ICHTHYS oder einem Geheimnis auf der Spur

Dieser Entwurf thematisiert die Zeit der ersten Christen. Er kombiniert dabei das Thema Detektive mit dem “Geheimzeichen” Fisch der ersten Christen. Der Fokus liegt zum einen auf dem Geschenk der Freiheit, die wir in unserem Land haben unseren Glauben zu leben und zum anderen auf dem Geschenk Glauben in Gemeinschaft leben zu dürfen. Biblische Grundlage sind die Verse aus Römer 12,12-18.

Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“

Willkommens-Zeit

Stempel

Zu Beginn bekommt jede Person einen “Bogen”-Stempel auf die Hand. Während der Aktiv-Zeit muss ein Detektiv/Geheimagent gefunden werden. Dieser hat einen Stempel mit einem weiteren Bogen, so dass am Ende jede Person einen kompletten Fisch auf der Handfläche hat.

Aktiv-Zeit

Station: Schatzsuche und Segensstation

Material: Plastik-Teller mit Sand, Gelände für eine Schnitzeljagd, evtl. Musik und Segenskärtchen (z.B. hier: https://himmelimherzen.de/collections/mutmacher-fuer-kinder, https://godnews.de/produkt/neu-wertvollwort-31x-herzspaziergang-evermore-edition-xrcs/)

Stationsbeschreibung: Wie die ersten Christ:innen ist es an dieser Station eure Aufgabe das Geheimzeichen (den halben Fisch) zu suchen. Wenn  ihr das Zeichen gefunden habt, dann malt den zweiten Bogen dazu, so dass ein Fisch entsteht. Sucht jetzt das nächste Geheimzeichen. So findet ihr den Weg zur christlichen Gemeinschaft. Bevor ihr Weitergeht: „Zerstört“ bitte euren Fisch und malt nur das Geheimzeichen (einen Bogen) in den Sand. Am Ende der Schatzsuche gibt es einen “Treffpunkt der Christ:innen” (evtl. eine Kerze, Musik, Kekse). Die mitarbeitende Person hält Segenskärtchen bereit und spricht den Personen jeweils den Segen zu.

Station: Fischstation

Material: Fisch mit Kreide oder Pylonen auf dem Boden/Wiese

Stationsbeschreibung: Hier kannst Du Dich auf dem Fisch-Bewegungs-Parcours austoben. Siehst Du den Fisch? Den kannst Du jetzt auf ganz unterschiedlichen Arten ablaufen, hüpfen…

Hier sind einige Ideen aber vielleicht wirst Du ja auch kreativ und lässt Dir selbst was einfallen…
Versuche den Fisch auf 5 verschiedenen Arten zu erkunden – viel Spaß dabei!

Ideen:

  • Langsam gehen, rennen, große Schritte, ganz kleine Mäuseschritte
  • wie ein Storch gehen, auf allen Vieren, als Krabbe,
  • rückwärts, seitwärts, Seitgalopp, Beine überkreuzen
  • mit geschlossenen Beinen hüpfen, auf einem Bein hüpfen, im Hampelmannsprung, mit Augen zu, Knie nach vorne oben anheben, Fersen hinten an den Po…

Station: Fisch-Schlüsselanhänger

Material: weicher Alu-Basteldraht, der etwas dicker ist (ca. 25cm pro Fisch), 8mm Holzperlen (ca. 20 pro Fisch), Bastel-/ Kombizangen

Stationsbeschreibung: Schneidet vom dem Draht ein ca. 20-25 cm Stück ab. (Das könnt ihr evtl. auch schon vorbereiten).
Biegt ein Ende des Drahts wird so um, dass die Perlen nicht mehr heraus rutschen können. Fädelt nun 10 Holzperlen auf. Fädelt dann den Anhänger ein und danach die weiteren 10 Holperlen. Biegt jetzt auch das andere Ende um.

Formt ein ovalen Fischkörper. Zählt von beiden Enden 2 Perlen ab und verdreht den Draht an dieser Stelle.

Gesprächsimpuls: Kanntet ihr das Fischzeichen als Erkennungszeichen der Christenheit schon vorher? Habt ihr so einen Fisch schonmal auf einem Auto gesehen? Wenn ihr den Schlüsselanhänger tragt, ist das auch ein Erkennungszeichen dafür, dass ihr zu Jesus Christus gehört.

Station: Geheimschrift entschlüsseln

Material: ausgedruckte Geheimschriften, Stifte

Stationsbeschreibung: Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten Geheimschriften zu entschlüsseln. Viel Spaß dabei?

Gesprächsimpuls: Versteht ihr manchmal Nachrichten an euch nicht richtig? Kommunikation ist eine Kunst und es ist gut immer mal wieder genau hinzuschauen, was eine Person uns mit einer Nachricht mitteilen will. Manchmal ist es mit dem Bibellesen auch ein bisschen, wie mit einer Geheimschrift. Wir müssen knobeln, was wirklich gemeint ist.



Station: Angelspiel

Material: Planschbecken, einlaminierte Fische (vorne mit durchsichtigem Klebeband flache Magnete anbringen), Magnete, Holzstäbe mit Schnüren und daran befestigten Magneten, Wasser

Stationsbeschreibung: Hier dürft ihr Fische angeln. Kleine Kinder haben die Aufgabe 6 verschiedene Fische zu angeln. Große Kinder oder Eltern suchen die Fische auf denen Buchstaben zu finden sind. Mit diesen Buchstaben versucht ihr dann das Wort I CH TH Y S zu legen.

Gesprächsimpuls: Was bedeuten die Buchstaben? Kennt ihr das Wort? Konntet ihr euch die griechischen Worte merken? Was heißen sie auf deutsch?

Ι = lesous = altgriechische Wort für Jesus

Χ = griechische Buchstabe

Chi = für Christus.

Θ = griechische Buchstabe

Thita = für Theou (Gott)

Υ = Yios (Sohn) Σ = das griechische Sigma – stand für Soter, welches für Erlöser steht.



Station: Escape Room

Eine junge Mitarbeiterin hat einen Raum als Escape Room gestaltet. Wir haben dazu die Behindertentoilette genutzt. Es mussten Zahlen für Codes an Schlössern für Kisten herausgefunden werden. Dort befand sich dann der nächste Hinweis. Zum Schluss gab es das Codewort ICHTHYS bei dem dann die Türe wieder geöffnet wurde.

Station: Paper Escape Game


Station: Geheime Fische suchen

Material: dunkler Raum, Geheimstifte

Stationsbeschreibung: In einem dunklen Raum werden mit einem Geheimstift Fische aufgemalt. Die Familien bekommen dann die Aufgabe die Fische zu finden und evtl. zu zählen.

Gesprächsimpulse: Wie fühlt ihr euch im Dunkeln? Manchmal ist Dunkelheit ganz schön unheimlich. Gut, wenn wir da Hinweise auf Menschen finden, die die Dunkelheit auch schon ausgehalten haben. Und auch gut, wenn wir gemeinsam in der Dunkelheit sind.



Station: Experiment „Flitzefisch“

Material: bunte Pappe, Bleistifte, Schere, Filstifte, große Schüssel, kleine Schüssel mit Spülmittel, Zahnstocher

Stationsbeschreibung:

Malt mit dem Bleistift Fische auf die Pappe und schneidet sie aus. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr sie verziehen.

Füllt Wasser in die große Schüssel. Taucht einen Zahnstocher mit der Spitze in das Spülmittel und streicht die Schwanzflosse des Fisches damit ein.

Legt eure Fische jetzt vorsichtig auf die Wasseroberfläche in der großen Schüssel.

Beobachtet wie die Fische losflitzen. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch ein Wettrennen veranstalten.

Gesprächsimpulse: Durch das Spülmittel wird die Oberflächenspannung an der Schwanzflosse kurz aufgelöst und der Pappfisch wird dadurch nach vorne gedrückt.

Was gibt euch Energie, um nach vorne zu “flitzen”? Also euren Alltag zu bewältigen?

Feier-Zeit

Das Theater oder ein Teil davon kann auch im Rahmen der Willkommens-Zeit vorgespielt werden.

Theater: Das Zeichen des Fisches

Personen:       Esther, Salome (2 Kinder), Miriam (eine ältere Frau), Petrus

Szene 1 – Auf dem Weg in die Stadt (mit Detektiv-Feeling)

(Esther und Salome laufen eine staubige Straße entlang. Die Sonne brennt vom Himmel. Esther schaut plötzlich auf den Boden und bleibt stehen.)

Esther:                        Halt mal, Salome! Schau mal hier im Sand – siehst du das?

Salome:                      Hm… Das sieht aus wie… ein Fisch?

Esther (bückt sich):    Genau! Aber nicht wie ein echter Fisch – nur zwei Bögen, die sich kreuzen. Das hat jemand absichtlich in den Sand gezeichnet!

Salome:                      Meinst du, das ist ein Zeichen?

Esther (verschwörerisch): Ganz bestimmt! Vielleicht gehört es zu einem Geheimclub! Oder… es ist eine Spur!

Salome (grinst):            Wir sollten Detektive sein! So richtig auf Spurensuche! Fall Nummer eins: „Das Geheimnis des Fisches“!
(Die Beiden holen sich eine Sonnenbrille aus der Hosentasche und ziehen diese auf.)

Esther:                        Genau! Komm, wir gehen in die Stadt und folgen der Spur. Irgendwo muss eine Antwort auf uns warten.

(Sie gehen weiter, aufgeregt und suchend.)

Szene 2 – Ein halber Bogen

(Später, in der Nähe der Stadtmauer. Salome bleibt plötzlich stehen.)

Salome:                      Esther! Da! Schon wieder so ein Zeichen!

Esther (bückt sich):        Hm… diesmal ist es nur ein halber Bogen. Fast wie… der erste Teil von dem Fisch.

Salome:                      Vielleicht hat der andere den Rest vergessen?

Esther:                        Oder jemand sollte es ergänzen. Weißt du, wie ein geheimes Erkennungszeichen. Einer macht den ersten Teil – und wenn der andere dazu gehört, macht er den zweiten!

Salome:                      Dann ist das nicht nur ein Symbol… es ist ein geheimes Signal!

Esther:                        Ganz genau. Das macht es noch spannender! Lass uns jemanden fragen, der sich hier auskennt.

Salome:                      Miriam?

Esther:                        Genau. Wenn jemand etwas über alte Zeichen weiß, dann sie!

Szene 3 – Bei der Witwe Miriam

(Miriam sitzt auf einer Bank und näht. Die Mädchen gehen auf sie zu.)

Miriam:                       Na, was führt euch zwei zu mir?

Esther:                        Wir… haben ein Zeichen gefunden. Erst war es ein Fisch, dann nur ein halber Bogen.

Salome:                      Wir glauben, es ist wichtig. Vielleicht sogar (flüstert) … geheim.

Miriam (lächelt wissend): Das ist es auch. Kommt, setzt euch. Ich will euch etwas zeigen.

(Die Mädchen setzen sich neben sie.)

Miriam:                       Das, was ihr gesehen habt, ist ein Erkennungszeichen. Ein Erkennungszeichen von den Menschen, die an Jesus glauben. In gefährlichen Zeiten zeichnete man nur einen halben Bogen in den Sand. Wenn der andere auch an Jesus glaubte, zeichnete er den zweiten Bogen dazu – und daraus wurde ein Fisch.

Esther (staunt):          Also war oder eigentlich IST es tatsächlich ein Geheimcode!

Miriam:                       Ja, aber es ist mehr als ein Geheimcode. Es ist auch ein Zeichen der Hoffnung. Denn wenn jemand den Fisch sieht, dann weiß er: Ich bin nicht allein. Ihr Beiden, ich habe eine Idee. Kommt doch einfach jetzt gleich mit zur alten Ölgasse. Ich wollte gerade eben losgehen. Dort könnt ihr jemanden treffen, der euch noch mehr erzählen kann.
Er hat Jesus mit eigenen Augen gesehen.

Esther:                        Wow. Dann wird unser Fall immer spannender!

(Die drei machen sich gemeinsam auf den Weg und finden einige Menschen, die um ein Feuer (Feuerschale) sitzen.)

Szene 4 – In der Hausgemeinde

Petrus:                        Kommt ruhig näher. Ihr seid willkommen. Ich bin Petrus. Ich war einer von Jesu engsten Freunden.

Esther:                        Du warst wirklich mit Jesus zusammen?

Petrus:                        Ja. Ich war Fischer, bevor ich Jesus kennengelernt habe. „Folge mir, ich will dich zu einem Menschenfischer machen“, hat er damals zu mir gesagt. Ich habe erlebt, wie er Kranke heilte, wie er Sündern vergab, wie er das Reich Gottes verkündete.

Salome:                      Und… du hast ihn auch nach dem Tod gesehen?

Petrus:                        Ja. Ich war traurig, weil ich gesagt habe, dass ich ihn nicht kennen würde. Ich habe ihn verraten. Doch er kam zu mir – nicht mit Wut, sondern mit Liebe.
Er vergab mir. Und gab mir einen neuen Auftrag: Ich sollte von ihm erzählen.

Esther:                        Und das Fischzeichen… gehört dazu?

Petrus:                        Ja. Es ist unser Erkennungszeichen. Ein geheimes Symbol, aber auch ein starkes Bekenntnis.
Fisch heißt auf griechisch Ichthys – das bedeutet:
Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter.
Es erinnert uns daran, wer wir sind – und wem wir folgen.

Ihr seid herzlich eingeladen. Ihr dürft jederzeit zu uns kommen. Dann erzählen wir euch mehr von Jesus. Vielleicht wollt ja auch ihr ihm nachfolgen. Dann wird der Fisch auch für ein wichtiges Zeichen, ein Zeichen, das uns miteinander verbindet.

Szene 4 – Der Heimweg

(Esther und Salome kommen aus dem Haus, voller Eindrücke. Sie laufen gemeinsam ein Stück.)

Salome:                      Ich fühle mich irgendwie… neu.

Esther:                        Ich auch. Als hätten wir das größte Geheimnis gefunden.
Und das Beste ist: Es war kein Schatz aus Gold – sondern ein Schatz für das Herz.

(Esther geht in die Hocke und zeichnet einen halben Bogen in den Sand. Salome lächelt – und ergänzt ihn zum Fisch.)

Salome:                      Jetzt wissen wir: Wir gehören dazu.

Esther:                        Fall abgeschlossen?

Salome:                      Nein.

Beide:                         Fall weitergegeben.

(Ende.)

Impuls

Material: weißes Leintuch, Farbspraydose

Fische begegnen uns normalerweise im Wasser. Salome und Ester haben den Fisch im Anspiel im Sand entdeckt. Naja, zumindest ein halber Fisch, also ein Strich. (den ersten Halbkreis auf das Leintuch sprayen) Und sie haben erfahren, dass der Fisch ein echtes Geheimzeichen ist. (zweiten Halbkreis sprayen). Zumindest damals. Das haben sie von den Freunden von Jesus erfahren. Damals wurden die Freunde von Jesus und diejenigen, die glaubten, dass Jesus wieder auferstanden ist und wirklich der Sohn Gottes ist, verfolgt. Es war verboten daran zu glauben. Und daher überlegten sie sich ein geheimes Zeichen. Das konnte man Türen oder eben auch mal im Sand entdecken. Aber warum diente ausgerechnet der Fisch als Geheimzeichen? Der Fisch war aber mehr als ein Zeichen. Er hatte auch eine Bedeutung. Fisch heißt auf Griechisch, das war die Sprache, die damals gesprochen wurde: ICHTHYS.
Auf Griechisch heißt Fisch ICHTHYS. Mit griechischen Buchstaben wurde das so geschrieben: ΙΧΘΥΣ und für die Christen hatte dieses Wort eine ganz besondere Eigenschaft: Für sie stand jeder der fünf griechischen Buchstaben für ein Wort, das etwas mit Jesus Christus zu tun hatte:
Ι = lesous = altgriechische Wort für Jesus Χ = griechische Buchstabe Chi = für Christus. Θ = griechische Buchstabe Thita = für Theou (Gott) Υ = Yios (Sohn) Σ = das griechische Sigma – stand für Soter, welches für Erlöser steht. (jeden Buchstaben einzeln sprayen und dann die Erklärung dazu abgeben)
Also kurz gesagt: Jesus Christus, Gottes Sohn und Erlöser. Damit war der Fisch zu einem Geheimcode unter den Christen geworden.

Wisst ihr, was ich mega finde? Das Zeichen, das gab es damals. Und das gibt es heute. Das Zeichen, der Fisch, verbindet uns quasi mit den Menschen damals, den ersten Christenheit, diejenigen, die von Jesus erzählt haben und warum wir heute von Jesus wissen. Und es verbindet uns nicht nur mit den Menschen damals. Und es verbindet uns mit den Menschen auf der ganzen Welt auch heute noch. Vielleicht habt ihr es schon wo gesehen. Zum Beispiel auf einem Auto als Aufkleber. Vielleicht sogar in einem anderen Land. Das finde ich mega cool. Ich bin als Christin nicht allein. Überall gibt es Menschen, die auch Christen sind. Das macht mir auch manchmal ziemlich Mut, wenn ich vielleicht das Gefühl habe, ich stehe allein da. Oder es mir schwer fällt zu sagen, dass ich an Jesus glaube. Da fühlt es sich vielleicht ein klein wenig so an, als würde man im großen Meer schwimmen und als einzige Person in eine andere Richtung schwimmen. Das kann anstrengend sein. Aber dann darf ich wissen: Da gibt es auch noch andere Fisch, die auch an Jesus glauben.

Impuls 2
  • Wer weiß was das Geheimzeichen ist?
  • Wer hat den Agenten gefunden? Wer hat das Geheimzeichen komplett auf der Hand?
  • Wer hat einen Fisch zum mit nach Hause nehmen?

Der Fisch soll Dich immer daran erinnern – Du bist nicht allein! Als Menschen, die an Jesus glauben, als Christin und als Christ haben das Geschenk der Gemeinschaft. Wir gehören zusammen! Wir dürfen uns gegenseitig unterstützen, helfen in schweren Zeiten – vielleicht habt ihr auch schonmal gemacht oder erlebt – z.B. einer Familie ein Mittagessen oder einen Kuchen vorbei gebracht.

Wir können füreinander beten (evtl. Beispiel erzählen). Ich will euch heute Mut machen – das wir als Kirche Kunterbunt diese besondere christliche Gemeinschaft leben. Dass wir uns gegenseitig Mut zusprechen, miteinander trauern, gemeinsam Beten, Tischgemeinschaft teilen, zusammen Gott loben mit Liedern und Worten.

Was für ein Geschenk, dass wir christliche Gemeinschaft in Freiheit haben dürfen.

Amen.

Liedideen

Sei ein lebend’ger Fisch

Abklatsch-Segen

Zum Segen stellen wir uns auf den Fisch. Der Segen soll unsere besondere Verbundenheit unsere Gemeinschaft miteinander deutlich machen – einander Segen zusprechen!

Person A hält die linke Hand hin. Person B klatscht darauf und spricht: “Der Herr segne dich!”

Dann hält Person B die Hand nach oben geöffnet zu Person A. Diese klatscht nun darauf und spricht: “Und behüte dich!”

So dreht der Segen die komplette Runde um den Fisch.


Insider-Tipp: Bei über 100 Besuchern macht es Sinn an 4 Stellen zu beginnen;-)

Essens-Zeit

Es könnte Fischstäbchen geben und folgender Tischreim passt gut:

Viele kleine Fische schwimmen jetzt zu Tische,

reichen sich die Flossen, dann wird kurz beschlossen,

Gott im Himmel oben für alles zu loben,

und jetzt nicht mehr zu blubbern, stattdessen was zu futtern.

Guten Appetit!

Personengruppen:

8 babylonische Kinder (Alexander, Kami, Mariam, Kevan, Esther, Kurosh, Tallah und Asad)
4 Soldatenkinder (Simon, Josia, Rechab und Naftali)
3 Jerusalemer Kinder (Rahel, Hanna und Daniel)
1 Kind aus Bethlehem (Debora)
1 Hirtenkind aus Bethlehem (Joël)

Kostüme: Nicht die einzelnen Kinder, sondern die Kindergruppen sollte sich in den Kostümen voneinander deutlich unterscheiden. Das Kind aus Bethlehem (Debora) und die drei Jerusalemer Kinder gehören aber zur gleichen gesellschaftlichen Schicht und können etwa gleich gekleidet werden.


Rollenbesetzung: Männliche und weibliche Rollen sind beliebig austauschbar, die Personennamen dienen nur zur Unterscheidung. Kevan und Esther sollten allerdings sichtbar älter und größer sein als die anderen babylonischen Kinder. Daniel ist ebenfalls etwas älter. Die Soldatenkinder sollten recht jung sein und ziemlich frech gespielt werden.

1. Szene

Personen: Alexander, Kami, Mariam, Kevan und Esther auf dem Heimweg von der Schule; Kami und Kevan haben eine Schriftrolle unter dem Arm

Alexander: Oh Mann, ich hasse Mathe!
Kami: Ich auch.
Mariam: Was ist denn los?
Alexander: Ich kapier Mathe einfach nicht, und es ist so stinklangweilig! Heute wär ich echt fast eingeschlafen.
Kevan: Wartet mal ab, bis ihr Latein kriegt. Das ist viel schlimmer. Mathe ist wenigstens noch logisch, aber diese blöden Vokabeln!
Kami: Mathe ist gar nicht logisch, das ist nur langweilig. Guck mal (entrollt eine Schriftrolle), diese ganzen Aufgaben sollen wir bis morgen machen, das schaff ich doch nie! Und ich wollte heute Nachmittag mit Darius schwimmen gehen.
Alexander: Und ich, ich soll alle noch mal machen, die ich gestern falsch hatte. Da sitz ich doch Stunden, und dann ist wieder alles falsch.
Esther: Quatsch, du musst halt nachdenken und nicht einfach irgendwas hinschreiben.
Mariam: Du bist ja mal wieder superschlau! Wie immer!
Esther: Ich bin nicht superschlau, aber Mathe macht Spaß!
Kevan: Macht dir Latein vielleicht auch Spaß? (entrollt eine Schriftrolle) Hier, du kannst gerne die ganzen Übungen für mich machen, wenn du das so toll findest!
Esther: Mensch, mit Latein kann man doch wenigstens etwas anfangen! Ich will doch nicht mein ganzes Leben lang hier in Babylon hocken, hier ist doch nichts los. Latein, das spricht man im ganzen Römischen Reich, damit kann man reisen und was sehen von der Welt! Das ist mir die Paukerei doch wert.
Kevan: Ich pauk doch nicht wie verrückt Vokabeln, damit ich irgendwann in zwanzig Jahren vielleicht mal eine Reise machen kann!
Mariam: Genau! Warum müssen wir überhaupt in die Schule gehen?
Kami: Mein Freund Darius hat es viel besser, der kann den ganzen Tag draußen sein.
Esther: Dein Freund Darius hat einen Vater, der viel zu arm ist, um Schulgeld zu bezahlen, und er muss ihm bei der Arbeit helfen. Sei bloß froh, dass unsere Väter Gelehrte sind.
Kevan: Du redest genau wie meine Oma: „Sei schön fleißig in der Schule, dann bekommst du später eine gute Stelle am Königshof wie dein Papa.“
Alexander: Aber was soll ich mit Mathe am Königshof? Das brauch ich doch nie wieder!
Mariam: Doch, wenn du Baumeister wirst wie mein Papa.
Kevan: Mein Vater ist Astronom, der rechnet auch dauernd.
Kami: Was ist denn ein Astronom?
Kevan: Du weißt aber auch gar nichts. Ein Astronom ist jemand, der den Weg der Sterne ausrechnet. Er kann vorhersagen, wo die Sterne in einem Monat oder in einem Jahr sein werden.
Alexander: Und wozu braucht man das?
Esther: Die Götter zeigen uns durch die Sterne, was auf der Erde passieren wird. Und wer sich mit den Sternen auskennt, erfährt den Willen der Götter! Deshalb braucht der König immer Gelehrte wie meinen Vater, die ihn beraten.
Kami: Hat dein Vater dem König denn schon einmal den Willen der Götter gesagt?
Kevan: Ich weiß nicht genau, ich glaube, das ist ziemlich schwierig. Manchmal hat er daheim erzählt, dass ein Krieg in den Sternen steht. Und dann sind die Generäle zum König gekommen und haben ihn beraten.
Alexander: General will ich nicht werden. Ich mag keinen Krieg.
Mariam: Ich auch nicht, aber Könige führen immer Krieg, glaube ich.
Kami: Meine Mama sagt, irgendwann kommt ein König, der bringt allen Menschen Frieden, dann gibt es keinen Krieg mehr.
Esther: Ach, ich weiß nicht. Jeder König denkt, er kann immer noch mächtiger und noch reicher werden, und dann führt er eben Krieg.
Mariam: Also, wenn ich königliche/r Berater/in bin, dann sage ich dem König: Krieg macht die Menschen arm, und Frieden macht sie reich. Das weiß doch jeder! Um sich das auszurechnen, braucht man noch nicht mal Mathe zu können.
Alexander: Sag ich doch! Mathe ist total überflüssig!
Kami: Genau!

2. Szene

Personen: Kevan und Esther, auf dem Heimweg ins Gespräch vertieft, später kommen Kurosh, Tallah und Asad dazu.

Kevan: Mensch, dass die uns mitnehmen! Ich glaub’s noch gar nicht!
Esther: Ja, das ist echt Wahnsinn. Was meinst du, wie lange wir unterwegs sind?
Kevan: Ich hab keine Ahnung. Monate, vielleicht mehr als ein Jahr.
Esther: Mir ist schon ein bisschen mulmig. Das ist ein richtiges Abenteuer.
Kevan: Und wenn das stimmt, was mein Vater sagt, dann stehen wir am Ende dem größten König der Welt gegenüber.
Esther: Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Du vielleicht?

Kurosh, Tallah und Asad kommen hinter ihnen hergerannt.

Kurosh: He, wartet! Wartet doch mal!
Asad: Bleibt doch mal stehen! Wir wollen euch was fragen!
Kevan: Was ist denn?
Tallah: Stimmt das? Stimmt das echt, was unser Lehrer uns erzählt hat?
Esther: Was hat er euch denn erzählt?
Kurosh: Er hat von einem neuen Stern geredet – das war die einzige interessante Mathestunde in meinem ganzen Leben.
Asad: Ja genau, ein neuer Stern, der den großen Friedenkönig ankündigt. Die Gelehrten haben es ausgerechnet, er hat uns auch erklärt, wie das ging, aber ich hab’s vergessen.
Tallah: Ein König soll geboren werden, und es soll der größte König überhaupt sein, und er bringt allen Menschen Frieden.
Kurosh: Und dann hat unser Lehrer gesagt, eine Gruppe von Gelehrten macht sich auf den Weg, um den Friedenskönig zu begrüßen und ihm Geschenke zu bringen, und ihr, ihr beide, ihr sollt mit dabei sein. Stimmt das echt?
Esther: Ja, das stimmt. Wir dürfen mit. Und Kami übrigens auch.
Asad: Cool! Ihr habt’s gut!
Tallah: Woher wisst Ihr denn überhaupt den Weg?
Kevan: Mein Vater hat gesagt, man kann am Himmel lesen, dass der Friedenskönig wahrscheinlich in Israel geboren wird. Aber ganz sicher ist er nicht, deshalb müssen wir unterwegs dem Stern folgen.
Kurosh: Israel – wo ist denn das? Davon hab ich noch nie gehört.
Esther: Das ist ein kleines Land im Westen, am Mittelmeer. Es gehört zum Römischen Reich. Wir müssen am Fluss Euphrat entlang durch Mesopotamien reisen und dann durch Syrien, bis wir nach Israel kommen. Der Stern wird uns führen.
Asad: Durch Mesopotamien und durch Syrien? Das ist ja total weit!
Esther: Ungefähr 2000 Kilometer, glaube ich. Durch die arabische Wüste wäre es kürzer, aber das ist zu gefährlich.
Kurosh: Ihr habt echt ein Glück! So lange keine Schule!
Kevan: Meine Eltern haben gesagt, unterwegs lerne ich mehr Latein als in der Schule. Hoffentlich krieg ich überhaupt ein Wort raus auf Latein.
Esther: Und mein Vater hat gesagt, bei einfachen Berechnungen können Kami und ich ihm unterwegs schon helfen. Ich glaube, das wird ganz schön viel Arbeit.
Tallah: Trotzdem, mit euch würde ich gerne tauschen. Meint ihr wirklich, ihr findet den Friedenskönig? Vielleicht haben sich die Gelehrten ja geirrt.
Kevan: Ich glaube, sie sind sich ziemlich sicher, sonst würde sich die Karawane nicht auf den Weg machen. Ich weiß nicht, ob wir den Friedenskönig wirklich finden, aber den Versuch ist es doch wert, oder?

3. Szene

Personen: Simon, Josia, Rechab und Naftali (eventuell mit Holzschwertern o. ä. bewaffnet), Kevan, Kami und Esther

Simon: Halt, wer ist da?
Josia: Stehenbleiben, ihr Eindringlinge! Keinen Schritt weiter!
Kevan: He, was soll das denn? Ihr habt mich ganz schön erschreckt.
Rechab: Meint ihr vielleicht, jeder darf einfach so in den Palast? Von wegen! Wir passen auf!
Kami: Ihr? Ihr seid doch selber noch Kinder!
Naftali: Na und? Wir brauchen nur Alarm zu geben, dann kommen die Soldaten des Königs.
Kevan: Und wenn die jemanden rausschmeißen, dann euch genauso wie uns.
Josia: Das denkst du! Da sind doch unsere Väter dabei, die arbeiten bei der Palastwache. Wir dürfen hier im Palast sein, ihr aber nicht. Außerdem seid ihr nicht nur Eindringlinge, ihr seht auch noch aus wie Landstreicher.
Rechab: Genau, total staubig und dreckig!
Esther: Wenn ihr so lange unterwegs wärt wie wir, würdet ihr auch so aussehen!
Simon: Wo kommt ihr denn her? Aus Syrien vielleicht? Ihr habt so einen komischen Akzent!
Kami: In Syrien waren wir auch, aber wir kommen aus Babylon.
Naftali: Du spinnst wohl! Ich lass mir doch keine Märchen erzählen. Das ist doch viel zu weit. Sag mir die Wahrheit, oder ich hole meinen Vater.
Kevan: Das ist die Wahrheit, wir kommen wirklich aus Babylon, und wir waren acht Monate unterwegs bis hierher. Mensch, ich würde so gerne mal wieder in einem richtigen Bett schlafen statt immer nur im Zelt!
Rechab: Und was wollt ihr hier in Jerusalem? Und dann auch noch im Palast?
Kevan: Wir gehören zu einer Gesandtschaft vom babylonischen Königshof.
Esther: Wir sind gekommen, um den Friedenskönig zu verehren!
Simon: Den Friedenskönig? Meinst du vielleicht König Herodes? Die spinnen, die Babylonier!
Josia: Friedenskönig, dass ich nicht lache! Ihr habt ja keine Ahnung! Der hat – kommt mal ein bisschen näher, damit ich nicht so laut reden muss – der hat sogar seine eigene Frau umgebracht!
Naftali: Und dieses Jahr hat er Alexandros und Aristobulos auch hinrichten lassen, seine eigenen Söhne! Von wegen Friedenskönig!
Kami: Nein, wir meinen ja gar nicht Herodes. Der Friedenskönig muss gerade erst geboren sein, wir haben nämlich seinen Stern gesehen. Er ist ein kleiner Prinz, der einmal ein großer Herrscher wird und allen Menschen Frieden bringt. Deswegen sind wir zum Palast gekommen. Wir suchen den neugeborenen Prinzen.
Simon: So ein Quatsch. Hier ist überhaupt keiner geboren worden, und schon gar kein Prinz. Ist auch besser so, Herodes wäre bestimmt nicht begeistert über einen Rivalen, auch wenn er nur ein Baby ist. Den würde er wahrscheinlich sofort umbringen lassen!
Josia: Ich glaube, ihr lügt einfach. Ihr kommt gar nicht aus Babylon, ihr habt das alles erfunden. Ihr seid syrische Spione, das hab ich von Anfang an gewusst.
Rechab: Genau! Und jetzt macht, dass ihr hier rauskommt!
Esther: Nein, wir haben euch doch gesagt, wir sind dem Stern gefolgt!
Naftali: Blödsinn! Was hat ein König mit einem Stern zu tun? Verschwindet, sonst zeigen wir’s euch!
Simon: Ja, sonst holen wir die Palastwache!
Kevan: Los, hauen wir lieber ab, die glauben uns einfach nicht.
Kami: Also gut! Mann, die sind vielleicht blöd! Mindestens so blöd wie Herodes!

4. Szene

Personen: Kevan, Kami und Esther, später kommen Rahel und Hanna dazu, zuletzt Daniel (mit Schriftrolle)

Kami: Ich versteh das nicht. Wenn der neugeborene Friedenskönig nicht im Palast ist, wo soll er denn sonst sein?
Esther: Keine Ahnung. Irgendetwas stimmt nicht, und der Stern ist auch verschwunden.
Kevan: Wisst ihr was? Wahrscheinlich gibt es überhaupt keinen Friedenskönig.
Kami: Aber der Stern war doch da!
Kevan: Ach, der Stern, der Stern – woher wissen wir überhaupt, dass der Wille der Götter am Himmel zu lesen ist? Vielleicht stimmt das ja gar nicht. Ich hab jedenfalls keine Lust mehr. Ich will nach Hause.
Esther: Ich will auch nach Hause, aber es kann doch sein, dass wir den Friedenskönig ganz woanders finden. Im Palast ist er nicht, aber irgendwo in Israel muss er jedenfalls sein!
Kevan: Ich glaub einfach nicht mehr dran, und ich will heim!
Rahel: Was ist denn mit euch los? Ihr seht ja aus wie drei Tage Regenwetter!
Hanna: Drei Tage Regenwetter könnten die gut gebrauchen, so dreckig, wie die sind!
Rahel: Ihr seid wohl nicht aus Jerusalem, was?
Kami: Nein, wir sind aus Babylon!
Hanna: Echt? Cool. Und was macht ihr hier?
Esther: Wir sind mit einer Gesandtschaft gekommen, weil am Himmel ein besonderer Stern erschienen ist. Dadurch haben die Götter verkündet, dass der Friedenskönig geboren wurde, und zwar hier in Israel. Wir wollen ihn begrüßen und ihm Geschenke bringen.
Rahel: Der Friedenskönig? Du meinst, der Messias ist geboren?
Kami: Messias? Das Wort hab ich noch nie gehört.
Hanna: Na, der Messias, den Gott schickt. Wenn er regiert, wird alles gut, dann haben alle Menschen Frieden.
Esther: Ja, genau, das ist der Friedenskönig, den die Götter durch die Sterne angekündigt haben.
Rahel: Durch die Sterne? Aber die Sterne sind doch einfach nur Lichter. Und Götter gibt es auch nicht, es gibt nur einen Gott und sonst keinen, und der hat uns die heiligen Bücher gegeben.
Hanna: Was wir über Gott und über den Messias wissen, steht in den heiligen Büchern, da kann man alles nachlesen!
Kami: Mensch, das ist ja ungerecht! Wir müssen komplizierte Matheaufgaben lösen und den Weg der Sterne ausrechnen, wenn wir etwas über die Götter wissen wollen. Und ihr lest einfach alles in euren heiligen Büchern nach!
Hanna: Ja logisch, wer lesen kann, der weiß auch alles über Gott! Das lernt man doch in der Schule.
Kevan: Bei euch vielleicht! Steht denn in euren heiligen Büchern auch, wo genau der Friedenskönig geboren wird?
Rahel: Ich weiß nicht, das haben wir noch nicht gehabt. Aber da ist mein Bruder, der weiß das bestimmt. Daniel!
Daniel: Ja, was ist?
Hanna: Du weißt doch immer alles. Wo soll der Messias geboren werden?
Daniel: Das ist doch leicht. In Bethlehem natürlich. Hier steht’s (entrollt Schriftrolle): „Und du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei.“ Wer will denn das wissen?
Rahel: Die drei hier behaupten, sie kommen aus Babylon und suchen den Messias.
Esther: Wir sind einem Stern gefolgt, der die Geburt des Friedenskönigs ankündigt. Aber jetzt wissen wir nicht mehr weiter.
Daniel: Also, das mit dem Stern finde ich ja ein bisschen komisch. Gott redet durch die heiligen Schriften und nicht durch die Sterne. Aber wenn der Messias geboren ist, dann auf jeden Fall in Bethlehem.
Kevan: Dann müssen wir jetzt nach Bethlehem. Ich hab bald echt keine Lust mehr.
Hanna: Wisst ihr was? Wir fragen zu Hause, ob wir auch nach Bethlehem dürfen. Den Messias will ich nicht verpassen.
Rahel: Genau, wir fragen, ob wir unsere Kusine Debora in Bethlehem besuchen können, und dann helfen wir euch den Messias suchen!
Daniel: Gute Idee!

5. Szene

Personen: Debora, Rahel, Hanna, Daniel, Kevan, Kami und Esther, später kommt Joël dazu

Debora: Jetzt weiß ich wirklich nicht mehr, wo wir noch suchen können. Wir waren überall! Seid ihr ganz sicher, dass der Messias bei uns in Bethlehem geboren wird?
Daniel: Ja, natürlich, das steht doch im Buch des Propheten Micha. Das weißt du doch.
Esther: Und der Stern ist auch wieder da, direkt über der Stadt. Der Friedenskönig muss hier irgendwo sein. Aber wo?
Hanna: Überleg doch mal, Debora, wen könnten wir denn noch fragen?
Debora: Wir haben alle Leute gefragt, die ich kenne. Und die ganzen Fremden brauchen wir nicht zu fragen, die wissen hier sowieso nicht Bescheid. Die sind nur wegen der Volkszählung da, und hoffentlich sind sie bald wieder weg, dann ist es hier nicht mehr so voll.

Joël läuft in einigem Abstand vorbei.

Rahel: Da vorne ist ein Junge, frag doch mal den.
Debora: Ach, das ist nur Joël, den brauchen wir gar nicht erst zu fragen.
Kami: Wieso nicht?
Debora: Der weiß nie irgendwas. Sein Vater ist Hirte, und Joël hilft ihm immer bei der Arbeit mit den Schafen. Er kann noch nicht mal richtig lesen und schreiben. Weil er nachts auf die Schafe aufpassen muss, muss er tagsüber schlafen und kann nicht in die Schule gehen. Wahrscheinlich weiß er gar nicht, wer der Messias überhaupt ist.
Kami: Ach, schade.
Kevan: Ich sag doch, es hat einfach keinen Zweck. Wir finden den Friedenskönig nicht. Wahrscheinlich gibt es ihn noch nicht mal.
Hanna: Doch, natürlich gibt es den Messias. Euer Stern sagt es, und unsere heiligen Bücher sagen es auch. Wir dürfen jetzt einfach nicht aufgeben. Ich frage jetzt trotzdem den Jungen da. Kommt jemand mit?
Esther: Ich komme mit.
Kami: Ich auch.

Hanna, Esther und Kami gehen auf Joël zu. Debora, Daniel, Rahel und Kevan setzen sich.

Hanna: He du – wart mal!
Joël: (dreht sich zu ihnen um) Ja, was ist denn?
Hanna: Sag mal, wir suchen einen kleinen Jungen, der soll der Messias sein, und angeblich ist er hier in Bethlehem. Weißt du irgendwas darüber?
Joël: Ja klar! Er ist in einem Stall geboren, gar nicht weit von hier. Ich war schon dort und hab ihn gesehen.
Kami: Echt? Du hast ihn selber gesehen?
Joël: Ja, er ist ganz klein, so klein wie meine Schwester war, als sie geboren wurde. Aber er ist wirklich der Retter der Welt, das weiß ich. Er bringt den Menschen Frieden. Das haben die Engel gesagt.
Esther: Was denn für Engel?
Joël: Also, das war so: Wir haben auf die Schafe aufgepasst nachts, und es war dunkel und ganz kalt. Da haben wir plötzlich ganz, ganz tolle Musik gehört, zehntausend Engel, die gesungen haben, der ganze Himmel war voll mit Engeln, und es war ganz hell. Die Musik war so schön und das Licht war so hell, dass wir richtig Angst gekriegt haben. Könnt ihr euch vorstellen, dass etwas so wunderschön ist, dass man Angst kriegt?
Hanna: Nein – aber egal. Erzähl weiter.
Joël: Dann hat uns ein Engel gesagt, dass der Retter der Welt geboren ist, dass er den Menschen Frieden bringt, dass wir ihn in einem Stall finden und dass er Windeln anhat. Und wir sind zum Stall gegangen und haben ihn gefunden. Soll ich euch zeigen, wo?
Kami: Ja, klar! (ruft die anderen) He, kommt schnell! Der Junge weiß den Weg zum Friedenskönig!

6. Szene

Personen: Esther, Kevan und Kami (unterwegs)

Esther: Jetzt haben wir den Friedenskönig wirklich gefunden.
Kevan: Ich hab schon nicht mehr dran geglaubt.
Kami: Ich schon, aber ich hab ihn mir ganz anders vorgestellt, nicht so – nicht so normal. Er sah einfach aus wie ein Baby.
Esther: Und trotzdem ist er der Friedenskönig. Der Stern hat es uns gesagt, und die heiligen Bücher haben es den anderen Kindern gesagt, und der Engel hat es Joël und den Hirten gesagt.
Kevan: Ich glaube, Gott will unbedingt, dass alle Menschen davon hören sollen. Überlegt mal: Wir haben keine heiligen Bücher, in denen etwas über den Messias steht. Deswegen hat Gott uns extra einen Stern geschickt.
Kami: Und Joël kann nicht lesen, und über Sterne weiß er auch nichts. Deswegen hat Gott extra die Engel geschickt.
Esther: Stimmt. Alle Menschen sollen wissen, dass der Friedenskönig geboren ist! Das ist für Gott ganz wichtig.
Kevan: Deshalb gibt sich Gott solche Mühe und erklärt es jedem einzelnen so, dass er es auch wirklich verstehen kann.
Kami: Wisst ihr was?
Kevan: Was denn?
Kami: Da sollte sich mein Mathelehrer mal ein Beispiel nehmen!

Anmerkungen aus der Redaktion

Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“

Der Entwurf wurde von der Kirche Kunterbunt Düsseldorf-Gerresheim entwickelt und umgesetzt. Sie haben die Erfahrung gemacht, dass es trotz nachdenklicher Momente für alle eine gute Zeit war. Es gab viel tolles Feedback, vor allem von Eltern, die sehr dankbar waren Anregungen zu bekommen, wie sie mit ihren Kindern über dieses schwere Thema ins Gespräch kommen können. Als Kooperationspartner hat die Kirche Kunterbunt mit dem örtlichen Bestattungsinstitut, sowie dem vor Ort ansässigen Kinderhospiz zusammengearbeitet.

Willkommenszeit

Moderation/Liturgie:


Herzlich willkommen zu unserer Kirche Kunterbunt!

Schön, dass ihr da seid – Kinder, Erwachsene, Große, Kleine, bunte, Fröhliche und vielleicht auch Nachdenkliche.

Lied:   

Heute dreht sich alles um drei große Worte:

Leben

Sterben

Hoffen

Diese drei gehören zusammen – auch, wenn sie ganz unterschiedlich klingen.

Leben: Das ist alles, was bunt ist, laut, fröhlich, aufregend

Sterben: das ist traurig, still und manchmal verstehen wir es nicht.

Hoffen: das ist das Licht, das uns hilft, weiterzugehen, wenn es dunkel ist.

Kerze anzünden

So wie dieses Licht – klein, aber warm. Es erinnert uns: Gott ist da. Immer.

Heute wollen wir zusammen entdecken, was das heißen kann- mit Basteln, spielen, Staunen, Reden, Erinnern und Feiern.

Alles darf sein: Das Lachen, das Nachdenken, das Fragen.

Gott hält das alles aus – und er freut sich, dass wir hier sind.

Also fühlt euch willkommen!

Schaut euch um …

Stationen vorstellen

Sucht euch die Stationen aus, die euch ansprechen, probiert etwas neues.

Und wenn ihr wollt, nimmt ein bisschen Hoffnung mit auf euren Weg heute.

Viel Spaß und Gottes Segen bei unserer Kirche Kunterbunt!

Stationenzeit

STATION 1: Erinnerungssteine

Material: Glatte Steine (handlich), Acrylfarben oder Lackstifte, Pinsel, Wasserbecher, Tücher

Hier darfst du einen Stein so gestalten, wie du dich erinnerst: an einen Menschen, ein Tier oder einen schönen Moment.

Erklärung:
Nimm dir einen Stein und bemale ihn mit Farben, Mustern oder Symbolen. Vielleicht schreibst du auch einen Namen oder ein Wort darauf. Du kannst den Stein mitnehmen oder hier lassen – als Zeichen, dass du an jemanden denkst.

Gesprächsimpuls:
Was macht dich traurig? Und woran erinnerst du dich gern?

STATION 2: Hoffnungslichter

Material:

  • Gläser (z. B. Joghurtgläser), LED-Teelichter
  • Transparentpapier, Kleber, Scheren
  • Stifte, Glitzer, Masking-Tape
  • Kärtchen zum Dazuschreiben

Hier kannst du ein Windlicht aus Glas bunt gestalten. Es soll ein Licht sein, das Hoffnung macht – für dich oder für andere.

Erklärung:
Nimm dir ein Windlicht-Glas und ein LED-Teelicht. Beklebe oder bemale es mit Transparentpapier und Stiften. Wenn du magst, kannst du eine Karte dazu schreiben: „Ich wünsche dir …“

Gesprächsimpuls:
Wann hast du zuletzt ein Licht gebraucht? Was macht dir Mut?

STATION 3: Konfetti-Raum – Das Leben feiern

Hier ist alles bunt, fröhlich und lebendig – weil das Leben schön ist!

Material:

  • Buntes Konfetti (Papier oder nachhaltig)
  • Organza-Säckchen
  • Kleiner Spiegel oder Kamera für Fotos
  • Fröhliche Musik (Box mit Playlist)
  • Papier und Stifte für „Danke-Worte“

Erklärung:
Du darfst Konfetti in die Luft werfen und sagen oder rufen, wofür du dankbar bist. Vielleicht magst du auch ein Konfetti-Säckchen füllen und mitnehmen – als Erinnerung an das Bunte im Leben.

Gesprächsimpuls:
Was ist das Schönste, was dir heute passiert ist? Was liebst du am Leben?

STATION 4: Brief ans Herz

Hier darfst du schreiben, was dein Herz bewegt – an jemanden, der nicht mehr da ist, oder an Gott.

Material:

  • Papier (bunt und weiß), Umschläge
  • Stifte, Aufkleber, Schnur mit Wäscheklammern

Erklärung:
Schreib oder mal auf einen Zettel, was du jemandem sagen möchtest. Du darfst den Zettel falten und in die „Herzpost“  an die Schnur hängen.

Gesprächsimpuls:
Wenn du jemandem etwas sagen könntest, der nicht mehr da ist – was wäre es?

STATION 5: Lebensweg-Parcours

Das Leben ist wie ein Weg – manchmal gerade, manchmal holprig. Hier kannst du es spüren!

Material:

  • Seile, Tücher, Matten, Naturmaterialien für Parcours
  • Steine zum Mitnehmen

Erklärung:
Gehe barfuß oder langsam über den Weg. Mal ist er weich, mal hart, mal schmal oder krumm. Du darfst einen Stein mitnehmen – für deinen Weg.

Gesprächsimpuls:
Wo war dein Weg mal schwer? Und wer war da für dich?

STATION 6: Was ich loslasse – was bleibt (Schredderstation)


Manches tut weh oder ist schwer. Hier darfst du aufschreiben, was du loslassen möchtest.

Material:

  • Papierstreifen, Stifte
  • Aktenvernichter (oder Papierschneider)
  • Organza-Säckchen
  • Schild mit Impuls („Auch was zerreißt, gehört zu dir“)

Erklärung:
Schreib auf einen Zettel, was dich belastet – z. B. eine Sorge oder einen Streit. Dann schredderst du den Zettel. Die Papierstreifen darfst du in ein Säckchen füllen und mitnehmen – als Erinnerung: Du darfst loslassen.

Gesprächsimpuls:
Was macht dich traurig oder wütend? Was tut dir gut, wenn du etwas loslässt?

STATION 7: Baum der Hoffnung – gestaltet vom Kinderhospiz

Dieser Baum wächst voller bunter Blätter – jedes Blatt steht für einen Wunsch oder einen Gedanken.

Material:

  • Großer Ast oder Holzbaum, Bodenständer
  • Papierblätter, Schablonen
  • Schnur oder Wäscheklammern
  • Stifte, Locher

Erklärung:
Gestalte ein Blatt aus Papier und schreibe oder male darauf, was du hoffst oder was dich froh macht. Hänge es an den Baum.

Gesprächsimpuls:
Was wünschst du dir für dich, für andere oder für die Welt?

STATION 8: Die Klang-Insel

Hier kannst du ausprobieren, wie Gefühle klingen. Leise. Laut. Fröhlich. Traurig.

Material:

  • Klanginstrumente: Glockenspiel, Trommel, Klangschale, Rasseln
  • Sitzkissen oder Matten
  • Bildkarten mit Gefühlen (freiwillig)

Erklärung:
Probiere verschiedene Instrumente aus. Wie klingt dein Tag heute? Du darfst deine eigene Klanggeschichte machen oder einfach zuhören.

Gesprächsimpuls:
Wie klingt Hoffnung? Und wie klingt Abschied?

Station 9  

Lese-/ Vorleseecke – Geschichten über Tod und Trauer

Hier darfst du dich ausruhen, zuhören oder selber lesen. Es gibt Geschichten von Menschen, Tieren und dem Leben – über das Abschiednehmen und über die Hoffnung danach.

Material:

Bilderbücher und Kinderbücher zu Tod, Trauer, Trost, Leben & Hoffnung
(z. B. Leb wohl, lieber Dachs; Ente, Tod und Tulpe. Das gelbe vom Ei…)

Sitzkissen oder Decken

Bücherkiste oder kleines Regal

Erklärung:
Such dir ein Buch aus der Kiste oder vom Regal. Du darfst dich hinsetzen und allein darin blättern – oder jemand liest es dir vor. Manche Bücher machen traurig, manche trösten, manche sind auch lustig. Alles darf sein.

Gesprächsimpuls:
Was macht dich traurig in der Geschichte?
Was tröstet dich?
Kennst du jemanden, der gestorben ist?

Station 10  Wie sieht eine Bestattung aus? – mit dem Bestattungsinstitut


Hier erfährst du, was passiert, wenn ein Mensch gestorben ist. Du darfst dir einen Sarg oder eine Urne anschauen – und sogar selbst etwas gestalten.

Material:

  • Modell-Sarg oder Ausstellungssarg
  • Urne
  • Vorlagen zum Bemalen (Sarg/Urne auf Papier oder Bastelbogen)
  • Holzstifte, Farben, Aufkleber, Papiere
  • Info-Karte oder Bilder zum Thema „Was ist eine Bestattung?“ (für Kinder verständlich)
  • Ansprechpartner:in vom Bestattungsinstitut
  • Kleiner Raum oder ruhige Ecke für Gespräche

Material:

  • Modell-Sarg oder Ausstellungssarg
  • Urne
  • Vorlagen zum Bemalen (Sarg/Urne auf Papier oder Bastelbogen)
  • Holzstifte, Farben, Aufkleber, Papiere

Erklärung:
Hier ist ein Sarg und eine Urne zum Anschauen. Du kannst mit Holzstiften, Farben oder buntem Papier eine kleine Sarg- oder Urnenvorlage gestalten – so, wie du dir einen Abschied vorstellen würdest. Menschen dürfen bei einer Bestattung mitgestalten – vielleicht auch du.

Jemand vom Bestattungsinstitut ist da und kann kindgerechte Fragen beantworten:
Was passiert, wenn jemand stirbt? Wer kümmert sich um den Abschied?…

Gesprächsimpuls:
Wie würdest du einen Menschen verabschieden?
Was würdest du ihm auf den Weg mitgeben?

Station 11     Hoffnung pflanzen – Blumenzwiebeln setzen


Manchmal fühlt sich Trauer wie kalte Erde an. Aber: Aus der Erde kann neues Leben wachsen. Hier darfst du Hoffnung pflanzen.

Material:

  • Blumenzwiebeln (Tulpen, Krokusse, Narzissen)
  • vorbereitete Pflanzstelle im Garten
  • Gießkanne
  • Holzstäbchen oder Pflanzenstecker
  • Kärtchen zum Beschriften
  • Stifte

Erklärung:
Du bekommst eine Blumenzwiebel – vielleicht eine Tulpe oder Krokus. Dann pflanzt du sie in die Erde draußen. Im Frühling wird sie wachsen und blühen – als Zeichen für neues Leben.

Du darfst dir auch einen Hoffnungswunsch dazu schreiben und ihn an einen kleinen Holzstab stecken. Gesprächsimpuls:
Was wünschst du dir, dass wachsen darf – in dir oder in der Welt?

 Station 12    Gefühle kneten – Was in mir steckt – gestaltet vom Kinderhospiz

Manchmal ist es schwer, Gefühle in Worte zu fassen. Hier darfst du sie einfach kneten! Was du fühlst, kannst du in deinen Händen spüren und formen.

Material: Verschiedene Farben weiche Knete (kaufbar oder selbstgemacht), Unterlagen oder Knetbretter

Erklärung:
Du darfst dir Knete nehmen und damit dein Gefühl formen:
Bist du traurig? Dann knete eine Träne.
Bist du wütend? Dann mach einen Wirbel!
Fühlst du Hoffnung? Dann knete ein Herz oder eine Sonne.

Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Du darfst dein Gefühl auch zerdrücken, nochmal neu machen oder einfach kneten, was dir guttut.

Gesprächsimpuls:
Was fühlst du gerade?
Wie sieht deine Wut, deine Angst oder deine Freude aus?

Feier-Zeit

Gestaltete Mitte mit Tuch, Kerze, bunten Blättern, Konfetti, Steinen und einem Kreuz

Moderation

Herzlich Willkommen zur Feierzeit! Heute haben wir so viel erlebt – Leben, Sterben, Hoffen.

Wir haben gebastelt, losgelassen, gefeiert, erinnert.

Jetzt wollen wir das alles noch einmal vor Gott bringen.

Eingangsritual

Wir zünden an ein kleines Licht.

Wir hören und staunen, fürchtet euch nicht.

Erzählen und singen, wie alles begann.

In Gottes Namen fangen wir an.

Votum

Unseren Gottesdienst feiern wir im Namen Gottes, der uns wie eine Mutter und wie ein Vater lieb hat.

Im Namen des Sohnes, der unser Freund ist.

Und im Namen des heiligen Geistes, der uns Mut und Kraft gibt. Amen.

Aktion

Jede*r darf etwas aus den Stationen in die Mitte legen

-ein Blatt vom Baum des Lebens, ein Licht, einen Erinnerungsstein, ein bisschen Konfetti

Schau mal, wie bunt das Leben ist!

Manche dinge tun weh- andere machen froh.

Alles, was wir heute erlebt haben, gehört zu uns und darf hier liegen – bei Gott.

Hoffnungslicht

Heute durften wir loslassen, erinnern und feiern.

Jetzt wollen wir ein Licht anzünden für alle, an die wir denken:

Für Menschen, die gestorben sind, für die, de traurig sind, und für alles, was uns Hoffnung gibt.

Jerde*r darf sein Licht in die Mitte stellen.

Schau mal, wie hell es wird, wenn viele kleine Lichter zusammen leuchten.

So ist das mit der Hoffnung: Sie wird größer, wenn wir sie teilen.

Gebet

Wir beten gemeinsam- Wer mag, darf die Hände falten oder das Licht anschauen.

Guter Gott,

danke für das Leben – so bunt, so schön, so voller Wunder.

Sei bei allen, die traurig sind, bei denen, die jemanden vermissen, und auch bei denen, die neue Hoffnung brauchen.

Lass uns nicht vergessen: Du bist da. Immer – Im Leben, Im Sterben und im Hoffen.

Amen.

Vater unser

                 

Segen und Konfetti-Moment

Gott segne dich,

Gott halte dich,

Gott schenke dir Mut und Hoffnung.

Wenn du traurig bist, halte ein Licht fest.

Wenn du fröhlich bist streu Konfetti.

Denn Gott ist mitten in allem Leben!

Alle bekommen eine Handvoll Konfetti. Auf ein Zeichen werfen alle gemeinsam das Konfetti in die Luft.

Einladung zum Essen

Abklatsch-Segen

Der Abklatsch-Segen bietet sich sowohl im Familienkreis als auch in einer Kirche Kunterbunt Feier an.

Material: keins

Segen

Zum Segen stellen wir uns in einem Kreis auf. Der Segen soll unsere besondere Verbundenheit unsere Gemeinschaft miteinander deutlich machen. Wir sprechen einander den Segen zu.

Person A hält die linke Hand geöffnet zu Person B. Person B klatscht darauf und spricht: “Der Herr segne dich!”

Dann hält Person B die Hand nach oben geöffnet zu Person A. Diese klatscht nun darauf und spricht: “Und behüte dich!”

So dreht der Segen die komplette Runde im Kreis.

Anmerkungen aus der Redaktion

Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“

Der Entwurf wurde von der Kirche Kunterbunt Coburg entwickelt und umgesetzt. Diese Kirche Kunterbunt ist derzeit die größte ihrer Art in Deutschland – rund 500 Menschen kommen dort regelmäßig zusammen. Dadurch fließen viele Ressourcen und Ideen in einen besonders vielfältigen und inspirierenden Kontext ein.

Als Redaktionsteam haben wir die Ideen aus Coburg aufgenommen und für euch angepasst. Wir wünschen euch viel Freude mit diesem Entwurf – und die Zuversicht, dass auch euch ein leises „Fürchte dich nicht“ sanft ins Herz geflüstert wird.

Team-Zeit – Taucht ein in den Bibeltext

Material: Ausgedruckte/digitale Bibeltexte für jede Person; Highlight-Stift; Leckeres Getränk / etwas zum Naschen (weil das doch jede Teambesprechung noch einmal gemütlicher macht)

Heute beschäftigen wir uns mit der Aussage “FÜRCHTE DICH NICHT!“.

Dazu kurz ein paar Fakten:
Je nach Übersetzung und Zählweise kommt der Satz bzw. seine Varianten etwa 365-mal in der Bibel vor.
(Das wird oft symbolisch gedeutet – „einmal für jeden Tag des Jahres“ –, obwohl das eine schöne theologische Symbolik ist und keine exakte Zählung.) In der Lutherbibel oder Einheitsübersetzung liegt die tatsächliche Zahl (je nach Formulierung) bei etwa 70–100 direkten Vorkommen des Ausdrucks „Fürchte dich nicht“ bzw. „Fürchtet euch nicht“.
Zählt man alle verwandten Formen wie „Hab keine Angst“, „Sei getrost“, „Erschrick nicht“, „Zage nicht“, etc. hinzu, kommt man näher an die berühmten 365.

In dieser Kirche Kunterbunt wird auf drei biblische Erzählungen geschaut, in denen Engel die Aussage “Fürchte dich nicht” aussprechen. Lest euch als Team doch gerne die Bibeltexte durch und tauscht euch darüber aus, was euch auffällt, was euch seltsam vorkommt, was ihr besonders schön findet, woran ihr aus eurem Leben anknüpfen könnt.

Das Bedeutsamste für eure Kirche Kunterbunt-Familien ist wohl das, was ihr selbst in diesem Zuspruch “FÜRCHTE DICH NICHT” entdeckt und wo ihr es in ihrem Alltag als Hoffnungs-schenkend und tröstend erlebt. Überlegt als Team: Wovor haben Menschen in eurem Umfeld Angst? Was beschäftogt sie? Was schenkt euch persönlich Trost? Wo wird dieses “fürchte dich nicht” für euch real?

Lukas 1,13 – Engel zu Zacharias:

„Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört.“

Lukas 1,30 – Engel zu Maria:

„Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast Gnade bei Gott gefunden.“

Lukas 2,10 – Engel zu den Hirten in der Weihnachtsgeschichte:

„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkünde euch große Freude.“

Willkommens-Zeit

Gestaltet eine für euren Kontext stimmige Willkommens-Zeit. Vielleicht gibt es eine Station, bei der Namensschilder erstellt werden ( heute wären sie beispielsweise passend in Engel-Form) oder es gibt schon einmal eine Bildershow der letzten Kirche Kunterbunt Feiern oder einen kleinen Begrüßungssnack. Die Willkommenszeit ist die Chance, den Menschen eure Gastfreunschaft entgegen zu bringen und eine warme Atmosphäre zu kreieren.

Aktiv-Zeit

Engel-Schnitzeljagd

Material: vorbereitete Schnitzeljagd durch das Gebäude/Garten mit kleinen Hinweisen (zum Beispiel “Flügeln”, denen man folgen muss)

Stationsbeschreibung: Jede Gruppe bekommt einen Hinweis: „Folgt den Spuren der Engel – sie führen euch zu einer himmlischen Botschaft!“
Kurzes Rätsel führt zur nächsten Station, z. B.:

„Ich bin ein Ort, an dem man still sein kann,
man spricht mit Gott – so fängt’s hier an.“
➡️ (Hinweis auf die Gebetsecke oder Kirchenbank)

Reichtum weitergeben: z.B. Winterjacken spenden

Stationsbeschreibung: Wie schön, wenn wir in der Adentszeit auch unseren Reichtum teilen. Wenn ihr eine Wohltätigkeitsorganisation am Ort habt, dann fragt im Vorfeld an, was sie aktuell benötigen und informiert die Familien, was sie zu Kirche Kunterbunt mitbringen können z.B. Winterjacken, die dann gespendet werden.

Banner gestalten

Material: Leintuch, Farben (Finger-, Abtön- oder Stoff-Farben), evtl. Pinsel, Unterlage, Malerkittel

Stationsbeschreibung: Auf diesem Banner sammeln wir den Engels-Zuspruch “Fürchte dich nicht!” in verschiedenen Sprachen. Gerne dürft ihr den Satz in eurer Sprach oder eurem Dialekt auf das Banner schreiben. Oder ihr sucht euch bei den Vorlagen eine Übersetzung aus. Gerne dürft ihr auch Symbole malen, die euch die Angst nehmen.

Fürchte dich nicht in verschiedenen Sprachen:

  • Spanisch: No tengas miedo
  • Französisch: N’aie pas peur
  • Italienisch: Non avere paura
  • Russisch: Не бойся (Ne boy’sya)
  • Niederländisch: Wees niet bang
  • Englisch: Do not be afraid / Don’t be afraid
  • Portugiesisch: Não tenha medo
  • Japanisch: 恐れないでください (Osoranaide kudasai) 
  • Arabisch لا تخف” (la takhaf)
Bewegungsparcours

Material: Pylonen, Tische, Stühle oder Sportgeräte

Stationsbeschreibung: Baut nach euren Ressourcen, eurem Platz einen Bewergungsparcours auf, den man nacheinander oder auch im Wettlauf gegen die Zeit laufen kann.

Weihnachtslieder-Raten

Material: Musikbox, Playlist mit Weihnachtsliedern, eventuell mit Kopfhörern (falls ein großer Raum)

Stationsbeschreibung: Die Engel haben schöne Lieder gesungen. Wie gut kennt ihr euch mit Weihnachtsliedern aus? Euch werden die ersten Sekunden von einem Weihnachtssong vorgespielt. Wer errät zuerst, um welchen Song es sich handelt?

Gesprächsimpuls: Wie hat sich wohl der Engelschor angehört? Welches Weihnachtslied gefällt euch am Besten und warum?

a pine cone ornament hanging from a christmas tree
Station: Dunkler Raum

Material: dunkler Raum, Schwarzlicht, weiße Gegenstände bzw. Farbe

Stationsbeschreibung: Dekoriert einen Raum mit weißen Gegenständen, Symbolen oder Engelsbotschaften. Die Familien betreten den dunklen Raum. Die Tür wird geschlossen. Dann wird das Schwarzlicht angeknipst und die weißen Dinge können entdeckt werden.

Gesprächsimpulse: Wo erlebt ihr Dunkelheit? Was sind Botschaften oder Symbole, die uns in Angst und Dunkelheit Mut machen können?

Nachtlicht-Engel

Material:

  • Weißes Tonpapier oder fester Fotokarton
  • Transparentpapier in verschiedenen Farben (z. B. Gelb, Rot, Grün)
  • LED-Teelicht oder kleine Lichterkette (batteriebetrieben!)
  • Bleistift, Schere, Kleber oder doppelseitiges Klebeband
  • Lochzange oder Locher + Faden zum Aufhängen
  • Engel-Schablone (kann man leicht selbst zeichnen – siehe unten)

Stationsbeschreibung:

  1. Engel-Schablone herstellen:
    Zeichne auf festem Karton einen stilisierten Engel mit rundem Kopf, geschwungenen Flügeln und einem rechteckigen Körperbereich.
    Tipp: Der Körperteil sollte ein Fenster haben, das später mit Transparentpapier hinterklebt wird.
  2. Schablone übertragen:
    Übertrage die Form mit Bleistift auf das weiße Tonpapier und schneide sie aus.
  3. Fenster ausschneiden:
    Schneide im Körperbereich ein Dreieck, Herz oder Stern aus – dieses Fenster wird mit Transparentpapier hinterklebt.
  4. Transparentpapier aufkleben: Schneide ein Stück Transparentpapier etwas größer als das ausgeschnittene Fenster zu und klebe es von hinten auf.
  5. Licht anbringen: Wenn du LED-Teelichter nutzt, stelle das Engelmotiv davor oder klebe das Licht von hinten an. Wenn du eine Lichterkette nutzt, kannst du kleine Löcher in die Flügel oder den Körper pieksen und die LEDs von hinten durchstecken – das ergibt den tollen „Lichterkranz“-Effekt wie auf deinem Foto.
  6. Aufhängen: Oben am Kopf des Engels ein kleines Loch stanzen, Faden durchziehen und aufhängen – z. B. an einem Holzrahmen, Fenster oder Weihnachtsbaum.
Weihnachtsmobile

Material: Äste, bunte Schnüre/Wolle, Scheren, Buntstifte, Weihnachtsmotive auf festem Karton

Stationsbeschreibung: Sucht euch Motive aus, malt sie an, schneidet sie aus und befestigt sie mit den Schnüren an den Ästen.

Gesprächsimpulse: Was gehört für euch zu Weihnachten dazu? Welche Personen kommen in der Weihnachtsgeschichte vor? Welche Symbole verwenden wir für Weihnachten und warum? Welche Geschichte/Personen/Tiere magst du gerne?

Falt-Engel

Material: Papier: Ein A4-Blatt oder dünnes Papier (z.B. 80g/m² oder leichter), Scheren, Kleber: Kleberoller, Bastelkleber oder Heißkleber, Kopf: Eine Holz- oder Styroporkugel, die durchlocht werden kann, um eine Aufhängung zu befestigen, Schnur/Garn: Für den Aufhänger, der durch die Kugel geführt wird. 

Gesprächsimpuls: Während dem Falten könnt ihr euch über Engel unterhalten? Habt ihr zu Hause Engel aufgehängt? Kennt ihr biblische Geschichten mit Engeln?

Eine Anleitung für die Engel findet ihr hier:

Engelsbotschaften

Material und Vorbereitung: Eine Person ist als Engel verkeidet. Ein langes Rohr wurde im Vorfeld gebastelt.

Beschreibung: Durch das Rohr darf die Engel-Person jeder Person einzeln einen ermutigenden Vers zusprechen. (Achtung: in das Rohr darf nicht zu laut hineingesprochen werden)

Beispielsverse: Jos 1,9 // Ps 23,4 // Ps 37,5 // Ps 91,1 // Ps 121,7+8 // Mt 28,20b // 2. Tim 1,7 (hier können natürlich gerne Bibelverse ergänzt werden, den den Menschen, die dieses Station durchführen, besonders am Herzen liegen)

Segensstation

Material und Vorbereitung

  • Segensöl
  • Stühle
  • gemütliche Ecke

Beschreibung: Hier bekommen Menschen ganz persönlich einen Segen zugesprochen für eine Situation, in der sie den Ausspruch “fürchte dich nicht!” brauchen.

Feier-Zeit

Die Feier-Zeit besteht aus einem Dialog zwischen Moderator und einer weiteren Person, Zwischendurch werden Geschichten mit einem Schattentheater erzählt und Lieder gesungen.

Was für eine Stationenzeit. Ich habe so viel gelernt übers Fürchten. Also vor allem, dass ich mich nicht fürchten muss. Und dazu gibt es ein super Lied, dass möchte ich mit euch und der Band lernen.

Lied: Sei mutig und stark und fürchte dich nicht (Mike Müllerbauer)

Wow, ihr seid ja spitze. Oh, da kommt gerade mein Freund  …, den muss ich schnell begrüßen. Wartet kurz, ich bin gleich wieder bei euch!

Hi, … Schön Dich zu sehen!

Ach, hallo … ! Wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen! Wie geht’s?

Ganz gut, und dir?

Frage lieber nicht. Ich habe gerade ein riesen Problem und weiß nicht, wie es weiter gehen soll?

Magst du darüber reden? Ich habe gerade Zeit. Manchmal hilft das.

Ja, das stimmt, vielleicht, aber ich weiß eigentlich gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich bin so verzweifelt. Ich habe schon alles versucht, sogar beten. Aber Gott scheint komplett taub zu sein. Statt besser, wird es immer schlimmer. Ich fühle mich schon richtig alt und kraftlos!

Das ist ja interessant. Gerade heute Morgen habe ich in der Bibel etwas über einen alten Mann gelesen. Über Zacharias.

Wer ist das denn, noch nie gehört.

Ich lese es dir gerne vor:

Schattentheater

(zum Vorlesen Schattentheaterszene)

Szene 1: Zacharias und Elisabet stehen traurig zu Hause, die Sonne geht unter.

Es war vor langer Zeit, als Herodes König von Judäa war. In einem kleinen Dorf lebte ein Priester namens Zacharias mit seiner Frau Elisabet. Beide waren gute Menschen, die immer nach Gottes Geboten lebten. Doch etwas machte sie traurig: Sie hatten keine Kinder. Sie waren schon alt, und Elisabet konnte keine Kinder bekommen.

Szene 2: Im Tempel zündet Zacharias das Räucheropfer an, dann erscheint der Engel Gabriel als große Schattenfigur.

Leise Hintergrundmusik, wenn Zacharias den Tempel betritt.

Eines Tages war Zacharias im Tempel. Es war seine Aufgabe, Gott zu dienen, und diesmal durfte er das Räucheropfer darbringen. Während er drinnen arbeitete, stand draußen eine große Menge Menschen und betete. Alles war still.

Dramatisches Licht, wenn der Engel erscheint.

Doch plötzlich – ein Licht erschien neben dem Altar! Ein Engel stand dort, hell und mächtig. Zacharias erschrak und zitterte vor Angst.

Der Engel sprach mit einer ruhigen, freundlichen Stimme:
„Fürchte dich nicht, Zacharias. Gott hat dein Gebet gehört. Deine Frau Elisabet wird einen Sohn bekommen, und du sollst ihn Johannes nennen. Er wird ein ganz besonderes Kind sein.“

Zacharias war erstaunt. Das klang so wunderbar, aber auch unglaublich. Er fragte:
„Wie kann ich sicher sein, dass das stimmt? Ich bin ein alter Mann, und auch meine Frau ist alt.“

Da sagte der Engel:
„Gott hat mich mit der Botschaft zu dir geschickt. Weil du mir nicht geglaubt hast, wirst du stumm sein. Du wirst nicht sprechen können, bis alles so geschieht, wie ich es gesagt habe.“

Szene 3: Zacharias kommt aus dem Tempel, hält sich den Mund und macht stumme Zeichen.

Als Zacharias aus dem Tempel kam, warteten die Menschen schon ungeduldig auf ihn. Er wollte ihnen erzählen, was passiert war, aber kein einziges Wort kam aus seinem Mund. Stattdessen machte er Zeichen mit seinen Händen. Da verstanden die Menschen: Er hatte im Tempel etwas Großes erlebt.

Szene 4: Elisabet freut sich über ihre Schwangerschaft, eine strahlende Sonne erscheint im Hintergrund.

Zacharias ging nach Hause zurück. Und wirklich, nach einiger Zeit wurde Elisabet schwanger. Sie war voller Freude und sagte:

Sanfte Klänge, während Elisabet dankbar spricht.

„Gott hat mir Gutes getan! Jetzt sehen die Menschen nicht mehr auf mich herab. Er hat mich gesegnet!“

Zwiegespräch

Gut zu wissen, dass es noch mehr Leute gibt, denen es mies geht, aber das hilft mir gerade auch nicht weiter. Ich meine, ich finde es super, dass der Engel Zacharias sogar mit Namen angesprochen hat. Also Gott ihm ganz persönlich eine Nachricht geschickt hat. Wenn Gott nur endlich auch auf mein Gebet antworten würde. Er muss ja nicht gleich einen Engel schicken!

Das kann ich verstehen. Dein Problem ist auch ziemlich groß und das kann einen ganz schön gefangen nehmen. Hast du eigentlich das Lied vorhin gehört? Das passt ziemlich gut zu deiner und auch zu Zacharias Situation.

Nein. Du hast ein Lied für meine Situation. Eines, bei dem es um Angst bei Problemen geht?

  • Kinder fragen, ob es passt. Gemeinsam singen.

Da fällt mir noch eine Geschichte von heute früh wieder ein. Auch aus der Bibel. Magst du da auch mal reinschauen?

Schaden kanns ja nicht.  

Schattentheater

Die Übergänge können mit leiser Musik oder Glockenklängen begleitet werden, um die besondere Stimmung der Szene zu betonen.

Szene 1: Ein stiller Moment in Nazaret – Maria sitzt allein, als plötzlich ein Lichtstrahl den Engel Gabriel ankündigt.

Elisabet, die Verwandte von Maria, war schon im sechsten Monat schwanger, als etwas Wunderbares geschah. Gott schickte den Engel in die Stadt Nazaret in Galiläa. Dort lebte eine junge Frau namens Maria. Sie war verlobt mit Josef, einem Nachkommen von König David.

Plötzlich trat der Engel in ihr Haus und sprach:
„Sei gegrüßt, Maria! Gott hat dich auserwählt und dir seine Gnade geschenkt. Der Herr ist mit dir.“

Szene 2: Der Engel tritt hervor, hebt die Hände und spricht. Marias Gesichtsausdruck wechselt von Erstaunen zu Vertrauen.

Maria war überrascht und erschrak. Was sollte dieser Gruß bedeuten? Sie wusste nicht, was sie davon halten sollte.

Da sagte der Engel mit sanfter Stimme:
„Fürchte dich nicht, Maria. Gott hat dich besonders erwählt. Du wirst ein Kind bekommen, einen Sohn. Du sollst ihn Jesus nennen.

Er ist etwas ganz Besonderes: Er wird der ‚Sohn des Höchsten‘ genannt werden. Gott wird ihm den Thron seines Vorfahren David geben. Er wird für immer König sein, und seine Herrschaft wird niemals aufhören.“

Maria war verwundert und fragte:
„Wie kann das sein? Ich bin doch noch gar nicht verheiratet!“

Der Engel antwortete:
„Der Heilige Geist wird auf dich kommen, und die Kraft Gottes wird dieses Wunder bewirken. Deshalb wird dein Kind heilig sein und ‚Sohn Gottes‘ genannt werden.

Szene 3: Beim Satz „Auch deine Verwandte Elisabet…“ erscheint eine schwangere Schattenfigur von Elisabet im Hintergrund.

Schau doch: Auch deine Verwandte Elisabet, die so lange kinderlos war, erwartet jetzt ein Kind. Sie ist schon im sechsten Monat schwanger, obwohl man dachte, sie könne keine Kinder bekommen. Für Gott ist nichts unmöglich.“

Szene 4: Maria kniet in Hingabe nieder und spricht: „Ich diene dem Herrn.“

Maria spürte in ihrem Herzen Vertrauen und sagte:
„Ich diene dem Herrn. Es soll geschehen, wie du gesagt hast.“

Finale: Das Licht wird weicher, der Engel verschwindet, und Maria blickt hoffnungsvoll in den Himmel.

Da verließ der Engel sie, und Maria blieb nachdenklich zurück.

Zwiegespräch

Gab wohl damals zu viele Engel? Denen war langweilig, he?

Das war halt einfach eine ganz besondere Situation.

Gott hat Jesus, seinen Sohn zu uns auf die Erde geschickt, das war etwas ganz Besonderes!

Stimmt, darum feiern wir immer noch jedes Jahr Weihnachten. Und weißt du was, wenn ich Marias Problem so anschaue. Schwanger, ohne einen Mann zu haben. In der damaligen Zeit. Also wenn Josef sie nicht heiratet ist sie nicht abgesichert. Wird ausgestoßen aus der Gesellschaft. Dagegen wird mein Problem gleich ein wenig kleiner.

Ja, das war ganz schön herausfordernd. Da konnte sie das „Fürchte dich nicht!“ sicher sehr gut gebrauchen!  Lied

Weißt du, was mir beim Singen gerade aufgefallen ist?

Nein, was denn?

Das ist ganz schön mutig für so ein junges Mädchen.

Es ist so herausfordernd, wenn das ganze Leben sich von jetzt auf gleich verändert. Ich wünschte mir, ich wäre genauso mutig!

Denke einfach an die Worte des Engels! „Fürchte dich nicht!“ (Kinder fragen)

Jetzt fühle ich mich schon wieder etwas leichter. Danke für diese schönen Geschichten.

Alle guten Dinge sind drei! Ich habe sogar noch eine.

Echt jetzt?

Ja. Und wieder schickt Gott einen, na, was wohl? (Frage an die Kinder)

Richtig. Einen Engel!

Schattentheater

Sanfte Harfenklänge oder ein Engelchor könnten die Szene begleiten, und ein aufleuchtender Stern könnte die Übergänge fließend und stimmungsvoll gestalten.

Szene 1: Die Hirten sitzen an einem Lagerfeuer, der Schein des Feuers flackert. Im Hintergrund sieht man ruhig grasende Schafe.

In der Nähe von Betlehem, mitten in der Nacht, wachte eine Gruppe von Hirten über ihre Schafe. Es war still, nur das leise Blöken der Tiere war zu hören. Die Hirten saßen am Feuer und hielten sich warm, als plötzlich etwas Unglaubliches geschah.

Szene 2: Plötzlich erscheint ein Engel, hell erleuchtet, und das Licht umstrahlt die Hirten, die vor Schreck zurückweichen.

Ein Engel des Herrn erschien direkt vor ihnen, und ein helles Licht, die Herrlichkeit Gottes, leuchtete um sie herum. Die Hirten erschraken. Ihre Herzen schlugen schnell, und sie hatten große Angst.

Szene 3: Der Engel spricht mit ausgestreckten Armen, während die Hirten staunend zuhören.

Doch der Engel sprach mit einer sanften und freundlichen Stimme:
„Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch eine wunderbare Nachricht, die alle Menschen froh machen wird. Heute Nacht ist in der Stadt Davids, in Betlehem, euer Retter geboren worden. Er ist Christus, der Herr.

Dies ist das Zeichen, an dem ihr ihn erkennen werdet: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das in Windeln gewickelt ist und in einer Futterkrippe liegt.“

Szene 4: Die Bühne wird von einem großen himmlischen Heer erleuchtet, das singt und Gott lobt. Der Chor der Engel füllt den Raum mit Freude.

Kaum hatte der Engel gesprochen, erschien plötzlich ein großes Heer von Engeln am Himmel. Sie strahlten hell und lobten Gott mit lauter Stimme:
„Gottes Herrlichkeit erfüllt die Himmelshöhe!
Sein Frieden kommt auf die Erde,
zu den Menschen, die er in seiner Liebe beschenkt!“

Die Hirten konnten kaum glauben, was sie sahen und hörten. Die Engel verschwanden, und die Nacht wurde wieder still. Die Hirten schauten einander an und sagten:
„Kommt, wir gehen sofort nach Betlehem! Wir wollen sehen, was dort geschehen ist, von dem der Herr uns erzählt hat.“

Finale: Die Engel verschwinden, und die Hirten machen sich auf den Weg, mit einem Stern, der den Weg nach Betlehem zeigt, als Hintergrund.

Zwiegespräch

Wow, das hat sie bestimmt umgehauen, dass Gott ausgerechnet sie ausgesucht hat, um ihnen diese umwerfende Botschaft sagen.

Ja klar, aber auch hier gibt es noch eine Steigerung! Ein Engel hat nicht mehr gereicht. Auf einmal war der ganze Himmel voll mit Engel, die Gott mit Liedern gelobt haben.

Das ist ja echt unglaublich. Wie Gott sich um jeden Einzelnen kümmert, mit jedem geht er anders um.  Aber jeden spricht er persönlich und zu seiner Zeit an. Meinst du mir will Gott in meinem Problem auch irgendwie begegnen?

Auf jeden Fall. Aber keine Ahnung, wie und wann und wo.

Ich habe ein richtiges Kribbeln im Bauch und werde jetzt jedes Mal, wenn ich Angst habe und mutlos bin daran denken:  Lied

Lebkuchenherz-Segen

Material: ein Lebkuchen-Herz für jede:n

Wie ein Lebkuchenherz süß und stark zugleich ist,
so sei auch dein Herz voller Mut und Zuversicht.
Fürchte dich nicht, denn Gott ist bei dir.

Das Lebkuchenherz erinnert dich daran,
“Du bist von Gott geliebt so wie du bist!”
Mögen sein Segen dich begleiten,
an jedem Tag in Freude und in Sorgen.

Spür die Wärme von Gottes Liebe in deinem Herzen,
und geh deinen Weg – niemals allein.

Amen.

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Weitere Eindrücke von der Kirche Kunterbunt in Coburg zu diesem Thema findet ihr hier:

Hier findest du Material von YOU/C zum Song “Das wahre Leben”.
Wenn du mehr zu YOU/C wissen willst, kannst du ganz unten auf der Seite nachschauen.

Das Playback (Instrumental) und die zwei- bis dreistimmigen Chornoten zu dem Song kannst du per E-Mail anfragen: you-c@ejwue.de

Hier siehst du das Musikvideo zu dem Song.
Weiteres Songmaterial findest du unter dem Video.

Audiospur Sopran

Audiospur Alt

Audiospur tiefe Stimme


YOU/C, die Sing-Community, will Jugendliche deutschlandweit für das (gemeinsame) Singen begeistern und miteinander vernetzen. Bestehende Teenie- und Jugendchöre möchte YOU/C unterstützen und auch dabei helfen, dass neue Gruppen entstehen, die zusammen singen. Dafür kommt das Team von YOU/C in Gemeinden und Bezirke und veranstaltet mit den Leuten vor Ort YOU/C-Days. Außerdem wurden mehrmals im Jahr moderne Songs mit zugehörigem Songmaterial über www.you-c.online veröffentlicht. Zu jedem Song gibt es ein zwei- bis dreistimmiges Chorarrangement, Tutorials und innovative Zusatzmaterialien, mit denen Interesse geweckt, Spaß vermittelt, Gottes Liebe spürbar gemacht und beim Singen und Üben der Songs unterstützt werden soll.

YOU/C ist Teil von „musikplus“ im Evangelischen Jugendwerk Württemberg (EJW) und kooperiert mit der Stiftung Creative Kirche in Witten.

Warm-up

“Geh durch die Tür”

Zum Einstieg in das Thema stellt ihr entweder mehrere Türen auf (z.B. Stellwände mit einem Durchgang + Vorhang als Tür,…) oder ihr spart euch den Aufbau und nutzt die Türen des Gebäudes, in dem ihr euch trefft.

Die Teilnehmenden haben nun folgende Aufgabe: “Geh durch die Tür, wenn du schon mal…”

  • mutig warst
  • unter der Dusche gesungen hast
  • gezweifelt hast
  • eine schwere Entscheidung treffen musstest
  • einen Walzer getanzt hast
  • verschlafen hast
  • bei einer Person Erste Hilfe geleistet hast
  • einen Schlüssel verloren hast
  • positiv überrascht wurdest von jemandem
  • ein Geheimnis geteilt hast
  • etwas Neues über Gott gelernt hast
  • Salami mit Marmelade gegessen hast

Einstieg:

Ihr seid eben durch eine oder mehrere Türen gegangen. Jetzt stellt euch vor, ihr steht vor einer Tür und ihr wisst nicht genau, was dahinter ist, aber ihr müsst euch entscheiden: Geht ihr hindurch oder bleibt ihr draußen?
Türen haben verschiedene Funktionen: sie trennen Räume, aber sie verbinden auch. Sie bieten Schutz und Sicherheit, Privatsphäre, aber auch Zugang.
 
In eurem Alltag gibt es auch viele “Türen”: die Tür zur Schule, zur Freundschaft, zur Familie, zu Entscheidungen. Manche dieser Türen öffnen sich leicht, andere bleiben verschlossen oder klemmen.

Tauscht euch nun in Kleingruppen über folgende Fragen aus:

  • Wie war das bei dir? Welche Türen standen dir bis jetzt im Leben offen?
  • Welche waren verschlossen?
  • Durch welche Türen bist du durchgegangen?
  • Gab es auch welche, die du bewusst zugelassen hast?
  • Gibt es Türen, die du dir im Leben wünscht?
Impuls

Heute schauen wir auf eine besondere Tür – Jesus sagt: „Ich bin die Tür. Wer durch mich hineingeht, wird gerettet.“ (Johannes 10,9, BasisBibel) 

Was meint er damit?

Jesus sagt, dass er die Tür ist, durch die wir Zugang zu einem erfüllten Leben haben. Er lädt dich ein, durch ihn zu gehen – in eine Beziehung mit Gott, in ein Leben voller Hoffnung, Liebe und Sinn. 
 
Vielleicht fragst du dich: Wie gehe ich durch diese Tür?
Es beginnt mit Vertrauen. Wenn du Jesus dein Herz öffnest, wenn du mit ihm sprichst, ihm deine Gedanken und Sorgen anvertraust, dann gehst du durch diese Tür. Du wirst erleben, dass er dich annimmt, dich begleitet und dir neue Perspektiven schenkt. 

Stell dir vor, die Tür steht weit offen – und Jesus lädt dich herzlich ein, einfach hindurchzugehen. Er verspricht dir, dass du dahinter nie alleine bist: Er geht immer mit dir, egal, was kommt. Die offene Tür bedeutet, du kannst jederzeit zu ihm kommen, mit deinen Fragen, Sorgen und Träumen. Dort erwartet dich echter Frieden, ganz unabhängig davon, wie turbulent es gerade ist.
Und das Coolste daran: Jesus nimmt dich so, wie du bist, und freut sich über jeden Schritt, den du wagst. Die Entscheidung, durch diese Tür zu gehen, liegt ganz bei dir – aber hast du das einmal gewagt, findest du Liebe, Hoffnung und ein Leben voller Möglichkeiten. Warum also nicht einfach mal ausprobieren, was dahinter steckt? 

Jesus ist nicht nur eine Tür – er ist die Tür, die zu echtem Leben führt. Es ist deine persönliche Entscheidung, ob du durch diese Tür gehst oder draußen bleibst. Aber die Tür steht dir offen – jederzeit.

Gebet: Jesus, danke, dass du die Tür bist. Hilf mir, dir zu vertrauen und durch dich zu einem Leben mit Gott zu finden. Zeige mir den Weg, den du für mich vorbereitet hast. Amen. 

Aktion

Gebetstür

Ihr braucht eine (große) Tür oder eine Pinnwand/Magnettafel, (Klebe-)Zettel und Stifte, ggf. Pinnnadeln oder Magnete

Stellt die Frage: Was wünsche ich mir, welche Tür soll Jesus mir öffnen?

Diese Gebetsanliegen schreiben die Teilnehmenden auf Zettel (anonym) und hängen sie an die Tür oder Pinnwand/Magnetwand.

Wenn ihr wollt, könnt ihr leise Musik im Hintergrund laufen lassen (Liedvorschläge siehe unten).

Abschluss

Schreibt den Bibelvers Johannes 10,9 auf Postkarten mit Türmotiven und gebt sie den Teilnehmenden als Erinnerung mit.

Lieder
  • Way Maker (Leeland)
  • Build my life (Pat Barrett)
  • Jesus, meine Hoffnung lebt
  • Ich seh das Kreuz (Outbreakband)

Hier findest du Material von YOU/C zum Song “Magnificat”.
Wenn du mehr zu YOU/C wissen willst, kannst du ganz unten auf der Seite nachschauen.

Das Playback (Instrumental), die zwei- bis dreistimmigen Chornoten und die Multitracks zu dem Song kannst du per E-Mail anfragen: you-c@ejwue.de

Audiospur Sopran

Audiospur Alt

Audiospur tiefe Stimme


YOU/C, die Sing-Community, will Jugendliche deutschlandweit für das (gemeinsame) Singen begeistern und miteinander vernetzen. Bestehende Teenie- und Jugendchöre möchte YOU/C unterstützen und auch dabei helfen, dass neue Gruppen entstehen, die zusammen singen. Dafür kommt das Team von YOU/C in Gemeinden und Bezirke und veranstaltet mit den Leuten vor Ort YOU/C-Days. Außerdem wurden mehrmals im Jahr moderne Songs mit zugehörigem Songmaterial über www.you-c.online veröffentlicht. Zu jedem Song gibt es ein zwei- bis dreistimmiges Chorarrangement, Tutorials und innovative Zusatzmaterialien, mit denen Interesse geweckt, Spaß vermittelt, Gottes Liebe spürbar gemacht und beim Singen und Üben der Songs unterstützt werden soll.

YOU/C ist Teil von „musikplus“ im Evangelischen Jugendwerk Württemberg (EJW) und kooperiert mit der Stiftung Creative Kirche in Witten.

Mut-Gebet

“Ich bin mutig” darf laut gerufen werden.

Ich bin mutig!

Gott macht mich groß.

(nach oben strecken)

Ich bin mutig!

Ich bin nicht allein.

(bei einer anderen Person einklatschen)

Ich bin mutig!

Jesus geht voran.

(nach vorne springen)

Ich bin mutig!

Selbst wenn ich falle,

hält Gott mich.

(Arme überkreuzt auf die eigenen Schultern legen)

Amen.

Ein Gottesdienst mit WOW-Effekt mit Kindern

Gottesdienst

Begrüßung, Votum und Hinführung

Begrüßungslied: Das ist toll (Immer und überall. Kinderkirchenlieder 144)

Material: Rettungsdecke

Heute steht die Jahreslosung im Mittelpunkt: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offb 21,5). Dazu habe ich eine Rettungsdecke mitgebracht. Sie sieht erstmal unscheinbar aus, aber sie ist wie ein kleines Wunder, das uns an Gottes Liebe erinnert.

Diese Decke hat zwei Seiten. Die goldene Seite: Diese Seite glänzt und erinnert uns daran, dass Gott alles neu macht. Wenn wir auf diese Seite schauen, dann sehen wir Gottes Licht und Liebe. Alles wird hell und schön! Die silberne Seite: Sie erinnert uns daran, dass es auch dunkle und schwierige Zeiten gibt. Aber auch in diesen Momenten ist Gott bei uns und hilft uns, weiterzumachen. Also, wenn’s golden glitzert, wissen wir: Gott macht alles neu! Er sorgt dafür, dass wir immer wieder fröhlich und voller Hoffnung in die Zukunft schauen können.

Psalmgebet „Gott macht alles neu, schau!“

Refrain (gesungen oder gesprochen, mit Bewegungen):

Gott macht alles, Gott macht alles neu, schau! 
(Gott – Arme nach oben; alles – beide Arme vor dem Oberkörper umeinander kreisen wie in einer Rollbewegung; schau! – Hand an Stirn legen) 
Gott macht alles wunderbar, alles macht Gott neu – WOW! 
(Gott – Arme nach oben; alles – beide Arme vor dem Oberkörper einander umkreisen wie in einer Rollbewegung; WOW! – beide Hände in die Höhe recken)

1. Ein neuer Tag – du schenkst ihn mir. Danke, Gott, dass ich heute hier bin. 
2. Du gibst uns Kraft und Energie. Danke, Gott, du stärkst auch mich!

Refrain: Gott macht alles …

1. Neugierig schau ich mich um: Was wird wohl heute passieren? 
2. Ich will lernen, Stück für Stück. Gott, du gehst dabei mit.

Refrain: Gott macht alles …

1. Nach einem Streit will ich verzeihen. Versöhnung tut uns allen gut. 
2. Hab ich einen Fehler gemacht, hilfst du mir, neu anzufangen.

Refrain: Gott macht alles …

1. Altes und Neues – beides ist wertvoll. Danke, dass du uns beides gibst. 
2. Alles, was wertlos ist, machst du neu. Halleluja – du machst uns frei!

Refrain: Gott macht alles …

Mitmachgeschichte mit einer Rettungsdecke

Material: Rettungsdecke; Taschenlampe; blaues Tuch; grünes Tuch; Spiel-Tiere; goldene Sonne; silberne Sterne und Mond; großes rotes Herz; kleine bunte Herzen oder Blüten

Die Geschichte spannt einen heilsgeschichtlichen Bogen von der Schöpfung bis zur Vollendung der Welt. Die ­Kinder werden beteiligt.

Alles neu machen

(zusammengefaltete Rettungsdecke zeigen) Hier ist sie – noch unscheinbar, noch verborgen. So war das damals: Alles war noch in Gott verborgen. Aber dann … wollte Gott etwas Neues machen! Gott machte den Himmel. Und Gott machte die Erde. (langsam die Decke entfalten) Das war alles. Und alles war neu.

Chaos aufräumen

Doch noch war alles ein großes Durcheinander. (Decke zusammenknäulen und wie eine Kugel hinlegen) Dunkel und chaotisch. Gott sah es und dachte: „So kann das nicht bleiben. Da kann niemand leben. Ich räume auf.“ (Frage in die Runde:) Wer hilft mir, das Chaos zu glätten?“ (Kinder helfen – Decke glattstreichen, goldene Seite oben)

Licht und Finsternis

Gott sagte: „Es werde Licht!“ (Kind leuchtet mit Taschenlampe auf die Decke – sie strahlt golden.) Und zack – alles wurde hell. Und Gott lächelte. Das war neu! Wo kein Licht war, blieb Dunkelheit. (Decke auf silberne Seite wenden.) Gott gab ihnen Namen: Tag (goldene Seite) und Nacht (silberne Seite). Jetzt gab es Himmel und Erde, Tag und Nacht. Das war neu. Und das war gut. (Decke auf goldene Seite wenden.)

Oben und unten

Es war noch nicht fertig. Gott trennte oben und unten: Oben der Himmel mit Wolken, unten die Erde. Jetzt gab es Himmel und Erde, Tag und Nacht, oben und unten. Das war neu. Und das war gut.

Meer und Land

Unten war noch Wasserchaos. (Frage in die Runde:) „Wer hilft mir, Wellen zu machen?“ (Kinder machen kleine Wellen mit der Decke.) Dann beruhigte Gott das Wasser und schuf das Land. (Decke glätten) Jetzt gab es Himmel und Erde, Tag und Nacht, oben und unten, Meer und Land. Das war neu. Und das war gut.

Leben wächst

Jetzt konnte Leben kommen. Das erste Leben, neues Leben. Gott ließ Gott Pflanzen wachsen: Bäume, Gräser, Blumen – überall wurde es grün und bunt. (Zu allen in die Runde:) „Helft mir pflanzen!“ (Kinder legen grünes Tuch auf die Decke, darauf Blumen oder andere Pflanzen.) Es fehlte noch das Licht am Himmel: Gott machte die Sonne für den Tag, den Mond und die Sterne für die Nacht. (Kinder legen blaues Tuch auf die Decke, darauf goldene Sonne und silberne Sterne und Mond.) Jetzt war die Welt bunt und hell. Jetzt sah alles viel schöner aus. Das war neu. Und das war gut.

Tiere füllen die Erde

Aber es war noch still. Also schuf Gott Vögel und Fische. (Kinder stellen Fische und Vögel auf die Decke.) Und dann noch Tiere auf dem Land. (Landtiere aufstellen.) Gott freute sich sehr. Alles war neu und wunderbar.

Gott schafft die Menschen

Halt! Etwas fehlte. Wir Menschen! Also schuf Gott Menschen. Er gab ihnen Hände zum Helfen, ein Herz zum Lieben und einen Kopf zum Denken. Und als er uns ansah, sagte er: „Sehr gut!“ (Kinder legen Hände in die Mitte. Alle rufen zusammen:) „Gott hat uns wunderbar gemacht!“ Jetzt war alles fertig. Alles war neu.

Die neue Geschichte beginnt

Gott hätte sich jetzt ausruhen können. Aber …

Wieder Chaos auf der Erde

Die Menschen machten wieder Chaos. (Decke zerknüllen) Sie waren neidisch, stritten, taten einander weh. Sie vergaßen Gott. Das gefiel Gott nicht. Er wollte, dass es wieder neu wird! Er half den Menschen, Frieden zu schließen, sich zu vergeben, einander zu lieben und zu teilen. (Decke zusammen mit den Kindern wieder glätten.) Gott machte hier was neu und dort was neu. (An der ein oder anderen Stelle die Decke glattstreichen.) Das war viel Arbeit.

Gott kommt selbst

Gott hatte eine neue Idee: Er kam zu den Menschen – als Jesus. (Das große, rote Herz auf die Decke legen.) Jesus half, heilte, vergab. Jetzt war Gott ganz nah. Das war neu! Viele spürten: Jesus teilt Gottes Liebe aus. Doch manche konnten es nicht glauben. Sie mochten Jesus nicht. Sie blieben lieber beim Alten. Sie nagelten Jesus ans Kreuz. Alles wurde dunkel und schwer. (Die Enden der Rettungsdecke zur Mitte schlagen – silberne Seite sichtbar.)
(Kurze Stille.)

Neues Leben

Doch dann geschah das Wunder: Jesus lebt! (Alle rufen:) „Jesus lebt!“ (Kinder schlagen Decke auf – goldene Seite sichtbar.) Das war die beste Nachricht der Welt. Das war neu. Und das war gut.

Gott macht auch heute alles neu

Hat sich bis heute etwas verändert? Ja und Nein. Es gibt immer noch Streit und Chaos. Aber: Gott gibt nicht auf. Jeden Tag macht Gott etwas neu: Wo Streit war, entsteht Versöhnung. Wer traurig war, bekommt neue Hoffnung. Wer allein war, findet Gemeinschaft. (Kinder legen bunte Herzen oder Blüten auf die Decke.) Und eines Tages wird Gott sagen: „Jetzt ist alles neu! Jetzt ist alles sehr gut!“ (Kinder legen ihre Hände in die Mitte und sagen zusammen:) „Gott macht alles neu!“

Lied: Gottes Liebe ist so wunderbar (Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend 484; Immer und überall. Kinderkirchenlieder 329)

Kreativaktion

Spiele und Bastelaktion rund um die Rettungsdecke sind hier möglich:

  • Ein einfaches Kreuz aus Ästen in Rettungsdecke verhüllen und mit einer Schur festbinden.
  • Die Kinder kreieren mit Hilfe der Rettungsdecke und anderer Materialien wie Papier, Farben und Bastel­materialien ihre eigene Version von „Neuem“. Z. B.: Was stellt für jedes Kind „neues Leben“ dar? Ein neues Tier, eine neue Pflanze oder ein neuer Mensch?
  • Herausforderung: Kinder stehen auf einer Decke und müssen diese umdrehen, ohne diese zu verlassen.
  • Karton wird mit Rettungsdecke beklebt. Daraus werden Herzen ausgeschnitten und danach verschenkt.
  • Ein Gegenstand in der Kirche oder in Gemeinde­räumen wird mit der Rettungsdecke golden verhüllt.
  • Kinder erzählen die Geschichte mit der Rettungsdecke nach.
  • Sonnenstrahlen-Bild: Einen Sonnenkreis aus gelbem Tonpapier ausschneiden. Streifen aus der Rettungsdecke schneiden und als strahlende Sonnenstrahlen ringsum ankleben. In die Mitte schreiben: „Gott macht alles neu“.
  • Schutzmantel für Mini-Figuren: Kleine Holzpüppchen, Playmobilfiguren o. Ä. bekommen einen Schutzmantel. Kleine Mäntel oder Umhänge aus der Rettungsdecke basteln, sie symbolisieren: Gott schützt mich, Gott kleidet uns neu ein. Am Ende dürfen die Kinder ihre Figuren mitnehmen.
  • Freundschaftsarmbänder: Kleine Stückchen der Rettungsdecke zusammen mit bunten Perlen auf ein Gummiband auffädeln. Jedes Armband wird ein kleines Zeichen: „Gott macht neu und verbindet uns.“
  • Einen Luftballon mit Hilfe der Rettungsdecke in der Luft halten.
  • Die Rettungsdecke zusammenfalten und eine bestimmte Form oder Figur legen. Eine zweite Gruppe kann raten.
  • Rettungsdecke als Transportmittel für einen Parcours verwenden.

Fürbittengebet „Wenn’s golden glitzert“ mit Rettungsdecke

So eine Rettungsdecke glitzert ganz wunderbar, wenn wir sie bewegen. Sie soll uns daran erinnern, dass Gott immer bei uns ist – in guten Zeiten und auch, wenn wir uns unsicher oder traurig fühlen. Wenn’s golden glitzert, spüren wir, dass Gott uns umhüllt, uns warm und stark macht.

Wir halten nun die Ränder der Decke leicht gespannt (bei größeren Gruppen ggf. mehrere Decken und kleinere „Gebetszirkel“).

Wir wollen jetzt gleich beten. Jedes Mal, wenn der Satz „Wenn’s golden glitzert“ gesagt wird, heben alle die Decke langsam hoch und lassen sie dann wieder sinken (wie ein Schwungtuch).

Guter Gott, wenn’s golden glitzert, fühlen wir: Du bist ganz nah bei uns. Dich wollen wir jetzt bitten:

Wenn’s golden glitzert, wird uns warm ums Herz. Wir bitten dich: Sei bei allen, die frieren oder traurig sind. Mach sie warm mit deiner Liebe.

Wenn’s golden glitzert, wird alles ein bisschen heller. Wir bitten dich: Sei bei allen, die Angst haben. Mach ihre Herzen hell mit deinem Licht.

Wenn’s golden glitzert, freuen wir uns. Wir bitten dich: Sei bei allen, die sich freuen, und bei denen, die es schwer haben. Schenk ihnen ein Lächeln.

Wenn’s golden glitzert, wissen wir: Wir sind nicht allein. Wir bitten dich: Pass gut auf uns auf – heute und an jedem neuen Tag. Amen.

Wir legen nun die Decke wieder auf den Boden. Und wie zuvor bei der Geschichte legen wir unsere Hände auf die Decke. Dann beten wir gemeinsam das Vaterunser:

Vater unser im Himmel …

Segenslied: Immer und überall (Kommt und singt. Liederbuch für die Jugend 196; Immer und überall. Kinderkirchenlieder 315)

Segen

Das Leitungsteam hält die Rettungsdecke an den Enden nach oben. Nun können die Kinder gemeinsam unter die Decke gehen (oder mehrere Decken). Die Rettungsdecke wird so zur Segensdecke.

„Gott segne euch,
er schenke euch Mut für Neues,
Freude am Leben
und ein Herz, das liebt.
Er gehe mit euch – heute, morgen und jeden Tag!“

Alle zusammen: „Amen.“ 
Während die Kinder noch unter der Decke stehen, rufen sie: „Gott macht alles neu!“

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