The Chosen – Staffel 2 – Folge 1 – Donner

In diesem Artikel beschreibt Björn Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 1. Folge der 2. Serienstaffel Chosen zu vertiefen, gemeinsam aufzugreifen oder einen Abend passend zu gestalten.

Essen

Es bietet sich ein Festessen an! Vielleicht grillt ihr gemeinsam und bereitet ein gemeinsames Essen zusammen vor und gestaltet ein bisschen was Drumherum.
In der heutigen Folge lässt Jesus die Jünger ein Essen vorbereiten mit Lamm und Wein und allem, dann gehen sie zu einem Samariter, der vielleicht ein Mörder und Pferdedieb ist. Und feiern mit ihm. Sie erzählen sich Geschichten, um sich miteinander zu verbinden.
Ihr könnt vorher essen oder zum Abschluss.
Während des Essens könnt ihr euch gegenseitig eure Geschichten erzählen … Das würde den Faden der Folge aufnehmen. „Wie habe ich Jesus kennen gelernt“ oder „Wie kommt es, dass ich heute hier bin?“ könnten dann Ideen für den Austausch sein.

Warmup

Idee 1) Wie eben bei „Essen“ beschrieben

Idee 2) Geschichten – 2x wahr und eine Lüge
Jeder erzählt über sich und sein Leben 3 Geschichten oder Facts. Das Spannende: eine Geschichte stimmt nicht. Alle anderen müssen erraten, welches die erfundene Geschichte war, z.B. über eine Abstimmung. Ggf. muss dieser Part moderiert werden, damit der Geschichtenerzähler sich nicht selber moderieren muss. Ab einer gewissen Gruppengröße solltest du die Gruppe aufteilen, damit es nicht zu lange dauert.
So lernen sich alle noch ein bisschen besser kennen und interagieren miteinander.

Bibelportion

Bei dieser Folge bietet es sich an, ein paar Texte schon vor dem Schauen der Folge zu lesen – dann entdeckt man Passagen in der Folge wieder. Schau, welcher Text sich besser anbietet für deine Gruppe oder finde noch andere Texte, die besser zu deiner Gruppe passen. Auch muss gut bedacht werden, ob ihr „The Chosen“ eher als evangelistische Aktion gestaltet oder als Vertiefung für Leute, die schon mehr von Jesus wissen.

Bibelportion Idee 1
Schöpfungsgeschichte (1. Mose 1, 1-5) und Johannes (1, 1-5)

In dieser Folge schauen wir u.a. Johannes über die Schulter bei ersten Entwürfen zu seinem Evangelium. In der Folge outet sich Jesus als Gott und es könnte spannend sein, diese beiden Texte schon zu kennen.

Lest die beiden Texte, ggf in kleineren Gruppen.

Fragen für das Gespräch

Wo entdeckst du Ähnlichkeiten zwischen den beiden Texten?

Wo sind Unterschiede?

Johannes kannte bereits den 1. Mose-Text. Was denkt ihr: Warum hat er den Anfang seines Evangelium genau so gestaltet und nicht anders? Was war ihm wichtig? Was sollte der Anfang bei den Lesenden auslösen?

Bibelportion Idee 2

2. Mose 3, 11-14

Hier wäre es gut, eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Geschehnisse zu geben (Israel – Ägypten – Sklaverei – Mose – brennender Dornbusch). In dem kleinen Text jetzt stellt sich Gott vor. „Ich werde sein, der ich sein werde.“ In der Folge sagt Jesus eindringlich zu Johannes: „Ich bin, der ich bin.“

Fragen für das Gespräch

Lest den Text ggf. in kleineren Gruppen
Gott hat Mose gerade einen großen Auftrag gegeben, nämlich zum Pharao, dem Herrscher von Ägypten zu gehen und sein Volk aus Ägypten zu befreien. Mose muss aber erst einige Fragen klären…

Welche Fragen sind das?

Warum war Mose das wichtig?

Wie lauten Gottes Antworten?

Wenn nun jemand auftauchen würde und sagt: „Ich bin, der ich bin“: Wie würde das in den Ohren eines frommen Juden klingen?

Folge schauen

Schaut euch die erste Folge der zweiten Staffel an. Vielleicht findest vorher du jemanden, der kurz die Staffel 1 zusammenfassen kann? Oder ihr macht es gemeinsam, wenn ihr sie zusammen gesehen habt.

Am Anfang gibt der Produzent noch ein kleines Intro. Schau es dir vorher an, ob du das mit zeigen willst oder überspringst.

Kleingruppe

Es hat sich als gut erwiesen, nach der Folge ins Gespräch zu kommen. Je nach Größe der Gruppe solltest du Kleingruppen planen.

Ich finde die Einstiegsfragen sehr wichtig: Sie lassen jeden das weiterdenken, wo er oder sie angeknüpft hat.

Was hat dich besonders angesprochen an dieser Folge? Warum?

Was hat dich geärgert? Warum?

Wo sind bei dir Fragen aufgetaucht?

Wenn ihr über diese Fragen ins Gespräch kommt – go for it! Falls nicht, hier ein paar weitere Anregungen:

Die „Donnersöhne“

Welche Lektion bringt Jesus ihnen bei?

Wie müsste Jesus dir diese Lektion beibringen?

Jesus

Welche Szene hat dich am meisten beeindruckt?

Was würde sich in deinem Leben verändern, wenn du darauf vertrauen würdest, dass Jesus auch heute noch so handeln kann?

Der zuerst hinkende und dann geheilte Samariter

Was hat den Mann am meisten bewegt?

Wie ist Jesus ihm begegnet?

Was kannst du daraus ableiten, wie Jesus mit Menschen heute umgeht?

Challenge

Welche Aussage oder welches Verhalten von Jesus hat dich besonders herausgefordert?

Wie würde es aussehen, wenn jemand heute das so leben würde? Wie ginge das?

Tue es!

Input

Ich finde ja, dass es keinen weiteren Input braucht, da der Film und die Kleingruppe viel Input bietet. Ggf. kannst du aber noch sagen, was dich besonders angesprochen hat in dieser Folge.

Warm-Up-Spiel:

In der Folge geht es viel um die Frage „Was ist wahr/richtig, was ist falsch“. Daher bietet sich an, das Spiel „Lügenwappen“ als Einstieg zu spielen.

Lügenwappen

Alle Teilnehmenden gestalten ihr persönliches Wappen auf einem Blatt Papier. Das Wappen wird in vier Abschnitte eingeteilt. Drei Abschnitte enthalten wahre Erlebnisse, Eigenschaften, Hobbys oder Ähnliches. Ein Abschnitt enthält eine Lüge. Dabei sollten die wahren Elemente so skurril und die Lüge so plausibel wie möglich sein. Wenn alle ihr Wappen gestaltet haben, werden diese in der Gruppe präsentiert und die Gruppe muss raten, welcher Teil des Wappens die Lüge ist.

Folge 7 von Staffel 2 anschauen

Entweder von DVD oder über ein App-taugliches Gerät, das man an einen Beamer anschließen kann. Gut ist es vorher ein „Was bisher geschah“-Rückblick zu machen.

Austausch über die Folge:

Offene Einstiegsfragen: Was hat dich besonders angesprochen an dieser Folge und warum? Was hat dich geärgert und warum? Wo sind bei dir Fragen aufgetaucht?

Die Folge ist ein bisschen speziell, da sie nicht direkt eine Geschichte aus den Evangelien aufnimmt. Zumindest ist mir keine Geschichte bekannt, in der Jesus von den Römern gefangen genommen und verhört wird und die nicht in der Kreuzigung endet.

In der Folge werden mehrere Geschichten angerissen bzw. auf die Geschehnisse der letzten Folgen Bezug genommen z.B. die Geschichte „Die Heilung am Teich Bethesda und der Konflikt mit den jüdischen Behörden“ (Johannes 5, 1-9); der römische Prätor Quintus zählt ein paar Geschichten auf (Berufung des Zöllners Matthäus (S1E7), Berufung von Simon dem Zeloten (S2E4), die er von Jesus gehört hat. Am Ende der Folge findet sich noch „Über das Beten (Das Vaterunser)“ (Lukas, 11, 1-4).

Die Folge zeigt, dass die Handlungen und das Auftreten von Jesus Folgen haben. Die Römer sind besorgt, ob es zu einem Volksaufstand kommen wird und Prätor Quintus findet sehr deutliche Worte. Auch die Juden haben ein Problem mit Jesus. Rabbi Schmuel bar Yosef versucht herauszufinden, ob Jesus am Sabbat eine Heilung gewirkt hat. Wenn sich dies bewahrheitet, würde dies schwerwiegenden Folgen für Jesus haben. Aber die Folge zeigt auch, dass die Leute begeistert von Jesus sind und von ihm erzählen, so wie die Frau aus Äthiopien und der Geheilte. Nur leider ist dies wiederum problematisch, sodass die Jünger versuchen, das zu unterbinden, weil sie befürchten, dass genau das Jesus in Gefahr bringt.

Richtig oder Falsch – Offensiv handeln und verkünden, oder doch in Deckung bleiben. Jesus ist eindeutig. Trotz der Drohung von Quintus lässt er sich nicht abbringen, er will so weitermachen, das Richtige tun, wie es ihm von Gott aufgetragen wurde, wie bisher, auch wenn es seinen Tod bedeutet.

Nachdem Jesus vom Verhör zurückkommt, habe es auch die Jünger verstanden. Sie ahnen, dass die Zeit ohne Jesus kommen wird, und bitten ihn, ihnen beizubringen richtig zu beten und er bringt ihnen das „Vaterunser“ bei.

Andachtsidee:

Nach dem ihr die Folge geschaut und darüber gesprochen habt, könnt ihr euch mal mit dem Vaterunser auseinandersetzten. Eine Idee dazu findet ihr hier:

Jesus hat seinen Jüngern das Vaterunser gegeben, dass sie etwas haben, an dem sie sich festhalten können, wenn er nicht mehr da ist. Auch für uns ist das Vaterunser ein Gebet, das uns helfen kann, wenn wir nicht wissen, was und wie wir beten sollen.

„Wenn mein Herz keine Worte finden kann. Weiß ich doch wie ich zu dir beten soll“, heißt es in dem Lied „Vaterunser“ von dmmk. Eine Erinnerung daran, dass in dem Gebet der Gebete alles drinsteckt, wir uns keine Gedanken machen brauchen, was wir beten und trotzdem wissen dürfen, dass diese Worte ankommen.

Fragen an die Teilnehmenden:

Was hilft dir zu beten?

Wann fällt es dir schwer zu beten?

Welche Rolle spielt das Vaterunser für dich?

Lied Tipp:        Ich kann nicht schweigen – Musik und Text: Alber Frey

                        Vaterunser – Musik und Text: Theo Evers / Timo Langner

Essenstipp:

In der Folge geht es viel um Fisch, daher ist unsere Empfehlung „Fischstäbchenbrötchen“.

Dazu braucht ihr:

  • 1-2 Brötchen (pro Person)
  • 2-3 Fischstäbchen (pro Brötchen)
  • Remoulade
  • Salat
  • Röstzwiebeln (wenn ihr mögt)

Einfach wie einen Burger zusammenbauen und genießen.

Im Folgenden beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 4. Folge der 2. Serienstaffel von The Chosen zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen.

Essen

Ähnlich der schönen Szene in dieser Folge, könnt auch ihr gerne mit einem gemeinsamen Essen starten. Tauscht euch schon beim Essen darüber aus, was in den letzten Folgen von „The Chosen“ passiert ist und ruft es euch dadurch noch mal in Erinnerung:

  • Was ist bei euch hängen geblieben?
  • Welche Sätze/Szenen/Menschen haben euch die Woche über begleitet?
  • Was wollt ihr gerne mit der Gruppe teilen?

Start in das Thema

In der vierten Folge der zweiten Staffel geht es sehr viel um Entscheidungen. Simon, der Attentäter der Zeloten und Dreh- und Angelpunkt dieser Folge, muss sich oft und viel entscheiden. Einige Entscheidungen davon bereut er, andere versucht er rückgängig zu machen und wieder andere stößt er um.

Zum Einstieg eignet sich das Spiel „Duell der Augen“, wo blitzschnell Entscheidungen getroffen werden müssen, die eventuell auch nicht so gute Auswirkungen haben. Den genauen Spielablauf findet ihr hier:

https://www.jugendecho.de/spielesammlung/item/23-duell-der-augen

Setzt euch danach in einen Kreis und tauscht euch über eure Entscheidungen in eurem Leben aus.
– Welche bereut ihr?
– Was waren die besten Entscheidungen eures Lebens?
– Was würdet ihr heute anders machen?
Es hilft den Teilnehmenden dabei sehr, wenn ein*e Mitarbeiter*in anfängt. Das schafft Nähe und Vertrauen.

Folge 4 der 2. Staffel anschauen

Wenn ihr mögt, dann schärft den Fokus eurer Teilnehmenden auf das Motiv der Entscheidungen. Ladet sie ein, in dieser Folge besonders auf dieses Motiv zu achten. Je nach Gruppe kann das aber auch unpassend sein, da es andere Dinge evtl. ausblendet. Entscheidet das einfach für eure Gruppensituation.

Reflexion der Folge

Im Anschluss an die Folge könnt ihr euch wieder in einen Stuhlkreis setzen. Fordert eure Gruppe heraus, indem ihr nur die Frage in den Raum stellt: „Was habt ihr gesehen?“
Habt den Mut, diese Frage stehen zu lassen und zu hören und wahrzunehmen, was eure Teilnehmenden zu erzählen haben. Ganz von alleine wird ein Gespräch entstehen, bei dem verschiedene Teilnehmende von ihren Wahrnehmungen erzählen.

Nachdem alle etwas dazu gesagt haben, fragt weiter: „Was bedeutet das für dich persönlich?“
Habt auch hier den Mut, die Gruppe nachdenken zu lassen. Das kann manchmal mit einer kurzen Stille anfangen, aber dann wird sicherlich etwas kommen. Das Ziel hiervon ist, dass das Gesehene einen Unterschied machen kann/darf im Leben eurer Teilnehmenden. „Was bedeutet das für dich persönlich?“

In der Folge sind eindrückliche und intensive Dinge passiert. Brüder wurden wieder vereint, Jesus heilt einen Gelähmten, ein Attentat wurde abgebrochen, Jesus redet über das Laubhüttenfest. Doch was bedeutet das für dein Leben? Was für einen Unterschied kann das machen?

Wenn es euch passender erscheint, dann könnt ihr hierfür natürlich auch Kleingruppen bilden.

Impuls

Mein Vorschlag für einen kurzen Impuls dreht sich um Dietrich Bonhoeffer. Er hat viel und lange mit der schrecklichen Entscheidung gerungen, ob er sich in der Lage sieht, Hitler in einem Anschlag töten zu können/dürfen. Gegen seine christliche Überzeugung. Letztlich entschied er sich dazu, dass es sogar seine Pflicht sein sollte „dem Rad in die Speichen zu fallen.“ So plante er mit einer Gruppe von verschiedenen Menschen mehrere Anschläge, von denen keiner klappte.
Lest euch die Wikipedia Seite von Dietrich Bonhoeffer durch oder schaut im Internet. Es gibt viele spannende Artikel und Dokumentationen zu dem Thema. Bastelt euch daraus einen kurzen Impuls mit Bildern und Texten.

Stellt euch dann die Frage: Wie gehen wir mit unbeliebten Entscheidungen um? Mit Dingen, die wir am liebsten gar nicht erst entscheiden würden? Und wie können wir uns darauf vorbereiten, evtl. eines Tages solche Entscheidungen treffen zu müssen?
Lest hierzu auch gerne in der Bibel, holt euch Inspiration, kommt ins Gespräch und betet auch gerne miteinander.
Wichtig ist, dass das für manche Personen natürlich ein Trigger Thema sein kann. Seid daher sensibel und geht auf die Bedürfnisse und Fragen eurer Teilnehmenden ein.

Sprecht zum Abschluss ein Gebet und gebt dadurch ab, was euch beschäftigt.

Die mittlere Folge der zweiten Staffel ist komplex und spannend zugleich. Sie spielt mit Charakteren, die teilweise seit der ersten Folge der ersten Staffel aufgebaut wurden und lädt zu freudigen Diskussionen ein. Da überdurchschnittlich viele Themen angesprochen werden, ist eine gründliche Vorbereitung auf die Gruppenstunde umso wichtiger.

Im Vorfeld

Vor Stundenbeginn solltest du dir diese Folge unbedingt einmal angeschaut haben und dich auf die verschiedenen Erzählstränge vorbereiten. Eine gute Zusammenstellung der handelnden Charaktere findest du auf thebibleartist.com.

Lagerfeuer

Die Folge spielt in weiten Zügen draußen auf dem Feld. Wenn es möglich ist, bietet sich ein kleines Lagerfeuer an. Da kann man gemütlich sitzen, eventuell ein Stockbrot oder eine Wurst grillen und gut ins Gespräch kommen.

Spielideen

Aufgrund der Themenvielfalt bieten sich natürlich verschiedene Spiele an. Ich selbst würde mich an dieser Stelle auf die Gruppendynamik konzentrieren. Die Aufopferung des Johannes für die große Sache, die Außenseiterrollen und der Zusammenhalt der Gruppe machen in der Folge deutlich, dass es gemeinsam besser geht. Hier einige Ideen:

Decke wenden

Die Teilnehmer stehen auf einer Decke oder einem Teppich, die/der nicht viel größer ist, als die Teens Platz brauchen. Die Aufgabe lautet nun, diese Decke umzudrehen. Dabei darf niemand den Boden außerhalb der Decke berühren.

Besenstiel ablegen

Die Teilnehmer stehen nebeneinander und strecken ihren Zeigefinger aus. Darauf wird ein Besenstiel, langer Stock oder Ähnliches gelegt. Dieser Besenstiel soll zum Boden geführt werden. Sobald ein Zeigefinger den Stiel nicht mehr berührt, muss von vorn begonnen werden.

Blindes Sortieren

Die Teilnehmer laufen wirr durch den Raum. Auf ein Zeichen hin müssen sie ihre Augen schließen und haben dann die Aufgabe, sich mit geschlossenen Augen eine Reihe zu bilden. Hier gibt es viele Variationen. Eine Reihe der Größe nach, dem Alter nach, dem Anfangsbuchstaben des Vornamens nach. Reden kann erlaubt sein oder auch nicht.

Schaut euch nun die Folge gemeinsam an.

Rückblick

In den vergangenen Folgen wurden verschiedene Personen vorgestellt. Für die heutige Folge bietet es sich an, über die Geschichte dieser Personen ins Gespräch zu kommen.

  • An welche Charaktere erinnerst du dich am stärksten?
  • Welche Jünger sind mittlerweile mit Jesus unterwegs?
  • Welche Person spielte am Anfang der Serie eine wichtige Rolle?
  • Welche Personen haben wir kennengelernt, die nicht in der Bibel vorkommen?

Themensuche

In dieser Folge kommen verschiedene Themen zur Sprache. Einige werden deutlich thematisiert, andere eher zurückhaltender. Gehe mit den Teenagern ins Gespräch. Frage sie, welche Lebensthemen bei ihnen hängen geblieben sind. Was hat sie besonders interessiert? Was hat sie vielleicht sogar schockiert?

Durch die ganze Folge zieht sich das Thema „Suche“. Simon sucht Jesus. Der Römer Atticus sucht Simon. Maria sucht nach einer Lösung ihrer Vergangenheit und Shmuel sucht nach einer Möglichkeit, Jesus anzuklagen.

Schnell kommen die „Geister“ ins Spiel. Der Besessene wirkt Angst einflößend und bringt eine gewisse Dynamik ins Spiel. Selbstverständlich kann Jesus am Ende helfen, doch bricht das Bild der schnellen Hilfe, als Maria sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert sieht. Sie war in der ersten Staffel von Jesus befreit worden. Hinweis: In Episode 1 war vorsichtig angedeutet worden, dass Maria sexuell missbraucht wurde.

Sehr emotional ist die „Aufopferung“ von Johannes, die auch schon Jesu Opfer in den Blick rückt. Auch wenn beide selbstverständlich gerne ihrer Berufung folgen, wird die menschliche Not und Angst vor der Konfrontation klar.

Auch die „Verschwörung“ der Feinde Jesu nimmt einen großen Raum ein. In diesen Szenen wird deutlich, wie viele Gespräche im Hintergrund gelaufen sein müssen, bis der Messias in einer Nacht-und-Nebel-Aktion verurteilt werden konnte.

Manche Teens fühlen eventuell auch mit den „Außenseitern“ Matthäus, Maria und Ramah mit. Wie geht es denen, die nicht so gut in die Gruppe passen? Wie verhalten sie sich? Tipp: Episode 2 dieser Staffel machte dies deutlich.

Bestimmt haben deine Teens noch mehr Themen entdeckt. Es lohnt sich, hier zunächst zu verweilen, um dann später nicht allzu sehr zwischen einzelnen Punkten hin- und herzuspringen. Diese Folge bietet Stoff für stundenlange Diskussion, daher wird es überaus weise sein, sich auf einzelne Themen zu beschränken.

Gemeinsames Gespräch

Je nach Gruppengröße oder gewünschter Themenvielfalt bieten sich eventuell mehrere Kleingruppen an. Kommt dann über die Themen der obigen Sammlung, die euch besonders interessiert haben, ins Gespräch.

  • Welche Fragen sind dir gekommen? Was war schwer zu verstehen?
  • Was hast du in Bezug auf dieses Thema schon in deinem eigenen Leben erlebt?
  • Was kannst du von Jesus oder den anderen seiner Nachfolger lernen?
  • Welche Gefühle entdeckst du in dir, wenn du die Folge nochmal gedanklich durchgehst?
  • Was könnte für die Zukunft eine Hilfe sein?
  • Was willst du in den nächsten Tagen anders machen?

Bibeltreue

The Chosen versteht es meisterlich, bibeltreu zu sein und gleichzeitig eine lebendige Welt mit spannenden Charakteren zu schaffen. Die kurze Szene, in der Jesus seine Bergpredigt vorbereitet ist selbstverständlich frei erfunden und doch ganz nah am Leben.

Eben weil die Folge diverse Themenfelder aufmacht und zwischen verschiedenen Szenarien hin- und herspringt, könnte sich heute eine biblische Reflexionsrunde anbieten.

  • Was in dieser Folge steht genau so in der Bibel?
  • Was ist hinzugedichtet?
  • Wo werden biblische Geschichten vermischt?

Einige Hinweise: Matthäus‘ Charakter wird ein Stück mit dem von Zachäus vermischt. Die Geschichte mit dem Dämon „Legion“ ist eine andere, als hier beschrieben wird. Simon war tatsächlich ein Kämpfer, wurde in der Bibel aber nicht verfolgt. Sein Name taucht nur in den Apostellisten auf. Maria war wirklich von sieben Dämonen geplagt. Johannes der Täufer war wirklich Jesu Cousin. Ob sie sich aber vor dem Marsch nach Jerusalem trafen, wird nicht überliefert. Es gab tatsächlich eine Verschwörung unter den führenden Juden. Wie genau diese geplant wurde, steht aber nicht im Neuen Testament. Es gibt biblisch tatsächlich einen körperlichen Angriff eines Besessenen auf einen Jünger. Dieser wird aber in der Apostelgeschichte berichtet, nicht in den Evangelien.

Kurzimpuls

Man kann auf viele verschiedene Themen eingehen, wenn man die fünfte Episode gesehen hat. Ich würde mich am Titel „Geister der Vergangenheit“ orientieren und auf das Thema Heiligung als Prozess zu sprechen kommen.

Maria macht deutlich, dass man von Jesus befreit und in ein neues Leben gebracht werden kann und dennoch immer wieder mit der Vergangenheit kämpft. Es gibt kein sündloses Leben, auch nicht für erfahrenste Christen. Vielmehr besteht unser Leben darin, nach jedem Fall wieder aufzustehen und immer neu mit Jesus zu gehen.

2. Korinther 3, 17-18:

17 Der Herr wirkt nämlich durch seinen Geist.

Und wo der Geist des Herrn wirkt,

da herrscht Freiheit.

18 Wir alle sehen die Herrlichkeit des Herrn

mit unverhülltem Gesicht

wie in einem Spiegel.

Dabei werden wir selbst zu seinem Ebenbild verwandelt.

Wir bekommen immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit –

so wie es der Geist des Herrn bewirkt.

BasisBibel: Das Neue Testament und die Psalmen. Stuttgart : Deutsche Bibelgesellschaft, 2012

Als Christen sind wir mit unseren Problemen und alltäglichen Macken nicht alleine. Wir sind aber auch noch nicht von ihnen befreit. Wir gehen mit dem Geist durch unser Leben und werden immer mehr zu dem neuen Menschen verwandelt, der eines Tages in der Ewigkeit dann vollendet sein wird.

Die dritte Folge trägt den schlichten Titel eines Bibelverses: Matthäus 4.24: „Und sie brachten alle zu ihm, die irgendwelche Krankheiten oder Schmerzen hatten.  Darunter waren Besessene, Mondsüchtige und Gelähmte. Jesus heilte sie alle.“
Jesus taucht erst ganz am Ende auf und die Episode dreht sich um das, was die Jünger währenddessen tun und sprechen.

Beginnt euren Jugendkreis wie ihr es immer tut. Begrüßt die Teilnehmenden und fragt sie, an was sie sich noch von letzter Woche erinnern. Da die Jünger einen großen Teil der Folge um das Lagerfeuer im Kreis sitzen, gibt es zu Beginn ein paar Kreisspiele.

KISSENJAGD

Die Gruppe sitzt im Kreis – ideal sind mindestens 10 Personen. Es sollte eine gerade Anzahl an Mitspielern sein. Die Gruppe wird in zwei Mannschaften eingeteilt, die jeweils abwechselnd im Kreis sitzen (A-B-A-B-…). Von jeder Mannschaft bekommt nun ein Spieler ein Kopfkissen in die Hand. Die Kopfkissen sollten gegenüber im Kreis verteilt sein. Auf ein Zeichen müssen nun die Mannschaften versuchen, das Kissen der anderen Mannschaft mit dem eigenen Kissen zu fangen. Dabei darf das andere Kissen nicht blockiert werden. Gejagt wird nur durch die Weitergabe des Kissens an den nächsten Mitspieler der eigenen Mannschaft. Das Kissen darf dabei nicht geworfen werden.

ESCAPE

Eine Person ist in der Mitte. Alle anderen bilden einen Kreis und halten sich an den Händen fest. Die Person in der Mitte versucht nun den Kreis zu durchbrechen. Wenn sie es schafft, ist die nächste dran. Variante: nach ein paar erfolglosen Versuchen zu entfliehen kann Verstärkung angefordert werden durch die Wahl einer weiteren Person.

WÜRDEST DU FÜR GELD?

Basierend auf dem Prinzip von Obstsalat könnt ihr ein Spiel mit der Frage „Würdest du für unbegrenztes Geld …?“ spielen. Eine Person steht in der Mitte und hat keinen Sitzplatz. Sie stellt eine Frage „Würdest du für Geld …?“ Wer diese Frage mit Ja beantwortet, muss aufstehen und sich einen neuen Platz suchen. Die Person in der Mitte kann dann auch einen Platz suchen. Wer keinen Platz findet, muss eine neue Frage stellen. Das greift die Frage von Andreas am Lagerfeuer auf.

Das Essen könnt ihr nun gemeinsam vorbereiten. Ein paar Jugendliche können den Dip vorbereiten, die anderen das Fladenbrot. Wenn es etwas dauert die Brote zu machen, haltet sie im Backofen warm.

Essen: Fladenbrot, Sultans Freude Dip

Kochrezept und Zutaten:

Fladenbrot
250 g Mehl
sieben 1 Teelöffel Salz
und 30 ml Olivenöl gut mischen,
120 ml warmes Wasser hinzufügen.
Den Teig gut kneten und in 4 gleiche Teile teilen.
Bei starker Hitze auf jeder Seite 2 Minuten braten.

Sultans Freude Dip
300 g     Doppelrahmfrischkäse
200 g     Feta-Käse
2 Handvoll  Datteln, ohne Stein, fein geschnitten
1 Schuss      Olivenöl, hochwertig
3 TL        Schwarzkümmel
1 EL, gehäuft     Currypulver, mild
2 EL        Milch, nach Belieben

Den Frischkäse in eine Schüssel geben. Den Feta zerbröckeln und dazugeben. Es soll keine sämige Masse werden, die Fetastücke dürfen ruhig noch sichtbar sein! Die fein geschnittenen Datteln, den Schwarzkümmel und das Currypulver dazugeben. Zum Schluss das Öl untermengen. Wenn der Dip zu fest ist, noch nach Belieben Milch dazugeben.

Entweder ihr esst dann am Tisch zusammen oder während des Schauens der dritten Folge.

Nachdem ihr die dritte Folge gemeinsam angeschaut habt, könnt ihr erst mal nach den allgemeinen Eindrücken fragen:

  • Was hat euch gut gefallen?
  • Welcher Satz klingt nach?
  • Was habt ihr nicht verstanden?

Um tiefer in das Gespräch einzusteigen, könntet ihr folgende Fragen stellen (Je nachdem wie viele ihr seid und wie vertraut eure Gruppe miteinander ist, könnt ihr auch Kleingruppen machen):

  • Wärst du gerne berühmt? Was bringt es für Vor- und Nachteile mit sich?
  • Thomas fragt Jakobus: Warum bittest du Jesus nicht? Gibt es Dinge, um die du Jesus auch nicht bittest? Warum nicht?
  • Was haltet ihr von Marias Aussage: „Ich denke nicht, dass er darauf wartet, dass wir heilig werden. Ich glaube, er ist hier, weil wir nicht ohne ihn heilig werden können.“
  • Findest du Petrus ungerecht gegenüber Matthäus? Jesus hat ihm schließlich vergeben und ihn berufen.

Andacht: Er braucht mich nicht (mehr).

Eine Szene hat mich in dieser Folge besonders berührt: Wie Maria davon erzählt, wie es für sie war, als Jesus geboren wurde. Sie spricht darüber, wie es war, als Jesus geboren wurde. Dass er sauber gemacht werden musste, dass er kalt war und schrie. Und dass er ihre Hilfe brauchte. Ein ganz normales Baby eben. Und das ließ sie anfangs fragen, ob das wirklich der Sohn Gottes ist? Aber irgendwie wusste sie, dass er es ist. Er wurde älter und brauchte sie immer weniger. Maria sagt einerseits, dass sie natürlich stolz ist und sich als Jüdin freut über das, was Jesus für die Leute tut. Aber anderseits ist sie manchmal traurig darüber, nicht mehr gebraucht zu werden.

Und dann gibt es die Schlussszene: Jesus kommt nach vielen Stunden zurück zu den anderen. Er ist völlig erschöpft, sagt nicht viel und möchte nur ins Bett. Maria sieht ihn, beugt sich hinunter und wäscht ihm die Füße. Sie wird gebraucht und kann Jesus dienen. Sie kann etwas für ihn tun.

Möglicherweise sind das ganz normale Prozesse zwischen einer Mutter und ihrem Kind. Aber für unsere Beziehung zu Jesus können wir etwas lernen. Jesus braucht uns nicht. Wir brauchen ihn. Aber manchmal kann es Situationen geben, in denen wir etwas für ihn tun können. Maria hat zu Jesus geschaut und gesehen, was er gebraucht hat. Sie hat nicht zugeschaut wie die anderen Jüngern, sondern hat gehandelt.

Meine Herausforderung für dich in der nächsten Woche ist, Jesus mal zu fragen, was du für ihn tun kannst. Wo er dich braucht oder gebrauchen will. Das müssen keine großen Dinge sein. Du könntest zum Beispiel dem Gedanken folgen, dem Busfahrer zu sagen, dass du ihm dankbar bist, dass er dich jeden Tag sicher zu deinem Ziel bringt. Was kannst du für Jesus tun?

Das passiert:

Im Staffelfinale geht es besonders um die Vorbereitungen auf die Bergpredigt. Die Bergpredigt ist bestimmt die bekannteste Predigt von Jesus aus dem Neuen Testament. Nachlesen kann man sie in Matthäus 5-7.

In dieser Folge sehen wir, wie die Jünger Jesu mit unterschiedlichsten Aufgaben alle die Bergpredigt mit vorbereiten. So verteilen sie beispielsweise Einladungen (Flyer) in den Dörfern, bauen eine kleine Tribüne auf oder helfen wie Matthäus Jesus beim Schreiben seiner Predigt. Durch all den Aufwand, der betrieben wird, wird deutlich, dass Jesus wollte, dass seine Predigt unter guten Umständen stattfinden kann. Die Worte der Bergpredigt gelten als erste öffentliche Worte, die Jesus vor einem großen Publikum erzählte. Im Film sieht man besonders, wie Jesus und Matthäus sich Gedanken über die ersten Worte der Bergpredigt gemacht haben. Hier sind die beiden lange unschlüssig, wie Jesus beginnen soll. Schließlich findet Jesus seinen Einstieg, er verwendet die Seligpreisungen. Hierbei nennt er jeweils eine Gruppe von Menschen die glückselig sind und erklärt dies in einem kurzen Satz. Während Jesus diese Worte in der Folge spricht, werden immer bestimmte Jünger eingeblendet, auf die die gesprochene Seligpreisung besonders zutrifft.

Gestaltung der Gruppenstunde

Die Gruppenstunde kann ähnlich wie die Folge gestaltet werden. So können alle mithelfen, dass die Folge gemeinsam geschaut werden kann. Teilt die Gruppe hierzu auf. Die einen können die Technik an einem geeigneten und vielleicht auch neuen Ort aufbauen, die anderen können bequeme Sitzgelegenheiten vorbereiten und andere können Obst schneiden, damit ein gemeinsamer Obstsalat gemacht werden kann. Den Obstsalat könnt ihr während der Folge oder anschließend genießen. Obst bietet sich für diese Folge an, da auch die Jünger im Film einmal Obst essen.
So helfen alle auf irgendeine Weise mit und vertrauen darauf, dass die anderen mit ihren Aufgaben genauso dazu beitragen. Wenn dann alles geschafft ist, bedankt ihr euch bei allen helfenden Händen und schaut gemeinsam die Folge an.

Impuls

Was Jesus in den Seligpreisungen sagt, ist schon eine krasse Zusage.

Dabei sieht Jesus, als er diese Worte spricht, immer jemanden von seinen Jüngern vor seinem inneren Auge. Seine Zusagen über die Jünger können für uns wie eine Landkarte sein. Aber was bedeutet das? Es bedeutet Folgendes: Wenn wir bei diesen Menschen suchen, dann werden wir dort Jesus finden. Die Worte von Jesus sind also eine Wegbeschreibung für uns, sie geben uns Orientierung. Das bedeutet, wenn du dem Weg auf der Landkarte folgst, kommst du auch zu dem Ziel, dass du auf der Karte siehst. Willst du dich auf den Weg machen? Willst du solche Menschen kennenlernen?

Die Eigenschaften, die Jesus nennt, hast du vielleicht auch schon in anderen Menschen erlebt. Vielleicht kennst du jemanden, der wirklich gut trösten kann oder du kennst jemanden, der sich sehr für Gerechtigkeit einsetzt. Jesus sagt, dass Menschen mit solchen Eigenschaften glücklich sind. Welche Eigenschaft, die Jesus hier nennt, wünschst du dir besonders? Barmherzig? Friedenstiftend?

Die Jünger von Jesus sind so unterschiedlich. Und doch geht jeder den Weg mit Jesus voller Freude. Das gilt auch für uns heute. Mit all unseren Unterschieden dürfen wir gemeinsam voller Freude den Weg mit Jesus gehen. Auch du bist herzlich dazu eingeladen dazu zu stoßen. Und auch du darfst dich freuen!

Geld ist eigentlich immer zu wenig da, oder?

Die Wünsche der Jugendkreise sind doch meistens größer als das Budget, dass im CVJM oder der Gemeinde für die Jugendarbeit vorgehalten wird: Renovierung von Räumen, vielleicht neue Möbel, technische Gerätschaften wie Beamer oder Bluetooth-Box, aktuelle Liederbücher, Zuschüsse zur Teilnahme an Freizeiten oder Kongressen etc.

Es gibt viele Dinge, die in einer laufenden Arbeit benötigt, ersetzt oder angeschafft werden müssen. Auch um Arbeitsbereiche neu aufzubauen, benötigt man nicht weniger.

Manchmal geht es auch gar nicht um die eigene Jugendgruppe, sondern vielleicht um die Möglichkeit, ein anderes soziales Projekt zu unterstützen, oder eine Hilfslieferung, die notleidende Menschen in Kriegs- und Krisengebieten mit den dringendsten Dingen versorgt.

Wie kann man also die Gelder zusammenbringen, die man für all solche Herzenswünsche benötigt?

Sponsorenläufe

Sponsorenläufe sind ein altbekanntes Mittel, das jedoch im digitalen Zeitalter ein kleines Update erfahren hat. Früher war es in der Regel so, dass man sich zu einem bestimmten Termin an einem festgelegten Ort getroffen hat, um z. B. miteinander zu laufen.

Pro km, Stadion-Runde, … wurden von vorher angesprochenen Sponsoren eine vereinbarte Summe gezahlt, die man dann eingesammelt und beim Veranstalter abgegeben hat.

Auf diese Weise hat der CVJM, in dem ich damals gearbeitet habe, durch ein Sponsoren-Schwimmen im Freibad (in Kooperation mit den Schulen vor Ort und der Stadt) genug Geld gesammelt, um ein neues Jugendcafé mit Möbeln auszustatten. Und bei einer anderen Gelegenheit wurde bei einem Sponsoren-Inliner-Fahren in einem Parkhaus der Stadt Geld gesammelt, um die Stelle der CVJM-Sekretärin mit zu finanzieren.

Ortsunabhängige Sponsorenläufe

In Zeiten von Corona waren durch die Schutzverordnung solche »Massen«-Läufe nicht möglich und so kam es zu dem kleinen »Update«, dass ich eingangs angesprochen habe.

Es kam die Idee auf, die Läufe ins Digitale zu übertragen: Es gibt zwar noch eine vereinbarte Zeit, aber keinen festen Ort mehr – alle laufen da, wo sie können und möchten.

Meistens gibt es auch keinen festen Termin mehr im Sinne von »Sonntag um 11.00 Uhr«, sondern ein Zeitfenster von z. B. einem Wochenende, bei dem gelaufen werden kann.

Zur Überprüfung wird dann der Lauf von einer Fitness-App aufgezeichnet und das Ergebnis per Mail geschickt. Die Zahlung der Sponsorengelder kann dann auch kontaktlos per Überweisung erfolgen.

Um das Gemeinschaftsgefühl trotzdem nicht ganz zu verlieren, könnt ihr Startnummern versenden, die ihr am Rechner digital gestaltet habt und die sich die Läuferinnen dann anheften.

Oder ihr investiert selbst ein wenig Geld und versendet eine »Goodie-Bag«, die neben der bereits ausgedruckten Startnummer zudem noch kleine Überraschungen bereithält, z. B. Traubenzucker und Müsliriegel als Kraftspender nach dem Lauf.

Auch ein gemeinsamer Hashtag für die Werbung über Social Media ist eine schöne Sache.

Da man nicht mehr an einen festen Ort gebunden ist, bieten sich auch Kooperationen an, wenn man z. B. für ein Hilfsprojekt laufen möchte: Fragt bei einem benachbarten CVJM nach oder in der afrikanischen Partnergemeinde etc.

Um über die Sponsoren hinaus noch Gelder zu sammeln, könnt ihr auch einen QR-Code erstellen, über den man direkt per PayPal Geld sammeln kann – und druckt diesen Code dann auch auf Flyer, verlinkt ihn auf eurer Homepage etc.

Grundsätzlich gilt: überall, wo ich »laufen« geschrieben habe, könnte auch »walken«, »schwimmen«, »Rad fahren«, »wandern« und anderes stehen – was euch einfällt und zu euch passt.

Euer Event – eure Regeln!

Impuls zu Hebräer 13,16:

»Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.«

Zwei Dinge scheinen bei vielen Menschen sehr knappe Güter zu sein: Zeit und Geld. Darum ist es besonders wertvoll, wenn wir daran auch andere Menschen teilhaben lassen: Wenn wir uns Zeit für einen Freund nehmen, der Trost braucht. Wenn wir von unserem Geld einen Teil an die abgeben, die bedürftiger sind. Wenn wir uns die Zeit nehmen, für ein soziales Projekt einen Sponsorenlauf zu organisieren bzw. mitzulaufen, wenn wir mit unserem Geld jemanden unterstützen, wenn wir mit einem Teil der für unseren Jugendkreis erlaufenden Gelder eine Gruppe in einem Krisengebiet unterstützen. Gott schenkt uns viele Möglichkeiten, Gutes zu tun – wir müssen sie nur nutzen.

Wähle gezielte Methoden aus diesem Baukasten für deine Gruppe aus. Je nachdem, wo deine Gruppe steht und was du mit ihnen fokussieren möchtest, suchst du passende Elemente aus.

  1. Bibelstelle Phil. 1
  2. Bibellese-Methoden
  3. Gebetsstationen
  4. Fragen fürs Gespräch
  5. Gruppenaktion
  6. persönliche Challenge
  7. Ratespiel
  8. Quiz
  9. Andacht
  10. Warm up
  11. Serien-Tipp
  12. Film-Tipp
  13. Leitvers

Inhaltsübersicht

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1. Bibelstelle Phil. 1, 3-26

Dank und Fürbitte für die Gemeinde

3 Ich danke meinem Gott jedes Mal, wenn ich an euch denke. 4 Ich danke ihm in jedem Gebet, das ich für euch alle spreche! Ich kann voller Freude beten, 5 weil ihr euch so sehr für die Gute Nachricht einsetzt – vom ersten Tag an bis heute. 6 Ich bin ganz sicher: Der das gute Werk bei euch begonnen hat, der wird es auch vollenden – bis zu dem Tag, an dem Jesus Christus wiederkommt. 7 Es ist ja nur richtig, dass ich so über euch alle denke. Denn ich habe euch ins Herz geschlossen. Wenn ich auch im Gefängnis sitze und vor Gericht die Gute Nachricht verteidige und für sie eintrete: Ihr alle habt zusammen mit mir Anteil an der Gnade, die Gott mir schenkt. 8 Gott ist mein Zeuge: Ich sehne mich nach euch allen mit der ganzen Liebe, die Christus Jesus in mir geweckt hat. 9 Und das ist es, worum ich bete: Eure Liebe soll immer noch größer werden und immer mehr geprägt sein von Erkenntnis und umfassendem Verständnis. 10 Ihr sollt selbst überprüfen können, worauf es ankommt. Denn ihr sollt fehlerlos sein und keinerlei Anstoß erregen an dem Tag, an dem Christus wiederkommt. 11 Dann werdet ihr reichlich ausgestattet sein mit dem Ertrag der Gerechtigkeit. Den lässt Jesus Christus wachsen, zur Ehre und zum Lob Gottes. In Bedrängnis am Glauben und an der Liebe festhalten

Die Gefangenschaft des Paulus dient der Verbreitung der Guten Nachricht

12 Brüder und Schwestern, das sollt ihr wissen: Meine Lage hat die Verbreitung der Guten Nachricht sogar noch gefördert. 13 Allen Leuten im Palast des Statthalters und allen anderen hier ist nämlich bewusst geworden: Ich bin deswegen in Haft, weil ich zu Christus gehöre. 14 Und viele Brüder und Schwestern, die wie ich zum Herrn gehören, haben durch meine Haft Zuversicht gewonnen. Sie wagen jetzt viel mehr und verkünden die Botschaft ohne Furcht. 15 Einige verkünden Christus wohl aus Neid und Streitsucht. Aber bei anderen geschieht es durchausmit gutem Willen: 16 Sie tun es aus Liebe. Denn sie wissen, dass es mein Auftrag ist, vor Gericht die Gute Nachricht zu verteidigen. 17 Die anderen aber, die Christus aus Eigennutz verkünden, meinen es nicht ehrlich. Sie wollen es mir in meiner Gefangenschaft noch schwerer machen. 18 Was soll’s! Ob mit Hintergedanken oder aufrichtig – die Hauptsache ist doch, dass Christus verkündet wird. Und darüber freue ich mich.

Die Hoffnung und die Zukunft des Paulus

Auch in Zukunft werde ich Grund zur Freude haben. 19 Denn ich weiß: Alles, was ich jetzt durchmache, wird zuletzt zu meiner Rettung führen. Darin unterstützen mich eure Gebete und der Geist, durch den Jesus Christus mir beisteht. 20 Ja, es ist meine feste Erwartung und Hoffnung, dass ich mich nie lächerlich mache. Im Gegenteil: Durch das, was mit mir geschieht, soll Christus in aller Öffentlichkeit verherrlicht werden. Dies galt schon immer, und es gilt auch jetzt. Und es gilt, ob ich nun am Leben bleibe oder sterbe. 21 Denn für mich ist Christus das Leben. Und deshalb ist sogar das Sterben für mich ein Gewinn. 22 Andererseits gilt für mich: Wenn ich am Leben bleibe, kann mein Werk weiter Ertrag bringen. Ich weiß nicht, was ich vorziehen soll! 23 Ich fühle mich hin- und hergerissen: Ich wünschte, ich könnte sterben und bei Christus sein. Das wäre sehr viel besser. 24 Aber für euch ist es notwendiger, dass ich am Leben bleibe. 25 Deshalb bin ich überzeugt, ja ich weiß: Ich werde am Leben und euch allen erhalten bleiben. So kann ich dazu beitragen, dass euer Glaube Fortschritte macht und ihr immer mehr Freude daran findet. 26 Ich werde euch noch viel mehr Grund geben, auf Jesus Christus stolz zu sein – dann, wenn ich wieder bei euch bin.

2.  Bibellese-Methoden

Die beschriebenen Methoden sind aus den Büchern “Liest du mich?” und “Liest du mich noch?”

2.1 Bibelspaziergang mit persönlicher Nachdenkzeit

Vorbereitung:
Überlegt euch, wie ihr den Bibeltext bei euch haben wollt (via Bibel-App, Bibelserver, Hörbibel oder ausgedruckt). Sucht euch einen Ort, der die Teilnehmenden zum Nachdenken über den Bibeltext inspiriert, zum Beispiel in der Natur.

Durchführung:

Beginnt mit einem Gebet. Bittet Gott, dass er zu euch spricht. Lest den Bibeltext laut und langsam vor. Jede Person geht anschließend eine verabredete Wegstrecke und meditiert dabei den Bibeltext. Versucht dabei mit einem aufmerksamen Herzen zu gehen und euch auf Gottes Gegenwart einzustellen. Zunächst kann jeder den Text mehrmals lesen, hören oder vor sich hersagen. Versucht anschließend, die Gegend und das Leben aus der Perspektive des Textes zu betrachten und das, was ihr wahrnehmt, mit dem, was ihr gelesen habt, zu assoziieren. Lasst euch von den Assoziationen unterwegs zu einem Gespräch mit Gott inspirieren. Nach einer gewissen Zeit trefft ihr euch als Gruppe wieder am Ausgangspunkt und tauscht euch kurz über eure Impulse und Erfahrungen aus. Schließt den Spaziergang mit einer Gebetsgemeinschaft ab.

Material:

  • Bibel-App oder Ähnliches

2.2 Farbe bekennen

Diese Methode ist von dem Kartenset: „Farbe bekennen“ abgeleitet.

Vorbereitung:

Du benötigst pro Person acht Karten in acht verschiedenen Farben.

Durchführung:

1. Jede Person erhält acht Karten

2. Du erklärst die Bedeutungen der Karten

  • Das interessiert mich näher.
  • Das habe ich nicht verstanden.
  • Das merke ich mir.
  • Da bin ich anderer Meinung.
  • Das habe ich verstanden.
  • Das finde ich beeindruckend.
  • Der Meinung bin ich auch.
  • Joker

3. Jetzt liest jede Person immer der Reihe nach einen Vers der Bibelstelle.

4. Nachdem der Vers vorgelesen wurde, sucht sich jeder der Runde eine für ihn passende Karte aus und legt diese verdeckt vor sich hin.

5. Alle drehen ihre Karten gemeinsam um.

6. Nun sagt jeder einen Satz, warum er diese Karte in Bezug auf den Bibelvers gelegt hat.

7. Schließt die Runde mit einer Gebetsgemeinschaft ab.

2.3 Wortkreation

Diese Methode wurde aus der Semantischen Intuition abgeleitet.

Vorbereitung:

Legt Stifte und ein Flipchart o. Ä. bereit.

Durchführung:

  1. Beginnt mit einem Gebet.
  2. Eine Person liest den Bibeltext laut vor.
  3. Anschließend werden zum Text passende Wörter in die Gruppe gerufen. Diese Wörter werden in zwei Spalten mit unterschiedlichen Farben notiert:
    1. Aktivitäten und Verben
    1. Objekte, Personen und Hauptwörter
  4. Jetzt könnt ihr neue Wortkreationen bilden, indem ihr zwei Wörter aus unterschiedlichen Spalten zusammenfügt.
  5. Jede Person nennt nun eine Wortkreation, die ausdrückt, was sie heute am Text und dem Erlebnis angesprochen hat.
  6. Sagt Gott zum Abschluss, was euch bewegt.

3. Gebetsstationen

Diese Gebetsstationen können sowohl einzeln als auch als parallele Stationen auf einem Gebetsabend nach dem EscapeBus genutzt werden.

Die beschriebenen Methoden sind aus dem Buch “Hörst du mich?”

3.1 Brief an Gott

Vorbereitung:
Besorge für alle Papier, Briefumschläge und Stifte.

1. Stellt euch auf Gottes Gegenwart ein.

2. Formuliert persönlich eure Gebete in einem Brief an Gott. Schreibt euren Dank, eure Ängste, eure Bitten und Sorgen auf (gut zu wissen: Der Brief wird von einem Gruppenmitglied gelesen werden).

3. Steckt euren Brief in einen Umschlag und verteilt die Briefe im Anschluss untereinander in der Gruppe. So kann jeder in der kommenden Woche für seinen Nächsten beten.

4. Macht einen gemeinsamen Abschluss. Sprich dazu ein lautes Gebet oder schließt gemeinsam mit dem Vaterunser ab.

3.2 Musik-Gebet

Vorbereitung:

Suche dir ein Anbetungslied mit einem Text, der dir gut gefällt. Besorge dir den Liedtext auf Papier und das Lied zum Anhören (auf CD, YouTube, deinem Handy …).

1. Finde Ruhe und stelle dich auf Gottes Gegenwart ein.

2. Höre dir das Lied an und achte ganz bewusst auf den Text des Liedes. Du kannst das Lied mitsingen oder den Text innerlich mitsprechen.

3. Bete den Liedtext zum Abschluss noch einmal (laut) – diesmal ohne Musik.

3.3 Fünf-Finger-Gebet

1.   Du betest (allein oder in der Gruppe), indem du deine fünf Finger zu Hilfe nimmst. Jeder Finger steht dabei für eine Frage:

  • Daumen: Was gefällt dir in deinem Leben? Wofür bist du Gott dankbar?
  • Zeigefinger: Worauf hat Gott dich aufmerksam gemacht? Was willst du bekennen?
  • Mittelfinger: Was stinkt dir in deinem Leben? Worüber willst du klagen?
  • Ringfinger: Wo hast du Gottes Treue in deinem Leben erlebt? Wofür willst du ihn loben?
  • Kleiner Finger: Was kommt in deinem Leben zu kurz? Worum willst du Gott bitten?

2. Du kannst die Finger nacheinander durchgehen und zu jeder Frage ein kurzes Gebet sprechen. Du kannst aber auch bei einem Finger hängen bleiben und länger mit Gott über diese Frage reden.

3.4 Müllgebet

Vorbereitung:
Du brauchst eine volle Mülltüte, die du wegbringen willst.

1. Stell dich auf Gottes Gegenwart ein, indem du ein paarmal tief ein- und ausatmest.

2. Bringe deinen Müll zur Tonne oder zum Container und schau dir die einzelnen Teile an, die du wegwirfst.

3. Je nachdem, was sich in deinem Müll befindet, kannst du Gott jeweils danken oder bitten.

Zum Beispiel:

  • Benutztes Taschentuch: Du könntest Gott dafür danken, dass er tröstet oder für die Menschen beten, die du kennst, die gerade traurig oder krank sind.
  • Leere Schokoladenpackung: Danke Gott für einen schönen Moment, den du in den letzten Tagen erlebt hast.

Tipp
Diese Gebetsidee kannst du auch mit einer Gruppe durchführen, indem du ausgesuchten Müll mitbringst und ihn auf einem Tisch ausbreitest. Die Gruppe kann sich dann darum stellen und wie oben beschrieben beten.

3.5 Gebetskarate

Vorbereitung:

Besorge dir zwei leere Getränkekisten, für alle Teilnehmenden einen dicken Filzstift und außerdem pro Person je ein Brett (etwa 20 x 30 cm).

Die Bretter sollten maximal 2 cm dick sein und aus Leimholz-Fichte bestehen.

1. Alle notieren auf einem Brett ein Thema, in dem sie sich in ihrem Leben einen Durchbruch wünschen.

2. Sprich ein Gebet, in dem du Gott darum bittest, dass er bei allen genannten Themen eine Veränderung schenkt.

3. Danach können alle mit einem Handkantenschlag symbolisch ihr Brett durchschlagen. Dazu werden die beiden Getränkekisten umgedreht und das Brett dazwischen auf die Ränder der Kisten gelegt. Die Teilnehmenden müssen sich bei ihrem Handkantenschlag auf den Fußboden unterhalb des Brettes konzentrieren und nicht auf das Brett selbst. Dann ist die Kraft beim Auftreffen der Handkante auf das Brett so hoch, dass der Durchbruch auch ungeübten „Schlägern“ gelingt.

Tipp
Achte auf die korrekte Holzwahl und Ausführung des Schlags, damit die symbolische Handlung auch wirklich gelingt.

3.6 Gebetsanliegen-Wand

Gestaltet eine bzw. zwei Wände für Gebetsanliegen. Die Teilnehmenden dürfen ihre Anliegen auf die Wände notieren.

Wir empfehlen zwei Wände:

  • Freiheit: Dank
  • Gefangenschaft: Bitten

Material:

  • Bretter
  • Aufstellmöglichkeit für Bretter (Böcke)
  • Zettel
  • Stifte
  • Musik
  • Gegenstände, z.B. aus Taschen
  • Müll
  • Kisten zur Auflage
  • Briefumschläge
  • Liedtexte auf Papier
  • Wände für Gebetsanliegen
  • Fragen fürs Gespräch

4.1 Einstieg:

  • Welches Rätsel fandest du am besten?
  • Wo konntest du dich einbringen?
  • Gab es Situationen, die dir besonders hängen geblieben sind?
  • Wie hat es sich in der Zelle angefühlt?
  • Wie war es für dich, aus dem Bus zu kommen?
  • Hattest du Angst in dem Bus?
  • Wie ist es dir ergangen mit so vielen Menschen in einem Raum?

4.2 Persönlich:

  • Bist du zufrieden mit dir?
  • Was bedeutet für dich persönlich Freiheit?
  • Hast du inneren Frieden? Was fehlt dir für inneren Frieden?
  • Kannst du dir vergeben?
  • Was müsstest du eigentlich dringend mal klären?
  • Was trägst du mit dir rum, was dich belastet?
  • Wovon hast du dich schon mal freigestrampelt?
  • Liebst du dich selbst? Was liebst du an dir? Was magst du eher nicht an dir?
  • Was fängt dich von der Freiheit ab?
  • Was nimmt dich in deinem Leben gefangen?
  • Wo bist du unfrei?
  • Auf was könntest du nur schwer verzichten und auf was leicht?

4.3 Theologisch:

  • Paulus hat im Gefängnis von Freude geschrieben. Wie konnte er das so sehen?
  • Erkläre den Begriff: „Gnade“!
  • Was kann Gott dazu beitragen, dass du Freiheit erlebst?
  • Wofür bist du persönlich Jesus dankbar?
  • Was trennt dich wie eine Fessel von Gott?

4. Bildbetrachtung

Betrachtet das Bild und versucht, den Figuren passende Gefühle zuzuordnen. In welchen Situationen befinden sie sich? Was könnte sie beschäftigen? Welche Gefühle beschreiben ihre Lage am besten?

Schaut euch nun das Bild noch mal an und überlegt, in welcher Figur ihr euch ganz persönlich wiederfindet.

Falls Teilnehmende keine eigene Position finden, können folgende Fragen helfen:

  • Seid ihr vielleicht gerade in einem Bereich eures Lebens in einer Art Gefängnis?
  • Versucht ihr euch aktiv zu befreien?
  • Oder habt ihr dort drinnen bereits aufgegeben?
  • Vielleicht seid ihr auch außerhalb und fühlt euch in keinem Bereich eures Lebens eingesperrt. Seid ihr dort glücklich?
  • Gibt es andere Baustellen in eurem Leben?
  • Kennt ihr vielleicht andere Menschen in eurem Umfeld, die gerade in einem Lebensbereich unfrei wirken?
  • Wie geht ihr damit um?

Tauscht euch untereinander aus.

© Bild von Linda Ehlers

5. Gruppenaktion

5.1 Verbrennen:

Schreibe auf einen Zettel, was dich gefangen nimmt und du loswerden möchtest. Jetzt können diese Zettel verbrannt oder geschreddert werden. Es wäre auch möglich, aus dem Zauberbedarf „Magnesiumpapier“ zu nutzen, was beim Anzünden komplett verbrennt. Das würde dann so ablaufen: Die Personen bekommen ein kleines Stück Magnesiumpapier, auf das sie aufschreiben bzw. malen können, was andere ihnen angetan haben oder mit was sie andere verletzt haben. Danach nimmt der Mitarbeiter den Zettel und zündet ihn an. Alle können nun sehen, wie die „Schuldzettel“ mit spektakulärer Flamme restlos verbrennt.

Hinweis:

Man sollte sich nicht direkt unter einen Rauchmelder stellen.

Material:

5.2 Bibelgespräch – Gedenk- und Stolpersteine
Beginnt mit einem Gebet. Eine oder einer von euch liest die Bibelstelle Philipper 1, 3-26 laut und langsam vor. Alle, die möchten, erzählen ein Erlebnis aus ihrem Leben, das sie mit einer Stelle des Textes verbinden und für das sie dankbar sind. Kommentiert und diskutiert nicht, sondern hört nur zu. Nun liest eine oder einer den Abschnitt noch einmal laut vor. Alle, die möchten, können nun erzählen, an welcher Stelle sie über den Text stolpern, wo sie hängen bleiben, irritiert sind oder sich vielleicht sogar über den Text ärgern. Auch jetzt diskutiert nicht darüber. Eine oder einer liest den Abschnitt noch einmal laut vor. Nehmt vorher genannte Gedanken auf, diskutiert, denkt über Konsequenzen nach und überlegt, was ihr festhalten wollt. Sagt Gott zum Abschluss, was euch bewegt.

Material:

  • Bibeltext

6. Persönliche Challenge für den Alltag

Allein wirkt man verlassen. Doch auf wen kannst du dich verlassen? Suche dir heute noch einen Verbündeten.

Gehe auf jemanden zu, der dir vertraut ist oder den du vielleicht schon länger kennst. Erzählt euch gegenseitig, wie es euch in eurem Leben geht und ob ihr euch in Teilen eures Lebens unfrei fühlt. Tauscht euch aus und redet miteinander. Nun könnt ihr euch gemeinsam überlegen, ob und wie ihr diese Situationen ändern könnt und wie das aussehen kann. Bleibt in den nächsten Tagen oder Wochen in Kontakt und haltet euch auf dem Laufenden. Berichtet euch gegenseitig von euren Entwicklungen und Veränderungen.

7. Ratespiel

Jeder überlegt sich drei Begriffe, die er mit der letzten Stunde assoziiert. Schreibt dies je auf einen kleinen Zettel und faltet diesen einmal zusammen. Jetzt kommen alle Begriffszettel in einen Sammelbehälter, z. B. eine Mütze oder eine Schüssel.

Jetzt zieht immer ein Spieler einen Zettel und erklärt diesen Begriff auf folgende Art und Weise:

  1. Runde „Erklären“
  2. Runde „Pantomime“ Erklären ohne Worte und Geräusche
  3. Runde „nur ein Geräusch machen“

Wer die meisten Begriffe in einer Runde erraten hat, gewinnt die Runde. Nach jeder Runde kommen die Begriffe wieder in dem Sammelbehältnis und die nächste Runde beginnt.

Material:

  • Stifte,
  • Kleine Zettel
  • Sammelbehälter, z.B. Mütze oder Schüssel

8. Quiz

Ziel dieses Quiz ist es die Zitate zu vervollständigen:

  1. Wo der Geist des Herrn ist, …
    Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit (2. Korinther 3, 17b)
  2. Geschwister, ihr seid zur Freiheit …
    Geschwister, ihr seid zur Freiheit berufen! (Galater 5, 13a)
  3. Zur Freiheit hat uns … ! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der … auflegen.
    Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen. (Galater 5,1)
  4. Wenn ich … , will ich mich dir anvertrauen.
    Wenn ich Angst habe, will ich mich dir anvertrauen. (Psalm 56,4)
  5. Unser früheres Leben endete mit …
    Unser früheres Leben endete mit Christus am Kreuz. (Römer 6,6)
  6. Durch Jesus haben wir …
    Durch Jesus haben wir Frieden mit Gott! (Römer 5,1)
  7. Nur bei Gott komme ich zur Ruhe. Er allein gibt
    Nur bei Gott komme ich zur Ruhe. Er allein gibt mir Hoffnung. (Psalm 62,6)
  8. Gott aber ist … Er wird euch Mut und … geben und euch vor allem Bösen bewahren.
    Gott aber ist treu. Er wird euch Mut und Kraft geben und euch vor allem Bösen bewahren. (2. Thessalonicher 3,3)
  9. Es gibt eine Hoffnung für … , spricht der Herr.
    Es gibt eine Hoffnung für deine Zukunft, spricht der Herr. (Jeremia 31,17)
  10. Gott wird dich ans … bringen und dir Kraft und …
    Gott wird dich ans Ziel bringen und dir Kraft und Stärke geben! (1. Petrus)
  11. Freiheit beginnt dort, wo die … endet .
    Freiheit beginnt dort, wo die Angst endet.

9. Andacht

Eingesperrt – Wo bist du (un)frei!

Eisenstäbe vs. Gute Nachricht

Paulus sitzt in seinem Leben immer wieder in Gefängnissen. Dieses Mal vermutlich in Ephesus. Aber kein Gefängnisgitter, kein kalter und dreckiger Boden und auch das dunkelste Verlies hält ihn nicht davon ab, für seine Überzeugungen einzustehen und die Gute Nachricht, die er erlebt hat, weiterzugeben. Dabei war seine Situation wirklich ernst und bedrohlich. Paulus ist eingesperrt. Er wird gegen seinen Willen festgehalten und kommt da nicht raus. Er hängt fest! Meistens bekamen die Gefangenen damals keine Verpflegung von den Wärtern, und natürlich konnte Paulus als Zeltmacher auch nicht von seinem Job leben, wie viele Gefangene heute einer Arbeit nachgehen können. Paulus war auf Hilfe angewiesen, sonst wäre er dort verhungert. Hilfe von Menschen, die ihn genauso in sein Herz aufgenommen hatten wie er sie. Paulus ist eingesperrt. Er wird gegen seinen Willen festgehalten und kommt da nicht raus. Er hängt fest!

Wo bist du unfrei?

Was legt dich lahm? Wo hast du das Gefühl, dass dir jemand Ketten angelegt hat und du dich einfach nicht frei bewegen kannst? Irgendetwas hält dich zurück und klein. Du würdest so gern frei davon sein, aber deine Realität sieht anders aus. Freiheit in einem gefangen nehmenden Bereich in deinem Leben sieht aus wie ein Sonnenstrahl, der in die Gefängniszelle scheint. Aber auch so schnell wieder weg ist, wie er gekommen ist. Jeder Versuch, dich zu befreien, ist gescheitert. Die Fesseln sitzen zu fest. Die Tür ist verrammelt und der dreckige kalte Boden lässt dich erstarren. Wo bist du unfrei in deinem Leben? Wo wünschst du dir Weite? Freiheit, das zu tun, was du wirklich möchtest? Vermutlich sitzt du nicht wirklich in einem Gefängnis. Es ist mehr eine innere Barriere, die du nicht überwinden kannst. Egal was du tust. Es scheint vergeblich zu sein.

Früher habe ich mich als Teenager nicht getraut, zu meinem Glauben zu stehen, habe versucht, es zu vertuschen. Vielleicht steckst du aber auch woanders in deinem Leben in der Klemme, weil du süchtig bist und damit einfach nicht aufhören kannst. Oder du denkst ständig schlecht von dir und kannst dich von diesen Gedanken nicht befreien.

Unfrei frei sein.

Obwohl Paulus unfrei ist, ist er in seinem tiefsten Inneren frei. Frei, das zu sagen, wovon er überzeugt ist. Frei durch Jesus und das, was Jesus für ihn und uns alle getan hat. Frei von dem Druck, die Gesetze zu halten, nach denen er sich sein Leben lang ausgerichtet hatte. Frei von der Last, andere zu verurteilen. Die Gnade, die Paulus durch Jesus entdeckt hat, hat ihn frei gemacht. Die Umstände, in denen er lebt, spielen nicht die entscheidende Rolle. Er hätte sich vermutlich auch gewünscht, nicht eingesperrt zu sein. Aber das macht ihn nur in einem bestimmten Rahmen unfrei. Er ist eingesperrt und trotzdem frei.

Getragen sein

Kommen wir zurück zu dir. Auch du kannst frei sein. Frei von der Scham, dass du in einem Lebensbereich unfrei bist. Mach dich auf die Spur, warum Paulus das für sich so sagen konnte. Er hat erlebt, was Jesus für ihn getan hat. Davon erzählt er uns unter anderem im Philipperbrief. Paulus spricht von so viel Freude, obwohl er eingesperrt ist. Diese Ketten, die Paulus erfahren hat und die du spürst, haben nicht das letzte Wort. Sie mögen dich gerade fesseln, klein- und kurzhalten, aber sie haben nicht das Recht, dich zu bestimmen. Du kannst deine Unfreiheit besiegen, nicht allein. Aber mit Freunden, die dich unterstützen und – wie Paulus – auch Hilfe empfangen. Dazu hast du einen Jesus an deiner Seite, der dir beisteht, die Situation auszuhalten, der möchte, dass du, so wie Paulus, trotzdem Freude erleben kannst und dich nicht von deinen Umständen so sehr lahmlegen lässt. Steh auf und lebe. Lebe für das, wovon du überzeugt bist. Lass dich nicht kleinkriegen, sondern erlebe, dass der, der dich groß macht, der dich gemacht hat und für dich ist, auch schon durch dreckige und kalte Lebensphasen gegangen ist. Jesus wurde auch gefesselt, ausgepeitscht, verspottet und letztlich ist er sogar gestorben. Das war für ihn auch nicht leicht, aber für uns bedeutet das Freiheit. Frei sein, trotz dem, was uns einsperrt. Darum kann Paulus von Freude erzählen. Darum kann Paulus Hilfe annehmen. Darum lässt sich Paulus trotz seiner Gefangenschaft nicht einschüchtern. Darum weiß Paulus, was wichtig ist.

10. Warm Up

Die Welle

Welche Hindernisse hast du in Leben? In diesen Warm Up wirst du durch eine sich öffnende Mauer laufen.

Anleitung

Die Gruppe bildet eine Gasse, bei der eine Hälfte auf der einen und die andere Hälfte auf der anderen Seite steht. Sie stehen sich gegenüber. Der Abstand zum Gegenüber sollte eine Armlänge betragen. Die Arme müssen so ausgesteckt werden, dass die Fingerspitzen sich leicht berühren. Ein Teilnehmer fängt nun an, durch die Gasse zu laufen. Wenn der Teilnehmer einer anderen Person in der Gasse nah ist, sollen die Teilnehmer, die nicht laufen, die Arme runternehmen, um den Läufer durchzulassen. Dies dürfen nun auch alle anderen aus der Gruppe machen.

Ist ein Lauf beendet, fängt ein anderer Teilnehmer mit dem nächsten Lauf an, bis alle einmal durchgelaufen sind.

Tipp

Die Teilnehmer können die Geschwindigkeit, mit der sie durch die Gasse laufen wollen, selber wählen.

11. Serien-Tipp

Schaue die erste Folge der Jesus-Serie „The Chosen“ an. Dort siehst du, wie Jesus befreit.

Material:

  • App: The Chosen (kostenlos zum ansehen)

Passend zur Serie gibt es auf Jo auch Material zu jeder Folge.

12. Film-Tipps

Es gibt unzählige Filme die gut zum Thema: Freiheit, Gefangenschaft oder Befreiung passen. Hier ein paar Empfehlungen:

  • Free Willy
  • Into the wild
  • Madagascar
  • Harriet

Material:

  • Film und Abspielgeräte

13. Leitvers aus dem Philipperbrief:

Es ist ja nur richtig, dass ich so über euch alle denke. Denn ich habe euch ins Herz geschlossen. Egal, ob ich im Gefängnis sitze oder vor Gericht die Gute Nachricht verteidige und für sie eintrete: Ihr alle erhaltet zusammen mit mir Anteil an der Gnade, die Gott mir schenkt.   Philipper 1,7, Basisbibel

Sendungsgottesdienste entdecken und gestalten

Segen heißt…

Segen kommt vom lateinischen Wort signum (Zeichen, Kennzeichen) und bezeichnet ein Gebet oder einen Ritus, wodurch Personen oder Sachen Anteil an göttlicher Kraft bzw. Gnade bekommen. Der Begriff Segen entspricht dem lateinischen Wort benedictio, abgeleitet von benedicere aus bene („gut“) und dicere („sagen“), also „Gutes über jemanden sagen“. Ziel des Segens ist die Förderung von Glück und Gedeihen oder die Zusicherung von Schutz und Bewahrung. Der Segen erfolgt mit Worten und Gebärden.
In verkürzter Form ist das der Eintrag bei Wikipedia, den man unter dem Stichwort „Segen“ findet. Der Segen spielt natürlich in jedem Gottesdienst eine tragende Rolle. Er wird den Besuchern normalerweise gegen Ende des Gottesdienstes zugesprochen.

Demgegenüber sind Sendungsgottesdienste für Freizeitenmitarbeitende besondere Segnungsgottesdienste. In diesen speziellen Gottesdiensten werden die einzelnen Mitarbeitenden bzw. Mitarbeitendenteams von Freizeiten für deren Dienst ausgesandt. Sie bekommen (gemeinschaftlich oder einzeln) Gottes Segen für ihren Dienst zugesprochen. Jedem Mitarbeitenden soll damit klar werden, dass sie oder er mit ihrem bzw. seinem Tun und Handeln Gottes Wort ausbreiten und letztlich an SEINEM Reich bauen.

Sendungsgottesdienste für Freizeitenmitarbeitende

In vielen Bezirksjugendwerken, Kirchengemeinden oder CVJMs sind Sendungsgottesdienste für Freizeitenmitarbeitende zu einer festen Größe im Jahresablauf geworden. Diese Art von Gottesdienst kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Manche Bezirksjugendwerke integrieren die Aussendung in Gottesdienste, die bereits im Jahresverlauf zur Tradition geworden sind. Dazu gehören zum Beispiel Jugendgottesdienste oder Gottesdienste im Grünen. Wieder andere planen weitere Veranstaltungen um einen Sendungsgottesdienst herum, wie zum Beispiel ein Event für Mitarbeitende oder ein gemeinschaftliches Essen. In manchen Kirchenbezirken lässt es sich sogar der Dekan nicht nehmen die Aussendung der Mitarbeitenden selbst vorzunehmen. Gemein haben die meisten Gottesdienste, dass die jeweiligen Freizeiten mit ihren Eckdaten vorgestellt werden und die Teamer als Gruppe einen Segen erhalten. Das kann eher kurz und schlicht, aber auch ausführlicher und zum Beispiel mit der Geste des Handauflegens geschehen. In manchen Jugendwerken ist es zum Beispiel zur Tradition geworden, den Freizeiten eine Losung zuzusprechen, die das Team in der Durchführung ihrer Maßnahme begleitet.

Den Wert von Sendungsgottesdiensten verstehen

Nun kann man sich fragen: Warum das Ganze? Warum solch ein Aufwand bzw. ein separater Gottesdienst dafür? Brauchen die Mitarbeitenden denn diese Vergewisserung noch einmal? Lohnt sich dieser Aufwand?
Meist sind Mitarbeitende im Freizeitbereich auch in Gruppen und Kreisen vor Ort aktiv bzw. haben eine Schulung zu Beginn ihrer „Mitarbeiter-Karriere“ durchlaufen. Auch hier werden in einzelnen Kirchengemeinden Gottesdienste gefeiert, in denen Mitarbeitende in ihre Aufgabe als Gruppenleiter eingesetzt bzw. verabschiedet werden. In manchen Bezirksjugendwerken werden die Zertifikate in einem Gottesdienst übergeben. Das alles geschieht, um Menschen zu würdigen; ein Zollen von Respekt gegenüber den Menschen, die sich viele Stunden ehrenamtlich für andere engagieren. Ihr Dienst wird dadurch in der Öffentlichkeit bekannt. Daher lohnt es sich immer dreifach solche Gottesdienste zu feiern:

1. Nach innen – da die Mitarbeitenden und Freizeitenteams gestärkt und für ihren Dienst zusätzlich motiviert werden.
2. nach außen – um einer (breiten) Öffentlichkeit einer Kirchengemeinde bzw. eines Bezirksjugendwerks zu zeigen, welches ehrenamtliche Engagement im Bereich Freizeiten an den Tag gelegt wird.
3. nach oben – um (sich vielleicht noch einmal daran erinnern zu lassen) die „Dimension Gott“ – Gott und sein Handeln – in die Planung und Durchführung einer Freizeit oder des eigenen Lebens (wieder) entscheidend miteinzubeziehen. Also die Zeit der Freizeiten, als Zeit für und mit Gott zu nutzen.

Praktische Schritte – Dos & Don‘ts

Wenn man ein paar grundsätzliche Aspekte bedenkt, lassen sich Sendungsgottesdienste für Freizeitenmitarbeitende ansprechend planen und durchführen:

1.    Denk’ nicht, dass ein Sendungsgottesdienst nichts bewirkt!
Er dient der Vergewisserung der Freizeitmitarbeitenden und wird diese zusätzlich motivieren. Es lohnt sich also in jedem Fall, solch einen Gottesdienst zu planen und zu feiern.

2.    Bezieh‘ die Freizeitmitarbeitenden mit ein!
Sie und ihr Einsatz sind der Grund, warum dieser Gottesdienst stattfindet. Das kann dadurch geschehen, dass sie sich bzw. ihre Freizeit vorstellen und „nach vorne“ kommen und dann für die „Gemeinde“ sichtbar werden. Oder zum Beispiel dadurch, dass sie im Gottesdienst in der Vorbereitung bereits eingebunden sind und einen (kleinen) Teil beitragen.

3.    Gestalte den Gottesdienst vielfältig und bunt!
Zugegeben kein ganz neuer Tipp. Trotzdem besitzt er zeitlose Gültigkeit: Musik, die Predigt/ der Impuls, kreative Elemente, die Beteiligten,… Denn das spiegelt die unterschiedlichen Freizeiten wider.

4.    Setze ein Zeichen!
Gib den Gottesdienstbesuchern etwas mit!Sprich: Ein „Giveaway“ – ein kleines Geschenk, das sie an diesen Tag erinnert. Das hält die Erinnerung an den Gottesdienst wach und kann ggf. auch noch einmal die Kernaussage einer Predigt unterstreichen.

5.    Mach‘ es öffentlich!
Wenn möglich, sollte der Gottesdienst nicht ausschließlich von den Freizeitmitarbeitenden, die dort ausgesandt werden, besucht sein, sondern auch von einer Gemeinde. Dadurch bekommt das ganze „Gewicht“ und wird öffentlich. Denn die Jugendarbeit auf Freizeiten ist ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit an sich. Handle also frei nach Paulus: „Tue Gutes und rede darüber!“ bzw. mache es öffentlich.

6.    Lade breit ein!
Manchmal hält man es ja selbst nicht für möglich: Da kommt die ältere, alleinstehende Damen zu einem Sendungsgottesdienst. Irgendwie deplatziert, denkt man sich da vielleicht. Wenn man dann aber nach dem Gottesdienst mit ihr ins Gespräch kommt, stellt sich bald heraus, dass auch ihre Jugend von Freizeiten und Fahrten geprägt war und sie ganz viele positive Erinnerungen daran hat. Eine Chance also, um Neues zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und vielleicht auch von einander zu lernen – in einer Gemeinde und darüber hinaus. Und das Ganze funktioniert dann besonders gut, wenn nach dem Gottesdienst nicht alle gleich auseinanderlaufen, sondern es eine zwanglose Möglichkeit zum Austausch gibt wie zum Beispiel ein Stehempfang, ein „Kirchen-Café“, ein kleiner Event oder ähnliches.

Geistliche Räume entdecken und erleben

Andere zu segnen, das ist Sache aller Christen. Deshalb sollten wir neben dem „Segen von vorne“ immer wieder auch andere Formen praktizieren. Bei dieser Aktion geschieht Segnen und Senden „interaktiv“ in einer kleinen Gruppe von 3-4 Personen. Und damit wird ein Stück vom „Priestertum aller Gläubigen“ konkret. Zudem kann der Segen so in die Situation jedes Einzelnen hinein gesprochen werden. Drei Phasen bauen aufeinander auf:

Möglicher Ablauf

  • Austausch in der Kleingruppe über kommende Herausforderungen
  • Umhergehen im Raum, um einen „passenden“ Bibel- oder Segensvers auszusuchen
  • Den Vers in der Kleingruppe dem andern zusprechen

Austausch: Was auf mich zukommt…
Zuerst findet in der kleinen Gruppe ein Austausch darüber statt, welche Herausforderung, welche Situation mich in den nächsten Tagen erwartet. Die „Redezeit“ sollte pro Person dabei auf zwei Minuten begrenzt sein. Jeder achtet besonders auf das, was die Person rechts von ihm sagt, denn dieser Person wird er ein Segenswort später zusprechen.

Einen Vers auswählen
Bei einsetzender Hintergrund-Musik geht die Austauschrunde zu Ende. Dann gehen alle durch den Raum. Auf Fensterbänken, Stühlen, Tischen oder auf dem Boden liegen Bibel- oder Segenskärtchen aus, mindestens doppelt so viele wie Anwesende. Alle suchen nach einem „passenden“ Vers. Dies durchaus auch betend um sich dabei von Gott führen zu lassen.

Zusprechen
Im dritten Teil treffen sich alle wieder in ihrer Kleingruppe. Nacheinander segnet man sich gegenseitig. Das kann schlicht im Verlesen des Segenkärtchens oder des Bibelspruchs bestehen. Wo mehr Nähe und Zutrauen gewachsen ist, kann auch – mit oder ohne Handauflegen – nach dem Bibel- oder Segenswort noch ein freies, persönliches Gebet für die Person sprechen.

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