu bewegen. 

Das Ziel 

Starter 

Jesus fordert seine Freunde auf, jeden zu lieben. Auch die Feinde. Das unterscheidet Kinder Gottes von Menschen, die ohne Gott leben. 

Checker  

Jemanden zu lieben, obwohl man ihn eigentlich ablehnt, erfordert Überwindung. Durch die Kraft des Heiligen Geistes kann es gelingen. 

Der Text an sich 

Vers 43+44: Im Original des hier zitierten Verses aus 3. Mose 19,18 steht nichts davon, dass man seinen Feind hassen soll. Die Pharisäer und Schriftgelehrten, also die maßgeblichen Meinungsbilder der damaligen Zeit, deuteten den „Nächsten“ als den Freund, Bruder, Verbündeten. Folglich deuteten die Menschen den Vers so, dass man diesen „Nächsten“, also seinen Freund lieben, die anderen, also die Gegner hassen solle bzw. könne. Daher stellt in Lukas 10,29 ein Mann die Frage: „Wer ist denn mein Nächster“ und Jesu antwortet mit der Geschichte vom Barmherzigen Samariter. 

Das Neue an Jesu Lehre ist also, dass man unter seinem „Nächsten“ nicht nur seinen Freund versteht, wie es die Schriftgelehrten taten, sondern ALLE Menschen, inklusive den Feind. Mit „Feind“ ist jeder gemeint, der einem unangenehm ist. Vom einfachen Nicht-leiden-können über denjenigen, der Widersacher ist bis hin zu jemandem, der einem das Leben auf vielerlei Weise zerstört. Jesus führt hier wieder zur ursprünglichen Anweisung Gottes zurück. „Ich aber sage euch …“ Schon in 2. Mose 23, bei den Ausführungen und genauen Anweisungen zu den 10 Geboten setzt Gott die Nächstenliebe ein. Und hier auch ganz deutlich die Feindesliebe (2. Mose 23,4+5). Was dieses Lieben bedeutet, wird in Lukas 6,27ff ausführlich beschrieben. 

V45: Dieses Verhalten ist grundlegend für die Kindschaft Gottes. Es geht also nicht, als Kind Gottes Menschen zu hassen und grundlegend abzulehnen. Denn auch Gott tut das nicht. Er lässt sein Gutes allen zukommen. 

Vers 46+47: Die oben genannte Deutung der Schriftgelehrten wird hier aufgegriffen und hinterfragt. Es wird deutlich, dass deren Deutung völlig menschlich ist, Gott aber einen anderen, weit größeren Anspruch an seine Kinder hat. 

Vers 48: Gottes Kinder sollen sich so verhalten wie ihr Vater. Er ist vollkommen, also sollen auch seine Kinder vollkommen sein. Wie er alle Menschen liebt, sollen auch seine Kinder alle Menschen lieben. 

Das Wort „hassen“ bedeutet, „einen Widerwillen, eine deutliche Abneigung gegen etwas empfinden, es nicht mögen, als unangenehm empfinden” (Wikipedia 25.06.2022). Andere Worte dafür sind: verabscheuen, verachten, zürnen, grollen, nicht leiden können, unausstehlich, blöd, doof finden, sich abwenden von … Das Wort „lieben“ bedeutet: „eine besonders starke geistige, körperliche, emotionale Bindung zu einem bestimmten Menschen haben“ (Wikipedia 25.06.2022). In der Bibel gibt es die Unterscheidung zwischen der sinnlichen, erotischen Liebe (eros) und der Nächstenliebe (agape). Das ist die selbstlose, nicht sinnliche Liebe. Z.B. Gottes Liebe, die Nächsten- oder Feindesliebe. Von dieser Liebe ist hier die Rede. Andere Worte dafür sind: mögen, schätzen, achten, gut leiden können, … 

Der Text für mich 

Diese Verse sind eine echte Herausforderung. Auf den ersten Blick nicht umzusetzen. Aber sie sind ein Maßstab, an dem ich mich orientieren kann, den ich anstreben soll und will. Ich bin also nicht im Recht, wenn ich andere ablehne, schlecht behandle …  Es gebührt einem Christen nicht, Rache zu üben, es zurückzuzahlen. Weder in Gedanken noch in Taten. Es ist natürlich, menschlich, wenn wir das tun. Aber nicht Jesusgemäß. 

Aber: kann ich die lieben, die arrogant, frech, ausgrenzend, böse sind? Diese Herausforderung kann nur in der engen Verbindung mit Jesus selbst gelingen. Sie erscheint zunächst unmenschlich, ist aber letztendlich die höchste Form der Menschlichkeit. Wer heraustreten kann aus dem zerstörerischen Hassen, löst sich innerlich von diesem Menschen. Äußerlich mag ein anderer mein Leben zerstören können. Der innere Mensch bleibt jedoch bestehen und bekommt Stärke, Größe (Lukas 6,27 – 46). 

Es ist erstaunlich, dass sich manch angespanntes Verhältnis entspannt, wenn wir selbst damit beginnen, für den anderen zu beten, ihn zu segnen … 

Der Text für dich 

Situationen, in denen andere Menschen uns ärgern, aufregen und nerven begegnen jedem Kind. Vielleicht haben sie auch schon erlebt kritisiert oder ausgelacht zu werden oder sogar Situationen, in denen andere ihnen wirklich Böses wollen. Wer oder wie ein Feind ist, kann sich also jedes Kind mit ein bisschen Hilfe gut vorstellen. Sicherlich kennen viele Kinder aus solchen Situationen auch den Gedanken, es dem anderen heimzahlen zu wollen, vielleicht etwas Gemeines zu sagen, um den anderen klein zu kriegen. Diese Denk- und Verhaltensmuster beherrschen wir Menschen von klein auf, ganz ohne, dass sie uns beigebracht werden.  

Doch Jesus fordert die Kinder heraus genau diese Menschen zu lieben, gutes über sie zu denken und für sie zu tun. Das ist eine wirklich schwere Aufforderung von Jesus an seine Freunde. 

Doch wer ein Kind Gottes ist, kann sich dieser Herausforderung stellen, da er dabei nicht alleine ist, sondern Hilfe von Gott bekommt, der die Liebe in Person ist. 

Der Text erlebt 

Hinführung  

Idee 1 

An einer Wand wird eine große Wandzeitung angebracht. Darauf steht als Überschrift: „DAS NERVT!!!“ 

Die Kinder schreiben mit dunklen Stiften auf, was ihnen widerfährt, was andere ihnen antun: (ggf. als Anregung, Impuls werden folgende Gedanken von einem Mitarbeiter aufgeschrieben) beleidigen, schlagen, mobben, blöd angrinsen, auslachen, erpressen, unterdrücken, hänseln, Sachen wegnehmen, Sachen kaputt machen …  aber auch: ist anderer Meinung; tut nicht, was ich will; hat Sachen, die ich auch will; ist beliebter als ich; wird bevorzugt. 

Die Kinder werden nun aufgefordert, mit rotem Stift dazuzuschreiben, was sie tun oder am liebsten tun würden, wenn ihnen oder anderen das geschieht : Zurückschlagen, ignorieren, etwas zerstören … 

Quer über die in der Hinführung angefertigte Wandzeitung wird ein breites Papierband ausgerollt und festgeklebt. Darauf schreibt ein Mitarbeiter: „Jesus sagt: Liebt eure Feinde.“ 

Idee 2 

Wie entsteht eine Lawine? An einem Hang löst sich weit oben ein kleiner Stein. Der rollt den Hang herunter und reißt dabei noch mehr Steine mit. Die reißen immer mehr Steine mit. So wird es zu einer immer größer werdenden Steinmenge. So groß, dass Steine, Bäume, ganze Häuser mitgerissen und zerstört werden. Das ganze kann auch genauso mit Schnee passieren. 

Verkündigung  

Verkündigungsart: Gespräch 

  • Alle schlagen eine Bibel auf und lesen Matthäus 6,43 – 48. 
  • (Bezug zu Idee 1) Hier haben wir alles aufgeschrieben, was uns an anderen Menschen nervt. Das sind Dinge, die uns manchmal richtig verletzen oder wütend machen. Und wir haben auch aufgeschrieben, was uns in diesen Situationen durch den Kopf geht und wie wir es den anderen am liebsten heimzahlen würden. 
  • Wir haben gerade gelesen, was Jesus zu diesen Situationen und unseren Gedanken sagt. Wie möchte er, dass wir in diesen Situationen reagieren? 
  • Jesus hat also ein anderes Konzept, wie wir mit denen umgehen sollen, die uns Böses tun, auf die wir böse sind, über die wir uns ärgern, die uns unangenehm sind. Aber warum sollen wir uns denn so verhalten? 
  • Jesus möchte, dass seine Kinder sich so verhalten. Er sagt (Vers 45): „Damit (Lu) / So werdet (Basis) / So erweist ihr euch als Kinder Gottes.” (GNB) Er sagt also wir sollen uns so verhalten, damit alle erkennen können, dass wir zu Jesus gehören und ihn lieb haben.  
  • Aber wie kann er das verlangen? Das ist doch nicht machbar! Unmenschlich!  
  • Die Gruppe wird aufgefordert, ihre Erfahrungen damit zu schildern. Wie wird es in eurer Familie, in ihrem Freundeskreis gehandhabt? Was würden die anderen denken, wenn ihr auf einmal aus den gewohnten Verhaltensmustern ausbrecht und den Menschen Gutes tut, die euch schlecht behandeln? 
  • Warum fordert Jesus seine Freunde auf, so und nicht anders zu handeln? Welches Ziel verfolgt wohl Jesus mit dieser Aufforderung? 

Jetzt wird folgender Text an die Wand geworfen: 

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.  

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.  

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.  

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.  

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.  

(Talmud) 

  • Was könnte dieser Text mit dem Bibeltext verbinden? 
  • Spiele diesen Text aus dem Talmud durch mit dem Gedanken, den stressigen Nächsten zu hassen. Wozu führt es, wenn wir unseren schlechten Gefühlen freien Lauf geben. Sie werden zu Taten. Wenn einer mir quer kommt, gebe ich es ihm zurück. Er wird mich wieder schlecht behandeln, ich ihn natürlich auch … 
  • Jetzt spiele den Talmudtext durch mit dem Gedanken, sich an Jesu Aufforderung zu halten. Wozu führt es, wenn wir uns gegen Kreislauf von Ablehnung, Hass stemmen und den stressigen anderen lieben, wie Jesus es will?  

Die andere Idee 

Fortführung der Idee 2 der Hinführung: 

Wenn ich mich dazu hinreißen lasse, meinen Gedanken freien Lauf zu lassen über den, der mich nervt oder mir Böses antut, der löst sozusagen eine Lawine aus. Böses führt zu Bösem.  

Mit seiner Rede in Matthäus 5,43 – 48 kehrt Jesus mit seinem Willen zur Feindesliebe das Böse in Gutes. Den Bibeltext gemeinsam lesen. Jesus will, dass wir Gutes über die anderen denken und tun. Das löst dann sozusagen eine Lawine des Guten, des Segens aus. Aus einem guten Gedanken, einem Gebet für den anderen wird viel Gutes entstehen. 

Der Text gelebt 

Gespräch  

Wenn wir dem Kreislauf des Hassens, Ablehnens, der Rache folgen, kommt nur Böses dabei heraus. Wir merken, Jesu Aufforderung zur Feindesliebe führt zum Frieden. Vielleicht zunächst nur zum inneren Frieden. Den anderen kann ich jedoch nicht ändern. Aber jeder kann an seiner eigenen Einstellung zu ihm arbeiten. Wie gelingt das? Durch einen Spruch am Spiegel? Durch Selbstaufforderung? Nein. 

Jesus lässt seine Kinder mit seinem Anspruch nicht alleine. Die Feindesliebe können und müssen wir nicht aus uns selbst heraus produzieren. Sein Heiliger Geist befähigt dazu. Denn Gott liebt ALLE Menschen. Also auch die Doofen. Er schenkt uns seine Liebe zu anderen Menschen. 

Diese Liebe ist Anfang kein Gefühl. Das Gefühl braucht sogar meistens am längsten, um sich zu ändern. Also nicht das Gefühl ist der erste Schritt, sondern der Wille, die Entscheidung sich nicht im Recht zu fühlen, wenn man hasst, ablehnt, sondern auf Jesus zu hören. Und dann können wir beten und den Heiligen Geist um seine Hilfe bitten. Immer und immer wieder (Vers 44).  

Jesus hat uns nämlich versprochen, dass er uns durch den Heiligen Geist helfen möchte uns zu verändern und nicht mit Hass oder Abneigung zu reagieren.  

Lies Galater 5,22+23 vor.  

Mit Gottes Hilfe ist die Aufforderung unsere Feinde zu lieben nicht mehr unmöglich! Probiere es aus. Tu den ersten Schritt. Sei gespannt, was sich daraus ergibt. Kann vielleicht jemand schon von einer solchen Erfahrung berichten? 

Alternative 

Spannend ist auch, die ganze Sache einmal aus einer anderen Sicht zu betrachten: 

  • Warum meinen wir eigentlich immer, dass wir die Guten sind und die anderen die Bösen, die Feinde? 
  • Gehörst du vielleicht zu denen, die andere unterdrücken, mobben, verletzen, demütigen. Warum tust du das? Warum willst, musst du anderen Böses zufügen? Werden die angeblich Guten etwa auch zu Feinden? Warum? Sind dir „angepasste“ Kinder ein Ärgernis? Sind die, die sich selbst als Opfer fühlen in Wirklichkeit auch Täter?  
  • Für alle gilt der Anspruch Jesu und dessen Hilfe heraus aus dem Strudel. 

Gebet  

Herr Jesus, du stellst uns vor eine große Herausforderung. Eigentlich sehen wir es nicht ein, dass wir die blöden Leute, die uns Stress machen und nerven, uns wehtun und fertig machen, lieben sollen. Das haben sie eigentlich nicht verdient. Wir wünschen uns vielmehr, dass sie bestraft werden. Aber du willst, dass wir sie lieben. Du selbst liebst sie. Keine Ahnung, wie wir das hinkriegen sollen. Aber wir wollen es wagen. Bitte hilf uns mit … Amen. 

Am Ende des Gebetes kann jedes Kind im Stillen den Namen einer Person einfügen, mit der es sich schwertut.  

Kreatives  

Eine Herausforderung ist es, dass hier Paare zusammengestellt werden, die gemeinsam etwas herstellen. Die Paare werden durch besondere Spiele eingeteilt. (Siehe (T)Extras) So arbeiten ggf. Kinder zusammen, die sich sonst nicht gewogen sind. 

Rasenski herstellen: 

Hier folgt die Anleitung für Skier für 2 Personen. Für jede zusätzliche Person verlängert sich die Brettlänge um 50 cm. 

Material pro Paar Skier: 

  • 2 Bretter: 2-3 cm stark, 150 cm lang, ca. 10 cm breit 
  • Rollladengurt: 1 m lang, in 4 Teile geschnitten (4 x 25cm) 
  • Holzschrauben 
  • Stichsäge 
  • Schleifpapier 
  • Bohrmaschine mit einem Holzbohrer in der passenden Größe für die Schrauben 

Anleitung: Die Spitze der beiden Bretter wird mit einer Stichsäge abgerundet. Mit Schleifpapier werden nun die Kanten der Bretter abgerundet. Der Rollladengurt wird in 4 Teile à 25 cm geschnitten. Von der Spitze an gemessen 50 cm wird der erste Gurt seitlich mit Holzschrauben befestigt, 50 cm weiter der zweite Gurt. 

Laterne basteln  

… für den bevorstehenden Laternenumzug: 

Allen Kindern wird ein Arm an den Körper gebunden, sodass jeder nur mit einer Hand arbeiten kann. Jeder muss sich also mit einem Partner arrangieren, der ihm hilft. Einer hält fest, der andere malt oder schneidet. Die Arbeitspartner werden durch ein Spiel aus (T)Extras ermittelt. 

Material: Jedes Paar bastelt 2 Laternen: Buntes Tonpapier, Lineale, Bleistifte, Schere, Kleber. Backpapier (optimal wäre weiß) 40cm x 20cm, Wachsfarben mit hohem Bienenwachsanteil, Bügeleisen mit geeigneter Unterlage zum Bügeln, Blumendraht (pro Laterne ca. 40 cm) 

Anleitung: Auf das Tonpapier werden 2 Streifen aufgemalt von jeweils 40 cm x 3 cm. Diese werden ausgeschnitten. Das Backpapier wird ganz dicht mit Wachsfarbe bemalt, dann mittig gefaltet, dass die gefärbte Fläche innen ist. Mit einem heißen Bügeleisen wird nun so lange gebügelt, bis die Farbe gut verschmolzen ist. Nicht zu lange! Dann wird das gefaltete Papier sofort wieder geöffnet. Wenn die Farbe trocken ist, wird jeweils ein bunter Tonpapierstreifen oben und unten an den langen Kanten aufgeklebt. Dann wird alles an der schmalen Seite zusammengeklebt. Nun werden am oberen Streifen gegenüber liegend kleine Löcher gestochen, jeweils ein Ende vom Blumendraht durchgesteckt und umgebogen. Diese Laterne kann mit einem elektrischen Laternenstab getragen oder auf dem Tisch über eine Kerze gestellt werden. 

Spielerisches  

Die meisten Spiele sind darauf ausgerichtet, den anderen zu bezwingen. Das wollen wir hier einmal umkehren. Die Einteilung der Mannschaften geschieht durch besondere Spiele (siehe (T)Extras), damit nicht nur die Freunde zusammenspielen, sondern auch solche Kinder, die sich ggf. sogar ablehnen. 

  1. Badminton: Jeweils 2 Spieler versuchen gemeinsam, den Federball so lange wie möglich in der Luft zu halten. 
  1. Mensch ärgere dich nicht: Im Spielverlauf wird die gegnerische Figur nicht geschlagen, nach Hause geschickt, sondern die auf dem erreichten Feld angetroffene Figur darf mit der Punktezahl, mit der sie erreicht wurde weiterziehen. 
  1. Halma: Anstatt dem Gegner die Leiter zu stören, hilft man sich gegenseitig, den schnellsten Weg zu schaffen, um die Figuren von einer auf die andere Seite zu hüpfen. 
  1. Rasenski fahren: Zwei oder mehr Kinder, je nach Größe der hergestellten Rasenskier, laufen eine bestimmte Strecke. Dabei müssen sie sich gegenseitig unterstützen, sonst stürzen alle. 

(T)Extras  

Lieder 

  • Sei ein lebendger Fisch  
  • Komm, wir wollen Freund sein  

Spiele  

zum Einteilen der Paare bei „Kreatives“ und „Spielerisches“: 

Namenspaare: Auf genau abgezählten Zetteln werden auf jeweils 2 Zetteln die Namen Meier, Maier, Mejer, Majer, Meyer, Mayer, Meir, Mair, Meyr, Mayr geschrieben. Die Zettel werden in einen blickdichten Beutel gesteckt. Jedes Kind zieht nun einen davon, liest ihn, darf aber nichts sagen und auch niemandem zeigen, was drauf steht. Auf Kommando sollen sich nun die Kinder mit dem gleichen Namen durch Zurufen finden. 

Farbschnipsel: Immer zwei Schnipsel mit derselben Farbe werden in einen blickdichten Beutel gelegt. Die Kinder ziehen einen Schnipsel und gehen zu dem Kind mit derselben Farbe. 

Nachbarzahl: In einem blickdichten Beutel liegen Zettel mit Zahlenpaaren: 1 – 2; 4 – 5; 7 – 8; … Die Kinder ziehen Zettel und finden dann ihren direkten Zahlennachbarn. 

Memory: Von einem Memory Spiel werden so viele Paare wie Kinder in der Gruppe sind in einen blickdichten Beutel gelegt. Jedes Kind zieht ein Kärtchen und geht mit dem Kind mit dem gleichen Bild zusammen. 

Süßer Spaß (Vierergruppe): In einem blickdichten Beutel sind immer vier (eingepackte) Süßigkeiten der gleichen Sorte. Die Kinder ziehen sich eine und gehen mit den Kindern mit der gleichen Süßigkeit zusammen. 

Vierersystem (Vierergruppe): Die Gruppe stellt sich der Größe nach auf. Jetzt zählt der Mitarbeiter jeweils auf 4. Diese Vier sind nun eine Mannschaft. 

Rätselhaftes 

Eine Gruppe sucht so viel wie möglich Synonyme, andere Worte für „lieben“, eine Gruppe solche für „hassen.“ 

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