Jakob am Jabbok

Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn

Zielgedanke

Kämpfe sind Teil des Lebens. Mach es, wie Jakob: halte dich an Gott fest, lerne ihm zu vertrauen und deine Ängste an ihn abzugeben. Tue dein Möglichstes und gib nicht auf. Das lässt dich stark und widerstandfähig werden. Und du wirst dabei erkennen, Gott ist absolut vertrauenswürdig!

Vorüberlegungen für Mitarbeitende

Dieses Erlebnis von Jakob teilt sich in zwei Schwerpunkte auf.

Teil A, 1. Mose 32, 2-22, wird in dieser Einheit nur gestreift, ist aber für das Verständnis wichtig.

Jakob ist nach vielen Jahren weit weg von seiner Heimat und seiner Familie auf dem Weg zurück. Äußerliches hat sich verändert: er hat Familie, ist reich und erfolgreich. Aber auch innerlich hat er sich verändert. Er lebt mit Gott und ist mit ihm im Gespräch. Er weiß um seine Schuld und wünscht sich Versöhnung.

Jetzt steht ihm die Begegnung mit seinem (Zwillings-)Bruder Esau bevor. Sie sind unversöhnt auseinandergegangen, Jakob musste sogar vor ihm fliehen. Denn Jakob hatte ihn mehrfach betrogen und Esau hatte sich vorgenommen, Jakob zu töten (1. Mose 27, 41). Jakob ist unsicher, hat Angst: wie wird sein Bruder ihm begegnen? Was wird er ihm selbst oder seiner Familie antun?

Wie bereitet sich Jakob auf diese Begegnung vor? Er schickt Boten zu Esau. Und dann betet er. Er erinnert Gott an die Aufgabe, die er Jakob gegeben hat und die er mit der Rückkehr ausführt. Er dankt Gott für dessen Treue und Liebe, die sich in Jakobs unverdientem Reichtum zeigen und er gesteht Gott seine Angst und Hilfsbedürftigkeit. Dann wird er aktiv: Er bereitet seinen Besitz und seine Familie bestmöglich auf einen möglichen Kampf vor. In dieser Nacht erlebt Jakob etwas Unvergessliches. und das ist Teil B.

Teil B, 1. Mose 32, 23-33, bildet den Schwerpunkt dieser Einheit. Bevor Jakob den Fluss Jabbok überquert und seinem Bruder Esau und damit seinem alten Leben begegnet, schickt ihn Gott in einen Kampf. Die ganze Nacht ringt Jakob mit dieser Person. Er gibt nicht auf, ist zäh, lässt nicht los. Er kämpft gegen seine Vergangenheit, in der er ein verbissener, gewitzter Betrüger war und auch selbst betrogen wurde. Er kämpft darum, seine Angst und Unsicherheit loszulassen und sich und diese ungewisse Situation Gott anzuvertrauen.

Und diese Person? Sie fordert Jakobs Vertrauen heraus. Prüft sein Durchhaltevermögen und seine Widerstandskraft. Und – gibt ihm drei Dinge mit:

  • eine auf Dauer verletzte Hüfte – eine Lektion in Sachen Demut und eine lebenslange Erinnerung daran, dass er mit Gott gerungen hat, daran, wie nahe er Gott war und dass das kein Traum, sondern Wirklichkeit war.
  • einen neuen Namen – damals waren Namen eng verbunden mit Persönlichkeit und Charakter. Mit dieser Namensänderung erkannte Gott Jakobs Veränderung vom „Fersenhalter oder Täuscher“ hin zu dem, „der mit Gott kämpft“ an.
  • den erbetenen Segen – Gott stellt sich zu Jakob, zu seiner Veränderung, dazu, dass er durch die Kämpfe an Stärke und Widerstandskraft, ja an Persönlichkeit gewonnen hat. Er schlägt damit ein, in die von Jakob ausgesprochene Hilfsbedürftigkeit und sein Vertrauen auf Gott und versiegelt diese vertrauensvolle Beziehung mit seinem Segen.
Erlebniswelt der Kinder

Dieses Erlebnis Jakobs hat uns Mitarbeitenden, die wir schon einige Jahre leben und einiges erlebt, durchlebt und Kämpfe hinter uns gebracht haben, viel zu sagen. Aber auch Kinder kennen Kämpfe in der Familie, in der Schule, im Freundeskreis. Sie werden mit Situationen konfrontiert, in denen ihr Durchhalten, ihr Dranbleiben gefragt sind, in denen sie Frust erleben und trotzdem weitermachen müssen.

Reagieren wir auf solche Situationen mit Verbitterung, Resignation, vielleicht sogar Neid, haben wir diesen Kampf verloren.

Halten wir durch, bleiben dran, erkennen wir unseren Anteil an der Situation oder unsere Aufgabe darin, suchen wir Hilfe und Unterstützung? So können wir gestärkt und widerstandskräftiger aus diesem Kampf hervorgehen.

Kinder stark machen – dazu können wir beitragen. In der Jungschar ganz besonders dadurch, dass wir die Kinder mit dem bekannt machen, der mit uns und für uns kämpft, der unsere Möglichkeiten und unser Bemühen sieht und achtet, der absolut vertrauenswürdig ist und Lösungen hat, wo wir verzweifeln: der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs!

Einstieg

Jakob hat einen neuen Namen bekommen. Seine Namen hatten wichtige Bedeutungen für ihn. Es ist spannend, sich mit dem eigenen Namen und dessen Bedeutung zu befassen.

Die Kinder bekommen jeweils ein Puzzleteil. Darauf steht ihr Name. Im Raum sind Puzzleteile versteckt. Auf jedem dieser Puzzleteile steht jeweils die Bedeutung des Namens eines Kindes. Jetzt machen sich die Kinder auf die Suche nach der Bedeutung ihres Namens. Ob sie die richtige Übersetzung gefunden haben, prüfen sie, indem sie ausprobieren, ob die Puzzleteile passen.

Variante: Gleiches Prinzip. Nur werden Namen und Bedeutung je auf ein DinA4 Blatt gedruckt. Neben Name und Bedeutung kommt je dasselbe Symbol. Das Kind erkennt am Symbol neben der Bedeutung, ob die beiden Teile passen. Symbole findet ihr z.B. in Schriftarten „wingdings“ (Word).

Rahmengeschichte Teil 1 zu Tag 5 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Erzählung

Jakob sitzt nachdenklich am Ufer des Jabbok. Auf der anderen Seite schlafen seine Frauen und Söhne. Er ist unruhig und gleichzeitig braucht er seine Ruhe. Die hofft er hier, am Fluss zu finden. Was ihn am nächsten Tag, auf der anderen Seite des Jabbok erwarten wird?

Jakob denkt zurück: Vor vielen Jahren war er auf Anweisung seiner Mutter aus seiner Heimat geflohen. Sein Bruder Esau hatte gedroht, ihn umzubringen. So weit weg wie möglich sollte Jakob fliehen. Reumütig lässt Jakob seinen Kopf sinken und seufzt. Recht hatte Esau mit seiner Wut. Er, Jakob, war selbst schuld. Zweimal hatte er seinen Bruder hinterhältig betrogen und um sein Erbe gebracht. Auch danach hat Jakob immer wieder betrogen und wurde betrogen. Immer wieder musste er sich Dinge, sein Recht, seine große Liebe erkämpfen, auch mit miesen Tricks. Inzwischen hatte er Familie, war reich und erfolgreich. Jetzt nach vielen Jahren und großen Veränderungen kehrt er auf den Rat Gottes hin zurück in seine Heimat. Und morgen würde er seinem Bruder Esau begegnen.

Jakob schluckt schwer. Seine Boten, die er vorsorglich zu Esau gesandt hat, haben ihm ausgerichtet, Esau ziehe ihm mit 400 Mann entgegen! 400 Mann!?! Ganz klein kauert sich Jakob zusammen. Wie soll er sich gegen 400 Mann wehren?

Jakob hatte gebetet: „Gott, hilf mir. Ich habe solche Angst. Ich weiß, ich habe Esau verletzt, ihn betrogen. Ich habe es nicht verdient, dass er gut zu mir ist. Was, wenn Esau meiner Familie etwas antut, wenn er mich immer noch hasst, mich vielleicht sogar umbringt? Gott, was soll ich tun? Bisher warst du immer für mich da. Du hast mir zugesagt, dass ich viele Kinder, Enkel und Urenkel haben werde. Du hast mir so oft geholfen. Und jetzt? Gott, hilf mir. Amen.“

Jakob hatte einen Plan: er teilte seine Familie und seinen Besitz in zwei Lager auf, jeweils begleitet von seinen besten Männern. In jedes dieser Lager wurden wertvolle Tiere zugeteilt, die Geschenke für Esau sein sollen. Ein Lager ging voraus. Wenn Esau dieses Lager überfallen würde, dann wüsste Jakob, dass Esau ihn noch hasst. Das zweite Lager könnte noch fliehen. Würde Esau aber die Geschenke annehmen, würde Frieden unter den Brüdern einkehren.

Jakob wünscht sich nichts mehr, als Versöhnung. Gleichzeitig weiß er überhaupt nicht, was ihn erwartet. Während Jakob noch seinen Gedanken nachhängt, nimmt er wie aus dem Nichts eine Bewegung wahr. Schnell dreht er sich um und springt auf. Hier, mitten in der Nacht würde er sich nicht hinterrücks angreifen lassen. Die Person tritt auf Jakob zu, greift ihn an. Jakob wehrt sich. Startet einen Gegenangriff und verbeißt sich in diesen Ringkampf mit der unbekannten und doch irgendwie vertrauten Person. Jakob stöhnt und ächzt, er holt tief Luft, er wird nicht aufgeben! Er nicht! So viel hat er sich erkämpft, so viel aufgegeben und wiedergewonnen, so viel aufgebaut. Das wird ihm keiner nehmen!

Bilder von Esau tauchen vor seinem inneren Auge auf. Kurz strauchelt er, weil er seine Angst vor der Ungewissheit spürt. Aber gleich packt er wieder zu. Er wird nicht verlieren! Diese Angst wird nicht gewinnen. Gott, sein Gott hat ihn hierhergeschickt. An diesem treuen Gott hält Jakob sich fest. Er versucht, Gott zu vertrauen und gleichzeitig seine eigene Angst loszulassen. Jakob denkt an das, was Gott ihm gesagt hat und fühlt sich ermutigt. Gott wird ihn nicht im Stich lassen. Jetzt nicht und niemals. Tränen und Schweiß fließen, aber Jakob gibt nicht auf.

Als langsam die Dämmerung heraufzieht, ein neuer Tag, mit neuer Hoffnung anbricht, spürt Jakob einen schmerzhaften Schlag an seiner Hüfte. Er hält sich an seinem Gegenüber fest, beißt die Zähne zusammen, Tränen des Schmerzes laufen über sein Gesicht. Der Mann bittet ihn: „Lass mich los, der neue Tag bricht an.“ Doch Jakob hält ihn fest und stöhnt verzweifelt: „Ich lasse dich nicht los, bevor du mich segnest!“

Da fragt ihn der Mann nach seinem Namen. „Jakob“, presst er hervor. Der Mann schaut ihn aufmerksam an. „Du heißt nicht länger Jakob, „Fersenhalter oder Täuscher“. Du sollst „Israel“ heißen, denn du hast viel in deinem Leben gekämpft, mit Menschen und mit Gott und bist gestärkt daraus hervorgegangen.“ Dann segnet sein Gegenüber Jakob.

Hinkend und doch gestärkt verlässt Jakob diesen Ort, an dem er Gott begegnet war und überlebt hatte. Im Vertrauen auf Gott stellt er sich diesem Tag.

Rahmengeschichte Teil 2 zu Tag 5 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Andachtsimpuls

Jakob musste kämpfen, immer wieder und jetzt steht ihm ein schwerer Kampf bevor: die Begegnung mit seinem Bruder Esau!

Kämpfe kennst du sicher auch. Die beiden letzten Diktate hast du beide so richtig in den Sand gesetzt. Beim letzten Diktat hat dich sogar dein Lehrer beim Abschreiben erwischt. Und jetzt steht das nächste Diktat bevor. Jetzt geht es dir sicher ähnlich wie Jakob – Angst, Zweifel, Unsicherheit, total verkrampft bist du.

Und was tut Jakob? Zuerst einmal beten, mit Gott reden. Er erinnert Gott und sich an Gottes Versprechen. Er bekennt seine Schuld. Er hält fest und setzt auf Gottes Liebe und Treue. Er gesteht seine Angst und Hilfsbedürftigkeit. Ein starker, erwachsener, kampferprobter Mann wie Jakob. Dann können wir das doch auch, oder? Gott sagen, dass wir ihn, seine Hilfe, seinen Trost, seinen Rat brauchen; dass wir Angst haben, wie gelähmt sind. Und uns an das erinnern, was wir von ihm wissen: dass er treu ist, dass er uns liebt, das er immer bei uns, mit uns und für uns ist, dass er Möglichkeiten hat, wo wir nicht weiter wissen.

Und dann kommt völlig unerwartet Jakobs größter Kampf, der Kampf mit Gott. Und Jakob kämpft verbissen. Er gibt nicht auf. Er lässt seine Ängste und Unsicherheit los, aber Gott lässt er nicht los, da packt er zu, kämpft darum Gott zu vertrauen, denn das will er und spürt, ohne dieses Gott-Vertrauen geht es nicht.

Er verlässt den Kampf-Platz mit drei „Trophäen“:

(Eventuell jeweils eine Medaille beschriftet mit einem Stichwort zeigen)

  • Einer auf Dauer verletzten Hüfte – sie erinnert ihn daran, dass er mit Gott gekämpft hat, ihm ganz nahegekommen ist und nicht untergegangen ist, sondern Kraft und Zuversicht gewonnen hat.
  • Mit einem neuen Namen – der ihm zeigt: Gott respektiert mein Schuldeingeständnis und achtet meine Veränderung und Stärke, die ich durch schwierige Kämpfe gewonnen habe.
  • mit dem Segen Gottes – sein Versprechen, dass er mit ihm und für ihn ist.

An Gott festhalten, lernen ihm zu vertrauen, deine Ängste an ihn abgeben und dein Möglichstes zum Gelingen beitragen – wie Jakob – das lässt dich stark und widerstandfähig werden. Und du wirst dabei erkennen, Gott ist absolut vertrauenswürdig!

Gebet

Guter Gott, Kämpfe, schwere Zeiten gehören zu unserem Leben. Aber du bist mit uns, stehst uns bei und hilfst uns. Dafür danke ich dir. Lass uns immer mehr lernen, dir zu vertrauen. Lass uns erleben, dass du vertrauenswürdig bist und dadurch gestärkt und zuversichtlich aus schwierigen Situationen hervorgehen. Amen

Liedvorschläge
  • Wer Gott vertraut, Einfach spitze Nr 28
  • Von oben und von unten, Einfach spitze Nr 41
  • Unserm Gott ist alles möglich, Einfach spitze Nr 44
Vertiefungen
Medaillen basteln

Jakob hat den Kampfplatz am Morgen mit drei Medaillen verlassen. Auch du hast sicher schon so manchen Kampf bestanden oder wünschst dir eine Zusicherung Gottes für einen bevorstehenden Kampf.

Aus dem Goldpapier und dem Bierdeckel oder dem goldenen Fotokarton bastelst du dir eine Medaille, indem du einen Kreis mit ca 8-10cm Durchmesser ausschneidest, bzw. den Bierdeckel mit dem Goldpapier beklebst. Dann machst du mit dem Locher ein Loch in die Medaille und ziehst ein Stoff- oder Geschenkband durch dieses Loch.

Nun kannst du die Medaille mit einem Edding beschriften. Entweder schreibst du eine Zusage aus der Bibel darauf (in den Psalmen gibt es viele ermutigende Zusagen Gottes) oder du schreibst 2-3 Stichworte auf, die dich an eine schwierige Situation in deinem Leben erinnern, in der du viel gelernt hast und gestärkt hervorgegangen bist; eine Situation, in der du vielleicht auch Hilfe durch Gott oder/und Menschen erlebt hast.

Vorwärts oder rückwärts – eine Haus-Rallye

Widerstandsfähig werden, mit Frust umgehen und weitermachen, das hat Jakob gelernt und das könnt ihr mit der nächsten Aktion spielerisch üben.

Die Haus-Rallye oder Geländespiel ist orientiert an dem Kinder-Brettspiel „Spielhaus“. https://www.ravensburger.de/produkte/spiele/kinderspiele/spielhaus-21424/index.html

Ihr benötigt einen Spielplan auf den ihr 50-80 Spielfelder spiralenförmig aufmalt und durchnummeriert. Start ist außen das erste Spielfeld, Ziel ist innen in der Spirale, das letzte Spielfeld. Ungefähr jedes fünfte Spielfeld markiert ihr farbig.

Außerdem bereitet ihr zwei verschiedene Karten-Sorten vor: Auf so viele kleine Kärtchen (ca. 5x5cm groß) wie ihr bunt markierte Spielfelder habt, malt oder druckt ihr unterschiedliche Symbole. Jedes Kärtchen bekommt ein anderes Symbol. Die gleichen Symbole malt oder druckt ihr auf ca. DIN A6 große Karten. Allerdings nummeriert ihr diese Karten hinten noch durch, mit jeweils einer der Zahlen, die die buntmarkierten Felder haben. Diese Karten versteckt ihr im Gemeindehaus, eurer Wohnung oder im Garten oder Gelände.

Dann teilt ihr die Teilnehmenden in Gruppen von 3-5 Personen ein. Jede Gruppe bekommt eine Spielfigur. Die Gruppen würfeln abwechselnd und laufen entsprechend ihrer Würfelaugen. Gewonnen hat die Gruppe, die als erstes auf dem Zielfeld in der Spirale angekommen ist.

Erschwerend kommt hinzu: würfelt eine Gruppe eine eins oder eine sechs, zieht sie eines der kleinen Kärtchen. Nun muss sie das Symbol suchen, das auf diesem Kärtchen abgebildet ist. Sie unterbricht das Spiel, bis sie die Karte gefunden hat. Die Gruppe darf sich aufteilen, muss aber am Spielfeld wieder vollständig sein, damit sie weiterziehen kann. Hat ein Gruppen-Teilnehmer die Karte gefunden, dreht er sie um und merkt sich die hinten stehende Zahl. Ist die Gruppe vollständig am Spielfeld angekommen, gibt sie einem Mitarbeitenden das kleine Kärtchen zurück und nennt die Zahl der versteckten Karte. Der Mitarbeitende kann anhand einer Liste überprüfen, ob Symbol und Zahl übereinstimmen. Dann darf die Gruppe auf das entsprechend nummerierte Spielfeld ziehen. Hat sie Glück, geht es nach vorne, hat sie Pech, geht es wieder zurück. Gehen die kleinen Kärtchen aus, mischt ihr sie noch einmal und habt so einen neuen Stapel.

Wichtig ist, dass ihr das Suchgebiet klar eingrenzt.

Bei diesem Spiel werdet ihr an euren Jungscharlern sicher neue Seiten kennenlernen.

KON 01.2020 hat das Thema Aufbruch. Aufbrechen – das ist spannend, aufregend, manchmal auch schmerzlich. Es macht neugierig, nervös oder traurig – je nachdem, was man hinter sich lässt und was vor einem liegt. Menschen sind sehr unterschiedlich gestrickt, was das Aufbrechen angeht: Manchen fällt es eher schwer, sich zu verabschieden und auf einen neuen Weg zu begeben, andere stehen eigentlich permanent in den Startlöchern und können es gar nicht erwarten, endlich wieder aufzubrechen.

Eine Themenreihe mit Artikeln für Mitarbeiterinnen, Bibelarbeiten, Andachten, Stundenentwürfen und Kreativangeboten, ausgedacht für Mädchen von 12 bis 17, meistens aber auch in gemischten Gruppen zu verwenden.

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Jakob-Geschichte

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in die biblische Jakob-Geschichte, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Zwillingsbruder verbringt Ferien bei der Oma), Geschichten, Spiele, Kreatives und weitere Ideen rund um das Freizeitprogramm. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

Jetzt beginnt wieder die dunkle Jahreszeit. Wie schön, wenn wir es uns mit Kerzen oder Lichterketten gemütlich machen können. So wird es hell in unseren Zimmern, Häusern und hoffentlich auch in uns.

Ideen und Anregungen

Lichterkugel

Zunächst die Strohseide in kleine Stücke reißen oder schneiden (Kantenlänge ca. 3 bis 5 cm).
Aus dem Transparentpapier oder dem Elefantenpapier Motive ausschneiden, z. B. Sterne, Herzen, Kreise …
Werden Servietten verwendet, die oberste Lage abtrennen und das gewünschte Motiv oder Bild ausschneiden. Dann kommen Kugel, Kleber und Pinsel zum Einsatz. Vorsichtig die ganze Kugel mit den Strohseide-Schnipseln zukleben. Die Schnipsel können gern überlappen. Allerdings sollten nicht mehrere Lagen aufgebracht werden, da sonst das Licht keine Chance mehr hat. Darauf achten, dass die Strohseide ganz mit dem Kleber bedeckt ist. Ist die ganze Kugel mit Strohseide beklebt, die ausgeschnittenen Motive auf der Kugel verteilen und gut festkleben. Jetzt muss das schöne Stück nur noch trocknen. Dann die Lämpchen der Lichterkette durch das Loch in die Kugel stecken und fertig ist eine schöne Lichtquelle.

Bilder von Lichterkugel und Lichterkette findest du im Anhang.

 

Lichterkette

Zunächst die Lampenschirmchen für die Lichterkette aus der Strohseide oder dem gemusterten Transparentpapier zuschneiden.

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Runde Lampenschirmchen:
    Einen Kreis von 12 cm Durchmesser in Viertel teilen und schon ergibt es vier Lampenschirmchen. Vor dem Anbringen der Lampenschirme die Spitze etwas abschneiden.
  • Spitze Lampenschirme:
    Quadrate mit 5 cm Kantenlänge schneiden. Auch hier vor dem Anbringen der Schirme eine der Ecken etwas abschneiden.
  • Sternen-Schirme:
    Etwas aufwendiger, aber sehr schön sieht die Lichterkette mit Sternen aus. Dazu wird die Schablone aus dem Internet benötigt. Diese auf das gemusterte Transparentpapier übertragen und ausschneiden. Dann die Sterne um das LED-Licht legen, mit ein wenig Flüssigkleber an der mit einem Punkt markierten Stelle zusammenkleben und den Stern mit Klebestreifen an dem Hals des LED-Lichtes fixieren.

Bei den ersten beiden Formen funktioniert das Anbringen der Lampenschirme gleich: die abgeschnittene Ecke um den Hals des LED-Lichtes wickeln. Mit einem transparenten Klebestreifen das Papier an dem LED-Licht fixieren und gleichzeitig das Schirmchen zusammenkleben.

Die Kopiervorlage für den Stern findest du im Anhang.

 

Erleuchtete Häuser

Diese Häuser bringen Licht in unsere Wohnung. Hier kann man eine Schablone verwenden oder Dächer, Fenster und Türen nach Lust, Laune und Kreativität anbringen. Wer selbst kreativ werden möchte, verwendet die Schablone ohne Dach und Fenster, malt Dächer, Fenster und Türen frei Hand oder mit Hilfe eines Geo-Dreiecks auf.
Dann die Häuser und Fenster ausschneiden. Die Fenster mit Transparentpapier hinterkleben.
Vor dem Zusammenkleben die Klebekanten umfalten. Dann das Häuschen zusammenkleben und ein Teelicht hineinstellen als Erinnerung an Jesus, der als Licht gekommen ist und uns auffordert, selbst Licht zu sein.

Die Kopiervorlagen für die Laternen-Schablonen (mit Fenster und schlicht ohne) findest du im Anhang.

Bei diesem Nachtgeländespiel laufen die Gruppen verschiedene Stationen an, an denen Aufgaben zu lösen sind. Die Wege sind mit Knicklichtern markiert, die an Bäumen befestigt werden oder am Rande des Weges in den Boden gesteckt werden. Für die Strecke sollte man Waldwege aussuchen, die nachts wenig oder überhaupt nicht von Autos befahren werden. Revierförster oder Jagdpächter sind im Zweifelsfalle natürlich auch zu informieren. Zu jeder Gruppe gehört ein Mitarbeiter, der den Weg kennt und mit einer Taschenlampe ausgerüstet ist, die aber nur im Notfall angeknipst wird. Außerdem benötigt jede Gruppe eine Schwarzlichtlampe. Der Reiz dieses Spiels liegt in der Dunkelheit. Man orientiert sich nur an den Knicklichtern. Auch bei den Stationen hat man nur die Schwarzlichtlampe zur Verfügung. Das erschwert natürlich einige Aufgaben. Aber das ist der Sinn des Spiels. (Material 1)

 

Ein Sack voller Überraschungen

Die Gruppe soll Gegenstände erfühlen, die sich in einem Sack befinden. Jedes Kind fasst in den Sack und fühlt die verschiedenen Gegenstände. Die Gruppe muss so viele Gegenstände wie möglich nennen, die sich im Sack befinden. (Material 2)

Wimmelbilder

Der Gruppe wird ein Wimmelbild gezeigt. Ein Bild, auf dem sehr viele Gegenstände, Situationen und Personen abgebildet sind. Nach zwei Minuten wird das Bild wieder eingezogen und die Gruppe zählt jetzt so viele Sachen wie möglich auf, die auf dem Bild zu sehen waren. (Material 3)

Farben erkennen

Die Kinder bekommen verschieden farbige Kartons in die Hand und müssen sagen, welche Farbe ihr Karton hat. Am Tag eine einfache Aufgabe, aber nachts wenn es dunkel ist, äußerst schwer. (Material 4)

Suchspiel

In einem Umkreis von 20 Metern sind verschiedene Gegenstände versteckt. Zum Beispiel eine Bibel, ein Liederbuch, ein Jungscharhalstuch oder einfach nur Spielchips. Die Gruppe hat 3 Minuten Zeit, die Gegenstände zu suchen. Anschließend die Gegenstände wieder an ihren Platz legen. (Material 5)

Erste Hilfe

Jedes Kind legt einem anderen Kind einen Verband an. Am besten so originell wie möglich. Die Verbände müssen unbedingt von den Mitarbeitern überprüft werden, damit kein Verband zu fest sitzt und das Blut noch zirkulieren kann. Mit diesem Verband geht es dann weiter. (Material 6)

Die unsichtbare Schrift

Auf einem weißen Blatt Papier wird mit Schwarzlichtstift eine Botschaft geschrieben. Diese ist aber nur mit der Schwarzlichtlampe zu entziffern. Hier muss die Gruppe darauf kommen, die Lampe entsprechend einzusetzen. Dieses Spiel kann z. B. auch in Verbindung mit dem Suchspiel erfolgen. Ein versteckter Gegenstand ist das weiße Blatt Papier. (Material 7)

Hinweise und Erklärungen zur Kleingruppenarbeit

Das Kleingruppen-Material beinhaltet: Hintergrundinfos zum Text, einen Bezug zur Zielgruppe und Ideen zur Gestaltung der Kleingruppenzeit.

Die Kleingruppen laufen nach einem Rotationsprinzip. Jede Kleingruppe wird von mind. einem Mitarbeitenden begleitet und läuft von Station zu Station. Durch ein Signal vom Zeitwächter wird den Gruppen signalisiert, dass sie zur nächsten Station aufbrechen. Je ein weiterer Mitarbeitender ist bei einer der 5 Stationen, die je 7 Minuten dauern:

  • Gespräch inkl. Fragen
  • Spiel
  • Kreatives
  • Bibellesen und Gebet
  • Extra/Spezial

Zusammenfassung des Bibeltextes

Josef ist der Lieblingssohn unter den zwölf Söhnen Jakobs und hält sich zudem oft für etwas Besseres. Im Gegensatz dazu stehen seine zehn großen Brüder, die viel Unfug treiben und ihren Bruder wegen seiner Sonderstellung hassen. Eines Tages halten sie es nicht mehr aus und werfen Josef in den nächstgelegenen Brunnen. Da das keine dauerhafte Lösung ist mit der alle leben können, verkaufen sie ihn an Kaufleute nach Ägypten und erzählen ihrem Vater, dass Josef von einem Raubtier getötet wurde.

Die Zeit vergeht und Josef wird zum zweit mächtigsten Mann in Ägypten. Als schließlich eine Hungersnot ausbricht, hatte Josef für Ägypten vorgesorgt, da Gott ihn von der kommenden Katastrophe hat wissen lassen. Seine Familie im Land Kanaan erfährt, dass es in Ägypten noch Nahrungsvorräte gibt und macht sich auf den Weg dorthin. Daraufhin stehen sie vor einem der mächtigsten Männer Ägyptens um nach Essen zu fragen und erkennen in ihm letztendlich aber nicht ihren eigenen Bruder wieder. Anders aber Josef: Er erkennt seine Brüder sofort und ist von seinen Gefühlen hin und her gerissen, wie er ihnen – nach allem was passiert ist – begegnen soll. Doch nach längerer Probezeit hält er es schließlich nicht mehr aus und fällt seinen Geschwistern weinend um den Hals.

Zielgedanke: Gott möchte, dass wir anderen vergeben.

Bezug zur Altersgruppe

Nicht nur Erwachsene kennen das Gefühl hintergangen, belogen und verletzt worden zu sein. Auch Kinder erfahren Streitsituationen im Alltag. Wenn beispielsweise die beste Freundin ein Geheimnis weitererzählt oder die großen Geschwister einen nicht mitspielen lassen, tendieren viele Menschen dazu sich zu rächen oder mit den anderen nicht mehr zu sprechen. Dadurch können im Extremfall Beziehungen und Freundschaften zu Bruch gehen. Dabei wären viele Situationen mit einem ehrlichen „Es tut mir leid.“ zu lösen, wenn zusätzlich der jeweils andere bereit ist zu vergeben.

Station 1: Kreatives „Es tut mir leid“-Schachtel

Zuerst wird eine Streichholzschachtel silbern oder golden bemalt und in schwarz mit „Es tut mir leid…“ beschriftet. Danach wird jeweils ein Teddy aus braunem Fotokarton ausgestanzt und ein mit „Kannst du mir vergeben?“ beschriebenes rotes Papierherz ausgeschnitten (siehe Kopiervorlage). Das Herz wird vorne auf den Teddy geklebt, so dass es scheint, als würde es der Bär von hinten halten. Zum Schluss kann noch ein Gesicht aufgemalt werden und der fertige Teddy mit Herz wird in die Schachtel gelegt. Beim nächsten Streit können die Kinder dann z. B. ihrer Mutter die kleine Vergebungs-Schachtel schenken.

Material:

  • 1 x leere Streichholzschachtel pro Kind
  • Kleber (am besten Klebestift)
  • Scheren
  • braunes Fotokarton
  • rotes Papier mit aufgedruckten Herzen
  • Silberner oder Goldener dicker Edding
  • Schwarzer feiner permanent Marker/Edding
  • Teddybärstanzer

Station 2: Spezial „Schuld restlos verbrennen“

Die Kinder bekommen als Gruppe ein kleines Stück Magnesiumpapier auf das sie aufschreiben bzw. malen können, was andere ihnen angetan haben oder mit was sie andere verletzt haben. Danach nimmt der Mitarbeiter den Zettel und zündet ihn an. Die Kinder können nun sehen, wie die „Schuldzettel“ mit spektakulärer Flamme restlos verbrennt.

Hinweise: Station auf dem Flur oder in einem Extraraum, da diese Aktion viel Aufmerksamkeit auf sich zieht. Zudem sollte man sich nicht direkt unter einen Feuermelder stellen. Die Durchführung durch einen Teamer oder eine Einweisung durch einen solchen ist sinnvoll.

Material:

  • Stifte
  • Feuerzeug
  • Magnesiumpapier

Station 3: Bibellesen und Gebet „Mit Gegenständen nacherzählen und danken“

Die Bibelgeschichte wird an Hand von Gegenständen durch die Kinder noch einmal wiederholt. Die Kinder sitzen im Kreis und greifen der Reihe nach in einen Beutel, in dem sich Figuren und Motive befinden, die in der Geschichte vorkommen. Das Kind sagt dann in ein zwei Sätzen, um was für einen Gegenstand es sich handelt und welchen Bezug dieser zu der Erzählung hat. Danach legt es die Figur in die Mitte und gibt den Beutel weiter.

Gegenstände im Beutel:

  • T-Shirt (Geschenk an Jo von seinem Vater Jakob)
  • Pyramide (Ägypten)
  • Krone (Jo wird stellvertretender König),
  • Brunnen (Jo´s Brüder schmeißen ihn in einen Brunnen)
  • Kamel (Karawane)
  • Geld (Jo wird verkauft)
  • Schaf/Ziege (die Brüder hüten die Schafe und Ziegen der Familie)
  • böser Emoji (die Brüder sind wütend auf Jo/ Jo weiß nicht wie er seinen Brüdern begegnen soll)
  • Umarmung (am Schluss versöhnen sie sich wieder)

Überleitung: „Und Jo war Gott am Ende dankbar, dass er aus der schlechten Situation – in die ihn seine Brüder gebracht haben –  eine Gute wurde. Jeder, der möchte darf sich jetzt ein Knicklicht nehmen, Gott in einem kurzen Gebet sagen, wofür er dankbar ist und dann das Knicklicht aktivieren und als Erinnerung an den Arm machen.“

Material:

  • Knicklichter für alle
  • Beutel mit Gegenständen

Station 4: Spiel „Steckbrief“

Vor Spielbeginn versteckt der Leiter/in auf dem Gelände/Raum kleine Zettel auf denen Bibelstellen stehen (siehe Kopiervorlage). Zum Beispiel: „Name: 1. Mose 30 Vers 24“ (Joseph). Für den Sklavenmarkt will der Käufer ganz genau wissen, wen er da kauft. Die Kinder müssen dann, als Verkäufer die Zettel suchen und den entsprechenden Steckbrief ausfüllen (siehe Kopiervorlage).

Hinweis: Für diesen Steckbrief wurde die Lutherübersetzung verwendet

(Lösungen: Name: Josef; Alter:17; Herkunftsland: Kanaan, Vater: Jakob, Mutter: Rahel, Anzahl der Geschwister: 11; Oft bezeichnet als: Träumer)

Material:

  • jeweils 1 ausgedruckte Kopiervorlage pro Gruppe
  • Stifte
  • Lutherbibeln

Station 5: Gespräch

Jedes Kind darf sich der Reihe nach ein M&M aus dem Süßigkeitenspender lassen und je nach Farbe die dazugehörige Frage beantworten:

rot: Warum ist es so schwer anderen zu vergeben?

blau: Wie fühlt es sich an, wenn dir vergeben wird und der Streit dann vorbei ist?

orange: Wie ist das Gefühl, wenn der Streit zwischen dir und anderen steht?

grün: Wann haben dir andere schon vergeben?

braun: Was sollte man machen, wenn man sich gestritten hat?

gelb:  Wann hast du anderen schon vergeben? Was hast du ihnen vergeben?

Material:

  • M&M´s
  • Oder bei Nussallergie Smarties
  • Süßigkeitenspender

Bastelanleitung für eine selbstgemachte »Scratchmap«

Scratchmaps hängen in vielen Kindern- und Jugendzimmern. Die Weltkarten mit der abkratzbaren Oberbeschichtung sind Erinnerung und Reisetraum zugleich, zeigen sowohl die Orte, an denen man bereits gewesen ist, als auch diejenigen, die man unbedingt noch bereisen möchte. 

Das Prinzip dabei ist einfach: Die bereits besuchten Orte oder Länder werden »freigerubbelt«, und unter der tristen, meist graubraunen Beschichtung tauchen dann bunte Farben auf. Die Welt wird sozusagen immer bunter, farbenfroher und »erlebter«. Die noch nicht freigerubbelten Orte regen zu immer neuen Reisen und Besuchen an. Weiterhin kann die Karte natürlich auch mit Fotos oder Andenken zusätzlich kreativ gestaltet werden. Ein echter Fernweh-Garant also und gleichzeitig ein cooler Hingucker im eigenen Zimmer! 

Mit der folgenden Anleitung kann man die (im Geschäft leider ziemlich teuren) Maps mit wenig Material selbst herstellen, auch in der Gruppenstunde mit mehreren Mädchen! Diese Bastelarbeit ist an sich nicht schwierig, erfordert jedoch viele Einzelschritte. Darum lohnt es sich für die Mitarbeiterinnen, die ganze Aktion auf jeden Fall einmal zu Hause auszuprobieren und durchzuspielen, damit in der Gruppenstunde selbst alles nach Plan läuft.

Benötigtes Material:

  • (Mindestens ein) Laminiergerät und Laminierfolien (DIN-A4-Format, eine für jedes Mädchen)
  • Für jedes Mädchen einmal eine bunt(!) ausgedruckte Weltkarte im DIN-A4-Format mit gut ausschneidbaren Kontinenten und darauf eingezeichneten Ländern (Vorlagen gibt es im Internet!)
  • Für jedes Mädchen ein weißer, fester Fotokarton im DIN-A4-Format
  • Flüssigkleber
  • Scheren
  • Acrylfarben(!) eurer Wahl für die »Abkratz-Schicht« (hier geht eine größere Menge Farbe weg, also unbedingt ausreichend einkaufen)
  • Breitgefächerte, große Borstenpinsel
  • Dicke schwarze Eddings
  • Eine Weltkarte als Vorlage und/oder die oben benutzte ausgedruckte Karte noch einmal auf Butterbrotpapier gezeichnet oder ausgedruckt als Durchpaus-Schablone
  • Unterlagen für die Tische (ganz wichtig!)

 Anleitung:

Zunächst lasst ihr die ausgedruckten Weltkarten mit den Kontinentformen einmal durch das Laminiergerät laufen. (Diesen Schritt könnt ihr auch zu Hause schon vorbereiten und bringt dann die fertig einlaminierten Weltkarten-Blätter mit in die Mädchengruppe.)

Daraufhin darf jedes Mädchen seine Kontinente ausschneiden und erhält so im Anschluss vier einzeln aufklebbare Teile (wenn Nord- und Südamerika zusammen ausgeschnitten werden).

Im Anschluss klebt jedes Mädchen seine Kontinente auf den festen weißen Tonkarton und zwar so, dass sie auch der Anordnung auf der Weltkarte entsprechen. Hier ist es prima, wenn die Mitarbeiterinnen ein Auge darauf haben (:

Lasst die Kontinente gut antrocknen und stellt Acrylfarben und Pinsel bereit. Tische abdecken nicht vergessen, denn jetzt wird es bunt!

Jedes Mädchen darf nun mit der Acrylfarbe seiner Wahl das ganze Blatt mit einer dicken Schicht bemalen. Vor allem auf den aufgeklebten Kontinenten muss die Schicht schön dick sein. Lasst die Farbe gut antrocknen!

Jetzt kommt der schwierigste Teil: Die Mädchen müssen nun die Ränder der Kontinente noch einmal nachzeichnen und zwar mit einem dicken Edding. Durch die Laminierung kann man deren »Rand« ganz gut erfühlen. Im Anschluss daran können (müssen nicht!) auch die Länder noch eingezeichnet werden. Hierbei hilft es für Freihandzeichner, wenn ihr eine Weltkarte noch einmal als Vorlage dabei habt. Für kleinere Mädels oder vorsichtige Zeichner sind zusätzlich entsprechende vorbereitete Schablonen sinnvoll, durch die sie die Länderumrisse durchpausen können, um so die eingekerbten Linien nachher noch einmal mit dem Edding nachzufahren. (Hierbei darf allerdings nicht zu tief gepaust werden, damit sich die Farbschicht nicht löst!)

Im Anschluss daran dürfen die Karten noch mit allerlei Ideen verziert werden, z. B. mit Polaroidbildern, kleinen Stecknadeln für Erinnerungen oder Post-Its als Traumzielmarker. Wer mag, kann die Länder noch beschriften, damit auch ganz sicher nicht der falsche Ort abgerubbelt wird (:

Tipps:

Es muss bei dieser Bastelarbeit unbedingt mit Acrylfarbe gearbeitet werden! Nur sie weist in ihrer Textur die nötigen Eigenschaften auf, damit man die Farbschicht auch wieder abkratzen und abrubbeln kann. Viele andere Farben oder Sprays haften entweder gar nicht oder permanent und damit funktioniert die ganze Sache leider nicht. 

Für ein noch besseres Ergebnis lohnt es sich, in etwas teurere Farben zu investieren. Prima eignen sich beispielsweise die von Goya (nach goya triton acrylfarbe googlen). Da diese Farben sehr ergiebig sind, hat man auch nach der Scratchmap-Aktion noch was davon (:

Zusätzliches Top: Einen besonderen Look bekommen die Weltkarten, wenn ihr die »Abkratz-Schicht« in einer Metallicfarbe auftragt. Goldglitzer oder Silber eignen sich hervorragend!

Bitte die fertigen Werke nicht fürs schnelle Trocknen föhnen! Bei Bearbeitung mit dem Föhn wellt sich das Papier wegen der dicken feuchten Farbschicht sofort und lässt sich nur noch schwer oder meist gar nicht mehr gerade ziehen. Die Karten sähen nicht mehr schön aus und das wäre mehr als schade.

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