Anderthalb Meter – kontaktlose Spiele & kreative Ideen

„Juhu, wir dürfen uns wieder treffen!“ – doch welche Aktionen können wir überhaupt anbieten? Gruppen treffen sich. Manche Freizeiten werden durchgeführt. Dabei müssen allerdings die aktuellen Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Das fordert uns heraus.

In diesem Themen-Paket findest du Vorschläge für Spiele und Kreativangebote, die gut mit 1,5m – Abstand gespielt werden können. Bitte achte bei der Umsetzung auf die Vorgaben deines Bundeslandes oder deiner Gemeinde und verändere gegebenenfalls die Regeln des Spiels.

Bei manchen Vorschlägen, kann nicht das gesamte Konzept umgesetzt werden. Welche Einheiten das betrifft und was man ändern müsste, kannst du im Folgenden nachlesen:

Spiele:

Kreativangebote:

Der Spiele-Klassiker personalisiert für deine Gruppe

Das interaktive und spaßige Spiel kann mit kleinen oder großen Gruppen gespielt werden, da der Spielplan durch eine PowerPointPräsentation angezeigt wird. Es wurde schon mit 100 Mitspielern durchgeführt. Das Spiel ist personalisiert, da die Begriffe und Fragen mit der eigenen Gruppe und dem eigenen Standort zu tun haben. Man lernt sich dadurch besser kennen und die Gruppe wird gestärkt. Auf der PPP kann man „Ort“ durch den eigenen Ortsnamen, Teenkreisnamen, usw. ersetzen.

Dieses Spiel kann zu Zeiten von Corona und ähnlichem auch via Zoom gespielt werden. Hinweise dazu findest du am Ende dieser Einheit.

Es gibt zwei Spielvarianten, wobei die erste vor allem für große Gruppen gedacht ist.

So funktioniert’s

Bei Activity XXL werden Begriffe erraten – durch Pantomime, Malen, Erklären oder Erklären mit nur zehn Worten. Ein Spieler würfelt. Die Spielfigur wird auf der PPT am Kopf angeklickt. Anschließend klickt man auf das Feld, auf welchem die Spielfigur landet. Die Felder haben verschiedene Farben und sind der Darstellungsart zugeordnet:

  • rot = Pantomime
  • grün = erklären
  • blau = malen
  • gelb = erklären mit nur 10 Worten

Der Spieler erhält nun einen Zettel mit einem Begriff, den er darstellen soll oder einer persönlichen Frage, deren Antwort dann der Begriff ist. Die Mitspielenden wissen dabei nicht, welche Frage der Spieler erhalten hat. Mögliche Fragen und Begriffe findet man in den Dokumenten. Persönlicher wird es, wenn man sie für die eigene Gruppe anpasst. Dabei können folgende Fragen helfen:

  • Was ist typisch, speziell und interessant für deine Gruppe?
  • Was ist typisch und speziell für deinen Standort?

Dann sollte man überlegen, welche Fragen und Begriffe mit welcher Darstellungsart machbar sind. Anschließend die Fragen auf entsprechendes farbiges Papier ausdrucken. Also Fragen für Pantomime auf rotes Papier. Die Fragen ausschneiden, falten und in eine Schüssel oder einen Eimer geben. Aus dieser Schüssel kann der Spieler seinen Zettel ziehen.

Variante 1: große Gruppe

Für eine große Gruppe braucht es eine Spielleitung, die das Spiel moderiert. Es spielen alle gemeinsam: Jemand stellt dar – alle raten.

Jeder Teilnehmende schreibt seinen Namen auf einen Zettel und wirft ihn in das große Glas, das bei der Spielleitung steht. Falls man im Vorfeld weiß, wer alles kommt, können die Namen schon vorbereitet werden.

Die Spielleitung zieht einen Namenszettel und ermittelt so den Spieler. Der Spieler würfelt und zieht einen Zettel in der erwürfelten Farbe. Wenn die Gruppe den Begriff erraten hat, liest die Spielleitung die dazu gehörende Frage vor. Anschließend wird ein neuer Namenszettel gezogen usw.

Variante 2: kleine Gruppe

Die Teilnehmenden bilden zwei bis drei Mannschaften. Diese Mannschaften sind nacheinander dran. Sie würfeln und wählen selbst aus, wer in der jeweiligen Runde darstellt. Die restliche Mannschaft darf raten. Die Ratezeit beträgt eine Minute.

Wer am Ende der Spielzeit (ca. 1 h) am meisten Begriffe erraten hat, gewinnt.

Quarantäne Spezial – Zoom

Die App Zoom bietet folgende praktische Möglichkeiten:

  • Kommunikation per Video und Audio
  • Man sieht alle Teilnehmenden gleichzeitig in kleinen Fenstern
  • Die Spielleitung kann den eigenen Bildschirm freigeben
  • Gruppenchat
  • Chatfunktion direkt an einzelne Teilnehmende
  • Die App kann über Computer, Smartphone, Tablet, usw. gestartet werden

Zoom gibt es kostenlos. Allerdings beträgt da die Dauer des Videoanrufs nur 40 Minuten. Wenn sich dann alle Teilnehmenden ausloggen und anschließend wieder einloggen stehen aber weitere 40 Minuten zur Verfügung.

Die Spielleitung gibt die PPT über den eigenen Bildschirm für alle frei. Die Teilnehmenden spielen in 2-4 Teams gegeneinander und sind nacheinander an der Reihe. Jeder Teilnehmende hat einen Würfel, einen Stift und Papier bereit liegen. Immer eine Person aus dem Team würfelt, die Spielleitung zieht entsprechend die Figur. Dann erhält die Person von der Spielleitung über den privaten Chat die farblich passende Frage. Nun hat das Team 1 Minute Zeit um den Begriff zu erraten und dafür einen Punkt zu bekommen. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Punkte hat.

Wie kann man nur einem Teilnehmenden direkt eine Nachricht schreiben? Diese Funktion ist etwas versteckt. Deshalb hier eine Schritt für Schritt Anleitung:

  1. Klicke unten in der Leiste auf „Chat“. Es öffnet sich jetzt das Chatfenster.
  2. Über dem Eingabefeld steht „Versenden an“ und dann ein Button auf welchem man „Alle“ oder eben einzelne Teilnehmende auswählen kann.
  3. Wähle die aktive Person aus und schreibe ihr die Frage.

Diese Themenreihe bietet dir Ideen, Stundenentwürfe und Elemente, um mit den Kids und Jugendlichen deiner Gruppe digital in Verbindung zu bleiben. Gerade in Zeiten wie Corona können sie dir helfen, an deinen Teilnehmenden dran zu bleiben.

Zusätzlich wollen wir dir ein paar Ideen und Überlegungen anbieten, die du für deine eigene Jugendgruppe weiter entwickeln kannst.

Viel Gesundheit, Kreativität, Mut und Segen dazu!

Zielgedanke

Für Jesus ist niemand zu unbedeutend. Wir sollen selbstbewusst mit unseren Gaben und Möglichkeiten umgehen, erscheinen sie uns noch so klein.

Merkvers

Ich urteile anders als die Menschen. Ein Mensch sieht, was in die Augen fällt; ich aber sehe ins Herz.

1. Samuel 16,7; GNB

Situation der Jungscharler

„Das kannst du noch nicht!“ – „Dazu bist du noch zu klein.“ – „Das hier ist nur was für Große.“ – „Was kannst du schon ausrichten?“ … Jeder kennt diese Sätze. Viele Kinder kennen sie, weil sie diese Sätze schon zu oft gehört haben. Sie werden in ihrem Alltag oft mit ihnen konfrontiert, ob in der Schule, in der Freizeit oder daheim in der Familie, vielleicht auch manchmal in der Gemeinde. Viele haben ihn so oft gehört, dass sie selbst anfangen das zu glauben und sich selbst nur noch sehr wenig zutrauen. In einer Gesellschaft, in der es oft um „höher, besser, schneller“ geht, kann man schnell den Mut verlieren. Die Folge sind oftmals Selbstzweifel oder Rückzug. Aus Angst zu versagen, probieren sie es erst gar nicht aus.

Erklärungen zum Text

Jesus kommt und predigt. Wo er und seine Jünger auftauchen, sammelt sich schnell eine Menschenmenge, die ihm zuhört. So ist es auch bei der Gleichnisrede im Matthäusevangelium (Mt 13,2). Doch auch die Pharisäer und Schriftgelehrten hören ihm immer wieder genau zu und fordern ihn heraus. Sie fordern einen Bewies, dass er tatsächlich von Gott kommt (Mt 12,38). Doch Jesus geht nicht darauf ein, er gibt allerdings einige Prophezeiungen von sich. Später am Tag erzählt er allen Menschen, die gekommen sind, einige Gleichnisse. Die Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig befinden sich inmitten der sogenannten Himmelreichsgleichnisse. Denn bis auf das Erste beginnt Jesus alle mit „Das Himmelreich gleicht …“ Mit ihnen möchte Jesus den Menschen ermöglichen, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen.

V.31.32: Jesus hat hier ein ganz besonderes Samenkorn zum Inhalt seines Gleichnisses gemacht. Das Senfkorn des im Mittelmeerraum verbreiteten Schwarzen Senfes, hat einen Durchmesser von ca. 1,2–2 mm. Die Pflanze jedoch, die aus ihm erwächst, kann bis zu 3 m hoch werden.

V.33: Sauerteig ist ein Teig, der meist dauerhaft von Milchsäurebakterien oder Hefe in Gärung gehalten wird, das macht das fertige Produkt sehr locker und luftig. Sauerteig verbessert u.a. Verdaulichkeit, Geschmack und Haltbarkeit eines Teigprodukts. Eine weitere Besonderheit ist, dass Sauerteig sich bei richtiger Handhabung und Lagerung (scheinbar) von selbst vermehrt.

V.34.35: Gleichnisse sind kurze Erzählungen, die einen Sachverhalt nicht allein durch einen Begriff veranschaulichen, sondern mehr durch bildhafte Rede. Die Beispiele, die hierfür gewählt werden, sind oftmals Dinge aus dem Alltag eines jeden. Das hat zur Folge, dass Zuhörer nicht nur verstehen, sondern sich in der Erzählung selbst entdecken und sich somit in persönliche Beziehung zum Inhalt setzen können.
Jesus nimmt hier Bezug auf den Psalm 78,2, wo Gott bereits ankündigt, dass er zu seinem Volk in Gleichnissen sprechen und somit die Geheimnisse der Welt erklären wird.

Treffpunkt

Aktionen

Hermann
Kinder haben die Möglichkeit, hier ihren eigenen Sauerteig anzusetzen. Der Teig eignet sich gut für diverse Backwaren wie Brötchen, Kuchen oder Muffins. Wichtig ist, dass jeder eine Anleitung bekommt, damit man weiß, wie es weitergeht.

Rezept für Hermann-Teig

Hallo, ich bin Hermann, dein neues Familienmitglied für die Dauer von 10 Tagen, oder länger! Wenn du mich pfleglich behandelst und regelmäßig fütterst, schenke ich dir drei Hermannkinder. Bitte bewahre mich nur in Glas- oder Plastikschüsseln auf, denn ich mag kein Metall. Am wohlsten fühle ich mich in der warmen Küche.
Zutaten 100 g Weizenmehl 1 EL Zucker 1/2 Paket Trockenbackhefe 150 ml lauwarmes Wasser

Mehl in eine verschließbare, nicht metallische Schüssel sieben. Mit Zucker und Trockenhefe vermengen. Wasser zugießen. Alles von der Mitte aus mit einem Rührlöffel aus Kunststoff oder Holz zu einem glatten Teig verrühren. Schüssel verschließen. Den Teigansatz zwei Tage an einem warmen Ort gehen lassen. Hin und wieder kurz verrühren. Am dritten Tag für 24 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Pflege

1. Tag: Heute brauchst du dich nicht um mich zu kümmern, wir müssen uns erst einmal aneinander gewöhnen!

2.–4. Tag: An diesen Tagen hätte ich gern etwas Bewegung. Bitte rühre mich einmal am Tag mit einem Holz- oder Plastiklöffel um.

5. Tag: Der Hunger zwickt, bitte füttere mich mit: 1 Tasse Mehl 1 Tasse Milch ½ Tasse Zucker

Um zu verhindern, dass ich mich selbstständig mache und das Gefäß verlasse, solltest du mich in eine größere Schüssel umfüllen, falls ich nicht gleich in einer solchen bin. (Damit du nicht hinterher sagen kannst, ich hätte dich nicht gewarnt!)

6.–9. Tag: Zur Verdauung ein Spaziergang, das heißt täglich einmal umrühren.

10. Tag: Füttere mich wieder mit: 1 Tasse Mehl 1 Tasse Milch ½ Tasse Zucker

Dann rühre mich gut um. Nun darfst du drei Hermann-Kinder (drei Tassen) von mir wegnehmen und an drei liebe Freunde verschenken. Überlege dir gut, ob du nicht ein Kind behältst. Nach der anstrengenden Geburt meiner Kinder habe ich großen Hunger. Füttere mich bitte mit: 1 Päckchen Vanillezucker ½ Tasse Zucker 2 Eier 2 Tassen Mehl ½ Päckchen Backpulver ½ Tasse Öl oder zerlassene Butter
Backen Wenn du willst, kannst du mich mit kandierten Mandeln, geraspelter Schokolade oder geriebenen Äpfeln verwöhnen. Nachdem du mich umgerührt hast, bin ich bereit, mich nun in der Backform bei 160 Grad ca. 70 Minuten backen zu lassen.

Kresse
Um relativ schnell beobachten zu können, wie aus Samen etwas erwächst, bietet sich Kresse an. Dazu benötigt man nur ein Behältnis (z. B. Frischkäsedose, Plastikbecher, …), Watte und Kresse-Samen. Die Watte wird in das Behältnis gelegt, sodass der Boden belegt ist. Anschließend werden die Samen darübergestreut. Nun heißt es fleißig gießen und warten. Nach wenigen Tagen kann bereits geerntet werden.
Variante: Das Gefäß kann im Vorhinein noch künstlerisch gestaltet werden, indem man es in buntes Papier einschlägt und mit diversen Bastelmaterialien verziert.

Seifenblasen
Seifenblasen entstehen mehr oder weniger aus dem Nichts und können sehr groß werden. Entweder stellt man Seifenblasenlauge selbst her, oder man kauft sie und beschränkt sich auf das Herstellen von Pusteringen.

Standard-Seifenblasen-Lösung

Das ist ein gut funktionierendes Rezept, mit dem man normal-große Seifenblasen machen kann. 1 Liter lauwarmes Wasser 100 Milliliter Neutralseife 2 gestrichene Esslöffel Tapetenkleister 3 gestrichene Esslöffel Puderzucker Alles gut miteinander verrühren. Dann vier Stunden ruhen lassen. Besser über Nacht. Vor Gebrauch noch einmal durchrühren.

Dauerseifenblasen

Mit diesem Rezept halten die Blasen sehr, sehr lange – auch nach ihrer Landung. Sie werden auch ziemlich groß. Die wichtigste Zutat ist der klebrige Maissirup. Den kann man im Naturkosthandel oder in gut sortierten Drogerien bekommen. 300 Milliliter destilliertes Wasser, 90 Milliliter Spülmittel, 40 Milliliter Maissirup. Alles miteinander mischen und mindestens eine Stunde ruhen lassen. Dann noch mal durchrühren und große, dauerhafte, bunte Seifenblasen machen.

Der Pustering

Der Pustering funktioniert am besten, wenn er eine gewisse Menge an Seifenblasenlösung aufnehmen und halten kann. Die industriellen Exemplare erreichen das durch enge Spalten. Wir müssen anders vorgehen, wenn wir nicht nur unsere Seifenblasen selbst machen wollen, sondern auch den Ring dazu.

Eine hervorragende Lösung, die man aber auch wieder kaufen muss, sind die sogenannten Pfeifenreiniger. Das sind dünne, biegsame Drähte, die mit einer Art kurzhaarigem Kunststofffell umwickelt sind. Man kann sie zur Reinigung in die Hälse von Pfeifen schieben oder so zurechtbiegen,
dass sich daraus ein Pustering ergibt.

Eine leichter verfügbare Alternative kann man selbst machen. Dazu nimmt man einen stabilen Draht, wie etwa von einem Metallkleiderbügel, und biegt ihn passend zurecht. Anschließend wird der Draht am Ring eng mit Wolle oder Baumwollfaden umwickelt. Beginnend am Stiel wird die Wolle angelegt und dort landet man schließlich auch wieder, um einen kräftigen Knoten zu machen. So ein selbst gemachter Pustering passt bestens zur selbst gemachten Seifenblasen-Lösung und hat u. a. den Vorteil, dass wir verschiedene Formen und Größen herstellen können.
Wenn es beim ersten Mal nicht gleich gelingt eine Blase zu erzeugen – nicht verzagen! Übung macht den Meister!

Spiele

Luftballon-Wett-Aufpusten
Auch Luftballons zeigen, wie aus Kleinem schnell etwas Großes werden kann. Hier können Kinder ihre Lunge testen und gegeneinander antreten. Die Schwierigkeit kann man mit verschiedenen Ballonsorten variieren.
Variante: Wer hat nach fünf Zügen den größten Ballon?

Zwei blasen einen Luftballon auf
Immer zwei Personen erhalten zusammen einen Luftballon. Sie müssen ihn aufpusten, dabei darf aber jeder nur eine Hand benutzen und außerdem dürfen die beiden Spieler nicht miteinander reden. Bei dieser einfachen Aufgabe muss man sich auf den anderen verlassen, damit der Ballon schnell aufgeblasen werden kann.

Knackpunkt

Der Mitarbeiter hat eine Schale mit schwarzen Senfkörnern vor sich. Es wird in die Runde gefragt, was das sein könnte. Nachdem der Vorschlag Samenkörner kommt, wird weiter gefragt, was da wohl für eine Pflanze daraus entwachsen wird. Am besten nähert man sich durch Eingrenzen: Wie groß wird die wohl werden? Ein Baum, ein Strauch, eine Blume? Obst? Gemüse? Anschließend kommt die Auflösung: Dies ist ein (schwarzes) Senfkorn, aus ihm erwächst ein baumartiger Strauch, der richtig groß werden kann, sogar cirka 3–6 Meter hoch (je nach Sorte)! Wer hätte das gedacht? Aus so einem winzigen Krümel kann so etwas Riesiges entstehen. Das ist ziemlich erstaunlich. Das fand Jesus auch, deshalb hat er seinen Jüngern genau von so einem Senfkorn erzählt.
Jesus und seine Jünger waren viel unterwegs. Überall wo sie Halt machten, sammelten sich Leute um sie herum und wollten etwas von Gott und dem Himmel hören, und Jesus erzählte es ihnen. Er erzählte es auf besondere Weise, denn er nutzte ganz viele Gleichnisse dafür. Dies half, damit die Leute und Jünger alles besser verstanden haben und sie es sich besser merken konnten. Eines Tages fragten sie ihn wieder, und Jesus erzählte ihnen Folgendes: Das Himmelreich ist wie dieses kleine Senfkorn (zeigen). Es ist winzig klein und mit dem Auge kaum zu sehen, aber wenn man es in Erde einpflanzt und gießt, dann wächst daraus eine der größten Pflanzen, die so stark ist, dass auch Vögel in den Ästen sitzen können.

Genauso ist das Himmelreich wie Sauerteig (am besten mal einen echten Sauerteig zeigen oder aber wieder ein Bild): Er sieht unappetitlich aus und ist nur eine unförmige Masse, aber nur durch ihn werden die Brote schön locker und luftig, sie bekommen ihren leckeren Geschmack und wir bekommen keine Bauchschmerzen davon, wenn wir sie essen.
Na, da hat Jesus sich ja merkwürdige Bilder ausgesucht, mit denen er den Himmel vergleicht! Was soll denn das bedeuten? Im Himmel wird es nur Senf und Brot geben?

Doppelpunkt

Habt ihr euch schon mal klein und unbedeutend gefühlt? Wie war das? Wurdet ihr eventuell schon mal geärgert, weil ihr etwas nicht besonders gut konntet oder jemand anderes stärker war als ihr? (Es ist gut, wenn der Mitarbeiter eine passende Situation aus seinem Leben erzählen kann.) Jedes Kind bekommt ein Senfkorn in die Hand. – Das ist gar nicht so einfach, weil es so klein ist. Man könnte meinen, dass man es zwischen den Fingerspitzen zerdrücken kann und wenn man kräftig pustet, fliegt es davon. Trotzdem oder gerade deswegen wählt Jesus es als Beispiel. Was möchte Jesus mit dem Bild verdeutlichen? Jesus will uns zeigen, dass Gott aus kleinen Dingen etwas ganz Großes machen kann. Das Senfkorn ist nicht das kleinste Korn auf der Erde, aber ihm entwächst eine Pflanze, die richtig groß wird, sie spendet Schutz und Leben. Vögel können sich in ihre Zweige setzen und vor der Sonne schützen, sie spendet wertvollen Schatten. Jesus will uns zeigen, dass für Gott niemand zu klein oder unbedeutend ist und er mit jedem Menschen etwas Besonderes vorhat. Manchmal haben sich die Jünger sicher auch ganz klein gefühlt, so wie ihr in den Situationen, die ihr eben geschildert habt, doch Jesus zeigt ihnen, wie sie mit ihm wachsen können. Wenn wir Gott vertrauen, dürfen wir wissen, dass er ganz genau weiß, was jeder Einzelne von uns schafft und für ihn macht. Er übersieht nichts. Auch Gott hat mal ganz klein angefangen, denn aus Nichts schuf er in sechs Tagen die ganze Welt. Bei Jesus wiederholt sich das, auch Jesus wird ganz klein in einem Stall geboren, kein Palast, kein Prunk. Er ist ganz klein und scheinbar unbedeutend. Gott fängt klein an, damit niemand sagen kann: Gott, du bist mir zu groß. Gott fängt schwach an, damit niemand sagen kann: Gott, du bist mir zu stark. Gott fängt niedrig an, damit niemand sagen kann: Gott, du bist mir zu weit weg.
Jesus möchte uns deutlich machen, dass Gott mit jedem Menschen etwas vorhat und durch ihn die Welt verändern möchte. Oft sehen wir so eine Veränderung nicht. Beim Samenkorn dauert es, aber irgendwann sieht man einen kleinen Trieb. Bei uns Menschen fängt allerdings selten an, ein dritter Arm zu wachsen, wenn wir in die Jungschar oder in den Kindergottesdienst gehen. Die Veränderung passiert oft im Menschen drin.

Was könnte es für Veränderungen geben, wenn jemand anfängt, an Gott zu glauben und sich danach zu richten? (Er wird vielleicht freundlicher, hilfsbereiter, fröhlicher, dankbarer, …)

Weil Jesus weiß, dass man nicht jede Veränderung sieht, hat er den Jüngern als weitere Ermutigung noch das Gleichnis vom Sauerteig erzählt. Der Sauerteig wird unter den Teig oder das Mehl gemischt und ist dann nicht mehr als Sauerteig zu erkennen, es ist etwas Neues geworden. Aber nur durch den Sauerteig kann das Brot beim Backen aufgehen, weich und locker werden. Ohne Sauerteig würde es hart und platt sein. Jesus sagt, dass wir ähnlich wie der Sauerteig sind, wenn wir in die Schule gehen oder in unserer Nachbarschaft wohnen. Wir werden als Sauerteig unter die Menschen gemischt. Man sieht uns nicht an, dass wir zur Jungschar gehen oder an Gott glauben, aber wir verhalten uns in manchen Situationen anders und machen damit eine Veränderung.

Wo können wir einen kleinen Unterschied machen? Gibt es etwas, auch wenn es uns als gering erscheint, mit dem wir anderen Menschen und somit Gott eine Freude machen können? Wir können niemals wissen, was aus unseren Taten erfolgt, aber wir dürfen uns sicher sein, dass wir jedes Mal ein kleines Senfkorn pflanzen.
Nun sammeln wir Ideen, wie wir die Gedanken der Gruppenstunde in die Tat umsetzen können. Gibt es Ideen, die man gemeinsam anpacken kann?

Im Anschluss findet ein Popcorn-Gebet statt: Die Kinder werden eingeladen, spontan ein bis zwei Sätze/Wortfetzen betend an Gott zu richten, sie müssen nicht mit „Amen“ enden, sondern die nächste Person macht gleich weiter – ebenfalls mit einem kurzen Stichpunkt. Und so „hüpft“ das Gebet wie Popcorn von Person zu Person und alle sind gemeinsam vor Gott mit ganz kurzen Wortmeldungen.

Um sich die Wirkung von Hefe noch einmal vor Augen zu führen, wäre es toll, wenn im Anschluss an den Doppelpunkt Hefeherzen gebacken werden könnten.
Ein einfacher Hefeteig lässt sich nach folgendem Rezept herstellen:
Man benötigt folgende Zutaten: 500 g Mehl, 75 g Zucker, 1 Prise Salz, 1 Würfel Hefe, 200 ml lauwarme Milch, 100 g weiche Butter, 2 Eier.
Die Zutaten werden in einer Schüssel zu einem Teig geknetet. Nun muss der Teig ca. 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen. Nun nimmt sich jeder Jungscharler ein Stück Teig, rollt ihn zu einer Rolle aus und formt daraus ein Herz. Man bestreicht die Herzen mit Eigelb und backt sie bei 200° Celsius ca. 10–15 Minuten (je nach Dicke der Teigrollen).
Der Teig sollte schon im Treffpunkt oder vor der Gruppenstunde hergestellt werden. Zwischendurch kann man immer mal wieder schauen, wie sich die Größe verändert hat.

Um die Wartezeit beim Backen zu überbrücken, bietet sich ein kleines Quiz an. Im Quiz werden Fragen über kleine Tiere gestellt, die Erstaunliches leisten. Hier einige Beispiele:

  • Welches Tier kann das Tausendfache seines Gewichtes tragen? – Mistkäfer
  • Die Wiesenschaumzikade ist 6 mm groß. Wie hoch kann sie springen? 60 cm
  • Ein Floh kann ca. 60 cm weit springen. Das Wievielfache seiner Körperlänge ist das? Das 200-fache

Weitere Fragen können zu Personen aus der Bibel gestellt werden, die ganz klein anfingen und Großes bewegt haben. (Mose – kleines Baby im Schilf, was am Ende Israel aus der Gefangenschaft geführt hat; David – kleiner Hirtenjunge, der im Zweikampf den Riesen Goliath besiegte …)

Schlusspunkt

Wenn ihr das nächste Mal denkt, dass ihr zu klein oder zu unbedeutend für irgendetwas seid und lieber aufgeben wollt, dann denkt daran, dass Jesus was anderes sagt. Bei ihm ist niemand zu schwach, zu kurz, zu jung, zu unbedeutend. Er sagt, dass jeder Einzelne zählt und aus kleinen Dingen oftmals ganze große Sachen erwachsen können. Er verspricht, dass alles, was wir für ihn tun, eine Wirkung haben wird. Manchmal sieht man die nicht, wie beim Sauerteig, manchmal dauert es etwas bis man etwas sieht, wie beim Senfkorn.

Bausteine

Lieder

Aus: Einfach spitze
Nr. 29 Bist du groß oder bist du klein
Nr. 66 Der Knaller
Nr. 64 Ich will nicht mehr sagen
Nr. 79 Da staunst du
Nr. 86 Kein Lied von großen Leuten
Nr. 136 Es ist niemand zu groß

Dekoration

In der Mitte des Stuhlkreises oder auf dem Tisch kann ein frisches Brot/Brötchen platziert werden. Daneben die Schale mit Senfkörnern. Wenn Gazetücher oder Organza vorhanden sind, können diese ebenfalls drapiert werden.

Das Ziel

Starter

Die Starter erfahren, dass Jesus mit allen Menschen Kontakt haben möchte.

Checker

Die Checker erfahren, welche Bedeutung es hat, dass sie getauft sind.

Der Text an sich

Der Text besteht aus zwei Teilen: Erzählung über das Leben des Johannes und seine Predigten und Gespräche. Dabei bildet die Erzählung den Rahmen. In Lukas 3,1-6 stehen in der Einleitung Angaben über Herrscher, um den geschichtlichen Hintergrund zu erkennen. Die Stelle aus dem Jesajabuch soll zeigen, dass Johannes von Gott befähigt ist, zu predigen. Mit den Versen 19 und 20 kommt der Abschnitt mit der Gefangennahme des Johannes zu einem Ende.
Der Kern des Abschnittes ist die Predigt des Johannes. Zunächst geht er mit den Zuhörern ins Gericht und zeigt ihnen ihre Fehler auf (V.7-9). Dann antwortet er auf ihre Fragen dazu, wie sie sich verhalten sollen (V.10-14), und schließlich prophezeit er die Taten und das Wirken Jesu (V.15-18). Insgesamt ist auffällig, dass Johannes sehr bildhaft redet und viele Metaphern verwendet.
Johannes prangert vor allem die falschen Motive derjenigen an, die kommen, um sich taufen zu lassen. Die Bilder von der „Schlangenbrut“ und der „Früchte der Buße“, zusammen mit der Metapher über Abraham sollen zeigen, dass es um eine ehrliche Rückkehr und ein Bitten um Gnade aus tiefstem Herzen geht und dass Abstammung und Taten somit nicht wichtig sind.
Interessant ist, dass Johannes offensichtlich zu den Randgruppen und unbeliebten Kreisen spricht, hier in Form von Zöllnern und Soldaten.
Auch in Johannes’ Ankündigung vom Kommen Jesu sind viele Bilder zu finden, die vor allem ausdrücken sollen, wie viel weniger Johannes im Gegensatz zu Jesus ist. So kündigt er das Kommen eines Mannes an, der mit Feuer anstatt mit Wasser taufen würde. Das ist zum einen so zu verstehen, dass Feuer als wesentlich stärkeres Element als Wasser hier die Stärke Jesu zeigt. Zum anderen ist hier auch eine Prophezeiung des Pfingstereignisses in Apostelgeschichte 2 zu finden, ohne dass dies zu dem Zeitpunkt verständlich wäre. Schließlich spricht Johannes noch von der Worfschaufel, die die Spreu vom Weizen trennt. Dabei ist von einem Vorgang beim Gewinn von Getreide die Rede, bei dem das schon gedroschene Getreide in die Luft geworfen wird. Dadurch verteilen sich die Körner und das unbrauchbare Material der Pflanze auf unterschiedliche Haufen, es wird also tatsächlich die Spreu vom Weizen getrennt. Die Spreu diente außerdem als Brennmaterial, was Johannes hier aufgreift, wenn er vom „unauslöschlichen Feuer“ redet.

Der Text für mich

Johannes ruft uns einerseits auf, zu Gott umzukehren und ihm unser Leben anzuvertrauen, was durch die Handlung der Taufe vollzogen und symbolisiert wird. Andererseits zeigt er uns aber auch ganz klar die Bedingungen und die Folgen unseres Handelns auf, wenn wir uns gegen ein Leben mit Gott entscheiden oder aber aus falschen Motiven und nicht aus vollem Herzen nachfolgen. Für mich zeigt Johannes hier, dass ich mich immer wieder selber hinterfragen muss. Warum mache ich das? Was sind meine Absichten dahinter, Jesus nachzufolgen? Dies sind genau die Sachen, die Johannes bei den Menschen anprangert, die zu ihm kommen, um sich taufen zu lassen. Außerdem enthalten Johannes’ Worte klare Anweisungen zum Handeln. Wir alle leben im Überfluss und Johannes zeigt uns, dass wir die Aufgabe haben, dies mit anderen zu teilen, materiell und geistlich.

Der Text für dich

Starter

Die einfache Botschaft des Textes ist: Jeder kann zu Jesus kommen. Egal, wer du bist, egal, was du bisher gemacht hast. Johannes tauft und predigt zu Soldaten und Zöllnern, beides Gruppen, die nicht für ihre Gerechtigkeit bekannt waren. Gerade zu ihnen kommt Jesus und bezeichnend ist es, dass auch Johannes schon zu ihnen predigt.
Außerdem sind auch hier wieder die Anweisungen des Johannes sinnvoll, zu teilen und nicht gierig zu sein. Diese Werte sind ziemlich allgemeingültige Werte und Normen, die die Kinder auch in ihrem Leben erfahren und beigebracht bekommen.

Checker

Auch bei den Kindern mit mehr Glaubenserfahrung haben wieder die konkreten Antworten des Johannes direkt mit ihrem Leben zu tun.
Außerdem kommt hier das Thema der Taufe ins Spiel. Die meisten Kinder werden kurz nach der Geburt getauft, ohne aber genau zu verstehen, was das bedeutet. Zum einen ist es die Tätigkeit von Johannes zu taufen, aber er stellt in dem Text ja sogar Bedingungen, unter denen man sich taufen lassen soll. Was hat das also mit dem Leben der Kinder zu tun? Was bedeutet es, dass sie getauft sind? An dieser Stelle kommt der Text in Berührung mit dem Leben der Kinder.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Schmutziges Geschirr
Für die Verkündigung später wird schmutziges Geschirr benötigt. Deshalb kann man zu der Andacht hinführen, indem alle zusammen essen, zum Beispiel Hot Dogs mit Ketchup und Senf. Der Sinn dabei ist es, dass das Geschirr schmutzig wird, damit man es für die Andacht verwenden kann. Es kann sich einfach um einen kurzen Imbiss handeln, bei dem auf jeden Fall schmutziges Geschirr anfällt.

Idee 2: Johannes der Täufer
Den Teilnehmern wird ein Bild von Johannes dem Täufer gezeigt. Ihnen werden Fragen gestellt: Was fällt euch auf, wenn ihr das Bild seht? Was ist besonders an der Person? Wer könnte das sein? Es geht um Johannes den Täufer. Was ist das Besondere an ihm und was wisst ihr schon über ihn? Hier können schon die bekannten Elemente wie sein Leben in der Wüste und seine Kleidung aufgegriffen werden und was er eigentlich mit Jesus zu tun hatte.

Verkündigung

Figurentheater
In der Verkündigung wird die Geschichte eines großen Abwaschs erzählt. Dazu wird eine große Schale mit Wasser befüllt und auf den Tisch gestellt. Außerdem braucht man sichtbar schmutziges Geschirr, am besten mit Ketchup-Resten oder anderen gut sichtbaren Gebrauchsspuren.
Die Geschichte wird erzählt wie in der Bibelgeschichte auch mit Johannes als Protagonisten. Johannes wird hier verkörpert durch die Spülmittelflasche.
Als Erstes muss klargemacht werden, wer Johannes ist, er wird also vorgestellt. Dabei sollte vor allem deutlich werden, was die Aufgabe eines Täufers ist, nämlich dass er Menschen tauft und dass damit symbolisch eine Art Reinigung vonstattengeht. Das kann passieren, indem man die Kinder fragt, was sie denken, was die Aufgabe eines Täufers ist, oder man stellt Johannes vor und erzählt ihnen direkt die Aufgabe.
Nun wird die eigentliche Geschichte erzählt. Es wird gesagt, dass eines Tages Johannes mal wieder an den Jordan kam. Man nimmt also die Spülmittelflasche und „läuft“ mit ihr zum großen Behälter mit Wasser. Dann kann Johannes ein paar Vorbereitungen treffen, zum Beispiel ein bisschen Spülmittel in das Wasser geben, ein bisschen umrühren und so weiter.
Um zu verdeutlichen, was genau Johannes gemacht hat, nimmt man einen schmutzigen Gegenstand und geht damit zu Johannes und der tauft ihn. Dazu kann Johannes kurz mit den Leuten reden. Anschließend springen beide in den Jordan, also das Spülbecken, und Johannes spritzt ein bisschen Spülmittel auf den Teller und taucht diesen in das Wasser.
Dann kommen ganz viele unterschiedliche Menschen, um sich von Johannes taufen zu lassen. Die Menschen werden dargestellt durch das schmutzige Geschirr und Besteck.
Dann wird erzählt, wie immer mehr verschiedene Menschen zu Johannes kommen. Dabei kann jedem schmutzigen Gegenstand ein Beruf oder ein Name zugeordnet werden, zum Beispiel ein Nudelholz als Bäcker und so weiter.
Schließlich kommen auch ein paar Gabeln und Müslischalen an den Jordan. Die Gabeln stehen für die Soldaten (genauso gut können es auch Messer sein, irgendwas, was sich mit einer Art Waffe identifizieren lässt) und die Müslischalen sind die Zöllner. In den Schalen befindet sich noch Müsli, das die Zöllner den Reisenden zu viel abgenommen haben.
Als sie Johannes hören, wollen sie auch getauft werden. Aber Johannes sagt zu ihnen: „Ihr wollt doch nur getauft werden, damit ihr sicher seid vor Gottes Beurteilung. Aber es kommt darauf an, dass ihr ein Leben mit Gott führen möchtet, dass ihr aus ganzem Herzen euer Leben verändern wollt. Ich sehe doch, dass ihr noch an euren Resten hängt.“
Da fragt ihn ein Teller (oder etwas anderes): „Aber was sollen wir denn machen?“
Johannes: „Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keines hat. Wer etwas zu essen hat, soll entsprechend handeln.“
Da fragt ein Zöllner: „Und wir Zöllner? Was sollen wir tun?“
Johannes: „Verlangt nicht mehr, als in euren Vorschriften steht.“
Da kommt ein Soldat und fragt: „Wir als Soldaten, was sollen wir tun?“
Johannes: „Misshandelt und erpresst niemanden und gebt euch mit eurem Sold zufrieden.“
Dann reden kurz zwei Gegenstände miteinander, dass sie nicht ganz verstanden haben, was das bedeutet, aber dass Johannes weise Worte sagt. Nach ein bisschen Hin und Her fragt einer schließlich: „Glaubt ihr, dass Johannes der Erlöser ist?“
Das hört Johannes und sagt: „Freunde, ich bin genauso ein einfacher Mensch wie jeder von euch. Ich bin es nicht einmal wert, dem Erlöser die Schuhe zu binden. Nein, ich bin es nicht, aber er kommt. Seht, ich mache nur das.“ Nun nimmt er sich einen Teller o.Ä., versieht ihn mit Spülmittel und taucht ihn ins Wasser. „Ich taufe mit Wasser. Der aber, der kommt, der macht das.“ Mit der Spülbürste wird der Teller sauber geschrubbt. „Der macht euch wirklich sauber und nimmt euren Schmutz auf sich. Ich taufe mit Wasser, er aber tauft mit Feuer.“

Die andere Idee

Mitmachtheater

Die Geschichte wird so erzählt, dass die Kinder mit einbezogen werden. Ein Kind wird zu Johannes. Hier kann er irgendwelche Gegenstände ins Wasser tauchen, was dann die Taufe darstellt. Andere Kinder sind die Soldaten, wieder andere die Zöllner, ein paar die Menschenmenge. Dies funktioniert vor allem mit einer kleineren Gruppe, in der jedes Kind dann seine Rolle zugewiesen bekommt. Als Textvorlage können zum Beispiel die Redeanteile der Personen in der BasisBibel genommen werden. Wenn die Kinder etwas im Text nicht verstehen, können sie sofort nachfragen und das Unverständliche wird erklärt.

Der Text gelebt

Wiederholung

In der Wiederholung sollen die Elemente aus der Verkündigung aufgegriffen und verwendet werden. Dazu nimmt man zunächst die Spülmittelflasche und stellt dazu ein paar Fragen:
Wer ist das? – Wo war er? – Was hat er eben in der Geschichte gemacht? Was war seine Aufgabe?
Dann nimmt man die Teller und fragt:
Was wollten die Leute von Johannes? – Warum sind sie so schmutzig? – Was bedeutet der Schmutz? – Was sagt Johannes zu ihnen?
Dann nimmt man die Müslischalen:
Was sind das für Leute? – Was sagt Johannes zu ihnen?
Dann nimmt man die Gabeln: Was sind das für Leute? – Was sagt Johannes zu ihnen?
Am Ende nimmt man die Spülbürste:
Wer war das? – Was hat er mit den Tellern usw. gemacht? – Was sagt Johannes über ihn?

Gespräch

Im Gespräch soll es vor allem um die Taufe und deren Bedeutung gehen. Dazu werden den Kindern verschiedene Fragen gestellt, mit denen sie eine Vorstellung davon gewinnen, was „Taufe“ bedeutet. Die Fragen werden auf Papierstreifen geschrieben, sodass jedes Kind einen Streifen zieht, der dann vorgelesen wird.
– Warum heißt Johannes „der Täufer“?
– Was muss er da machen?
– Wer wurde schon getauft?
– Was gehört zu einer Taufe?
– Warum wird man getauft?
– Warum wollten die Menschen in der Geschichte getauft werden?

Merkvers

Wer zwei Hemden hat, soll dem eins geben, der keines hat. Wer etwas zu essen hat, soll entsprechend handeln.

Lukas 3,11 BasisBibel

Der Merkvers wird mit Bewegungen gelernt. Dazu wird mit den Fingern erst die Zahl „Eins“ gezeigt, dann wird ein Finger weggenommen und die Zahl „Zwei“ gezeigt. Bei dem Wort „Keines“ wird der Finger geschüttelt. Bei dem Wort „Essen“ wird mit beiden Händen eine Schale geformt, wie eine Müslischale, die bei dem letzten Teil nach vorne gestreckt wird, als würde man sie jemandem reichen wollen.

Gebet

Die Kinder bekommen Zeit, sich zu überlegen, wofür sie dankbar sind und worum sie Gott bitten wollen. Dabei sollen möglichst mehr Dinge gefunden werden, für die gedankt wird, als für die gebeten wird. Bei den Bitten kann jedes Kind natürlich um das bitten, was ihm einfällt. Es kann hier aber vor allem Bezug genommen werden auf die Geschichte, indem den Kindern die Möglichkeit gegeben wird, um einen von Herzen gemeinten (Neu-)Anfang zu beten.

Kreatives

Es werden Holzlöffelpuppen gestaltet. Dazu benötigt man zunächst einmal normale Kochlöffel aus Holz. Diese werden dann mit Acrylfarbe angemalt und mit Pappe, Pfeifenreinigern usw. gestaltet. Vor allem Tiere können aus den Kochlöffeln gestaltet werden. Dabei wird nur das Gesicht des Tieres gestaltet, der Stiel kann angemalt werden und bildet den Körper. Aus Pappe können zum Beispiel große Ohren ausgeschnitten werden. Zum Ankleben eignet sich am besten eine Heißklebepistole. Es können aber auch Piraten, Superhelden, Prinzessinnen und alles Mögliche gestaltet werden. Um sich Inspirationen zu holen hilft es, im Internet nach „Wooden Spoon Puppets“ zu suchen.

Spielerisches

Im Spiel wird die Wanderung der Menschen durch die Wüste zum Jordan aufgegriffen. Dazu ist auf der einen Seite des Raumes der Jordan. An diesem stehen Gegenstände, die mit Taufe zu tun haben (z. B. Taufkerze). Die Kinder stehen an der anderen Seite des Raumes. Jetzt werden noch ein paar Hindernisse auf den Weg gepackt, sodass ein Hindernisparcours entsteht. Die Kinder werden in zwei Teams eingeteilt und müssen jetzt möglichst schnell durch den Parcours laufen. Auf der anderen Seite angekommen, nehmen sie einen Gegenstand mit und sie gehen zurück durch den Parcours. Auf der anderen Seite angekommen, klatschen sie das nächste Kind ab. Das Spiel geht so lange, bis alle Kinder gelaufen sind. Symbolisch laufen die Kinder also wie die Menschen in der Geschichte durch die Wüste zum Jordan, erfahren da die Taufe (durch den Gegenstand) und tragen diesen mit zurück an den Ort, von dem sie vorher gekommen sind, also in ihren Alltag.

Rätselhaftes

Im Rätsel gibt es für jede der 10 Fragen drei Antwortmöglichkeiten. Für die richtige Antwort wird der Buchstabe davor in der Reihenfolge der Fragen in das Kästchen des Lösungswortes geschrieben. Wenn alle Fragen richtig beantwortet wurden, erhält man das Lösungswort.

(T)extras

Lieder

Du bist und bleibst einmalig
Vergiss es nie
Willst du mein Pilot sein?

Aktion

Entweder zur Erweiterung des Gesprächs oder als separate Aktion kann noch mal auf die Symbole der Taufe eingegangen werden, indem jedes Kind im Vorfeld der Jungscharstunde eine Einladung zu einer „Taufe“ erhält, also zur nächsten Jungscharstunde. In dieser werden sie gebeten, alle ihre Taufkerzen mitzubringen und vielleicht Fotos von der Taufe und alles, was sie sonst noch davon haben. Dies macht das Gespräch über die Taufe einfacher, weil der persönliche Bezug eindeutiger wird und man Materialien hat, anhand derer man einfacher Elemente erkennen kann. Wenn die Mitarbeiter auch ihre Taufkerze und Fotos mitbringen, wird dies natürlich noch cooler.

Kreatives

Um das Zeichen der Taufe zu vertiefen, werden Steine mit wasserlöslicher Farbe bemalt. Dazu können Folienstifte benutzt werden. Jedes Kind erhält einen Stein und soll auf diesen schreiben oder malen, was es gerne aus seinem Leben streichen möchte oder was es daran hindert, einen Anfang oder Neuanfang mit Jesus zu machen. Hier kann das, was Johannes zu den Menschen sagt, noch einmal wiederholt werden, genauso wie seine Gründe dazu. Wenn der Stein jetzt bemalt worden ist, wird dieser in eine Schale mit Wasser getaucht und das Kind kann sehen, wie dadurch der Stein wieder sauber wird und das Gemalte verschwunden ist. Hier bietet es sich an, auch noch einmal für das oder mit dem Kind zu beten.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zu Gleichnissen von Jesus aus JUMAT 2/17. Es handelt sich dabei um vier Himmelreichgleichnisse aus Matthäus 13.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie eine Beschreibung der Situation der Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Der Treffpunkt vermittelt Spiel- und Bastelideen zum Einstieg. Die Verkündigung und Erzählung der biblischen Geschichte erfolgt im Knackpunkt. Im Doppelpunkt geht es um die Vertiefung des Themas auf unterschiedliche Art und Weise.

Diese Themenreihe enthält die alle Gruppenstunden zur Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium. das ist eine Zusammenstellung von Einheiten aus den JUMAT-Heften 4/17, 4/18 und 4/19. Einige Einheiten haben den Schwerpunkt auf der Vorbereitung der Geburt von Jesus, wie sie in Lukas 1 beschrieben ist. In 4 Einheiten wird die Weihnachtsgeschichte aus Lukas 2 bearbeitet. Ein weiterer Themenkomplex liegt auf der Geschichte von Johannes dem Täufer (Einheiten: Verstummt; Geboren; Gelobt und Gepredigt), die eng mit der Geburtsgeschichte von Jesus verknüpft ist.

Die einzelnen Einheiten sind nach dem gleichen Schema aufgebaut: Im ersten Teil sind exegetische Überlegungen, sowie Gedanken über Auswirkungen des Textes für mich und für die Kinder. Im zweiten Teil geht es um die praktische Umsetzung. Dabei werden mehrere Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie die Umsetzung aussehen kann. Zur Vertiefung stehen jeweils 7 unterschiedliche Elemente zur Verfügung: Wiederholung, Gespräch, Merkvers, Gebet, Kreatives, Spielerisches und Rätselhaftes.

Außerdem enthält die Themenreihe einen interaktiven Entwurf für eine Adventskalenderrallye und einfache Ideen zum Sternebasteln.

Eine Auswahl von Ideen für Stationen, die zu einem Gespräch mit Gott einladen und Teil einer offenen Phase oder einer Gebetsnacht sein können.

Dank

Vergiss nicht zu danken
Auf die vorbereiteten Papierblumen kannst du einen Dank schreiben. Die Blütenblätter der Blume werden nach innen gefaltet und in eine Glasschale mit Wasser gelegt. Wenn sich das Papier der Blume mit Wasser vollsaugt, öffnen sich die langsam die Blütenblätter.

Bitte

Gebet für die Stadt
Konkrete Gebets-Anliegen für die Stadt, den Stadtteil, die eigene Straße oder Schule, die Nachbarn. Den Ort auf der Karte durch eine Nadel im entsprechenden Planquadrat markieren.

Schick dein Gebet zum Himmel

Schreibe deine Bitte auf einen Zettel und wickel sie um eine Rakete. Die Rakete wird später von einem Mitarbeiter abgefeuert.
Achtung: Raketen müssen schon an Sylvester gekauft werden und evtl. muss eine Sondergenehmigung beim Ordnungsamt beantragt werden.

Tauschstation

Wenn Du etwas auf dem Herzen hast, ist dies der Ort es nun bei Gott abzulegen. Schreibe dein Gebet auf und hänge es an die Wäscheleine. Dann nimm dir ein Trostwort (Zusprüche aus der Bibel) und entdecke was Gott für Dich bereithält.

Kerzenmeer

Es gibt Menschen, die Dich unterstützen, Dir Freude bereiten und mit denen Dir ein guter Umgang leicht gelingt. Und dann gibt es Menschen, mit denen es Dir schwer fällt umzugehen, die Dir viel abverlangen und mit denen jedes Wort eine Überwindung bedeutet. Hier hast Du die Möglichkeit eine Kerze für einen Menschen anzuzünden.

Sorge

Das Kreuz war der tiefste Abstieg. Wer da hing, war zerbrochen, besiegt, kaputt. Sorgen und Nöte können hier auf eine Tonscherbe geschrieben und in das Kreuz (aus alten Plastikblumen-Kästen) zu anderem Müll gelegt werden.

Feuerkorb

Deine Klagen und Sorgen lasten musst du nicht mit dir rumschleppen. Schreibe sie auf einen Zettel und verbrenne sie im Feuerkorb vor der Kirche/ Dem Gemeindehaus/ dem Freizeitheim/ …

Schuld

Sünden-Shredder
Bring deine Sünden zu Gott. Schreib sie auf einen Zettel und lass sie dann durch den Sünden-Shredder vernichten.

Sündenklo

Immer wieder gibt es Dinge, die uns von Gott und unseren Mitmenschen trennen. Das belastet. Aber du kannst es loswerden. Schreib es auf Klopapier, wirf es in die Toilette und spül es runter.

Segen

Segensdusche:
Sind Bibelverse flüssig? Man könnte es fast glauben, wenn man in der Segensdusche steht. Heiß oder kalt laufen Sie Dir den Rücken runter oder plätschern ganz angenehm und tun einfach gut. Nimm Dir einen Bibelvers und erlebe, dass Gott dadurch zu Dir spricht. Wenn Dich der Vers eher durcheinanderbringt als dass er Dir weiterhilft, dann sprich einfach eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter an.

Persönliche Segnung

Mitarbeitende sprechen dir einen persönlichen Segen zusprechen und malen dir mit Öl ein Kreuzzeichen in die Handfläche oder auf die Stirn

Pflanzstation

Für eine Person aus dem eigenen Umfeld beten. Dazu den Namen auf ein Fähnchen schreiben und zusammen mit einem Samen in ein kleines Töpfchen einpflanzen. In den nächsten Wochen schauen, wie das Pflänzchen wächst und gedeiht, genauso wie hoffentlich der Glaube dieser Person.

„Entdecke deine Möglichkeiten – Werde kreativ“

Beten kann man nicht nur mit Worten. Hier kannst du aktiv werden. Lass deiner Kreativität freien Lauf und bring deine Beziehung zu Gott auf eine ganz andere Art zum Ausdruck. Beispielsweise durch Gestaltung von Kerzen, Verschönern von Texten, Modellieren mit Ton oder indem du dein Gebet malst.

GottesBilder

Welches Bild von Gott trage ich in mir? In den Psalmen gibt es viele Bilder von Gott. Nachlesen und sich einlassen auf neue Gottesbilder. Bibeln in verschiedenen Übersetzungen liegen dazu aus.

Herzensbrief

Schreibe deinen ganz persönlichen Brief an Gott. Wir schicken dir ihn in ein paar Wochen zu.

Chillen mit deinem Gott

Nimm Platz und genieße die Zeit mit Gott – hier hast du Zeit noch mal über den Abend und die Predigt nachzudenken – oder auch Bibel zu lesen.

Das Ziel

Starter

Das Lob soll Gott gehören.

Checker

Gott loben ist wichtig.

Der Text an sich

Dieser Abschnitt ist eines der großen Lobeslieder im Neuen Testament. Dieser prophetische Lobeshymnus des Zacharias wird auch „Benedictus“ genannt. Der Name kommt vom lateinischen Wort benedicere und bedeutet gepriesen oder gesegnet. Dieses Wort ist der Anfang des Lobgesangs von Zacharias im lateinischen Text. Der Inhalt ist klar: Gott wird gelobt und zwar für sehr verschiedene Bereiche.
Gott wird gelobt für seine Verheißungen aus dem Alten Testament. An vielen Stellen wird die Geburt des Messias vorhergesagt und nun ist die Zeit da, an der dies geschehen soll. Johannes ist der Vorbereiter für Jesus.
Gott wird gelobt für die Geburt von Johannes. Kinderlosigkeit galt unter Juden als eine Schmach (1. Mose 30,23; Lukas 1,25). Man war davon überzeugt, dass Gott damit Menschen bestraft, die irgendwelche Sünden begangen haben. Aber Zacharias hatte einen makellosen Lebenslauf als Priester und deswegen war dies schwer zu verstehen. Aber schon im Alten Testament liest man von ähnlichen Situationen und erkennt, dass bei Gott nichts unmöglich ist, auch Geburten im „hohen Alter“. Beispiele dafür sind Sarah und Abraham und ihr Sohn Isaak, Hanna und Elkana und ihr Sohn Samuel, Manoach und seine Frau mit ihrem Sohn Simson. Alle diese Kinder wurden zu großen Ereignissen berufen und waren wichtig für die Geschichte des Volkes Israel.
Gott wird gelobt für die bevorstehende Geburt Jesu. Er ist der versprochene Messias aus dem Stamm Davids. Viele Propheten aus dem Alten Testament haben seine Geburt vorhergesagt (unter anderem Jesaja und Micha). Die Geburt ist angekündigt und vorbereitet.
Gott wird gelobt für die Verheißung der Befreiung aus den Händen der Unterdrücker und Feinde. Wie damals, als die Israeliten noch in Ägypten unter der Last der Sklaverei und Unterdrückung gelitten haben, so leiden sie auch zur Zeit der Geburt von Jesus unter der Unterdrückung der Römer. Die Israeliten wünschten sich sehnlichst die Befreiung von den Römern. Und der Messias sollte der Retter von dieser Unterdrückung sein. Aber die Erneuerung geht nicht auf politischer Ebene los, sondern sie beginnt im Inneren der Israeliten. Die Vergebung, von der Zacharias spricht, macht deutlich, dass Gott wieder an seinem Volk handelt, dass er sie von innen heraus erneuern will.
Gott wird gelobt, weil er der Beste ist.

Der Text für mich

Alle Jahre wieder stehen im Kindergarten Entwicklungsgespräche auf dem Plan. Alle Jahre wieder jedes Kind genau beobachten, schauen, was es noch nicht kann. Zumindest sind unsere sogenannten Entwicklungsbögen darauf ausgelegt. Was kann das Kind noch nicht oder wo sind die Defizite? Und jedes Jahr aufs Neue versuche ich das zu finden, was das Kind unter den vielen Kindern in der Gruppe und dem Kindergarten einmalig macht. Alle Jahre wieder entdecken, was das Kind in seiner Einzigkeit ausmacht. Loben statt kritisieren.
Unsere Gesellschaft zeigt immer wieder auf das, was wir nicht können.
Der Text zeigt eine andere Perspektive auf. Zacharias lobt Gott, weil er weiß, dass Gottes Wort die Wahrheit ist. Zacharias lobt Gott, weil er größer ist als wir Menschen und wir ihm trotzdem nicht egal sind.
Alle Jahre wieder: Gott loben für das, was Weihnachten (und Ostern) geschehen ist.
Alle Jahre wieder: Gott loben für die Geburt von Jesus im Stall von Bethlehem.
Alle Tage wieder: Gott loben für das, was er Gutes in meinem Leben getan hat.

Der Text für dich

Starter

„Du kannst das nicht!“ – „Das musst du aber noch lernen!“ – „Oh Mann, wie kann man das nur so versauen!“ Ob im Sportverein, in der Schule oder hin und wieder auch zu Hause und an vielen anderen Orten werden solche oder ähnliche Sätze gesagt. Oft hören Kinder nur das, was sie schon können müssen oder was sie doch endlich gelernt haben müssten. Ganz schnell stimmen wir mit ein und sagen ihnen, was sie alles für Fehler machen. Kritik ist ihnen kein Fremdwort, Lob ist jedoch leider viel seltener. Zu oft wird bereits in jungen Jahren immer nach den Fehlern gesucht (Schule, Sportverein, Clique, usw.). Sich gegenseitig zu loben und zu sagen „Das hast du gut gemacht“ tut jedem Menschen gut und das sollte eine Grundlage in der Jungschar sein.

Checker

Einige der Kinder beten vielleicht zu Hause schon allein, zum Beispiel beim Aufstehen, vor und nach dem Essen oder beim Schlafengehen. Oft danken die Kinder Gott für allerhand Sachen, was sehr gut ist. Auch das Bittgebet nimmt einen Teil ein, ob für die anstehenden Arbeiten in der Schule, für Freunde, Familie, Kranke, das Wetter und den Sieg ihrer Lieblingsmannschaft. Alles sind wichtige Bestandteile des Gebetes. Aber einen Lobgesang, wie ihn Zacharias singt, beten die Kinder selten. Es wäre aber schön, wenn diese Art des Betens genauso zum alltäglichen Gebet würde wie ein Dank- und Bittgebet.

Der Text erlebt

Hinführung

Idee 1: Theaterstück zur Wiederholung
Zwei Mitarbeitende verkleiden sich als Elisabeth und Zacharias. Elisabeth hält eine Puppe (Johannes) im Arm. Sie sitzen am Tisch und sprechen über die Ereignisse des letzten Jahres.
Zacharias: Oh, das sieht aber wieder gut aus, was du uns da zum Abendessen vorbereitet hast.
Elisabeth: Ja auf dem Markt gab es wieder sehr viele frische leckere Sachen. Hier, probier mal davon.
Zacharias: Mmmmh, sehr lecker. Es ist doch gut zu wissen, dass wir es gut haben und unser Gott bei uns ist.
Elisabeth: Ja, das sagst du heute. Aber weißt du noch vor einem Jahr?
Zacharias: Ja, du hast recht. Das war keine leichte Zeit. Damals saßen wir auch zusammen und haben über die nächsten Tage nachgedacht. Kurz bevor ich nach Jerusalem zum Tempeldienst gegangen bin. Das war eine große Ehre für mich. Und es war für mich ein großes Wunder, dass ausgerechnet ich gelost wurde.
Elisabeth: Ja, uns beide bewegte immer noch die Frage, warum wir keine eigenen Kinder bekommen haben. Damals hatten wir gedacht, wir wären zu alt dafür. Und insgeheim habe ich gehofft, dass du eine Antwort von Gott auf die Frage bekommst. Aber dass sie so aussieht, das hätte ich nicht gedacht.
Zacharias: Wie recht du hast. Damals war das so und heute sitzen wir hier und haben unseren kleinen Johannes bei uns.
Elisabeth: Gott ist gnädig. Er hat unsere Gebete erhört. Unser kleiner Johannes ist ein Geschenk Gottes. Aber trotzdem war es sehr komisch, als du auf einmal stumm zurückgekommen bist aus dem Tempel.
Zacharias: Die Begegnung im Tempel hat mich einfach umgehauen. Da stand auf einmal dieser Engel und erzählte mir, dass du, dass wir ein Kind bekommen würden. Du kannst dir vorstellen, was mir da durch den Kopf gegangen ist. Und dann war auch noch meine Sprache weg. Wie sollte ich dir erzählen, was passiert ist?
Elisabeth: Ja, das war sehr lustig, wie du mir versucht hast mit Händen und Füßen zu erzählen, dass du einen Engel gesehen hast.
Zacharias: Ja, das war es. Aber es war eines der vielen Zeichen, die Gott zu dieser Zeit bewirkt hat. Und nach der Geburt war die Sprache auf einmal wieder da und alle unsere Nachbarn haben gar nichts mehr verstanden.
Elisabeth: Ach, ich bin nur froh, dass sie endlich aufgehört haben zu spotten: „Du kannst keine Kinder bekommen, Gott liebt dich nicht!“ Oder: „Gott will dir keine Kinder geben, weil du etwas Schlimmes gemacht hast.“

Idee 2: Lobwand
Auf dem großen Blatt steht: Lobwand. Die Kinder bekommen die Aufgabe, alles aufzuschreiben, wofür sie Gott loben. Das können Dinge oder Ereignisse aus der letzten Woche, dem letzten Monat oder dem zurückliegenden Jahr sein. Am besten ist es, wenn alles auf kleine Post-It-Zettel geschrieben und dann an die Lobwand geheftet wird.

Verkündigung

Theaterstück
Das Theaterstück geht weiter. Jetzt geht es nicht mehr um das Ereignis der Geburt von Johannes, sondern um den Inhalt des Lobliedes von Zacharias.
Zacharias: Aber Gott ist größer und mächtiger. Aus unserem Leid, dass wir keine Kinder bekommen haben, hat Gott ein Loblied gemacht und uns das Wunder der Geburt geschenkt.
Elisabeth: Das hast du schön gesagt. Und du hast recht, Gott gebührt unser Lob. Für die ganzen Wunder, die im letzten Jahr geschehen sind. Deine Begegnung im Tempel, die Geburt unseres Sohnes, die bald anstehende Geburt des Sohnes von Maria, der unser versprochener Retter sein wird. Ja, da bin ich mir sicher, er wird der Messias sein, auf den wir, auf den das ganze Volk Israel schon wartet. Und unser Sohn wird ihm vorangehen, ihn ankündigen.
Zacharias: Ja, ich habe in den letzten Tagen immer wieder über ein Loblied nachgedacht. Willst du es mal hören?
Elisabeth: Ja, sehr gerne.
Zacharias: Oh großer Gott, wir haben es ja so gut, denn du hast uns so lieb. Du versorgst uns mit allem, was wir brauchen. Du siehst uns und erhörst unsere Gebete.
Doch du, Gott, hast etwas Großes mit uns vor. Du wirst Mensch, kommst als Baby zur Welt und wir dürfen live dabei sein. So wie du es schon die Propheten vor Jahren verkünden lassen hast. Das, was du versprichst, das wird geschehen.
Maria wird deinen Sohn zur Welt bringen und er wird Jesus heißen. Er wird uns zeigen, wie wir leben und miteinander umgehen sollen. Das ist die beste Nachricht der Welt.
Gott hat uns so oft geholfen, denken wir nur an Mose und wie er uns aus Ägypten befreit hat. All die Wunder, die in dieser Zeit geschehen sind, die Teilung des Meeres, damit wir fliehen konnten vor den Ägyptern. Er bewahrte sein Volk in der Wüste und auch in dem gelobten Land. Gott tut das, weil er uns liebt. Deswegen können wir ihn nur loben.
Auch heute vertrauen wir darauf, dass die Römer irgendwann aus Israel verschwinden. Wir glauben daran, dass Gottes Wort in Erfüllung geht. Weil er treu ist und seine Versprechen hält, deswegen will ich Gott loben und ihm mein Leben geben.
Elisabeth: Das klingt wunderbar. Und es beschreibt die Größe unseres Gottes. Er ist einfach wunderbar und seine Liebe zu uns Menschen ist so groß.
Zacharias: Und unser Sohn wird den Menschen von Jesus erzählen und wird ihnen sagen, dass Jesus uns ganz sehr liebt. Er wird eine wichtige Botschaft verkünden, dass Jesus uns rettet und uns den Weg zu Gott zeigt. Gott will uns nicht für immer bestrafen für das, was wir falsch machen. Er will uns vergeben, wenn wir ihn darum bitten. Das wird die Botschaft von Jesus sein. Dafür wollen wir Gott loben.
Elisabeth: Ja, dafür gebührt Gott unser Lob. Auch wenn es nicht immer einfach ist und wir manche Träne weinen, wissen wir, dass Gott gut zu uns ist.
Beide gehen ab.

Die andere Idee

Lob damals und heute

Ausgangspunkt ist das Lob Gottes. Gemeinsam überlegen wir mit den Kindern, wofür wir Gott loben können. Dann wird Gott im Gebet für alles gelobt. Wenn die Kinder wollen, können sie für ihre aufgeschriebenen Sachen selber Gott loben.
Danach wird der Lobgesang des Zacharias mit den Kindern gemeinsam gelesen. Nun wird unser Lobgebet mit dem Lobgesang von Zacharias verglichen. Wo gibt es Unterschiede und wo Gemeinsamkeiten? Wie ist die Situation bei Zacharias und wie ist Situation bei uns heute? Können wir heute Gott auch noch so loben wie Zacharias damals?
Für diese Verkündigungsform kann die Lobwand genutzt werden. Alle Gedanken und auch der Lobgesang des Zacharias werden mit an die Lobwand geheftet.

Der Text gelebt

Wiederholung

Was waren die Gründe von Zacharias und seiner Frau, Gott zu kritisieren?
Was waren die Gründe von Zacharias und seiner Frau, Gott zu loben?
Auf einem Blatt werden die Gründe für das Kritisieren und auf das andere die Gründe für das Loben geschrieben. Dann kann man beide nebeneinanderhalten und deutlich zeigen, dass Zacharias und Elisabeth nicht nur Grund hatten, Gott zu loben, aber dass das für sie sehr wichtig war.

Gespräch

Die Fragen können erst von den Kindern beantwortet werden. Vielleicht werden sie auch einiges mehr nennen. Die Antworten hier sind ein Teil der möglichen Antworten und können als Ergänzung dienen.
Über was haben sich Elisabeth und Zacharias geärgert?
1. Elisabeth hatte keine Kinder bekommen.
Manche Juden hänselten sie deswegen. Sie war vielleicht sogar eine Außenseiterin. Die Menschen dachten damals, es sei eine Strafe Gottes, wenn man keine Kinder bekam. Wie oft Elisabeth darüber traurig war und mit Gott gesprochen hat, steht in der Bibel nicht. Aber wahrscheinlich hatte sie sich damit abgefunden. Obwohl ihr Mann, Zacharias, ein Mann war, der sich an Gottes Gebote gehalten hat und immer nach Gott gefragt hat.
2. Zacharias war sehr lange stumm.
Für Zacharias war es bestimmt nicht leicht, so lange nicht reden zu können. Er konnte den Menschen vor dem Tempel nicht erklären, was im Tempel geschehen ist. Und er konnte Elisabeth nicht erzählen, was in den nächsten Wochen und Monaten geschehen wird.
Worüber haben sich Elisabeth und Zacharias gefreut?
1. Sie haben erkannt, dass Gott ihre Gebete doch erhört hat (Kinderwunsch).
2. Sie sind gesegnet mit einem Kind, das für alle Menschen in Israel und darüber hinaus wichtig ist.
3. Sie danken Gott dafür, dass Zacharias wieder reden und hören kann.
4. Sie freuen sich darüber, dass Gott seine Versprechen aus dem Alten Testament hält und dass sie die Erfüllung der prophetischen Worte miterleben dürfen.
Zacharias und Elisabeth hatten viel Grund Gott zu loben. Und das tat Zacharias auch, nachdem er endlich wieder reden und hören konnte.
Wofür können wir Gott loben?
Gemeinsam werden die Antworten aufgeschrieben und im Raum aufgehängt. So kann man diese Wand des Lobes immer weiter ergänzen und rückblickend schauen, wofür man Gott alles loben kann.

Merkvers

Alles, was atmet, lobe den Herrn! Halleluja!

Psalm 150,6 Neues Leben. Die Bibel

Um den Merkvers mit den Kindern gemeinsam zu lernen, kann man folgende Bewegung dazu üben.
Alles, was atmet – Mit dem Finger auf alle Personen zeigen.
Lobe den Herrn. Halleluja. – Beide Hände werden nach oben genommen, um eine lobende Haltung einzunehmen.

Gebet

Wie Zacharias können alle gemeinsam Gott loben. Grund dafür gibt es genug. Man spricht gemeinsam darüber, wofür man Gott loben kann.
Abschließend betet ein Mitarbeiter:
Gott, es ist genial, dass es dich gibt. Du bist der größte und beste Gott überhaupt. Du hast alles wunderbar gemacht. Wenn wir auf unser Leben schauen, gibt es immer wieder Grund, dir Loblieder zu singen wie Zacharias, mal laut, mal leise. Danke dafür. Amen

Kreatives

Warme Lobesdusche
Die Kinder schreiben über jedes Kind in der Gruppe auf, wofür sie dieses Kind loben. Diese Sachen werden aufgeschrieben und von den Mitarbeitenden gesammelt. Danach stellen sich die Kinder im Kreis und ein Kind (und Mitarbeitende) stellen sich der Reihe nach in den Kreis und dann werden die Sachen vorgelesen, wofür die Kinder die Person loben.

Spielerisches

Wetten, dass …
Für die Kinder werden bestimmte Wetten vorbereitet. Ziel ist es, dass die Kinder für das Gewinnen der Wette gelobt werden. Deswegen sollten die Aufgaben nicht zu schwer sein. Eine zeitliche Begrenzung ist sinnvoll. Wer seine Aufgabe geschafft hat, bekommt eine Belohnung und eine Belobigung.
Man kann das Spiel auch in zwei Gruppen machen. Dann kann man schauen, wer länger bei den Aufgaben durchhält. Jedoch sollte im Mittelpunkt immer noch das Loben des Einzelnen stehen, der die Aufgabe geschafft hat.
Beispielaufgaben:

  • Zehn Kniebeugen in 30 Sekunden
  • Fünfzehn Salzstangen essen in 30 Sekunden
  • Drei Bonbons mit dem Mund auffangen (entweder selber zuwerfen oder ein anderes Kind)
  • Dreißig Sekunden auf einem Bein stehen usw.

Wichtig ist es, dass jedes Kind eine Aufgabe bekommt, die das Kind auf jeden Fall locker schaffen kann. Wenn es das gesteckte Ziel übertrifft, kann es dafür gelobt werden.

Rätselhaftes

Die Kinder erhalten ein Arbeitsblatt mit einem Rätsel, welches sie ausfüllen sollen.
Der Lösungssatz lautet: Gott loben

(T)extras

Lieder

Weihnachten ist Party für Jesus
Absoluto guto
Wir singen für unsern Gott
Freude, Freude, Gottes große Liebe

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