Jakob „kauft“ sich das Erstgeburtsrecht

Rivalitäten, Streitereien, Gaunereien unter Geschwistern

Zielgedanke

Streiten ist normal. Jeder streitet mal. Und das ist gut so. Denn dann merkt der andere, dass man nicht einverstanden ist mit der Situation. Oder dass man sich nicht gut fühlt.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Von vorne herein ist die Rivalität der Zwillinge Jakob und Esau sichtbar. Schon im Mutterleib kämpfen sie miteinander (1.Mose 25,23). Als die beiden Kinder heranwachsen heißt es, dass Vater Isaak den älteren Esau lieber hat, Mutter Rebekka hat hingegen Jakob als Lieblingssohn (1.Mose 25,28). Auch wenn es menschlich ist, wenn man Lieblingskinder hat, führt das zu Spannungen innerhalb der Familie. Jedes Kind wünscht sich die Anerkennung beider Eltern und kämpft um sie zeitlebens.

Eine weitere Spannung liegt in den unterschiedlichen Folgen von Erstgeburtsrecht und Verheißung Gottes.

Erstgeburtsrecht

Laut Erstgeburtsrecht erhielten erstgeborene männliche Nachkommen einen besonderen Erstgeborenenanteil. Dieser bestand gerne im Doppelten des Erbanspruchs anderer männlicher Kinder: Ein Erstgeborener erbt also bei zwei Söhnen zwei Drittel (5.Mose 21,15-17). Esau steht juristisch der Großteil des Vermögens zu. Es ist hiermit auch geregelt, dass Esau mal die ganze Sippe übernimmt und ihr Oberhaupt – ihr Chef –  sein wird.

Das Erstgeburtsrecht ist kein bloßes Erbrecht. Vor allen Besitzansprüchen geht es vor allem um den Empfang des väterlichen Segens. Segen und Besitzansprüche gehören zusammen. Damit ist verbunden, dass Gott Schutz, Glück, Frieden, Fruchtbarkeit (Nachkommen) und Hilfe schenkt. Was Gott an Gutem zusagt, seine Verheißungen, gehen auf das gesegnete Kind über. Und hier liegt die Spannung:

Gottes Verheißung

Gott antwortet auf Mutter Rebekkas Frage, warum es ihr in der Schwangerschaft so schlecht geht, da die Kinder im Bauch keine Ruhe geben mit folgender Verheißung: In deinem Bauch sind zwei (zukünftige) Völker, ein Volk wird dem anderen überlegen sein, der Ältere wird dem Jüngeren dienen.

Gott hat einen Plan mit Jakob. Er soll den Segen (den Gott Jakobs Opa Abraham schon zugesagt hat) weitertragen. Gott setzt also nicht auf Esau, sondern auf Jakob. Warum Gott so handelt? Das bleibt offen. In der Geschichte wird aber deutlich, dass Esau wenig auf sein Erstgeburtsrecht hält und es für ein einziges Linsengericht hergibt. Jakob hingegen ist sich der Größe der Verheißung bewusst. Esau handelt impulsiv und kurzsichtig.

Das Drama nimmt im Handel um das Erstgeburtsrecht seinen Lauf. Jakob erzwingt sein Recht mit List, obwohl Gott ihm das Recht schon vor der Geburt zusagt. Gott hat es nicht nötig, dass wir ihm beim Umsetzen seines Planes „helfen“. Die Folgen werden im Laufe der Geschichte deutlich: Jakob geht im Streit aus seiner Familie, er streitet mit seinem Onkel und er kämpft mit Gott. Aus diesen Streiten geht er am Ende gestärkt und gesegnet hervor, aber es kostet ihn viel.

Esau geht bei Gott nicht „leer aus“. Im Gegenteil. Er behält seine Urfamilie (Heimat!), ist weiter als Jäger unterwegs (Traumberuf) und bekommt viele Nachkommen (Kinder = Besitz). Sein Volk wird als die „Edomiter“ in die Geschichte eingehen. Dieses Volk wird später ein Feind des Volkes Israel (Jakobs Nachkommen) sein.

In der Erzählung wird zunächst von den Kindern Jakob und Esau erzählt, um die Rivalität und die Welt der Kinder gleich aufzunehmen. Wer damit Probleme hat, dass diese Geschichte nicht in der Bibel steht, möge den ersten Abschnitt weglassen.

Erlebniswelt der Kinder

In jeder Familie gibt es Streitereien und Rivalitäten unter Geschwistern und oder mit Eltern. Es geht um Ungerechtigkeiten, um Bevorzugung und Benachteiligung, um ein „zu kurz kommen“. Kinder werden sich in der Geschichte also wiederfinden. Streitereien können Kinder verletzen, vor allem, wenn sie als gefühlte Verlierer aus dem Streit gehen. Es ist also ein emotionales Thema, das man nicht unterschätzen darf. Falls diese Geschichte als erstes Thema einer Freizeit steht, empfehle ich, die Kinder einfach mal über Streite reden zu lassen. (Man lernt sich auf der Freizeit erst mal kennen). Es soll herauskommen, dass Streiten ganz normal ist, an sich nichts Schlechtes. Kinder sollen die Möglichkeit haben, einfach mal gehört und verstanden zu werden. Es geht also nicht unbedingt um Streitlösungen (kommt in der Einheit „Jakob und Esau versöhnen sich“). Auch nicht um Gewinnen oder Verlieren. Vielmehr um das Bewusstsein, worum es eigentlich geht: Ungerechtigkeit, Benachteiligung, nicht beachtet werden… Jedes Kind hat hier Wertschätzung verdient.

Einstieg

Zwei freiwillige Kinder melden sich. Ihr gebt drei gleichwertige Süßigkeiten aus.

1. Runde: Die Kinder sollen sie unter sich aufteilen. Allerdings darf nichts abgebissen oder durchgeteilt werden. Sprich: es gibt die Möglichkeiten: 3:0; 0:3; 2:1; 1:2. Wie entscheiden sie sich? Wie fühlt sich die Entscheidung für beide an? Ungerecht oder gerecht?

2. Runde: Die Kinder entscheiden, wer wie viel im Falle eines Sieges erhält. Dann überlegen sie sich ein Spiel (z.B. Schere, Stein, Papier). Der Sieger erhält die ausgemachte Beute, der Verlierer nichts? Wie fühlt sich das Ergebnis für beide an? Ungerecht oder gerecht?

In der Regel müsste sich die 2. Runde gerechter anfühlen, da das Glück entscheidet. In der 1. Runde muss man sich einigen und es ist immer ungerecht. Das kann evtl. zu Streit führen.

Rahmengeschichte Teil 1 zu Tag 1 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Erzählung

„Lass mich los!“ fleht Jakob seinen Bruder Esau an.  Jakob liegt auf dem Rücken. Esau ist als Sieger aus einem Ringkampf hervorgegangen. Wie so oft, wenn sein kleiner Bruder Jakob mal wieder das Superhirn spielt, ist Esau genervt. Und da versteht Jakob nur eine Sprache. Esau hat sich über Jakob gebeugt. Mit seinen muskulösen Knien stemmt er sich auf Jakobs Oberarmen und genießt dessen Hilflosigkeit. Nun könnte er Jakob noch so richtig schön bespucken. Gerade, als er seinen Speichel im Mund sammelt, hört er Mutter Rebekka rufen: „Esau, hör sofort auf und lass deinen Bruder in Ruhe!“ Von oben herab genießt Esau die letzten Minuten seines Triumphes, bevor er genervt von Jakob ablässt. „Was war denn jetzt schon wieder los?“ Rebekka steht nun direkt neben ihren Zwillingen. „Esau kann nicht rechnen. Er hat zu wenig Holz für den Weidenzaun hergeschleppt. Jetzt ist meine Lieblingsziege weg.“ Jakob ist rot vor Wut. „Heul doch!“ Esau grinst. In dem Moment greift Rebekka Esaus rechtes Ohr. “Du gehst heute noch los und suchst die Ziege!“ „Na na na, Esau mein Sohn, komm mal her zu mir.“ Vater Isaak ist aus dem Zelt gekommen. Der 12-jährige Esau springt erleichtert zu seinem Vater, der ihn in den Arm nimmt. „War ja wieder klar, dass du Esau in Schutz nimmst. Wäre ich nicht gekommen, hätte er Jakob übel zugerichtet.“ Rebekka nimmt Jakob in die Arme. „Übertreib´ mal nicht. Mein großer Junge ist eben stark. Ein echter Jäger!“

„Und mein Jakob ist ein schlauer Hirte. Eines Tages wird er noch viel mehr besitzen, als ein paar Ziegen und Schafe!“

Jahre vergehen. Die Zwillinge Jakob und Esau sind erwachsen. Beide sind sehr verschieden. Schon rein äußerlich glaubt man gar nicht, dass sie Zwillinge sind.

Esau ist von Kopf bis Fuß mit rotblonden Haaren übersäht, dazu muskulös und sportlich. Am liebsten ist er draußen in der Natur, streift tagelang durch Wälder, über Berge und durch Täler. Er liebt die Natur. Dabei geht er seinem Traumberuf nach. Esau ist Jäger. Mit seinem Bogen und dem Köcher voller selbst geschnitzten Pfeilen bewaffnet, ist kein Bock, kein Hirsch vor ihm sicher. Vater Isaak liebt es, wenn Esau nach Hause kommt und ihm einen frischen Hirsch zubereitet. Und überhaupt verstehen sich die beiden Männer ohne Worte. Isaak mag Esau sehr. Er ist sein Lieblingssohn.

Jakob ist dunkelhaarig auf dem Kopf, ansonsten eher zierlich gebaut. Ein hübscher Junge, der mit seinen klugen Gedanken der Sippe schon oft geholfen hat. Denn Jakob ist immer in der Nähe der Zelte zu finden. Da seine Großfamilie ständig umherzieht, um für die Tiere gutes Weideland zu finden, gibt es viel zu tun: Da sind Zäune zu bauen, Schafe zu scheren, Ziegen zu melken, Nachtwache gegen Raubtiere zu halten, Zelte auf- und abzubauen. Jakob kümmert sich um das Zeltdorf seines Vaters, hilft beim Organisieren der Arbeit und ist ein begabter Hirte. Jakob liebt es, bei den Tieren zu sein. Unter seiner Führung gedeihen die Herden und werden immer größer. Rebekka liebt es, wie klug Jakob ist. Sie mag seine guten Ideen, sein ganzes selbstbewusstes Auftreten. Jakob ist ihr Lieblingssohn.

Überhaupt ist Jakob sehr begabt. Rebekka muss oft an ihre Schwangerschaft denken, als beide Kinder im Bauch ständig unruhig waren. Dabei hatte sie große Scherzen, da manche Schläge der Jungs auf den Magen, den Darm und die Blase gingen. Damals hatte Rebekka Gott gefragt, warum sie so leiden muss in der Schwangerschaft. Und Gott hatte ihr über einen Priester geantwortet: „Hier wachsen zwei Jungs heran, die beide mal ein Volk regieren werden. Und ein Volk wird dem anderen überlegen sein. Und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“ Deshalb gab es schon im Bauch ständig Streit. „Irgendwie haben die Beiden immer gestritten“, denkt Rebekka. „Sie sind aber auch sehr unterschiedlich. Aber wie kann es sein, dass der Ältere, also Esau, mal dem Jüngeren, also Jakob, dienen soll?“ Rebekka gefällt der Gedanke. Dann wäre Jakob der Leiter ihrer Sippe, wenn Isaak mal nicht mehr wäre. Aber nach dem Erstgeburtsrecht müsste Esau das Erbe seines Vaters antreten und auch dessen Segen bekommen. „Vielleicht müsste man dem Ganzen mal etwas nachhelfen“, denkt Rebekka. „Aber wie?“

„Mutter“, Rebekka fällt aus ihren Gedanken. Sie hört, wie Jakob sie ruft. Schnell geht sie zum Zelt ihrer Söhne. Vor dem Zelt steht ein großer Topf auf der Feuerstelle. Es duftet köstlich nach Suppe. „Mutter, da bist du ja. Ich wollte dich nur fragen, ob du schon gegessen hast, ich habe eine Linsensuppe gekocht!“ „Das ist lieb von dir, mein Sohn, aber ich habe schon mit deinem Vater gegessen und jetzt sollte ich nach ihm sehen. Du weißt ja, dass er mich braucht mit seinen schlechten Augen.“ „Ich werde nachher mal nach ihm sehen. Oder ist Esau schon bei ihm?“ Jakob schaut seine Mutter fragend an. „Esau? Der ist schon seit 3 Tagen weg auf der Jagd. Wer weiß, wann er wiederkommt.“ Rebekka klingt enttäuscht. „Ja, wer weiß.“ „Dann lass es dir schmecken. Es riecht jedenfalls sehr köstlich!“ Rebekka gibt Jakob einen Kuss auf die Stirn und geht direkt in das Elternzelt.

Jakob nimmt eine hölzerne Kelle und schöpft sich eine Portion Suppe in eine Schale. Er ist sauer auf seinen Bruder. Esau bleibt tagelang weg, keiner weiß wie lange noch. Keiner weiß, wo er ist. „Und das soll mal der Nachfolger von Vater werden? Esau kennt keine Verantwortung, denkt nur ans Anschleichen und Erlegen, Braten und Essen. Wie es der Familie geht, juckt ihn nicht. Und der soll mal Chef der Familie werden? Dabei mache ich seinen Job schon seit ich denken kann. Ich kümmere mich hier um alles. Aber er erbt fast alles laut Erstgeburtsrecht. Und den Segen kriegt er auch noch. Das ist doch voll ungerecht.“ Jakob löffelt seine Suppe aus. „Schmeckt nicht schlecht“, denkt er.

Im Wald ist es still. Esau hält in der linken Hand den Bogen. Mit der rechten Hand hält er den Pfeil, den er über eine Sehne gespannt hält. Das linke Auge geschlossen peilt er mit dem rechten Auge einen stattlichen Hirsch an. „Das wird ein köstliches Mahl“, denkt sich Esau. Jetzt nur nichts falsch machen. Noch einmal den Pfeil leicht nach hinten ziehen und …. krach, ein Zweig einer Zeder hat sich gelöst und fällt vor Esau auf den Boden. Der Hirsch ist gewarnt und springt davon. „So ein Mist!“ Esau brüllt seinen Frust in die Stille hinaus. Der Hunger macht ihm zu schaffen. Tagelang hat er nichts gegessen. „Jetzt muss ich ohne Beute nach Hause laufen, wie erbärmlich“, schimpft Esau vor sich hin.

Nach ein paar Kilometer Fußmarsch ist sein Hunger noch größer geworden, seine Laune noch schlechter. Als er im Zeltdorf ankommt, riecht er sie. Dieser Duft. Köstlich. Das muss eine Suppe sein. Er verfolgt die Duftspur und sieht seinen Bruder sitzen, neben einem großen Topf auf einer Feuerstelle. Ausgerechnet sein Bruder Jakob muss er bitten. Aber was soll´s.

„Ich habe schon seit über 3 Tagen nichts mehr gegessen!“ ruft Esau zur Begrüßung. Er geht zu dem Topf und beäugt gierig den Inhalt. Unaufgefordert setzt sich Esau neben die Feuerstelle. Jakob steht trotzig auf: „Wenn du so lange nichts gegessen hast, dann koch dir halt was!“ „Jakob, du hast keine Ahnung, wie anstrengend das Jagen ist. Ich bin viel zu platt, um jetzt noch zu kochen!“ Esau deutet auf die Feuerstelle. „Das duftet lecker und du hast doch noch viel davon. Gib mir doch von dem roten Zeug!“

„Linsen, das sind Linsen.“ Jakob ist genervt. Esau sieht seinen Bruder flehend an: „Bitte, gib mir was.“ „Und was hab´ ich davon?“, entgegnet Jakob. Esau ist verdutzt: „Was willst du von mir?“

Plötzlich erkennt Jakob seine Chance. Soll er es wirklich fordern? Aber mehr, als nein sagen, kann Esau auch nicht. Also nimmt Jakob allen Mut zusammen: „Gib mir dein Erstgeburtsrecht dafür!“ Esau lacht laut: „Was nützt mir heute mein Erstgeburtsrecht, wenn ich verhungere?“ Jakob lässt nicht locker: „Dann sprich mir nach: Ich, Esau, schwöre, dass ich meinem Bruder Jakob mein Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsensuppe verkaufe.“ „Also gut, wenn es das ist: ich, Esau, schwöre, dass ich meinem Bruder Jakob mein Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsensuppe verkaufe.“ Noch ehe sich Jakob umsehen kann, greift Esau nach der Holzkelle und löffelt gierig die Suppe direkt aus dem Topf.

Rahmengeschichte Teil 2 zu Tag 1 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Andachtsimpuls / Vertiefung

Austausch:

Jakob und Esau waren sich nicht besonders grün. D.h. sie haben oft gestritten. Könnt ihr euch vorstellen, warum? Und was steckt dahinter?).

  • Schon weil sie unterschiedlich waren (man versteht sich vielleicht nicht so gut).
  • Mamas Liebling, Papas Liebling (da wird man traurig, weil Eltern einen nicht genauso liebhaben).
  • Weil einer was besser kann als man selbst, z.B. körperlich stark, im Kopf klug (man wird neidisch, mag das auch können).
  • Weil einer mehr bekommt, als der andere – das Erstgeburtsrecht war damals übliches Recht (heute empfinden wir das als ungerecht).

Plakataktion:

Streitet ihr euch auch mit euren Geschwistern? Eltern…

  • Plakat: Kinder auf Plakat schreiben lassen, worüber sie schon gestritten haben.
  • Anschließend Kinder von ihrem Streit erzählen lassen (freiwillig!)
  • Evtl. nachfragen (Fingerspitzengefühl!): Was hat dich geärgert, enttäuscht, wo fühlst du dich ungerecht behandelt, benachteiligt, zu wenig gesehen, wo warst du neidisch …

Streit ist ganz normal. Jeder streitet mal. Und das ist gut so. Denn dann merkt der andere, dass man nicht einverstanden ist mit der Situation. Oder dass man sich nicht gut fühlt.

Wenn z.B. Süßigkeiten immer so verteilt werden, dass man weniger bekommt, dann kann man das sagen: „Ich möchte heute mal 2 und du eins. Nächstes Mal dann wieder umgekehrt. Sonst ist das ungerecht.“ So hat der andere auch die Chance, sich zu erklären oder zu ändern.

Manchmal ist es schwer, Dinge anzusprechen. Redet doch mal mit Gott darüber, was euch schwerfällt. Er versteht euch. Und dann habt ihr es auch mal ausgesprochen. Das tut gut.

Gebet

Lieber Vater im Himmel, du siehst, wo wir uns ärgern und streiten. Bitte gib uns den Mut, Dinge anzusprechen und unser Recht einzufordern. Wie gut, dass du siehst, wie es uns geht und dass du uns verstehst. Amen

Streitspiele:

Manchmal hilft es auch, wenn man sauer aufeinander ist, einfach Dampf abzulassen auf eine gute Art:

Lieder

  • Wer Gott vertraut, Einfach spitze Nr.28
  • Jedes Kind ist anders, Einfach spitze Nr.145
  • Komm, wir wollen Freunde sein, Einfach spitze Nr.83

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Jakob-Geschichte

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in die biblische Jakob-Geschichte, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Zwillingsbruder verbringt Ferien bei der Oma), Geschichten, Spiele, Kreatives und weitere Ideen rund um das Freizeitprogramm. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

Die Spielidee

Wer ist eigentlich der oder die Stärkste in der Jungschar? Diese Frage beschäftigt Kinder. Warum also nicht einmal einen Wettbewerb starten, der den ganzen Jungen oder auch das ganze Mädchen so richtig fordert. Vorbild sind hier die „Strongest Man“-Wettbewerbe. Natürlich müssen wir bei den einzelnen Disziplinen immer die Sicherheit der Kinder im Auge behalten. Deshalb sind die einzelnen Stationen auch entsprechend kindgerecht aufgebaut.

Die Auswertung

Bei allen Disziplinen wird ein „Ranking“ aufgestellt. Das heißt, es wird notiert, wer erster, zweiter, dritter usw wird. Danach werden die Platzierungen der einzelnen Wettbewerbe addiert. Wer am Ende die niedrigste Punktzahl erreicht, ist „Strongest Man / Woman of the Jungschar“.

Disziplinauswahl

Kniebeuge

Alle Kinder stehen auf einer Linie. Die Arme nach vorne ausgestreckt. Der Schiedsrichter zählt von eins an. Bei jeder Zahl muss eine Kniebeuge gemacht werden. Wer nicht mehr kann, oder die Kniebeuge nicht richtig ausführt, scheidet aus. (Material 1)

Auf einem Bein stehen

Die Kinder stehen wieder auf einer Linie. Auf Kommando muss ein Bein angehoben werden. Wer zuerst das Bein wieder absetzt oder das Standbein bewegt, ist raus. (Material 2)

Maßkrug stemmen

Bei diesem Spiel brauchen wir einen Bierkrug. Ziel ist es, den Krug so lange wie möglich mit einer Hand und durchgestrecktem Arm, waagerecht nach vorne, anzuheben. Sinkt der Arm, wird die Zeit gestoppt. Wer schafft es wohl am längsten? (Material 3)

Traktorreifen schubsen

Bei diesem Spiel benötigen wir einen Auto- oder Traktor-Reifen. Der Reifen muss über eine Strecke von 20 Metern bewegt werden. Dabei darf der Reifen nicht gerollt werden. Er liegt flach auf dem Boden und muss an einer Seite angehoben und auf die andere Seite geworfen werden. Auch hier läuft die Stoppuhr mit und die schnellste Zeit gewinnt. (Material 4)

Wasserkanister heben

Wir füllen einen 5-Liter-Kanister mit Wasser. Ziel des Spiels ist es, den Kanister innerhalb von drei Minuten so oft wie möglich vom Boden auf einen Tisch zu heben und wieder auf den Boden zu stellen. Das Kind mit den meisten Durchläufen gewinnt. (Material 5)

Liegestütze

Bei diesem Wettbewerb geht es diesmal nicht auf Zeit. Gewonnen hat das Kind, das die meisten Liegestütze schafft.

Baumscheiben sägen

Für draußen: Mit einer Baumsäge müssen die Kinder eine Scheibe von einem Baumstamm absägen. Der Stamm sollte ca. 10-20 cm Durchmesser haben. Der Baumstamm kann quer über einen anderen Stamm gelegt werden. Auf das untere Ende können sich ein bis zwei Kinder setzen und so den Stamm festhalten. Hier gewinnt, wer die Baumscheibe am schnellsten abgesägt hat. (Material 6)

Hantel stemmen

Das Kind hält eine 2-kg-Hantel in der Hand. Dabei ruht die Hand, die die Hantel hält, auf der Schulter des Kindes. Nun wird nach oben gestreckt und wieder herab auf die Schulter gelassen. Auch hier gibt es kein Zeitlimit. Die meisten Wiederholungen gewinnen. (Material 7)

Fußball in Wald und Flur

Im englischen Ashbourne findet jedes Jahr an Faschingsdienstag und Aschermittwoch seit dem 12. Jahrhundert ein Volksfußballspiel statt – Shrovetide-Football. Das Spielfeld ist drei Meilen lang, seitlich gibt es praktisch keine Begrenzung. Die Tore markieren zwei Steinpyramiden, jeweils am Ende des Spielfelds. Die Teilnehmendenzahl der beiden Mannschaften ist praktisch unbegrenzt – meist sind es einige hundert. Anstoß ist in der Mitte des Spielfeldes im Zentrum von Ashbourne. Über Felder, über Stock und Stein, durch winklige Gassen, über Zäune und Mauern wird der Ball getragen, getreten und geworfen. Ein Tor wird erzielt, indem der Ball dreimal hintereinander die gegnerische Steinpyramide berührt. Der Shrovetide-Ball ist etwas größer als ein normaler Fußball und bunt bemalt.

Regeln

– Kein Durchqueren von Privatbesitz

– Der Ball darf nicht auf Friedhöfen, Gräbern und Gedenkstätten gespielt werden

– Keine unnötige Gewalt

– Der Ball darf nicht in Taschen oder Rucksäcken versteckt oder mit (motorisierten) Fahrzeugen transportiert werden.

– Ein Tor wird nur dann als gültig betrachtet, wenn der Ball drei Mal hintereinander eines der Tore berührt. Wenn das Tor vor 17.00 Uhr fällt, wird ein neuer Ball ins Spiel gebracht.

– Das Spiel endet um 22.00 Uhr. Der Ball wird zurückgebracht.

Struktur und Taktik

Nach dem Einwurf (Anstoß) entwickelt sich sofort der „Hug“ (Spielerknäuel). An Ballbesitz, wie beim normalen Fußballspiel, ist nicht zu denken. So versuchen beide Mannschaften – ähnlich wie beim Rugby – Ball und Gegner vor sich her zu schieben. Für den Fall, dass der Ball einmal aus dem Gewühl springt, halten sich um den „Hug“ herum einige Spieler auf, die darauf abzielen, Raum durch Laufspiel zu gewinnen.

Umsetzung

Das Spiel kann auf teilnehmendenstarken Sommerfreizeiten oder Camps gespielt werden. Auch die Jugendgruppen zweier benachbarter Orte können gegeneinander spielen. 20 gegen 20 sollten es schon sein. Die Mannschaften müssen vorher über die Lage und Ausmaße des Spielgebietes informiert werden. Ebenfalls müssen die Regeln bekannt sein (vgl. unten – eigene Zeiten einsetzen!) mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass der Ball auch mit der Hand gespielt oder getragen werden darf.

Vorbereitung

Festlegen der Spielfeldgrenzen – je nach örtlicher Gegebenheit auch der seitlichen Grenzen; Festlegung des Anstoßbereichs; Anbringen der Torsteine / Pfosten.

Spielfeld

Es muss nicht unbedingt 4,8 km (= 3 Meilen) lang sein – 1 km reicht schon. Ansonsten sollte die Länge auch der Anzahl der Spieler angepasst werden. Es sollte ein ebenes bis leicht hügeliges Gelände auch mit etwas Wald sein, bei dem nicht die Gefahr besteht, dass der Ball plötzlich einen Abhang ins Tal hinunterrollt. Es sollten keine landwirtschaftlich genutzten Flächen im Spielgebiet liegen; in dem Fall könnte das Spiel nur im Spätsommer oder Herbst stattfinden. Auf keinen Fall sollten öffentliche Straßen überquert werden müssen! Hingegen dürfen kleine überwindbare Bäche schon hindurchführen, das macht es etwas interessanter.

Tore

Anstatt der Steinpyramiden können auch große Steine verwendet werden. In die Erde getriebene Zaunpfähle können als Tore dienen. Nach einem Tor vor dem festgesetzten Zeitpunkt gehen alle wieder zum Anstoßpunkt zurück. In unserer Version kann man auch so spielen, dass der Ball nur einmal den Torstein(-Pfosten) berühren muss.

Unterscheidung der Spielenden

Am besten durch unterschiedliche Trikots, zumindest aber durch verschiedenfarbige Armbinden.

Anstoß

Nach dem Auslosen, in welche Richtung eine Mannschaft spielt, wirft der Spielleiter den Ball auf den Anstoßplatz – und los geht´s.

Ball

Wir nehmen einen normalen Fußball.

Unsere Regeln und ihre Überwachung

Wir müssen nur die Zeiten der Originalregeln unseren Verhältnissen anpassen. Wenn als Spielzeit ein ganzer Nachmittag angesetzt ist, dann könnte das Spiel z.B. um 13:30 Uhr beginnen und um 17:30 Uhr enden. Erneut Anspiel gibt es, wenn ein Tor bis 16:00 Uhr fällt. Die Spieler gehen zum Anstoßpunkt zurück! Nach einem Tor, das nach 16:00 Uhr erzielt wird ist das Spiel zu Ende. Die zeitlichen Grenzen werden selbst festgelegt!

Regelverstöße und Unsportlichkeiten

Spielende können auf Zeit oder ganz von der Spielteilnahme ausgeschlossen werden. Der Schiedsrichter pfeift und nimmt den Betroffenen aus dem Spiel. Ist der Betroffene in Ballnähe, dann ist das Spiel unterbrochen. Danach geht es weiter durch Schiedsrichtereinwurf (wie beim Anstoß).

Spielüberwachung

Es werden mindestens sieben Schiedsrichter gebraucht – je nach Teilnehmendenzahl und Spielfeldgröße.

– Die Zeitnahme muss gewährleistet sein / Hauptschiedsrichter am Anstoßpunkt

– Über das Spielfeld verteilt befinden sich weitere Schiedsrichter.

– An jedem Tor muss ein Torrichter postiert sein, der den Zeitpunkt des Tores festhält und den Hauptschiedsrichter mittels Handy informiert. Der Hauptschiedsrichter informiert die anderen Schiedsrichter per Handy, diese dann per Pfiff die Spieler.

– Fehlverhalten: Vgl. oben bei Regelverstöße

– Auf Ballhöhe sollten sich immer mindestens zwei Schiedsrichter befinden.

– Sollten sich verbotene Objekte (Privatbesitz, Friedhof usw.) auf der Spielfläche befinden, dann sollten die Schiedsrichter sich so aufstellen, dass einer in der Nähe ist, wenn sich Spieler mit dem Ball dorthin bewegen.

Unsere Regeln

– Kein Durchqueren von Privatbesitz.

– Der Ball darf nicht auf Friedhöfen, Gräbern und Gedenkstätten gespielt werden.

– Keine unnötige Gewalt.

– Der Ball darf nicht in Taschen oder Rucksäcken versteckt oder mit (motorisierten) Fahrzeugen transportiert werden.

– Ein Tor wird nur dann als gültig betrachtet, wenn der Ball (drei Mal hintereinander) eines der Tore berührt. Wenn das Tor vor ____ Uhr fällt, wird ein neuer Ball ins Spiel gebracht.

– Das Spiel endet um ____ Uhr. Der Ball wird zurückgebracht.

– Wird gegen eine Regel verstoßen, so werden die betroffenen Spieler auf Zeit (15, 30, 60 Min.) oder ganz aus dem Spiel genommen.

Und nun viel Spaß beim Shrovetide-Football!

Variante 1:

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt gleich viele Bibeln (nur bei Fragen zu Bibelstellen). Das Spielfeld ist entweder stellvertretend ein Platt Papier, auf das Tore, 16m-Raum und Mittelfeldlinie gezeichnet werden und eine Münze stellvertretend für einen Ball steht, oder der Raum bildet das Spielfeld und es werden Mittelfeldlinie, 16m-Raum durch Klebeband und Tore durch Stühle gekennzeichnet.

Jetzt werden Fragen zu Bibelstellen gestellt, z. B.:

  • Worum geht es in 2. Mose 10,23?
  • Wohin geht die Reise in Matthäus 2,13?
  • Um welchen Vergleich geht es in Psalm 23?
  • Und Ähnliches.

Es können auch Wissensfragen gestellt werden, z.B.:

  • Wie heißt der/die aktuelle Bundeskanzler/in von Deutschland?
  • Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland?
  • Wie heißt der Schauspieler von „Fluch der Karibik“?
  • Wie heißt der bekannteste Drache von „Drachenzähmen leicht gemacht“?

Welche Mannschaft die Frage als erstes richtig beantwortet, macht einen Schritt Richtung gegnerisches Tor. Bis zum Tor sind es drei Schritte. Start ist an der Mittellinie.

  • Erste richtige Antwort = Spielball wandert ins gegnerische Spielfeld.
  • Zweite richtige Antwort = Spielball wandert in gegnerischen 16 m-Raum.
  • Dritte richtige Antwort = Spielball landet im Tor.

Antwortet allerdings dazwischen die andere Mannschaft schneller richtig, wandert der Spielball wieder einen Schritt zurück.

Variante 2 (eher für ältere Kinder)

Die Kinder werden in zwei Gruppen aufgeteilt. Jede Gruppe bekommt gleich viele Bibeln (nur bei Fragen zu Bibelstellen). Jede Gruppe muss nun entscheiden, wer in welche „Abwehrreihe“ geht. Es gibt zwei Abwehrreihen und einen Torwart.

Jetzt werden Fragen zu Bibelstellen gestellt, z. B.:

  • Worum geht es in 2. Mose 10,23?
  • Wohin geht die Reise in Matthäus 2,13?
  • Um welchen Vergleich geht es in Psalm 23?
  • Und Ähnliches.

Es können auch Wissensfragen gestellt werden, z.B.:

  • Wie heißt der/die aktuelle Bundeskanzler/in von Deutschland?
  • Wie heißt die Hauptstadt von Deutschland?
  • Wie heißt der Schauspieler von „Fluch der Karibik“?
  • Wie heißt der bekannteste Drache von „Drachenzähmen leicht gemacht“?

Welche Mannschaft die Frage als erstes richtig beantwortet, macht einen Schritt Richtung gegnerisches Tor. Sobald eine Mannschaft die Frage als erstes richtig beantwortet, wird der Ball eine Reihe weiter zum gegnerischen Tor gegeben (Beim Start von der Mittellinie zur ersten Abwehrreihe). Nachdem der Ball die eigene Reihe passiert hat, darf man nicht mehr mitraten. Bei der gegnerischen Mannschaft hingegen, dürfen alle Spieler raten. Start ist an der Mittellinie.

  • Erste richtige Antwort des Gegners = Ball wandert von der Mittellinie an die erste Abwehrreihe
  • Zweite richtige Antwort des Gegners = Ball wandert von der ersten Abwehrreihe zur zweiten Abwehrreihe (die erste Abwehrreihe, darf nicht mehr mitraten)
  • Dritte richtige Antwort des Gegners = Ball wandert von der zweiten Abwehrreihe zum Torwart (die erste und zweite Abwehrreihe darf nicht mehr mitraten – nur noch der Torwart darf raten)
  • Vierte richtige Antwort des Gegners = Der Ball wandert ins Tor, die gegnerische Mannschaft bekommt einen Punkt und es wird wieder an der Mittellinie gestartet

Antwortet allerdings dazwischen die eigene Mannschaft schneller richtig, wandert der Spielball wieder einen Schritt zurück. Kommt der Ball dann wieder an der Mittellinie an, wird er dort nicht platziert, sondern geht direkt an die erste Abwehrreihe der anderen Mannschaft weiter.

Tipps:

  • je näher die Kinder am Tor sitzen, desto klüger/ älter sollten die Kinder sein, um die Spieler der eigenen Mannschaft auszugleichen, die nicht mehr mitraten dürfen. Das kann man im Vorhinein sagen oder die Kinder selbst herausfinden lassen.
  • je älter und klüger die Kinder,  desto schwieriger dürfen die Fragen sein.

Besonderheit: In diesem Spiel werden eher klügere Kinder wertgeschätzt, die eventuell in Action- und körperlichen Wettkampfspielen schlechter abschneiden.

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