„Jakob – gesegnet, geflüchtet, versöhnt!“ – eine Freizeit für Kinder

ür die 6- bis 12-Jährigen haben wir eine Freizeit zum Thema „Jakob – gesegnet, geflüchtet, versöhnt!“ entwickelt. Das Freizeitkonzept ist als flexibler, individuell anpassbarer Baukasten zu verstehen. Das heißt: Die Freizeit kann im Tagesablauf und der Freizeitlänge ganz den Gegebenheiten und Bedürfnissen vor Ort angepasst werden. Als Beispiel haben wir für euch ein 6-Tages-Programm konzipiert.

Die Jakobsgeschichte

Unter „Programmideen“ finden sich eine Einführung in die biblische Jakobsgeschichte mit Hintergrundwissen. Die biblische Geschichte haben wir über sechs Einheiten verteilt. Vier Geschichten sind als Anspiel ausgearbeitet, zwei als „Skechtboard-Geschichten“ (die Geschichte entsteht malerisch beim Erzählen auf einer großen Staffelei). Die Anspiele findet ihr schriftlich und als Filmaufnahmen vor. So könnt Ihr wählen, ob ihr die Anspiele selbst spielt oder einfach per Film abspielt. Die Sketchboardgeschichten sind ausschließlich Filmclips. Nach den jeweiligen Geschichten haben wir Vertiefungen ausgearbeitet für zwei Altersgruppen (6-10 Jahre; 11-13 Jahre). So kann mit den jeweiligen Zielgruppen altersentsprechend gearbeitet werden.

Jede Jakobgeschichte wird von einer Rahmengeschichte umklammert. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und hilft den Kindern, die Themen der Jakobgeschichten in ihr Leben zu übertragen. Gezeigt wird die Rahmengeschichte jeweils vor bzw. nach einer Jakobgeschichte. Ihr findet diese Geschichte als Textdatei unter „Programmideen/ Rahmengeschichte“ und als Film in einzelnen Clips unter „Videos“.

Programmplan

Der vorgestellte Programmplan der „5 Sterne Sommer“-Freizeit geht zunächst von einem Angebot ohne Übernachtung aus. Selbstverständlich kann der Tagesplan auch auf eine Übernachtungs-Freizeit abgewandelt werden. Auch im Hinblick auf Kooperationen, mögliche Corona-Bestimmungen… kann die Freizeit ganz auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt werden und ermöglicht so eine hohe Identifikation mit der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort. 

Sonntag
Streiten ist normal, da steckt was dahinter / 1.Mose 25, 19-34 / Esau verkauft Jakob sein Erstgeburtsrecht
Montag
Gott segnet nicht nur die Braven / 1.Mose 27,1-40 / Jakob holt sich den Segen
Dienstag
Wie und wo kann ich Gott erleben (und was antworte ich?) / 1.Mose 27, 41- 28, 22 / Jakob und die Himmelsleiter
Mittwoch
Wie gehe ich mit Unrecht um? / 1.Mose 29,1-30 / Jakob wird betrogen Zeit bei Onkel Laban
Donnerstag
In Zeiten der Angst – an wen oder was klammere ich mich da? / 1.Mose 32,1-33 / Jakob am Jabbok
Freitag
Wie geht „Aufeinander zugehen“ nach Verletzungen? / 1.Mose 33,1-16 / Jakob und Esau versöhnen sich
8:30 Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück
9:00 Beginn: Begrüßung, Spiel, Ritual … Beginn Beginn Beginn Beginn
9:30 Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
9:45 10.00 Uhr Ankommen und Begrüßen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen
10:15 Kennenlern-Spiele Ratespiel „Wer bist du“ oder Quiz „Gefragt – gejagt“ „Spiele rund um die Leiter“ oder Spiel „Nummer 2 gewinnt“ Spiel: „Israel sucht den Superhirten“ „Würfeln-Suchen-Quizzen“ Geländepiel: „Kuhhandel“
12:00 Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen
12:30 Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops
14:00 Snack Snack Snack Snack Snack Snack
14:15
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Vertiefung für zwei Altersgruppen
14.30-15.15 Streitspiele 15:20 -16.25 Begabt! Wettkampf 1 Std
Geländespiel „Capture the Wildraten” Dorf- oder Stadtspiel „Himmelsleiter“

Platz für eigene Ideen
Spiel: Handelsspiel „Büffeljagd“
oder
Stationenspiel „Talente ausprobieren“
Platz für eigene Ideen Stationenspiel
„Jakobs leckere Suppe“
16:45 Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied
17:00 Ende Ende Ende Ende Ende Ende

Spiele, bei denen ihr andere erkennen müsst

Jakob hat sich bei seinem erblindeten Vater als Bruder Esau ausgegeben.

Wie schwierig ist es jemanden zu erkennen, wenn dir selbst nicht alle Sinne zur Verfügung stehen oder du nur einen Teil des anderen siehst, hörst, …? Mit diesen Spielideen könnt ihr testen, wie gut ihr euch in der Gruppe, Familie, Verwandtschaft oder Nachbarschaft (er-)kennt.

Ihr könnt nur ein Spiel aus der Sammlung spielen, z.B. als Einstieg oder Vertiefung zu einem Thema oder auch einen ganzen Abend mit diesen Spielen gestalten. Dazu könnt ihr eure Gruppe in Kleingruppen bestehend aus ca. 5 Personen einteilen, die jeweils gegen die anderen Gruppen spielen.

Dalli Klick

Bei diesem Spiel geht es darum, immer mehr Teile eines Fotos zu sehen und möglichst früh den anderen auf dem Bild zu erkennen.

Dafür gibt es kostengünstige Variationen, die ihr auf den Computer herunterladen könnt und per Beamer spielt, beispielsweise https://www.mediator-programme.de/Dalliklick/dalliklick.htm.

Oder ihr kreiert eine selbst „gebastelte“ Variante.

Dazu lasst ihr euch von allen Mitspielern im Vorfeld ein aktuelles Foto mailen (Bildrechte schriftlich klären!). Dieses druckt ihr auf Din A 5 Größe aus. Jetzt zerschneidet ihr die ausgedruckten Bilder in 7-10 Teile und steckt immer alle Teile eines Fotos in einen Briefumschlag mit dem Namen des Fotografierten. Die Kleingruppen haben die Aufgabe, die Teilnehmer der anderen Gruppe nach möglichst wenigen Foto-Puzzleteilen zu erkennen. Dazu gebt ihr allen Gruppen immer gleichzeitig ein Puzzleteil aus einem Briefumschlag einer gegnerischen Person. Welche Gruppe erkennt nach weniger Puzzleteilen wer die gesuchte Person ist? Die entsprechende Gruppe bekommt einen Punkt. Dann geht es weiter mit den Personen aus den nächsten Briefumschlägen. Welche Gruppe am Ende am meisten Punkte hat, hat dieses Spiel gewonnen.

Babybilder

Wer ist schon als Baby unverwechselbar und wen erkennt man gar nicht mehr?

Jeder bringt ein eigenes Babybild mit und gibt es am Anfang des Abends beim Spielleiter ab. Jetzt könnt ihr eine große Bilderausstellung machen. Bei dieser liegen alle Bilder auf Tischen. Jeder Teilnehmende bekommt Stift und Zettel und legt zu jedem Foto einen Namen eines Gruppenteilnehmers, der seiner Meinung nach auf diesem Foto abgebildet ist. Wer hat die meisten Treffer gelandet?

Oder jede Gruppe bekommt die Fotos der gegnerischen Gruppe. Sie entscheiden gemeinsam, wen sie auf welchem Foto vermuten und legen einen Zettel mit dem entsprechenden Namen neben das Foto. Welche Gruppe hat die meisten Treffer?

Rechte: Die eigenen Bilder werden von den Personen wieder mit nach Hause genommen.

Hää?

Am Anfang des Treffens oder besser noch in der Woche vorher, fotografiert ihr von jedem Teilnehmenden etwas ganz nah, z.B nur die Haare, Stirn & Oberkopf, den Handrücken, Nacken & Haare, Teil der Kleidung,… Jetzt schaut ihr die Bilder per Beamer an. Wer ist auf dem Bild zu sehen? Schön ist es, wenn ihr die Raterunde jeweils mit einem vollständigen Bild der Person auflöst. Peinliche Bilder sind nicht erlaubt!

Schattenporträt

Ihr hängt oder haltet ein Leintuch, weiße Tischdecke o.ä. zwischen die spielende und die ratende Gruppe. Immer eine Person der spielenden Gruppe setzt sich auf einen Stuhl nahe des Tuches, mit dem Blick parallel zum Tuch. Mit einer hellen Lampe leuchtet ihr die sitzende Person an. So sollte die ratende Gruppe auf der anderen Seite des Tuches deren Porträt sehen. Wer erkennt das Schattenporträt?

Oh Schreck!

Ihr haltet eine Decke zwischen die beiden spielenden Gruppen. Beide Gruppen setzen sich mit etwas Abstand zur Decke auf ihrer Seite auf den Boden. Jeweils eine Person jeder Gruppe setzt sich leise nahe vor die Decke, mit Blick zur Decke. Sitzen beide bereit, wird auf drei die Decke fallen gelassen. Wer von beiden Spielern sagt am schnellsten den richtigen Namen des Gegenübers?

Schuhe raten

Die Teilnehmenden einer Gruppe ziehen sich die Schuhe aus und bilden daraus ein großes Schuh-Durcheinander. Dann stellen sie sich in einer Reihe auf. Die andere Gruppe ordnet jetzt die Schuhe den ihrer Meinung nach richtigen Besitzern zu, indem sie die Schuhe vor die entsprechende Person stellen. Bei drei Gruppen können die beiden ratenden Gruppen jeweils nur einen Schuh anstatt ein Schuhpaar bekommen. Wer hat am Ende die richtigen Schuhe vor sich stehen?

Hände raten

Es werden zwei Tücher oder Decken so gehalten oder gespannt, dass sie direkt übereinander hängen und dazwischen nur ein schmaler Schlitz ist. Hinter der Tücherwand befindet sich eine Gruppe. Sie stellen sich nebeneinander hinter die Tücher und stecken durch den Schlitz zwischen den Tüchern nur ihre Hände. Die ratende Gruppe hat für jeden Teilnehmer der spielenden Gruppe ein Namenskärtchen. Nun schauen sie sich die Hände an und geben jeder Hand das Namenskärtchen des Mitspielers in die Hand zu dem ihrer Meinung nach die Hände gehören. Bei mehreren Gruppen, hat Jede Gruppe von jeder zu erratenden Person ein Namenskärtchen. Welche Hände wurden richtig zugeordent?

Blinde Kuh

Dieses Spiel kommt der Situation von Jakob und Isaak am nächsten.

Ein Mitspieler bekommt die Augen verbunden. Eine andere Person wird zu ihm geführt. Nun errät die blinde Person nur durch Ertasten, wer diese Person sein könnte. Fällt es euch leichter, als Isaak, die richtige Person zu erkennen?

Stimme erraten

Die spielende Gruppe befindet sich hinter einem Sichtschutz (Pinwand, Decke,…). Jeder Teilnehmende dieser Gruppe bekommt eine Kopie des gleichen Textes. Schön ist es, wenn es ein Text mit mehreren Rollen ist. Jedem Teilnehmenden wird eine Textpassage/ eine Rolle zugeteilt. Nun lesen sie nacheinander oder je nach Rolle den Text vor. Die ratende Gruppe sortiert den Textpassagen oder Rollen die entsprechende Person zu. Erkennt ihr die Stimmen?

Zielgedanke

Jesus will und kann uns immer helfen! Es lohnt sich, wenn wir uns ihm vertrauensvoll zuwenden. Er möchte hören, was wir brauchen, uns wünschen und wird reagieren.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Er ruft. Sein Rufen steigert sich, wird immer lauter, flehender, verzweifelt UND hoffnungsvoller. Hochrot vor Anstrengung wird sein Gesicht. Von nichts und niemandem lässt er sich zum Schweigen bringen, im Gegenteil sein Rufen wird zum Schreien. All seine Hoffnung schreit er in einem Hilferuf hinaus – Bartimäus, der blinde Bettler, der es nicht einmal wert ist, bei seinem eigenen Namen genannt zu werden, sondern einfach Bar-Timäus – Sohn des Timäus. Er hat in seinem Leben schon viel gehört, gerochen, gespürt, alles, was um ihn herum geschieht nimmt er mit seinen sensiblen Sinnen wahr. Vermutlich sitzt er den ganzen Tag mitten im Geschehen, an einem Platz in Jericho, an dem viele Menschen vorbei kommen. Denn so steigen seine Chancen auf einen Verdienst als Bettler. So auch an diesem Tag, der sein Leben verändert. Jesus kommt mit seinen Jüngern nach Jericho. Dort lehrt er, führt Gespräche, eine Menschenmenge sammelt sich um ihn und begleitet ihn wieder aus der Stadt. Vieles davon spielt sich vor Bartimäus Ohren ab. Er hört Jesu Reden, die Fragen der Menschen, ihre Aufregung, spürt die Spannung, die in der Luft liegt und ergreift seine Chance. Jesus kann ihm helfen. Er kann seinen größten Wunsch erfüllen. Er ruft, lässt sich nicht zum Schweigen bringen und wird gehört. Jesus fragt ihn nach seinem Wunsch und Bartimäus äußert ihn – er bettelt nicht, sucht keine schönen Worte, lässt sich und Jesus kein Hintertürchen offen: „Mein Meister, ich möchte so gerne sehen können!“ (Markus 10, 51) Er zweifelt nicht an Jesu Fähigkeiten und auch nicht an seinem Wollen. Und Jesus reagiert auf dieses absolute Vertrauen mit Heilung und dadurch einer ganz neuen Lebensperspektive. Und Jesus lässt wieder einmal staunende Jünger zurück. Kurz vorher haben sie noch erlebt, dass Jesus sich Zeit nimmt für von der Gesellschaft wenig Beachtete, nämlich Kinder (Markus 10, 13-16). Trotzdem muss er es ihnen hier noch einmal deutlich machen: Jesus achtet nicht auf Alter, Ansehen, Stellung, Aussehen. Er schenkt seine Aufmerksamkeit Kindern, blinden, namenlosen Bettlern, denen die sich ihre Hoffnung und Chance nicht ausreden lassen, sondern sich vertrauensvoll an ihn wenden.

Erlebniswelt der Kinder

Um Hilfe rufen können, eine wichtige Fähigkeit. Kinder erleben sich immer wieder hilflos. Sie kennen es in vielen Situationen, auf Hilfe angewiesen zu sein; von A nach B kommen, sich in einem Verein anmelden, so manche Hausaufgaben, einen Konflikt lösen, morgens rechtzeitig aufstehen,… alles Situationen, die sie oft noch nicht alleine bewältigen können. Wie wichtig ist es da, wenn man weiß, wie man um Hilfe bittet. Und wie wichtig, dass man weiß, WEN man um Hilfe bitten kann! Und noch besser, wir können ihnen helfen den kennenzulernen, der auch bei den kniffeligsten Situationen im Leben helfen kann und helfen will: Jesus! Von Bartimäus können wir mit den Kindern lernen: bei wem es sich lohnt, um Hilfe zu bitten, dass es sich lohnt, sich dieses Rufen nicht ausreden zu lassen und dass wir unsere Bitten klar und vertrauensvoll äußern dürfen.

Einstieg

Hören und finden

Bartimäus konnte nicht sehen, aber gut hören. Das hat ihm geholfen zu verstehen, dass Jesus in Jericho ist und er derjenige ist, der ihm helfen kann.

Immer zwei Kinder gehen zusammen. Ein Kind ist blind, entweder schließt es die Augen oder sie werden verbunden. Das andere Kind kann sehen und muss gefunden werden. Die „blinden“ Kinder stellen sich in die Raum-Mitte, mit Blick nach außen. Die „sehenden“ Kinder verteilen sich am Rand des Raumes. Nun muss das „blinde“ Kind seinen Partner versuchen zu finden, indem es genau auf die Stimme seines Partners hört und versucht, dieser näher zu kommen. Das bedeutet, die „sehenden“ Kinder sollten möglichst ununterbrochen reden, singen, rufen und das alle gleichzeitig – wer findet seinen Partner?!

Erzählung

Bartimäus erzählt:

Jetzt kommen Schritte näher, Schritte von vielen Menschen, kleine, schnell trippelnde Schritte von Kindern, schwere Schritte von „wichtigen“ Männern, zögernde Schritte, vielleicht von Frauen, die nicht wissen, ob sie in dieser Männerrunde geduldet sind. Alle nähern sich dem großen Stadttor durch das jeder gehen muss, wenn er in die Stadt hinein oder hinaus will. Hier sitze ich. Ein guter Platz für einen blinden Bettler. Morgens finde ich leicht hin, weil es an der Hauptstraße liegt und tagsüber kommen viele Menschen vorbei, was für gute Einnahme-Chancen spricht. Und ich bekomme alles mit, was hier passiert. Heute haben mich die meisten übersehen. Meine Schale ist noch fast leer. Alle haben es eilig, reden aufgeregt miteinander, haben nur ein Ziel: sie wollen diesen Jesus hören und sehen. Er soll ein Wunderheiler sein, ein packender Redner und einer der den Menschen zuhört und Zeit für sie hat. Das haben die Menschen im Vorbeigehen zueinander gesagt. Und genau so hat sich das angehört, was ich von diesem Jesus mitbekommen habe: Er redet mit dem Einzelnen, er bleibt stehen und hört zu, er hat etwas zu sagen. Mit überzeugender, liebevoller Stimme spricht er von Gott, der wie ein Vater ist, er nennt ihn sogar „Abba“, Papa, der sich wünscht, dass seine Kinder ihn bei sich aufnehmen. So einen Mann hatten wir noch nie hier in Jericho! Er muss persönlich von Gott gesandt sein. Wenn er das ist, dann kann er mir helfen. Dann ist er der Einzige, der mir wirklich helfen kann! Gleich kommen sie auf dem Weg aus der Stadt an mir vorbei! Diese Chance muss ich nutzen! „Jesus, Sohn Davids, hab‘ Erbarmen mit mir!“ Ob er mich inmitten der Menschenmenge überhaupt hört? Ich muss lauter rufen: „Jesus, Sohn Davids, hab‘ Erbarmen mit mir!“ Menschen bleiben vor mir stehen – Jesus?! Ich höre ärgerliche Stimmen: „Du blinder Nichtsnutz, halte deinen Mund!“ „Bist du wohl leise! Wie sollen wir Jesus verstehen?“ Hämisch faucht mich eine Stimme von oben herab an: „Glaubst du, Jesus der große Rabbi hat auch nur einen Funken Interesse an dir?“ Haben sie vielleicht recht? Nein, seine Stimme klingt so liebevoll. Ich lasse mich nicht zum Schweigen bringen. Allen Mut nehme ich zusammen, sammle Luft in meiner Lunge und brülle mit aller Kraft über diese Stimmen hinweg: „Jesus, Sohn Davids, hab‘ Erbarmen mit mir!“ Schon fast am Stadttor bleibt die Menge stehen. Ich höre diese liebevolle Stimme, was sagt er? Eilige Schritte nähern sich mir. Eine Hand auf meiner Schulter und eine leicht erstaunt klingende Stimme spricht: „Nur Mut! Komm, er ruft dich.“ Jesus ruft mich! Er hat mich gehört! Er wendet sich mir zu! Schnell rapple ich mich auf, lasse alles liegen: meine Schüssel mit meinem Lebensunterhalt, meinen Mantel, das Wertvollste, das ich besitze, weil es mich vor Regen schützt und auf dem harten kalten Boden wärmt. Egal, Jesus ruft mich! Schwankend und tastend bewege ich mich auf diese Stimme zu. Helfende Hände schützen mich vor Zusammenstößen, dann bleibe ich stehen. „Was soll ich für dich tun?“ Er redet mit mir! Er meint ganz alleine mich! Er will wissen, was ER für MICH tun kann! Das hat noch niemanden interessiert. Ich wage es: „Rabbi, ich möchte sehen!“ Seine Stimme klingt noch näher, leise aber machtvoll: „Du kannst gehen. Dein Vertrauen hat dir die Hilfe gebracht!“ Überrascht reisse ich meine Augen auf und – ich SEHE ein lächelndes Gesicht vor mir. Ich sehe! Er hat mich gehört! Er hat sich mir zugewandt! Er WOLLTE mir helfen und jetzt sehe ich!

Andachtsimpuls

Mit einem adressierten Briefumschlag und einem Brief: Was braucht ein Brief damit er ankommt? Er braucht Porto und v.a. braucht er einen klar benannten Adressat. Ohne leserliche Adresse kommt kein Brief bei der richtigen Person an. Bartimäus hat sein Leben gelebt. Er hat das gemacht, was er konnte. Dann kommt Jesus. Er erkennt die Chance und nutzt sie. Er ruft, laut und deutlich, lässt sich nicht entmutigen und die Sache ausreden. Nein, er ruft und sagt deutlich, von wem er sich Hilfe erhofft: Jesus, Sohn Davids! Damit ist der Adressat ganz klar und unverwechselbar. Auch wir brauchen immer wieder Hilfe. Da ist es gut, wenn wir genau wissen, wen wir um Hilfe rufen oder bitten können und das dann auch ganz deutlich und unmissverständlich tun. Jesus können wir in jeder Lebenslage, in jeder kleinen oder großen Not-Situation oder bei jeder Frage um Hilfe bitten. Wir dürfen ihn direkt ansprechen, als treuen Freund, als guten Vater, als wunderbaren Ratgeber. Wenn ich einen Brief an jemanden schreibe, den ich um Hilfe bitte, wie mache ich das? Es nützt nichts, mit möglichst schönen Worten das Problem zu umschreiben, auch viele „vielleicht“ und „wenn’s irgendwie geht“ sind wenig hilfreich. Freundlich, höflich aber klar sagen worum es geht und was ich brauche; damit kann der Empfänger umgehen, darauf kann er reagieren. Er weiß, was auf ihn zukommt und was der andere möchte und erwartet, worauf der Empfänger sich einlässt, wenn er reagiert. Genauso macht es Bartimäus: Ohne Umschweife, ohne vielleicht, wenn du willst, sondern vertrauensvoll sagt er, was er will. Und genauso dürfen wir unsere Bitten, Sehnsüchte, Zweifel, Ängste,… Jesus sagen. Er interessiert sich für das, wie es uns geht. Er will nicht schöne Worte, sondern unser Herzensanliegen hören. Das zeigt ihm nämlich auch unser Vertrauen. Vertrauen wir ihm so sehr, dass wir ihm sagen, was unser dunkelstes Geheimnis, unsere tiefste Angst, unsere größte Sehnsucht ist? Vertrauen wir ihm, dass er derjenige ist, der uns dabei helfen kann und helfen will? Denn Jesus WILL und KANN uns immer helfen!

Gebet

Herr Jesus, danke, dass wir mit dir reden können, wie mit einem Freund. Danke, dass du dich für uns unsere Anliegen interessierst. Danke, dass deine Liebe zu uns so groß ist, dass du uns immer helfen kannst und helfen willst. Stärke unser Vertrauen in dich. Amen

Lieder

  • Hilfe in der Not, Einfach spitze Nr.11
  • Je-Je-Jesus ist größer, Einfach spitze Nr.10
  • Ich bin Gottes Freund, Einfach spitze Nr.19
  • Ich bin von neuem geboren, Du bist Herr Kids I Nr.86

Ideen zur Vertiefung

Brief an Jesus

Jedes Kind bekommt ein Blatt Papier und einen Stift. Jetzt dürfen sie, wie Bartimäus Jesus ihr Herzensanliegen nennen, eben in Schriftform. Ermutigt sie, das ernst zu nehmen, bewusst an Jesus zu schreiben und genau in sich hinein zu hören, was sie ihm anvertrauen, ihn vielleicht auch fragen wollen. Dann bekommt jeder einen Briefumschlag, den er zukleben kann und adressiert. Vielleicht habt ihr ein Kreuz oder eine Krone, wo die Kinder ihren Brief ablegen können. Ihr schließt diesen Teil mit einem Gebet ab, in dem ihr Jesus dankt, dass er weiß, was die Kinder geschrieben haben und dass er gerne hilft.

Spiele zu „Rufen, Hören & Finden“

  • Ein ähnliches Spiel, wie beim Einstieg, nur kennt das „blinde“ Kind seinen Partner nicht. Dieser muss den Namen des „blinden“ Kindes rufen. Auf diesem Weg finden sich die Paare.
  • Ihr esst danach noch gemeinsam, z.B macht ihr eine Rohkostplatte, einen Kräuter-Dip und einen Obstsalat. Die Kinder werden in drei Gruppen aufgeteilt. Es gibt in jeder Gruppe „Hörer“ und „Rufer“. Die „Rufer“ bekommen eine Materilalliste. Diese Materialien rufen sie nun den Hörern am anderen Ende des Raumes zu, die diese Materialien dann aus der Küche/einem Materialtisch/… besorgen müssen. Natürlich rufen alle drei Gruppen gleichzeitig. Das geht auch mit Materialien für Spiele
  • Die Kinder finden sich in Zweier-Teams. Die „Empfänger“ bekommen Blatt und Stift, die „Rufer“ eine Liste mit Bibelversen, jeder eine andere kurze biblische Geschichte,… in der es um Vertrauen geht. Diese Liste diktieren nun alle „Rufer“ gleichzeitig ihrem Partner.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zu Daniel aus JUMAT 2/20. Sie beginnt der Erziehung am Königshof und behandelt die wesentlichen Geschichten aus dem Leben Daniels bis hin zur bekannten Geschichte von Daniel in der Löwengrube. Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe ein passendes Spielprogramm.

Diese Themenreihe enthält fünf Gruppenstunden zum 1.Petrusbrief aus JUMAT 2/20. Die Reihe beginnt mit der Einheit zur lebendigen Auferstehungshoffnung. Es schließen sich vier Einheiten mit Zusagen und Mahnungen an, die Petrus den Gemeinden am Ende des 1. Jahrhunderts geschrieben hat und die auch heute noch für Kinder eine Relevanz haben.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen Entwurf für einen Familiengottesdienst zum Muttertag. Inhaltlich schließt das Thema des Gottesdienstes an die Einheit „Weggeworfen“ an, denn es geht um das Wegwerfen von Sorgen.

Das Ziel

Starter

Gott im Gebet bitten hilft (nicht) immer.

Checker

Gott steht uns bei, wenn wir zu Gott stehen.

Der Text an sich

Personen: Die drei Freunde von Daniel Hananja, Mischael und Asarja sind die Hauptpersonen. Alle drei wurden nach ihrer Gefangenschaft durch die Babylonier umbenannt und bekamen babylonische Namen. So wurden ihre ursprünglichen Namensbedeutungen verändert und Hananja (Jahwe ist gnädig) hieß Schadrach (Bedeutung nicht sicher), Mischael (wer ist wie Gott) hieß Meschach (Widder – Symbol des Sonnengottes der Chaldäer) und Asarja (Gott ist mein Helfer) wurde Abed Nego (Diener des Nebo – babylonischer Götze). So wird deutlich, wer die Macht über die drei Freunde haben sollte. Nicht ihr alter Gott aus Jerusalem, sondern die neuen Götter und Götzen sollten sie von nun an anbeten.

Die Chaldäer sind ein aramäisches Volk, das sich südlich von Babylon angesiedelt hatte und zum babylonischen Reich gehörten.

Ort: Die Ebene Dura ist in der Nähe von Babylon, dem Regierungssitz Nebukadnezars.

Die drei Freunde von Daniel wurden von Nebukadnezar persönlich über einige Teile in Babel gesetzt (Daniel 2,48-49).

Für die Babylonier war es nicht ungewohnt, dass sich die Herrscher ein Ebenbild machen ließen. Vor diesem musste sich das ganze Volk niederknien und es ehrfürchtig anbeten. Das war der Loyalitätsbeweis für Nebukadnezar und machte deutlich, dass das ganze Volk ihn und niemand anderen verehrte. Der Erlass des Königs bringt die drei Freunde in eine schwierige Situation – Gottes Gebote sagen, dass sie niemanden anbeten sollen als ihn allein, aber Nebukadnezar verlangt genau das von ihnen.

Das sich Widersetzen gegen diesen Erlass bleibt nicht unbemerkt und die Anklage der als treu geltenden Chaldäer lässt nicht lange auf sich warten. Sie sagen Nebukadnezar durch die Blume, dass diese Ausländer (Juden) nicht treu sind gegenüber den Geboten Nebukadnezars – sie schüren das Misstrauen und Nebukadnezar zitiert die drei Freunde zu sich.

Obwohl Nebukadnezar nicht muss, gibt er ihnen eine zweite Chance. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass er den drei Freunden Daniels (der wahrscheinlich immer noch am Hof Nebukadnezars ist) grundsätzlich vertraut. Aber auch diese zweite Gelegenheit lassen sie verstreichen. Trotz der angedrohten Strafe – der Feuerofen – bleiben die drei standhaft und bieten Nebukadnezar die Stirn. Allein dieser Widerstand hatte die Todesstrafe zur Folge. Die Freunde begründen ihr Verhalten mit ihrem Vertrauen auf Gott, der sie retten kann – selbst aus dem sicheren Tod. Als Nebukadnezar in das Feuer schaut, sieht er plötzlich vier Männer – trotz seiner abergläubischen Vorstellung erkennt er, dass der Gott der Juden der Größte ist. Das führt dazu, dass er den drei Freunden noch mehr Macht in Babel gibt.

Der Text für mich

Sie klingt unglaublich, diese Geschichte. Drei Menschen überleben ein Feuer unbeschadet, weil ein Engel neben ihnen steht. Dieses Gottvertrauen der drei begeistert mich, denn oft stehe ich im Alltag da und tue mich schwer, meinen Glauben so klar zu vertreten. Manchmal werde ich dafür belächelt, manchmal endet es in spannenden Diskussionen mit Aussagen wie „Gott gibt es nicht, weil …“ Im Vertrauen auf Gott, dass er mir beisteht, rede ich offen mit den verschiedensten Menschen, mit unterschiedlichen Religionen über meinen Glauben.

Manche Gespräche nehme ich mit ins Gebet und bitte für die Menschen. Oft habe ich das Gefühl, dass durch mein Gebet nicht viel passiert und es sinnlos scheint – aber immer wieder merke ich, wie Gott oft still wirkt.

Der Text für dich

Starter

Checker

Für die meisten Kinder ist es nicht leicht in der Schule oder im Sportverein von Gott zu erzählen. Oft werden sie dafür komisch angeschaut und ihre Freunde sagen: „Wer glaubt denn an so was“ oder „Du spinnst doch, wenn du an so was glaubst“ oder „Es gibt keinen Gott“. Manche werden sogar wegen ihres Glaubens gehänselt und ausgelacht und zum Außenseiter. Dann standhaft zu bleiben und zur eigenen Meinung auch gegenüber Freunden und Klassenkameraden zu stehen, ist nicht einfach. Aber Gott steht uns in solchen Situationen zur Seite.

Für Kinder ohne Glaubensbezug ist es oft schwer zu verstehen, warum andere Menschen beten. Diese Reden mit jemand Unsichtbarem ist in ihren Augen völlig sinnlos. Sie vertrauen lieber auf etwas, das greifbar und sichtbar ist. Dass Gebete bei Gott nicht unerhört bleiben und dass sie Großes bewegen können, ist für viele völlig unvorstellbar. Aber auch sie haben vielleicht schon erlebt, dass Menschen in großer Not auf einmal anfangen, zu Gott zu beten und darauf hoffen, dass Gott ihnen aus dieser schweren Lage hilft.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Der Brief von Daniels Freunden

Im Mittelpunkt der Verkündigung steht ein Brief, den die drei Freunde an Daniel geschrieben haben könnten. Dieser Brief wird zerschnitten und die Teile werden im Raum versteckt.

Ein Mitarbeiter bittet die Kinder um Mithilfe, denn ein Brief an Daniel ist verschollen. Seine drei Freunde haben ihm geschrieben. Doch der Brief ist nie angekommen. Nachdem die Briefteile gefunden und der Brief wieder zusammengesetzt wurde, liest ein Mitarbeitender den Brief vor.

Idee 2: Playmobilszene

Eine erste Szene der Geschichte wird mit Playmobilfiguren aufgebaut.

Auf einer Wiese steht eine riesige goldene Statue. Davor stehen viele Menschen (Soldaten, Musiker, Volk).

Die Kinder sollen erzählen, was sie in dieser Szene sehen.

Danach wird die Geschichte erzählt.

Verkündigung

Interaktives Vorlesen des Briefes

Um das Lesen des Briefes nicht zu langweilig zu machen, kann man bei verschiedenen Worten die Kinder etwas sagen oder etwas machen lassen.

Vorschläge dazu wären:

  • König Nebukadnezar: Alle Kinder sagen „Lang lebe der König“
  • Drei Freunde: Drei Kinder sagen: „Unser Gott ist größer als der König“
  • Goldene Statue: Kinder rufen erstaunt „oh“
  • Musik erklingt: Instrumente an die Kinder verteilen und sie dürfen kurz Musik machen (Rasseln, Trommeln oder Ähnliches)
  • Das Volk: „Unser König ist der Größte“

Diese Möglichkeit des Mitmachens kann beliebig erweitert werden.

Brief der drei Freunde

Bei den fettgedruckten Wörtern dürfen die Kinder die abgesprochenen Sätze sagen oder die Bewegung machen.

Lieber Daniel,

heute kommen wir endlich dazu, dir wieder einmal ein paar Zeilen zu schreiben. Wir hoffen, dass es dir gut geht. Wir beten jeden Tag für dich und deine Aufgaben am Königshof. Wir glauben, dass es nicht immer leicht ist, alle Herausforderungen zu schaffen. Möge unser allmächtiger Gott alles segnen, was du tust.

Die letzten Tage und Wochen waren sehr ereignisreich. Wir wollen dir ein wenig davon erzählen, was hier bei uns alles passiert ist.

Alles fing damit an, dass König Nebukadnezar eine riesige goldene Statue aufstellen ließ.  Diese war wirklich groß. Ungefähr 30 Meter ragte sie in den Himmel und sie war satte 3 Meter breit. König Nebukadnezar hatte nun eine Idee. Er rief alle wichtigen Männer seines Staates zusammen und erklärte ihnen seine Idee. Am Tag der Einweihung sollte sich das ganze Volk vor der riesigen goldenen Statue versammeln. Aber damit nicht genug. Wenn die Musik spielte, sollten sich alle Menschen aus seinem Volk der riesigen goldenen Statue verbeugen und diese anbeten. Und wer sich weigert, würde in den Feuerofen geworfen werden. Nun standen wir drei Freunde vor einer schwierigen Entscheidung. Du weißt ja, dass wir keine fremden Götter oder Menschen anbeten dürfen. So steht es in unseren Geboten, die uns unser Gott gegeben hat.

Also gingen wir an dem Tag der Einweihung der riesigen goldenen Statue zur Ebene Dura. Wir staunten nicht schlecht über diese riesige goldene Statue und auch darüber, dass das ganze Volk ebenfalls da war.

Es war ein besonderes Schauspiel, als das ganze Volk beim Klang der Musik auf einmal auf den Boden fiel und die riesige goldene Statue anbetete. Nur wir drei Freunde blieben stehen. Und wie du dir denken kannst, haben das einige Chaldäer auch gesehen. Und du weißt ja, dass diese nicht unsere Freunde sind und sie sind sofort zu König Nebukadnezar gegangen und haben es ihm erzählt.

Daraufhin hat uns König Nebukadnezar zu sich holen lassen. Er sagte, wenn wir drei Freunde nicht beim Klang der Musik vor ihm auf dieFüße fallen würden, dann würde er uns in den Feuerofen werfen. Wie aus einem Mund sagten wir drei Freunde, dass wir das nicht tun. Denn wir beten unseren Gott an und der ist größer als alle anderen. Wenn aber König Nebukadnezar uns dafür bestrafen will, dann sind wir drei Freunde uns sicher, dass Gott uns beschützt.

König Nebukadnezar war so wütend, dass er befahl, den Ofen extra stark anzufeuern. Als es so weit war, gab König Nebukadnezar den Befehl, uns hineinzuwerfen. Und es war unglaublich. Wir drei Freunde beteten zu Gott und er erhörte uns. Denn die Flammen des Feuers konnten uns nichts antun, denn ein Engel stand bei uns im Feuer.

König Nebukadnezar war so überwältigt davon, dass er ein neues Gesetz machte. „Der Gott dieser drei Freunde ist mächtiger als ich. Deswegen darf keiner über diesen Gott schlecht reden. Sonst droht ihnen eine besonders harte Strafe.“

Als das Volk davon hörte, waren sie sehr erstaunt. Denn eigentlich war ihr König Nebukadnezar so etwas wie der Gott auf der Erde. Aber er musste einsehen, dass der Gott der drei Freunde, also unser Gott, viel mächtiger ist als er.

Wir drei Freunde hoffen, dass es dir gut geht. Wir denken an dich und beten für dich zu unserem allmächtigen Gott.

Shalom

Schadrach, Meschach und Abed-Nego

Die andere Idee

Playmobilerzählung

Nachdem sich die Kinder über die erste Szene unterhalten haben, werden weitere Szenen dargestellt. Im weiteren Verlauf wechselt die Szenerie immer wieder. Von der Ebene Dura in den Königssaal, wo der König über die 3 Freunde richtet und von da zum Feuerofen. Am Ende könnte man die Verkündigung des neuen Gesetzes wieder in der Ebene Dura machen. Um die Kinder immer wieder mit einzubinden, kann man sie auf verschiedene Art und Weise immer wieder mitmachen lassen (zum Beispiel überlegen, was die 3 Freunde gemacht haben könnten, als sie von dem Gesetz gehört haben). Außerdem können sie aktiv am Aufbau der Szenen beteiligt werden.

Der Text gelebt

Wiederholung

Die Geschichte wird mit den Kindern in 4 Abschnitten wiederholt.

Abschnitt 1: Die goldene Statue und das Gesetz dazu.

Nebukadnezar will, dass die Menschen seine goldene Statue anbeten. Er versammelt das Volk in der Ebene Dura und lässt sie vor der Statue niederknien – alle machen mit, außer drei.

Abschnitt 2: Die drei Freunde vor König Nebukadnezar

Trotz der drohenden Strafe stehen die Männer zu dem, was sie getan haben. Mehr noch, sie widersetzen sich dem König und sagen ihm, dass er mächtig ist. Aber ihr Gott ist der Größte. Nebukadnezar schäumt vor Wut. Er lässt den Ofen extra heiß anfeuern und wirft die 3 hinein.

Abschnitt 3: Die drei Männer im Feuerofen

Der König sieht zu, wie die Männer in den Ofen geworfen werden und muss feststellen, dass aus den drei Männern auf einmal vier geworden sind und diese nicht verbrennen, wie er es erwartet hat.

Abschnitt 4: Das neue Gesetz

König Nebukadnezar erkennt die Größe Gottes an und erlässt ein neues Gesetz.

Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Vertrauen die 3 Freunde in Gott haben. Selbst als ihnen gedroht wird, dass sie sterben müssen, ändern sie ihre Meinung nicht. Sie vertrauen darauf, dass Gott sie beschützt und ihnen beisteht. Und dieses Vertrauen wird belohnt. Für alle wird sichtbar, wie groß und mächtig Gott ist. Selbst Nebukadnezar bleibt nichts anderes übrig, als zu erkennen, dass der Gott der Juden viel mächtiger ist als er. Aber dabei bleibt es nicht, Nebukadnezar verkündigt diese Tatsache nicht nur den Menschen im Raum, die bei diesem Wunder dabei waren. Nein, das gesamte Volk erfährt, dass der Gott der Juden größer ist und dass keiner gegen diesen Gott etwas sagen darf.

Gespräch

Fragen an die Kinder:

Was glaubt ihr, warum die 3 Freunde so auf Gott vertraut haben?

Habt ihr schon mal auf Gott vertraut?

Hier wäre eine gute Möglichkeit, dass ein Mitarbeitender von seinen eigenen Erfahrungen erzählt. Wie ist es, wenn man auf Gott vertraut? Wie kann man merken, dass Gott bei uns ist? 

Wenn wir Gott um Hilfe bitten, hat er versprochen uns zu helfen. Vielleicht haben die drei Freunde in dem Moment an den Vers aus Psalm 50,15 gedacht. Sie haben Gott in ihrer Not angerufen und Gott hat sie aus der Gefahr gerettet. Aber auch wenn dies nicht passiert wäre, waren sich die drei Freunde sicher, dass ihr Gott größer ist als die Götter und Götzen der Babylonier. Den Lobpreis Gottes über die Rettung der drei Freunde hat dann König Nebukadnezar übernommen und Gott als den höchsten Gott geehrt. Wenn wir erleben, dass Gott uns in unserem Leben hilft, sollen wir das anderen Menschen erzählen und Gott dafür loben. Vielleicht ist die Rettung nicht so spektakulär wie bei den drei Freunden, aber Gott freut sich trotzdem über unser Lob.

Nach dem Zeugnis eines Mitarbeitenden kann man die Kinder fragen, ob sie schon einmal zu Gott in einer Notsituation gebetet haben und wie Gott ihnen geholfen hat.

Merkvers

Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen. Psalm 50,15 Luther 84

Um mit den Kindern den Merkvers zu üben, kann man diesen in drei Teile aufteilen und mit Bewegungen verbinden.

Rufe mich an in der Not – Die Hand zum Telefon machen und ans Ohr halten

So will ich dich erretten – beide Hände nach vorne strecken

Und du sollst mich preisen – beide Arme nach oben strecken

Gebet

Beim Gebet kann man auf die Reaktionen der Kinder vorher eingehen. Vielleicht kann man gemeinsam Gebetsanliegen sammeln und für diese bitten.

„Hallo Gott,

es ist gut zu wissen, dass wir immer zu dir kommen können und dir alles erzählen können. Danke, dass wir wissen dürfen, dass du immer an unserer Seite sein wirst, auch wenn die Situation noch so schwierig zu sein scheint. Für dich ist nichts unmöglich. Danke dafür.

Amen.“

Man kann den Kindern das Angebot machen auch für einzelne Gebetsanliegen zu beten.

Kreatives

Lagerfeuer

Gemeinsam mit den Kindern kann man ein Lagerfeuer machen und dabei Stockbrot, Würstchen oder Marshmallows grillen. Dabei werden die Kinder merken, dass es ganz schön warm ist, wenn man ans Feuer herantritt. Wie warm wird es wohl in dem Feuer bei den drei Freunden gewesen sein? Der Ofen wurde ja extra noch angeheizt.

Spielerisches

Der König befiehlt

Alle Teilnehmer werden in zwei Gruppen eingeteilt. Ein Mitarbeitender ist der König und sagt den Kindern Gegenstände, die die Kinder holen müssen. Die Gruppe, aus der zuerst der Gegenstand gebracht wurde, erhält einen Punkt.

Beispiele:

Linker Schuh; fünf aneinander geknotete Socken, Blume, Stein, 1-Euro-Stück …

Rätselhaftes

Daniel und seine Freunde schrieben sich immer wieder Briefe um zu erzählen, wie es ihnen ging. Da sie aber nicht wollten, dass jemand anderes die Briefe liest, haben sie diese in einer besonderen Geheimsprache geschrieben.

19 3 8 1 12 15 13    4 1 14 9 5 12,

23 9 5    7 5 8 20    5 19    4 9 18?   

9 14    5 9 14 5 18    23 15 3 8 5     23 9 18 4    2 5 9    20 14 19    5 9 14 5   

18 9 5 19 9 7 5     7 15 12 4 5 14 5    19 20 1 20 21 5   

5 9 14 7 5 23 5 9 8 20.     23 9 18    19 15 12 12 5 14    1 12 12 5     4 1 8 9 14.

2 9 20 20 5    4 5 14 11 5    1 14    21 14 19    21 14 4    2 5 20 5.

4 5 9 14 5    4 18 5 9    6 18 5 21 14 4 5   

Code:

A=1, B=2, C=3…

Lösung:

Schalom Daniel,

Wie geht es dir? In einer Woche wird bei uns eine riesige goldene Statue eingeweiht. Wir sollen alle dahin. Bitte denke an uns und bete.

Deine drei Freunde.

T(extras)

Lieder

Mein Gott ist so groß, so stark und so mächtig

Absoluto guto

Wir singen für unsern Gott

Spiele

Kekse und Kerzen

Material: Kekse, Teelichter, Streichhölzer oder Feuerzeug, feuerfeste Schale oder Unterlage, Eimer mit Wasser (für alle Fälle),

Auf einem Tisch wird in jede Ecke eine Kerze, Streichhölzer/Feuerzeug und ein Teller mit 4–5 Keksen gelegt. An jede Ecke wird ein Kind gestellt. Die Aufgabe besteht darin, die Kekse aufzuessen. Man darf aber nur so lange essen, wie die eigene Kerze brennt. Jeder Spieler muss versuchen, die Kekse so schnell wie möglich aufzuessen und dabei auf sein eigenes Kerzenlicht achten und versuchen, die Kerzen der anderen auszupusten.

Das Ziel

Starter 

Ich freue mich über das Leben, das Jesus schenkt. Ich möchte zur Familie Gottes gehören.

Checker

Ich freue mich über das Leben, das Jesus schenkt. Deshalb möchte ich zu ihm gehören, auch wenn andere mich auslachen.

Der Text an sich

Petrus schreibt an „die auserwählten Fremdlinge, die in der Zerstreuung leben“. Dieser außergewöhnliche Gruß beschreibt schon sehr eindrücklich die Lage der Christen:

Sie waren Auserwählte. Durch ihre Wiedergeburt gehörten sie nun zur Familie Gottes und hatten ein Bürgerrecht im Haus ihres Vaters im Himmel.

Sie waren, wegen ihrer Auserwählung, Fremdlinge (wörtlich Nichtbürger). Solche, die vorübergehend in einem fremden Land wohnen. Durch den Glauben an Jesus Christus, ihren Herrn, waren diese Christen nicht bereit, den römischen Kaiser als ihrem größten Herrn zu huldigen. Das machte sie zur Zielscheibe von Anfeindung und Verfolgung.

Sie lebten in der Zerstreuung, oder wörtlich: Diaspora. In diesem griechischen Ausdruck steckt das Wort für Samen drin. Sie waren also wie Samen, von Gott ausgestreut, um unter Nichtchristen an ihrem Ort Frucht zu bringen.

Aus der Apostelgeschichte wissen wir, dass es in den Regionen, in denen die Adressaten wohnten, immer wieder regionale Verfolgungen und Anfeindungen gab. Davon schreibt Petrus z. B. in Vers 6, wenn er Prüfungen verschiedenster Art erwähnt.

Sicher führten die Anfeindungen die Christen in große Nöte und Gewissenskonflikte. Das ist der Grund, warum Petrus ihnen schreibt: er möchte die Christen ermutigen.

Die Leiden können nicht zerstören, was Gott in ihnen gewirkt hat: Wiedergeburt zu einem neuen und unvergänglichen Leben! Garant für dieses neue, noch verborgene Leben ist der auferstandene Jesus: Wer an ihn glaubt, hat das ewige Leben! Die lebendige Hoffnung, von der Petrus spricht, ist also nicht ein Gefühl, eine Einbildung oder eine Sehnsucht danach, dass es nach dem Tod vielleicht weitergehen möge. Die lebendige Hoffnung ist der lebendige Herr selbst.

Dieser Herr ist es auch, der die Seinen mit seiner Auferstehungskraft in jeder Situation bewahren möchte. Der Vergleich mit der Läuterung von Gold macht deutlich, dass es dabei nicht ohne die Hitze der Anfechtung und Anfeindung abgeht. Aber auch das dient zuletzt zur Ehre Gottes, wenn der Glaube sich als echt und stark erweist.

Der Text für mich

Wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung: wie genial ist das! Und wie viele Menschen gehen daran vorbei, als wäre die christliche Hoffnung eine billige Vertröstung.

Ich lese manchmal Todesanzeigen in Zeitungen. Hier wird so deutlich, welche Hoffnung der Verstorbene hatte bzw. die Hinterbliebenen haben. Leider lese ich sehr selten von der lebendigen und unvergänglichen Hoffnung, die der Bibeltext ausstrahlt. Im Gegenteil: So oft wird der Verstorbene mit einem Blatt verglichen, das vom Baum gefallen ist und nun in der Erde verwelkt. Was für ein Gegensatz zur Botschaft von Petrus! Mich erschüttert die Hoffnungslosigkeit der Menschen heute immer wieder und ich frage mich, wie Menschen ohne eine gewisse Hoffnung leben und sterben können.

Wie gut haben wir es als Christen. Was für eine grandiose Zukunft steht uns bevor. Was für ein Vorrecht ist es, an Jesus glauben zu dürfen und ewiges Leben zu haben. Was für ein Vorrecht ist es, Kindern in der Jungschar diesen Herrn nahebringen zu dürfen.

Der Text für dich

Starter

Tod und Sterben sind ein Tabuthema in unserer Gesellschaft geworden. Man spricht nicht darüber. Alles, was zählt, ist das Hier und Jetzt. Oma und Opa sind oftmals weit weg im Altersheim. Kinder werden nicht so gerne auf Beerdigungen mitgenommen. Trotzdem fragen die Kinder nach dem Tod: Wo ist Oma jetzt? Evtl. haben sie sich auch schon gefragt, wo komme ich hin, wenn ich sterbe?

Auf jeden Fall müssen wir sehr behutsam auf die Fragen der Kinder antworten und dürfen den Kindern keinesfalls Angst machen. Gerade das Urteil, wer bei Gott ist und wer nicht, steht uns nicht zu.

Der Text lädt uns aber ein, von der lebendigen Hoffnung zu reden: Weil Jesus tot war und wieder lebt, dürfen auch wir ewig leben. Wenn wir ihm vertrauen, dürfen wir zur Familie Gottes gehören. Dazu laden wir die Kinder ein!

Checker

Kinder aus christlichen Elternhäusern wissen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. In ihrem kindlichen Weltbild gehören aber oftmals alle Menschen zu Gott. Je älter ein Kind wird, desto mehr realisiert es, dass viele Menschen nicht an Gott glauben. In der Schule werden Christen und Jesus Christus oft verspottet. Dort ist es nicht cool, Christ zu sein. Unsere Zeit heute gleicht sich immer mehr der Zeit der ersten Christen an: Christen werden immer mehr zu Außenseitern in der Gesellschaft. Das kann für Kinder ein Schock sein.

Deshalb sollten sie wissen, dass Jesus und die ersten Christen genau dasselbe erleben mussten. Sie sollten wissen, dass nur Jesus eine lebendige Hoffnung schenken kann. Alle Religionsstifter sind im Grab geblieben, nur Jesus ist zurückgekommen. Was Jesus schenkt, ist unvergänglich und unvorstellbar schön.

Der Text erlebt

Material

Briefumschlag + Brief (Verkündigung); Blumen, Bilder, Brot, Saft, Musik (die andere Idee)

Hinführung

Idee 1: Gedanken zum Ring aus Gold

Einen Ring aus Gold mitbringen und den Kindern zeigen.

Frage: Welche Bearbeitungsschritte sind nötig, um aus einem Klumpen Gold, das in der Erde gefunden wird, einen schönen goldenen Ring zu erhalten?

Der Klumpen muss zuerst geschmolzen und geläutert werden, bevor man reines Gold erhält. Erst dann kann man es formen.

Idee 2: Gespräch mit den Kindern

Rede mit den Kindern über ihre Erfahrungen an der Schule oder zu Hause:

Fällt es euch schwer, vor anderen über Jesus und die Bibel zu reden?

Wissen deine Klassenkameraden, dass du Christ bist und zur Jungschar gehst?

Würdest du deinen Glauben manchmal lieber geheim halten?

Evtl. kann man hier auch ein kurzes Zeugnis mitbringen von einem Christen, der wegen seines Glaubens angefeindet wurde.

Verkündigung

Ein Brief wird vorgelesen.

Tipp: Den Brief vorher mit der Post an das Gemeindehaus schicken und mit den Kindern öffnen.

Diesen Brief schreibt euch Petros Apostolos.

Liebe Kinder der Jungschar in …,

ich schreibe diese Zeilen, um euch Mut zu machen. Ihr lebt in einer sehr unruhigen Zeit. Viele Menschen möchten mit dem Glauben an Jesus Christus nichts mehr zu tun haben. Das schmerzt mich sehr und ich nehme an, euch geht es genauso. Es ist nicht leicht, wenn man in der Klasse der Einzige ist, der die Bibel liest und an Jesus glaubt. Oder wenn man an seinem Wohnort als christliche Familie bekannt ist, über die andere nur lächeln. Vielleicht möchtet ihr euch manchmal am liebsten irgendwo verstecken und euren Glauben geheim halten, damit ihr nicht ausgelacht oder gar gemobbt werdet.

Euch möchte ich gerne ermutigen. Vergesst nicht: Ihr seid von Gott auserwählt und kostbar. Warum? Weil Gott euch so liebt, dass Jesus für euch am Kreuz sein Leben gelassen hat.

Immer wenn ich darüber nachdenke, was Gott durch Jesus getan hat, muss ich ihn dafür loben und preisen. Er hatte Erbarmen mit euch und hat euch neues Leben geschenkt. Ein Leben, das aus Gott kommt. Und deshalb habt ihr eine sichere und lebendige Hoffnung. Eine Hoffnung, die über den Tod hinaus reicht. Vieles, das wir uns erhoffen, ist sehr unsicher. Wir wissen nicht, ob es sich erfüllt. Aber die Hoffnung auf Jesus ist ganz und gar nicht unsicher. Im Gegenteil: sie schenkt euch eine ganz tiefe Gewissheit, dass nicht einmal der Tod das Leben auslöschen kann, das Gott schenkt.

Warum ich das weiß? Weil Jesus Christus nach seinem Sterben am Kreuz nicht im Grab liegen geblieben ist. Ich habe ihn selbst gesehen. Er ist wirklich auferstanden und lebt. Wir Jünger durften ihm begegnen und mit ihm reden. Deshalb dürft ihr wissen: weil Jesus lebt, werdet auch ihr leben, selbst wenn euer Körper einmal sterben muss. Und dann steht euch ein unvorstellbar schönes und unvergängliches Erbe im Himmel bereit.

Das wird ganz anders und viel besser sein, als alles Schöne, was wir auf dieser Erde kennen:

Jedes schöne Erlebnis, geht irgendwann vorüber und ist für immer vorbei.

Alles, was einmal neu und schön war, wird alt werden.

Jedes Leben, das einmal frisch und jung war, sei es eine Pflanze, ein Tier oder ein Mensch, wird vergehen.

So ist das neue Leben nicht, das Gott schenkt: Wir werden uns immer so daran freuen können, wie an einer frisch aufgeblühten Blume oder an neuen Kleidern oder Spielsachen. Könnt ihr euch das vorstellen? Niemals werden wir die Freude an unserem himmlischen Erbe verlieren. Niemals werden wir sagen müssen: Schade, nun ist es vorbei.

Und wisst ihr, was ich noch so genial finde? Gott verspricht uns nicht nur ein geniales Erbe. Nein, er beschenkt uns jetzt schon mit seiner Kraft. Noch seid ihr ja nicht im Himmel angekommen. Ja, für viele von euch ist der Himmel noch ziemlich weit weg. Ihr dürft auf dieser Erde leben. Ich hoffe, dass ihr euch an dem Leben erfreut, das euch Gott geschenkt hat. Aber es wird die Zeit kommen, in der wir alle vor Gott stehen werden. Und bis dahin dürft ihr wissen: Gott möchte euch bewahren und durch seine Kraft in sein Reich hineinretten. Egal was noch kommen wird. Egal, ob wir eine ruhige und schöne Zeit auf dieser Erde verbringen oder ob es turbulent und unruhig und unsicher wird: Gott bleibt mit seiner Kraft bei euch. Er hält euch fest, bis ihr am Ziel seid.

Und sollte es euch so gehen wie mir, dass ihr wegen eures Glaubens an Jesus ausgelacht oder sogar angefeindet werdet, dann denkt daran: Auch dann hält euch Gott fest in seiner Hand. Ja, er lässt manchmal Schwierigkeiten in unserem Leben zu, damit der Glaube stärker wird.

Ich möchte euch das am Beispiel vom Gold erklären. Wenn man Gold in der Erde findet, dann ist das kein reiner Goldklumpen, sondern da ist auch anderes Gestein und Schmutz drin. Wie bekommt man diese störenden Dinge aus dem Gold heraus? Man muss alles zusammen erhitzen! Ihr nennt das im Deutschen läutern. Durch das Läutern wird das Gold rein, alle Fremdkörper werden vom Gold getrennt.

Und so ähnlich macht es Gott mit unserem Glauben: Gott möchte, dass euer Glaube immer reiner wird, deshalb lässt er die Hitze der Schwierigkeiten in eurem Leben zu. Dadurch lernt ihr, immer mehr auf Gott zu vertrauen und das zu tun, was ihm gefällt. Denn wenn ihr so lebt, wie es Gott gefällt, wird Gott geehrt. 

Und das wünsche ich euch, ihr lieben Kids! Dass ihr euch immer an Jesus Christus freut und zu seiner Ehre lebt.

In Liebe zu Jesus,

euer Petros Apostolos.

Die andere Idee

Erleben, wie es an einem Ort ist, an dem man noch nie war

Im Gemeindehaus wird ein Raum wunderschön geschmückt mit Blumen, Bildern einer schönen Landschaft, Brot und Saft, schöner Musik usw. Dieser Raum wird abgeschlossen.

Zu Beginn erklären wir, dass es in diesem Haus einen wunderschönen Ort gibt. Ein Kind aus der Gruppe darf dann mit einem Mitarbeiter diesen Raum betreten, sich umsehen, an den Tisch sitzen und essen usw.

Nach einer Weile kommt das Kind zurück zur Gruppe und soll erzählen, wie es in diesem Raum war. Die anderen Kinder werden auch dorthin gehen wollen.

Hier können wir mit dem Thema einsteigen:

Woher können wir wissen, wie es an einem Ort ist, an dem wir noch nie waren?

Wenn es uns jemand erzählt, der schon dort war.

So kann Jesus uns vom Himmel erzählen, weil er dort war und wieder zurückgekehrt ist. Und weil Jesus zurückgekehrt ist, wissen wir auch, dass er stärker ist, als der Tod!

Der Text gelebt

Wiederholung

Anhand von Gegenständen wiederholen:

Babyfläschchen oder Schnuller: Gott schenkt neues Leben.

Zeigeruhr: es wird niemals vergehen.

Blume: es wird niemals verwelken, sondern immer frisch bleiben.

Weißes Kleidungsstück: es wird nicht alt und schmutzig werden.

Powerriegel: Gott möchte uns durch seine Kraft bewahren.

Gespräch

Wir bringen Bilder von der Verwandlung einer Raupe in einen Schmetterling mit.

Die Kinder erzählen, was hier passiert.

Anhand dieser Bilder kann das ewige Leben erklärt werden: Wenn die Raupe sich verpuppt, sieht sie aus wie tot. Aber aus der toten Hülle entschlüpft ein wunderschöner Schmetterling. Er sieht völlig anders aus als die Raupe, aber es ist das gleiche Tier. Wenn wir sterben, werden wir die Hülle des Körpers hierlassen. Unser Körper wird sich verwandeln und wird so herrlich sein, dass wir uns das noch nicht vorstellen können.

Bringe mehrere Todesanzeigen aus der Zeitung mit verschiedenen Aussagen mit in die Jungschar. Die Kinder sollen die Anzeigen danach sortieren, ob jemand Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod hatte oder nicht.

Merkvers

Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus! In seinem großen Erbarmen hat er uns neu geboren und mit einer lebendigen Hoffnung erfüllt. Diese Hoffnung gründet sich darauf, dass Jesus Christus vom Tod auferstanden ist (1. Petrus 1,3).

Der Bibelvers wird ausgedruckt und in mehrere Abschnitte zerteilt.

Anschließend werden die Abschnitte den Kindern gegeben. Sie sollen den Bibelvers in die richtige Reihenfolge bringen, indem sie sich der Reihe nach aufstellen. Der Bibelvers kann dann zusammen gelesen und auswendig gelernt werden. Hilfreich sind Gesten, die sich die Kinder zu jedem Teil ausdenken sollen.

Gebet

Jedes Kind bekommt einen Zettel und schreibt eine hoffnungsvolle Erfahrung auf, für die es sich bei Gott bedanken will. Diese Zettel werden in einen Briefumschlag gesteckt und der Umschlag wird symbolisch an Gott geschickt.

Kreatives

Jedes Kind bekommt einen Briefumschlag und den Brief mit nach Hause, der in der Jungschar vorgelesen wurde. Auf den Umschlag kann die Bibelstelle aufgeklebt werden und der Umschlag kann von den Kindern schön gestaltet werden (bemalt oder beklebt).

Spielerisches

Kleiderwechsel

Es werden große Kleidungsstücke mitgebracht, die die Kinder über ihre Kleidung anziehen können (evtl. in weiß): Hemd, Hose, Mütze, Handschuhe, Schal, Schuhe, Jacke usw.

Die Gruppe wird in 2 Mannschaften geteilt. Jedes Kind muss die Kleidungsstücke einmal komplett an- und wieder ausziehen. Welche Gruppe schafft es am schnellsten?

Rätselhaftes

Schätzfragen:

Wie alt sind die ältesten Bäume der Welt? (Riesenmammutbäume in Kanada: ca. 4000 Jahre)

Wie alt wurde der älteste Mensch (Methusalem aus der Bibel: 969 Jahre; heute: Jeanne Calment: 122 Jahre).

Wie alt ist die älteste Pyramide der Welt? (Djoserpyramide: 4670 Jahre)

Wie alt kann eine Galapagosschildkröte werden? (schätzungsweise 250 Jahre)

(T)Extras

Lieder

Jesus Christus ist der Sieger

Sei ein lebend’ger Fisch

Immer auf Gott zu vertrauen

Hast du den rechten Kurs

Gott kennt keine Lügen

Spiele

Ringfahndung

Die Kinder sitzen im Stuhlkreis, ein Kind ist in der Mitte. Anschließend wird eine Kordel aufgerollt und jedes Kind fasst mit beiden Händen die Kordel. Bevor die Enden zusammengeknotet werden, wird ein Ring eingefädelt. Dem Kind in der Mitte werden nun für kurze Zeit die Augen verbunden und der Ring wird einem Kind weitergegeben. Das Kind in der Mitte muss nun herausfinden, welches Kind den Ring in der Hand hält. Aber natürlich kann der Ring auch, möglichst unbemerkt, weitergegeben werden.

Bodyguard

Die Kinder stellen sich im Kreis auf. Ein Kind stellt sich in die Mitte und wird von einem Bodyguard, einem zweiten Kind, bewacht. Der Bodyguard bekommt einen großen Topfdeckel als Schild in die Hand. Die Kinder müssen nun versuchen, mit einem Softball das Kind in der Mitte abzuwerfen. Der Bodyguard versucht, mit dem „Schild“ die Angriffe abzuwehren. Gelingt einem Kind ein Treffer, darf es anschließend in die Mitte. Das Kind in der Mitte ist nun Bodyguard.

Aktionen

Wer die Möglichkeit hat, auf einer Wiese oder in einem Garten Blumen zu pflücken, kann die Kinder rausschicken, um Blumen zu holen. Die Blumen anschließend in eine Vase stellen und staunen. Bei der nächsten Jungscharstunde kann so das Thema wieder aufgegriffen werden: die Blumen sind welk geworden …

Weiterführende Hinweise, zum Beispiel Internetadressen.

Da der Text Christen in der Verfolgungssituation anspricht, eignet sich auch ein Zeugnis von verfolgten Christen. Man kann Interviews z. B. bei OpenDoors finden (www.opendoors.de)

Eine Bibelarbeitsreihe für Teenager zum Philipperbrief:

  • Philipper 1, 12-29 – Gott folgen, auch wenn mir das Wasser bis zum Hals steht?!
  • Philipper 2, 1-11 – Ein Traum von Gemeinschaft
  • Philipper 2, 12-18 – Seid ein helles Licht in der Welt
  • Philipper 2, 19-30 – Bros und andere (geistliche) Freundschaften
  • Philipper 3, 1-11 – Mit der Jesusbrille sieht man besser!
  • Philipper 3, 12-20 – Das Ziel befindet sich vorne!
  • Philipper 4, 1-9 – Göttlicher Friede im Alltag
  • Philipper 4, 10-20 – Shit happens… oder wie man Zufriedenheit lernen kann.

1. Vorbemerkungen

Ich hatte, als ich gerade konfirmiert war und nun frisch in die Mitarbeit in der Gemeinde eingestiegen war, ein wenig das Problem, dass ich gefühlt auf zwei Gleisen gefahren bin. Da gab es die Gemeinde, in der ich mein Glaubensleben voll ausleben konnte, und dann gab es die Schule, den Fußballverein und andere Orte, wo mir diese Sache mit dem Glauben irgendwie unangenehm war. Ich wusste nicht so recht wie ich mit dieser Spannung umgehen sollte. Vielleicht hätte ich den Text aus Philipper 2,12-18 gebrauchen können. Paulus ruft dazu auf, seinen Glauben nicht zu verstecken, sondern ihn ganz klar und sichtbar zu leben, und das nicht nur, um einfach für sich authentisch zu sein, sondern weil es genau das ist, was orientierungslose Menschen brauchen.

Ich glaube für Teenager ist es heute wichtig herausgefordert zu werden, ihren Glauben sichtbar zu machen. Gerade in Zeiten, in denen es keine klaren Leitbilder mehr gibt, in denen irgendwie alles okay ist, geben sie damit anderen Teenagern Orientierung, indem sie ein Leben führen, in dem Gottes Liebe sichtbar wird.

2. Zielgedanke

Du bist dazu berufen, mit deinem Leben Gottes Liebe sichtbar zu machen! So bist du in einer dunklen Welt ein helles Licht.

3. Einführung

Paulus schreibt im Brief an die von ihm gegründete Gemeinde in Philippi. Der Anlass des Briefes ist vordergründig der Dank für ein Geldgeschenk, welches er von der Gemeinde empfangen hat. Dass er dieses Geschenk überhaupt annimmt, bezeugt die Vertrautheit, welche zwischen Paulus und der Gemeinde besteht. Der Brief zeigt grundsätzlich eine sehr herzliche Beziehung zwischen Paulus und den Philippern auf. Paulus nennt sie  „seine Freude und seinen Siegeskranz“ (4,1) und gibt auch Einblick in seine eigene Situation. Er befindet sich nämlich zu diesem Zeitpunkt in Gefangenschaft.

Im zugrunde liegenden Bibeltext (Philliper 2,12-18) wird das auch deutlich. So schreibt Paulus in den Versen 17 und 18, dass selbst wenn sein Leben im Einsatz für den Glauben geopfert würde, er sich darüber freuen würde.

Aus einer extremen Situation, in der Paulus aufgrund seines kompromisslosen Glaubens steckt, ruft er nun klipp und klar dazu auf, ein Leben zu leben, das Gott gefällt (V.13). Gerade weil er so eine Verbundenheit zu seinen Adressaten hat, scheint er sie motivieren und ermahnen zu wollen, ihr Leben wirklich zu verändern und Gottes Liebe sichtbar zu machen. Doch es bleibt nicht allein bei diesem Anspruch. Gott selbst, so spricht es Paulus den Philippern zu, arbeite an ihnen, indem er in ihnen sowohl den Wunsch für das rechte Tun bewirkt, als auch die Kraft gibt, dieses zu tun. Gott benutzt die Menschen also nicht, um seine Pläne zu verfolgen, als wären sie willenlose Objekte, sondern in der Beziehung zwischen Mensch und Gott verändert sich das Herz des Menschen, sodass seine Sehnsucht größer wird, Gott mit seinem Leben zu ehren. Allerdings ist der Mensch mit dieser Aufgabe auch nicht auf sich allein gestellt. Denn aus eigener Kraft kann er nicht hell strahlen. Es ist, als würde er einem Zug hinterherlaufen, in welchem er aber niemals mitfahren kann. Gott wirkt in und durch das Leben des Menschen und befähigt ihn, ein Licht zu sein.

Der Kern der Botschaft des vorliegenden Abschnitts liegt in Vers 15. Paulus schreibt: „Als Kinder Gottes sollt ihr ein reines, vorbildliches Leben führen in einer dunklen Welt voller verdorbener und verirrter Menschen, unter denen euer Leben wie ein helles Licht leuchtet.“ Paulus ruft dazu auf als Kinder Gottes ein reines und vorbildliches Leben zu führen. Aus der Identität als Kind Gottes ist das möglich. Außerdem zeigt er auf, dass die Menschen in Philippi ein Licht brauchen, welches ihnen Orientierung gibt und sie aufrüttelt. Wichtig ist, dass das Licht unter den Menschen leuchtet. Die Philipper sind dazu berufen, unter den Menschen ein Leben zu führen, welches Gott gefällt. Sie sollen sich dabei nicht über sie erheben oder sich von ihnen ablösen, sondern in Beziehung zu ihnen stehen.

4. Methodik für die Gruppe

In der Gruppenstunde können die Teilnehmer Erfahrungen mit Licht und Dunkelheit machen. Um sich so mit der Frage auseinanderzusetzen, wo es in ihrem Umfeld Menschen gibt, die im übertragenen Sinne in Dunkelheit leben und wie sie diesen ein Licht sein können. Hierzu gibt es verschiedene Spielideen und kreative Angebote. Idealerweise sollte die Gruppenstunde stattfinden, wenn es draußen schon dunkel ist oder man zumindest den Gruppenraum gut abdunkeln kann.

4.1 Einstieg

Um miteinander warm zu werden und ins Thema einzusteigen, spielt die Gruppe zu Anfang eine Runde „Sardinenverstecken“ im Dunkeln. Bei dieser besonderen Variante vom bekannten „Versteckspiel“ versteckt sich nur ein Teilnehmer und alle anderen strömen aus, um ihn zu suchen. Sobald man als Sucher die versteckte Person gefunden hat, ist das Spiel aber nicht vorbei, sondern man gesellt sich einfach still und heimlich dazu. Das geht so lange, bis die letzte Person die versteckte Gruppe gefunden hat.

(Alternative, falls es noch nicht dunkel ist: Einen Hindernisparcours im Gruppenraum aufbauen. Einem Teilnehmer werden die Augen verbunden. Ein anderer leitet ihn nur mit seiner Stimme hindurch)

Nach diesem Spiel kann nun in einem Gruppengespräch besprochen werden, wie sich die einzelnen Teilnehmer gefühlt haben. Fragen, die das Gespräch anregen, könnten sein:

  • Wie habt ihr euch im Dunkeln gefühlt?
  • Konntet ihr euch trotz der Dunkelheit noch orientieren?
  • Wie war es zuerst, nicht gefunden zu werden?

Als Moderator ist es wichtig darauf zu achten, dass jeder, der etwas sagen möchte, auch zu Wort kommt und dass immer nur einer redet. Bei einer eher unruhigen Gruppe bietet es sich an, einfach eine Runde zu machen, sodass jeder die Chance hat, sich zu äußern.

4.2 Hauptteil

Im Hauptteil geht es nun darum, den biblischen Text zu entdecken. Da es sich beim Text um einen Brief handelt, bietet es sich an, den Bibeltext tatsächlich als einen Brief zu haben. Ein Mitarbeiter könnte als Postbote in den Gruppenraum kommen und den Brief an die Gruppe überreichen. Das steigert die Spannung, was nun im Text steht.

Ein Teilnehmer wird ausgewählt und darf den Brief öffnen und laut vorlesen. Im Brief steht der Bibeltext.

Nur dort, wo eigentlich Vers 15 stehen müsste, ist eine Lücke. Unter dem Bibeltext steht noch: „Liebe Grüße euer Paulus … P.S.: Ein Licht in der Dunkelheit! Das ist sehr wichtig!“ Diese Anmerkung weist darauf hin, dass noch etwas in der Lücke zu lesen ist, das erst mal nicht erkennbar ist. Der Vers 15 wurde zuvor mit einem unsichtbar schreibenden Stift in die Lücke geschrieben. Das Geschriebene ist nur mit einer UV-Lampe lesbar, welche sich auch im Briefumschlag befunden hat. Die Teilnehmer sollen das Rätsel miteinander lösen, indem sie das Licht im Raum ausmachen und die Lücke im Brief mit der Lampe anstrahlen. Dort steht nun:

Als
Kinder Gottes sollt ihr ein reines, vorbildliches Leben führen in einer dunklen
Welt voller verdorbener und verirrter Menschen, unter denen euer Leben wie ein
helles Licht leuchtet.

Über diesen Schlüsselvers des Bibeltextes können sich die Teilnehmer nun in Kleingruppen (3–5 Teilnehmer) austauschen. In jeder Kleingruppe sollte der Bibeltext vorhanden sein, damit die Verse noch einmal nachgelesen werden können. Je nachdem, wie viele Mitarbeiter da sind, ist pro Kleingruppe ein Mitarbeiter dabei. Auf einem großen Papierbogen soll hier nun zusammengetragen werden, wo, für wen und wie die Teilnehmer in ihrem Umfeld ein Licht sein können: In der Schule? Für einen unbeliebten Schüler in der Klasse? In der Familie? Für den Papa, der gestresst von der Arbeit kommt?

Im Plenum sollte jetzt unbedingt noch durch einen kurzen Input der Bogen zu Vers 13 gespannt werden: „Denn Gott bewirkt in euch den Wunsch, ihm zu gehorchen, und er gibt euch auch die Kraft zu tun, was ihm Freude macht.“

Den Teilnehmern soll deutlich gemacht werden, dass Paulus zwar dazu motivieren will, dass wir etwas an unserem Leben verändern und Gottes Liebe sichtbar machen. Gleichzeitig sagt er aber auch, dass wir mit dieser Aufgabe nicht allein sind. In der Freundschaft mit Gott wandelt sich unser Herz zu einem Herzen, welches sich danach sehnt, Gott zu ehren. Das folgt daraus, dass wir Gott immer besser kennenlernen und so mehr und mehr verstehen, dass er es wert ist, verehrt zu werden. Außerdem hilft uns Gott, der Allmächtige, ein Leben zu leben, welches für andere Licht in die Dunkelheit bringt.

Diese Aussage ließe sich ganz einfach damit verdeutlichen, indem eine Kerze an einer anderen Kerze entzündet wird. So wird klar, dass das Licht, um das es geht, nicht aus uns selbst kommt, sondern von Gott. 

4.3 Abschluss

Zum Abschluss der Stunde könnte man das Thema nun noch kreativ aufarbeiten. Zum Beispiel könnte man das sogenannte „Lightpainting“ machen. Beim „Lightpainting“ malt man mittels der Langzeitbelichtung einer digitalen Spiegelreflex- oder Systemkamera Licht in der Dunkelheit. Während einer 30-sekündigen Belichtungszeit, zeichnet man in einem dunkeln Raum mit schwachen Lichtquellen wie Wunderkerzen, Taschenlampen oder Knicklichtern. Man könnte beispielsweise das Wort „Licht“ schreiben oder jeder Teilnehmer zeichnet sein eigenes Bild. Diese Bilder können entweder per WhatsApp an die Teilnehmer verschickt oder ausgedruckt und beim nächsten Mal an die Teilnehmer verteilt werden.

Eine andere Option wäre auch das Malen mit Schwarzlichtfarbe. Die Teilnehmer können hierbei am besten auf schwarzem Karton das aufmalen, was ihnen wichtig geworden ist. Unter Schwarzlicht sieht das Bild nun besonders schön aus.

Schön ist es nun ein paar Lieder zu singen, die das Thema aufgreifen. Es eigenen sich die Lieder: Jesaja 61 (FJ5,243), My Lighthouse (FJ5,202) oder Light of the world (FJ4,145).

Am Ende kann nun füreinander gebetet werden. Es können vor allem für die Personen und Orte gebetet werden, die auf den Papierbögen aufgeschrieben wurden.

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Jakob-Geschichte

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in die biblische Jakob-Geschichte, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Zwillingsbruder verbringt Ferien bei der Oma), Geschichten, Spiele, Kreatives und weitere Ideen rund um das Freizeitprogramm. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

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