Ab in die Liga der Champions!

5-Sterne-Ferienprogramm für Kinder

Auch dieses Jahr haben wir wieder ein Sommerferienprogramm für Kinder erstellt. In dieser Themenreihe „Ab in die Liga der Champions“ sind alle Artikel hinterlegt. Zur besseren Übersicht ist hier der Vorschlag für einen Programmplan (am besten ausdrucken):

Wie ihr sehen könnt, gibt es noch Lücken im Plan. Das ist volle Absicht. Denn jeder möchte auf einer Freizeit seine ganz eigenen Ideen einbringen. Die Programmpunkte sind Vorschläge. D.h. ihr könnt sie als Grundlage nehmen, abändern, kürzen, verlängern, bereichern, euch inspirieren lassen… Passt sie also gerne auf eure Freizeit an. Natürlich könnt ihr auch noch weitere biblische Geschichten selbst geschrieben dazunehmen (z.B. Petrus, Thomas, die Frau am Jakobsbrunnen…). Wir haben uns auf die 5 Geschichten hier begrenzt für eine Wochenfreizeit.

Und darum geht es inhaltlich:

Stell dir vor, du gehörst zum besten Team der Welt: du hast den besten Trainer, du hast Mitspieler und Mitspielerinnen, die auf allen Positionen genau richtig aufgestellt sind. Und du bist auch ein wichtiger Teil dieses Teams auf deiner Position. Du bist ein Gewinner, eine Gewinnerin!

Wer zu Jesus gehört, gehört zu einem Gewinnerteam, zu den Menschen, die auf den „Trainer der Welt“ hören und versuchen, seine Worte auf dem Platz des Alltags umzusetzen. Diese Menschen nennt die Bibel Jünger und Jüngerinnen. Sie folgen Jesus nach. Aber wie geht das mit dem Jünger sein? Und wer waren die ersten Jünger und Jüngerinnen? Was kann man aus diesen Geschichten lernen?

Mit dem Eintauchen in das Leben dieser Menschen laden wir Kinder ein, selbst Teil dieses Teams zu werden und darauf zu achten, was der beste Lebens-Trainer der Welt ihnen sagen will. Und was einen zu einem Gewinner, einer Gewinnerin macht.

Bei der Auswahl der Geschichten haben wir bewusst darauf geachtet, dass Jüngerinnen und Jünger (also mögliche Vorbilder für Jungs und Mädels) zu Wort kommen: Nathanael, Maria und Marta, Jakobus und Johannes, Zachäus, Paulus und Hananias.

Dazu gibt es wieder eine tolle Rahmengeschichte, die auf/neben einem Fußballplatz spielt. Diese Geschichte kann auf einer Freizeit live gespielt werden vor und nach der jeweiligen biblischen Geschichte. Die Rahmengeschichte nimmt die Welt der Kinder auf und hilft den Kindern, die Aussagen der biblischen Geschichten ins Heute zu übertragen.

Insgesamt besteht die Themenreihe aus 5 biblischen Geschichten, dazu viele tolle Spiele für das Ferienprogramm.

Viel Spaß und Begeisterung bei der Umsetzung,

euer Redaktionsteam Jungscharleiter online

Einen Mini-Kicker, den man überall hin mitnehmen kann und der sofort für jede Menge Spaß sorgt, nicht nur für Fußballfanatiker!

Und so wird’s gemacht:

Die Kanten der Spanplatte mit Schleifpapier schleifen. Anschließend den Filz auf die Spanpatte kleben. Als nächstes legen wir die Kopiervorlage auf den Filz und schlagen an den markierten Stellen die Nägel ca. 1 cm tief in die Spanplatte, (unbedingt Stahlnägel verwenden, Eisennägel verbiegen sich bei der Spanplatte). Die Kopiervorlage nun runterreißen und das Fußballfeld mit dem weißen Buntstift aufmalen. Zum Schluss legen wir das Gummiband wie gezeichnet außen herum als Bande und Tor und knoten die Enden zusammen. Die Wäscheklammer wird auseinander gemacht und dient als Schnipser.

Spielanleitung

Der Ball (die Murmel) wird in die Mitte des Spielfeldes gelegt. Es wird ausgelost, wer Anstoß hat. Abwechselnd versuchen nun die zwei Spieler, durch Schnipsen mit ihren Wäscheklammerhälften den Ball beim Gegner im Tor unterzubringen. Das Tor zählt, wenn der Ball mehr als die Hälfte seines Umfanges die Torlinie überschritten hat. Nach einem erzielten Tor kommt der Ball in wieder in die Mitte und der Spieler, der ein Tor rein bekommen hat, hat nun Anstoß. Viel Spaß!

Paulus und Silas im Gefängnis

Zielgedanke:
Wähle deine Einstellung – damit entscheidest du selbst, wie du mit Einschränkungen, schwierigen Situationen,… umgehst und kannst dich und dein Umfeld verändern – so oder so.
Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Begeben wir uns auf einen Ausflug nach Philippi zur Zeit von Paulus. Paulus und seine Mitarbeitenden, darunter auf alle Fälle Silas und Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, kamen während ihrer Missionsreise in diese Stadt. Dort verlief vorerst alles problemlos, sogar sehr erfolgreich. Durch eine Predigt kam Lydia, eine reiche Geschäftsfrau, zum Glauben an Jesus und lud Paulus und seine Begleiter zu sich nach Hause ein. Als sie in der Stadt unterwegs waren, begegnete ihnen mehrere Tage lang eine wahrsagende Magd, die mit dieser Fähigkeit ihrem Besitzer viel Geld einbrachte. Sie verfolgte Paulus und seine Freunde und rief laut, diese Männer seien Diener des höchsten Gottes und könnten den Menschen den Weg zum wahren Leben zeigen. Dies entsprach der Wahrheit, ausgesprochen durch einen Dämon (ein böser Geist in dieser Frau). Das konnte Paulus nicht zulassen. Er wollte nicht, dass seine Botschaft mit dunklen Mächten in Verbindung gebracht wurde. Deshalb nahm er die Autorität Jesu in Anspruch und befahl dem bösen Geist, zu verschwinden. Damit war der Besitzer der Magd seiner Einnahmequelle beraubt, da er durch die Wahrsagerei dieser Frau viel Geld verdiente. Das brachte ihn dazu, gegen Paulus und seine Begleiter vorzugehen. So wurden Paulus und Silas mit falschen Behauptungen angeklagt und ohne Gerichtsverhandlung ins Gefängnis gesperrt.

Nachdem Paulus und seine Mitstreiter nach einem Erdbeben vom Gefängnis-Aufseher aufgenommen, versorgt und behandelt worden waren, sollten sie wieder frei kommen – leise, still und heimlich. Doch das ließ Paulus nicht mit sich machen. Er war ein römischer Staatsbürger, dem vor seinem Gefängnisaufenthalt eine faire Gerichtsverhandlung zugestanden hätte. Das erschreckte die Verantwortlichen der Stadt, und sie kamen selbst, um die Angelegenheit mit Paulus und Silas zu klären. So viel zu den Ereignissen rund um das Geschehen im Gefängnis.

„…und legte ihre Füße in den Block.“ (Apostelgeschichte 16, 24). Das bedeutet, dass die Füße von Paulus und Silas zwischen zwei Brettern mit Hilfe von Metallklammern eingeklemmt waren.

Warum will der Gefängnis-Aufseher sich umbringen, als er davon ausgeht, dass die Gefangenen geflohen sind? Als Gefängnis-Aufseher war er in allen Belangen für die Gefangenen zuständig. Falls ein Gefangener floh oder zu Schaden kam, konnte er persönlich dafür zur Rechenschaft gezogen und entsprechend bestraft werden. Deshalb war er zutiefst verzweifelt als er annahm, alle Gefangenen seien geflüchtet.

Warum konnten Paulus und Silas in dieser Situation – zu Unrecht im innersten des Gefängnisses und mit den Füßen im Block – Gott loben? Paulus und Silas haben schon viel mit Gott erlebt (es lohnt sich, in der Apostelgeschichte zu stöbern) und unterschiedlichste schwere und wunder-bare Erfahrungen gemacht. Dies ließ ihr Vertrauen in Gottes Größe und Gegenwart wachsen. Vielleicht erinnerten sie sich auch gegenseitig an solche Erlebnisse, an Gottes Wesen und Möglichkeiten. Und das brachte sie dazu, Gott Loblieder zu singen. Loblieder predigen der Seele und das verändert die Perspektive. Wir richten unseren Blick weg von uns, hin zu dem, der helfen kann und das hat innere Freiheit und Frieden zur Folge. Paulus und Silas waren äußerlich gefangen und innerlich frei, weil sie sich mit ihrem Leben Gott anvertraut hatten. Sie wussten, es würde nur das geschehen, was Gott zuließ und, dass Gott in allem mit ihnen war. Sie stellten sich auf Gottes Wort. Dieses Verhalten und diese innere Freiheit hat womöglich ihre Mit-Gefangenen so beeindruckt, dass keiner floh, als sich ihnen mit dem Erdbeben die Gelegenheit bot.

Erlebniswelt der Kinder

Auch Kinder fühlen sich einsam und verlassen. Gerade in diesen schwierigen Zeiten. Sie sind den Gegebenheiten noch viel hilfloser ausgeliefert, als wir Erwachsenen. Durch ihre geringere Lebenserfahrung fällt es ihnen noch viel schwerer, eine Perspektive zu entwickeln, wann, wie und was sich wieder ändern könnte.

Das Lernen am und mit den Gleichaltrigen, das soziale Lernen steht bei Kindern in diesem Alter ganz weit oben in ihrer Entwicklung. Und genau das wird eingeschränkt. Sie spüren, dass etwas Wesentliches fehlt. Aber meist sind sie diesem Gefühl hilflos ausgesetzt und tun sich schwer, konstruktive Lösungen zu finden.

Jetzt hilft ein Perspektivwechsel: weg von mir und meiner Hilflosigkeit und Not, hin zu dem, der da ist und helfen kann, der größer ist, als die Not. Dieser Perspektivwechsel kann Hoffnung, Kräfte und Kreativität frei setzen; und innere Freiheit geben.

Einstieg

Falls ihr euch noch nicht mit euren Kindern treffen dürft, eignet sich die Einheit auch für eine Zoom-Jungschar o.ä.

Sammelt mit euren Jungscharlern auf einem Plakat verschiedene Eigenschaften Gottes, kreuz und quer und unkommentiert. Vielleicht hilft es, wenn ihr sie an bestimmte biblische Erlebnisse erinnert, die ihr schon in der Jungschar besprochen habt.

Biblische Erzählung

Für die Erzählung braucht ihr zwei Mitarbeitende: Lukas, den Arzt, Mitarbeiter von Paulus und Verfasser der Apostelgeschichte und Antonius, einen Mitgefangenen von Paulus und Silas

Lukas: Guten Tag, mein Name ist Lukas. Ich bin ein Mitarbeiter des großen Apostels und Predigers Paulus. Meine Aufgabe ist es, alle Geschehnisse im Leben des Paulus zu protokollieren. Dazu interviewe ich gerne Zeugen dieser Erlebnisse, um ein umfassendes Bild zu bekommen. Heute treffe ich mich mit Antonius, einem Mitgefangenen von Paulus und Silas im Gefängnis in Philippi. Guten Tag Antonius.

Antonius (begeistert): Guten Tag Lukas, Vielen Dank, dass ich von diesem einzigartigen Erlebnis berichten darf. Seit dieser verrückten Nacht bewundere ich Paulus und Silas und interessiere mich sehr für ihren Gott. Wenn sie zu so etwas fähig sind, muss es ein besonders großer und wohl auch besonders vertrauenswürdiger Gott sein.

Lukas: Stopp, stopp Antonius. Ihre Begeisterung ist ja beeindruckend. Aber so verstehe ich nur die Hälfte. Sie saßen selbst im Gefängnis, als auch Silas und Paulus gefangen genommen wurden?

Antonius: Ja, aus verschiedenen Gründen, saß ich in der innersten Zelle des Gefängnisses. Aus dieser ist kein Herauskommen. Am frühen Abend ging die Tür auf und zwei neue Gefangene wurden herein gebracht. Neugierig begutachteten wir sie. Die Armen wurden mit den Füßen auch noch in den Block gesteckt, zwischen zwei Brettern festgeklammert und waren völlig bewegungsunfähig. Wie ich erfuhr, waren sie zu unrecht im Gefängnis.

Lukas: Wie verhielten sich Paulus und Silas in dieser Situation? Waren sie wütend? Frustriert? Niedergeschlagen?

Antonius: Zunächst unterhielten sie sich leise miteinander. Dann sahen sie sich in der Zelle um und begrüßten uns. Das war neu. Noch nie wurden wir von anderen Gefangenen höflich oder sogar freundlich behandelt. Dann fingen sie an, von ihrem Gott zu reden. „Er hat uns versprochen, immer bei uns zu sein,“ sagte der Eine. Sie erzählten, wie Gott sie schon bewahrt hatte, vor Steinigungen und Verfolgung. Sie beschrieben, wie ihr Gott ist: treu, liebevoll, mächtig, ein wunderbarer Ratgeber. Und dann, kurz vor Mitternacht, ich traute meinen Ohren nicht, begannen die beiden Männer mit lauter Stimme zu singen. Sie sangen Loblieder von ihrem Gott, mitten im Gefängnis. Das war so verrückt!

Lukas: Sangen sie aus Verzweiflung? Was denken Sie?

Antonius: Nein, nein, nicht aus Verzeiflung. Sie waren überzeugt, dass ihr großer Gott hier ist, mitten in diesem dreckigen Gefängnis; dass er sie hören und ihnen helfen würde. Sie sagten: „Gott bleibt Gott, egal was geschieht. Mit unseren Lobliedern erinnern wir uns daran, wie Gott ist. Außerdem schenkt er uns Frieden, mitten im Gefängnis und dafür loben wir ihn.“

Lukas: Das ist echt bewundernswert und zeigt ein großes Vertrauen. Was geschah dann? Wie kamen Sie alle frei?

Antonius: Das war echt der Gipfel des Wahnsinns! Plötzlich, noch während Paulus und Silas sangen, bebte die Erde. Die Mauern schwankten und die Ketten, die in den Mauern verankert waren, fielen heraus, Türen öffneten sich. Erstaunt sahen wir uns an…

Lukas: Und alle verließen so schnell wie möglich das Gefängnis?

Antonius (lacht): Nein. Wir blieben alle sitzen wo wir waren. Warum? Keine Ahnung! Aber irgend etwas hielt uns ab, zu fliehen. (Schüttelt ungläubig den Kopf).

Lukas: Sie blieben alle im Gefängnis? Obwohl Sie die Möglichkeit hatten zu fliehen?

Antonius: Ja schon, aber Paulus und Silas blieben sitzen, und so blieben auch wir. Plötzlich rief Paulus laut: „Nein, stopp, tu dir nichts an. Wir sind alle hier.“ Kurz darauf erschien der Gefängnis-Aufseher mit einer Laterne in der Hand an unserer aufgebrochenen Tür. Verwundert starrte er uns an. Zitternd vor Ehrfurcht fiel er vor Paulus und Silas auf die Knie. „Danke, danke – wenn Sie alle fort wären, würde ich hart bestraft werden. Dann hätte wohl mein letztes Stündlein geschlagen.“

Jetzt wussten wir, warum wir nicht geflohen waren. Das hätte der Aufseher nicht verdient. Paulus und Silas hielten uns durch ihr so anderes, besonderes Verhalten von einer großen Dummheit ab. Der Aufseher führte uns in eine nicht so stark vom Erdbeben beschädigte Zelle. Paulus und Silas nahm er mit. Was dann geschah, weiß ich nicht. Paulus und Silas kamen jedenfalls nicht zurück. Aber sie haben mir geholfen, meine Einstellung zu ändern. Ich kann selbst wählen, wie ich mit meiner Situation umgehe: bitter, wütend, ärgerlich oder mit diesem Vertrauen zu diesem Gott, der immer da ist. Dann bin ich sogar im Gefängnis frei.

Lukas: Ja, so ist unser Gott. Er kann sogar einen ungerechten Gefängnis-Aufenthalt nutzen, um Menschen mit sich und seiner Liebe und Hoffnung bekannt zu machen. Möchten Sie wissen, wie es mit Paulus und Silas weiter ging?

Antonius: Sehr gerne!

Lukas: Der Gefängnis-Aufseher nahm sie mit nach Hause. Er wusch sie, versorgte ihre Wunden und gab ihnen zu essen. Und, er wollte alles über unseren Gott und ein Leben mit ihm wissen. Paulus und Silas erzählten ihm und seiner ganzen Familie mitsamt allen Angestellten von unserem einzigartigen, treuen Gott. Am Ende ließen sich der Aufseher und sein ganzes Haus taufen. Sie wollten ab jetzt, mit unserem Herrn Jesus Christus leben und ihm vertrauen.

Was für ein Erlebnis: Paulus und Silas sitzen zu ungerecht im Gefängnis, singen dort Loblieder anstatt wütend und niedergeschlagen zu sein, werden so innerlich frei und froh und zeigen anderen Menschen, was es heißt mit unserem Gott zu leben. Vielen Dank für das Interview, Antonius.

Andacht

Paulus und Silas sitzen im Gefängnis und irgendwann fangen sie an, Loblieder zu singen – warum? Was bringt sie dazu? Überlegt gemeinsam mit den Kindern.

Ich kann im Gefängnis sitzen, alleine zu Hause oder in irgendeiner anderen schwierigen Situation stecken und mich nur um mich selbst kreisen, mich selber bemitleiden, wütend auf die Situation und die ganze Welt sein, keine Hoffnung und keine Ideen haben. Und all das darf auch sein. Wir dürfen das sogar Gott sagen. Aber wenn wir dabei bleiben, dann bleiben wir auch innerlich im Gefängnis, dann stecken wir fest.

Fangen wir an, weg von uns zu schauen und zu überlegen, wie und wer Jesus ist, was er kann und wie er zu uns ist. So verändert sich unsere Haltung und wir können, wie Paulus und Silas Gott loben. Die Loblieder können sogar helfen, unsere Einstellung zu ändern, denn sie erinnern uns daran, wie Gott ist. So werden wir innerlich frei, auch wenn wir in unserer Wohnung festsitzen und bekommen neue Freude, Frieden und vielleicht sogar Ideen.

Probiert doch mal folgendes aus (wichtig ist, die Ernsthaftigkeit bei der Übung und es nicht ins Lächerliche zu ziehen): Wie geht es euch, wenn ihr euch lauter traurige und schlechte Dinge zusprecht, wie ich bin so einsam, ganz arg traurig, niemand ist da, keiner kümmert sich um mich,… Probiert es aus, steht auf, dreht euch zur Wand um und sagt euch selbst lauter solche Dinge vor.

Und jetzt probiert etwas anderes: Steht wieder auf, dreht euch zur Wand und sagt euch Dinge vor, die ihr von Jesus wisst und auch toll an ihm findet, z.B. Gott ist bei mir. Er hat alle Macht. Jesus liebt mich. Er will mein Freund sein. Er ist voller Liebe. Gott ist treu….

Tauscht euch mit den Jungscharlern aus, wie es ihnen in den unterschiedlichen Situationen ging. Wie hat es sich angefühlt? Jeder darf sich beteiligen, keiner muss!

Dann nehmt ihr noch einmal das Plakat vom Einstieg zur Hand. Fragt die Jungscharler, welche dieser Eigenschaften nur helfen, wenn es mir gut geht? Und: Welche dieser Eigenschaften kann mir besonders helfen, wenn es mir schlecht geht? Warum? Wie?

Gott loben hilft mir und Gott ist immer wert, gelobt zu werden, denn er verändert sich nicht, sondern ist und bleibt Gott.

Gebet

Guter Gott, danke, dass du uns ganz und gar kennst. Danke, dass wir bei dir traurig und ärgerlich sein dürfen und du uns dabei verstehst. Danke, dass du uns hilfst, darin nicht stecken zu bleiben, sondern uns daran erinnerst, wer und wie du bist. Du bist und bleibst unser guter, treuer und liebevoller Gott, der immer bei uns ist. Danke dafür. Amen

Lieder
  • Ich stehe fest auf dem Fels, Einfach spitze Nr.27 – das haben Paulus und Silas gemacht
  • Wer Gott vertraut, Einfach spitze Nr.28 – In den Strophen eigene Ideen einsetzen: „wenn ich traurig/einsam/mutlos/krank/… aber auch: fröhlich/dankbar/lustig/… bin, kann ich zu dir kommen…“
  • Mein Gott ist, Einfach spitze Nr.61 – Unsere Kinder lieben es, dieses Lied oft hintereinander zu singen, ganz langsam anzufangen und immer schneller zu werden
  • Weil du groß bist singe ich, Einfach spitze Nr.97
Vertiefung

Und noch einmal nehmt ihr euch das Plakat vom Einstieg zur Hand. Jedes Kind kann sich eine Eigenschaft Gottes aussuchen, die ihm besonders hilft, wenn es ihm nicht so gut geht. Diese Eigenschaft gestaltet nun jedes Kind auf einem Blatt Papier, mit verschiedenen Stiften, Buntstifte, Wachsstifte, vielleicht auch Pastellkreiden, mit buntem Papier, Geschenkpapier-Resten, Bildern aus Zeitschriften und Werbung,… – lasst eurer Phantasie freien Lauf.

Das kann auch jeder zu Hause machen und beim nächsten Mal oder zum Abschluss präsentiert ihr euch gegenseitig eure kreativen Werke und kommt vielleicht dadurch in einen Austausch über die Eigenschaften Gottes und eure Erfahrungen damit.

Wir holen alle(s) raus

Der Frühling ist da. Die Temperaturen steigen. Zeit, rauszugehen!

Aufgrund der Pandemie verlegen wir unsere Angebote in die Natur oder auf größere Plätze. Gleichzeitig beachten wir natürlich die vorgegebenen Regeln des Landes. Unser Redaktionsteam hat für Euch und eure Kinder einige gut umsetzbare Ideen in konkrete Entwürfe umgesetzt, damit Ihr mit Euren Kindern in Kontakt bleiben könnt. Wie wäre es mit einem Treffen am Lagerfeuer, dazu Stockbrot und eine gute Geschichte? Vielleicht verteilt Ihr auch lieber Päckchen mit Briefen, Rätsel und Aktionen? Oder Ihr bereitet mehrere Stationen in eurer Ortschaft vor und lasst die Kinder von Station zu Station gehen? Vielleicht macht Ihr auch lieber ein Fitnessangebot live aus dem Garten wie die „Highland-Games“ hier aus dem Artikel „Kräftemessen im Schottenrock“?

Gerade jetzt brauchen Euch die Kinder. Sie sind die, die mit am meisten in dieser Zeit unter der Kontaktlosigkeit leiden. Hier ist es wichtig, ihnen ein guter Wegbegleiter/ eine gute Wegbegleiterin zu sein, vielleicht auch mal anzurufen oder eine Messanger-Nachricht zu schicken. Kinder merken, dass man an sie denkt. Danke für alle Zeit und Liebe, die Ihr in die Jüngsten steckt! Gott segne Euch!

Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn

Zielgedanke

Kämpfe sind Teil des Lebens. Mach es, wie Jakob: halte dich an Gott fest, lerne ihm zu vertrauen und deine Ängste an ihn abzugeben. Tue dein Möglichstes und gib nicht auf. Das lässt dich stark und widerstandfähig werden. Und du wirst dabei erkennen, Gott ist absolut vertrauenswürdig!

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Dieses Erlebnis von Jakob teilt sich in zwei Schwerpunkte auf.

Teil A, 1. Mose 32, 2-22, wird in dieser Einheit nur gestreift, ist aber für das Verständnis wichtig.

Jakob ist nach vielen Jahren weit weg von seiner Heimat und seiner Familie auf dem Weg zurück. Äußerliches hat sich verändert: er hat Familie, ist reich und erfolgreich. Aber auch innerlich hat er sich verändert. Er lebt mit Gott und ist mit ihm im Gespräch. Er weiß um seine Schuld und wünscht sich Versöhnung.

Jetzt steht ihm die Begegnung mit seinem (Zwillings-)Bruder Esau bevor. Sie sind unversöhnt auseinandergegangen, Jakob musste sogar vor ihm fliehen. Denn Jakob hatte ihn mehrfach betrogen und Esau hatte sich vorgenommen, Jakob zu töten (1. Mose 27, 41). Jakob ist unsicher, hat Angst: wie wird sein Bruder ihm begegnen? Was wird er ihm selbst oder seiner Familie antun?

Wie bereitet sich Jakob auf diese Begegnung vor? Er schickt Boten zu Esau. Und dann betet er. Er erinnert Gott an die Aufgabe, die er Jakob gegeben hat und die er mit der Rückkehr ausführt. Er dankt Gott für dessen Treue und Liebe, die sich in Jakobs unverdientem Reichtum zeigen und er gesteht Gott seine Angst und Hilfsbedürftigkeit. Dann wird er aktiv: Er bereitet seinen Besitz und seine Familie bestmöglich auf einen möglichen Kampf vor. In dieser Nacht erlebt Jakob etwas Unvergessliches. und das ist Teil B.

Teil B, 1. Mose 32, 23-33, bildet den Schwerpunkt dieser Einheit. Bevor Jakob den Fluss Jabbok überquert und seinem Bruder Esau und damit seinem alten Leben begegnet, schickt ihn Gott in einen Kampf. Die ganze Nacht ringt Jakob mit dieser Person. Er gibt nicht auf, ist zäh, lässt nicht los. Er kämpft gegen seine Vergangenheit, in der er ein verbissener, gewitzter Betrüger war und auch selbst betrogen wurde. Er kämpft darum, seine Angst und Unsicherheit loszulassen und sich und diese ungewisse Situation Gott anzuvertrauen.

Und diese Person? Sie fordert Jakobs Vertrauen heraus. Prüft sein Durchhaltevermögen und seine Widerstandskraft. Und – gibt ihm drei Dinge mit:

  • eine auf Dauer verletzte Hüfte – eine Lektion in Sachen Demut und eine lebenslange Erinnerung daran, dass er mit Gott gerungen hat, daran, wie nahe er Gott war und dass das kein Traum, sondern Wirklichkeit war.
  • einen neuen Namen – damals waren Namen eng verbunden mit Persönlichkeit und Charakter. Mit dieser Namensänderung erkannte Gott Jakobs Veränderung vom „Fersenhalter oder Täuscher“ hin zu dem, „der mit Gott kämpft“ an.
  • den erbetenen Segen – Gott stellt sich zu Jakob, zu seiner Veränderung, dazu, dass er durch die Kämpfe an Stärke und Widerstandskraft, ja an Persönlichkeit gewonnen hat. Er schlägt damit ein, in die von Jakob ausgesprochene Hilfsbedürftigkeit und sein Vertrauen auf Gott und versiegelt diese vertrauensvolle Beziehung mit seinem Segen.
Erlebniswelt der Kinder

Dieses Erlebnis Jakobs hat uns Mitarbeitenden, die wir schon einige Jahre leben und einiges erlebt, durchlebt und Kämpfe hinter uns gebracht haben, viel zu sagen. Aber auch Kinder kennen Kämpfe in der Familie, in der Schule, im Freundeskreis. Sie werden mit Situationen konfrontiert, in denen ihr Durchhalten, ihr Dranbleiben gefragt sind, in denen sie Frust erleben und trotzdem weitermachen müssen.

Reagieren wir auf solche Situationen mit Verbitterung, Resignation, vielleicht sogar Neid, haben wir diesen Kampf verloren.

Halten wir durch, bleiben dran, erkennen wir unseren Anteil an der Situation oder unsere Aufgabe darin, suchen wir Hilfe und Unterstützung? So können wir gestärkt und widerstandskräftiger aus diesem Kampf hervorgehen.

Kinder stark machen – dazu können wir beitragen. In der Jungschar ganz besonders dadurch, dass wir die Kinder mit dem bekannt machen, der mit uns und für uns kämpft, der unsere Möglichkeiten und unser Bemühen sieht und achtet, der absolut vertrauenswürdig ist und Lösungen hat, wo wir verzweifeln: der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs!

Einstieg

Jakob hat einen neuen Namen bekommen. Seine Namen hatten wichtige Bedeutungen für ihn. Es ist spannend, sich mit dem eigenen Namen und dessen Bedeutung zu befassen.

Die Kinder bekommen jeweils ein Puzzleteil. Darauf steht ihr Name. Im Raum sind Puzzleteile versteckt. Auf jedem dieser Puzzleteile steht jeweils die Bedeutung des Namens eines Kindes. Jetzt machen sich die Kinder auf die Suche nach der Bedeutung ihres Namens. Ob sie die richtige Übersetzung gefunden haben, prüfen sie, indem sie ausprobieren, ob die Puzzleteile passen.

Variante: Gleiches Prinzip. Nur werden Namen und Bedeutung je auf ein DinA4 Blatt gedruckt. Neben Name und Bedeutung kommt je dasselbe Symbol. Das Kind erkennt am Symbol neben der Bedeutung, ob die beiden Teile passen. Symbole findet ihr z.B. in Schriftarten „wingdings“ (Word).

Rahmengeschichte Teil 1 zu Tag 5 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Erzählung

Jakob sitzt nachdenklich am Ufer des Jabbok. Auf der anderen Seite schlafen seine Frauen und Söhne. Er ist unruhig und gleichzeitig braucht er seine Ruhe. Die hofft er hier, am Fluss zu finden. Was ihn am nächsten Tag, auf der anderen Seite des Jabbok erwarten wird?

Jakob denkt zurück: Vor vielen Jahren war er auf Anweisung seiner Mutter aus seiner Heimat geflohen. Sein Bruder Esau hatte gedroht, ihn umzubringen. So weit weg wie möglich sollte Jakob fliehen. Reumütig lässt Jakob seinen Kopf sinken und seufzt. Recht hatte Esau mit seiner Wut. Er, Jakob, war selbst schuld. Zweimal hatte er seinen Bruder hinterhältig betrogen und um sein Erbe gebracht. Auch danach hat Jakob immer wieder betrogen und wurde betrogen. Immer wieder musste er sich Dinge, sein Recht, seine große Liebe erkämpfen, auch mit miesen Tricks. Inzwischen hatte er Familie, war reich und erfolgreich. Jetzt nach vielen Jahren und großen Veränderungen kehrt er auf den Rat Gottes hin zurück in seine Heimat. Und morgen würde er seinem Bruder Esau begegnen.

Jakob schluckt schwer. Seine Boten, die er vorsorglich zu Esau gesandt hat, haben ihm ausgerichtet, Esau ziehe ihm mit 400 Mann entgegen! 400 Mann!?! Ganz klein kauert sich Jakob zusammen. Wie soll er sich gegen 400 Mann wehren?

Jakob hatte gebetet: „Gott, hilf mir. Ich habe solche Angst. Ich weiß, ich habe Esau verletzt, ihn betrogen. Ich habe es nicht verdient, dass er gut zu mir ist. Was, wenn Esau meiner Familie etwas antut, wenn er mich immer noch hasst, mich vielleicht sogar umbringt? Gott, was soll ich tun? Bisher warst du immer für mich da. Du hast mir zugesagt, dass ich viele Kinder, Enkel und Urenkel haben werde. Du hast mir so oft geholfen. Und jetzt? Gott, hilf mir. Amen.“

Jakob hatte einen Plan: er teilte seine Familie und seinen Besitz in zwei Lager auf, jeweils begleitet von seinen besten Männern. In jedes dieser Lager wurden wertvolle Tiere zugeteilt, die Geschenke für Esau sein sollen. Ein Lager ging voraus. Wenn Esau dieses Lager überfallen würde, dann wüsste Jakob, dass Esau ihn noch hasst. Das zweite Lager könnte noch fliehen. Würde Esau aber die Geschenke annehmen, würde Frieden unter den Brüdern einkehren.

Jakob wünscht sich nichts mehr, als Versöhnung. Gleichzeitig weiß er überhaupt nicht, was ihn erwartet. Während Jakob noch seinen Gedanken nachhängt, nimmt er wie aus dem Nichts eine Bewegung wahr. Schnell dreht er sich um und springt auf. Hier, mitten in der Nacht würde er sich nicht hinterrücks angreifen lassen. Die Person tritt auf Jakob zu, greift ihn an. Jakob wehrt sich. Startet einen Gegenangriff und verbeißt sich in diesen Ringkampf mit der unbekannten und doch irgendwie vertrauten Person. Jakob stöhnt und ächzt, er holt tief Luft, er wird nicht aufgeben! Er nicht! So viel hat er sich erkämpft, so viel aufgegeben und wiedergewonnen, so viel aufgebaut. Das wird ihm keiner nehmen!

Bilder von Esau tauchen vor seinem inneren Auge auf. Kurz strauchelt er, weil er seine Angst vor der Ungewissheit spürt. Aber gleich packt er wieder zu. Er wird nicht verlieren! Diese Angst wird nicht gewinnen. Gott, sein Gott hat ihn hierhergeschickt. An diesem treuen Gott hält Jakob sich fest. Er versucht, Gott zu vertrauen und gleichzeitig seine eigene Angst loszulassen. Jakob denkt an das, was Gott ihm gesagt hat und fühlt sich ermutigt. Gott wird ihn nicht im Stich lassen. Jetzt nicht und niemals. Tränen und Schweiß fließen, aber Jakob gibt nicht auf.

Als langsam die Dämmerung heraufzieht, ein neuer Tag, mit neuer Hoffnung anbricht, spürt Jakob einen schmerzhaften Schlag an seiner Hüfte. Er hält sich an seinem Gegenüber fest, beißt die Zähne zusammen, Tränen des Schmerzes laufen über sein Gesicht. Der Mann bittet ihn: „Lass mich los, der neue Tag bricht an.“ Doch Jakob hält ihn fest und stöhnt verzweifelt: „Ich lasse dich nicht los, bevor du mich segnest!“

Da fragt ihn der Mann nach seinem Namen. „Jakob“, presst er hervor. Der Mann schaut ihn aufmerksam an. „Du heißt nicht länger Jakob, „Fersenhalter oder Täuscher“. Du sollst „Israel“ heißen, denn du hast viel in deinem Leben gekämpft, mit Menschen und mit Gott und bist gestärkt daraus hervorgegangen.“ Dann segnet sein Gegenüber Jakob.

Hinkend und doch gestärkt verlässt Jakob diesen Ort, an dem er Gott begegnet war und überlebt hatte. Im Vertrauen auf Gott stellt er sich diesem Tag.

Rahmengeschichte Teil 2 zu Tag 5 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Andachtsimpuls

Jakob musste kämpfen, immer wieder und jetzt steht ihm ein schwerer Kampf bevor: die Begegnung mit seinem Bruder Esau!

Kämpfe kennst du sicher auch. Die beiden letzten Diktate hast du beide so richtig in den Sand gesetzt. Beim letzten Diktat hat dich sogar dein Lehrer beim Abschreiben erwischt. Und jetzt steht das nächste Diktat bevor. Jetzt geht es dir sicher ähnlich wie Jakob – Angst, Zweifel, Unsicherheit, total verkrampft bist du.

Und was tut Jakob? Zuerst einmal beten, mit Gott reden. Er erinnert Gott und sich an Gottes Versprechen. Er bekennt seine Schuld. Er hält fest und setzt auf Gottes Liebe und Treue. Er gesteht seine Angst und Hilfsbedürftigkeit. Ein starker, erwachsener, kampferprobter Mann wie Jakob. Dann können wir das doch auch, oder? Gott sagen, dass wir ihn, seine Hilfe, seinen Trost, seinen Rat brauchen; dass wir Angst haben, wie gelähmt sind. Und uns an das erinnern, was wir von ihm wissen: dass er treu ist, dass er uns liebt, das er immer bei uns, mit uns und für uns ist, dass er Möglichkeiten hat, wo wir nicht weiter wissen.

Und dann kommt völlig unerwartet Jakobs größter Kampf, der Kampf mit Gott. Und Jakob kämpft verbissen. Er gibt nicht auf. Er lässt seine Ängste und Unsicherheit los, aber Gott lässt er nicht los, da packt er zu, kämpft darum Gott zu vertrauen, denn das will er und spürt, ohne dieses Gott-Vertrauen geht es nicht.

Er verlässt den Kampf-Platz mit drei „Trophäen“:

(Eventuell jeweils eine Medaille beschriftet mit einem Stichwort zeigen)

  • Einer auf Dauer verletzten Hüfte – sie erinnert ihn daran, dass er mit Gott gekämpft hat, ihm ganz nahegekommen ist und nicht untergegangen ist, sondern Kraft und Zuversicht gewonnen hat.
  • Mit einem neuen Namen – der ihm zeigt: Gott respektiert mein Schuldeingeständnis und achtet meine Veränderung und Stärke, die ich durch schwierige Kämpfe gewonnen habe.
  • mit dem Segen Gottes – sein Versprechen, dass er mit ihm und für ihn ist.

An Gott festhalten, lernen ihm zu vertrauen, deine Ängste an ihn abgeben und dein Möglichstes zum Gelingen beitragen – wie Jakob – das lässt dich stark und widerstandfähig werden. Und du wirst dabei erkennen, Gott ist absolut vertrauenswürdig!

Gebet

Guter Gott, Kämpfe, schwere Zeiten gehören zu unserem Leben. Aber du bist mit uns, stehst uns bei und hilfst uns. Dafür danke ich dir. Lass uns immer mehr lernen, dir zu vertrauen. Lass uns erleben, dass du vertrauenswürdig bist und dadurch gestärkt und zuversichtlich aus schwierigen Situationen hervorgehen. Amen

Liedvorschläge
  • Wer Gott vertraut, Einfach spitze Nr 28
  • Von oben und von unten, Einfach spitze Nr 41
  • Unserm Gott ist alles möglich, Einfach spitze Nr 44
Vertiefungen
Medaillen basteln

Jakob hat den Kampfplatz am Morgen mit drei Medaillen verlassen. Auch du hast sicher schon so manchen Kampf bestanden oder wünschst dir eine Zusicherung Gottes für einen bevorstehenden Kampf.

Aus dem Goldpapier und dem Bierdeckel oder dem goldenen Fotokarton bastelst du dir eine Medaille, indem du einen Kreis mit ca 8-10cm Durchmesser ausschneidest, bzw. den Bierdeckel mit dem Goldpapier beklebst. Dann machst du mit dem Locher ein Loch in die Medaille und ziehst ein Stoff- oder Geschenkband durch dieses Loch.

Nun kannst du die Medaille mit einem Edding beschriften. Entweder schreibst du eine Zusage aus der Bibel darauf (in den Psalmen gibt es viele ermutigende Zusagen Gottes) oder du schreibst 2-3 Stichworte auf, die dich an eine schwierige Situation in deinem Leben erinnern, in der du viel gelernt hast und gestärkt hervorgegangen bist; eine Situation, in der du vielleicht auch Hilfe durch Gott oder/und Menschen erlebt hast.

Vorwärts oder rückwärts – eine Haus-Rallye

Widerstandsfähig werden, mit Frust umgehen und weitermachen, das hat Jakob gelernt und das könnt ihr mit der nächsten Aktion spielerisch üben.

Die Haus-Rallye oder Geländespiel ist orientiert an dem Kinder-Brettspiel „Spielhaus“. https://www.ravensburger.de/produkte/spiele/kinderspiele/spielhaus-21424/index.html

Ihr benötigt einen Spielplan auf den ihr 50-80 Spielfelder spiralenförmig aufmalt und durchnummeriert. Start ist außen das erste Spielfeld, Ziel ist innen in der Spirale, das letzte Spielfeld. Ungefähr jedes fünfte Spielfeld markiert ihr farbig.

Außerdem bereitet ihr zwei verschiedene Karten-Sorten vor: Auf so viele kleine Kärtchen (ca. 5x5cm groß) wie ihr bunt markierte Spielfelder habt, malt oder druckt ihr unterschiedliche Symbole. Jedes Kärtchen bekommt ein anderes Symbol. Die gleichen Symbole malt oder druckt ihr auf ca. DIN A6 große Karten. Allerdings nummeriert ihr diese Karten hinten noch durch, mit jeweils einer der Zahlen, die die buntmarkierten Felder haben. Diese Karten versteckt ihr im Gemeindehaus, eurer Wohnung oder im Garten oder Gelände.

Dann teilt ihr die Teilnehmenden in Gruppen von 3-5 Personen ein. Jede Gruppe bekommt eine Spielfigur. Die Gruppen würfeln abwechselnd und laufen entsprechend ihrer Würfelaugen. Gewonnen hat die Gruppe, die als erstes auf dem Zielfeld in der Spirale angekommen ist.

Erschwerend kommt hinzu: würfelt eine Gruppe eine eins oder eine sechs, zieht sie eines der kleinen Kärtchen. Nun muss sie das Symbol suchen, das auf diesem Kärtchen abgebildet ist. Sie unterbricht das Spiel, bis sie die Karte gefunden hat. Die Gruppe darf sich aufteilen, muss aber am Spielfeld wieder vollständig sein, damit sie weiterziehen kann. Hat ein Gruppen-Teilnehmer die Karte gefunden, dreht er sie um und merkt sich die hinten stehende Zahl. Ist die Gruppe vollständig am Spielfeld angekommen, gibt sie einem Mitarbeitenden das kleine Kärtchen zurück und nennt die Zahl der versteckten Karte. Der Mitarbeitende kann anhand einer Liste überprüfen, ob Symbol und Zahl übereinstimmen. Dann darf die Gruppe auf das entsprechend nummerierte Spielfeld ziehen. Hat sie Glück, geht es nach vorne, hat sie Pech, geht es wieder zurück. Gehen die kleinen Kärtchen aus, mischt ihr sie noch einmal und habt so einen neuen Stapel.

Wichtig ist, dass ihr das Suchgebiet klar eingrenzt.

Bei diesem Spiel werdet ihr an euren Jungscharlern sicher neue Seiten kennenlernen.

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Jakob-Geschichte

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in die biblische Jakob-Geschichte, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Zwillingsbruder verbringt Ferien bei der Oma), Geschichten, Spiele, Kreatives und weitere Ideen rund um das Freizeitprogramm. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

Das Ziel

Starter

Gott kümmert sich um uns. Auch dann, wenn wir sein Handeln nicht verstehen können.

Checker

Gottes Liebe zu den Menschen ist größer als sein Zorn. Deshalb handelt er anders, als er es angekündigt hat. Das ist manchmal schwer zu verstehen.

Der Text an sich

Jona ist zornig auf Gott! Seit Jona von Gott den Auftrag bekommen hat, der Stadt Ninive ihren Untergang vorauszusagen, fahren seine Gefühle Achterbahn. Jona hat großen Respekt und Angst vor seiner Aufgabe (Jona 1,2). Doch Gott greift ein und Jona lernt, sich in seiner Todesangst wieder an Gott zu wenden und seinen Auftrag auszuführen (Jona 2+3). Nachdem Jona den Menschen Gottes Strafgericht angedroht hat, verlässt er die Stadt und baut sich am östlichen Stadtrand einen provisorischen Schutz vor der Sonne. Dort will er abwarten, was mit der Stadt passiert (V.5.6). Die Menschen in Ninive tun Buße (Jona 3). Gott sieht, wie sich die Menschen von Ninive zu ihm bekehren und er bereut seine Ankündigung. Gott handelt nicht! Er verschont Ninive (Jona 3,10). Doch Jona erwartet von Gott, dass er seine Ankündigung wahr macht. Er denkt dabei nicht an sich, sondern auch an sein eigenes Volk. Zieht Gott sein Strafgericht nicht durch, so wird das Volk Israel auch in Zukunft unter den Assyrern zu leiden haben. Gott zeigt sich gnädig. Genau das macht Jona so wütend. In Vers 2 wirft er Gott seine Barmherzigkeit vor. Er benutzt diese sogar, um seine Flucht vor Gott und somit auch seinen Ungehorsam Gott gegenüber zu rechtfertigen. Mutlos, enttäuscht, zornig und völlig entkräftet bittet Jona Gott da­rum, ihm sein Leben zu nehmen. Er will sterben! Gott hinterfragt Jonas Gefühlschaos. Was soll der Zorn? Warum bist du zornig, wenn ich mit meinen Geschöpfen gnädig bin (V.4)? Während Jona noch mit seiner Wut und Enttäuschung kämpft, sorgt Gott ganz praktisch für sein Wohlbefinden. Er lässt eine Staude wachsen für zusätzlichen Sonnenschutz (V.6). Doch bereits am Morgen ist die Staude kaputt und die Hitze wird für Jona unerträglich. Jona erlebt, wie Gottes Handeln in kürzester Zeit gnädig und zerstörerisch sein kann. Ein weiteres Mal ist er zornig auf Gott. Wegen der Zerstörung einer Staude! Und ein weiteres Mal hinterfragt Gott Jonas Zorn (V.9). Gott macht Jona klar, dass er keinen Finger gerührt hat, um die Staude wachsen zu lassen bzw. sie zu versorgen. Dennoch trauert er um sie. Gleichzeitig brennt er darauf, dass Gott die Stadt Ninive zerstört. Eine Stadt mit mehreren Hunderttausend Einwohnern. Mit seinen Worten verdeutlicht Gott Jona, dass er der Schöpfer aller Menschen ist und nicht aufhört, sich um seine Geschöpfe zu bemühen. Er bemüht sich um die Menschen in Ninive genauso wie um Jona.

Der Text für mich

Zwei Dinge fallen mir an diesem Text besonders ins Auge.

1. Gott ist ein gütiger und barmherziger Gott. Ihm ist es nicht egal, was aus den Menschen in Ninive wird. Deshalb „korrigiert“ er seine eigene Ankündigung. Für ihn ist das kein Problem, denn seine Güte und Barmherzigkeit gegenüber seinen Geschöpfen ist größer als sein Wunsch, sie zu vernichten. Das ist ein großartiger Gedanke für mein eigenes Leben.

2. Gott sorgt auch weiterhin für Jona. Jona weiß, dass Gott viel Geduld mit seinen Geschöpfen hat, denn er hat es selbst erlebt. Dennoch hofft er darauf, dass Gott sich nicht gnädig zeigt. Weil er das nicht tut, durchlebt Jona ein wahres Gefühlschaos. Von Gott enttäuscht zu sein, weil er nicht so handelt, wie ich es von ihm erwarte, das kenne ich nur zu gut. Umso mehr freut es mich, dass Gott wie Jona auch mir nicht den Rücken zukehrt. Er bleibt an meiner Seite und sorgt für mich – auch im größten Gefühlschaos.

Der Text für dich

Starter

Dass die Gefühle schon mal Achterbahn fahren können, kennen alle Kinder. In einem Moment freuen sie sich über die Zusage ihrer Eltern, dass sie gemeinsam einen coolen Ausflug machen. Doch dann fällt der Ausflug ins Wasser und sie müssen mit dieser Enttäuschung klarkommen. Einem Versprechen sollte ein konsequentes Handeln folgen, im positiven wie im negativen Sinn. Ansonsten entsteht bei den Kindern Unsicherheit, Ärger oder das Gefühl, nicht gerecht behandelt zu werden. Anhand der Jonageschichte lassen sich diese unterschiedlichen Gefühle wunderbar darstellen. Den Kindern wird dabei gezeigt, dass es in Ordnung ist, dass sie wütend auf Gott sein dürfen. Gott möchte aber nicht, dass es bei dieser Wut bleibt, sondern sein Handeln immer aus der Liebe zu seinen Geschöpfen geschieht.

Checker

Wütend sein auf die Eltern, Geschwister oder Freunde, das kennen auch Kinder aus christlichen Familien. Wütend sein dürfen auf Gott, das ist für einige Kinder ein neuer Gedanke. Dass die Wut zum menschlichen Gefühlsleben dazugehört, können sie sich bei Jona abschauen. Wir können den Kindern dabei helfen zu lernen, ihre Gefühle (z. B. Wut, Angst, Verzweiflung) zuzulassen. Als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Jungschar brauchen wir ein feines Gespür für die Gefühlswelten unserer Jungscharler. Oft wissen die Kinder nicht, wohin mit ihren Gefühlen, haben in ihrem Umfeld keine geeigneten Ansprechpartner oder fühlen sich nicht ernst genommen. Umso mehr liegt es an uns, ihnen Zeit, Raum und ein offenes Ohr zu geben, damit sie über ihre Gefühle reden können.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Emoji-Pantomime

Die Kinder werden in zwei Gruppen eingeteilt. Aus jeder Gruppe kommt ein Kind zum Raten nach vorn. Beide stellen sich so hin, dass sie die Gruppen sehen können. Ein Mitarbeiter stellt sich hinter die beiden und zeigt den Gruppen immer ein vorbereitetes Blatt, auf dem ein Emoji abgebildet ist. Die Gruppen versuchen, pantomimisch die Gefühlsregung des Emoji (z. B. fröhlich, traurig, wütend, ängstlich) darzustellen. Wer von den beiden errät als Erster, welches Gefühl dargestellt wird? Die Gruppe bekommt einen Punkt. Bei einer größeren Gruppe kann man auch mehrere Kinder abwechselnd raten lassen.

Idee2: Emoji-Magnete

Zuerst wird ein Kronkorken gelb angemalt bzw. lackiert. Wenn nötig, muss man noch ein zweites Mal darübergehen, sodass ein schöner gelber Kreis entsteht. Danach muss die Farbe gut trocknen. Sobald sie getrocknet ist, können die Kronkorken mit Gesichtern bemalt werden. (Beispiele: Tränen werden mit blauem Permanentmarker, Herzen mit rotem Permanentmarker aufgemalt.) Hilfreich kann es sein, sich vorher ein paar Emoticons im Handy anzuschauen oder vorab auszudrucken. Wer möchte, kann auch noch einen feinen blauen Rand um den gelben Kreis zeichnen.

Nach dem Trocknen wird ein Magnet mit Alleskleber in dem Kronkorken befestigt. Sollten die Magnete zu dünn sein, kann eine Scheibe von einem Korken den nötigen Ausgleich schaffen.

Verkündigung

Theaterstück

Ein Mitarbeiter (Jona) sitzt unter einem provisorischen Sonnenschutz (z. B. ein Tisch mit einer Decke darüber). Der andere sitzt an einem anderen Platz im Raum.

Jona: Na super, jetzt sitze ich hier schon seit 40 Tagen und nichts passiert. Es ist heiß, staubig und langweilig! Und in Ninive rührt sich nichts. Es ist, als ob ich gar nicht da gewesen wäre. Hingegangen bin ich und habe Gottes Strafgericht gepredigt. Anfangs war es schon ein wenig komisch. Ist ja nicht so, dass wir Israeliten hier sehr beliebt wären. Aber dann … als ich vom Untergang Ninives gesprochen habe. Da sind sie doch stehen geblieben und haben mir zugehört. Ihr hättet sie mal sehen sollen. Angst haben sie bekommen. Sie haben schnell kapiert, dass ich nicht irgend so ein frommer Spinner bin, sondern tatsächlich von Gott geschickt wurde. (kurze Pause)

Gott macht ernst. Aber wen wundert das. Haben sie nicht selbst Schuld? Essen, Saufen, Lügen, Betrügen und sich auf andere Götter einlassen – die Menschen von Ninive haben wirklich nichts ausgelassen. Dabei haben sie Gott völlig vergessen. Gott hat lange genug zugeschaut. Da ist es schon richtig, dass er den Menschen in Ninive einen ordentlichen Denkzettel verpasst. Geschieht ihnen recht. Aber warum schlägt Gott nicht zu? 40 Tage sind vorüber. Aber es rührt sich nichts. Wie lange soll ich hier denn noch sitzen? In dieser Hitze! In diesem Staub!

Gott: Ach, Jona! Du sitzt dort wie ein Häuflein Elend. Schau dich an. Du bist verschwitzt. Isst kaum und trinkst kaum. Und der einzige Gedanke, den du hast, ist die Vernichtung Ninives. Du bist zornig! Wütend!

Jona: Gott wird es sich doch wohl nicht anders überlegt haben? Sicher, er ist ein großer, gnädiger und barmherziger Gott. Das habe ich schon oft erlebt. Auch mit mir war er barmherzig. Aber mit den Menschen in Ninive? Wie kann Gott ihnen so viel Überheblichkeit, Falschheit und Egoismus durchgehen lassen? Und mich dort hinschicken? Er weiß doch, wie viel Angst ich hatte, in diese riesengroße Stadt zu gehen. Ach, ich möchte sterben. Welchen Sinn hat mein Leben denn noch?

Gott: Jona, warum möchtest du sterben? Ist dir dein Leben denn nichts wert?

Jona schläft. Und Gott lässt eine Staude wachsen. (Entweder man stellt eine Grünpflanze hin oder ein Jungscharler stellt die Pflanze dar.)

Jona: Wo kommt denn diese Pflanze her? Die war doch gestern noch nicht da. Wunderbar! Sie spendet mir Schatten. Es ist doch gleich viel angenehmer unter solch einem tollen Schattenplatz zu sitzen.

Es wird Nacht und Jona schläft wieder ein. Gott lässt einen Wurm kommen und die Staude geht kaputt. (Die Blätter der Pflanze werden abgeschnitten oder der Jungscharler, der die Pflanze darstellt, hockt sich hin.)

Jona: Das gibt es doch nicht! Meine Staude!

Die war doch gestern noch völlig in Ordnung. Was ist passiert?

Gott lässt einen heißen Ostwind aufkommen. (Ein Heizlüfter, bzw. ein Heizgerät und ein Ventilator werden aufgestellt.)

Jona: Ich halte das nicht mehr aus. Diese Hitze! Und der Wind. Es ist so heiß! Gott, warum tust du mir das an? Ich kann nicht mehr. Lass mich doch einfach hier und jetzt sterben!

Gott: Jona, warum bist du so zornig auf mich? Wegen einer Staude möchtest du sterben?

Jona: Ja!

Gott: Du hast die Staude doch nicht gepflanzt. Du hast sie nicht bewässert. Du hast nichts dafür getan, dass diese Staude hier an diesem Ort gewachsen ist. Ich habe sie wachsen lassen und ich habe sie eingehen lassen. Du bist wütend, weil du die Pflanze mochtest. Und jetzt ist sie nicht mehr da. Von mir aber verlangst du, dass ich die Menschen in Ninive aufgebe? Du fragst dich, warum ich Ninive noch nicht vernichtet habe? Schau sie dir doch an! Sie suchen mich. Es tut ihnen leid, dass sie sich von mir abgewandt haben. Sie bitten um Vergebung! Wie kann ich da nicht gnädig mit ihnen sein?

Die andere Idee

Erzählen der Geschichte mit Emoji-Eiern

Die biblische Geschichte wird mit Emoji-Eiern erzählt. Hierfür werden mehrere gelb gefärbte hart gekochte Eier benötigt. Auf die Eier werden mit Filzstiften Gesichter aufgemalt, die unterschiedliche „Gefühle“ ausdrücken sollen. Die Eier stellen Jona dar. Um auszudrücken, in welchem Gefühlswirrwarr sich Jona gegenüber Gott und seinem Auftrag befand, ist es hilfreich, einen kurzen Rückblick auf das zu werfen, was vorher alles passiert ist (Jona 1,2 und 3). Als Hilfsmittel zum Erzählen der Geschichte können kleine Gegenstände (z. B. Pflanze, Taschenlampe (Sonne) usw.) dienen. Die Geschichte kann unterbrochen werden, um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Folgende Fragen können euch dabei helfen:

  • Wie sorgt Gott für Jona?
  • Warum ist Jona auf Gott wütend?
  • Sollte er sich nicht freuen, dass Gott die Menschen in Ninive verschont?
  • Warum ist Jona die Staude so wichtig?
  • Wart ihr schon mal wütend auf Gott?

Der Text gelebt

Wiederholung

Die biblische Geschichte wird noch mal in Stichpunkten zusammengefasst. Dafür bekommen die Kinder eine alte Tapetenrolle oder zwei weiße Tonkartons und einen Edding. Sie sollen zwei Denkblasen basteln. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wird die Geschichte noch einmal wiederholt. Dabei können die Kinder die wichtigsten Aussagen und Erkenntnisse in Stichpunkten in die Denkblasen schrei­ben. Eine Denkblase steht für Jona und eine für Gott. Die beiden Denkblasen können danach aufgehängt werden.

Gespräch

Jetzt wird es noch einmal persönlich. Die Bilder aus der Emoji-Pantomime oder die Eier aus der Verkündigung werden in die Mitte gelegt. Die Kinder dürfen sich nacheinander ein Bild bzw. ein Ei heraussuchen und sagen, wa­rum sie dieses Bild/Ei ausgesucht haben. Am besten fängt ein Mitarbeiter an. Danach legt er das Bild/Ei wieder in die Mitte, sodass jedes Kind aus allen Emotionen wählen kann. Es macht nichts, wenn die Emotionen sich doppeln.

Heute geht es mir so … (entsprechendes Bild wird hochgehalten), weil …

Manchmal fühle ich mich auch so … (Bild darf gewechselt werden).

Dann hilft es mir, wenn ich … (mit Freunden reden kann, Gott alles erzähle, in die Jungschar gehe usw.).

Merkvers

Der Herr ist bei dir, hält die Hand über dich, damit dich die Hitze der Sonne nicht quält.

Psalm 121,5.6 GNB

Der Satz wird mehrmals gesprochen. Dann sollen die Kinder versuchen, den Vers auswendig zu sagen. Als Hilfestellung erhalten sie dabei die Anfangsbuchstaben der einzelnen Wörter, die gut sichtbar auf einem Zettel stehen:
D H i b d, h d H ü d, d d d H d S n q.

Gebet

Im Gebet können wir Gott „Danke“ sagen, dass er uns so gut kennt. Wir können ihm alle unsere Gefühle anvertrauen. Auch die, die scheinbar nicht so gut sind. Gott versteht uns und möchte, dass wir ihm alles anvertrauen. Er kümmert sich um uns und lässt uns nicht im Stich.

Kreatives

Emoji-Minipizzen

Zutaten für 6 Minipizzen

Teig: Hefeteig (500g Mehl, ein Hefewürfel, Wasser, Prise Salz und Zucker), Belag:Tomatensoße, geriebener Pizzakäse, Pizzagewürz, Salami, Paprika (rot, gelb), schwarze Oliven, Mozzarella, weiße Champignons usw.

Zubereitung: Der Hefeteig sollte vorab fertiggestellt werden, damit die Hefe Zeit zum Gehen hat. Der Teig wird in sechs gleich große Kugeln geteilt und auf einer bemehlten Fläche zu Minipizzen ausgerollt. Auf jeden Teig wird ausreichend Tomatensoße, Reibekäse und Pizzagewürz gegeben. Danach können die Pizzen kreativ mit Emoji-Gesichtern belegt werden. Die Beläge dienen als Augen, Mund, Nase, Zähne oder Zunge.

Zum Schluss die Pizzen bei 200°C für ca. 20-25 Minuten auf der mittleren Schiene im Ofen backen.

Spielerisches

Jona-ärgere-dich-nicht

Ein Spielplan ist schnell erstellt. Man nimmt einen weißen Tonkarton und fertigt ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel in Fischform an. Siehe im Internet unter https://christlicheperlen.wordpress.com/2015/11/24/spiel-jona-aerger-dich-nicht/. Das Spiel kann nach den altbekannten Regeln als Tischspiel gespielt werden. Wer mag, kann es auch im Großformat im ganzen Raum spielen.

Rätselhaftes

Die Teilnehmer erhalten einen Lückentext, in den sie die fehlenden Wörter einsetzen sollen.

Jona hatte große  _ _ _ _ _  vor den Menschen in Ninive.

Er ließ sich  _ _ _ _ _ _ _  von der Stadt nieder.

Dort baute er sich einen  _ _ _ _ _ _  vor der Sonne.

Jona war sehr  _ _ _ _ _ _  auf Gott.

Er bittet Gott darum,  _ _ _ _ _ _ _  zu dürfen.

Gott ließ eine  _ _ _ _ _ _  wachsen.

Sie sollte Jona  _ _ _ _ _ _ _ _  spenden.

Ein  _ _ _ _  vernichtete die Staude.

Die Einwohner von Ninive fanden vor Gott  _ _ _ _ _ .

Sie entgingen Gottes  _ _ _ _ _ _ .

Antworten: Angst; östlich; Schutz; zornig; sterben; Staude; Schatten; Wurm; Gnade; Strafe.

(T)extras

Lieder

Ich bin sicher

Du bist mein Freund

Wer Gott vertraut

Spiele

Mut Challenge

Variante 1:

Wer traut sich, in einen Kasten zu fassen, ohne zu wissen, was drin ist?

Wer traut sich, etwas zu essen, von dem er nicht weiß, wie es schmeckt?

Wer traut sich, sich rückwärts vom Tisch in die Arme der anderen Jungscharler fallen zu lassen?

Wer traut sich, einen Beutel mit Eiswürfeln unter den Pullover zu stecken und dort eine Minute zu lassen?

Variante 2:

Es werden zwei Zettel in die Mitte gelegt. Auf einem steht „Ja“, auf dem anderen „Nein“. Jedes Kind bekommt einen Spielstein (z. B. Mühlestein). Ein Mitarbeiter stellt nun eine Challenge vor, wie z. B. „Traut sich Kind „xy“ zwei Löffel scharfen Senf zu essen?“ Bevor das angesprochene Kind antwortet, sollen alle anderen einen Spielstein setzen. Meinen sie, dass das Kind die Herausforderung annimmt, dann setzen sie einen Spielstein auf „Ja“. Ansonsten auf „Nein“. Jedes Kind muss einen Spielstein setzen, bis auf das angesprochene Kind. Danach darf das Kind antworten, ob es die Challenge ausführen will. (Es gibt keinen Zwang! Das Kind darf auch Nein sagen.) Diejenigen, die richtig getippt haben, bekommen einen Punkt. Die anderen nicht. Jedes Kind sollte eine Challenge-Aufgabe gestellt bekommen.

Kreatives

Knautschball

Material: Luftballons, feiner trockener Sand (z. B. Vogelsand), Löffel, Trichter

Der Trichterhals wird in den nicht aufgeblasenen Luftballon vorsichtig hineingeschoben. Anschließend wird der feine Sand mit einem Löffel durch den Trichter ins Innere des Ballons gefüllt. Wenn nichts mehr hineinpasst wird der Trichter entfernt und der Ballon zugeknotet.

Das Ziel

Starter

Gott schenkt dir den Heiligen Geist, wenn du ihm dein Leben anvertraust. So lebt ein Teil von Gott in dir.

Checker

Durch den Heiligen Geist sind wir eng mit Gott verbunden. Er hilft uns, unseren Glauben im Alltag zu leben.

Der Text an sich

50 Tage nach dem Passafest feierten die Juden „Schawuot“, das jüdische Pfingstfest. Man erinnerte sich an den neuerlichen Empfang der 10 Gebote am Berg Sinai durch Mose, nachdem das Volk gegen Gott gesündigt und Mose die alten Tafeln zerbrochen hatte. Schawuot war außerdem ein Erntedankfest, da zu dieser Zeit in Israel der Weizen geerntet wurde. Es hatte mehrere, für die Israeliten wichtige Bedeutungen. Seit der Auferstehung von Jesus warteten die Jünger und Apostel bereits betend auf die Erfüllung der großen Zusagen Gottes. Eine sollte sich an diesem Tag erfüllen.

Zu Beginn des Festes waren viele Juden aus verschiedensten Provinzen und Nationen in Jerusalem versammelt. Sie waren gottesfürchtige Männer, die sich nach dem Gesetz richteten. Ob sie nur vorübergehend dort wohnten oder ihren festen Wohnsitz in Jerusalem hatten, geht aus dem Text nicht eindeutig hervor. Als sie am Morgen des Schawuot in einem Haus versammelt waren, hörten plötzlich alle ein gewaltiges Brausen, welches das ganze Haus erfüllte. Gleichzeitig erschienen vor ihren Augen „zerteilte Zungen, die wie Feuer aussahen“ und sich über jedem Einzelnen niederließen. In einer anderen Übersetzung werden sie auch als „züngelndes Feuer“ beschrieben. Das besondere Aussehen der Flammen könnte darauf hindeuten, dass in der Folge jeder der Männer seinen Nebenmann in der eigenen Mundart bzw. Muttersprache reden hören konnte. Als ihnen das bewusst wurde, waren viele sehr verwundert, aber auch entsetzt über das, was da gerade geschah. Die Männer stammten aus Mesopotamien, Judäa, aus der Provinz Asien und einigen weiteren Gebieten, in denen unterschiedliche Sprachen gesprochen wurden. Alle hörten und verstanden trotzdem, wie die Galiläer Gottes große Taten verkündeten, obwohl sie in ihrer eigenen Sprache redeten. Doch es gab auch Kritiker. Es gab Menschen, die sich über das lustig machten, was die Juden als Wunder Gottes empfanden, und es einfach dem Wein zuschrieben. Dennoch markiert dieser besondere Tag, an dem Gott seinen Heiligen Geist an seine Nachfolger weitergab, den Beginn des Zeugendienstes der Nachfolger Jesu in der Welt.

Der Text für mich

Mir wird bewusst: Gott schenkt jedem, der an ihn glaubt, seinen Heiligen Geist, egal aus welchem Hintergrund er oder sie stammt. Er soll uns in unserem Leben hier auf der Erde eine Hilfe sein, um Gottes Willen zu erkennen. Er führt, leitet und tröstet uns und vermittelt zwischen uns und Gott. Wir dürfen wissen: Gerade wenn Spontanität in der Jungscharstunde gefragt ist, kann Gott uns durch seinen Geist die richtigen Worte für die Kinder schenken, die sie ermutigen. Weil er durch seinen Geist in uns wohnt, sind wir nie allein, auch nicht in schwierigen Situationen.

Gott wünscht sich, jedem Menschen dieses Geschenk zu machen, daher sollten wir alles dafür einsetzen, dass unsere Kinder vor Ort Jesus kennenlernen und sich für ein Leben mit ihm begeistern können.

Der Text für dich

Starter

Kinder, die noch wenig Erfahrung im Glauben haben oder noch nicht in einer lebendigen Beziehung mit Jesus leben, haben vermutlich keine genaue Vorstellung davon, wer oder was der Heilige Geist ist. Sie sollen erfahren, dass Gott durch seinen Geist in ihnen lebt, wenn sie sich für ein Leben mit Jesus entscheiden, und so immer und überall bei ihnen ist. Sie sind dann nicht mehr innerlich tot, sondern lebendig, als wenn Gott selbst in ihnen ein Licht anzündet, das für immer brennen wird. Die Kinder erfahren, was während der Bekehrung in einem Menschen passiert.

Checker

Für Kinder, die bereits Erfahrungen im Glauben gesammelt haben und bereits in einer Beziehung mit Jesus leben, soll es in dieser Lektion eher darum gehen, welche Bedeutung der Heilige Geist für uns als Kinder Gottes hat. Jesus hat seinen Jüngern damals angekündigt, dass er ihnen einen Helfer senden würde, wenn er selbst nicht mehr als Mensch bei ihnen wäre. Es soll den Jungscharlern bewusst werden, dass der Heilige Geist ein Helfer Gottes ist, der vor Gott für sie eintritt und durch den sie im Alltag Gottes Stimme vernehmen können.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Flammen basteln

Gemeinsam werden Flammen gebastelt, die in der Mitmachgeschichte Verwendung finden können.

Idee 2: Das Feuer weitergeben

Bevor die Kinder kommen, wird der Jungscharraum abgedunkelt. Jedes Kind und jeder Mitarbeiter bekommt zum Empfang eine Wunderkerze in die Hand und man stellt/setzt sich in einen Kreis. Ein Mitarbeiter entzündet die erste Kerze und gibt dann das Feuer vorsichtig an seinen Nebenmann weiter, bis alle Kerzen gemeinsam brennen. Das Ganze soll möglichst ohne laute Gespräche stattfinden. Wenn die Kerzen abgebrannt sind, folgt eine kleine Überleitung zur Geschichte: „So wie wir gerade das Feuer weitergegeben haben, so hat Gott den Menschen damals vor vielen Jahren sein heiliges Feuer, den Heiligen Geist, weitergegeben. Wie genau das passiert ist und was die Folgen waren, das werdet ihr heute erfahren.“

Verkündigung

Theaterstück

Die Geschichte wird aus der Sicht von vier Personen plus Erzähler (eine Person kann die Rolle während des Stücks tauschen) in Form eines Anspiels erzählt. Dabei wird hier vom Tempel als dem Ort des Geschehens ausgegangen.

Erzähler (E): Es ist Pfingstfest in Jerusalem. Viele Leute haben sich im Tempel versammelt. Es sind Juden aus dem ganzen Land gekommen mit verschiedenen Muttersprachen, die Gott opfern wollen. Einige Leute, die mit Jesus befreundet waren, haben sich in einer der Tempelhallen versammelt und beten zusammen. Sie hoffen schon länger darauf, dass Gott sein Versprechen erfüllt. Als etwas Sonderbares geschieht …

Person 1 (P1) betritt aufgeregt den Raum: Habt ihr das gerade auch gehört? Das gibt es doch nicht! Als wir eben gemeinsam das Vaterunser sprachen, hörten wir plötzlich alle ein seltsames Geräusch, wie ein leiser Wind. Doch dann wurde es immer lauter … Und wisst ihr, was das Verrückteste war? Ich sah, wie auf den Köpfen meiner Freunde kleine Flammen auftauchten, die wie zerteilte Zungen aussahen. Sie waren wie Feuer … aber sie brannten nicht! Das muss ein Wunder sein. Gott ist mitten unter uns! Er ist gut zu uns. Für seine großen Taten will ich ihn loben und preisen! setzt sich in eine Ecke und lobt still Gott.

Zwei weitere Personen betreten den Raum und unterhalten sich.

Person 2 (P2): Wie kann das nur sein, dass ich dich verstehe? Ich komme doch aus Judäa, von weit her!

Person 3 (P3): Und ich komme aus Mesopotamien. Andere kommen aus Persien. Es sind Araber und einige Juden aus Asien hier in Jerusalem. Noch vorhin konnte ich nicht viel von dem verstehen, was die Leute um mich herum redeten. Dich auch nicht. Doch jetzt auf einmal sprichst du meine Sprache!

P2: Nein, Moment mal. Ich höre dich aramäisch sprechen. Du sprichst doch meine Sprache!

Sie treffen Person 1 und setzen sich zu ihr.

P2: Shalom, hast du es auch schon gehört? Alle hören sich auf einmal gegenseitig in ihrer eigenen Muttersprache reden!

P1: Wirklich? Das ist ja unglaublich … Ich habe nur mitbekommen, wie erst ein Wind und dann plötzlich Feuer vom Himmel kam und uns erfüllte. Gott selbst ist in unsere Herzen gekommen! Halleluja! Lasst es uns sofort den anderen Menschen auf dem Tempelhof berichten.

Sie stürmen nach draußen.

E: Die Galiläer und die anderen Juden waren voller Freude über das, was Gott hier getan hatte. Allmählich bekamen es auch die Leute draußen vor dem Tempelhof mit. Sie erschraken und fragten sich: „Wie ist so etwas nur möglich?“ Doch es gab auch welche, die das anders sahen.

P4 kommt herein: Ph, die spinnen doch! Die sind doch bloß betrunken vom vielen Wein und jetzt behaupten sie, Gott hätte ein Wunder getan. Dass ich nicht lache! Das ist doch alles nur pure Einbildung. Ich geh nach Hause. Die sind doch lächerlich, diese Juden! Verlässt den Raum.

Die andere Idee

Mitmachgeschichte

Die Geschichte wird erzählt und am Anfang durch passende Bilder unterstützt. Zudem sind die Kinder an drei Stellen eingeladen, sich aktiv einzubringen: Wenn vom seltsamen Brausen die Rede ist, können die Kinder durch Pusten und durch das Aneinanderreiben der Hände Wind und Geräusche erzeugen, erst ganz sachte, dann immer stärker. Beim Erscheinen der Flammen lassen auch die Kinder ihre (zuvor gebastelten oder bereits vom Mitarbeiter vorbereiteten) Flammen sichtbar werden, indem sie sie ihrem Sitznachbarn hinter den Kopf halten. Beim Sprachenwunder werden einzelne Sprachen aufgezählt; hier können vier Kinder den Satz „Gott sei gepriesen“ in der entsprechenden Sprache vorlesen.

  • Griechisch: Δόξα τω Θεώ! (doksa toh theoh)
  • Arabisch: الحمد لله (all hamd oh lilla)
  • Persisch: خدا را شكر! (chodoah rah schokr) „ch“ wie bei „Loch“
  • Latein: Deus sì gratia (Deus si grazia)

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Geschichte wird mit Bildern und Gegenständen von den Kindern nacherzählt; der Mitarbeiter gibt bei Bedarf Hilfestellung. Beispiele für passende Gegenstände in der richtigen Reihenfolge: Bild vom Tempel – Bild Menschenansammlung – Fön (für Wind) – Flamme – Bild jubelnder Mensch – Bild Sprechblasen – Weinflasche

Gespräch

Der Heilige Geist ist kein Spuk oder Gespenst, wie wir es aus dem Fernsehen kennen. Er ist ein Teil von Gott, so wie Jesus zu Gott gehört. Jesus hat ihn einmal mit dem Wind verglichen (s. Joh 3,8).

  • Was ist das Gemeinsame von Wind und dem Heiligen Geist?

Wir sehen ihn nicht, aber wir spüren seine Auswirkungen. Beispiele: Blätter, die sich im Wind bewegen; Stürme; ein Windrad, das durch Wind angetrieben wird … Auch der Heilige Geist treibt uns zu Dingen an.

  • Wie bekommen wir heute den Heiligen Geist?

Bei unserer Bekehrung: Gott schenkt ihn uns, wenn wir uns entscheiden, mit Jesus zu leben, und seine Vergebung vom Kreuz annehmen. … Durch ihn wohnt Gott in uns! Wir sind jetzt sein Tempel (1. Kor 3,16).

  • Was macht der Heilige Geist? Wofür ist er da?

Anhand verschiedener Bibelstellen kann wahlweise auf einen oder mehrere Aspekte näher eingegangen werden.

  • Der Heilige Geist ist unser Helfer und Tröster, der in uns lebt und immer bei uns ist (Joh 14,16.17).
  • Der Heilige Geist erinnert uns an das, was wir über Gott wissen und was Gott von uns möchte. Er zeigt uns, was richtig und was falsch ist (Joh 14,26).
  • Durch den Heiligen Geist haben wir die innere Gewissheit, dass wir Gottes Kinder sind. Er erfüllt uns mit Freude, Frieden, Hoffnung und Liebe (Röm 15,13).
  • Durch den Heiligen Geist wirkt Gott in uns. Wir können mit ihm Großes bewirken, egal, wo wir sind (Apg 1,8)!
  • Wir brauchen uns keine Sorgen zu machen, was wir in einer bestimmten Situation sagen sollen, z. B., wenn unsere Freunde uns nach unserem Glauben fragen. Gott schenkt uns durch den Heiligen Geist im rechten Moment die passenden Worte (Mk 13,11).

Kann man den Heiligen Geist auch heute noch so erleben wie in der Geschichte?

An dieser Stelle kann ein Mitarbeiter erzählen, wie der Heilige Geist in seinem Leben wirkt oder wie er ihn erlebt (hat).

Merkvers

Ihr seid ein Brief Christi, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes. 2. Korinther 3,3 Luther

Jedes Wort wird gut lesbar auf ein DIN-A4-Blatt geschrieben und mithilfe von Klammern an eine Schnur gehängt. Zunächst liest man den Vers vor, dann sprechen ihn alle gemeinsam. Anschließend wiederholt man ihn in verschiedenen Varianten, z. B. Mädchen gegen Jungen, alle mit blonden Haaren, so laut oder leise wie möglich usw. Oder zwei Gruppen lesen abwechselnd ein Wort oder einen Teil des Verses.

Gebet

Jeder darf mit einem Satz eine Sache nennen, für die er Gott dankbar ist. Der Mitarbeiter kann am Schluss beten und dabei Gott noch einmal für den Heiligen Geist danken, der wirklich ein besonderes Geschenk an uns Menschen ist.

Kreatives

Paulus vergleicht den Heiligen Geist mit einem Siegel, das für Vertrauen und Sicherheit steht (Eph 1,13). Wenn wir an Jesus glauben, sind wir also versiegelt mit Gottes Geist. Jedes Kind bekommt einen „Brief“, auf dem der Merkvers steht. Diesen darf es nun mit echtem Siegelwachs versiegeln. Wie das geht, steht ausführlich unter
http://www.kigo-tipps.de/html/pfingste.htm#spiele. Als Siegelstempel kann man mit den Kindern auch zuvor selbst hergestellte Kartoffelstempel nutzen, z. B. als Kreuz, Herz oder Taube …

Spielerisches

Watte pusten

Auf einem Tisch wird ein Hindernisparcours aus Steinen oder anderen schweren Gegenständen (Bücher) aufgebaut. Die Kinder bilden Paare. Ein Kind bekommt jeweils die Augen verbunden und muss einen Wattebausch durch den Hindernisparcours pusten. Dabei dürfen die Hindernisse nicht berührt werden. Das sehende Kind sagt dem Kind, welches die Augen verbunden hat, wo der Weg langgeht und wie es pusten muss. Übertragung: Wenn wir nicht wissen, wie wir weiterkommen sollen, gibt uns der Heilige Geist Hilfestellung, den richtigen Weg zu erkennen und schwierige Situationen zu meistern.

Rätselhaftes

Kreuzworträtsel

Die Kinder erhalten ein Kreuzworträtsel, zum Thema Heiliger Geist, welches sie ausfüllen sollen.

(T)Extras

Lieder

  • Der Himmel erfüllt mein Herz
  • Ich bin nie mehr allein
  • Hier bewegt sich was

Spiele

Kerzenlicht weitergeben

Man bildet zwei Gruppen, die sich in Reihen gegenüberstehen. Jedes Kind hat ein Teelicht in der Hand. Das erste Licht wird angezündet und an den Nachbarn weitergegeben. Die Gruppe, bei der zuerst alle Lichter brennen, hat gewonnen. Achtung: Vorsicht ist geboten!

Sprachen raten

Dafür wird ein Radio benötigt. Auf Mittel- oder Kurzwelle wird langsam die Senderskala durchgedreht. Mit etwas Glück kann man so Programme in verschiedenen Sprachen hören und die Kinder raten lassen. Am besten vorher zu Hause ausprobieren.

Aktionen

Der Heilige Geist in uns versichert uns nicht nur, dass wir Gottes Kinder sind, er verbindet uns auch mit anderen Christen auf der ganzen Welt. Über Open Doors können Postkarten an verfolgte Christen geschrieben, gestaltet und versendet werden. Dazu kann man sich auf der Internetseite https://www.opendoors.de/aktiv-werden/aktionen/schreiben-und-ermutigen informieren. Tipp: Die Aktion eignet sich eher für ältere Kinder. Einfache ermutigende Sätze auf Englisch können als Vorlage bereitgelegt werden, oder die Kinder fertigen Zeichnungen an.

Kreatives

Flammen-Teelicht

Das Teelicht soll die Kinder daran erinnern, dass der Heilige Geist Gottes heiliges Feuer ist, das in unseren Herzen hell leuchtet, wenn wir zu ihm gehören.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Esther aus JUMAT 2/16. Schwerpunkt sind fünf Einheiten, die die Geschichte der Königin Esther im Zusammenhang darstellen. Außerdem gehören zu dieser Reihe zwei Einheiten, die inhaltliche Schwerpunkte noch einmal besonders behandeln. Dabei geht es um Antisemitismus und Zivilcourage.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Außerdem enthält die Themenreihe noch zwei Bausteine. Ein Baustein ist ein Impuls zum Thema Zivilcourage, der von den Kindern zu hause mit ihren Familien umgesetzt werden kann. Der andere Baustein ist ein Vorschlag, wie das Purimfest gefeiert werden kann, welches seinen Ausgangspunkt in der Esthergeschichte hat.

Diese Themenreihe enthält alle Gruppenstunden zu den ersten kapiteln der Apostelgeschichte aus JUMAT 2/19 und 3/19. Diese Reihe startet mit einer Einheit zur Himmelfahrt von Jesus. Danach liegt der Schwerpunkt auf den Ereignissen in der ersten gemeinde in Jerusalem. Weitere Einheiten behandeln Texte, in denen deutlich wird, dass sich das Evangelium auch über Jerusalem hinaus ausgebreitet hat. Den Abschluss bildet die Geschichte vom Kämmerer aus Äthiopien (Apostelgeschichte 8,26-40).

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen Grundsatzartikel zum Thema; Himmelfahrt und Vatertag.

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