Suchen und Finden

Sucht ihr gutes Material für eure (Mädchen)Gruppe? Das lässt sich mit unserem neuen KON-Thema hier auf jeden Fall finden!

Schon in der Weihnachtsgeschichte geht es um suchen und finden – aus ganz unterschiedlicher Motivation der beteiligten Personen.

Behandelt wird aber auch der Umgang mit Enttäuschungen – wenn ich (Gott) suche und nicht finde oder auf der Suche nach verlässlichen Infos nur auf Fake News stoße.

Ebenso findet ihr spannende Stundenentwürfe, Spielideen und Kreatives zum Thema.

Und zum Jahreswechsel darf natürlich auch die Jahreslosung 2022 nicht fehlen.

»Auf der Suche nach der 24« – Sozusagen ein Adventskalender im Format einer Hausrallye. Wer also in der Vorweihnachtszeit eine Gruppenstunde mit Bewegung, Knobeln und Herausforderungen plant, wird hier fündig.

Die Rallye ist dabei so aufgebaut, dass die Mädchen in Gruppen von mindestens fünf Personen unterwegs sind. Am besten habt ihr außerdem ein ganzes Gemeindehaus oder zumindest mehrere Räume zur Verfügung, um die Stationen entsprechend weitläufig aufzubauen und somit Stau und Gedränge zu vermeiden. Des Weiteren ist es super, wenn mindestens drei Mitarbeitende vor Ort sind – vor allem, um die »Aktionsstationen« zu betreuen. Vielleicht könnt ihr auch ein oder zwei Eltern mit einbinden, die euch unterstützen. Sinnvoll kann es außerdem sein, wenn eine Mitarbeiterin zwei Stationen betreut, die dann in einem Raum aufgebaut sind.

Die Rallye findet nach dem Laufzettel-Konzept statt, das heißt, jede Gruppe bekommt zu Beginn der Spielzeit einen Zettel, auf dem sie die jeweiligen Stationen dann abhaken oder auch direkt bearbeiten kann. Es gibt Stationen, die sich durch Bewegung und Action auszeichnen, aber auch Stationen, an denen eine Frage beantwortet werden muss. Diese Antwort wird jeweils direkt auf dem Zettel notiert und im Anschluss an die Rallye ausgewertet. Eine Vorlage für diesen Zettel findet ihr als PDF in der Anlage!

Die Stationen selbst werden dann anhand kleiner nummerierter Zettel, auf die ihr die Fragen unten übertragen könnt, im gesamten Haus markiert und dürfen von den Gruppen dann kreuz und quer besucht werden – es ist der Gruppe also freigestellt, welche Stationen sie wann bearbeitet. Lediglich die Station 24 soll erst bearbeitet werden, wenn die restlichen Stationen 1 bis 23 erfüllt sind. Warum? Das erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest! Sollten es einzelne oder mehrere Gruppen nicht vor Ablauf der Spielzeit bis zur Station 24 schaffen, könnt ihr die Station auch im Anschluss mit allen Gruppen gemeinsam »nachholen«.

Im Folgenden findet ihr einen fertigen Konzeptvorschlag für eine Hausrallye mit hohem Spaßfaktor und vergleichsweise wenig Vorbereitungszeit!

Station 1:

Quizfrage: In welcher Stadt wurde Jesus geboren? (Bethlehem)

Station 2:

Aktion: Gewürze erschnüffeln!

Besorgt fünf weihnachtliche Gewürze und/oder Düfte (Zimt, Anis, Lebkuchen, Spekulatius, Tannenzweige etc.). Diese könnt ihr dann in nicht durchsichtige Gläschen füllen und oben mit Maler-Kreppband abdichten, sodass man nicht hineinsehen kann. Stecht kurz vor Beginn der Rallye mit einem scharfen Messer vorsichtig einen »Riechschlitz« in das Kreppband. An der Station angekommen darf dann jeweils immer eine aus der Gruppe genau zwei Mal an einem Gewürz riechen, bevor sie einen Lösungsvorschlag abgibt.

Pro richtig erratenes Gewürz bekommt die Gruppe einen Punkt, wonach an dieser Station maximal fünf Punkte erspielt werden können. Notiert die Punkte auf dem Laufzettel.

Station 3:

Quizfrage: Wer sagte Maria die Geburt ihres Kindes Jesus voraus? (Antwort: Ein Engel)

Station 4:

Aktion: Teelichter wettanzünden!

Stellt mindestens 20 Teelichter bereit. Die Gruppe bekommt die Aufgabe, in zwanzig Sekunden so viele Teelichter wie möglich anzuzünden. Für jedes brennende Teelicht gibt es einen Punkt auf dem Laufzettel.

Station 5:

Quizfrage: Die Gruppe soll auf ihrem Zettel maximal drei verschiedene Plätzchen-Sorten notieren (die es auch wirklich gibt). Pro Sorte gibt es einen Punkt.

Station 6:

Aktion: Weihnachtspyramide bauen!

Die Gruppe bekommt die Aufgabe, eine lebendige Weihnachtspyramide mit mindestens zwei Etagen zu bauen – und zwar mit den Gruppenteilnehmenden selbst. Dazu können sich beispielsweise drei Personen in einer Reihe hinknien und zwei klettern an ihnen hoch und bilden oben kniend die zweite Etage.

Der Pyramidenaufbau lässt sich dabei verschieden variieren, Hauptsache, es sind zwei Etagen zu erkennen. Steht die Pyramide dann länger als fünf Sekunden, hat die Gruppe die Aufgabe erledigt und bekommt fünf Punkte auf dem Laufzettel.

Station 7:

Quizfrage: Was bedeutet das Wort »Advent« (Antwort: Ankunft, aus dem Lateinischen)

Station 8:

Aktion: Malt einen Adventskranz!

Legt Bleistifte, Buntstifte und DIN-A4–Papier bereit. Die Gruppe, die an die Station kommt, hat die Aufgabe, in maximal 5 Minuten einen Adventskranz zu malen. Dieser wird nach Vollständigkeit und Schönheit von den Mitarbeitenden bewertet. Maximal können hier insgesamt fünf Punkte vergeben werden. Das fertige Bild sollte mit Namensbeschriftung einer der Mitarbeiterinnen übergeben werden, damit es beim weiteren Spielverlauf nicht knittert.

Station 9:

Quizfrage: Was brachten die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind? (Antwort: Weihrauch, Gold und Myrrhe)

Station 10:

Quizfrage: Wie lautet »Frohe Weihnachten!« in einer anderen Sprache? (Beispiel: »Merry Christmas!«)

Station 11:

Quizfrage: Was wird in vielen Kirchen traditionell im Weihnachtsgottesdienst von den Kindern aufgeführt? (Antwort: Krippenspiel)

Station 12:

Aktion: Weihnachtslieder singen!

An dieser Station ist die Gruppe aufgefordert, ein Weihnachtslied zu performen, welches wiederum von den zuständigen Mitarbeitenden auf Klang, Textsicherheit und Vollständigkeit geprüft wird. Dazu ist es sinnvoll, Texte von bekannten Weihnachtsliedern ausgedruckt vorrätig zu haben, damit sich die Gruppen daran orientieren können.

Das Lied sollte mindestens einmal von allen Gruppenmitgliedern vollständig gesungen werden. Ist dies erledigt, bekommt die Gruppe fünf Punkte auf ihrem Laufzettel.

Station 13:

Quizfrage: Wie hießen die Eltern von Jesus? (Antwort: Maria und Josef)

Station 14:

Aktion: Stern ausschneiden!

Legt quadratische Origami-Blätter bereit, aus denen die Gruppe ohne Lineal und Stifte jeweils einen Stern ausschneiden soll. Auch dieser Stern wird anschließend nach Schönheit bewertet und kann dazu schon vorab mit Namen versehen und einer Mitarbeiterin überreicht werden, damit er nicht knickt. Mindestens erhalten kann die Gruppe hier fünf Punkte.

Station 15:

Quizfrage: Was ist bunt, rund und zerbrechlich? (Antwort: Weihnachtsbaumkugel)

Station 16:

Aktion: Was brüht denn da? Teesorten erraten.

Richtet fünf verschiedene Teebeutel her, von denen ihr die Sortenschilder abnehmt. Wichtig ist es hier, einheitliche Sorten zu nehmen wie beispielsweise »Apfel, Minze, Orange …« Gemischte Sorten wie »Kräuter, Winterpunsch, etc.« sind nur schwer zu erraten und sollen deshalb vermieden werden. Auch an dieser Station können die Gruppenmitglieder durch Riechen erraten, um welchen Tee es sich handelt. Pro erratene Sorte gibt es dann einen Punkt auf dem Laufzettel.

Station 17:

Quizfrage: Wer zeigte den Hirten den Weg zum Stall? (Antwort: Der Stern)

Station 18:

Quizfrage: Welche Farben haben die Kerzen auf dem Adventskranz traditionell? (Antwort: rot)

Station 19:

Quizfrage: Zählt drei Weihnachtslieder auf und notiert sie auf eurem Zettel! Pro überprüftes echtes Lied gibt es einen Punkt.

Station 20:

Aktion: Ein Weihnachtsgedicht schreiben!

Die Gruppe hat zur Aufgabe, in maximal 5 Minuten ein Weihnachtsgedicht zu dichten, das mindestens sechs Verse und mindestens vier Reime besitzt. Das fertige Gedicht soll auf einen Zettel geschrieben und dann von der ganzen Gruppe den Mitarbeitenden an der Station vorgetragen werden. Das gibt wiederum fünf Punkte auf dem Laufzettel.

Station 21:

Quizfrage: Woher kamen die Heiligen Drei Könige? (Antwort: Aus dem Morgenland)

Station 22:

Quizfrage: Welche mehrtürige Überraschung versüßt vielen die Wartezeit auf Weihnachten? (Antwort: Der Adventskalender)

Station 23:

Quizfrage: Worein legte Maria das Jesuskind nach der Geburt? (Antwort: In eine Futterkrippe)

Station 24:

Aktion: Lauscht der Geschichte!

Diese Station erfordert Vorbereitungszeit und, wenn es möglich ist, einen eigenen, ruhigeren Raum. Hier könnt ihr Decken, Kissen und Kerzen herrichten, denn, die Gruppe kommt zu euch, nachdem sie die Rallye fertig bearbeitet hat. Nun soll sie bewusst die Ruhe und das Ankommen wahrnehmen. Lasst den Mädchen dabei Zeit, um im Raum anzukommen – wer mag, kann sich auch hinlegen und/oder die Augen schließen – und beginnt erst dann mit dem Vorlesen. Sucht dazu mehrere Geschichten zur Weihnachtszeit raus, die ihr den Mädchen vorlesen könnt. Die Gruppe darf dann auch nach der Geschichte im Raum bleiben und einfach sein.

Bei einem kompletten Spielablauf sollte die Rallye so enden, dass nach und nach alle Gruppen im Raum ankommen. Wenn dann alle im Raum angekommen sind, könnt ihr zusammen die biblische Weihnachtsgeschichte lesen. Dazu könnt ihr euch die Bibelübersetzung aussuchen, die euch für die Gruppe am geeignetsten erscheint. Diese Geschichte bildet den Abschluss der Rallye.

Findet im Anschluss an diese Ruhezeit dann einen guten, langsamen Übergang zur Auswertung der Laufzettel und zur Preisübergabe!

Preisverleihung

Plant für die Auswertung der Laufzettel und die Preisverleihung etwa zehn Minuten ein.

Nachdem ihr die Punkte auf den Zetteln ausgewertet habt, könnt ihr die Preisverleihung starten. Toll wäre es dabei, wenn alle Teilnehmenden ein Geschenk bekämen und nicht nur ein Hauptpreis für die Gruppe mit den meisten Punkten vergeben würde. Ihr könnt auch die Weihnachtsgeschichte noch einmal als ausgedruckten, schön layouteten Zettel den Mädchen mitgeben. So erhalten sie eine schöne Erinnerung an die Rallye für zu Hause und obendrauf die beste Nachricht der Welt!

ür die 6- bis 12-Jährigen haben wir eine Freizeit zum Thema „Jakob – gesegnet, geflüchtet, versöhnt!“ entwickelt. Das Freizeitkonzept ist als flexibler, individuell anpassbarer Baukasten zu verstehen. Das heißt: Die Freizeit kann im Tagesablauf und der Freizeitlänge ganz den Gegebenheiten und Bedürfnissen vor Ort angepasst werden. Als Beispiel haben wir für euch ein 6-Tages-Programm konzipiert.

Die Jakobsgeschichte

Unter „Programmideen“ finden sich eine Einführung in die biblische Jakobsgeschichte mit Hintergrundwissen. Die biblische Geschichte haben wir über sechs Einheiten verteilt. Vier Geschichten sind als Anspiel ausgearbeitet, zwei als „Skechtboard-Geschichten“ (die Geschichte entsteht malerisch beim Erzählen auf einer großen Staffelei). Die Anspiele findet ihr schriftlich und als Filmaufnahmen vor. So könnt Ihr wählen, ob ihr die Anspiele selbst spielt oder einfach per Film abspielt. Die Sketchboardgeschichten sind ausschließlich Filmclips. Nach den jeweiligen Geschichten haben wir Vertiefungen ausgearbeitet für zwei Altersgruppen (6-10 Jahre; 11-13 Jahre). So kann mit den jeweiligen Zielgruppen altersentsprechend gearbeitet werden.

Jede Jakobgeschichte wird von einer Rahmengeschichte umklammert. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und hilft den Kindern, die Themen der Jakobgeschichten in ihr Leben zu übertragen. Gezeigt wird die Rahmengeschichte jeweils vor bzw. nach einer Jakobgeschichte. Ihr findet diese Geschichte als Textdatei unter „Programmideen/ Rahmengeschichte“ und als Film in einzelnen Clips unter „Videos“.

Programmplan

Der vorgestellte Programmplan der „5 Sterne Sommer“-Freizeit geht zunächst von einem Angebot ohne Übernachtung aus. Selbstverständlich kann der Tagesplan auch auf eine Übernachtungs-Freizeit abgewandelt werden. Auch im Hinblick auf Kooperationen, mögliche Corona-Bestimmungen… kann die Freizeit ganz auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt werden und ermöglicht so eine hohe Identifikation mit der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort. 

Sonntag
Streiten ist normal, da steckt was dahinter / 1.Mose 25, 19-34 / Esau verkauft Jakob sein Erstgeburtsrecht
Montag
Gott segnet nicht nur die Braven / 1.Mose 27,1-40 / Jakob holt sich den Segen
Dienstag
Wie und wo kann ich Gott erleben (und was antworte ich?) / 1.Mose 27, 41- 28, 22 / Jakob und die Himmelsleiter
Mittwoch
Wie gehe ich mit Unrecht um? / 1.Mose 29,1-30 / Jakob wird betrogen Zeit bei Onkel Laban
Donnerstag
In Zeiten der Angst – an wen oder was klammere ich mich da? / 1.Mose 32,1-33 / Jakob am Jabbok
Freitag
Wie geht „Aufeinander zugehen“ nach Verletzungen? / 1.Mose 33,1-16 / Jakob und Esau versöhnen sich
8:30 Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück
9:00 Beginn: Begrüßung, Spiel, Ritual … Beginn Beginn Beginn Beginn
9:30 Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Video
Rahmengeschichte
Sktechboard
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
9:45 10.00 Uhr Ankommen und Begrüßen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen Vertiefung für zwei Altersgruppen
10:15 Kennenlern-Spiele Ratespiel „Wer bist du“ oder Quiz „Gefragt – gejagt“ „Spiele rund um die Leiter“ oder Spiel „Nummer 2 gewinnt“ Spiel: „Israel sucht den Superhirten“ „Würfeln-Suchen-Quizzen“ Geländepiel: „Kuhhandel“
12:00 Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen
12:30 Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops Workshops
14:00 Snack Snack Snack Snack Snack Snack
14:15
Video
Rahmengeschichte
Bibelanspiel
Vertiefung für zwei Altersgruppen
14.30-15.15 Streitspiele 15:20 -16.25 Begabt! Wettkampf 1 Std
Geländespiel „Capture the Wildraten” Dorf- oder Stadtspiel „Himmelsleiter“

Platz für eigene Ideen
Spiel: Handelsspiel „Büffeljagd“
oder
Stationenspiel „Talente ausprobieren“
Platz für eigene Ideen Stationenspiel
„Jakobs leckere Suppe“
16:45 Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied Abschied
17:00 Ende Ende Ende Ende Ende Ende

Hier folgt eine Anleitung für eine Bingo-Gameshow. Aber nicht irgendein langweiliges Bingo. Wir machen eine Gameshow: Bullshit Bingo. Es wird also definitiv lustig. Dazu wollen wir mit allen Teilnehmenden zusammen spielen. Es ist also auch eine Mitmach-Gameshow!

Diesen Abend könnt ihr sowohl online als auch präsent durchführen.

Es gibt 5 Kategorien:

  • Spiel
  • Eklig
  • Quiz
  • Kreativ
  • Glaubensleben

Jede Kategorie kommt abwechselnd zweimal an die Reihe. Hier ein optimaler Ablauf:

  1. Wort-Battle (Quiz)
  2. Schnick-Schnack-Schnuck (Spiel)
  3. Extase (Glaubensleben)
  4. Lachen verboten (Eklig)
  5. Kartenhaus (Kreativ)
  6. Wahrheit oder Pflicht (Quiz)
  7. Tischklettern (Spiel)
  8. Sehnsucht nach mehr (Glaubensleben)
  9. Blinder Mohrenkopf (Eklig)
  10. DIN A 4 (Kreativ)

Die Aufgaben werden anhand einer Powerpoint angezeigt.

Für den Abend sind 50 Bullshit-Wörter nötig. Diese können im Vorfeld gesammelt werden. Bei jeder Aktion werden drei der 50 Wörter zufällig ausgewählt. Natürlich wissen alle Akteure nicht, welche gerade dran sind. Nutzt dafür entweder eine Person, die die Begriffe freigibt oder eine Art Losbox, aus der ihr immer drei Wörter zieht. Spontanität ist also gefragt. Denn die drei Begriffe müssen bei der Erklärung oder Durchführung der Aktion laut und deutlich gesagt werden. Für den Notfall findet ihr ein Dokument mit 50 Begriffen, falls ihr keine sammeln könnt oder zu wenige zusammenkommen.

Jeder Teilnehmende bekommt einen Bingo-Zettel (siehe zusätzliches Dokument). Jeder Teilnehmer schreibt nun 25 der 50 Wörter auf seinen Zettel. In jedes Kästchen darf nur ein Wort rein.

Im Folgenden beschreiben wir die Online-Variante, da sie etwas komplizierter ist. Lade alle Teilnehmenden zu einer Videokonferenz ein. Je nach Teilnehmenden solltest du den Chat sperren.

Schicke den fertig ausgefüllten Bingo-Zettel per Messenger an eine ausgewählte Handynummer.

Was ist ein Bingo und was tun, wenn man einen Bingo hat?

Ein Bingo sind fünf abgehakte Bullshitwörter horizontal, diagonal oder vertikal.  Abhaken kann man einen Bingo, wenn eins der 50 Wörter tatsächlich von einem der Akteure gesagt wurde. Wer einen oder mehrere Bingos hat, ruft nach dem Signal auf einer angegebenen Handynummer an. Wer als Erster nach einem Spiel/Signal durchkommt, wird dazugeschaltet und nimmt an einer Verlosung teil. Ein attraktiver Preis wie z. B. ein Kinogutschein über 25€ oder eine EC-Basisbibel steigert die Dynamik. Alle, die nach einem Signal als Erste durchkommen, sind in der Verlosung um den Hauptpreis dabei.

Nun beschreiben wir die 10 Aktionen im Detail:

Wort-Battle (Quiz)

Ich suche jemanden, der gegen mich in eine Wort-Battle antritt. Es geht so, dass ich ein Wort sage, dass aus zwei Wörtern besteht. Z. B. Kopfsalat. Jetzt wärst du an der Reihe und müsstest ein Wort sagen, dessen erster Teil mit Salat beginnt. Z. B. Salatschleuder. Ich sag dann Schleudertrauma und Trauma … hääää … und ich hab gewonnen. Oder natürlich du. Verstanden? Dann geht es los. Du beginnst.

Material:

  • Kein Material

Schnick-Schnack-Schnuck (Spiel)

Ihr spielte eine Runde Schnick-Schnack-Schnuck (Schere, Stein Papier). Jeder spielt gegen jemand anderen. Wer am Ende übrig bleibt, gewinnt. Bei einem Zoom-Meeting machen alle ihren Bildschirm an und spielen gegen den Bildnachbarn. Wer verloren hat, macht seinen Bildschirm aus.

Glaubensleben Ingo „Extase“

  1. Das Gefühl der Sicherheit
    Wie schön kann das Leben als Christ sein. Erfüllt von Gottes Gegenwart, gehen wir unser Leben Hand in Hand mit Gott an. Corona kann uns nichts anhaben. Wir erleben, dass Gott real ist, er uns begleitet und führt. Wir haben jetzt und auch in der Vergangenheit so viel mit ihm erlebt. Was hat er nicht schon alles für uns getan! Wenn uns dies zu jeder Tages- und Nachtzeit bewusst ist, könnte unser Leben als Christ ein einziges Hochgefühl sein. Wir tanzen wie in Ekstase.
    Dem Volk Israel ging es genauso, als Gott sie durch Mose aus der Sklaverei führte. Immer wieder machte sich nach den schwierigen Phasen ihres Lebens auch Erleichterung breit. Sie gewannen Sicherheit. Durch Gottes Handeln fühlten sie sich (kurz) wie im siebten Himmel. Nach dem Auszug aus Ägypten, nach dem Zug durchs Meer, nachdem sie zu essen bekommen haben, müssen sie so erleichtert gewesen sein und gedacht haben: „Jetzt kann uns nichts mehr passieren, komme was will. Wir sind vollkommen frei.“
  2. Exkurs: Das Gefühl der Sichterheit! Das bedeutet es:
    Sicherheit ist nicht nur ein Gefühl, sondern für uns Menschen ein Grundbedürfnis. Die Sicherheit ist also neben den Grundbedürfnissen wie z. B. Essen und Schlafen das erste Bedürfnis, das wir haben müssen, um uns zu entfalten. Es ist damit eine elementare Voraussetzung für unser Leben. Ohne Sicherheit erreichen wir keine weitere Stufe der Bedürfnispyramide. Doch was, wenn die Sicherheit bröckelt? Es kommen Zweifel in einem auf. Ist Gott wirklich da und ist er gut für uns? Angst und Ungewissheit entstehen. Das Volk fühlt sich alleingelassen.
  3. Wenn sich Gefühle verselbstständigen
    Wieso tut Gott nichts – der Gott, der die Israeliten einst aus Ägypten geführt hat. Sie müssen jetzt selbst handeln, beschließen sie. Wie oft geht es uns genauso, gerade jetzt durch die enormen Einschnitte, durch den ganzen Corona-Kram. Wir fühlen uns nicht mehr sicher, sind hoffnungslos, erschöpft und geschafft.
    Und dann passiert es, wir sind nicht mehr Herr über uns, lassen uns von unseren Gefühlen leiten, die sich in uns breitmachen.
    Wenn wir den Gefühlen die Kontrolle überlassen, dann verselbstständigen sie sich, ohne dass irgendetwas in uns den Gefühlen einen Rahmen gibt. Nichts haben wir den Gefühlen entgegenzusetzen. Sie bekommen Macht über unser Denken und Handeln.
    In solchen Momenten sind wir sogar bereit, sehr viel aufzugeben. Die Israeliten waren bereit, ihren Reichtum zu geben, um endlich wieder einen Gott zu haben, der greifbar und sichtbar für sie ist. Sie bauten sich ein goldenes Kalb. Nicht zum essen, sondern zum anbeten, als Gott, als Sicherheits-Alternativ-Programm.
  4. Wer ist deine Lok?
    Gefühle sind nicht da, um uns zu leiten, sondern um unser Innerstes wiederzugeben, um zu erfahren und zu beschreiben, wie es uns in den unterschiedlichen Lebenssituationen geht. Gehen wir mal davon aus, unser Leben sei ein Zug. Da gehört kein Gefühl in die Lok, die den Zug des Lebens antreibt und führt. Nach der sich alle anderen Waggons richten und blind hinterherfahren. Wir sehen dies am Beispiel der Israeliten, wohin das führt. Sie kreieren sich einen neuen Gott, der zwar unpersönlich, aber sichtbar ist. Mir erscheint es fast, als wollten sie keinen neuen Gott, sondern nur einen, der so ist und handelt wie es ihre momentane Gefühlslage verlangte. Dabei bringt Gott Stabilität in einer flexiblen und variablen Welt. Doch ist langfristige Zufriedenheit nicht erstrebenswerter als kurzfristige Ekstase und Glück?
  5. Ende
    Ich habe erlebt, dass Gott, meine Unsicherheiten und Ängste ernst nimmt und mir Trost und Hilfe anbietet.
    Er mutet uns aber auch zu, durchzuhalten und unseren Gefühlen seine positiven und sicheren Zusagen entgegenzusetzen. Daran können wir festhalten und in Geduld das Handeln Gottes abwarten. Dann finden wir die Sicherheit, die wir brauchen.
    Ein Bibeltext, der mir persönlich immer wieder Sicherheit gibt, ist Römer 8,31
    „… Gott ist für uns, wer kann uns da noch etwas anhaben …“
    So kann der Zug in der Achterbahn der Gefühle nicht entgleisen, sondern bleibt in der Spur, in der Gott dich haben will.
  6. Material
  • Bibel
  • Zug (mit Lok und Waagons)

Lachen verboten (Eklig)

Ihr sucht einen Freiwilligen, der Witze erzählen kann. Ihr nehmt dann einen großen Schluck Wasser aus einem Glas. Jemand anderes versucht diesen nur mit Witzen zum Lachen zu bringen.

Material:

  • Glas
  • Wasser
  • Handtuch

Kartenhaus (Kreativ)

Wer hat schon mal ein Kartenhaus gebaut, das mehr als zwei Ebenen hatte?

Mega, du hast es also drauf. Zumindest bis in die dritte Ebene. Genial. Dann machen wir jetzt einen Battle. Mal schauen, wessen Kartenhaus nach einer Minute höher ist. Es muss dann noch stehen. Als Untergrund musst du auch Karten verwenden. Damit es fair und vergleichbar bleibt.

Material:

  • Tisch
  • Kartendeck

Wahrheit oder Pflicht (Quiz)

Spielt drei Runde Wahrheit oder Pflicht. Überlegt euch dafür drei Aktionen und drei Fragen. Wenn ihr die Gameshow online spielt, weist ihr jedem Teilnehmenden einen Zahl zu und lasst sie zufällitg auswählen.

Mögliche Fragen: Dein peinlichstes Erlebnis? Dein erster Kuss? Dein Lieblingskuscheltier aus der Kindheit? etc.

Mögliche Aufgaben: Handstand, Lied gurgeln, fünf Kleidungsstücke ausziehen oder 20 anzeihen, 10-20 Liegestützen, …

Tischklettern (Spiel)

Ich suche jemanden, der sportlich ist und vielleicht sogar ab und zu mal klettern geht. Sonst reicht sportlich aber voll aus. Du trittst gegen mich an. Ziel. Du sitzt auf einem stabilen Tisch wie diesem hier! Dann musst du versuchen – ohne den Boden zu berühren – einmal unter dem Tisch durchzuklettern, um dann wieder oben auf dem Tisch zu sein. Wer das als Erster geschafft hat, hat gewonnen.

Material:

  • Tisch

Sehnsucht nach mehr (Glaubensleben)

Schon als kleiner Junge habe ich „Gegen den Wind“ – eine Windsurf-Serie – gesehen und habe echte Sehnsucht nach dem Meer bekommen. Die hat sich bei mir nie richtig gelegt. Irgendwann wurde aus Windsurfen dann doch das eine Nummer coolere Wellenreiten. Seitdem nutze ich jede Gelegenheit, um so etwas in der Richtung zu machen.

Surfen geht ja bei uns nicht, also bin ich Longboarden gewesen. Als Teenie, jeden Tag!  Jetzt versuche ich im Urlaub immer einen Tag so was einzubauen. In Dresden war ich Wakeboarden, auf Borkum in einer stehenden Welle, in Peru Bodyboarden mit einem super-extremen Sonnenbrand und so weiter.

Ich habe echte Sehnsucht nach Meer. Ich habe aber auch Sehnsucht nach dem Mehr!

Ich möchte ein echtes Leben haben. Nicht nur in der Mittelmäßigkeit rumpaddeln und mich abstrampeln. Ich wünsche mir mehr! Mehr vom Leben. Mehr Liebe. Einfach mehr.

Und in meinem Leben habe ich gemerkt, dass es das Mehr nur mit Jesus gibt. Mehr Geld meine ich nämlich nicht. Ist auch immer praktisch, aber stillt bei mir keine Sehnsucht, nur materielle Wünsche.

Jesus ist = Mehr!

  • Die Bibel das meistverkaufte, meistübersetzte Buch!
  • Unser Kalender wir nach Jesus ausgerichtet!
  • Orte nach ihm benannt
  • Wir nennen unsere Kinder so wie die Menschen um Jesus herum hießen und die seine Jünger waren
  • Was Jesus tat, hatte Einfluss in unser Rechtssystem und damit in unsere Würde
  • Er sorgt heute immer noch für immer mehr Gleichheit
  • Er unterstützte die Medizin und das Bewusstsein, sich um andere zu kümmern
  • Es beeinflusste unsere Universitäten, Sprache, Gedanken und so weiter
  • Und das alles, obwohl er kein Politiker war, kein Krieger, keine einflussreichen Eltern hatte, kein Buch schrieb, nicht studiert hat, …
  • Jesus hat die Welt verändert.

Die Frage ist jetzt, wie verändert er auch unsere Welt. Deine und meine!

Durch Jesus überlagern sich Himmel und Erde. (per Hula-Hoop-Reifen symbolisch zeigen)

Wenn der Himmel auf die Erde kommt, dann passiert etwas:

  • Sünden werden vergeben
  • Aus einem Niemand wird ein Jemand
  • Ausgestoßene treten in eine Beziehung zu Gott
  • Das menschliche Leben bekommt einen göttlichen Sinn
  • Man erlebt einen Funken vom Paradies
  • Liebe vertreibt den Hass …

Jesus ist mehr! Jesus wurde wie wir, damit wir so werden können wie er! Jeder, der möchte, kann jetzt dieses Mehr in seinem Leben erleben. Jesus selber in sein Leben lassen.

Jesus selber spricht, dass er mehr ist. Zwei Beispiele seiner Worte:

  • ICH BIN das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nicht hungern und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten (Joh. 6,35).
  • ICH BIN die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist (Joh. 11,25).

Du hast gehört. was Jesus hier über sich sagt. Komm und sieh selbst! Jesus ist mehr! Du wirst noch viel größere Dinge zu sehen bekommen! Es ist eine Einladung, deine Einladung, fürs Mehr.

Material:

  • 2 x Hula-Hoop-Reifen

Blinder Mohrenkopf (Eklig)

Wer kann gut erklären?

Du darfst Andi erklären, wie er mich füttern soll. Ziel ist es, dass ich diesen Mohrenkopf esse. Je besser das klappt, desto besser.

Das Problem ist, Andi sieht nichts. Er hat eine Augenbinde auf und wegen dem Abstand einen verlängerten Arm.

Material:

  • Mohrenköpfe
  • Handtuch
  • Verlängerter Arm

DIN A 4 (Kreativ)

Ihr sucht einen Freiwilligen und bastelt beide einen Papierflieger. Der Flieger, der am weitesten fliegt, gewinnt.

Alternative. Alle falten bzw. reißen ein Kreuz. Du erklärst wie es geht, ohne dass die anderen wissen, was du machst. Wenn du es gut erklärt hast bleibt, am Ende ein Kreuz übrig.

Kleine Tricks mit großer Wirkung

Fast alle Menschen sind fasziniert, wenn Täuschungskünstler ihre Tricks vorführen. Manches ist unglaublich, weil man es sich einfach nicht erklären kann… Es sei denn, man weiß, was hinter dem Bluff steckt! Wir stellen dir kinderleichte Mogeleien vor, für die man nur wenige Materialien benötigt. Mit ein bisschen Übung können selbst die Kleinen die Großen bald ordentlich hinters Licht führen…

Auf einer Freizeit können sich Kinder einen Trick aussuchen, den sie lernen möchten. Dann bekommt jedes Kind eine Einführung und bekommt Zeit zum Herstellen des Tricks und zum Üben. Nach einer gewissen Zeit führen die Kinder sich gegenseitig die Tricks vor.

Die besondere Tüte

Mit Hilfe dieser besonderen Tüte kannst du kleine Gegenstände im Handumdrehen verschwinden lassen.

Material
  • farbiges Papier DIN A 4 oder DIN A 5
Bastelanleitung
  • Lege das Blatt hochkant vor dich hin.
  • Falte die untere Seite nach oben, so dass genau in der Mitte eine Faltlinie entsteht.
  • Öffne den Faltschritt wieder.
  • Falte nun alle Ecken nacheinander zur Mittellinie. Beginne mit der linken unteren Ecke, die dann von der rechten unteren Ecke überlappt wird. Nun folgt die rechte obere Ecke, die dann von der linken oberen Ecke überlappt wird.
  • Falte das entstandene Quadrat entlang der Mittellinie zusammen, so sich ein Dreieck bildet.
  • Stecke die zwei Ecken, die sich in der Mitte des Dreiecks befinden, ineinander, so dass eine Tüte entsteht.
Durchführung des Tricks
  • Die Tüte hat zwei Öffnungen. Halte sie zu Beginn des Tricks so, dass eine der beiden Öffnungen nach oben zeigt.
  • Nun steckst du oder eine andere Person einen kleinen Gegenstand (z.B. Büroklammer, Wollfaden, Briefmarke) in die Öffnung.
  • Drehe dann die Zaubertüte in den Händen hin und her.
  • Stoppe irgendwann, wenn die zweite Öffnung nach oben zeigt.
  • Öffne die Tüte – der Gegenstand ist verschwunden! 
  • Natürlich kannst du ihn auch wieder in die Tüte „zurückzaubern“. Drehe deine Tüte dazu wieder theatralisch mehrfach hin und her. Öffne sie, wenn die Seite mit dem Gegenstand wieder nach oben zeigt.

Die Nadel im Luftballon

Ein Luftballon und eine Nadel? Das passt doch eigentlich nicht zusammen! Bei diesem Trick schon…. Hier erfährst du, wie du mit einer Nadel in einen Luftballon pieksen kannst, ohne dass er platzt.

Material
  • Luftballon
  • reißfestes Klebeband (am besten Paketband)
  • dünne Nadel
Bastelanleitung
  • Blase den Luftballon auf.
  • Klebe einen kleinen Streifen Klebeband irgendwo auf den Ballon.
  • Klebe einen zweiten kleinen Streifen Klebeband quer über den ersten, so dass ein Kreuz entsteht.
Durchführung des Tricks
  • Zeige deinen Zuschauer*innen den Luftballon, so dass die geklebte Stelle für sie nicht sichtbar ist.
  • Stich nun mit der Nadel vorsichtig in die Mitte des Klebeband-Kreuzes. Wie durch ein Wunder platzt der Ballon nicht!
Erklärung

Normalerweise platzt ein Luftballon, wenn man mit einer Nadel in ihn hineinsticht. Dies geschieht, weil sich an der Einstichstelle blitzschnell Risse auf der Luftballonhaut bilden. Die Klebestreifen halten die Ballonhaut zusammen und verhindern so die Rissbildung.

Die Münzschachtel

Bastle ein einfaches Trickspiel, bei dem sich eine Münze auf wundersame Weise in Luft auflöst!

Material
  • Streichholzschachtel
  • Bleistift
  • kleine Schere (z.B. Nagelschere)
  • kleine Münze
Bastelanleitung
  • Schiebe die kleine „Schublade“ aus der Streichholzschachtel.
  • Lege die Münze an eine der beiden kurzen Innenseiten der ausgezogenen „Schublade“ und markiere die Ränder der Münze mit einem Bleistift.
  • Schneide einen kleinen Schlitz in die markierte Innenseite der „Schublade“. Beachte dabei die vorgezeichneten Markierungen! Der Schlitz muss sich ganz unten an der Seite befinden, so dass die Münze leicht hindurchgleiten kann.
  • Schiebe die „Schublade“ wieder in den Schachtelmantel.
Durchführung des Tricks
  • Präsentiere deinen Zuschauer*innen die Münze und deine Trickschachtel. Halte dabei die Schachtel so, dass die Seite mit dem Schlitz zu dir zeigt.
  • Öffne die Schachtel, indem du die „Schublade“ nach vorne schiebst.
  • Lege die Münze hinein.
  • Schließe die „Schublade“ und schüttle die Schachtel, so dass alle das Klappern der Münze hören können.
  • Lass irgendwann die Münze unauffällig durch den Schlitz in deine Hand gleiten. Diesen Schritt solltest du eine Weile üben, damit du ihn gut beherrschst!
  • Nimm die Schachtel in deine leere Hand und schiebe die Schublade mit einem Finger der anderen Hand heraus. Die Münze ist verschwunden!   

Schüttelboxen

Lerne ein raffiniertes Täuschungsspiel mit Streichholzschachteln kennen, das andere in Staunen versetzen wird!

Material
  • 4 gleich große, leere Streichholzschachteln
  • einige Spaghetti und Spiralnudeln
  • ein Gummiband
  • farbiges Papier und Kleber oder farbige Klebefolie
  • Schere
Bastelanleitung
  • Verziere drei der Schachteln mit dem farbigen Papier oder der Klebefolie, so dass sie genau gleich aussehen.
  • Fülle in die vierte Streichholzschachtel ein paar Spiralnudeln und einige kleine Stückchen Spaghetti. Wenn du nun die Box schüttelst, ertönt ein rasselndes Geräusch.
Durchführung des Tricks
  • Befestige die gefüllte Schachtel mit einem Gummiband an deinem rechten Handgelenk und verdecke sie dann mit dem Ärmel deines Pullovers.
  • Stelle die anderen drei (leeren) Schachteln nebeneinander vor dich auf einen Tisch.
  • Um deinen Zuschauer*innen vorzutäuschen, dass sich auf dem Tisch zwei leere und eine volle Schachtel befinden, schüttelst du zwei der Boxen – also die „leeren“ – jeweils mit der linken Hand und eine der Box – also die „volle“ – mit der rechten Hand. Die versteckte Schachtel am rechten Handgelenk erzeugt dabei das rasselnde Geräusch, aber man hat den Eindruck, dass es aus der geschüttelten Schachtel kommt.  
  • Vertausche nun die Schachteln mehrmals schnell mit beiden Händen hin und her.
  • Lass eine andere Person zeigen, wo sich jetzt ihrer Meinung nach die volle Box befindet. Natürlich musst du selbst wissen, welche der Schachteln du als voll erklärt hattest!
  • Schüttle also wieder die Boxen und achte dabei darauf, nur die „volle“ mit der rechten Hand zu schütteln. Beim ersten Versuch solltest du der anderen Person ein Erfolgserlebnis gönnen.
  • Vertausche die Schachteln ein weiteres Mal.
  • Lass wieder eine andere Person zeigen, an welcher Stelle sich ihrer Meinung nach die volle Box befindet. Auf wundersame Weise steht sie jetzt einer unmöglichen Stelle, weil du dieses Mal einfach eine andere der drei Boxen mit der rechten Hand schüttelst.
  • Diesen Trick kannst du mehrmals wiederholen.
  • Zum Schluss kannst du alle drei Boxen mit der rechten Hand schütteln. Jetzt sind anscheinend auf einmal alle gefüllt!

In diesem Video wird der Trick vorgeführt und erklärt: https://www.philognosie.net/spiele-fun/zaubertricks-lernen-6-magische-tricks-mit-anleitung-fuer-kinder#zaubertrick_fur_kinder_die_drei_zauberboxen

Geheime Botschaften

Willst du eine geheime Nachricht schreiben, die nur Insider lesen können? Dieser Trick zeigt dir, wie es geht!

Material
  • 2 Blätter Papier
  • Kugelschreiber
  • Schüssel mit Wasser
Durchführung des Tricks
  • Befeuchte eines der Papiere, indem du es kurz in die Wasserschüssel tauchst.
  • Suche dir eine feste Unterlage. Lege dort das trockene Papier auf das nasse.
  • Schreibe deine Geheimbotschaft mit dem Kugelschreiber auf das trockene Papier.
  • Lass das feuchte Blatt trocknen. Die Schrift wird verschwinden!
  • Nun kannst du das getrocknete Blatt der/dem Empfänger*in deiner geheimen Nachricht geben.
  • Die Botschaft wird lesbar, wenn das Blatt wieder befeuchtet wird.
Erklärung

Bei feuchtem Papier kann das Licht besser durchscheinen als bei trockenem Papier. Wenn man mit dem Kugelschreiber auf nassem Papier schreibt, werden die Papierfasern an den beschriebenen Stellen zusammengepresst. Auch durch die zusammengepressten Stellen dringt das Licht nur schlecht. Hält man also das Papier wieder unters Wasser, wird es überall transparent – außer an den zusammengepressten Stellen. Deshalb wirken sie dunkler und man kann die Schrift wieder lesen.

Schlangenbeschwörer

Mit ganz einfachen Mitteln kannst du eine gefährliche Papierschlange zum Leben erwecken und sie mit einem Stift zähmen!

Material
  • Seidenpapier (mindestens 10x10cm)
  • Bleistift
  • Schere
  • Holzmalstifte
  • Blechunterlage (so groß, dass die Schlange bequem Platz darin findet)
  • Füller
  • Wolltuch
Bastelanleitung
  • Zeichne mit dem Bleistift eine spiralförmige Schlange auf das Seidenpapier und schneide sie aus. Falls du eine Vorlage brauchst, kannst du zum Beispiel hier nachschauen: http://corpak.de/wp-content/uploads/2020/05/06_Spiralschlange.pdf
  • Bemale die Schlange mit den Buntstiften, z.B. Augen auf den Schlangenkopf und ein Muster auf ihren Rücken.
  • Biege den Kopf der Schlange nach oben.
Durchführung des Tricks
  • Lege deine Papierschlange auf die Blechunterlage.
  • Reibe den Füller eine Weile kräftig mit dem Wolltuch.
  • Halte den Füller über die Schlange.
  • Die Schlange bewegt sich! Sie richtet sich wie ein lebendiges Tier auf und schnappt immer wieder nach dem Füller.
Erklärung

Durch die Reibung mit dem Wolltuch wird der Füller elektrisch aufgeladen. Das ungeladene Papier wird vom geladenen Füller angezogen. Bei jeder Berührung übernimmt das Seidenpapier einen kleinen Teil der elektrischen Ladung, gibt sie aber gleich wieder an die Blechunterlage ab. Dadurch ist das Papier wieder ohne Ladung und wird erneut vom Füller angezogen. Das wiederholt sich so lange, bis der Füller seine Ladung komplett abgegeben hat.

Geheimnisvolles U-Boot

Material
  • dicke Orangenschale
  • Küchenmesser
  • Schneidebrett
  • wasserfeste Filzstifte
  • Glasflasche und Flaschenverschluss aus Gummi (Gummikappe) oder Plastikflasche mit Deckel
  • Wasser
Bastelanleitung
  • Schneide aus der Orangenschale vorsichtig ein kleines U-Boot (etwa 3 cm lang).
  • Bemale es mit wasserfesten Filzstiften.
  • Fülle die Flasche bis zum Rand mit Wasser.
  • Stecke das U-Boot in die Flasche.
  • Verschließe die Flasche mit der Gummikappe (Glasflasche) oder mit dem Deckel (Plastikflasche)
Durchführung des Tricks
Glasflasche:
  • Drücke mit deinem Daumen auf die Kappe. Auf geheimnisvolle Weise bewegt sich das U-Boot!
  • Je stärker du auf den Verschluss drückst, desto tiefer taucht es. Je weniger du drückst, desto weiter schwebt das Boot wieder nach oben.
Plastikflasche:
  • Statt über den Verschluss werden U-Boot und Taucher dadurch gesteuert, dass die Flasche mehr oder weniger stark zusammengedrückt wird.
Erklärung

In der Orangenschale befinden sich viele kleine Löcher, die mit Luftbläschen gefüllt sind. Sie bewirken, dass die Schale auf der Wasseroberfläche schwimmt. Der Druck des Fingers (Glasflasche) oder der Hand (Plastikflasche) wird vom Wasser an die Orangenschale weitergeleitet, so dass die Luftbläschen zusammengedrückt werden. Dadurch fließt Wasser in die entstandenen Hohlräume. Die Schale wird schwerer und sinkt ab. Wird der Druck vermindert, breitet sich Luft in den Löchern wieder aus und verdrängt das eingedrungene Wasser. Die Orangenschale steigt wieder nach oben.

Quellenangaben

Press, Hans Jürgen: Spiel – das Wissen schafft. Große Ausgabe mit über 400 Anregungen zum Experimentieren und Beobachten der Natur. Ravensburger Buchverlag 1995, S. 35 + 71.

Utz, Annette; Martin, Jörg: Verblüffende Experimente. Augsburg: Weltbild Verlag 1998, S. 37, 39.

https://www.kinderspiele-welt.de/kinderparty/zaubertricks-fuer-kinder.html

https://www.kinderspiele-welt.de/basteln-und-werkeln/zaubertuete-falten.html

https://de.wikihow.com/Eine-Zauberschachtel-basteln

https://www.philognosie.net/spiele-fun/zaubertricks-lernen-6-magische-tricks-mit-anleitung-fuer-kinder#zaubertrick_fur_kinder_die_drei_zauberboxen

https://m.simplyscience.ch/tl_files/content/Bilder%20Import/Experimente/Experimente%20mit%20Wasser/Der%20tanzende%20Wasserteufel.pdf

Es ist der erste Abend auf einer Freizeit? Oder die Kinder sind teilweise neu in der Gruppe? Vielleicht gibt es die Gruppe in dieser Konstellation schon länger?

Kennenlernspiele sind eine super gute Möglichkeit, andere Kinder kennenzulernen, bzw. Neues über andere Kinder zu lernen. Dabei wird deutlich: jede*r ist einmalig und ganz besonders. Wie ein Stift, der in einer Farbe malt. Aber nur gemeinsam können wir ein buntes Bild malen. Wenn wir uns gegenseitig in dieser Einzigartigkeit wertschätzen, dann werden wir eine super Gruppe.

Obstsalat

Wir starten die Kennenlernspiele mit einem Klassiker. Bei dem Spiel „Obstsalat“ stehen alle Kinder und Teamer im Kreis. Eine*r steht in der Mitte. Das Kind in der Mitte sagt ein bestimmtes Merkmal oder eine bestimmte Eigenschaft, zum Beispiel: „Alle wechseln die Plätze, die gerne Fußball spielen.“ Nun wechseln alle, auf die es zutrifft die Plätze. Das Kind in der Mitte versucht einen freien Platz zu ergattern. Nun ist ein neues Kind in der Mitte und das Spiel geht weiter wie eben.

Variante: Alle stehen in Kreis und halten gemeinsam ein Schwungtuch/Fallschirm fest. Es wird unter dem Tuch durchgelaufen, um die Plätze zu wechseln.

Fingerabdruck- Zoo

Alle Kinder werden in 5er- Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt ein buntes Blatt, einen schwarzen Kuli /Fineliner und ein Stempelkissen/ Stifte von woodys. Jede*r stempelt einen Fingerabdruck auf das Blatt, malt daraus ein Zootier und schreibt anschließend den eigenen Namen darauf. Zum Abschluss werden alle Zoo- Zettel zusammen auf ein Plakat gehängt. Das ist unser Jungschar- Zoo.

Tipp: Dieses Spiel kann auch online gespielt werden, zum Beispiel mit dem Programm padlet.com. Hier kann gemeinsam ein eigener Jungschar – Zoo gemalt werden. Jedes Kind kann zu Hause am eigenen Rechner ein Tier des Zoos malen.

Aschenputtel

Jedes Kind malt seinen Fußabdruck auf Tonkarton und schneidet ihn aus. Dann werden Merkmale von sich darauf geschrieben, zum Beispiel das Alter, die Farbe des Schulranzens, die Lieblingseissorte. Anschließend werden alle Schuhabdrücke gemischt und verteilt. Nun haben alle Kinder die Aufgabe den Besitzer/ die Besitzerin des Schuhs zu finden. Wer den richtigen Besitzer/ die richtige Besitzerin gefunden hat, setzt sich wieder hin.

Variante: Wenn die Kinder älter sind und es eine feste Gruppe ist, dann können sie auf ihren Fußabdruck etwas schreiben, was sie in die Gruppe einbringen, z.B. „Ich kann gut Fußball spielen. Ich kann gut zuhören. Ich kann schön singen.“.

ZipZap

Alle sitzen im Kreis, nur ein Kind steht in der Mitte. Alle Kinder sagen der Reihe nach ihren Vornamen. Jedes Kind versucht nun, sich die Namen der beiden Nachbarn zu merken. Das Kind in der Mitte deutet nun auf ein Kind und sagt zum Beispiel: „Zip“ (das bedeutet „links“). Das Kind, auf das gedeutet wurde, muss nun ganz schnell den Vornamen des Kindes aus seiner Sicht links von ihm sagen. Ebenso geschieht es mit der Anweisung „Zap“, nur mit der Bedeutung, dass man den Namen des rechten Nachbars sagt. Gelingt das richtige Ausrufen des jeweiligen Namens nicht, erhält das Kind in der Mitte den Sitzplatz des falsch Gelegenen. Jetzt beginnt das Spiel von vorne. Je schneller das Kind in der Mitte Befehle gibt, desto leichter passieren Fehler. Mit der Zeit kann man wirklich alle Namen. Ein dritter Befehl: „Zipzap“ heißt, dass alle Kinder die Plätze tauschen müssen. In dieser Zeit kann sich das Kind in der Mitte schnell einen leeren Stuhl aussuchen. Wer zuletzt keinen Platz ergattert, steht in der Mitte.

Gemeinsam – verschieden

Alle Kinder werden in 4er- Gruppen aufgeteilt. Die Gruppe überlegt sich Antworten auf diese Fragen: „1. Was habt ihr alle gemeinsam? 2. Was kann nur eine*r aus eurer Gruppe?“ Anschließend kommt die gesamte Gruppe wieder zusammen und stellt sich in der ganzen Gruppe mit dieser Eigenschaft allen vor, z.B. „Ich bin Ben und kann mit den Fingern pfeifen.“

Interview zu zweit

Ihr bittet zwei Teilnehmende, die sich noch nicht so gut kennen, zusammenzustehen. Nun sollen sie sich 2 Minuten darüber unterhalten, welchen Film sie zuletzt gesehen haben, der ihnen gefiel, und warum? Was war der Inhalt? Oder sie unterhalten sich über ihr Hobby und was ihnen da am meisten Spaß macht und warum.

Anschließend drehen sich beide mit dem Rücken zueinander und setzen sich auf den Boden. Man kann sich also nicht mehr sehen. Alle erhalten einen Zettel und einen Stift. Allen werden Fragen gestellt, die den Gesprächspartner/ die Gesprächspartnerin betreffen: 1. Welche Augenfarbe hat er/ sie? 2. Wie groß ist er/ sie ungefähr in cm? 3. Welche Farbe haben seine/ ihre Schuhe? 4. Trägt er/sie eine Uhr? 5. Welches Muster hat das Oberteil und welche Farbe? 6. Trägt dein Gegenüber eine Brille? Nach jeder Frage notiert jeder Teilnehmende die Antwort, die andere Person darf nicht helfen. Anschließend stehen alle wieder auf und kontrollieren gegenseitig, was stimmt. Wer hat mehr als 1,2,3,4…Fragen richtig beantwortet?

1, 2 oder 3

Mit diesem Spiel können die Mitarbeitenden vorgestellt werden. Drei Mitarbeitende stehen vorne. Es wird eine Sache gesagt, die nur auf einen der Teamer zutrifft, z.B. „kann mit der Zungenspitze die eigene Nase berühren“. Auf ein Zeichen laufen alle Kinder zu dem Teamer, von dem sie denken, dass es zutrifft. Welches Kind richtig liegt, kann eine kleine Belohnung (z.B. Smarties) bekommen.

Tipp: Dieses Spiel kann auch online gespielt werden, zum Beispiel mit dem Programm http://mentimeter.com.

Variante: Auch 3 Kinder können vorne stehen. Gut ist, wenn die Kinder genügend Zeit bekommen sich etwas zu überlegen. Statt zu der Person zu gehen, können Kinder auch Schilder mit dem Namen der Person hochhalten.

Hintergrund

Wir sind als Ebenbilder Gottes geschaffen. Das heißt, wir sind seine Gegenüber. Als diese sollen wir in Beziehung mir Gott leben. Das können wir durch das Gebet. Beten ist kein Monolog. Es ist Lebensgemeinschaft.

Beten in jeder Situation, bei jedem Gefühl (Lob, Dank, Fürbitte, Zweifel, Not, Anfechtung, Anklage, …). Gott möchte, dass wir ihm sagen, was uns bewegt. Nicht weil es das braucht, sondern weil es uns gut tut.

Für unser Thema können wir es auf 2 Perspektiven runterbrechen: mein Bedürfnis, sein Wille! So auch bei Jesus im Garten Gethsemane (Mk 14,32-42).

Oft beten wir, weil wir ein klares Bedürfnis haben. Jesus zeigt, dass wir Gott anflehen würden. Wie bei Jesus verändert Gebet uns oft, schenkt uns Kraft, um mutig in die Zukunft zu gehen.

Es ist gut zu bitten, auch seine Bedürfnisse so lange vorzutragen, so lange zu klagen, bis wir eine Klärung erleben. Evtl. finden wir es nicht mehr so wichtig, dann ist die Klärung gekommen oder es passiert ganz anders und wir danken Gott für den anderen, aber doch guten Ausgang. Bei manchen Wünschen oder Ängsten warten wir ewig, dann beten wir doch auch einfach ewig. Um es Gott immer wieder vorzulegen.

Der Ausgang des Gebets ist kein Automatismus – wenn ich alle richtig mache, muss es funktionieren. Gebet bezieht sich auf das, was ich denke, und was passiert, liegt an Gott. Nicht an einer menschlichen Methode, Wortwahl oder Dauer. Dann wäre es nicht Gottes Wille, sondern unser Werk.

Ein Gebet, was zwingen will, kannst du vergessen, du wirst Gott nicht zwingen. Da brauchst du schon gute Argumente. Bei Lot z.B. will er was Gutes. Er will Rettung und Verschonung. Hier lässt Gott sich umstimmen, aber nicht zwingen. Gott hat die Freiheit, zu entscheiden und die sollte er haben, so schwer es ist.

Am wichtigsten ist es, an Gott festzuhalten mit dem Bedürfnis und ihm die Freiheit zu geben, dass er handeln darf, wie er will. Durch das Gebet wird Beziehung gelebt.

Sein Wille geschehe.

Stundenentwurf

Einstieg

Zum Einstieg in das Thema könnt ihr das Theaterstück (als PDF-Datei angehängt) verwenden. In dem Theaterstück geht es um einen Gebets und Wünsche-Erfüllungsautomat 2.0.

Danach macht eine Aktion, um alle Teilnehmenden zu beteiligen und persönlich mit dem Thema zu konfrontieren:

„Ich bitte euch jetzt gleich, wenn ich euch dazu auffordere, mal alle die Augen zu zumachen und dann meine Frage zu beantworten, indem ihr den Arm streckt. Antwortet einfach spontan, niemand außer ich sieht euch und ihr könnt ehrlich sein, denn ich werde es niemandem sagen.

Frage: Bist du zufrieden mit deinem Gebetsleben? Dann strecke die Hand nach oben. Wenn nicht, dann lass sie unten.

Ich danke euch, dass heißt, unser Thema heute ist nicht umsonst, und ich möchte auch die bitten, die ihre Hand gehoben haben, jetzt zuzuhören und mitzumachen, denn auch für euch könnte was dabei sein. Wichtig ist nur, dass ihr euch nicht von mir einreden lasst, dass euer Gebetsleben nicht gut sei. Wenn ihr es gut findet, ist es gut!

Hauptteil

Ist dein Gebet unerhört? Wird es gehört oder nicht? Steht es dir zu, dafür zu beten? Kann man für alles beten? Wann ist dein Gebet erhört und wann unerhört? Welche Vorstellung von Gebetserhörung hast du? 

Schauen wir mal in die Bibel! Wie hat Jesus unerhörte Gebete ausgehalten? Wir lesen gemeinsam in der Bibel: Markus 14,32-42 – Jesus im Garten Gethsemane!

Kleingruppenzeit

Was ist für euch eine Gebetserhörung? (Wichtige Definition für den folgenden Teil.) Schreibt eure Gedanken auf und tauscht euch über eure Definitionen aus!

Listet nun auf dem Din-A4-Papier auf, für was ihr betet! Auf der Vorderseite geht es um aktuelle Gebetsthemen „Jetzt“ und auf der Rückseite um die „Vor einem Jahr“.

Folgende Fragen helfen für die intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Gebetsanliegen:

  • Welche Gebete davon sind deiner Meinung nach erhört worden?
  • Oder bei aktuellen Gebeten, welche können erhört werden? Welche nicht? 
  • Wo hat Gott die Gebete anders erhört? Wo bis heute nicht? 
  • Welche kreativen anderen Wege hat Gott vielleicht gewählt? 
  • Ist das Anliegen mittlerweile ein ganz anderes geworden, also hast du dich und dein Interesse verändert? 

Tauscht euch über eure Erkenntnisse in den Kleingruppen aus. Formuliert für euch einen Satz, den ihr dann auch in die große Gruppe einbringen könnt.

Impuls

Danke euch. Schauen wir nochmal drauf, was Jesus dort gemacht hat. Sein Bedürfnis war eindeutig. Wir wissen heute, das sein Gebet nicht erhört wurde. Der Kelch ging nicht an ihm vorrüber.

Was sehen wir an Jesus, der uns immer wieder ein Vorbild sein ist?

1. Er hört!

Ob er, Gott, erhört oder nicht, zeigt dir nicht, ob du besser oder schlechter glaubst. Er hört dich und kennt dein Bedürfnis. Er liebt dich und will nur das Beste für dich. So wie deine Mutter meistens, wenn sie dir etwas verboten hat. Aber denke dran, der Ausgang des Gebetes hängt nicht an deiner Leistung, sonst wäre es dein Werk und man könnte Gott durch viel Beten zwingen. Nein, es ist Gottes Entscheidung. Sonst hätte Jesus hier bekommen, was er wollte. Keiner glaubt so wie er. Er hat anhaltend dafür gebetet. Gott fühlt mit dir, aber er lässt sich nicht von seinen Gefühlen für dich leiten, sondern sieht das Ganze an und weiß, was gut für dich ist und was du erleben musst oder solltest.

Ist sein Gebet erhört worden?

Nicht in dem Sinne, das passiert ist, was Jesus wollte, sondern dass Gott ge-hört hat. Er hört.

Wir halten fest:

Du kannst Gott leider – oder zum Glück – nicht zwingen, aber er hört unser Gebet.

2. Was du willst!

„Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“ Wenn wir uns angewöhnen, das zu sagen. Und zu wissen, Gott liebt uns und will wirklich nur das Beste für uns, dann können wir gelassen sagen: „Hier, das und das find ich sau beschissen – aber „dein Wille geschehe“. Ich versichere euch, wenn wir das sagen, erhört Gott unser Gebet. Denn sein Wille wird geschehen. Wir wollen oft jetzt sofort etwas haben, aber merken oft später, dass es evtl. nicht so gut für uns gewesen ist. bzw. wäre. Oder wir merken, dass wir an einer Sache richtig erwachsen geworden sind. Dass uns die Erfahrung stark gemacht hat. Das ist nicht leicht, wenn es um etwas Elementares geht. Dennoch halten wir es nicht in der Hand und sind da abhängig von Gott. Mit dieser Haltung zeigen wir Gott, dass wir das akzeptieren – so wie Jesus – auch wenn es brutal ist.

Wir halten fest:

Ich habe ein Bedürfnis, dass quält mich, aber sein Wille soll geschehen.

3. Verändert!

Diese Haltung, verändert uns. Freuen wir uns, wenn Gott unser Gebet erhört, wie wir uns das vorgestellt haben. Und sonst: Seien wir zuversichtlich gespannt, wie die Lösung sein wird, der Weg, den Gott mit uns gehen wird, denn Gott hat Gutes mit uns vor.

Es ist gut, zu bitten auch seine Bedürfnisse so lange vorzutragen, so lange zu klagen, bis wir eine Klärung erleben.

Evtl. finden wir es nicht mehr so wichtig, dann ist die Klärung gekommen oder es passiert ganz anders und wir danken Gott für den anderen, aber doch guten Ausgang.

Bei manchen Gebeten warten wir ewig, dann beten wir doch auch einfach ewig und legen es Gott immer wieder vor.

Leicht war das für Jesus nicht. Aber er war bereit, ausgerüstet und wusste sich von Gott getragen.

Das Gebet Jesu hat Jesus verändert. Er hatte Angst und war kraftlos. Doch er bekam Mut, Kraft und konnte so den vor ihm liegenden Weg gehen.

Gebet verändert mich, macht mich für die Situation bereit. Jesus erkannte, das, was kommt, dient mir zum Guten und muss so passieren.

Wir halten fest:

Gebet macht auch was mit uns.

Aber was tun, wenn man das Gefühl hat, Gott erhört das Gebet einfach nicht:

1. Mach dir klar: Gott hört. Er hört dich, er kennt dich und du und dein Anliegen, ihr seid ihm wichtig. 

2. Wenn er nicht erhört bzw. du das Gefühl hast, dass er dein Gebet nicht erhört, klage weiter, liege ihm in den Ohren. 

3. Lerne, damit zu leben, dass manches nicht so läuft, wie wir uns das vorstellen, auch wenn wir denken, das muss doch Gottes Interesse sein. Vertraue darauf, dass Gott trotzdem bei dir ist und einen guten Plan für dein Leben hat.

Bastelaktion:

Stelle eine Flasche (z.B. Weinflasche) auf. Schreibe auf das Etikett das konkrete Gebetsanliegen auf. Werfe jeden Tag einen Cent, ein M&M, ein Schluck Wasser oder ähnliches in diese Flasche. Bete weiter, bete jeden Tag und bleibe dran, bis die Flasche voll ist. Wenn sich dann immer noch nichts geklärt hat, stelle eine zweite Flasche auf.

Teile die Flaschen an die Teilnehmenden aus, gestaltet ein Etikett und schenke den Teilnehmenden, wenn es in euer Budget passt, einen passenden Inhalt. Jeder kann dann die eigene Flasche beschriften und mit nach Hause nehmen! 

Persönliches Beispiel von einem unerhörten Gebet

(Tausche es am besten durch ein persönliches und elementares Beispiel aus deinem Leben aus)

Wir haben vor ein paar Jahren Zwillinge von Gott geschenkt bekommen. Leider sind sie 2 Monate zu früh geboren und daher hatten die zwei es am Anfang in ihrem Leben nicht leicht. Acht Tage nach der Geburt ist der Älteste dann in meinen Händen gestorben. Als wir auf dem Weg zum Krankenhaus im Auto waren, lief Lobpreismusik. „Our God is greather“; „Aus Wasser wird Wein, Tote werden lebendig.“ Wir haben gebetet, wie ich noch nie in meinem Leben gebet habe. Ich hatte ganz real das Gefühl, Gott kann das Wunder tun. Er wird es tun und unseren Sohn stabilisieren. Das Wunder war so nah wie nie zuvor. Ich habe dran geglaubt, Gott kann das und wird es tun. Dennoch ist es ausgeblieben. Zumindest so, wie ich es mir überlegt und vorgestellt habe. Das zu akzeptieren war und ist nicht leicht. Es hat auch was mit meiner Gebetshaltung gemacht. Ich bete bewusster und für manches müssen andere bitten, weil ich es manchmal nicht kann. Die Enttäuschung ist eben da und das ist auch okay.

Dennoch heißt es nicht, dass Gott mich nicht gehört hat. Wenn wir lernen, so zu beten: „Nicht das, was ich will, soll geschehen, sondern das, was du willst, soll geschehen“, dann sind die Erlebnisse nicht einfacher. War es für Jesus ja auch nicht. Aber wir sind voll auf Gott fokussiert, weil wir nicht unseren Willen, unser Ziel, unser Interesse und unsere Vorstellung an erste Stelle setzen, sondern Gottes Perspektive.

Lebe mit der Hoffnung, dass Gott doch noch eine kreative Lösung hat und diese mit dir gehen will.

Aktion:

Öffne einen vertrauen Gesprächsraum, in dem auch andere von einem Erlebnis mit unerhörtem Gebet erzählen.

Abschlussimpuls

Auch wenn du denkst, Gott erhört dein Gebet nicht, ist er da und lässt dich damit nicht alleine. Das war für mich das Wichtigste. Mit meinem Frust, Leid und meiner Verzweiflung kann ich zu ihm kommen. Wo andere nicht mehr wissen, was sie tun sollen, nimmt Gott mich an und in den Arm. 

Auch wenn du enttäuscht von Gott bist, bleib dran an ihm und am Gebet.

Gebet ist Urlaub, echtes Runterkommen, raus aus dem Stress. Gebet macht mich offen für Anderes. Gott lädt uns ein, uns einen Urlaub zu gönnen, eine Weile aufzuhören, Gott zu spielen, und ihn selber Gott sein zu lassen. Mal weg von meinem Chefsessel, auf dem ich eigentlich auch gerne sitze und stolz drauf bin. Weil wir fast alle Macher sind. Gott mal Gott sein lassen. Und ich komme zu ihm. Einfach nur kommen und die Zeit genießen. Urlaub.

Gebet ist Beziehungspflege, in der Gewissheit angenommen zu sein und gehört zu werden, denn er hört uns, das wissen  wir ja jetzt. Ein Freund ändert oft nichts an der Situation. Doch er hört zu. Erzählen ist oft schon viel. Und tut gut. Beflügelt, ermutigt und hilft einem meistens. Es ist egal, wie es ausgeht, ob das Gebet erhört wird oder nicht, solange ich mit Gott bin, mit Gott gehe! Dann gehe ich nicht allein!

Gott ist ein persönlicher Gott. Er fühlt. Ihn lässt das nicht kalt, er weint mit und freut sich mit dir. Er hat genauso viel Sehnsucht nach dir, wie du tief in dir zu ihm. Er lässt sich nur nicht von seinen Gefühlen leiten bzw. verleiten.

Gebet ist ein Perspektivenwechsel, mit dem wir die Welt aus Gottes Augen sehen. Wir sehen die Welt immer durch eine Brille, die uns aufgesetzt wird. Weil unser Leben sie uns aufsetzt. Das Leben hat ein automatisches Gefälle von Gott weg. Doch im Gebet schaffen wir es, die Brille mal kurz abzusetzen. So bekommen wir eine Sicht, die uns verändert, anders zu sehen und zu denken, und die uns auch befähigt, durch etwas Unangenehmes durchzugehen. Gottes Urteil zu akzeptieren. Weil wir wissen, es ist nicht alles und Gott ist bei mir. Das Gebet schafft Raum in einer Welt, die Gott nicht hören und sehen, sondern verdrängen will.

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Jakob-Geschichte

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in die biblische Jakob-Geschichte, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Zwillingsbruder verbringt Ferien bei der Oma), Geschichten, Spiele, Kreatives und weitere Ideen rund um das Freizeitprogramm. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

Die Jakobsgeschichte

Unter „Programmideen“ finden sich eine Einführung in die biblische Jakobsgeschichte mit Hintergrundwissen. Die biblische Geschichte haben wir über sechs Einheiten verteilt. Vier Geschichten sind als Anspiel ausgearbeitet, zwei als „Skechtboard-Geschichten“ (die Geschichte entsteht malerisch beim Erzählen auf einer großen Staffelei). Die Anspiele findet ihr schriftlich und als Filmaufnahmen vor. So könnt Ihr wählen, ob ihr die Anspiele selbst spielt oder einfach per Film abspielt. Die Sketchboardgeschichten sind ausschließlich Filmclips. Nach den jeweiligen Geschichten haben wir Vertiefungen ausgearbeitet für zwei Altersgruppen (6-10 Jahre; 11-13 Jahre). So kann mit den jeweiligen Zielgruppen altersentsprechend gearbeitet werden.

Jede Jakobgeschichte wird von einer Rahmengeschichte umklammert. Die Handlung spielt in der heutigen Zeit und hilft den Kindern, die Themen der Jakobgeschichten in ihr Leben zu übertragen. Gezeigt wird die Rahmengeschichte jeweils vor bzw. nach einer Jakobgeschichte. Ihr findet diese Geschichte als Textdatei unter „Programmideen/ Rahmengeschichte“ und als Film in einzelnen Clips unter „Videos“.  Ihr könnt alles gesammelt über den „Jetzt alles herunterladen“-Button downloaden. Oder euch einzelne Programmelemente durch Klicken in der Tabelle ansehen.

Programmplan

Der vorgestellte Programmplan der „5 Sterne Sommer“-Freizeit geht zunächst von einem Angebot ohne Übernachtung aus. Selbstverständlich kann der Tagesplan auch auf eine Übernachtungs-Freizeit abgewandelt werden. Auch im Hinblick auf Kooperationen, mögliche Corona-Bestimmungen… kann die Freizeit ganz auf die örtlichen Gegebenheiten und Bedürfnisse abgestimmt werden und ermöglicht so eine hohe Identifikation mit der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort. 

Sonntag
Streiten ist normal, da steckt was dahinter / 1.Mose 25,19-34 / Esau verkauft Jakob sein Erstgeburtsrecht
Montag
Gott segnet nicht nur die Braven / 1.Mose 27,1-40 / Jakob holt sich den Segen
Dienstag
Wie und wo kann ich Gott erleben (und was antworte ich?) / 1.Mose 27,41-28, 22 / Jakob und die Himmelsleiter
Mittwoch
Wie gehe ich mit Unrecht um? / 1.Mose 29,1-30 / Jakob wird betrogen Zeit bei Onkel Laban
Donnerstag
In Zeiten der Angst – an wen oder was klammere ich mich da? / 1.Mose 32,1-33 / Jakob am Jabbok
Freitag
Wie geht „Aufeinander zugehen“ nach Verletzungen? / 1.Mose 33,1-16 / Jakob und Esau versöhnen sich
8:30FrühstückFrühstückFrühstückFrühstückFrühstück
9:00Beginn: Begrüßung, Spiel, Ritual …BeginnBeginnBeginnBeginn
9:30Video
Rahmengeschichte
Bibelgeschichte
Video
Rahmengeschichte
Bibelgeschichte
Video
Rahmengeschichte
Bibelgeschichte
Video
Rahmengeschichte
Bibelgeschichte
Video
Rahmengeschichte
Bibelgeschichte
9:4510.00 Uhr Ankommen und BegrüßenVertiefung für zwei AltersgruppenVertiefung für zwei AltersgruppenVertiefung für zwei AltersgruppenVertiefung für zwei AltersgruppenVertiefung für zwei Altersgruppen
10:15Kennenlern-SpieleRatespiel „Wer bist du“ oder Quiz „Gefragt – gejagt“„Spiele rund um die Leiter“ oder Spiel „Nummer 2 gewinnt“Spiel „Der Superhirte“„Würfeln-Suchen-Quizzen“Geländespiel „Kuhhandel“
12:00MittagessenMittagessenMittagessenMittagessenMittagessenMittagessen
12:30WorkshopsWorkshopsWorkshopsWorkshopsWorkshopsWorkshops
14:00SnackSnackSnackSnackSnackSnack
14:15Video
Rahmengeschichte
Bibelgeschichte
Vertiefung für zwei Altersgruppen
14.30-15.15 Streitspiele
15.20-16.25 Begabt! Wettkampf
Geländespiel „Capture the Wildbraten!Dorf- oder Stadtspiel „Himmelsleiter“

Platz für eigene Ideen
Spiel: Handelsspiel „Büffeljagd“ oder Stationenspiel „Talente entdecken“Platz für eigene IdeenStationenspiel „Jakobs leckere Suppe“
16:45AbschiedAbschiedAbschiedAbschiedAbschiedAbschied
17:00EndeEndeEndeEndeEndeEnde

Oder: Verändere die Welt!

1. Erklärungen zum Text

Wie kann Heiligung gelingen? Ziemlich hart geht der Text davon aus, wer die Anweisungen missachtet, missachtet Gott. Doch so hart ist es gar nicht, denn die Gemeinde ist auf einem guten Weg und es geht Paulus eher darum, den eingeschlagenen Weg konzentriert weiterzugehen. Der Alltag der Christen kennt keinen „Stillstand“. Der Weg mit Jesus muss täglich neu gegangen werden. Ein Leben nach Gottes Willen muss gepflegt und gestärkt werden. Das grundsätzliche Geschenk von Jesus, ohne jede Gegenleistung, bekommt hier eine aktive Facette. Die Heiligkeit wird quasi in den Menschen aufgenommen und zeigt sich auch im Handeln, der dem Willen Gottes entspricht. Paulus legt bei der Entfaltung einen Schwerpunkt auf zwei Formen der Begierde. Unzucht steht dabei für jede Form illegitimer Sexualität. Die Sexualität ist gut, sie ist aber dazu da, verantwortlich gelebt zu werden. Sexualität ist keine Verwirklichung des Einzelnen, sondern auf eine wertorientierte Gemeinschaft von zwei Menschen ausgerichtet. Die erwähnten leidenschaftlichen Begierden sind aber nicht nur auf den sexuellen Bereich einzuschränken. Damit zielt Paulus auch auf das Gebot: „Du sollst nicht begehren …“. Denn Begierde zerstört und lebt an Gottes Idee vom Leben vorbei. Genauso auch bei der Habsucht. Nicht der Besitz selbst wird verurteilt, wohl aber der Erwerb auf Kosten des anderen. Die Welt wurde damals bedroht durch die Gier der Mächtigen, die ohne Rücksicht auf die Schwachen nehmen, um noch mehr zu haben. Die Lösung gegen die Begierden ist der Heilige Geist, den Gott uns schenkt, der es erst möglich macht, gottgewollt zu leben.

Die Gemeinde wird gestärkt, ihren Weg weiterzugehen und geschlossen einen zu ihrer Umwelt alternativen Lebensstil zu leben und damit das Leben so zu gestalten, wie es eigentlich jeder tun sollte. Und genau das ist nicht leicht, daher legt Paulus das hier den Thessalonichern noch einmal ans Herz.

Im zweiten Abschnitt geht es um die Lebensform innerhalb der Gemeinde. Das wichtigste dabei ist die hier genannte Bruderliebe, die Liebe unter Glaubensgeschwistern. Auch hier weist Paulus nur daraufhin, dass diese Liebe untereinander in einem immer noch größeren Maße gelebt werden will. Paulus lädt dazu ein, ein unabhängiges und verantwortungsvolles Leben zu führen.

2. Bedeutung für heute

Wo man hinschaut – schlechte Nachrichten: Terror, Gewalt, Umweltprobleme, Ungerechtigkeiten u.v.m. Warum? Müssen wir abwarten und Tee trinken, während vieles nicht so läuft, wie Gott sich das vorgestellt hat? Kann ich überhaupt etwas ausrichten oder ist das alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein, der sofort verdampft? Wer bin ich, dass ich etwas ändern könnte? Paulus antwortet: Doch, ihr könnt etwas tun, ihr als Gemeinschaft. Euer Vorbild wird eine Ausstrahlungskraft haben. Das Positive wird sich verbreiten. Das Geniale ist, wir müssen nicht bei Null anfangen, denn wir sind bereits auf einem guten Weg. Diesen müssen wir nur konzentriert weitergehen.

Paulus greift zwei Bereiche heraus, die beide elementar für unser Leben sind, die Sexualität und unser Verhältnis zum Besitz. Lebt in diesen grundlegenden Bereichen des Menschseins so, dass ihr Gottes Idee widerspiegelt.

In einer Beziehung soll man sich in Achtung begegnen, sich treu sein, dem anderen mit Vertrauen und Respekt gegenübertreten, ohne Machtausübung und Unterdrückung des anderen. Der Wohlstand und unser Besitz sollen nicht darauf gerichtet sein, den anderen zu übervorteilen, ihn kaputt zu machen oder auf Kosten der Schwachen zu leben. Paulus möchte, dass euer soziales und wirtschaftliches Miteinander darauf gerichtet sein soll, dass es für alle fair ist und Gottes Welt sichtbar macht. Gebt dem Heiligen Geist Raum, um in euch zu wirken. Lebt so in eurer kleinen Welt, dann wird euer Handeln aus eurer kleinen Welt nach außen strahlen.

Wie gehe ich also in meinen Beziehungen mit den Menschen um? In Liebe und gleichberechtigt oder favorisiere ich meine Motive und Ziele? Liebe ich meinen Nächsten wie mich selbst? Wo gehe ich einkaufen und welches Schnäppchen lasse ich liegen? Welche Klamotten, Schokolade, Smartphone oder Kaffee – für welchen Preis – kann ich mit gutem Gewissen kaufen? Klar ist, wir werden dabei immer wieder an unsere Grenzen stoßen.

Paulus nimmt uns die Entscheidungen nicht ab, aber er hilft uns, kritischer zu denken. Er packt uns bei unserer Verantwortung. Das, was in der kleinen, überschaubaren christlichen Gemeinschaft praktiziert wird, hat Auswirkungen. Was in deinem Leben praktiziert wird, hat Auswirkungen. Es verändert die Welt, mindestens die kleine Welt um dich herum.

3. Methodik für die Gruppe

Vorbereitung

  • Bereite dich auf einen Impuls vor, der aus dem „Punkt 2“ bestehen sollte
  • Bibeltextkopie, Filzstift, Kugelschreiber, Zettel: „Ziele für die persönliche Entwicklung“ für jeden
  • Dazu benötigst du: Beamer, Leinwand, Laptop und Lautsprecher

Kleingruppe

Teilt eure Gruppe in Kleingruppen à 4–6 Personen.

Der Kern des Textes

1. Der Text wird zunächst einmal laut vorgelesen.
2. Danach hat jeder noch mal Zeit, den Text für sich allein durchzulesen.
3. Im nächsten Schritt besteht die Aufgabe darin, herauszufiltern, was (für jeden persönlich) der Kern des Textes sein könnte. Dabei können Fragen helfen wie:

  • Was ist mir sofort aufgefallen?
  • Welche Wörter stechen besonders hervor oder würde ich betonen?
  • Welches Wort wirkt schon für sich allein genommen sehr eindrücklich oder trifft den Charakter des Textes?

4. Alles, was nicht dazu gehört, wird nun nach und nach mit dem Filzmarker weggestrichen. Füllwörter zum Beispiel, nähere Beschreibungen, die ich nicht entscheidend finde, vielleicht Wiederholungen (vielleicht die aber auch gerade nicht …).
5. Wenn alle fertig sind, können die gründlich „gesiebten“ Ergebnistexte vorgelesen werden.

Hinweis: Dem einen oder anderen fällt es schwer, in der Bibel Wörter zu streichen. Es geht in der Methode aber nicht darum die Bibel zu verändern, sondern den elementaren Kern des Textes zu ermitteln.

Fragen zum Text

  • Wo erlebst du Ungerechtigkeiten?
  • Wo fängt für dich unangemessene Machtausübung und Unterdrückung in einer Beziehung an?
  • Was glaubst du, wie hat sich Gott das Leben mit Besitz vorgestellt?
  • Wo lebst du auf Kosten von anderen?
  • Wie kann ein Miteinander aussehen, damit es eine strahlende Wirkung nach außen hat?
  • Was könnte ich in meinem Leben in den verschiedenen Lebensbereichen optimieren?

Hinweis: Eine zu detaillierte Diskussionen über Sexualität würde ich abkürzen und den Blick von diesem beliebten Streitthema auf die eigentliche Aussage des Textes lenken.

Impuls

Gebe nun der Gruppe, in einem Impuls, die Inhalte aus dem „Punkt 2“ weiter.

Zeige der Gruppe als Abschluss des Impulses einen Videoclip, der ihnen aufzeigt, wie das persönliche Handeln, nach außen strahlen kann und Kreise zieht.

Konkretisierung für den Alltag

Das Leben besteht aus einem lebenslangen Prozess des Lernens. Wenn sich jemand in einem Lebensbereich weiterentwickeln möchte, ist es wichtig, dieses Ziel bewusst und aussichtsreich anzugehen. Die Ziele sollten motivierend, machbar und messbar sein.

Alleinkämpfer haben es oft nicht leicht. Viel einfacher ist es, wenn ich jemanden habe, der mir zur Seite steht, mich erinnert, motiviert, ein ehrliches Gegenüber ist.

Ein Beispiel:

WasWieWerWomit
Ich möchte nur
noch faire
Schokolade
kaufen.
Immer, wenn ich
einkaufen gehe,
kaufe ich faire
oder keine Schokolade.
Am 01. des Monats
erinnern mich
Freund „A“,
am 15. des Monats
Freundin „B“
an mein Vorhaben
und fragen mich,
wie es läuft.
Ich brauche
Informationen
wo ich die
entsprechenden
Schokoartikel
kaufen kann.

Ein Arbeitsblatt dafür gibt es als zusätzliches Material im Anhang.

1. Vorbemerkungen

In dieser Stunde dreht ihr euer eigenes Musikvideo (LipDub). Dafür braucht ihr eine Kamera mit Weitwinkel (z.B. GoPro), einen portablen Lautsprecher und das Lied „More than Conquerors“ von Rend Collective. Schaut euch im Vorfeld auf YouTube einen Lip-Dub an (z. B.: www.youtube.com/watch?v=70utnU8PoDs). Das Video kann man später mit Freunden teilen und im Gottesdienst zeigen. Außerdem braucht ihr zwei bis drei Hämmer und für jeden Teen einen Nagel und Kärtchen zum Schreiben und ein großes Holzkreuz.

2. Zielgedanke

Die Osterbotschaft wird kreativ und lebendig weitergegeben und gleichzeitig das Gruppengefühl gestärkt.

3. Einführung inkl. Exegese

Das Lied „More than Conquerors“ von RendCollective ist eine musikalische Zusammenfassung der Osterbotschaft. Der Refrain basiert auf Römer 8,37f. Was heißt es „die Welt“ zu überwinden? „Die Welt“ meint hier nicht die Menschen und die Schöpfung. Sie zu überwinden heißt daher nicht, dass wir uns von Nicht-Christen abkapseln und alles „Irdische“ verteufeln sollen. Johannes benutzt den Begriff „die Welt“ mehrfach als Umschreibung für das „System“, welches sich gegen Gott und seine Liebe auflehnt. Das sind beispielsweise schlechte Verhaltensweisen (Eifersucht, Egozentrik, Stolz, Hass), Anfechtungen vom Bösen, falsche Meinungen über Gott, usw. In der Bridge heißt es: „You are stronger than our hearts“. Diese Stelle bezieht sich auf 1. Johannes 3,20. Gott ist größer als mein schlechtes Gewissen, das mir suggeriert, ich hätte Vergebung nicht verdient und wäre immer noch in meiner Schuld gefangen. Das biblische Verständnis von „Herz“meint weniger die Emotionen, sondern vielmehr das Denk- und Entscheidungszentrum des Menschen.

4. Einstieg

Ihr startet mit einem etwas anderen Versteckspiel. Am Anfang wird unter den Teens ein „Osterhase“ gewählt, der sich dann versteckt. Alle anderen müssen ihn suchen. Wenn man den Osterhasen gefunden hat, muss man bei ihm bleiben und sich zusammen mit ihm vor den anderen verstecken. Zum Ende hin entwickelt sich eine riesige Traube, die kaum zu übersehen ist. Da muss man kreativ sein.

5. Hauptteil

Nach dem Spiel bekommt jeder einen Nagel. Der Nagel soll als Symbol der Überwindung verstanden werden und als Sieg über alles, was uns zerstören will. Für die Teens könnte das Mobbing, Ritzen, Magersucht, Drogen, Lügen, Selbstzweifel, kaputte Beziehungen usw. sein. Die Überwindung über all das verdanken wir Ostern. Aus dem Symbol des Todes wird ein Symbol der Hoffnung, aus den Nägeln der Zerstörung werden Werkzeuge der Überwindung. Durch die Auferstehung haben wir Zugriff auf Gottes unschätzbaren Reichtum an Freude, Liebe, Vergebung, Gaben usw. Hört das Lied: „More than Conquerors“ an. Geh auf die Übersetzung ein und erläutert die Begriffe aus der Einführung. Stellt euren Teens die Frage, was sie aktuell in ihrem Leben überwinden wollen.Verteilt Stifte und Kärtchen und während Hintergrundmusik läuft, können die Teens aufschreiben,was sie durch Jesus überwinden. Das Kärtchen kann nun mit dem Nagel ans Kreuz gehämmert werden. Die Stimmung darf fröhlich sein, denn durch Jesus sind wir mehr als Überwinder!

LipDub: Überlegt gemeinsam, wie ihr den LipDub gestalten wollt. Legt dafür die Route für die Kamera fest und teilt euch in mehrere Gruppen ein. Je nach Gruppengröße kann/muss man in mehreren Szenen erscheinen. Jede Gruppe bekommt nun etwas Zeit (10 Min), sich für ihren Teil etwas Kreatives auszudenken. Am Ende sollte die komplette Gruppe gemeinsam zu sehen sein. Wichtig: Die Musik muss laut mit der Kamera mitlaufen und die Räume müssen gut belichtet sein. Die Kamera sollte nicht zu schnell geführt werden. 2– 3 Durchgänge sollten reichen. Rastet aus, habt Spaß, seid spontan!

6. Abschluss

Challenge: Teilt das Video mit euren Freunden und gebt somit die Osterbotschaft weiter. Ermutigt eure Teens bei Snapchat, Instagram, Whats-App usw. das zu posten, was wir mit Christus überwinden. Lasst uns die frohe Botschaft von Ostern posten: #pOstern Geht nochmal kurz auf das Spiel vom Anfang ein:Je mehr Teens sich fanden, desto schwieriger wurde es, sie zu übersehen. Je mehr wir zusammen #pOstern, desto schwieriger wird es, Jesus und was er getan hat zu übersehen.

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