Willkommen!

Bei Freunden eingeladen, der erste Jugendkreis nach dem Lockdown, ein bunter Jugendgottesdienst oder mal wieder zu Besuch bei netten Menschen – es ist ein besonderes Gefühl willkommen geheißen zu werden. Arme und Türe sind geöffnet. Du bist willkommen und wirst freundlich begrüßt. Daran knüpft die Jahreslosung 2022 an, wenn Jesus sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen!“ (Johannes 6, 37)

Zur Jahreslosung findest Du hier einen Gottesdienstentwurf, Ideen fürs Bible-Art-Journaling, Lieder- und Filmvorschläge. Viel Freude damit!

Die Jahreslosung 2022 verspricht: Jesus weist Menschen nicht ab – auch diejenigen nicht, die das von ihrem Umfeld sonst gewohnt sind und immer wieder erleben, dass sie nicht Willkommen sind. Markus 2,1-12 erzählt die Geschichte eines gelähmten Mannes. Als Mensch mit einer körperlichen Einschränkung musste er immer wieder erleben, dass er in vielen Bereichen des Lebens nicht Teil der Gemeinschaft war. „Gott sei Dank“ – im wahrsten Sinne des Wortes – hatte er Freunde, die sich für ihn einsetzten, ihn zu Jesus „schleppten“ und ihm seinen ganz eigenen Zugang zu Jesus „bauten“. Damit ihr in diese Geschichte eintauchen könnt schlagen wir euch eine erlebnispädagogische Übung vor, die für alle Altersklassen geeignet ist.

Die Teilnehmenden erleben den herausfordernden Weg, den die Freunde des Gelähmten aus Markus 2, 1-12 zurückgelegt haben. Sie transportieren eine Person in einer Decke über eine Wegstrecke mit Hindernissen. Dabei erfahren sie, was für Anstrengungen die Freunde auf sich genommen haben, um den Gelähmten zu Jesus zu bringen. Im Zuge einer Perspektivübernahme lernen die Teilnehmenden als „gelähmte Person“, wie sich ein Leben mit Einschränkungen anfühlt und welche Herausforderung es ist, anderen zu vertrauen. Als „helfende Freunde“ erleben die Teilnehmenden Empathie, Selbstwirksamkeit und Gruppenzugehörigkeit. Die Übung stärkt Vertrauen, Wahrnehmung und Kooperation.

Gruppengröße: 7-28 (in Kleingruppen á 7 Personen, pro Gruppe sollte ein Mitarbeitender dabei sein)

Gelände: Drinnen: großer Raum und Gang, eventuell breite Treppe. Draußen: offene Freifläche (Wiese)

Aufbau: Einen Weg festlegen, der je nach Gruppe entsprechend in der Länge angepasst werden kann (ca. 50-100m). Auf diesem Weg sollten verschiedene Hindernisse vorkommen, die zur Seite geschoben werden können oder über die man drübersteigen kann. Je nach Schwierigkeit und örtlichen Gegebenheiten kann eine Treppe auf der Wegführung mit eingebaut werden. Eine Decke pro Gruppe an den Start legen. Das Ende des Weges z.B. mit einem Hütchen oder Seil markieren.

Instruktion: Eure Aufgabe ist es, immer zu sechst eine Person mit der Decke zu transportieren. Die zu tragende Person legt sich lang mit dem Rücken auf die Decke. Ihr seht vor euch einen Weg,
auf dem Hindernisse stehen. Diesen Weg geht ihr gemeinsam und räumt die Hindernisse, die euch im Weg stehen, zur Seite beziehungsweise steigt wo möglich vorsichtig darüber. Bitte achtet auf die Sicherheit der Person auf der Decke. Geht nun immer zu siebt zusammen und entscheidet, wer als erster getragen wird. Später wechselt ihr durch, damit jede Person, die will, mal getragen wurde.
Wegführung mit Treppe:
Ihr kommt auf eurem Weg auch zu einer Treppe. Diese steigt ihr gemeinsam hoch. Dabei müsst ihr darauf achten, dass der Kopf der liegenden Person vorne, also nach oben liegt.

Sicherheitshinweis: Auf die Sicherheit des Teilnehmenden auf der Decke muss geachtet werden. Er darf jederzeit „Stopp“ rufen und die Übung abbrechen. Bei der Treppe ist der Teilnehmende mit dem Kopf voraus nach oben zu tragen. Außerdem sollte er beim Absetzen vorsichtig und langsam am Boden abgelegt werden.

Verlauf: Die Gruppe steht am Start des Weges. Zu Beginn der Aufgabe kann die biblische Geschichte vorgelesen werden. Je nach Gruppengröße bilden sich Siebenergruppen, die gemeinsam die Aufgabe durchführen. Je nach Anzahl der Mitarbeitenden und Weglänge können mehrere Teams gleichzeitig die Aufgabe durchführen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Teams nicht zu dicht aufeinander laufen und es möglich ist, die Hindernisse wieder für die nächste Gruppe in den Weg zu schieben. Jede Gruppe sollte von einem Mitarbeitenden begleitet werden, der u. a. auch ein Augenmerk darauf hat, dass es zu keinem Wettkampf kommt.

Lernimpuls/Transfer: Die Gruppe durchlebt den Weg der Freunde, die einen Gelähmten zu Jesus bringen möchten. Durch die große Menschenmenge kommen sie jedoch nicht zu ihm durch. Die Bibel berichtet, wie sie daraufhin mit dem Gelähmten auf das flache Dach steigen – was sicherlich keine leichte Aufgabe war, um ihn zu Jesus zu bekommen. Doch die Freunde nahmen diese Strapazen für den Freund auf sich.
Sie graben die Lehmdecke auf und beseitigen das Holzgeflecht, genau über der Stelle, wo Jesus war. Dann lassen sie den Gelähmten auf seiner Matte durch das Loch hinunter. Die Freunde hatten das gemeinsame Ziel, den Gelähmten zu Jesus zu bringen – in dem Vertrauen darauf, dass er ihm helfen kann. Als Jesus den Gelähmten sieht, heilt er ihn und zeigt dadurch, dass er Macht über Sünden und Krankheiten hat.
Die Teilnehmenden haben in der Übung die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Perspektiven einzunehmen: zum einen die des Helfenden und Freundes, und zum anderen die des Gelähmten. Als Gelähmter wird deutlich, wie es ist, auf Hilfe angewiesen zu sein und diese auch zu bekommen.
Mit anzupacken und für einen Freund da zu sein, ihn über Stock und Stein zu tragen, ist eine verantwortungsvolle und anstrengende Aufgabe. Was kann für die Teilnehmenden ein lohnendes Ziel für solch eine Anstrengung sein? Für die Freunde war es die Heilung ihres gelähmten Freundes durch Jesus. Die Teilnehmenden machen sich nach der Aufgabe Gedanken darüber, was Freundschaft bedeutet und wo sie solch eine tragende Freundschaft selbst erleben oder sich wünschen würden. Für wen wollen und können sie im Alltag so ein Freund sein?
Jesus möchte solch ein treuer Freund sein, der immer mit uns geht und uns auch tragen möchte, wenn wir es mal nötig haben oder in Schwierigkeiten sind. Er ist ein Freund, zu dem wir immer kommen dürfen. Je nachdem wie die Gruppe schon im Glauben unterwegs ist, kann darauf eingegangen werden, wie sie Jesus schon als Freund erfahren haben oder ob sie es sich vorstellen können, Jesus als Freund zu haben.

Reflexionsfragen:

– Wie fühlt es sich an, getragen zu werden?
– Wie fühlt es sich an, jemanden über eine Wegstrecke zu transportieren?
– Für wen würdest du so eine Anstrengung auf dich nehmen?
– Wo erfährst du Freundschaft, die dich trägt?
– In welchen Situationen würdest du dir so eine Freundschaft wünschen?
– Was motiviert dich, für jemand anderen auch Schwierigkeiten auf dich zu nehmen?
Für die Freunde war die Motivation der Glaube daran bzw. das Vertrauen darauf, dass Jesus heilen kann und wird. Jesus möchte ebenfalls ein Freund für uns sein, der uns in schwierigen Situationen trägt und zu dem wir immer kommen dürfen.
– Wie kann eine Freundschaft mit Jesus aussehen? Was gehört dazu?
– Wo hast du Jesus als Freund schon erlebt?
– In welchen Situationen wäre es gut, Jesus als Freund dabei zu haben?
– In welchen Schwierigkeiten wünschst du dir die Hilfe von Jesus?

Varianten:

  • Alle Teilnehmenden, die gerade nicht aktiv eingebunden sind, bilden eine Menschenmenge, durch die sich das Transportteam durchschieben muss.
  • Am Ende des Weges ein lohnendes Ziel für die Gruppe bereitstellen. Dieses steht als Symbol dafür, dass Jesus (bzw. die Heilung selbst) für die Freunde und den Gelähmten solch ein Ziel war.

Spielidee
Einer der Mitarbeitenden erzählt von seinem Traum. Dieser Traum ist ganz schön schräg und verbindet unterschiedliche Spiele miteinander. Es können natürlich Spiele hinzugefügt werden und die Geschichte weitergesponnen oder auch Spiele (und damit ein Teil des Traumes) weggelassen werden. Man kann sich auch einen eigenen Traum ausdenken und die Spiele dazu anpassen oder andere auswählen.

Und hier beginnt der Traum des Mitarbeitenden, der ihn erzählt:
Ich war bei einem Fussballspiel. Alles schien ganz normal zu sein. Plötzlich aber, wie auf ein geheimes Kommando, zogen alle einen Schuh aus und spielten mit dem Schuh in der Hand weiter. Was sollte denn das?

Schuhhockey
Alle Kinder spielen in zwei Teams gegeneinander Schuhhockey. Spielregeln sind dieselben wie beim Hockey. Der Ball darf nur mit dem Hilfsmittel Schuh (normalerweise Schläger) gespielt werden. Die Kinder ziehen ihren rechten Schuh aus und stecken ihre Hand hinein. Sie dürfen nur noch diesen Schuh an der Hand zum Schießen des Balles benutzen. Wer hohe Bälle verteilt oder den Fuß zum Kicken benutzt, wird disqualifiziert. Je nach Raumgröße kann es für jedes Team ein größeres oder zwei kleine Tore geben.
Material: weicher Ball, etwas zum Aufstellen für die Tore

Gerade als es spannend wurde, hatte ich das Pech, dass mich der Ball genau am Kopf traf. Plötzlich drehte sich alles und ganz viele Erinnerungen mit unterschiedlichen Menschen flogen um mich herum.

Chaos

Alle Kinder stehen in einem Kreis. Jedes Kind sucht sich in Gedanken einen anderen Mitspieler aus, sagt aber nicht wer das ist. Auf Kommando versucht nun jede und jeder seine Zielperson dreimal zu umrunden. Wer schafft dies am schnellsten?
Variante: Jeder sucht sich zwei andere Mitspieler aus und versucht beide gleichzeitig zu umrunden.

Ich plumpste hart auf dem Boden auf. Wo war ich denn nun gelandet? „Im Tal der Drachen“, sagte da eine Stimme neben mir. Ich hatte wohl laut gedacht. Als ich mich umdrehte, sah ich einen großen Mann mit Schwert, der mich stark an einen Samurai erinnerte. Er war auf Drachenjagd. Denn er wusste, wo die Schwachstelle der Drachen zu finden ist: ihr Schwanz. Zum Beweis nahm er mich mit.

Drachenschwanz jagen
Alle Kinder, bis auf eines, stellen sich in einer Reihe auf und halten sich dabei jeweils an der Hüfte des Vordermanns fest. Der Letzte der Reihe steckt sich das Tuch hinten in die Hose. Der übriggebliebene Spieler muss nun versuchen dieses Tuch dem Anderen zu entreißen. Die Kinder in der Reihe können dies versuchen zu verhindern, allerdings darf die Reihe nicht zerreißen und der „Samurai“ darf nicht festgehalten werden.
Material: kleines Tuch

Der Samurai erlegte den Drachen und nahm mich mit zu seinem Stamm. Zur Feier des Tages gab es ein großes Fest. Der Stamm hatte ein traditionelles Wettkampf-Spiel für solche Festtage erfunden, an dem er mich teilhaben ließ. Es hörte sich ziemlich simpel an, aber auch irgendwie eklig. Wenn große Krieger mit dreckigen Füßen etwas spielen. Entscheidet selbst…

Korken mit Zehen weitergeben
Zwei Mannschaften sitzen gegenüber. Sie haben Schuhe und Strümpfe ausgezogen. Mit den Zehen werden nun Korken von Person zu Person weitergegeben. Gewonnen hat die Mannschaft, die die meisten Korken innerhalb einer bestimmten Zeit von der Startlinie in ein Zielgefäß am Ende schaffen konnte. Dabei darf kein Gruppenmitglied übersprungen werden.
Material: viele Korken, zwei Schüsseln

Ich hatte nun genug von diesem traditionellem Spiel und wollte mich auf die Suche nach etwas Essbarem machen. Es war allerdings schon dunkel und ich versuchte die Taschenlampe von meinem Handy einzuschalten, als ich plötzlich dieses Wesen entdeckte. Schnell machte ich die Taschenlampe aus. Ich hatte genug gesehen. Weiße Haut und scharfe spitze Zähne, aber menschliche Gestalt. Eindeutig ein Vampir. Mmmh, ob die im Dunkeln auch sehen können. Ich musste es drauf ankommen lassen und wollte mich vorbei schleichen und in Sicherheit bringen.

Blinder Vampir
Jedes Kind im Kreis erhält eine Nummer. Dann wird ein Vampir ausgewählt. Dieser steht in der Mitte mit verbundenen Augen. Vor Beginn des ersten Spieles haben alle ihre Plätze getauscht. Der Vampir ruft nun zwei (später auch mehr) Nummern auf, die ihre Plätze tauschen müssen, ohne den Kreis zu verlassen. Gelingt es dem Vampir, einen zu berühren, wird dieser der neue Vampir. Ansonsten wird „fertig“ gerufen und der Vampir versucht sein Glück mit neuen Nummern.
Material: Augenbinde

Ich habs geschafft. Irgendwie konnte ich mich an dem Ding vorbeischleichen. Aber plötzlich schlage ich mir den Kopf an und sehe nur noch Sterne. Alles dreht sich wieder und ich versuche irgendwie weiterzulaufen.

Um die Flasche drehen
Dieses Spiel ist ein Staffellauf, bei dem man viel Platz braucht und auch gut aufpassen muss, dass es zu keinen Verletzungen der Kinder kommt. Jede Mannschaft steht etwa 5 m von einer Flasche entfernt. Der erste rennt los und muss eine Hand auf den Flaschenhals oder Deckel legen und so die Flasche 10 Mal umrunden. Erst dann darf er zu seiner Mannschaft zurücklaufen und den nächsten abschlagen. Das gestaltet sich aber wahrscheinlich als schwierig, weil die Kinder beim Rennen von ihrer geraden Bahn abdriften und schräg laufen. Deswegen genügend Abstand zwischen den Teams lassen oder bei zu wenig Platz die Mannschaften gegen die Stoppuhr rennen lassen.
Material: eine Flasche pro Team, eventuell Stoppuhr

Als ich es endlich geschafft habe, gerade zu laufen und wieder klar zu sehen, bin ich plötzlich wieder ganz woanders, nämlich auf einer Kegelbahn. Aber hier gelten andere Regeln als beim normalen Kegeln. Ich bin völlig verwirrt.

Kegel-Besen
Vor einer Bank werden neun Kegel nebeneinander aufgestellt. Während ein Team von einer Startlinie aus versucht, die Kegel abzuwerfen (ein Mitspieler sorgt für das Zurückwerfen der Bälle), versucht ein Spieler des anderen Teams auf der Bank hinter den Kegeln stehend, mit einem Besen die Kegel gegen die Bälle zu verteidigen. Er darf allerdings umgeworfene Kegel nicht wieder aufstellen. Das Zeitlimit ist bei ca. 1 bis 1 1/2 Minuten. Welches Team wirft in dieser Zeit die meisten Kegel ab? Oder alle in der kürzesten Zeit ?
Anstatt der Kegel können natürlich auch Joghurteimer oder Plastikbecher genommen werden. Dann aber jeweils die Ballgröße anpassen.
Material: Kegel, Auswahl an Bällen (wenn möglich weiche Bälle), Bank, Besen

Wie aus dem Nichts stürmt eine Abteilung der Polizei die Kegelbahn. Ein Polizist klärt mich auf, dass hier eine Bombenwarnung einging, man nun alles absperrt und sichert und nach der Bombe sucht, um sie zu entschärfen. Der Polizist scheint mich zu kennen und meint, ich hätte doch schon Erfahrung mit solchen Dingen und solle nun helfen? Na dann auf in den Kampf, wenn das so ist

Bombenalarm
3-10 Eieruhren werden in unterschiedlichen Räumen oder auf dem Gelände versteckt und auf eine Zeit gestellt (je nach Größe und Alter der Gruppe, Anzahl der Bomben).
Variante 1: Alle Kinder suchen zusammen alle Bomben und entschärfen diese. Wenn die Zeit aber vorher abgelaufen ist, verliert die Gruppe.
Variante 2: Alle Kinder suchen zusammen alle Bomben und entschärfen sie. Allerdings gibt es nur eine richtige Bombe und der Rest sind Atrappen. Auf der richtigen Bombe wird unten ein roter Kleber angebracht.
Variante 3: Die Gruppe wird in Sucher und Bombenleger aufgeteilt (hier weniger Bomben verstecken). Die eine Gruppe versucht die Bomben zu finden, die andere versucht sie daran zu hindern.
Material: Eieruhren

Natürlich haben wir es geschafft, die Bombe zu entschärfen. In letzter Sekunde. Puuh, war das knapp. Schweißgebadet wache ich auf. Wo bin ich nun? Ach, endlich wieder in meinem Bett. Dort, wo ich hingehöre. Was für ein schräger Traum…

Gott spricht zu uns auf ganz unterschiedliche Weise. Mal durch Bibelworte oder im Gebet, mal durch Menschen oder die Wunder der Natur, mal in der Forschung, durch die Kunst oder: in Träumen. Träume können dabei ganz unterschiedlich aussehen. In der Bibel spricht Gott im Schlaf oder über Bildern und Visionen.

In dieser Themenreihe haben wir uns mit „Traum-Geschichten“ beschäftigt. Im Traum hat König Salomo einen Wunsch bei Gott frei, bekommt Josef klare Ansagen, werden die drei Weisen gewarnt. Martin Luther King träumt von einer besseren Welt. I have a dream…

Mit den Kindern gehen wir diesen und eigenen Träumen nach. Außerdem gibt es eine anschauliche Andacht zur Jahreslosung aus Joh. 6,37: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Und wie immer findet ihr hier weitere Ideen zur Gestaltung eurer Gruppenstunden für die letzten drei Monate des Jahres. Eine Geschenkidee für Eltern zu Weihnachten ist auch dabei.

Viel Spaß beim Stöbern, Entdecken und Umsetzen und eine gesegnete Herbst- und Adventszeit,

euer Redaktionsteam Jungscharleiter online

Rivalitäten, Streitereien, Gaunereien unter Geschwistern

Zielgedanke

Streiten ist normal. Jeder streitet mal. Und das ist gut so. Denn dann merkt der andere, dass man nicht einverstanden ist mit der Situation. Oder dass man sich nicht gut fühlt.

Vorüberlegung für Mitarbeitende

Von vorne herein ist die Rivalität der Zwillinge Jakob und Esau sichtbar. Schon im Mutterleib kämpfen sie miteinander (1.Mose 25,23). Als die beiden Kinder heranwachsen heißt es, dass Vater Isaak den älteren Esau lieber hat, Mutter Rebekka hat hingegen Jakob als Lieblingssohn (1.Mose 25,28). Auch wenn es menschlich ist, wenn man Lieblingskinder hat, führt das zu Spannungen innerhalb der Familie. Jedes Kind wünscht sich die Anerkennung beider Eltern und kämpft um sie zeitlebens.

Eine weitere Spannung liegt in den unterschiedlichen Folgen von Erstgeburtsrecht und Verheißung Gottes.

Erstgeburtsrecht

Laut Erstgeburtsrecht erhielten erstgeborene männliche Nachkommen einen besonderen Erstgeborenenanteil. Dieser bestand gerne im Doppelten des Erbanspruchs anderer männlicher Kinder: Ein Erstgeborener erbt also bei zwei Söhnen zwei Drittel (5.Mose 21,15-17). Esau steht juristisch der Großteil des Vermögens zu. Es ist hiermit auch geregelt, dass Esau mal die ganze Sippe übernimmt und ihr Oberhaupt – ihr Chef –  sein wird.

Das Erstgeburtsrecht ist kein bloßes Erbrecht. Vor allen Besitzansprüchen geht es vor allem um den Empfang des väterlichen Segens. Segen und Besitzansprüche gehören zusammen. Damit ist verbunden, dass Gott Schutz, Glück, Frieden, Fruchtbarkeit (Nachkommen) und Hilfe schenkt. Was Gott an Gutem zusagt, seine Verheißungen, gehen auf das gesegnete Kind über. Und hier liegt die Spannung:

Gottes Verheißung

Gott antwortet auf Mutter Rebekkas Frage, warum es ihr in der Schwangerschaft so schlecht geht, da die Kinder im Bauch keine Ruhe geben mit folgender Verheißung: In deinem Bauch sind zwei (zukünftige) Völker, ein Volk wird dem anderen überlegen sein, der Ältere wird dem Jüngeren dienen.

Gott hat einen Plan mit Jakob. Er soll den Segen (den Gott Jakobs Opa Abraham schon zugesagt hat) weitertragen. Gott setzt also nicht auf Esau, sondern auf Jakob. Warum Gott so handelt? Das bleibt offen. In der Geschichte wird aber deutlich, dass Esau wenig auf sein Erstgeburtsrecht hält und es für ein einziges Linsengericht hergibt. Jakob hingegen ist sich der Größe der Verheißung bewusst. Esau handelt impulsiv und kurzsichtig.

Das Drama nimmt im Handel um das Erstgeburtsrecht seinen Lauf. Jakob erzwingt sein Recht mit List, obwohl Gott ihm das Recht schon vor der Geburt zusagt. Gott hat es nicht nötig, dass wir ihm beim Umsetzen seines Planes „helfen“. Die Folgen werden im Laufe der Geschichte deutlich: Jakob geht im Streit aus seiner Familie, er streitet mit seinem Onkel und er kämpft mit Gott. Aus diesen Streiten geht er am Ende gestärkt und gesegnet hervor, aber es kostet ihn viel.

Esau geht bei Gott nicht „leer aus“. Im Gegenteil. Er behält seine Urfamilie (Heimat!), ist weiter als Jäger unterwegs (Traumberuf) und bekommt viele Nachkommen (Kinder = Besitz). Sein Volk wird als die „Edomiter“ in die Geschichte eingehen. Dieses Volk wird später ein Feind des Volkes Israel (Jakobs Nachkommen) sein.

In der Erzählung wird zunächst von den Kindern Jakob und Esau erzählt, um die Rivalität und die Welt der Kinder gleich aufzunehmen. Wer damit Probleme hat, dass diese Geschichte nicht in der Bibel steht, möge den ersten Abschnitt weglassen.

Erlebniswelt der Kinder

In jeder Familie gibt es Streitereien und Rivalitäten unter Geschwistern und oder mit Eltern. Es geht um Ungerechtigkeiten, um Bevorzugung und Benachteiligung, um ein „zu kurz kommen“. Kinder werden sich in der Geschichte also wiederfinden. Streitereien können Kinder verletzen, vor allem, wenn sie als gefühlte Verlierer aus dem Streit gehen. Es ist also ein emotionales Thema, das man nicht unterschätzen darf. Falls diese Geschichte als erstes Thema einer Freizeit steht, empfehle ich, die Kinder einfach mal über Streite reden zu lassen. (Man lernt sich auf der Freizeit erst mal kennen). Es soll herauskommen, dass Streiten ganz normal ist, an sich nichts Schlechtes. Kinder sollen die Möglichkeit haben, einfach mal gehört und verstanden zu werden. Es geht also nicht unbedingt um Streitlösungen (kommt in der Einheit „Jakob und Esau versöhnen sich“). Auch nicht um Gewinnen oder Verlieren. Vielmehr um das Bewusstsein, worum es eigentlich geht: Ungerechtigkeit, Benachteiligung, nicht beachtet werden… Jedes Kind hat hier Wertschätzung verdient.

Einstieg

Zwei freiwillige Kinder melden sich. Ihr gebt drei gleichwertige Süßigkeiten aus.

1. Runde: Die Kinder sollen sie unter sich aufteilen. Allerdings darf nichts abgebissen oder durchgeteilt werden. Sprich: es gibt die Möglichkeiten: 3:0; 0:3; 2:1; 1:2. Wie entscheiden sie sich? Wie fühlt sich die Entscheidung für beide an? Ungerecht oder gerecht?

2. Runde: Die Kinder entscheiden, wer wie viel im Falle eines Sieges erhält. Dann überlegen sie sich ein Spiel (z.B. Schere, Stein, Papier). Der Sieger erhält die ausgemachte Beute, der Verlierer nichts? Wie fühlt sich das Ergebnis für beide an? Ungerecht oder gerecht?

In der Regel müsste sich die 2. Runde gerechter anfühlen, da das Glück entscheidet. In der 1. Runde muss man sich einigen und es ist immer ungerecht. Das kann evtl. zu Streit führen.

Rahmengeschichte Teil 1 zu Tag 1 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Erzählung

„Lass mich los!“ fleht Jakob seinen Bruder Esau an.  Jakob liegt auf dem Rücken. Esau ist als Sieger aus einem Ringkampf hervorgegangen. Wie so oft, wenn sein kleiner Bruder Jakob mal wieder das Superhirn spielt, ist Esau genervt. Und da versteht Jakob nur eine Sprache. Esau hat sich über Jakob gebeugt. Mit seinen muskulösen Knien stemmt er sich auf Jakobs Oberarmen und genießt dessen Hilflosigkeit. Nun könnte er Jakob noch so richtig schön bespucken. Gerade, als er seinen Speichel im Mund sammelt, hört er Mutter Rebekka rufen: „Esau, hör sofort auf und lass deinen Bruder in Ruhe!“ Von oben herab genießt Esau die letzten Minuten seines Triumphes, bevor er genervt von Jakob ablässt. „Was war denn jetzt schon wieder los?“ Rebekka steht nun direkt neben ihren Zwillingen. „Esau kann nicht rechnen. Er hat zu wenig Holz für den Weidenzaun hergeschleppt. Jetzt ist meine Lieblingsziege weg.“ Jakob ist rot vor Wut. „Heul doch!“ Esau grinst. In dem Moment greift Rebekka Esaus rechtes Ohr. “Du gehst heute noch los und suchst die Ziege!“ „Na na na, Esau mein Sohn, komm mal her zu mir.“ Vater Isaak ist aus dem Zelt gekommen. Der 12-jährige Esau springt erleichtert zu seinem Vater, der ihn in den Arm nimmt. „War ja wieder klar, dass du Esau in Schutz nimmst. Wäre ich nicht gekommen, hätte er Jakob übel zugerichtet.“ Rebekka nimmt Jakob in die Arme. „Übertreib´ mal nicht. Mein großer Junge ist eben stark. Ein echter Jäger!“

„Und mein Jakob ist ein schlauer Hirte. Eines Tages wird er noch viel mehr besitzen, als ein paar Ziegen und Schafe!“

Jahre vergehen. Die Zwillinge Jakob und Esau sind erwachsen. Beide sind sehr verschieden. Schon rein äußerlich glaubt man gar nicht, dass sie Zwillinge sind.

Esau ist von Kopf bis Fuß mit rotblonden Haaren übersäht, dazu muskulös und sportlich. Am liebsten ist er draußen in der Natur, streift tagelang durch Wälder, über Berge und durch Täler. Er liebt die Natur. Dabei geht er seinem Traumberuf nach. Esau ist Jäger. Mit seinem Bogen und dem Köcher voller selbst geschnitzten Pfeilen bewaffnet, ist kein Bock, kein Hirsch vor ihm sicher. Vater Isaak liebt es, wenn Esau nach Hause kommt und ihm einen frischen Hirsch zubereitet. Und überhaupt verstehen sich die beiden Männer ohne Worte. Isaak mag Esau sehr. Er ist sein Lieblingssohn.

Jakob ist dunkelhaarig auf dem Kopf, ansonsten eher zierlich gebaut. Ein hübscher Junge, der mit seinen klugen Gedanken der Sippe schon oft geholfen hat. Denn Jakob ist immer in der Nähe der Zelte zu finden. Da seine Großfamilie ständig umherzieht, um für die Tiere gutes Weideland zu finden, gibt es viel zu tun: Da sind Zäune zu bauen, Schafe zu scheren, Ziegen zu melken, Nachtwache gegen Raubtiere zu halten, Zelte auf- und abzubauen. Jakob kümmert sich um das Zeltdorf seines Vaters, hilft beim Organisieren der Arbeit und ist ein begabter Hirte. Jakob liebt es, bei den Tieren zu sein. Unter seiner Führung gedeihen die Herden und werden immer größer. Rebekka liebt es, wie klug Jakob ist. Sie mag seine guten Ideen, sein ganzes selbstbewusstes Auftreten. Jakob ist ihr Lieblingssohn.

Überhaupt ist Jakob sehr begabt. Rebekka muss oft an ihre Schwangerschaft denken, als beide Kinder im Bauch ständig unruhig waren. Dabei hatte sie große Scherzen, da manche Schläge der Jungs auf den Magen, den Darm und die Blase gingen. Damals hatte Rebekka Gott gefragt, warum sie so leiden muss in der Schwangerschaft. Und Gott hatte ihr über einen Priester geantwortet: „Hier wachsen zwei Jungs heran, die beide mal ein Volk regieren werden. Und ein Volk wird dem anderen überlegen sein. Und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.“ Deshalb gab es schon im Bauch ständig Streit. „Irgendwie haben die Beiden immer gestritten“, denkt Rebekka. „Sie sind aber auch sehr unterschiedlich. Aber wie kann es sein, dass der Ältere, also Esau, mal dem Jüngeren, also Jakob, dienen soll?“ Rebekka gefällt der Gedanke. Dann wäre Jakob der Leiter ihrer Sippe, wenn Isaak mal nicht mehr wäre. Aber nach dem Erstgeburtsrecht müsste Esau das Erbe seines Vaters antreten und auch dessen Segen bekommen. „Vielleicht müsste man dem Ganzen mal etwas nachhelfen“, denkt Rebekka. „Aber wie?“

„Mutter“, Rebekka fällt aus ihren Gedanken. Sie hört, wie Jakob sie ruft. Schnell geht sie zum Zelt ihrer Söhne. Vor dem Zelt steht ein großer Topf auf der Feuerstelle. Es duftet köstlich nach Suppe. „Mutter, da bist du ja. Ich wollte dich nur fragen, ob du schon gegessen hast, ich habe eine Linsensuppe gekocht!“ „Das ist lieb von dir, mein Sohn, aber ich habe schon mit deinem Vater gegessen und jetzt sollte ich nach ihm sehen. Du weißt ja, dass er mich braucht mit seinen schlechten Augen.“ „Ich werde nachher mal nach ihm sehen. Oder ist Esau schon bei ihm?“ Jakob schaut seine Mutter fragend an. „Esau? Der ist schon seit 3 Tagen weg auf der Jagd. Wer weiß, wann er wiederkommt.“ Rebekka klingt enttäuscht. „Ja, wer weiß.“ „Dann lass es dir schmecken. Es riecht jedenfalls sehr köstlich!“ Rebekka gibt Jakob einen Kuss auf die Stirn und geht direkt in das Elternzelt.

Jakob nimmt eine hölzerne Kelle und schöpft sich eine Portion Suppe in eine Schale. Er ist sauer auf seinen Bruder. Esau bleibt tagelang weg, keiner weiß wie lange noch. Keiner weiß, wo er ist. „Und das soll mal der Nachfolger von Vater werden? Esau kennt keine Verantwortung, denkt nur ans Anschleichen und Erlegen, Braten und Essen. Wie es der Familie geht, juckt ihn nicht. Und der soll mal Chef der Familie werden? Dabei mache ich seinen Job schon seit ich denken kann. Ich kümmere mich hier um alles. Aber er erbt fast alles laut Erstgeburtsrecht. Und den Segen kriegt er auch noch. Das ist doch voll ungerecht.“ Jakob löffelt seine Suppe aus. „Schmeckt nicht schlecht“, denkt er.

Im Wald ist es still. Esau hält in der linken Hand den Bogen. Mit der rechten Hand hält er den Pfeil, den er über eine Sehne gespannt hält. Das linke Auge geschlossen peilt er mit dem rechten Auge einen stattlichen Hirsch an. „Das wird ein köstliches Mahl“, denkt sich Esau. Jetzt nur nichts falsch machen. Noch einmal den Pfeil leicht nach hinten ziehen und …. krach, ein Zweig einer Zeder hat sich gelöst und fällt vor Esau auf den Boden. Der Hirsch ist gewarnt und springt davon. „So ein Mist!“ Esau brüllt seinen Frust in die Stille hinaus. Der Hunger macht ihm zu schaffen. Tagelang hat er nichts gegessen. „Jetzt muss ich ohne Beute nach Hause laufen, wie erbärmlich“, schimpft Esau vor sich hin.

Nach ein paar Kilometer Fußmarsch ist sein Hunger noch größer geworden, seine Laune noch schlechter. Als er im Zeltdorf ankommt, riecht er sie. Dieser Duft. Köstlich. Das muss eine Suppe sein. Er verfolgt die Duftspur und sieht seinen Bruder sitzen, neben einem großen Topf auf einer Feuerstelle. Ausgerechnet sein Bruder Jakob muss er bitten. Aber was soll´s.

„Ich habe schon seit über 3 Tagen nichts mehr gegessen!“ ruft Esau zur Begrüßung. Er geht zu dem Topf und beäugt gierig den Inhalt. Unaufgefordert setzt sich Esau neben die Feuerstelle. Jakob steht trotzig auf: „Wenn du so lange nichts gegessen hast, dann koch dir halt was!“ „Jakob, du hast keine Ahnung, wie anstrengend das Jagen ist. Ich bin viel zu platt, um jetzt noch zu kochen!“ Esau deutet auf die Feuerstelle. „Das duftet lecker und du hast doch noch viel davon. Gib mir doch von dem roten Zeug!“

„Linsen, das sind Linsen.“ Jakob ist genervt. Esau sieht seinen Bruder flehend an: „Bitte, gib mir was.“ „Und was hab´ ich davon?“, entgegnet Jakob. Esau ist verdutzt: „Was willst du von mir?“

Plötzlich erkennt Jakob seine Chance. Soll er es wirklich fordern? Aber mehr, als nein sagen, kann Esau auch nicht. Also nimmt Jakob allen Mut zusammen: „Gib mir dein Erstgeburtsrecht dafür!“ Esau lacht laut: „Was nützt mir heute mein Erstgeburtsrecht, wenn ich verhungere?“ Jakob lässt nicht locker: „Dann sprich mir nach: Ich, Esau, schwöre, dass ich meinem Bruder Jakob mein Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsensuppe verkaufe.“ „Also gut, wenn es das ist: ich, Esau, schwöre, dass ich meinem Bruder Jakob mein Erstgeburtsrecht für einen Teller Linsensuppe verkaufe.“ Noch ehe sich Jakob umsehen kann, greift Esau nach der Holzkelle und löffelt gierig die Suppe direkt aus dem Topf.

Rahmengeschichte Teil 2 zu Tag 1 aus Rahmengeschichte „Jakob“.

Andachtsimpuls / Vertiefung

Austausch:

Jakob und Esau waren sich nicht besonders grün. D.h. sie haben oft gestritten. Könnt ihr euch vorstellen, warum? Und was steckt dahinter?).

  • Schon weil sie unterschiedlich waren (man versteht sich vielleicht nicht so gut).
  • Mamas Liebling, Papas Liebling (da wird man traurig, weil Eltern einen nicht genauso liebhaben).
  • Weil einer was besser kann als man selbst, z.B. körperlich stark, im Kopf klug (man wird neidisch, mag das auch können).
  • Weil einer mehr bekommt, als der andere – das Erstgeburtsrecht war damals übliches Recht (heute empfinden wir das als ungerecht).

Plakataktion:

Streitet ihr euch auch mit euren Geschwistern? Eltern…

  • Plakat: Kinder auf Plakat schreiben lassen, worüber sie schon gestritten haben.
  • Anschließend Kinder von ihrem Streit erzählen lassen (freiwillig!)
  • Evtl. nachfragen (Fingerspitzengefühl!): Was hat dich geärgert, enttäuscht, wo fühlst du dich ungerecht behandelt, benachteiligt, zu wenig gesehen, wo warst du neidisch …

Streit ist ganz normal. Jeder streitet mal. Und das ist gut so. Denn dann merkt der andere, dass man nicht einverstanden ist mit der Situation. Oder dass man sich nicht gut fühlt.

Wenn z.B. Süßigkeiten immer so verteilt werden, dass man weniger bekommt, dann kann man das sagen: „Ich möchte heute mal 2 und du eins. Nächstes Mal dann wieder umgekehrt. Sonst ist das ungerecht.“ So hat der andere auch die Chance, sich zu erklären oder zu ändern.

Manchmal ist es schwer, Dinge anzusprechen. Redet doch mal mit Gott darüber, was euch schwerfällt. Er versteht euch. Und dann habt ihr es auch mal ausgesprochen. Das tut gut.

Gebet

Lieber Vater im Himmel, du siehst, wo wir uns ärgern und streiten. Bitte gib uns den Mut, Dinge anzusprechen und unser Recht einzufordern. Wie gut, dass du siehst, wie es uns geht und dass du uns verstehst. Amen

Streitspiele:

Manchmal hilft es auch, wenn man sauer aufeinander ist, einfach Dampf abzulassen auf eine gute Art:

Lieder

  • Wer Gott vertraut, Einfach spitze Nr.28
  • Jedes Kind ist anders, Einfach spitze Nr.145
  • Komm, wir wollen Freunde sein, Einfach spitze Nr.83

Hier findest du abwechslungsreiche Outdoor-Spiele, die unter Hygienevorschriften und Abstandsregelung durchgeführt werden können.

Hinweise

  • Gegenstände (z. B. Spritzpistole), die man gemeinsam benutzt, desinfizieren oder alle tragen Gummihandschuhe.
  • Immer auf Abstand achten. Die Spielpersonen kommen nacheinander an die Reihe oder zwei Teams spielen parallel mit genügendem Abstand.
  • Desinfektionsmittel bereit halten zur Reinigung der Hände.
  • In der Pause oder bei der Siegerehrung sitzen die Spielpersonen mit ausreichendem Abstand am Boden.
  • Wenn die Jugendlichen etwas zum Trinken bekommen, dann gibt eine Leitungsperson jeder teilnehmenden Person eine Flasche Wasser oder Saft oder gibt das Getränk in einem Pappbecher aus.

Spiel 1: Wasserbomben

Material: Genügend mit Wasser gefüllte Luftballons in Eimern; 2 Decken

  1. Vier Personen werfen sich gegenseitig eine Wasserbombe zu. Dabei halten jeweils zwei Personen eine Decke fest, in der die Wasserbombe liegt. Diese muss nun gegenseitig in die Decken geschleudert werden. Wie viele Würfe schafft das Team in einer Minute?
  2. Zielwurf ohne Platzen: Von einer Markierung aus wirft die Spielperson in einen Kreis, der mit einer Schnur gebildet wird. Abstand der Markierung zum Kreis etwa drei Meter. Die Wasserbombe darf nicht platzen. Mehrere Durchgänge hintereinander.
  3. Die größte Weite: Jede Person wirft seine Wasserbombe möglichst weit und möglichst flach, so dass sie beim Aufprall nicht platzt.
  4. Der Eimerwurf: Von einer Markierung aus wird die Wasserbombe in einen Eimer geworfen, der ca. zwei Meter entfernt steht. (Vorschlag: Wenn jetzt die Wasserbombe platzt, gibt es keinen Abzug)

Spiel 2: Kerzen auslöschen mit einer Spritzpistole

Material: 1 Tisch oder 1 Bank; genügend Kerzen (ca. 8 bis 10); Streichhölzer bzw. Feuerzeug; mehrere Spritzpistolen

bokeh lights photography of lighted candle

Zwei Personen bilden ein Team. Die zwei Personen stehen im Abstand von 1,5 Meter nebeneinander. Der Tisch oder die Bank, auf der sechs brennende Kerzen stehen, ist etwa zwei Meter von den Spielpersonen entfernt. Welches Team löscht in 30 Sekunden möglichst viele Kerzen aus?

Hinweis: Wenn die Dochte der Kerzen nass geworden sind, dauert das Anzünden etwas länger!

Spiel 3: Steine-Boccia

Material: 1 Eimer mit Steinen (z. B. „Wackersteine“ – Durchmesser 6 cm)

Ein farbig markierter Zielstein liegt am Boden. Zwei Teams spielen gegeneinander. Die Steine der zweiten Mannschaft sind deutlich markiert. Von einer Linie aus wird ein Stein geworfen, sodass er möglichst nahe am Zielstein zu liegen kommt. Dann kommt eine Spielperson des zweiten Teams. Alle Steine bleiben liegen (Steine können „weggeboxt“ werden). Ein Punkt für das Team, bei dem ein Stein dem Zielstein am nächsten liegt. Mindestens drei Durchgänge spielen.

Spiel 4: Autoreifen-Rallye

Material: 2 Autoreifen (ohne die Metallfelge; am besten bei einer KfZ-Werkstatt nachfragen); Gummihandschuhe

four vehicle tires

Vier Meter entfernt von einer Startlinie liegen zwei Steine im Abstand von zwei bis drei Metern. Alternativ zwei Holzpflöcke in den Boden rammen. Zwei Teams spielen gegeneinander. Alle Personen tragen Gummihandschuhe! Auf „Los“ rollen die ersten Spielpersonen jedes Teams die Autoreifen möglichst rasch bis zum Zielpunkt, nehmen dann die Reifen unter den Arm und rennen zur Ziellinie zurück und legen die Reifen dort ab. Erst wenn die ersten Personen zur Seite getreten sind, nehmen die nächsten Spielerinnen und Spieler ihren Autoreifen auf und rollen diesen wieder zum Zielpunkt. Welches Team ist zuerst fertig?

Variation: Zwei Fahrradschläuche aufpumpen und mit einem Stock vorwärts rollen.

Spiel 5: Dosenwerfen

Material: 6 Blechdosen; 3 Tennisbälle; Gummihandschuhe; 1 Tisch

Am besten so spielen, dass jede Person für sich spielt (jedoch problemlos mit zwei oder mehr Teams zu spielen).

Drei, dann zwei und dann eine Blechdose stehen übereinander auf einem Tisch.

Die Abwurfmarkierung ist drei Meter vom Tisch entfernt. Die Spielperson hat insgesamt drei Würfe mit einem Tennisball. Wie viele Dosen werden heruntergeworfen? Wenn beim zweiten Wurf schon alle Dosen vom Tisch sind, werden alle sechs Dosen neu aufgestellt. Zahl der geworfenen Dosen für jede Person notieren.

Spiel 6: Indiaca im Zick-Zack

Material: 2 Indiaca-Bälle; Gummihandschuhe; Meterstab (Zollstock)

Wir nehmen an, dass wir zwei Teams zu je 5 Personen haben (natürlich auch 2 mal 4 Personen möglich; evtl. muss eine Leitungsperson mitmachen).

Jedes Team hat einen Indiaca-Ball und stellt sich in einer Zick-Zack-Linie so auf, dass zwischen zwei Personen immer zwei Meter Abstand besteht. Auf „Los“ schlägt die erste Person eines Teams den Indiaca-Ball zur zweiten Person, diese zur dritten und so fort. Das Team, das den Ball zuerst durch den ganzen Zick-Zack-Kurs gespielt hat, hat einen Punkt erreicht. Etwa fünf Durchgänge spielen.

Spiel 7: Fingerhakeln mit Abstand

Material: einen 2 Meter langen Stock; Gummihandschuhe

Team 1 nennt ihre erste Spielperson. Dann benennt Team 2 die erste Spielperson. Eine „Mittellinie“ ist mit einer Schnur oder einem Stock markiert. Links und rechts nehmen im Abstand von 1,25 Meter von der Mittellinie die beiden Spielpersonen Aufstellung: Sie haben Gummihandschuhe an und halten einen ca. 2 Meter langen Stock fest in der Hand. Auf „Los“ ziehen beide Personen. Gewonnen hat die Person, die die gegnerische Person mit dem Stock über die Mittellinie gezogen hat.

Dann nennt Team 2 die zweite Spielperson und daraufhin Team 1 ihre zweite Spielperson.

Welches Team erreicht die meisten Siege?

Spiel 8: Luftballon mit einem Stock in der Luft vorwärts bewegen

Material: 6 aufgeblasene Luftballons; 2 Stöcke (Länge 60 bis 80 Zentimeter; Durchmesser 1 bis 2 Zentimeter); Gummihandschuhe

Am besten bildet man zwei Teams, die parallel in einem Abstand von etwa drei Meter spielen. Mit Steinen oder Schnüren wird eine Startlinie und eine Ziellinie markiert. Diese sind drei Meter voneinander entfernt.

selective focus purple balloons

Die Spielpersonen werfen die Luftballons an der Startlinie in die Höhe und schlagen mit den Stöcken in der Luft vorsichtig gegen die Ballons und treiben sie in Richtung der Ziellinie. Wenn die Ziellinie überschritten ist, nimmt man den Luftballon unter den Arm und rennt zur Startlinie zurück und legt Stock und Ballon auf den Boden. Dann kommt die nächste Person dran. Welches Team legt mit allen Personen die Strecken zuerst zurück?

Hinweis: Jedes Team hat maximal drei Luftballons zur Verfügung, d. h. wenn alle drei Ballons geplatzt sind, hat das Team verloren!

Spiel 9: Einbein-Hüpfen als Staffel

Material: keines

Zwei Mannschaften spielen parallel im Abstand von drei Meter.

Mit Holzstücken, Schnüren oder kleinen Steinen werden eine „Startlinie“ und eine „Ziellinie“ markiert.

Die erste Spielperson hüpft bei „Los“ auf einem Bein von der Startlinie zur Ziellinie. Dort steht die zweite Spielperson und hüpft los, wenn die erste Person mindestens 1,5 Meter von der Linie entfernt ist.

Bei welchem Team haben alle Spieler die Strecken zuerst hüpfend zurückgelegt?

Man kann zwei oder drei Durchgänge spielen.

Spiel 10: Sackhüpfen

Material: 2 Stoffsäcke (evtl. bei Landwirten nachfragen), 4 stabile Plastiksäcke, Gummihandschuhe

Es werden zwei Teams gebildet. Eine Startlinie und eine Ziellinie werden markiert.

Jedes Team bekommt zuerst einen Stoffsack. Die ersten Spielpersonen steigen in den Sack. Der Abstand der beiden Teams beträgt 3 Meter. Auf „Los“ hüpfen die ersten Spielpersonen los, legen an der Ziellinie ihren Sack ab und dann steigen die zweiten Personen in den Sack und hüpfen zur Startlinie.

Bei welchem Team haben in kürzester Zeit alle Spielpersonen eine Strecke hüpfend zurückgelegt?

Der zweite Durchgang wird mit einem Plastiksack zurückgelegt. Falls dieser beim Hüpfen kaputt geht, gibt es als Ersatz nur einen weiteren Plastiksack.

Spiel 10 + 1: Ein kleines Geländespiel

Material: 20 Goldstücke; 4 Hockey-Schläger aus Plastik oder 4 Holzstäbe (etwa 1 Meter lang)

brown round coins on brown wooden surface

Die Gruppe wird in 6 Schmuggler und 4 Zollbeamte eingeteilt (freiwillig oder auslosen). 20 Goldstücke sollen ins Gemeindehaus geschmuggelt werden. Vier Zollbeamte versuchen, die Schmuggler mit dem Hockeyschläger abzuschlagen. Falls dies gelingt, müssen die beim Schmuggler vorhandenen Goldstücke an den jeweiligen Zollbeamten abgegeben werden.

Falls ein Schmuggler abgeschlagen wurde, muss er die Goldstücke hergeben, darf aber weiter mitspielen.

Wertung: Wer hat die meisten Goldstücke? Bei den Schmugglern zählen die Goldstücke, die im Gemeindehaus abgeliefert wurden. Bei den Zollbeamten zählen die erbeuteten Goldstücke.

Hinweise

  • Die Zollbeamte müssen mindestens 50 Meter vom Gemeindehaus entfernt sein (evtl. einige Stöcke einschlagen oder Markierungen anbringen).
  • Bei den Schmugglern ist die Verteilung der Goldstücke eine Frage der Taktik. Sie können z. B. einen Schmuggler losschicken, der gar kein Goldstück mit sich trägt und dann kann vielleicht ein anderer mit 5 oder 8 oder 10 Goldstücken ins Gemeindehaus gelangen.
  • Goldstücke: Schokoladetaler mit Goldfolie, alte 5-Mark-Stücke oder Spielmünzen

Weitere Spielideen:

  1. Holzstamm-Weitwurf (2 gleichartige Holzstücke: ca. 80 Zentimeter lang und ca. 15 Zentimeter im Durchmesser)
  2. Speerwurf (z. B. mit angespitztem Besenstiel)
  3. Steinstoßen
  4. Froschhüpfen
  5. Tannenzapfen-Weitwurf
  6. Pfeil und Bogen (in die Weite oder auf ein Ziel)
  7. Hufeisenwerfen an einen Stock

„Juhu, wir dürfen uns wieder treffen!“ – doch welche Aktionen können wir überhaupt anbieten? Gruppen treffen sich. Manche Freizeiten werden durchgeführt. Dabei müssen allerdings die aktuellen Hygiene-Vorschriften eingehalten werden. Das fordert uns heraus.

In diesem Themen-Paket findest du Vorschläge für Spiele und Kreativangebote, die gut mit 1,5m – Abstand gespielt werden können. Bitte achte bei der Umsetzung auf die Vorgaben deines Bundeslandes oder deiner Gemeinde und verändere gegebenenfalls die Regeln des Spiels.

Bei manchen Vorschlägen, kann nicht das gesamte Konzept umgesetzt werden. Welche Einheiten das betrifft und was man ändern müsste, kannst du im Folgenden nachlesen:

Spiele:

Kreativangebote:

Ideen rund um eine Kinderfreizeit zur biblischen Jakob-Geschichte

Diese Freizeitreihe bietet eine kurze Einführung in die biblische Jakob-Geschichte, 6 biblische Einheiten mit einer dazu passenden Rahmengeschichte als Anspiel in der heutigen Zeit (Zwillingsbruder verbringt Ferien bei der Oma), Geschichten, Spiele, Kreatives und weitere Ideen rund um das Freizeitprogramm. Die meisten Ideen sind auch sehr gut in der Gruppe als Themenreihe über mehrere Wochen umsetzbar.

Psalm 23 mit ganzem Körpereinsatz erfahren – und das auch noch im Wettbewerb

Der wohl bekannteste Psalm ist der Psalm 23. Er wird im Konfirmandenunterricht noch auswendig gelernt. In diesem Outdoor-Parcours wird er – in einzelne Fragmente unterteilt – Stück für Stück erlebt und auf unterschiedlichste sportliche und kreative Weise an einzelnen Stationen umgesetzt.

Vorbereitung

Die Stationen: Es gibt 11 Stationen, an jeder Station treten zwei Teams gegeneinander an; möglich wären als Mindestmenge 2 Teams à 4 Personen, die zusammen von Station zu Station gehen; bei Höchstmenge der Teilnehmenden starten gleichzeitig an allen Stationen zwei Teams à 5–7 Personen. Die Teams sollten einigermaßen gleichzeitig zur nächsten Station in einem Rundlauf weitergehen. Da die Stationen unterschiedlich viel Zeit erfordern, gibt es auch immer wieder „Chill-Zeiten“.

1. Der Herr ist mein Hirte: Schafparcours – Die Schafe hören meine Stimme

Wenn Gott der Hirte ist, dann sind wir die Schafe. Schafe sehen relativ schlecht, haben aber ein sehr gutes Gehör. Sie können ihre Ohren quasi wie Radarschirme in alle Richtungen drehen. Das können wir nicht, trotzdem soll jetzt das Gehör herausgefordert werden.

Aufgabe

Jedes Team teilt sich auf. Drei Personen werden zu Hirten, alle anderen sind Schafe und bekommen die Augen verbunden. Die Schafe werden gedreht, so dass sie den Richtungssinn verlieren. Die Hirten stellen sich an der Spielfläche auf. Ein Hirte im Zielbereich, einer an der Strecke, einer im Startbereich. Das Ganze natürlich pro Team, d. h. es sind relativ viele Schafe im Spielfeld und sechs Hirten stehen außen rum. Die Spielfläche selbst ist mit Hindernissen bestückt. Im Zielbereich ist durch eine Bierbank oder ähnliches eine Art Eingang in einen abgegrenzten Gatterbereich aufgestellt, so dass das Reinlaufen in dieses Gatter nicht ganz so einfach ist. Aufgabe ist nun, dass die drei Hirten ihre Schafe von dem Startbereich in den Zielbereich bringen müssen. Die Schafherde, die zuerst komplett im Ziel ist, hat gewonnen – was nicht so einfach ist, da man seine Ohren auf die eigenen Hirten ausrichten muss, um zügig ins Ziel zu kommen.

Die Regeln für die Hirten

Solange sich die Schafe im Startbereich befinden, dürfen nur der Zielbereich-Hirte und der Mittelfeld-Hirte ihren Schafen Anweisungen zurufen. Der Startbereich-Hirte muss schweigen. Die beiden rufenden Hirten dürfen sich nicht absprechen, was oder wie sie rufen, so dass es auch immer wieder schwierig sein wird die richtigen Anweisungen herauszuhören. Außerdem sind ja auch noch die „falschen Hirten“ der anderen Schafherde zu hören. Die Hirten dürfen richtungsweisende Anweisungen geben, wie z. B. zwei Schritte vor, langsam, 90 Grad-Drehung und die Namen der Schafe rufen. Erlaubt ist den Hirten allerdings auch, dass sie zusätzlich falsche Anweisungen rufen, um die anderen Schafe irre zu führen. Die Schafe müssen sich also ganz auf die Stimme ihres Hirten konzentrieren und die Hirten sollten aufpassen, dass sie ihre eigenen Schafe im Blick behalten. Sobald sich mindestens ein eigenes Schaf im Mittelbereich befindet, darf auch der Startbereich-Hirte Anweisungen geben. Wenn sich das erste eigene Schaf im Zielbereich befindet, muss der Zielhirte schweigen. Das Schaftreiben ist vorbei, sobald die erste Herde vollständig im Gatter ist.

Alternative oder Zusatzspiel

Gleiche Regeln wie oben, aber die Hirten dürfen keine „menschliche Sprache / Worte“ verwenden, sondern müssen sich andere Zeichen überlegen, die sie mit ihren Schafen absprechen dürfen. Zum Beispiel: Husten = einen Schritt vor, Jodeln = einen Schritt nach rechts. Es gibt keinerlei Vorgaben. Die Teams müssen selbst überlegen, welche Zeichen sie wirklich brauchen. Das andere Team läuft auch parallel mit, aber es gibt nur noch einen einzigen Hirten pro Team. Dieser muss immer am Spielfeldrand bleiben. Jedes Schaf läuft einzeln. Sobald ein Schaf das Ziel erreicht hat, darf das nächste Schaf starten.

Tipp: Das Spielfeld nicht zu groß anlegen, es ist auch so schon verwirrend und schwierig genug.

2. Mir wird nichts mangeln: Gräser- und Blumenvielfalt entdecken

Es gibt keinen Mangel. Wenn man sich auf einer Wiese umschaut, so ist hier tatsächlich kein Mangel an bunter Vielfalt von Gräsern und Blumen zu entdecken.

Aufgabe

Jedes Team soll so schnell wie möglich fünf verschiedene Gräser und zehn verschiedene Blumen pflücken – jeweils in zweifacher Ausfertigung.

Hinweis: Je nach Austragungsort kann die Menge der Gräser und Blumen und auch die Anzahl der Ausfertigung angepasst werden -> wird nur an einem Grünstreifen in der Innenstadt gespielt, ist die Artenvielfalt sicher deutlich reduziert gegenüber einer Wiese am Dorfrand.

Regeln

Die Teilnehmenden dürfen nicht gleichzeitig ausschwärmen und immer nur einen einzelnen Halm oder eine einzelne Blume besorgen. Dies bedeutet, dass in einer Art Staffellauf der Erste losrennt, einen Grashalm oder eine Blume besorgt, sie im Zielbereich bei seinem Team ablegt und den Zweiten abschlägt. Gewonnen hat das Team, das zuerst die geforderte Anzahl von Grashalmen und Blumen ausgelegt hat. Sinnvoll sind an dieser Station zwei Mitarbeitende. Dann kann sich je ein Mitarbeitender ganz auf die Beobachtung des ihm zugeteilten Teams konzentrieren.

3. Er weidet mich auf einer grünen Aue: Bastelstation Schaf

Gott als der gute Hirte weidet uns auf einer grünen Aue. Dies steht für den Ort, an dem es uns gut geht und wir das haben, was wir brauchen. Jesus hat mit einem Gleichnis erklärt, dass er so ist wie der gute Hirte, der jedes einzelne Schaf kennt. Jeder Teilnehmende gestaltet mit dem vorhandenen Material ein Schaf. Da wir sehr unterschiedlich sind, dürfen auch die Schafe unterschiedlich groß sein und aus unterschiedlichem Material bestehen.

Aufgabe

Jeder Teilnehmende darf hier kreativ werden und sein persönliches Schaf gestalten (Obergrenze der Schafgröße: 15 x 15 cm -> an Keilrahmen- und Gesamtgruppengröße ggf. anpassen). Auf den vorbereiteten grünen „Auen-Keilrahmen“ schreibt jeder ein Wort als „Grashalm“ oder „Blume“, was ihn an seine persönliche Aue erinnert, die Gott für ihn geschaffen hat, ein Wort stellvertretend für all das, was Gott uns Gutes zum Leben schenkt – Notwendiges, Überflüssiges. Anschließend klebt jeder sein persönliches Schaf irgendwo auf den Keilrahmen.

4. Er führet mich zum frischen Wasser: Trinkstation im Überfluss

Idealerweise ist diese Station an einem Bach oder einem Brunnen, um optisch den Sinn dieses Psalm-Satzes zu unterstreichen.

Der gute Hirte versorgt seine Schafe mit allem was sie brauchen. Frisches Wasser ist lebensnotwendig und erfrischt, gibt Kraft. Alle dürfen sich an dieser Stelle einfach mit klarem Wasser erfrischen und nehmen, so viel sie wollen. (>> Material 4)

5. Er erquicket meine Seele: Erquickungsbild gestalten

„Erquicken“ ist ja schon ein seltsames Wort.

Aufgabe

Jedes Team soll das Wort „erquicken“ durch ein Wort oder eine Umschreibung ersetzen und auf ein Kärtchen notieren – ohne bei den anderen oder auf der Leinwand abzuschauen. Unbewusste Doppelungen (z. B., weil jemand auf die gleiche Idee kommt wie das vorherige Team) sind erlaubt. Anschließend überlegt sich jeder Mitspielende eine Situation/Lebensphase, in welcher Gott ihn erquickt hat oder durch die er immer wieder „Erquickung“ erlebt. Dies malt dann jeder an eine Stelle auf der bereitstehenden Leinwand – ob ganz konkret oder abstrakt mit Formen und Farben, das bleibt jedem überlassen.

Hinweis: Es nehmen XX Teams an dem Spiel teil. Entsprechend auf die Größe des Kunstwerks achten und es in einem solchen Umfang halten, dass jedes Team Platz für ihre „Erquickung“ auf dem gemeinsamen Kunstwerk hat.

Hinweis: Bei wenigen Mitspielern macht jeder Teilnehmende die Aufgabe für sich allein. Bei einer sehr großen Gesamtgruppe überlegt sich jedes Team einen Begriff und gestaltet anschließend nur 1–2 Bilder auf der Leinwand.

Wenn alle Gruppen ihren Beitrag auf die Leinwand gemalt haben, klebt der Stationsmitarbeitende die Begriffskärtchen auf oder um die Leinwand.

6. Er führet mich auf rechter Straße – Geo-Caching

Einen bekannten Weg entlanglaufen ist keine Kunst. Einen unbekannten Weg zu gehen erfordert Mut. Wie gut zu wissen, dass ich Gott immer an meiner Seite habe. Auch wenn er nicht unbedingt die exakten Koordinaten für den „richtigen“ Weg durchgibt – er hat zugesichert, dass er jeden Weg mitgeht.

Aufgabe

Die beiden Teams bekommen die Koordinaten und ein Geo-Caching-Gerät, suchen damit den „rechten Weg“ zu einem Versteck, an dem ein Lösungswort hinterlegt ist. Das Team, das zuerst wieder an diese Station zurückgerannt ist und das richtige Lösungsmotto nennen kann, hat die Runde gewonnen. Lösungswort: „Die rechte Straße, die Gott mich führt!“

7. Um seines Namens willen: Gottesnamen-Wettbewerb

Gott hat viele Namen. Einen ganz wichtigen Namen hat Gott Mose am Dornbusch gesagt: „Ich bin der ich bin“ oder auch: Ich bin der „Ich bin da“, oder „Ich bin für dich da“. Gottes Name ist Programm!

Aufgabe

Im Team weitere Namen für Gott finden. Drei Namen, die ihn mit einem Adjektiv und Nomen beschreiben, wie z. B. „Der gute Hirte“, „Das helle Licht“, „Die helfende Hand“… Außerdem zwei weitere Namen, die Gott in dem Namen ausführlich umschreiben, wie z. B. „Der-nie-von-deiner-Seite-weicht“ (ähnlich wie manche Indianernamen). Für jeden Namen wird ein extra Kärtchen verwendet. An dieser Station darf ohne Zeitdruck und Konkurrenz gearbeitet werden. Diese Kärtchen werden auf den Hirten geklebt. Am Ende wird der Hirte auf oder neben die Leinwand mit den Schafen (von Station 3) angebracht.

8. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal fürchte ich kein Unglück: Wettlauf blinder Schafe, die durch die Finsternis geführt werden

Aufgabe

Pro Team gibt es hier einen Hirten und die Schafe. Die „Schafe“ stellen sich an der Startlinie jeweils in ihrer Gruppe hintereinander auf. Jeweils das erste Schaf bekommt die Augen verbunden und wird von seinem „Teamhirten“ möglichst schnell über die markierte Ziellinie gebracht. Dort wird die Augenbinde abgenommen, der Hirte rennt zurück und verbindet (unter Beobachtung eines Mitarbeitenden) dem nächsten Schaf die Augen. Die Schafherde, die zuerst von ihrem Hirten komplett ins sichere Ziel geführt wurde, hat gewonnen. Stürzt ein Schaf oder wird nach Ansicht des Mitarbeitenden nicht liebevoll genug behandelt, müssen Hirte und Schaf wieder von neuem an der Startlinie beginnen -> es lohnt sich also, das Schaf liebevoll und sicher zu führen, als zu hetzen und das blinde Schaf in Gefahr zu bringen.

9. Denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich: Massagestation

Es liegen diverse Rundstäbe bereit, mit denen die Teilnehmenden sich untereinander den Rücken und Schulterbereich massieren dürfen. Massagezeit die jedem Teilnehmenden zusteht: mindestens 2–3 Minuten. Wird jemand grob behandelt innerhalb der eigenen Gruppe und die Trost- und Massagestation missbraucht, so notiert dies der Mitarbeitende als Minuspunkt für den Punktestand.

10. Du bereitest vor mir einen Tisch, im Angesicht meiner Feinde: Stärkung mit Obst und Süßigkeiten

Einträchtig sitzen die beiden gegnerischen Teams um einen Tisch und bedienen sich an Obst und Süßigkeiten zur Stärkung.

11. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein: Salböl-Auffüll-Staffellauf

Aufgabe

Die beiden Teams starten wieder gegeneinander in einem Staffellauf. Alle sind Hirten, denen das wertvolle Salböl ausgegangen ist, mit dem sie ihre Schafe pflegen und ihnen abends die Wunden pflegen.

Pro Team rennen die ersten Jugendlichen mit einem „Salbölkrug“ los und schöpfen in einem großen Behälter Wasser (= Salböl). Sie rennen weiter zu einem Eimer, leeren dort ihren Krug aus und bringen den leeren Krug zum bereitstehenden zweiten Teammitglied. Das Team, das als erstes den Eimer zum Überlaufen bringt bzw. eine bestimmte Marke erreicht hat, hat gewonnen.

12. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar

Singen und Andacht

Wenn alle Teams die ganzen Stationen absolviert haben, trifft man sich auf einer Lichtung und legt die Kunstwerke in die Mitte. Das Gewinnerteam wird ermittelt, indem die Mitarbeitenden ihre notierten Ergebnisse zusammentragen. Wichtiger als der Sieg ist, dass sich alle gewiss sein dürfen, zu dem besten aller Hirten zu gehören. Gemeinsam wird Psalm 23 gesprochen und dazu passende Lieder ausgewählt. Es werden die Reste gegessen und die entstandenen Kunstwerke bewundert.

Anregung: Ein gemeinsames Essen mit Baguettes, Schafskäse und/oder griechischem Salat mit Schafskäse.

Es ist mitten in der Nacht. Ich stehe direkt hinter einem Baum. Die Mauer aus Schuhkartons befindet sich ca. zehn Meter von mir entfernt auf einer Wiese. Acht Kinder umringen in gleichmäßigem Abstand die Mauer, fest entschlossen, niemanden an die Bausteine heranzulassen.
Plötzlich höre ich eine Stimme: „Da, hinter dem Baum. Da ist jemand!” Eine weitere Stimme: „Sicher?” Die erste Stimme: „Ganz sicher!” Noch ehe ich weiß wie mir geschieht, stürmen zwei Kinder auf „meinen” Baum zu, die anderen bleiben auf ihrem Platz vor der Mauer. Nur mit Mühe gelingt es mir, die Kleinen abzuwehren.
In den folgenden nächtlichen Stunden entwickeln wir, das Überfallteam, eine neue Strategie, um die „Nehemia-Mauer” zu zerstören. Anstatt uns anzuschleichen, laufen wir direkt auf die Mauer zu nach dem Motto: „Angriff ist die beste Verteidigung”.
Wer nun denkt, die Kinder flüchten, der täuscht sich. Sie sind Schauspieler des biblischen Nehemia-Anspiels, Bürger Jerusalems und Kinder Gottes. Als solche blockieren sie die Mauer und lassen nur wenig Zerstörung zu. Die Kinder verteidigen die Mauer gegen Erwachsene – eigentlich übermächtige Gegner. Der Zusammenhalt der Kinder berührt mich. Sie zeigen es deutlich: Gemeinsam mit Gott ist alles zu schaffen.
Diese Ausgabe des Jungscharleiters handelt von Nehemia, einem Mann, der andere motiviert hat, mit Gott gegen alle Schwierigkeiten des Alltags anzukämpfen. Die Ideen und Vorschläge in diesem Thema weisen auf Nehemia hin und zeigen, was Mitarbeitende und Jungscharler von ihm lernen können: Mit Gott ist alles zu schaffen!

Click to access the login or register cheese
Wähle dein Team!

Wähle das Team, für das du jetzt Materialien suchst, oder auf dessen Materialien du zugreifen möchtest.

Du kannst jederzeit oben rechts über das Team-Menü ein anderes Team auswählen.